Bestand Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 349 - Bezirksamt Eberbach: Generalia, Orte

Bereich "Identifikation"

Signatur

Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 349

Titel

Bezirksamt Eberbach: Generalia, Orte

Datum/Laufzeit

  • (1367) 1803/1813-1924 (1937) (Anlage)

Erschließungsstufe

Bestand

Umfang und Medium

2088 Akten

Bereich "Kontext"

Bestandsgeschichte

Vorwort: Im Rahmen der territorialen Umwälzungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts konnte Baden umfangreiche kurpfälzische und fürstlich-leiningensche Gebiete erwerben, aus denen nach dem Organisationsedikt vom 24. Juli 1813 die Bezirksämter Eberbach und Neckargemünd gebildet wurden. Das Bezirksamt Eberbach setzte sich aus den vormaligen Ämtern Eberbach und Zwingenberg sowie den Orten Wagenschwend, Balsbach und Robern als Teile des aufgelösten Amtes Lohrbach zusammen. Im Gegensatz zum kurpfälzischen Oberamt Heidelberg, das direkt an Baden gekommen war, hatte das Oberamt Mosbach 1803 zunächst zur Ausstattung des neugebildeten Fürstentums Leiningen gedient, das das Amt Eberbach einrichtete. Auch wenn die leiningenschen Gebiete 1806 ebenfalls an Baden fielen, wurde doch noch bis 1813 in der Verwaltungsgliederung Rücksicht auf die Standes- und Grundherren geübt. Eine Besonderheit bildet hierbei vor allem die Herrschaft Zwingenberg, die 1778 an die Grafen von Bretzenheim vergeben worden war, wobei die Amtsvogtei weiterhin dem Oberamt Mosbach unterstand. Die Landeshoheit ging 1803 von der Kurpfalz an Leiningen, 1806 an Baden über. 1808 wurde die Standesherrschaft für die Grafen von Hochberg gekauft, die 1830 den großherzoglichen Thron erlangen sollten. Güter und Rechte fanden sich in den Orten Zwingenberg, Oberdielbach, Waldkatzenbach, Strümpfelbrunn, Weisbach, Mülben, Ferdinandsdorf und Friedrichsdorf, aber auch in Wagenschwend, Balsbach und Robern. Das Amt Zwingenberg selbst wurde 1813 aufgelöst und dem neuen Bezirksamt Eberbach eingefügt. Nur ein Intermezzo stellte die Verwaltung der standesherrlichen Orte durch das Bezirksamt Neudenau zu Mosbach in den Jahren 1840-49 dar. Das Bezirksamt Neckargemünd wurde durch das ehemalige Amt Neckargemünd und Teile des Amtes Neckarschwarzach gebildet. Diese Gebiete waren bis 1803 vom kurpfälzischen Oberamt Heidelberg und vom Unteramt Dilsberg verwaltet worden. Hinzu gesellten sich noch Besitzungen der Grafen von Erbach-Fürstenau in Moosbrunn, der Freiherren von Berlichingen und der Herren von Schmitz Auerbach in Schwanheim und Michelbach. 1857 wurde das Bezirksamt Neckargemünd dem Bezirksamt Eberbach eingegliedert, sein Westteil aber bereits 1864 zum Bezirksamt Heidelberg geschlagen. Der Ort Reisenbach kam erst 1900 zum Amtsbezirk Eberbach und kehrte 1924 nach Buchen zurück. Das Bezirksamt Eberbach selbst wurde 1924 aufgelöst, der Nord-Westen fiel an das Bezirksamt Heidelberg, Süd-Osten an Mosbach. Als Mittelinstanzen fungierten ab 1809 das Direktorium des Neckarkreises, von 1832-1864 die Regierung des Unterrheinkreises, danach ein Landeskommissariat, jeweils mit Sitz in Mannheim. Der nunmehr vollständig erschlossene Bestand 349 Bezirksamt Eberbach setzt sich zusammen aus dem bisherigen Teilbestand 349 sowie den Zugängen 349 Zug. 1894/36, 1903/34, 1907/119, 1924/18, 1924/56, 1942/334, 1955/50 und 1966/17, die bisher nur mit Schwierigkeiten benutzt werden konnten. Neun Akten wurden anderen Beständen zugeordnet. Die Klassifikation entspricht der für die Bezirksämter gültigen Facklerschen Rubrikenordnung. Die Erschliessung wurde von Herrn Dr. Franz-Josef Ziwes 1997 begonnen und von Dr. Rainer Brüning zu Ende geführt. Aufgrund der physisch nicht mehr zu trennenden Mischbestände im Bereich der Bezirksamtsüberlieferung des GLA wurde besondere Sorgfalt auf die Ermittlung der Vor- und Endprovenienzen gelegt. Der Bestand 349 umfaßt jetzt 2088 Faszikel mit 17,5 lfd.m. Umfang. Für die Forschung sei außer auf die fortgeführten Akten in den Bezirksamtsbeständen Heidelberg (Bestand 356) und Mosbach (Bestand 364) im Generallandesarchiv Karlsruhe auch auf die Bestände des fürstlich-leiningenschen Archivs zu Amorbach verwiesen. Karlsruhe, im April 1999 Dr. Rainer Brüning

Abgebende Stelle

Bereich "Inhalt und innere Ordnung"

Eingrenzung und Inhalt

Bewertung, Vernichtung und Terminierung

Zuwächse

Ordnung und Klassifikation

Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Neuere Bestände (vornehmlich ab 1800) >> Inneres, Soziales und Umwelt >> Ämter (Bezirks-, Landratsämter) >> Eberbach

Bedingungen des Zugriffs- und Benutzungsbereichs

Benutzungsbedingungen

In der Verzeichnungseinheit enthaltene Sprache

  • Deutsch

Schrift in den Unterlagen

    Anmerkungen zu Sprache und Schrift

    deutsch

    Physische Beschaffenheit und technische Anforderungen

    Bereich Sachverwandte Unterlagen

    Existenz und Aufbewahrungsort von Originalen

    Existenz und Aufbewahrungsort von Kopien

    Verwandte Verzeichnungseinheiten

    Verwandte Beschreibungen

    Bereich "Anmerkungen"

    Anmerkung

    Original description: Deutsche Digitale Bibliothek

    Alternative Identifikatoren/Signaturen

    Zugriffspunkte

    Zugriffspunkte (Thema)

    Zugriffspunkte (Ort)

    Zugriffspunkte (Name)

    Zugriffspunkte (Genre)

    Bereich "Beschreibungskontrolle"

    Identifikator "Beschreibung"

    labw-4-5524

    Archivcode

    Benutzte Regeln und/oder Konventionen

    Status

    Erschließungstiefe

    Daten der Bestandsbildung, Überprüfung, Löschung/Kassierung

    Sprache(n)

      Schrift(en)

        Quellen

        Anmerkung des Archivars/der Archivarin

        Bereich Zugang