Bildungswesen

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        Kolonialausbildung
        BArch, RH 12-23/1238 · Akt(e) · 1941-1942
        Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

        Enthält u.a.: Lehrgänge im Kolonialmedizinischen Sonderlazarett des OKH in St. Medard, 1942; Lehrgänge für Tropenmedizin und -hygiene, 1942; Erfahrungen, Eindrücke und Beobachtungen auf dem nordafrikanischen Kriegsschauplatz von Sanitäts-Stabsfeldwebel Pfeiffer, 1941; Kolonialstab Libyen, Forderungen für die Kolonialausbildung im Ersatzheer, 1941; Ausbildung von Rekruten der Sanitäts-Truppe für das Deutsche Afrika-Korps, 1941

        Kölner Verein Mädchengymnasium / Frauenstudium
        Best. 1067 · Bestand · 1899 - 1924, 1845-1932
        Teil von Historisches Archiv der Stadt Köln (Archivtektonik)

        Beschreibung: 1. Geschichte der Vereine In Preußen gab es für Mädchen bis 1909 keine städtische oder staatliche Schule, die zur Hochschulreife führte. Die Töchterschulen hatten sowohl andere Lehrpläne als auch andere -ziele als die Knabengymnasien. Zwar ließen seit 1899 alle Universitäten Frauen als Hörerinnen zu, jedoch konnte Preußen sich nur schwer dazu entschließen, den Mädchen die gleiche Schulausbildung wie den Knaben zukommen zu lassen. Helene Lange hatte als erste Kurse eingerichtet, die zur Hochschulreife führten. Sie wurden von Frauen besucht, die die Töchterschule oder Privatunterricht absolviert hatten. Die fehlenden Kenntnisse mußten die Schülerinnen in 3 - 4 Jahren nachholen; das heißt, die Abiturientinnen waren vielfach älter als 20 Jahre. Der Kölner Verein Mädchengymnasium hatte sich das Ziel gesetzt, ein vollständiges, neunklassiges Mädchengymnasium einzurichten, um den Mädchen Gelegenheit zu geben, in der gleichen Zeit wie die Knaben die Hochschulreife zu erlangen. Vorbild war das vom Frauenverein Reform gegründete Mädchengymnasium in Karlsruhe. Nach Vorbesprechungen begannen die Vereinsmitglieder im Jahre 1899 ihre Aktivitäten zur Gründung eines Mädchengymnasiums: sie sammelten Gelder, gewannen Freunde und Förderer und nahmen Kontakt zu den zuständigen Behörden auf. Nach mehreren vergeblichen Eingaben erlaubte der preußische Unterrichtsminister dem Kölner Verein schließlich, 1903 ein sechsklassiges Gymnasium einzurichten, das Mädchen ab vollendetem 12. Lebensjahr aufnehmen konnte. Die Kölner Schule war damit das erste Mädchengymnasium in Preußen. Die Vereine in anderen preußischen Städten hatten sich weiterhin mit der Einrichtung von "Kursen" begnügt, weil sie den Widerstand des Staates für unüberwindlich gehalten hatten. Da der Kölner Verein einige Mädchen in einer Familienschule vorbereitet hatte, konnten 1905 bereits die ersten Schülerinnen des Mädchengymnasiums das Abitur ablegen. In den ersten Jahren mussten sich die Schülerinnen allerdings als Externe in Knabengymnasien prüfen lassen. Mathilde von Mevissen war im Verein Madchengymnasium die treibende Kraft, ja man kann sagen, ohne sie und ihren Mitstreiter, Archivdirektor Joseph Hansen, wäre das Gymnasium nicht zustande gekommen. Sie korrespondierte über Fragen der Mädchenbildung mit zahlreichen engagierten Frauen aus ganz Deutschland; viele von ihnen, wie Helene Lange oder Minna Cauer zum Beispiel, kannte sie persönlich. Mathilde von Mevissen stiftete außerdem erhebliche Summen für die Schule und mietete das erste Schulgebäude am Apostelnkloster an. Josef Hansen verfaßte nach Rücksprache mit den anderen Vereinsmitgliedern nicht nur die Eingaben an das Ministerium, sondern führte ebenso wie Mathilde von Mevissen auch persönliche Gespräche in den zuständigen Behörden in Koblenz beziehungsweise Berlin. Nach der Schulreform von 1908 übernahm die Stadt Köln nach heftigen Debatten im Stadtrat die Schule. Nachdem der Verein sein Ziel erreicht hatte, wandelte er sich 1909 in den Verein Frauenstudium (vormals Mädchengymnasium) um und widmete sich neuen Aufgaben. Erdachte sich die Förderung des Frauenstudiums zum Programm und vergab Stipendien. Hierbei kam ihm eine Erbschaft von Pauline Christmann zugute, aber auch andere Gönner finanzierten Studienbeihilfen. Die Inflation vernichtete allerdings später das Vermögen des Vereins. Wann genau der Verein seine Tätigkeit eingestellt hat, geht aus den vorliegenden Akten nicht hervor. Das Jahr 1933 hat er nicht überlebt. Sowohl der Verein Mädchengymnasium als auch der aus ihm hervorgegangene Verein Frauenstudium hatte stets sehr gute Beziehungen zum Stadtarchiv; im Archivgebäude am Gereonskloster 12 ist er nämlich gegründet worden. Archivdirektor Joseph Hansen war Mitglied im Vorstand. Seine Frau, Johanna Hansen, führte lange Jahre hindurch den Verein Frauenstudium als Vorsitzende. Stadtarchivar Hermann Keussen war Mitbegründer des Vereins Frauenstudium, Archivsekretär Philipp Nottbrock fertigte die Reinschriften der Eingaben an das Ministerium (die Bearbeiterin kennt seine Schrift). 2. Registratur und Ordnungsverfahren Die meisten Akten lagerten als Bestand 1067, Kölner Verein Frauenstudium (vormals Mädchengymnasium) in 8 übervollen Kästen im Magazin. Wann genau sie ins Archiv gelangten, läßt sich nicht mehr feststellen. Möglicherweise lagerten einige Akten des Vereins Madchengymnasium von Anbeginn an hier, - kein Wunder bei den guten Beziehungen. Eine Findliste verzeichnet allerdings nur 14 Akten des Vereins Frauenstudium, 8 Akten der Pauline-Christmann-Stiftung sowie 1 Akte "Feierliche Begebenheiten 1924/25 ". Außer dieser Liste gab es kein Verzeichnis. Lediglich Heft 47 der Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln (1963) enthält eine kurze Übersicht über den Bestand. Einige Akten waren bereits ordentlich gebunden (Fadenheftung), die meisten jedoch fanden sich in der unterschiedlichsten Formierung: sie lagen in Mappen oder Briefumschlägen, lose in einem großen Vorordner oder mit Seidenbändchen verschnürt. Manchmal waren gebundene Akten mit losen Dokumenten angereichert. Oft mußten erst einmal Akten gebildet werden. Kurz: es herrschte große Unordnung. Bei der ersten Durchsicht stellte sich heraus, daß der Bestand nicht nur die Akten der Vereine Mädchengymnasium beziehungsweise Frauenstudium enthielt, sondern sowohl mit Schriftwechsel Mathilde von Mevissens zu verschiedenen Frauenfragen als auch mit Unterlagen anderer Vereinsmitglieder, die häufig gleichzeitig in mehreren Vereinen aktiv waren, angereichert war. Deshalb wurden die Akten zunächst grob vorsortiert und in 3 Gruppen (Mädchengymnasium, Frauenstudium, andere Vereine et cetera) unterteilt. Es empfahl sich, die Akten nicht in verschiedene kleinere Bestände aufzuteilen, da sie zum Teil durchgängig geführt worden sind (die Mitglieder der Vereine Mädchengymnasium sowie Frauenstudium waren zum großen Teil dieselben). Außerdem hätte dann das Sammlungsgut noch gesondert verwahrt werden müssen. Einige Akten sind erst in den Jahren 1989 und 1990 zum Bestand genommen worden. 3 größere Kartons Akten lagerten als Nachlaß Mathilde von Mevissen in der Universitätsbibliothek. Weitere Akten sind dann später bei Aufräumungsarbeiten von Dr. Quarg aufgefunden und ebenfalls dem Archiv übergeben worden (acc. 1792 und 1877). Den damals noch ungeordneten Anhang des Nachlasses Gustav von Mevissen hatte ich durchgesehen und diejenigen Akten zum Bestand 1067 genommen, die zu den Vereinsakten gehören. Zwei weitere Akten sind im Dezember 1990 noch vom Bearbeiter des Nachlasses Mevissen, Dr. Groten, abgegeben worden. Im Verzeichnis ist bei den betreffenden Akten der frühere Lagerungsort angegeben. Die Form der Verzeichnung variiert. Meist ist die der Analyse gewählt worden, insbesondere wegen der zahlreichen im Bestand vorhandenen Briefe. Die Bündel waren gelegentlich beschriftet, jedoch stimmte die Beschreibung mit dem tatsächlichen Inhalt nicht immer überein. Der alte Aktentitel ist - durch Anführungszeichen gekennzeichnet - nur dann beibehalten worden, sofern er über den tatsächlichen Inhalt eine Aussage macht. Außer Inhalt und Datum ist der Umfang der Akte angegeben. Die meisten Schriftstücke sind handschriftlich, mit Tinte durchweg auf gutem Papier geschrieben. Vervielfältigungen und Drucke sind eher die Ausnahme. Die Papierformate, insbesondere der zahlreichen Privatschreiben sind von größter Vielfalt - meist kleiner als A 4 - und entsprechen nicht den heutigen Normen. Behördenschreiben haben vorwiegend Folio- Format. Die Archivalien stammen vorwiegend aus der Zeit von 1899 bis etwa 1924, in der die Vereine Mädchengymnasium beziehungsweise Frauenstudium aktiv waren. Nur wenige frühere beziehungsweise spätere Unterlagen finden sich bei den Akten. Dabei handelt es sich um private Unterlagen Mathilde von Mevissens. Der Bestand umfaßt 343 Akten in 14 Kästen sowie 1 Mappe mit vier Bildern. In dieser Mappe (schwarz mit silbernem Aufdruck "Erinnerungen an meinen Theuern Vater, geboren 20. Mai 1815, gestorben 13. Aug. 1899") fanden sich auch die Archivalien Nr. 315-320, die aus lagerungstechnischen Gründen entnommen wurden. Nicht erhalten sind Schülerlisten oder Zeugnislisten des Mädchengymnasiums. Diese Akten sind möglicherweise nach der Übernahme der Schule durch die Stadt abgegeben worden und müssen, wie die Akten der Schule, zu den Kriegsverlusten gerechnet werden. Die Namen der Schülerinnen, die in der Zeit von 1903-1908 Schulgeld bezahlten, sind im "Kassenbuch" (1067/91) erhalten. Die Namen der Abiturientinnen hat Johannes Kreutzer in seiner Schulgeschichte aufgelistet. Die im Jahre 1986 begonnene Verzeichnungsarbeit zog sich über mehrere Jahre hin. Eine erste Unterbrechung von einigen Monaten erfolgte, um den Fortgang der Aufräumarbeiten in der Universitätsbibliothek und einen eventuellen Aktenzugang abzuwarten. 1988 mußte die Erstellung des Findbuchs jedoch wegen einer anderen Arbeit ganz abgebrochen werden. 1989 konnte Monika Voigt den größten Teil des Findbuchs schreiben. Die Nachträge und Korrekturen wurden erst 1993 erledigt. Die abschließenden Arbeiten (Einleitung, Register, Konkordanz) konnten schließlich mit PC und Software der Heinrich-Böll-Stiftung erledigt werden. Köln, den 10. Mai 1994, M. Fäuster 3. Quellen zur Geschichte der Vereine beziehunsgweise der Schule Die Akten der Studienanstalt, der Merlo-Schule und auch die der Kaiserin-Augusta-Schule vor 1945 sind - soweit sie nicht schon vorher verloren gingen - im Weltkrieg fast vollständig vernichtet worden. a) Historisches Archiv der Stadt Köln: Chroniken und Darstellungen 511 und 511a Bestand 551 (einige wenige, sehr dünne Akten) b) Hauptstaatsarchiv Düsseldorf: Regierung Köln, Nr. 7404 c) Landeshauptarchiv Koblenz: Bestand 405. Unter der Bezeichnung "Merlo-Mevissenschule" sind dort auch die Akten über das Mädchengymnasium vor 1924 abgelegt. d) Noch nicht überprüft wurde, ob Akten des zuständigen preußischen Ministeriums erhalten sind. Literaturangaben: Apel, Hans-Jürgen, Sonderwege der Mädchen zum Abitur im Deutschen Kaiserreich, in: Zeitschrift für Pädagogik, 34. Jg., 1988, Nr. 2, S. 171-189. Braun, Lily, Die Frauenfrage, ihre geschichtliche Entwicklung und ihre wirtschaftliche Seite. Mit einer Einleitung von Beatrix W. Bouvier. Nachdruck der 1901 im Verlag Hirzel, Leipzig, erschienenen ersten Auflage, Berlin, Bonn 1979. Centralblatt für die gesamte Unterrichtsverwaltung in Preußen, 1899, S. 371-404. Dertinger, Antje, Die bessere Hälfte kämpft um ihr Recht. Der Anspruch der Frauen auf Erwerb und andere Selbstverständlichkeiten, Köln 1980. - Der Beitrag über Hildegard Wegscheider zeigt u.a. sehr schön, wie schwierig es für Mädchen war, eine Gymnasialausbildung und die Berechtigung zum Studium zu erlangen. Eckert, Li, Mathilde von Mevissen. Gedächtnisrede, gehalten im Gürzenich am 12. Oktober 1924. Hg. vom Verband Cölner Frauenvereine (Stadtverband). Festschrift zum 25 jährigen Bestehen der gymnasialen Studienanstalt 1903-1928, Köln 1928. Greven-Aschoff, Die bürgerliche Frauenbewegung in Deutschland 1894-1933, Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft 46, Göttingen, 1981. Gymnasialklassen für Mädchen in Köln, in: Praktische Sozialpolitiker aus allen Ständen vom Throne bis zur Werkstätte, Cöln (1909). Hundert Jahre Hildegard-von-Bingen-Schule, Köln (1988). Hundert Jahre Mädchen-Gymnasium in Deutschland. Herausgeber: Stadt Karlsruhe, G. Braun. (Karlsruhe 1993) Jahresberichte der städtischen Merlo-Mevissen-Schule, Lyzeum mit Studienanstalt der gymnasialen Richtung in Köln am Rhein, Schuljahre, 1926/27,- 1929/30, erstattet von der Leiterin der Anstalt, Oberstudiendirektorin Carola Barth, Köln 1927 ff. Kailer, Gerhard, Mädchenbildung und Frauenstudium. Die Gründung des ersten deutschen Mädchengymnasiums in Karlsruhe und die Anfänge des Frauenstudiums an den badischen Universitäten (1890-1910), in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, hg. von der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, 140. Band, Stuttgart 1992, S. 361 - 375. Kettler, Johanna, "Die Konkurrenz der Frau", 1890, "Gleiche Bildung für Mann und Frau", 1891, in : Die Frau ist freigeboren, Texte zur Frauenemanzipation, hg und kommentiert von Hannelore Schröder, Bd. 2, 1870 - 1918. Becksehe Schwarze Reihe, Bd. 231, München 1981. In der Einleitung zu diesem Text steht folgendes: "1893 gründete der Verein Frauenbildungsreform, der von ihr geleitet wurde. in Karlsruhe das erste deutsche Mädchengymnasium. Trotz erbitterter Gegenreaktionen und Verleumdungen entstanden bis 1900 Mädchengymnasien in Berlin, Köln, Breslau, Hannover, Leipzig und Bremen". Diese Darstellung ist nicht richtig. In Köln bestand kein Mädchengymnasium, in Berlin und an anderen Orten in Preußen bestanden lediglich Gymnasialkurse. Kindheit in Köln, Die Bestände des Kölnischen Stadtmuseums, bearbeitet von Helmut Hane, Köln, 1989. Kleinertz, Everhard, Joseph Hansen, in: Joseph Hansen, Preußen und Rheinland von 1815-1915, Dokumente und Darstellungen zur Geschichte der Rheinischen Provinzialverwaltung und des Landschaftsverbandes Rheinland, 4, Köln, 1990. Kleinertz, Everhard, Joseph Hansen (1862-1943), in: Rheinische Lebensbilder, Bd. 13, Köln 1993. Schenk, Herrad, Die feministische Herausforderung. 150 Jahre Frauenbewegung in Deutschland.Beck’sche schwarze Reihe 213, München 1983. Verhandlungen der Stadtverordnetenversammlung zu Cöln, 1902 und 1908. Vogt, Helmut, Zur Geschichte des Höheren Schulwesens m Köln-Kalk von 1896-1938, in: Rechtsrheinisches Köln. Bd. 15. 1989. S. 101-128. Voss, Ludwig, Geschichte der höheren Mädchenschule. Allgemeine Schulentwicklung in Deutschland und Geschichte der höheren Mädchenschulen Kölns, Opladen, 1952. Wagner, Rita, Cöln. Die sozialen Verhältnisse um 1900, Köln 1989. Weber-Kellermann, Ingeborg, Die deutsche Familie, Versuch einer Sozialgeschichte. Frankfurt 1974. Weiland, Daniela, Geschichte der Frauenemanzipation in Deutschland und Österreich. Hermes Handlexikon, Düsseldorf, 1983.

        Knabenheim Johanneum in Moers
        RMG 1.256 · Akt(e) · 1897-1961
        Teil von Archiv- und Museumsstiftung der VEM (Archivtektonik)

        1890 gebaut u. 1917 verkauft, s.a. RMG 1.240; Korrespondenz wg. Ausbildung u. Erziehung d. Kinder, Verwaltung, Verhalten d. Lehrer; Grundstücksurkunden, Katasterauszug; Zeitungsartikel: Das Johanneum in Moers, 1917; Verzeichnis d. in Moers erzogenen Missionarssöhne, 1928

        Rheinische Missionsgesellschaft
        Knabenheim Johanneum in Gütersloh
        RMG 1.254 · Akt(e) · 1856, 1880-1937
        Teil von Archiv- und Museumsstiftung der VEM (Archivtektonik)

        Korrespondenz m. Hauseltern wg. Erziehung d. Kinder u. Verwaltung; Grundstücksurkunden; Baupläne 1880; Statuten 1881; Muster e. Berufungsurkunde f. Hausinspektor; Hausordnung d. Rhein. Missions-Kinderhauses, entworfen nach d. Statut d. Erziehungsanstalten d. Brüdergemeinde, 1856; Die Fürsorge für unsere Missionarskinder, 11 S., Dr., 1880; Festbericht über 25-jähriges Jubiläum d. Johanneums, 1880-1905, 32 S., Dr., 1905

        Rheinische Missionsgesellschaft
        Kleinkinderschule in Mamba
        ALMW_II._BA_A7_40(232) · Objekt · 1905-1910
        Teil von Evangelisch-Lutherisches Missionswerk Leipzig

        Fotograf: Schanz?. Fototyp: Foto. Format: 11,0 X 8,0. Beschreibung: große Kindergruppe in Steppenlandschaft (n. re. sich bewegend), Frau Seesemann m. 1 kl. Kind auf Arm dazwischen gehend, 2 afrik. Frauen li., Kinder z.T. m. europ. Kleid.stücken. Verweis: Vgl. Druckvorlagen Musterbuch, Nr VI/289, Auf. 349 (16,3 X 11,1) "Frau Miss. Schachschneider mit ihren Kostschulmädchen".

        Leipziger Missionswerk
        A.11-262, 263, 264, 265 · Akt(e) · 1904
        Teil von Zentrales Archiv der Pallottinerprovinz

        Enthält:Nr. 262: "Die Kameruner Mission", zwei Vorträge von Bischof Heinrich Vieter, 2 Hefte, eigenhändiges Ms. von Vieter, 1904; darin auch: "Kamerun und seine Mission", ausgearbeitet von Fr. Strottkötter, PSMNr. 263: "Kamerun", Landeskunde, 4 Hefte, eigenhändiges Ms. von Vieter, o.D.;Nr. 264: "Laienbrüder in Kamerun" / "Wünsche, Ausbildung der Laienbrüder der Mission Kamerun", 1 Heft, eigenhändiges Ms. von Vieter, 1904;Nr. 265: "Kamerun-Neger", 1 Heft, Ms. von anderer Hand, o.D.

        Gesellschaft des katholischen Apostolates
        Kirche im Eingeborenenstil in Sango
        ALMW_II._BA_A7_34(425) · Objekt · ohne Datum
        Teil von Evangelisch-Lutherisches Missionswerk Leipzig

        Fototyp: Foto. Format: 9,0 X 7,0. Beschreibung: rd. Kirche m. doppeltem Grasdach, im Stil eines Chagga-Hauses (östl. Kilim.-Bauart), im Eingang u. links daneben Menschen (v.a. Kinder, m. Tüchern bekl.). Bemerkung: Veröff.: Miss.Bl. 1912, Nr 24.

        Leipziger Missionswerk
        Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, GU 124 Bü 3 · Akt(e) · 1902-1913 und o. J.
        Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

        Darin: Auf der Rückseite von drei Kinderzeichnungen gedruckte und handgeschriebene Menükarten von drei Diners in Schloss Possenhofen am 6., 9. und 14. August 1907; Rundschreiben des Priors des Benediktinerkollegs in Dillingen/Donau, Pater Bonifacius Sauer, mit der Bitte um finanzielle Unterstützung für das Benediktinerkolleg und für die Ausbildung der in der Mission in Deutsch-Ostafrika (Tansania) eingesetzten Benediktiner, 16. Dez. 1908

        Urach, Wilhelm (III.) von
        Kinderschule in Mamba (Schwester Gesine)
        ALMW_II._BA_DV_IV/560,Neg.A36 · Objekt · ohne Datum
        Teil von Evangelisch-Lutherisches Missionswerk Leipzig

        Fototyp: Foto. Format: 16,9 X 12,0. Beschreibung: Schwester mit großer Kindergruppe, sitzend, Tücher als Bekleidung, vor Steinhaus mit Dach aus Pflanzenfasern; Vgl. dazu auch Album 4, Nr 470 und 37. Bemerkung: retuschiert.

        Leipziger Missionswerk
        Kinderschule in Mamba
        ALMW_II._BA_A4_470 · Objekt · ohne Datum
        Teil von Evangelisch-Lutherisches Missionswerk Leipzig

        Fototyp: Foto. Format: 8,6 X 5,7. Beschreibung: Haus mit Steinmauern und Dach aus Palmfasern, Kinder auf Wiese sitzend, Krankenschwester(Gesine) inmitten der Kinder; Vgl. Druckvorlagen Musterbuch, Nr IV/ 560 "Kinderschule in Mamba. Schw. Gesine" (Motiv fast identisch).

        Leipziger Missionswerk
        BArch, RM 3/7002 · Akt(e) · 1909-1914
        Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

        Enthält u.a.: Lageplan über das für den Gerichtsneubau bestimmte Grundstück( Ecke Irenenstraße-Hohenloheweg-Gouvernementsplatz), Blatt Nr. 10, Maßstab 1 : 500, Okt. 1911 (Fol. 22, 40) Fotografien mit projektierten Bauplatz und Gerichtsgebäude (Fol. 39) Baupläne: Gerichtsgebäude in Tsingtau, Skizze für die Ausbildung der westlichen Grenzmauer, Maßstab 1 : 100, 29. Febr. 1912

        Reichsmarineamt
        Kiautschou.- Flugzeuge: Bd. 2
        BArch, RM 3/6930 · Akt(e) · 1914-1922
        Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

        Enthält u.a.: Anschaffung von Flugzeugen, Ballons, Errichtung von Flughallen, Ballonparks, Ausbildung und Kommandierung von Flugpersonal

        Reichsmarineamt
        Kiautschou.- Flugzeuge: Bd. 1
        BArch, RM 3/6929 · Akt(e) · 1912-1914
        Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

        Enthält u.a.: Anschaffung von Flugzeugen, Ballons, Errichtung von Flughallen, Ballonparks, Ausbildung und Kommandierung von Flugpersonal

        Reichsmarineamt
        BArch, RM 3/7070 · Akt(e) · 1913-1919
        Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

        Enthält u.a.: "Ein deutsches Chinainstitut" von Dr. Vosberg-Rekow, Schriften der Deutsch-Asiatischen Gesellschaft, Berlin 1914 Satzung des Deutsch-Chinesischen Verbandes Berichte über die Geschäftsjahre 1914 bis 1917 des Deutsch-Chinesischen Verbandes Bericht über die Entwicklung und Bedeutung des Kiautschou-Gebietes von 1915

        Reichsmarineamt
        BArch, R 2/4978 · Akt(e) · 1940-1942
        Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

        Enthält auch: Besichtigung der Kolonialschule Witzenhausen, Nov. 1940 Richtlinien für die kolonialpolitische Schulung (Druck), Okt. 1940 Organisation und Planung der Reichsschule für den Kolonialdienst.- Auszug aus einem Vortrag von Baltes, Amt für Schulung des Kolonialpolitischen Amtes der NSDAP, 1940

        Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, GU 120 · Bestand · (1861-1864), 1867-1925, (1926) und o. J.
        Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
        1. Biographie: Karl Joseph Wilhelm Florestan Gero Crescentius Fürst von Urach Graf von Württemberg wurde am 15. Februar 1865 in Ulm als jüngerer Sohn des Wilhelm (I.) Herzog von Urach und der Florestine Herzogin von Urach geb. Prinzessin von Monaco geboren (1). Der Fürst besuchte zunächst zusammen mit seinem älteren Bruder Wilhelm (II.) Herzog von Urach die Grundschule und das Gymnasium der Jesuiten in Monaco (2). Im Jahre 1877 wechselte er an die Jesuiten-Erziehungsanstalt Unserer Lieben Frau Stella matutina in Feldkirch über. Nach einem erneuten Schulwechsel 1881 legte er im Jahre 1883 am Karlsgymnasium in Stuttgart das Abitur ab. Nach dem Abitur studierte Fürst Karl 1883 bis 1884 zwei Semester an der Universität München (3). Dort besuchte er u. a. Vorlesungen in Metaphysik und Geschichte der griechischen Philosophie bei dem Philosophie-Professor und späteren bayerischen Ministerpräsidenten und deutschen Reichskanzler Georg Graf von Hertling (1843-1919) sowie Vorlesungen in Staatswissenschaften bei dem Journalisten und Schriftsteller Professor Wilhelm Heinrich Riehl (1823-1897). Im Jahre 1883 erfolgte die Ernennung des Fürsten zum Secondelieutenant à la suite des Ulanen-Regiments König Karl (1. Württ.) Nr. 19 (4). Im April 1886 trat Fürst Karl in den aktiven Dienst dieses Regiments ein, musste aber infolge einer Erkrankung den aktiven Dienst wieder verlassen. Im März 1887 schied der Fürst als Offizier à la suite aus dem aktiven Dienst des Regiments aus. In den folgenden Jahren wurden dem Fürsten die für ein Mitglied des Hauses Württemberg üblichen Beförderungen unter Stellung à la suite des Regiments zuteil: 1887 wurde er zum Premierlieutenant, 1891 zum Rittmeister, 1899 zum Kavallerie-Major und 1906 zum Oberstleutnant ernannt. Im Jahre 1911 wurde ihm schließlich der Charakter eines Oberst verliehen. In den Jahren ab 1884 unternahm Karl Fürst von Urach zahlreiche ausgedehnte Reisen (5): 1884 bis 1886 bereiste er Südamerika, wo er v. a. die Kordilleren besuchte und die Indianerstämme am Oberlauf des Amazonas studierte (6). Die ethnologische Sammlung, die er auf der Reise anlegte, übergab er später dem Linden-Museum in Stuttgart. Auch in der Zeit nach 1887 hielt er sich häufig in Italien, Griechenland, auf dem Balkan, in Ägypten, wo er in Heliopolis bei Kairo Immobilien besaß (7), und im Osmanischen Reich auf. Im Jahre 1891 beteiligte er sich an einer Expedition nach Spitzbergen (8), 1893 bereiste der Fürst die USA(9). Die wenigen im vorliegenden Bestand erhaltenen Unterlagen zu der USA-Reise (v. a. Empfehlungsschreiben) (10) lassen vermuten, dass diese Reise auch ethnologischen Studien zu Indianerstämmen diente. Ein bevorzugtes Reiseziel des Fürsten war der Orient, der auf ihn eine große Faszination ausübte. So lernte er Türkisch, Arabisch und Persisch. Nicht zuletzt ließ der Fürst in den Jahren 1893 bis 1925 in seinem Palais in der Neckarstraße in Stuttgart arabische Räume (11) einbauen, die er mit Möbeln, Schnitzereien, Kacheln, Arbeiten aus Gipsstuck, Teppichen und anderen Antiquitäten aus dem Orient ausschmückte. Die Räume, die sogar zeitweise besichtigt werden konnten und als Attraktion galten, wurden bei einem Bombenangriff im Jahre 1944 zerstört. Während des Ersten Weltkrieges konnte Fürst Karl schließlich seine Sprachkenntnisse und sein auf den vielen Reisen in den Orient erworbenes Wissen über diese Region in seine Tätigkeit als deutscher Verbindungsoffizier im Osmanischen Reich (12) einbringen. Diese Funktion übte er in den Jahren 1916 bis 1917 aus. Fürst Karl übernahm einige ehrenamtliche Ämter. So war er Präsident der württembergischen Landesgruppe der Deutschen Kolonialgesellschaft (13) und Mitglied des württembergischen Landesverbandes des Deutschen Flotten-Vereins (14). Er unterstützte die Gesellschaft zur Förderung der Deutschen Ansiedlungen in Palästina (15). Außerdem förderte er die Arbeit des Luftschiff-Konstrukteurs Ferdinand Graf von Zeppelin mit der Zeichnung von Anteilen an der Gesel lschaft zur Förderung der Luftschifffahrt AG (16). Karl Fürst von Urach wurden im Laufe seines Lebens zahlreiche Orden verliehen (17): 1883 erhielt der Fürst den monegassischen Orden Saint Charles, 1889 das Großkreuz des persischen Sonnen- und Löwenordens (18), 1897 den Osmanie-Orden Erster Klasse, 1899 die Kaiser-Wilhelm-Erinnerungsmedaille. 1910 wurde er mit dem preußischen Roten Adlerorden ausgezeichnet. 1916 bekam er das Wilhelmskreuz mit Schwertern und Krone, ein Jahr später den königlich ungarischen Sankt-Stephansorden und das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Karl Fürst von Urach starb am 5. Dezember 1925 in Stuttgart. Er wurde in der Katholischen Abteilung der Gruft der Schlosskirche Ludwigsburg begraben. 2. Zur Ordnung und Verzeichnung des Bestandes:: Der Bestand GU 120 gelangte zusammen mit dem Archiv der Herzöge und Fürsten von Urach Grafen von Württemberg als Depositum im Jahre 1987 ins Hauptstaatsarchiv. Dort bildet das Archiv des Hauses Urach innerhalb der Beständegliederung (Tektonik) die GU-Beständeserie. Bei der Neuordnung des Archivs durch Ltd. Archivdirektor Wolfgang Schmierer erhielten die Unterlagen zu Karl Fürst von Urach die Signatur GU 120. Da sich die Materialien in einem schlechten Ordnungszustand befanden, mussten die Verzeichnungseinheiten größtenteils erst gebildet werden. Wo es sinnvoll erschien, wurden die bereits vorgefundenen Einheiten beibehalten. Während der Erschließungsarbeiten wurden aus dem Bestand GU 120 umfangreiche Unterlagen ausgegliedert und insbesondere den Beständen GU 96 (Vermischtes und Ungeklärtes), GU 100 (Fremdarchivalien und sonstige Sammlungen), GU 107 (Florestine Herzogin von Urach), GU 117 (Wilhelm (II.) Herzog von Urach) und GU 202 (Bertha Freiin von Biegeleben) zugewiesen. Es kann zudem nicht ausgeschlossen werden, dass sich noch weiteres Material der Provenienz Karl Fürst von Urach in bisher noch unverzeichneten Beständen des Hauses Urach befindet. Den weitaus größten Teil des Bestandes bilden die umfangreichen Korrespondenzen des Fürsten (Rubrik 2), vor allem mit seiner Mutter (Rubrik 2.1.1) mit seinem Bruder Wilhelm und dessen Familie (Rubrik 2.1.2) sowie mit Bertha von Biegeleben (Rubrik 2.1.5). Letztere war die Hofdame seiner Mutter Florestine und eine enge Vertraute des Fürsten. Außerdem finden sich Korrespondenzen mit Vertretern der deutschen und europäischen regierenden und ehemals regierenden Fürstenhäusern in dem Bestand (Rubrik 2.5). Karl Fürst von Urach korrespondierte zudem auch mit zahlreichen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens (Rubrik 2.7), u. a. mit Gelehrten. Bei fast allen Korrespondenzen handelt es sich um sogenannte unilaterale Korrespondenzen, d. h. es finden sich lediglich die Briefe des Korrespondenzpartners im vorliegenden Bestand. Wenn vereinzelt auch Briefe oder Briefentwürfe des Fürsten an den jeweiligen Adressaten vorhanden sind, ist dies ausdrücklich in der Titelaufnahme erwähnt. Meist handelt es sich dabei um nachträglich an den Fürsten oder dessen Familie zurückgegebene Briefe des Fürsten. Zudem ist zu beachten, dass Fürst Karl bei seiner Korrespondenz keine Durchschläge angefertigt hat. Die Korrespondenzen können als interessante Quelle für die Alltags- und Mentalitätsgeschichte des Adels angesehen werden. In ihnen zeigen sich die vielfältigen Kontakte, die der Fürst zu Mitgliedern anderer Adelsfamilien pflegte. Auch bieten sie sicherlich Details zu den zahlreichen Reisen des Fürsten. Eine inhaltliche Erschließung der Korrespondenz war allerdings aufgrund des damit verbundenen Arbeits- und Zeitaufwandes nicht möglich. Leider weisen die Korrespondenzen bzw. Korrespondenzserien, die in diesem Bestand enthalten sind, teilweise kleinere Lücken auf. Ob sich in den bisher noch unverzeichneten Beständen des Archivs des Hauses Urach noch Korrespondenz des Fürsten befindet, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht beantworten. Neben den Korrespondenzen bilden die umfangreichen Sammlungen von Fotos und Aufnahmen (Rubrik 10) den nach Anzahl der Titelaufnahmen zweitgrößten Teil des Bestandes. Von Interesse sind dabei vor allem die Fotos und Fotoalben mit Aufnahmen von den zahlreichen Reisen des Fürsten u. a. nach Südamerika, nach Ägypten und ins Osmanische Reich und auf den Balkan (Rubrik 10.2.2). Außerdem finden sich Fotos, die während der bereits erwähnten Tätigkeit des Fürsten als Verbindungsoffizier im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs entstanden sind (Rubrik 10.2.4). Fürst Karls Interesse an islamischer (arabischer) Kunst spiegelt sich auch in den zahlreichen Aufnahmen zu Bauten und Kunstwerken islamischer Kunst, die in der Rubrik 10.3 vereinigt sind. Möglicherweise dienten ihm auch diese Aufnahmen als Quelle der Inspiration beim Bau der Arabischen Räume im Palais Urach zu Stuttgart. Von den übrigen in dem vorliegenden Bestand verwahrten Materialien seien noch die Manuskripte des Fürsten mit literarischen und kunsthistorischen Texten und eine Denkschrift zur politischen Neuordnung Europas durch Deutschland im Ersten Weltkrieg zu erwähnen. Ferner finden sich interessante Dokumente über die bereits oben aufgeführten Vereine und Gesellschaften, in denen der Fürst tätig war bzw. die er finanziell unterstützte, in dem Bestand. In einem Anhang (Rubrik 16) sind Fotos, ein Album und Siegel aus dem Besitz der Wera Herzogin von Württemberg geb. Großfürstin von Russland vereinigt, die nach dem Tod der Herzogin von deren Tochter Olga Prinzessin zu Schaumburg-Lippe an Karl Fürst von Urach übergeben wurden. Außerdem wurden dem Bestand Korrespondenzen des Bruders von Karl Fürst von Urach, Wilhelm (II.) Herzog von Urach, zum Nachlass Karls, zu den Arabischen Räumen sowie zu einem Zeitungsartikel über den Fürsten eingegliedert (19). Da sich diese Materialien auf Karl Fürst von Urach beziehen, erschien die Einordnung in den vorliegenden Bestand sinnvoll. Unterlagen zu Karl Fürst von Urach sind erwartungsgemäß auch in anderen Beständen des Archivs des Hauses Urach vorhanden. Insbesondere sind hier die Bestände GU 99 (Fotoalben und -sammlungen), GU 107 (Florestine Herzogin von Urach geb. Prinzessin von Monaco), GU 117 (Wilhelm (II.) Herzog von Urach) und GU 202 (Bertha von Biegeleben) zu nennen. Die Archivalien des Bestandes dürfen nur nach vorheriger Genehmigung des Chefs des Hauses Urach eingesehen werden. Der Bestand GU 120 wurde von Herbst 2004 bis April 2005 von dem Unterzeichneten erschlossen. Er umfasst 4,6 lfd. Meter mit 318 Nummern. Stuttgart, im April 2005 Eberhard Merk Fußnoten: (1) Zu Karl Fürst von Urach siehe v. a.: Artikel von Wolfgang Schmierer in: Das Haus Württemberg. Ein biographisches Lexikon. Hg. von Sönke Lorenz, Dieter Mertens, Volker Press. Stuttgart 1997. S. 390. Heinrich Fischer: Fürst Karl von Urach als Forschungsreisender. In: Schwäbischer Merkur vom 11. Dezember 1926 S. 17f. (Sonntagsbeilage zum Schwäbischen Merkur Nr. 580). Zeitungsartikel und Nachrufe in M 743/2 Bü 542. (2) Vgl. hierzu Bü 1 (Ordnungsnummer 1) in diesem Bestand. Bei Schmierer wird der Schulbesuch in Monaco nicht erwähnt. Die Daten zum Schulbesuch des Karl Fürst von Urach wurden dem kurzen Lebenslauf, verfasst von Wilhelm (II.) Herzog von Urach, in Bü 21 (Ordnungsnummer 11) entnommen. (3) Siehe hierzu Bü 11 (Ordnungsnummer 2). (4) Zur militärischen Karriere vgl. die Personalakte Fürst Karls in: M 430/1 Bü 2797. Außerdem Bü 7 (Ordnungsnummer 3), 121 (Ordnungsnummer 98). (5) Eine Aufstellung der Reisen des Fürsten, angefertigt von Karls Bruder Herzog Wilhelm (II.), wird in Bü 21 (Ordnungsnummer 11) verwahrt. Diese Aufstellung diente auch Heinrich Fischer als Grundlage für seinen Artikel (a.a.O.). (6) Siehe dazu das Manuskript des Fürsten in Bü 269 (Ordnungsnummer 145). Eine ausführliche Beschreibung des Reiseverlaufes der Südamerika-Reise findet sich in dem Artikel von Heinrich Fischer (a.a.O.). (7) Bü 297, 298 (Ordnungsnummer 208, 211) (8) Vgl. dazu den Briefwechsel des Max Graf von Zeppelin in Bü 161 (Ordnungsnummer 118) und das Manuskript des Fürsten in Bü 273 (Ordnungsnummer 146). Fotos von Spitzbergen und Norwegen finden sich in Bü 59 (Ordnungsnummer 247). (9) Zu dieser Reise gibt es keine Fotos im vorliegenden Bestand. (10) Bü 177 (Ordnungsnummer 138) (11) Siehe dazu Bü 20 (Ordnungsnummer 217), Bü 80 (Ordnungsnummer 288), Bü 83 (Ordnungsnummer 202), Bü 316 (Ordnungsnummer 198). Eine eindrückliche Beschreibung der arabischen Räume liefert: Claus Mohr: Arabische Kunst in Stuttgart. In: Deutsches Volksblatt Jg. 1926 Nr. 170 vom 28. Juli 1926. (12) Siehe dazu Bü 108, 293 (Ordnungsnummern 5 und 6). Fotos aus dieser Zeit haben sich in Bü 42 (Ordnungsnummer 264) erhalten. (13) Zur Arbeit des Fürsten in der Deutschen Kolonialgesellschaft finden sich keine Materialien im vorliegenden Bestand. (14) Bü 285 (Ordnungsnummer 193) (15) Bü 294 (Ordnungsnummer 191) (16) Bü 296 (Ordnungsnummmer 189) (17) Siehe dazu Bü 6, 101 (Ordnungsnummern 7 und 8) (18) Die Verleihung erfolgte anlässlich des Staatsbesuchs von Schah Nasir-el-din im Jahre 1889 in Stuttgart. (19) Bü 10 (Ordnungsnummer 9), Bü 21 (Ordnungsnummer 11), Bü 23 (Ordnungsnummer 216)
        Urach, Karl von