Deutsches Reich
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Geschichte des Bestandsbildners: Ähnlich wie es für das Elsass der Fall war, wurde 1940 auch für Lothringen (Départe-ment Moselle) im Rahmen der Waffenstillstandsverhandlungen keine territoriale Regelung getroffen, die eindeutig auf eine Annektion des Gebietes durch Deutsch-land abgezielt hätte. Man wollte diese Einverleibung ebenso wie im Fall des Elsass stillschweigend betreiben, mit einer Germanisierungspolitik, die sich als Mittel zur Erreichung ihres Zieles teilweise der Vertreibung wie auch teilweise der kulturpoli-tischen Verdrängung französischer Traditionen aus dem öffentlichen Leben bediente. Die sicherheitspolizeilichen Aufgaben bestanden hier zum einen in der Unterstützung dieser Eindeutschungspolitik, zum anderen in den NS-üblichen Maßnahmen der Gegner- und Widerstandsbekämpfung. Bearbeitungshinweis: Online-Findbuch Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte: Der Bestand setzt sich zusammen aus Akten, die bei Kriegsende von der US-amerikanischen Besatzungsmacht beschlagnahmt und später an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben worden waren. Insgesamt umfasst der Aktenbestand 93 AE. Archivische Bewertung und Bearbeitung: Die Bewertung und Verzeichnung des Bestandes erfolgte 1976 in der Dienststelle Koblenz des Bundesarchivs. Das vorliegende Findbuch basiert auf dem dort erarbeiteten vorläufigen Findbuch. Inhaltliche Charakterisierung: Der im Bundesarchiv verwahrte Schriftgutbestand der deutschen Polizeidienststellen in Lothringen enthält Akten der Dienststelle des Befehlshabers der Sicherheitspolizei und des SD in Metz sowie dazugehöriger Außenstellen, Akten des Höheren SS- und Polizeiführers Westmark, der Kommandeure der Sicherheitspolizei und des SD in Metz und Saarburg, der Befehlshaber der Ordnungspolizei in Saarbrücken und Metz, des dortigen Polizeipräsidenten und diesem unterstellter Organe sowie diverser Gendarmerieposten. Als inhaltliche Schwerpunkte sind v.a. Unterlagen zu diversen Polizeifahndungen und zur Verwaltungsorganisation überliefert. Überlieferung: Höherer SS- und Polizeiführer Westmark (1), Befehlshaber der Sipo und des SD Metz: Abteilung I Verwaltung und Recht (6), Abt. III Lebensgebiete (2), Abt. IV Gegner und Abwehr - Gestapo - (12), Abt. V Kripo (3), Untersuchungsführer (6), Staatspolizeiaußendienststelle Diedenhofen (1), Staatspolizeiaußendienststelle Saarburg (1), Kriminalinspektion III Diedenhofen (1), Kripoaußenposten Hagendingen (1), Kommandeure der Sipo und des SD sowie Einsatzkommandos: Kommandeur der Sipo Metz (2), Einsatzkommando I/II Metz (2), Einsatzkommando II/3 Saarburg (3), Kommandeur der Sipo Westmark - Ausweichstellen Heiligenwald und St. Wendel (1), Befehlshaber der Ordnungspolizei Saarbrücken (12), Befehlshaber der Ordnungspolizei Metz (13), Staatliche Polizeiverwaltung Metz: Polizeipräsident (6), Kommando der Schutzpolizei (3), Kraftfahrstaffel (4), Abschnittskommando I (2); Gendarmerie: Kommandeur der Gendarmerie beim Reichsstatthalter in der Westmark und Chef der Zivilverwaltung in Lothringen (12), Gendarmerie-Stützpunkt Salzburgen (1), Gendarmerie-Hauptmannschaft St. Avold (1), Gendarmerieposten Farschweiler (2), Gendarmerieposten Mörchingen (1), Gendarmerieposten Rohrbach (1), Gendarmerie Kreis Saargemünd (1) Erschließungszustand: Findbuch 1976, Online-Findbuch 2012 Umfang, Erläuterung: 93 AE Zitierweise: BArch, R 70-LOTHRINGEN/...
Geschichte des Bestandsbildners: Die Deutsche Revisions- und Treuhand AG wurde im Jan. 1925 in Berlin errichtet und gehörte zur reichseigenen Dachgesellschaft Vereinigte Industrieunternehmungen AG, Berlin, (VIAG), die 70 % des Gründungskapitals aufbrachte. Hauptzweck war die Prüfung der Jahresabschlüsse und Bilanzen sowie die Erstellung von Gutachten über die Wirtschaftsführung von privaten, kommunalen und staatlichen Unternehmen. Sie wirkte bei der Organisation, Sanierung oder Liquidation von Vereinen und öffentlich-rechtlichen Körperschaften mit und führte auch Vermögensverwaltungen und Testamentsvollstreckungen durch. In den annektierten und besetzten Gebieten wurden während des Zweiten Weltkrieges Tochtergesellschaften, Niederlassungen sowie Zweig- und Geschäftsstellen errichtet, denen vielfach auch staatliche Aufgaben, z.B. bei der Erfassung und Verwertung von Vermögen, übertragen wurden. Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte: 1990 wurden die bisher im Zentralen Staatsarchiv der DDR als Bestand 80 Re 1 und im Bundesarchiv Koblenz als Bestand R 84 unter der neuen Bestandssignatur R 8135 zusammengeführt. Dem Bestand hinzugefügt wurden eine Reihe bis dahin in Potsdam als separate Bestände verwahrte Unterlagen kleinerer Wirtschaftsprüfungs- und Treuhandgesellschaften sowie der Zweigstellen der Reichstreuhand AG. Inhaltliche Charakterisierung: Neben wenigen allgemeinen Akten und Akten zur Prüfung von Reichs- und Landesbehörden, Städten und Gemeinden, Reichs-, Wirtschafts- und Fachgruppen und Reichsausschüssen besteht die Überlieferung im wesentlichen aus Prüfungsberichten zu einzelnen Firmen im In- und Ausland A - Z. Zitierweise: BArch, R 8135/...
Geschichte des Bestandsbildners: 1920 von Preußen errichtet und ab 1937 der Volksdeutschen Mittelstelle unterstellt; die Deutsche Stiftung sollte die deutschen Minderheiten in den nach dem Ersten Weltkrieg ab‧getretenen Gebieten kulturell und wirtschaftlich fördern und beeinflussen. Bestandsbeschreibung: 1920 von Preußen errichtet und ab 1937 der Volksdeutschen Mittelstelle unterstellt. Die Deutsche Stiftung sollte die deutschen Minderheiten in den nach dem Ersten Weltkrieg abgetretenen Gebieten kulturell und wirtschaftlich fördern und beeinflussen. Erschließungszustand: 6 Findbücher 1940/1961 Zitierweise: BArch, R 8043/...
Bestandsbeschreibung: Zur Durchführung des Waffenstillstandes zwischen Deutschland und Frankreich wurde am 30. Juni 1940 die im Wesentlichen aus den Gruppen Wehrmacht, Heer, Marine, Luftwaffe, Rüstung und einer Deutschen Verbindungsdelegation bei der italienischen Waffenstillstandskommission bestehende und durch Vertreter aus diversen Reichsbehörden (Auswärtiges Amt, Beauftragter für den Vierjahresplan, Generalbevollmächtigter der Reichsverwaltung, Reichsverkehrsministerium, Sicherheitsdienst) ergänzte Deutsche Waffenstillstandskommission in Wiesbaden mit einer Außenstelle in Paris errichtet. Die Waffenstillstandskommission unterstand Hitler unmittelbar und bediente sich Kontrollinspektionen in Bourges (unterteilt in die Inspektionen Heer, Luftwaffe und Rüstung) und in Nordafrika (Casablanca), denen jeweils mehrere Kontrolldienststellen nachgeordnet waren. Anlagen: 1. Deutsche Waffenstillstandskommission (Stand vom 16.Juni1941) 2. Organisation und Dienststellen der Waffenstillstandskommission (Stand vom Anfang 1942) 3. Dienststellen der Rüstungskontrollinspektionen Bourges und Afrika 4. Dienststellen der Heereskontrollkommission und Luftwaffenkontrollkommission Bourges Inhaltliche Charakterisierung: Überliefert sind außer Tätigkeitsberichten der Waffenstillstandskommission und ihrer Außenstelle, Kontrollberichte der Inspektionen, ferner Unterlagen zu allgemeinen Fragen der französischen Wehrmacht und Polizei, zum Arbeitseinsatz und den Verhältnissen in den französischen Gebieten Afrikas, schließlich Einzelfallakten der Kontrollkommission Luftwaffe bei der Inspektion in Nordafrika. Erschließungszustand: Online-Findbuch Umfang, Erläuterung: 245 Zitierweise: BArch, RW 34/...