Erbschaft

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              Die Flaggenfrage
              Best. 1070, A 139 · Akt(e) · [1921], 1926-1927, [1934]
              Teil von Historisches Archiv der Stadt Köln (Archivtektonik)

              Enthält: Erinnerungsbericht, o. D. (wahrscheinlich im Anschluß an Nr. 130 etwa Sept. 1934 geschrieben): Die sprichwörtliche Uneinigkeit der Deut-schen hat nach Vernichtung der staatl. Ordnung 1918 verhindert, daß man bei der Beseitigung des Chaos gemeinsam Hand anlegte. Obwohl die Monarchie doch völlig ausgeschlossen war angesichts der Entwicklung der Dinge und das Volk in freiester Wahl zur Nat.-Verslg. seine Meinung unzweideutig zu erkennen gegeben hatte, gaben sich viele nicht damit zufrieden, daß eine Volksreg. nicht zu umgehen war. Mehr noch als die RV wurden die Nationalfarben verhöhnt. Man übersah, daß schwarz-rot-gold besonders in Osterreich geschätzt wurde: Sie so11ten doch die Farben sein, unter denen der mit Sehnsucht erwartete große Deutsche Staat wachsen und blühen so11te (S. 1). Trimborn hatte sich bei der Wahl der Farben gerade von diesen Gedankengängen leiten lassen. Marx erlebte 1926 in Wien, wie die Christl.-Soziale Partei in hellste Aufregung geriet, als das Reichsbanner mit der Fahne einen Umzug der SPO mitmachte. Die Verordnung des RP vom 5.5.1926 über die Einführung der Handelsflagge neben der Reichsflagge bei Reichsbehörden in Übersee erzeugte im RT eine unerwartet große Opposition (S. 2). Ein Schreiben des RP vom 9.5. und Luthers Rede vom 11. 5. konnten die Erregung nicht dämpfen, und Luther stürzte. Ich mußte die Erbschaft antreten. Sonder-barer Weise erregte meine Erklärung, daß ich die Verordnung vom 5.5. zur Ausführung bringen werde, keinen besonderen Widerspruch. Im übrigen erschien die Begründung des Flaggenerlasses im Kabinett derart überzeugend, daß, wenn ich nicht sehr irre, die Zustimmung zu der Verordnung einstimmig erfolgte. Aber nur der Kanzler mußte als Opfer in die Löwengrubel Am 15.8. 1921 rief eine Verordnung des Reichswehrministers über die Beflaggung von Dienstgebäuden und die von Privatwohnungen von Wehrmachtsangehörigen Widerspruch rechts und Tadel über die Begründung links hervor (S. 3). In der Einführung einer Reichskriegsflagge wollte man sogar eine Verfassungsverletzung erkennen. Nachdem am 20.5.21 das Preuß. Oberverwaltungsgericht die Beflaggung der kommunalen Dienstgebäude für eine Selbstverwaltungsangelegenheit erklärt hatte, erließ am 1. 8. 21 die Preuß. Reg. eine - in ihrer rechtl. Geltung zu bestreitende - Notverordnung in dieser Frage. Der Kampf lebte noch einmal auf, als Min.-Präs. Braun diejenigen Hotels boykottieren ließ, die - wie besonders Adlon - bei offiziellen Gelegenheiten nicht die Reichsflagge zeigten. Der Verein Berliner Hotels gab daraufhin nach. Durch einen Erlaß von akt. 1927 wurde den preuß. Beamten der Besuch von Veranstaltungen nur dann erlaubt, wenn der Reichsflagge die nötige Ehre erwiesen würde. OB Adenauer und Reg.-Vizepräs. v. Harnack hatten in Köln am 12.1.21 bei einer Veranstaltung der Dt. Kriegerwohlfahrtsgemeinschaft in würdiger Weise die Achtung vor der Reichsflagge im Gürzenich durchgesetzt (S.4). Die Ehrung der Reichsfarben war in keiner Weise eine Verunehrung oder Schmähung der alten Zeichen; es ist nationale Pflicht, das Neue zu ehren und das Alte zu achten. Vor Ausländern hat sich Marx oft über die Schmähungen der rechtsgerichteten Kreise über die Reichsfarben geschämt: Und dabei wollten das besonders das Beiwort nnational" verdienende Kreise sein! Das internationale Z hat hier immer besser verstanden, was echte nationale Würde und Pflicht ist! 41/2 S., Masch.-Erstschrift. o. D.: Notiz mit Quellennachweis, daß Langbehn schon 1888 schwarzrot-gold als kommende Reichsfarben für möglich erklärt hat. 1/2 S., eigenhädig von Marx. (1921, nach Juni 15): Zentralverein dt. Reeder bringt eine Äußerung der eng!. Schiffahrtsztg., ,Syren & Shipping über den beabsichtigten Wechsel der dt. Handelsflagge zur Kenntnis. 1 S., Vervielf. (1921, nach Juni 11): Äußerungen von 64 Reedereien aus Hamburg, 25 aus Bremen, 10 aus Lübeck, 4 aus Rostock und Wismar, 9 aus Stettin, 16 aus Kiel und Flensburg und 1 aus Königsberg über die angebliche Bereithaltung der neuen Handelsflaggen in ihren Lägern. IS S., Vervielf. 1926 April 28 - Karlsruhe: 1. Lange an Stegerwald mit Kompromißvorschlag über die Lösung der Flaggenfrage und zu den damit verbundenen heraldischen und polit, Problemen. 10 S., Durchschrift von Masch.-Schreiben mit 1 Zeichnung. 1926 Mai 6 - Karlsruhe: 1. Lange übersendet Marx die vorstehenden Ausführungen mit der Bitte, die Flaggenfrage im vorgetragenen Sinne durch das Z vorwärts zu treiben. Eh. Unterschrift. 4 S., eigenhädig Ausf. 1926 Mai 1 - Berlin: Dt. diplomat.-polit. Korrespondenz, 2 Jg" Nr. lOS, zur Flaggenverordnung. 3 S., Vervielf. 1926 Mai 9 - Berlin: Schreiben des RP an den RK zur Flaggenfrage. 1 S., Vervielf. 1926 Mai 9 - Hamburg: Ostasiat. Verein Hamburg-Bremen übersendet Marx Stellungnahmen von dt. Handelskammern und dt. Vereinigungen in Ost- und Südostasien. Eh. Unterschriften: M. W. Kochen, stellvertr. Vors., und Dr. Mohr, Geschäftsführer. 1/2 S., masch.-schriftl. Ausf. auf Kopfbogen. In der Anlage: 1926 Mai 9/10 - Hamburg: Zusammenstellung von Kundgebungen der Dt. Handelskammer auf den Philippinen in Manila, der Deutschen Han-delskammer in Singapore, der Dt. Wirtsdlaftl. Vereinigung in Tokio-Yokoham, der Dt. Vereinigung in Tsinanfu, der Dt. Handelskammer und der Dt. Vereinigung in Tientsin, der Dt. Vereinigung in Tokio, der Dt. Handelskammer in Hankau, der Dt. Vereinigung in Tsingtau, der Dt. Kolonie in Hongkong, der dt. Handelskammer und Dt. Gemeinde in Mukden, des Dt. Bundes in Batavia, der Dt. Kolonie Harbin, der Dt. Handelskammer in Shanghai und der Deutschen in Bangkok. 21/2 und 1/2 S., Drucke. 1926 Mai 10 - Düsseldorf: Landesinspektor Josef Hoffmann legt Marx einen prakt. Vorsdllag zur Beilegung des Flaggenstreites vor und erl-äutert die Bedeutung. Eh. Untschrift. 21/2 S., Durchschrift v. Masch.-Schreiben als Ausf.; in der Anlage farbige Zeichnung. o. D. (1926 Mai 11): RT-Rede von RK Luther zur Flaggenfrage. 7 S., Erst- und Durchschrift von Masch.-Schreiben. 1926 Mai 11 - Berlin: Dt. diplomat.-polit. Korrespondenz, 2. Jg., Nr. 108: Auslandspresse und Flaggenfrage. 3 S., Vervielf. 1926 Mai 12 - Bad Salzdetfurth: Dr. Dammermann schlägt Marx als Lösung der Flaggenfrage einen Rückgriff auf die vom Reichsfrhr. vom Stein in der Denkschrift von Aug. 1808 als künftige Reichsfarben genannte Zusammenstellung schwarz-weiß-gelb vor. Eh. Unterschrift. 1/2 S., masch.-schriftl. Ausf. In der Anlage: .Ein Vorschlag z. dt. Flaggenfrage" , P/2 S., Durchschrift von Masch.-Schreiben. 1926 Mai 14: Erklärung von StS Weismann namens der Preuß. Reg. zur Flaggenfrage im Reichsrat. Ausschnitt aus dem Reichsanzeiger v. 15. 5. 1926. 1926 Mai 17 - Würzburg: Friedr. Fick überreidlt Marx ein von ihm verfaßtes Flugblatt"Volksfahne und Staatsfahne ", Die Lösung der Flag-genfrage, Keine Sieger und keine Besiegten". Eh. Unterschrift. 1/2 S., eigenhädig Ausf. In der Anlage das Flugblatt, 4 S., Druck. 1926 Mai 19: Antrag der SPD mit Entwurf eines Gesetzes über die Beflaggung von Gebäuden des Reichs. RT III, 1924/26, Ds 2321. 1926 Mai 24 - Rheinbach: Justizrat Graf wünsdlt Marx Glück zur neuen Kanzlerschaft und madlt einen Vorsdllag zur Lösung der Flaggenfrage. Eh. Unterschrift. 4 S., eigenhädig Ausf. In der Anlage masch.-schriftl. Erläuterung des Vorschlags mit farbigen Zeichnungen in doppelter Ausf. 1926 Mai 26 - Buenos Aires: Schreiben von Ungenannt an Ungenannt über die große Anhängerschaft von schwarz-weiß-rot unter den Deut-schen Südamerikas gegenüber den von der Dt. Republikan. Vereinigung der La Plata-Staaten, dem Verein ,Vorwärts, der Genossenschaft Buchgewerbe, dem Männerchor ,Vorwärts und der Genossenschaft ,Neue Dt. Ztg: in einem Telegramm an RT-Präs. Löbe gemachten irreführ-enden Angaben, Die dt. Kolonie in Buenos Aires feiert allgemein den Reichsgründungs- und nicht den Verfassungstag. Am Vortage, dem argentin, Nat.-Feiertag, flaggte nur das Haus der ,Gasmotorenfabrik Deutz schwarz-rot-gold. 21/2 S., Vervielf. o. D. Abschrift eines Telegrammes. 1926 Mai 31 - Berlin-Steglitz: Frau Wentzel schlägt schwarz-weißrot-gold als Reichsfarben vor. Eh. Unterschrift. 2 S., eigenhädig Ausf. Mit farbigem Muster in der Anlage. 1926 Juni 2 - Berlin: Min.-Rat. Dr. Mayer übermittelt Marx Abschrift eines Schreibens an Min.-Rat. Dr. Kaisenberg, Referenten im Reichsinnenministerium, mit dem Vorschlag von weiß-schwarz-rot-gold als neuen Reichsfarben. 1/2 S., masch.-schriftl. Ausf. In der Anlage Durchschrift des Schreibens an Kaisenberg, 5 S. 1926 Juni 1921 - Berlin: Albert Wilh. Heyer unterbreitet Marx einen Vorschlag "Flagge d. dt. Jugend (zur Erreichung außenpolit. Ziele)" mit einem spähenden und einem brüllenden Löwen. Eh. Unterschrift. 1 S., eigenhädig Ausf. In der Anlage 2 farbige Entwürfe. 1926 Juni 30: Antrag der NSDAP, für die Dauer des Versailler Vertrages schwarz als Flagge des Reiches einzuführen. Die endgültige Flagge des DR ist die Fahne, unter der der Befreiungskampf durchgeführt wird. RT III, 1924126, Ds 2515. 1926 Juli 9 - Santa Catharina und Blumenau in Südbrasilien: und seine ,deutsche Frau". 1921 Aug. 12 - Berlin-Lichterfelde: E. Runge bezeichnet Marx schwarz-weiß-rot als geeignete Farben auch für die Republik. Eh. Unterschrift. 2 S., eigenhädig Ausf. 1927 Aug. 15 - Berlin: Der Reichswehrminister ordnet an: weil die Beflaggung von Privatwohnungen von Reichswehrangehörigen ausschließ-lich mit schwarz-weiß-rot sowie die Niederlegung von Kränzen mit Schleifen in dieser Farbe in der Offentlichkeit unliebsam erörtert worden ist und weil darin unter den obwaltenden polit. Verhältnissen eine polit. Stellungnahme und Betätigung zu erblicken ist, darf schwarz-weiß-rot nur in Verbindung mit den Reichsfarben gezeigt werden und ist diesen der bevorzugte Platz einzuräumen. 3 S., masch.-schriftl. Abschrift. 1927 Aug. 25 - Berlin: Min.-Präs. Braun übersendet Marx ein Schreiben an sämtliche preuß. Staatsminister und bittet die RR, sich seinem Vorgehen anzuschließen. Gez. Unterschrift. 1/2 S.. masch.-schriftl. Abschrift. In der Anlage: 1927 Aug. 25 - Min.-Präs. Braun an alle preuß. Staatsminister: Am Verfassungstag haben die Hotels Kaiserhof, Bristol, Continental, Esplanade und Adlon trotz Aufforderung nicht die Reichsflagge gezeigt. Adlon aber hatte am 4. 7., dem amerikan. Nat.-Feiertag, die amerikan. Flagge gehißt. Vorstellungen des Ausw. Amts blieben bei den Hotels ergebnislos. Der Kaiserhof hat am Vortage zu Ehren des New Yorker Bürger-meisters zwar die amerikan. Flagge aufgezogen, das Hissen der Reimsflagge indessen ausdrücklich abgelehnt. Die Staatsminister mögen daher weder zu Veranstaltungen in die genannten Hotels einladen noch an dort stattfindenden sich beteiligen. Für unterstellte Beamte gilt in ihrer Eigenschaft als Behördenvertreter dasselbe. Es bedarf einer so durchgreifenden Maßnahme, um der Offentlichkeit zu zeigen, daß die republikan. Reg. nicht gewillt ist, irgendeine bewußte Mißachtung der bestehenden Staatsform zu dulden. Gez. Untersmrift. 11/. S., masch.-schriftl. Abschrift. 1927 Dez. 25 - Wien: Verlagsbuchhändler Werner Klapp macht Vorschläge für eine Einheits-, eine Handels- und eine Reimsflagge. 2 S., Druck mit farbigen Mustern. 1927 Juli 12 - 1928 Juni 30: 20 Ztgs.-Aussmnitte u. a. über das Verhalten von OB Adenauer und Reg.-Vizepräs. v. Harnack bei der Tagung der Kriegerwohlfahrtsverbände im Gürzenich sowie über die preuß. Flaggennotverordnung.

              Familienarchiv Aldinger-Ostermayer (Bestand)
              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, P 45 · Bestand
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
              1. Zur Familie Aldinger-Ostermayer: Am 24. Januar 1944 heirateten Karl Aldinger und Hertha Ostermayer. Die Ehe währte über sechs Jahrzehnte. Erst der Tod von Karl Aldinger 2005 beendete sie. Die Vorfahren des Ehepaares waren weitverzweigt und können durch die verwahrten Unterlagen des Bestandes weit zurückverfolgt werden. Aufgrund der zahleichen tradierten Quellen und vieler geduldigen familiengeschichtlichen Recherchen waren sie tief im Bewusstsein von Karl und Hertha Aldingers verankert. Während des Zweiten Weltkrieges war Karl Aldinger (1917-2005) Soldat (zuletzt Oberleutnant). Anschließend verwaltete er verschiedene landwirtschaftliche Güter (Gut Staufeneck, Gutsverwaltung Schafhof, Hofgut Alteburg). 1957 übernahm er die Leitung der Jugendherberge Esslingen, die er bis 1963 ausübte. Danach betrieb er bis 1990 eine Fremdenpension in Saig (Schwarzwald), die aus der Erbschaft einer Tante seiner Frau stammte. Hertha Aldinger (1920-2012) hatte eine landwirtschaftliche Ausbildung durchlaufen und war seit Januar 1944 Lehrerin der landwirtschaftlichen Haushaltungskunde. Sie übte die berufliche Tätigkeit nach dem 1. Juli 1944 nicht mehr aus, sondern widmete sich ihren fünf Kindern (eines war sehr früh verstorben) und unterstützte ihren Mann in dessen verschiedenen Aufgaben. Das Familienarchiv Aldinger-Ostermayer dokumentiert die Vorfahren von Karl und Hertha Aldinger in nahezu allen Linien bis ins endende 18. Jh. zurück. Reichhaltig enthalten sind Unterlagen zu den Familien Aldinger, Trißler, Unrath (Vorfahren von Karl Aldinger) und Ostermayer, Görger, Baur/Giani, Heldbek/Gaiser, Riedlin und Schinzinger (Vorfahren von Hertha Aldinger). Die Unterlagen beziehen sich auf Mitglieder der gehobenen Mittelschicht in Württemberg und Baden. Einige Familienmitglieder waren Soldaten im Ersten und Zweiten Weltkrieg (u.a. Eduard Ostermayer (1867-1954), Helmut Ostermayer (1919-1941) und Karl Aldinger) und haben Fotos, Tagebücher und Erinnerungen sowie Briefe aus der Kriegszeit hinterlassen. Die Familie Aldinger stellte über mehrere Generationen hinweg landwirtschaftliche Gutsverwalter. Zahlreich sind die Ärzte aus dem Familienkreis: Dr. Oskar Görger (1847-1905), der seinen Reichtum durch seine Praxis in Australien begründete, Dr. Eduard Ostermayer (1867-1954), der noch im 80sten Lebensjahr praktizierte und damit in den 50er Jahren als ältester praktizierender Arzt Stuttgarts bekannt war, Dr. Karl Schinzinger (1861-1948), ebenfalls Arzt in Australien und Dr. Albert Schinzinger (1827-1911), der seine Karriere als Chirurg begann und nach der Habilitation als Medizinprofessor an der Universität Freiburg wirkte (über ihn Pagel: Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte des neunzehnten Jahrhunderts. Berlin, Wien 1901, Sp. 1499-1500). Erwähnenswert sind auch die Pfarrer: Karl Ludwig Heldbek (1756-1829), Pfarrer in Scharenstetten, Christoph Erhardt Heldbek (1803-1877), Stadtpfarrer in Weilheim, Emil Heldbek (1849-1884), Pfarrer in Auendorf, und Dr. Paul Aldinger (1869-1944), Pfarrer in Kleinbottwar, Kolonist und Pfarrer in Brasilien. Die Ostermayers waren über mehrere Generationen Kaufmänner, anfangs lokal in Weilheim/Teck und ab ca. 1870 in der württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart. Max (1860-1942) und Gottlieb Ostermayer (1871-1910) wirkten schließlich als Kaufleute in Indien. Auch die Familie Heldbek/Gaiser kannte Kaufleute, deren Tätigkeit sich später bis nach Afrika (Lagos) erstreckte. Der bekannteste ist Gottlieb Leonhard Gaiser (1817-1892). Er versuchte, in Mahinland (östlich von Lagos) eine deutsche Kolonie zu gründen, scheiterte aber an der kolonialpolitischen Zurückhaltung Bismarcks (Ernst Hieke: Gaiser, Gottlieb Leonhard, in: Neue Deutsche Biographie, 6 (1964), S. 39f.). Als Vertreter von Wissenschaft und Kunst sind Robert Karl Edmund Schinzinger (1898-1988), Universitätsprofessor und Lektor in Japan und Ernst Ostermayer (1868-1918), Professor und Kunstmaler hervor zu heben. Im Bereich von Politik und Diplomatie wirkte Albert Joseph Fridolin Schinzinger (1856-1926), der japanischer Generalkonsul in Berlin war. 2. Bearbeitung des Bestandes: Das Familienarchiv Aldinger-Ostermayer entstand Zug um Zug. In ältester Zeit wurden herausragende Dokumente verwahrt und der nächsten Generation anvertraut. Tradiert wurden zunächst nur wenige Dokumente, meistens Briefe oder Schriftstücke mit besonderem Erinnerungswert. Dies geschah sowohl bei den Aldinger- wie auch den Ostermayer-Vorfahren. Erst spätere Generationen hinterließen komplette Nachlässe, also geschlossene Überlieferungen. Dies war bei Eduard Ostermayer und seinem Sohn Helmut sowie Karl und Hertha Aldinger der Fall. Für Oskar Görger und seine Frau Marie sind Originalunterlagen in nennenswertem Umfang überliefert, allerdings in geringerer Menge. Familienkundliche Recherchen in größerem Umfang hatte es schon in den 30ger Jahren im Zusammenhang mit dem Ariernachweis bei den Aldingers und den Ostermayers gegeben. Für die Familie Aldinger sammelte Lore Braitsch, geb. Aldinger ältere Unterlagen, die sie auch auswertete (z.B. Festrede zu Ehren von Dr. Paul Aldinger, vgl. Bü 360). Nach ihrem Tod 1998 kamen diese Unterlagen an Hertha und Karl Aldinger, so dass bei ihnen ein Familienarchiv für die Familien Aldinger und Ostermayer zusammenwuchs. Dieses hat Hertha Aldinger bearbeitet. Sie ergänzte die Originale mit Kopien und Transkriptionen. In bewundernswerter Geduld hat sie die in alter, nicht mehr allgemein lesbarer Schrift abgefassten Dokumente zunächst handschriftlich und später auch maschinenschriftlich transkribiert. Schon 1996 arbeitete sie auch mit dem Computer. Wichtiger noch sind ihre Auswertungen der Familienunterlagen. Sie stellte unterschiedliches Material zu bestimmten Personen wie auch ganzen Familienzweigen zusammen, so für ihren Mann Karl (Bü 179) und für sich (Bü 118). Auch verfasste sie Erinnerungen des Ehepaares unter dem Titel „Unsere 20 Anfangsjahre“ (Bü 246). Sie hielt ebenfalls ihre persönlichen Erinnerungen an ihre Eltern (Bü 181) schriftlich fest. Für die Familien Ostermayer (Bü 284, 304 und 334), Heldbek (Bü 453, 473) und Schinzinger (Bü 226, 237, 296) stellte sie Material zusammen bzw. verfasste Ausarbeitungen zu der Geschichte dieser Familien. Wahrscheinlich geht auch die Ordnung des Familienarchivs auf sie zurück. Diese berücksichtigte nur eine Trennung der einzelnen Familienzweige und war ansonsten wenig strukturiert. Bei der Abgabe an das Hauptstaatsarchiv im Januar 2013 befanden sich die Materialien in Leitzordnern, die Untereinheiten waren in Klarsichthüllen formiert. Daneben gab es andere Verpackungsarten. Eine handschriftliche Fixierung dieser Ordnung erfolgte anlässlich der Übergabe des Familienarchivs an das Hauptstaatsarchiv in einem Übergabeverzeichnis (Bü 550). Die intensiven familienkundlichen Recherchen und Arbeiten Hertha Aldingers haben Spuren im Ordnungszustand hinterlassen. Die Einheiten waren durch Kopien, oft auch Mehrfachkopien aufgebläht. Originalüberlieferung und Kopie bzw. Transkription waren nicht getrennt. Die ursprünglichen Briefserien waren zerrissen, es gab die Gruppe der bereits transkribierten Stücke und die Gruppe der noch unbearbeiteten Briefe. Die archivische Ordnung der Unterlagen stellte die Serien der Original-Briefe wieder her. Die Kopien wurden reduziert. Es hat wenig Zweck, im gleichen Büschel ein Original und eine Kopie davon zu verwahren. Auch bei den Transkriptionen konnten Mehrfachkopien kassiert werden. Unterschiedliche Bearbeitungsstufen (z.B. Konzepte, endgültige Fassung) wurden jedoch belassen. Es gab eine größere Sammlung von Postkarten, die nach Bildmotiven angelegt worden war. Diese Sammlung enthielt aber auch beschriebene und gelaufene Postkarten, also Familienkorrespondenz. Diese musste den Briefen und Karten wieder zugeordnet werden. Die Sammlung von Postkarten wurde dadurch auf die unbeschriebenen Stücke reduziert (Bü 506, 509). Die archivische Verzeichnung legte hohen Wert auf eine detaillierte Charakterisierung des Büschel-Inhaltes in den Enthält-Vermerken. Dies war besonders dann erforderlich, wenn die Titelaufnahme zum Büschel sehr allgemein bleiben musste. Der Bestand wurde so gegliedert, dass die zentrale Bedeutung von Karl und Hertha Aldinger für die Unterlagen hervorgehoben wird. Auf Karl und Hertha Aldinger werden ausdrücklich die verwandten Familienzweige bezogen. Die Schreibung der Vornamen wurde nach der heutigen Schreibweise vereinheitlicht: Helmut statt Hellmut, Karl statt Carl, Jakob statt Jacob etc. Der Index führt die Frauen bei den genannten Familien aus dem Verwandtenkreis Aldinger-Ostermayer auf, nennt aber ergänzend auch den Heiratsnamen. Frauen, die in den Verwandtenkreis eingeheiratet haben, sind unter ihrem Heiratsnamen eingeordnet, ihr Geburtsname wird erläuternd genannt. Der Bestand P 45 „Familienarchiv Aldinger-Ostermayer“ wurde vom Unterzeichneten im Frühjahr/Sommer 2013 geordnet und verzeichnet. Die Laufzeit der Unterlagen reicht von ca. 1770 bis 2013, der Umfang des Bestandes beträgt 553 Einheiten in 6,1 lfd. m. Stuttgart, im Oktober 2013 Dr. Peter Schiffer
              Best. 608, A 116 · Akt(e)
              Teil von Historisches Archiv der Stadt Köln (Archivtektonik)

              Umfang: 207 Blätter. Aktenzeichen: HI XIII 3c 3II A11 I 7 3 47-52,245. Schäden: Kat. B (nur als Digitalisat nutzbar). Enthält: Geschenk von verschiedenen Fischgruppen, unter anderem Zugfische des Rheins von E. vom Rath, Tierwelt im Golf von Neapel von Louis Hagen, Tierwelt Ostafrikas von dem Afrikareisenden B. Kreuser durch den Vorstand des Vereins zur Förderung des Museums für Naturkunde (Eduard Lent), Bewilligung von Mitteln zur Aufstellung der Tiergruppen (1907, mit Kostenanschlag des Präparators Heinrich Sander, Köln, und Plan zur Aufstellung der ostafrikanischen Tiergruppen, Bereitstellung von Mitteln durch den Verein); Bereitschaft des Museums für Handel und Industrie, Wiedenfeld, zur begrenzten Bereitstellung von Räumen in der Severinstorburg für die Präparierung (Juli 1907); Vertrag zwischen der Stadt, Laué, und Sander betreffend die Präparierung der ostafrikanischen Tiere (31. Juli 1907); Berichte des Direktors Janson über den Fortschritt der Präparierungsarbeiten, Besichtigung mit Lent (1907/1908); Abnahme der Arbeit, Aufstellung der Tiergruppen, Zahlung der Raten an Sander durch den Verein (1908/1909); Einziehung von Vereinsbeiträgen zur Museumsförderung (1910/1923); Schenkung einer Sammlung von Vogelbälgen und anderen Tieren durch den Bezirksrichter Dr. Steinkopf, jetzt Mülheim, die er im Kamerun erbeutet hat, Bewilligung von Mitteln zur Präparierung (1910); Schenkung eines Gorillas durch den Verein, Lent (1910); Schriftwechsel mit Hansen betreffend Zahlung der Steuer über eine Schenkung von Franz Clouth für Ankauf der Sammlung des Jakob Scheiner, Torburgen und Straßenbilder (März 1911); Anzeige Janson betreffend Schenkung einer Schmetterlingssammlung durch Fräulein F. Voelkers, Rodenkirchen, Vorschlag zur Abgabe für den Zeichenunterricht in Schulen und Verkauf überzähliger Stücke (Februar-März 1910, mit Stellungnahme der Leiter der höheren Schulen); Bericht von Willi Foy betreffend Verwendung der bewilligten Mittel für den Erwerb von Gegenständen südosteuropäischer Zigeuner, von Pfeilen aus Südwest-Neuguinea, von Kultfiguren der Pueblo-Indianer, einer Sammlung von den Karolinen (September 1911); Schenkung von Tieren durch den Arzt Dr. Bermbach (November 1911); Ankauf von der Zoologischen Station in Neapel (1911); Antrag Jason zur Bearbeitung der Schmetterlingssammlung von Eduard Lent durch den Oberlehrer Dr. Rupp (1912); Erwerb einer Sammlung des Dr. Steimann, Bonn, betreffend Petrefakte aus der Eifel aus dem Mitteldevon mit Unterstützung des Vereins, besonders von Theodor von Guilleaume und Richard Grüneberg (1912); Ermittlung der Rechnung für von B. Wiemeyer, Warburg, verkaufte Gesteine (August 1912); Schenkung einer Büste Lent durch die Erben, Aufstellung im Museum, Beschaffung eines Granitsockels (1911-1912); Kostenanschlag des Schreiners C. Stratmann betreffend zwei Schautische (1912); Vereinsüberweisung, Heidmann, Louis Hagen, betreffend eine Elefantengruppe (1912); Neuordnung der Käfersammlung von Lamers, Düsseldorf, durch den Rektor W. Geilenkeuser, Elberfeld, Mittelbewilligung (1910-1911, mit Forderung des Geilenkeuser); Verkauf von Doubletten aus Sammlungen, Genehmigung, Verbuchung der Einnahmen; Regelung betreffend Ankauf von Sammlungsgegenständen ausländischer Missionsstationen durch das Museum für Volkshygiene, das naturhistorische Museum und das Rautenstrauch-Joest-Museum (1912); Beratung der Verfassungskommission betreffend Erwerb von Sammlungen, Schmetterlingssammlung Philipps (1913); Annahme der Schenkung Beckers für das naturhistorische Museum (1913); Eingabe des Major Scheunemann betreffend Ankauf zweier ihm gehörenden, im Museum ausgestellten Affen aus Kamerun, eines Gorilla und eines Menschenaffen (1913); Angebot des Schreiners Caspar Stratmann betreffend drei Schautische (1913); Angebot des Präparators betreffend einen im Zooeingegangenen Wisentbullen (Juli 1914); Schreiben Dr. Wildschrey betreffend eine Gesteinsschleife im devonschen Schiefer des Siebengebirges, Arbeit über die Geologie des Siebengebirges, Erwerb der Gesteinssammlung des Hauptlehrers Schonauer in Cuxenberg bei Oberdollendorf betreffend das Siebengebirge (1913); Ordnung einer vom Verein geschenkten Sammlung des verstorbenen Präparators Jehn in Rheinbreitbach durch Prof. Rupp, Vergütung (1914); Eingabe Janson betreffend Übernahme der Farbenschau aus der Werkbund-Ausstellung, Überlegungen zum Aufbau einer Musterschau betreffend natürliche Farben (Juli 1914); Ablehnung des Angebots einer Sammlung durch den Präparator Heinrich Sander (Juli 1914); Schriftwechsel mit Jason und Czaplewski betreffend Auswahl, Ankauf von Gegenständen aus Sammlungen ausländischer Missionsstationen (1914); Verein zur Förderung des Museums für Naturkunde, Gustav v. Mallinckrodt betreffend Freistellung Dr. Janson von seiner Tätigkeit als Oberlehrer am Gymnasium in der Kreuzgasse, Ablehnung wegen der Kriegszeit ((1915); Ausführungen von Heinrich Sander „Die Tierwelt in modernen volkstümlichen Museum für Naturkunde (1914, Maschinenschrift, 6 Seiten, verfasst für die Kölner Zeitung); Angebot Sander betreffend seine Ausstellung in der Werkbund-Ausstellung „Farbenquellen aus der Tierwelt, Verkaufsangebot, Ablehnung (1915); Erbschaft Carl Bodewig, Schriftwechsel mit dem Testamentsvollstrecker Alfred Schmidt, Erbschaftssteuer (1915, Testamentauszug); Schenkung einer Sammlung Kleinschmetterlinge durch Konsul Hans Leiden (1917); Erbschaft einer Schmetterlingssammlung des Rentners Gustav Stroemer, Schriftwechsel mit dem Testamentsvollstrecker Ludwig van Rossum (1918/1919); Ordnung von Schmetterlingen aus Sammlungen verschiedener Missionsstationen durch Prof. Rupp (Februar 1916); Schenkung einer Sammlung des Minister-Residenten Max Freiherr von Oppenheim, bestehend aus Mineralien, Vogeleiern und Nestern, Conchylien und Korallen (Mai/Juni 1919); Kassenangelegenheiten, zweifache Zahlung eines Rechnungsbetrags an die Firma A. Zausmer, Danzig (1914); Schenkung einer Sammlung von Versteinerungen des Prof. F. Winterfeld, Mülheim, durch den Verein (April 1920); Vorschlag des Konsuls Heinrich Maus betreffend Austausch zwischen dem Kölner Museum und dem Museo Nacional de Historia Natural in Mexiko (1920); Schenkung eines Geldbetrags durch Paul Franke zwecks Konservierung der Sammlungsgegenstände durch den Präparator Sander (Juli 1920); Schriftwechsel mit Dr. Walter Voigt betreffend die Sammlungen und die Bibliothek des Naturhistorischen Vereins der preussischen Rheinlande und Westfalens und Übernahmeangebot von Köln und Düsseldorf (1912-1920); Schenkung einer Gruppe Eisvögel durch Max Kunkel, Köln, Schenkungssteuer (1922); Schenkungssteuer betreffend Schenkung des Arztes Dr. Frey, Wesdorf, Vogelgruppe Haubentaucher am Nest (1921/1922); Bitte W. Voigt betreffend Besprechungstermin wegen Notlage des Vereins durch die Geldentwertung (1922, mit Bericht Janson über die Besichtigung und die Sammlungen des Naturhistorischen Vereins, 14. November 1922, mit Vermerk Adenauer betreffend Beratung in der Verwaltungskonferenz, Ermittlung von Aufbewahrungsräumen, Rücknahme eines Überlassungsangebots durch den Verein wegen Unterstützung seitens die Universität Bonn (1922-1923); Rundschreiben des Vereins zur Förderung des Museums für Naturkunde (Richard v. Schnitzler und Gustav v. Mallinckrodt, betreffend Erhöhung des Mitgliederbeitrags wegen der Geldentwertung (1923); Spende des Karl Grube über 4 Milliarden Mark (1923).