Ereignis

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Landgericht Ulm: Strafkammer (Bestand)
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, E 350 a · Bestand · 1893-1945
Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik)

Vorbemerkung: Die Verfahrensakten des Landgerichts kamen in mehreren Ablieferungen in das Staatsarchiv. Rund 500 Titelaufnahmen wurden durch die Archivangestellte Seufer mit dem Programm MIDESTRA erfasst, die nach Fortführung der Erfassung durch die Archivangestellte Zeller mit dem Programm MIDOSA 95 ebenfalls in das neuere Datenformat konvertiert wurden. Anschließend wurden die Datensätze nach den ursprünglichen Geschäftszeichen sortiert. Die einschlägigen Register befinden sich im Bestand E 349. Aus den Anfangsjahren des 1879 vom Kreisgericht zum Landgericht umgebildeten Gerichts sind nur wenige Akten erhalten. Seit dem Beginn des Ersten Weltkriegs wird die Überlieferung dichter. Sie spiegelt vor allem die Entwicklung der Wirtschaftskriminalität wieder, aber auch die politischen, strafrechtlich relevanten Auseinandersetzungen im Vorfeld des Dritten Reiches. Der Bestand umfasst 7363 Büschel mit 33.1 lfd. m. Ludwigsburg, im Dezember 2001 Gerhard Taddey

Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, VIII. HA, C, Nr. 181/4 · Akt(e) · 1900-1954
Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)

Enthält: - Erlebnisse in Deutsch-Südwest-Afrika - Heirat mit Maria Louise Ritter, 1903 - Dr. Ph. Kuhn: Die Rheinische Mission und der Herero-Aufstand: Erlebnisse und Beobachtungen rheinischer Missionare, 1904 - Unterlagen über seine Tätigkeit als Arzt in Südwestafrika - Fotos von der Familie und von Südwestafrika - Korrespondenzen.

Kuhlmann, August Carl Heinrich (1871-1945)
RMG 1.644 a-c · Akt(e) · 1892-1965
Teil von Archiv- und Museumsstiftung der VEM (Archivtektonik)

1898-1945 in Okazewa, Otjimbingue, Omburo, Omaruru, vgl. RMG 1.482 Nachlaß; Briefe u. Berichte, Privatbriefe, 1898-1945; Lebenslauf, Bewerbung, Zeugnisse, Empfehlungen, 1892; Sieben Wochen unter d. aufständischen Hereros, Bericht, März 1904; Randbemerkungen zum Hererokrieg, kritische Stellungnahme, Mai 1904; Unsere Hererochristen in d. Kriegslagern, Mai 1904; Die Lüge im Hererokriege, Juni 1904; Bitte August Kuhlmanns um Begnadigung d. Hereros, Antwort von Trothas hierauf, Febr. 1905; Bericht über Friedensvermittlungsversuche in Otjimbingue, Febr. 1905; Beilagen zu „Windhoeker Nachrichten“ mit Angriffen gegen Mission, Juni 1905; Bericht über d. Gefangenen auf d. Haifischinsel bei Lüderitzbucht, Aug. 1905; Bericht über d. Arbeit in Karibib u. an d. Kriegsgefangenen an d. Otavi-Bahn, Aug. 1905; Berichte aus d. Sammellagern für Hereros in Omburo, 1906; Flugblatt „Drei Weihnachten in Deutsch-Südwestafrika“, Dr., 1904-1906; Referat: „Was kann u. muß geschehen, um d. verstreuten Heiden u. Christen nachzugehen“, 11 S., hektographiert, 1909; Referat: "Zur Psychologie d. Glaubenslebens unserer afrikanischen Christen“, 14 S., ms., 1913.; Referat: „Das Problem d. christlichen Ehe unter d. afrikanischen Heidenchristen“, o. J.; Korrespondenz mit Frau Elisabeth Kuhlmann, geb. Dannert u. Familie, 1946-1965

Rheinische Missionsgesellschaft
Kriegszustand und Oberbefehl
BArch, RM 3/6822 · Akt(e) · 1900-1905
Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

Enthält u.a.: Anweisung für den Kommandeur des Ostasiatischen Expeditionskorps Einführung der Gesetze betr. Erklärung des Kriegszustandes sowie über Kriegsleistungen im Schutzgebiet Kiautschou Befugnisse des Kommandeurs der Ostasiatischen Besatzungsbrigade

Reichsmarineamt
BArch, RM 8 · Bestand · 1916-1945
Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

Geschichte des Bestandsbildners: Am 15.2.1916 beim Admiralstab als Sammelstelle der Akten aus dem Marine- bereich geschaffen. Aus der Sammelstelle ging das Marinearchiv hervor. Die Aufgaben der Kriegswissenschaftlichen Abteilung waren u.a. die Erstellung eines Seekriegswerkes über den 1. Weltkrieg, die Dienstschriftensammlung, Auswertung des Seekrieges 1942-44, Geschichte der Reichs- und Kriegsma- rine. Die Kriegswissenschaftliche Abteilung der Marine unterstand zu- letzt dem Chef der Seekriegsleitung. Bestandsbeschreibung: Am 15. Februar 1916 wurde die Kriegswissenschaftliche Abteilung beim Admiralstab geschaffen und ihr u.a. die Aufgabe einer Sammelstelle der Akten aus dem Marinebereich zugewiesen, aus der das Marinearchiv hervorging. Seine wichtigsten Aufgaben bestanden in der Arbeit an dem Seekriegswerk über den 1. Weltkrieg, der Dienstschriftensammlung 1928-1937, der Auswertung wichtiger Ereignisse des Seekrieges 1942-1944 und der acht Hefte umfassenden Reihe "Taktik" 1939-1941. Am 22. Januar 1936 erhielt das Marinearchiv die Bezeichnung Kriegswissenschaftliche Abteilung der Marine (zugleich Forschungsanstalt). Sie unterstand zuletzt dem Chef der Seekriegsleitung und gliederte sich in drei Gruppen für den allgemeinen Geschäftsbetrieb und das Marinearchiv, für die darstellende Bearbeitung von Kriegsereignissen und Forschungsarbeiten an dem amtlichen Seekriegswerk ab 1939, schließlich für den Abschluss des Seekriegswerkes 1914-1918 und die Darstellung der Geschichte der Reichs- und Kriegsmarine bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges. Bekanntmachungen und laufende Befehle Nov. 1918 - März 1945, Vorarbeiten und Entwürfe "Der Krieg zur See 1914-1918", Berichte über Revolution 1918, Hand- und Geschäftsakten der Mitarbeiter der für den Seekrieg ab 1939 zuständigen Abteilung. Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand umfasst vornehmlich Bekanntmachungen und laufende Befehle vom November 1918 bis März 1945, ferner Vorarbeiten und Entwürfe zum Seekriegswerk "Der Krieg zur See 1914-1918", unter denen besonders Materialien zu den Bänden "Der Krieg in der Nordsee" VII, "Der Krieg in der Ostsee" III, "Der Handelskrieg mit U- Booten" III und IV, die bis 1945 nicht erschienen sowie gesammelte Berichte über die Revolution 1918 hervorzuheben sind. Weiter liegen Hand- und Geschäftsakten der Mitarbeiter der für den Seekrieg ab 1939 zuständigen Abteilung vor, darunter wichtige Originalunterlagen der Kaiserlichen Marine aus der Zeit des 1. Weltkrieges. Erschließungszustand: Findbuch, Archivalienverzeichnis Umfang, Erläuterung: Bestand ohne Zuwachs 43,0 lfm 1967 AE Zitierweise: BArch, RM 8/...

Kriegsschuldfrage
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 130 b Bü 2573 · Akt(e) · Juni 1924 - Juni 1927
Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

Enthält u.a.: Eingaben und Entschließungen, darunter der Deutschen Industriellen-Vereinigung vom 6.6.1924; diesbezügliches Schreiben von Reichskanzler Marx vom 30.6.1924; Berichte der württembergischen Gesandtschaft in München, darunter über einen Vortrag des amerikanischen Historikers Harry Elmer Barnes am 28.7.1926 in München; verschiedene Schriften, darunter des Auswärtigen Amts "Die koloniale Schuldlüge", 1924, Rede des Senators Robert L. Owen am 27.3.1926 zur Kriegsschuldfrage sowie Broschüre zum fünfjährigen Bestehen der Zentralstelle für Erforschung der Kriegsursachen, April 1926; Frage des deutschen Eintritts in den Völkerbund und Behandlung der Kriegsschuldfrage, 1924/25; Veranstaltung einer deutschen Propagandawoche gegen die Schuldlüge im Juni 1925 durch die Weltkriegsbücherei und den Arbeitsausschuß deutscher Verbände; angebliche Fälschungen in dem amtlichen deutschen Weißbüchern über den Weltkrieg, (1925) März/April 1926; Ausführungen von Reichsaußenminister Dr. Stresemann in der Sitzung des Reichsratsausschusses für auswärtige Angelegenheiten am 12.10.1926; Beitrag zur Drucklegung des Werkes "Deutschland und Europa 1890-1914", 1927; Schriftwechsel mit und über den Schriftsteller Hermann Lutz, 1927; achter Arbeitsbericht des Volksbunds "Rettet die Ehre", Mai 1927. siehe auch Nr. 2577

Kriegsschäden Deutscher in Togo: Bd. 2
BArch, R 2/814 · Akt(e) · 1929-1932
Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

Enthält u.a.: Schadenssache des Deutschen Frauenvereins vom Roten Kreuz durch Verlust des Königin Charlotten-Krankenhaus in Lomé Enthält auch: Antrag des deutschen Frauenvereins vom Roten Kreuz für Krankenpflege in den Kolonien über eine anderweitige Gestaltung seines Verhältnisses zum Zentralkomitee (1908); Vertrag zwischen dem Landesfiskus des Schutzgebiets Togo und dem Deutschen Frauenverein vom Roten Kreuz für die Kolonien (1914)

Kriegsschäden Deutscher in Togo: Bd. 1
BArch, R 2/813 · Akt(e) · 1925-1929
Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

Enthält u.a.: Französische Mandatsverwaltung von Togo.- Jahresbericht 1925; Bewertung ehemals deutscher Pflanzungen in Togo; Mandatskommission des Völkerbundes.- Bericht über die Sitzung Okt. - Nov. 1927

Kriegsschäden Deutscher in Südwestafrika
BArch, R 2/804 · Akt(e) · 1925-1929
Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

Enthält u.a.: Bereitstellung von Mitteln für Siedlungsarbeiten in Südwestafrika.- Antrag des Auswärtigen Amts; Nachentschädigung der von der Kolonial-Zentralverwaltung abgefundenen Südwestafrikaner; Darlehensvertrag zwischen dem Deutschen Reich und dem Nyassa/Njassa-Konsortium; Betriebe Sandamap, Neineis und Uis der South African Mines.- Betriebsbesichtigung 1925; Bergwirtschaftliche Begutachtung der Stauch’schen Zinnerzfelder in Südwestafrika; Darlehensvertrag zwischen der Überseeischen Industrie- und Handels-Gesellschaft mbH, Berlin und der The South West African Mines Ltd., Windhuk, der South West African Trust Company Ltd., Windhuk und August Stauch, Berlin

Kriegsschäden Deutscher in Samoa
BArch, R 2/805 · Akt(e) · 1925-1926, 1935
Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

Enthält u.a.: Illustrierter Katalog von zur Pacht angebotenen Gütern in West-Samoa (Mandated Territory of Western Samoa. New Zealand Government Crown Estates: Illustrated Catalogue of Properties offered for Lease); Liquidation der deutschen Pflanzungen in Samoa und Neu-Guinea; Nachweisung über anerkannte Kriegsschäden in Samoa

Kriegsschäden Deutscher in Neuguinea
BArch, R 2/781 · Akt(e) · 1925-1929
Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

Enthält u.a.: Liquidation der deutschen Pflanzungen in Samoa und Neu-Guinea; Biens des Ressortissants ex-enemies (Güter ehemals feindlicher Staatsangehöriger).- Bericht; Ablehnung der Freigabe deutschen Eigentums in Australien und Neuguinea; Auskunft der Mandatsstaaten über die Liquidation deutschen Eigentums

Kriegsschäden Deutscher in Kamerun
BArch, R 2/771 · Akt(e) · 1925-1929
Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

Enthält u.a.: Erwerb von beschlagnahmten Immobilen durch Vorkauf u.a. durch die Hamburg Afrika-Gesellschaft; Erwerb beschlagnahmter Güter durch die französische Verwaltung

Kriegsschäden Deutscher in Deutsch-Ostafrika
BArch, R 2/782 · Akt(e) · 1925-1934
Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

Enthält u.a.: Aufstellung über liquidiertes Eigentum; Zusammenstellung von Schadensfällen in Deutsch-Ostafrika; Entschädigungen an ostafrikanische Siedler.- Tabelle; Darlehensmittel für den Wiederaufbau in Ostafrika; Tanganyka Territory, Enemy Property Department: Report on the Liquidation 1917-1933

BArch, RM 2/1961 · Akt(e) · 1915-1915
Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

Enthält u.a.: KTB des Landungszuges SMS "Emden" (mit Wegekarte, Abschrift), 9. Nov. 1914 - 8. Jan. 1915 Belagerung von Tsingtau (Brief des Kommandanten des Forts Huitschen Huk Kp.Lt. Kopp mit Lageskizze, Abschrift), 14. Nov. 1914

Kriegsministerium: Zentral-Abteilung (Bestand)
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, M 1/3 · Bestand · 1817 - 1819, 1846 - 1921
Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
  1. Zur Geschichte der Zentral-Abteilung: Die Neuorganisation des württembergischen Militärwesens, die als Folge der Militärkonvention vom 21. /25. 11. 1870 seit Juli 1871 mit Hilfe preußischer Offiziere und Militärbeamten unternommen wurde, erstreckte sich auch auf das Kriegsministerium. In Anlehnung an eine frühere, allerdings nur intern gültige Einteilung und in Analogie zur Geschäftseinteilung des preußischen Kriegsministeriums wurde es im August 1871 in das Centralbureau, die Militär-Abteilung (mit drei Sektionen) und die Ökonomie-Abteilung (mit fünf Sektionen) gegliedert; eine "provisorische", tatsächlich aber lange Jahre gültige "Geschäftseinteilung legte gleichzeitig die Kompetenzen dieser Abteilungen, neben die später weitere Abteilungen traten, fest. Das Centralbureau (abgekürzt: CB. ), das vor 1871 in der Kanzleidirektion einen Vorläufer besaß, unterstand einem Chef, der bis zum Ende des ersten Weltkriegs - zugleich Adjutant des Kriegsministers war (vgl. die ohne eingehenderes Quellenstudium erarbeiteten Listen der Kriegsminister bzw. Abteilungschefs in Anhang I bzw. II S. XXV ff. ) In sein Ressort fielen nach der erwähnten Geschäftseinteilung folgende Aufgaben: 1. die persönlichen Angelegenheiten der Offiziere, Ärzte und Beamten, 2. die ehrengerichtlichen und militär-politischen Angelegenheiten, 3. die Ordens- und Dienstauszeichnungs-Angelegenheiten, 4. die Staats-Ministerial-Sachen, 5. Vorlage derjenigen Angelegenheiten, über welche der Kriegsminister selbst die Entscheidung zu treffen beabsichtigt, 6. persönliche Correspondenz des Ministers, 7. Redaktion des Armeeverordnungsblatts, 8. Angelegenheiten der Tagespresse. Außerdem unterstanden dem Centralbureau von Anfang an die Kanzlei, die Bibliothek und die Druckerei des Kriegsministeriums. Manche der Aufgaben, die das Centralbureau nach der erstmals im Januar 1907 wieder herausgegebenen Geschäftseinteilung des Kriegsministeriums wahrzunehmen hatte (so die Verwaltung des Dienstgebäudes, der Dienstgeräte und der Bürokasse des Kriegsministeriums), dürften ihm stillschweigend zugewiesen worden sein, sei es von Anfang an, sei es allmählich als Folge der ursprünglichen Kompetenzen. Andere Kompetenzveränderungen, auf die hier im übrigen nicht vollständig eingegangen werden kann, fanden dagegen ihren Niederschlag in den Quellen. Wiederholt eingeschränkt wurden seit November 1871 die Kompetenzen des Centralbureaus für persönliche, ehrengerichtliche und Ordensangelegenheiten von Offizieren, Ärzten und Beamten, bis schließlich im April 1896 die Militär-Abteilung fast ganz dafür zuständig wurde. Ab November 1872 hatte der Chef des Centralbureaus die Unterlagen aller Abteilungen des Kriegsministeriums für den mündlichen Vortrag des Kriegsministers beim König zu sammeln. Als 1874-nach dem Vorbild Preußens die Führung von Personalbogen und von Stammlisten der Truppen eingeführt wurde, hatte das Centralbureau die ans Kriegsministerium gelangten Exemplare dieser Unterlagen zu verwahren und zu verwalten. Nachdem die dem Centralbureau unterstellte Kanzlei des Ministeriums faktisch schon lange für die sog. "alte Registratur" des Kriegsministeriums zuständig gewesen war, wurde die Sorge dafür dem Centralbureau im Januar 1885 offiziell übertragen. Weitere kleinere Aufgaben kamen in den Jahren nach der Jahrhundertwende hinzu:1902 begann das Centralbureau, eine Sammlung von Zeitungsausschnitten über militärische Angelegenheiten anzulegen, und seit April 1906 sammelte man hier Nachrufe und Todesanzeigen württembergischer Offiziere; schließlich wurde das Centralbureau, das am 1. 8. 1906 bzw. - It. MVBl. 1906, 8. 185 - am 12. 9. 1906 in "Zentral-Abteilung" (abgekürzt: Z. ) umbenannt wurde, im Januar 1907 durch die neue Geschäftseinteilung des Kriegsministeriums für Denkmäler-Angelegenheiten zuständig. Die Aufgaben der Zentral-Abteilung, die durch die neue Geschäftseinteilung im übrigen nur wenig verändert wurden, konnten demnach im Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Württemberg von 1907 S. 64- f. wie folgt umschrieben werden: "Von der Zentral-Abteilung, deren Chef zugleich Adjutant des Kriegsministers ist, wird die Verteilung des gesamten Einlaufs auf die Abteilungen, die Zuleitung von Entwürfen und Vorlagen an den Kriegsminister und die Abfertigung des Auslaufs bewerkstelligt. Die Zentral-Abteilung bearbeitet die Rang- und Stammlisten, die Patentierung der Offiziere und Sanitätsoffiziere, die Führung der Personalbogen, die Anträge auf Adelsverleihung und die Prüfung des Adelstandes, die bei Feierlichkeiten, Jubiläen, Hof- und Armeetrauer usw. zu treffenden Anordnungen, alle den Geschäftsgang und die Geschäftseinteilung des Kriegsministeriums betreffenden Angelegenheiten und endlich die Redaktion des sächlichen Teils des Militärverordnungsblatts". Im März 1907 erhielt die Zentral-Abteilung außerdem die Verwaltung der sog. "Denkschriften-Sammlung" übertragen, d. h. der von den einzelnen Abteilungen des Kriegsministeriums für Beratungen des Bundesrats, des Reichstags und des württembergischen Landtags vorbereiteten Stellungnahmen und Ausarbeitungen. Größere Bedeutung gewann die Errichtung des Kriegsarchivs im Januar 1907, das der Zentral-Abteilung unterstellt und, obwohl dafür eigenes Personal vorgesehen war, faktisch ganz von ihr verwaltet wurde. Einmal sollte das Kriegsarchiv das archivwürdige Schriftgut militärischer Provenienzen Württembergs sichern und gab damit der Zentral-Abteilung Veranlassung, sich auch mit Fragen der Kassation bzw. Erhaltung solchen Schriftguts zu befassen; zum andern entwickelte es sich im Weltkrieg 1914 - 1918 zu einer selbständigen Abteilungen die die Zentral-Abteilung im Januar 1916 die Zeitungsausschnitt-Sammlung und im November 1916 die Verwaltung der Bibliothek des Kriegsministeriums abgab. Während der Weltkrieg 1914 - 1918 sonst ohne größere Auswirkungen auf Organisation und Kompetenzen der Zentral-Abteilung blieb, änderte sich dies gegen und nach Ende des Kriegs. Neben der Zentral-Abteilung, die unmittelbares Organ des Kriegsministers war, schuf sich dieser im Juli 1918 eine weitere Stelle, die ihm unmittelbar unterstand, in organisatorischer Hinsicht aber bis Oktober 1918 der Zentral-Abteilung zugeteilt wurde. Sie wurde nach ihrem Leiter, Oberstleutnant Hummel, "Dienststelle H " benannt und erhielt vom Kriegsminister den Auftrag, "für mich alle Unterlagen, deren ich zum Verkehr mit den gesetzgebenden Körperschaften oder einzelnen Mitgliedern dieser bedarf, zu sammeln und zu sichten. Hiezu wendet sich H an die zuständigen Abteilungen des Kriegsministeriums oder an sonstige in Betracht kommende Dienststellen usw. unmittelbar". Am 7"10. 1918 wurde sie von der Zentral-Abteilung ganz gelöst und unter der Bezeichnung "Ministerialabteilung"(abgekürzt: M) verselbständigt. Wie die ursprünglich in Aussicht genommene Bezeichnung "Presse- und Geheim-Abteilung" (abgekürzt: P. G. ) andeutet, war sie vor allem mit Fragen der "Aufklärung" der Zivilbevölkerung, der Kriegspropaganda, der Presse, der Zensur und der Bekämpfung von Gerüchten befasst. Bereits im Januar 1919 ging die Ministerialabteilung im Kriegsarchiv auf. Die Einrichtung und Verselbständigung der Ministerialabteilung berührten die Organisation und Aufgaben der Zentral-Abteilung offensichtlich ebenso wenig wie deren Umbenennung in "Hauptbüro" (abgekürzt: H. ) zwischen dem 18. und 25. 11. 1918 und die Wirren, denen nach der Novemberrevolution 1918 auch das Kriegsministerium ausgesetzt war. Dagegen wurden sie durch die Reorganisation, die der Kriegsminister Herrmann am 14. 3. 1919 verfügte, einschneidend verändert. Dabei wurde das Hauptbüro aufgelöst und an seiner Stelle errichtet: 1. das Ministerialbüro (MB), 2. die Hauptkanzlei (HK), 3. die Druckvorschriftenverwaltung (Dv) und die Bürokasse (BK), 4. die Hauptregistratur (HR). Während sich die Aufgaben der drei zuletzt genannten Abteilungen, die dem Stellvertreter des Kriegsministers, Hauptmann (seit 15. 3. 1919: Unterstaatssekretär) Krais, unterstellt wurden, im wesentlichen aus ihren Bezeichnungen ergeben, war das dem Kriegsminister unmittelbar unterstellte Ministerialbüro beauftragt mit der Auszeichnung des gesamten Eingangs, mit der Erledigung von Sonderaufträgen und der persönlichen Korrespondenz des Kriegsministers und mit der Anmeldung bzw. Abfertigung von Besuchern des Ministers. Ganz abgegeben wurde die Bearbeitung von Angelegenheiten der Nationalversammlung und des württembergischen Landtags, für die nun statt dem bisherigen Hauptbüro die im Februar 1919 neugeschaffene "Aufklärungs- und Pressestelle des Kriegsministeriums" zuständig wurde. Nach dem Rücktritt des Kriegsministers Herrmann (am 28. 6. 1919) und seines Stellvertreters Krais, die vor allem durch militärische Kreise vielfach und heftig angefeindet worden waren, wurde diese Aufteilung schon am 7*7. 1919 wieder rückgängig gemacht: das Ministerialbüro wurde aufgelöst und sein Personal zu der aus den anderen Abteilungen (HK, HR, BK) wieder neu gebildeten "Zentral-Abteilung" (abgekürzt: Z. ) übernommen, deren Kompetenzen nicht näher beschrieben wurden, die aber im wesentlichen die bisherigen Aufgaben dieser Abteilungen erhalten haben dürfte. Daran scheint sich nichts geändert zu haben, als das württembergische Kriegsministerium vom 28. 8. 1919 bis zum 30. 9. 1919 die Aufgaben und die Bezeichnung einer "Reichswehrbefehlsstelle Württemberg" hatte, ab 1. 10. 1919 zum "Abwicklungsamt des früheren württembergischen Kriegsministeriums" umgewandelt und als solches zusammen mit dem "Abwicklungsamt des früheren XIII. A. K. " zum "Heersabwicklungsamt Württemberg" vereinigt wurde. Mit der Reorganisation war eine Änderung des Dienstsitzes verbunden. Dieser befand sich ursprünglich im Gebäude des Kriegsministeriums, Charlottenstr. 6, dann seit Juni 1914- im neuen Dienstgebäude des Kriegsministeriums, Olgastr. 13; im Oktober 1919 wurde das Abwicklungsamt des Kriegsministeriums in das Dienstgebäude des früheren Kommandierenden Generals, Kriegsbergstr. 32, verlegt, von wo die Zentral-Abteilung bzw. die Abteilung K (siehe unten) im Zusammenhang mit der Umorganisation des Heeresabwicklungsamtes Württemberg wohl im September 1920 in das ehemalige Neben-Artilleriedepot in der Gutenbergstr. 111 übersiedelte. Soweit es die Quellen erkennen lassen, überstand die Zentral-Abteilung diese äußeren Veränderungen im wesentlichen unverändert "allerdings verlor sie als Folge der Heeresabwicklung, insbesondere auch der Reorganisation von Oktober 1919, zunehmend an Aufgaben. Zusammen mit den Abteilungen A, R, W, ZV, Auskunft und Kr. A. des Abwicklungsamtes des früheren württembergischen Kriegsministeriums wurde sie daher im August 1920 zur Abteilung K (d. h. Kriegsministerium) des Heeresabwicklungsamtes Württemberg vereinigt. Organisationsänderungen im folgenden Monat reduzierten diese Abteilung K jedoch weiter, so dass sie ab 1. 10. 1920 im wesentlichen wieder aus der früheren Zentral-Abteilung bestand. Allerdings oblagen ihr als Aufgaben nun nur noch die Bearbeitung der "noch anfallenden Resteingänge des ehemaligen Kriegsministeriums", die Weiterleitung derselben an die nunmehr zuständigen Stellen, außerdem Unterstützungsgesuche und sämtliche Angestelltenangelegenheiten des Heeresabwicklungsamtes Württemberg". Zudem war ihr die Unterabteilung W (Waffenabteilung) unterstellt, während die Bürokasse ab 20. 9. "1920 an die Kasse des Heeresabwicklungsamtes Württemberg abgegeben und das im August bzw. Oktober 1920 mit der Abteilung K vereinigte Kriegsarchiv im Dezember 1920 der Reichsarchivzweigstelle Stuttgart angegliedert wurde. Mit der Auflösung des Heeresabwicklungsamtes Württemberg auf 31. 3. 1921 fand schließlich auch die Abteilung K ihr Ende. 2. Zur Geschichte und Ordnung des Bestandes: Bei der Umgestaltung des Kriegsministeriums seit Juli 1871 wurde dessen Kanzlei unter Mithilfe eines Registrators aus dem preußischen Kriegsministerium bis November 1871 auf die neuen Verhältnisse umgestellt. Dabei wurden die bisher kurrenten Akten bis auf einige Faszikel, die sich auch im vorliegenden Bestand finden (Büschel 4, 6-9, 16, 17, 66 - 68, 88, 118, 475), geschlossen; die einzelnen Abteilungen des Kriegsministeriums erhielten neue, systematische Aktenpläne mit zugehörigen Repertorien", und wie bei den Truppen und der übrigen Militärverwaltung wurde statt der bisherigen losen Aktenablage die sonst in Württemberg nicht übliche preußische Aktenheftung eingeführt. § 4 der Organisationsbestimmungen des Kriegsministeriums vom 16. 8. 1871 bestimmte: "Die Registratur des Kriegsministeriums ist zwar eine einheitliche, doch ist dieselbe so zu formieren, daß jede Abteilung ihre eigenen Akten hat und derselben für die Journalführung, für das Herbeischaffen der Vorgänge, Gompletierung der Akten etc. 1 Registraturbeamter zur Disposition steht". Für die Zentral-Abtei-lung wie für die anderen Abteilungen des Ministeriums hatte dies zur Folge, daß beim Zuwachs von Kompetenzen der Aktenplan der Abteilung durch neu angelegte oder von anderen Abteilungen übernommene und entsprechend umsignierte Akten ergänzt wurde, während der Verlust von Kompetenzen die Abgabe von Akten an andere Abteilungen nach sich zog. Dementsprechend gelangte der Großteil der Akten der Zen-tral-Abteilung betr. persönliche, ehrengerichtliche und Ordensangelegenheiten von Offizieren, Militärärzten und Beamten vor allem in die Registratur der Militär-Abteilung (heute Bestand M 1/4 und von dort z. T. in die Registratur der 1917 neu gebildeten Abteilung für persönliche Angelegenheiten (heute Bestand M 1/5), während reine Personalakten heute in den Beständen M 430/1(Personalakten I), M 430/2 (Personalakten II) und M 430/5 (Personalakten V) zu finden sind. Eine besondere Gruppe innerhalb der Abteilungsregistratur bildeten die vom Chef der Zentral-Abteilung als Adjutant des Kriegsministers verwahrten Akten. Sie waren meist durch den Zusatz"A" (=Adjutantur) oder"Secret" gekennzeichnet und umfassten vorwiegend Geheim- und Personalakte sog. "Offizier-Registratur"). Zu ihnen gehörten die Geheimakten Büschel 47, 199 und 469, die mit "A" bezeichneten Büschel 172, 173, 189-191, 193-196, 199, 200, 202, 203, 207-458, 468 und 469 des vorliegenden Bestandes sowie der ganze Bestand M 1/2 (Sonderakten des Kriegsministers und seines Adjutanten), dessen Bildung und Abtrennung vom übrigen Schriftgut der Zentral-Abteilung wohl hauptsächlich auf das Heeresarchiv Stuttgart zurückgeht. Waren die Akten im wesentlichen dem systematischen Aktenplan der Zentral-Abteilung eingeordnet, so gab es daneben Sonderregistraturen und besondere Aktengruppen der Zentral-Abteilung, die diesem Plan nicht eingefügt waren. Dazu gehörten an erster Stelle die Allerhöchsten Ordres, durch die über die vom Kriegsminister dem König vorgetragenen Gesuchslisten (Büschel 209-458) entschieden wurde; sie wurden vom 1. 1. 1873 an in einer besonderen Registratur verwahrt und bilden heute den Bestand M 1/1(Allerhöchste Ordres) . Ebenfalls als Sonderregistratur wurden die für das Kriegsministerium bestimmten Exemplare der 1874 eingeführten Personalbogen von Offizieren, Militärärzten und Militärbeamten aufbewahrt; sie sind heute - zusammen mit oben erwähnten Personalakten - den Beständen M 430/1, M 430/2 M 430/3 und 430/5 eingeordnet. Außerdem waren dem systematischen Aktenplan nicht eingegliedert die ebenfalls 1874 einführten Stammlisten der Truppenteile (heute im Bestand M 1/11) sowie die Sammlungen der Zeitungsausschnitte (heute im Bestand M 730), der sog. Nekrologe (heute Bestand M 744) und der sog. Denkschriften (heute im Bestand M 731). Schließlich wurden als besondere Gruppen auch die sog. "Kriegsakten" behandelt, d. h. jene Akten, die während des Weltkriegs 1914 - 1918 neben den übrigen, fortgeführten Registraturakten erwuchsen und die speziell Angelegenheiten der Kriegsführung und ihrer Auswirkungen auf die Heimat betreffen; sie sind nur zum kleineren Teil erhalten und überdies z. T. im Bestand M 1/11 (Kriegsarchiv). Sehr wahrscheinlich bei der Zentral-Abteilung wurden die zwei Kriegsstammrollen mit zugehörigen Namensverzeichnissen geführt, die heute dem Bestand M 457 (Kriegsstammrollen des Kriegsministeriums, Höchster Kommandobehörden usw. ) eingeordnet sind. Bis zum Kriegsausbruch im August 1914 hatte die Registratur, von den Auswirkungen der verschiedenen Kompetenzänderungen abgesehen, im wesentlichen so bestanden, wie sie 1871 eingerichtet worden war. Dagegen begannen mit Kriegsausbruch Veränderungen, die sich besonders gegen und nach Ende des Kriegs verstärkten und schließlich zur völligen Umgestaltung der Registratur führten. Bereits im August 1914-wurde ein neues, zusätzliches Kriegs-Geschäftstagebuch begonnen, neben dem bis November 1914- noch das bisherige weiterlief und das danach zum alleinigen Journal der Abteilung wurde. Gleichzeitig begann die Anlage der sog. Kriegsakten, die keine Signaturen mehr enthielten, sondern in den Geschäftstagebüchern nur mit abgekürztem Aktentitel gekennzeichnet wurden. Begann damit die Auflösung der Einheitlichkeit und der inneren und äußeren Ordnung der Registratur, so verstärkte sich die Entwicklung gegen und nach Kriegsende. Sie wurde begünstigt durch die Vermehrung des Geschäftsanfalls, durch die zunehmende Fluktuation des immer weniger geschulten Kanzleipersonals, durch die nachlassende Papierqualität , durch den Verzicht auf die Aktenheftung, eventuell durch den zweimaligen Umzug der Dienststelle nach Kriegsende und vor allem durch die wiederholten Organisationsänderungen. Letztere begannen mit der Errichtung der Dienststelle H, die seit ihrer Verselbständigung als "Ministerialabteilung" im Oktober 1918 sich von der Registratur der Zentral-Abteilung trennte, ein eigenes Journal anlegte, ihre Akten in Schnellheftern ablegte und diese Akten nicht mehr systematisch, sondern nur noch numerisch ordnete und entsprechend signierte. Hinzu kam, dass bei der Umbenennung der Zentral-Abteilung in "Hauptbüro" ein Teil der bisherigen Akten nicht mehr weitergeführt und dafür neue Akten angelegt wurden. Dies wiederholte sich verstärkt im März 1919, als das Hauptbüro in die Abteilungen Ministerialbüro, Hauptkanzlei, Druckvorschriftenverwaltung und Bürokasse sowie Hauptregistratur aufgeteilt wurde. Wiederum wurde nun ein Teil der bisherigen Akten nicht mehr fortgeführt. Andere Teile der Registratur wuchsen dagegen weiter bei der Hauptkanzlei und der Hauptregistratur, deren Akten anscheinend gemeinsam geführt wurden, und beim Ministerialbüro. Wie die Hauptkanzlei und die Hauptregistratur legte dieses Büro außerdem neue Akten an, die ohne System in nur numerischer Folge Signaturen erhielten. Ganz entsprechend wurde bei der Wiedervereinigung dieser Abteilungen zur Zentral-Abteilung im Juli 1919, bei der Umbildung des Kriegsministeriums zum Abwicklungsamt des früheren Kriegsministeriums im Oktober 1919 und bei der Bildung der Abteilung K des Heeresabwicklungsamtes Württemberg im Oktober 1920 verfahren. Dass man sich in der Registratur zurechtfand, obwohl diese immer unübersichtlicher wurde, hatte man sicher auch dem Umstand zu verdanken, dass mit fortschreitender Abwicklung des württembergischen Heeres ältere Akten immer weniger benötigt und der Geschäftsanfall immer kleiner wurden. Als das Heeresabwicklungsamt Württemberg auf 31. 3. 1921 ganz aufgelöst wurde, kam die ganze Registratur der Zentral-Abteilung bzw. ihrer Nachfolge-Dienststellen wohl sofort in die im selben Dienstgebäude untergebrachte Reichsarchivzweigstelle Stuttgart, mit deren übrigen Beständen sie 1937 ins Heeresarchiv Stuttgart und 194-5 ins Hauptstaatsarchiv Stuttgart übernommen wurde. In seiner heutigen Gestalt umfasst der Bestand M 1/3 Schriftgut, das beim Centralbureau und seinen Nachfolge-Dienststellen einschließlich der Abteilung K des Heeresabwicklungsamtes Württemberg erwachsen ist. Zwar hätte man sinnvollerweise die Akten dieser Abteilung K auch dem Bestand M 390 (Heeresabwicklungsamt Württemberg) zuweisen können; analog zu den Beständen der anderen Abteilungen des Kriegsministeriums, die ebenfalls beim Heeresabwicklungsamt Württemberg weitergeführte Akten enthalten, wurden sie jedoch beim vorliegenden Bestand gelassen. Der Bestand M 1/3 enthält jedoch nicht alles bei der Zentral-Abteilung erwachsene Schriftgut. Abgesehen davon, dass manches in andere, oben genannte M-Bestände gelangt ist und dort nun belassen wurde, wurden in früheren Jahren z. T. wohl umfangreiche Kassationen vorgenommen. Hervorzuheben ist der Verlust der Geschäftstagebücher aus der Zeit vor 1910, die zu unbekanntem Zeitpunkt kassiert wurden. Nachdem die Wirren der Novemberrevolution 1918 für die Zentral-Abteilung anscheinend ohne Schriftgutverluste vorübergegangen waren, wurde wohl der größere Teil der sog. Kriegsakten im September 1919 an die Garnisonverwaltung Stuttgart abgegeben und dort vermutlich vernichtet. Kassationen größeren Umfangs, über die Büschel 107 des Bestandes (mit Angabe der jeweiligen Aktensignaturen) Aufschluss gibt, nahm - wahrscheinlich 1932 - die -Reichsarchivzweigstelle Stuttgart bei der Verzeichnung des Bestandes vor; dabei gingen einige Akten verloren, die man heute als archivwürdig erhalten würde. Einige wertlose Akten - vor allem Kassenunterlagen der Bürokasse (0, 5 lfd. m) - wurden bei der jetzigen Verzeichnung kassiert. Nach dem Provenienzprinzip wurden jetzt auch einige Faszikel, die bisher Teil des Bestandes bildeten, den Beständen M 1/4 und M 660 (Nachlass des Kriegsministers v. Marchtaler) eingeordnet; dem Bestand M 390 wurden solche Akten zugewiesen, die nicht bei der Zentral-Abteilung bzw. der Abteilung K dieser Behörde erwachsen sind. Wider besseres Wissen hatte das Heeresarchiv Stuttgart dem Bestand als Anhang 50 Bücher angefügt, die es 1938 aus der sog. Kriegssammlung der ehemaligen Hofbibliothek Stuttgart erhalten hatte. Diese Bücher waren während des Weltkriegs 1914--1918 veröffentlicht, unter Zensur gestellt und in ihrer übrigen Auflage wohl vernichtet worden. Da die einschlägigen Akten, zu denen sie als Anlagen gehören, im Bestand M 77/1 (Stellvertretendes Generalkommando XIII. A. K. ) verwahrt werden, wurden sie nun zu diesem Bestand genommen; ihr Verzeichnis, das dem bisher gültigen Repertorium des vorliegenden Bestandes eingeheftet war, wurde dem Repertorium M 77/1 eingefügt. Umgekehrt enthält der Bestand M 1/3 jetzt einige Archivalien, die bisher in anderen Beständen verwahrt wurden. Übernommen wurden aus dem Bestand E 271 (Kriegsministerium) die Büschel 90, 102, 104, 110, 176, 586 - 589 und 591, aus dem Bestand E 279 (Registraturbücher der obersten Militärbehörden) die Bände 25, 26 und 94-, aus dem Bestand M 4-00/2 (Heeresarchiv Stuttgart - Abteilung Zentralnachweisamt) Büschel 204, aus dem Bestand M 430/2 Büschel 512 sowie aus dem unsignierten Bestand "Aufbau und Organisation" Büschel 109 des vorliegenden Bestandes. Zu unbekannter Zeit, aber vermutlich bald nach ihrer Übernahme ins Archiv wurden die Akten der Zentral-Abteilung in der Reichsarchivzweigstelle Stuttgart verzeichnet. Dabei griff man zurück auf ein wohl nach Kriegsausbruch in der Zentral-Abteilung angefertigtes summarisches Verzeichnis der in der systematischen Sachaktenregistratur vorhandenen Akten, die man nicht ganz zutreffend als "Friedensakten" bezeichnete. Dieses Verzeichnis (Büschel 107) führt die Akten in der Folge ihrer Signaturen und mit Kurztiteln auf und ist vollständiger als ein ähnliches, beim Abwicklungsamt des früheren Kriegsministeriums entstandenes Verzeichnis (Büschel 55). Das Verzeichnis der Friedensakten (Büschel 107) ergänzte man in der Reichsarchivzweigstelle zunächst durch ebenso summarische Verzeichnisse der Geschäftstagebücher und der Akten der Ministerialabteilung, des Ministerialbüros und der Bürokasse. Erst später, wahrscheinlich 1932, fügte man Angaben über die Laufzeit, über durchgeführte Kassationen und über die erst jetzt eingeführte Paketzählung hinzu und schrieb das derart überarbeitete Findmittel 1932 ins reine. Obwohl dieses durch spätere Nachträge ergänzte Repertorium wenig befriedigen konnte, war es bis jetzt in Gebrauch. Bei der jetzigen Neuverzeichnung und Ordnung des Bestandes M 1/3 wurde versucht, den in der Aktenbildung sich widerspiegelnden zahlreichen Organisationsänderungen gerecht zu werden. Den größten Teil des Bestandes machen die von 1871 bis 1918 erwachsenen Akten aus. Sie sind nach den Signaturen des alten, systematischen Aktenplans geordnet, der allerdings noch nicht wiedergefunden, sondern nur anhand eben dieser Signaturen rekonstruiert werden konnte. Diesem Plan sind - mit Ausnahme der Geschäftstagebücher und der sog. Kriegsakten - an passender Stelle auch mehrere unsignierte Stücke eingeordnet worden. In einzelnen, durch Verweise gekennzeichneten lallen waren Korrekturen des Plans nötig. Verwiesen wird an den entsprechenden Stellen des Aktenplans auch auf Akten, die nach November 1918 beim Hauptbüro oder einer anderen Nachfolge-Dienststelle der Zentral-Abteilung weitergeführt wurden und deshalb einer anderen Aktengruppe des vorliegenden Bestandes zugewiesen werden mussten, sowie auf Akten der Zentral-Abteilung, die in den Beständen M 1/4, M 1/5 und M 390 verwahrt werden. Dagegen kann auf das Schriftgut der Zentral-Abteilung in den bereits oben genannten Beständen M 1/1, M 1/2, M 1/11, M 430/1, M 430/2, M 430/3, M 430/5, M 457, M 730 und M 731 hier nur generell hingewiesen werden. Wegen der wenig klaren Trennung der Registraturen wäre eine Scheidung der Akten, die nach Oktober 1918, März 1919, Juli 1919, Oktober 1919 bzw. Oktober 1920 bei den Abteilungen Hauptbüro, Ministerialbüro, Hauptkanzlei, Hauptregistratur, Zentral-Abteilung und Abteilung K erwachsen sind, nur sehr unvollkommen möglich und für die Benutzung des Repertoriums wenig gewinnbringend gewesen. Dieses Schriftgut konnte daher nur in zwei, durch die Behördengeschichte gerechtfertigte Gruppen geschieden werden, die, soweit nötig, durch Verweise miteinander verzahnt sind: in Akten, die bis Oktober 1919 kurrent waren, und in Akten, die nach diesem Datum weitergeführt oder neu angelegt wurden; soweit möglich, wurde der ersten Gruppe die Aktenordnung des Ministerialbüros zugrundegelegt, während das Gliederungsschema der zweiten Gruppe ganz neu zu erarbeiten war. Eigene Gruppen bilden die Akten der Bürokasse und der Ministerialabteilung, die der Zentral-Abteilung bloß angegliedert waren oder als selbständige Abteilungen sich von ihr abgetrennt haben; diese Akten standen mit der Registratur der Zentral-Abteilung nicht oder nur lose in Verbindung. Keiner dieser Aktengruppen ließen sich die Handakten von Offizieren und Beamten der Zentral-Abteilung einordnen; sie wurden deshalb zu einer eigenen Aktengruppe zusammengefasst. Bis Ende 1918 sind alle Akten des Bestandes in der Regel in der Registratur der Zentral-Abteilung erwachsen. Provenienzangaben waren bei den Titelaufnahmen daher nur bei solchen Akten nötig, die von dieser Regel abweichen und die nach Oktober/November 1918 erwachsen sind; soweit nichts anderes angegeben ist, kommen dabei bis zur Bildung der Reichswehrbefehlsstelle Württemberg im August 1919 als Provenienzen nur Abteilungen des Kriegsministeriums in Betracht. Der Bestand wurde - nach Vorarbeiten des Vertragsangestellten Westenfelder - im Sommer 1971 verzeichnet von Oberstaatsarchivrat Dr. Fischer; erst seit Frühjahr 1975 war es ihm jedoch möglich, die Titelaufnahmen zu überarbeiten und das Repertorium fertigzustellen. Der Bestand umfasst 27 Bände (1 lfd. m) und 602 Büschel (13 lfd. m). Stuttgart, im September 1975 Fischer 3. Anhang I: Kriegsminister bzw. Leiter des Kriegsministeriums und seines Abwicklungsamtes nach 1870: 23.3.1870 - 13.9-1874 Albert v. Suckow, General der Infanterie, Kriegsminister (23-3.1870 Chef des Kriegsdepartements; 19.7.1870 Kriegsminister) 13.9.1874 - 22.7.1883 Theodor v. Wundt, Generalleutnant , Kriegsminister (13.9.1874 mit Führung des Kriegsministeriums beauftragt; 5.3.1875 Departements-Chef; 14.6.1879 Kriegsminister) 28.7.1883 - 10.5.1892 Gustav v. Steinheil, General der Infanterie"Kriegsminister (28.7-1883 Departements-Chef; 28.2.1885 Kriegsminister) 10.5.1892 - 13.4.1901 Max Freiherr Schott v. Schottenstein, General der Infanterie, Kriegsminister 13.4.1901 - 10.6.1906 Albert v. Schnürlen, General der Infanterie, Kriegsminister 10.3.1906 - 8.11.1918 Otto v. Marchtaler, Generaloberst, Kriegsminister 9.11.1918 - 15.11.1918 Schreiner, Offizierstellvertreter, Leiter des Kriegswesens 16.11.1918 - 14.1.1919 Ulrich Fischer, Vizefeldwebel, Leiter des Kriegswesens 15.1.1919 - 28.6.1919 Immanuel Herrmann, Leutnant der Landwehr II und Professor an der Technischen Hochschule Stuttgart, Kriegsminister 30.6.1919 - 28.8.1919 Erich Wöllwarth, Oberstleutnant, mit Führung der Geschäfte des Kriegsministeriums beauftragt 28.8.1919 - 30.9.1919 Erich Wöllwarth, Oberstleutnant, Chef der Reichswehrbefehlsstelle 1.10.1919 - 31.3.1921 Erich Scupin, Major, Chef des Abwicklungsamtes des früheren württembergischen Kriegsministeriums bzw.(seit 1.10.1920) der Abteilung K des Heeresabwicklungsamtes Württemberg 4. Anhang; II: Chefs der Zentral-Abteilung: 28.3.1870 - 30.12.1872 Gustav v. Steinheil, Major 30.12.1872 - 25.9-1874 Reinhard v. Fischer, Hauptmann 23c 9.1874 - 26.9.1879 Karl Freiherr v. Reitzenstein, Oberleutnant bzw. Rittmeister 30.9.1879 - 9.10.1899 Paul v. Bilfinger, Hauptmann bzw. Major 9.10.1889 - 19.3.1896 Albert v. Funk, Major bzw. Oberstleutnant 19.3.1896 - 24.2.1899 Gustav v. Steinhardt, Hauptmann 24.2.1899 - 18.7.1902 Heinrich v. Maur, Hauptmann 18.7.1902 - 18.8.1903 Ernst v. Schroeder, Hauptmann 18.8.1903 - 19.11.1909 Hermann v. Haldenwang, Hauptmann bzw. Major 19.11.1909 - 21.4.1911 Max Holland, Hauptmann bzw. Major 21c 4.1911 - 25.2.1914 Richard v. Haldenwang, Major 22.4.1914 - 28.3.1915 Wilhelm Freiherr v. Neurath, Hauptmann bzw. Major 28.3.1913 - 10.6.1918 August Graf v. Reischach, Major 11.6.1918 - 27.3.1919 Erwin Tritschler, Major 5. Besondere Vorbemerkung für Klassifikationspunkt D: Die Zentralabteilung des Kriegsministeriums führte neben ihrer Hauptregistratur noch eine Reihe von Sonderregistraturen und Sammlungen. Hierzu zählten die Allerhöchsten königlichen Ordres und die Sonderakten des Kriegsministers und seines Adjutanten, also die heutigen Bestände M 1/1 und M 1/2, sodann die Ranglisten und die Personalbögen der Offiziere, seit 1906 eine Sammlung von Nekrologen, die 1874 angelegten Stammlisten der Truppenteile, die allgemeine Druckvorschriftensammlung, die seit 1902 geführte Zeitungsausschnittsammlung und die 1907 angelegte Denkschriftensammlung. Die Reichsarchivzweigstelle bzw. das Heeresarchiv vereinigte die Personalunterlagen mit anderem, vergleichbarem Material zu den heutigen Beständen M 430 - M 433 und führte die Nekrologe, heute Bestand M 744, und die Druckvorschriften, heute Bestand M 635/1, als archivische Sammlungen weiter. Nur die in sich geschlossenen bzw. wieder hergestellten Reihen der Stammlisten, Denkschriften und Zeitungsausschnitte ließen sich provenienzgerecht beim Bestand der Zentralabteilung eingliedern (1). Mit Erlass des Kriegsministeriums vom 24. April 1874 / Militärverordnungsblatt 24/1874 wurde die Führung von Stammlisten verbindlich eingeführt. Diese sollten jeweils "die ganze Periode des Truppenteils vom Stiftungsjahr an umfassen" und jährlich zum 1. November bezüglich "Garnison und Wechsel derselben, Ergänzung, Uniform und Bewaffnung, sowie deren Veränderungen, Stamm und Formationsveränderungen, Feldzüge und Schlachten, Auszeichnungen, Chefs, Kommandeure" ergänzt werden. Die Zentralabteilung des Ministeriums sammelte darauf eigene Aufschriebe, eingehende Meldungen, Drucksachen u. a. in für jeden Truppenteil getrennt angelegten Mappen, die, sorgfältig geführt, sich bald zu einem vorzüglichen Auskunftsmittel über die genannten Bereiche entwickelten, bis die Angaben 1912 abbrechen. Zu unbestimmter Zeit wurden die Stammlisten gebunden und dem späteren Bestand M 1/11 Kriegsarchiv zugewiesen, bei dessen Neuordnung 1985 sie wieder herausgelöst und hier eingefügt wurden. Auf Anordnung des Kriegsministeriums vom 9. März 1907 hatte die Abteilungen des Ministeriums solche militärischen Angelegenheiten, die eventuell im Bundesrat, im Reichstag oder im Landtag zur Sprache kommen konnten, aufzugreifen und entsprechende Ausarbeitungen zusammen mit einschlägigen Drucksachen, Zeitschriftenaufsätzen u. a. vorzulegen. Nach Abschluss der einzelnen Fälle verwahrte die Zentralabteilung diese sogenannten Denkschriften, um sie vierteljährlich der zuständigen Abteilungen zur Ergänzung auf den neuesten Stand wieder zuzusenden. Die Mappen waren nach dem Alphabet der Stichworte geordnet und dazuhin durchgezählt; 1911 wurden die Stichworte und die anschließende Nummerierung erneuert und in einem gedruckten Verzeichnis (siehe Anlage) zusammengestellt. Teilweise fanden in den Büscheln auch Vorgänge auf früheren Jahren Aufnahme, bis die Sammlung nach Kriegsausbruch 1914 nur noch in Einzelfällen fortgeführt und schließlich Anfang 1919 an die Abteilung Kriegsarchiv des Ministeriums abgegeben wurde. Nach 1911, vermutlich erst im Heeresarchiv, kam es mindestens zweimal zu Neuformierungen. Aber keine dieser Maßnahmen hat je den gesamten Bestand erfasst, wie er andererseits sich auch nicht vollständig erhalten hat bzw. ganz wiederherstellen lässt. Nachdem im Heeresarchiv eine Anzahl von Büscheln miteinander vermischt, andere hingegen getrennt und neu zusammengestellt worden sind, fehlen nunmehr von der Ordnung des Jahres 1911 die Nummern 15 (oder 16), 19, 26, 49, 51, 56, 79, 80, 93 und 113. 1939/50 vereinigte Regierungsinspektor Alfons Beiermeister das vorliegende Material mit weiteren allgemeinen gedruckten Denkschriften u. a., die bei Aktenausscheidungen angefallen waren, zum späteren Bestand M 730 "Denkschriften". Als dieser 1985 aufgelöst wurde, konnten die Denkschriften der Zentralabteilung wieder provenienzgerecht eingegliedert werden. Seit 1902 sammelte die Zentralabteilung für die Militärverwaltung wichtige Nachrichten aus mehreren, nach Haltung und Ausrichtung unterschiedlichen Tageszeitungen wie Berliner Tagblatt, Frankfurter Zeitung, Der Beobachter, Deutsches Volksblatt, Schwäbischer Merkur, Schwäbische Tagwacht, Stuttgarter Neues Tagblatt, Württemberger Zeitung u. a. Die Ausschnitte wurden ungefähr in chronologischer Folge in nachträglich gebundene Hefte eingeklebt und diesen meist noch eine detaillierte Inhaltsübersicht beigefügt. Nachdem die Sammeltätigkeit 1913 mit einem Sonderband zum Regierungsjubiläum Kaiser Wilhelms II. abgebrochen war, wurde sie bei Kriegsbeginn 1914 in wesentlich erweitertem Rahmen wieder aufgenommen: Neben Ausschnitten von im Staatsanzeiger veröffentlichten Behördenverfügungen standen nun zu Sachthemen wie "Kriegsschauplatz", "Parlament", "Kriegskrankenpflege" angelegte Serien. Zu Jahresbeginn 1916 wurde aber diese Sammlung an die Abteilung Kriegsarchiv des Ministeriums abgegeben und dann dort fortgeführt. Doch verblieb die hauptsächlich aus Parteizeitungen zusammengestellte Gruppe "Stellungnahmen der politischen Parteien zum Kriege", die ursprünglich ebenfalls ausgefolgt werden sollte, zunächst noch bei der Zentralabteilung, die überdies gegen Jahresende 1916 noch eine neue Gruppe "Auslassungen der Presse über die Zivildienstpflicht" eröffnete. Im Juli 1918 sollte die verbliebene sachthematische Sammlung - also ohne die erwähnten Ausschnitte von Behördenverfügungen - an die neugeschaffene "Dienststelle H", die spätere "Ministerialabteilung", abgekürzt M, des Ministeriums übergehen. Inwieweit dies erfolgt ist, muss offen bleiben, da die Sammlung in der bisherigen Form in keiner der beiden Abteilungen weiterbetrieben wurde. Im Heeresarchiv vereinigte Archivangestellter Oberst a. D. Kurt Hiller alle beim Kriegsministerium erwachsenen diesbezüglichen Unterlagen mit weiteren bis ins Jahr 1938 reichenden Zeitungen, Ausschnitten, Denkschriften u. a. zur "Zeitungsausschnittsammlung des Württembergischen Kriegsministeriums", dem späteren Bestand M 731, und legte darüber Bandrepertorium an, das allerdings um 1940 unvollendet blieb. Bei der Aufteilung dieses Bestandes 1985 wurden die Zeitungsausschnitte, die bei der Zentralabteilung ausgewählt und nicht, wie erwähnt, 1916 an das Kriegsarchiv abgegeben wurden, erneut beim Bestand der Zentralabteilung eingereiht. Bereits 1974 verzeichnete Werkvertragsangestellter Westerfelder die Stammlisten, im Frühjahr 1985 Archivangestellter Werner Urban die Denkschriften; dazuhin fertigte dieser das zugehörige Orts-, Personen- und Sachverzeichnis. Für die Zeitungsausschnitte wurden weitgehend die Titelaufnahmen des Findbuchs von 1940 übernommen, für das wiederum von Werner Urban zusammengestellte Orts-, Personen- und Sachverzeichnis außerdem das 1950 zum Bestand M 731 von Beiermeister angelegte Register mitbenutzt. Die Auswahl der in de Titelaufnahmen wie in Beiermeisters Register enthaltenen Stichworte ist begrenzt und könnte anhand der genannten Inhaltsübersichten zu den einzelnen Bänden ergänzt werden, solche, an sich wünschenswerte umfangreiche Erweiterung ist jedoch einstweilen zurückgestellt worden. Die Stammlisten, Denkschriften und Zeitungsausschnitte de Zentralabteilung des Kriegsministeriums umfassen nunmehr die Bände und Büschel 603 - 821 in 3,3 Regalmetern. Stuttgart, im Oktober 1985 (Cordes) (1) Insoweit sind die Angaben in Band 1 des Repertoriums, S. XVIII, nunmehr zu berichtigen.
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, M 1/5 · Bestand · 1822-1921
Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
  1. Zur Geschichte der Abteilung für persönliche Angelegenheiten: Der Beitritt Württembergs zum Deutschen Reich 1871 brachte erhebliche organisatorische Veränderungen im württembergischen. Kriegsministerium mit sich. Es wurde zunächst in drei Abteilungen gegliedert: Centralbureau (C), Militärabteilung (MA) und Oeconomieabteilung (Oe). Im provisorischen Organisationsentwurf vom 16. August 1871 wurde die Bearbeitung der Personalangelegenheiten der Offiziere, der Ordensverleihungen, der Ehrengerichtssachen für Offiziere und der Personalnachrichten im Militärverordnungsblatt dem Centralbureau übertragen. Bereits im November 1871 wurde ein Teil dieser Aufgaben an die Militärabteilung abgegeben. Nach § 4 der Registraturordnung des Kriegsministeriums sollte die Registratur des Ministeriums zwar als eine einheitliche aufgefasst werden, "doch ist dieselbe zu formieren, dass jede Abteilung ihre eigenen Akten hat und derselben für die Journalführung, für das Herbeischaffen der Vorgänge, Completierung der Akten usw. ein Registraturbeamter zur Disposition steht". Diese Anordnung hatte zur Folge, dass bei Kompetenzveränderungen die entsprechenden Akten von Abteilung zu Abteilung wanderten. Im Januar 1896 begann das Centralbureau mit der Führung eines eigenen Diariums für die Personalangelegenheiten und Ordensverleihungen. Am 24. April 1896 überwies der Kriegsminister die Bearbeitung sämtlicher Personalangelegenheiten der Offiziere und der Ordensverleihungen an die Militärabteilung, die mit diesen Aufgaben auch das Journal und die Vorakten des Centralbureaus übernahm. Für diesen Tätigkeitsbereich wurde in der Militärabteilung die Sektion III eingerichtet. Bei der Neuorganisation des Kriegsministeriums erhielt die Militärabteilung mit Wirkung vom 1. August 1906 an die Bezeichnung "Abteilung für allgemeine Armee- und persönliche Angelegenheiten" (A). Die Gliederung in drei Sektionen blieb unverändert, ebenso die Journalführung (ein gemeinsames Diarium für Sektion 1 und 2, ein zweites für die Sektion 3). Nach dem im Januar 1907 gedruckten Organisationsschema hatte die Sektion 3 folgende Angelegenheiten zu bearbeiten: Personalien der Offiziere und Sanitätsoffiziere Offiziere des Landjägerkorps Kommandierungen von Offizieren Heiraten Erkrankungen Qualifikations- und Personalberichte Anstellung verabschiedeter Offiziere im Zivildienst Ergänzung des Offizier- und Sanitätsoffizierkorps Kadettenkorps Fahnenjunker und Fähnriche Kriegsschulen und Kriegsakademien Ausgleich des militärärztlichen Personals für den Mobilmachungsfall zwischen Württemberg und Preußen Allerhöchste Handschreiben Ehrengerichtliche Angelegenheiten der Offiziere und Sanitätsoffiziere Verleihung von königlich württembergischen Orden und Medaillen Verleihung nichtwürttembergischer Orden usw. an württembergische Militärpersonen Rückgabe und Ersatz von Orden und Ehrenzeichen Kaiser Wilhelm-Erinnerungsmedaille Rettungsmedaille Gehaltseinweisungen der Offiziere (Etatskapitel 19-24, 41) Generalmajor Wocher’sche Stiftung Militärverordnungsblatt (Personal-Nachrichten). Der Beginn des Ersten Weltkriegs änderte an diesem Umfang der Geschäfte nichts, allerdings nahm die Arbeit enorm zu. Die Sektion A 3 bestand am 2.8.1914 aus zwei Offizieren und drei Zivilbediensteten. Im Verlauf des Krieges musste der Personalstand erheblich ausgeweitet werden. Im Oktober 1918 beschäftigte die Abteilung 39 Mitarbeiter. Im Spätherbst 1914 wurde die Sektion in vier Gruppen mit der Bezeichnung 3 a-d aufgeteilt, die im wesentlichen unverändert die bisherigen Aufgaben wahrnahmen. Neu war z.B. die Vorbereitung von Gedenkblättern für gefallene Offiziere (bis November 1917) und die Redaktion der Veröffentlichung von Verleihungen Eiserner Kreuze. Einen detaillierten Aufschluss über die Arbeit liefern die vierteljährlichen Denkschriften der Sektion bzw. Abteilung für den Kriegsminister (Bü 274). Durch Verfügung des Kriegsministers vom 30. Juni 1917 wurde die Sektion A 3 aus der Abteilung A herausgelöst und als selbständige "Abteilung für persönliche Angelegenheiten" (P) institutionalisiert. Die Führung der Geschäfte übernahm der bisherige Sektionschef Major Schumacher. Im übrigen blieben die Einteilung und der Dienstbetrieb in der nunmehrigen Abteilung völlig dieselben wie in der früheren Sektion. Die alten Gruppen A 3 a-d erhielten die Bezeichnung P 1-4. Auch der Aktenbestand der Abteilung wurde nicht verändert. So ist es zu erklären, dass in diesem Bestand Schriftstücke und Aktenbände mit den Signaturen C, Z, MA, A (AP) und P enthalten sind. Sie spiegeln die wandernde Kompetenz wider. Analog zur Übernahme von Akten anderer Abteilungen wurden bei Abgabe einer Kompetenz auch die entsprechenden Akten weitergegeben. So wurde z.B. 1917 die Bearbeitung vorläufiger Entlassungen, Zurückstellungen usw. der Abteilung für Waffen und Feldgerät übertragen. Die einschlägigen Akten der Gruppe A 3b bzw. P 2 wurden daraufhin an die Abteilung WK ausgefolgt. Im Jahre 1917 hatte die Gruppe A 3a mit der Führung eines separaten Diariums begonnen. Es wurde von der in P 1 umbenannten Gruppe unverändert fortgeführt. Diese Gruppe bearbeitete ausschließlich Verleihung, Beschaffung, Rückgabe und Ersatz von Orden und Ehrenzeichen. Die Diarien der Abteilung P umfassen also die noch vom Centralbureau begonnene Hauptserie ab 1896 und die Sonderserie für Ordensangelegenheiten ab 1917, sowie ein Demobilmachungstagebuch ab 1914. Nach Kriegsende trat im Mai 1919 eine neue Geschäftseinteilung im Kriegsministerium im Kraft. Die Abteilung P hieß seitdem Abteilung Generalkommando (GK) - Personalamt. Mit der Annahme der Weimarer Verfassung ging die gesamte Heeresverwaltung auf das Reich über. Am 28. August 1919 wurde deshalb das Kriegsministerium in Reichswehr-Befehlstelle Württemberg umbenannt. Diese Behörde stellte ihre Tätigkeit am 30. September 1919 ein. An ihre Stelle trat am 1. Oktober 1919 das Heeresabwicklungsamt Württemberg. Die noch zu erledigenden Arbeiten aus dem Bereich der alten Abteilung P wurden in der Personalabteilung des Abwicklungsamtes bis zum 31. März 1921 fortgeführt. Offiziell waren zu diesem Zeitpunkt alle unerledigten Angelegenheiten abgewickelt. 2. Zur Geschichte des Bestandes und seiner Ordnung: Die eigenen Akten des Abwicklungsamtes gelangten mit den übernommenen Akten des Ministeriums in die Reichsarchivzweigstelle Stuttgart. Dort wurde ein eigener Bestand "Heeresabwicklungsamt" gebildet, im wesentlichen für die Akten, die ausschließlich bei dieser Behörde erwachsen waren. Die Ministerialakten wurden aussortiert und nach Abteilungen - möglichst in der Folge der alten Aktenzeichen - gegliedert. In wenigen Fällen waren Schriftstücke des Abwicklungsamts in Ministerialaktenbände eingeheftet. Sie wurden dort belassen. Die Reichsarchivzweigstelle übernahm zum Teil die Listen, etwa über Ordensverleihungen, die im Kriegsministerium geführt worden waren, als Handakten oder zur Ergänzung. Diese Tätigkeit erlosch schon vor dem Zweiten Weltkrieg. Allerdings wurden diese Listen zunächst nicht dem Bestand der alten Ministerialabteilung P angegliedert. Bei Beginn der Ordnungsarbeiten im Herbst 1970 fanden sich summarisch verzeichnete und völlig unerschlossene Akten und Bände der Personalabteilung an verschiedenen Lagerorten im Gebäude Gutenbergstraße. Ein summarisches Verzeichnis nannte Friedensstammlisten, die aber bereits 1940 kassiert worden waren. Das gleiche Schicksal erfuhr im Jahre 1949 die Masse der sog. Kriegsakten der Abteilung A 3 bzw. P 2-4 seit 1915, sowie Unterlagen über Stellenbesetzungen und Zurückstellungsgesuche. Von ursprünglich 96 Bunden (rund 25 lfd. m) dieses Bestandes waren noch 22 (rund 5.5 lfd. m) vorhanden. Dazu kamen 30 listenmäßig erfaßte Bunde mit Akten über Ordensverleihungen, einige Leitzordner und weitere lose vermischte Akten der Personalabteilung, zum Teil aus den Handregistraturen früherer Heeresarchivsachbearbeiter. Bei der Ordnung dieser einigermaßen verwirrenden Sammlung wurde versucht, alte Registraturzusammenhänge so gut wie möglich beizubehalten. Es gab im wesentlichen vier Registraturschichten: 1. Akten, die vor dem Ersten Weltkrieg angelegt wurden. Sie tragen nach Kapitel, Titel, Sektion, Nummer und evtl. Bandzahl gegliederte Aktenzeichen (1.3.1.1. Vol. I). Auch ursprünglich im Centralbureau angelegte Akten tragen solche Signaturen. Die auf den vorgedruckten Aktendeckeln zwischen den Angaben Sektion und Nummer vorgesehene Position Lit(tera) wurde nicht belegt. 2. Akten, die im Ersten Weltkrieg vor 1917 angelegt wurden. Sie tragen in der Regel mnemotechnische Aktenzeichen (RKM = Rote-Kreuz-Medaille, KrA = Kriegsakten). 3. Akten, die nach 1917 bei P neu angelegt wurden. Sie haben keine Aktenzeichen. 4. Akten, vor allem Listen, ohne jedes Aktenzeichen. Da sich diese Schichten zeitlich überschneiden, wurde eine sachliche Gliederung vorgezogen. Die Ordensangelegenheiten wurden vorangestellt. Aussortiert wurden einige wenige Aktenbände, die bei P keinen Zugang erhalten hatten und wohl irrtümlich bei der flüchtigen Aufteilung der Kriegsministerialakten in das Schriftgut der Personalabteilung eingereiht worden waren. Kassiert wurden nur vereinzelte unbedeutende lose Schriftstücke und leere Formulare. Einige Aktenbände, die eigentlich in diesen Bestand gehören, wurden irrtümlich bei der Verzeichnung des Bestandes der Verwaltungsabteilung (B) dort nicht herausgelöst. Auf diesen Bestand wird deshalb hingewiesen. Ordensakten finden sich auch provenienzgerecht in den Unterlagen anderer Ministerialabteilungen. Im Anschluss an die eigentlichen Titelaufnahmen werden jeweils alte Signaturen (AS) - soweit vorhanden - angegeben. Danach folgt eine Aufstellung der Stellen, bei denen die einzelnen Faszikel geführt worden sind: C bzw. Z, MA, MA(P), AP, P, HAA (Heeresabwicklungsamt), Reichsarchivzweigstelle. Die Verzeichnung wurde von Archivinspektoranwärter Buchsteiner im Herbst 1970 durchgeführt. Er arbeitete auch einen ersten Ordnungsversuch aus. Die Überarbeitung der Titelaufnahmen und die endgültige Ordnung wurde im Frühjahr 1971 von Staatsarchivrat Dr. G. Taddey durchgeführt. Der Bestand wurde vom Archivangestellten Westenfelder verpackt. Er umfasst 355 Faszikel in 12.60 lfd. m, sowie 75 Diarienbände in 3.75 lfd. m. Stuttgart im März 1971 (Taddey)
BArch, RH 61 · Bestand · 1926-1945
Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

Bestandsbeschreibung: Nach drohendem Verbot des Großen Generalstabes durch den Versailler Vertrag 1919 waren verschiedene Militärs (u. a. Hans v. Seeckt, Wilhelm Groener, Hermann Ritter Mertz v. Quirnheim und Hans v. Haeften) bestrebt, die frühere kriegsgeschichtliche Abteilung des Großen Generalstabes als zivile Institution für die künftige Militärgeschichtsschreibung und Auswertung der Weltkriegserfahrungen weiterführen zu können. Nach Zustimmung des Reichskabinetts wurde deshalb, bedingt durch die schließlich erfolgte Auflösung des Großen Generalstabes, der kriegsgeschichtliche Bereich von dem am 1. Oktober 1919 neu gegründeten Reichsarchiv übernommen. Erster Präsident des Reichsarchivs war bis zum 31. Oktober 1931 Generalmajor Hermann Ritter Mertz v. Quirnheim, Leiter der kriegsgeschichtlichen Abteilung wurde Oberst Hans v. Haeften. Das Reichsarchiv diente, neben seiner Funktion als archivalische Zentralstelle für die Geschichte des Deutschen Reiches seit 1867, auch als Forschungsstelle zur Erarbeitung eines großen Weltkriegswerkes sowie zur Auswertung der Kriegserfahrungen des Weltkrieges von 1914 bis 1918 für die Reichswehr und eine künftige Wiederaufrüstung. 1924 erfolgte die Umbenennung der Kriegsgeschichtlichen in Historische Abteilung. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, das amtliche militärische Weltkriegswerk, nebst den Ergänzungsbänden über Kriegsrüstung und Kriegswirtschaft sowie das Feldeisenbahnwesen, auszuarbeiten und herauszugeben. Außerdem war sie verantwortlich für die Herausgabe der Reihe "Schlachten des Weltkrieges"; ferner unterstützte sie die "Erinnerungsblätter deutscher Regimenter" und die "Forschungen und Darstellungen aus dem Reichsarchiv". Am 1. November 1931 wurde Generalmajor a.D. von Haeften Präsident des Reichsarchivs, seine Nachfolge als Direktor der Historischen Abteilung trat Oberstleutnant a.D. Wolfgang Foerster an. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung und dem Übergang zur offenen Wiederaufrüstung erfolgte eine Neuordnung des Reichsarchivs nach militärischen Gesichtspunkten. Die amtliche Militär- und Kriegsgeschichtsschreibung und das militärische Archivwesen wurden Aufgabe der Wehrmacht. Ab 1. April 1934 unterstand die Historische Abteilung dem Reichswehrministerium, ein Jahr später wurde sie völlig aus dem Reichsarchiv herausgelöst und in "Forschungsanstalt für Kriegs- und Heeresgeschichte" umbenannt. Zum 1. April 1937 erhielt sie die Bezeichnung "Kriegsgeschichtliche Forschungsanstalt des Heeres", an die auch die Bibliothek und die Druckerei des Reichsarchivs übergingen. Das militärische Archivgut des Reichsarchivs übernahm das am 1. April 1936 neu gegründete Heeresarchiv in Potsdam. Der bisherige Direktor der Forschungsanstalt wurde zum Präsidenten der Dienststelle angehoben. Foerster bekleidete diese Stelle bis zum Kriegsende. Als nachgeordnete Dienststelle des Chefs des Generalstabes des Heeres unterstand die KGFA nunmehr dem Oberbefehlshaber des Heeres. Im Herbst 1938 kam es im Generalstab zur Wiedereinrichtung der Dienststelle Oberquartiermeister V unter Generalleutnant Dr. Waldemar Erfurth, der für alle kriegsgeschichtlichen und archivischen Einrichtungen des Heeres (7. Kriegswissenschaftliche Abteilung im Generalstab, Chef der Heeresarchive, Kriegsgeschichtliche Forschungsanstalt) verantwortlich war. Der KGFA oblag ausschließlich die militärhistorische Forschung mit der Fortführung und dem Abschluss des Weltkriegswerkes sowie der Ergänzungsbände. Daneben sollte auch mit der Erforschung und Darstellung der Nachkriegskämpfe deutscher Truppen und Freikorps sowie der Kämpfe in den Kolonien begonnen werden. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verzögerte sich jedoch der von Foerster für Jahresende 1942 geplante Abschluss der Arbeiten am Weltkriegswerk erheblich. Ende September 1942 wurde die KGFA dem am 17. Mai 1942 neu ernannten "Beauftragten des Führers für die militärische Geschichtsschreibung" und Chef der Kriegsgeschichtlichen Abteilung im Oberkommando der Wehrmacht, Oberst (Später Generalmajor) Walter Scherff, unterstellt. Beim britischen Luftangriff auf Potsdam am 14. April 1945 wurden umfangreiche Unterlagen und Archivalien durch Brand vernichtet, ein großer Teil war schon zuvor bei einem Luftangriff am 14. Februar 1945 vernichtet worden. De facto endete damit auch die Arbeit der Kriegsgeschichtlichen Forschungsanstalt des Heeres. Gliederung der KGFA (Quelle: RH 61/72): 1. Präsident: Leiter der Zentralstelle (Z), gleichzeitig Sachbearbeiter für Personal (ZP), Etat (ZH) und Mobilmachungsangelegenheiten (g. Kdos.); Dienststellenleiter für Verwaltung (ZV), für Zentralbüro (ZB) mit Registratur, Postabsendestelle, Kanzlei und Druckerei 2. Abteilung A: Direktor Gruppe I : Weltkriegswerk Gruppe II: Kriegsrüstung und Kriegswirtschaft 3. Abteilung B: Direktor Gruppe III: Kolonialkrieg Gruppe IV: Feldeisenbahnwesen Gruppe VII: Forschungen zum Jahre 1918 Gruppe VIII: Franktireurkrieg Gruppe IX: Geschichte der schweren Artillerie 4. Selbständige Gruppen Gruppe V: Nachkriegskämpfe Gruppe VI: Kartenwesen Gruppe X: Kriegs- und Heeresgeschichte bis zum Beginn des Weltkrieges Gruppe XI: Forschungsgemeinschaft für Nachkriegsgeschichte Gruppe XII: Einzelschriften Bücherei Weitere allgemeine Aufgaben: Kriegsschuldfragen, Verwaltungsgeschichte Belgiens, Wehrwissenschaftliche Gesellschaft, Reichsinstitut für Geschichte des neuen Deutschlands Vorgänger der Kriegsgeschichtlichen Forschungsanstalt (KGFA) war die kriegsgeschichtliche Abteilung des Großen Generalstabes der preußischen Armee, die bei Kriegsbeginn 1914 aufgelöst, im Reichsarchiv 1919 neu gebildet wurde. Inhaltliche Charakterisierung: Das militärische Archivgut des Deutschen Reiches erlitt im Zweiten Weltkrieg außerordentlich große Verluste, vor allem durch die Vernichtung der im Heersarchiv verbliebenen Akten durch den alliierten Luftangriff auf Potsdam vom 14. April 1945. Dies betraf auch die Unterlagen der Kriegsgeschichtlichen Forschungsanstalt. Mitarbeiter des zivilen Reichsarchivs und des Heeresarchivs in Potsdam, die im Auftrag der sowjetischen Besatzungsmacht bis Februar 1946 tätig waren, konnten allerdings aus dem beschädigten Gebäude große Teile der Akten der Kriegsgeschichtlichen Forschungsanstalt bergen. Sie kamen in das im Juli 1946 neu gegründete Zentralarchiv der sowjetischen Besatzungszone (später Zentrales Staatsarchiv der DDR) und wurden dort unter dem Bestand "Reichsarchiv" zusammengefasst. Der Bestand wurde vom Zentralen Staatsarchiv der DDR in Potsdam neu geordnet und handschriftlich auf Karteikarten verzeichnet. Größtenteils wurden dabei die überlieferten Aktentitel übernommen, vielfach aber zusätzlich durch "Enthält"-Vermerke ergänzt. Nach seiner Bearbeitung wurde das Schriftgut der Forschungsanstalt vom übrigen Schriftgut des Reichs- und Heeresarchivs abgetrennt und Mitte der achtziger Jahre dem Militärarchiv der Nationalen Volksarmee (NVA) in Potsdam übergeben. Dort waren die Akten unter der Bestandsbezeichnung W 10 gelagert. Nach dem staatlichen Ende der DDR gelangten die Unterlagen 1994 in das Bundesarchiv-Militärarchiv nach Freiburg und wurden dem schon vorhandenen Bestand in Freiburg hinzugefügt. Das im Bestand RH 61 enthaltene Schriftgut der KGFA entstand vor allem im Zusammenhang mit der Arbeit am Weltkriegswerk. Es umfasst Geschäftsakten, Schriftwechselakten, Forschungsarbeiten, Studien, Erfahrungsberichte, Manuskriptentwürfe, Reinschriften, Fahnenabzüge, Abschriften von Akten militärischer und politischer Behörden und Dienststellen, von Kriegstagebüchern und persönlichen Aufzeichnungen von Offizieren sowie Notizen der Bearbeiter und Zeitungsausschnitte. Darüber hinaus befinden sich herausgelöste Teile von Originalaktenstücke, in einigen wenigen Fällen sogar ganze Akten, aus dem Reichs- bzw. Heeresarchiv bei der Überlieferung. Die Unterlagen bieten eine bedeutende Ersatzüberlieferung für die erheblichen kriegsbedingten Überlieferungslücken unter den preußisch-deutschen Heeresakten vor 1919. Das vorliegende provisorische Findverzeichnis (Abschrift der Karteikarten) zum Bestand KGFA besteht aus den beiden Teilen der Überlieferung in Freiburg (RH 61) und ehemals in Potsdam (früher W 10). Eine Zusammenführung der beiden getrennten Bestände ist beabsichtigt. Erschließungszustand: Online-Findbuch Umfang, Erläuterung: 2500 Zitierweise: BArch, RH 61/...

BArch, R 901/80381 · Akt(e) · 1915 - März 1916
Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

Enthält u.a.: Besichtigung englischer Gefangenenlager durch amerikanische Diplomaten von der Botschaft der USA in London, 1915 - 1916 Interne Wochenberichte des Deutschen Roten Kreuzes in Hamburg über die Lage kriegsgefangener Deutscher in Lagern Englands und seines Überseebezirkes, 1915 - 1916

Kriegsgefangene: Bd. 3
BArch, RM 20/423 · Akt(e) · 26. Sept. - 15 Okt. 1919
Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

enthält u.a.: Stab der Gruppe "Rhein" zur Rückführung deutscher Kriegsgefangener; Rückführungsfragen aus Argentinien; Aufrufe und Mitteilungen der Seeoffiziersvereinigungen; Liste der in Malta zurückbehaltenen Besatzung des Kleinen Kreuzers "Emden"; Geldabfindungen nach Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft; Liste der Kriegsschiffe, von denen sich Besatzungsangehörige in Gefangenschaft oder Internierung befinden; Verhütung und Verfolgung von Betrugsversuchen bei Durchgangslagern, Bezirkskommandos u. A.; Verzeichnis der auf Dampfer "Wilhelm" heimgekehrten Samoa-Deutschen; Gebührnisse der kriegsgefangenen Marineangehörigen nach Wiedereintrffen in der Heimat

Kriegsberichte deutscher Soldaten
BArch, R 8056/3 · Akt(e) · 1914-1915
Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

Enthält u.a.: Briefe aus dem Felde 1914/1915 (Heft 1), hrsg. von der Zentralstelle zur Sammlung von Feldpostbriefen Wandervogel. Monatsschrift für deutsches Jugendwandern (2. Kriegsheft) Nov. - Dez. 1914 Kriegsberichte der Studentischen Reformverbindung Adelphia, 1914, 1915 Der Deutsche Kulturpionier. Nachrichten aus der Deutschen Kolonialschule (14. Jg.) 1914