Ordnung und Klassifikation: Zu dem Bestand MfN existiert im Universitätsarchiv eine nach Zugangsnummern sortierte Findkartei unter dem Bestandsnamen "Zoologisches Museum". Der vorhandene Bestand wurde im Verlauf der Jahre vermutlich mehrfach umsortiert. Ende 2017/Anfang 2018 wurde der kartonierte MfN-Bestand in Autopsie in unser Datenbanksystem Augias eingegeben, klassifiziert und ein Findbuch erstellt. Der FB-Index orientiert sich an den Seitenzahlen. Vorwort: Grundstock für das anfangs als Zoologisches Museum bezeichnete Museum bildeten die zoologischen Objekte, die der Universität von der Königlichen Kunstkammer überwiesen worden waren. Die Sammlungen wurden im zweiten Stockwerk des östlichen Flügels des Universitätsgebäudes untergebracht. Das Museum sollte "die Zentrale für die zoologischen Sammlungen des Staates bilden und eine Unterrichtsanstalt für das ganze Volk sein". Schon bald nach der Gründung wurden allerdings durch die Regierung alle anatomischen Präparate wieder abgezogen und an Herrn Prof. Rudolphi (1771-1832) zur Begründung einer eigenen Sammlung überwiesen. Das Museum, ohne regulären Etat ausgestattet, wurde durch Schenkungen und Spenden finanziert. 1819 erfolgte die Einrichtung einer Registratur. "Im Jahre 1836 wurde das Museum in eine "Sammlung" umgetauft, weil der erstere Titel nur den Kunstmuseen zukommen sollte". Nach 1856 wurde die Anstalt wieder "Zoologisches Museum" genannt. Das für die Aufnahme der geologisch-paläontologischen, der mineralogisch-petrographischen und der zoologischen Sammlung der Universität bestimmte, neu errichtete Gebäude erhielt durch Ministerial-Erlaß vom 7. Mai 1887 den Namen "Museum für Naturkunde". Das Gebäude des Museums für Naturkunde, feierlich am 2. Dezember 1889 eröffnet, ist auf dem Grundstück der früheren Königlichen Eisengießerei in Berlin in den Jahren von 1883-1889 errichtet worden. Während der Bauausführung ist eine Trennung der Sammlungen in eine gemeinsame Schausammlung der drei im Museum für Naturkunde untergebrachten Museen (Erdgeschoß) und mehrere weiter getrennte Hauptsammlungen (1. und 2. Stockwerk) beschlossen worden. Die Schausammlungen standen dem Publikum an mehreren Tagen in der Woche offen. Ab 1911 fanden offizielle Führungen und Vorträge, die durch einen wissenschaftlichen Beamten geleitet wurden, statt. Sie wurden während des 1. Weltkrieges unterbrochen. Zu den Sammlungen gehörten jeweils eigene Institute. Als besondere Anstalt erlangte 1884 im Zusammenhang mit den Berufungsverhandlungen des Franz Eilhard Schulze (1840-1921) das ebenfalls im Museumsgebäude untergebrachte Zoologische Institut seine Eigenständigkeit. Im Universitätsarchiv ist daher ein eigener Bestand "Zoologisches Institut" mit separatem Findbuch vorhanden. Die Geschäfte, die sich auf das Museum als Ganzes bezogen, wurden für alle Teile des dreigliedrigen Museums für Naturkunde von einem Verwaltungsdirektor geführt. Für die Geber bedeutenderer Geschenke waren in den Schausammlungssälen und im Lichthof Donatorentafeln angebracht. 1898 begründete Möbius die "Mitteilungen aus dem zoologischen Museum in Berlin". 1901 wurde das Gebäude an die städtischen Elektrizitätswerke angeschlossen. Ein Erweiterungsbau des Museumsgebäudes begann am 1. August 1914. Im Gebäude des Museums für Naturkunde waren auch das Institut für Genetik der Universität Berlin (H. Timofeeff-Ressowsky) und das am 1. April 1928 begründete "Deutsche Institut für Edelstein- und Perlenforschung bei der Universität Berlin" (Deutsches Edelsteininstitut, Direktor: Ramdohr) untergebracht. Im 2. Weltkrieg wurde ein Gebäudeflügel komplett zerstört und das gesamte Gebäude stark in Mitleidenschaft gezogen. Mit der Wiedereröffnung für das Publikum am 16. September 1945 erhielt es zeitweilig den Namen Deutsches Zoologisches Museum. Die Studentenausbildung war schon im Sommer 1945 wieder aufgenommen worden. Vom 10.01.-31.12.1947 gehörte das Museum für Naturkunde (oder nur der Teil Zoologisches Museum) zur Deutschen Akademie der Wissenschaften. Die hier vorhandenen Akten enden um das Jahr 1954. Vermutlich befinden sich die daran anschließenden Akten in der historischen Arbeitsstelle des Museums für Naturkunde. Die lfd. Nr. 075 - 082 fehlten bei der Datenbankeingabe am 07.11.2017 und vermutlich auch schon beim Umzug im Jahr 2016. Claudia Hilse, 17.01.2018 Quellen: - Chronik der FWU - Lenz, Max: Geschichte der Königlichen FWU. - 3. Band. - Hallle, 1910 - HU/UA, MfN: 178 Zeitraum bis: 1954 Zeitraum von: 1812 Zitierweise: HU UA, Museum für Naturkunde.01, Nr. XXX. HU UA, MfN.01, Nr. XXX. Erschließungszustand, Umfang: 193 Akten in 38 Kartons: ca. 5,3 lfm