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            Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 576 · Bestand · 1875-1992
            Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik)

            Behördengeschichte: Die ehemalige Landesanstalt für Pflanzenbau, seit 2006 Außenstelle des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg, wurde 1917 von der Badischen Landwirtschaftskammer als Versuchs- und Lehrgut gegründet. 1927 erfolgte die Umbenennung und Einrichtung des Tabakforschungsinstituts. 1936 wechselte die Trägerschaft zum Deutschen Reich. Das Institut erhielt nun den Namen Reichsanstalt für Tabakforschung. 1945 wurde die Einrichtung unter dem neuen Namen Tabakforschungsinstitut in den Landesbezirk Baden integriert und kam zunächst 1952 wieder in die Trägerschaft des neu gegründeten Landes Baden-Württemberg. 1953 erfolgte der erneute Wechsel zum Bund unter dem Namen Bundesanstalt für Tabakforschung. 1970 kam es zur Wiedereingliederung beim Land Baden-Württemberg unter dem Namen Landesanstalt für Tabakbau und Tabakforschung. 1972 erfolgte die Übernahme von Aufgaben im Bereich des allgemeinen Pflanzenbaus. 1979 wurde das Saatbauamt Donaueschingen (Untersuchungen und Forschung im Bereich des Kartoffelanbaus) eingegliedert und zusammen unter dem neuen Namen Landesanstalt für Pflanzenbau und Tabakforschung geführt, 1985 Umbenennung in Landesanstalt für Pflanzenbau. Zum 1.1.2007 wurde die Landesanstalt für Pflanzenbau in das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg integriert und seither als Außenstelle Forchheim geführt. Überlieferungsgeschichte: Die Unterlagen der Landesanstalt kamen 1993 sowie 2007 in das Generallandesarchiv Karlsruhe und umfassen vor allem Unterlagen aus der Zeit als Tabakforschungsinstitut sowie Reichs- und Bundesanstalt für Tabakforschung. 2007 wurde auch die umfangreiche Sammlung zum Tabak der Einrichtung dem Generallandesarchiv Karlsruhe übergeben und als Bestand 576-1 ausgewiesen. gez. Dr. Jürgen Treffeisen (Dezember 2009)

            Landesforstverwaltung (Bestand)
            Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Z 112 (Benutzungsort: Dessau) · Bestand · 1895 - 1948
            Teil von Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik)

            Findhilfsmittel: Findbuch 2007 (online recherchierbar) Registraturbildner: Bis zur Verwaltungsreform von 1932 gehörte die Forstverwaltung in Anhalt in das Ressort der 1874 gebildeten Mittelbehörde Finanzdirektion. Ihr nachgeordnet waren zum damaligen Zeitpunkt die Forstrevierverwaltungen Dessau, Haideburg, Sollnitz, Rossdorf, Nedlitz, Coswig, Serno, Aderstedt, Gernrode, Harzgerode, Güntersberge, Wörlitz und Lindau. Mit der Ersten Verordnung zur Umbildung und Vereinfachung der Verwaltung vom 04.07.1932 wurden die Mittelbehörden aufgelöst und ihre Aufgaben fünf neu geschaffenen Abteilungen des Staatsministeriums Dessau, der obersten staatlichen Behörde, übertragen. Für die Landesforstverwaltung war zunächst die Unterabteilung C der Abteilung Finanzen zuständig. Im Zuge von Aufgabenverschiebungen zwischen der Abteilung Finanzen und der Abteilung Wirtschaft im Jahr 1936 änderte sich die Bezeichnung der Unterabteilung von C in B. Die früher der Finanzdirektion nachgeordneten Forstrevierverwaltungen waren nunmehr dieser Abteilung unterstellt. Die Mehrzahl der Forstrevierverwalltungen hatte in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts – offenbar in Abhängigkeit von der Größe ihres Zuständigkeitsbereichs und der Qualifikation des jeweiligen Leiters – die Bezeichnung „Staatsoberförsterei" erhalten. Die Unterabteilung C bzw. später B trug ab sofort die Bezeichnung „Anhaltisches Staatsministerium, Abteilung Finanzen, Landesforstverwaltung“. Aus den bisherigen Forstrevierverwaltungen wurden Anhaltische Forstämter, die in ihrem Bereich für mehrere Revierförstereien und teilweise auch für Forstwarte zuständig waren. Im Jahre 1937 waren der "Abteilung Finanzen, Landesforstverwaltung" die staatlichen Forstämter Nedlitz, Coswig, Serno, Dessau, Haideburg, Sollnitz, Aderstedt, Gernrode, Harzgerode und Güntersberge sowie die Stiftungsreviere der Theater- und Joachim-Ernst-Stiftung (Forstämter Wörlitz, Roßdorf und Lindau) nachgeordnet. Letztere waren auf Grund einer Vereinbarung zwischen der Herzoglichen Treuhandverwaltung und dem Anhaltischen Staatsministerium vom 24.12.1928 am 01.01.1929 in staatliche Verwaltung übergegangen. Die Struktur blieb so im Wesentlichen bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 bestehen. Als Nachfolgebehörde der Landesforstverwaltung ist das 1945 gebildete Bezirksforstamt Dessau anzusehen. Bestandsinformationen: In den 50er, 60er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts übernahm das damalige Landesarchiv Oranienbaum zahlreiche Akten verschiedener anhaltischer Forstbehörden, u.a. auch der anhaltischen Landesforstverwaltung. Der Bestand wurde bei Neuverzeichnungen im Jahre 1999 gebildet. Die vorher bereits erschlossenen Akten fanden Eingang in den Archivbestand "Z 117-7 Finanzdirektion. Forstsachen 2" und sind darin auch heute noch enthalten. Die Quellenüberlieferung der anhaltischen Forstverwaltung und der ihr nachgeordneten Forstbehörden ist im Gegensatz zu der anderer anhaltischer Behörden aus der NS-Zeit relativ umfangreich. Anhand der vorhandenen Unterlagen lassen sich u.a. Informationen über allgemeine Veränderungen in der anhaltischen Behördenorganisation, über die Personal- und Siedlungspolitik (Schaffung von Reichsheimstätten), den verstärkten Einsatz des Freiwilligen Arbeitsdienstes und von Kriegsgefangenen in der Forstwirtschaft oder über den Erwerb von Forstflächen durch den Reichswehrmachtfiskus zum Ausbau von Militärstandorten während dieser Zeit nachvollziehen. Zusatzinformationen: Die o.g. Karten sind in Akteneinheiten enthalten bzw. daraus aus konservatorischen Gründen herausgelöst worden. Enthaltene Karten: 35 Enthaltene Fotos: 12

            Landherrenschaften - Hauptregistratur (Bestand)
            Staatsarchiv Hamburg, 416-1/1 · Bestand · (1556-) 1798-1940
            Teil von Staatsarchiv Hamburg (Archivtektonik)

            Bestandsbeschreibung: Die Registraturen der Landherrenschaften wurden 1898-1902 zusammengelegt. Die Gesamtregistratur übernahm zahlreiche Vorakten aus der Landgebietsverwaltung, in der Regel seit 1878. Diese Registratur blieb auch bei der Vereinigung der Landherrenschaften 1928 erhalten; hinzu trat eine eigene Registratur für die neue Landherrenschaft. Sie wurde 1938 durch eine anders geordnete Registratur der Landbezirksverwaltung abgelöst. Der umfangreiche Best. gliedert sich in 28 Abteilungen: Verwaltungsorganisation, Personal, Kasse und Rechnungen, Staat und Verwaltung, Finanzen, Militär, Justiz, Grundbücher, Vormundschaften, Erbschaften, Gefängnisse, Feuerkassen, Feuerwehr, Polizei, Gewerbepolizei, Gesundheit, Veterinärwesen, Armenwesen, Handel und Verkehr, Bau- und Deichwesen, Bauaufsicht, Jagd und Fischerei, Land- und Fortswirtschaft, Sozialversicherungen, sonstige Versicherungen, Zivilstand, Schule und Volksbildung, Gemeindeverwaltung und Statistik. (LS)

            Lindner, Gerhard (1904-1987); Lehrer auf Dampier
            RMG 2.175 · Akt(e) · 1930-1950
            Teil von Archiv- und Museumsstiftung der VEM (Archivtektonik)

            Bd. 1; Verhandlungen mit der Diakonen-Anstalt Duisburg wegen der Übernahme Lindners in den Missionsdienst, 1930; Lebenslauf, Zeugnisse u. Gesundheitszeugnis, 1930; Korrespondenz mit Lindner u.a. wegen u. während eines England-Aufenthaltes, 1930-1931; Buchungsnotiz zur Altersversorgung Lindners, 1931; Arbeitsvertrag als Lehrer an der Gehilfenschule in Neuguinea, 1931; Rundbriefe Lindners, veröffentlicht durch „Freundeskreis der Rheinischen u. der Neuguinea-Mission“, teilweise gedruckt, 1931-1932; Briefe u. Berichte Lindners aus Neuguinea, 1931-1933; Lebenslauf u. Zeugnisse für Braut Martha Kurz, 1932; Korrespondenz mit Martha Kurz wegen Verlobungs- u. Ausreiseangelegenheiten, 1932-1933; Korrespondenz mit ihm im Heimatdienst der RMG u. der Rheinischen Bekenntnissynode, 1933-1940; Anklage der Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen „Zuwiderhandlung gegen die V.O. zum Schutze von Volk u. Staat“, 1934; Bd. 2; Korrespondenz mit Lindner im Feld, 1941-1943; Versorgungsangelegenheiten Lindners, u.a. Korrespondenz mit Präses Held, 1944-1953; Briefe aus der Zeit der französischen Kriegsgefangenschaft, 1946-1949; Korrespondenz mit Lindner als Pfarrer verschiedener Gemeinden, 1950-1963; Korrespondenz zu Versorgungsangelegenheiten, 1948-1950

            Rheinische Missionsgesellschaft
            Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 109, Nr. 1221 · Akt(e) · 1927 - 1929
            Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)

            ca. 150 Bl., Enthält u.a.: - Information des Julius Alexander Bankgeschäfts Hamburg zu den Liquidationsentschädigungswerten für deutsche Kolonialgesellschaften, 1927 - Amerikanisches Freigabegesetz zu beschlagnahmtem deutschen Vermögen, 1928 - Entschädigungsgesetz und Deutsche Kolonialgesellschaften, 1928 - Schiedsspruch des Internationalen Haager Schiedsgerichts, 1928 - Deutsches Eigentum in Australien, 1928 - Kriegsschädenschlussgesetz vom 30.3.1928 und das Reichsentschädigungsamt - Bewertung der in Amerika beschlagnahmten deutschen Schiffe, 1928 - Vorschlag zu baltischem Staatenbund sowie Forderungen deutscher Gutsbesitzer auf Entschädigung in Estland, 1928 - Börse und Reichschuldbuchforderungen, 1928 - Forderungen der Liquidations- und Gewaltgeschädigten, 1928 - Deutsch-englische Verhandlungen zur Freigabe des beschlagnahmten deutschen Eigentums in England, 1929, dabei: deutsch-englische Notenbankkonferenz - Schutzgebietsanleihe, 1929 - Deutsch-polnisches Liquidationsabkommen, 1929 - Freigabe-Verhandlungen mit Kanada, 1929 - Young-Plan und Liquidierung des deutschen Eigentums in Elsass-Lothringen, 1929.

            RMG 2.176 · Akt(e) · 1928-1937
            Teil von Archiv- und Museumsstiftung der VEM (Archivtektonik)

            Bewerbung, Lebenslauf u. Zeugnisse, 1928-1929; Auskünfte über Loos, 1928-1929; Korrespondenz wegen weiterer Ausbildung, 1930; Arbeitsvertrag als Schreiner der RMG in Neuguinea, 1931; Briefe u. Berichte von dort, 1931-1932; Entscheidung, nicht in den Dienst der Lutheran Mission zu treten, 1932; Korrespondenz wegen weiterer Beschäftigung von Loos, 1933-1937; Beschäftigungszeugnis, 1937

            Rheinische Missionsgesellschaft
            Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe, M 1 II A · Bestand · 1805-1958
            Teil von Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik)

            Vorbemerkung 1887 wurden die Kirchen- und Schulsachen, die bis dahin von der Abteilung I verwaltet worden waren, als eigene Abteilung II ausgesondert, während die bsiherige Abteilung II (direkte Steuern, Domänen und Forsten) die Bezeichnung Abteilung III erhielt. Die Kirchensachen bildeten das Referat II Q. 1921 gingen die Stiftungen und Vermächtnisse, soweit sie für kirchliche Zwecke bestimmt waren, und 1935 die kirchlichen Angelegenheiten der Juden vom Dezernat I L (Landeshoheit und Justizsachen; siehe auch dort!) an die Kirchenabteilung über, während die sonstigen Stiftungen und Vermächtnisse 1935 von Dezernat I L an Dezernat I S gelangten (s. I S Nr. 207 ff.). Von 1926 bis 1935 gehörten zum Bereich der Kirchenabteilung auch das kirchliche Kollektenwesen und die Betreuung der Betheler Anstalten (bis 1926 bei Dezernat I P, seit 1935 bei Dezernat I S). Seit 1956 bilden die Kirchen und Schulsachen den Zuständigkeitsbereich der Abteilung IV der Regierung; der Bestand M 1 II A findet daher seine Fortsetzung in dem Bestand D 1 Abt. IV. Die Grundordnung der nachstehend verzeichneten Akten geht zurück auf St.A.Dir. Dr. Leesch, der i.J. 1958 die in den Zugängen 41/38, 3/39, 20/48 an das Staatsarchiv Münster abgegebenen Akten aufgenommen hat. Mit der Einarbeitung der Ablieferung 7/61 der Regierung Detmold an das Staatsarchiv Detmold, durch die die einstige Registratur II Q nahezu vollständig wiederhergestellt werden konnte, wurde das Neuschreiben des Findbuches notwendig; diese Gelegenheit wurde genutzt, um gleichzeitig eine neue durchlaufende Nummernfolge herzustellen. Das Auffinden der etwa früher benutzten und nach der alten Bezeichnung zitierten Akten ermöglicht die Konkordanz am Ende des Bandes. Zur Benutzung: Vorgänge über Filialkirchen und Kapellen sind, auch wenn besondere Akten vorliegen, stets außerdem in den Akten über die zuständige Pfarrei zu suchen. Zu zitieren ist: M 1 II A Nr. ... Detmold, im Juli 1971 gez. Wehlt Das maschinenschriftliche Findbuch aus dem Jahr 1971 wurde 2002 mit dem Programm MIDOSA 95 abgeschrieben. Die Midosa-Datei wurde im Juli 2007 durch die Firma Startext in das VERA-Format konvertiert. Gahde, 26.7.2007

            Mandatsgebiete des Britischen Reichs: Zivilrecht
            BArch, R 3001/22462 · Akt(e) · 1936-1939
            Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

            Enthält v.a.: Heraufsetzung der Ausbildungsfrist für Rechtsanwälte in Südwestafrika von drei auf fünf Jahre.- Bericht des Deutschen Konsulats, 1936 Konkursordnung von Palästina (Druck), 1936 Neue Zivilprozessordnung von Palästina, 1938 Verfahren in Ehesachen in Papua (Neuguinea), 1939

            Manganerz GmbH (Bestand)
            BArch, R 8749 · Bestand · 1916-1925
            Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

            Geschichte des Bestandsbildners: Die ersten Kriegsgesellschaften überhaupt wurden unmittelbar nach der Errichtung der Kriegsrohstoffabteilung am 13. Aug. 1914 in der Rechtsform der Aktiengesellschaft gegründet. Diese Handelsgesellschaften nahmen im Grundsatz völlig selbständig die ihnen übertragenen Aufgabenbereiche wahr und wurden bei ihrer Geschäftstätigkeit nur durch staatliche Kommissare des Kriegsministeriums, des Reichsamt des Innern, des Preußischen Ministeriums für Handel und Gewerbe, des Reichsmarineamts oder anderen Reichsbehörden kontrolliert. Insbesondere bei den kaufmännischen und technischen Aufgaben bedurfte es zur Entlastung der Verwaltung der Unterstützung des Handels und der Industrie. Nur auf diese Weise glaubte man die Defizite bei den wirtschaftlichen und organisatorischen Vorbereitungen ausgleichen zu können. Rechtlich wurden die Kriegsgesellschaften in Gestalt von Aktiengesellschaften, Gesellschaften mbH, Abrechungsstellen oder Kriegsausschüssen errichtet. Begrifflich waren sie von den Zwangssyndikaten, den zentralen Wirtschaftsverbänden und von den staatlichen Stellen selbst abzugrenzen. Mit zunehmender Verschlechterung der Versorgungssituation kamen weitere Aufgabenbereich dazu. Zusätzlich zur Beschaffung, Verwaltung und Verteilung von Rohstoffen musste man sich nun auch mit der Mobilisierung und Ergänzung der im Inland vorhandenen Materialvorräte befassen. Zu diesem Zweck wurden staatlicherseits Mobilmachungsstellen errichtet, Rohstoffimport- bzw. in den besetzten Gebieten Requisitionsorganisationen gegründet und die inländische Produktion von Rohstoffen und deren Ersatzstoffe durch direkte Einflussnahme auf industrielle Kapazitäten, die Neuerrichtung von Betrieben und die Förderung wissenschaftlicher Entwicklungen forciert. Entsprechend dehnte sich auch das Betätigungsfeld der Hilfsorganisationen auf die technischen Aufgaben (Sortierung, Umarbeitung, Lagerung und Transport der Rohstoffe), die Produktionsförderung und den Außenhandel aus. Von den bei Kriegsende bestehenden ca. 350 Organisationen unterstanden 105 dem Kriegsernährungsamt (später: Reichsernährungsministerium), 120 dem Reichswirt‧schaftsamt (später: Reichswirtschaftsministerium), fünf dem Reichsamt des Innern (später: Reichsministerium des Innern) und 120 dem preußischen Kriegsministerium bzw. dem Kriegsamt (später: dem Reichswirtschaftsministerium). Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich nur bei etwa einem Drittel dieser Organisationen um Stellen mit Behördencharakter handelte; nur bei diesen kann überhaupt von einem Unterstellungsverhältnis im verwaltungsrechtlichen Sinne gesprochen werden. Die übrigen Organisationen sind etwa zu einem weiteren Drittel sogenannte Kriegsgesellschaften, d. h. für Zwecke der Kriegswirtschaft gegründete, meist mit Kapitalbeteiligungen des Reichs und der Länder arbeitende und durch Reichsämter oder speziell eingesetzte Reichskommissare überwachte Gesellschaften des Handelsrechts (AG, GmbH). Die Organisationen des restlichen Drittels sind als Selbstverwaltungsorgan der einzelnen Wirtschaftszweige mit dem Charakter von freiwilligen oder Zwangssyndikaten unter Reichseinfluss zu betrachten. Die Auflösung der Kriegsgesellschaften richteten sich in erster Linie nach den statutarischen Bestimmungen, die entsprechend dem Zweck der Gesellschaften den Beginn der Liquidation regelmäßig mit Beendigung des Krieges oder innerhalb eines Jahres nach Abschluss eines Friedensvertrages mit sämtlichen Großmächten vorsah. Wo eine zeitliche Begrenzung fehlte oder die Kreisgesellschaften aufgrund der andauernden Versorgungsnotlage durch nachträgliches Übereinkommen fortgeführt wurden, bedurfte es dagegen eines ausdrücklichen Auflösungsbeschlusses. Im Interesse eines schnellen, einheitlichen und endgültigen Abbaus der Kriegswirtschaft wurde schließlich auf Veranlassung des Reichsschatzamts am 15. Juli 1921 für alle Kriegsgesellschaften die erleichtere Möglichkeit der Auflösung durch einen Übergang auf das Reich ohne Liquidation geschaffen. Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte Die Bestände der Kriegswirtschaftsorganisationen des I. Weltkrieges waren in den Jahren 1943 und 1944 zunächst auswahlweise nach Staßfurt und dann unter Einbeziehung der gesamten zunächst zurückgelassenen Bestände und Bestandsteile nach Schönebeck ausgelagert worden. Im Zuge der Nachkriegsereignisse gelangten sie in das Deutsche Zentralarchiv, Abt. Merseburg, wo sie bis 1955 verblieben. Im Juli/August 1955 wurden die Bestände der Kriegsorganisationen des I. Weltkrieges nach Potsdam in das Zentralarchiv überführt. Archivische Bewertung und Bearbeitung In den Jahren 1959-1960 wurde damit begonnen, einzelne kleinere Bestände, für die keine oder nur unzureichende Findhilfsmittel des Reichsarchivs vorlagen, zu ordnen und zu verzeichnen. Inhaltliche Charakterisierung: Hierin befinden sich Materialien zu folgenden Schwerpunkten: - Organisation und Geschäftsbetrieb, 1916-1922 - Förderung und Bewirtschaftung von Manganerzen, Ferromangan und Braunstein, Ausbeutung einzelner Vorkommen in Deutschland, 1913-1925 - Erzförderung im Ausland, Erz-Importe, Allgemeines und einzelne Länder (v.a. Ungarn, Bulgarien, Türkei), 1902-1922. Erschließungszustand: Findkartei ca. 1980 Zitierweise: BArch, R 8749/...