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            Artikel, Entwürfe, Reden und Unterredungen
            Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Q 1/2 Bü 135 · Akt(e) · 1888-1912
            Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

            Enthält: - Programmrede vor der Wählerversammlung Ebingen, gedr., 4.2.1887 - Entwurf eines Wahlprogramms, gedr., 1888 - "Jubiläumssteuer, Amtsversammlung u. Verfassung", gedr., Ende 1888 - Entwurf "Vom mühsamen Regieren", masch., 1888/1890 - Bericht über die Landtagssitzung im Schwäbischen Merkur, gedr., 5.4.1889 - Jungfernrede Haussmanns in der Abgeordnetenkammer, gedr., 10.4.1889 - Rede in der Wahlanfechtungsdebatte, gedr., 18.6.1889 - Rede zur Wiedereinführung des Wahlcouverts, gedr., 19.6.1889 - Zeitungsbericht über eine Rede von Wählern in Ebingen, gedr., 10.11.1889 - Reichstagsrede zur Kolonialvorlage, gedr., 12.6.1890 (drei Berichte) - Vortrag über die politische Lage, gedr., 14.9.1891 - Rede in der Wählerversammlung in Tuttlingen, gedr., 2.10,1892 - "Der Wegweiser", Gedicht Haussmanns, gedr., o.D. - Rede in Ebingen, gedr., 30.6.1894 - Bericht über Parteitag der süddeutschen Volkspartei in Aschaffenburg und der Rede Haussmanns in der Aschaffenburger Zeitung, gedr., 24.9.1894 - Trinkspruch Haussmanns zum Jubiläum der Reichsgründung, handschr., Januar 1895 - "Die württembergische Landtagswahl", gedr., 19.2.1895 - "Die politische Indolenz", gedr., Oktober 1895 - Reichstagsrede zum BGB, gedr., 12.12.1895 - "So kann es nicht weitergehen - Gedanken eines Steuerzahlers", gedr., ca. 1895 - Rechenschaftsbericht der Volkspartei vor ihren Wählern über die Reichtagssession 1895/1896, gedr., o.D. - Trinkspruch Haussmanns zum Jubiläum der Reichsgründung, gedr., Januar 1896 - "Ein Minister über Bord" zur Entlassung Bronsarts, gedr., 17.8.1895 - Generalversammlung des Bezirksvolksvereins in Balingen, gedr., 17.1.1897 - "An der Schwelle der Reform - Verfassungsrevision, Proportionalwahl und die Haltung der Parteien", gedr., 17.1.1897 - Artikel Haussmanns über "Wahlsieg der Demokratie in Norwegen" in "Dagbladet Kristiania", 9.11.1897 - "Vom mühsamen Regieren", masch., September 1897 - "Die Volkspartei im Landtag 1895-1900", gedr., o.D. - Wahlprogramm der Volkspartei von Friedrich und Conrad Haussmann, gedr., 1900 - Reden von Friedrich und Conrad Haussmann in Heilbronn auf dem Volksparteitag, gedr. 16.11.1902 - Rede zur zweijährigen Dienstzeit im Reichtag, handschr., 1903 - Landtagsrede über das Betriebsmittelgemeinschaft, gedr. 9.12.1904 - Rede als Berichterstatter im Landtag über die Verwaltungsreform, masch. und handschr., 1904 - Gedicht "Berliner Politik", handschr., Neujahr 1905 - Schiller-Rede, gedr., 7.5.1905 - Entwurf eines Verfassungsgesetzes, Landtagsdrucksache, 17.6.1905 - Schlussrede zur Verfassungsrevision, handschr., 1905 - "Volksrecht oder Herrenrechte?" Rede von Wilhelm Keil, gedr., 27.6.1905 - "Zur Verfassungsrevision in Württemberg", gedr., 9.7.1905 - "Ein Mahnwort aus der Deutschen Volkspartei", gedr., 18.7.1905 - "Die Verfassungsrevision in der Kommission", gedr., 18.7.1905 - Notizen zu einer Wahlrede, handschr., 1905 - "Die Auswärtige Lage", masch., Januar 1906 - Wahlprogramm der Volkspartei, gedr., 12.11.1906 - "An die Reichstagswähler", gedr., Neujahr 1907 - "An die deutschen Wähler, handschr., o.D. - Rede zum Vereinsgesetz, gedr., 1907 - Rede in Spaichingen, gedr., 13.1.1907 - "Die Bedeutung der Neuwahlen", Rede in Ebingen, gedr., 19.1.1907 - "Die Reichstagsstichwahl" in Balingen, gedr., 3.2.1907 - "Bülow", ohne Verfasser, gedr., o.D. - "Ultra-Montagnini", gedr., o.D. - "Die Wahl", gedr., Februar 1907 - "À vous, Allemands", gedr., o.D. - "Die neue politische Saison" von Dr. Heinrich Hutter, gedr., 30.11.1907 - "Wahl und Moral", gedr., Februar 1907 - "Parlamentarismus", gedr., o.D. - "Altchinesische Lyrik", gedr., Dezember 1907 - "Das neue Problem", gedr., September 1907 - "Die neue Krisis" von Dr. Heinrich Hutter, gedr., 21.1.1908 - "Antipreussische Wursthaftigkeit", gedr., 4.2.1908 - "Kaiserliche Zwischenfälle", gedr., 1.5.1908 - Rede zur Landtagswahl in Frankfurt, gedr., 28.5.1908 - "Parteiverschmelzung", gedr., 2.6.1908 - "Asien", gedr., 18.8.1908 - "Der Fall Moltke" von Schücking, gedr., August 1908 - "Die interparlamentarische Konferenz" gedr., 2.10.1908 - " Kongreß?", gedr., 16.10.1908 - "Elsässisches", gedr., November 1908 - Rede zum Daily Telgraph-Interview, gedr., 12.11.1908 - "Vor dem Ende der Krise", gedr., 14.11.1908 - Rede in Tübingen "Zur innerpolitischen Lage", gedr., 24.11.1908 - "Und nun?", gedr., Dezember 1908 - "Anno 1908", gedr., 2.1.1909 - "König Eduard in Berlin", gedr., 2.2.1909 - "Die Erneuerung der Türkei und die Ungeschicklichkeiten Europas", gedr., 1909 - "Die konservative Führung" von Dr. Heinrich Hutter, gedr., 2.3.1909 - "Nach dem Marokkoabkommen", masch., Frühjahr 1909 - Osterartikel für die Neue Freie Presse Wien, masch., 1909 - "Der Kriegslärm", gedr., 1.4.1909 - "Die Finanzmisere", gedr., 16.4.1909 - "Bülow am Scheideweg", gedr., 2.6.1909 - "Die Auflösung der Reichspolitik", gedr., 1.7.1909 - "Verfrühte Fragen" von Heinrich Hutter, gedr., o.D. - "Die politische Unverantwortlichkeit", gedr., 16.7.1909 - "Das Recht der Beamten auf freie Meinungsäußerung" von H. Gauss, gedr., o.D. - "Eine Volkspartei", gedr., 3.8.1909 - "Bethmann-Hollweg" von Dr. Heinrich Hutter, gedr., 1909 - "Geheime Universitätsreserve und Universitätsagenten" von Heinrich Hutter, gedr., 1.10.1909 - "In der Luft", gedr., 4.10.1909 - "Der Parteitag der Deutschen Volkspartei", von Heinrich Hutter, gedr., 15.10.1909 - "Reichstagsbrief", gedr., 15.12.1909 - "Die Aufgaben des fünften Kanzlers", gedr., 19.12.1909 - Offener Brief an August Bebel, handschr. & gedr., 1.10.1909 - Bericht des Beobachters über die Landesversammlung der Württembergischen Volkspartei, 7.1.1910 - "Das tote Rennen im preussischen Landtag" von Heinrich Hutter, gedr., 18.5.1910 - Zur Organisation der fortschrittlichen Volkspartei, gedr., 11.9.1909 - "Der fehlende Draht zwischen Berlin und London", gedr., 22.9.1910 - "Die Strafbarkeit wahrheitsgetreuer Gerichtssaalberichte", gedr., 2.11.1910 - "Zwischen Bassermann und Bebel" (Rede in Mannheim), gedr., 17.11.1910 - "Zwei Jahre nachher", gedr., 20.11.1910 - Rede zur Reichstagswahl, masch., 1911 - "Das öffentliche Vertrauen", gedr., 1.1.1911 - "Delcassées Auferweckung", gedr., 2.3.1911 - "Die Stimmung in Deutschland", masch., 1911 - "Agadir", gedr., 1.8.1911 - "Die auswärtige und innere Politik Deutschlands", gedr., 28.9.1911 - "Der Pakt mit dem Zentrum", gedr., 21.12.1911 - "Von den Steuern", gedr., Dezember 1911 - Rede in Ebingen, handschr., 30.12.1911 - "Die Verlegenheit der Sozialdemokratie", masch., 1912 - Punktationen zur politischen Lage von einem Zuschauer, masch., 31.1.1912 - "1,5 oder 1,5" (Zu den Wehrvorlagen), gedr., 10.4.1912 - "Kein Draufgängertum", gedr., 15.4.1912 - "Ludwig Uhland in der Literatur" (Uhlandfeier), masch., 1912 - "Die Wehrvorlagen im Reichstag", gedr., 26.4.1912 - "Der Sieg der Demokraten in den Vereinigten Staaten", gedr., 25.11.1912 - "Die württembergischen Wahlen", gedr., Dezember 1912 - Rede in Stuttgarter Versammlung über auswärtige Politik, gedr., 1912

            Haußmann, Conrad
            Arff, Peter (1864-1893); Missionar in Bogadjim
            RMG 2.143 · Akt(e) · 1889-1894
            Teil von Archiv- und Museumsstiftung der VEM (Archivtektonik)

            Briefe u. Berichte aus Neuguinea, 1889-1892; Referat „Welche Gefahren drohen durch Anhäufung von Plantagen unserem Volk u. welche Aufgaben erwachsen daraus uns Missionaren?“, 4 S., hs., ca. 1892; Bericht von Elli Arff, geb. Schumacher, über die letzten Lebenstage ihres Mannes, 1893; Privatbriefe an Inspektoren der RMG, auch von Elli Arff, 1890-1894; Ein Brief von Missionar Johannes Barkemeyer aus Siar an die RMG, 1894; Briefe von Elli Arff aus Neuguinea, 1893-1894

            Rheinische Missionsgesellschaft
            Archivalie - Vorgang
            E 954/1887 · Akt(e) · 1887-01-01 - 1887-12-31
            Teil von Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin

            description: Enthält:Inhalt/Enthält: Anweisung vom 23.12.1887 des Auswärtigen Amtes zur Kostenerstattung für ausgelegten Betrag des dt. Gouvernements in Kamerun. Dem Missionar Richardson sind von dem Gouverneur in Kamerun 66,80M gezahlt, welche der Leg. Kasse zu erstatten sind.Briefe: 1

            Richardson, C. Harris
            Archivalie - Vorgang
            E 387/1894 · Akt(e) · 1894-01-01 - 1894-12-31
            Teil von Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin

            description: Enthält:Inhalt/Enthält: Herold sendet Zeichnung einer Trommel mit Menschenschädeln aus Togo, die sich nur im Besitz der Stammeshäuptlinge befänden und nur mit Schädeln von im Krieg getöteter Feinde, meist Aschanti, behängt seien. Hinweis auf Aschanti-Krieg (1869-1874) als letzter großer Sklavenjagd, deshalb datieren Schädel hauptsächlich aus dieser Zeit. Frieden sei nur durch engl. Tafieve-Krieg 1888 gestört worden. Hinweis auf Häuptling Kwadjo De aus Peki, der in diesem Krieg Trophäen gemacht habe. Ähnliche Trommeln bei Häuptlingen von Ho und Nkonya. Hinweis darauf, daß zerfallene Schädel nicht ersetzt werden, was er als Beweis für Funktion des Objekts als Fetischgegenstand ansieht. Trommeln stehen in so hohem Ansehen, daß nur Krieg oder Zufall dieselben in die Hände von Euopäern brächte. Vorschlag, daß Dr. Gruner (Misahöhe) oder Missionar Fies (Ho) die Trommel des Ho-Königs Ho-Owosu kaufen oder photographieren sollten. Beschreibung der Trommel und Art der Benutzung. Anfrage, ob MV schon im Besitz eines Webstuhls aus Togo sei, den er ggf. schenken würde. (Skizzen, Bl. 206, 207).-Briefe: 2

            Gruner, Hans
            Archivalie - Vorgang

            description: Enthält:zur Erwerbung: I/44/1895: III C 5992-5998, Ethnogr. (Togogebiet), E. Baumann, Misahöhe [S.D.S. 69] -- Inhalt/Enthält: Hinweis auf möglicherweise hohe Kosten bei Erwerb einer Fetischtrommel. Hat Kontakte zu Priestern geknüpft. Hinweis auf geringe Anzahl von Waffen aus Togo im MV, da Bevölkerung durchwegs Ackerbau betreibe. Kaum Jagdtätigkeiten, daher keine ausgeprägte Vielfalt an Waffen. Hinweis auf seinen gesundheitlichen Zustand; kommt aufgrund der Arbeit nicht zu ethnologischer Forschung. Klage über Forderungen des Botanischen und Naturkundemuseums. Soll im Auftrag des AA die Wälder nach besonderen Hölzern und Kulturpflanzen untersuchen. Klage über [H.] Klose, der nach Misahöhe gekommen sei, nichts könn, aber im Dezember Assistent von Dörings in Kratshe [Kratschi] werde.Briefe: 1

            Auswärtiges Amt
            Archivalie - Akte
            I/MV 0714 · Akt(e) · 1894-01-01 - 1904-12-31
            Teil von Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin

            description: Enthält:AnfangVNr: E 1348/1894; EndeVNr: E 1204/1895; u.a.: Zusammmenarbeit mit dem Botanischen Museum, Bl. 120, und dem Naturkundemuseum, Berlin, (1895), Bl. 119, 127.- Zusammenarbeit mit dem Museum für Völkerkunde, Wien, (1894, 1895), Bl. 25 f., und dem Ethnographischen Museum, Oxford, (1895), Bl. 29, 103 f.- Tausch von Doubletten mit dem Postmuseum, Berlin, (1894), Bl. 1 f., 18 f.- Zusammenarbeit mit der Redaktion der Mitteilungen aus den dt. Schutzgebieten, (1894, 1895), Bl. 4, 62, und der Gesellschaft für Erdkunde, Berlin, (1895), Bl. 283.- Zusammenarbeit mit der Kaiserl. Landeshauptmannschaft im südwestafrikanischen Schutzgebiet, (1894, 1895), Bl. 32, 73, und dem Dt. Togo-Komitee, (1895), Bl. 107.- Zusammenarbeit mit dem Gouverneur von DOA, (1895), Bl. 84.- S.D.S. 76. - 79., 82. - 86.- Heim: Reiseroute von Mähly an der Goldküste, (1894), Bl. 15.- Stuhlmann: Berichte aus Daresalaam und über die Verwendung von Masken bei den Makonde, (1895), Bl. 38 ff.- Böhmer: Bericht über die Entfernung von Zähnen bei den Wagogo, (1895), Bl. 49.- "Catalogue des objets du Congo.", [1895], Druckschr., Bl. 52 ff.- Obst: Vorschlag einer gemeinsamen Ausstellung mit dem Museum für Völkerkunde Leipzig, 1895, Bl. 63 f.- arabische Schriftzüge, Bl. 108.- "Vorläufige Skizze des Reiseweges des Lt. Graf von Götzen quer durch Central-Afrika, 1893/94.", Karte, Bl. 123.- Holst: "Tanga. Ein Bild aus Deutsch-Ostafrika" In: Das neue Blatt : (1894) 27 und 28, Bl. 180 und 182, und "Mlalo" In: Daheim : (1895) 50, Bl. 181.- Baumann: "Aus dem Feldzug gegen Towe im März 1895", Bl. 196 f., und Bericht über den Raub einer Fetischtrommel, (1895), Bl. 199.- Plehn: Bericht über die Erwerbung von Ojekten, (1895), Bl. 205 ff.- Böhmer: Bericht über die Wagogo, (1895), Bl. 219 f.

            Archivalie - Akte
            I/MV 0777 · Akt(e) · 1892-01-01 - 1905-12-31
            Teil von Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin

            description: Enthält:AnfangVNr: E 950/1896; EndeVNr: E 1169/1901; u.a.: Zusammenarbeit mit dem Museum für Völkerkunde, Stuttgart, (1896, 1900), Bl. 2 ff., 164.- Zusammenarbeit mit dem Gouverneur von DOA, (1896-1898), Bl. 18, 104 ff., 117, 120 f.- Zusammenarbeit mit der Kommission für die wissenschaftlichen S.D.S., Berlin, (1896-1898), Bl. 49, 64, 123.- "Aus unserer Colonial-Ausstellung ..." In: Berliner Lokal-Anzeiger : 1896-08-18, Bl. 10.- "... Errichtung eines Colonial-Museums ..." In: Berliner Lokal-Anzeiger : 1896-10-13, In: Berliner Börsen-Ztg. und Germania : 1896-10-14, "... Kolonial-Ausstellung ..." In: Tagebl. : 1896-10-15, Bl. 30.- "... Colonial-Ausstellung ..." In: Berliner Lokal-Anzeiger : 1896-10-17, Bl. 31.- Seidel: Titelblatt der "Instruktion für ethnographische Beobachtungen und Sammlungen in Togo." In: Mitteilungen aus den dt. Schutzgebieten : 10 (1897) 1, Sonderdr., Bl. 43.- Kayser: "Runderlaß ..." In: Neue Preußische (Kreuz-) Ztg. : 1896-11-01, Bl. 45.- "Deutsches Kolonial-Museum." In: Berliner Neueste Nachrichten : 1897-01-29, Bl. 63.- "Das deutsche Kolonial-Museum ..." In: Berliner Tagebl. : 1897-07-30, Bl. 77.- "Deutsches Kolonial-Museum.", (1897), Druckschr., Bl. 78 ff.- "Anmeldungs-Schein.", [1897], Faltbl., Bl. 82.- von Liebert: "Gouvernements-Befehl No. 13.", (1897), Vervielfältigung, Bl. 105.- von Luschan: Protest gegen die Verbrennung von Ethnographica durch Missionare in Kamerun, (1899); Bl. 124.- Keller: "Ein unblutiger Sieg in Kamerun", (1899), Abschr., Bl. 125 f.- Bastian: Vorschläge zur Behandlung von Ethnographica durch Missionare, Bl. 132 ff., Ausführungen zu Stellung und Sammlungsauftrag des MV, (1899), Bl. 167 ff.- "... Kolonialmuseum ..." In: Norddt. Allgemeine Ztg. : 1899-07-21, Bl. 162.- "Sammlung Thierry (Togo.)", [1899], Bl. 163 ff.- "Zuwendungen für das Deutsche Kolonial-Museum." In: Staatsbürger Ztg. : 1899-08-09, Bl. 165.- Colloretto: Sendung von Skeletten, (1899), Bl. 187 f.

            Deutsches Kolonialmuseum
            Archivalie - Akte
            I/MV 0730 · Akt(e) · 1899-01-01 - 1904-12-31
            Teil von Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin

            description: Enthält:AnfangVNr: E 2/1904; EndeVNr: E 696/1904; u.a.: Zusammenarbeit mit dem Botanischen Museum, Bl. 266, dem Naturkundemuseum, Bl. 44, 254, 266, dem Dt. Kolonialmuseum, Bl. 165, und dem Zeughaus, Berlin, (1904), Bl. 156.- Abgabe und Tausch von Doubletten mit den Museen für Völkerkunde, Lübeck, Bl. 83, 123 ff., und Stuttgart, (1904), Bl. 225 f., 238, 247.- Zusammenarbeit mit dem Museumsverein, Essen, (1904), Bl. 271.- Zusammenarbeit mit den Gouverneuren von DOA, (1903), Bl. 23, und Togo, (1904), Bl. 248.- Zusammenarbeit mit einem Missionar, (1904), Bl. 110 ff., und den Weißen Vätern, (1903), Bl. 80 ff., 272 ff.- Hutter: "Kostenanschlag No. I eine wissenschaftliche (ethnographische) Forschungsreise im westlichen Sudan ...", Bl. 47 ff., "Kostenanschlag No. II ...", (1903), Bl. 55 f.- Krieger: Bericht aus Moschi, (1903), Bl. 71.- von Luschan: Bemerkung zum provisorischen Magazin in Dahlem, Bl. 79, Befürwortung des Roten Adlerordens für Kandt, Bl. 91, Bedeutung der Ethnographie in Zusammenhang mit dem Krieg in DSW, (1904), Bl. 138.- van Eyndhoven: "Untersuchung von 2 Proben Asphalt aus Aegypten.", (1904), Bl. 88 f.- Rehse: "Eheschliessung." bei den Muziba, (1904), Bl. 93 f.- Ruamugara: "Geschichte von Kiziba.", (1904), Abschr., Bl. 94 f.- Gruner: Bericht über die Folgen der Umwandlung von Misahöhe in ein Beziksamt, Bl. 97, "Beschreibung des erbeuteten Fetisch-Vogels in Tzugbedye - davango ...", (1904), Bl. 99.- AA: Verfügung zum Abrechnungsmodus zwischen dem MV und dem Gouvernement von DOA, (1904), Bl. 100.- von Pückler: Verwendung von Haussa-Lanzen, (1904), Abschr., Bl. 106.- Frobenius: "Entwurf einer Reise in das nördliche Deutsch-Südwestafrika (Grenzgebiet zwischen den englischen und portugiesischen Besitzungen).", (1904), Bl. 139 ff.- von Stefenelli: Bericht über Yu-Yu-Bräuche, (1904), Bl. 167 ff.- Langheld: wegen des Krieges keine Sammelmöglichkeit, (1904), Bl. 171.- von Stein: "Katalog der ethnographischen Sammlungen aus den Jahren 1899-1904.", (1904), Bl. 195 ff.- Ankermann: "Bericht über die Besichtigung der Sammlung des Frhr. v. Stein in Darmstadt.", (1904), Bl. 215.- Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen für die Slg. von Stein, (1904), Bl. 224.- Schmidt: "Liste über die Photographieen aus dem Atakpame Bezirk Togo.", (1904), Bl. 288 f.- Mischlich: Bericht über Fetisch-Hüte, (1904), Bl. 291.

            Archivalie - Akte
            I/MV 0743 · Akt(e) · 1907-01-01 - 1908-12-31
            Teil von Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin

            description: Enthält:AnfangVNr: E 3/1908; EndeVNr: E 899/1908; u.a.: Zusammenarbeit mit dem Botanischen Museum, Bl. 135, der Botanischen Zentralstelle für die Kolonien am Kgl. Botanischen Garten und Museum, Bl. 85 f., und dem Naturkundemuseum, Berlin, Bl. 257 f., 271.- Abgabe bzw. Verkauf von Doubletten an die Hzgl. Sammlungen der Veste Coburg, Bl. 87 ff., das Oberschlesische Museum, Gleiwitz, Bl. 193 ff., das Wachsenburg-Komitee, Gotha, Bl. 208 ff., die Museen für Völkerkunde, Frankfurt a.M., Bl. 130, 204, 206 f., Köln, Bl. 203, 279 ff., und Leipzig, (1908), Bl. 145 ff.- Zusammenarbeit mit der k.k. Geologischen Reichsanstalt, Wien, (1908), Bl. 116 ff.- Verkauf von Doubletten an Privatperson, (1908), Bl. 18.- Zusammenarbeit mit den Gouverneuren von DOA, Bl. 185 ff., Kamerun, Bl. 252, und Togo, (1908), u.a. zum Verbleib der Ethnographica aus der Kolonialausstellung in Friedenau, Bl. 67, 200 f., 205, 276.- Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Nordwest-Kamerun, Duala, (1907, 1908), Bl. 1.- Zusammenarbeit mit Missionaren, Bl. 68, 188 f., 259 ff., und der Basler Mission, (1908), Bl. 78.- Beunat: "Catalogue d armes et objets divers prosenant du Congo ...", (1908), Abzug, Bl. 6 ff.- "Litteratur zur Völkerkunde der Watussi, Wasimsa, Wassuttuma, Waschaschi, Wayaia usw. Nach Mittheilung von B. Struck.", (1908), Bl. 22 ff.- Angebotskatalog Just, Görlitz, (1908), Druckschr., Bl. 26 f.- Rohrbach: Schenkung eines Autographen von Njoya von Bamum, (1908), Bl. 28.- "... Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte ..." In: Vossische Ztg. : 1908-01-22, Bl. 44.- Adametz: Bericht über die Verwendung von Juju-Köpfen, (1907), Bl. 74 ff., und über das Sammeln in Zusammenhang mit kriegerischen Aktionen, (1908), Bl. 80 f.- "Lepidopten-Liste der Naturhistorischen Anstalt von Arnold Voelschow in Schwerin in Mecklenburg.", (1907), Druckschr., Bl. 95 ff.- Fromms Abreise zu einer DOA-Expedition, In: Geraisches Tagebl. : 1908-03-11, Bl. 183.- "Bericht über die Tätigkeit des Wachsenburg-Komitees und des Vereins Wachsenburg auf das Jahr 1907.", Bl. 211 f., "Bericht des Vereins Wachsenburg zu Gotha auf das Jahr 1907.", (1908), Druckschr., Bl. 213.- Dempwolff: Sendung eines Schädels, (1908), Bl. 248.- Struck: "Schutzgebiet Kamerun. Fragebogen zur ersten Aufnahme der Sprachen der Adamauastämme, zusammengestellt im Auftrag des Kgl. Museums für Völkerkunde ...", (1908), Druckschr., Bl. 253 ff.- Schmitz: Bericht aus Rhodesien, (1908), Bl. 260 f.

            Archivalie - Akte
            I/MV 0724 · Akt(e) · 1900-01-01 - 1905-12-31
            Teil von Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin

            description: Enthält:AnfangVNr: E 950/1900; EndeVNr: E 644/1901; u.a.: Zusammenarbeit mit dem Naturkundemuseum, (1901), Bl. 140, und dem Dt. Kolonialmuseum, Berlin, (1900), Bl. 10.- Zusammenarbeit mit dem Museum für Völkerkunde, Leipzig, Bl. 114 f., und der Naturhistorischen Museum, Köln, (1901), Bl. 183 ff.- Zusammenarbeit mit den Gouverneuren von DOA, (1900, 1901), Bl. 13, 104, und Togo, (1901), Bl. 220.- Zusammenarbeit mit dem Kruppschen Bildungsverein, Altendorf, Bl. 128, 187 f., dem Kolonialwirtschaftlichen Komitee, Bl. 119, der Gesellschaft Nordwest-Kamerun, Berlin, Bl. 268, und der Gesellschaft Süd-Kamerun, Hamburg, (1901), Bl. 226 ff.- Zusammenarbeit mit Herrnhuter Missionaren, Bl. 70, und der Norddeutschen Missionsgesellschaft, (1901), Bl. 100.- Müller: Ankauf des Götzen Ekongolo unmöglich, (1900), Bl. 24 f.- Rigler: Bemerkungen zur Aufteilung seiner Slg. an dt. Museen, (1900), Bl. 34 f.- Meinhof: Haltung von Kolonialbeamten zur einheimischen Bevölkerung, (1901), Bl. 67.- von Luschan: Beurteilung der Slg. von Zech, Bl. 72, Beurteilung der sog. Kriegsstandarte des Sultans von Yendi, Bl. 87 f., 95 f., 172 f., Bitte an von Götzen und Fülleborn sich im Sinne des ethnographischen Sammelns einzusetzen, Bl. 127, ausschließliche Annahme rechtmäßig erworbener Objekte für das MV, (1901), Bl. 170.- "Kunst, Wissenschaft und Literatur" In: Dt. Reichs- und Preußischer Staatsanzeiger, (1900), Abschr., Bl. 89.- Ubisch: Sammelauftrag des Zeughauses, Berlin, (1901), Bl. 90.- Minist. der geistl. Angelegenheiten: Ablehnung der Unterstützung der Expedition von Heinemann und Schrader, (1901), Bl. 107.- Schrader: Lebenslauf, (1900), Bl. 109.- Dt. Kolonialschule Wilhelmshof: "Stundenplan für das Winterhalbjahr 1900/1901", und "Schülerverzeichnis des Sommersemesters 1900.", Druckschr., Bl. 123 f.- "Deutsch-Ostafrikanische Sonder-Ausstellung C.G. Schillings (2. Reise 1899/1900).", (o.J.), Druckschr., Bl. 131 f.- Gründungsprotokoll des Museumsvereins, Essen, (1901), Bl. 187 f.- Mischlich: Bericht zur Zahnpflege, (1901), Abschr., Bl. 221 ff.- Laasch: Bericht über einen Fetisch, (1901), Bl. 252 f.- Maas: Bericht über einen arabischen Frauenschmuck, (1901), Bl. 260 ff.- Gruner: Sendung eines Skeletts, (1901), Bl. 282.

            Archivalie - Akte
            I/MV 0732 · Akt(e) · 1904-01-01 - 1907-12-31
            Teil von Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin

            description: Enthält:AnfangVNr: E 1937/1904; EndeVNr: E 855/1905; u.a.: Zusammenarbeit mit dem Naturkundemuseum, Berlin, (1905), Bl. 58.- Zusammenarbeit mit den Museen für Völkerkunde, Hamburg, Bl. 280, Dresden, Bl. 281, Köln, (1907), Bl. 279, Stuttgart, (1904), Bl. 29, 176 f., dem Reichsmuseum, Leiden, Bl. 146, dem Anthropologischen Institut, London, Bl. 174, und dem Ungarischen Nationalmuseum, Budapest, (1905), Bl. 183 ff.- Abgabe von Doubletten an die Altertumsgesellschaft Prussia, Königsberg, (1905), Bl. 153.- Abgabe von Doubletten an Privatpersonen, (1905), Bl. 196, 309.- Zusammenarbeit mit den Gouverneuren von DSW, Bl. 175, Togo, (1905), Bl. 334, und Kamerun, (1904), Bl. 64.- Zusammenarbeit mit der Dt. Kolonialgesellschaft, Bl. 41, der Dt. Mittelmeergesellschaft, Berlin, Bl. 167, der Société d Études coloniales, Brüssel, Bl. 223, der American Geographical Society, New York, und der Universitätsbibliothek, Wien, (1905), Bl. 159.- Zusammenarbeit mit Missionaren, (1904, 1905), Bl. 77 f., 151, 222, der Congregation der Missionäre Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Maria, (1904), Bl. 5 ff., der Mission vom hh. Herzen Jesu, (1905), Bl. 179 f., und der Basler Mission, (1905, 1906), Bl. 288 ff.- Merker: Fundort durchbohrter Steine, (1905), Abschr., Bl. 42 f.- Hofmarschallamt: Leihgabe eines Stuhles des Njoya von Bamum, (1905), Bl. 67.- Armbandsammlung Döring, (1905), Bl. 75 f.- Urteil zur ausstehenden Versicherungssumme für die Slg. Rigler, (1905), Bl. 81 ff.- Rehse: Ergänzungen zu seinem Manuskript "Kiziba", Bl. 93 ff., "Vorwort zu Kapitel 11", Bl. 96, Bitte um Kommandierung nach Bukoba und biographische Notizen, (1905), Bl. 122.- Laufer: Bericht über das Sanatorium Alhayat in Ägypten, (1905), Bl. 137 ff.- "Das Werk der Diafe von Leo Frobenius.", (1905), Abschr., Bl. 148 f.- Schweinfurth: Bericht über Bogen aus Ägypten, (1905), Bl. 154.- von Stefenelli: Bericht über den Gebrauch von Masken beim Fetischdienst, (1905), Bl. 202 ff.- Schloifer: "Einladung zur Beteiligung an der Central-Afrikanischen Bergwerks-Gesellschaft m.b.H.", Bl. 213, "Entwurf. Gesellschaftsvertrag ...", Bl. 215 f., "Bericht an die Central-Afrikanische Seen-Gesellschaft m.b.H.", Bl. 218 ff., "Sonderbericht über die der Central-Afrikanischen Seen-Gesellschaft m.b.H. gehörigen Goldfelder.", Druckschr., (1905), Bl. 219 ff.- "Verzeichnis der von Herrn Paul Bieger aus Lagos mitgebrachten afrikanischen, ethnographischen Gegenstände", (1905), Bl. 239 ff.- "Name nebst Bedeutung der Stempel (s. 3447) von Missionaren Merkel und Sitzler.", (1905), Bl. 306 ff.- "Verzeichnis der Sammlung Rosen", (1905), Bl. 316 ff.- Rosen: Publikationspläne und Abrechnung über seine Gesandtschaftsreise nach Abessinien, (1906), Bl. 327 f.

            Archiv der Provinzialstände
            APSt · Gliederung · 1818-1888
            Teil von Archiv des Landschaftsverbandes Rheinland (Archivtektonik)

            Die bis auf das Jahr 1826, dem Jahr der Einberufung des ersten Rheinischen Provinziallandtages (29. Oktober 1826), zurückgehende Tradition provinzialer Selbstverwaltung liegt am Anfang jenes Prozesses, an dessen Ende – über die stufenweise Entwicklung und Differenzierung einer Verwaltung von Aufgaben im Sozial-, Verkehrs-, Kultur-, Gesundheits- und Fürsorgesektor vor allem seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts – die rheinische Provinzialverwaltung und schließlich der Landschaftsverband Rheinland stehen. Der Zuständigkeitsbereich der rheinischen Provinzialverwaltung war die preußische Provinz „Rheinprovinz“, also eine vom unteren Niederrhein bis in das Saarland reichende Verwaltungseinheit. Zentrales politisches Organ der provinzialen Selbstverwaltung, und damit unmittelbar verantwortlich für Art und Intensität der Wahrnehmung der zugewiesenen Aufgaben, war der Rheinische Provinziallandtag, der in zunächst zwei-, später auch einjährigem Rhythmus seit 1826 bis zu seiner zwangsweisen Aufhebung durch die Nationalsozialisten 1933 regelmäßig tagte. Als politisches Organ, in das nach bestimmten Regeln gewählte Abgeordnete entsandt wurden, ist dieser Landtag ein für die Umsetzung von kommunaler wie staatlicher Politik im Rheinland ganz wesentliches Institut sui generis gewesen. Provinziallandtag und Provinzialverwaltung Die provinzialständische Selbstverwaltung der Rheinprovinz wurde – zur näheren Ausführung des am 5. Juni 1823 erlassenen „Gesetzes wegen Anordnung der Provinzialstände“ – durch ein „Gesetz wegen Anordnung der Provinzialstände in den Rheinprovinzen“ vom 27. März 1824 ins Leben gerufen. Die Bestimmungen dieses Gesetzes bildeten den äußeren Rahmen für die Tätigkeit der provinzialen Selbstverwaltung, soweit diese durch deren höchstes Organ, nämlich den Provinziallandtag, durchzuführen war, und zwar bis zum Inkrafttreten der neuen Provinzialordnung im Jahre 1888. Die Eröffnung des ersten Provinziallandtages fand am 29. Oktober 1826 statt. Charakteristisch war eine „Volksvertretung“ in vier Ständen: Der Stand der „Fürsten“ („geborene“ Mitglieder aus fünf Familien ehemals reichsunmittelbarer Standesherren), der „Ritterstand“ (25 Abgeordnete, die von den Besitzern der in die ritterschaftlichen Matrikel eingetragenen Güter gewählt wurden), der Stand der Städte (25 Abgeordnete) und der Stand der Landgemeinden (25 Abgeordnete). Voraussetzung für aktives und passives Wahlrecht war Grundbesitz mit einer verhältnismäßig hohen Grundsteuerleistung. 54 Vertreter des ländlichen Grundbesitzes standen somit 25 Städtern gegenüber, Adel und Grundbesitz waren deutlich bevorteilt. Bei dem Überblick über die Tätigkeit der Provinziallandtage ist zu unterscheiden die Zeit bis etwa 1850 und die spätere Zeit. Der Rheinische Provinziallandtag widmete sich in der ersten Phase insbesondere der Aufgabe, die Wünsche aus der Bevölkerung gegenüber der Regierung zur Geltung zu bringen. Die wahren Ziele und Wünsche des Landtages und der durch ihn vertretenen Provinz lagen auf politischem und wirtschaftlichem Gebiet und zeigten sich deutlich in der Ausübung des durch das Gesetz von 1823 ebenfalls zugestandenen Petitionsrechtes. Bitten und Beschwerden im Interesse der gesamten Provinz durften durch die Stände dem König vorgelegt werden und wurden einer Prüfung unterzogen. Erst Anfang der 1850er Jahre ebbte der Strom von Petitionen ab. Infolgedessen traten in dieser Zeit jene Aufgaben, die später als Gegenstand der Selbstverwaltung der Provinz galten, ganz zurück. Seine Befugnisse waren allerdings, abgesehen von der Kompetenz, in kommunalen Dingen Beschlüsse zu fassen, nur beratender Natur, zumal die Auswahl der dem Provinziallandtag vorzulegenden Entwürfe der Regierung überlassen blieb. Das Gesetz von 1823 hatte den Provinziallandtag zum gesetzmäßigen Organ vor allem für solche Gesetzentwürfe erklärt, die allein die Provinz angingen. So haben der Provinz in der Zeit von 1826 bis 1845 vor allem Gesetzentwürfe vorgelegen, deren Beratung die eigentlichen Wünsche und Interessen der engeren Region klar erkennen ließen: Städte- und Landgemeindeordnung, Kreis- und Provinzialordnung, Ordnungen über Ablösung der Reallasten, Gemeinheitsteilungen und Zusammenlegungen, Vorflut-, Jagd-, Fischerei-, Forst-, Strom- und Deichordnungen, Gesindewesen, Hypothekenwesen, Gesetze und Ordnungen der Rechtspflege. In gleicher Weise beabsichtigte das Gesetz von 1823, die Eigenart der Provinzen gegenüber unwillkommenen Wirkungen allgemeiner Gesetze zu schützen, insofern bis zum Zusammentritt allgemeiner ständischer Versammlungen Gesetzesentwürfe über Veränderungen in Personen- und Eigentumsrechten sowie Steuern den Provinziallandtagen zur Beratung überwiesen werden konnten. So waren auch Gegenstand von Beratung die bürgerlichen Verhältnisse der Juden, Grund-, Klassen-, Gewerbesteuer, die Verpflichtung zur Armenpflege und die Bildung von Landarmenverbänden, Gewerbepolizei, Ehegesetzgebung, Verteilung der Einquartierungslasten. Die Auswahl der dem Landtag vorzulegenden Entwürfe blieb aber allein der Regierung überlassen. In diesem Sinne stand eine selbständige Beschlussfassung und Verwaltung in den Kommunalangelegenheiten den Ständen in der ersten Zeit nicht zu. Ihre Aufgabe lässt sich vielmehr kennzeichnen als eine beratende und in bescheidenem Umfang mitwirkende bei der Verwaltung der so genannten „provinzialständischen Institute“, die aber als Staatseinrichtungen angesehen und von den staatlichen Organen verwaltet wurden. In diesen ersten Jahrzehnten der Arbeit des Provinziallandtages konnte sich vor allem deshalb eine Selbstverwaltung im späteren Sinne nicht ausbilden, weil außerhalb des Landtages ein Organ der Selbstverwaltung überhaupt nicht vorhanden war. 1841 versuchte die Staatsregierung diesem Mangel dadurch abzuhelfen, dass ein ständischer Ausschuss gewählt werden sollte für diejenigen Geschäfte, die außer dem Landtag wahrzunehmen waren. Seit 1842 blieb bei Beendigung der Sitzungsperiode des Landtages, der unter dem Vorsitz eines Landtagsmarschalls verhandelte, ein „Ständischer Ausschuss“ zur Erledigung der laufenden Geschäfte zurück, die hauptsächlich aus der Teilnahme an der Verwaltung der Provinzialinstitute erwuchsen. Großer Einfluss war dem Ausschuss nicht beschert. Sobald die Politik in den 1850er-Jahren aus den Verhandlungen des Provinziallandtages verschwand, nahm die Beschäftigung mit den Angelegenheiten der Selbstverwaltung einen gewaltigen Aufschwung. Mit Macht setzte die Entwicklung zur kommunalen Selbstverwaltung ein, sowohl nach der materiellen Seite durch Ausdehnung der Aufgaben wie auch nach der formellen Seite durch Erringung einer eigenen, von der Staatsverwaltung getrennten provinziellen Verwaltung. In dem Bestreben, die Tätigkeit der Stände auf die materielle Verbesserung der Provinz zu richten, erweiterte die Regierung das Arbeitsgebiet des Landtages von Tagung zu Tagung. Von vornherein hatten zum Gegenstand der ständischen Tätigkeit gehört: die Irrenanstalt Siegburg, die Arbeitsanstalt Brauweiler, das Landarmenhaus in Trier, die Hebammenlehranstalt in Köln. Für die Verwaltung dieser Einrichtungen waren gemischte Kommissionen gebildet worden, von deren vier Mitgliedern zwei vom Provinziallandtag gewählt wurden und zwei der von der Regierung bestellt waren. Den Vorsitzenden dieser Kommissionen bestimmte die Regierung, die auch die entscheidende Stimme hatte. Im Jahre 1838 gestattete die Regierung die dauernde Mitwirkung ständischer Kommissarien bei der Verwaltung der Bezirksstraßen. Bis 1851 kamen hinzu: die Provinzial-Feuersozietät und die Mitwirkung bei der Staats- und Bezirksstraßenverwaltung, im Jahre 1854 das Taubstummenwesen und die Provinzial-Hilfskasse, bis 1862 noch die Anfänge der Blindenfürsorge. Einen ersten entscheidenden Fortschritt im Hinblick auf die provinziale Selbstverwaltung bildete der Landtagsabschied zum 18. Provinziallandtag vom 11. März 1868, durch welchen den Ständen die erbetene Selbstverwaltung der Irren- und Pflegeanstalten zugestanden wurde. Nachdem den im Jahre 1866 neu geschaffenen Provinzen unter Bewilligung von Dotationen eine weitgehende Selbstverwaltung eingeräumt worden war, wurde durch Landtagsabschied vom 8. Juni 1871 auch den rheinischen Provinzialständen auf deren Antrag hin eine Selbstverwaltung der provinzialständischen Institute gewährt. Ein vom Landtagskommissar vorgelegtes „Regulativ für die Organisation der Verwaltung des provinzialständischen Vermögens und der provinzialständischen Anstalten“, das zum 1. Januar 1873 gültig wurde, mündete bereits am 8. Juli 1871 in die Wahl eines Provinzialverwaltungsrates aus 15 Mitgliedern zur Leitung der Provinzialgeschäfte, der sich am 1. Dezember 1872 konstituierte. Mit der Wahl des Freiherrn Hugo von Landsberg am 8. September 1875 zum Landesdirektor erhielt die Provinzialverwaltung dann auch erstmals einen Leitenden Beamten, dem bald weitere Oberbeamte („Landesräte“) für die einzelnen Geschäftsbereiche unterstellt wurden. Diese konstitutive Phase des Verwaltungsaufbaues war 1877 abgeschlossen. Die Verwaltung selbst war am 1. Juli 1873 von Koblenz nach Düsseldorf verlegt worden, wo auch der Provinziallandtag seit seinen Anfängen tagte. 1881 wurde hier auch das neu erbaute „Ständehaus“ als Sitz der Verwaltung in Benutzung genommen. Die neue Selbstverwaltung begann nach ihrer Einrichtung im Jahre 1871 sofort mit der Übernahme der bisher von den Staatsorganen verwalteten ständischen Einrichtungen. Begonnen wurde mit der Einrichtung des Landarmenwesens auf Grund des Gesetzes vom 6. Juni 1870 sowie mit der Ausführung der vom Provinziallandtag 1868 gefassten Beschlüsse betreffend die Errichtung von fünf neuen Irrenanstalten in der Rheinprovinz. Am 1. Januar 1873 wurden die Hebammenlehranstalt in Köln, die Arbeitsanstalt in Brauweiler und die Irrenanstalt in Siegburg, am 1. Februar 1873 die Rheinische Provinzial-Feuer-Sozietät, am 1. März 1873 die Rheinische Provinzial-Hilfskasse und der Meliorationsfonds, am 1. November 1873 die Provinzial-Blindenanstalt zu Düren, am 1. September 1874 die Taubstummenschulen zu Brühl, Kempen, Moers und Neuwied und am 1. Januar 1876 das Landarmenhaus zu Trier in die Verwaltung übernommen. Durch die Dotationsgesetze vom 30. April 1873 und vom 8. Juli 1875 wurden der provinzialen Selbstverwaltung unter Überweisung entsprechender Staatsrenten große neue Aufgaben überwiesen. In die alleinige Kompetenz der Provinzialverwaltung gingen über: 1) Arbeitsanstalt Brauweiler 01.01.1873 2) Hebammenlehranstalt Köln 01.01.1873 3) Provinzial-Irren-Heil- und Pflegeanstalten 01.01.1873 4) Rhein. Provinzial-Feuer-Sozietät 01.02.1873 5) Rhein. Provinzial-Hilfs-Kasse mit Rhein. Meliorationsfonds 01.03.1873 6) Provinzial-Blindenanstalt Düren 01.11.1873 7) Taubstummenanstalten Brühl, Kempen, Moers, Neuwied 01.09.1874 8) Wegebau-, später Provinzial-Straßenverwaltung 01.01.1876/01.04.1877 9) Landarmenhaus Trier 01.01.1876 10) Kommission für die Rhein. Provinzial-Museen Bonn und Trier 1876, 1885 und Provinzial-Kommission für die Denkmalpflege 1882 10) Fürsorgeerziehung 1879/1890, 1901 11) Niedere Landwirtschaftsschulen und Unterstützung der Landwirtschaft 1879/1880, 1901 12) Rhein. Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft 1887, 1901 13) Ruhegehaltskasse der Landbürgermeistereien 1889 15) Witwen- und Waisen-Versorgungsanstalt für die Kommunalbeamten 1892 16) Ruhegehaltskasse der Kreiskommunalverbände und Stadtgemeinden 1901 Dazu kam vom Jahre 1879 an die Durchführung des preußischen Gesetzes vom 13. März 1878 über Zwangserziehung verwahrloster Kinder und vom Jahre 1881 an die Ausführung des Gesetzes betreffend die Abwehr und die Unterdrückung von Viehseuchen. Von größter Bedeutung waren der Ausbau der Provinzial-Hilfskasse zu einem landwirtschaftlichen Kreditinstitut 1882 und ihre Umwandlung in die Landesbank der Rheinprovinz 1888. Durch den Erlass der Provinzialordnung vom 29. Juni 1875 und mit deren Einführung in der Rheinprovinz durch das Gesetz vom 1. Juni 1887 wurde die provinzialständische Verfassung von 1823 auf eine vollkommen neue Grundlage gestellt. Die Provinzen als Kommunalverbände wurden mit einer ausgedehnten Selbstverwaltung der eigenen Angelegenheiten ausgestattet. Der erste Provinziallandtag, der nach den neuen Grundlagen und Zuständigkeiten gewählt wurde, war der 34. Landtag im Jahre 1888, so dass wir hiermit in eine neue Zeit provinzialer Selbstverwaltung wie auch deren politischer Vertretung eintreten. Mit dem 58. Provinziallandtag im Jahre 1918 endet diese Epoche. Literatur: – Johannes Horion: Die Entwicklung der provinziellen Selbstverwaltung der Rheinprovinz, in: Ders. (Hrsg.), Die Rheinische Provinzial-Verwaltung, ihre Entwicklung und ihr heutiger Stand (Düsseldorf 1925), S. 9–79 – Gustav Croon: der Rheinische Provinziallandtag bis zum Jahre 1874 (Düsseldorf 1918) – Horst Lademacher: Von den Provinzialständen zum Landschaftsverband. Zur Geschichte der landschaftlichen Selbstverwaltung der Rheinlande (Köln 1973) - Kurt Schmitz: Der Rheinische Provinziallandtag (1875-1933) (Neustadt a.d. Aisch 1967) Die Überlieferung „Archiv der Provinzialstände der Rheinprovinz“ Das Archiv der Provinzialstände bildet den ältesten Teil des Archivs des Provinzialverbandes bzw. heute des Landschaftsverbandes Rheinland in Pulheim-Brauweiler. Es umfasst nicht zuletzt auch die Überlieferung aus der Phase der alten Provinzialstände 1826–1871. Bereits im Jahr 1856 war diese durch einen Fachmann bearbeitet worden: Am 1. Juli 1856 konnte der die Oberaufsicht ausübende Landtags-Abgeordnete Lacomblet dem Oberpräsidenten der Rheinprovinz mitteilen, dass „das Ordnen und Repertorisiren des landständischen Archivs“ und der Bibliothek unter seiner Leitung durch den „Archiv-Gehülfen“ Dr. Woldemar Harless (1828–1902) durchgeführt worden sei. Sieben Kisten Akten waren Anfang 1855 per Schiff von Koblenz nach Düsseldorf gebracht worden. Zusätzlich zu diesen in den nächsten Jahren parallel zu den jeweiligen Provinziallandtagen routinemäßig anwachsenden Beständen wuchs dem „Archiv der Provinzialstände“ das Schriftgut der expandierenden Kommunalverbandsverwaltung nach 1871 bzw. 1887 zu, deren Registraturschema manchen Wandel durchmachte und insbesondere um 1924 eine weitgehende Umbenennung der Abteilungen erfuhr. Die nach der Harless’schen Zeit archivreif gewordenen Akten wurden ohne Ordnung und ohne Findbuch zusammengelegt und bildeten bald ein unübersehbares Durcheinander. Ihre Masse wuchs, je größer der Aufgabenkreis der Provinzialverwaltung wurde. Hand in Hand mit dem Ausbau der Räumlichkeiten, an denen die Initiative des Landeshauptmanns Heinz Haake (1933–1945) bzw. des Ersten Landesrates Dr. Wilhelm Kitz (1933–1945) einen großen Anteil hatten, ging der Aufbau eines wirklichen „Archivs der Provinzialverwaltung“ im Düsseldorfer Landeshaus, d.h. einer fachmännischen Verwaltung der Akten. Die Ordnung von Harless hatte nur die älteren Akten erfasst, und seither war es zu wiederholten Aktenablieferungen an die Provinzialverwaltung gekommen, wenn ihr neue, bisher von anderen Behörden bearbeitete Sachgebiete übertragen wurden. Mit der Verwaltung des Archivs wurde nunmehr Dr. Otto-Wilhelm Pansch vom Landeshauptmann betraut. Ende der 1930er-Jahre begann Pansch, die im Landeshaus lagernden Archivalien unter möglichster Erhaltung der bei der Ablieferung vorliegenden Registraturordnung zu verzeichnen. Durch die mehrfache kriegsbedingte Verlagerung des Archivs war die Ordnung des Provinzialarchivs völlig zerstört, als es im Jahre 1951 in das Staatsarchiv Düsseldorf überführt wurde. Die Aufstellung des Bestandes erfolgte durch Dr. Dahm unter Wiederherstellung der inneren Ordnung, wie sie aus den Signaturen Panschs, des letzten einheitlichen Schemas, hervorging. Die Vereinigung der verschiedenen Ablieferungen in einer übersichtlichen Abteilungsfolge war von Pansch nicht voll bewältigt worden, doch wurde seine Ordnung zur Vermeidung von Verunklarungen wegen ihrer Registraturnähe dem dann erstellten Findbuch zu Grunde gelegt. Hierbei wurden auch die älteren Signaturen festgehalten. Ende 1956 konnte Dr. Oediger seitens des Staatsarchivs dem Kultusministerium mitteilen, dass das Anfang des Jahres fertig gestellte Findbuch für die Akten der ehemaligen rheinischen Provinzialverwaltung durch die Ordnung und Verzeichnung einer neuen Akzession von etwa 2000 Akteneinheiten erweitert worden sei. Abschriften des dreibändigen Findbuches „Provinzialverband des preußischen Rheinprovinz 1824–1945“ sollten im Januar 1957 vorliegen. Am 4. November 1960 war die Rückführung des Archivs der Provinzialverwaltung aus dem Staatsarchiv Düsseldorf in das Landeshaus in Köln, wo zwei Archivräume mit Archivregalen ausgestattet worden waren, abgeschlossen. Der Bestand stellt seit 1986 den ältesten Teil der Überlieferung im Archiv des Landschaftsverbandes Rheinland in Pulheim-Brauweiler dar. Die Klassifikation des Findbuches Die hier verzeichnete Überlieferung ist nach dem bisher Gesagten durch drei Verzeichnungsaktionen geprägt: Zunächst die zwischen 1856 und 1866 durch Harless vorgenommene eher registraturmäßige Einordnung der Unterlagen vorrangig der Provinziallandtage bzw. der dort verhandelten Gegenstände, dann die in den späten 1930er-Jahren vorgenommene Ordnung von Pansch und schließlich die Verzeichnung im Hauptstaatsarchiv Düsseldorf in der zweiten Hälfte der 1950er-Jahre. Während Pansch die bereits von Harless verzeichneten Aktenbände zuzüglich des in den folgenden Jahrzehnten angefallenen Schriftgutes verarbeitete, bedeutete die Düsseldorfer Verzeichnung vor allem eine Neuordnung und Erschließung des durch Krieg und Nachkriegszeit vielfach umgezogenen Bestandes, allerdings unter Übernahme der von Pansch seiner Zeit formulierten Titelaufnahmen. Das Ergebnis, nämlich ein dreibändiges Düsseldorfer Findbuch, bildete die Grundlage für sämtliche Recherchen an diesem Archivbestand bis in die jüngste Vergangenheit. Stichproben im Archiv des LVR machten allerdings nur zu bald klar, dass man zwar mit dieser Erschließung arbeiten konnte, erwiesen aber zugleich, dass ein nicht unerheblicher Korrekturbedarf sowohl im Hinblick auf die Inhalte der Akten als auch auf die angegebenen Laufzeiten bestand. Eine ganze Reihe von Titeln erwies sich als reine „Aktendeckelverzeichnung“ ohne konkrete Prüfung, ob der Inhalt der Akte tatsächlich der Beschreibung entsprach. Tatsächlich stellten sich etliche Widersprüche heraus. Die älteste Überlieferungsschicht des „Archivs der Provinzialstände“, Dokumente aus der Zeit vom Ersten Provinziallandtag 1826 bis zur grundlegenden Neuordnung der Provinzialverwaltung im Jahre 1888, wurde daher einer Neuverzeichnung unterzogen. Diese Verzeichnung erfolgte unter Rekonstruktion des alten Gliederungsschemas von Harless, also gemäß der zeitgenössischen systematischen Zuordnung. Ergänzend wurde auch die Altsignatur-Schicht von Pansch in der entsprechenden Rubrik nachgewiesen. Die Titelaufnahme orientierte sich dabei nach Möglichkeit an der ursprünglichen Version, wurde aber bei Korrektur- oder Ergänzungsbedarf konsequent umformuliert. Neu ist auch, dass erstmalig sämtliche in die Akten aufgenommenen Druckschriften, Publikationen, handschriftlich vervielfältigte Schreiben usw. in den „Enthält-Vermerken“ durchgängig ausgewiesen worden sind, mit der einzigen Ausnahme der gedruckten Sitzungsprotokolle, die in den entsprechenden Serien alle veröffentlicht sind. Gegenüber dem aus Düsseldorf überkommenen Bestand ist es darüber hinaus zu einzelnen Bereinigungen gekommen, insofern eine Reihe von Dubletten – es handelt sich ausschließlich um Mehrfertigungen von Protokollen, Rundschreiben u.Ä. – herausgenommen und somit die folgenden Archivaliennummern gelöscht wurden (in Klammern die Archivalien, die dieselben Schreiben enthalten): 185 (= 184), 337 (= 289), 357 (= 356), 362 (= 361), 381 (= 380), 400 (= 399), 406 (= 405), 438 (= 437), 459 (= 458), 551 (= 550), 591 (= 590), 603 (= 604), 795 (= 794), 856 (= 855), 1075 (= 1074), 1116 (= 1115), 1216 (= 1215). Wilhelm Kisky hat zwar die Verzeichnungsarbeiten von Harless später heftig kritisiert: Die Ordnung in dem 1856 abgeschlossenen Findbuch sei „nicht gerade sehr klar und übersichtlich“, und die unpraktische und undeutliche Signierung der Aktenbände habe maßgeblich dazu beigetragen, dass die ursprüngliche Ordnung in späteren Jahren zerstört wurde. Harless’ Übersicht sah elf Abteilungen vor (I Ständische Verfassung, II Ständische Verhandlungen/Provinziallandtag, III Allgemeine Staatsverfassung und Polizei, IV Justizwesen, V Finanzsachen, VI Kirche, Kunst und Unterrichtswesen, VII Kreis- und Kommunalangelegenheiten, VIII Bezirksstraßen-Angelegenheiten, IX Handel, Gewerbe, Industrie, X Landwirtschaft, XI Provinzial-Institute). Diese Abteilungen untergliederten sich in der alten Struktur nochmals in „Sectionen“, „Gefache“ und „Nummern“, die sich auch in den entsprechenden Aktenzeichen niederschlugen. Die Akten waren dabei ohne Rücksicht auf diese Abteilungen fortlaufend durchnummeriert worden, was die Einschiebung von Nachträgen, die Harless selbst schon in großer Zahl vornehmen musste, sehr erschwerte. Ungeachtet dieses für die aktuelle Verzeichnung nicht gewichtigen Einwandes – das Archiv des LVR hat selbst die Praxis der „numeri currentes“ beibehalten – bot die ursprüngliche Systematik die Möglichkeit, fast alle Akten eindeutig den entsprechenden Rubriken zuzuweisen. Eine Ergänzung zur Klassifikation stellt die relativ kleine Gruppe „Sonderüberlieferung – Sekrete Akten des Landtagsmarschalls“ dar, die im Kontext der ältesten Überlieferungsschicht, aber außerhalb der genannten elf Abteilungen vorgefunden wurde. Die Überlieferung „Archiv der Provinzialstände der Rheinprovinz 1826–1888“ hat somit folgende Klassifikationsstruktur: 00 00 Sonderüberlieferung 00 01 ’Sekrete Akten’ des Landtagsmarschalls 01 00 Ständische Verfassung 01 01 Wahlordnung 01 02 Landtagsfähige Güter 01 03 Stand der Städte (Dritter und Vierter Stand) 01 04 Ständische Rechten und Pflichten 01 05 Ständischer Haushalt 02 00 Ständische Verhandlungen im Allgemeinen 02 01 Eröffnung und allgemeiner Gang der Verhandlungen 02 02 Sitzungsprotokolle 03 00 Allgemeine Staatsverfassung und Polizei 03 01 Reichsstände 03 02 Pressfreiheit 03 03 Bundesgericht 03 04 Wahlen zur Zweiten Kammer 03 05 Kreis-, Bezirks- und Provinzial-Ordnung 03 06 Städte- und Gemeindeordnung 03 07 Bürgerliche Verhältnisse 03 08 Aus- und Einwanderung 03 09 Armenwesen 03 10 Polizeiwesen 03 11 Sitten- und Sicherheitspolizei 03 12 Gesinde-Polizei 03 13 Feuer- und Baupolizei 03 14 Strom- und Uferpolizei 03 15 Feld-, Forst- und Jagdpolizei 03 16 Militärwesen 03 17 Staatsbeamte und Angestellte 03 18 Statistik der Rheinprovinz 04 00 Justizwesen 04 01 Justizverwaltung 04 02 Rechtsverfassung 04 03 Rheinischer Appellhof 04 04 Land- und Bezirksgerichte 04 05 Friedensgerichte und Fabrikgerichte 04 06 Handelsgerichte und Handelsrecht 04 07 Notarien 04 08 Hypothekenwesen 04 09 Zivilrechtliche Verhältnisse 04 10 Rechtsverhältnisse des Grundbesitzes 04 11 Forst-, Jagd- und Weideberechtigungen 04 12 Strafgesetzgebung 05 00 Finanzsachen 05 01 Landesschulden und Fiskus, Forderungen, Fonds 05 02 Steuerwesen im Allgemeinen 05 03 Grundsteuer und Kataster 05 04 Klassensteuer, Gebäudesteuer 05 05 Einkommensteuer 05 06 Gewerbesteuer 05 07 Zölle 05 08 Braumalzsteuer 05 09 Branntweinsteuer 05 10 Wein- und Moststeuer 05 11 Mahl- und Schlachtsteuer 05 12 Stempelsteuer 05 13 Salzsteuer 05 14 Chausseegeld 05 15 Lotterien 05 16 Münz- und Kassenwesen 06 00 Kirche, Kunst und Unterricht 06 01 Kirchenverfassung 06 02 Kirchenvermögen und Kultuskosten 06 03 Konfessionelles 06 04 Universitäten und Schulen 06 05 Taubstummen-Unterrichtswesen 06 06 Medizinalwesen 06 07 Veterinärwesen 06 08 Apotheken 06 09 Kunstdenkmäler 06 10 Wissenschaftliche Sammlungen 07 00 Kreis- und Kommunalangelegenheiten 07 01 Kreis- und Kommunalangelegenheiten im Allgemeinen 07 02 Landräte und Bürgermeister 07 03 Kommunalsteuern 08 00 Bezirksstraßen-Angelegenheiten 08 01 Bezirksstraßen im Allgemeinen 08 02 Bezirksstraßenbaufonds 08 03 Staatsstraßen der Rheinprovinz 08 04 Linksrheinisches Bezirksstraßensystem 08 05 Rechtsrheinisches Bezirksstraßensystem 09 00 Handel, Gewerbe und Ackerwirtschaft 09 01 Handel und Gewerbe im Allgemeinen 09 02 Zünfte, Innungen, Gewerbefreiheit 09 03 Handel und Gewerbe im Besonderen 09 04 Schutz und Förderung der Industrie 09 05 Bergwerke 09 06 Post und Eisenbahn 10 00 Landwirtschaft 10 01 Ackerbau und Bodenkultur 10 02 Viehzucht 10 03 Weinbau 11 00 Provinzialinstitute 11 01 Provinzialinstitute im Allgemeinen 11 02 Provinzialarchiv 11 03 Hebammen-Lehranstalt 11 04 Taubstummen-Lehranstalt 11 05 Versorgungsanstalten 11 06 Landarmenhaus Trier 11 07 Irren-Heil-Anstalt Siegburg 11 08 Irren-Bewahranstalten 11 09 Arbeitsanstalt Brauweiler 11 10 Besserungsanstalten 11 11 Gefängnisgesellschaft, Gefängnisse 11 12 Feuer-Sozietät 11 13 Provinzial-Spar- und Hilfskasse 11 14 Hagel-Assekuranz 11 15 Rentenbanken 11 16 Blindenschule Düren 11 17 Provinzialmuseen 11 18 Ackerbauschule Desdorf 11 19 Etats der provinzialständischen Verwaltung 11 20 Straßenbau

            Archiv der Grafen von Pückler-Limpurg
            B. · Bestand · 1396 - 1931
            Teil von Stadtarchiv Fürth

            Der Bestand der Grafen von Pückler-Limpurg ist eines der bedeutendsten Adelsarchive der Region. Er gehört der Pückler-Limpurg’schen Wohltätigkeitsstiftung und wird durch das Stadtarchiv Fürth treuhänderisch verwaltet. Eine Einsicht in Haus- und Familiensachen ist nur mit Zustimmung der Stiftung möglich. Inhaltlich wird das gesamte Spektrum der herrschaftlichen Verwaltung sowie Haus- und Familienangelegenheiten abgedeckt. Die private Korrespondenz enthält Kontakte zu den bedeutendsten Adelsgeschlechtern der Region, Deutschlands und Europas, z.B. Den von Thurn & Taxis, dem württembergischen Haus, den Habsburgern und dem dänischen König. Neben den Militär- und Justizsachen gehört auch die Bibliothek zu den herausgehobenen Teilen, die eine Reihe sehr seltener Werke v.a. Zum Gerichtswesen beinhaltet. Gegliedert sind die Unterlagen in Urkunden, Akten, Bände, Rechnungen sowie Karten und Pläne. Die Laufzeit reicht vom 14. Bis ins 20. Jahrhundert. 1.) Urkunden 1.1.) Haus- und Familienarchiv der Grafen von Pückler-Limpurg 1.2.) Rittergut Burgfarrnbach - oberer Sitz 1.3.) Rittergut Burgfarrnbach - unterer Sitz 1.4.) Rittergut Brunn bei Emskirchen (Ansbacher Hälfte) 1.5.) Rittergut Brunn bei Emskirchen (Bamberger Hälfte) 1.6..) Rittergut Brunn (ansbach-bayreuthischer Lehenanteil) 1.7.) Rittergut Tanzenhaid 1.8.) Alt-Bergische, dann Graf Zeilische Reichsmannlehen in und um Retzelfembach 1.9.) von Seckendorff’sche Lehen Retzelfembach 1.10.) ehemals Pücklerische, dann Nürnberger Reichslehen 1.11.) von Sperreuthsche Lehen 1.12.) St. Lorenz Nürnberg für die Pfarrkirche zu Burgfarrnbach 1.13.) Dillenburger Wald bei Deberndorf 1.14.) Zinslehenbriefe Unterfarrnbach 1.15.) Fürth 1.16.) Mannlehenbrief Veitsbronn 1.17.) Lehenbrief Obermichelbach 1.18.) Kaufbriefe 1.19.) Besitzungen der Nürnberger Familie Nützel in Tanzenhaid 1.20.) Consensbriefe zur Aufnahme von Darlehen 1.21.) Gültbriefe der Familie von Gaisberg 1.22.) Jagdsachen 1.23.) Verschiedenes, Wappenbrief etc. 1.24.) Archivfremde Urkunden 2.) Akten 2.1.) Haus- und Familienarchiv 2.2.) Rittergut Burgfarrnbach 2.2.1.) Lehensachen 2.2.2.) Herrschaftliche Angelegenheiten 2.2.3.) Justiz und Verwaltung - allgemein 2.2.4.) Testamente, Inventare, Teilungszettel, Verlassenschaften 2.2.5.) Freiwillige Gerichtsbarkeit, Besitzveränderungen, Kaufbriefe 2.2.6.) Ansässigmachung, Heiraten, Geburtsbriefe 2.2.7.) Vormundschaftssachen 2.2.8.) Hypotheken- und Konkurssachen 2.2.9.) Zivilprozessakten 2.2.10.) Kriminal- und Strafsachen 2.2.11.) Vogtei- und Polizeisachen 2.2.12.) Gesundheitspolizei, Hebammen 2.2.13.) Zoll- und Passsachen 2.2.14.) Finanz- und Kassenwesen 2.2.15.) Finanzwesen unter der Administrationsverwaltung der kaiserlichen Subdelegationskommission 2.2.16.) Steuern, Zehnten und andere Abgaben 2.2.17.) Militaria, Kriegskosten etc. 2.2.18.) Landwirtschaft, Feld und Wald, Wun und Weide, Weiherfischerei 2.2.19.) Jagdsachen 2.2.20.) Bauwesen, Gebäude, Gärten, Straßen, Brücken, Bäche, Stege, Dämme 2.2.21.) Brauhaus und Brauerei 2.2.22.) Meierei 2.2.23.) Mühlen 2.2.24.) Ziegelhütte 2.2.25.) Kirche und Pfarrer, Schule und Lehrer 2.2.26.) Die Reichsstadt Nürnberg und Burgfarrnbach, Herrschaft und Gemeinde 2.2.27.) Gemeindesachen 2.2.28.) Herrschaftliche Beamte und Bedienstete 2.2.29.) Reichstagsakten 2.2.30.) Fränkische Kreistagsakten 2.2.31.) Reichshofrat 2.2.32.) Reichsritterschaft Franken 2.2.33.) Allerlei 2.3.) Rittergut Brunn bei Emskirchen (mit Dettendorf, Tanzenhaid, Hochholz usw. Und einem Anhang) 2.3.1.) Lehensachen 2.3.2.) Justiz und Verwaltung, allgemein 2.3.3.) Kriminalsachen 2.3.4.) Zivilprozess- und Eheakten 2.3.5.) Schuld- und Konkurssachen 2.3.6.) Verlassenschaften, Inventare und Erbsachen 2.3.7.) Hypothekensachen 2.3.8.) Verwaltung 2.3.9.) Waldsachen 2.3.10.) Jagdsachen 2.3.11.) Landwirtschaft und Schäferei 2.3.12.) Besitzveränderungen 2.3.13.) Gebäude, Schloss, Mühle, Mineralheilquelle 2.3.14.) Laboratorium im Brunner Schloss zur Herstellung von Gold, Silber, Salpeter, Salz, dazu Bergwerkssachen 2.3.15.) Finanzwesen 2.3.16.) Steuern, Zehnt, Handlohn 2.3.17.) Militär- und Kriegssachen 2.3.18.) Handwerk 2.3.19.) Diffferenzialakten 2.3.20.) Kirche und Pfarrer, Schule und Lehrer 2.3.21.) Vogtei- und Polizeisachen 2.3.22.) Gemeindesachen 2.3.23.) Dettendorf und Waldsachsen (Obersachsen), Rittergüter 2.3.24.) Rittergut Tanzenhaid 2.3.25.) Güter und Höfe, die ganz oder teilweise im Besitz der Grafen v. Pückler-Limpurg waren und zum Teil von Brunn aus verwaltet wurden oder zum Teil eine eigene Verwaltung und Rechnungslegung hatten 2.3.26.) Städte, Märkte, Dörfer 2.3.27.) Gräflich Castell und Erbach’sche Angelegenheiten 2.3.28.) Archiv und Bücherei (Historische Nachrichten) 2.4.) Limpurg’sches Archiv 2.4.1.) Allgemeine Akten 2.4.2.) Württemberg 2.4.3.) Gaildorf, Stadt und Land 2.4.4.) Forst- und Jagdsachen 2.5.5.) Städte, Märkte und Dörfer 2.6.6.) Mainfränkische Orte: Sommerhausen, Winterhausen, Gollhofen 2.7.7.) Beamte und Bedienstete, allgemein 2.8.8.) Personalakten 3.) Bände 3.1.) Allgemeines 3.2.) Limpurger Besitzungen 3.3.) Reichstagsakten 3.4.) Rittergut Brunn 3.5.) Rittergut Burgfarrnbach 3.6.) Rittergut Tanzenhaid 3.7.) Rittergüter Dettendorf und Waldsachsen 3.8.) Schlossarchiv Burgfarrnbach 4.) Rechnungen 4.1.) Burgfarrnbach 4.2.) Brunn 4.3.) Dettendorf und Waldsachsen 4.4.) Strahlbach 4.5.) Tanzenhaid 4.6.) Obersontheim 4.7.) Gaildorf 4.8.) Forstverwaltung 4.9.) Familiensachen 4.10.) Verschiedenes 5.) Karten und Pläne 5.1.) Rittergut Burgfarrnbach 5.2.) Rittergut Tanzenhaid 5.3.) Rittergut Brunn 5.4.) Genealogie 5.5.) Verschiedenes 6.) Bibliothek 6.1.) Rechts- und Staatswissenschaften 6.1.1.) Adelsrecht, Besitzstreitigkeiten der adeligen Familien 6.1.2.) Bayerisches Landesrecht 6.1.3.) Handels- und Wechselrecht 6.1.4.) Kirchenrecht 6.1.5.) Lehenrecht, Zehentrecht 6.1.6.) Preußisches Landesrecht 6.1.7.) Römisches Recht, Pandekten 6.1.8.) Staatsrecht, Völkerrecht 6.1.9.) Strafrecht 6.1.10.) Verwaltungsrecht 6.1.11.) Württembergisches Landesrecht 6.1.12.) Zivilrecht 6.2.) Sonstiges 6.2.1.) Adelsgeschichte 6.2.2.) Adressbücher, Lexika 6.2.3.) Bauwesen 6.2.4.) Bibliothekswissenschaft 6.2.5.) Biographien, Memoiren 6.2.6.) Brandenburgica 6.2.7.) Brauwesen 6.2.8.) Flugschriften 6.2.9.) Forstwesen 6.2.10.) Gartenbau 6.2.11.) Genealogie, Wappenkunde 6.2.12.) Geographie 6.2.13.) Geschichte und Hilfswissenschaften 6.2.14.) Gotha (Adelskalender) 6.2.15.) Kalender (chronologisch geordnet) 6.2.16.) Kunstdrucke 6.2.17.) Landwirtschaft 6.2.18.) Literatur (deutsch und fremdsprachlich) 6.2.19.) Mathematik 6.2.20.) Militaria 6.2.21.) Münzwesen 6.2.22.) Naturwissenschaften (verschiedene) 6.2.23.) Norica 6.2.24.) Pädagogik 6-2.25.) Periodica 6.2.26.) Philosophie 6.2.27.) Sprachwissenschaft 6.2.28.) Theologie, Predigten, Erbauungs- und Gesangbücher 6.2.29.) Trauerreden und -schriften 6.2.30.) Verwaltung, Kaufmännisches, Buchführung 6.2.31.) Viehzucht 6.2.32.) Wörterbücher, Grammatiken 7.) Sonstiges

            BArch, R 1001/2301 · Akt(e) · Okt. 1890 - Sept. 1891
            Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

            Enthält u.a.: The idea of a greater Germany, Berlin 1890 Gesundheitliche Kontrolle der im Schutzgebiet der Neu Guinea Kompagnie als Arbeiter angeworbenen Eingeborenen. Verordnung vom Oktober 1890 Amoy-Auswanderung nach dem Indischen Archipel mit besonderer Bezugnahme auf das Deli-Unternehmen, 1891

            BArch, R 1001/2299 · Akt(e) · (1887) Jan. 1888 - Juli 1889
            Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

            Enthält u.a.: Allgemeine Bestimmungen für im Dienst der Neuguinea Kompagnie stehende Handwerker und ihnen gleichgestellter Personen, Okt. 1887 Allgemeine Bestimmungen über die Stellung der Beamten im Schutzgebiet der Neuguinea Kompagnie, Okt. 1887 Disziplinarvorschriften für die Beamten im Schutzgebiet der Neuguinea Kompagnie, Okt. 1887

            BArch, R 1001/2312 · Akt(e) · Febr. 1910 - Sept. 1912
            Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

            Enthält u.a.: Die Ursachen des Rückganges der eingeborenen Bevölkerung auf den Westkarolinen und Palau-Inseln und über Mittel und Wege zur Steuerung der Sterblichkeit. Denkschrift. Berlin 1910 Eingeborene Arbeitskräfte im Südseeschutzgebiet 12 Fotografien von Kulibaracken und Hospitalanlagen

            AOK Dortmund (Bestand)
            Stadtarchiv Dortmund, 650 - · Bestand · 1884-1995
            Teil von Stadtarchiv Dortmund (Archivtektonik)
            1. Ausgangslage bei der archivischen Sicherung von Akten bei den AOK-Regionaldirektionen in Westfalen-Lippe: Im Zuge einer umfassenden Änderung von Organisations- und Selbstverwaltungsstrukturen der Allgemeinen Ortskrankenkassen Mitte der 1990er-Jahre hat sich in der archivischen Fachdiskussion herauskristallisiert, dass die AOK-Quellen auf regionaler Ebene ein wichtiges und zeitlich umfassendes Abbild wirtschafts- und sozialgeschichtlicher Strukturen darstellen. Die regionale Relevanz der Überlieferung leitet sich dabei aus der historischen Entwicklung der Allgemeinen Ortskrankenkassen ab: Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Kassen auf der lokalen Ebene der Gemeinden gegründet und passten sich im Laufe der Zeit durch Kassenzusammenlegungen dem Verwaltungszuschnitt der Kreise bzw. kreisfreien Städte an. Insofern ist eine Überlieferungsbildung durch Kommunalarchive im Rahmen ihrer Verantwortung für die Dokumentation lokaler/regionaler Lebenswelten eine naheliegende Folgerung. Dieser Ansatz ist vom LWL-Archivamt für Westfalen aufgegriffen worden, das bei der Umsetzung der archivischen Sicherung der in den AOK-Regionaldirektionen befindlichen historischen Überlieferung eine Vermittlerrolle zwischen den westfälischen Kommunalarchiven und der AOK Westfalen-Lippe einnahm. In deren Folge wurden die Verhandlungen wegen einer Archivierung von regionalen AOK-Quellen zwischen der Zentraldirektion der AOK Westfalen-Lippe in Dortmund für die der Zentraldirektion unterstellten AOK-Regionaldirektionen und dem LWL-Archivamt für Westfalen in Münster für die beteiligten Kommunalarchive geführt. 2. Kooperation zwischen der AOK Westfalen-Lippe, dem LWL-Archivamt und den Kommunalarchiven zur Archivierung von AOK-Akten: Nachdem die ersten Gespräche zur Archivierung von AOK-Akten im Jahre 2002 stattfanden, dauerte es letztlich bis April 2008, ehe eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem LWL-Archivamt für Westfalen und der AOK Westfalen-Lippe über die „Archivische Erschließung der in den Regionaldirektionen der AOK Westfalen-Lippe befindlichen Kernüberlieferungen bis zum Stichjahr 1994“ abgeschlossen werden konnte. Diese Vereinbarung regelt grundsätzlich die Sicherung der historischen Kernüberlieferung der bis zum Stichjahr 1994 selbständigen Allgemeinen Ortskrankenkassen in Westfalen-Lippe und ihrer Vorgängereinrichtungen. Sie umfasst die Bewertung, Übernahme und Erschließung des relevanten Quellenmaterials durch das LWL-Archivamt für Westfalen und die sich nach den archivischen Bearbeitungsprozessen anschließende dezentrale Aufbewahrung und Nutzbarmachung in den regional zuständigen Kommunalarchiven. Die Zuordnung der einzelnen AOK-Bestände an die Kommunalarchive orientiert sich an der Organisationsstruktur der Allgemeinen Ortskrankenkassen vor der grundlegenden Neustrukturierung durch die Fusion zur AOK Westfalen-Lippe im Jahre 1994. Demzufolge fungieren 27 Kommunalarchive als Zielarchiv für diejenigen 27 selbstständigen Allgemeinen Ortskrankenkassen in Westfalen-Lippe, die bis Anfang 1994 bestanden. 3. Übernahme und Erschließung der archivwürdigen Kernüberlieferung der AOK Dortmund und ihrer Vorgängereinrichtungen: Die Aussonderung der archivwürdigen Unterlagen der AOK Dortmund und ihrer Vorgängereinrichtungen erfolgte bei der Regionaldirektion Bochum/Dortmund/Herne in der Geschäfts-stelle Dortmund am 17. und 18. April sowie am 5. Oktober und 23. November 2009. Die Überlieferung der Protokolle der AOK Dortmund macht insgesamt einen relativ geschlossenen Eindruck. Von den Vorgängereinrichtungen sind nur die Protokolle der AOK Hörde von 1909 - 1920 und die Protokolle der Besonderen Ortskrankenkasse für das Gast- und Schankwirtschaftsgewerbe von 1893 - 1933 dokumentiert. Im Bereich der Sozialwahlen sind, mit Ausnahme der Wahl von 1974, Unterlagen zu allen Wahlen im Bestand vorhanden. Die Satzungsangelegenheiten sind ab dem Jahr 1899 überliefert. Die Dokumentation der Finanzverwaltung der Kasse setzt im Jahr 1903 ein. Als Besonderheit war von der AOK Dortmund noch eine geschlossene Sachaktenschicht aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts bis zum Ende der 1950er-Jahre vorhanden. Diese Akten wurden vor Ort gemeinsam mit den zuständigen Archivaren des Stadtarchivs Dortmund bewertet und ergänzend zur Kernüberlieferung in den Bestand aufgenommen. Inhaltlich behandeln die Akten das Beitrags- und Leistungswesen der Kasse, Beziehungen zu anderen Versicherungsträgern sowie die zahlreichen Eigenbetriebe der AOK Dortmund. Ferner befinden sich im Bestand Protokolle der BKK der Schüchtermann & Kremer-Baum AG von 1929 - 1961, Unterlagen von Arbeitsgemeinschaften und eine Fotosammlung. Der Bestand umfasst 728 Titelaufnahmen. Diese befinden sich in 139 Archivkartons (Umfang: 15,5 lfdm.). Die Laufzeit reicht von 1884 - 1995. Zeitgenössische Begriffe, wie beispielsweise Arbeitsdienstwillige, Insassen oder Ostarbeiterinnen, wurden bei der Titelbildung beibehalten. 4. Besondere Benutzungsmodalitäten (Schutzfristen):Die Benutzung der Archivalien erfolgt im Rahmen des Archivgesetzes Nordrhein-Westfalen vom 16. März 2010 und der Benutzungsordnung des den Archivbestand aufnehmenden Kommunalarchivs in der jeweils gültigen Fassung. Unbenommen davon dürfen die Protokollbücher der Selbstverwaltungsorgane sowie die Unterlagen zu den Sozialversicherungswahlen erst 60 Jahre nach Aktenschluss unter Berücksichtigung der Verkürzungsmöglichkeit nach § 7 (6) Archivgesetz NW genutzt werden. Die Möglichkeit der Sperrfristenverkürzung bleibt ausschließlich dem Vorstand der AOK Westfalen-Lippe vorbehalten. Ein entsprechender Antrag ist über das Kommunalarchiv dorthin zu richten.