Frankfurt (Main)

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        Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, VI. HA, Nl Radowitz, J. M. v., d. J. · Bestand
        Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)

        Das vorliegende Findbuch stellt eine nur leicht veränderte und gegebenenfalls korrigierte Abschrift der im Jahr 1957 durch Dr. Renate Endler angefertigten Verzeichnung (einschließlich Vorbemerkung) dar. Der Nachlass des Gesandten Joseph Maria von Radowitz gelangte durch zwei Akzessionen (acc. 112/1933 und 339/1936) an das Preußische Geheime Staatsarchiv. Er durfte laut Depositalvertrag nicht geordnet und verzeichnet werden. Deshalb lässt sich nicht genau feststellen, welche Verluste durch die kriegsbedingte Aus- und Umlagerungen eingetreten sind. Sicher lassen sich Lücken bei den Tagebüchern und bei den persönlichen Aufzeichnungen feststellen. Der Bestand, dessen Signaturen völlig neu gegeben wurden, ist wie folgt gegliedert: An den Anfang wurden die Tagebücher und die persönlichen Aufzeichnungen von Radowitz gestellt. Die Tagebücher setzen mit dem Jahr 1853 ein und sind mit Unterbrechungen bis zum Jahr 1909 vorhanden. Von den Memoiren sind zwei Exemplare vorhanden. Das eine ist das Konzept von der Hand Radowitz, das andere eine nochmals durchgesehene Reinschrift von fremder Hand. Als nächstes folgt die Korrespondenz, unterteilt in den Briefwechsel mit der Familie, den alphabethisch und den chronologisch geordneten Briefwechsel. Die in großer Anzahl vorhandenen Zeitungen und Zeitungsausschnitte wurden ebenfalls chronologisch geordnet. Es handelt sich hierbei hauptsächlich um Zeitungsstimmen zur Algeciras-Konferenz, die von Januar bis April 1906 tagte. Bei Recherchen ist eventuell auch der hier verwahrte Nachlass des Vaters Joseph Maria von Radowitz (der Ältere) heranzuziehen. Der Nachlass wurde von Hajo Holborn zur Herausgabe der "Aufzeichnungen und Erinnerungen aus dem Leben des Botschafters Joseph Maria von Radowitz", 1925, benutzt. Im Zuge der jetzigen Datenbankeingabe durch Fr. Pistiolis wurden die Registereinträge für den chronologisch geordneten Briefwechsel (B III Nr. 1-10) und die Zeitungsbände (C Nr. 1 Bd. 1-3 und C Nr. 2 Bd. 1-3) als Enthält-Vermerke bei den entsprechenden Archivalieneinheiten übernommen. Der Karton 44 enthält ferner noch Ungeordnetes. Laufzeit: 1839 - 1912 und ohne Datum Umfang: 2,2 lfm Zu bestellen: VI. HA, Nl Joseph Maria von Radowitz (d. J.), Nr. .... Zu zitieren: GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Joseph Maria von Radowitz (d. J.) (Dep.), Nr. .... Berlin, November 2013 (Archivoberinspektorin Sylvia Rose) Lebensdaten: Joseph Maria von Radowitz wurde am 19.5.1839 in Frankfurt/Main geboren, wo sein Vater als preußischer Militärbevollmächtigter beim Deutschen Bund tätig war. Seine Mutter, Maria von Radowitz, war eine geborene Gräfin von Voß. Radowitz besuchte die Gymnasien in Berlin und Erfurt, wo die Familie nach dem Ausscheiden des Vaters aus dem Dienst ihren endgültigen Wohnsitz nahm. Nach dem Studium an den Universitäten Berlin und Bonn und nach Ableistung seiner Militärzeit wurde Radowitz am 25.4.1860 Auskultator beim Kammergericht. Er fand zunächst eine Anstellung beim Stadtgericht in Berlin in der Abteilung für Untersuchungssachen und später beim Kreisgericht in Erfurt. Im Jahr 1861 trat Radowitz, unterstützt vom Minister des Äußeren, Freiherrn von Schleinitz, und anderen Freunden der Familie, in die diplomatische Laufbahn ein. Er wurde Attaché der preußischen Gesandtschaft in Konstantinopel. Im Jahre 1862, zurückgekehrt nach Berlin, legte Radowitz das Legationssekretär-Examen ab. Nachdem im Jahr 1859 eine unter Leitung des Grafen Eulenburg stehende Mission mit China, Japan und Siam Verträge abgeschlossen hatte, sollte nun, 1862, ein preußisches Generalkonsulat in China eingerichtet werden. Radowitz stellte den Antrag, als Legationssekretär bei diesem Konsulat angestellt zu werden und wurde, da die anderen Bewerber für den Posten eines Legationssekretärs die Sendung nach China ablehnten, aufgenommen. Er versah seinen Dienst in Schanghai bis zum November 1864. Im Mai 1865 erhielt Radowitz den Posten des 2. Legationssekretärs in Paris, den er, mit einer Unterbrechung durch die Teilnahme am Krieg 1866, bis zum Jahr 1867 einnahm. Die nächsten Stationen der Tätigkeit von Radowitz waren München und Bukarest, wo er als Generalkonsul wirkte. In München fand seine Trauung mit Nadine von Ozerow, der Tochter des russischen Gesandten in Bayern, statt (1868). Vom Jahr 1872 bis 1880 war Radowitz im Auswärtigen Amt beschäftigt, dazwischen lag die Ernennung zum Gesandten in Athen (25.6.1874), die Mission nach Petersburg (1875), der Berliner Kongress (1878) und die Mission nach Paris (1880). Nach dem Aufenthalt in Athen erhielt Radowitz im Jahr 1882 den Posten als Botschafter des Deutschen Reiches in Konstantinopel (bis 1892) und darauf den Posten in Madrid, wo er bis zum Jahr 1908, bis zu seinem Ausscheiden aus dem diplomatischen Dienst, blieb. Im Jahr 1906 nahm er zusammen mit dem Grafen von Tattenbach als deutscher Vertreter an der Algeciras-Konferenz teil, die von Januar bis April 1906 tagte. Joseph Maria von Radowitz verstarb am 16.1.1912 in Berlin. Literatur: " H. Holborn (Hrsg.), Aufzeichnungen und Erinnerungen aus dem Leben des Botschafters Joseph Maria von Radowitz. 2 Bde, Stuttgart, Berlin und Leipzig 1925 " H. Philippi, Die Botschafter der europäischen Mächte am Berliner Hofe 1871-1914. In: Vorträge und Studien zur preußisch-deutschen Geschichte ... Hrsg. von O. Hauser. Köln und Wien 1983, S. 159-250 (Neue Forschungen zur Brandenburg-Preußischen Geschichte, Bd. 2) " D. M. Krethlow-Benziger, Glanz und Elend der Diplomatie. Kontinuität und Wandel im Alltag des deutschen Diplomaten auf seinen Auslandsposten im Spiegel der Memoiren 1871-1914. Bern, Berlin u. a. 2001, S. 554-555 (Europäische Hochschulschriften: Reihe 3, Geschichte und ihre Hilfswissenschaften, Bd. 899) " J. C. Struckmann unter Mitarbeit von E. Henning, Preußische Diplomaten im 19. Jahrhundert. Biographien und Stellenbesetzungen der Auslandsposten 1815-1870. Berlin 2003, S. 193 u. ö. " H. Spenkuch, Radowitz, Joseph Maria. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 21, Duncker & Humblot, Berlin 2003 " R. F. Schmidt, Otto von Bismarck (1815-1898). Realpolitik und Revolution. Eine Biographie. Stuttgart 2004, S. 203, S. 205 Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1839 - 1912 Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.

        Zurruhesetzung Stoltenhoffs
        Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland, 6HA 001 (Stoltenhoff, Ernst Dr. Generalsuperintendent), 912 · Akt(e) · 1934
        Teil von Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland (Archivtektonik)

        Enthält: a) Mitteilungen Stoltenhoffs über seine Zurruhesetzung Abschriften von Briefen Stoltenhoffs an: Pfarrer Euler, Oberkonsistorialrat, vom Verein Rheinischer Kiderlager e.V., mit Niederlegung des Vorsitzes durch Stoltenhoff; Direktor Müller, Hilda-Schule in Koblenz, mit Niederlegung der Mitgliedschaft im Kuratorium dieser Anstalt; die Kinderheilanstalten Viktoria-Stift/Bad Kreuznach, Niederlegung seiner Vorstandsmitgliedschaft; die Diakonie-Anstalt Duisburg, Niederlegung seiner Direktionsmitgliedschaft; Konsistorialpräsident i.R. D. Dr. Groos, Vorstandsvorsitzender der evangelischen Diakonieanstalten Kreuznach, mit Niederlegung seiner Vorstandsmitgliedschaft; Professor Pfennigsdorf von der evangellisch-theologischen Fakultät der Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn; Bischof Vogt/Aachen; den Rheinischen Provinzialausschuß für Innere Mission/Langenberg, Niederlegung seiner Mitgliedschaft; die Rektoren der Universität Bonn, der landwirtschaftlichen Hochschule Bonn und der Universität Köln; den Regierungspräsidenten in Trier; den Abt von Maria Laach, Ildefons Herwegen; den Oberpräsidenten von Koblenz; den Oberbürgermeister von Koblenz; Zeugnis für den Hausmeister seiner Wohnung; Zeugnis für seine Sekretärin, Fräulein Julie Könitzb) Briefe an Stoltenhoff zu seiner ZurruhesetzungSchreiben von: der Ebernburg-Stiftung (Einladung zu einer Führerbesprechung, mit Antwort Stoltenhoffs, daß er nach seiner Zurruhesetzung dem Vorstand nicht mehr angehöre); Gertrud Stoll/St. Blasien; Pfarrer Nack/Köln; Herrn Schneider/Rheinböllen; Pfarrer Weinmann/Pfaffendorf; Familie von Waldthausen/z.Z. Oberstdorf; Oberstudiendirektor Müller, Hilda-Schule in Koblenz; Pfarrer Gaus/Aßlar, Synode Braunfels; Pfarrer E. Juhl/Wuppertal-Barmen, Bundeswart; Oberpräsident Freiherr von Lüninck/Koblenz; Superintendent Albert Becker/Rheydt, z.Z. Emmerich; Pfarrer Seynsche/St. Wendel; Superintendent Hinrich Johannsen/Essen; Pfarrer Focke/Hamborn; Pfarrer Hanns Meyer/Dinslaken; Pfarrer A. Hensmann/Wuppertal-Barmen; Wilhelm vom Rath/Duisburg, für die Mitglieder des Vorstands der Fliedner’schen Familienstiftung; Julie Könitz, Sekretärin Stoltenhoffs; Julia und Edwin Landau/z.Z. Taormina; Pfarrer Haun/Bonn; Pfarrer Eduard Stoltenhoff/Odenkirchen; Ellie Wolff/Aachen; Pfarrer i.R. W. Rehmann/Bonn; Pfarrer Wilke/Kettwig; Dr. Landau/Koblenz; Pfarrer Reichhard/Saarbrücken, z.Z. St. Johann; Telegramm des Vorstands des Westdeutschen Jungmännerbundes/Wuppertal-Barmen; Superintendent Gillmann/Simmern; Pfarrer Ibeling/Düsseldorf; Pfarrkonferenz der Synode Meisenheim - Pfarrer Teschemacher, Pfarrer Himmelthal, Pfarrer Röhrig, Pfarrer von de Loo, Pfarrer Weber, Pfarrer Reindell, Pfarrer i.R. Fertung, Pfarrer Fröhlich, Pfarrer Bindseil, Pfarrer Götzel -; Pfarrer A. Brüggemann/Kettwig; Rektor Geldmacher von der Universität Köln; Pfarrer i.R. Spies Friedrichsfeld; Superintendent Dr. Greeven/Langenlonsheim, Synode Kreuznach; Superintendent Nold/ Malstatt, z.Z. Wasserburg; Regierungspräsident Dr. Saassen/Trier; Rektor der Rhein.-Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn; Pfarrer i.R. Heim/Bad Godesberg; Pfarrer Bonnet/Neuwied; von dem Niederrheinischen Diakonissenhaus/Duisburg; Pfarrer Graeber/Wuppertal-Barmen; Pfarrer Herbert Lempfert/Solingen-Ketzberg, z.Z. Faltlau/Titisee; Niederrheinisches Diakonissenhaus/Duisburg; Superintendent i.R. Albers/Emmerich; Pfarrer Möller/Elberfeld; Rheinische Missionsgesellschaft/Wuppertal-Barmen; Ernst Bunke von der Zeitschrift "Die Reformation"/Berlin; Pfarrer Adolf van de Loo/Medard, Synode Meisenheim; Herrn Mettring/Wuppertal-Elberfeld; Herrn und Frau Zimmermann/Bad Godesberg; Superintendent i.R. Von Schewen/Burscheid; M. Und H. Hasenkamp/Koblenz; Dr. Vogt, Bischof von Aachen; Franz Rudolf, Bischof von Trier; Pfarrer i.R. D.H. Kremers; der Direktion der Diakonie-Anstalt Duisburg; Superintendent i.R. Wieber/Gießen; Rheinische Missionsgesellschaft/Wuppertal-Barmen; Pfarrer Hesse, Reformierter Bund für Westdeutschland/Wuppertal-Elberfeld; Pfarrer Schauß/Winningen; Abt Ildefons Herwegen von der Abtei Maria Laach; Cardinal Schulte, Erzbischof von Köln; Pfarrer Teschemacher und das Presbyterium von Böllbach/Sobernheim; Pfarrer Kinzel/Velbert; Theodor Fliedner/Madrid; Dekan Pfennigsdorf der theologischen Fakultät der Universität Bonn; Pfarrer Bender/Krefeld; Pfarrer Alsdorf, Schmidt/Saar; Rheinisch-Westfälischer Diakonieverein für evangelisch-kirchliche und soziale Wohlfahrtspflege/Köln-Lindenthal; Rheinsicher Provinzialausschuß für Innere Mission/Langenberg, Rheinland; Pfarrer Wilhelm Fliedner/Wittlich; Paul und Gertrud an Huef/ Neukirchen-Moers; Superintendent Klein/Düsseldorf; Pfarrer Hermann Haarbeck/Düsseldorf; D.H. Sasse/Erlangen; Rheinisch-Evangelische-Arbeiterkolonie-Lühlerheim/Düsseldorf; Superintendent Imig/Sulzbach, Saar; Pfarrer Krüssenberg/Ottweiler; Guste Stoltenhoff/Hephata; dem Vorstand der evangelischen Diakonieanstalten Kreuznach; dem Diakonissenmutterhaus in Kreuznach; der Direktion der Diakonieanstalten Kreuznach; Else Gaul/Essen-Altenessen; Pfarrer Rentrop/Königswinter; Superintendent Theodor Bungenberg/Inden; Superintendent i.R. O. Leibnick/Bad Godesberg; Pfarrer Focke/Hamborn; Dipl.-Ing. Hans Schäfer, Rechtsanwalt/Düsseldorf; Sohn Adalbert Stoltenhoff/Bonn; T.U. Frankfurt/Main; Dora Peters und P. Brinkmann, Nachbarn Stoltenhoffs in Koblenz; Heyd/Velbert; Pfarrer Disselhoff/Kaiserswerth; Superintendent i.R. D. Meinberg/Bonn.Darin:Zeitungsausschnitte über Stoltenhoffs Zurruhesetzung aus verschiedenen Tages- und Kirchenzeitungen