Gesellschaft

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          Kiautschou.- Eisenbahnbau: Bd. 19
          BArch, RM 3/7037 · Akt(e) · 1914
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Bericht über Baukosten der Tsin-pu-Bahn im Vergleich zu denen der Schantung-Bahn Entwicklung der Südmandschurischen Eisenbahn Geschäftsbericht für 1913 der Schantung-Eisenbahn-Gesellschaft Reisebericht über eine Besichtigung der Südstrecke der Tientsin-Pukow-Bahn und dortigen Verkehrsverhältnisse Ausführungsbestimmungen für den Bau der Kai Han- und Shun-Chi-Bahnen

          Reichsmarineamt
          Kiautschou.- Eisenbahnbau: Bd. 17
          BArch, RM 3/7035 · Akt(e) · 1913
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Fusion der Schantung-Eisenbahn-Gesellschaft und der Schantung-Bergbau-Gesellschaft Satzung der Schantung-Eisenbahn-Gesellschaft nebst Eisenbahn- und Bergbau-Konzession von 1913 Berichte über Bahnbauprojekte Schantungs Geschäftsbericht für 1912 der Schantung-Eisenbahn-Gesellschaft Belgisch-chinesischer Anleihevertrag vom 24. Sept. 1912 Übereinkommen zwischen der Schantung-Eisenbahn-Gesellschaft und der chinesischen Tientsin-Pukow-Eisenbahn betr. Übergang von Gütern und Personen vom 1. Jan. 1913

          Reichsmarineamt
          Kiautschou.- Eisenbahnbau: Bd. 16
          BArch, RM 3/7034 · Akt(e) · 1912-1913
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Gründung des Vereins zum Studium der Eisenbahn- und Bergbaufragen in Schantung Berichte über Reisen von Kaumi-Itschoufu Satzung der Schantung-Eisenbahn-Gesellschaft sowie Statut von 1913 und Bau- und Betriebskonzession

          Reichsmarineamt
          Kiautschou.- Eisenbahnbau: Bd. 15
          BArch, RM 3/7033 · Akt(e) · 1911-1912
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Geschäftsberichte für 1910 und 1911 der Schantung-Eisenbahn-Gesellschaft Übereinkommen zwischen der Schantung-Eisenbahn-Gesellschaft und der Kaiserlichen Chinesischen Tientsin-Pukou-Bahn Abkommen der Provinzialregierung von Schantung mit der Schantung-Bergbau-Gesellschaft Tarif der Tientsin-Pukow-Bahn Darstellung der Entwicklung des chinesischen Eisenbahnnetzes und der chinesischen Eisenbahnpläne während 1907 bis 1911

          Reichsmarineamt
          Kiautschou.- Eisenbahnbau: Bd. 14
          BArch, RM 3/7032 · Akt(e) · 1909-1911
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Geschäftsbericht für 1909 der Schantung-Eisenbahn-Gesellschaft Bahnprojekte der Kiautschou-Itschoufu-Bahn, Tsinanfu-Shuntefu-Bahn, Kaumi-Itchoufu-Bahn Eröffnung der britischen Strecke der Kowloon-Canton-Eisenbahn

          Reichsmarineamt
          Kiautschou.- Eisenbahnbau: Bd. 13
          BArch, RM 3/7031 · Akt(e) · 1908-1909
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Geschäftsberichte für 1907 und 1908 der Schantung-Eisenbahn-Gesellschaft Berichte über verschiedene Bahnstrecken der Schantung-Eisenbahn-Gesellschaft sowie über den Bahnbau in Schantung

          Reichsmarineamt
          Kiautschou.- Eisenbahnbau: Bd. 10
          BArch, RM 3/7028 · Akt(e) · 1905-1906
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Entwurf eines Gesetzes betr. Übernahme einer Garantie des Reichs in bezug auf eine Eisenbahn von Duala nach den Manengubabergen Verkehrsordnung nebst Tarifvorschriften der Schantung-Eisenbahn-Gesellschaftvom 1. März 1904 Geschäftsbericht für 1904 der Schantung-Eisenbahn-Gesellschaft

          Reichsmarineamt
          BArch, RM 3/7052 · Akt(e) · 1912-1914
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Geschäftsberichte vom Juli 1911 bis Juni 1913 sowie Protokolle von Hauptversammlungen für 1912 der Deutsch-Chinesischen Seiden-Industrie-Gesellschaft Bericht über die Seiden-Spinnerei in Tsangkou Verkauf der Deutsch-Chinesischen Seiden-Industrie-Gesellschaft an "Neue Chinesische Industrieaktiengesellschaft" sowie dessen Statut Auflösung und Liquidation der Deutsch-Chinesischen Seiden-Industrie-Gesellschaft Abschrift aus dem Handelsregister, Abt. B

          Reichsmarineamt
          BArch, RM 3/7051 · Akt(e) · 1908-1912
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Berichte über das Seiden-Spinnerei-Unternehmen in Tsangkou und die Lage der Deutsch-Chinesischen Seiden-Industrie-Gesellschaft, über Besichtigung einer Seidenspinnerei in Schanghai, über die Seidenindustrie in Tschifu Abschrift aus dem Handelsregister, Abt. B Geschäftsberichte vom Juli 1907 bis Juni 1910 der Deutsch-Chinesischen Seiden-Industrie-Gesellschaft Protokolle von ordentlichen und außerordentlichen Hauptversammlungen der Gesellschaft von 1908 bis 1911

          Reichsmarineamt
          BArch, RM 3/7050 · Akt(e) · 1906-1908
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Protokolle von außerordentlichen Hauptversammlungen der Gesellschaft von 1906 bis 1907 Geschäftsberichte für 1905 bis Juni 1907 Statut der Deutsch-Chinesischen Seiden-Industrie-Gesellschaft vom 29. Juni 1906 Berichte über das Seiden-Spinnerei-Unternehmen in Tsangkou sowie über das Unternehmen der Deutsch-Chinesischen Seiden-Industrie-Gesellschaft/Kolonialgesellschaft in Tsingtau

          Reichsmarineamt
          BArch, RM 3/7049 · Akt(e) · 1902-1906
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Notarielle Verhandlung und Gesellschaftsstatut der Deutsch-Chinesischen Seiden-Industrie-Gesellschaft vom 7. Juni 1902 Geschäftsberichte für 1902 und 1904 der Gesellschaft Protokolle von außerordentlichen Hauptversammlungen der Gesellschaft von 1904 bis 1906 Protokoll der 34. Sitzung des Bundesrates vom 13. Nov. 1902

          Reichsmarineamt
          BArch, RM 3/7070 · Akt(e) · 1913-1919
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: "Ein deutsches Chinainstitut" von Dr. Vosberg-Rekow, Schriften der Deutsch-Asiatischen Gesellschaft, Berlin 1914 Satzung des Deutsch-Chinesischen Verbandes Berichte über die Geschäftsjahre 1914 bis 1917 des Deutsch-Chinesischen Verbandes Bericht über die Entwicklung und Bedeutung des Kiautschou-Gebietes von 1915

          Reichsmarineamt
          Kiautschou.- Bergbau und Eisenbahnbau: Bd. 9
          BArch, RM 3/7022 · Akt(e) · 1904
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Geschäftsbericht über das 5. Geschäftsjahr 1903 der Schantung-Eisenbahn-Gesellschaft Ergebnisse der Versuche über Heizkraft verschiedener Kohlearten der Schantung-Bergbau-Gesellschaft 3. Geschäftsbericht für 1903/04 der Deutschen Gesellschaft für Bergbau und Industrie im Auslande Bergwerksbestimmungen der chinesischen Regierung von 1904

          Reichsmarineamt
          Kiautschou.- Bergbau und Eisenbahnbau: Bd. 8
          BArch, RM 3/7021 · Akt(e) · 1903-1904
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Eisenbahngrunderwerb Geschäftsbericht über das 4. Geschäftsjahr 1902 der Schantung-Eisenbahn-Gesellschaft Untersuchungsergebnisse der Steinkohle der Schantung-Bergbau-Gesellschaft "Beiträge zur Geologie von Schantung", Sonderabdruck aus dem Jahrbuch der Königl. Preuß. Geologischen Landesanstalt und Bergakademie für 1902 Bahnbau der Ihsien-Kohlengesellschaft

          Reichsmarineamt
          Kiautschou.- Bergbau und Eisenbahnbau: Bd. 6
          BArch, RM 3/7019 · Akt(e) · 1902
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Geschäftsbericht über das 3. Geschäftsjahr 1901 der Schantung-Eisenbahn-Gesellschaft Eisenbahngrunderwerb Note über Stand der Arbeiten der Schantung-Bergbau-Gesellschaft in Weihsien-Felde 1901/02 Denkschrift betr. Unternehmungen im Yangtse- und Hoangho-Tal und die darüber getroffenen Vereinbarungen 1. Geschäftsbericht der Deutschen Gesellschaft für Bergbau und Industrie im Auslande vom Sept. 1902

          Reichsmarineamt
          Kiautschou.- Bergbau und Eisenbahnbau: Bd. 5
          BArch, RM 3/7018 · Akt(e) · 1901-1902
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Gesellschaftsvertrag der Hamburger Freihafen-Lagerhaus-Gesellschaft sowie Regulativ und Tarif für die Lagerhäuser der Gesellschaft Grunderwerb der Eisenbahn und Ausbau der Schantung-Eisenbahn "Die deutsche Eisenbahn in Schantung" aus der Denkschrift betr. Entwicklung des Kiautschou-Gebietes 1900/01 Bergbau-Regulative vom 9. Juli 1901

          Reichsmarineamt
          Kiautschou.- Bergbau und Eisenbahnbau: Bd. 4
          BArch, RM 3/7017 · Akt(e) · 1901
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Geschäftsbericht über das 2. Geschäftsjahr 1900 der Schantung-Eisenbahn-Gesellschaft Abhandlungen über Lagerstätten nutzbarer Mineralien in Schantung Mitteilungen über geologischen Gebirgsbau der Provinz Schantung und die dortigen Lagerstätten

          Reichsmarineamt
          Kiautschou.- Bergbau und Eisenbahnbau: Bd. 3
          BArch, RM 3/7016 · Akt(e) · 1899-1900
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Reiseberichte betr. Untersuchung von Lagerstätten nutzbarer Mineralien Geschäftsberichte über das 1. Geschäftsjahr der Schantung-Eisenbahn-Gesellschaft sowie der Schantung-Bergbau-Gesellschaft

          Reichsmarineamt
          Kiautschou.- Bergbau und Eisenbahnbau: Bd. 2
          BArch, RM 3/7015 · Akt(e) · 1899
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Bau- und Betriebskonzession für die Schantung-Eisenbahnbau-Gesellschaft vom 1. Juni 1899 sowie Statut vom 14. Juni 1899 "Industrielle und Eisenbahnunternehmungen in China", Vortrag von Brandt vor der Deutschen Kolonial-Gesellschaft Bericht über eine Rekognoszierungsreise in der Provinz Schantung behufs Anlage einer Eisenbahn Satzungen der Schantung-Bergbau-Gesellschaft

          Reichsmarineamt
          Kiautschou.- Bergbau: Bd. 5
          BArch, RM 3/7027 · Akt(e) · 1915-1916
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Geschäftsbericht des Liquidators der Deutschen Gesellschaft für Bergbau und Industrie im Auslande in Liquidation für 1913 bis 1915 sowie Schlußbilanz für Okt. 1915 bis Feb. 1916

          Reichsmarineamt
          Kiautschou.- Bergbau: Bd. 4
          BArch, RM 3/7026 · Akt(e) · 1913-1915
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Ergebnis einer geologischen Untersuchung des Kiautschou-Gebietes Abschriften aus dem Handelsregister Abt. B Reisebericht über japanische Eisen- und Stahlindustrie Denkschrift über die Begründung einer geologischen Landesanstalt in China Geschäftsbericht des Liquidators der Deutschen Gesellschaft für Bergbau und Industrie im Auslande in Liquidation für die Jahre 1912/13 und 1913 bis 1915

          Reichsmarineamt
          Kiautschou.- Bergbau: Bd. 3
          BArch, RM 3/7025 · Akt(e) · 1909-1913
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Geschäftsberichte der Schantung-Bergbau-Gesellschaft für die Geschäftsjahre 1909/10 bis 1911/12 Auflösung der Schantung-Bergbau-Gesellschaft Vereinbarung betr. Einrichtung einer geologischen Zentralstelle für Schutzgebiete und Organisation dieser Liquidationsbilanz der Gesellschaft für Bergbau und Industrie im Auslande vom 25. Feb. 1910 sowie Geschäftsberichte des Liquidators für die Jahre 1910/11 und 1911/12

          Reichsmarineamt
          Kiautschou.- Bergbau: Bd. 2
          BArch, RM 3/7024 · Akt(e) · 1907-1909
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Geschäftsbericht für 1906/07 der Otavi Minen- und Eisenbahngesellschaft Denkschrift betr. Entwicklung der Schantung-Bergbau-Gesellschaft Untersuchungen von Gesteinsproben, Ergebnisse von Heizversuchen mit Schantung-Kohle Geschäftsberichte der Schantung-Bergbau-Gesellschaft für die Geschäftsjahre 1907/08 und 1908/09 sowie der Deutschen Gesellschaft für Bergbau und Industrie im Auslande für 1908/09

          Reichsmarineamt
          Kiautschou.- Bergbau: Bd. 1
          BArch, RM 3/7023 · Akt(e) · 1905-1907
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Geschäftsberichte der Schantung-Bergbau-Gesellschaft für die Geschäftsjahre 1904/05 bis 1906/07 sowie der Deutschen Gesellschaft für Bergbau und Industrie im Auslande für 1904/05 bis 1906/07 Bericht über ein Grubenunglück im Fangtse-Schacht Abkommen über bergbauliche Unternehmungen der Gesellschaft für Bergbau und Industrie im Auslande

          Reichsmarineamt
          Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Q 3/55 · Sammlung · 1721-2003
          Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

          Überlieferungsgeschichte Die Unterlagen in diesem Bestand wurden im Jahr 2004 von der Carmel-Stiftung dem Hauptstaatsarchiv übergeben. Inhalt und Bewertung Kopien von Unterlagen über die Templergemeinschaft und weitere in Palästina tätigen christlichen Gemeinschaften, Zusammenstellungen über einzelne Personen, Unterlagen des Auswärtigen Amtes, Kopien von Büchern und Zeitschriften des 19. und 20. Jahrhunderts mit Palästina-Bezug, Reisebeschreibungen. Die Tempelgesellschaft ist eine um 1850 im Königreich Württemberg entstandene christlich-chiliastische Religionsgemeinschaft. Am 19. und 20. Juni 1861 versammelten sich die Vertreter der deutschen Synoden der „Jerusalemfreunde“. Es wurde der Beschluss gefasst, geschlossen aus der Kirche auszutreten. Gleichzeitig wurde der „Deutsche Tempel“ als eigenständige religiöse Bewegung gegründet, da „keine der bestehenden Kirchen die Herstellung des Menschen zum Tempel Gottes und die Herstellung des Heiligtums für alle Völker zu Jerusalem“ (so die Gründungserklärung), anstrebe. Damit waren die Ziele der deutschen Tempelbewegung in dieser Gründungsurkunde klar dargestellt. Durch „Beachtung des Gesetzes, des Evangeliums und der Weissagung“ sollten sich die Mitglieder selbst zu einem Tempel machen. Hinzu kam die Übersiedlung der Gemeinschaft nach Palästina. Man war sich sicher, dass die Endzeit nahe sei. In Württemberg und den anderen deutschen Ländern schlossen sich ungefähr 3000 Menschen an. Hinzu kamen noch Anhänger aus der Schweiz, Russland und Nordamerika. Christoph Hoffmann und Georg David Hardegg, die mittlerweile zerstritten waren, brachen im Jahr 1868 mit ihren Familien nach Palästina auf und kamen am 30. Oktober 1868 in Haifa an. Haifa wurde auf Anraten des deutschen Konsuls Weber und eines Missionars mit Namen Huber ausgewählt. Haifa war damals noch eine unbedeutende Stadt von rund 4000 Einwohnern. Im Frühjahr 1869 gründeten die beiden offiziell den Tempel zu Haifa als Vorposten und Empfangsstation. Haifa Im Januar 1869 gelang es den deutschen Siedlern durch Vermittlung eines Bürgers der Stadt, Grundstücke außerhalb der Stadtmauern zu erwerben. In der Zeit von Mai bis Juni 1869 besuchten drei Vertreter des „Tempels“ im Auftrag des Vorstands Haifa. Nach ihrer Rückkehr rieten sie, die Vorstellungen Hardeggs für die Haifaer Kolonie anzunehmen.Hardegg plante eine Straße entlang der schon erworbenen Grundstücke, die sich 15 Minuten außerhalb der bisherigen Stadt befanden, zu bauen. Es sollten zunächst auf jeder Seite der Straße fünf Häuser entstehen. Um den Siedlern während des Sommers Schatten spenden zu können, sollten zudem entlang der Straße Bäume gepflanzt werden.1870 zählte die Kolonie bereits 14 Häuser und 120 Siedler. Anfänglich beschäftigten sich die Siedler hauptsächlich mit Landwirtschaft und Weinbau. Doch recht schnell erkannte man die Notwendigkeit des Ausbaus der Infrastruktur und die Möglichkeiten, die sich daraus boten. So waren es die in Haifa lebenden Templer, die einen Kutschendienst zwischen Haifa und Akko einrichteten und mit Unterstützung des lateinischen Klosters zu Nazaret und einiger arabischer Großgrundbesitzer die Verbindung zwischen Haifa und Nazaret ausbauten und für Kutschen befahrbar machten. 1875 war die Straße fertig und die Templer richteten einen für sie lukrativen Kutschendienst ein, der Touristen und Pilger nach Nazaret brachte. Das Karmelhotel wurde als erstes, damaligen Vorstellungen entsprechendes modernes Hotel in Haifa errichtet. Doch eine der wichtigsten Entscheidungen der Haifaer Tempelgemeinschaft wurde im Jahre 1872 gefasst. Eine Mole sollte als Verlängerung der Straße in der Templerkolonie gebaut werden. Bis zu diesem Zeitpunkt war Jaffa der einzige Hafen Palästinas. Da große Schiffe, wie Passagierschiffe, nicht in den Hafen einfahren konnten, mussten alle Passagiere in kleinen Fischerbooten übergesetzt werden. Für die örtliche Bevölkerung war das ein einträgliches Geschäft. Friedrich Keller war von 1878 bis 1908 kaiserlicher Vizekonsul in Haifa. Sein Hauptverdienst war es, dass nach langem Streit mit den osmanischen Behörden und den Karmelitermönchen die deutsche Siedlung auf den Berg Karmel ausgedehnt werden durfte. Jaffa Nur drei Monate nach Gründung der Haifaer Tempelgemeinde bot sich bereits die Gelegenheit, auch in Jaffa eine Gemeinde zu gründen. Fünf Gebäude einer ehemaligen amerikanischen Adventisten-Kolonie konnten durch Vermittlung des Kaufmanns Peter Martin Metzler erworben werden. Da zu den Gebäuden unter anderem das Hotel Jerusalem mit 19 Zimmern, ein Krankenhaus mit Apotheke sowie eine Dampfmühle gehörten, konnten die Kolonisten in Jaffa schnell Dienste für die ortsansässige Bevölkerung und für Pilger anbieten. Neben dem Hotel Jerusalem wurde das Hotel du Parc des Barons Plato von Ustinow eröffnet. Gegen Ende des Jahres 1870 zählte die Templerkolonie zu Jaffa bereits 110 Einwohner. Zu Beginn bildete das Hotel eine wesentliche Einnahmequelle der Templer zu Jaffa. Jaffa war damals der wichtigste Hafen Palästinas und fast alle Pilger ließen sich in Jaffa ausschiffen, um ihre Reise ins Landesinnere fortzusetzen. Daher waren die Kutschfahrten vom Hafen Jaffas vor allem nach Jerusalem und Transporte von Obst aus den eigenen Plantagen zum Hafen wichtige Einnahmequellen. Wie rentabel die Personentransporte waren, zeigt die Tatsache, dass man 1875 eine eigene Gesellschaft für die Personenbeförderung gründete. Diese Gesellschaft schloss noch im selben Jahr einen Vertrag mit der Agentur Cook ab. Danach sollten die Templer alle Fahrten für Cook durchführen. Mit der Ausweitung des Transportwesens erlebten auch Wagenbau und -reparatur einen Aufschwung. Auch Araber erkannten die Verdienstmöglichkeiten durch die Transporte und gründeten eigene Unternehmen. Sie kauften ihre Kutschen und Wagen in Deutschland. Das Hotel der Templer wurde erweitert und ein Kaufhaus errichtet, in dem u.a. wohlhabende Araber einkauften. 1886 erweiterte man die erste Siedlung um die nördlich gelegene Siedlung Walhalla. Dort bildete sich um die Eisengießerei und Maschinenfabrik der Brüder Wagner aus Mägerkingen eine bedeutende Kleinindustrie. Ein weiterer Industriebetrieb war die Zementfabrikation der Gebrüder Wieland aus Bodelshausen. 1904 wurde die Immanuelkirche eingeweiht, welche von dem Architekten Paul Ferdinand Groth entworfen wurde. Sarona Am 18. August 1871 erwarb die Templergesellschaft nahe dem Fluss Jarkon Land. 1872 kamen die ersten Siedlerfamilien nach Sarona. Doch verhinderte die Malaria einen raschen Ausbau der Kolonie. 1873 galt die Malaria in der Umgebung als besiegt. Die Siedler hatten Eukalyptusbäume gepflanzt und die Sümpfe der Umgebung trockengelegt. Doch hatte die Krankheit bis zu diesem Zeitpunkt viele Opfer gefordert. So gab es im Jahre 1875 erst 80 Siedler in Sarona. Haupteinnahmequelle Saronas war die Landwirtschaft. Wenige fanden bei der Personenbeförderungsgesellschaft der Kolonie Jaffa Arbeit. Nach der Ausweisung der Templerdeutschen aus dem neuen Staat Israel 1950 wurde aus Sarona Hakirya, von 1948 bis 1955 der erste Regierungssitz Israels und heute ein Wohnviertel von Tel Aviv. Ein Teil der Gebäude ist noch zugänglich; sie befinden sich an der Kaplanstraße kurz vor der Einmündung in die Petah-Tiqvah-Road. Der größte Teil der ehemaligen Templersiedlung lag über Jahrzehnte im Sperrgebiet des Verteidigungsministeriums. Immer noch befindet sich der zweite Amtssitz des Regierungschefs in einem der dortigen zwölf von rund einhundert ehemaligen Templerhäusern. Jerusalem Schon zu Beginn der 1870er Jahre zogen einige Templer nach Jerusalem. Jerusalem war jedoch weit davon entfernt eine Templerkolonie zu werden. Daran änderte auch der Erwerb von Grundflächen außerhalb der Altstadt am oberen Ende der Rafaiterebene im Jahre 1873 und den darauffolgenden Jahren nichts. Auch die Überlegungen der Tempelführung zu diesem Zeitpunkt, die Leitung der Gesellschaft nach Jerusalem zu verlegen, zeigte keine Wirkung. Zwar gab es 1875 rund 100 Templer zu Jerusalem. Von einer „Kolonie“ konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesprochen werden, obwohl es das Ziel der Auswanderung war, einen geistigen Tempel in Jerusalem zu errichten. 1878 wurde die Leitung der Tempelgesellschaft und der Sitz des Tempelstifts, einer Ausbildungsstätte für junge Templer, von Jaffa nach Jerusalem verlegt. Dies zog viele Templerfamilien nach Jerusalem, so dass sich eine Kolonie etablieren konnte. Dieser Schritt nach Jerusalem bedeutete den ersten Abschluss der ersten Phase der Besiedlung Palästinas durch die Templer. Wilhelma, Betlehem-Galiläa, Waldheim 1902 wurde in der Nähe von Jaffa die Kolonie Wilhelma errichtet. 1906 wurde in Galiläa bei Nazareth Siedlungsland erworben und auf diesem die Kolonie Betlehem-Galiläa, heute Beit Lehem HaGlilit, errichtet. Beide Siedlungen, zunächst Wilhelma, das heute Bnei Atarot heißt, und später auch das nur zögernd erschlossene Betlehem entwickelten sich zu landwirtschaftlichen Mustersiedlungen. In Wilhelma ließen sich neben den Templern mennonitische Templer aus Südrussland nieder. Eine dritte Siedlung, Waldheim, die in unmittelbarer Nähe des württembergischen Betlehem gelegen war, wurde von der deutschen evangelischen Gemeinde Haifa gegründet, die sich von der Tempelgesellschaft abgespaltet hatte; sie erfuhr dabei Hilfe durch die Gesellschaft zur Förderung der deutschen Ansiedlungen in Palästina m.b.H. mit Sitz in Stuttgart. Der Bestand dokumentiert die Geschichte der deutschen Siedler in Palästina wie auch die politischen Konflikte im Siedlungsgebiet im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. Der Bestand umfasst 144 Verzeichnungseinheiten mit ca. 3,5 lfd. m. Im April 2016 Peter Bohl

          Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, GU 120 · Bestand · (1861-1864), 1867-1925, (1926) und o. J.
          Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
          1. Biographie: Karl Joseph Wilhelm Florestan Gero Crescentius Fürst von Urach Graf von Württemberg wurde am 15. Februar 1865 in Ulm als jüngerer Sohn des Wilhelm (I.) Herzog von Urach und der Florestine Herzogin von Urach geb. Prinzessin von Monaco geboren (1). Der Fürst besuchte zunächst zusammen mit seinem älteren Bruder Wilhelm (II.) Herzog von Urach die Grundschule und das Gymnasium der Jesuiten in Monaco (2). Im Jahre 1877 wechselte er an die Jesuiten-Erziehungsanstalt Unserer Lieben Frau Stella matutina in Feldkirch über. Nach einem erneuten Schulwechsel 1881 legte er im Jahre 1883 am Karlsgymnasium in Stuttgart das Abitur ab. Nach dem Abitur studierte Fürst Karl 1883 bis 1884 zwei Semester an der Universität München (3). Dort besuchte er u. a. Vorlesungen in Metaphysik und Geschichte der griechischen Philosophie bei dem Philosophie-Professor und späteren bayerischen Ministerpräsidenten und deutschen Reichskanzler Georg Graf von Hertling (1843-1919) sowie Vorlesungen in Staatswissenschaften bei dem Journalisten und Schriftsteller Professor Wilhelm Heinrich Riehl (1823-1897). Im Jahre 1883 erfolgte die Ernennung des Fürsten zum Secondelieutenant à la suite des Ulanen-Regiments König Karl (1. Württ.) Nr. 19 (4). Im April 1886 trat Fürst Karl in den aktiven Dienst dieses Regiments ein, musste aber infolge einer Erkrankung den aktiven Dienst wieder verlassen. Im März 1887 schied der Fürst als Offizier à la suite aus dem aktiven Dienst des Regiments aus. In den folgenden Jahren wurden dem Fürsten die für ein Mitglied des Hauses Württemberg üblichen Beförderungen unter Stellung à la suite des Regiments zuteil: 1887 wurde er zum Premierlieutenant, 1891 zum Rittmeister, 1899 zum Kavallerie-Major und 1906 zum Oberstleutnant ernannt. Im Jahre 1911 wurde ihm schließlich der Charakter eines Oberst verliehen. In den Jahren ab 1884 unternahm Karl Fürst von Urach zahlreiche ausgedehnte Reisen (5): 1884 bis 1886 bereiste er Südamerika, wo er v. a. die Kordilleren besuchte und die Indianerstämme am Oberlauf des Amazonas studierte (6). Die ethnologische Sammlung, die er auf der Reise anlegte, übergab er später dem Linden-Museum in Stuttgart. Auch in der Zeit nach 1887 hielt er sich häufig in Italien, Griechenland, auf dem Balkan, in Ägypten, wo er in Heliopolis bei Kairo Immobilien besaß (7), und im Osmanischen Reich auf. Im Jahre 1891 beteiligte er sich an einer Expedition nach Spitzbergen (8), 1893 bereiste der Fürst die USA(9). Die wenigen im vorliegenden Bestand erhaltenen Unterlagen zu der USA-Reise (v. a. Empfehlungsschreiben) (10) lassen vermuten, dass diese Reise auch ethnologischen Studien zu Indianerstämmen diente. Ein bevorzugtes Reiseziel des Fürsten war der Orient, der auf ihn eine große Faszination ausübte. So lernte er Türkisch, Arabisch und Persisch. Nicht zuletzt ließ der Fürst in den Jahren 1893 bis 1925 in seinem Palais in der Neckarstraße in Stuttgart arabische Räume (11) einbauen, die er mit Möbeln, Schnitzereien, Kacheln, Arbeiten aus Gipsstuck, Teppichen und anderen Antiquitäten aus dem Orient ausschmückte. Die Räume, die sogar zeitweise besichtigt werden konnten und als Attraktion galten, wurden bei einem Bombenangriff im Jahre 1944 zerstört. Während des Ersten Weltkrieges konnte Fürst Karl schließlich seine Sprachkenntnisse und sein auf den vielen Reisen in den Orient erworbenes Wissen über diese Region in seine Tätigkeit als deutscher Verbindungsoffizier im Osmanischen Reich (12) einbringen. Diese Funktion übte er in den Jahren 1916 bis 1917 aus. Fürst Karl übernahm einige ehrenamtliche Ämter. So war er Präsident der württembergischen Landesgruppe der Deutschen Kolonialgesellschaft (13) und Mitglied des württembergischen Landesverbandes des Deutschen Flotten-Vereins (14). Er unterstützte die Gesellschaft zur Förderung der Deutschen Ansiedlungen in Palästina (15). Außerdem förderte er die Arbeit des Luftschiff-Konstrukteurs Ferdinand Graf von Zeppelin mit der Zeichnung von Anteilen an der Gesel lschaft zur Förderung der Luftschifffahrt AG (16). Karl Fürst von Urach wurden im Laufe seines Lebens zahlreiche Orden verliehen (17): 1883 erhielt der Fürst den monegassischen Orden Saint Charles, 1889 das Großkreuz des persischen Sonnen- und Löwenordens (18), 1897 den Osmanie-Orden Erster Klasse, 1899 die Kaiser-Wilhelm-Erinnerungsmedaille. 1910 wurde er mit dem preußischen Roten Adlerorden ausgezeichnet. 1916 bekam er das Wilhelmskreuz mit Schwertern und Krone, ein Jahr später den königlich ungarischen Sankt-Stephansorden und das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Karl Fürst von Urach starb am 5. Dezember 1925 in Stuttgart. Er wurde in der Katholischen Abteilung der Gruft der Schlosskirche Ludwigsburg begraben. 2. Zur Ordnung und Verzeichnung des Bestandes:: Der Bestand GU 120 gelangte zusammen mit dem Archiv der Herzöge und Fürsten von Urach Grafen von Württemberg als Depositum im Jahre 1987 ins Hauptstaatsarchiv. Dort bildet das Archiv des Hauses Urach innerhalb der Beständegliederung (Tektonik) die GU-Beständeserie. Bei der Neuordnung des Archivs durch Ltd. Archivdirektor Wolfgang Schmierer erhielten die Unterlagen zu Karl Fürst von Urach die Signatur GU 120. Da sich die Materialien in einem schlechten Ordnungszustand befanden, mussten die Verzeichnungseinheiten größtenteils erst gebildet werden. Wo es sinnvoll erschien, wurden die bereits vorgefundenen Einheiten beibehalten. Während der Erschließungsarbeiten wurden aus dem Bestand GU 120 umfangreiche Unterlagen ausgegliedert und insbesondere den Beständen GU 96 (Vermischtes und Ungeklärtes), GU 100 (Fremdarchivalien und sonstige Sammlungen), GU 107 (Florestine Herzogin von Urach), GU 117 (Wilhelm (II.) Herzog von Urach) und GU 202 (Bertha Freiin von Biegeleben) zugewiesen. Es kann zudem nicht ausgeschlossen werden, dass sich noch weiteres Material der Provenienz Karl Fürst von Urach in bisher noch unverzeichneten Beständen des Hauses Urach befindet. Den weitaus größten Teil des Bestandes bilden die umfangreichen Korrespondenzen des Fürsten (Rubrik 2), vor allem mit seiner Mutter (Rubrik 2.1.1) mit seinem Bruder Wilhelm und dessen Familie (Rubrik 2.1.2) sowie mit Bertha von Biegeleben (Rubrik 2.1.5). Letztere war die Hofdame seiner Mutter Florestine und eine enge Vertraute des Fürsten. Außerdem finden sich Korrespondenzen mit Vertretern der deutschen und europäischen regierenden und ehemals regierenden Fürstenhäusern in dem Bestand (Rubrik 2.5). Karl Fürst von Urach korrespondierte zudem auch mit zahlreichen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens (Rubrik 2.7), u. a. mit Gelehrten. Bei fast allen Korrespondenzen handelt es sich um sogenannte unilaterale Korrespondenzen, d. h. es finden sich lediglich die Briefe des Korrespondenzpartners im vorliegenden Bestand. Wenn vereinzelt auch Briefe oder Briefentwürfe des Fürsten an den jeweiligen Adressaten vorhanden sind, ist dies ausdrücklich in der Titelaufnahme erwähnt. Meist handelt es sich dabei um nachträglich an den Fürsten oder dessen Familie zurückgegebene Briefe des Fürsten. Zudem ist zu beachten, dass Fürst Karl bei seiner Korrespondenz keine Durchschläge angefertigt hat. Die Korrespondenzen können als interessante Quelle für die Alltags- und Mentalitätsgeschichte des Adels angesehen werden. In ihnen zeigen sich die vielfältigen Kontakte, die der Fürst zu Mitgliedern anderer Adelsfamilien pflegte. Auch bieten sie sicherlich Details zu den zahlreichen Reisen des Fürsten. Eine inhaltliche Erschließung der Korrespondenz war allerdings aufgrund des damit verbundenen Arbeits- und Zeitaufwandes nicht möglich. Leider weisen die Korrespondenzen bzw. Korrespondenzserien, die in diesem Bestand enthalten sind, teilweise kleinere Lücken auf. Ob sich in den bisher noch unverzeichneten Beständen des Archivs des Hauses Urach noch Korrespondenz des Fürsten befindet, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht beantworten. Neben den Korrespondenzen bilden die umfangreichen Sammlungen von Fotos und Aufnahmen (Rubrik 10) den nach Anzahl der Titelaufnahmen zweitgrößten Teil des Bestandes. Von Interesse sind dabei vor allem die Fotos und Fotoalben mit Aufnahmen von den zahlreichen Reisen des Fürsten u. a. nach Südamerika, nach Ägypten und ins Osmanische Reich und auf den Balkan (Rubrik 10.2.2). Außerdem finden sich Fotos, die während der bereits erwähnten Tätigkeit des Fürsten als Verbindungsoffizier im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs entstanden sind (Rubrik 10.2.4). Fürst Karls Interesse an islamischer (arabischer) Kunst spiegelt sich auch in den zahlreichen Aufnahmen zu Bauten und Kunstwerken islamischer Kunst, die in der Rubrik 10.3 vereinigt sind. Möglicherweise dienten ihm auch diese Aufnahmen als Quelle der Inspiration beim Bau der Arabischen Räume im Palais Urach zu Stuttgart. Von den übrigen in dem vorliegenden Bestand verwahrten Materialien seien noch die Manuskripte des Fürsten mit literarischen und kunsthistorischen Texten und eine Denkschrift zur politischen Neuordnung Europas durch Deutschland im Ersten Weltkrieg zu erwähnen. Ferner finden sich interessante Dokumente über die bereits oben aufgeführten Vereine und Gesellschaften, in denen der Fürst tätig war bzw. die er finanziell unterstützte, in dem Bestand. In einem Anhang (Rubrik 16) sind Fotos, ein Album und Siegel aus dem Besitz der Wera Herzogin von Württemberg geb. Großfürstin von Russland vereinigt, die nach dem Tod der Herzogin von deren Tochter Olga Prinzessin zu Schaumburg-Lippe an Karl Fürst von Urach übergeben wurden. Außerdem wurden dem Bestand Korrespondenzen des Bruders von Karl Fürst von Urach, Wilhelm (II.) Herzog von Urach, zum Nachlass Karls, zu den Arabischen Räumen sowie zu einem Zeitungsartikel über den Fürsten eingegliedert (19). Da sich diese Materialien auf Karl Fürst von Urach beziehen, erschien die Einordnung in den vorliegenden Bestand sinnvoll. Unterlagen zu Karl Fürst von Urach sind erwartungsgemäß auch in anderen Beständen des Archivs des Hauses Urach vorhanden. Insbesondere sind hier die Bestände GU 99 (Fotoalben und -sammlungen), GU 107 (Florestine Herzogin von Urach geb. Prinzessin von Monaco), GU 117 (Wilhelm (II.) Herzog von Urach) und GU 202 (Bertha von Biegeleben) zu nennen. Die Archivalien des Bestandes dürfen nur nach vorheriger Genehmigung des Chefs des Hauses Urach eingesehen werden. Der Bestand GU 120 wurde von Herbst 2004 bis April 2005 von dem Unterzeichneten erschlossen. Er umfasst 4,6 lfd. Meter mit 318 Nummern. Stuttgart, im April 2005 Eberhard Merk Fußnoten: (1) Zu Karl Fürst von Urach siehe v. a.: Artikel von Wolfgang Schmierer in: Das Haus Württemberg. Ein biographisches Lexikon. Hg. von Sönke Lorenz, Dieter Mertens, Volker Press. Stuttgart 1997. S. 390. Heinrich Fischer: Fürst Karl von Urach als Forschungsreisender. In: Schwäbischer Merkur vom 11. Dezember 1926 S. 17f. (Sonntagsbeilage zum Schwäbischen Merkur Nr. 580). Zeitungsartikel und Nachrufe in M 743/2 Bü 542. (2) Vgl. hierzu Bü 1 (Ordnungsnummer 1) in diesem Bestand. Bei Schmierer wird der Schulbesuch in Monaco nicht erwähnt. Die Daten zum Schulbesuch des Karl Fürst von Urach wurden dem kurzen Lebenslauf, verfasst von Wilhelm (II.) Herzog von Urach, in Bü 21 (Ordnungsnummer 11) entnommen. (3) Siehe hierzu Bü 11 (Ordnungsnummer 2). (4) Zur militärischen Karriere vgl. die Personalakte Fürst Karls in: M 430/1 Bü 2797. Außerdem Bü 7 (Ordnungsnummer 3), 121 (Ordnungsnummer 98). (5) Eine Aufstellung der Reisen des Fürsten, angefertigt von Karls Bruder Herzog Wilhelm (II.), wird in Bü 21 (Ordnungsnummer 11) verwahrt. Diese Aufstellung diente auch Heinrich Fischer als Grundlage für seinen Artikel (a.a.O.). (6) Siehe dazu das Manuskript des Fürsten in Bü 269 (Ordnungsnummer 145). Eine ausführliche Beschreibung des Reiseverlaufes der Südamerika-Reise findet sich in dem Artikel von Heinrich Fischer (a.a.O.). (7) Bü 297, 298 (Ordnungsnummer 208, 211) (8) Vgl. dazu den Briefwechsel des Max Graf von Zeppelin in Bü 161 (Ordnungsnummer 118) und das Manuskript des Fürsten in Bü 273 (Ordnungsnummer 146). Fotos von Spitzbergen und Norwegen finden sich in Bü 59 (Ordnungsnummer 247). (9) Zu dieser Reise gibt es keine Fotos im vorliegenden Bestand. (10) Bü 177 (Ordnungsnummer 138) (11) Siehe dazu Bü 20 (Ordnungsnummer 217), Bü 80 (Ordnungsnummer 288), Bü 83 (Ordnungsnummer 202), Bü 316 (Ordnungsnummer 198). Eine eindrückliche Beschreibung der arabischen Räume liefert: Claus Mohr: Arabische Kunst in Stuttgart. In: Deutsches Volksblatt Jg. 1926 Nr. 170 vom 28. Juli 1926. (12) Siehe dazu Bü 108, 293 (Ordnungsnummern 5 und 6). Fotos aus dieser Zeit haben sich in Bü 42 (Ordnungsnummer 264) erhalten. (13) Zur Arbeit des Fürsten in der Deutschen Kolonialgesellschaft finden sich keine Materialien im vorliegenden Bestand. (14) Bü 285 (Ordnungsnummer 193) (15) Bü 294 (Ordnungsnummer 191) (16) Bü 296 (Ordnungsnummmer 189) (17) Siehe dazu Bü 6, 101 (Ordnungsnummern 7 und 8) (18) Die Verleihung erfolgte anlässlich des Staatsbesuchs von Schah Nasir-el-din im Jahre 1889 in Stuttgart. (19) Bü 10 (Ordnungsnummer 9), Bü 21 (Ordnungsnummer 11), Bü 23 (Ordnungsnummer 216)
          Urach, Karl von