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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, GU 20 · Fonds · (1593), (1643), 1830-1949, 1971, 1987 und o. J.
Part of Landesarchiv Baden-Württemberg, Dept. Main State Archives Stuttgart (Archivtektonik)
  1. Geschichte des Schlosses Lichtenstein Der Bestand GU 20 enthält Unterlagen zu Bau, Umbau, Instandsetzung, Verwaltung und Nutzung des Schlosses Lichtenstein im Landkreis Reutlingen, das sich im Besitz des Hauses Urach befindet. Da sich der Bestand GU 20 auf Schloss Lichtenstein bezieht, wird im Folgenden auf die Geschichte des Schlosses Lichtenstein eingegangen. Um 1100 errichteten die Herren von Lichtenstein etwa 500 Meter südöstlich des heutigen Schlosses Lichtenstein eine Burg, von der heute nur noch Mauerreste erhalten sind (vgl. GU 20 Büschel 176 und 180). Die Herren von Lichtenstein waren Ministerialen im Dienste der Grafen von Achalm, später der Grafen von Württemberg. Im Verlauf von kriegerischen Auseinandersetzungen der Württemberger im 14. Jahrhundert wurde die Burg Lichtenstein zerstört. Das Haus Württemberg, das seit dem Ende des 14. Jahrhunderts im Besitz der Burg war, baute die Burg nach 1389 nicht an der alten Stelle wieder auf, sondern auf einem frei stehenden Felsen über dem Echaztal, an der Stelle, an der sich heute das Kernschloss von Schloss Lichtenstein befindet. Fortan diente die Burg dem Hause Württemberg als Jagdschloss und Wohnung der Burgvögte. Während des Bauernkrieges 1525 versuchten die Pfullinger vergebens, Burg Lichtenstein einzunehmen. Ab 1567 war der Lichtenstein Sitz eines Forstknechts, der die herzoglichen Wälder in der Umgebung verwaltete. Dieser war dem Forstmeister in Urach unterstellt. Daneben fungierte Burg Lichtenstein bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts zeitweilig als Jagdschloss der Herzöge von Württemberg. Als im 18. Jahrhundert die Herzöge jedoch andere Jagdgebiete bevorzugten, verfiel die Burg zusehends. Nach einem Brand im Jahre 1802 ließ daher Herzog Friedrich II., der spätere König Friedrich I., den oberen Teil des Gebäudes, das Vorwerk und die Zugbrücke abtragen. Auf den Grundmauern der Burg wurde ein Gebäude mit einem Krüppelwalmdach erbaut, das bis 1837 Sitz eines Revierförsters war. Im Jahre 1837 suchte Wilhelm Graf von Württemberg (1810-1869), der spätere erste Herzog von Urach, einen geeigneten Platz für den Bau einer Ritterburg im "altdeutschen Style", also im Stil der Gotik. Die Burgruinen Hohenurach, Hohenneuffen und Zavelstein kamen aus verschiedenen Gründen dafür nicht in Betracht. Die Wahl fiel schließlich auf den Lichtenstein, wofür die Nähe zu den Besitzungen des Grafen in Urach und Offenhausen und die geringe Größe des Objekts sprachen. Andere Burgen und Liegenschaften wären für den Bau und Unterhalt einer Burg nach Aussage des Grafen Wilhelm zu kostspielig geraten (vgl. hierzu das Briefkonzept des Grafen vom 29. November 1837, GU 20 Büschel 225, abgedruckt bei Bidlingmaier, a.a.O., S. 117-120). Die Entscheidung für den Lichtenstein wurde möglicherweise auch durch den Roman "Lichtenstein" von Wilhelm Hauff (1802-1827) inspiriert, der als einer der ersten Historienromane der deutschsprachigen Literatur 1826 erschienen war. Schauplätze dieses Romans sind u. a. die Burg Lichtenstein und die Nebelhöhle, in der sich Herzog Ulrich von Württemberg vor den Truppen des Schwäbischen Bundes versteckt, um sich nachts auf die Burg Lichtenstein zu begeben, wo er von dem Ritter von Lichtenstein und dessen Tochter Marie verköstigt wird. Der Roman "Lichtenstein" wurde zu einem großen Erfolg, den Wilhelm Hauff aber wegen seines frühen Ablebens nicht mehr genießen konnte. Dem Erbauer des Schlosses Lichtenstein, Wilhelm Graf von Württemberg, war der Roman bekannt. Die Erinnerung an den Schriftsteller Wilhelm Hauff wurde auf dem Lichtenstein auch immer wachgehalten, wie das Hauff-Denkmal in der Nähe des Schlosses Lichtenstein und die Abhaltung einer Feier zum Gedenken an Wilhelm Hauff im Jahre 1927 beweisen (vgl. GU 20 Büschel 3 und 178). Die Verhandlungen über den Kauf der Burg Lichtenstein zwischen Wilhelm Graf von Württemberg und der württembergischen Forstverwaltung und dem Finanzministerium wurden in den Jahren 1837 bis 1838 geführt (vgl. dazu GU 20 Büschel 143). Wilhelm I. König von Württemberg gab am 19. März 1838 seine Einwilligung in den Verkauf der Burg Lichtenstein mit den zugehörigen Grundstücken an seinen Vetter Wilhelm Graf von Württemberg. Zuvor hatte das Finanzministerium unter der Bedingung dem Verkauf zugestimmt, dass für den bisher auf dem Lichtenstein ansässigen Förster ein neues Forsthaus errichtet wird. Der Kaufvertrag wurde am 25. August 1838 unterzeichnet (GU 20 Büschel 143). Die ersten Entwürfe zu Schloss Lichtenstein, die nicht datiert und größtenteils nicht signiert sind, entstanden möglicherweise ebenfalls in dem Zeitraum 1837 bis 1838. Diese Entwürfe, die im Bestand GU 97 (Schloss Lichtenstein: Pläne, Risse und Zeichnungen) verwahrt werden, stammen vermutlich von dem württembergischen Hofmaler Franz Seraph Stirnbrand (geboren zwischen 1788 und 1794, gest. 1882) (u. a. GU 97 Nr. 49, 51 und 53). Ein weiterer Entwurf wurde von dem Offizier Christian Wilhelm von Faber du Faur (1780-1857) angefertigt (GU 97 Nr. 64). Alle diese genannten Entwürfe weichen zum Teil erheblich von dem tatsächlich realisierten Schlossbau ab. Schließlich fertigte der Maler, Architekt und Denkmalpfleger Carl Alexander von Heideloff (1789-1865) zu Beginn des Jahres 1838 Pläne für den Bau des Kernschlosses an. Da Heideloff aufgrund seiner Tätigkeit als Direktor am Polytechnikum Nürnberg und seiner Arbeit als Denkmalpfleger in Franken häufig verhindert war, beauftragte Graf Wilhelm kurzerhand den in Reutlingen wohnhaften Architekten und Denkmalpfleger Johann Georg Rupp (1797-1883) mit der Anfertigung von Plänen zum Bau des Schlosses Lichtenstein. Heideloff blieb dennoch in die Planungen involviert, indem er etwa Stellungnahmen zu Rupps Plänen lieferte. Rupp legte im Folgenden eine Reihe von Entwurfszeichnungen zum Kernschloss vor, die vor allem im Bestand GU 97 dokumentiert sind und im Großen und Ganzen dem tatsächlich realisierten Bau ähneln. Über die Vorstellungen des Grafen Wilhelm zum Bau des Schlosses Lichtenstein sind wir durch einen Brief seines Sekretärs genau informiert (GU 20 Büschel 143, abgedruckt bei Bidlingmaier, a.a.O., S. 126f.). Graf Wilhelm nahm selbst Einfluss auf die Planungen, wie seine handschriftlichen Korrekturen auf den Plänen und Entwurfszeichnungen Rupps beweisen. Die Bauarbeiten wurden in den Jahren 1839 bis 1842 ausgeführt. Am 27. Mai 1842 weihte Wilhelm I. König von Württemberg das Schloss ein. Die Schlossanlage umfasste nach der Fertigstellung neben dem Kernschloss auf dem Felsen über dem Echaztal den Ritterbau (rechts vom Eingangstor), den Fremdenbau (links vom Eingangstor) und die Festungsanlage. In den Jahren 1857 bis 1858 erfolgte der Um- und Ausbau der Festungsanlage, wohl auch mit Blick auf die revolutionären Ereignisse der Jahre 1848 bis 1849 (vgl. GU 20 Büschel 141 und 155). Wahrscheinlich wollte Graf Wilhelm ein sicheres Refugium für sich und seine Familie errichten, das im Falle eines Aufstandes Schutz bieten konnte (vgl. hierzu Christian Ottersbach: Befestigte Schlossbauten im Deutschen Bund 1815-1866, a.a.O., S. 104f.). Graf Wilhelm, der ab 1857 Gouverneur der Festung Ulm war und daher auf dem neuesten Stand der Festungsbaukunst war, fertigte selbst Pläne und Zeichnungen zum Um- und Ausbau der Festungsanlage an, die im Bestand GU 97 erhalten sind (GU 97 Nr. 6-9, 13, 14, 17-19, 30-32 und 62). Um 1900 entstanden weitere Anbauten an die bisherigen Gebäude. 1899 wurde der Gerobau als Anbau an den Fremdenbau errichtet, in dem u. a. Räume für die Kinder von Wilhelm (II.) Herzog von Urach und Amalie Herzogin von Urach (geb. Herzogin in Bayern) untergebracht waren (vgl. hierzu Unterrubrik 2.3.6). Der Fürstenbau wurde in den Jahren 1907 bis 1908 an den Ritterbau angebaut (vgl. hierzu Unterrubrik 2.3.7). Schloss Lichtenstein erregte bereits kurz nach seiner Fertigstellung die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit: Der Sondelfinger Pfarrer Carl Christian Gratianus (1780-1852) veröffentlichte 1844 ein kleines Bändchen unter dem Titel "Die Ritterburg Lichtenstein. Landsitz Sr. Erlaucht des Grav Wilhelm von Wirtemberg. Vergangenheit und Gegenwart" (Hauptstaatsarchiv Bibliothek A 3048). 1852 erschien das Werk "Der im mittelalterlichen Styl neu erbaute Lichtenstein. Burg Sr. Erlaucht des Herrn Graven Wilhelm von Württemberg. Eine Zusammenstellung von Ansichten, Plänen, ornamentalen & architektonischen Details in Farbendruck, nebst Text mit Holzschnitten" (GU 97 Nr. 5), das von dem Maler und Architekten Georg Eberlein (1819-1884) herausgegeben wurde. Eberlein, ein Schüler Carl Alexander von Heideloffs, war auch an der Ausmalung der Innenräume des Schlosses maßgeblich beteiligt. In den letzten Jahren wurde Schloss Lichtenstein renoviert. Das Schloss ist im Besitz des Hauses Urach, wird aber nicht mehr ständig von Mitgliedern des Hauses bewohnt. 2. Inhalt des Bestandes Den Auftakt des Bestandes bilden die in Rubrik 1 versammelten Unterlagen zu den Verhandlungen über den Kauf des Schlosses Lichtenstein, die Graf Wilhelm mit der württembergischen Forstverwaltung und dem Finanzministerium führte (GU 20 Büschel 143). Rubrik 2 vereinigt Archivalien zu Bau, An- und Umbauten, Instandsetzungsarbeiten und Haustechnik des Schlosses Lichtenstein, einschließlich zugehöriger Rechnungsbelege. Sie ist bezüglich ihres Inhaltes die bedeutendste und gemessen am Umfang die zweitgrößte Rubrik des Bestandes. Neben Rechnungsbelegen und Quittungen zum Bau und zu Umbaumaßnahmen sind Bauakten, teilweise mit Plänen und Entwürfen, zu erwarten. In der Unterrubrik 2.1.1 sind die Rechnungsbelege und Quittungen zum Schlossbau und in der Unterrubrik 2.1.2 die Korrespondenzen des Bauherrn Wilhelm Graf von Württemberg mit den Architekten und Künstlern Carl Alexander von Heideloff (GU 20 Büschel 225), Johann Georg Rupp (GU 20 Büschel 219) und Georg Eberlein (GU 20 Büschel 216 und 154), die am Bau des Schlosses beteiligt waren, vorhanden. Bei den genannten Korrespondenzen handelt es sich allesamt um sog. unilaterale Korrespondenzen, d. h. es sind nur die Schreiben der genannten Personen an Graf Wilhelm zu finden. In den Briefen der genannten Künstler spiegeln sich die Baugeschichte und die späteren Baumaßnahmen des Schlosses wider. Vor allem die Briefe Heideloffs verdienen besondere Beachtung, denn neben der Baugeschichte des Schlosses Lichtenstein enthalten diese auch Ausführungen zu den umfangreichen anderen Baumaßnahmen und Planungen Heideloffs, etwa im Auftrag der Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha und Sachsen-Meiningen. Sogar ein Angebot des portugiesischen Königs Ferdinand II., welcher der katholischen Linie Sachsen-Coburg-Gotha-Kohary entstammte, an Heideloff, beim Bau von Schloss Pena mitzuwirken, wird in den Briefen genannt. Auch Heideloffs nicht unwichtige Tätigkeit als Denkmalpfleger in Nürnberg und im übrigen Franken ist darin dokumentiert. Die Briefe sind eine interessante Quelle zur Biografie Heideloffs und darüber hinaus auch zur Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts (Auszüge u. a. bei Bidlingmaier, Ottersbach, a.a.O.). Für die Baugeschichte und die Kunstgeschichte von Belang sind auch die Briefe des bereits genannten Malers und Architekten Georg Eberlein in GU 20 Büschel 216. Sie informieren über die Ausmalung des Schlosses Lichtenstein und daneben auch über Eberleins Wirken beim Bau der Burg Hohenzollern und im Auftrag des von Graf Wilhelm mitbegründeten Württembergischen Geschichts- und Altertumsvereins (siehe dazu auch Bidlingmaier, a.a.O.). Die Unterrubrik 2.2 beinhaltet Archivalien zu späteren Baumaßnahmen nach der Vollendung des Schlosses, die sich auf mehrere Gebäude der Schlossanlage Lichtenstein beziehen. In der Unterrubrik 2.2.2 finden sich Briefe des bereits erwähnten Johann Georg Rupp aus den Jahren 1856 bis 1883 (GU 20 Büschel 220 und 222), also aus der Zeit nach Fertigstellung des Schlossbaus, und des Architekten Karl Mayer aus den Jahren 1883-1904 (GU 20 Büschel 1-4). Letzterer war als Architekt bei Baumaßnahmen in der Zeit um 1900, etwa beim Bau des Gerobaus und des Fürstenbaus, maßgeblich beteiligt. Unterlagen zu einzelnen Gebäuden der Schlossanlage sind in der Unterrubrik 2.3, Materialien zu technischen Einrichtungen auf Schloss Lichtenstein sind in der Unterrubrik 2.4 zu erwarten. Rubrik 3 ist die umfangreichste Rubrik des Bestandes. In ihr finden sich Instruktionen der Herzöge und der Herzogin für die Schlossverwalter (v. a. Unterrubrik 3.1), Berichte der Schlossverwalter an den Herzog und die Herzogin (v. a. Unterrubrik 3.2), Monatsabrechnungen und -berichte (Unterrubrik 3.3), Status bzw. Übersichten über die Einnahmen und Ausgaben (v. a. Unterrubrik 3.4), Kassen-Tagebücher (Unterrubrik 3.5), Auszüge aus den Kassen-Tagebüchern (Unterrubrik 3.6), ein Postbuch (Unterrubrik 3.7), die Versicherung des Schlosses und des Hausrats (Unterrubrik 3.8) und Personalangelegenheiten des Schlossverwalters (Unterrubrik 3.9). Bei den genannten Serien gibt es teilweise Überschneidungen. So enthalten die Berichte der Unterrubriken 3.2.2.1, 3.2.2.2 und 3.2.2.3 auch die Aufstellungen der Einnahmen und Ausgaben (Status). Es erschien sinnvoll, die vorgefundenen Einheiten zu belassen und die entsprechenden Inhalte in den Enthält- und Darin-Vermerken aufzuführen. Hervorzuheben sind in Rubrik 3 vor allem die Berichte der Schlossverwalter an den Herzog und die Herzogin und die Instruktionen des Herzogs und der Herzogin an die Schlossverwalter, da in diesen häufig die Baumaßnahmen auf Schloss Lichtenstein Erwähnung finden. Rubrik 4 enthält die Inventare der Räume des Schlosses Lichtenstein, die eine wichtige Quelle für die Ausstattung des Schlosses sind. In den Inventaren werden auch die auf dem Lichtenstein verwahrten Kunstwerke und Sammlungen aufgeführt. Diese Sammlungen und Kunstwerke sind natürlich vorrangig Gegenstand der Rubrik 5. Von Bedeutung sind die Gemäldesammlungen (Unterrubrik 5.1), die Skulpturensammlungen (Unterrubrik 5.2) und die Sammlungen griechischer und römischer Altertümer (Unterrubrik 5.3). Die größtenteils von Wilhelm Graf von Württemberg angelegten Sammlungen sind zugleich ein beredtes Zeugnis für das rege Interesse und die profunden Kenntnisse des Grafen in den Fächern Geschichte, Kunstgeschichte und Geologie. Erwähnung verdienen die von dem Stuttgarter Kunstforscher und Rechtsanwalt Karl Walcher (1831-1906) angelegten Materialsammlungen, Aufzeichnungen und Publikationen zu den Skulpturen des Neuen Lusthauses in Stuttgart, das von Georg Beer unter Mitwirkung von Heinrich Schickhardt Ende des 16. Jahrhunderts erbaut worden war. Graf Wilhelm hatte vor dem Umbau des Neuen Lusthauses zum Königlich Württembergischen Hoftheater in den 1840er Jahren einige der an dem Gebäude befindlichen Skulpturen erworben, auf den Lichtenstein verbracht und damit vor dem sicheren Untergang gerettet. Walcher, der als Rechtsanwalt häufig die Interessen des Hauses Urach vertrat, hat sich intensiv mit den Lusthausfiguren befasst und Publikationen darüber vorgelegt. Seine Materialsammlungen und seine wissenschaftliche Korrespondenz mit Gelehrten zu diesem Thema hat Walcher dem Haus Urach übergeben. Sie befinden sich in Unterrubrik 5.2.1. Die Korrespondenzen mit den Bildhauern Ernst Macholdt und August Schwenzer über die Restaurierung der Lusthausfiguren, sind in GU 20 Büschel 159, 161 und 210 zu erwarten. Auch der Bestand GU 97 weist Archivalien zum Neuen Lusthaus auf (v. a. Nr. 125, 136 und 137). In Unterrubrik 5.8 ist vor allem die umfangreiche Korrespondenz des Grafen Wilhelm mit Künstlern, Kunsthändlern und Restauratoren hervorzuheben. Graf Wilhelm hat zahlreiche Gemälde und Skulpturen erworben. Darunter befanden sich viele sakrale Kunstwerke, die nach der Säkularisation auf den Kunstmarkt gelangten. Mit dem Erwerb dieser Kunstwerke hat Graf Wilhelm diese Kunstobjekte vor dem Untergang oder dem Verkauf ins Ausland gerettet. In diesem Zusammenhang verdient das in GU 20 Büschel 301 vertretene Gutachten des Kunstsammlers und -gelehrten Sulpiz Boisserée (1783-1854) zu der Gemälde-Sammlung des Ludwig Fürst zu Oettingen-Wallerstein Beachtung. Der Fürst beabsichtigte damals, seine Gemälde-Sammlung dem Stuttgarter Museum der Bildenden Künste, der Vorgänger-Institution der Staatsgalerie, zum Verkauf anzubieten. Die Materialien zur Bibliothek des Hauses Urach sind in Rubrik 6 versammelt. Darin sind die Verzeichnisse der Bibliothek der Florestine Herzogin von Urach Gräfin von Württemberg (geb. Prinzessin von Monaco) erwähnenswert (GU 20 Büschel 236 und 255). Einzelne Dokumente zu dem früher auf Schloss Lichtenstein verwahrten Archiv finden sich in Rubrik 7. Rubrik 8 hat die Nutzung des Schlosses Lichtenstein und die Hofhaltung des Hauses Urach auf dem Schloss zum Gegenstand. Die Fremdenbücher (Unterrubrik 8.1.1.1) und die Einschreibebücher der Herzogin (Unterrubrik 8.1.1.2) und des Herzogs (Unterrubrik 8.1.1.3) geben Auskünfte über die prominenten Besucher des Schlosses aus den Reihen der europäischen Fürstenhäuser, des deutschen Hochadels, der Stuttgarter Hofgesellschaft, des Militärs, des Kabinetts und der Verwaltung in Württemberg. Unter den Besuchern sind u. a. die Könige Wilhelm I., Karl und Wilhelm II. von Württemberg, die Königinnen Pauline, Olga und Charlotte von Württemberg und Wilhelm III. König der Niederlande Großherzog von Luxemburg, Albert I. Fürst von Monaco, Albert I. König und Elisabeth Königin der Belgier, Mary Fürstin von Teck (verh. Königin von Großbritannien und Irland Kaiserin von Indien), Ferdinand Graf von Zeppelin, der spätere russische Außenminister und Staatskanzler Alexander Fürst Gortschakow, Ludwig Uhland, Sulpiz Boisserée und Paul Wilhelm von Keppler Bischof von Rottenburg zu nennen. Bei einzelnen Einträgen ist jedoch nicht immer ersichtlich, inwieweit sich diese auf Besuche bei Angehörigen des Hauses Urach im Palais Urach in Stuttgart oder auf Schloss Lichtenstein beziehen. Im Fremdenbuch des Schlosses Lichtenstein (GU 20 Büschel 184) finden sich außerdem Klecksbilder oder sog. "Klecksographien" und Gedichte u. a. über den Lichtenstein von dem Arzt und Dichter Justinus Kerner. Archivgut über Schloss Lichtenstein und die Öffentlichkeit sind in Rubrik 9 vereinigt. Die Besichtigung des Schlosses (Unterrubrik 9.1.) ist durch die Besucher-, Fremden- und Einschreibebücher des Schlosses (Unterrubrik 9.1.1), in denen die weniger prominenten Besucher auftauchen, Eintrittskarten (Unterrubrik 9.1.2) und Anfragen von Schlossbesuchern (Unterrubrik 9.1.3) dokumentiert. Außerdem sind Archivalien über Veranstaltungen auf dem Schloss und die Lichtensteinspiele in Honau (Unterrubrik 9.2) und die verkehrstechnische Anbindung des Schlosses (Unterrubrik 9.3) zu erwarten. Von Interesse sind etwa die Überlegungen zum Bau einer Drahtseilbahn auf den Lichtenstein (GU 20 Büschel 179), die jedoch wegen der damit verbundenen Verunstaltung der Landschaft nicht realisiert wurden. Zeitungsartikel, Typoskripte, Manuskripte und Gedichte über Schloss Lichtenstein enthält Rubrik 9.4. Die Umgebung des Schlosses hat Rubrik 10 zum Inhalt. Hier sind Unterlagen u. a. über das ehemalige Forsthaus bzw. den Sitz des staatlichen Revierförsters auf dem Lichtenstein (Unterrubrik 10.1), die Wälder in der Nähe von Schloss Lichtenstein (Unterrubrik 10.2), die geologische Pyramide auf dem Lichtenstein (Unterrubrik 10.5) und die eingangs bereits erwähnte Burgruine Lichtenstein (Unterrubrik 10.6) aufgeführt. Schließlich folgen die meteorologischen Aufzeichnungen des Schlossverwalters Feil für Graf Wilhelm vor allem aus dem Jahr 1844 (Rubrik 11). Die in dem vorliegenden Bestand vorhandenen Archivalien bilden neben dem Bestand GU 97 die zentralen Quellen für die Baugeschichte des Schlosses Lichtenstein. Für Forschungen zum Bau des Schlosses Lichtenstein und zu An- und Umbaumaßnahmen ist es sinnvoll, in den Beständen GU 20 und GU 97 parallel zu recherchieren. Auch für die Biografie des Erbauers von Schloss Lichtenstein Wilhelm (I.) Herzog von Urach Graf von Württemberg (1810-1869) und die Geschichte des Hauses Urach sind die Materialien von großem Interesse. Darüber hinaus haben die Quellen im Bestand GU 20 Bedeutung für die Kunstgeschichte, Denkmalpflege und Kulturgeschichte sowie die Alltags- und Mentalitätsgeschichte des Adels. 3. Ordnung und Verzeichnung des Bestandes Der Bestand GU 20 gelangte zusammen mit dem Archiv der Herzöge und Fürsten von Urach Grafen von Württemberg im Jahre 1987 als Depositum ins Hauptstaatsarchiv. Dort bildet das Archiv des Hauses Urach innerhalb der Tektonik (Beständegliederung) die GU-Beständeserie. Bei der Neuordnung des Archivs durch Ltd. Archivdirektor Wolfgang Schmierer erhielten die Unterlagen zu Bau, Nutzung und Verwaltung des Schlosses Lichtenstein die Signatur GU 20. Bereits lange vor der Abgabe der Archivalien an das Hauptstaatsarchiv gab es Versuche, einen Teil der Akten zum Bau des Schlosses Lichtenstein zu ordnen, um einen besseren und schnelleren Zugriff auf benötigte Dokumente zu erhalten. Auf einigen Akten des Bestandes GU 20 und auf den Mappen mit Plänen im Bestand GU 97 sind daher Vorsignaturen vorhanden, die bei den Konkordanzen der Vorsignaturen in diesem Repertorium unter den Vorsignaturen 1, 2 und 3 aufgeführt sind. Einige der Vorsignaturen auf den Aktendeckeln stammen möglicherweise von Wilhelm (II.) Herzog von Urach (1864-1928) selbst. Bei allen diesen Maßnahmen handelte es sich jedoch nur um Ansätze zu einer groben Ordnung, die nur kleine Teile der heutigen Bestände GU 20 und GU 97 betrafen. Im Jahre 1984 wurden schließlich die Akten und Pläne zum Bau des Schlosses, die jetzt den Beständen GU 20 und GU 97 zugewiesen sind, teilweise neu geordnet. Auf den Aktendeckeln und auf den Mappen wurden in diesem Zusammenhang handschriftliche Verzeichnisse, mit sehr knappen Angaben zum Inhalt, angebracht. Auch diese Ordnung bezog sich jedoch nur auf einen begrenzten Teil der Unterlagen. Die bei dieser Vorordnung vergebenen Signaturen in Form von arabischen Ziffern finden im Repertorium bei den Konkordanzen als Vorsignatur 4 Erwähnung. Da die Bestände GU 20 und GU 97 noch vor deren Neuverzeichnung Benutzern zugänglich gemacht wurden, sind häufig die 1984 vergebenen Vorsignaturen in der Literatur genannt (v. a. bei Ottersbach und Bidlingmaier, a.a.O.), da andere Signaturen für Zitatnachweise damals nicht zur Verfügung standen. Wie bereits erwähnt, waren Teile des vorliegenden Bestandes ungeordnet. Hier mussten die Verzeichnungseinheiten neu gebildet werden. Wo es sinnvoll erschien, insbesondere bei den Serien der Rechnungen und Quittungen, Instruktionen für den Schlossverwalter, Berichten der Schlossverwalter und Auszügen aus den Kassen-Tagebüchern, wurden die vorgefundenen Einheiten beibehalten. Die in den genannten Serien vereinzelt enthaltenen Pläne und Korrespondenzen der Schlossverwalter und der Mitglieder des Hauses Urach wurden im Enthält- bzw. Darin-Vermerk aufgeführt. Da für die vorliegenden Akten keine grundlegende Ordnung, geschweige denn ein Aktenplan oder -verzeichnis, vorlag, musste vom Bearbeiter eine neue Klassifikation entwickelt werden. Im Zuge der Erschließung wurden aus dem Bestand GU 20 zahlreiche Unterlagen ausgegliedert und vor allem den Beständen GU 10 (Vermögensverwaltung des Hauses Urach), GU 97 (Schloss Lichtenstein: Pläne, Risse und Zeichnungen), GU 105 (Wilhelm (I.) Herzog von Urach Graf von Württemberg), GU 117 (Wilhelm (II.) Herzog von Urach Graf von Württemberg) und GU 120 (Karl Fürst von Urach Graf von Württemberg) zugewiesen. Die Archivalien des Bestandes GU 20 dürfen nur nach vorheriger Genehmigung des Chefs des Hauses Urach eingesehen werden. Das Repertorium des Bestandes GU 20 wurde im November 2009 fertiggestellt. Der Bestand umfasst - vor der Verpackung - ca. 5 lfd. Meter mit 400 Nummern. Stuttgart, im November 2009 Eberhard Merk Literatur über Schloss Lichtenstein und das Haus Urach: Carl Christian Gratianus: Die Ritterburg Lichtenstein. Landsitz Sr. Erlaucht des Grav Wilhelm von Wirtemberg. Vergangenheit und Gegenwart. Tübingen 1844. Georg Eberlein: Der im mittelalterlichen Styl neu erbaute Lichtenstein. Burg Sr. Erlaucht des Herrn Graven Wilhelm von Württemberg. eine Zusammenstellung von Ansichten, Plänen, ornamentalen & architektonischen Details in Farbendruck, nebst Text mit Holzschnitten. Reutlingen 1852. Friedrich Pfäfflin (Bearbeiter): Wilhelm Hauff und der Lichtenstein. [Ausstellung von März bis Juni 1981 im Schiller-Nationalmuseum Marbach am Neckar] (Marbacher Magazine 18). Marbach am Neckar 1981. Rolf Bidlingmaier: Schloß Lichtenstein. Die Baugeschichte eines romantischen Symbols. In: Reutlinger Geschichtsblätter NF 33 (1994) S. 113-152. Wolfgang Schmierer: Die Seitenlinie der Herzöge von Urach (seit 1867). In: Das Haus Württemberg. Ein biographisches Lexikon. Hg. von Sönke Lorenz, Dieter Mertens, Volker Press. Stuttgart 1997. S. 376-398. Christian Ottersbach: Befestigte Schlossbauten der Romantik. Die Schlösser Lichtenstein ob Honau und Hohenzollern. Magister-Hausarbeit im Fach Kunstgeschichte. Marburg 1998. Katharina und Nikola Hild: Lichtenstein. Reutlingen 2000. Hans-Christoph Dittscheid: Erfindung als Erinnerung. Burg Lichtenstein zwischen Hauffs poetischer Fiktion und Heideloffs künstlerischer Konkretisierung. In: Wilhelm Hauff oder Die Virtuosität der Einbildungskraft. Hg. von Ernst Osterkamp, Andrea Polaschegg und Erhard Schütz in Verbindung mit der Deutschen Schillergesellschaft. Göttingen 2005. Architektur wie sie im Buche steht. Fiktive Bauten und Städte in der Literatur. Katalog anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im Architekturmuseum der Technischen Universität München in der Pinakothek der Moderne vom 8. Dezember 2006 bis 11. März 2007. München 2006. S. 477-480. Christian Ottersbach: Befestigte Schlossbauten im Deutschen Bund. Petersberg 2007. Andrea Knop: Carl Alexander Heideloff und sein romantisches Architekturprogramm. Monographie und Werkkatalog (Nürnberger Werkstücke zur Stadt- und Landesgeschichte Bd. 67). Nürnberg 2009.
Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, XX. HA, HBA, D Nr. 1230 · File · 1543 Aug.-Nov.
Part of Secret State Archive of Prussian Cultural Heritage (Archivtektonik)

1543 August - November Newspapers to Archbishop Wilhelm: 1. 1543 September 4, Cologne The emperor's troops have occupied the entire duchy of Jülich, and the duke [Wilhelm] asks for peace; the city of Roermond has surrendered to the emperor; attitude of the monetary cities; from the duchy poor inhabitants have moved to Cologne in large numbers with their belongings to find security there; today the leader of the army of the Brabantines with 1000 riders is supposed to come to Cologne either to transfer the soldiers to the area of Molenses [area between Mönchengladbach, Moers and Neuß] or to secure the treasure of the emperor; 300 wagons are supposed to drive from Cologne to the imperial camp; in Cologne there are many courtiers of the emperor, but no princes and dignitaries; the apostolic nuncio is in the camp of the emperor; the English envoy is in Cologne and wants to follow the court of the emperor. TranscriptionLatin1 sheet 21 x 32 cm, p. 1 described. 2. 1543 September 7, Cologne Certain aristocrats have told us what the agreements between the Emperor and the Duke of Jülich were like; the Duchy of Geldern and its accessories will remain in the possession of the Emperor; Duke Heinrich of Braunschweig is said to have been the main mediator of the peace treaty; in vigilia nativitatisbeatissime virginis Mariae (7. September) the Duke of Cleves prostrates himself before the Emperor, who has conquered the Duchy of Geldern and the county of Zutphen; [Charles V.The Emperor is to move to France and lead his army against the French; the Emperor is to intend to provide the Duchy of Geldern and the County of Zutphen for the son of the Roman King [Ferdinand I]; all other dominions will remain in the possession of the Duke of Cleves; the Emperor, together with the Duke of Cleves, will move to all the cities of the Duchy so that they show him their obedience. TranscriptLatinischEbenda, p. 1-2 described. 3. 1543 August 18, Rome Few news because of the absence of pope and curia; the Turkish ships under Barbarossa's command caused much damage and conquered six French ports because they were not sufficiently fortified; moreover [Barbarossa] is said to have taken the city of Nice outside the castle; the emperor has gathered in Naples about 70 Trier, Galeot and other ships to get to Africa; he either wants to call them back or look for the decision there; numerous ships are also gathered in Genoa and in Spain; in the opinion of many everything depends on the war in Lower Germany; if the emperor over the French king [Francis I.] the emperor will have to take the decision to get back to Africa.On 21 July the Turks entered Buda and the following day published an edict ordering the noble classes and nobles to obey the death penalty and confiscate their goods; among the merchants of Frankfurt there is a rumour that the imperial fleet occupied the Kingdom of Algeria. transcriptLateinischEbenda, p. 2-3 described. 4. 1543 August 28, Rome extract from the letter Caspar Hoyers, notaries of the Rota: A Turkish fleet of 180 ships left Constantinople six weeks ago and sailed past Calabria, Sicily, the Kingdom of Naples, Rome, Piombino, Siena, Corsica and other parts of Italy; from Marseille, owned by the King of France, they returned to Italy; futile Turkish attack on Nice; victory at sea of the admiral [Andrea] Doria over a Turkish fleet coming from Algiers; hope for the withdrawal of the Turkish fleet to Kontantinopel; military clashes between the emperor and the king of France in Flanders; joy at the victory [Charles V.].]. TranscriptLateinisch1 sheet 21 x 29 cm, p. 1 described. 5. 1543 August 16, Mainz With two strong armies the emperor invaded France; he considered it his duty to restitute the old and true religion everywhere; imperial mandate against Hildesheim; in the diocese of Cologne the infirmity of Lutheranism crept in with the consent of the archbishop [Hermann V. von Wied]; hope for the restoration of the old faith. transcriptLatinischEbenda, p. 1. 6. 1543 November 6, Magdeburg The emperor took five large cities from the French and hopes to defeat them; the Turks invaded Hungary again last summer and conquered two cities; victory of the Roman king [Ferdinand I].The Emperor wants to invite all electors, princes and estates to an Imperial Diet in Speyer ($Spir$), which is to begin at the end of November; the Emperor, with some cardinals and the Archbishop of Mainz [Albrecht II of Brandenburg], has proposed a reformation to many collegiate churches that want to accept the said churches. TranscriptLow German1 sheet 20.5 x 21 cm, p. 1 described. 7. O. D. u. O. The emperor seized Gelderns and other pacified dominions;with a strong army of 100000 men, including 20000 horsemen, he entered Flanders on the campaign against the French king [Franz I.]; the Turkish sultan [Soliman I.] was the first to enter Flanders.The "Sardinia" has again invaded Hungary, which it has already occupied almost entirely; war armaments against the Turks in the Mediterranean; Andrea Doria has gathered ships in Genoa; fleets have been formed in Spanish ports together with Portuguese ships, in addition in Sicily, Sardinia and Naples in August [1543]; these are to unite with each other and disperse the Turkish and French fleet; attitude of the Protestants; the Imperial Diet is to be held in Speyer on 1. December [1543]; perhaps, however, it will be postponed until the time after Christmas until the presence of the emperor. TranscriptLateinisch1 sheet 20.5 x 29 cm, p. 1 described. 8. 1543 September 16, Cologne 23. September [1543] the Emperor and the King of England will meet in a city in Artois; in the meantime the imperial army will march across the Meuse to France; mediation by Duke Henry of Brunswick; renunciation by the Emperor of the Duchy of Geldern and the counties of Zutphen and Heinsberg ($Hensberch$); the Duke of Cleves was to preserve his subjects in the old religion or lead those who had fallen away from it back there; if he alone was unable to do so, the Emperor promised him his help; in his camp the envoys of the Elector [Johann Friedrich I] were to be found.These have suggested that their princes submit to the emperor's discretion; the duke of Jülich has made a permanent alliance with the House of Burgundy; the emperor's benevolent attitude towards the former has been benevolent; the latter in his generosity has declared himself willing to pay certain mercenaries in Venlo ($Venelaw$) and has made 18000 guilders available for it; Martins van Rossem's behaviour towards the emperor; relationship with Queen Mary [of Hungary]; the son of the Lord of Granvella will receive the provost's office in Xanten, which became vacant after Ingenwinckell's death and which the father of the Duke of Cleves had transferred to Doctor Vlatten for many years; to the co-adjutor of Cologne, the emperor lent the provost's office of Maastricht worth 2000 guilders; the emperor will travel through Brabant, Antwerp and Artois to meet the English king; the duke of Cleves is said to be in Düsseldorf ($Dusseldorp$); the emperor's camp near Venlo is said to have been moved and he has moved to Brabant; if the duke of Cleves wants to follow the imperial court, he must maintain 200 horses; how this can happen is unknown, because he has accumulated many debts; draft of a contract between the princes of Orange and Hesse on the county of Katzenellenbogen; the bishop of Münster, Osnabrück and Minden has sent a doctor to the emperor, whom he did not want to hear; yesterday Mr. Johannes Gropper, doctor and Scholasticus of St. Petersburg, the bishop of Münster, Osnabrück and Minden, sent a doctor to the emperor. Gereon in Cologne, who had gone to the emperor's camp with the Cologne co-adjutor, the Duke of Cleves and several others. TranscriptionLatin1 sheet 21 x 30 cm, p. 1-3 described. 9. 1543 September 19, Cologne. Throwing machines and other war equipment have been sent to France; no tolerance of the Lutherans by the Emperor; in the first article he obliges the Duke of Cleves to remain with his subjects in the old religion; one speaks of the marriage of the Duke of Brunswick with the third sister of the Duke of Cleves; the first is the wife of the Elector of Saxony, and the second is in England. transcriptLateinischEbenda, p. 3.HBA D no. 1230. - old signature:;

Fastenrath, John

Fastenrath, Johannes, 1839-1908, cultural-historical and aesthetic writer and translator (Spanish and French) in Cologne.I. Takeover, order, use1. TakeoverThe Rhenish writer, co-founder and 1st chairman of the "Literarische Gesellschaft in Köln" and founder of the "Blumenspiele", Hofrat Dr. jur. Johannes Fastenrath (1839-1908) had regulated the whereabouts of his library in his last will and testament, but had not made any further dispositions regarding his correspondence. After his death, his wife, the Austrian writer Louise Fastenrath, née Goldmann (1858-1914), had partially sifted through his literary correspondence and divided it into three groups according to the provenance principle: the Spanish letters were to be sent to the King of Spain in Madrid, the Catalan, Provençal, French and Spanish letters, as far as they were from Barcelona, to this city (see appendix) and the German letters to the cities of Cologne and Remscheid in equal parts. After the death of Louisen and in accordance with the testamentary provisions, all letters of private content "as far as they concerned family matters" were segregated and the remaining documents were superficially sighted. Fritz Lejeune, who was working on a dissertation on "Die deutsch-spanische Freundschaftsbestrebungen von Johannes Fastenrath" (The German-Spanish Friendship Efforts of Johannes Fastenrath) and had already contacted Louise, first received a file envelope with the inscription "Für das Buch" (For the Book), which she had compiled for her to inspect, and then was able to take a look at the entire correspondence, a task which could not be brought to a satisfactory conclusion due to the abundance of material and the short time available.On 16 June 1914, Louisen's nephew and executor Dr. Louisen wrote a letter to the editor, Dr. Fastenrath, in which he was asked to write a letter to the editor of the German-Spanish book. Otto Forstenheim in a letter to the Lord Mayor of Cologne: "The letters bequeathed to the City of Cologne and Remscheid will - provided that the Lord Mayor also agrees - be handed over to the local municipal library, since it also took over the books of the Hofrat Fastenrath at that time and the correspondence is partly connected with these works".Professor Adolph Kayser, the then director of the municipal library, was able, after negotiations with the city of Remscheid, to ensure that German correspondence remained undivided in Cologne. In the following decades, the Cologne City Archives repeatedly acquired individual letters from Fastenrath and his wife, which were initially incorporated into the autograph collection, but then incorporated into the holdings in 1032 and 1032 a (acc. to the German Archives of the City of Cologne). 52 of 17.06.1929; acc. 478 of 20.05.1953; acc. 480 of 12.06.1953; acc. 544 of 6.03.1961; acc. 546 of 18.06.1961 and acc. 898 of 15.12.1976). In the spring of 1988 a box with letters to Johannes Fastenrath, probably accidentally left in the city library, was brought into the city archive (acc. 1650/88) and incorporated into the fundus. Letters from Fastenrath himself can also be found in other estates, such as those of Ferdinand von Hiller (Order 1057), Wolfgang Müller von Königswinter (Order 1141), and Joseph von Lauff (Order 1170).2. order In 1962, Dr. Werner Kienitz began to order and distort the estate. He divided it according to the recipient principle into the two holdings 1032 (Johannes Fastenrath) and 1032 a (Louise Fastenrath). The first part of the two lists comprises the various alphabetically ordered correspondence partners (over 3 000 for Fastenrath, about 900 for his wife), with details of the number and timing of the respective letters, but without a breakdown of content, the second part contains newspapers, newspaper cuttings and other documents arranged according to subject areas, such as invitations, programmes and business cards. This distortion could not do justice to the inner order of the estate in everything. Although the original order seems to have been of a purely chronological nature, as can still be seen from the contents of the box that remained in the municipal library, which was mainly used as a library. Although the recording of all correspondence partners provides an overview of the Hofrat's very wide-ranging relations with literary circles throughout Germany, it also complicates the separation between letters concerning the poet, writer and translator Fastenrath and documents which he received only in his capacity as chairman of the "Literarische Gesellschaft" founded in 1893 and the "Blumenspiele" founded in 1899.Among the letters of more private content there is correspondence with the individual publishers who published his translations, correspondence with theatres of German-speaking countries and abroad, the performance of the plays he translated, especially of "Don Juan Tenorio" by José Zorrilla, requests for contributions from magazines and anthologies, begging letters from writers in need, requests for material support as well as an album from his student days with entries of well-known poets and actors. In vain, in accordance with the provisions of the will, one seeks correspondence with those relatives and friends who did not belong to the literary circles, and all the letters of his wife; the letters which he received in his capacity as chairman of the Literary Society can also be divided into three categories: Letters requesting admission to the Society and tickets to individual events, correspondence with the Treasurer and the Secretary of the Society concerning organisational matters and, as probably the most interesting group, letters concerning the organisation of individual lecture evenings, with corresponding requests from individual poets, writers and lecturers.The most extensive is the correspondence that was created in the vicinity of the flower games: on the one hand, there are purely organisational questions which deal with the course of the festival and the drafting of the yearbooks, and on the other hand, there are mostly insignificant enquiries regarding the conditions and requests for tickets to the individual games, and on the other hand, there are the telegrams and congratulations arriving each year for the festival, which were mostly published in the yearbooks, and last but not least, there is correspondence with the winners and prize judges of the flower games, which occasionally allow an interesting look behind the scenes and show the importance that this poetic competition had in the eyes of the participants.Since a multitude of names of contemporary poets of the Rhineland appear in the estate of Fastenrath, the collection gives an impression of the literary scene in Cologne during the Wilhelminian period. 17 archive boxes are available after the completion of the indexing work. The necessary conservation measures (packing the letters in archive boxes) were carried out in the course of the order and recording.3. Use There are no restrictions on use. Citation style: Best. 1032 and current no. of the finding aid book II. Curriculum vitae and genealogy of Johannes Fastenraths1. Curriculum vitae 1839, May 3: In Alleestraße 83 in Remscheid, the merchant Johannes Fastenrath is born by his wife Rosalie, née Hürxthal, a son who is christened Johannes Karl Ferdinand.1847 The family moves to Cologne at Mohrenstraße 10, the house of his maternal grandfather, Karl Hürxthal1847-1849 After attending elementary school in Remscheid, Johannes now receives lessons from teacher Heinrich Kühne in the Protestant boys' school at Gereonsdriesch1849-1856 Attends the Friedrich-Wilhelm-Gymnasium and takes his school-leaving examination1856/1857 Law studies in Bonn. Encounter with the Romanist Friedrich Diez (1794-1876)1857/1858 Studies in Heidelberg and Munich, followed by a trip to Vienna and BudapestWS 1858/1859 Studies in Paris at the College de France1860, March 20: After two semesters of law study in Berlin, Fastenrath receives his doctorate with the topic "De reinvindicatione utili" to Dr. iur. utr.1860-1862 Auskultator at the Cologne Regional Court under the chair Heinrich Gisbert Heimsoeth (1811-1887). After differences of opinion with him, Fastenrath left the civil service at his own request in order to devote himself entirely to his literary interests and the study of Romance languages.1861 The family moved to Christophgasse (later Christophstraße) in 121862, April: trip to Italy: Florence, Venice, Sicily1864 1st trip to Spain: Córdoba, Granada, Sevilla, Málaga, Gibraltar, Toledo, Madrid, Barcelona1865 With the translation of Manuel Juan Diana's "La receta contre las suegras" (Recipe against mothers-in-law) from Sapnish, Fastenrath made a breakthrough on the German stages, to which he had offered three translations from French two years earlier in vain: "A Kingdom for a Mistake", "The Düpierten" and "The Last Capitel".At the same time J. Schulze-Weida publishes: "Deutsche Volksmärchen für Pianoforte" with poems by Johannes Fastenrath.1866-1869 As a result of the first trip to Spain, the publisher Eduard Heinrich Mayer in Leipzig, with whom Fastenrath was to have a lifelong friendship, published five volumes of poetry with free translations of Spanish romances and historical and art-historical explanations in rapid succession, which were to make Fastenrath's names known in Spain thanks to the reviews of the Spanish writers Juan Valera (1824-1905) and Juan Eugenio Hartzgenbusch (1806-1880): "A Spanish Bouquet of Romances", "Sounds from Andalusia", "The Wonders of Seville", "Hesperian Flowers" and "Immortelle from Toldeo".1867, Jan.13Death of the father of John Fastenrath1869, February to July: 2nd trip of Fastenrath to Spain: Madrid, Salamanca, Seville, Granada, Córdoba, July Zaragoza; Fastenrath is introduced into the Madrid Society by Valera and Hartzgenbusch, receives his first Spanish Order, the Knight's Cross of the Order of Charles III, and becomes corresponding member of various Spanish academies. This trip is the foundation of Fastenrath's reputation in Spain. In 1870, Fastenrath published his travel impressions in the two-volume work "Das Buch meiner spanischen Freunde" ("The Book of my Spanish Friends"), which also contained translations and poems of Spanish romances and poems. Under the impression of the Franco-German war, war and victory songs appeared: "Den deutschen Helden von 1870" ("The German Hero of 1870") in five editions that were quickly sold out.1871 The Spanish city of Seville appointed Fastenrath its honorary citizen. Prince Anton of Hohenzollern-Sigmaringen awards him the Grand Gold Medal of Merit.1872 At the suggestion of Spanish writers, Fastenrath begins to write articles in Spanish for the Madrid newspaper "Argos". In the same year, his first work in Spanish appeared: "Pasionarias de un aleman-español", which gave his impressions on the occasion of a visit to the Passion Plays in Oberammergau.1874 In February of that year, Fastenrath's mother died. He now regularly writes articles for Spanish feuilleton style magazines. Impressed by a visit to the Walhalla near Kehlheim, he decides to have these articles published in book form in order to give the Spaniards an impression of the greatness of German culture. During his lifetime, 6 volumes of the monumental work "La Walhalla y las glorias de Alemania" were published. After his death, his wife published a substantially expanded new edition in 15 volumes.1879 In February, Fastenrath and the Cologne writer Lina Schneider (1831-1909) took part in a poetry meeting in Amsterdam as representatives of the city of Cologne to celebrate the writer Jost Van den Vondel. In April he leaves for his third trip to Spain. In Madrid he gives a poetry reading in front of the famous 'Ateneo literario', the Madrid Literary Society, which appoints him as its official representative at the Literary Congress in London in June. In Lisbon, he is received in audience by King Ferdinand and receives the Commander's Cross of the Order of Christ, and on the news of a catastrophic flooding in Murcia, Fastenrath founds an aid committee in Cologne which collects and transfers money for the needy.1880 Fastenrath's lyrical translations "Stimmen der Weihnacht, aus dem Spanischen des Ruiz Ventura de Aquilera (1820-1881)" ("Voices of Christmas, from the Spanish of Ruiz Ventura de Aquilera (1820-1881)") are published by the "Magazins für die Literatur des Auslandes", and in the spring he travels to Italy and Switzerland, in the summer to literary events in Holland and Belgium.OctoberFastenrath rides in the Historical Festive Train to celebrate the completion of the cathedral in Cologne.1881 Participated in writer's congresses in Amsterdam, Madrid and Vienna, where he met his future wife Louise Goldmann. On the occasion of the Madrid 2nd Centenary in honour of Calderón de la Barca, at which he acted as representative of the "German Writers' Association", he wrote a commemorative volume: "Calderón de la Barca" on the one hand, and a description of the festivities on the other: "Calderón in Spain with an appendix: The relations between Calderón's "Wunderthätigem Magus" and Goethe's Faust", which appeared in 1882.1882 For the first time, Fastenrath is going to translate a novel: "Pepita Jiménez" by Juan Valera. At the same time he worked on the translation of plays by the contemporary Spanish poet José Echegaray, "Im Schooße des Todes" appeared in the same year, the drama "Die Frau des Rächers" in 1883, and in late summer he travelled to Vienna and Hungary, as well as to the court of Charles I of Romania and his poetic wife Elisabeth (pseudonym: Carmen Silvia). 1883, March 27: Marries Fastenrath in Vienna the young Austrian pianist and writer Louise Goldmann. In the same year, the volume of poems dedicated to her, "From Wedding to Wedding, Songs from Sunny Days", was published, beginning with the publication of a series of articles in French magazines, which he later published in book form in Paris under the title: "Figures de l'Allemagne contemporaine".1885-1887 Fastenrath publishes the transmission of three other romance collections: "Granadine Elegies", "Sounds from Andalusia" and the cycle "The Twelve Alfonso's of Castile", dedicated to "the manes of D. Alfonso's XII, King of Spain", during which time he and his wife took part in various literary days and poetry celebrations: in September 1884 at the VI German Writers' Day in Schandau, in October 1886 at the VIII German Writers' Day in Schandau, and in October 1886 at the "Tales of the Twelve of the Twelfth Alfonso's of Castile". German Writers' Day in Eisenach, 1887 at a celebration of Uhlands 100th birthday in Stuttgart, in September of the same year at the 20th Nederlandschen Taal- en Letterkundig Congress in Amsterdam.1887, Nov. 17: Grand gala dinner at the Fastenrath House in honour of the Cologne-born poet Jost Van den Vondel with guests from many parts of Holland and Germany.1888 4th trip to Spain, during which Fastenrath introduces his wife to Spanish poets, and in the autumn of the same year he takes part in the Writers' Day in Munich.1890 Grand Duke Karl Alexander of Saxony Weimar awards Fastenrath the title of Grand Duke of Saxony Court Councillor, King Karl of Württemberg awards him the Knight's Cross I. Kl. of the Order of Frederick the Great, and in spring Fastenrath travels via Avignon to Barcelona, where Louise is to preside over the "Jochs florals" as flower queen. In the same year Reissner published a volume of poetry in Leipzig: "Catalan Troubadours of the Present", translated into German and introduced with an overview of Catalan literature", which received great attention in Germany. Victor Balaguer (1824 - 1901), who revived Catalan literature, asked Fastenrath to translate his gigantic verse epic "The Pyrenees" into German. Fastenrath visited the Balearic Islands from Barcelona and established contacts with the local writers. After returning from his trip to Spain, Fastenrath drew up his will in which he made available 300,000 Marks for German writers in need of help and 50,000 Marks for Spanish writers. For the Flower Games in Barcelona, he offered a sum of 10,000 Marks.1891, September: 21st German Lawyers' Day in Cologne. Fastenrath writes the opening prologue.1892, October: Madrid. The couple Fastenrath takes part in the celebrations on the occasion of the 4th Centenary of the discovery of America by Columbus. A round trip on the traces of Columbus to Las Huelvas and Hendaya follows. Barcelona is the end of the journey. In 1895 Fastenrath published a description of the celebrations in his two-volume work "ColumbusStudien zur spanischen Zentenarfeier der Entdeckung Amerikas" ("Columbus Studies for the Spanish Centenary Celebration of the Discovery of America"). 1893, May: Cologne. Foundation of the "Literary Society", initiated by Messrs Julius Bennert, Ferdinand Sohn, Joseph Lauff and Georg Barthel Roth. Johannes Fastenrath is elected first chairman of the society, an office he holds until his death.1893, December: Appointment as honorary president of the "Westdeutscher Literaturverband" (West German Literature Association) founded in Hoberg a. Rhein.1894-1895 Fastenrath takes part in the General Journalists' and Writers' Days in Hamburg and Heidelberg. In autumn 1895 he is present at the Scheffelfeier in Mürzzuschlag. In the summer months he travels to Switzerland and Karlsbad.1896 Reissner in Leipzig published the translations of 4 comedies after the Spanish of Manuel Bretón de los Herreros (1796-1873): "Stirb und Du wirst sehn!", "Ein weiblicher Don Juan", "Sie ist Er" and "Der Friedliebende".1897, April to August: Italy trip to Palermo, Rome, Venice, return journey via Vöslau near Vienna with a longer stay in San Martino di Castrozza in South Tyrol and Karlovy Vary. The widely acclaimed translation of "Don Juan Tenorio" by José Zorrilla y Moral, the most frequently played piece of Fastenrath's pen besides the "recipe against mothers-in-law", is also published by Reissner.1898, May: Impressed by the experience of the Barcelona Flower Games and at the suggestion of Victor Balaguer, Fastenrath decides to hold annual flower games in Cologne as part of the Literary Society. In order to secure it financially, he donated a sum of 10,000 Marks, from whose interest the prizes to be suspended are to be financed.1898, June: Participation in the General Meeting of the Board of Directors of the German Schiller Foundation in Weimar. In the same year, after the death of Robert Heuser, he took over the chairmanship of the Cologne Branch Foundation, which he held until his death in 1908.1898, October: On the steamer "Bohemia", Fastenrath travelled via Constantinople to the Holy Land, where he took part in the consecration of the Evangelical Church of the Redeemer by the German Emperor in Jerusalem.1899, January: The Literary Society organises a "Gustav-Freytag" celebration. 1899, May: The 1st Cologne Flower Festival is celebrated in the Gürzenich, greetings arrive from all parts of the world, especially from Provence and Catalonia, the home of the Flower Festival. 1899, October: "Goethe-Feier" in the "Literarische Gesellschaft".1899, November: Zurich: World premiere of "Don Juan Tenorio" by José Zorrilla in the translation by Johannes Fastenrath.1900, May: Celebration of the 2nd Cologne Flower Festival, which is no longer open only to participants from the Rhineland and Westphalia, but also to poets from all parts of Germany and German-speaking countries.1900, June: Mainz, participation in the celebration of the 500th anniversary of the birth of Johannes Gutenberg and the subsequent German General Journalists' and Writers' Day.1900, September: Flower games of Zaragoza. Impressed by the arrangement of the Flower Games in Cologne, the Council of the City of Zaragoza decided to have Flower Games held in this city. At the same time, Louise Fastenrath was elected Flower Queen of the 1st Games. The city suspended a prize for the best German poem submitted. The relations between Cologne and Zaragoza were not to break off during Fastenrath's lifetime.1901 The move of his mother-in-law, Rosine Goldmann, to Cologne prompted Johannes Fastenrath to move to a larger house at Neumarkt 3 (today Kunsthaus Lempertz), which he had built entirely according to his ideas. In the courtyard he set up a replica of the lion fountain of the Alhambra in Granada. Here he found space for a large library, a Moorish room and the collection of paintings he had acquired over the years. The house at Neumarkt 3 was to become a meeting place for his numerous friends from all Romanesque countries and in the same year his "Zaragozan dialect purrs" appeared. Partially reproduced in Cologne dialect". In connection with this, Fastenrath gave a lecture to the Literary Society: "Der Humor in der spanischen Literatur", which he was to give in the following years in Aachen (1902), Wiesbaden (1905) and Düsseldorf (1906).1902 At the suggestion of the Bavarian Crown Princess Doña Paz, Fastenrath translated the drama "Yorik" by the Spanish poet Manuel Tamayo y Baus (1829-1898). Due to disagreements with the leading actor, however, the planned performance will not take place at the Munich Hoftheater. The play was not given until 1918 at the Schauspielhaus in Frankfurt. The holding of the flower games, combined with the evaluation of the ever-increasing number of entries, as well as the publication of the yearbooks, took Fastenrath a long time from then on. As usual, he spent the summer months travelling in Bad Godesberg, Baden-Baden, Karlovy Vary and Vienna and was co-opted on the committee for the preparation of the 1904 "Great International Art Exhibition in Düsseldorf" and was responsible for the design of the Spanish pavilion. His commitment led to his appointment as German representative at the V. International Art Exhibition in Barcelona in 1906.1904 Following the example of the "Cologne Flower Games", the association "Germania" in Baltimore decides to organise its own flower games.1905-1906 For health reasons, Fastenraths spend the summer in a health resort in Eisenach, Thuringia.1907 The 9th Cologne Flower Games, organised in honour of the 700th birthday of Saint Elisabeth, are held with special splendour. Representatives of the Hungarian city of Poszony (Bratislava), Elisabeth's birthplace, will take part. In the following year, flower games are also to be held in Poszony, following the example of the people of Cologne.1908 While preparations are underway for the silver wedding celebration on 27 March, Fastenrath unexpectedly falls ill with pneumonia and dies after only three days of illness on 16 March 1908.19 March he is buried on Melaten with the sympathy of large sections of the Cologne population. The funeral speech will be delivered by the Protestant pastor Carl Jatho. The Spanish consul lays down a wreath on behalf of the royal house. After the will is opened, Louise Fastenrath hands over the library of her husband to the city of Cologne and establishes the foundation for suffering German writers, which is to bear the name of the deceased.1908-1911 Publication of an extended edition of 15 volumes of the work "La Walhalla y las glorias de Alemania", which now contains all of Fastenrath's newspaper articles published in Spanish as well as his autobiography.1911 Publication of Fastenraths: "Aus spanischen Landen. Seals from Maxiko and Uruguay. Legacy poems from Spanish".III. Literature- KL 488,- KL3 4, 795 f.,- Brü 2, 187,- BJ 13, 1910, 20 - 26,- Neue Deutsche Biographie 5, 28 f.,- GEC 7, 313/4, - EUI 23, 356;- Jb Kölner Blumenspiele, esp. vol. X and XI (1908/1909);- Schütz J. H. (ed.), Hofrat Dr. jur. Johannes Fastenrath in Cöln, in: Praktische Sozialpolitiker aus allen Ständen, Cöln (1906), 46 - 48;- Zilcken, Fritz, Erinnerungen an Johann und Luise Fastenrath in: Jb Blumenspiele 16, 1914, 120 ff.;- Lejeune, Fritz, Die deutsch-spanische Freundschaftsbestrebungen von Johannes Fastenrath (= Romansiches Museum XI), DissertationGreifswald 1817;- Ohrem, Hermann-Joseph, Die deutsch-spanische Freundschaftsbestrebungen Johannes Fastenraths, in: Mitteilungen aus Spanien 2, 1918, H. 1, 46 - 48;- Ohrem, Hermann-Joseph, Johannes Fastenrath and his Spanish friends, in: Spain, Zeitschrift für Auslandskunde 1, 1919, 212 ff.;- J. J. Bertrand, Johannes Fastenrath et l'Espagne, in: Bulletin hispanique 29, 1927, 211 - 213;- Pfandl.., Ludwig, How Johannes Fastenrath translated the Don Juan Tenorio, in: Amigos de Zorrilla, Valladolid 1933;- Becker, J., Johannes Fastenrath and Hoffmann v. Fallersleben, in: Zeitschrift für Deutsche Geisteswissenschaften 2, 1939/40, 459 - 566;- Valera, Juan, El Doctor Fastenrath, in: obras Completas II, Madrid 1949, 399 - 413;- Schmökel, Hildegard, Die iberoromanische Bibliothek des Kölner Hispanophilen Johannes Fastenrath in der Kölner Universitäts- und Stadtbibliothek, Hausarbeit des Bibliothekar-Lehrinstituts NRW, masch.., Cologne 1967;- Schmökel, Hildegard, Johannes Fastenrath, a friend of Spain from Cologne, 1839 - 1908, in: Jahrbuch des Kölnischen Geschichtsvereins 42, 1968, 189 -198;- Kienitz, Werner, Der Nachlaß Fastenrath im Kölner Stadtarchiv, in: Festgabe für Arnold Güttsches (= Publications of the Kölnischer Geschichtsverein 29), Cologne 1969, 295 - 334;- Schumacher, Karl, Hofrat Dr. iur. utr. Johannes Fastenrath. On the 65th anniversary of his death on 16 March 1973, in: Romerike Berge. Zeitschrift für Heimatpflege im Bergischen Land 23, 1973, 20 - 27;- Schumacher, Karl, "Ein Kavalier ohne Tadel" (A cavalier without blame), a portrait of the life and work of Hofrat Dr. Johannes Fastenrath on the occasion of his 150th birthday on 3 May 1989 in: Home speaks to you. Monthly supplement of the Remscheider Generalanzeiger No. 4, 5, 6 and 7, Remscheid 1989IV. AbbreviationsADB - Allgemeine Deutsche Biographie, 1 - 55, Leipzig 1875 - 1910Bay - Genealogische Sammlung von Dr. Joseph Bayer im Historischen Archiv der Stadt Köln = HAStK Bayer-KatalogBJ - Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog, 1 - 18, Berlin 1897 - 1917Brü - Franz Brümmer, Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart, 6th edition 1 - 8, Leipzig 1913DBE - Diccionario Biográfico Español e Hispanoamericano, Part I A - F, Palma de Mallorca 1950 ff.DBJ - German Biographical Yearbook, I - V, X and XI, Stuttgart, Berlin and Leipzig 1925 ff.DEI - Dizíeonario Enciclopedico della Letteratura Italiana, 1 - 5, Bari and Rome 1966 ff.DU - Dizíonario Universale della Letteratura contemporanea, 1 - 5, 1959 ff.EUI - Enciclopedia Universal Ilustrada Europeo - americana, 1 - 70 and Append. 1 - 10, Barcelona 1908 - 1935EUS - Enciclopedia Universal Sopena, 1 - 9, Barcelona 1964 ff.GEP - Grande Enciclopédia Portuguesa e Brasilerra, 1 - 40, Lisbon and Rio de Janeiro 1935 ff.GGH - Gothaischer Genealogischer Hofkalender, GothaGGGT - Gothaisches Genealogisches Taschenbuch, GothaGHdA - Genealogisches Handbuch des Adels, Glücksburg 1951 ff.KL - Wilhelm Kosch, Deutsches Literatur-Lexikon, 2 editions, 1 - 4 (with numbered pages), Bern 1949 - 1958KL3 - as before, 3rd edition (A.- Bremeneck), Bern and Munich 1968KLK 15 - Katholischer Literaturkalender, 15th volume, edited by Dr. Julius Dorneich, Freiburg i. Br. 1926KTh - Wilhelm Kosch, Deutsches Theater-Lexikon (A. -Rostock) (with numbered pages), Klagenfurt and Vienna 1953 ff.Kü - Kürschners Deutscher Literatur - Kalender, Leipzig, later Berlin 1879 ff.KüGK - Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender, Berlin and Leipzig 1925 ff.LdW - Wilpert, Gero von (editor), Lexikon der Weltliteratur, Stuttgart 1963L - R - Lectuur - Repertorium, 2nd ed, 1 - 3 (with numbered pages), Antwerp - Tilburg 1952 - 1954M - Johann Jacob Merlo, Cologne artists in old and new times (publications of the Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde IX), Düsseldorf 1895NDB - Neue Deutsche Biographie, 1 - 7 (Aachen - Hartmann), Berlin 1953 ff.NF - Nordisk Familjebok, 3rd ed, 1 - 23, Stockholm 1923 - 1937NNBW - Nieuw Nederlandsch Biografisch Woordenboek, 1 - 10, Leiden 1911 - 1937NÖB - Neue Österreichische Biographie, 1 - 17, Vienna 1923 - 1968ÖBL - Leo Santifaller, Österreichisches Biographisches Lexikon 1815 - 1950, 1 - 3 (A - Knoll), Graz und Köln 1957 ff.R - Hugo Riemann, Musiklexikon, 12th ed, 1 - 2, Mainz 1959 - 1961SL - Schweizer Lexikon, 1 - 7, Zurich 1948 ff.St - Robert Steimel, Kölner Köpfe, Cologne 1958Th - B - Ulrich Thieme und Felix Becker (editor), Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler, 1 - 37, Leipzig 1907 - 1950V - Hans Vollmer (editor), Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts, 1 - 6, Leipzig 1953 - 1962W - Hugo Weidenhaupt, Kleine Geschichte der Stadt Düsseldorf, Düsseldorf 1962The repertory was written by Ms. Voigt.Köln, den 25. Oktober 1989Contains among others:Literary works;Letters

Contains: political and private correspondence of Ernst II during his trip through Bulgaria and Romania as well as during his stay in Constantinople (among others with the State Secretary in the Foreign Office Jagow, King Ferdinand [Uncle 4. Grades] and Queen Eleonore of Bulgaria as well as members of the German Embassy in Constantinople); hand drawing of the Turkish Minister of War Enwer Pasha on the transfer of territory from Turkey to Bulgaria; passes; inscription list in Bucharest; congratulatory letter on the start of the journey; official farewell letter of the diplomatic corps in Constantinople; manuscript of a speech of Ernst II.Invoices, receipts, account statement; remuneration documents; business cards Darin: excerpts from the Turkish newspapers "La Defense" and "Hilal" with articles about Ernst II. (and one illustration); postcards from Kalisch (war destruction) and Constantinople among others; 8 photographs of Ernst II in connection with an audience with the Sultan, a stay at the Black Sea and a visit to the imperial steamship "Goeben" [separated; now in Bü 914].