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Archival description

Inhalt und Sonstiges Im Jahre 1800 heiratete Herzog Wilhelm von Württemberg (1761-1830), der Sohn Herzog Friedrich Eugens und Bruder König Friedrichs I. von Württemberg, Wilhelmine Freiin von Tunderfeld-Rhodis (1777-1822), die Tochter des Hauptmanns Karl August Freiherr von Tunderfeld-Rhodis und der Theresia geb. Freiin Schilling von Cannstatt. Diese Ehe war aufgrund der Hausgesetze des Hauses Württemberg nicht standesgemäß, weshalb Herzog Wilhelm am 1. August 1801 für seine Nachkommen auf die Thronfolge in Württemberg verzichtete. Herzog Friedrich II. von Württemberg, der spätere König Friedrich I. von Württemberg, erkannte andererseits die Ehe seines Bruders mit Wilhelmine Freiin von Tunderfeld-Rhodis als "vollwirkende Ehe zur rechten Hand" (Zoepfl) an, und Wilhelmine von Tunderfeld-Rhodis erhielt nach ihrer Vermählung den Titel einer Prinzessin von Württemberg. Außerdem verfügte Herzog Friedrich II., dass die Nachkommen aus dieser Ehe den Titel Graf bzw. Gräfin von Württemberg führen sollen. Somit war eine neue Nebenlinie des Hauses Württemberg entstanden. Herzog Wilhelm von Württemberg hatte zwei Söhne, die beide als Offiziere im württembergischen Militär Karriere machten. Der ältere Sohn Graf Alexander (1801-1844) trat auch als Dichter hervor und hielt engen Kontakt zu den Dichtern Justinus Kerner, Ludwig Uhland, Nikolaus Lenau und Gustav Schwab. Der jüngere Sohn Wilhelm (1810-1869) brachte es im württembergischen Militär bis zum General der Infanterie. Neben seinen militärischen Aufgaben nahm er auch künstlerische und wissenschaftliche Interessen wahr. Außerdem baute er Schloss Lichtenstein bei Reutlingen, das bis zur Gegenwart im Besitz des Hauses Urach ist. Am 28. Mai 1867 wurde Graf Wilhelm von König Karl von Württemberg zum Herzog von Urach erhoben. Der Titel eines Herzogs von Urach ging jeweils an den ältesten Sohn des Herzogs über. Die nachgeborenen Nachkommen des Herzogs erhielten am 10. Januar 1868 die Titel Fürst bzw. Fürstin von Urach mit dem bisherigen Namen Graf bzw. Gräfin von Württemberg. Die Mitglieder des Hauses Urach, denen die Anrede Durchlaucht zusteht, hatten bei Hof den Rang vor allen Standesherrn im Königreich, waren aber im Unterschied zu diesen nicht in der Ersten Kammer des württembergischen Landtages vertreten. Außerdem wurde am 30. November 1867 von König Karl ein Fideikommiss für das Haus Urach errichtet. In konfessioneller Hinsicht war das Haus Urach nach dem Übertritt des Grafen Wilhelm im Jahre 1867 zum katholischen Glauben stark katholisch geprägt. Dieses konfessionelle Element wurde noch durch die Heiraten von Mitgliedern der Familie Urach mit Angehörigen katholischer Hochadelsfamilien - wie etwa der Häuser Wittelsbach, Leuchtenberg, Grimaldi, Thun-Hohenstein, Altieri, Liechtenstein, Waldburg-Zeil, Thurn und Taxis, Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst - verstärkt. Das Archiv der Herzöge und Fürsten von Urach Grafen von Württemberg, das bisher auf dem Familiensitz Schloss Lichtenstein verwahrt worden war, gelangte im Jahr 1987 als Depositum unter Eigentumsvorbehalt ins Hauptstaatsarchiv. Innerhalb der Tektonik (Beständegliederung) des Hauptstaatsarchivs erhielten die Bestände des Archivs der Herzöge und Fürsten von Urach - in Anlehnung an die Beständeserie Württembergisches Hausarchiv (G-Bestände) - die Bestandssignaturen GU. Die Unterlagen des Familienarchivs waren bei der Übernahme ungeordnet, so dass erst eine Neuordnung vorgenommen werden musste. Dr. Wolfgang Schmierer, der frühere Leiter des Hauptstaatsarchivs, hat im Jahre 1995 eine erste grobe Vorordnung des Familienarchivs vorgenommen. Er untergliederte dabei das Adelsarchiv in personenbezogene Bestände (Bestände GU 101ff.) und in allgemeine Bestände (GU1-99). Letztere beinhalten die Grundstücks- und Vermögensverwaltung (GU 1ff.), Karten und Pläne (GU 97), Rechnungen (GU 98) sowie Fotoalben und -sammlungen (GU 99). Zudem wurde ein Bestand für Vermischtes und Ungeklärtes (GU 96) gebildet. Die Gliederung der personenbezogenen Bestände b||zw. Nachlässe der einzelnen Familienmitglieder orientiert sich sehr eng an dem Beitrag Wolfgang Schmierers im Biographischen Lexikon des Hauses Württemberg (siehe Literaturangaben). Bei der groben Vorordnung des Familienarchives konnten bei einzelnen Familienmitgliedern keine Nachlassbestände bzw. Archivalien zu den Personen ermittelt werden. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Personen: Eberhard Graf von Württemberg (1833-1896), Wilhelmine (Wilma) Gräfin von Württemberg (1834-1910), Pauline Gräfin von Wuthenau-Hohenthurm (1836-1911), Karl Alexander Graf von Württemberg (1839-1876), Eugenie Gräfin von Württemberg (1848-1867), Elisabeth Fürstin von Urach geb. Theurer (1899-1988), Rosemary Fürstin von Urach Gräfin von Württemberg geb. Blackadder (1901-1975), Ute Fürstin von Urach Gräfin von Württemberg geb. Waldschmidt (1922-1984), Iniga Fürstin von Urach Gräfin von Württemberg geb. Prinzessin von Thurn und Taxis (geb. 1925). Daher wurden an den entsprechenden Stellen in der Beständeübersicht Lücken gelassen. So kommt es, dass die Bestandssignaturen GU 109-112, GU 115, GU 125, GU 130, GU 131 und GU 133 nicht belegt sind. Die Lücken wurden für den Fall eingerichtet, dass sich bei der Erschließung des Familienarchives doch noch Material zu den betreffenden Personen findet. Auch kann nicht ausgeschlossen werden, dass Unterlagen zu den genannten Personen abgegeben werden. Zu einzelnen Persönlichkeiten sind sowohl in der GU-Beständerserie als auch in der G-Serie (Württembergisches Hausarchiv) Bestände vorhanden: Im Einzelnen sind dies: Wilhelm Herzog von Württemberg (GU 101, G 253), Wilhelmine Prinzessin von Württemberg (GU 102, G 254), Alexander Graf von Württemberg (GU 103, G 290), Wilhelm (I.) Herzog von Urach (GU 105, G 302), Florestine Herzogin von Urach (GU 107, G 303) und Marie Gräfin von Taubenheim (GU 108, G 306). Innerhalb der Rubrik der personenbezogenen Bestände bilden die drei Bestände GU 201 bis GU 203 eine Sondergruppe. Bei diesen handelt es sich um personenbezogene Bestände bzw. Nachlässe von Personen, die zwar nicht zum Haus Urach gehören, aber enge Kontakte zu diesem unterhielten. Der Bestand GU 201 umfasst beispielsweise Unterlagen von Prälat Konrad Kümmel (1848-1936), der lange Zeit Schriftleiter des Katholischen Sonntagsblattes und des Deutschen Volksblattes war. Die Bestände GU 202 und GU 203 beziehen sich auf Bertha von Biegeleben und Anna Freifrau Hiller von Gärtringen geb. von Salviati, die beide als Hofdamen der Florestine Herzogin von Urach bzw. Amalie Herzogin von Urach im Dienste des Hauses Urach standen. Bisher sind die personenbezogenen Bestände GU 101 (Wilhelm Herzog von Württemberg), GU 102 (Wilhelmine Prinzessin von Württemberg geb. Freiin von Tunderfeld-Rhodis), GU 103 (Alexander Graf von Württemberg), GU 104 (Helene Baronin du Bourget geb. Gräfin Festetics von Tolna verw. Gräfin von Württemberg), GU 106 (Theodolinde Gräfin von Württemberg geb. Prinzessin von Leuchtenberg), GU 107 (Florestine Herzogin von Urach geb. Prinzessin von Monaco) und GU 117 (Herzog Wilhelm (II.) von Württemberg) durch Archivrepertorien und Online-Findmittel erschlossen. Es ist geplant, die übrigen personenbezogenen Bestände in den nächsten Jahren sukzessive zu erschließen, und die Repertorien als Online-Findmittel ebenso ins Internet zu stellen. Die Repertorien zu den Beständen Wilhelm (I.) Herzog von Urach (GU 105), Marie Gräfin von Taubenheim (GU 108) und Fotoalben und -sammlungen (GU 99) sind zur Zeit noch in Arbeit. Bei den allgemeinen, nicht personenbezogenen Beständen (GU 1-99), die bisher mit Ausnahme des Bestandes GU 99 noch nicht erschlossen sind, wurde auf eine inhaltliche Beschreibung der Bestände verzichtet. Ebenso wurden die bisher noch unverzeichneten personenbezogenen Bestände inhaltlich nicht näher beschrieben. Bei den letztgenannten Beständen sind lediglich die Lebensdaten und sonstige biografische Daten zu den Personen ermittelt worden. Grundlage hierfür waren v. a. die Artikel von Wolfgan||g Schmierer in Das Haus Württemberg. Aufgrund der Bedeutung der Personen und des Umfangs und Inhalts der Bestände verdienen v. a. die Bestände GU 105 (Herzog Wilhelm (I.) von Württemberg), GU 107 (Florestine Herzogin von Urach) und GU 117 (Wilhelm (II.) Herzog von Urach) Erwähnung. Herzog Wilhelm (II.) von Urach (1864-1928) machte nicht nur als Offizier Karriere - er befehligte während des Ersten Weltkrieges als General die 26. Infanterie-Division und später das Generalkommando z. b. V. Nr. 64 -, sondern war auch mehrfach als Thronfolgekandidat für Monaco, Albanien, Polen, Elsass-Lothringen und Litauen im Gespräch. Bezüglich des Inhalts der genannten Bestände sei jeweils auf die einzelnen Bestandsbeschreibungen verwiesen. Für die Einsichtnahme in die GU-Bestände ist die Genehmigung des Chefs des Hauses Urach erforderlich. Die Benutzer sind zur Wahrung der Personenrechte verpflichtet. Literatur: Heinrich Zoepfl: Rechtliches Gutachten über die dermalige familienrechtliche und staatsrechtliche Stellung (...) des Grafen Wilhelm von Würtemberg. Heidelberg 1865; Friedrich Freiherr von Gaisberg-Schöckingen (Hg.): Das Königshaus und der Adel von Württemberg. Pforzheim o. J. [1908]; Genealogisches Handbuch des Adels (Gotha). Band 1 Fürstliche Häuser 1. Band. Glücksburg 1951. S. 506-508; Gotha Bd. 8. S. 494-496; Gotha Bd. 19. S. 600-602; Gotha Bd. 50. S. 436-439; Gotha Bd. 85. S. 515-517; Michel Huberty, Alain Giraud, F. et B. Magdelaine: LAllemagne dynastique. Le-Perreux-sur-Marne 1976; Das Haus Württemberg. Ein biographisches Lexikon. Hg. von Sönke Lorenz, Dieter Mertens, Volker Press (...) und dem Institut für geschichtliche Landeskunde der Universität Tübingen. Stuttgart 1997. S. 376-398. Stuttgart, im Juli 2004 Eberhard Merk

A.11-308, 309 · File · 1894 – 1915
Part of Central Archive of the Pallottine Province

Enthält:- P. Sebastian Bachmair, an P. Georg Walter, 1894- P. Friedrich Bancken, 1895, 1901-1906- P. Peter Breitner, 1893-1894- P. Josef Brey, 1912- P. Franz Gippert, 1904, 1908- P. Max Haarpaintner, 1906, 1908- P. August Halbing, 1900-1909- P. Karl Hoegn, 1903-1912- Br. Jost Imhof, auch an P. Georg Walter, 1892-1894- P. Albert Kersting, 1900-1901, 1901-1903- P. Max Kinsele, 1894-1895- P. Franz König, 1896, 1902-1903- P. V. Kopf, 1903- P. Johann Lettenbauer, 1908- P. Alojzy Majewski, 1903-1904- P. Jakob Mayer, 1895- P. Ludwig Mackert, 1903-1909- P. Ludwig Mackert an Prov. Kolb, 1911-1912- P. Josef Müller, 1896-1898- P. F. Münch, 1899-1903- P. Hermann Nekes, 1901-1903- P. Ludwig Otto, 1896-1900- P. Max Rieder, 1900-1906- P. Simon Rosenhuber, 1904, 1907, 1910- P. Michael Schöller an Bf. Founder, 1899- P. Gustav Schwab, 1898-1908- P. Hermann Skolaster, 1909- P. Heinrich Voß, 1912, 1915- P. Fritz Walter, auch an August Halbing und Signals Bruder Georg Walter, 1893-1895- P. Georg Walter, 1892-1898- P. Franz Xaver Zeus, 1907-1912

Pallottines
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, E 203 I · Fonds · 1806-1945 (Vorakten ab 1800, Nachakten bis 1978)
Part of State Archives Baden-Württemberg, Dept. State Archives Ludwigsburg (Archivtektonik)

Preliminary remark: The present repertory essentially concludes the order and recording of the extensive files of the Ministerial Department for the Secondary Schools and its previous authorities (E 202 - E 203 IV), i.e. the files on the Secondary Schools in Württemberg from the foundation of the kingdom 1806 to 1945.While the extensive E 202 stock (1975 repertory) contains the general administrative files of the authorities, the E 203 I - E 203 IV stocks contain the files created by the personnel administration:E 203 I Personnel files of teachers in higher schoolsE 203 II Admission work for the teaching profession in higher schoolsE 203 III Personnel files of administrative officials and employeesE 203 IV Personnel file of teachers in higher schoolsAs Oberstudiendirektion was founded in 1806, renamed Studienrat in 1817 (with extended remit), the authority has since 1903 used the name Ministerialabteilung für die höhere Schulen. It was in charge of the supervision of the Protestant theological seminars, of all schools of scholars, namely the grammar schools, Lyceums and Latin schools, as well as of the educational institutions for trade education (the polytechnic school with the winter building trade school) and of the higher and lower secondary schools. The lower Latin and secondary schools, on the other hand, were directly under the control of the local school authorities and the community high schools. With the exception of the University of Tübingen, the Wilhelmstift and the elementary schools, it supervised all educational institutions, including the scientific and moral education of the pupils, the employment and dismissal of teachers and servants (by order or review), and the supervision of their official duties. She also tested the teacher candidates. The ministerial department was abolished in 1945; its tasks were now performed by the cult ministries in Württemberg-Baden and Württemberg-Hohenzollern. 1952 saw the establishment of the Oberschulämter as intermediate authorities, some of which were given corresponding responsibilities (for more details on the history of the authorities, see the preface to Repertorium E 202). the far-reaching and very comprehensive responsibility of the ministerial department may reveal the significance of the holdings of personnel files of teachers at secondary schools that were made accessible here. The individual personnel files often document the pedagogical freedom of movement (in)of the teachers as well as the supervision of the superior authority far beyond the personal life and career data. Not a few personalities who initially worked in the school service and whose personnel files are available here later achieved prestige and success in literary, cultural or political life.B. the writers Gustav Schwab and Dr. D.F. Weinland (author of the "Rulaman"), the folk and regional poet Hermann Otto Heuschele, the dignified president Johannes v. Hieber. During the final work of the listing the personnel files of the administrative officials and employees were taken out and spun off as inventory E 203 III. The files were handed over in 1949/1950 by the then Kultministerium Württemberg-Baden and in 1977 by the Oberschulamt Stuttgart.1977/1978 the files were ordered and indexed by the temporary employees Ute Radicke, Ingrid Hermann and Anita Hundsdörfer under the direction of the archive employee Erwin Biemann and the archive inspector, e.g. Heinrich Graf. After the two file deliveries (each comprising the letters A-Z) had been indexed according to numerus currens, they were merged and brought into a uniform alphabetical order. The final work was done by an archive inspector, Heinrich Graf. Ludwigsburg, March 1979Dr. Schmierer