- Tanganjika Territory 1936, Eigentum von Miss. Friedrich Klug, Leipziger Mission - Inhalt: Topographie, politische Strukturen, Infrastruktur - Druck - Missionsgebiete der Ev. Missionsgesellschaft für Deutsch-Ost-Afrika - Gebiete Ruanda, West-Usambara, Deutsch-Ostafrika - Inhalt: Missionsstationen der lutherischen und katholischen Missionen, Infrastuktur, Verkehrswege, Eisenbahn, Verwaltungsstruktur, Topographie, mit Namen der Missionsgesellschaften - Druck - 2 Drucke: Gebiet der Luth. Nordkirche in Tanganjika mit Masailand (Kenia und Tanganjika), Missionsstationen der lutherischen und katholischen Missionen - Topographie, Infrastruktur - Afrika - aus Stielers Schulatlas - Inhalt: Topographie, Kolonialgebiete nach Kolonisten zugeordnet - Druck - East Africa - Land of Sunshine, herausgeg. von East Africa Tourist Travel Association 1954 - Inhalt: Nationalparks u.a. Sehenswürdigkeiten, Infrastruktur - Druck
Korrespondenz zur Missionstätigkeit in Ostafrika; Memorandum „Die Beziehungen der Bethel-Mission zu Ruanda von Curt Ronicke (?), 26 S., ms., 1932; Berichte über Lebensbedingungen in den Internierungscamps u. Briefe von Internierten, 1939-1944; Abrechnung von Zuwendungen für das Krankenhaus in Bumbuli, 1963
Bethel-MissionGeschichte des Bestandsbildners: 1885 Erteilung eines kaiserlichen Schutzbriefs für die Erwerbungen der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft, 1885-1890 Verwaltung durch die Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft unter Carl Peters; 1891 Übernahme der direkten Verwaltung durch das Deutsche Reich; 1916 Zurückweichen der Schutztruppe vor den britisch-belgischen Truppen und Zusammenbruch der deutschen Verwaltung, Beendigung des Kriegs in Deutsch-Ostafrika im November 1918. Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte Der Originalbestand Behörden des deutschen Schutzgebietes Deutsch-Ostafrika befindet sich im Nationalarchiv von Tansania in Daressalam. Auswahlweise ließ das Zentrale Staatsarchiv in Potsdam 33 Bestandsergänzungsfilme für den Zeitraum 1900 bis 1916 aus diesem Bestand anfertigen. Die im Online-Findbuch beschriebenen 5 Archivalieneinheiten gelangten vermutlich mit anderen kolonialen Überlieferungen in das Reichsarchiv und 1950 in das Deutsche Zentralarchiv in Potsdam. Archivische Bearbeitung Zu den Im Zentralen Staatsarchiv in Potsdam verzeichneten Restakten entstand eine Findkartei, deren Informationen im Jahre 2002 in der Datenbank des Bundesarchivs gespeichert wurden. Zu den Bestandsergänzungsfilmen wurde im Jahre 2003 ein Findbuch (R 1003 FC) erstellt. Inhaltliche Charakterisierung: Kaiserliches Gouvernement Daressalam; Kaiserliche Residenturen Bukobas, Gitega, Ruanda, Urundi; Kaiserliche Bezirksaußenstelle Umbulu; Kaiserliche Verwaltungsnebenstelle Usumbura; Personalakten. Erschließungszustand: Findbuch 2003; Online-Findbuch 2005 Zitierweise: BArch, R 1003/...
Korrespondenz, Rundschreiben, etc.; „Die Berliner Mission in Ostafrika 9 S., ms., N. N., ca. 1943; „Die Deutschen u. Nichtdeutschen Evangelischen Missionen in Deutsch-Ostafrika, Ruanda, Burundi, Kamerun, Togo, Deutsch-Südwestafrika, etwa 1943; „Kurze Übersicht über die Bethel-Mission, 5 S. von Curt Ronicke, etwa 1944
Bethel-MissionBriefe v. a. an Curt Ronicke von verschiedenen Absendern, u.a. von Andrea Kyaishozi 1930, Andrea Kajejero 1932, Daniel Muhingo 1933, Joel Kibira 1929, 1930 u. 1935, Hiob Kuyonga 1936, Elisabeti Nabuye, Ibwera 1937, Josua Hermas 1935 u. 1938, Emili Kilimasti 1942, Stanislaus Karumuna 1949, Jonathan Karoma, Kanyangereko 1949, Jakobo Ngombe, Lumwe 1949 u. 1950, Matia B. Lutosha 1950, Paulo Nkinda Mazimu, Bumbuli 1950; „Die Reise nach Ruanda von Joel Kibira, 1930; Die Reise nach Bukoba von Jakobo Ngombe, 1930; Brief einer Hayafrau (Nyabwolo), die aus ihrem Leben erzählt, 1933; Lebensgeschichte des Aufsehers in Kamatchumu, Mfizi, 1936; Taufansprache von Hyob K., Mlalo 1937 u. Himmefahrtsan-sprache, 1933; Ansprache von Andrea Kajejero, 1937; Gemeinschaftsschreiben von Gemeindeältesten
Bethel-MissionEnthält: Kapitel 9: Beginn der belgischen Offensive am Süd-Kivu und Rückzug der Abteilung von Langenn bis zum Akanjaru; Kapitel 10: Räumung von Ruanda; Kapitel 11: Rückzug der vereinigten Abteilungen v. Langenn und Wintgens zum Kihinga- Plateau; Kapitel 12: Räumung von Urundi und Rechtsabmarsch der vereinigten Abteilungen v. Langenn und Wintgens; Kapitel 13: Der Rückzug der Bukoba-Truppen
insgesamt 141 Bilder mit folgenden Motiven: Mbozi, Volksgruppe; Fischer; Kircheninnenraum; Viehställe; Mbeni, Volksgruppe; Masai, Volksgruppe; Siedlungen; Kirchen; Tiere; Askari; Mkamba, Volksgruppe; u.a.; Beinhaltet Fotografien folgender Personen: Jauer, Schwester; Nyagava, Mudimi Johane; Ambonise; Jobu; Scheffler, Friedrich; Breunecke, Direktor; Nikodemo; Motomnhali; u.a. ; Beinhaltet Fotografien folgender Ortschaften: Tanga; Konde; Bwanjilande; Ngambo; Kilimandjaro; Njaßasee; Njaßaland; Bonya; Hawanga; Kondeland; Nyombe; Tanganyika; Usambara; Livingstoneberge; Sangwe; Moroguro; Dsinga; Ruanda;; Enthält auch diverse Missionspostkarten.
Berliner MissionswerkKorrespondenz, 1910-1968; Ordinationszeugnis, 1912; Todesanzeige für Dr. Mensching, 1964; Erinnerungen an Ruanda (aus seinem Nachlaß), 1912-1913; Hochzeitsfoto des Ehepaares Mensching, 1913
Bethel-MissionEinzelmarke eines Bogens a 25 Marken (zerschnitten), Motiv: Kaiserjacht SMS Hohenzollern, spiegelbildlich;
Reichsdruckerei Berlin (1879 - 1949) [Hersteller];
Einzelmarke: Mitte oben "DEUTSCH-OSTAFRIKA", rechts und links unten "20" (2x), mitte unten "HELLER"
25 Einzelmarken eines Bogens a 25 Marken (zerschnitten), Motiv: Kaiserjacht SMS Hohenzollern, spiegelbildlich;
Reichsdruckerei Berlin (1879 - 1949) [Hersteller];
Einzelmarke: Mitte oben "DEUTSCH-OSTAFRIKA", rechts und links unten "20" (2x), mitte unten "HELLER"
Einzelmarke eines Bogens a 25 Marken (zerschnitten), Motiv: Kaiserjacht SMS Hohenzollern, spiegelbildlich;
Reichsdruckerei Berlin (1879 - 1949) [Hersteller];
Einzelmarke: Mitte oben "DEUTSCH-OSTAFRIKA", rechts und links unten "30" (2x), mitte unten "HELLER"
Einzelmarke eines Bogens a 25 Marken (zerschnitten), Motiv: Kaiserjacht SMS Hohenzollern, spiegelbildlich;
Reichsdruckerei Berlin (1879 - 1949) [Hersteller];
Einzelmarke: Mitte oben "DEUTSCH-OSTAFRIKA", rechts und links unten "4" (2x), mitte unten "HELLER"
Einzelmarke eines Bogens a 25 Marken (zerschnitten), Motiv: Kaiserjacht SMS Hohenzollern, spiegelbildlich;
Reichsdruckerei Berlin (1879 - 1949) [Hersteller];
Einzelmarke: Mitte oben "DEUTSCH-OSTAFRIKA", rechts und links unten "45" (2x), mitte unten "HELLER"
- Porträtpostkarte; Postkarte * Fotograf, Verleger: Carl Vincenti
Ein Missionsstudium zu „Führung u. Erfahrung von Ernst Johanssen, konzipiert von seinem Schwiegersohn Pastor Gerhard Jasper sen., etwa 1940; Unterlagen zu „Führung u. Erfahrung von Doktor Ernst Johanssen, nach seinem Tode herausgegeben von seinem Schwiegersohn Pastor Gerhard Jasper sen., darin Quellentexte, Bemerkungen u. Korrespondenz zu „Führung u. Erfahrung, Quellen zum Verhältnis der Bethel-Mission u. Church Mission Society, Ruanda u. zum Schlußteil
Bethel-MissionPrivatbriefe, 1890-1893; Reiseberichte, Tagebuchaufzeichnungen, Korrespondenz v.a. mit Trittelvitz, 1905-1914; Manuskripte, Fragmente, Tagebücher, u.a.: „Der erste Besuch deutscher Kinder beim König Msinga von Ruanda, „Wieder beim König Msinga, „Beobachtungen über die Charaktereigenschaften der Eingeborenen, 1907-1908; Allgemeine Korrespondenz u. Monatsberichte, 1927-1929; Bugufi ruft uns – Bugufi braucht uns, 1929; Brief eingeborener Christen von Bukoba an den Bischof von Zentraltansania, 1929; Eindrücke u. Gedanken anlässlich einer Reise in die Landschaften von Mischenye u. Karagwe, 1929; Fragebögen mit perönlichen Daten u. Geburtsdaten von 14 Kindern, 1930; „Church Mission Society u. Bethel-Bielefeld Mission in Bukoba, deutsche u. englische Fassung von E. Johanssen, 1930; Korrespondenz mit E. Johanssen, 1930-1933; Todesanzeige u. Gedächtnisurkunde, 1934; Korrespondenz mit Martha Johanssen, 1934-1940; „Zum 100. Geburtstag von E. Johanssen, 1964; „Zum 100. Geburtstag von E. Johanssen, von J. Busse, mit dem Nachtrag von Albrecht sen., 1971
Bethel-MissionKorrespondenz von Ernst & Elisabeth von der Heyden, geborene Kraft, 1907-1951; Ärztliches Zeugnis für Elisabeth Kraft, 1912; Berufszeugnis für Ernst von der Heyden, 1919; Fragen der Staatsangehörigkeit von Hans von der Heyden (Sohn), 1931; Grundstücksangelegenheiten, 1930-1934; „König Yuhi Musinga – Herrschaftsende am 13.11.1931, 1931; „25 Jahre Missionsarbeit in Kirinda (Ruanda), 1932; Briefe einheimischer Christen wegen der Heimkehr von der Heydens, 1932; Korrespondenz mit der belgischen Kongomission wegen seiner Nachfolge, Ablehnung des Baptisten Huart, Streit um ein Taufsymbol, 1932; Briefe von Christen aus Kirinda, 1934; Todesanzeigen für die gefallenen Söhne Ernst u. Martin von der Heyden, 1941 u. 1942; Nachruf für Ernst von der Heyden, 1948; Zeugnis über die deutsche Gesinnung Ernst von der Heydens, 1952
Bethel-MissionEnthält u.a.: Entwurf des Haushaltsetats für die Schutzgebiete auf das Rechnungsjahr 1914 (Druck) mit Übersichtskarte der Eisenbahnen nach Ruanda und Neu-Moschi-Aruschka, Karte von Kamerun und Entwurf für die Neuanlagen der Eingeborenenstadt von Duala
ReichsmarineamtKorrespondenz, Berichte u. Gesundheitsberichte über die in Afrika lebenden Missionsangehörigen, 1926-1938; Dienstanweisung u. Abordnungsgelübde, 1928; Bilder aus der ärztlichen Arbeit im Bukobalande, 10 S., ms., 1929; „Im Auto um den Viktoriasee, 1930; „Aus der Hospitalarbeit in Kamachumu, 1931; „Reise nach Ruanda, 17 S. ms., 1931; „Einer der Reichen im Lande (Eine Beerdigungsfeier), 1934; „Etwas vom Alltag, 19 S., ms., 1934; „Inderpraxis in Afrika, 9 S. ms., 1934; „Ärztliche Mission u. Regierung, 9 S. ms., 1936; „Ärztliche Mission u. Volkstum, 16 S. ms., 1936; Beschluss der Kirchenversammlung Buhaya, Herrn Doktor Kröber den Ehrennamen „Mujunangoma(= Retter des Volkes) zu verleihen, 1937; Zeugnis für Doktor Kröber, 1938; Bericht über die Arbeit des Herrn Doktor Kröber im Dienste der Bethel-Mission, 1938; Korrespondenz mit Doktor Kröber in Kirchen an der Sieg (auch im Felde) u. mit seiner Familie, 1938-1978; Todesanzeige für Maria Kröber, geborene Augustin, 1978
Bethel-MissionEnthält u.a.: Correspondence regarding the modification of the Boundary between British Mandated Territory and Belgian Mandated Territory in East Africa. London 1923 Protocol respecting the Boundary between Tanganyika Territory and the Belgian Mandated Territory of Ruanda-Urundi. London 1927
Geschichte des Bestandsbildners: Nachdem das Deutsche Reich in den ersten Jahren seines Bestehens aus außenpolitischen Erwägungen auf eine aktive Kolonialpolitik verzichtet hatte, änderte sich dies ab 1884. Es entstanden die formell als "Schutzgebiete" bezeichneten Kolonien Deutsch-Südwestafrika, Togo, Kamerun, Deutsch-Neuguinea, Deutsch-Ostafrika und Samoa. Die in der Folgezeit eingerichteten Gouvernements dieser Schutzgebiete unterstanden zunächst der Kolonialabteilung im Auswärtigen Amt und schließlich dem hieraus erwachsenen Reichskolonialamt. Das 1898 erworbene Pachtgebiet Kiautschou in China unterstand dem Reichsmarineamt. Von Anfang an bestand die Notwendigkeit, in den Kolonien die Interessen des Reiches auch mit militärischer Gewalt durchsetzen und wahren zu können. In der Anfangsphase wurde diese Aufgabe von Schiffen und Landungskommandos der Kaiserlichen Marine wahrgenommen. In den deutschen Südsee-Kolonien blieb dies so auch bis zuletzt. In den afrikanischen Kolonien kam es zu einer eigenen Entwicklung. In Deutsch-Südwestafrika entstand 1889 eine Truppe aus deutschen Freiwilligen mit vertraglicher Bindung unter einem aktiven Offizier (Hauptmann Curt von François), die zunächst nur polizeiliche Aufgaben wahrnehmen sollte. In Deutsch-Ostafrika stellte der Reichskommissar Hauptmann Herrmann Wissmann 1889 zur Niederschlagung des 1888 ausgebrochenen "Araber-Aufstandes" eine Truppe aus angeworbenen Afrikanern auf. Mit Gesetz vom 22. März 1891 wurde schließlich die "Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika" aus Freiwilligen des Heeres und der Marine sowie angeworbenen Freiwilligen gebildet, es folgten mit Gesetz vom 9. Juni 1895 die "Schutztruppe für Deutsch-Südwestafrika" und die "Schutztruppe für Kamerun". Eine Schutztruppe für Togo war zeitweise in Planung, wurde jedoch nicht gebildet, ebensowenig wie es Schutztruppen für Deutsch-Neuguinea oder Samoa gab. Dort entstanden lediglich Polizeitruppen. In den jeweiligen Schutzgebieten hatte der Gouverneur die höchste militärische Gewalt inne, der Kommandeur der Schutztruppe war ihm unterstellt. Den Schutztruppen oblag die Aufrechterhaltung von Sicherheit und öffentlicher Ordnung. Phasenweise waren die einzelnen Schutztruppen ausschließlich mit der Niederschlagung von Aufständen der eingeborenen Bevölkerung beschäftigt. Hierfür wurden zum Teil erhebliche personelle Verstärkungen aus Deutschland herangeführt. Die Schutztruppen wurden zunächst durch das Reichsmarineamt geführt. Mit dem "Gesetz betreffend die Kaiserlichen Schutztruppen in den Afrikanischen Schutzgebieten und die Wehrpflicht daselbst" vom 18. Juli 1896 wurden die Schutztruppen dem Reichskanzler unterstellt, wahrgenommen durch die Kolonialabteilung im Auswärtigen Amt. In der Kolonialabteilung war zuständig die Abteilung M - Militärverwaltung (Kommando, bzw. Oberkommando der Schutztruppen). Die organisatorische Betreuung übernahm das Preußische Kriegsministerium (Armeeabteilung). Die Kommandoangelegenheiten wurden durch den Direktor der Kolonialabteilung wahrgenommen, mit der Abteilung M als seinem militärischen Stab. Mit Errichtung des Reichskolonialamtes durch Allerhöchsten Erlaß vom 17. Mai 1907 wurde diesem das Kommando der Schutztruppen unterstellt, nunmehr als militärischer Führungsstab mit verantwortlicher Kommandogewalt. Wie die Marine unterstanden die Schutztruppen dem Oberbefehl des Kaisers. Ihre Angehörigen waren Freiwillige des Heeres (bzw. der Armeen Preußens, Bayerns, Sachsens und Württembergs) und der Marine, die für die Zeit ihres Dienstes in den Schutztruppen aus der jeweiligen Armee oder der Marine ausschieden und danach wieder dorthin zurückkehrten. Die männliche deutsche Bevölkerung in den Schutzgebieten unterlag der Wehrpflicht. Dieser konnten die Wehrpflichtigen in den Schutztruppen nachkommen. Die Schutztruppen umfaßten 1913 die folgenden Personalstärken: - Kommando der Schutztruppen in Berlin: 80 Mann - Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika: 2758 Mann (266 Deutsche, 2492 Eingeborene) - Schutztruppe für Deutsch-Südwestafrika: 1970 Mann (Deutsche) - Schutztruppe für Kamerun: 1471 Mann (171 Deutsche, 1300 Eingeborene) Während des Herero-Aufstandes lag die Personalstärke der Schutztruppe für Deutsch-Südwestafrika 1907 bei ca. 15.000 Mann. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges traf die deutschen Kolonien unvorbereitet. Verteidigungsmaßnahmen gegenüber anderen Kolonialmächten waren nie ernsthaft in Erwägung gezogen worden, die Reichsregierung war davon ausgegangen, daß im Falle einer europäischen Auseinandersetzung die Kolonien gemäß der Vereinbarungen in der Kongoakte von 1885 aus den Kämpfen herausgehalten werden könnten, trotz mahnender Stimmen aus den Kolonien selbst. Am 1. August 1914 wurde daher in den Schutzgebieten zunächst nur der Ausnahmezustand verhängt. Erst Mitte August 1914 wurde in den Schutzgebieten mobil gemacht, doch waren die dortigen bewaffneten Verbände (Schutztruppen, Polizeitruppen, anwesende Marineeinheiten) letztlich gegenüber den zahlen- und materialmäßig weit überlegenen Gegnern ohne Chancen. Es gingen, zum Teil nach heftigen Kämpfen, zum Teil aber auch kampflos, verloren: - am 27. August 1914 Togo - am 7. September 1914 Samoa - am 17. September 1914 Deutsch-Neuguinea - am 9. Juli 1915 Deutsch-Südwestafrika - im Februar 1916 Kamerun Das der Marine unterstehende Pachtgebiet Kiautschou hatte nach schweren Kämpfen am 7. November 1914 kapituliert. Einzig in Deutsch-Ostafrika konnte sich die Schutztruppe bis zuletzt halten und dadurch erhebliche gegnerische Kräfte binden. Ihr Kommandeur, Generalmajor Paul von Lettow-Vorbeck, legte erst auf Befehl aus Berlin am 25. November 1918 die Waffen nieder. Bearbeitungshinweis: Der Bestand RW 51 war ursprünglich angelegt als Bestand für die "kaiserlichen Schutztruppen und sonstigen deutschen Landstreitkräften in Übersee" und umfaßte 29 AE. Im Jahr 2010 wurden die Unterlagen des Ostasiatischen Expeditionskorps herausgezogen und bildeten mit entsprechenden Neuzugängen den neu angelegten Bestand RW 61. Der Bestand RW 51 umfaßt seither ausschließlich Unterlagen der Kaiserlichen Schutztruppen und wurde in der Folge grundlegend überarbeitet und tiefer erschlossen. Einige Neuzugänge kamen hinzu. Bestandsbeschreibung: Der Bestand enthält als Sammelbestand die Unterlagen der Kaiserlichen Schutztruppen für Deutsch-Südwestafrika, Deutsch-Ostafrika und Kamerun, sowie des Kommandos der Schutztruppen, soweit sie im Militärarchiv vorhanden sind. Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand enthält nur wenige echte Sachakten. Er besteht vor allem aus einer Zusammenstellung von Kommandobefehlen Des Kommandos der Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika von 1907 bis 1914, sowie einer Akte desselben Kommandos mit Berichten unterstellter Einheiten und Dienststellen von 1916. Hinzu kommen Unterlagen zu Organisation und Versorgung in Deutsch-Ostafrika und Deutsch-Südwestafrika und insbesondere einige handgezeichnete Karten. Zu Kamerun sind nur zwei Dokumente überliefert. Erschließungszustand: Der Bestand RW 51 war ursprünglich angelegt als Bestand für die "kaiserlichen Schutztruppen und sonstigen deutschen Landstreitkräften in Übersee" und umfaßte 29 AE. Im Jahr 2010 wurden die Unterlagen des Ostasiatischen Expeditionskorps herausgezogen und bildeten mit entsprechenden Neuzugängen den neu angelegten Bestand RW 61. Der Bestand RW 51 umfaßt seither ausschließlich Unterlagen der Kaiserlichen Schutztruppen und wurde in der Folge grundlegend überarbeitet und tiefer erschlossen. Einige Neuzugänge kamen hinzu. Vorarchivische Ordnung: Die Überlieferung der Schutztruppen Im Bundearchiv-Militärarchiv ist rein fragmentarisch. Das Schutztruppen-Archiv im Heeresarchiv wurde mit diesem beim Luftangriff auf Potsdam im April 1945 vernichtet. Dies gilt für die Personalakten der Schutztruppen und für die im Archiv befindlich gewesenen Sachakten der Schutztruppen in den Kolonien selbst. Die Überlieferung des Kommandos der Schutztruppen befindet sich im wesentlichen im Bestand R 1001 Reichskolonialamt. Die nach dem Ersten Weltkrieg in Afrika verbliebenen Unterlagen der Schutztruppen befinden sich heute in den Nationalarchiven von Tansania (Daressalam), Namibia (Windhuk) und Kamerun (Duala). Zusätzlich befinden sich im Belgischen Reichsarchiv in Brüssel Unterlagen der Schutztruppen aus Ruanda. Filme zu den Unterlagen in Windhuk und Daressalam befinden sich im Bundesarchiv in Berlin. Ersatzüberlieferung zu den Schutztruppen und ihren Einsätzen findet sich vor allem in den Unterlagen der Kaiserlichen Marine, die in der Regel unterstützend tätig war oder bei Aufständen auch Landungskommandos stellte. Zusätzlich ist zu verweisen auf die Überlieferung der von Bayern, Sachsen und Württemberg gestellten Kontingente zu den Schutztruppen in den jeweiligen Landesarchiven. Umfang, Erläuterung: 30 AE Zitierweise: BArch, RW 51/...
Korrespondenz, auch mit Clara Weiss, 1912-1967; Dienstanweisung u. Dienstvertrag, 1913; „Ein Tag auf dem Wege von Bukoba nach Ruanda, 1913; Referat über eine Missionshandels-Niederlassung in Ruanda, ca. 1914; „Über die Anfänge in Shangugu, 1914; Jahresrechnung der Farm Kawalinda, Inhaber Boos, 1959; Todesanzeige für Matthias Weiss, 1967
Bethel-MissionYushi V. Musinga (Mzinga), König von Ruanda, neben der Flagge des Deutschen Kaiserreiches in Deutsch-Ostafrika. / Fotograf: Scherl
Korrespondenz mit Otto Mörchen, 1906-1914; Berichte aus Ruanda von Otto Mörchen, 1907-1908; Korrespondenz mit Johanna Mörchen, u.a. Berichte aus Kanyangereko u. Briefe aus der Kriegsgefangenschaft im Camp Oldeano, 1917-1949; Todesanzeige u. Nachruf für Johanna Mörchen, 1957; Zwei Karten, Aquarelle von Johanna Mörchen, o.J.
Bethel-MissionEnthält u.a.: Ansprüche Belgiens auf Rwanda-Burundi
Korrespondenz; Quellen aus belgischen Regierungsarchiven zur Lage der deutschen Missionen in Ruanda (Kopien), 1913-1929; Versuche auswärtiger Missionen zur Hilfeleistung in Ruanda, 1933; Korrespondenz mit „Les Amis des Missions in Brüssel, 1966-1969
Bethel-MissionErkundungsbericht von E. Johanssen, Abschrift eines Tagebuches aus Dar-es-Salaam, 5 S. in Handschrift
Bethel-MissionReiseberichte, Tagebuchaufzeichnungen, u. a. „Bilder aus Ruanda, Rundbriefe u. Statistik, 1914 – von Röseler, Wiemers u. Johanssen
Bethel-MissionKorrespondenz mit der Heimatleitung von Wohlrab, Wiemers u. Johanssen; „Die vorliegenden Aufgaben in Ruanda u. die entsprechende Verteilung der Arbeitskräfte von E. Johanssen, 16 S., Maschinenschrift, 1913; Konferenz u. Besprechungsprotokolle
Bethel-MissionEnthält: Institut för Folklivsforskning, Stockholm (Sigurd Erixon) 1941 - 1955 Tausch der Zeitschrift "Folklive" gegen die Ethnologica, 1941; Fragebogenaktion zur Unterstützung der Stellung der Ethnologie an Universitäten und höheren Lehranstalten in Europa, 1954; Museum für Länder- und Völkerkunde Linden-Museum, Stuttgart (LM) 1931 - 1962 Ankauf ethnographischer Sammlungen des LM aus dem Gebiet Geelvink-Bai, Waigeo und Halmahara, Angebotsliste, 1931; Leihgaben von Musikinstrumenten des Jenneschen Gamelan für die Sonderschau des Rautenstrauch-Joest-Museums "Wajang-Puerwa-Theater", 1936; Feier anläßlich des 100. Geburtstages des Gründers des Lindenmuseums, Karl Graf von Linden am 28.5.1938; Fotobestellungen von Ethnographika; Austausch von Ethnographika; Liste der nach Stuttgart abgegebenen Objekte, 18.11.1938; Vortragsreise von Prof. Lehmann durch Deutschland, 1951; Fragebogenaktion zur Ermittlung der personellen und sachlichen Situation an deutschen und ausländischen völkerkundlichen Museen für eine Veröffentlichung im "Jahrbuch des Lindenmuseums", Fragebogen, 1951; Erkundigung nach dem Verkauf einer archäologischen Sammlung von Adrian Müller an das Linden-Museum, 1953; Anfertigung eines Memorandums durch Martin Heydrich an die Stadtverwaltung Stuttgart zwecks Verbesserung der Situation des Linden-Museums, 1953; Zusammenkunft der Leiter völkerkundlicher Museen anläßlich des 75. Jahrestages des Württembergischen Vereins für Handelsgeographie e.V. 1957 in Stuttgart, 1958; Verschenkung von Sonderdrucken; Suche von J.F. Glück nach Unterstützung durch Martin Heydrich und andere Ethnologen für die Bewilligung von Geldmitteln durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft für einen 1 1/2jährigen Aufenthalt in Brasilien zur Untersuchung der der religiösen und künstlerischen Verhaltensformen der Neger Brasiliens, 1958; Ankauf einer ethnographischen und archäologischen Sammlung aus Gebieten Ostkolumbiens für 120 000,-- DM von dem Arzt Petersen, kurze Beschreibung der Sammlung, 1 S., 1958; Leihgaben für die Peruausstellung, 1959; Diebstahl einer Sepik-Maske aus dem LM, 1960; Gastvorträge von Becher über seine "Forschungen in Nordbrasilien" in Stuttgart, Bonn und Köln, 1960; Ausstellung einer Expertise durch Willy Fröhlich über eine zum Kauf durch die Stadt Stuttgart anstehende Sepik-Sammlung, 1961; Vortrag des MdB Vogel vor dem Colloquium Humanum in Bonn über "Kulturpolitische Aspekte der Entwicklungshilfe" am 22.3.1962; Statens Etnografiska Stockholm (SES) 1929 - 1962 u.a. Erwerb der Veröffentlichungsrechte an dem unveröffentlichten Teil des Werkes von C.V. Hartmann "Archaeological researches in Costa Rica" durch das SES, 1929; Besichtigung und Studium von Sammlungen des Rautenstrauch-Joest-Museums; Auskünfte über Ethnographika; Frage nach den Gründen des Ausscheidens von Andreas Scheller aus dem Dienst der Stadt Köln zum 31.12.1940; (Lagercrantz) Ausdruck der Freude über die deutschen Siege im Osten und Hoffnung auf Zurücktreibung des bolschewistischen Gesindels nach Asien, 1942; Nachruf für den in Gothenburg verstorbenen Walter Kaudern im Ethnologischen Anzeiger, 1942; Verlust von Kunstgegenständen und wissenschaftlichen Unterlagen durch Kriegseinwirkungen in Dresden und Berlin, 1949; Übernahme der Sven-Hedin-Ausstellung nach Deutschland, Vortrag von Gösta Monteil anläßlich der Eröffnung der Sven-Hedin-Ausstellung; Kongo-Museum Tervueren bei Brüssel (KMT) 1932 - 1965 enthält u.a.: Vortrag von J. Maes in Köln mit dem Thema "Land und Leute in Urundi und Ruanda" am 18.7.1941; Kurzbericht Heydrichs über den Vortrag; Tausch des Ethnologischen Anzeigers gegen die "Bibliographie Ethnographique du Congo belge", 1943; Liste der im Rautenstrauch-Joest-Museum vorhandenen Veröffentilchungen des KMT, 1953; Gastvorträge von Frans-Maria S. Olbrechts in Köln, 1954; Studienfahrt Heydrichs mit Studenten nach Tervueren, 1955; Reorganisation und Umbenennung des früheren "Institut Colonial International" in "Institut International des Civilisations Différentes" (INCIDI), Suche nach geeigneten deutschen Mitgliedern für die INCIDI, 1955; Todesanzeige für Frans-Maria S. Olbrechts, + 24.3.1958; Thorbecke, Franz, Köln, + 12.8.1945 ab 1949 Thorbecke, Marie Pauline, Freiburg 1930 - 1961 enthält u.a. Leihgaben von Aquarellen für die Kamerun -Ausstellung im Rautenstrauch-Joest-Museum 1933; Leihgaben für die Sonderausstellung zur 1900 Jahrfeier der Stadt Köln "Kölner erforschen die Welt", 1950; Leihgaben für eine Kamerun-Kongo-Ausstellung, 1953; desgl. für eine Kamerun-Ausstellung 1960; Wiederauffindung von Aquarellen und Ölstudien Thorbeckes über Kamerun im Völkerkundlichen Museum Mannheim, 1958; Trimborn, Hermann, Bonn 1929 - 1963 enthält u.a. Auskunft über Ethnographika; Bestellung ethnographischer Fotos; Einladung an Tr. zur Eröffnung der Maskenausstellung des Rautenstrauch-Joest-Museums am 2.3.1932; Nachruf auf den am 3.11.1940 in New York verstorbenen Erwin Paul Dieseldorff, 1941; Feier zum 50jährigen Bestehen des Frobenius-Institutes am 29.6.1948 und des 75. Geburtstages von Leo Frobenius, 1949; Sonderausstellunq des Rautenstrauch-Joest-Museums im Treppenhaus "Exotische Kunst", 1948; Ausstellung der Lappland-Sammlung Gustav Hagemanns, 1949; Reisebericht Ts. aus Lima, 1951 und Bericht über den internationalen völkerkundlichen Kongreß in Lima, 1951. Altsignaturen: 52.
Korrespondenz u. Berichte, 1910-1917; Bericht über die gegenwärtige Lage u. die wichtigsten Probleme der Ruanda-Mission von Missionar Roehl, 27 S., ms., 1913; Konferenzprotokolle, 1928-1938; „Church Mission Society u. Bethel-Mission in Bukoba von Johanssen, 23 S., ms., 1929; Besprechung mit Oldham wegen Gebietsaufteilung, 1930-1931; Protokoll über eine Sitzung der in Ostafrika arbeitenden Missionsgesellschaften am 04.07.1932 in Dresden, 1932; Das Jubliäumsjahr unserer Missionsgesellschaft von H. Scholten, 39 S., ms., 1936; „Gedanken zur Begründung einer Eingeborenenkirche Buhaja von H. Scholten, 19 S., ms., 1938; Gemeindeordnung Buhaja, o.J.; Ordnung der Gemeinde- u. Kirchenvertreter-Versammlung in Buhaja, o.J.; Kirchenzuchtordnung, o.J.; Kartenskizzen, o.J.
Bethel-MissionBerichte, Korrespondenz u. Freundes(rund)briefe; „Die ersten Tage der Station Dsinga vom Juli 1907 von Missionar Mörchen, 1910; Liste der Dsinga-Freunde in Deutschland; „Die ärztliche Tätigkeit, die auf Dsinga geübt wird, 1914; „Ruben Kabesi, 1914
Bethel-MissionEnthält u.a.: Einrichtung einer belgischen Verwaltung in Rwanda-Urundi nach 1918
Korrespondenz mit den Missionsgeschwistern u. anderen, in Ostafrika ansässigen deutschen Familien, sowie mit den amtlichen deutschen, später britischen Verwaltungsstellen, 1915-1916; Persönliches Dankschreiben des Kommandeurs der Schutztruppen von Lettow an die Mission zur Herstellung eines Feldliederbuches, 1915; „Christ der Retter ist da! von Gustav von Bodelschwingh, freiwilliger Krankenpfleger im Feldlazarett Ruanda, 9 S., hs., Weihnachten 1915; Kriegsrechtliche Bestimmungen des englischen Generals Smuts, März/April 1916; Korrespondenz mit dem englischen Political Officer, 1916; Verfügungen des englischen Kriegsgesetzes für Westusambara, November 1916; Zeitungsausschnitte aus englischen Zeitungen zum Kriegsgeschehen, 1915-1916
Bethel-Mission