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Stadtarchiv Worms, 005/1, 02105 · Akt(e) · 1906 - 1940
Teil von Stadtarchiv Worms (Archivtektonik)
  • 1906 - 1940, Stadtarchiv Worms
  • Enthält: u. a. gedr. Satzungen des Volks-Bildungs-Vereins Worms jur. Person (1926); Angebot eines Afrikanischen Sprachkurses (Suaheli) durch den Reichskolonialbund Kreisverband Worms (1940); Bereitstellung der Werkstätte der Westendschule für den Arbeitskreis der Volksbildungsstätte 1938; Veranstaltungen des Arbeiter-Bildungs-Vereins Worms a. Rh. (Vortrag: Alkohol und Verbrechen; betr. 1894 gegründete Ersparungs-Anstalt); Volkshochschule (u. a. Hinweis, dass auf Beschluss des Ausschusses für die Volkshochschule am 7.12.1925 der Betrieb derselben eingestellt wurde); Korrespondenz betr. mögliche Wiederaufnahme der Volkshochschularbeit (1928; Dr. Illert [Bestrebung zur Schaffung des "Hauses der geistigen Arbeit und Erholung"], auch Leitsätze zu einer Wiederbelebung der Volkshochschule durch die Stadtbibliothek); Betrieb der Volkshochschule, Finanzangelegenheiten; Beschwerde der Vereinigung der Wormser Buchdruckereien gegen Ausmaß der Bekanntmachungen betr. Angebote der Volkshochschule (1922); Beschwerde des Sekretariats für Bau- und Grundwerwerbsangelegenheiten wegen Belastung durch Schreibarbeiten für die Volkshochschule (1922), Stellungnahme Dr. Grill; zur Verfügung Stellen eines Schulsaals für Vorlesungen der VHS-Zweigstelle in Pfiffligheim; Wahl eines Ausschusses zur Erledigung der Geschäfte der Volkshochschule; Sitzung am 25. Aug. 1920 über die Abhaltung von Volkshochschulkursen; Vorstellung und Antrag die Errichtung einer Volkshochschule unter städtischer Regie etablieren zu wollen [Grundstein zur Errichtung einer Volkshochschule wurde dem nach im Herbst 1919 gelegt]; Informationsschreiben betr. Deutscher Volkshausbund e. V. (1920), auch Aufruf zur Mitarbeit (1919); verschiedene Schreiben des Ausschusses für Volkshochschulkurse (Ph. Groebe), u. a. betr. Dozententreffen; Rundschreiben des Deutschen Städtetages betr. Volkshochschulen (Sept. 1919); Einladung zur Gründung eines Volksbildungsausschusses [Volkshochschule] (Sept. 1919), auch Liste der teilnehmenden Vereine, Firmen, Schulen etc. an der Gründungsversammlung; Gesuch des B. Rechtien im Auftrag des Gewerkschaftskartells Worms um Stellungnahme zur Frage der Volkshochschulkurse (Juli 1919)<br /><br />Darin: gedr. : II. Volkshochschulkursus veranstaltet im Auftrage des Landesamtes für das Bildungswesen von der Zentralstelle zur Förderung der Bolksbildung in Hessen für Arbeiter und Angestellte vom 16. bis 28 Juni 1919. In den Räumen der Universität zu Gießen (mit Stundentafeln für zwei Wochen; Zeitungsausschnitt mit Angeboten der Volkshochschule Mainz; Broschüre: Die Freie Volks-Hochschule. Mitteilungen des Ausschusses für freie Volkshochschulen im Deutschen Volkshausbund e. V., April 1919 (Heft 1); Broschüre: Das Volkshaus. Mitteilungen des Deutschen Volkshausbundes E. V. (April 1919, Heft 1)
Stadtarchiv Worms, 185 / 0103 · Akt(e) · 1931 - 1937
Teil von Stadtarchiv Worms (Archivtektonik)

Enthält: u.a. A.H.S.C. Worms (Bezirksverband alter Corpsstudenten Worms, Einladungen zu Farbenkneipen und anderen Veranstaltungen; ALLGEMEINER RICHARD-WAGNER-VEREIN, Zweigverein Leipzig (betr. Mitgliedsbeiträgen); ALLGEMEINER DEUTSCHER JAGDSCHUTZVEREIN; ALTERTUMSVEREIN (Einladungen; Mitteilungsblatt Nr. 5, Mai 1934); AUTOMOBILCLUB von DEUTSCHLAND (Mitgliedskarte); BADISCHER SCHWARZWALDVEREIN Ortsgruppe Bühlertal (Mitgliedskarte); DEUTSCHE AUFBAUHILFE (Absage betr. Mitgliedschaft, ausführliche Erklärung); DEUTSCHE GESELLSCHAFT zur Rettung SCHIFFBRÜCHIGER (Vertreter für Worms u. Umgebung L. Bischoff, Polizeidirektor i.R.); DEUTSCHNATIONALER HANDLUNGSGEHILFEN-VERBAND, Ortsgruppe Worms; DEUTSCHER SPRACHVEREIN, Ortsgruppe Worms; DEUTSCHER SCHEFFELBUND; DEUTSCHE STEUBEN-GESELLSCHAFT (Mitgliedskarten); FRAUENVEREIN vom ROTEN KREUZ für Deutsche über See; FREIWILLIGE FEUERWEHR WORMS (gegr. 1854, 80-jähriges Jubiläum, 16./17.6.1934); GARTENBAUVEREIN WORMS e.V. (Stiftungsfest, 28.9.1935, 22.9.1934); GESELLSCHAFT für FREIE PHILOSOPHIE (Rundschreiben an Mitglieder; Einladungen; Mitgliedskarte); GESELLSCHAFT von Freunden und Förderern der Universität Gießen); GESELLSCHAFT für Deutsch-Italienische Verständigung (Information, Mitgliederliste, Satzung); GESELLSCHAFT HESSISCHER BÜCHERFREUNDE (Rundschreiben an Mitglieder, Mitgliedskarte); GÖLLHEIMER WALDJAGD-GESELLSCHAFT (Einladung zur Treibjagd); HESSISCHES ROTES KREUZ; HEUFIEBERBUND e.V. (Informationen, Rundschreiben an Mitglieder); HILFSVEREIN für BERUFSARBEITER der Inneren Mission e.V. (Korrespondenz betr. beschränkte Spendenmöglichkeit, Situation vor Ort, so drohende Beschlagnahme der Herberge zur Heimat durch SA); JUNG-ODENWALD-KLUB Worms; KANARIENZUCHT- und VOGELSCHUTZVEREIN Worms und Umgebung; KANINCHENZUCHT-VEREIN Worms; KAUFMÄNNISCHER VEREIN Worms-Frankfurt a.M. e.V. (gegr. 1890; Elly Beinhorn-Abend, 28.2.1934 [Sportfliegerin] Korrespondenz betr. deren Aufenthalt sowie zwei Zeitungsartikel [WVZ vom 01.03.1934, WZ vom 01.03.1934]; KOLONIALE JUGENDGRUPPE "Lettow Vorbeck" (Korrepondenz abschlägig; kritische Haltung) Darin: 79. Jahresbericht des Germanischen Nationalmuseums

Stadtarchiv Worms, 186 / 1782 · Akt(e) · 1890 - 1907, 1922
Teil von Stadtarchiv Worms (Archivtektonik)

Enthält: 42. Sitzung der 2. Kammer der Landstände, 8.3.1890 (Protokoll, 82 S.); Allg. Delegiertentag der nationalliberalen Partei 1902 Eisenach (Prot., 3. Teil, S. 191-268); Geschäftsordnung für den Reichstag, 1922; Reichstagsauflösung und Kolonialpolitik, 1907 (unvollst.); Reichstagssession 1900/03, Teil 2: Sozial- und Gewerbepolitik, 147 S.); Verz. der Bevollmächtigten zum Bundesrath sowie Mitgliederverzeichnis des Reichstags, 1897/98; Denkschrift betr. die innerpolitische Thätigkeit des Alldeutschen Verbandes, Verf. Amtsrichter Ph. Bonhard Worms, Vorstandsmitglied, Berlin 1902 (27 S., mit hs. Widmung an v. Heyl) Darin: z.T. Exlibris Cornelius W. Karl v. Heyl

Turngemeinde 1846 Worms (Dep.) (Bestand)
Stadtarchiv Worms, 077/14 · Bestand
Teil von Stadtarchiv Worms (Archivtektonik)

Bestandsbeschreibung: Abt. 77/14 Turngemeinde 1846 Worms (Dep.) Umfang: 107 Archivkartons (= 747 Verzeichnungseinheiten = 12 lfm) Laufzeit: 1861 - 2007 I. Übernahme und Zustand Unterlagen zur Geschichte der Turngemeinde (1 Archivkarton) waren zu nicht mehr bekanntem Zeitpunkt (zwischen 1975 und 1988) ohne depositarischen Vorbehalt an das Stadtarchiv abgegeben worden. Die eigentlichen Archivalien der Turngemeinde wurden am 7. und 16.05.2008 bei der Turngemeinde Worms 1846 nach Vorgesprächen mit dem Ehrenvorsitzenden Herbert W. Hofmann und Abschluss eines Vertrags mit den Verein abgeholt, wo sie im Keller sowie im obersten Stockwerk des Turmes der Jahnturnhalle verwahrt worden waren, an letzterem Ort auch im Rahmen einer Dauerausstellung in Vitrinen. Diese beiden Lagerorte wurden, soweit nach dem Transport in das Stadtarchiv noch mit Sicherheit rekonstruierbar, im Feld "Bemerkung" mit "Keller" oder "Turm" vermerkt. Eine vorarchivische Ordnung oberhalb der Akteneinheiten war auf den Umschlägen nur für einige Akten der 1920er Jahre festzustellen (Nummerierung 1 - 44); ein Registraturplan war nicht vorhanden. Einen kurzen Hinweis auf Neuordnung des Archivs durch Peter Hofmann enthält die Akte Abt. 77/14 Nr. 480. Die erste bekannte Übersicht über das Archiv ist allerdings diejenige von Prof. Dr. Harald Braun in seiner Festschrift der Turngemeinde von 1995 (siehe unten). Von den Vorarbeiten zu dieser Arbeit stammen auch die in Nr. 626 zusammengefassten Kopien Wormser und auswärtiger Archivalien, Transkriptionen und Notizen. Der Zustand des Materials ist einwandfrei. II. Provenienzen Neben der eigentlichen Aktenführung der Turngemeinde haben in geringem Umfang weitere Stellen zu dem Schriftgut und Fotomaterial, wie es vom Stadtarchiv übernommen wurde, beigetragen. Sie wurden unter Hinweis auf die jeweilige Provenienz im Bestand belassen. Erkennbar sind (außer dem oben genannten Verfasser der Festschrift von 1995, Prof. Harald Braun) - vor allem Nikolaus Doerr, 1. Vorsitzender, von dem auch Akten vorhanden sind, die seine Tätigkeit als Stadtratsmitglied und Vorsitzender des Stadtsportverbandes betreffen; - Peter Hofmann, 2. bzw. 3. Vorsitzender, Altersturnwart sowie Fachberater für Leibeserziehung beim Stadtschulamt; - Willi Hein, Oberturnwart, Gaujugendturnwart. Bei den Fotoalben und -sammlungen ist private Entstehung meist wahrscheinlich. Namentlich als Vorbesitzer nachweisbar sind Hermann Fendel, Josef Fischer, Willi Hein, Anton Hilken, Wilma Wolfrath. Von fremden Vereinen findet sich Archivgut der Turnabteilung des F.C. Blau-Weiß Worms von 1933 für die Jahre 1948-49 (Abt. 77/14 Nr. 588, aufgrund des Überwechseln von Abteilungen der zeitweilig verbotenenTurngemeinde), sowie des Turnvereins 1883 Alsheim (Abt. 77/14 Nr. 217, wohl im Zusammenhang mit der Tätigkeit Peter Hofmanns für den Verein, dessen Ehrenmitglied er seit 1936 war). III. Archivische Verzeichnung Die Verzeichnung erfolgte 2008/09. Aufgrund der recht klaren Abgrenzbarkeit des älteren Teils der Überlieferung von den Anfängen bis zu Verbot und Wiederbegründung der Turngemeinde nach dem II. Weltkrieg einerseits und der nachfolgenden Zeit bis heute andererseits wurde der Bestand bei der Erstellung eines Aktenplans in einen älteren (bis 1945) und einen neueren Teil (ab 1945) gegliedert. Bei einem gewissen Teil des Materials war eine Neuformierung notwendig, was dann mit "NF" hinter der laufenden Nr. gekennzeichnet ist. IV. Kassationen Schriftgut im Umfang von 7 Archivkartons wurde nach Durchsicht durch Herrn Herbert W. Hofmann, Ehrenvorsitzenden der Turngemeinde, kassiert. V. Literatur: - Philipp Baas, Geschichte der Turngemeinde Worms von Weihnachten 1846 bis Ostern 1908, Worms 1909 - Festschrift zum 110jährigen Jubiläum der Turngemeinde 1846 Worms, Worms 1956 - Schmahl, Hans J., 125 Jahre Turngemeinde 1846 Worms, Worms 1971 - Harald Braun, Geschichte der Turngemeinde Worms e.V. von 1845/46 bis 1995/96, Alzey 1995 (darin eine erste kurzgefasste unvollständige Übersicht über das Archiv der Turngemeinde) sowie zahlreiche Veröffentlichungen zu den einzelnen Abteilungen und gedruckte Satzungen etc., die in diesem Bestand bei den Druckschriften oder im Aktenzusammenhang und im Online-Katalog der Stadtbibliothek nachgewiesen sind. Für die Benutzung bestehen keine Beschränkungen. Martin Geyer, Stadtarchiv Worms Worms, Mai 2009

Stadtverwaltung Worms 1815-1945 (Bestand)
Stadtarchiv Worms, 005 · Bestand
Teil von Stadtarchiv Worms (Archivtektonik)

Bestandsbeschreibung: Abt. 5 - Stadtverwaltung Worms 1815-1945 Umfang: 1160 Archivkartons (= ca. 181 lfm), dazu ca. 120 lfm gebundene Urkunden zur Rechnung der Stadt, der städt. Werke, Betriebe u. Einrichtungen (ca. 1880-1935, großent. unverz.) Umfang nach Verz.- u. Konvert.-abschluss (Juli 2004, aktualis. bzw. konvert., lfd. ergänzt, zuletzt 18.10.2012 = Zusammenführung der beiden Dateien in Augias): 7742 VE (mit UnterVE: 7793) Laufzeit: 1815 - 1945 I. Inhalt und Umfang II. Abgabeschichten III. Verluste und Kassation IV. Zustand und Lagerung V. Findbücher und weitere Findmittel VI. Ergänzende Archivbestände VII. Zur Geschichte der Stadtverwaltung VIII. Literatur I. Inhalt und Umfang Der Bestand enthält Akten, Amtsbücher und Urkunden der Stadtverwaltung Worms für den Zeitraum 1815 - 1945 mit dem Schwerpunkt auf der Zeit vom Ende des 19. Jh. bis in die 1920er Jahre, dazu vereinzelt Stücke mit darüber hinausreichenden Laufzeiten abzüglich der Bereiche, deren Schriftgut in den Archivabteilungen 11. Meldekarteien 12. Standesamt 13. Polizeidirektion 14. Gewerbegericht 15. Lebensmittelamt 16. Ernährungs-, Wirtschafts- und Landwirtschaftsamt 17. Wohnungsamt 18. Bauordnungsamt 20. Kulturinstitute zu finden ist, die aufgrund der Menge des erhaltenen Materials und vom Hauptbestand getrennter, geschlossener Abgabe und Lagerung als selbständige Abteilungen wie vorgefunden belassen wurden und zum Teil bereits verzeichnet sind. Darüber hinaus werden in der Plankammer von Amt 60.2 Bauamt-Hochbau Pläne für städtische und ehemals städtische Gebäude der Zeit ab ca. 1900 gelagert. Weiteres noch bei den Ämtern lagerndes Material ist derzeit nicht bekannt. Die Aktenumschläge trugen (und tragen, sofern nicht aufgrund schlechten Zustandes Erneuerung notwendig war) zumeist Aufdrucke oder -schriften, die sie dem (Ober)Bürgermeister oder der Bürgermeisterei, in den 1920er - 1940er Jahren auch der Stadtverwaltung zuordnen. Nur selten erscheinen besondere städtische Dienststellen, nämlich - Stadtbauamt (ca. 70 Akten, zuweilen sachlich und zeitlich parallel zu denen des Oberbürgermeisters, (vor allem bei Akten betr. Wormser Denkmäler), mit Abteilungs- und Abschnittsangaben, die auf einen abweichenden Registraturplan deuten, - Versicherungs-/Fürsorge-/Wohlfahrts- und Jugendamt, Hessischer Bezirksfürsorgeverband Stadt Worms (wechselnde Namen und Kombinationen, ca. 25 Akten), ebenfalls oft mit Abschnitts- und Nummernangaben eines eigenen Registraturplans, - Mieteinigungsamt, Städtische Fürsorgestelle für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene (jeweils wenige Akten) Die hier vorhandenen Akten dürften damit die einzigen Reste der Registraturen der genannten Dienststellen sein, wobei besonders bei den beiden erstgenannten Ämter die Verluste enorm gewesen sein müssen und vermutlich sogar erst nach 1945 durch Aktenvernichtung ohne Hinzuziehung des Stadtarchivs eintraten. Auch Akten von Polizeiamt/Polizeiverwaltung wurden in ca. 25 Fällen im Bestand aufgefunden und in diesem Zusammenhang belassen, ferner ganz vereinzelt auch weiterer Ämter, deren Überlieferung im Stadtarchiv gut ist (Bereich der Abt. 11 - 20, siehe oben). Als Vorprovenienz erscheint mehrfach (vor allem in den Akten betr. Wirtschaftskonzessionen) das Kreisamt Worms. II. Abgabeschichten und nachträglich eingegliederte Teile des Bestandes Der Bestand wurde etwa seit 1900 mit einem Schwerpunkt in den 1920er Jahren vom Stadtarchiv übernommen, worüber aber im einzelnen keine Aufzeichnungen vorliegen. Nachweisbar waren auf den Aktenschürzen, in denen er bis zur Verzeichnung stehend gelagert wurde, die Abgabeschichten A, B, C, D und vereinzelt E. Dazu kamen eine größere Ablieferung der Stadtwerke im Jahre 2002 (betr. die Straßenbahn) sowie einige Akten, die von städtischen Ämtern nachträglich abgeliefert wurden. In Abt. 5 geschlossen eingegliedert wurden im Zuge der Verzeichnung außerdem die aufgelösten Abteilungen 64 (Stipendienstiftung Cornelius Heyl), 65 (Weißescher Stipendienfonds) sowie Einzelstücke aus Abt. 6, darunter die bisher als Abt. 6 U geführten Urkunden des 20. Jh. vor 1945. Die Abteilungen 3 (Protokolle 19./20. Jh.) und 4 (Rechnungen 19./20. Jh.) waren schon zuvor aufgelöst und entsprechend ihrer zeitlichen Zugehörigkeit Abt. 5 zugerechnet worden, womit ein gleicher Zustand wie bei den Abteilungen 1 und 2 erreicht wurde. Zu Schicht A gibt es eine im Archiv gefertigte maschinenschriftliche Übersicht (jetzt Abt. 206 Alte Findbücher Nr. 4), die zeigt, dass Abt. 5 A auch Akten der Zeit der Munizipalität (1792 - 1813) enthielt, die jetzt in Abt. 2 eingegliedert sind. Die Laufzeit der Akten reichte bis etwa der Mitte des 19. Jh., geordnet waren sie nach dem Registraturplan für die Großherzoglich Hessischen Bürgermeister von 1837 (Originalplan in Abt. 13 Nr. 1019). Für Schicht B, die Akten von 1792 bis 1906, hauptsächlich der 2. Hälfte des 19. Jh. umfasste, existiert in Abt. 206 Nr. 4 eine gleiche Übersicht, ebenfalls gemäß der Ordnung des Registraturplans von 1837. Außerdem gibt es ein handschriftliches Verzeichnis, das anscheinend in einem Zuge und vermutlich bald nach 1906 angelegt wurde (Abt. 206 Nr. 11). Dieses Verzeichnis unterscheidet sich von dem maschinenschriftlichen hauptsächlich dadurch, dass in erheblichem Umfang Akten aufgeführt werden, die in dem jüngeren Verzeichnis fehlen, auch bei der Neuverzeichnung nur teilweise wieder auftauchten und somit in der Zwischenzeit kassiert oder verlorengegangen sein müssen. Es enthält auch handschriftliche Nachträge der Archivangestellten Frl. Sauerwein (im Dienst bis 1986) betr. Akten, die, aus unbekannten Gründen im alten Verzeichnis nicht genannt, inzwischen aufgetaucht und dem Bestand eingegliedert worden waren, sowie lose inliegend eine Notiz von Archivdirektor Reuter mit Anmerkungen zu den Schichten A, B und C. Auch zu Schicht C, die von Akten der Zeit zumeist nach ca. 1906 - 1931 gebildet wurde, ist ein altes handschriftliches Verzeichnis vorhanden (Abt. 206 Nr. 12). Es entspricht dem Registraturplan für die Großherzoglich Hessischen Bürgermeistereien von 1908, wobei es allerdings unterhalb der mit römischen Zahlen bezeichneten Abteilungen keine Abschnitte, sondern nur fortlaufenden Nummerierung zeigt. Diese Art der Signierung findet man auch teilweise auf den zeitlich folgenden Akten bis zum Jahre 1945; ein 1932 im Entwurf vorliegnder Aktenplan mit Dezimalklassifikation (Abt. 5 Nr. 6631) hat keine Spuren hinterlassen. Zu einer Revision und Maschinenabschrift kam es hier nicht, doch es finden sich jüngere handschriftliche Nachtragungen von verschiedener Hand. Für die Schichten D und E, Ablieferungen von geringerem Umfang, existieren keine Verzeichnisse. III. Verluste und Kassation Durch den Bombenangriff vom 21.02.1945 war "vornehmlich der Verlust der in mehreren Geschossen im Cornelianum eingemauerten Bestände zu beklagen, wobei vor allem erhebliche Teile der jüngeren Akten der Stadtverwaltung verloren gegangen sind. Das genaue Ausmaß der Archivalienverluste, das bei den neueren Akten bei etwa 30 bis 50 Prozent gelegen haben mag, lässt sich kaum noch mit Gewissheit ermitteln" (Bönnen, Stadtarchiv, S. 22). In Anbetracht dieser und der - wohl davon zu trennenden - oben bei Schicht B vermerkten Verluste wurde von jeder weiteren Kassation durch das Stadtarchiv abgesehen. Der Zeitraum der dichtesten Aktenüberlieferung erstreckt sich vom Ende des 19. bis in die 1920er Jahre. IV. Zustand und Lagerung Die zu Beginn der Verzeichnung gebündelt und stehend aufbewahrten Akten wurden ebenso wie die Bücher, soweit möglich, im üblichen Verfahren in Archivkartons umgebettet. Bei den von den Stadtwerken im Jahre 2002 übernommenen Akten zur Straßenbahn musste der ungewöhnliche Zustand, dass die ursprüngliche lose in Aktendeckeln angelegten Akten allesamt abgelocht in Stehordnern steckten, rückgängig gemacht werden. Ansonsten traten Stehordner, Schnellhefter oder gar Fadenheftung nur vereinzelt auf. Die Rechnungen des 19./20. Jh. sind als letzter Teil des Bestandes derzeit (Mai 2004) erst teilweise verzeichnet und werden weiterhin - aufgrund ihres Umfangs und seltener Benutzung - in zwei Räumen im Dachgeschoss des Ämterhauses im Adenauerring gelagert. Ein Archivkarton mit der Aufschrift "Schimmelbefall" enthält die wenigen betroffenen Stücke des im Allgemeinen gut erhaltenen Bestandes (Karton Nr. 1140). V. Findbücher und sonstige Findmittel Der Bestand wurde unter Zugrundelegung der Ordnung nach Abteilungen und mit gelegentlicher Abweichung bei den Abschnitten gemäß dem Registraturplan von 1908 ganz überwiegend auf Karteikarten verzeichnet und seit 1992 in den PC (F & A-Datei) eingegeben. Ausdrucke dieser Datei befindet sich in den drei Exemplaren der Findbüchern Nr. 6a und 6b. Der hier verzeichnete Teil des Bestandes reicht bis Abt. XVI (Armen- und Wohltätigkeitspflege) gemäß dem Registraturplan von 1908; allerdings sind auch in dem unten genannten zweiten Teil der Verzeichnung sehr viele Stücke enthalten, die diesen Abteilungen zugehören. Der zweite Teil des Bestandes (ab Abt. XVI, dazu aber auch viele Stücke, die den Abt. I - XV angehören) wurde in das seit dem Jahre 2001 verwendete Programm "Augias Archiv" eingegeben. Ausdrucke dieses Teils befinden sich in den drei Exemplaren der Findbücher Nr. 6c - 6d. Von den als letzter Teil des Bestandes bisher noch nicht vollständig bearbeiteten Urkunden und Rechnungen des 19./20. Jh. ist ein kleiner Teil, der in den Hauptbestand geraten war, schon im Findbuch unter der jeweils einschlägigen Abteilung verzeichnet; nach vollständiger Verzeichnung werden die Serien voraussichtlich als Excel-Datei ausgedruckt und den Findbüchern beigefügt. Der ursprünglich in F&A eingegebene Bestandsteil lag bis Herbst 2009 nur als Word-Datei (Ausdruck) vor und wurde durch einen externen Dienstleister bis November 2009 nach Augias konvertiert (eigener Bestand Abt. 005_). Eine Zusammenführung in Augias ist im November 2012 erfolgt. Durch punktuelle Übernahmen aus der Verwaltung kommen immer noch vereinzelt Akten in den Bestand, so etwa durch Abholung von Akten der Wohlfahrtsverwaltung aus dem Keller der Akten des Sozialamtes Ende Mai 2009 und durch Abgabe von etwa 50 Aktenbänden des städtischen Fuhrhofes (EBWO) Anfang 2011. VI. Ergänzende Archivbestände Von den Beständen des Stadtarchivs können vor allem die übrigen Bestände städtischer Provenienz herangezogen werden: Abt. 2, 11 - 18 und 20. Eine erhebliche Menge ergänzenden Archivmaterials birgt vor allem die reichhaltige Abteilung 30 (Hessisches Kreisamt Worms), außerdem enthalten viele weitere Abteilungen des Stadtarchivs Material zur Dokumentation der Stadtgeschichte für den Zeitraum von 1815 bis 1945. Von den Beständen des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt seien hier - in erster Linie für die Zeit von ca. 1900 bis 1945 - vor allem folgende genannt: G 5 Reichsstatthalter (1933-1945) G 11 Ministerium des Innern (vgl. hier v.a. Konv. 91 Stiftungen) G 12 Polizei (u.a. Geheime Staatspolizei) G 15 (Kreis) Worms G 28 (Amtsgericht) Worms G 31 Finanzministerium Siehe insgesamt zu den Beständen in G: Bestände Darmstadt, S. 218-362; des weiteren: J 16 Wasserbauamt/Wasserstraßenamt Worms, 1844-1964 N 1 NSDAP-Kreisleitung Worms VII. Zur Geschichte der Stadtverwaltung Vgl. im Folgenden, vor allem Bönnen, Stadtarchiv VIII. Literatur Allgemein zum Großherzogtum Hessen siehe Küchler, Friedrich, Das Verfassungs- und Verwaltungsrecht des Großherzogtums Hessen, Darmstadt 4 Bde., 1894-95; Zeller, Wilhelm, Handbuch der Verfassung und Verwaltung im Großherzogtum Hessen, 2 Bde., Darmstadt 1885-86 (beide Arbeiten die Verwaltungsgeschichte nach dem Stand des späten 19, Jh.); Calker, Wilhelm van, Das Staatsrecht des Großherzogtums Hessen, Tübingen 1913 (Das öffentliche Recht der Gegenwart 19) (S. 121-129 zur Orgnisation der Stadtgemeinden nach der Städteordnung von 1911). Wichtig für Behördenaufbau und Staatsverfassung der 1920er Jahre: Staatshandbuch für den Volksstaat Hessen, Darmstadt 1928. Zur politischen Entwicklung des Volksstaates von 1918 bis 1933 vgl. die Einleitung in Franz, Eckhart G./Köhler, Manfred (Hg.), Parlament im Kampf um die Demokratie. Der Landtag des Volksstaates Hessen 1919-1933, Darmstadt 1991 (Arbeiten der Hessischen Historischen Kommission, NF 6 - Vorgeschichte und Geschichte des Parlamentarismus in Hessen) (S. 1-67). Speziell zu Worms: Bönnen, Gerold (Bearb.), Das Stadtarchiv Worms und seine Bestände, Koblenz 1998 (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland Pfalz Bd. 79, darin u.a.: Aspekte der Wormser Stadtgeschichte, S. 28-44); Reuter, Fritz, Karl Hofmann und "das neue Worms". Stadtentwicklung und Kommunalbau 1882-1918, Darmstadt/Marburg 1993 (Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 91 (zu Stadtentwicklung und Kommunalbau in der Zeit von 1882 bis 1918, darin im Anhang u.a. eine Liste der Bürgermeister und Oberbürgermeister von 1813 bis 1918/33, der Gemeinderatsmitglieder und Stadtverordneten 1865 bis 1918, der Ehrenbürgerrechtsverleihungen, der Stadtbaumeister von 1840 bis 1918 und Bevölkerungstabellen sowie fünf Stadtpläne (1860 bis 1910) und eine ausführliche Bibliografie; Süß, Martin, Rheinhessen (zur französischen Besatzung für die Zeit von 1918 bis 1923, auch für Worms). Worms, im Dezember 2012 G. Bönnen

Städtischer Hafenbetrieb (Bestand)
Stadtarchiv Worms, 027 · Bestand
Teil von Stadtarchiv Worms (Archivtektonik)

Bestandsbeschreibung: Abt. 27 Städtischer Hafenbetrieb Umfang: 42 Archivkartons (= 285 Verzeichnungseinheiten inkl. 5 VE Pläne + Überformate = zus. 4 lfm) Laufzeit: 1892 - 1980 Am 28.1.2011 fand im Gebäude der Hafen Betriebs GmbH der Stadt Worms (Hafenstr. 4) eine vom Archivleiter gemeinsam mit Frau Dipl.-Arch. (FH) Tanja Wolf durchgeführte Besichtigung und Aktenaussonderung statt. Anfang Januar 2011 hatte der Archivleiter im Rahmen üblicher Recherchen nach städtischen Akten in unterschiedlichsten Dienststellen nach vorheriger Einschaltung des Geschäftsführers der Hafen-Betriebs-GmbH Herrn Karl-Heinz Adelfinger telefonischen Kontakt mit Herrn Ruthmann als Verantwortlichem vor Ort aufgenommen. Da dieser dabei darauf aufmerksam machte, dass sich in dem mindestens seit dem Krieg als Verwaltungssitz des Hafenbetriebs (bis 2002 Teil der Stadtwerke, seither GmbH unter dem Dach der städtischen Beteiligungs-Holding, Dez. II Bgm. Büttler) genutzten Gebäude recht umfangreiche, vor den Krieg zurückreichende Aktenüberlieferung befinde, wurde ein Besuchstermin vereinbart um festzustellen, welche Akten und Pläne als archivwürdig zu bewerten seien und vom Stadtarchiv übernommen werden können. Wir fanden mit dem Keller einen geordneten, zur Aufbewahrung geeigneten und sicher verschlossenen Raum vor, in dem reichhaltige Akten der Zeit mindestens seit den 1920er Jahren festgestellt wurden. Zum Teil wurde (für die Nachkriegszeit) eine Auswahl zur Übernahme festgelegt, die Akten und Registratur der letzten ca. 30 Jahre bleibt von der Abholung unberührt. Das Interesse an den Unterlagen, ihr Ordnungszustand, das Gespür für ihre Wertigkeit und ihre recht gute Unterbringung in der Hafenverwaltung sind keineswegs selbstverständlich und positiv hervorzuheben. Der Zustand bei der Aussonderung wurde in vier Fotos festgehalten. Zwei Kisten mit gerollten Plänen werden vom Archiv komplett übernommen und gesichtet, Fotomaterial existierte nur in Form einiger großformatiger sw-Wandbilder. Die Unterlagen des Hafenbetriebs und der Hafenbahn sind für Fragen der Wirtschafts- bzw. Unternehmensgeschichte, für Aspekte der Technikgeschichte u.a. von Bedeutung. Der Hafen als wichtiges kommunales Infrastrukturprojekt der 1890er Jahre blieb bis heute ein bedeutsamer Wirtschaftsfaktor für viele Wormser Unternehmen. Schwerpunkt der Überlieferung sind Korrespondenzakten zwischen Hafenbetrieb und den im Hafen ansässigen Firmen mit einem Schwerpunkt im Zeitraum zwischen ca. 1920 und 1955. Kriegsverluste waren keine vorhanden. Hinsichtlich der Behandlung der Unterlagen im Archiv wurde entschieden, dass die geschlossenen und über den Zeitpunkt 1945 hinaus geführten Akten als eigener, neuer Archivbestand unter den kommunalen Provenienzen eingerichtet werden (neue Abt. 27 Städtischer Hafenbetrieb). Dafür spricht neben diesem praktischen Argument auch die heutige rechtliche Eigenständigkeit in GmbH-Form. Da in Abt. 6 bislang keine Hafenamtsakten verwahrt werden (lediglich Organisation- und Prüfunterlagen des RPA etc.), bestehen allenfalls Überschneidungen mit Akten der Aktenplangruppe XVI.5.m Hafen für die Zeit von ca. 1893 (Abschluss des Hafenausbaus) und den 1920er Jahren in Abt. 5. Vgl. auch Akten zum Hafen in Abt. 30 (Kreisamt Worms). Die bewerteten Unterlagen wurden am 16.2.2011 abgeholt und ins Archiv verbracht. Die Verzeichnung (unter punktueller Nachkassation, Akten mit Beginn der Laufzeit vor 1948 blieben davon generell ausgenommen) fand von März bis Juni 2011 durch Herrn Martin Geyer statt. Lit. zum Hafenbau 1890-1893: Die Hafen- und Uferbauten zu Worms 1890-1893, Worms 1893; F. Reuter, Karl Hofmann und das neue Worms, 1992, S. 183-186, vgl. die jährlichen Verwaltungs-Rechenschaftsberichte (bis 1928 gedruckt). Gerold Bönnen/Martin Geyer, Worms

Städtische Kulturinstitute (1934-1979) (Bestand)
Stadtarchiv Worms, 020 · Bestand
Teil von Stadtarchiv Worms (Archivtektonik)

Bestandsbeschreibung: Abt. 20 Städtische Kulturinstitute Umfang: 160 Archivkartons (= 1271 Verzeichnungseinheiten = 21 lfm) Laufzeit: 1879 - 1980 Zur Geschichte der Kulturinstitute Im Jahre 1934 wurde in den ’Städtischen Kulturinstituten’ die Leitung des seit 1928/30 Städtischen Museums (vorher Eigentum des Altertumsvereins), des seit 1898 hauptamtlich besetzten Stadtarchivs, der zunächst dem Altertumsverein gehörenden, 1906 der Stadt übereigneten Stadtbibliothek (Wissenschaftliche Bibliothek und Volksbücherei, 1879 als Vereinsbibliothek gegründet) und der seit 1913 bestehenden Gemäldegalerie unter dem Direktorat von Dr. Friedrich Maria Illert (1892-1966) zusammengefasst (vgl. auch Einleitung zur Archivgeschichte). Die Zusammenfassung dieser Einrichtungen unter einem Leiter (1934-1958 Dr. Friedrich Maria Illert, 1959/60-1979 Dr. Georg Illert) bestand bis zur Auflösung und Aufteilung auf einzelne Ämter zum 31.12.1979. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Ämter 41 (Kultursekretariat), 42 B (Bibliotheken), 43 V (Volkshochschule), 45 M (Museum) und 47 A (Stadtarchiv) eingerichtet. Nach 1945 erstreckte sich die Zuständigkeit der nach der Zerstörung des ’Bergklosters’ (Domizil seit 1933) zunächst im Museum im Andreasstift, dann ab 1963 im Haus der Kulturinstitute bzw. zur Münze beheimateten Kulturinstitute neben den genannten Institutionen auch auf die 1947 nach gescheiterten Anläufen der Zeit der Weimarer Republik (1919/26) errichtete Volkshochschule. Dies gilt auch für die von Illert seit Ende 1945 für die Stadt und den Landkreis Worms betriebene Denkmalpflege sowie die nach ersten Überlegungen aus der Zeit um 1941/42 von Ende 1945 bis 1951 bestehende städtische Terra-Sigillata-Manufaktur. Diese fungierte zunächst als städtischer Betrieb, der in städtischer Regie historischen Vorbildern entsprechende Keramik herstellte und ging im Frühjahr 1951 im Wege der Verpachtung in private Hände über. Erschließung und Abgrenzung Die Akten wurden in mehreren Ablieferungen und Verzeichnungsschichten in das Archiv abgegeben. Mit der im Herbst 2007 abgeschlossenen Bearbeitung konnten seit den 1980er Jahren laufende Bemühungen um Bildung des Bestandes, Erschließung und Abgrenzung zum Ende gebracht werden; zuletzt wurden noch 1995 Akten übernommen. Auf diese Weise können zahlreiche Aspekte kommunaler Kulturpolitik zwischen den 1920er Jahren und ca. 1980 umfassend erforscht werden. Eine Abgrenzung zu den Akten der Nachfolgeämter (vgl. Abt. 6, ab 1980) ist inzwischen erfolgt. Die Klassifikation ist aus der Arbeit am Material entstanden, da eine durchgängige aktenplanmäßige Gliederung nicht vorgefunden wurde. Der Bestand hat insgesamt 1221 Verzeichnungseinheiten und umfasst 154 Archivkartons und 2 Überformate. Die Laufzeit reicht von 1877, 1890 bis 1981, 1990. Zum Inhalt der Abteilung Aufgrund des Verlustes eines nicht unerheblichen Teils der Dienstregistratur der Institute für die Zeit vor 1945 durch Kriegseinwirkung liegt der zeitliche Schwerpunkt der Überlieferung in der Zeit danach. Die Gründungsumstände und die Tätigkeit der Kulturinstitute bis zum Zweiten Weltkrieg sind nur begrenzt aus den Akten erkennbar. Für die Zeit nach 1945 befinden sich neben Unterlagen über die genannten Einrichtungen und dabei vor allem ihrem Wiederaufbau auch zahlreiche die jüdischen Stätten, verschiedene Vereine und wissenschaftliche Gesellschaften betreffende Materialien sowie umfangreiche Korrespondenz in den Akten. Gesondert besteht daneben die Abt. 22 mit Unterlagen der Denkmalpflege (vgl. dort). Ergänzende Archivbestände Aufgrund der starken Position des Direktors Dr. Friedrich Illert kam es zu einer engen Verzahnung des Materials mit seinem von den Akten nicht immer eindeutig getrennten Nachlass (Abt. 170/16), dessen zeitlicher Schwerpunkt ebenfalls klar nach 1945 liegt; dazu wird das noch unverzeichnete Nachlassgut seines Sohnes (Abt. 170/17), das erst 2006 übernommen werden konnte, von Belang sein. Wichtig ist das ergänzende Aktenmaterial in den Akten der Stadtverwaltung (Abt. 5, Abt. 6); hinzu kommt das von 1945 bis 1956 bestehende Stadttheater. Wichtig wegen zahlreicher Überschneidungen und vor allem wegen des Museums sind die Unterlagen des Altertumsvereins (Abt. 75); zudem finden sich in der Zeitgeschichtlichen Sammlung ( Abt. 204) und in der Dienstbibliothek relevante Unterlagen. Für die Zeit vor 1933 sei verwiesen auf Abt. 170/23 Nachlass-Splitter Erich Grill. Die Abteilung 22 (Denkmalpflege) umfasst die aus der Tätigkeit Illerts als Denkmalpfleger hervorgegangen Materialien; auch die aus Abt. 20 hervorgegangenen Akten zur Denkmalpflege und zum Wiederaufbau von Worms wurden dort (mit Herkunftsnachweis) eingeordnet. Sehr umfangreiches Fotomaterial mit einem besonderen Schwerpunkt im Bereich der kulturellen Institutionen verwahrt die Fotoabteilung. Literatur Regelmäßige Tätigkeitsberichte der Kulturinstitute finden sich in den Bänden 2 bis 13 der von ihnen gemeinsam mit dem Altertumsverein herausgegebenen Zeitschrift ’Der Wormsgau’; Reuter, Dr. Friedrich M. Illert; G. Illert, 100 Jahre Altertumsverein Worms; Johannes, Geschichte; Beständeübersicht (1998), Einleitung S. 18ff.; Geschichte der Stadt Worms, hg. v. Gerold Bönnen, Stuttgart 2005 (div. Betreffe und weitere Lit.)