Kamerun

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        Verwaltung von Adamaua; Band 1
        FA 1 / 118 · Akt(e) · 1902 - 1904
        Teil von Cameroon National Archives

        Schutztruppe für Kamerun. - 1. Kompanie. - Bildung durch Umwandlung der Garua-Expedition durch das Kommando der Schutztruppe für Kamerun ohne Genehmigung durch Gouverneur von Puttkamer, 1902 [fol. 4] Personalwesen der Schutztruppe für Kamerun. - Stammkompanie der Schutztruppe für Kamerun. - Stärkenachweisung, 7.12.1902 [fol. 19] Expedition in das Gebiet nördlich des Benue vom 13.1.-18.8.1902. - Angeblicher Grenzübertritt der Garua-Expedition. - Untersuchungen wegen eines britischen Protestes, 4.4.1902 [fol. 27 - 31] Garua. - Übernahme bzw. Übergabe der Residentur durch Oberleutnant von Bülow (Nachfolger des am 5.2.1903 ermordeten Oberleutnant Graf Fugger von Glött), 8.3.1903 [fol. 49] Errichtung einer Faktorei in Garua. - Vergebliche Bemühungen bei deutschen und britischen Firmen, 1902 - 1904 [fol. 54] Berichte der Dienststellen der allgemeinen Verwaltung. - Garua. 1 Kompanie der Schutztruppe für Kamerun April - Dezember 1903, 1903 [fol. 67 - 108] Firmen. - Randad & Stein, Hamburg. - Einrichtung einer Faktorei in Ngaundere zwecks Ausbeutung der Wildkautschukvorkommen im Grenzgebiet von Kunde. - Zusage gegenüber dem Gouvernement, 1904 [fol. 92 - 213] Garua. - Einrichtung der Residentur, Kompetenzen des Residenten und vorläufige Übernahme der Geschäfte durch Hauptmann Thierry. - Verfügung von Gouverneur von Puttkamer (Entwurf), 20.9.1903 [fol. 103 - 104] Garua. - Übernahme bzw. Übergabe der Residentur, 8. März 1903 [fol. 105 - 106] Vorbereitung zur Einführung des Bargeldverkehrs auf der Station Garua, September 1903 [fol. 109] Garua. - Lieferung eines Hauses aus Asbestfertigungsteilen der Firma Asbest- und Gummiwerke Alfred Calmon AG., Hamburg, 1903 [fol. 128 - 143] Garua. - Übergabe der Station durch die 1. Kompanie an den Residenten. - Verfügung von Gouverneur von Puttkamer (Entwurf), 20.11.1903 [fol. 145 - 159] Tschadsee-Reise vom 6.8.1904 (Gouverneur von Puttkamer). - Angebliche Übergriffe des Sultans von Tibati gegen die Wute. - Auszug aus dem Monatsbericht der Station Joko, Januar 1904 [fol. 150] Tibati-Ngaundere-Expedition vom 27.2. - 12.7.1904 (Hauptmann Thierry), 1904 [fol. 152 - 252] Aufstellung einer Polizeitruppe der Residentur Garua. - Vorbereitungen, September 1903, Mai 1904 [fol. 159 - 199] Dienststellen der Lokalverwaltung. - Dikoa. - Dienstanweisung für den Kommandanten der Garnison gemäß den Weisungen des Auswärtigen Amtes, 14.4.1903 [fol. 164 – 165] Garua. - Haushaltswesen - Anmeldungen zum Haushaltsplan 1905/06, 1904 [fol. 176 - 189] Ermordung des stellvertretenden Residenten in Garua, Hauptmann Thierry, am 16.9.1904 bei Mubi. - Berichte des stellvertretenden Gouverneurs Dr. Ebermaier an das Auswärtige Amt, Oktober 1904 [fol. 226 - 277] Personalveränderungen in der Verwaltung nach dem Tode des Hauptmanns Thierry am 16.9.1904. - Planung, 1904 [fol. 226 - 277] Viehwirtschaft der Einheimischen in Adamaua. - Bericht von Hauptmann Thierry, 1904 [fol. 253 - 254] Dienststellen der Lokalverwaltung. - Garua. - Dienstanweisungen, 15.7.1904 [fol. 260 - 263] Durchführung militärischer Maßnahmen im Residenturbezirk Garua. - Beschwerde von Hauptmann Thierry über Oberleutnant Strümpell, August 1904 [fol. 264 - 270] Gefecht bei Duhu auf dem Wege Dikwa (Dikoa) Garua am 3./4.7.1904 (Leutnant Schipper), 1904 [fol. 258 - 259] Verteilung der europäischen Angehörigen der Schutztruppe für Kamerun. - Listen, teilweise mit Namensangaben Garua - Planungen, 1902

        Gouvernement von Kamerun
        FA 1 / 23 · Akt(e) · 1912 - 1913
        Teil von Cameroon National Archives

        Schutztruppe für Kamerun. - Verteilung der Schutztruppe für Kamerun. - Gesamtes Schutzgebiet. - Planung, 1912 - 1913 [fol. 1 - 18] Schutztruppe für Kamerun. - Verteilung der Schutztruppe für Kamerun. - Verstärkung. - Planung, 1912 - 1913 [fol. 1 - 18] Lokalverwaltung, allgemein. - Verlegung der Verwaltung der deutschen Tschadsee-Länder von Kusseri nach Mora am 1.1.1913 im Rahmen der Vorbereitungen für das Übergreifen eines europäischen Krieges auf das Schutzgebiet Kamerun und des daraus resultierenden Rückzuges der Schutztruppe für Kamerun, Februar 1913 [fol. 20 - 21] Lokalverwaltung, allgemein. - Rückzug aus den deutschen Tschadsee-Ländern und Adamaua beim Einfall britischer und französischer Truppen anlässlich europäischer Verwicklungen und die sich daraus ergebende Verlegung der Verwaltung der deutschen Tschadsee-Länder von Kusseri nach Mora. Bericht von Gouverneur Dr. Ebermaier, Februar 1913 [fol. 20 - 21] Einzelfälle. - Pulver, Oberstleutnant. - Erkrankung und Gesuch um Entlassung aus der Begleitung des Gouverneurs Dr. Ebermaier während der Tschadsee-Reise, 14.2.1913 [fol. 21a] Einzelfälle. - Hansen, Geheimer Regierungsrat, Erster Referent. - Maßnahme wegen seines Verhaltens als Vertreter des Gouverneurs Dr. Ebermaier während dessen Dienstreise nach Adamua, 1912 - 1913 [fol. 22 - 24] Schutztruppe für Kamerun. - 12. Kompanie. - Aufstellung und Zusammenarbeit mit dem für das Rechnungsjahr 1913/14 beantragten Landeshauptmann für die Gebiete in Ost-Kamerun, 1913 [fol. 35 - 36] Schutztruppe für Kamerun. - 12. Kompanie. - Neue Ostgebiete (Landeshauptmannstelle) [fol. 35 - 36] Rückkehr des angeblich an der Ermordung des Forschers Conrau im Oktober 1900 beteiligten Bangwa-Häuptlings Fontem aus seinem Verbannungsort Garua in den Bezirk Dschang. - Bemühungen von Gouverneur Dr. Ebermaier, 1913 [fol. 46] Geologie und Bergbau. - The Niger Company, Ltd. - Zusammenarbeit in Bergbauangelegenheiten, 1913 [fol. 48] Absetzung des Sultans von Mendif. - Bericht von Gouverneur Dr. Ebermaier wegen unterlassener Berichterstattung, 1913 [fol. 62 - 64] Ein- und Absetzung bedeutender eingeborener Machthaber. - Runderlass von Gouverneur Dr. Ebermaier (Entwurf), Februar 1913 [fol. 62 - 64] Erkundung von Baumwollanbaumöglichkeiten in Nord-Kamerun. - Dienstanweisung für den landwirtschaftlichen Sachverständigen Dr. Wolf, 1913 [fol. 66 - 69] Angelegenheiten der Häuptlinge. - Begnadigung des nach Garua verbannten Etudi-Häuptlings Tanga-Jiki. - Vorschlag von Dr. Ebermaier, 1913 [fol. 70] Einzelfälle. - Netzbrand, Sanitätsgehilfe. - Versetzung von Tiko als Polizeimeister nach Bare zum Ersatz von Polizeimeister Zydel, Januar 1913 [fol. 76] Einzelfälle. - Oertel - Versetzung nach Ebolowa, Januar 1913 [fol. 76] Einzelfälle. - Wilske, Sekretär. - Abordnung von Ossidinge nach Bare, Januar 1913 [fol. 76] Einzelfälle. - Zimmerer, Eugen von, bayerischer Landgerichtsrat. - Bestellung zum Kanzler des Gouvernements von Kamerun und Beauftragung mit der vorübergehenden Stellvertretung des Gouverneurs, 1887 [fol. 76] Einzelfälle. - Zydel, Polizeimeister in Bare. - Ersatz durch Sanitätsgehilfe Netzbrand, Tiko, Januar 1913 [fol. 76] Wirtschaftliche Expeditionen Dr. Fickendey und Dr. Mildbread: Anweisung zur Durchführung. - Telegramm von Gouverneur Dr. Ebermaier aus Deutschland, 1913 [fol. 92 - 94] Kamerun-Mittellandbahn. - Weiterführung bis Ngaundere. - Denkschrift von Gouverneur Dr. Ebermaier, 1913 [fol. 95 - 98] Kamerun-Mittellandbahn. - Nicht geplante Verlängerung über Bamum (Fumban) bzw. den Mbam hinaus. - Denkschrift von Gouverneur Dr. Ebermaier, 1913 [fol. 95 - 98] Viehzucht: Golombe, Gestüt. - Haushaltsplan (Entwurf) 1914/15 (mit Erläuterungen), 1913 [fol. 102 - 109] Eisenbahnerkundungsexpedition (Ingenieur Thévos - 1913). - Erkundung der Linienführung Ngaundere - Tibati Joko Jaunde, 1913 [fol. 148 - 151] Angelegenheiten der Häuptlinge. - Jaimo, abgesetzter Lamido von Kontcha. - Fahndungsmaßnahmen. - Anweisung von Gouverneur Dr. Ebermaier an Hauptmann Eymael, 1913 [fol. 153 - 165] Goldvorkommen im Bezirk Garua (Njum). - Erteilung der Schürfgenehmigungen, 1912 [fol. 166 - 171] Dienststellen der Lokalverwaltung. - Akoafim - Vorläufige Bildung des Bezirkes Iwindo und Übertragung der Verwaltungsbefugnisse an 11. Kompanie der Schutztruppe für Kamerun, 1913 [fol. 182 - 188] Höhen- und Streckenkarte der Tschad-See-Reise des Gouverneurs von Kamerun, Dr. Karl Ebermaier, im Jahre 1914, Höhenmaße 1:25 000 Längenmaße 1:2 000 000. Nach Aufnahmen der Expedition und den vorhandenen statistischen Material mit Erläuterungen, 1914 Enteignung und Verlegung der Eingeborenenplätze in Duala, (1912 - 1913)

        Gouvernement von Kamerun
        Selchow, Bogislav Freiherr von (Bestand)
        BArch, N 428 · Bestand · 1897-1943
        Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

        Geschichte des Bestandsbildners: Marineoffizier, Freikorpsführer und Schriftsteller Bogislaw Selchow Lebensdaten 4. Juli 1877 geb. in Köslin gestorben am 6. Februar 1943 gest. in Berlin Militärische Karriere 7.4.1897 Einstellung als Kadett der Kaiserl. Marine Mai 1897 Kadett an Bord von SMS Stein 6.12.1897 Teilnahme an der Belagerung des Hafens von Port au Prince auf Haiti mit SMS Stein 27.4.1898 Beförderung zum Seekadetten Apr. 1898- Sep. 1900 In verschiedenen Funktionen an Bord von SMS Moltke, Hela, Mars und Blücher Jan.-März 1900 Gehirnhautentzündung, Marinelazarett Kiel 3.9.1900 Fähnrich zur See 23.9.1900 Beförderung zum Leutnant zur See Nov. 1900- Nov. 1901 An Bord von SMS Sachsen, ab Okt. 1901 als Adjutant; am 4.9.1901 Kollision mit SMS Wacht bei Rügen, das daraufhin sinkt Nov. 1901- Sep. 1902 Adjutant an Bord von SMS Kaiser Wilhelm der Große 15.3.1902 Beförderung zum Oberleutnant zur See Okt.-Dez. 1902 Wachoffizier an Bord von SM Torpedoboot G 109 Jan.-Apr. 1903 Kompanieoffizier der zweiten Kompanie der I. Torpedoabteilung, im Apr. Funkkursus auf SMS Neptun Apr.-Sep. 1903 Wachoffizier an Bord von SM Torpedoboot G 109 Okt./Nov. 1903 Ausreise als Passagier nach Ostasien an Bord von SS König Albert Nov. 1903- Mai 1905 Wachoffizier an Bord von SMS Hertha im asiatischen Raum mit Heimreise nach Kiel über Afrika und das Mittelmeer 11.9.1904 Verleihung des Kung-Pai-Verdienstordens (Chinesische Silberne Erinnerungsmedaille) anlässlich einer Audienz bei der Kaiserinwitwe und dem Kaiser von China 11.2.1905 Verleihung des Königl. Siamesischen Kronenordens vierter Klasse anlässlich einer Audienz beim König von Siam Juni-Sep. 1906 Kommandant von SM Torpedoboote S 29, S 25 und S 30 sowie Dienste in der Minenkompanie und als Erster Offizier der Minensuchreservedivision Okt. 1906- Juni 1907 Marineakademie 6.3.1907 Beförderung zum Kapitänleutnant Juli 1907 Dienst an Bord von SMS Kurfürst Friedrich Wilhelm Aug.-Sep. 1907 Dienst an Bord von SMS Yorck Okt. 1907- Juni 1908 Marineakademie Juli-Sep. 1908 Sprachurlaub in England 22.8.1908 Ernennung zum Ehrenritter des Johanniter-Ordens Okt. 1908 Ausreise als Passagier nach Westafrika auf SS Lucie Woermann Nov. 1908- Nov. 1909 Erster Offizier an Bord von SMS Sperber Nov./Dez. 1909 Rückreise als Passagier nach Deutschland auf SS Lucie Woermann Dez. 1909- Jan. 1911 Admiralstab der Marine Jan. 1911- März 1913 Adjutant der Nordseestation 19.9.1912 Verleihung des Rote-Adler-Ordens 4. Klasse Apr. 1913- Nov. 1914 Erster Offizier an Bord von SMS Victoria Louise 22.3.1914 Beförderung zum Korvettenkapitän 17.7.1914 Verleihung der Königl. Krone zum Rote-Adler-Orden 4. Klasse 10.11.1914- 30.6.1915 Kommandeur des I. Btl. des Matrosen-Artillerieregiments III (10.-25.11.1914); II. Btl. des Matrosen-Artillerieregiments I (26.11.-31.12.1914); I. Btl. des Matrosen-Artillerieregiments II (1.1.-4.2.1915); des III. Btl. des Matrosenregiments 4 (5.2.-10.5.1915); des III. Btl. des Matrosenregiments 5 (11.5.-30.6.1915); Einsatzgebiet: Flandern 1.5.1915 Verwundung bei Het Sas/Belgien durch Granatsplitter in Kopf, rechte Schulter, rechten Arm und rechtes Bein 7.2.1915 Eisernes Kreuz II. Klasse Aug.-Dez. 1915 Erster Offizier an Bord von SMS Freya Jan.-März 1916 Reservelazarett Liebenstein Apr. 1916- Juli 1917 Erster Offizier an Bord von SMS Hannover, in dieser Funktion Teilnahme an der Schlacht am Skagerrak am 31.5./1.6.1916 30.6.1916 Verleihung des Eisernen Kreuzes I. Klasse 22.8.1916 Verleihung des Oldenburgischen Friedrich-August-Kreuzes I. und II. Klasse 14.9.1916 Neurasthenie als Kriegsdienstbeschädigung anerkannt durch das Kdo. von SMS Hannover Juli 1917- Kriegsende Admiralstab der Marine 1918 Veröffentlichung der Propagandaschrift „Weltkrieg und Flotte" 10.4.1918 Österreichisches Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit Kriegsdekoration 20.5.1918 Verleihung der Großherzoglichen Hessischen Tapferkeitsmedaille 16.11.1918- 20.8.1919 Dezernent im Reichsmarineamt 20.8.1919 Beförderung zum Fregattenkapitän Ziviles Leben Nach seiner Verabschiedung aus der Marine begann Bogislav von Selchow ein Studium der Geschichte in Marburg und wurde zugleich von der Reichswehrbrigade Kassel mir der Bildung einer Freiwilligenformation aus Marburger Studenten zum Schutz der jungen Republik beauftragt. Von Selchow gründete das Freikorps „Studentenkorps Marburg" (StuKoMa) und kommandierte es in der Folge bei der Niederschlagung von spartakistischen und rätedemokratischen Unruhen in Thüringen. Dabei kam es am 20.3.1920 zum sog. Massaker von Mechterstädt, bei dem 15 als Aufrührer verdächtigte Arbeiter, die von einem Stoßtrupp des StuKoMa festgesetzt worden waren, erschossen - angeblich „auf der Flucht". Die wegen dieser Tötungen Angeklagten wurden in zwei aufsehenerregenden Prozessen freigesprochen, die Urteile von der Öffentlichkeit als Akt der Klassenjustiz mit Abscheu und Protest aufgenommen. Von Selchow hatte sich im Prozess vor seine Männer gestellt, und auch die Marburger Universität solidarisierte sich mit ihren Studenten und rehabilitierte sie vollständig. Daneben organisierte sich von Selchow in der rechtsextremen, später illegalen sog. Organisation Escherich (Orgesch), die er im westdeutschen Raum zeitweise führte. Die paramilitärische Organisation legte geheime Waffenlager für einen erwarteten Kampf gegen den Bolschewismus an und war für Morde an Persönlichkeiten des gegnerischen politischen Lagers verantwortlich. Enttäuscht vom Zögern Escherichs, einen offensiven Kurs gegen die Republik einzuschlagen, wandte er sich im Dezember 1922 wieder von der Orgesch ab, legte das Kommando des StuKoMa nieder und zog sich bis 1933 aus der politischen Öffentlichkeit zurück. Am 24.1.1923 wurde Bogislav von Selchow von der Universität Marburg promoviert. Bereits 1920 hatte er seinen ersten Gedichtband „Deutsche Gedanken" veröffentlicht, und bald reüssierte er mit seinen Gedichten im rechten Spektrum. Er betätigte sich nun als Schriftsteller und Geschichtsphilosoph und entwickelte, ganz Kind seiner Epoche, ein sog. Zeitwendemodell, das die geistesgeschichtliche und politische Entwicklung der Menschheit abbildete. Von Selchow definierte hierzu die von verschiedenen gesellschaftlichen Kräften geprägten Zeitalter der „Allzeit", der „Wirzeit" und der „Ichzeit". Dieses Denksystem wurde zur Grundlage für seine Werke und machte ihn gemeinsam mit dem von ihm immer wieder aufgegriffenen Topos des Heldischen zu einem ideologischen Wegbereiter des Nationalsozialismus. Sein Antisemitismus und Blick auf das Zeitgeschehen nach dem Untergang der alten Welt hatten ihn spätestens 1933 in die Nähe der NSDAP gebracht: Obwohl nie Parteimitglied, entwickelte er sich zum leidenschaftlichen Nationalsozialisten und gehörte zu den 48 Persönlichkeiten, die 1933 öffentlich zur Wahl Adolf Hitlers aufriefen. 1936 benannte sich die NS-Studentenkameradschaft, die aus der vormaligen Marburger Burschenschaft Germania hervorgegangen war, nach von Selchow. Am 9.6.1939 wurde er dann zum Ehrensenator der Philipps-Universität Marburg ernannt. Bestandsbeschreibung: Der Nachlass besteht aus zwei Schwerpunkten: den sog. Logbüchern und einer literarisch-philosophischen Materialsammlung, die durch Manuskripte ergänzt wird. Die sog. Logbücher liegen bis 1931 lückenlos vor und reflektieren in z. T. epischer Breite einzelne Erlebnisse und Sachverhalte. 39 der 51 „Logbücher enthalten Aufzeichnungen von Selchows aus seiner Zeit als aktiver Marineoffizier und als Führer des „Studentenkorps Marburg" im Freikorpseinsatz. Dazu kommen Kopien der Logbücher 61 bis 68, die lediglich Abbildungen enthalten und den Zeitraum von 1935 bis 1940 abdecken. Die „Logbücher" sind aber keine Tagebücher im engeren Sinne, sondern vielmehr durchkomponierte Erinnerungsbücher. Von Selchow übertrug seine auf Loseblattsammlungen festgehaltenen Tagebucheinträge - ein Beispiel hierfür findet sich in der Sammelmappe zum geplanten „Logbuch" 65 (N 428/86) - in ledereingebundene Folianten und verzierte seine Ausführungen u. a. mit kunstvollen Aquarell- und Federzeichnungen. Leere Stellen in den Logbüchern, auf denen in Bleistift Notizen zu den einzufügenden Bildern oder Zeichnungen eingetragen sind, nachzuvollziehen in N 428/46, geben Hinweis auf dieses Vorgehen. Die Basis der Logbücher, die Tagebuchblätter, aber auch seine Korrespondenz und weitere Unterlagen, die leider in den 1950er Jahren in privater Hand vernichtet wurde, sind bis auf Fragmente, die sich im vorliegenden Bestand finden, verloren. Die „Logbücher" legte von Selchow an, indem er zunächst seine Aufzeichnungen und ergänzendes Material in Einlegemappen sammelte und zusammenstellte. Gestützt auf diese Grundlage übertrug er Text und Illustration auf Blätter, die er in die in hochwertigen Ledereinbände, die das Wappen der Familie von Selchow und eingeprägte Beschriftungen tragen, einbringen ließ. Dieses Vorgehen lässt sich anhand der o. g. Sammelmappe nachvollziehen, andere Mappen verwendete er u. a. für andere Materialsammlungen wieder, siehe N 428/75. Den Quellenwert der „Logbücher" steigern die über 1.000 genau identifizierten Bilder und Fotos, die den Text über die Zeichnungen hinaus illustrieren. Die Abbildungen zeigen für die Zeit bis 1919 Orte, Schiffe, Alltagsszenen aus dem Soldaten- aber auch Privatleben in der Heimat und in internationalen Gewässern, Crews und Personen. Dazu kommen verschiedenste Dokumente wie Seekarten, Einladungen etc. Aus dem Überlieferungskontext lässt sich erschließen, dass die „Logbücher" in der hier vorliegenden Form wahrscheinlich in den 1930er-Jahren entstanden sind, verfügen die Bände 61 bis 68 doch über beschriftete Abbildungen und leergebliebenen Zwischenräumen für den einzutragenden Text. Durch seine Zugehörigkeit zum Uradel verfügte Bogislav von Selchow über einen großen Verwandten- und Bekanntenkreis. Die Logbücher geben Einblick in das Leben dieser Kreise von der Kaiserzeit bis zum Nationalsozialismus und spiegeln in den niedergeschriebenen Erinnerungen und der z. T. wiedergegebenen Korrespondenz die Fülle der dienstlichen und gesellschaftlichen Kontakte wider. Teils spektakuläre Einblicke in das Marineleben geben von Selchows Erinnerungsbücher, die die aktive Dienstzeit bei der Kaiserlichen Marine betreffen. Sie zeigen die Vielfalt des Erlebens und der Eindrücke als Offizier der Kaiserlichen Marine, die rund um die deutschen Kolonien im Einsatz war. Für die ersten Jahre der Weimarer Republik geben die sog. Logbücher wertvolle Einblicke in die Welt der Freikorps, vor allem des sog. Studentenkorps Marburg und der sog. Organisation Escherich; aber auch zur Organisation Consul pflegte von Selchow Kontakte - zu den beiden Letztgenannten finden sich zahlreiche Aussagen in den „Logbüchern". Seine Aufzeichnungen zeugen aber nicht nur für die Frühphase der Weimarer Republik vom Soldatischen im Denken von Selchows. Auch nach seinem Rückzug aus der Öffentlichkeit im Jahr 1922 blieb er in seiner Grundhaltung auch als in Berlin lebender Dichter, Schriftsteller und Geschichtsphilosoph immer Soldat. So geben die „Logbücher" unmittelbare und einzigartige Eindrücke vom Leben eines - zudem adligen - Angehörigen des kaiserlichen Offizierkorps der Marine und von seinen Reaktionen auf den Zusammenbruch der alten Ordnung. Mentalitätsgeschichtlich ist dieser Teil des Nachlasses für den Übergang vom Kaiserreich zur Weimarer Republik aufschlussreich und wohl der einzige dieser Art, der über die revolutionären Ereignisse in Berlin Auskunft gibt. Sein Wert dürfte unter der Hinzuziehung der Veröffentlichungen von Selchows, besonders seiner Autobiographie „Hundert Tage aus meinem Leben" aus dem Jahr 1936 steigen. Der Nachlass illustriert das Verhältnis von Selchows zum keineswegs unkritisch gesehenen alten und zum verachteten neuen System. Die Kopien der „Logbücher" für die Jahre 1935 bis 1940 dokumentieren in ihren Abbildungen zudem von Selchows Nähe und Zugang zu Teilen der Führungsriege der NSDAP. Neben den Logbüchern bildet der literarisch-philosophische Nachlass von Selchows den zweiten Schwerpunkt des Bestandes. Von Selchow versuchte sich als konservativ-nationalistischer Denker an der Etablierung eines Zeitenmodells, das die Weltgeschichte in geistige Epochen einteilte, denen er bestimmte Entwicklungsschritte der Menschheit in geistiger, aber auch wissenschaftlicher, politischer, religiöser Hinsicht zuordnete. Er folgte damit einem Forschungstrend seiner Zeit. Sein Nachlass aus dieser Lebensphase als Geisteswissenschaftler umfasst Sammlungen von verschiedenartigen, oft losen Materialien, Texten, kleineren Publikationen, Zeitungsartikeln und eigenen Entwürfen, aber auch großen Schaubildern, welche die Grundlage bzw. Zwischenschritte der schriftstellerischen Arbeit darstellen: der Zettelkasten eines konservativ-nationalistischen Schriftstellers der 1920/30er Jahre, angereichert mit eigenen von teils veröffentlichten, teils unveröffentlichten Manuskripten. Die Überlieferung diese Materials, die sich anhand der Schaubilder nachvollziehen lässt, ist jedoch unvollständig, Materialien zu einzelnen Themenbereichen fehlen, wurden aber u. U. schlicht nicht angelegt. Hinweise auf andere Bestände BArch MSg 100 (Bogislav Frhr. von Selchow: Deutsche Marineoffiziere) BArch N 253/262 (Nachlass Alfred von Tirpitz, Schriftwechsel, Buchstabe S) BArch RM 5/920 (Kritik des Korvettenkapitäns von Selchow an Geburtstagsglückwunsch der Angehörigen des Admiralstabs für Großadmiral v. Holtzendorff, Jan. 1919) Vorarchivische Ordnung: Die sog. Logbücher liegen durchgehend für die Jahre 1897 bis 1931 vor. Das Bundesarchiv erwarb die Bände 39 bis 54 bereits 1957 zusammen mit dem nicht-militärischen Nachlass von Selchows und kaufte 1960 die restlichen Stücke der Marine-Offizier-Hilfe, heute: Marine-Offizier-Vereinigung, ab. Die ersten beiden Bände und Band 51 der ehemals insg. 68 Logbücher enthielten familienhistorische Informationen und fehlten bereits beim Erwerb des Nachlasses; während Band 1 sich weiterhin in Familienbesitz befindet, gilt Band 2 seit 1945 als verschollen. Ebenso verhält es sich mit den aus Unterlagen und Briefen bestehenden Hauptnachlass, der 1957 in Privathand vernichtet wurde. Ergänzt werden diese Bände durch die Kopien der „Logbücher" 61 bis 68 für den Zeitraum September 1935 bis Dezember 1940. Die Originale dieser Logbücher befinden sich weiterhin in Familienbesitz. Sie unterscheiden sich von den „Logbüchern", die für die Jahre bis 1931 vorliegen dadurch, dass sie ohne Text geblieben sind. Lediglich Bilder und Fotos wurden hier eingeklebt und auch nur diese Seiten kopiert und in den hier vorliegenden Nachlass übernommen. Diese Bestandsergänzung konnte 1987 in Kooperation mit von Selchows Neffen Wolfgang von Selchow, in dessen Besitz sich die „Logbücher" 61 bis 68 zu diesem Zeitpunkt befanden, durchgeführt werden. Trotz dieser Ergänzung klafft im Bestand eine Lücke, deren Zustandekommen anhand der vorliegenden Informationen nicht geklärt werden kann: Während über den Verbleib der Bände 1, 2 und 51 Informationen vorliegen, ist der Verbleib und der Inhalt der Bände 55 bis 60, die den Zeitraum Januar 1932 bis August 1935 abdecken, unbekannt. Zu den Erinnerungsbüchern tritt das literarisch-geschichtsphilosophische Archivgut, welches das geistige Schaffen von Selchows ab 1920 abdeckt. Die sog. Logbücher und das literarische Material verblieben nach dem Umzug des Militärarchivs nach Freiburg im Jahr 1968 aufgrund der literarischen Anteile zunächst bei der Hauptdienststelle in Koblenz. Erst 1976 kam der Nachlass nach Freiburg, wo in der Militärgeschichtlichen Sammlung unter der Signatur MSg. 100 bereits seit 1957 bzw. z. T. seit 1964 die sog. Wimpelbretter sowie die sog. Ehrentafeln lagerten - Personalbögen der deutschen Marineoffiziere von 1848 bis 1909 bzw. Kurzbiographien und Bilder aller zwischen 1914 und 1918 und in den Nachkriegskämpfen gefallenen und gestorbenen Offiziere der Marine. Zitierweise: BArch, N 428/...

        Reichskolonialamt (Bestand)
        BArch, R 1001 · Bestand · 1832-1943
        Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

        Geschichte des Bestandsbildners: 1907 Bildung des Reichskolonialamts aus der seit 1890 bestehenden Kolonialabteilung des Auswärtigen Amts; 1919 Umwandlung in ein Reichskolonialministerium und Übernahme der Abwicklungsgeschäfte für die ehemaligen deutschen Kolonialgebiete; nach dessen Auflösung 1920 Übernahme der Aufgaben durch das Reichsministerium für Wiederaufbau (Kolonialzentralverwaltung) bis zu seiner Auflösung 1924; danach Bearbeitung der Kolonialangelegenheiten wieder durch das Auswärtige Amt. Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte Die Akten der zentralen Kolonialverwaltung des Deutschen Reichs haben die ver‧schiedenen Organisationsveränderungen vom Sachgebiet bzw. Referat im kaiserli‧chen Auswärtigen Amt bis hin zum kaiserlichen Reichsamt und Ministerium der Wei‧marer Republik und wieder zurück zum Referat bzw. Sachgebiet im Auswärtigen Amt jeweils mitgemacht. Viele Aktenbände oder Betreffserien wurden ohne weiteres über die verschie‧denen Veränderungen hinweg organisch weitergeführt; für die Zeit nach 1920 heißt das vielfach, sie verebbten langsam. Wirkliche Brüche in der Aktenfüh‧rung lassen sich in der Regel nicht feststellen. Die Registratur des Reichskolonialmi‧niste‧riums bildete daher 1919 einen geschlossenen und nach dem weitgehenden Verlust der kolonialpolitischen Aufgaben in den Augen vieler sogar abgeschlossenen Kör‧per. Die Akten verteilten sich nach den ehemals Geheimen Registraturen des Reichsko‧lonialamts wie folgt: Geheime Registratur KA I Ostafrika Geheime Registratur KA II Südwestafrika Geheime Registratur KA III Südsee Geheime Registratur KA IV Kamerun und Togo Geheime Registratur KA V Rechtssachen Geheime Registratur KA VI Wissenschaftliche und Medizinalsachen Geheime Registratur KA VII Allgemeines Geheime Registratur KA VIII Landwirtschaft Geheime Registratur KA I-VII Fremde Länder und Besitzungen Geheime Registratur KB I Etats- und Rechnungswesen Geheime Registratur KB II Technische Sachen Geheime Registratur KB III Eisenbahnsachen Bereits in der Kabinettsssitzung am 1. Sept. 1919 war der Reichsminister des Innern Matthias Erzberger auf die Akten des damals noch existierenden Kolonialministeri‧ums zu sprechen gekommen und hatte angeregt, dass man "die Archive des Reichs‧kolonialamts und des Reichs-Marineamts mit den entsprechenden Einrichtungen des Großen Generalstabes vereinigen und in einer noch zu bestimmenden Stadt ein selbständiges Reichsarchiv schaffen solle, das dem Reichsministerium [Kabinett] unmittelbar unterstellt sein würde." Dem hatte Ministerialdirigent Meyer-Gerhard in seiner Denkschrift vom 30. Sept. 1919 widersprochen und die Übergabe sowohl der Akten als auch der umfangreichen Bibliothek des Reichskolonialministeriums an das Auswärtige Amt gefordert, bei dem er auch die dauerhaft zu erhaltenden Orga‧nisati‧onseinheiten des Kolonialministeriums angesiedelt sehen wollte. Nur die nicht mehr benötigten Akten sollten vernichtet oder dem Reichsarchiv übergeben werden. Tatsächlich wurden die Akten zunächst dem Reichsministerium für Wiederaufbau übergeben und 1924 beim Übergang der Kolonialabteilung in das Auswärtige Amt einer Sichtung unterzogen. Ein Inventar weist nach, welche Akten unmittelbar dem Reichsarchiv übergeben wurden, an das Auswärtige Amt übergingen oder gleich ver‧nichtet wurden. Während nur sehr wenige Akten sofort vernichtet wurden und der bei weitem größte Teil der Akten gleich an das Archiv abgegeben wurde, bean‧spruchte das Auswärtige Amt neben einigen Unterlagen von grundsätzlicher Be‧deutung selbst aus langen chronologischen Bandfolgen meist nur diejenigen Bände, die für die ak‧tuellen Geschäfte von Wichtigkeit waren und überließ die älteren Bände jeweils dem Archiv. Aber auch die vom Auswärtigen Amt übernommenen Ak‧ten sind im Laufe des kontinuierlichen Reduktionsprozesses, dem die kolonialpoliti‧sche Unterabteilung bzw. das "Kolonialreferat" ausgesetzt war, zu einem großen Teil an das Reichsarchiv abgegeben worden. Reste dieser Unterlagen sind im Februar 2000 vom Auswärti‧gen Amt an das Bundesarchiv abgegeben worden. Im Reichsarchiv dürfte sich 1945 also eine weitgehend geschlossene Überlieferung der zentralen Kolonialverwaltung des Deutschen Reichs befunden haben. Der orga‧nische Charakter der Überlieferung verbot eine Aufgliederung der Unterlagen, so dass die gesamte Überlieferung in einem Bestand Reichskolonialamt zusammenge‧faßt wurde. Bei der Zerstörung des Reichsarchivs am 14. April 1945 wurden die Ak‧ten der Reichskolonialverwaltung stark in Mitleidenschaft gezogen. Ca. 30 % des Bestands verbrannten, darunter vollständig die Registraturen KB I (Etats- und Rech‧nungswesen), II (Technische Sachen) und III (Eisenbahnsachen). Auch die Akten der Schutztruppen und die ins Reichsarchiv gelangten Akten der Verwaltungen ein‧zelner Schutzgebiete sind den Flammen vollständig zum Opfer gefallen. Archivische Bewertung und Bearbeitung Im Zentralen Staatsarchiv der DDR in Potsdam wurde bei der Bearbeitung des Be‧stands 10.01 Reichskolonialamt die ursprüngliche Registraturordnung als Klassifika‧tion für den Bestand verworfen. Die registraturmäßige, systematische und territoriale Ordnungskriterien verbindende Mischordnung wurde durch eine Gliederung ersetzt, welche die Akten nach Möglichkeit nach territorialen Gesichtspunkten ordnete. Im Zuge der Überarbeitung der im Zentralen Staatsarchiv erstellten Findbücher für das vorliegende Findbuch wurde unter Zuhilfenahme der im Jahr 2000 in das Bundesar‧chiv gelangten Registraturhilfsmittel die ursprüngliche Ordnung des Bestands jedoch wei‧testgehend wieder hergestellt. Die sich aus den Kontexten der ursprünglichen Regi‧straturordnung ergebenden inhaltlichen Zusammenhänge ermöglichen nach An‧sicht des Bearbeiters einen besseren und an der Struktur der Kolonialverwaltung ori‧en‧tierten Überblick über die Gesamtüberlieferung als eine die systematische Aspekte ver‧schleiernde "Regionalisierung" des Bestands. Der frühere "Koblenzer" Bestand R 101 Reichskolonialamt bestand größtenteils aus Kopien, die der Kolonialschriftsteller Georg Thielmann-Groeg vor allem im Reichsar‧chiv aus den Akten des Reichskolonialamts angefertigt hat. In einem Anhang wird die auf das einzelne Aktenstück hinuntergehende Erschließung dieser Sammlung die‧sem Findbuch beigegeben, weil sie - mit einem Schwerpunkt auf Deutsch-Süd‧west‧afrika - wichtige Dokumente zur deutschen Kolonialgeschichte in komprimierter Form zusammenstellt. Aus konservatorischen Gründen wurden die überformatigen Anlagekarten aus den Aktenbänden des Bestands R 1001 entnommen und durch Verweisblätter ersetzt. Die Karten wurden auf Farb-Makrofiches aufgenommen und in einem Karten-Neben‧bestand unter der Bezeichnung R 1001 Kart organisiert. Inhaltliche Charakterisierung: Kolonien und Kolonialpolitik, Allgemeines; Militär und Marine; Kolonialrecht, Polizeiangelegenheiten; Sklaven und Sklavenhandel; Erforschung, Vermessung, Grenzziehung; Einwanderung, Ansiedlung, Unterstützung, Personenstandswesen; Wirtschaft, Handel, Zölle, Steuern; Land- und Forstwirtschaft; Post und Verkehr; Missionen und Schulen; Gesundheitswesen. Nichtdeutsche Kolonien und Liberia: Britische Kolonien; Französische Kolonien; Portugiesische und spanische Kolonien; Italienische, niederländische, nordamerikanische Kolonien. Deutsch-Ostafrika und Deutsch-Südwestafrika: Kolonisation, Allgemeine Leitung und Verwaltung, Politische Entwicklung; Militär und Polizei, Inspektions- und Informationsreisen; Kolonialrecht, Strafsachen, Nachlaß- und Liegenschaftswesen; Sklaven und Sklavenhandel; Erforschung, Vermessung, Grenzziehung; Einwanderung, Ansiedlung, Unterstützung, Personenstandswesen; Wirtschaft, Handel, Zölle, Steuern; Land- und Forstwirtschaft, Fischerei; Post und Verkehr; Missionen und Schulen; Gesundheitswesen. Kamerun: Deutsch-Westafrikanische Handelsgesellschaft, Gesellschaft Süd- und Nordwestkamerun; Kolonisation, Zentrale und regionale Verwaltung; Politische Entwicklung; Militär und Polizei, Inspektions- und Informationsreisen; Kolonialrecht; Erforschung, Vermessung, Grenzziehung; Einwanderung, Ansiedlung, Unterstützung, Personenstandswesen; Wirtschaft, Handel, Zölle, Steuern, Banken, Land- und Forstwirtschaft, Fischerei; Post- und Verkehr; Gesundheitswesen; Missionen und Schulen. Togo: Zentrale und regionale Verwaltung, Politische Entwicklung; Militär und Polizei, Inspektions- und Informationsreisen; Kolonialrecht; Erforschung, Vermessung, Grenzziehung; Einwanderung, Ansiedlung, Unterstützung, Personenstandswesen; Wirtschaft, Handel, Zölle, Steuern, Banken; Land- und Forstwirtschaft, Fischerei; Post und Verkehr; Missionen, Schulen, Gesundheitswesen. Kongo: Allgemeines; Berliner Konferenz. Neuguinea: Neuguinea-Kompagnie; Kolonisation, Zentrale und regionale Verwaltung, Politische Entwicklung; Militär und Polizei; Kolonialrecht; Erforschung, Vermessung, Grenzziehung; Einwanderung, Ansiedlung, Unterstützung, Personenstandswesen; Wirtschaft, Handel, Steuern, Zölle, Banken; Land- und Forstwirtschaft, Fischerei; Post und Verkehr; Gesundheitswesen, Schulen. Karolinen-, Marianen- und Palau-Inseln: Kolonisation, Allgemeines, Leitung und Verwaltung, Politische Entwicklung; Kolonialrecht; Erforschung, Vermessung, Grenzziehung; Einwanderung, Ansiedlung, Unterstützung, Personenstandswesen; Wirtschaft, Handel, Zölle, Steuern; Post und Verkehr; Missionen, Schulen, Gesundheitswesen. Samoa: Kolonisation, Zentrale und regionale Verwaltung, Politische Entwicklung; Militär; Kolonialrecht, Polizeiangelegenheiten; Erforschung, Vermessung, Grenzziehung; Einwanderung, Aussiedlung, Personenstandswesen; Wirtschaft, Handel, Zölle, Steuern, Banken; Land- und Forstwirtschaft; Post, Verkehr, Schiffahrt; Missionen, Schulen, Gesundheitswesen. Marshall-Inseln: Kolonisation, Allgemeine Leitung und Verwaltung, Politische Entwicklung; Erforschung, Vermessung, Ansiedlung, Arbeitsverhältnisse; Handel, Zölle, Steuern, Post, Verkehr; Missionen, Schule, Gesundheitswesen. Salomon-Inseln: Kiautschou/China R 1001 Anhang: Fotokopien von Dokumenten über den Erwerb der deutschen Kolonialgebiete; Fotokopien von Dokumenten zu Deutsch-Südwestafrika; Abschriften von Akten des Reichskolonialamtes zu Deutsch-Südwestafrika; Tagebuch des Hottentottenführers Hendrik Witbooi in Deutsch-Südwestafrika; Pferdezucht in Nordkamerun. Erinnerungen von Kurt Freiherr von Crailsheim; "Kriegsnachrichten" Zeitung aus Deutsch-Südwestafrika, Jg. 1915 Nr. 3 ; Reproduktionen von Bildnissen verschiedener Personen in Deutsch-Südwestafrika; Lebenslauf des Reichskommissars Dr. jur. Heinrich Goering. Erschließungszustand: Publikationsfindbuch (2002); Online-Findbuch (2003) Zitierweise: BArch, R 1001/...

        Reichskolonialamt
        Stadtarchiv Worms, 186 / 0790/1 · Akt(e) · Juni-Sept. 1913
        Teil von Stadtarchiv Worms (Archivtektonik)

        Enthält: u.a. AUDEBERT (Bund der Landwirte), ARBEITSAUSSCHUSS der Marksburg-Ausstellung 1914 (betr. Leihgaben zur Ausstellung); ATHLETENCLUB I Worms (gegr. 1888; Dank für Spende zum 25jährigen Jubiläum), Sportverein BOBSTADT (neu gegründet, Unterstützung); Fußballvereinigung 1913 BÜRSTADT (Unterstützungsgesuch), Dir. BREUNIG (nur Anfrage betr. Abgabepflicht des Fiedeikommiss); BECKER / Bad Salzhausen (betr. Einstufung als Obergärtner [Hinweis: Beschreibung seiner Tätigkeit für die Kuranlagen]; Hofrat Max BEHREND (Direktion des Mainzer Stadttheaters, betr. Parsifalaufführung), Geheimrat Dr. BEST (wg. Besetzung der Kreisassistenzarztstelle); BUCHSIEB (Fürstl. Wiedischer Amtsrat betr. Stelle für seinen Neffen Karl Schäfer, Lederbranche); Prof. Dr. Geog BIERMANN (Künstlerischer Beirat im Kabinett (wg. Bildung eines Ehrenausschusses für die geplante allgemeine deutsche retrospektive Kunstausstellung 1650-1800 in Darmstadt); Sportclub BÜRSTADT (Überlassung zweier Hallen - Absage),; Rheinhessischer BIENENZÜCHTERVEREIN e.V. Worms (Aufstellung einer Biennenköniginnenstation auf dem Gut Guntershausen); Miltärverein Hassia BÜRSTADT, Elisabeth DÖRSAM (Wwe. des Bahnhofverwalters in Monsheim; Interessenvertretung Unterstützung auch gegenüber der Königl. Preuß. & Großh. Hess. Eisenbahndirektion [zu diesem Schriftwechsel s. auch unter "E"]); Adolf DIEHL (Generalbevollmächtigter der Gesellschaft Nordwest-Kamerun); DIAKONISSENHAUS Elisabethenstift Darmstadt (Einladung zum 55. Jahresfest); Gesang-Verein "EINTRACHT" Worms a.Rh. (wg. Goldenem Jubiläumsfest); Landeswohnungsinspektor GRETZSCHEL (Ernst Ludwig-Verein); Botanischer Garten der Universität Gießen (wg. Unterstützung einer wissenschaftlichen Reise nach Ceylon); GOTTELMANN (OB Mainz; Festausschuss zur Kongressvorbereitung des neu gegründeten Deutschen Weinbauverbandes - Sitz. Mainz); GROSSH. HANDELSKAMMER Worms (Einladung zur Sitzung mit Tagesordnung, u.a. Gesuch der Fa. Enzinger um Einrichtung einer Haltestelle am Wärterhaus 10 der Bahnlinie Worms-Monsheim sowie projektiertes Stauwerk bei Gernsheim); Generalleutnant v. HAHN / Darmstadt (nur Antwortschreiben betr. Beendigung des sich an die Verlegung der südwestdeutschen Konferenz anknüpfenden Streites, Gesamtkirchenvorstand mit Ausnahme Pfr. Walter u. Pfr. Eschenröder bezeugte die gegen C.W. von Heyl erhobenen Angriffe als grundlos); Hauptmann d. Reserve JORDAN (Verein ehem. Pioniere und Verkehrstruppen Worms, Einladung zum Strandfest im Floßhafen 22./23.6.1913) Darin: Briefkopf (mit Abb.): Marksburg, Besitz der Vereinigung zur Erhaltung deutscher Burgen; 13. Deutscher Handlungsgehilfentag 1913 in Frankfurt a. Main am 14., 15., 16. und 17 Juni (Tagesordnung und Arbeitsplan); Männer-Gesangverein "Eintracht" Worms am Rhein (1864 - 1914): gedr. Rundbrief und Anzeige zum Goldenen Jubelfest unter dem Protektorat Sr. Exzellenz Wilhelm Cornelius Freiherr Heyl zu Herrnsheim; Briefkopf: Freilichtmuseum Deutsches Dorf Brandenburg (Havel)

        Handels- und Gewerbeangelegenheiten, Bd. 8
        Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Z 109, Nr. 1541 (Benutzungsort: Dessau) · Akt(e) · 1899 - 1900
        Teil von Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik)

        Enthält u.a.: Neugründungen industrieller Gesellschaften in der SU.- Überblick über metallurgische Gebiete, Steinkohlengruben und Tonindustrieunternehmungen im Jekaterinoslaw-Donez`schen´Steinkohlen und Erzbecken.- Export- und Handelsberichte.- Vergrößerung des Eisenbahnnetzes in Japan.- Überblick über deutsche Kapitalanlagen in überseeischen Ländern. Enthält: Neugründung industrieller Gesellschaften in Russland S. 5/12, S. 93/105. - Schriften pp. der Zentralstelle für Vorbereitung von Handelsverträgen S. 13, S. 20, S. 240/242. - zahlungsunfähige Firmen "Rosenstein & Mendelsohn" und "Gebr. Rosenstein" in Jazzy (Rumänien) S. 15/17. - Bericht eines britischen Kommissars über die Verhältnisse und Aussichten des Einfuhrhandels nach Südamerika S. 18. - das japanische Regierungs-Stahlwerk S. 22/24. - die Ausfuhr Deutschlands nach Kanada S. 25/27. - Einfuhr ausländischer Tabake nach Japan S. 28/30. - Kaibauten im Hafen von Alexandrien (ägypt. Stadt) S. 31/32. - die in Bukarest neu gegründete Versicherungsgesellschaft a. G. "Universala" S. 33/35. - die deutsche Zeitung "Der Ostasiatische Lloyd" in Shanghai S. 36/37. - Notiz über die Anknüpfung von Geschäftsverbindungen mit Kuba S. 38/39. - Notiz über Absatz- pp. Verhältnisse in Peru S. 40/41. - Verzeichnis der Firmen in Kiautschou (Handelsregister) S. 42, S. 131. - Warnung vor der Firma "Désiré Balit & Co." in Kairo S. 43/44. - Warnung vor der Firma "Ziegler & Petenian" in Rustschuk S. 45/46, S. 224/226. - Einfuhr deutscher Waren nach Shanghai S. 47/48. - Deutscher Handelstag in Berlin S. 49/50. - industrielle Gründungen in Südrussland S. 63/67, S. 93/105. - Ausnahme einer Anleihe zur Hebung der japanischen Unternehmungen auf Formosa (früher für Taiwan) S. 69/74. - erfolgreicher Versuch mit dem Ausbau von Jute (Faserpflanze) in Ober-Ägypten S. 75/77. - Ausfuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse nach Russland S. 78/89. - spanische Zuckerindustrie und der Verbrauch künstlichen Düngers in Spanien S. 90/92. - Absatzverhältnisse auf Kuba S. 106/110. - Bericht über die Lage des Handels und der Industrie in den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika Ende Juni 1899 S. 111/117. - Handelsagenturen und Kommissionshäuser in Athen und anderen griechischen Städten S. 118/119. - die Lage des Handels in Odessa (Ukraine) S. 120/125. - Fortschritte des italienischen Ausfuhrhandels im Orient S. 126/130. - Bildung der "Vereinigung für die Zollfragen des Papierfachs" S. 132/133. - Einwirkung der Missernte in Rumänien auf den dortigen Einfuhrhandel S. 134/136. - Steinkohlenlager in Bulgarien S. 137/138. - Änderungen des portugiesischen Konsulargebührentarifs S. 143/146. - Warenverkehr zwischen Buschär und Schiras (Schiraz, Iran), Persien S. 147/150. - Mustersammlung der in Kamerun (Staat im Westen von Zentralafrika)gangbaren Handelsartikel S. 151/172. - Auflegung einer guatemalischen Anleihe von 3 Millionen Pfund Sterling in Deutschland, England und den Vereinigten Staaten von Amerika S. 173/174. - Erteilung von Auskunft über australische Firmen durch Vermittlung des Kaiserlichen Generalkonsuls in Sydney S. 175/178. - Belebung der deutsch-persischen Handelsbeziehungen S. 179/186. - Zeitschrift, betreffend Nachrichten für Handel und Industrie. - Ermittlung zuverlässiger Rechtsanwälte in Ungarn S. 187/188. - Bestellung von Handelsagenten seitens der englischen Regierung S. 189. - Eisenbahnbau im Staat Sao Paulo und Subventionierung des Schifffahrtsbetriebes im Ribeira-Gebiet S. 190. - Vertrag der Stadt Belgrad über eine Anleihe von 10 Millionen Franken S. 197. - Umbau von Bombay S. 199/201. - Bericht des Kaiserlichen Konsuls in Johannesburg, betreffend Anwerbung deutscher Ingenieure und Lagerarbeiter für den "Witwatersrand" (Mine) S. 202/208. - Beteiligung Deutschlands an der Lieferung von Eisenbahnmaterial nach Japan S. 209/219. - Warnung vor der Aktiengesellschaft "Société générale de Prévoyance cycliste et automobiliste" in Brüssel S. 220/223. -

        BArch, RM 2/1778 · Akt(e) · Okt. 1913 - Apr. 1914
        Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

        Enthält u.a.: Bildung der Detachierten Division aus den Linienschiffen "Kaiser" und "König Albert" sowie dem Kleinen Kreuzer "Strassburg" (AKO, Abschrift), 15. Nov. 1913 Karten mit Einzeichnung der Reiseroute der Detachierten Division, Nov. 1913 Reise der Detachierten Division nach Spanien (Teneriffa), Togo, Kamerun, Südwest-Afrika, Brasilien, Argentinien, Uruguay, Chile (Berichte mit Fotos und handschriftlichen Randbemerkungen Kaiser Wilhelm II.), Dez. 1913 - Apr. 1914

        BArch, R 1001/4312 · Akt(e) · (1885) Nov. 1899 - Nov. 1913 (1927)
        Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

        Enthält: Einsetzung eines Verwaltungsrates Berufung von Mitgliedern Sitzungsprotokolle Verordnungen und Bekanntmachungen Protokoll der Sitzung der Kamerunfirmen des Vereins Westafrikanischer Kaufleute, 15. Mai 1909