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Carl Richard Müller wurde am 2. Juni 1889 in Knauthain bei Leipzig geboren. Nach dem Schulabschluss erlernte er von 1903-1906 den Gärtnerberuf und arbeitete dann in mehreren deutschen und schweizerischen Orten. Von Anfang 1908 bis Oktober 1909 hatte er eine Stelle als Gärtner auf dem Friedhof an der Casinostraße in Solingen. 1910 und 1911 leistete er seinen Wehrdienst als Marineartillerist in der deutschen Kolonie Tsingtau in China ab. Am Ende seiner Dienstzeit schloss er einen mehrjährigen Arbeitskontrakt mit der Firma Hernsheim, die Handel und Pflanzung im deutschen Kolonialgebiet Neuguinea/Bismarckarchipel am Äquator nördlich Australiens be-trieb. 1912 arbeitete er auf dem Bismarckarchipel und der Salomoneninsel Bougainville. Nach einem ereignisrei-chen Jahr, in dem er zum ersten Mal seinen Kindheitstraum als Pflanzer in der Südsee verwirklichen konnte, aber auch manche Illusion über das Lebens in den Kolonien verlor, wurde der Arbeitsvertrag (anscheinend nach Differenzen mit der Firma) vorzeitig beendet und Müller kehrte auf dem Weg über Australien nach Deutschland zurück. Schwere Malariaanfälle quälten ihn auf der Heimreise und in Deutschland, aber die Heimat konnte ihn auf Dauer nicht halten. Vom Sommer 1913 bis zum Frühjahr 1914 suchte er sein Glück in Argentinien, fand aber keine befriedigende Arbeit und entschloss sich, die Einwanderung nach Australien zu beantragen. Ende Juni 1914 hatte er die nötigen Einreisepapiere und bestieg in Antwerpen den deutschen Dampfer Roon mit dem Ziel Freemantle. Als im August 1914 der Weltkrieg ausbrach und Großbritannien auf die Seite der deut-schen Gegner trat, musste das Schiff die Reise nach Australien abbrechen und in Niederländisch-Indien Zuflucht suchen. Müller bewarb sich bei einer deutschen Firma in Java, wurde angenommen und trat Ende August 1914 in Sumatra eine Assistenzstelle auf einer Pflanzung an.Von 1914 bis 1940 arbeitete er auf vier verschiedenen Stationen, seit 1927 auf Tandjongdjati im Süden Sumat-ras, wo er Kaffee und Kautschuk anbaute, und ihn die belgischen Besitzer 1939 zum Leiter ernannten. Dem Höhepunkt der Karriere folgte ein schlagartiges Ende. Der Überfall der Wehrmacht auf die Niederlande am 10. Mai 1940 machte die deutschen Staatsbürger zu Feinden im holländischen Kolonialreich. Für Müller und viele andere begann die Zeit der Internierungshaft - bis Ende 1941 im niederländischen Camp Alasvallei im Norden Sumatras, dann unter britischer Kontrolle im Lager Premnagar bei Dehra Dun in Nordindien am Fuße des Hima-laya. Erst im Herbst 1946 wurde der Gefangene Carl Richard Müller Nummer 56134 entlassen und kam im Dezember 1946 in Solingen an.Hier fand er Arbeit in der Gärtnerei Diederich in Wald, der er auch als Rentner mit Gelegenheitsarbeit die Treue hielt. 1966 musste er wegen schlechter Gesundheit sein selbständiges Leben aufgeben und zog in das Eugen-Maurer-Heim in Gräfrath. Dort starb er am 21. März 1973. Der Nachlass hat einiges aus dem abenteuerlichen Leben Müllers bewahrt. Die erzwungene Untätigkeit während der langen Internierungsjahre nutzten Müller und andere Gefangenen zum Schreiben und für Vorträge im eigenen Kreis. Von diesen Arbeiten sind Stücke erhalten, die vor allem für die Erforschung deutscher Kolonialherrschaft und europäischer Pflanzerarbeit im Südseegebiet von Interesse sind. In erster Linie sind Müllers autobiographische Manuskripte über die Jahre 1912-1940 zu nennen, die er als "Ro-man eines Glückssuchers" zusammenzufassen dachte (Aktenstücke 11 und 12 mit Ergänzung durch die Fotogra-fien in den Aktenstücken 6 und 7 und Karten in den Aktenstücken 17 und 26). Dazu kommen zahlreiche Aufsätze Müllers über die Pflanzenkulturen, wirtschaftliche und technische Probleme auf den Pflanzungen und Ab-handlungen über die Natur und Tierwelt Indonesiens, vornehmlich Sumatras (Aktenstücke 13 bis 16). Arbeiten von Mitgefangenen über ihre Erfahrungen in Indonesien und Australien finden sich im Aktenstück 23, u.a. auch ein Bericht über die Internierungshaft in Sumatra mit einem kürzeren Anhang über die Zeit in Indien. Über das Lagerleben in Dehra Dun erfährt man verhältnismäßig wenig; Müller hat allerdings ein Heft mit dem Titel "Männerworte" (Aktenstück 5) aufbewahrt, in dem sich 22 Mitgefangene mit Worten der Erinnerung eingetragen haben. Über Müllers Leben in Solingen nach 1946 sind in erster Linie Fotografien erhalten, von denen vor allem die Arbeiten für die Fa. Diederich von lokalgeschichtlichem Interesse sein können (Aktenstück 8). Desweiteren enthält der Bestand eine Akte des Sozialamtes der Stadt Solingen. Der Bestand wurde dem Stadtarchiv vom Sozialamt in einem Koffer übergeben, der von obigen Unterlagen bei der Verzeichnung getrennt wurde. Erstmals erfaßt wurde der Bestand im September 1998 von Anika Schulze, erschlossen von Hartmut Roehr im Jahre 2007.
Enthält: - Verwundetenabzeichen für die Armee und die Kolonialtruppen von 1918 - goldene Leibnizmedaille - Medaillen von Gabriele d Annunzio, Johannes Ronge, Professor Curtius und Ernst Peter Hecht - 23 Münzen: 12 Einen Thaler (1691), 5 Kleingeldersatzmarke aus Nordhausen (1917); Reichspfennig: 1 (1940), 10 (1889); Rupien: 1/4 (1904), 15 (1916) und Heller: 1/2 (2 x 1906), 1 (4 x 1908, 1910, 1912), 5 (4 x 1916), 20 (3 x 1916) aus Deutsch-Ostafrika; Neu-Guinea-Mark: 1/2 (1894), 1 (1894), 2 (1894), 5 (1894) - 1 loses Ordensband - 2 leere Lederetuis.
Schnee, HeinrichGeschichte des Bestandsbildners: ev. Pastor in Hohensyburg, christl.-konserv. Politiker, Mitglied der Nationalversammlung und des Reichstages (DNVP) Zitierweise: BArch, N 2203/...
1 Stück; Aktenmaterial
Braun, KarlGeschichte des Bestandsbildners: Zugang im März 2011 durch Schenkung Bearbeitungshinweis: unbearbeitet Zitierweise: BArch, N 2367/...
Geschichte des Bestandsbildners: Georg von Müller, Admiral Geboren am 24. März 1854 in Chemnitz, gestorben am 18. April 1940 in Hangelsberg November 1889 Heirat mit Elisabeth Luise von Montbart; März 1900 Erhebung in den erblichen Adelsstand Militärischer Werdegang (Auswahl) Mai 1871: Eintritt in die Kaiserliche Marine; August 1878: Ernennung zum Leutnant zur See; Mai 1879: Kommandierung zur Torpedowaffe; 1882-1884: Auslandsreisen nach Westindien und Südamerika auf S.M.S. „Olga" und S.M.S. „Blücher"; November 1884: Statistisches Büro der Admiralität; Mai 1885 - März 1886: Militärpolitische Berater (Marineattaché) an der deutschen Gesandtschaft in Stockholm; März 1886: Beförderung zum Kapitänleutnant; bis Frühjahr 1889: wechselnde Bord- und Landverwendungen, darunter Teilnahme am Unternehmen in Samoa im Aug./Sept. 1887 an Bord von S.M.S. „Bismarck"; Frühjahr 1889: Eintritt in das neu geschaffene Kaiserliche Marinekabinett; September 1891: Kommandant Kanonenboot S.M.S. „Iltis"; November 1892: Personaldezernent im Oberkommando der Marine; Herbst 1895 - Februar 1898: Persönlicher Adjutant des Prinzen Heinrich von Preußen; November 1898: Kommandant des Großen Kreuzers S.M.S. „Deutschland"; April 1899: Chef des Stabes Ostasiatisches Kreuzergeschwader; Mai 1899: Beförderung zum Kapitän zur See; April 1900: Abteilungsvorstand im Marinekabinett; Oktober 1902 - September 1904: Kommandant Linienschiff S.M.S. „Wettin"; September 1904: Diensttuender Flügeladjutant Kaiser Wilhelms II.; 1905: Ernennung zum Konteradmiral; Juli 1906: Chef Kaiserliches Marinekabinett; 1907: Ernennung zum Vize-Admiral; 1910: Ernennung zum Admiral, zugleich General-Adjutant Wilhelms Kaiser Wilhelms II.; November 1918: Abschied aus dem aktiven Dienst Bestandsbeschreibung: Als Chef des Marinekabinetts besaß Georg Alexander von Müller über das Aufgabenfeld der Personalpolitik hinaus die Möglichkeit, tiefgreifenden Einfluss auf alle Marineangelegenheiten zu nehmen. Seine Schlüsselstellung gründete sich zum einen auf ein besonderes, persönliches Vertrauensverhältnis zum Kaiser, zum anderen auf die Tatsache, dass sämtliche Personalentscheidungen der Marine in seiner Hand lagen und Müller zu allen Vorträgen hinzugezogen wurde. Müller fungierte als Bindeglied zwischen dem Kaiser und den verschiedenen Immediatstellen der Marine. Während des Krieges begegneten der Person Müllers zunehmend Vorbehalte und Kritik aus dem Marineoffizierskorps wegen der verbreiteten Auffassung, der Chef des Marinekabinetts verzögerte oder blockierte die Maßnahmen für einen aggressiveren Seekrieg. Dabei geriet Müller auch in ein dauerhaftes Konfliktverhältnis mit Großadmiral Alfred von Tirpitz und wurde von diesem und seinen Anhängern während und vor allem nach dem Krieg öffentlich angegriffen. Wenngleich Müller, im Gegensatz zu zahlreichen anderen Angehörigen des Marineoffizierskorps keine Erinnerungen veröffentlichte, so belegt eine ganze Abfolge publizierter Artikel aus der Feder Müllers diesen Dauerkonflikt. Müllers Einfluss auf Marineangelegenheiten im Allgemeinen und auf das Kriegsgeschehen im Besonderen sank in Abhängigkeit zur Bedeutung Kaiser Wilhelms II. Als Oberster Kriegsherr. Bei dem Vorhaben eines militärisch sinnlosen, dafür mythenstiftenden Opferganges der Hochseeflotte im Oktober 1918 stand Müller weitgehend am Rande. Als Diensttuender Flügeladjutant Wilhelms II. Und Chef des Marinekabinetts gehörte Georg Alexander von Müller über anderthalb Jahrzehnte und während des gesamten Ersten Weltkrieges zum engeren Umfeld von Wilhelm II.. Seine Aufzeichnungen spiegeln in besonderer Weise die Hofgesellschaft wie auch Persönlichkeit und Wirken des Monarchen in den letzten Jahren des Deutschen Kaiserreichs wider. Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand umfasst lediglich die sieben, handschriftlich verfassten Tagebücher Georg Alexander von Müllers. Sie erstrecken sich über einen Lebenszeitraum von 47 Jahren, beginnend mit dem Eintritt Müllers in die Kaiserliche Marine 1871 bis zu seinem Ausscheiden als Chef des Marinekabinetts im Jahre 1918. Die Niederschriften sind angereichert mit Fotos und Zeichnungen. Weitere Unterlagen aus dem Nachlass, die von Walter Görlitz und dem Sohn Sven von Müller editiert wurden, gelten hingegen als verschollen. Zitierweise: Barch, N 159/...
Geschichte des Bestandsbildners: 01.11.1858 - 15.02.1928, General der Infanterie Bestandsbeschreibung: Unterlagen aus der gesamten Dienstzeit, u.a. im Kolonialdienst in Afrika (1889, 1894), als Militärattach¿ in Konstantinopel (1897-1901), über die Teilnahme am Sudan-Feldzug Lord Kitcheners (1896-1898) auf englisch-türkischer, am thessalischen Krieg (1897) auf griechischer Seite, aus dem 1. Weltkrieg als Kommandeur der 3. Reserve-Division und Kommandierender General des I. und XIV. Reserve-Korps; Manuskript der Lebenserinnerungen. Zitierweise: BArch, N 227/...
Morgen, Curt vonGeschichte des Bestandsbildners: Helmuth Johannes Ludwig von Moltke, genannt Moltke der Jüngere, geb. 25. Mai 1848 in Gersdorf, gest. 18. Juni 1916 in Berlin. Helmuth Johannes Ludwig von Moltke war der Neffe des Generalfeldmarschalls Helmuth Karl Bernhard von Moltke. Er und seine Frau Eliza hatten Kontakt zu Rudolf Steiner, dessen esoterische Schülerin Eliza von Moltke war. Während des Deutsch-Französischen Krieges kämpfte er im Grenadier-Regiment „König Wilhelm I." (2. Westpreußisches) Nr. 7. 1880 wurde er Mitglied des Großen Generalstabes und 1882 Adjutant seines Onkels. Von 1902 bis 1904 war er Kommandeur der 1. Division des Gardekorps. 1904 wurde Moltke Generalquartiermeister und 1906 Nachfolger Alfred von Schlieffens als Chef des Großen Generalstabes in Berlin. Nach der verlustreichen Marneschlacht wurde Moltke durch Erich von Falkenhayn als Chef der Obersten Heeresleitung ersetzt. weichen. Moltke starb 1916 während des Staatsaktes für Generalfeldmarschall Colmar von der Goltz an einem Schlaganfall in Berlin. Zitierweise: BArch, N 78/...
Moltke, Helmuth Johannes Ludwig von1 Stück; Aktenmaterial
Braun, KarlGeschichte des Bestandsbildners: Generalleutnant Bestandsbeschreibung: Unterlagen aus der Dienstzeit von der Begründung der Reichswehr bis zum Ende des 2. Weltkrieges, u.a. über militärische transportübungen der Reichswehr und der Wehrmacht, aus der Tätigkeit als Kommandeur der Wehrmacht-Verkehrsdirektion Brüssel (1940), als Kommandeur der 429. Infanterie-Division (1941) und als Kommandant von Wjasma (1942) sowie aus der Lehrtätigkeit beimAusbildungsstab des wehrkreises XVII (1943), vornehmlich zum Nachschub- und Militärtransportwesen, ferner aus der Gefangenschaft und zum Spruchkammerverfahren. Zitierweise: BArch, N 532/...
5843 Aktenmaterial
Becker, Carl HeinrichEnthält: Korrespondenz Ernsts II. mit dem Präsidenten (betreffend Wahlen Ernsts in den Vorstand); Rundschreiben; Sitzungsunterlagen (u.a. Vorlagen, Namenslisten, Berichte); Bericht der Finanzkommission, mit Abrechnung für 1931 und Voranschlag für 1932 (finanzielle Krise der Kolonialgesellschaft) Darin: Druckschriften (Jahresberichte für 1920, 1929 u. 1932; Tagungsbericht (2 Bde.), 1928; Wesen und Ziele der deutschen Kolonialbewegung, 1928).
Enthält: 1. Deutsche Geographische Blätter, hrsg. von er Geographischen Gesellschaft in Bremen, 1908-1912. 2. Dr. Georg Hartmann Berlin, Der wirtschaftliche Wiederaufbau Deutsch-Südwestafrikas, 1905. 3. Verfassung für das Königreich Preußen vom 31. Januar 1850, 1871. 4. T. Mögling, Ein Besuch bei Garibaldi im Sommer 1859, 1860. 5. C. A. C. Höfler, Kritik der Geschichte des Julius Caesar von Napoleon III., 1866. 6. W. Löffelholz von Kolberg, Dem Prinzen Karl zu Oettingen zum Gedächtnis, 1871.
1907, Bundesarchiv, BArch N 1037 Hintrager, Oskar
1919, Bundesarchiv, BArch N 1053 Solf, Wilhelm
Vorbemerkung von 1966: Die im vorliegenden Repertorium verzeichneten Akten wurden vom Ministerium des Innern im Jahre 1896 anlässlich einer Neuordnung der Ministerialregistratur dem Archiv des Innern übergeben (Nachträge 1897, 1903, 1906). Als Fundbehelf diente das nach den Registraturrubriken angelegte umfangreiche Übergabeverzeichnis, auch nach der Vereinigung des Archivs des Innern mit dem Staatsfilialarchiv (seit 1938: Staatsarchiv) Ludwigsburg. Da für die Repertorisierung durch einen wissenschaftlichen Beamten in absehbarer Zeit keine Aussicht bestand, wurde im Jahre 1962 die Archivangestellte I. Müller unter der Leitung des Unterzeichneten mit einer eingehenderen Verzeichnung des Bestandes beauftragt. Diese Arbeit wird sich noch über einen längeren Zeitraum erstrecken und ihren Niederschlag in zahlreichen Repertorienbänden finden. Parallel der Neuverzeichnung, die die bisherige Bestandsgliederung beibehält, werden die Akten neu verpackt und die jeweils fertiggestellten Repertorienbände durch ein Gesamtregister der Orte und Personen erschlossen. Nach Beendigung der Verzeichnungsarbeiten soll dieses bis dahin nur im Konzept geführte Register dem Gesamtrepertorium als Abschlussband beigegeben werden. Der Bestand umfasst insgesamt 2 510 alte Aktenbunde auf 216 lfd. m. Der vorliegende erste Band erschließt davon 113 Bunde (= jetzt 690 Büschel) mit einem Umfang von 11 lfd. m. Ludwigsburg, Dezember 1966 Dr. A. Seiler Retrokonversion und weitere Erschließung: Das vorliegende Findbuch stellt das Endprodukt von jahrzehntelangen Erschließungsarbeiten dar, die im Jahre 1962 durch die Archivangestellte Irma Müller unter Anleitung von Dr. Alois Seiler begonnen wurden. Die Arbeiten wurden zunächst bis 1976 durch Gerhard Rukwied, Rainer Trunk, Heinrich Graf und Regina Glatzle fortgeführt. Bis zu diesem Stichjahr wurde die Zahl von 10 Repertorienbänden erreicht, welche die alphabetisch geordneten Rubriken von Ablösungssachen bis Gewerbe und Handel umfassen. Auf Grund sich verschlechternder personeller Ressourcen mussten die Arbeiten für einen langen Zeitraum unterbrochen werden und wurden erst wieder Ende der 90er Jahre von Franz Moegle-Hofacker in Zusammenarbeit mit zahlreichen Referendaren und Archivinspektoranwärtern in Angriff genommen. Nach einem Zuständigkeitswechsel in Folge der Umgestaltung der baden-württembergischen Archivverwaltung im Zuge der Verwaltungsreform 2005 übernahm der Unterzeichnete federführend die weiteren Erschließungsarbeiten, bei denen auch Archivangestellter Julian Schulenburg beteiligt war. Hinsichtlich der Behördengeschichte des württembergischen Ministeriums des Innern wird auf die gedruckte Beständeübersicht des Hauptstaatsarchivs Stuttgart (E-Bestände) bzw. die Online-Beständeübersicht sowie die Vorworte der Bestände E 151/01 ff. verwiesen. Ein Verzeichnis der württembergischen Innenminister, das dort nicht enthalten war, befindet sich im Anhang. Wegen der vielen Bearbeiter und des langen Erschließungszeitraumes war eine vollständige Homogenität des Gesamtfindbuchs nicht zu erreichen. Allerdings erfolgte auf Grund der teilweise komplexen Beschaffenheit der Unterlagen eine Nachbearbeitung der in den bisherigen Findmitteln enthaltenen Titelaufnahmen, verstärkt zur Anwendung neuerer archivwissenschaftlicher Erschließungsgrundsätze, insbesondere der Stufenerschließung nach ISAD (G). Um die Registraturverhältnisse sachgerecht abbilden zu können, blieb das bis ins Jahr 1922 im Ministerium verwendete Sachrubrikenschema als Gliederung erhalten, wobei einige sehr große Rubriken in Unterrubriken gegliedert wurden. Da die Laufzeit des Bestandes im Jahr 1906 endet, mussten hier keine Überschneidungen verschiedener Aktenpläne befürchtet werden. Diese Praxis sollte auch bei der künftigen archivischen Erschließung der Bestände E 141 und E 150 berücksichtigt werden, von denen bisher nur sehr summarische handschriftliche Findmittel vorliegen. Für die Online-Fassung des Gesamtfindbuchs wurden die 10 früher erstellten Repertorienbände durch die Zeitangestellten Silvia Ebinger und Aurelia Varsami retrokonvertiert und vom Unterzeichneten strukturell und in Einzelfällen auch sprachlich überarbeitet. Als besonders aufwändig erwies sich die Indizierung, wobei zahlreiche, im Bestand nur mit Nachnamen erwähnte Personen nach Möglichkeit anhand einschlägiger Literatur (s. u.) identifiziert werden mussten. Die Verwaltungszugehörigkeit der einzelnen Orte wird jetzt im Ortsindex aufgeführt, nicht mehr in den einzelnen Titelaufnahmen. Insbesondere wurde durchgehend auf neue Rechtschreibung umgestellt. Im Zuge der Verzeichnungsarbeiten wurde der gesamte Bestand durch Regina Eberhardt fachgerecht verpackt. Der Bestand umfasst insgesamt 10181 Büschel bei ca. 244 lfd. Regalmetern. Literatur: Heinrich Ihme, Südwestdeutsche Persönlichkeiten, 3 Bände, Stuttgart 1988 Frank Raberg, Biographisches Handbuch der württembergischen Landtagsabgeordneten 1815 - 1933, Stuttgart 2001 Die Amtsvorsteher der Oberämter, Bezirksämter und Landkreise in Baden-Württemberg 1810 - 1972. Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft der Kreisarchive beim Landkreistag Baden-Württemberg, Stuttgart 1996 2. Nationalitätskennzeichen: [A] Österreich [AL] Albanien [B] Belgien [BG] Bulgarien [BY] Weißrussland] [C] Kuba [CDN] Kanada [CH] Schweiz [CZ] Tschechien [DK] Dänemark [DZ] Algerien [E] Spanien [ET] Ägypten [F] Frankreich [GB] Großbritannien und Nordirland [GR] Griechenland [GUY] Guayana [H] Ungarn [HR] Kroatien [I] Italien [IL] Israel [IRL] Irland [J] Japan [L] Luxemburg [LV] Lettland [M] Malta [MA] Marokko [MAL] Malaysia [MEX] Mexiko [N] Norwegen [NL] Niederlande [PE] Peru [PL] Polen [PRI] Puerto Rico [RA] Argentinien [RCH] Chile [RL] Libanon [RO] Rumänien [RUS] Russland [S] Schweden [SK] Slowakei [SLO] Slowenien [SN] Senegal [SRB] Serbien [SUD] Sudan [TN] Tunesien [TR] Türkei [UA] Ukraine [USA] Vereinigte Staaten von Amerika [ZA] Südafrika 4. Verzeichnis der württembergischen Innenminister bis von 1806 - 1906/12 (Laufzeit des Bestandes): Philipp Christian von Normann-Ehrenfels 1806 - Februar 1812 Carl Friedrich Philipp Heinrich Graf von Reischach Februar 1812 bis November 1817 Christian Friedrich von Otto 10. November 1817 bis 29. Juli 1821 Christoph Friedrich von Schmidlin 29. Juli 1821 bis 28. Dezember 1830 Sixt Eberhard von Kapff 3. Januar 1831 bis 3. April 1832 Jakob Friedrich von Weishaar 3. April bis 10. August 1832 Johannes von Schlayer 10. August 1832 bis 6. März 1848 Joseph Freiherr von Linden 6. bis 9. März 1848 Johannes von Schlayer 10. August 1832 bis 6. März 1848 Gustav Heinrich Duvernoy 9. März 1848 bis 28. Oktober 1849 ("Märzministerium") Johannes von Schlayer (2. Mal) 28. Oktober 1849 bis 2. Juli 1850 Joseph Freiherr von Linden 20. September 1852 bis 20. September 1864 Ernst von Geßler 21. September 1864 bis 23. März 1870 Friedrich Karl von Scheuerlen 23. März 1870 bis 1. April 1872 Theodor von Geßler 4. April 1872 bis 16. Mai 1872 Christian Christlieb Heinrich von Sick 16. Mai 1872 bis 13. Oktober 1881 Julius von Hölder 13. Oktober 1881 bis 30. August 1887 Karl Joseph von Schmid 9. September 1887 bis 6. Dezember 1893 Johann von Pischek 14. Dezember 1893 bis 20. Dezember 1912
Vorbemerkung: Die Unterlagen des vorliegenden Bestandes umfassen die unmittelbar Württemberg betreffenden Gewerbe-, Handels- und Zollangelegenheiten sowie Unterlagen über die Rolle Württembergs im Deutschen Zollverein. Dazu gehören die einzelnen Branchen des produzierenden Gewerbes, aber auch das Bankenwesen. Der Bestand E 40/56 setzt sich aus den folgenden Registraturrubriken zusammen: "Interna" betr. Handel und Gewerbe aus E 41 Verz. 63 und E 46 "Salinen" aus E 46 bzw. "Salinen- und Salzwesen" aus E 41 Verz. 63 "Verwendungen" betr. Handel und Gewerbe" aus E 41 Verz. 63 und E 49 Nachtrag 1938 "Zoll / Handel" aus E 36 Verz. F Dazu kommen einige Unterlagen aus E 36 Verz. 60 und E 41 Verz. 63, die nach den Länderrubriken abgelegt waren. Die Abgrenzung des Bestandes erwies sich als recht schwierig, da sich sehr viele Schnittmengen zu anderen Beständen ergaben. Insbesondere für die im Folgenden aufgelisteten Bereiche können weitere Bestände des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten relevant sein: Wirtschaftspolitik, Gewerbe und Handel im Deutschen Reich: E 40/16 Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten: Allgemeine Außenpolitik, Norddeutscher Bund, Deutsches Reich, Bundesrat und Bundesangelegenheiten 1866-1918 Druckschriften zu Handel und Gewerbe: E 40/37 Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten: Presseangelegenheiten, Einsendung von Druckwerken, Urheberrecht Staatliches Banken- und Finanzwesen: E 40/52 Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten: Staatsfinanzen, Liegenschaften, Statistik und Topographie Gewerbepolizei: E 40/54 Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten: Polizeisachen Kriegswirtschaft: E 40/72 Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten: Kriegssachen und Militärangelegenheiten und E 74 Württembergische Gesandtschaft in Berlin Handelsschulen: E 40/74 Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten: Wissenschaft, Kultur- Kirchen- und Schulangelegenheiten Handelsgesetzgebung: E 40/76 Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten: Justizwesen Der größte Teil der Titelaufnahmen wurde Ende der 1990er Jahre von Dr. Kurt Hochstuhl angefertigt. Da die Rubrikenzuweisung in den alten Verzeichnissen sehr uneinheitlich war, so dass stets mit weiterem Zuwachs zu rechnen war, wurde der Bestand für längere Zeit als Provisorium belassen und mit der Fertigstellung des Findbuchs bis zum Abschluss aller Titelaufnahmen und deren endgültiger Zuordnung gewartet. Der Bestand umfasst nunmehr 531 Büschel (4,4 lfd. m). Stuttgart, im Februar 2011 Johannes Renz c) Nationalitätskennzeichen: [A] Österreich [B] Belgien [BR] Brasilien [CH] Schweiz [CHN] Volksrepublik China [CZ] Tschechien [DK] Dänemark [E] Spanien [EAT] Tansania [F] Frankreich [GB] Großbritannien und Nordirland [GR] Griechenland [H] Ungarn [I] Italien [IRL] Irland [J] Japan [JA] Jamaica [MEX] Mexiko [NL] Niederlande [NL] Niederlande [PE] Peru [PL] Polen [RI] Indonesien [RUS] Russland [TR] Türkei [USA] Vereinigte Staaten von Amerika
Vorbemerkung: Der vorliegende Bestand enthält Unterlagen des württembergischen Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten über die württembergischen Gesandtschaft in München. Eine genauere geschichtliche Darstellung der württembergischen Gesandtschaft bzw. des Konsulats in München ist in der Vorbemerkung zum Bestand E 75 (Württembergische Gesandtschaft in München) enthalten, der die Gegenüberlieferung zu E 50/05 bildet. Hierauf wird an dieser Stelle verwiesen. Der Bestand wurde von Kurt Hochstuhl aus den einschlägigen Unterlagen der früheren Bestände E 41 (Verz. 64), E 46, E 49 (Verz. 22), E 70, E 71 und E 73 formiert, der auch die Titelaufnahmen redigierte. Die Überführung der Titelaufnahmen in ScopeArchiv und die Erstellung eines online-fähigen Findbuchs besorgte der Unterzeichnete. Der Gesamtumfang des neuen Bestandes umfasst nunmehr 270 Büschel bzw. 6,6 lfd. Regalmeter. Stuttgart, im September 2011 Johannes Renz 2. Nationalitätskennzeichen: [A] Österreich [BY] Weißrussland] [CH] Schweiz [CZ] Tschechien [F] Frankreich [GB] Großbritannien und Nordirland [GR] Griechenland [I] Italien [L] Luxemburg [MNE] Montenegro [NL] Niederlande [PL] Polen [RO] Rumänien [RUS] Russland [SK] Slowakei [SLO] Slowenien] [UA] Ukraine
Vorbemerkung: Mit der Gründung des Deutschen Reiches im Januar 1871 und der Errichtung des Auswärtigen Amts als Reichsinstitution wurden die Kompetenzen des württembergischen Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten stark eingeschränkt und die meisten württembergischen Auslandsvertretungen in den Folgejahren aufgelöst. Durch die dienstliche Korrespondenz mit verschiedenen Einrichtungen des Norddeutschen Bundes und später des Deutschen Reiches erwuchsen dennoch zahlreiche Unterlagen, aus denen der vorliegende Bestand gebildet wurde. Dieser setzt sich aus folgenden Teilen zusammen: E 36 Verz. F (nur eine Akte) E 46 "B[undes] A[ngelegenheiten]", früher Bü 251 - 590 und 1265 - 1266 (m. L.) E 49 Verz. 3 "B[undes] A[ngelegenheiten]" E 49 Verz. 22, Rubriken "Bundesr[at]" und "Reich" Eine ausführliche Behördengeschichte des Ministeriums findet sich im Vorwort zu Bestand E 40/10, worauf an dieser Stelle verwiesen wird. Da der Norddeutsche Bund ebenso wie das zweite Deutsche Reich bereits von Preußen dominiert war, erschien das Jahr 1866, in dem der Deutsche Bund endgültig aufgelöst wurde und die Vormachtstellung Österreichs in Deutschland endete, für die Generalakten zur allgemeinen Außenpolitik als geeignetes Grenzjahr. Am Ende reicht der Bestand noch in die Zeit der frühen Weimarer Republik, da sich ein Grenzjahr 1918 auf Grund der Auflösung des Ministeriums im Jahre 1920 erübrigte. Inhaltlich umfassen die Unterlagen sämtliche allgemeinen Angelegenheiten, die den Norddeutschen Bund (ab 1867) und das Deutsche Reich (ab 1871) betreffen. Dazu gehören auch die Akten betr. die kaiserlichen Gesandtschaften und Konsulate, welche teilweise die württembergischen Auslandsvertretungen (vgl. Bestände E 50/00 - E 50/61 sowie E 65 - E 75) ersetzten. Nicht im Bestand enthalten sind dagegen die Unterlagen, welche die Beziehungen zu den einzelnen deutschen Bundesstaaten betreffen. Da hier eine beträchtliche Anzahl von Akten das "Stichjahr" 1866/67 chronologisch nach beiden Seiten überschreitet, erschien hier eine Trennung nicht sinnvoll. Gebietsfragen mit den württembergischen Nachbarstaaten befinden sich für die Zeit des frühen Königreichs Württemberg in Bestand E 40/11 (Gebietserwerbungen ab 1806), spätere kleinere Grenzbereinigungen und allgemeine außenpolitische Beziehungen zu den anderen deutschen Bundesstaaten in Bestand E 40/14. Die Rubrik "Deutsche Angelegenheiten 1866 - 1871" wiederum, in welcher sich die Ministerialüberlieferung zur Entstehung des Zweiten deutschen Kaiserreichs und insbesondere den im Vorfeld geführten Kriegen (Deutscher Krieg 1866 und Deutsch-Französischer Krieg 1870/71) befindet, wurde vollständig zu Bestand E 40/72 (Kriegssachen und Militärangelegenheiten gezogen), da hier die politischen und militärischen Aspekte äußerst eng verzahnt sind. Dort befinden sich auch einige Unterlagen zu Verfassungsfragen des Deutschen Reiches, die in engem Zusammenhang zur politischen Entwicklung im Ersten Weltkrieg stehen. Zahlreiche weitere Unterlagen über die Beziehungen Württembergs zu Preußen, dem Norddeutschen Bund, seine Stellung als Bundestaats des Deutschen Reichs und seine Einbindung in die Bundesangelegenheiten im Rahmen des Bundesrats werden in Bestand E 74 (Württembergische Gesandtschaft in Berlin) verwahrt, da der jeweilige württembergische Gesandte in Berlin gleichzeitig auch Bevollmächtigter zum Bundesrat war. In diesen Fällen kann daher teilweise von einer Gegenüberlieferung zum vorliegenden Bestand gesprochen werden. Der Bestand umfasst nunmehr 841 Büschel bzw. 16,30 lfd. Regalmeter. Die Titelaufnahmen wurden zum Großteil Ende der 1990er Jahre von Dr. Kurt Hochstuhl angefertigt. Die Endredaktion besorgte der Unterzeichnete. Stuttgart, im Februar 2011 Johannes Renz b) Nationalitätskennzeichen: [A] Österreich [AUS] Australien [B] Belgien [BR] Brasilien [CH] Schweiz [CHN] Volksrepublik China [CZ] Tschechien [DZ] Algerien [F] Frankreich [GB] Großbritannien und Nordirland [GR] Griechenland [I] Italien [IND] Indien [J] Japan [LT] Litauen [MD] Moldawien [N] Norwegen [NL] Niederlande [PL] Polen [RA] Argentinien [RO] Rumänien [RUS] Russland [S] Schweden [TN] Tunesien [USA] Vereinigte Staaten von Amerika [ZA] Südafrika
Vorbemerkung: Der vorliegende Bestand umfasst Unterlagen des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten zur allgemeinen und ressortübergreifenden württembergischen Außenpolitik in Bezug auf außerdeutsche Staaten in Europa und der restlichen Welt. Hierzu zählt auch das Kaiserreich Österreich (-Ungarn), das bereits bei seiner Gründung 1804/06 große außerdeutsche Gebiete besaß und welches nach dem Krieg gegen Preußen im Jahre 1866 komplett aus Deutschland ausschied. Unterlagen über die restlichen Staaten des Rheinbundes, des Deutschen Bundes und des Deutschen Kaiserreichs ab 1871 - also auch (Gesamt-) Preußen - wurden zu einem Großteil dem Bestand E 40/14 zugewiesen, diejenigen über das Reichsland Elsass-Lothringen im Zeitraum von 1871 - 1918 wiederum finden sich im Bestand E 40/16. Der Bestand setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Teilen zusammen: E 36 Verz. 60: Einschlägige Teile der Rubriken "Frankreich" und "Österreich" E 41 Verz. 63: Rubrik "Verschiedene Staaten" mit Unterrubriken, sofern es sich um außerdeutsche Staaten handelt E 46 (Rubriken nach Staaten) E 49 Verz. 21 und 22 (Rubriken nach Staaten) E 49 Nachtrag 1938 Eine ausführliche Behördengeschichte des Ministeriums findet sich im Vorwort zu Bestand E 40/10, worauf an dieser Stelle verwiesen wird. Die Länderrubriken entsprechen der Zusammensetzung der Staatenwelt im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Dabei finden sich z. B. zahlreiche italienische Klein- und Mittelstaaten als Vorgänger des Königreichs Italien für die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts als eigene Rubriken. Unterlagen über den Kolonialbesitz verschiedener europäischer Staaten finden sich sowohl unter der Rubrik des Mutterlandes als auch unter eigenen Rubriken (Australien, Südafrika). Aus inhaltlichen Gründen wurden jedoch nicht alle Unterlagen, die unter den "Länderrubriken" abgelegt waren, in die Bestände E 40/14 bzw. E 40/18 eingeordnet. Sofern in den Akten keine allgemeinpolitischen oder ressortübergreifenden Angelegenheiten beinhalteten, erfolgte die Einordnung in die Bestände E 40/54 - E 40/78. Die Bildung und archivische Erschließung des Bestandes wurde von Dr. Kurt Hochstuhl begonnen und später vom Unterzeichneten fortgeführt. Der neu gebildete Bestand umfasst nunmehr 540 Büschel bzw. 6,21 lfd. Regalmeter. Stuttgart, im Februar 2011 Johannes Renz b) Nationalitätskennzeichen: [A] Österreich [AUS] Australien [BG] Bulgarien [BIH] Bosnien-Herzegowina [BR] Brasilien [CH] Schweiz [CHN] Volksrepublik China [CZ] Tschechien [DK] Dänemark [DZ] Algerien [E] Spanien [ET] Ägypten [F] Frankreich [GB] Großbritannien und Nordirland [GEO] Georgien [GR] Griechenland [H] Ungarn [I] Italien [IND] Indien [IR] Iran [IRL] Irland [J] Japan [MA] Marokko [NL] Niederlande [PE] Peru [PL] Polen [PY] Paraguay [RA] Argentinien [RO] Rumänien [RUS] Russland [SYR] Syrien [TR] Türkei [UA] Ukraine [USA] Vereinigte Staaten von Amerika
Enthält: - Gauß, Wirklicher Geheimer Oberfinanzrat, Berlin: Errichtung eines Katasteramtes in Berlin 20.12.1894 - Goßler, v., Minister, Danzig: Bleichröder-Stiftung für Tuberkulose 28.10.1894 - Glasenapp, v., (Reichsschatzamt), Berlin: Beratungen wegen des Orientalischen Seminars 30.9.1891 - Goeppert, Geheimrat, Kultusministerium, Berlin: Habilitation 20.6.1880 - Goßler, v., Exzellenz, Berlin: Übersendung eines Gedichtes von Felix Dahn zur weiteren Verbreitung o. D., Erholungswünsche 1.8.1886, Frage nach einem geeigneten Schriftsteller für das Abfassen der Geschichte der Hansa 16.4.1896 - Greiff, Exzellenz, Berlin: Einladung zum Zusammentreffen 19.3.1889, Antwort auf eine Originalanfrage von Althoff wegen der nicht Möglichmachung der Verschiebung der Sitzung verbunden mit der Bitte der Vertretung seiner Person in Breslau bei der Beerdigung 29.3.1890 - Groos, Dr. Ernst Gisbert, Regierungsrat, Kultusministerium, Berlin: Mitteilung zum Tod seines Onkels, des Senatspräsidenten Groos 21.7.1908 - Gruner, F., Geheimer Regierungsrat, Berlin: Übersendung seines Handbuches der Unfallversicherung 18.7.1892 - Heeringen, v., Fregattenkapitän, (Reichsmarineamt), Berlin: Danksagungen 27.12.1900, Sache Arons 6.2. o. J. - Halley, Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat, Berlin: Einladung zum Essen 11.3.1902, Übersendung eines Schecks 31.8.1904 - Harder, Geheimer Oberregierungsrat, Berlin: Bitte um die Notizen über Frau v. Leyden für Exzellenz Mirbach 29.12.1900 - Hasse, Prof. Dr. K. E., Geheimer Hofrat, Hannover: Danksagung für den Glückwunsch zum 60. Doktorjubiläum 28.3.1893 (fehlt) - Heerwart, v., (Reichsamt des Innern), Berlin: Konferenz 11.11.1897 - Heim, v., Herzoglicher Staatsminister, Meiningen: Anfrage wegen der Zulassung von Frauen zu den Vorlesungen an den Universitäten in Preußen 9.2.1895 - Heller, (Finanzministerium), Berlin: Mitteilung über den erfolgten Vorschlag seines Schwagers Horstmann zum Extraordinarius 24.6.1898 - Hellwig, (Finanzministerium), Berlin: Mitteilung der Adresse der Frau Minister v. Goßler und über die Ernennung Abbs zum Hofrat 3.9.1888 - Herrmann, Ministerialdirektor, Berlin: Mitteilung zu seinem Sohn wegen der Assistentenstelle bei Lesser 15.6.1901 - Herzog, Exzellenz, Berlin: Einladung zum Skat 17.12.1886, Einladung zum Frühlingsanfang 13.3.1894 - Heyden-Rynsch, v. d., Wirklicher Geheimer Oberbergrat, Nervi/Genua (Italien): Mitteilung über das Schreiben an Minister Bosse wegen des Geheimen Bergrats Arndt 30.11.1897 - Hobrecht, Arthur, Exzellenz, Berlin: Danksagung für die literarische Beschäftigung einer Frau Schmidt 3.9.1886 - Holter, Geheimer Regierungsrat, (Ministerium der öffentlichen Arbeiten), Berlin: Empfehlung eines jungen tüchtigen Mannes 30.11.1887 - Hofmann, Karl v., Staatssekretär, Ministerium für Elsaß-Lothringen, Straßburg: Neujahrsglückwunsch 3.1.1884, ärztliche Kandidaten für Südwestafrika 15.5.1888 - Holle, Ludwig v., Kultusminister, Berlin: Rücksendung der Rektoratsrede von Harnack verbunden mit seinem Dank 19.8.1907 - Hollmann, Friedrich v., Exzellenz, Berlin: Stiftung Böttinger für die Madrider Kapelle und für das Offiziersgenesungsheim 26.3.1907, Entschuldigung wegen der Verwechslung von Böttinger und Ebbinghaus 4.4.1907, Übersendung der Abschrift eines Briefes an Seine Majestät wegen der Förderung des Genesungsheims 7.9.1906, Genesungswunsch 9.11.1906 - Holleben, v., Exzellenz, Stuttgart: Meldung wegen seiner Berufung als Vizepräsident der deutschen Kolonialgesellschaft 27.12.1903 - Hopf, Geheimer Oberregierungsrat, Berlin: Festschrift für den medizinischen Kongress 25.3.1890 - Horn, v., Exzellenz, Berlin: Mitteilung zum Tod seiner Schwiegermutter 25.5.1885 - Hoseus, Dr. H., Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat, Straßburg: Universitätsgesetz 8.1.1887 - Huber, Geheimer Oberregierungsrat, (Reichsamt des Innern), Berlin: Pension für die Witwe des Prof. Roser aus Marburg 2.11.1889 (fehlt) - Hübler, Geheimer Oberregierungsrat, Berlin: Kritik über ein Werk von Wach 28.12. o. J., Einladung zum Abendimbiss 24.7. o. J. - Kern, v., Ministerialdirektor, Stuttgart: Gratulation für die Ernennung zur "Exzellenz" 11.10.1904 - Köhler, Dr., Regierungsrat, Ministerium des Innern, Stuttgart: Danksagung für den Erhalt des Roten Adler IV. Klasse 8.6.1901 - Köpke, Reinhold, Geheimer Rat, Kultusministerium, Berlin: Bericht über eine Examinationsreise 19.7.1899, Gratulation zu den Diamanten zum Kronenorden (lateinisch) 1.3.1906 - Kügler, Dr., Ministerialdirektor, Berlin: Tuberkulosemittel von Koch 13.12.1890, Brief vom Februar 1895 - Keetmann, Ministerialrat, Straßburg: Bitte um Versetzung seines Bruders von Uetersen nach Neuwied 22.1.1888.; Aktenmaterial
Enthält: - Bartsch, v., Exzellenz, Unterstaatssekretär, Berlin: Meldung seiner Ernennung zum Unterstaatssekretär 23.3.1899, seine Reise nach Paris - Madrid 10.4.1898, Titel "Professor" für Dr. v. Düring 3.7.1900 - Berlepsch, Freiherr Hans Hermann v., Düsseldorf: Teilnahme der Industriellen an der Lösung der sozialen Fragen 11.9.1885, Übersendung der Statuten des "Vereins für Gemeinwohl im Lande Bergen" 21.12.1885 - Berseviczy, Albert v., Staatssekretär, Scheveningen/Niederlande: Danksagung für die ihm zugesandten Empfehlungsschreiben 13.9.1887 - Bitter, v., Exzellenz: Berufung nach Bonn 31.3.1907, Berlin, Übersendung des Entwurfs zum Etat für das meteorologische Institut 23.5.1885, Gratulation für die Ernennung zur "Exzellenz" 7.10.1904 - Bötticher, Karl Heinrich v., Exzellenz, Berlin: Wiederbesetzung der Archivdirektion 2.11.1895, 8.7.1897, Naumburg, Gratulation zum Wilhelmorden 18.11.1906, Empfehlung für v. Borcke zum Kurator von Göttingen o. D., Frau, Magdeburg, Einladung nach Magdeburg 9.6.1899 - Bonitz, Hermann, Unterstaatssekretär, Berlin: Danksagung von Ragaz aus für die Glückwünsche zum 70. Geburtstag 30.7.1884 - Bosse, Minister, Berlin: Bitte um Entschuldigung für seine Abwesenheit beim Komitee (Helmholtzdenkmal) 24.2.1895, Bewerbung von Prof. Liesegang als Chefredakteur der Münchener Allgemeinen Zeitung 6.6.1898 - Brefeld, Minister, Berlin: Einladung zum Mittagessen 2.7.1884 - Bremen, v., Berlin: Meldung zur Ernennung Schwartzskoppfs als Nachfolger von Kügler, sein Austritt 15.3.1901 - Budde, Minister der öffentlichen Arbeiten, Berlin: Einladung zu einem Vortrag, mit Anwesenheit Seiner Majestät 2.2.1903 - Berlepsch, Freiherr v., Minister, Seebach: Empfehlung des Geheimrates Wilhelmi zu einer national ökonomischen Professur 4.7.1897 - Croix, de la, Exzellenz, Berlin: Gratulation, Absage der Einladung zum Diner 16.1.1893 - Csáky, Graf, Exzellenz, (ungarischer Minister für Kultus), Budapest: Übersendung eines Werkes über das ungarische Unterrichtswesen 28.4.1889 - Dernburg, Exzellenz, Grunewald: Einladung zu einer Autofahrt zur Besichtigung der internationalen Luftballon-Wettfahrt 10.10.1906 (fehlt) - Dulheuer, Geheimer Finanzrat, Berlin: Danksagung für das Werk von Lexis "Unterrichtswesen im Deutschen Reich" 20.8.1904 - Dusch, Alexander v., Geheimrat, Ministerium für Justiz, Kultus und Unterricht, Karlsruhe: Übersendung einer Jubelschrift Heidelberg "Acta saecularia" 24.6.1904 - Dombois, Adolf, Erkelenz: Gratulation zum Titel "ordentlicher Professor" 30.12.1880 - Dambach, Exzellenz, Berlin (Post): Ernennung zum "ordentlichen Honorarprofessor" 16.7.1897 - Delbrück, Ludwig, Berlin: Gratulation für die Ernennung zur "Exzellenz" 8.10.1904 - Dittmar, Ministerialdirektor, Darmstadt: Empfehlung für Dr. Horn aus Charlottenburg als Mathematiker für Königsberg 7.11.1896 - Einem, Karl v., (Kriegsminister), Berlin: Empfehlung für die Ernennung des Dr. Dapper aus Kissingen zum Professor 18.10.1905 - Eilsberger, Geheimer Oberregierungsrat, Kultusministerium, Berlin: Danksagung für die Südwestafrika-Medaille 30.3.1908 - Elster, Dr., Geheimer Oberregierungsrat, Kultusministerium, Berlin: Anzeige seiner Ernennung zum Geheimen Oberregierungsrat 2.1.1901, Meldung zum Tod (Selbstmord) seines Sohnes Ernst 10.4.1908 - Ernsthausen, v., Exzellenz, Danzig: Mitteilung über einen Artikel in der Kreuzzeitung zur Gründung der Straßburger Universität 28.2.1883 - Etzdorf, v., Elbing: Danksagung für den Band "landwirtschaftliche Verhandlungen 1990" 23.7.1900 - Eichhorn, v., (Auswärtiges Amt), Berlin: Verschiebung der Konferenz wegen des Orientalischen Seminars 15.6.1896 (fehlt), Aufnahme des jungen Paters in eine hiesige Präparandenanstalt 24.2.1900 (fehlt) - Foerster, Prof. Wilhelm, Geheimrat, Direktor, Sternwarte, Berlin: Gradmessung 29.5.1886, seine Reise nach Neuchâtel 1.6.1886 - Freund, Dr., Geheimer Oberregierungsrat, Ministerium des Innern, Berlin: Mitteilung zur Feier des 70. Geburtstages seines Vaters 18.8.1903 - Friedberg, v., Exzellenz, Berlin: Erziehung der Kinder des Professors v. Savigny 30.3.1890, Einladung zum Mittagessen 3.9.1892 - Falck, v., Geheimer Rat, (Liter. Büro), Berlin: Aufnahme von politischen Nachrichten in die Berliner Correspondenz 11.4.1901, Danksagung für die freundlichen Worte zu seinem Abschied 13.12.1903 - Fleck, F., Geheimer Rat, Minister der öffentlichen Arbeiten: Studienfonds für seinen Sohn 19.4.1899, Präsident der Eisenbahndirektion aus Breslau wegen der Einführung eines neuen Rades an den Eisenbahnwagen 16.10.1882 - Fleischer, Geheimer Rat, Kultusministerium, Berlin: Danksagung für die übersandten Kuchen, Revanche mit Aalen 8.8.1901 (fehlt), Danksagung für den Glückwunsch zur Geburt seiner Tochter 31.12.1902 (fehlt, Gratulation für die Ernennung zur "Exzellenz" 6.10.1904, Einladung zum Dinner 20.6.1908 - Förster, Geheimer Rat, Kultusministerium, Berlin: Zusammenberufung der erweiterten Wissenschaftlichen Deputation 15.9.1902, Artikel im Grenzboten wegen geschlechtlicher Abende bei Studentenverbindungen 19.12.1891.; Aktenmaterial
Vorbemerkung: Karl Ludwig Eugen Schall (geboren am 25. November 1885), gestorben am 30. Januar 1980) trat 1904 als Fahnenjunker in das Grenadier-Regiment Königin Olga (1. Württembergisches) Nr. 119 ein, erreichte dort bis zum 1. Weltkrieg den Rang eines Oberleutnants, nahm nach Kriegsausbruch als Kompanie-Offizier an den Kämpfen des Regimentes an der West- und Ostfront teil und wurde zweimal verwundet. Ab 1915 bekleidete Schall als Hauptmann und Generalstabsoffizier oft wechselnde Generalstabsstellen beim Generalkommando XIII. Armeekorps, bei der 26. Infanterie-Division, der 14. Infanterie-Division, beim Generalkommando V. Armeekorps, bei der 18. Reserve-Division, beim Generalkommando IV. Reservekorps und bei der 10. Infanterie-Division und nahm bis zur Demobilmachung 1918 an den Kämpfen in Flandern, an der Somme, in der Champagne, in den Ardennen und Argonnen, an der Maas und bei Verdun teil, wobei er hauptsächlich mit Stärke- und Verlustmeldungen, Vernehmung von Gefangenen, Auswertung von Fliegerbildern, Kartenwesen, Stellungsbau und Pionierfragen befasst war. Nach dem 1. Weltkrieg war Schall als Prokurist einer Maschinenfabrik in Stuttgart tätig. Ab 1933 bekleidete er als Major wieder mehrfach wechselnde Generalstabsstellen beim V. Armeekorps, war 1939 als Oberstleutnant Kommandeur des Wehrbezirkes Stuttgart II, ab 1940 als Oberstleutnant, später als Oberst Generalstabsoffizier bei der 554. Infanterie-Division, bei der Heeresgruppe A, beim Oberbefehlshaber in Serbien, dann Chef der Feldkommandantur 747 in Nîmes und wurde zuletzt 1944 entgegen eigenen Wünschen als Kriegsgeschichtslehrer an die Kriegsakademie versetzt. Als Pensionär studierte Schall noch in Tübingen Archäologie bis zur Promotion. Nähere Angaben zum Leben Karl Schalls finden sich in einem handgeschriebenen Lebenslauf in Bü. 182, in den Tagebüchern in Bü. 181 und in der Personalakte im Bestand M 430/2, Bü. 1804 mit Angaben zu seiner militärischen Laufbahn bis 1919. Teile des Nachlasses von Karl Schall, vor allem Schriftgut aus seiner militärischen Dienstzeit und umfangreiches Sammlungsgut, wurden im März 1980 dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart durch seinen Sohn Brigadegeneral a.D. Wolfgang Schall angeboten und nach einer ersten Durchsicht im Hause des Nachlassers im April 1980 übergeben, wobei Bibliotheksgut in die Bibliothek des Hauptstaatsarchivs überführt wurde und die Archivalien in der Abteilung IV (Militärarchiv) seither den Bestand M 660 Nachlass Karl Schall bilden. Da der Nachlass Karl Schall in völlige Unordnung geraten und kein vorarchivisches Ordnungsschema erkennbar war, war es notwendig, nach der Verzeichnung ein Ordnungsschema zu entwickeln, das den vielschichtigen Strukturen und unterschiedlichsten Dokumentationsformen gerecht werden sollte, zumal im Hauptstaatsarchiv Stuttgart kein einheitliches Ordnungsschema für Nachlässe Anwendung findet. Klar getrennt wurde das Schriftgut aus der Offizierstätigkeit, Korrespondenzen und persönliche Papiere, die neben ihrer allgemeinhistorischen Bedeutung einen engen persönlichen Bezug zum Nachlasser haben, von den vielschichtigen Sammlungen. Die Gliederung des Schriftgutes aus der Offizierstätigkeit spiegelt die militärische Laufbahn Schalls wider. Es handelt sich hier zumeist um persönliche Exemplare von amtlichen Schriftstücken in Form von Hektographien, Drucken und anderen Kopien sowie um Entwürfe und privat-dienstliches Schriftgut. Ein Schriftstück, das erkennbar aus dem Geschäftsverkehr der Dienststelle entnommen worden war, wurde in den betreffenden Bestand der militärischen Einheit im Hauptstaatsarchiv Stuttgart wieder eingegliedert. Im vorliegenden Repertorium findet sich ein Verweis. : Die privaten Korrespondenzen wurden nach Korrespondentengruppen und Korrespondenten geordnet. Plakate und Maueranschläge, militärische Karten und nichtmilitärische Karten wurden hauptsächlich aus konservatorischen Gründen bei den entsprechenden Sammlungsbeständen des Hauptstaatsarchivs J 151, M 640 und M 650 eingegliedert. Dennoch sind auch diese Stücke in Form von Verweisen in das vorliegende Repertorium eingearbeitet, wobei für die militärischen Karten das Ordnungsschema des Kartenbestandes M 640 und für die nichtmilitärischen Karten dasjenige des Kartenbestandes M 65 0 übernommen wurde. Karten, die in einem erkennbaren Zusammenhang zu Schriftstücken im Teil A stehen, sind dort belassen oder wiedervereinigt und ebenfalls als Verweise bei den Sammlungen des Nachlasses eingegliedert worden. Für die Sammlung von Zeitungsausschnitten, einzelnen Zeitungen, Druckschriften und Manuskripten aus den Bereichen Geschichte, Zeitgeschichte, Politik, Religion, Sprache, Literatur, Wissenschaft und Technik erschien es notwendig, ein möglichst feingliedriges Ordnungsschema zu entwickeln, da diese Sammlung mit ca. 500 Nummern den größten Bestandsteil darstellt und vorher lediglich in die Rubriken 1. Militär, 2. Politik und Zeitgeschichte, 3. Wissenschaft und innerhalb dieser Rubriken nur rein chronologisch geordnet war, was aber die zeitliche Einordnung der häufig undatierten Zeitungsausschnitte möglich machte. Es erschien zweckmäßig, den sehr vielschichtigen Nachlass durch ein möglichst umfassendes Sach-, Orts- und Personenverzeichnis zu erschließen. Kassiert wurden lediglich einige kleine Kartenausschnitte aus Karten, die bereits vorhanden sind, Skizzen und Notizen, die einzeln nicht mehr verständlich schienen und in keinem erkennbaren Zusammenhang zu anderen Schriftstücken standen, Aktenhefter und Verpackungsmaterial. Der Bestand Nachlass Karl Schall enthält vor allem aufschlussreiches Material über die Art der Kriegsführung in den Stellungskämpfen des 1. Weltkrieges. Von besonderer Bedeutung ist dabei auch das Material über nichtwürttembergische Einheiten, deren eigenes Schriftgut bei einem Bombenangriff auf Potsdam im April 1945 zum größten Teil vernichtet worden ist. Die Einzeichnungen auf den Karten aus dem 1. Weltkrieg geben umfangreiche Informationen über Frontverlauf, Kampfrichtungen, Truppenbewegungen, Stellungsbau und Zerstörungen in den Frontgebieten und ergänzen somit gut den Kartenbestand M 640. Beachtenswert ist darüber hinaus das umfangreiche Schriftgut über die Prozesse vor dem Militärtribunal in Nürnberg gegen die Generäle Curt Ritter von Geitner, Hubert Lanz, Karl von Roques und Eugen Wössner, das Auszüge aus den Anklageschriften und Material der Verteidigung enthält. In den Sammlungen spiegelt sich in erstaunlich umfassender und anschaulicher Weise die Geschichte des 20, Jahrhunderts bis in die 70er Jahre wider. Der Bestand unterliegt keinen Benutzungsbeschränkungen. Der Bestand M 660 Nachlass Karl Schall wurde im Januar und Februar 1984 von Archivinspektoranwärter Markus Baudisch als Archivarische Probearbeit im Rahmen der Staatsprüfung für den gehobenen Archivdienst verzeichnet und geordnet und umfasst 697 Bü. in 1,55 lfd. m.
Personengeschichte: Mit seinem Eintritt in die Kriegsschule in Ludwigsburg (1855) entschied sich Graf Ferdinand von Zeppelin für die Militärlaufbahn. Nach seiner Ernennung zum Leutnant (1858) unterstand er dem Generalquartiermeisterstab. Für ein Jahr zum Studium an der Universität Tübingen abkommandiert, wurde er nach Ausbruch des französischen-österreichischen Krieges (1859) vorübergehend zum Ingenieurkorps nach Ulm und bald darauf wieder zum Generalquartiermeisterstab nach Ludwigsburg versetzt. Beispiele für seine dortige Tätigkeit in der Ingenieursabteilung finden sich auch in dem unten verzeichneten Nachlass. Nach verschiedenen Reisen, u. a. zu den Schauplätzen des amerikanischen Sezessionskrieges, wurde Graf Zeppelin 1865 zur Adjutantur des Königs Karl befördert. Auf eigenen Wunsch wurde er im April 1868 zur taktischen Abteilung des Großen Generalstabs nach Berlin kommandiert, aber bereits im Herbst des folgenden Jahres wieder zum württembergischen Generalquartiermeisterstab zurückberufen. Zu Beginn des deutsch-französischen Krieges 1870/71 wurde Graf Zeppelin als Generalstabsoffizier der württembergischen Kavallerie-Brigade zugeteilt. Sein waghalsiger Erkundungsritt durch das Elsass am 24./25. Juli 1870 und dessen Verbreitung in der nationalen Presse machten Graf Zeppelin erstmals in weiten Bevölkerungskreisen bekannt und populär. Nach dem Krieg wurde er mit wechselnden Kommandos über verschiedene Kavallerie-Regimenter betraut, bis er 1884 als Oberst zum württembergischen Militärbevollmächtigten in Berlin ernannt wurde. Angeblich wegen eines misslungenen Manövers wurde Graf Zeppelin 1890 im Alter von 52 Jahren als General à la suite des Königs von Württemberg in den Ruhestand versetzt. Seine vorzeitige Pensionierung bot ihm jedoch die Chance, sich seinen anderen Plänen zu widmen. Im amerikanischen Sezessionskrieg und 1870 in Paris hatte Graf Zeppelin den militärischen Einsatz von Freiluftballons kennen gelernt. Bereits 1887 hatte er in einer dem König von Württemberg überreichten Denkschrift seine Ideen über die Möglichkeiten der Luftschifffahrt entwickelt. Sein erstes Luftschiff (LZ 1) stieg am 2. Juli 1900 auf. 1906 starteten LZ 2 und LZ 3, beide konstruiert von dem Ingenieur Ludwig Dürr. Einen schweren Rückschlag erlebte Graf Zeppelin am 5. August 1908, als LZ 4 auf seiner 24-Stunden-Fahrt nach der Ladung in Echterdingen in Flammen aufging. Den endgültigen Durchbruch und die allgemeine gesellschaftliche Anerkennung seiner Idee erreichte Graf Zeppelin mit der Fahrt von LZ 5, das am 25. August 1909 in Berlin landete. Hinsichtlich des militärischen Einsatzes hatte Graf Zeppelin die Möglichkeiten seiner Luftschiffe erheblich überschätzt: Von den 96 im Krieg gebauten Luftschiffen gingen 72 verloren. Dennoch warf Graf Zeppelin dem Reichskanzler Bethmann-Hollweg vor, den vollen Einsatz der Luftschiffe gegen England zu behindern. Auf diese kurz vor seinem Tod (1917) entfachte Kontroverse mit der Reichsregierung bezieht sich auch der einzige in diesem Nachlass erhaltene Brief des Grafen Zeppelin. Bestandsgeschichte: Graf Zeppelins einzige Tochter Hella hatte 1909 Alexander von Brandenstein geheiratet. Zumindest ein Teil des hier verzeichneten Nachlasses muss sich in ihrem Besitz bzw. dem ihrer Erben befunden haben, denn einige Archivalien wurden mit dem Stempel "Graf von Brandenstein-Zeppelin’sches Familienarchiv" gekennzeichnet. Dennoch ist der genaue Weg dieser Unterlagen in das Militärarchiv Stuttgart nicht mehr rekonstruierbar. Der Nachlass des Grafen Zeppelin in M 660/157, der 14 Archivalieneinheiten umfasst (0,1 lfd. m), wurde im September 1994 verzeichnet. Stuttgart, im September 1994 Dr. Margit Müller
Vorwort: Die Herkunft der im hier erschlossenen Bestand zusammengetragenen Bilder ist im Einzelnen nur in wenigen Fällen dokumentiert. Eindeutige Anhaltspunkte geben dabei nur die unmittelbar auf den Abbildungen (bzw. auf ihrer Rückseite) gegebenen Informationen. Die Erhaltung der Unterlagen und das Zusammentragen als solches basiert allgemein auf der Anordnung über die Errichtung eines Kriegsarchivs. Hier war u.a. geregelt, dass (außer den zu archivierenden Akten des Kriegsministeriums und den Offiziersstammlisten) Schriftgut bzw. auch andere Dokumente von dauerndem militärischem oder kriegsgeschichtlichem Wert von Behörden, Truppenteilen und Privatpersonen übernommen werden sollten. Um Privatpersonen die Entscheidung zu erleichtern wurde ausdrücklich die Möglichkeit vorgesehen; Abgaben auch mit Auflagen . versehen zu können wie Eigentumsvorbehalten, Nutzungsbeschränkungen etc.. (1) Ebenso sollten zur Ergänzung eigene Erhebungen zur Geschichte der württembergischen Militärgeschichte durchgeführt werden. Mit diesen Regelungen waren zwar nicht die Daten über den Ursprung der Unterlagen gesichert, auch nicht irgendeine Formierung eines einzelnen Bestands, wohl aber die von den Mitarbeitern des neuen Heeresarchivs zusammenzutragenden Stücke selbst. Allgemein kann davon ausgegangen werden, dass gerade im militärischen Ausbildungsbereich nicht nur Karten, sondern auch Anschauungsmaterialien aller Art eine große Rolle spielten. (2) Belegt ist beispielsweise, dass auf Divisionsebene in großem Umfang Bildmaterial vorhanden gewesen ist. Leider jedoch ist nicht belegt, von welcher der einzelnen Formationen und wie viele solcher Unterlagen insgesamt in den hier vorliegenden Bestand eingegangen sind. Ebenso wenig ist zu erkennen, welche Materialien verloren gegangen sind. Entsprechende Nachweise wurden nicht ermittelt. Fest steht nur, dass der Bestand eigens als Sammlung formiert werden musste und in der jetzt vorliegenden Form erstmals im Heeresarchiv (3) zusammengefasst worden war. Dabei spielte eine große Rolle, dass der seit 1935 amtierende Archivleiter, Dr. rer. pol. Hermann Pantlen, Major a.D. (22. 10. 1887 - 10. 04. 1968) besonderen Wert legte auf die Aufarbeitung und Erweiterung von Sammlungsbeständen. Ein Maßnahme, die nach der Umschichtung von Zuständigkeiten und nach umfangreichen Abgaben von Beständen auch dazu dienen sollte, die entstandenen Lücken ein wenig zu schließen. (4) Für diese Aufgabe wurde der zuvor im Bibliotheksbereich und mit der Handhabung privater Bildsammlungen erfahrene Helmut Steinhart gegen Bedenken der NSDAP (5) neu eingestellt. Er entwickelte die Aufgliederung in die verschiedenen Reihen, deren Signatursystematik (Bestand - Reihe - Nummer) bei den verschiedenen späteren Neubearbeitungen beibehalten wurde. Auf diese Weise bleibt über alle redaktionellen und Erweiterungsarbeiten am Bestand M 703 das Wiederauffinden der relativ häufig zitierten einzelnen Vorlagen ohne Schwierigkeiten jederzeit ohne Umwege möglich. 1970 hatte Karl Hofer den Bestand nach verschiedenen umzugsbedingten Änderungen nach diesem System wieder aufgestellt, wies allerdings auch auf eine dringend erforderliche Neubearbeitung hin, die ihm damals nicht ermöglicht wurde . Erst unter Bernhard Theil, der v.a im Rahmen der Ausbildung von Archivaren den Bereich von Bildersammlungen in die aktuelle Arbeit mit einbezog, wurde diese Arbeit weitergeführt. Zwischen 1986 und 1994 entstanden so neue Titelaufnahmen auf Karteikarten, gegliedert nach den Vorgaben der Steinhart’schen Reihen und Nummernsystematik. Beteiligt waren Archivreferendare und Anwärter die ihre Ausbildungszeit zwischen 1986 und 1994 am Hauptstaatsarchiv absolvierten. Um nur einige Namen zu erwähnen seien hier die Namen Ehrmann, Kresin, Schad, Zaschka genannt, deren grundsätzliche Überlegungen zu Verzeichnungsmethoden und Gliederungsmöglichkeiten in den Verzeichnungsakten dokumentiert sind. (6) Nicht unerwähnt bleiben darf auch die geduld ige Begleitung der Auszubildenden durch Herrn Merk, der dem Militärarchiv während dieses Zeitraums zeitweise zugeteilt war. Es folgten erste Titelaufnahmen in einem aus dem damaligen Midosa/Midetit Programm abgeleiteten System. Die Schwächen dieser in sehr engen Vorgaben fixierten Datenbank waren jedoch evident. Die Einpassung der teilweise doch recht umfangreichen Textteile in die vorgegebene Erfassungsmaske war gar nicht möglich und selbst bei Abkürzungen im Anzeigenstil konnten auch minimale Grunderfordernisse nicht berücksichtigt werden. Der zunächst mit der Auflösung der Außenstelle Gutenbergstrasse und der Integration der vorher eigenen Organisationseinheit in die Abteilung 1 des Hauptstaatsarchiv betraute Referent nahm die Erfassung der Titelaufnahmen baldmöglichst erneut in Angriff. Veranlasst durch den häufigen Zugriff auf diese Unterlagen zog er es allerdings vor, die Titelaufnahmen anhand eines hinreichend leistungsfähigen Datenbanksystems zu erfassen. Er setzte das Vorhaben deshalb fort mit einer dafür von ihm eingerichteten marktüblichen Datenbank. Unter Berücksichtigung der vorhandenen Hardware-Kapazitäten und der speziellen Erfordernisse des Bestands strukturierte er die Erfassung neu, so dass v.a. keine EDV-bedingten Hindernisse oder Beschränkungen der Eingabemöglichkeiten mehr gegeben waren. Zugleich wurde damit die größtmögliche Erfassungsgeschwindigkeit erzielt. Mit der eigentlichen Eingabe wurde schließlich der Archivangestellte Gerd Mantel beauftragt. Wie Steinhart 1938 war auch Gerd Mantel aufgrund seiner zuvor erworbenen Fähigkeiten und seiner Interessen dafür besonders geeignet und kümmerte sich insbesondere um die Exaktheit von Detailbeschreibungen und um konservatorische Notwendigkeiten. Vor Eingabe der einzelnen Karteikarten wurden deshalb die einzelnen Stücke nochmals einer Prüfung unterzogen, der Erhaltungszustand eigens in einem geeigneten Rubrik erfasst, wobei für über ein Drittel der Bilder Schäden konstatiert werden mussten (8) . Die Vorteile der bestandsspezifischen Erfassung, die eine eigene Struktur ergeben hatte, hinderten auch nicht daran, die ursprünglich nicht nach den Vorgaben der derzeitigen Midosa-Version erstellte Datenbank in eine Form zu bringen, die dem auf Midosa - Strukturen basierenden Internet-Präsentationssystem der Landesarchivdirektion entspricht. Dazu waren außer der Anpassung der Gliederung auch Spalten bzw. Datenfelder zusammenzuführen und die Konvertierung in das entsprechende Datenbankformat erforderlich; eine Arbeit die von Herrn Obst, gleichzeitig zuständig für die Übergabe internetfähiger Datenbanken, (PHP, MySQL) mit großer Sorgfalt erledigt wurde. Der Bestand umfasst in der nunmehr vorliegenden Form 2470 Verzeichnungseinheiten und ist gelagert bzw. großenteils auch neu verpackt in insgesamt 23 Schubladen moderner archivüblicher Kartenschränke. Die diesem Findmittel zugrundeliegende Datenbank wird durch neu hinzukommende Einzelstücke ergänzt bzw. aktualisiert werden. Endredaktion, Index und Gliederung in möglichst nicht allzu große einzelne Gliederungspunkte besorgte der Unterzeichner. Dr. Franz Moegle-Hofacker Anmerkungen: (1) Vgl. Anordnung Kriegsminister von Marchtalers vom 03. Jan. 1907. bzw. Vorwort zu Repertorium M 1/11, Kriegsarchiv (2) Vgl. beispielsweise die Bestände M 700/1 ff, Negative und Diapositive, die für Schulzwecke entstanden waren. (3) Vgl. Vorwort zu Repertorium M 400/ 1, Heeresarchiv Stuttgart (4) Vgl. Vorwort zu Repertorium M 400/1, Seite XIII. (5) Vgl. Personalakte Helmut Steinhart, M 400/1, Bü 56. (6) Vgl. Aktenvermerk vom 20. 08. 1970 in Akten zur Verzeichnung M 703. (7) Akten zur Verzeichnung M 703 (8) vgl. Schadensmeldungen für Restaurierung von Beständen vom Juli 2002
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