Nachlässe

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            Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, M 703 R975N5 · Akt(e)
            Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

            Ausführung: Fotografie Louis Koch, Bremen, Fotograf Bildträger: Fotopapier auf Pappe geklebt Bild- und Blattgröße: 27 x 22 cm; 29 x 23,5 cm Beaus Nachlass Marchtaler von (1854-1920), Otto Erhard, Generaloberst und Kriegsminister, Bildunterschrift: Verabschiedung des 3. Ostasiat. Inf. Rgts durch S. M. d. Kaiser u. I. M. d. Kaiserin an Bord der Rhein in Bremen, Bild hat abgestossene Kanten

            Interparlamentarische Union
            Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Q 1/2 Bü 3 · Akt(e) · 1908-1921
            Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
            • description: Enthält: - Grußworte des Reichskanzlers Fürst von Bülow (deut. und franz.) sowie der Ortsgruppe Berlin der Deutschen Friedensgesellschaft an die 15. Interparlamentarische Konferenz in Berlin, Sept. 1908 - Telegraphische Anfrage des Rechtsanwalts Schücking aus Sassenberg nach einem Bericht über die Tagung der Interparlamentarischen Union von 1909, o.D. - Briefwechsel, betr. Haußmanns Mitarbeit in der Kommission für Rüstungsbegrenzung der Interparlamentarischen Union, Nov. 1910-Jan. 1911 - Antragsentwurf der Kommission der Interparlamentarischen Union für die Reduzierung der Rüstungsausgaben, verfasst vom Kommissionspräsidenten dEstournelles de Constant, begleitet von der Bitte des Generalsekretärs der Union, Christian L. Lange an die Kommissionsmitglieder um ihre Meinung dazu, sowie Briefwechsel Langes mit Haußmann, betr. Haußmanns Ansicht, Jan.-Febr. 1911 - Gedrucktes Protokoll des Jahresversammlung der Deutschen Gruppe der Interparlamentarischen Union am 8. März 1911, 9. März 1911 - Kommissionsbeschluss der Interparlamentarischen Union, welcher ältere Forderungen der Union nach Reduzierung der Rüstungsausgaben erneuert und bekräftigt, mit Begleitschreiben des Generalsekretärs der Union, Chr. L. Lange, 11. April 1911 - Gedruckte Mitteilungen der Italienischen und der Deutschen Gruppe der Interparlamentarischen Union, betreffend die für den Oktober geplante Konferenz der Union in Rom, Aug. 1911 - Gedruckter Bericht über die Verhandlungen des Interparlamentarischen Rates in Paris am 4. Okt. 1911, 16. Okt. 1911 - Briefwechsel mit Chr. L. Lange, Generalsekretär der Interparlamentarischen Union, betr. den Kommissionsbericht dEstournelles de Constants, der für eine Reduzierung der Rüstungsausgaben plädiert, bzw. dessen Veröffentlichung in Deutschland vor dem Hintergrund der politischen Stimmung kurz nach der 2. Marokkokrise 1911, nebst dem Text von dEtournelles de Constants Vorwort zu seinem Bericht und einem Begleitschreiben Langes dazu, Okt.-Dez. 1911 - Zeitungsartikel über die Erklärung des Präsidenten der Deutschen Gruppe der Interparlamentarischen Union, Prof. Richard Eickhoff, gegenüber seinem französischen Kollegen, wonach der Marokko-Kongo-Vertrag von 1911 eine gute Basis zur Verbesserung des deutsch-französischen Verhältnisses darstelle, 22. Nov. 1911 - Briefwechsel mit Chr. L. Lange, dem Generalsekretär der Interparlamentarischen Union, und dem Vorsitzenden der Deutschen parlamentarischen Gruppe der Union, Prof. Richard Eickhoff, worin Haußmann bedauert, nicht an der Genfer Konferenz der Union teilnehmen zu können, wo Haußmanns Anwesenheit insbesondere wegen der Frage der Rüstungsbeschränkung erwünscht ist, und in dem Haußmann auf den Artikel "Hindernisse auf dem Weg deutscher auswärtiger Politik" im Sept.-Heft der "Deutschen Revue" hinweist, der ihm von amtlicher Seite initiiert zu sein scheint, Juni-Sept. 1912 - Zeitungsartikel aus "Der Tag" von Prof. Richard Eickhoff über die 17. Interparlamentarische Konferenz, 10. und 11. Sept. 1912 - Gedruckte Mitteilungen für die Mitglieder der Deutschen Gruppe der Interparlamentarischen Union, betr. die Einladung zur Genfer Konferenz der Interparlamentarischen Union vom 18.-20. Sept. 1912, die Bitte um baldige Anmeldung sowie das Jahrbuch 1912 der Union, Mai-Sept. 1912 - Rundschreiben für die Mitglieder der Interparlamentarischen Union mit der Mitteilung von Datum, Ort und Programm der 17. Interparlamentarischen Konferenz der Union, 10. Mai 1912 - Gedruckte Berichte über die Verhandlungen der 17. Interparlamentarischen Konferenz in Genf, nebst Verzeichnis der verabschiedeten Resolutionen, einer Mitgliederliste und einem Prospekt über die Veröffentlichung der Tagungsberichte, 1912 - Gedruckte Mitteilung der Deutschen Gruppe der Interparlamentarischen Union, betreffend die Tätigkeit der Organisation in den letzten Monaten und das Erscheinen des Tagungsberichts über die 17. Interparlamentarische Konferenz in Genf 1912, 24. Febr. 1913 - Aufforderungen der Deutschen Gruppe der Interparlamentarischen Union mit der Bitte an die Mitglieder, zu Versammlungen zu erscheinen zu erscheinen, Nov. 1912 und Jan. 1913 - Schreiben des Generalsekretärs der Interparlamentarischen Union, Christian L. Lange, an Haußmann mit der Bitte, dafür zu sorgen, dass Abgeordnete insbesondere der bürgerlichen deutschen Parteien möglichst zahlreich an der deutsch-französischen Verständigungskonferenz in Bern teilnehmen, April 1913 - Rundschreiben für die Mitglieder der Interparlamentarischen Union mit dem Abdruck mehrerer Schreiben, betr. den Austritt der Italienischen Gruppe aus der Union vor dem Hintergrund des Krieges zwischen Italien und dem Osmanischen Reich 1911-1912, Febr.-April 1912 - Prospekt zum 2. Jahrestag der Interparlamentarischen Union 1912, ca. 1912 - Gedruckte Mitteilung der Deutschen Gruppe der Interparlamentarischen Union, betr. das (nicht beigefügte) Programm der 18. Interparlamentarischen Konferenz in Den Haag, Juni 1913 - Artikel "Die Fortbildung des Völkerrechts. Ein Epilog zur 17. Interparlamentarischen Konferenz" von Prof. Richard Eickhoff für die Zeitung "Der Tag", 13. bzw. 15. Okt. 1912 - Gedruckter Arbeitsbericht der Kommission, welche die Interparlamentarische Konferenz 1912 beauftragt hat, Vorschläge auszuarbeiten, welche dem Internationalen Komitee zur Vorbereitung der Dritten Friedenskonferenz unterbreitet werden sollen, ca. 1913 - Rundschreiben an die Mitglieder der Interparlamentarischen Union mit der Ankündigung der 18. Interparlamentarischen Konferenz in Den Haag, 26. April 1913 - Artikel aus "Le Temps" über die deutsch-französischen Interparlamentarischen Konferenzen in Bern 1913, namens des Organisationskommitees ins Deutsche übersetzt und zur Übersendung an die Presse gedruckt, [1913] - Schreiben von Christian L. Lange, Generalsekretär der Interparlamentarischen Union, betr. Haußmanns Tätigkeit auf der deutsch-französischen Verständigungskonferenz in Bern und die Bildung des deutschen Abgeordnetenkomitees für deutsch-französische Verständigung, 2. Juni 1913 - Rundschreiben der Interparlamentarischen Union an die Gruppen der Länder, welche bei der Seerechtskonferenz in London vertreten waren, betreffend die noch immer ausstehende Ratifikation der Londoner Seerechts-Erklärung und des Haager Abkommens bezüglich der Errichtung eines Prisengerichts, 18. Dez. 1913 - Gedruckte Mitteilung der Deutschen Parlamentarischen Gruppe der Interparlamentarischen Union, betr. die Ankündigung der 19. Interparlamentarischen Konferenz in Stockholm, sowie Prospekt für die gedruckten Verhandlungen der 18. Interparlamentarischen Konferenz, Jan.-März 1914 - Briefwechsel mit Christian L. Lange, Generalsekretär der Interparlamentarischen Union, betr. Langes Reise nach und durch Deutschland sowie die Aussicht auf Frieden sowie ein Schreiben Haußmanns an den Staatssekretär im Auswärtigen Amt Arthur Zimmermann mit der Bitte, Lange einreisen zu lassen, Febr. 1917 - Erklärung der Britischen Gruppe der Interparlamentarischen Union vom 22. Nov. 1917 und Entwurf der Antwort der Deutschen Gruppe, mit Einladung zu der entsprechenden Sitzung der Deutschen Gruppe am 25. April 1918 (Drucksachen in deut. Sprache) - Briefwechsel mit Chr. L. Lange, dem Generalsekretät der Interparlamentarischen Union, betr. die Möglichkeit eines Friedensschlusses, 11. bzw. 14. Sept. 1918 Enthält auch: - Artikel der "Straßburger Neuen Zeitung" über die Eröffnung der 1. deutsch-französischen Verständigungskonferenz in Bern, 13. Mai 1913 - Resolution der parlamentarischen Schiedsgerichtsgruppe Frankreichs, betr. ihre Erwartungen an die deutsch-französische Verständigungskonferenz in Bern 1913 (deut. und franz.), [1913] - Prospekt für die Zeitschrift La Vie Internationale. Revue mensuelle des idées, des faits et des organismes internationaux, o.D. - Rundfrage von Robert J. Thompson zu den Forderungen des US-Senators Elihu Root, betr. die Durchsetzung des Völkerrechts nach Kriegsende, mit kurzer Antwort Haußmanns als Randvermerk, Jan. 1917 Darin: - Estournelles de Constant, Baron Paul-Henri-Benjamin de: Die französisch-deutsche Annäherung als Grundlage des Weltfriedens. Vortrag im Kaisersaal des Preußischen Herrenhauses am 28. April 1909, Berlin 1909 - Borel, Eugène: Le Role international de la Suisse, Genf 1910 - Deutsche parlamentarische Gruppe für Schiedsgericht und Frieden, Berlin 1911 (Inhalt: Satzungen der Interparlamentarischen Union, Mitgliederliste des Interparlamentarischen Rates und des Exekutivkomitees, Satzungen der Deutschen Gruppe der Union, Mitgliederlisten der Deutschen Gruppe und ihres Vorstandes), nebst Begleitschreiben der Deutschen Gruppe an ihre Mitglieder, April 1911 - Estournelles de Constant, Baron Paul-Henri-Benjamin de: Auszug aus einer Rede bei der Eröffnung des Kongresses des Verbandes für internationale Verständigung in Heidelberg, am 5. Oktober 1912, o.J. - Bericht des Generalsekretärs der [Interparlamentarischen] Union an den Interparlamentarischen Rat für das Jahr 1914. Begleitet von dem Programm des Bureaus für 1915, Kristiana 1915 - Jahrbuch der deutschen Gruppe der Interparlamentarischen Union, Berlin 1921 - Bulletin interparlementaire. Organe officiel du Bureau de lUnion Interparlementaire 1 (1921), Nr. 3 und 4 - Eickhoff, Richard: Die Interparlamentarische Union 1889-1914. Der Vorläufer des Völkerbundes, Berlin 1921 1908-1921, Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Q 1/2 Nachlass Dr. Conrad Haußmann, (Reichs-)Staatssekretär, DDP-Politiker ( 1857, + 1922) * Enthält: - Grußworte des Reichskanzlers Fürst von Bülow (deut. und franz.) sowie der Ortsgruppe Berlin der Deutschen Friedensgesellschaft an die 15. Interparlamentarische Konferenz in Berlin, Sept. 1908 - Telegraphische Anfrage des Rechtsanwalts Schücking aus Sassenberg nach einem Bericht über die Tagung der Interparlamentarischen Union von 1909, o.D. - Briefwechsel, betr. Haußmanns Mitarbeit in der Kommission für Rüstungsbegrenzung der Interparlamentarischen Union, Nov. 1910-Jan. 1911 - Antragsentwurf der Kommission der Interparlamentarischen Union für die Reduzierung der Rüstungsausgaben, verfasst vom Kommissionspräsidenten dEstournelles de Constant, begleitet von der Bitte des Generalsekretärs der Union, Christian L. Lange an die Kommissionsmitglieder um ihre Meinung dazu, sowie Briefwechsel Langes mit Haußmann, betr. Haußmanns Ansicht, Jan.-Febr. 1911 - Gedrucktes Protokoll des Jahresversammlung der Deutschen Gruppe der Interparlamentarischen Union am 8. März 1911, 9. März 1911 - Kommissionsbeschluss der Interparlamentarischen Union, welcher ältere Forderungen der Union nach Reduzierung der Rüstungsausgaben erneuert und bekräftigt, mit Begleitschreiben des Generalsekretärs der Union, Chr. L. Lange, 11. April 1911 - Gedruckte Mitteilungen der Italienischen und der Deutschen Gruppe der Interparlamentarischen Union, betreffend die für den Oktober geplante Konferenz der Union in Rom, Aug. 1911 - Gedruckter Bericht über die Verhandlungen des Interparlamentarischen Rates in Paris am 4. Okt. 1911, 16. Okt. 1911 - Briefwechsel mit Chr. L. Lange, Generalsekretär der Interparlamentarischen Union, betr. den Kommissionsbericht dEstournelles de Constants, der für eine Reduzierung der Rüstungsausgaben plädiert, bzw. dessen Veröffentlichung in Deutschland vor dem Hintergrund der politischen Stimmung kurz nach der 2. Marokkokrise 1911, nebst dem Text von dEtournelles de Constants Vorwort zu seinem Bericht und einem Begleitschreiben Langes dazu, Okt.-Dez. 1911 - Zeitungsartikel über die Erklärung des Präsidenten der Deutschen Gruppe der Interparlamentarischen Union, Prof. Richard Eickhoff, gegenüber seinem französischen Kollegen, wonach der Marokko-Kongo-Vertrag von 1911 eine gute Basis zur Verbesserung des deutsch-französischen Verhältnisses darstelle, 22. Nov. 1911 - Briefwechsel mit Chr. L. Lange, dem Generalsekretär der Interparlamentarischen Union, und dem Vorsitzenden der Deutschen parlamentarischen Gruppe der Union, Prof. Richard Eickhoff, worin Haußmann bedauert, nicht an der Genfer Konferenz der Union teilnehmen zu können, wo Haußmanns Anwesenheit insbesondere wegen der Frage der Rüstungsbeschränkung erwünscht ist, und in dem Haußmann auf den Artikel "Hindernisse auf dem Weg deutscher auswärtiger Politik" im Sept.-Heft der "Deutschen Revue" hinweist, der ihm von amtlicher Seite initiiert zu sein scheint, Juni-Sept. 1912 - Zeitungsartikel aus "Der Tag" von Prof. Richard Eickhoff über die 17. Interparlamentarische Konferenz, 10. und 11. Sept. 1912 - Gedruckte Mitteilungen für die Mitglieder der Deutschen Gruppe der Interparlamentarischen Union, betr. die Einladung zur Genfer Konferenz der Interparlamentarischen Union vom 18.-20. Sept. 1912, die Bitte um baldige Anmeldung sowie das Jahrbuch 1912 der Union, Mai-Sept. 1912 - Rundschreiben für die Mitglieder der Interparlamentarischen Union mit der Mitteilung von Datum, Ort und Programm der 17. Interparlamentarischen Konferenz der Union, 10. Mai 1912 - Gedruckte Berichte über die Verhandlungen der 17. Interparlamentarischen Konferenz in Genf, nebst Verzeichnis der verabschiedeten Resolutionen, einer Mitgliederliste und einem Prospekt über die Veröffentlichung der Tagungsberichte, 1912 - Gedruckte Mitteilung der Deutschen Gruppe der Interparlamentarischen Union, betreffend die Tätigkeit der Organisation in den letzten Monaten und das Erscheinen des Tagungsberichts über die 17. Interparlamentarische Konferenz in Genf 1912, 24. Febr. 1913 - Aufforderungen der Deutschen Gruppe der Interparlamentarischen Union mit der Bitte an die Mitglieder, zu Versammlungen zu erscheinen zu erscheinen, Nov. 1912 und Jan. 1913 - Schreiben des Generalsekretärs der Interparlamentarischen Union, Christian L. Lange, an Haußmann mit der Bitte, dafür zu sorgen, dass Abgeordnete insbesondere der bürgerlichen deutschen Parteien möglichst zahlreich an der deutsch-französischen Verständigungskonferenz in Bern teilnehmen, April 1913 - Rundschreiben für die Mitglieder der Interparlamentarischen Union mit dem Abdruck mehrerer Schreiben, betr. den Austritt der Italienischen Gruppe aus der Union vor dem Hintergrund des Krieges zwischen Italien und dem Osmanischen Reich 1911-1912, Febr.-April 1912 - Prospekt zum 2. Jahrestag der Interparlamentarischen Union 1912, ca. 1912 - Gedruckte Mitteilung der Deutschen Gruppe der Interparlamentarischen Union, betr. das (nicht beigefügte) Programm der 18. Interparlamentarischen Konferenz in Den Haag, Juni 1913 - Artikel "Die Fortbildung des Völkerrechts. Ein Epilog zur 17. Interparlamentarischen Konferenz" von Prof. Richard Eickhoff für die Zeitung "Der Tag", 13. bzw. 15. Okt. 1912 - Gedruckter Arbeitsbericht der Kommission, welche die Interparlamentarische Konferenz 1912 beauftragt hat, Vorschläge auszuarbeiten, welche dem Internationalen Komitee zur Vorbereitung der Dritten Friedenskonferenz unterbreitet werden sollen, ca. 1913 - Rundschreiben an die Mitglieder der Interparlamentarischen Union mit der Ankündigung der 18. Interparlamentarischen Konferenz in Den Haag, 26. April 1913 - Artikel aus "Le Temps" über die deutsch-französischen Interparlamentarischen Konferenzen in Bern 1913, namens des Organisationskommitees ins Deutsche übersetzt und zur Übersendung an die Presse gedruckt, [1913] - Schreiben von Christian L. Lange, Generalsekretär der Interparlamentarischen Union, betr. Haußmanns Tätigkeit auf der deutsch-französischen Verständigungskonferenz in Bern und die Bildung des deutschen Abgeordnetenkomitees für deutsch-französische Verständigung, 2. Juni 1913 - Rundschreiben der Interparlamentarischen Union an die Gruppen der Länder, welche bei der Seerechtskonferenz in London vertreten waren, betreffend die noch immer ausstehende Ratifikation der Londoner Seerechts-Erklärung und des Haager Abkommens bezüglich der Errichtung eines Prisengerichts, 18. Dez. 1913 - Gedruckte Mitteilung der Deutschen Parlamentarischen Gruppe der Interparlamentarischen Union, betr. die Ankündigung der 19. Interparlamentarischen Konferenz in Stockholm, sowie Prospekt für die gedruckten Verhandlungen der 18. Interparlamentarischen Konferenz, Jan.-März 1914 - Briefwechsel mit Christian L. Lange, Generalsekretär der Interparlamentarischen Union, betr. Langes Reise nach und durch Deutschland sowie die Aussicht auf Frieden sowie ein Schreiben Haußmanns an den Staatssekretär im Auswärtigen Amt Arthur Zimmermann mit der Bitte, Lange einreisen zu lassen, Febr. 1917 - Erklärung der Britischen Gruppe der Interparlamentarischen Union vom 22. Nov. 1917 und Entwurf der Antwort der Deutschen Gruppe, mit Einladung zu der entsprechenden Sitzung der Deutschen Gruppe am 25. April 1918 (Drucksachen in deut. Sprache) - Briefwechsel mit Chr. L. Lange, dem Generalsekretät der Interparlamentarischen Union, betr. die Möglichkeit eines Friedensschlusses, 11. bzw. 14. Sept. 1918 Enthält auch: - Artikel der "Straßburger Neuen Zeitung" über die Eröffnung der 1. deutsch-französischen Verständigungskonferenz in Bern, 13. Mai 1913 - Resolution der parlamentarischen Schiedsgerichtsgruppe Frankreichs, betr. ihre Erwartungen an die deutsch-französische Verständigungskonferenz in Bern 1913 (deut. und franz.), [1913] - Prospekt für die Zeitschrift La Vie Internationale. Revue mensuelle des idées, des faits et des organismes internationaux, o.D. - Rundfrage von Robert J. Thompson zu den Forderungen des US-Senators Elihu Root, betr. die Durchsetzung des Völkerrechts nach Kriegsende, mit kurzer Antwort Haußmanns als Randvermerk, Jan. 1917 Darin: - Estournelles de Constant, Baron Paul-Henri-Benjamin de: Die französisch-deutsche Annäherung als Grundlage des Weltfriedens. Vortrag im Kaisersaal des Preußischen Herrenhauses am 28. April 1909, Berlin 1909 - Borel, Eugène: Le Role international de la Suisse, Genf 1910 - Deutsche parlamentarische Gruppe für Schiedsgericht und Frieden, Berlin 1911 (Inhalt: Satzungen der Interparlamentarischen Union, Mitgliederliste des Interparlamentarischen Rates und des Exekutivkomitees, Satzungen der Deutschen Gruppe der Union, Mitgliederlisten der Deutschen Gruppe und ihres Vorstandes), nebst Begleitschreiben der Deutschen Gruppe an ihre Mitglieder, April 1911 - Estournelles de Constant, Baron Paul-Henri-Benjamin de: Auszug aus einer Rede bei der Eröffnung des Kongresses des Verbandes für internationale Verständigung in Heidelberg, am 5. Oktober 1912, o.J. - Bericht des Generalsekretärs der [Interparlamentarischen] Union an den Interparlamentarischen Rat für das Jahr 1914. Begleitet von dem Programm des Bureaus für 1915, Kristiana 1915 - Jahrbuch der deutschen Gruppe der Interparlamentarischen Union, Berlin 1921 - Bulletin interparlementaire. Organe officiel du Bureau de lUnion Interparlementaire 1 (1921), Nr. 3 und 4 - Eickhoff, Richard: Die Interparlamentarische Union 1889-1914. Der Vorläufer des Völkerbundes, Berlin 1921
            /Mildbr./ · Gliederung
            Teil von Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin

            Die Innerafrika-Expedition des Herzogs Adolf-Friedrich zu MecklenburgDurchschläge von Berichten, maschinengeschrieben, Autoren: J. Mildbraed und A. Schultze; [inkl. handschriftlicher Vermerke bezüglich der Zuordnung zur Veröffentlichung in den "Hamburger Nachrichten", vermutlich durch G. M. Schulze]1.Bericht von der Teilexpedition des Dr. Arnold Schultze; Verfasser: Schultze, 07.10.1910 [IV, aus den "Hamburger Nachrichten" Nr. 48, 02.12.1910]2.Bericht der Teilexpedition Dr. Mildbraed und Dr. Schultze; Verfasser: Mildbraed 20.12.1910 [VI, aus den "Hamburger Nachrichten", vgl. Nr. 602 vom 27.12.1910]3.Sonderbericht der Zweigexpedition Dr. Schultze; Verfasser: Schultze 03.1911 [XIV, aus den "Hamburger Nachrichten" Nr. 246 vom 27.05.1911, vgl. Nr. 236, Abendausgabe vom 20.05.]4.Bericht der Teilexpedition von Dr. Arnold Schultze; Verfasser: [nicht vermerkt, vermutlich Schultze] 05.05.1911 [XIX, aus den "Hamburger Nachrichten" Nr. 316 vom 08.07.1911, vgl. Nr. 292, Abendausgabe vom 24.06.]5.Bericht der Teilexpedition nach Südkamerun und Fernando Poo; Verfasser: Schultze 10.1911 [XXXI, aus den "Hamburger Nachrichten" Nr. 592 vom 18.12.1911, vgl. Nr. 497, Morgenausgabe vom 22.10.]6.Fernando Poo und die Besteigung des Pics Verfasser: Mildbraed, o.D. [aus den "Hamburger Nachrichten" 121 Jahrg., Nr. 60 vom 06.02.1912]Nummern der Photoplatten von der Expedition des Herzogs Adolf-Friedrich 1910/11 von denen Kopien gewünscht werden.- Handschriftliche und maschinengeschriebene Liste (inkl. Durchschlag) mit handschriftlichen Vermerken, verfasst von Mildbraed. [Vermerk, vermutlich von G. M. Schulze: Die Platten liegen im Hamburgischen Museum für Völkerkunde, Hamburg 13, Binderstr. 14].

            Hugenberg, Alfred (Bestand)
            BArch, N 1231 · Bestand · 1882-1954
            Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

            Geschichte des Bestandsbildners: NDB 10, S. 10 ff.- Dankwart Guratzsch, Macht durch Organisation. Die Grundlegung des Hugenbergschen Presse-Imperiums, Düsseldorf 1974 Wirtschaftsführer, Mitglied der Nationalversammlung, MdR (DNVP, 1919-1933, Gast der NSDAP 1933-1945), Reichsminister (1933) Bestandsbeschreibung: Persönliche Unterlagen, Reden, Materialsammlungen, allgemeine und politische Korrespondenzen sowie Sachakten zur Tätigkeit in folgenden Funktionen: Vorstandsmitglied des Allgemeinen Deutschen Verbandes (seit 1891), Mitarbeit bei der Ansiedlungskommission in Posen (1894-1899) und beim Oberpräsidium in Kassel (1899-1900), Direktor der Raiffeisen-Genossenschaften (seit 1900), der Landesgenossenschaften (seit 1900), der Landesgenosenschaftsbank GmbH und des Deutschen Lagerhauses GmbH in Posen, Hilfsarbeiter und Vortragender Rat im Preußischen Finanzministerium (1903-1907), Vorstandsmitglied der Berg- und Metallbank in Frankfurt (1908), Erster Vorsitzender des Direktoriums der Friedrich Krupp AG (1909-1918), Chef des Hugenberg-Konzerns (seit 1914), Mitglied der Weimarer Nationalversammlung und des Reichstags (1919-1945), Parteivorsitzender der DNVP (1928-1933), Reichswirtschaftsminister und Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft (1933); hervorhebenswerte Unterlagen zum Aufbau des Pressekonzerns, zur Entnazifizierung und zur Tätigkeit nach 1945, dazu einige Splitter aus den Nachlässen des Wirtschaftsführers Hans von Loewenstein zu Loewenstein, des Reichstagsabgeordneten Wilhelm Hirsch und des Rechtsanwalts Otto Meesmann sowie Unterlagen der Pressestelle der DNVP. Unterlagen der Konzernleitung, im wesentlichen Handakten und Ersatzüberlieferungen durch Kriegseinwirkung verloren gegangener Registraturteile: allgemeine Geschäftskorrespondenzen, Schriftwechsel und Sachakten zur August Scherl GmbH (seit 1937: August Scherl Nachf.) und zur August Scherl Handels- und Verwaltungs-KG (seit 1944: Opriba Handels- und Verwaltungs-KG) mit Unterlagen über Entwicklung und Ausbau des Hugenberg-Konzerns von der Gründung der Ausland GmbH (Essen) im Jahre 1914 bis zum allmählichen Abbau in der NS-Zeit, dabei insbesondere Angaben über Aussschüsse und Beiräte, Gesellschafterversammlungen, Geschäfts-, Prüfungsberichte, Bilanzen, Beteiligungen, Steuer- und Personalangelegenheiten. (Stand: 1977) - Besondere Benutzungsbedingungen - Zitierweise: BArch, N 1231/...

            Hospelt, Familie (Bestand)

            Hospelt, Familien- und Firmenarchiv Im Jahre 1964 schenkte Adolf von Lauff der Stadt Köln den Nachlaß seines Vaters, des rheinischen Dichters Joseph von Lauff (1855-1933). Dieser hatte 1882 die Tochter des Kölner Fabrikanten und Stadtverordneten Wilhelm Anton Hospelt (1820-1893) Josephine Hospelt geheiratet. Von daher befand sich im Nachlaß Lauff auch das im Erbgang (über Artur Hospelt?) an die Familie gefallene Firmen- und Familienarchiv Hospelt. Dieses wurde bei der Übernahme des Nachlasses Lauff (Best. 1170) von diesem abgetrennt und als eigener Bestand (Best. 1175) aufgestellt. Anläßlich der Sichtung und Ordnung des Nachlasses Lauff wurde auch der Nachlaß Hospelt neu geordnet. Dabei wurden einige der noch im Nachlaß Lauff befindlichen Unterlagen zu den Farbwerken Hospelt (Originalprotokolle der Gesellschafterversammlungen; Geschäftsführerkorrespondenz Adolf v. Lauff) diesem Bestand eingegliedert. Im Nachlaß Lauff verblieben nur die aufgrund des Lauffschen Anteils als Gesellschafter der Farbwerke entstandenen Akten. Die Archivalien des Bestandes Hospelt umfassen vier Archivkartons. Sie waren grob geordnet, die Firmenakten nach Sachgruppen, die Familienpapiere nach Personen. Die vorgefundene Ordnung wurde - auch wenn sie verschiedentlich die Provenienzen vermischte - beibehalten, Jedoch stärker gegliedert. Die Einzelstücke Wurden unter sich aus dem jeweils vorhandenen Material ergebenden Betreffen zusammengefaßt und kurz charakterisiert. Der Klärung der Verwandschaftsverhältnisse und der Vererbung der Gesellschaftsanteile der Farbwerke Hospelt sollen die dem Findbuch beigegebenen Nachfahrentafeln dienen. Die wichtigsten Daten zur Geschichte der Farbwerke Hospelt und die Lebensläufe der mit umfangreicherem Material vertretenen Personen sind dort dem Verzeichnis der betreffenden Archivalien vorangestellt. Am 2. Juli 1844 eröffnete Wilhelm Anton Hospelt im Haus Apostelstr. 9 in Köln eine Kolonial- Material- und Farbenhandlung. Dieser Tag gilt als Gründungsdatum der Farbwerke W.A. Hospelt. - 1854 Gründung der Rußfabrik und Kreidemühle in Ehrenfeld. - 1879/80 Erwerb der in Konkurs gegangenen Aktiengesellschaft für chemische Bleiprodukte und Farben in Ehrenfeld. - 1893 Umwandlung der Firma in eine GmbH., bei der die Erben des 1893 verstorbenen W.A. Hospelt mit einem bestimmten Anteil am Stammkapital zu Gesellschaftern wurden. - 1893-19o4 Jean Hospelt alleiniger Geschäftsführer. - Ende der zwanziger Jahre finanzielle Schwierigkeiten, die zur Herabsetzung des Stammkapitals zwangen (1932 u. 1936). - Im 2. Weltkrieg fast völlige Zerstörung. - 1944 Hundertjähriges Jubiläum der Firma. - 1946-1955 Wiederaufbau unter den Geschäftsführern Adolf v. Lauff, Paul du Mont u. Max Fackeldey. - 1973 Erlöschen der Firma. Wilhelm Anton Hospelt(1820-1893); Jean (Johann Hubert) Hospelt (1852-1904), Fabrikant; Emeline Hospelt geb. de Ball (1862-1940), Frauen-, Sozialpolitikerin. Enthält u.a.: Wilhelm Anton Hospelt: Heirats-, Geburtsurkunden, Zeugnisse; private Kassenbücher (1881-1893), Ehrenämter und Mitgliedschaften in Vereinen (1851-1880), Einladungen (1861-1884), Briefwechsel u.a. mit Vincenz Statz (1861-1879), mit seiner Ehefrau Elisabeth Breiderhoff (1883-1884); politische Aufrufe (1856, 1963, o. D.). Jean (Johann Hubert) Hospelt: Urkunden (1881-1904), berufliche Zeugnisse (1873-1904), Mitgliedschaften in Vereinen, Einladungen (1872-1904), Familienfeste; Briefwechsel mit Verwandten und Bekannten (1872-1893); Eheprozeß des Sohnes Wilhelm Anton Hospelt vor der S. R. Rota, Rom (1913). Emeline Hospelt: persönliche Unterlagen; Tätigkeit in Vereinen: Katholischer Deutscher Frauenbund - Zweigverein Köln (1913-1937), Sozial-Karitative Gemeinschaft St. Georgshaus (1927-1930), Frauenbund der Deutschen Kolonialgesellschaft, Abt. Köln (1913-1940), Kriegshilfen (1915-1917), Mitgliedschaften in Vereinen; Briefwechsel mit den Eltern und Geschwistern (1876-1939), Freunden (1882-1926); Briefe, persönliche Unterlagen der Eltern Felix de Ball und Sophia Hedding wie ihrer Geschwister Felice, Alwin, Lothar und Rudolf; Materialsammlung zur Genealogie; Totenbuch der Familie Hospelt. Farbwerke W. A. Hospelt: Umwandlung in eine GmbH, später AG (1893-1902), Korrespondenz mit den Gesellschaftern, Gesellschaftervertrag (1899-1944); Protokolle der Generalversammlung (1904-1945), Bilanzen (1893-1943), Monatsberichte (1905-1945), Einstellung eines Geschäftsführers (1921-1946), Geschäftsführerkorrespondenz (1891-1946); Materialsammlung zur Geschichte der Firma. Als Ergänzung des Bestandes sind die im Nachlaß Lauff verbliebenen, auf die Farbwerke Hospelt bezüglichen Akten sowie die aus dem Besitz von Josephine v. Lauff stammenden Unterlagen und Briefe von Mitgliedern der Familie Hospelt heranzuziehen. Literaturangaben: Johann Scherer: Wilhelm Anton Hospelt (1820-1893), Köln 1956, 23 Seiten.

            Hintrager, Oskar (Bestand)
            Bundesarchiv, BArch N 1037 · Bestand · 1905-1938
            Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)
            • description: Geschichte des Bestandsbildners: Lebensdaten 11. Okt. 1871 geboren in Reutlingen Gymnasium in Reutlingen 1890 - 1894 Studium der Rechtswissenschaft in Tübingen, Leipzig und Berlin 1895 - 1897 Studienreise nach Nordamerika und England 1898 Württembergischer Gerichtsassessor 1900 Teilnahme am Burenkrieg unter General de Wet 1903 Amtsrichter in Ursach/Württemberg 1904 Hilfsarbeiter im Auswärtigen Amt, Kolonialabteilung 1905 Referent (Justitiar) beim Gouvernement in Deutsch-Südwestafrika in Windhuk 1906 1. Referent und stellvertretender Gouverneur daselbst Juni 1914 Studienreise nach Südaustralien und den Vereinigten Staaten Febr. 1915 Rückkehr nach Europa, danach Kriegsdienst als Reserveoffizier 1917 - 1918 zugeteilt der deutschen Gesandtschaft im Haag 1920 Direktor im Reichswanderungsamt in Berlin 1924 Direktor der Reichsstelle für das Auswanderungswesen 1930 Reise nach Südafrika Dez. 1933 Eintritt in den Ruhestand, Wohnsitz in Hirsau Kreis Calw (Schwarzwald) Bestandsbeschreibung: Private und dienstliche Unterlagen vor allem aus der Tätigkeit beim Gouvernement von Deutsch-Südwestafrika, Materialien über Auswanderungswesen. (Stand: 1977) Inhaltliche Charakterisierung: Im Dezember 1954 überlies Geheimrat Dr. Hintrager dem Bundesarchiv den Rest seiner Papiere über seine Tätigkeit im kolonialen Dienst, nachdem er sein Buch „Südwestafrika in der deutschen Zeit" (Verlag Oldenbourg, München 1955) abgeschlossen hatte. Am 1. Juni 1914 hatte er Deutsch-Südwest „mit Urlaub und nur leichtem Gepäck" verlassen und wurde vom Ausbruch des 1. Weltkrieges auf einer Studienreise durch Südaustralien dort überrascht. Dadurch waren seine Bücher, Akten und Papiere in Südwestafrika zurückgeblieben und er hat sie nach Kriegsende nicht mehr bekommen. Koblenz, 1955 Schaffner, Archivinspektor Zitierweise: BArch N 1037/... * 1905-1938, Bundesarchiv, BArch N 1037
            Heylsches Landgut Pfauenmoos (Bestand)
            Stadtarchiv Worms, 189 · Bestand
            Teil von Stadtarchiv Worms (Archivtektonik)

            Bestandsbeschreibung: Abt. 189 Heylsches Landgut Pfauenmoos Umfang: 77 AK und ein lfm Überformate (einschl. 189_F = 307 VE) = 7,5 lfm Laufzeit: 1857 - 2007 1. Vorgeschichte und Übernahme der Unterlagen im Mai 2012 Nach dem Ableben von Ludwig C. v. Heyl zu Herrnsheim (1920-2010), der dem Archiv seit 1997 umfangreiche private und Firmenunterlagen übergeben hatte, die im Stadtarchiv intensiv verzeichnet worden sind (Abt. 185), traten seine beiden Söhne Dr. Ludwig v. Heyl (Landgut Nonnenhof, Bobenheim-Roxheim südlich v. Worms) und Dr. Johannes v. Heyl (Freidorf/Kanton Thurgau, CH) an das Stadtarchiv mit der Frage heran, ob eine Übernahme weiterer ergänzender, mit den bereits im Archiv lagernden und erschlossenen (vgl. Abt. 186) Unterlagen eng verschränkter Familienpapiere in Frage käme. Diese befanden sich auf dem 1848/49 von der Familie erworbenen Besitz Schloss bzw. Landgut Pfauenmoos (Kanton St. Gallen, Gemeinde Berg SG, Schweiz), seit 1923 eine Stiftung nach Schweizer Recht. Vor allem aufgrund der engen persönlichen Bindungen von Ludwig C. v. Heyl (‚Lu’) an Pfauenmoos, in dem er fast bis an sein Lebensende gemeinsam mit seiner Frau Gisela (1923-2011, geb. Greiser, verh. seit 1945) regelmäßig und länger gewohnt hatte, befänden sich dort zahlreiche private und Familienpapiere, die einer Sichtung und Erschließung harren würden. Abgesprochen wurde das Vorhaben auch mit Ludwig. v. Heyls jüngerem Bruder Gebhard v. Heyl (geb. 1930, wohnhaft München). Eine Übernahme familiärer Papiere wurde dabei auch angesichts beginnender Planungen für Sanierungsarbeiten am Objekt ins Auge gefasst. Das Archiv hat den Vorschlag angesichts der zu erwartenden Bedeutung der Familienunterlagen für die Geschichte der Stadt und der ihr eng verbundenen Familie von Heyl und vor dem Hintergrund der seit Jahren engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit ihren Angehörigen dieses Ansinnen gern aufgegriffen und sich im Vorfeld mit dem Kunsthistoriker und Verleger Dr. Ferdinand Werner abgestimmt, der sich 2010 als Mitherausgeber des umfangreichen Sammelbandes zur Familie und ihren Bauten bereits mit Pfauenmoos als hervorragenden Kulturdenkmal beschäftigt hatte. Nach den nötigen organisatorischen Klärungen 2011/12 erfolgte vom 23.-25. Mai 2012 eine Reise des Archivleiters Dr. Gerold Bönnen, der Archivmitarbeiterin Margit Rinker-Olbrisch (Dipl.-Arch. FH) und des erwähnten Dr. Ferdinand Werner in die Schweiz. Die Betreuung vor Ort erfolgte durch Dr. Johannes v. Heyl, mit dem auch alle aufkommenden Fragen vor- und nachbesprochen wurden. Die Archivalien befanden sich weit überwiegend in einem klimatisch gut geeigneten Raum im 2. OG, der Zustand und wichtige Arbeitsschritte wurden fotografisch dokumentiert. Wichtig war dem Stadtarchiv eine enge Kooperation mit dem Kantonsarchiv in St. Gallen, da selbstverständlich die die Stiftung und Örtlichkeit selbst betreffenden Archivalien vor Ort bleiben sollten. Durch diese kollegiale Zusammenarbeit (Gespräch vor Ort mit der für private Überlieferung zuständigen Mitarbeiterin Frau Regula Zürcher) und aufgrund der Bereitschaft der Familie bzw. der Familienstiftung konnte geklärt werden, das die direkt den Besitz und das Haus bzw. die Familienstiftung betreffenden Archivteile als Depositum im Kantonsarchiv hinterlegt und dort verzeichnet werden sollen, ein Austausch der Findmittel wurde vereinbart. Der für das Kantonsarchiv vorgesehene Anteil (ca. 13 lfm) umfasst Korrespondenz der Stiftungsverwaltung, des Fördervereins Schloss Pfauenmoos, Gutsbewirtschaftung (ab ca. 1890) und Waldwirtschaft, Amtsbücher (Kassenbücher, Rechnungswesen, Bankunterlagen etc.), Akten, Verträge betr. Erwerb, Verpachtung und Bauangelegenheiten, Inventare (auch beim Besitzübergang 1848/49) sowie ein Messbrief (1849). Dazu kommen einige Unterlagen der Lederhandels-AG (Schweiz) . In etwa denselben Umfang (ca. 12-13 lfm) hatte der vom Stadtarchiv Worms übernommene und am 25.5.2012 nach Worms verbrachte Anteil. Für einen Teil der Unterlagen wurde seine Digitalisierung und die Rückgabe der Originale an die Familie vereinbart (Chronik Pfauenmoos, Plansammlung, Fotografien). Der Aufenthalt vor Ort wurde durch Herrn Dr. Werner auch für eine umfassende fotografische Dokumentation des kunstgeschichtlich höchst interessanten Anwesens mit vielen Wormser Bezügen genutzt. Eine Monographie zur Geschichte des denkmalgeschützten Bauwerks befindet sich derzeit in Planung. Dr. Werner und Claus Reisinger (Wernersche Verlagsgesellschaft) haben im Anschluss an die Reise ehrenamtlich ca. 30 Familienfotografien aus Pfauenmoos, die dort hingen und inzwischen wieder zurückgebracht wurden, hochwertig für die Fotoabteilung des Stadtarchivs dokumentiert (80 Abb. = 1,93 GB). 2. Verzeichnung und Besonderheiten Die Verzeichnung des Bestandes (neue Archivabteilung 189) erfolgte zwischen Juni 2012 und Januar 2013 durch den Archivleiter, unter Mithilfe einer studentischen Praktikantin. Ein Schenkungsvertrag mit der Stadt wurde bereits im August 2012 mit Dr. Johannes v. Heyl abgeschlossen. Eine Kassation fand nur in sehr geringem Umfang statt; lediglich 18 Aktenordner aus der sehr umfangreichen Korrespondenzserie von Ludwig v. Heyl in den Jahren 1977 bis 2000 (ca. 2 lfm: Glückwünsche 1986-90, Weihnachtskarten und -grüße 1975-1981, 1991, 1994, 1998; Allg. Korresp. 1975-77; 60. Geb. 1980; Allg. Korrespondenz Schweiz und international 1990-99) wurden wegen der Redundanz der Unterlagen nicht übernommen. Sonderregelungen erfolgten für die im Stadtarchiv digitalisierte und wieder in die Schweiz zurückkehrende Pfauenmoos-Chronik (Hauschronik, Nr. 001), die nach ihrer teilweisen Digitalisierung (Nov. 2012, Digitalisierungszentrum Stadtarchiv Mannheim) zurückkehrenden Pläne sowie einen Teil der älteren Fotografien. Aus Gründen der Bestandserhaltung bleiben die ältesten, bis 1845 (Daguerrotypie !) zurückreichenden gerahmten Fotos im Bestand, das Archiv kümmert sich hier um die fachliche Behandlung und gewährleistet u.a. eine optimale Klimatisierung. Wie erwähnt, wurden die weitaus meisten gerahmt hängenden älteren Familienfotos digitalisiert und sind bereits im Original wieder nach Pfauenmoos zurückgekehrt. Zur Ergänzung des Bestandes hat Dr. Werner von ihm aus dem Archiv der ETH Zürich beschaffte Entwürfe des Architekten Bluntschli über Umbauvorhaben an Pfauenmoos aus der Zeit um 1880/90 dem Archiv digital zur Verfügung gestellt. 3. Inhaltliche Schwerpunkte Der Bestand stellt vor allem deshalb eine so erfreuliche Erweiterung der übrigen Heylschen Nachlassbestände dar, weil hier eine Fülle von Querverbindungen zu anderen Teilen der Familienunterlagen bestehen. Vor allem Ludwig v. Heyl jun. (1920-2010) hatte in größerem Umfang persönliche Papiere (u.a. Korrespondenzen seit den 1930er Jahren bis zu seinem Ableben, auch ältere Familienfotos einschl. Daguerrotypien bis zurück in das Jahr 1845) an seinem Wohnort in der Schweiz gelagert, die jetzt zusammen mit den bereits verzeichneten Unterlagen (Abt. 185, 186, 1801/1) genutzt werden können. Die Verzahnungen mit anderen Familienarchiv-Beständen sind eng. Die erarbeitete Klassifikation versucht, den unterschiedlichen Bestandsteilen Rechnung zu tragen. Im Mittelpunkt steht Korrespondenz der beiden Wohnberechtigten Ludwig v. Heyl (sen., 1886-1962) und vor allem seines Sohnes Ludwig v. Heyl (jun., ‚Lu’) aus der Zeit zwischen den 1920er Jahren und der Zeit kurz nach 2000. Inhaltlich spiegelt der Bestand zahlreiche familiäre und Firmenaspekte der Familie von Heyl wieder, da in Pfauenmoos Unterlagen großer thematischer Vielfalt lagerten, ein Abbild dieser Schwerpunkte ist die erarbeitete Klassifikation. Zu nennen sind aus der Überlieferung Ludwig v. Heyls (sen., 1886-1962) vor allem Korrespondenzen zwischen den 1920er Jahren und seinem Ableben, u.a. mit Schweizer Persönlichkeiten wie dem zeitweiligen Bundespräsidenten und Stiftungsratsvorsitzenden Dr. Thomas Holenstein. Dazu kommen Unterlagen über die nach 1946 für Worms aktivierte karitativ-kirchliche Schweizer Hilfe (u.a. Korr. mit Pfr. Buff) sowie innerfamiliärer und auch firmenbezogenener Briefwechsel. Einen besonderen Schwerpunkt markieren die umfangreichen Korrespondenzen seines Sohnes Ludwig v. Heyl (jun., 1920-2010), unter anderem der Briefwechsel aus den Kriegsjahren, Familienschriftverkehr, werksbezogene Briefe (Fa. Heyl-Liebenau bis zur Liquidierung 1974) und Materialien, Unterlagen zu seiner nach 1951 starken Verbundenheit mit den Bayreuther Festspielen und seinen gesellschaftlichen Aktivitäten in Vereinigungen wie Rotary-Clubs, Interessenvertretungen der Lederindustrie, Traditionsverbänden (Militaria) u.a. Auf all diesen Feldern bestehen enge Verzahnungen mit den in Abt. 185 bereits vorhandenen Unterlagen, weshalb bei einer Beschäftigung mit diesen Themengebieten beide Bestände parallel zu nutzen sind. Hinzu kommen ältere Unterlagen zu Pfauenmoos aus der Zeit seit ca. 1880, eine Plansammlung, Fotos und vermischtes Material sowie persönliche Unterlagen von Gisela von Heyl, vor allem familiärer Briefwechsel aus der Zeit zwischen ca. 1970 und 2000 (für die Nutzung gesperrt, s.u.). Die Fotografien wurden in einem eigenen, 36 Verzeichnungseinheiten umfassenden Teilbestand 189_F verzeichnet. Unter diesen sind neben den bis 1845 zurückreichenden Familienbildern auch Diaserien der 1970er Jahre zum Abriss des Majorshofs und des Werkes Liebenau hervorzuheben. 4. Nutzung und rechtliche Fragen Ungeachtet der Tatsache, dass die Unterlagen nach dem Abschluss des Schenkungsvertrages in das Eigentum der Stadt Worms übergegangen sind, wurden für gut 20 Verzeichnungseinheiten Sperrfristen für die Benutzung festgelegt, da dort in besonderer Weise privat-persönliche Belange Ludwig v. Heyls und seiner Frau Gisela berührt sind. Davon abgesehen bestehen keine Nutzungsbeschränkungen. 5. Literatur (zum Gebäude) - Ferdinand Werner, Von Wohnhäusern, Landsitzen und Villen, in: Die Wormser Industriellenfamilie von Heyl. Öffentliches und privates Wirken zwischen Bürgertum und Adel, hg. v. Gerold Bönnen u. Ferdinand Werner, Worms 2010, S. 187-311 (Registereinträge S. 533) - Geschichte von Pfauenmoos und Gemeinde Berg, der Steinerburg und Gemeinde Steinach, gewidmet den Gästen am 80. Geburtstag von S. Exzellenz dem Freiherrn v. Heyl [1923], gedr. 15 S. Worms, im Januar 2013 Dr. Gerold Bönnen, Leiter des Stadtarchivs Worms

            Heye, Wilhelm
            BArch, N 18 · Bestand · 1945-1970
            Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

            Geschichte des Bestandsbildners: 31.01.1869 - 11.03.1947, Generaloberst Bestandsbeschreibung: Vornehmlich Lebenserinnerungen 1869-1945, u.a.über die Tätigkeit in der Obersten Heereleitung (1918) und als Chef der Heeresleitung (1926-1930) sowie vereinzelte Unterlagen zu den Waffenstillstandsverhandlungen 1918/19 und den Abrüstungsverhandlungen 1932/33. Zitierweise: BArch, N 18/...

            Heye, Wilhelm
            Hertling, Georg Graf
            BArch, N 1036 · Bestand · 1862-1918
            Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

            Geschichte des Bestandsbildners: NDB 8, S. 702 ff. MdR (Zentrum, 1875-1912), Bayerischer Ministerpräsident (1912-1917), Reichskanzler (1917-1918) Bestandsbeschreibung: Schriftwechsel mit Familienangehörigen (vorwiegend politischen Inhalts), Manuskripte zu Veröffentlichungen und Reden, Korrespondenz über Zentrumspartei, Katholizismus, Görres-Gesellschaft, deutsche Beziehungen zum Vatikan sowie Angelegenheiten der Reichspolitik. Weitere Unterlagen im Erzbischöflichen Archiv in München. (Stand: 1977) Zitierweise: BArch, N 1036/...

            Herrschaft Hueth (Bestand)
            Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland, 110.12.00 · Bestand · 1140-1925
            Teil von Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)

            Die BORCKEschen Besitzungen im rechtsrheinischen Teile des Herzogtums KLEVE setzten sich zusammen aus den 4 Rittersitzen HUETH, ROSAU, OFFENBERG und WENGE samt den Unterherrschaften BIENEN und PRAEST-DORNICK. Der Kammerpräsident und Geheime Rat, der spätere Etatsminister, Friedrich Wilhelm v. BORCKE hatte 1736 die Häuser HUETH und ROSAU aus dem WYLICH-LOTTUMschen Konkurs und 1744/45 die RECKEschen Herrschaften OFFENBERG-PRAEST-DORNICK erworben. Da die Archive der Vorbesitzer ganz oder zum Teil mitübernommen wurden, setzt sich der Bestand aus 3 Hauptgruppen zusammen: Dem RECKEschen Archiv (I und II), einem Teile des WYLICH-LOTTUMschen Archives (III und IV) und dem BORCKEschen Archiv (IV und V) I und II. Die rheinischen Besitzungen der Familie v.d. RECKE stammten zur Hauptsache von der Familie v. WYLICH zu WENGE, die 1636 im Mannesstamm ausgestorben war. Erben waren die Schwester des letzten v. W. GERBERGA (+ 1637) bzw. ihre Söhne 2. Ehe KONRAD und DIETRICH v.d. RECKE. Der Besitz umfaßte die Häuser WENGE (bei DORNICK) und NEUENHOFEN (in KREFELD-BOCKUM) sowie Güter und Weiden in der Grafschaft ’s HEERENBERG. KONRAD v.d. RECKE, später Amtskammerpräsident in KLEVE, erhielt bei der Teilung diese mütterlichen Besitzungen. Im Jahre 1670 erwarb er das adelige Haus OFFENBERG im Tausch gegen das WYLICHsche Haus zu EMMERICH und setzte 1677 durch, daß dieses aus der Herrschaft BIENEN losgelöst und mit einem Teile der Bauernschaft BERGE zur Unterherrschaft erhoben wurde. Im Jahre 1678 erhielt er auch die Gerichtshoheit über PRAEST und DORNICK. Das Archiv setzt sich dementsprechend zusammen aus dem Archiv der Familie v. WYLICH (I) und dem umfangreichen Nachlaß des KONRAD v.d. RECKE (+ 1713) (II). Das WYLICHsche Archiv enthält auch die Archive der Familien NEUENHOFEN-OSSENBROICH (im Urkundenteil als NEUENHOFEN bezeichnet), WISSEL, LOWENBERG und GOHR. III. Das WYLICH-LOTTUMsche Archiv ist vermutlich nach dem Tode des Generalfeldmarschalles KARL PHILIPP v. W. 1719 aufgeteilt worden, da über das Haus GRONDSTEIN, das an den 2. Sohn überging, hier fast alle Akten fehlen und auch der Urkundenbestand Lücken aufweist. Doch sind die wertvollen Amtsakten der GODART, CHRISTOFFEL, OTTO und CHRISTOFFEL, von denen die 3 ersten Amtmänner in GENNEP waren (1455-1546), die beiden letzten das Amt HETTER innehatten (1542-1590), auf HUETH geblieben (jetzt KLEVE-MARK XI d GENNEP und HETTER); ferner auch die Nachlässe des Freiherrn JOHANN SIGISMUND (+ 1677) mit den Akten des Amtes HEMERS (jetzt KLEVE-MARK XI d) und des Generalfeldmarschalls KARL PHILIPP. 38 Urkunden, die dem Bestand entweder 1719 oder beim Verkauf des Gutes 1736 entfremdet worden waren, wurden 1862 vom Geh. Staatsarchiv überwiesen. Sie wurden jetzt wieder mit dem Bestand vereinigt, nachdem sie bislang einen eigenen Bestand Herrschaft GRONDSTEIN gebildet hatten. Die Besitzungen der Familie in der HETTER stammen vielleicht zu einem Teile von den Familien HEKEREN und LOEL. 1645 wurde das Haus HUETH mit BIENEN, BERGE und ANROP zur Unterherrschaft erhoben. Die Herrschaft GRIBBENVORST-LOTTUM, die aus dem Nachlaß der ALEID v. BARSD0NK (+ nach 1420) stammte, mußte in einem jahrelangen Prozeß mit den v. MARWICK behauptet werden. GRONDSTEIN gelangte 1535 durch Erbschaft in den Besitz des OTTO v.WYLICH (vermählt mit ELISABETH v. GRONDSTEIN). (Vgl. hierzu das alte Findbuch: Herrschaft GRONDSTEIN; jetzt Akten Nr. 1401) Die Herrschaft WEHL wurde 1671 und das Haus ROSAU 1690 käuflich erworben (s. auch Dep Wylich-Lottum). Die Akten des HUETHschen Lehnhofes wurden zu einer besonderen Gruppe zusammengefaßt, da hier eine Scheidung der WYLICHschen und BORCKEschen Teile nicht möglich war. V. Die Familie BORCKE hat bis zu ihrem Aussterben im Mannesstamme 1872 das Haus HUETH besessen. Von den umfangreichen Besitzungen des Etatsministers FRIEDRICH WILHELM v. B. waren bei der Erbteilung 1769 die klevischen Besitzungen und die v. STEDERschen Lehen an seinen Sohn, den Generalkommissar und späteren preußischen Gesandten ADRIAN HEINRICH gelangt. Unter dessen Sohn FRIEDRICH HEINRICH (+ 1825) begann der Verfall des Familienvermögens. Überkommene Schulden, der Verlust der Hoheitsrechte samt der aus ihnen fließenden Einkünfte, die schlechte wirtschaftliche Lage des Grundbesitzes nach den Befreiungskriegen, zumal aber der unglückliche Ausgang eines Erbschaftsprozesses mit dem Stiefbruder v. VATTEL zu. Neufchatel 1819 brachten die Familie in eine schwierige wirtschaftliche Lage. Es war nach dem Tode des Grafen wohl nur dem Verwalter Rittmeister SONORÈ sowie den Vormündern zu danken, daß die Besitzungen nicht unter den Hammer kamen. Bei der Erbteilung 1843 erwarb der älteste Sohn Graf HEINRICH BORCKE das Haus HUETH, die übrigen Höfe gelangten an die Mutter und die Geschwister. Von seinem Nachfolger, dem Freiherrn v. WITTENHORST- SONSFELD, erwarb 1872 die Preußische Archivverwaltung das sogenannte alte Archiv (I - IV) und die Nachlässe des Ministers FRIEDRICH WILHELM und des Gesandten ADRIAN HEINRICH v. BORCKE (Dienstakten E 1 III 48 ff.). Durch Verfügung der Archivdirektion vom 5. Juni 1873 mußten die umfangreichen und wertvollen Nachlässe der beiden BORCKE sowie Teile der Nachlässe des KONRAD v.d.RECKE und des Generalfeldmarschalls v. WYLICH-LOTTUM an das Geheime Staatsarchiv in Berlin abgegeben werden. Nach der Durchführung des Herkunftsgrundsatzes (Provenienzprinzips) wurden 1889 die Amtsakten des Etatsministers auf die Staatsarchive Düsseldorf, Münster und Marburg verteilt, auch die RECKEschen und WYLICHschen Akten an das Staatsarchiv Düsseldorf zurückgegeben (Dienstakten A 7 g 1 88 A.V. 1884/33). Die BORCKEschen Nachlässe blieben in Berlin (vgl. die Verzeichnisse am Ende des Findbuches, für die klevischen Kammerakten z.Zt. den Bestand BORCKE-HUETH). Als 1935 der Restbestand des HUETHschen Archivs erworben wurde, mußte die Aufteilung von 1889 zur Grundlage gemacht werden. Dementsprechend wurden die zu den Nachlässen der Familie BORCKE gehörigen Stücke und die Akten über die ostelbischen Besitzungen nach Berlin, einzelne Amtsakten an die Staatsarchive Münster und Marburg abgegeben (siehe die Verzeichnisse am Ende des Findbuches). In Düsseldorf blieben die Verwaltungsakten des 18. und 19. Jhs., soweit sie sich auf HUETH und die HALBERSTÄDTschen Lehen bezogen, sowie der umfangreiche Nachlaß des Grafen FRIEDRICH HEINRICH BORCKE, der vorwiegend in großherzoglich bergischen Diensten tätig gewesen war. Die Jugendbriefe FRIEDRICHS des GROSSEN an den Etatsminister v. B., die 1873 von dem Verkauf ausgeschlossen waren, sind seitdem verschollen (1 Brief b. Stromberg, Haus Elverlingsen b. Altena/W., weitere Briefe b. Gravert, Gestüt Midlinghoven b. Düsseldorf-Hubbelrath; 1921 noch vorhanden, s. Krudewig, Niederrhein. Heimatbll. 1, 1921, Nr. 14). Die Ordnung der 1935 erworbenen Akten wurde zum Anlaß genommen, auch den früher erworbenen Bestand neu zuverzeichnen. Bei den Urkunden wurde die Ordnung in der Zeitfolge aus praktischen Gründen beibehalten, zumal die Zuweisung einzelner Stücke an eine bestimmte Gruppe nicht immer möglich war. Ein kleiner Bestand von Urkunden und Akten, der dem Archiv durch den Rektor Bröring zu Rees entfremdet worden war, gelangte 1936 zusammen mit dessen Sammlung ins Staatsarchiv und wurde wieder mit dem Hauptbestand vereinigt. Düsseldorf, den 24. Oktober 1936 gez. Oediger Urkunden Erläuterung der Herkunftbezeichnungen Bilandt: Urkunden der Familie v. BYLANDT die durch die Heirat der JUTTA v.B. mit GADERT v. WYLICH an die Familie WYLICH-LOTTUM (III) gekommen sind; Botzelaer: Zugehörigkeit der nur in Abschriften erhaltenen Urkunden ungewiß. Gohr: Nachlaß des ADOLF v. GOHR und seines Sohnes ADELHARD, 1605 an die Familie v. WYLICH (I) gelangt. Hekeren: Archiv der Familie von H. (vgl. über sie ILGEN, Herzogtum Kleve I); Wahrscheinlich Bestandteil des WYLICH-LOTTUMschen Archives (III). Horne = Haaren: Haus HORNE im Amte HAMM, ursprünglich im Besitz der Familie HARMAN (HARME oder HARMELEN), später durch die Heirat der GERBERGA v. HARMAN, geb. v. WYLICH, mit KONRAD v.d. Recke an die Familie v.d. Recke gelangt (vgl. Akten 1303). Loel: Wahrscheinlich Bestandteil des WYLICH-LOTTUMschen Archives (III). Löwenberg: Urkunden der Familie LEWENBERG, nach 1485 an die Familie v. WYLICH (I) gelangt (durch die Heirat der HILLE L. mit JOHANN v. WYLICH 1466). Neuenhofen: Archiv des Hauses NEUENHOFEN zu Krefeld-Bockum (Inhaber v. NEUENHOFEN und OSSENBROICH) durch GERBERIG v. OSSENBROICH 1550 an die Familie WYLICH (I) gelangt; zur Geschichte der Familie Wylich-Lottum s. Liese, Das klassische Aachen II 88ff (VI B 354 20) Recke: siehe II. Wylich: siehe I. Wylich-Lottum: siehe III. Wissel: Teil des Archivs, der Familie v. W., wahrscheinlich zum WYLICHschen Archiv gehörig (GERTRUD v. WISSEL in erster Ehe mit GODART v. WYLICH vermählt). Das eigentliche Familienarchiv Ossenbruch befindet sich zu Brünninghausen i. W. (Freiherr von Romberg) (vgl. Rep. 4 III) (jetzt Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen ?; vgl. handschriftlichen Randvermerk „StA Münster im analogen Altfindbuch 110.12.1, Bl. IX) Depositum Hueth II (von Wittenhorst-Sonsfeld) Von den Archivbeständen auf Schloß Hueth (Urkunden und Akten der Schloßbesitzer von Wylich-Lottum, von Wylich-Wenge, von der Recke, von Borcke und zuletzt von Wittenhorst-Sonsfeld) wurde 1872 durch die Preuß. Archivverwaltung das sog. alte Archiv mit den Nachlässen des Ministers Friedrich Wilhelm und des Gesandten Adrian Heinrich von Borcke erworben. Die letzteren sowie Teile aus dem alten Archiv kamen 1873 durch Verfügung der Archivdirektion an das Geh. Staatsarchiv in Berlin. Die Amtsakten wurden 1889 nach Provenienzprinzip auf die Staatsarchive Düsseldorf, Münster und Marburg verteilt. 1935 wurde der Restbestand des Archivs der Herrschaft Hueth erworben und auf der Grundlage von 1889 aufgeteilt. Die 1872 und 1935 erworbenen Akten, die in das Staatsarchiv Düsseldorf gelangten, sind zusammen im Findbuch der Herrschaft Hueth (C 135) 1936 von dem späteren Direktor des Hauptstaatsarchivs Düsseldorf, Dr. Oediger, verzeichnet worden. Zurück blieben im Besitz der Freiherren von Wittenhorst-Sonsfeld auf Hueth Teile des Familienarchivs der Grafen von Borcke und das Familienarchiv der Freiherren von Wittenhorst-Sonsfeld. Das Wittenhorstsche Archiv wurde 1933 durch Landesarchivrat Dr. Kisky im Findbuch Wittenhorst und Borcke (Hueth) verzeichnet (H 4 XIV); die Sichtung und Ordnung der restlichen Bestände wurde durch das Landesarchiv geplant, konnte jedoch vor dem Krieg nicht mehr durchgeführt werden. Dieser letzte Teil des Archivs wurde durch die Archivberatungsstelle aus den beschädigten Archivräumen in die Keller der kath. Volksschule zu Rees gebracht. Als 1958 die Keller geräumt werden mußten, kam das Archiv als Depositum in das Staatsarchiv Düsseldorf (Depositalvertrag vom 27.11.1958; Acc. Nr.88/1958; Tageb. Nr. 3801-H XVII). Das Depositum umfaßte 3 Kisten mit Akten, vorwiegend des 18.und 19. Jahrhunderts, sowie eine Kiste mit teilweise vermoderten Büchern, ein Herbarium und diverse Karten. Es wurde in Saal V untergebracht. Am 16.12. 59 erhielt Klaus Frh. von Wittenhorst-Sonsfeld von seinem Bruder die Vollmacht, Teile dieser Archivalien zu entnehmen. Den Rest des völlig umgeordneten und durcheinandergeratenen Aktenbestandes begann Dr. Lahrkamp zu verzeichnen. Diese Arbeit wurde Juli-September 1962 von der Unterzeichneten zu Ende geführt. Bei der Durchsicht stellte sich heraus, daß es sich bei mehr als der Hälfte des Bestandes noch um Teile des von Borckeschen Archivs handelt mit Schwerpunkt um 1800 (Graf Adrian Heinrich von Borcke, gest. 1791, Graf Friedrich Heinrich, gest. 1825). Ferner enthält der Bestand noch einzelne Stücke aus den Archiven der von Borckeschen bezw. Wittenhorstschen Verwandtschaft (Sommer, Bünte, von Goltstein zu Beeck). Um dem Eigentümer des Bestandes nicht vorzugreifen, wurde nicht kassiert, obwohl ein großer Teil der Akten von geringem Wert ist, sondern lediglich die archiv-unwürdigen Stücke aussortiert und in einen gesonderten Umschlag gelegt. Düsseldorf, den 10. September 1962 Dr. Niemeyer Abgänge aus Hueth, Akten II 1) Herrn Dr. Frhr. v. Wittenhorst sind folgende Archivalien ausgehändigt worden: 23.1.60: 13 Aktentitel - 6.2.60: 1 Akte betreffend die Kirche zu Haldern; 1 Akte betreffend Einnahmen, Vermögen und Schulden von Sonsfeld (5 Blätter); 5 Akten zurück - 13.2.60: Bestallung des Fr. W. v. Wittenhorst zum Deichgrafen 1678 Juni 28 (Urk.); Akte betr. Kapital der Erben v. Sonsfeld 1805 ff.-1831; 1 Schreiben von 1837 Familie v. Wittenhorst betr. - 26.3.60: Verschiedene Grundbuch- und Kataster-Auszüge (8)1 Akte über Wittenhorst’sche Erbauseinandersetzung vom Jahre 1833 und früher - 2.4.60: 3 Stücke aus Salm-Salm - von Wittenhorst 1717; 1 Akte Eickelbaumschlag zu Haffen 1664-1721; Patent von 1845 - 9.4.60: Akte Nr. 15 vom 27.1.1572 (2 Pergamente); Akte, eine Präbende von Soest betreffend, Nr. 962 von 1835; 2 Schreiben des Bürgermeisters Vrasselt von 1894 und 1896 2) Am 19.6.1963 wurden folgende Akten an das Geheime Staatsarchiv, Berlin-Dahlem, abgegeben: Nachlaß Friedrich Wilh. v. Borcke Nr. 40) Praebende des Staatsministers Friedrich Wilhelm v. Borcke beim Domkapitel zu Havelberg (mit Listen der minores und electi), 1703-1783 - Nr. 63) Quittungen für Kammerpräsident v. Borcke u. Kriegsminister v. Borcke (Stempelgebühr f.d. Kauf v. Gut Falkenberg/Mittelmark, Einzahlungen auf die Feld-Kriegskasse f. Leutnant v. Borcke + vor 17.1.1760), 1732, 1751-1763 - Nr. 77) Kataloge u. Briefwechsel über den Erwerb v. Kupferstichen, 1750-1756 - Nr. 137) Verzeichnisse von Kupferstichen u. Kupferstechern nebst Korrespondenz, 1751-1756 - Nr. 76) Briefe u. Rechnungen des Händlers Trible über Juwelen, Gemälde, Kupferstiche, Nippes für v. Borcke, 1756-1762 - Nr. 119) Korrespondenz des Ministers v. Borcke, 1763-1769 - Nr. 233) Briefe des Marschalls v. Polen nach Dresden, 1769 - Nr. 36) Maßnahmen der klevischen Regierung betr. Untersuchung des Gemütszustandes des Ministers Friedrich Wilhelm v. Borcke und Administration der Borcke’schen Güter; Verfahren gegen Amalia Rieck, Wirtschafterin auf Hueth, wegen Veruntreuungen, 1768-1769 - Nr. 53) Akten betr. Verkauf von Hausrat Borckes an Mademoiselle Rieken, 1764-1768 - Nr. 106) Akten zum Prozeß gegen Amalia Rieck (in), 1765-1771 - Nr. 225) Abrechnung von Kampen über Geldgeschäfte des Etats-Ministers v. Borcke, Quittung von 1673, 1673-1757 - Nr. 222) Rechnungen u. Quittungen für Etats-Minister v. Borcke, (1739), 1747-1760 - Nr. 116) Handwerker- u. Lieferanten-Quittungen für v. Borcke, 1761-1767 - Nr. 102) Schriftwechsel, Abrechnungen u. Belege betr. Kuxen, 1764-1768 - Nr. 153) Auktionsabrechnung v. Borcke’scher Mobilien, 1764 - Nr. 173) Abrechnung über die Prozeßkosten v. Borcke ca. von Sonsfeld, 1766 Nachlaß Adrian Heinrich v. Borcke Nr. 235) Briefe Nettelbuschs aus Minden betr. Appellation des Domkapitulars v. Kessel gegen den Domkapitular Nottel, 1771 - Nr. 156) Judikatmäßige Berechnung in Causa der separierten Geh. Legationsrätin v. Borck oa. den Geh. Legationsrat v. Borck, 1774 - Nr. 174) Erbschaftseintreibung durch A.H. v. Borcke für Christian Klein (1773) u. Markus Israel (1772), 1772-1773 - Nr. 4) Rechnungen für den Geheimrat Baron v. Borcke zu Berlin, sowie Auktionskatalog von 1764, 1764-1781 - Nr. 94) Belege über die von Adrian Heinrich v. Borcke für seinen Bruder Carl August v. B. bezahlten Schulden, 1767-1769 - Nr. 223) Rechungen, Quittungen u. Kaufangebote für Geh. Rat von Borcke, 1770-1789 - Nr. 149) Clausthaler Gruben-Extrakt, Abrechnung, Kux-Preise, 1773-1782 - Nr. 172) Dekret des kursächs. Generalkriegsgerichts in Sachen A.H. v. Borcke ca. Rudolph von Bünau nebst Korrespondenz, die sich auf den Prozeß Marie v. Borcke oa. Johann Friedrich Gürtler bezieht, 1775 - Nr. 207) Prozeß gegen die v. Borckesche Bediente Anna Dorothea Louise Richter, 1776 - Nr. 168) Prozeß von Borcke ca. Erben von Jever, Catjenove u. Schuylenburg, 1783-1790 Amtsakten Nr. 254) Gesuche von Textilfabrikanten um Befürwortung durch v. Borcke, 1777 - Nr. 142) General-Designation der von Kaufleuten im Fürstentum Halberstadt aus den Samt- u. Seidenfabriken aus Berlin, Potsdam, Frankfurt u. Köpenick bezogenen Waren u. ihres Wertes (1775-1776); Vorspann-Paß für Fabrik-Direktor Schlegel (1777); Forderungen der Witwe Schiemenz gegen den flüchtigen Seidenfabrikanten Gebhardt (1777); Akten betr. Seidenstrumpf-Fabrik des Schutzjuden Levin Moses Levi 1778, 1775-1778 - Nr. 205) Vorschläge, in den kgl. Preußischen Staaten den Salmiak zum einheimischen Produkt zu machen u. das Salpeter-Wesen zu verbessern von Wilhelm Gottfried Pleueqnet u. Jacob Andreas Weber mit Empfehlungsschreiben (J.G. Hehl u. v. Reck), 1777 - Nr. 128) General-Extrakt der kurmärkischen Woll- u. Garnmagazine, 1777-1778 - Nr. 23) Bericht der preußischen Kriegs- u. Domänenkammer zu Kleve betr. die Krefelder Seidenwaren auf der Frankfurter Messe (mit Beilage: Magistrat zu Krefeld wegen Importschwierigkeiten, Moers 21. Januar 1778), 1778 - Nr. 150) Eingabe der Vitriol-Fabrik Schwartz & Co. An das Oberfinanzdirektorium, 1778 - Nr. 238) Empfehlung v. Rappes durch Kammersekretär v. Borcke an Geh. Rat v. Borcke, 1788 - Nr. 239) Befürwortungsgesuch der Firma J.H. Schumger an Geh. Rat v. Borcke, 1790 - Nr. 237) Ausarbeitung einer Preisfrage der Göttinger Gesellschaft des Ackerbaues u. der Künste über Monopolien, 1777 - Nr. 5) Denkschrift über Witwen- und Waisen-Kassen, aufgesetzt von Joh. August Kritter, Senator u. Kämmerer zu Göttingen, o. D. [nach 1779] - Nr. 240) Denkschrift über Zoll- u. Accisebestimmungen für Fabrikbetriebe (o. J., 46. Regierungsjahr des Königs = 1786), [1786] Retrokonversion des analogen Findbuches: Rheinisches GeschichtsKontor Klein Oesl Opheys GbR, Alfter, 2010 - Abschließende Kontrolle und Überarbeitung: Staatsarchivamtmann Jörg Franzkowiak, Juli-August 2013. Im analogen Altfindbuch 110.12.1 „Herrschaft Hueth enthalten, aber hier unberücksichtigt blieben: 3,5-seitiger Bericht über die Besichtigung der sich im Besitz des Fürsten zu Putbus, Stuttgart-Vaihingen, befindlichen Archivalien vom 27. Dezember 1960 (laut handschriftlichem Vermerk seit 1962 als Depositum Familienarchiv von Wylich-Lottum im Haupstaatsarchiv Düsseldorf) (vor Bl. II) - 4 Stammtafeln „Übersicht über die Verwandtschaftsverhältnisse (lose einliegend), „Tafel I: Übersicht über die Verwandtschaftsverhältnisse der Familien Wylich u. Ossenbroich (Bl. VI), „Tafel II: Familie von der Recke (Bl. VII) und „Tafel III: Wylich-Lottum (Bl. VIII) - Verzeichnung Familienarchiv Wylich-Lottum, Dep., Nr. 2, I-VIII (10 Bll., vor S. 147) - Amtsakten des Amtskammerpräsidenten Konrad von der Recke aus dem Huethschen Archiv (im Bestand Kleve-Mark, Akten) (S. 187) - Übersicht über die 1936 (an das Geh. Staatsarchiv Berlin) abgegebenen Teile des Huethschen Archivs (S. 188-189) - Verzeichnis der Borckeschen Amtsakten im Staatsarchiv Münster (S. 191-194) Die BORCKEschen Besitzungen im rechtsrheinischen Teile des Herzogtums KLEVE setzten sich zusammen aus den 4 Rittersitzen HUETH, ROSAU, OFFENBERG und WENGE samt den Unterherrschaften BIENEN und PRAEST-DORNICK. Der Kammerpräsident und Geheime Rat, der spätere Etatsminister, Friedrich Wilhelm v. BORCKE hatte 1736 die Häuser HUETH und ROSAU aus dem WYLICH-LOTTUMschen Konkurs und 1744/45 die RECKEschen Herrschaften OFFENBERG-PRAEST-DORNICK erworben. Da die Archive der Vorbesitzer ganz oder zum Teil mitübernommen wurden, setzt sich der Bestand aus 3 Hauptgruppen zusammen: Dem RECKEschen Archiv (I und II), einem Teile des WYLICH-LOTTUMschen Archives (III und IV) und dem BORCKEschen Archiv (IV und V)I und II. Die rheinischen Besitzungen der Familie v.d. RECKE stammten zur Hauptsache von der Familie v. WYLICH zu WENGE, die 1636 im Mannesstamm ausgestorben war. Erben waren die Schwester des letzten v. W. GERBERGA (+ 1637) bzw. ihre Söhne 2. Ehe KONRAD und DIETRICH v.d. RECKE. Der Besitz umfaßte die Häuser WENGE (bei DORNICK) und NEUENHOFEN (in KREFELD-BOCKUM) sowie Güter und Weiden in der Grafschaft ’s HEERENBERG. KONRAD v.d. RECKE, später Amtskammerpräsident in KLEVE, erhielt bei der Teilung diese mütterlichen Besitzungen. Im Jahre 1670 erwarb er das adelige Haus OFFENBERG im Tausch gegen das WYLICHsche Haus zu EMMERICH und setzte 1677 durch, daß dieses aus der Herrschaft BIENEN losgelöst und mit einem Teile der Bauernschaft BERGE zur Unterherrschaft erhoben wurde. Im Jahre 1678 erhielt er auch die Gerichtshoheit über PRAEST und DORNICK. Das Archiv setzt sich dementsprechend zusammen aus dem Archiv der Familie v. WYLICH (I) und dem umfangreichen Nachlaß des KONRAD v.d. RECKE (+ 1713) (II). Das WYLICHsche Archiv enthält auch die Archive der Familien NEUENHOFEN-OSSENBROICH (im Urkundenteil als NEUENHOFEN bezeichnet), WISSEL, LOWENBERG und GOHR.III. Das WYLICH-LOTTUMsche Archiv ist vermutlich nach dem Tode des Generalfeldmarschalles KARL PHILIPP v. W. 1719 aufgeteilt worden, da über das Haus GRONDSTEIN, das an den 2. Sohn überging, hier fast alle Akten fehlen und auch der Urkundenbestand Lücken aufweist. Doch sind die wertvollen Amtsakten der GODART, CHRISTOFFEL, OTTO und CHRISTOFFEL, von denen die 3 ersten Amtmänner in GENNEP waren (1455-1546), die beiden letzten das Amt HETTER innehatten (1542-1590), auf HUETH geblieben (jetzt KLEVE-MARK XI d GENNEP und HETTER); ferner auch die Nachlässe des Freiherrn JOHANN SIGISMUND (+ 1677) mit den Akten des Amtes HEMERS (jetzt KLEVE-MARK XI d) und des Generalfeldmarschalls KARL PHILIPP. 38 Urkunden, die dem Bestand entweder 1719 oder beim Verkauf des Gutes 1736 entfremdet worden waren, wurden 1862 vom Geh. Staatsarchiv überwiesen. Sie wurden jetzt wieder mit dem Bestand vereinigt, nachdem sie bislang einen eigenen Bestand Herrschaft GRONDSTEIN gebildet hatten. Die Besitzungen der Familie in der HETTER stammen vielleicht zu einem Teile von den Familien HEKEREN und LOEL. 1645 wurde das Haus HUETH mit BIENEN, BERGE und ANROP zur Unterherrschaft erhoben. Die Herrschaft GRIBBENVORST-LOTTUM, die aus dem Nachlaß der ALEID v. BARSD0NK (+ nach 1420) stammte, mußte in einem jahrelangen Prozeß mit den v. MARWICK behauptet werden. GRONDSTEIN gelangte 1535 durch Erbschaft in den Besitz des OTTO v.WYLICH (vermählt mit ELISABETH v. GRONDSTEIN). (Vgl. hierzu das alte Findbuch: Herrschaft GRONDSTEIN; jetzt Akten Nr. 1401) Die Herrschaft WEHL wurde 1671 und das Haus ROSAU 1690 käuflich erworben (s. auch Dep Wylich-Lottum).Die Akten des HUETHschen Lehnhofes wurden zu einer besonderen Gruppe zusammengefaßt, da hier eine Scheidung der WYLICHschen und BORCKEschen Teile nicht möglich war. V. Die Familie BORCKE hat bis zu ihrem Aussterben im Mannesstamme 1872 das Haus HUETH besessen. Von den umfangreichen Besitzungen des Etatsministers FRIEDRICH WILHELM v. B. waren bei der Erbteilung 1769 die klevischen Besitzungen und die v. STEDERschen Lehen an seinen Sohn, den Generalkommissar und späteren preußischen Gesandten ADRIAN HEINRICH gelangt. Unter dessen Sohn FRIEDRICH HEINRICH (+ 1825) begann der Verfall des Familienvermögens. Überkommene Schulden, der Verlust der Hoheitsrechte samt der aus ihnen fließenden Einkünfte, die schlechte wirtschaftliche Lage des Grundbesitzes nach den Befreiungskriegen, zumal aber der unglückliche Ausgang eines Erbschaftsprozesses mit dem Stiefbruder v. VATTEL zu. Neufchatel 1819 brachten die Familie in eine schwierige wirtschaftliche Lage. Es war nach dem Tode des Grafen wohl nur dem Verwalter Rittmeister SONORÈ sowie den Vormündern zu danken, daß die Besitzungen nicht unter den Hammer kamen. Bei der Erbteilung 1843 erwarb der älteste Sohn Graf HEINRICH BORCKE das Haus HUETH, die übrigen Höfe gelangten an die Mutter und die Geschwister. Von seinem Nachfolger, dem Freiherrn v. WITTENHORST- SONSFELD, erwarb 1872 die Preußische Archivverwaltung das sogenannte alte Archiv (I - IV) und die Nachlässe des Ministers FRIEDRICH WILHELM und des Gesandten ADRIAN HEINRICH v. BORCKE (Dienstakten E 1 III 48 ff.). Durch Verfügung der Archivdirektion vom 5. Juni 1873 mußten die umfangreichen und wertvollen Nachlässe der beiden BORCKE sowie Teile der Nachlässe des KONRAD v.d.RECKE und des Generalfeldmarschalls v. WYLICH-LOTTUM an das Geheime Staatsarchiv in Berlin abgegeben werden. Nach der Durchführung des Herkunftsgrundsatzes (Provenienzprinzips) wurden 1889 die Amtsakten des Etatsministers auf die Staatsarchive Düsseldorf, Münster und Marburg verteilt, auch die RECKEschen und WYLICHschen Akten an das Staatsarchiv Düsseldorf zurückgegeben (Dienstakten A 7 g 1 88 A.V. 1884/33). Die BORCKEschen Nachlässe blieben in Berlin (vgl. die Verzeichnisse am Ende des Findbuches, für die klevischen Kammerakten z.Zt. den Bestand BORCKE-HUETH). Als 1935 der Restbestand des HUETHschen Archivs erworben wurde, mußte die Aufteilung von 1889 zur Grundlage gemacht werden. Dementsprechend wurden die zu den Nachlässen der Familie BORCKE gehörigen Stücke und die Akten über die ostelbischen Besitzungen nach Berlin, einzelne Amtsakten an die Staatsarchive Münster und Marburg abgegeben (siehe die Verzeichnisse am Ende des Findbuches). In Düsseldorf blieben die Verwaltungsakten des 18. und 19. Jhs., soweit sie sich auf HUETH und die HALBERSTÄDTschen Lehen bezogen, sowie der umfangreiche Nachlaß des Grafen FRIEDRICH HEINRICH BORCKE, der vorwiegend in großherzoglich bergischen Diensten tätig gewesen war. Die Jugendbriefe FRIEDRICHS des GROSSEN an den Etatsminister v. B., die 1873 von dem Verkauf ausgeschlossen waren, sind seitdem verschollen (1 Brief b. Stromberg, Haus Elverlingsen b. Altena/W., weitere Briefe b. Gravert, Gestüt Midlinghoven b. Düsseldorf-Hubbelrath; 1921 noch vorhanden, s. Krudewig, Niederrhein. Heimatbll. 1, 1921, Nr. 14).Die Ordnung der 1935 erworbenen Akten wurde zum Anlaß genommen, auch den früher erworbenen Bestand neu zuverzeichnen. Bei den Urkunden wurde die Ordnung in der Zeitfolge aus praktischen Gründen beibehalten, zumal die Zuweisung einzelner Stücke an eine bestimmte Gruppe nicht immer möglich war. Ein kleiner Bestand von Urkunden und Akten, der dem Archiv durch den Rektor Bröring zu Rees entfremdet worden war, gelangte 1936 zusammen mit dessen Sammlung ins Staatsarchiv und wurde wieder mit dem Hauptbestand vereinigt. Düsseldorf, den 24. Oktober 1936gez. OedigerUrkundenErläuterung der Herkunftbezeichnungen Bilandt: Urkunden der Familie v. BYLANDT die durch die Heirat der JUTTA v.B. mit GADERT v. WYLICH an die Familie WYLICH-LOTTUM (III) gekommen sind;Botzelaer: Zugehörigkeit der nur in Abschriften erhaltenen Urkunden ungewiß. Gohr: Nachlaß des ADOLF v. GOHR und seines Sohnes ADELHARD, 1605 an die Familie v. WYLICH (I) gelangt. Hekeren: Archiv der Familie von H. (vgl. über sie ILGEN, Herzogtum Kleve I); Wahrscheinlich Bestandteil des WYLICH-LOTTUMschen Archives (III). Horne = Haaren: Haus HORNE im Amte HAMM, ursprünglich im Besitz der Familie HARMAN (HARME oder HARMELEN), später durch die Heirat der GERBERGA v. HARMAN, geb. v. WYLICH, mit KONRAD v.d. Recke an die Familie v.d. Recke gelangt (vgl. Akten 1303). Loel: Wahrscheinlich Bestandteil des WYLICH-LOTTUMschen Archives (III).Löwenberg: Urkunden der Familie LEWENBERG, nach 1485 an die Familie v. WYLICH (I) gelangt (durch die Heirat der HILLE L. mit JOHANN v. WYLICH 1466). Neuenhofen: Archiv des Hauses NEUENHOFEN zu Krefeld-Bockum (Inhaber v. NEUENHOFEN und OSSENBROICH) durch GERBERIG v. OSSENBROICH 1550 an die Familie WYLICH (I) gelangt; zur Geschichte der Familie Wylich-Lottum s. Liese, Das klassische Aachen II 88ff (VI B 354 20)Recke: siehe II. Wylich: siehe I. Wylich-Lottum: siehe III. Wissel: Teil des Archivs, der Familie v. W., wahrscheinlich zum WYLICHschen Archiv gehörig (GERTRUD v. WISSEL in erster Ehe mit GODART v. WYLICH vermählt). Das eigentliche Familienarchiv Ossenbruch befindet sich zu Brünninghausen i. W. (Freiherr von Romberg) (vgl. Rep. 4 III) (jetzt Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen ?; vgl. handschriftlichen Randvermerk „StA Münster im analogen Altfindbuch 110.12.1, Bl. IX)Depositum Hueth II (von Wittenhorst-Sonsfeld)Von den Archivbeständen auf Schloß Hueth (Urkunden und Akten der Schloßbesitzer von Wylich-Lottum, von Wylich-Wenge, von der Recke, von Borcke und zuletzt von Wittenhorst-Sonsfeld) wurde 1872 durch die Preuß. Archivverwaltung das sog. alte Archiv mit den Nachlässen des Ministers Friedrich Wilhelm und des Gesandten Adrian Heinrich von Borcke erworben. Die letzteren sowie Teile aus dem alten Archiv kamen 1873 durch Verfügung der Archivdirektion an das Geh. Staatsarchiv in Berlin. Die Amtsakten wurden 1889 nach Provenienzprinzip auf die Staatsarchive Düsseldorf, Münster und Marburg verteilt. 1935 wurde der Restbestand des Archivs der Herrschaft Hueth erworben und auf der Grundlage von 1889 aufgeteilt. Die 1872 und 1935 erworbenen Akten, die in das Staatsarchiv Düsseldorf gelangten, sind zusammen im Findbuch der Herrschaft Hueth (C 135) 1936 von dem späteren Direktor des Hauptstaatsarchivs Düsseldorf, Dr. Oediger, verzeichnet worden. Zurück blieben im Besitz der Freiherren von Wittenhorst-Sonsfeld auf Hueth Teile des Familienarchivs der Grafen von Borcke und das Familienarchiv der Freiherren von Wittenhorst-Sonsfeld. Das Wittenhorstsche Archiv wurde 1933 durch Landesarchivrat Dr. Kisky im Findbuch Wittenhorst und Borcke (Hueth) verzeichnet (H 4 XIV); die Sichtung und Ordnung der restlichen Bestände wurde durch das Landesarchiv geplant, konnte jedoch vor dem Krieg nicht mehr durchgeführt werden. Dieser letzte Teil des Archivs wurde durch die Archivberatungsstelle aus den beschädigten Archivräumen in die Keller der kath. Volksschule zu Rees gebracht. Als 1958 die Keller geräumt werden mußten, kam das Archiv als Depositum in das Staatsarchiv Düsseldorf (Depositalvertrag vom 27.11.1958; Acc. Nr.88/1958; Tageb. Nr. 3801-H XVII). Das Depositum umfaßte 3 Kisten mit Akten, vorwiegend des 18.und 19. Jahrhunderts, sowie eine Kiste mit teilweise vermoderten Büchern, ein Herbarium und diverse Karten. Es wurde in Saal V untergebracht. Am 16.12. 59 erhielt Klaus Frh. von Wittenhorst-Sonsfeld von seinem Bruder die Vollmacht, Teile dieser Archivalien zu entnehmen. Den Rest des völlig umgeordneten und durcheinandergeratenen Aktenbestandes begann Dr. Lahrkamp zu verzeichnen. Diese Arbeit wurde Juli-September 1962 von der Unterzeichneten zu Ende geführt. Bei der Durchsicht stellte sich heraus, daß es sich bei mehr als der Hälfte des Bestandes noch um Teile des von Borckeschen Archivs handelt mit Schwerpunkt um 1800 (Graf Adrian Heinrich von Borcke, gest. 1791, Graf Friedrich Heinrich, gest. 1825). Ferner enthält der Bestand noch einzelne Stücke aus den Archiven der von Borckeschen bezw. Wittenhorstschen Verwandtschaft (Sommer, Bünte, von Goltstein zu Beeck). Um dem Eigentümer des Bestandes nicht vorzugreifen, wurde nicht kassiert, obwohl ein großer Teil der Akten von geringem Wert ist, sondern lediglich die archiv-unwürdigen Stücke aussortiert und in einen gesonderten Umschlag gelegt.Düsseldorf, den 10. September 1962Dr. NiemeyerAbgänge aus Hueth, Akten II1) Herrn Dr. Frhr. v. Wittenhorst sind folgende Archivalien ausgehändigt worden:23.1.60: 13 Aktentitel - 6.2.60: 1 Akte betreffend die Kirche zu Haldern; 1 Akte betreffend Einnahmen, Vermögen und Schulden von Sonsfeld (5 Blätter); 5 Akten zurück - 13.2.60: Bestallung des Fr. W. v. Wittenhorst zum Deichgrafen 1678 Juni 28 (Urk.); Akte betr. Kapital der Erben v. Sonsfeld 1805 ff.-1831; 1 Schreiben von 1837 Familie v. Wittenhorst betr. - 26.3.60: Verschiedene Grundbuch- und Kataster-Auszüge (8)1 Akte über Wittenhorst’sche Erbauseinandersetzung vom Jahre 1833 und früher - 2.4.60: 3 Stücke aus Salm-Salm - von Wittenhorst 1717; 1 Akte Eickelbaumschlag zu Haffen 1664-1721; Patent von 1845 - 9.4.60: Akte Nr. 15 vom 27.1.1572 (2 Pergamente); Akte, eine Präbende von Soest betreffend, Nr. 962 von 1835; 2 Schreiben des Bürgermeisters Vrasselt von 1894 und 18962) Am 19.6.1963 wurden folgende Akten an das Geheime Staatsarchiv, Berlin-Dahlem, abgegeben:Nachlaß Friedrich Wilh. v. BorckeNr. 40) Praebende des Staatsministers Friedrich Wilhelm v. Borcke beim Domkapitel zu Havelberg (mit Listen der minores und electi), 1703-1783 - Nr. 63) Quittungen für Kammerpräsident v. Borcke u. Kriegsminister v. Borcke (Stempelgebühr f.d. Kauf v. Gut Falkenberg/Mittelmark, Einzahlungen auf die Feld-Kriegskasse f. Leutnant v. Borcke + vor 17.1.1760), 1732, 1751-1763 - Nr. 77) Kataloge u. Briefwechsel über den Erwerb v. Kupferstichen, 1750-1756 - Nr. 137) Verzeichnisse von Kupferstichen u. Kupferstechern nebst Korrespondenz, 1751-1756 - Nr. 76) Briefe u. Rechnungen des Händlers Trible über Juwelen, Gemälde, Kupferstiche, Nippes für v. Borcke, 1756-1762 - Nr. 119) Korrespondenz des Ministers v. Borcke, 1763-1769 - Nr. 233) Briefe des Marschalls v. Polen nach Dresden, 1769 - Nr. 36) Maßnahmen der klevischen Regierung betr. Untersuchung des Gemütszustandes des Ministers Friedrich Wilhelm v. Borcke und Administration der Borcke’schen Güter; Verfahren gegen Amalia Rieck, Wirtschafterin auf Hueth, wegen Veruntreuungen, 1768-1769 - Nr. 53) Akten betr. Verkauf von Hausrat Borckes an Mademoiselle Rieken, 1764-1768 - Nr. 106) Akten zum Prozeß gegen Amalia Rieck (in), 1765-1771 - Nr. 225) Abrechnung von Kampen über Geldgeschäfte des Etats-Ministers v. Borcke, Quittung von 1673, 1673-1757 - Nr. 222) Rechnungen u. Quittungen für Etats-Minister v. Borcke, (1739), 1747-1760 - Nr. 116) Handwerker- u. Lieferanten-Quittungen für v. Borcke, 1761-1767 - Nr. 102) Schriftwechsel, Abrechnungen u. Belege betr. Kuxen, 1764-1768 - Nr. 153) Auktionsabrechnung v. Borcke’scher Mobilien, 1764 - Nr. 173) Abrechnung über die Prozeßkosten v. Borcke ca. von Sonsfeld, 1766Nachlaß Adrian Heinrich v. BorckeNr. 235) Briefe Nettelbuschs aus Minden betr. Appellation des Domkapitulars v. Kessel gegen den Domkapitular Nottel, 1771 - Nr. 156) Judikatmäßige Berechnung in Causa der separierten Geh. Legationsrätin v. Borck oa. den Geh. Legationsrat v. Borck, 1774 - Nr. 174) Erbschaftseintreibung durch A.H. v. Borcke für Christian Klein (1773) u. Markus Israel (1772), 1772-1773 - Nr. 4) Rechnungen für den Geheimrat Baron v. Borcke zu Berlin, sowie Auktionskatalog von 1764, 1764-1781 - Nr. 94) Belege über die von Adrian Heinrich v. Borcke für seinen Bruder Carl August v. B. bezahlten Schulden, 1767-1769 - Nr. 223) Rechungen, Quittungen u. Kaufangebote für Geh. Rat von Borcke, 1770-1789 - Nr. 149) Clausthaler Gruben-Extrakt, Abrechnung, Kux-Preise, 1773-1782 - Nr. 172) Dekret des kursächs. Generalkriegsgerichts in Sachen A.H. v. Borcke ca. Rudolph von Bünau nebst Korrespondenz, die sich auf den Prozeß Marie v. Borcke oa. Johann Friedrich Gürtler bezieht, 1775 - Nr. 207) Prozeß gegen die v. Borckesche Bediente Anna Dorothea Louise Richter, 1776 - Nr. 168) Prozeß von Borcke ca. Erben von Jever, Catjenove u. Schuylenburg, 1783-1790AmtsaktenNr. 254) Gesuche von Textilfabrikanten um Befürwortung durch v. Borcke, 1777 - Nr. 142) General-Designation der von Kaufleuten im Fürstentum Halberstadt aus den Samt- u. Seidenfabriken aus Berlin, Potsdam, Frankfurt u. Köpenick bezogenen Waren u. ihres Wertes (1775-1776); Vorspann-Paß für Fabrik-Direktor Schlegel (1777); Forderungen der Witwe Schiemenz gegen den flüchtigen Seidenfabrikanten Gebhardt (1777); Akten betr. Seidenstrumpf-Fabrik des Schutzjuden Levin Moses Levi 1778, 1775-1778 - Nr. 205) Vorschläge, in den kgl. Preußischen Staaten den Salmiak zum einheimischen Produkt zu machen u. das Salpeter-Wesen zu verbessern von Wilhelm Gottfried Pleueqnet u. Jacob Andreas Weber mit Empfehlungsschreiben (J.G. Hehl u. v. Reck), 1777 - Nr. 128) General-Extrakt der kurmärkischen Woll- u. Garnmagazine, 1777-1778 - Nr. 23) Bericht der preußischen Kriegs- u. Domänenkammer zu Kleve betr. die Krefelder Seidenwaren auf der Frankfurter Messe (mit Beilage: Magistrat zu Krefeld wegen Importschwierigkeiten, Moers 21. Januar 1778), 1778 - Nr. 150) Eingabe der Vitriol-Fabrik Schwartz & Co. An das Oberfinanzdirektorium, 1778 - Nr. 238) Empfehlung v. Rappes durch Kammersekretär v. Borcke an Geh. Rat v. Borcke, 1788 - Nr. 239) Befürwortungsgesuch der Firma J.H. Schumger an Geh. Rat v. Borcke, 1790 - Nr. 237) Ausarbeitung einer Preisfrage der Göttinger Gesellschaft des Ackerbaues u. der Künste über Monopolien, 1777 - Nr. 5) Denkschrift über Witwen- und Waisen-Kassen, aufgesetzt von Joh. August Kritter, Senator u. Kämmerer zu Göttingen, o. D. [nach 1779] - Nr. 240) Denkschrift über Zoll- u. Accisebestimmungen für Fabrikbetriebe (o. J., 46. Regierungsjahr des Königs = 1786), [1786]Retrokonversion des analogen Findbuches: Rheinisches GeschichtsKontor Klein Oesl Opheys GbR, Alfter, 2010 - Abschließende Kontrolle und Überarbeitung: Staatsarchivamtmann Jörg Franzkowiak, Juli-August 2013.Im analogen Altfindbuch 110.12.1 „Herrschaft Hueth enthalten, aber hier unberücksichtigt blieben: 3,5-seitiger Bericht über die Besichtigung der sich im Besitz des Fürsten zu Putbus, Stuttgart-Vaihingen, befindlichen Archivalien vom 27. Dezember 1960 (laut handschriftlichem Vermerk seit 1962 als Depositum Familienarchiv von Wylich-Lottum im Haupstaatsarchiv Düsseldorf) (vor Bl. II) - 4 Stammtafeln „Übersicht über die Verwandtschaftsverhältnisse (lose einliegend), „Tafel I: Übersicht über die Verwandtschaftsverhältnisse der Familien Wylich u. Ossenbroich (Bl. VI), „Tafel II: Familie von der Recke (Bl. VII) und „Tafel III: Wylich-Lottum (Bl. VIII) - Verzeichnung Familienarchiv Wylich-Lottum, Dep., Nr. 2, I-VIII (10 Bll., vor S. 147) - Amtsakten des Amtskammerpräsidenten Konrad von der Recke aus dem Huethschen Archiv (im Bestand Kleve-Mark, Akten) (S. 187) - Übersicht über die 1936 (an das Geh. Staatsarchiv Berlin) abgegebenen Teile des Huethschen Archivs (S. 188-189) - Verzeichnis der Borckeschen Amtsakten im Staatsarchiv Münster (S. 191-194)

            Stadtarchiv Worms, 159 · Bestand
            Teil von Stadtarchiv Worms (Archivtektonik)

            Bestandsbeschreibung: Abt. 159 Herrnsheimer Dalberg-Archiv (Akten, Amtsbücher) Umfang: 1943 Verzeichnungseinheiten (= 27 lfm = 201 Archivkartons, 2 große Kartons, 2 lfm Überformate - eig. Bestand: 1878 VE, Rest im Heylshof = 64 VE, mit Unter-VE insg. 2015) Laufzeit: 1445 - 1866 Zur Familie und Herrschaft Dalberg (Anm. 1) Die Familie der Kämmerer von Worms, später genannt ’von Dalberg’, gehörte als einflussreicher Familienverband der bischöflichen Wormser Ministerialität an. Sie übte seit 1239 das erbliche Amt der Kämmerer von Worms aus; verbunden waren damit später wirtschaftlich-finanzielle Vorrechte in Worms, Gerichtsrechte und das Judengericht in Worms. Seit dem 14. Jahrhundert gelang der Familie der Ausbau verschiedener Besitzkomplexe zwischen Niederelsass und Hunsrück mit einem Schwerpunkt im Wormsgau. Dazu gehört auch ein seit dem 14. Jahrhundert voranschreitender Herrschaftsausbau in den Orten Herrnsheim und Abenheim durch Erlangung von Lehensrechten und Eigengut (2). Der Herrschaftskomplex mit Herrnsheim und Abenheim war dabei überwiegend von kurpfälzischem Territorium umschlossen. Um 1460 erfolgte die Errichtung eines Burg- bzw. Schlossbaues und einer Ortsummauerung bzw. -umwehrung in Herrnsheim (Burg); in die Zeit von ca. 1470 bis 1492 Zeit fällt der Umbau einer Kapelle der dortigen Pfarrkirche St. Peter zur Grablege, womit sich die bis heute in Herrnsheim baulich bzw. am Ortsbild ablesbare Situation eines kleinen Residenzortes herausgebildet hat. Das heutige Schloss Herrnsheim, seit 1958 im Eigentum der Stadt Worms, entstand gemeinsam mit dem bedeutenden englischen Landschaftsgarten in zwei Bauphasen von 1808 bis 1814 und von 1820 bis 1824. Bei der Herrschaft Dalberg handelt es sich um ein typisches mittleres reichsritterschaftliches Territorium. Die Dalberger stellten seit dem späten Mittelalter kurmainzische und kurpfälzische Lehensträger und übernahmen wichtige geistliche Ämter, darunter den Wormser Bischof Johann von Dalberg (1445-1503). Die Familie spaltete sich in verschiedene Linien und Zweige auf. Herausragende Personen, zu denen Material im Bestand überliefert ist, sind Carl Theodor von Dalberg (1744-1817, Kurfürst von Mainz, Großherzog von Frankfurt); Wolfgang Heribert von Dalberg (1750-1806, Staatsminister in Mannheim, Intendant des Nationaltheaters); Johann Friedrich Hugo von Dalberg (1760-1812, Bischof und Humanist); Emmerich Joseph Duc de Dalberg (1773-1833, Diplomat und Politiker). Zur Geschichte des Gesamt-Bestandes des Herrnsheimer Dalberg-Archivs nach der Dalberger Zeit Im Jahr 1883 veräußerte John Dalberg-Acton aufgrund finanzieller Engpässe (3) das Schloss Herrnsheim mit allem Interieur und der Parkanlage aus dem Besitz seiner Familie an den Wormser Lederindustriellen Cornelius Wilhelm Heyl (nobilitiert 1886 - Cornelius Wilhelm Freiherr von Heyl zu Herrnsheim). Somit gingen auch die dort lagernde Bibliothek und die Urkunden- und Aktenbestände des Herrnsheimer Dalberg-Archivs der Vorbesitzer an den Käufer über. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1923 übernahm D. Dr. jur. Cornelius Freiherr Heyl zu Herrnsheim das Schloss, in das er im April 1929 offiziell einzog (4). In den Jahren des zweiten Weltkrieges wurde das Schriftgut aus Sicherheitsgründen mehrfach verlagert und erlitt dabei vermutlich nicht nachvollziehbare, jedoch eher geringere Verluste (5). Bis zum Umbau zu einer Wohnung war das Dalberg-Archiv in einem besonderen, mit einer eisernen Tür verschlossenen Archivraum im Schloss untergebracht, danach in der Bibliothek in dem Turmzimmer im ersten Obergeschoss. Als Siegfried Freiherr von Heyl zu Herrnsheim, Sohn von D. Dr. jur. Cornelius Frhr. Heyl zu Herrnsheim, im Juli 1958 das Schloss an die Stadt Worms veräußerte (6), waren die in Kästen und Bündeln aufbewahrten Urkunden, Akten und Amtsbücher des Dalberg-Archivs nicht Bestandteil des Verkaufs. Allerdings sollte es nach Vereinbarung mit der Erbengemeinschaft (im Herbst 1959) als Leihgabe an die Stadt vor Ort belassen werden und vor Abschluss eines entsprechenden Vertrags eine Bestandsaufnahme erfolgen (7). Diese Arbeit übernahm Carl J. H. Villinger (8), der sein summarisches Verzeichnis mit der Verzettelung am 3.7.1964 an Dr. Georg Illert übergab (9). Der Entwurf des Leihvertrags war Ende 1965 zur Zufriedenheit beider Parteien gefertigt, sodass einem endgültigen Abschluss im folgenden Jahr nichts mehr entgegenstand. Am 19. Juli 1966 trat überraschend Rechtsanwalt H. Ramge in seiner Eigenschaft als Mittestamentsvollstrecker mit dem Angebot an die Stadt heran, dass diese das Dalberg-Archiv und die Bibliotheksbestände des Schlosses Herrnsheim aus dem Nachlaß von D. Dr. jur. Cornelius Freiherr Heyl zu Herrnsheim käuflich … erwerben (10) könne. Mit Unterstützung der Landesarchivverwaltung Koblenz, die u.a. auf Grundlage des Villinger’schen Verzeichnisses ein Gutachten erstellte, wurde der Wert ermittelt und ein Jahr später - im Juli 1967 - die Veräußerung des Schriftgutes an die Stadt vollzogen. Somit konnte das Dalberg-Archiv, das laut Verfügung des Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz vom 13.7.1961 in das Landesverzeichnis national wertvoller Archive eingetragen worden war, als geschlossener Bestand in Worms verbleiben (11). Im Anschluss sollte eine genauere Inventarisierung vorgenommen werden, die fertig gestellt wurde, bevor das Archiv aus Sicherheitsgründen in das Stadtarchiv verbracht wurde. Villinger hatte von dem Inhalt der 39 Archivkästen, deren qualitativer Zustand von gut bis teilweise sehr schlecht angegeben wurde und von dem übrigen Archivschriftgut ein detailliertes Verzeichnis erstellt (12). Anhand dieser Liste Villingers konnten bei der Übernahme das Fehlen verschiedener Urkunden und Akten sowie einzelner Briefe aus Korrespondenzserien und Lücken in Amtsbuchserien festgestellt werden (13). Im Jahr 1980 überreichte Siegfried Freiherr Heyl zu Herrnsheim 14 gesiegelte Pergamenturkunden und im Jahr 1985 seine Tochter, Frau Cornelia von Bodenhausen, weitere 72, teilweise schmuckvolle Dokumente aus dem ehemaligen Besitz der Kämmerer von Worms Freiherrn von Dalberg an die Stiftung Kunsthaus Heylshof (14). Die dort aufbewahrten Urkunden wurden mit Zustimmung des damaligen Vorsitzenden des Kuratoriums, Frhr. Ludwig von Heyl, im Rahmen des Projektes der Dalberger Regestensammlung unter Federführung des Hess. Staatsarchivs Darmstadt noch 1985 in Darmstadt mikroverfilmt und in das Regestenwerk aufgenommen (15). Das weitere im Heylshof liegende Schriftgut wie Akten, Korrespondenzen etc. konnte bei der Erstellung des vorliegenden Repertoriums berücksichtigt werden (16). Einige Akten, die bei einer Versteigerung in Heidelberg 1984 angeboten wurden, konnten mit Unterstützung des Altertumsvereins Worms gekauft werden (17). Auch 1994 konnte die Stadt mit finanzieller Unterstützung des Kulturfonds der Wormser Wirtschaft aus privater Hand 23 Amts- und Rechnungsbücher erwerben, die dem Bestand zugefügt wurden. Mithilfe dieses Materials konnten erneut Lücken in vorhandenen Serien geschlossen werden. Unter dieser Erwerbung fand sich auch das von dem von Heyl’schen Bibliothekar und Archivar Wilhelm Graf 1919 erstellte Inventar "Verzeichnis der Urkunden, Schriftstücke etc. des Kämmerer-Dalbergarchivs Schloß Herrnsheim…", in dem er [bis dahin] jedoch nur die Urkunden erfasst hatte (18). Zur Nutzung und Verzeichnung der Abt. 159 Bei vorliegendem Bestand Abt. 159 handelt es sich um das Herrnsheimer Dalberg-Archiv (Akten und Amtsbücher), das zusammen mit den weiteren Beständen Abt. 159-U Herrnsheimer Dalberg- Archiv (Urkunden) und Abt. 159-P Dalberger Plan-Sammlung die Gesamtüberlieferung des ehemals im Herrnsheimer Schloss aufbewahrten Archivs der Kämmerer von Worms Freiherrn von Dalberg umfasst. Als komplexes Adelsarchiv innerhalb der Bestände des Stadtarchivs Worms kommt ihm überregionale Bedeutung zu. Es spiegelt das Wirken einer ritterschaftlichen Adelsfamilie mit ihrer herrschaftlichen Funktion und mit ihren familiären Verflechtungen wieder. Nach der Übernahme des Materials durch die Stadt Worms im Jahr 1967 diente über Jahre das von C. J. H. Villinger gefertigte Verzeichnis als Findmittel . Im Archiv wurden dann auch die Konvolute und Amtsbücher von Nr. 1 - Nr. 428 durchnummeriert und in einer entsprechenden Liste erfasst. Während die schon 1919 durch den Heyl’schen Bibliothekar und Archivar, Wilhelm Graf, in Urkundenmappen, mit Nummern versehenen und mit Titelaufnahmen registrierten Urkunden (Nr. 1 - Nr. 323, zzgl. Unternummern (19)) zunächst gut zu benutzen waren, waren die in den übrigen Archivkasten enthaltenen Akten und Mappen mit Kurztitel und Angabe der Kastennummer zwar relativ verlässlich auffindbar, jedoch wegen fehlender Einzelsignaturen nur vage zitierbar. Nachdem in den 1980er Jahren die Bearbeitung der dalbergischen Urkundenbestände in Darmstadt, Worms (Stadtarchiv, Heylshof, Pfarrarchiv Herrnsheim) und in anderen Archiven unter Federführung des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt umgesetzt worden war, nahm man eine genauere Verzeichnung der Akten als weiteres Projekt in Angriff (20). Herr Dr. Jürgen Rainer Wolf vom Hessischen Staatsarchiv Darmstadt bearbeitete die in den weiteren Archivkästen des Wormser Dalberg- Archivs aufbewahrten Unterlagen, die zu diesem Zweck nach Darmstadt verbracht wurden. Es wurde jedoch nur ein Teil der Kästen (21) erschlossen, dabei erhielt jede Kiste eine Nummer mit durch Schrägstrich abgeteilten Unternummern für die darin enthaltenen einzelnen Stücke. Die Arbeit kam jedoch nicht zu einem Abschluss. Ab sofort musste das Wolf’sche Findmittel, in dem auch Amtsbuchserien berücksichtigt waren, neben dem von Villinger (22) erstellten Verzeichnis verwendet werden. Die Benutzung des Bestandes galt fortan als eine besondere Herausforderung, zumal darüber hinaus noch eine Verknüpfung zwischen Urkunden- und Aktenbestand bestand. Denn mit der umfassenden Urkundenverzeichnung waren seinerzeit im Rahmen des Urkundenprojektes auch zusätzlich die in den Akten schlummernden Urkunden erfasst worden, deren Auffinden danach nicht zuverlässig bzw. nur schwer gesichert war (23). Anfang des Jahres 2011 wurde aufgrund der zum einen nicht zufriedenstellenden Benutzbarkeit des Bestandes und zum anderen wegen der nicht durchgängigen und uneinheitlichen Verzeichnungstiefe die komplette Neuverzeichnung des Aktenbestandes beschlossen und im Oktober 2012 abgeschlossen. Die Signaturen sollten dabei nicht komplett geändert werden, vielmehr möglichst viele erhalten bleiben und die Verknüpfung mit vorhandenen Altsignaturen mittels Konkordanz selbstverständlich gewährleistet sein. Die Titelaufnahme erfolgte direkt in das Augias-Archivprogramm, gleichzeitig wurde das Schriftgut in säurefreie Archivmappen und -kästen umgebettet. " Die Nummerierungen der Konvolute wurden als Signaturen beibehalten und, wenn notwendig, mit Schrägstrich abgeteilte Unternummern vergeben, sobald die meist umfangreichen Faszikel verschiedene Einzelmappen enthielten. " Die Amtsbücher behielten ihre Signaturen. " Die Wolf’schen Verzeichnungseinheiten mit ihren Signaturen (Nr. 430/1ff - Nr. 440/1ff) wurden übernommen, gesichtet und die vorhandenen Titelaufnahmen in Anlehnung an die neu verzeichneten Stücke vertieft und ergänzt. " Eventuell in den Akten vorliegende, in den Dalberger Regestenbänden berücksichtigte Urkunden (24) wurden bei der Titelaufnahme sowohl über die Altsignatur, als auch i.d.R. mit Verweis auf die laufende Nummer im zweiten Band der Dalberger Regesten (25) erfasst. " Die von Wolf noch nicht aufgenommenen weiteren Archivkästen wurden nach dem vorgegebenen Muster fortgeführt und verzeichnet, d.h. jeder weitere Archivkasten erhielt eine neue Nummer (Nr. 442ff (26)) und die darin erhaltenen einzelnen Akten, Mappen etc. wurden mit Unternummern, durch Schrägstrich abgetrennt, versehen. " Das am Ende des Bestandes aufgefundene noch nicht verzeichnete Material wurde anschließend mit fortlaufenden Signaturen angefügt. " Die in den 1970er Jahren verschiedentlich angekauften Dalberg-Briefe, hauptsächlich Briefe von Carl Theodor von Dalberg, die seinerzeit in den Bestand integriert worden waren, verblieben auch bei der Neuverzeichnung in Abt. 159. " Die im Kunsthaus Heylshof aufbewahrten Unterlagen wurden verzeichnet und ausgewählte Stücke digitalisiert (27). Die Digitalisate wurden im Stadtarchiv Worms in den Bestand Abt. 159 integriert, da die Stücke ihrer Provenienz nach dem ehemaligen Herrnsheimer Dalberg-Archiv zuzurechnen sind. Bei den Originalen wurden die Signaturen des Stadtarchivs vermerkt, während die im Heylshof verwendete Nummerierung (28) als "Altsignatur" bei der Titelaufnahme festgehalten wurde. So ist bei Bedarf ein gezielter Zugriff auf die Originale im Heylshof möglich. " Im Rahmen der Verzeichnungsarbeit wurde auch der Aktenbestand Abt. 159 N aufgelöst (29) und in Abt. 159 (jetzt Abt. 159 Nr. 852 - Nr. 884) eingefügt. Es handelt sich um Aktenstücke, Korrespondenzen und Familienpapiere (hauptsächlich zur Dotation Petersau und zur Affäre Tascher), die früher offensichtlich ebenfalls dem Dalberg-Archiv zugehörten. Diese bildeten einst den Bestand Abt. 158 von Dalberg, der schon vor 1967 bestanden haben muss, über dessen Zustandekommen, d.h. (Vor-)Provenienz vor Übernahme in das Archiv, jedoch keine Informationen vorliegen. Während der Titelaufnahme zeigte sich, dass der Bestand keine kohärente Struktur aufwies und die Erarbeitung einer Systematik erst nach Abschluss der Arbeit sinnvoll sein würde. Die Klassifikation wurde schließlich in Anlehnung an inhaltliche Schwerpunkte erstellt. Die Zuweisung jeder einzelnen Verzeichnungseinheit zu der entsprechenden Klassifikationsgruppe erfolgte dann in einem letzten Arbeitsschritt, nach dessen Vollendung ein wirklicher Überblick über die Inhalte der vorliegenden Überlieferung und ihrer Bedeutung in ihrer Gesamtheit gewonnen werden konnte. Zum Inhalt Die Unterlagen, die vor der Übernahme in das Wormser Stadtarchiv zuletzt im Bibliotheksturm des Herrnsheimer Schlosses aufbewahrt wurden, umfassen im Wesentlichen Archivalien, die die Herrnsheimer Dalberg-Linie betreffen. Durch die Heirat (oo 12.1.1771) Wolfgang Heribert von Dalbergs mit Elisabetha Augusta geb. Ulner von Dieburg (30) sowie durch Verbindungen der Dalberger mit anderen Familien kam weiteres Urkunden- und Aktenmaterial hinzu. Der Bestand Abt. 159 als Teil des Herrnsheimer Dalberg-Archivs umfasst die Akten- und Amtsbuchüberlieferung, deren zeitlicher Schwerpunkt deutlich im 18. und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegt. Bei dem frühen Material (ab 1249) handelt es sich meist um Abschriften von Urkunden. Hier ist insbesondere ein Kopiar hervorzuheben, in dem eine Vielzahl von Urkunden zwischen 1249 und 1469 aufgenommen wurde (31). Zeitliche "Ausreißer" im 20. Jahrhundert kamen durch nachträgliche Bestandsergänzungen zustande. Zum einen waren vereinzelt verschiedene Korrespondenzen und Aufzeichnungen zu Zeiten der Familie von Heyl hinzugefügt (32) und zum anderen in Zusammenhang mit dem Ankauf von Dalberg-Briefen die zugehörigen Schriftwechsel bei den Briefen belassen worden (33). Den geschlossensten Bestand innerhalb der Abt. 159 bildet das auf Emmerich Joseph von Dalberg (1773-1833) zurückgehende Archivmaterial. Aufgrund der Tatsache, dass mit ihm die Herrnsheimer Dalberg-Linie im Mannesstamm ausstarb, oblagen ihm nach dem Tod seines Vaters Wolfgang Heribert sämtliche Verwaltungsangelegenheiten der Herrnsheimer Linie und nach dem Tod seines Onkels Carl Theodor von Dalberg als dessen Universalerbe die Ordnung und Verwaltung seiner Erbmasse einschließlich der Regensburger Dotation. Darüber hinaus und insbesondere liegt in Abt. 159 der diplomatische Nachlass des Duc de Dalberg vor mit zahlreichen Denkschriften, Korrespondenzen und reichem Material (gezielte Sammlung, eigene Aufzeichnungen etc.) zur (Außen-)Politik Frankreichs und sonstiger europäischer Länder. Außerdem finden seine geschäftlichen Aktivitäten reichhaltigen Niederschlag, bei denen nicht zuletzt auch die des Bankhauses Paravey & Cie in Paris, an dem Emmerich von Dalberg neben Pierre Francois Paravey und dem Prince de Talleyrand Teilhaber war, bis zur Abwicklung der Liquidation eine Rolle spielen (34). Detailliert dokumentiert ist auch von Dalbergs Pariser Haushalt durch Handwerkerrechnungen und Anschaffungen für seine Stadtvilla in der rue d’Anjou St. Honoré No. 25 (ab 1811 bis in die 1830er Jahre) (35). Lückenlos sind auch die Berichte und Rechnungen, die aus der Tätigkeit Heinrich Tromlers für den Herzog von 1816 bis 1828 resultieren, im Anschluss erfolgte die Rechnungslegung durch Joseph Caspar Schlipp. Beide waren auch mit der Verwaltung und Beitreibung von Kapital-Ausständen und der Verwaltung der Güter betraut, die dem Herzog alleine gehörten (u.a. Ausstände in Ebersheim und Hangen-Wahlheim, das Bodenheimer Gut, das Töngeshofer Gut zu Ebersheim). Nach seinem Ableben (+ 27.4.1833) gibt ein Inventar einen genauen Einblick über den Nachlass, sein Vermögen an Immobilien und Mobilien, darunter informative Angaben zur Ausstattung des Schlosses in Herrnsheim (36). Anhand der Haupt-Systematikgruppen sollen nachfolgend inhaltliche Schwerpunkte aufgezeigt werden. 1. Familie der Kämmerer von Worms (gen.) Freiherren von Dalberg Die erste Klassifikationsgruppe vereint das Material, das die Familie der Kämmerer von Worms (gen.) Freiherren von Dalberg betrifft, so die Familiengeschichte an sich, mit der sich Johann Friedrich Ockhardt, Direktor der Provisorischen Rheinschiffahrt-Oktroi-Verwaltungskommission in Mainz, intensiv befasste (37). Eine Verzeichnungseinheit mit dem Titel "Auszüge aus alten Chronicken nebst andern Aktenstücken, in welchen zum Theil Nachricht v. der Cämmerer-Dalberg. Familie vorkommen" (1827) verdient besondere Erwähnung, da es sich hierbei um Fragmente der sog. jüngeren Bischofschronik (16. Jh.) handelt (38). Zu den Familienunterlagen gehören ferner solche über Erbteilungen sowie gemeinsame Familienangelegenheiten wie Seniorat und Fideikommiss. In mehreren Faszikeln werden auch die Auseinandersetzungen um die Regensburger Domänen-Rente (mit der Affäre Tascher/Graf Louis Tascher de la Pagerie), die wie die Familien-Fundation auf Carl Theodor von Dalberg zurückgeht, zwischen 1810-1839 dokumentiert. 2. Einzelne Familienmitglieder von Dalberg (zu Emmerich Joseph von Dalberg s.o.) Auf die Familienunterlagen folgen in der zweiten Klassifikationsgruppe diejenigen, die einzelne Familienmitglieder betreffen. Im Wesentlichen sind darunter Archivalien zu Eheschließungen und Nachlassangelegenheiten zu erwarten, auch über Dienstverhältnisse in zivilen und geistlichen Ämtern (z.B. Aufschwörungsakten) und Vermögenssachen. Als Einzelpersonen finden insbesondere Berücksichtigung Wolfgang Eberhard (1679-1737), Franz Heinrich (1716-1776), Maria Sophia geb. Gräfin von Eltz-Kempenich, Carl Joseph (1717-1779), Carl Theodor (1744-1817) (39), Wolfgang Heribert (1750-1806), Johann Friedrich Hugo (1760-1812), Elisabetha Augusta geb. Ulner von Dieburg (1751-1816) und Emmerich Joseph (1773-1833; s.o.) von Dalberg, außerdem Lady Acton geb. von Dalberg (1813-1860) (40), die als Erbin ihres Vaters Emmerich Joseph von Dalberg die Sukzession in sämtlichen Verwaltungs- und Vermögensverhältnissen übernahm. 3. Dalbergische Besitzungen, Verwaltungen, Lehensangelegenheiten Einen großen Teil des Bestandes Abt. 159 machen die in der dritten Systematikgruppe vorliegenden Akten und Amtsbücher zu dalbergischen Besitzungen, (Güter-)verwaltungen und Lehensangelegenheiten, auch die betreffend Zinsen, Gülten und Gefälle in verschiedenen Gemeinden aus. In diesem Zusammenhang werden u.a. nachfolgende Orte genannt: Abenheim, Albersbach, Armsheim, Bensheim, Bobenheim, Bruchsal, Dieburg, Ebersheim, Ellenbach, Eppelheim, Eppelsheim, Eppertshausen, Erlenbach, Esselborn, Freimersheim, Hangen-Weisheim, Hangen-Wahlheim, Heidelberg, Heppenheim/Bergstr., Herrnsheim, Horchheim, Klein-Zimmern, Lörzenbach, Mainz, Mandel, , Mannheim, Mundenheim, Nieder-Flörsheim, Nieder-Ingelheim, Ober-Saulheim, Oppenheim, Rimbach, Rodenbach, Roxheim, Ruppertsberg, Weinsheim, Worms (hier auch Unterlagen zum Präsentationsrecht der Kämmerer für den St. Jodocusaltar in der St. Martinskirche). Besonders umfangreich ist das Material zur (Güter-)verwaltung in Herrnsheim mit zahlreichen Rechnungs- und zugehörigen Urkundenserien auch zum Schloss (Bauangelegenheiten, Handwerkerrechnungen etc.), den Gartenanlagen (Englische Parkanlage, Mauergarten, Küchengarten) und der Haushaltung, eine Rechnungsserie der Herrnsheimer Kellerei - teilw. in Verbindung mit Abenheim - (1768-1832, mit Lücken) und Akten zur Ökonomie mit Verwaltungs- und Rechnungswesen, Bewirtschaftung und Personal. Zu Güter- und Besitzverhältnissen in der Gemeinde Herrnsheim liegen ebnso Archivalien vor, wie zum Abenheimer Kirchenbau, Abgaben dieser Gemeinde (insb. Hofwein) und dortige Gütergeschäfte (seit dem 17. Jh) (41). Die Überlieferung zur Verwaltungsarbeit der Kellerei Bensheim ist sehr dicht (16. Jh., 18. Jh. - 1852) und bei der für das dalbergische Hofgut in Freimersheim liegt der zeitliche Schwerpunkt sogar im 16. Jh. und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Wie zur Ökonomie Herrnsheim befinden sich in Abt. 159 auch für das südlich von Worms gelegene Gut Petersau (mit Mörschwerth und Mörscher Au) Rechnungen und sämtliche Verwaltungsunterlagen, die auch Material zu Pachtangelegenheiten, zur Bewirtschaftung und zum Personal (Gesinde, Tagelöhner, Handwerker) umfassen. Die Wohnverhältnisse des Wolfgang Heribert von Dalberg in Mannheim (insbesondere das sog. Baboische Haus betreffend), lassen sich ebenso nachvollziehen wie die Auseinandersetzungen der Lady Acton bzw. Lady Leveson mit den Pächtern des Wirtshauses ‚Zum Rheintal’ in Mannheim. Ferner werden im Bereich der Güterverwaltung nicht nur der Chausseebau berücksichtigt, sondern auch der Rhein- und Dammbau. Bei der Holzwirtschaft steht der der Bensheimer Kellerei zugehörige Sauwörth im Mittelpunkt und mit besonders umfangreichem Material der Esthaler Wald in der Pfalz, den Emmerich Joseph von Dalberg im Jahr 1811 von der Saukopfer Dalberg-Linie (Friedrich Franz Karl und Karl Alexander von Dalberg) erwarb (42). Zur allgemeinen Verwaltung sind die Freiherrlich- von Dalbergischen Protokolle heranzuziehen, die fast lückenlos für die Jahre 1777-1789 und für 1808-1812 (ein Band) vorliegen und in denen Beschlüsse zu verschiedenen Anliegen der unter dalbergischer Herrschaft stehenden Orte und einzelner Untertanen registriert sind. 4. Familie Ulner von Dieburg In der vierten Systematikgruppe sind die Archivalien zusammengefasst, die die Familie Ulner von Dieburg betreffen und durch diese in Erbfolge nach dem Tod des Johann Wilhelm Ulner von Dieburg an dessen älteste Tochter Elisabetha Augusta, verheiratet mit Wolfgang Heribert von Dalberg, im Jahr 1773 an die Herrnsheimer-Dalberg-Linie gelangten (43). Sie beinhalten nicht nur Unterlagen über Nachlassangelegenheiten (mit Erbteilungen, -vergleichen) und Rechtsstreitigkeiten, sondern auch zu Lehnssachen und Güterverwaltung, bei der die Besitzungen und Gefälle in Dieburg den Schwerpunkt bilden. Das Verwaltungs- und Rechnungswesen zu Dieburg wird zunächst unter der ulnerischen Herrschaft abgewickelt und dann fortgeführt durch Maria Franziska Ulner von Dieburg, verheiratet mit Karl Leopold Graf Belderbusch. Die Verwalterberichte an die Gräfin sind für die Jahre 1805 bis 1830 erhalten und ihre rechtlichen Auseinandersetzungen mit dem Kellereiverwalter Würschmitt ausführlich dokumentiert. Nach ihrem Tod (+ 1832) tritt die Familie von Dalberg, in Sukzession Lady Acton bzw. Lady Leveson, die Verwaltung der Allodialgüter und Lehensgefälle in Dieburg an. Auch zur von Ulnerischen Hospitalstiftung Weinheim gibt es Material in Abt. 159. Zu erwähnen sind im Zusammenhang mit der Familie Ulner von Dieburg und deren Überlieferung im Herrnsheimer Dalberg-Archiv nicht nur die beiden Töchter Elisabetha Augusta verh. von Dalberg und Maria Franziska verh. von Belderbusch des Johann Wilhelm Franz Ulner von Dieburg, sondern auch ihre Schwester/die dritte Tochter Friederika Philippina, die seit 1776 mit Erwin Eugen von Lehrbach verheiratet war. Insbesondere Rechtstreitigkeiten über Forderungen der von Lehrbach, aber auch der Maria Anna Alexandrina, Schwester Emmerich Joseph von Dalbergs und verehelichte von Venningen (44), an das Erbe der Ulner von Dieburg schlagen sich in den Akten nieder. 5. Reichsritterschaft; Burg Friedberg Verschiedene Mitglieder der Familie von Dalberg hatten innerhalb der Oberrheinischen Reichsritterschaft hohe Ämter inne (z.B. Franz Erkenbert, 1728 Ritterhauptmann). Nicht nur aus diesem Grund finden sich in Abt. 159 Unterlagen zur Reichsritterschaft, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass dalbergische Orte, darunter z.B. Herrnsheim, Abenheim, Gabsheim und Heßloch, zur Leistung von Beiträgen an die Ritterschaft verpflichtet waren. Eine besondere Rolle spielen auch die Friedberger Burgmannschaft und der Friedberger Ritterorden, zu dessen Gründung im Jahr 1769 eine Akte vorliegt (45). 6. Repertorien und verschiedene Verzeichnisse etc. Im Bestand Abt. 159 sind verschiedene Repertorien und Registraturlisten sowohl zu von Dalbergischen Urkunden, Akten etc. (46), als auch denjenigen der Familie Ulner von Dieburg. Aus dem 17. Jh. (teilw. 16. Jh.) gibt ein sehr umfangreiches Registratur-Buch über die in den beiden Gewölben in Dieburg und Weinheim befindlichen Unterlagen des adeligen Ulnerischen Geschlechts Auskunft (47), auch von 1779 findet sich ein neu erstelltes Repertorium in diesem Bestand (48). Weitere Verzeichnisse gewähren einen Überblick über Schriftgut der von Belderbusch und der von Lehrbach. Das Urkundenkopiar mit Urkundenabschriften von 1249-1469 ist besonders hervorzuheben (49). 7. Sonstiges In diese Rubrik wurde Schriftgut eingeordnet, das nicht eindeutig anderen Gruppen zugewiesen werden konnte. Es findet sich hier z.B. eine Reihe französicher gedr. Schriften, aber auch Mappen mit Litografien von Herrnsheim, dem Schloss und den Gartenanlagen, außerdem dalbergische Siegelstempel/Petschaften. Einzelne Korrespondenzen, Aufzeichnungen und ein Faszikel mit kurpfälzischen Verträgen gehören ebenso dazu wie Studiennotizen, die vermutlich John Dalberg-Acton zugewiesen werden können (50). Unter den aktenmäßigen Archivalien (51) aus dem Heylshof sind eine Akte mit Korrespondenz in Zusammenhang mit dem Grabmal Carl Theodor von Dalbergs in Regensburg, Briefe des Prince Ch. M. de Talleyrand an Emerich von Dalberg (1806-1809), Briefe (nahezu 80) Carl Theodor von Dalbergs an seinen Neffen Emerich (1793-1817) und Briefe des Adolph Anton von Dalberg an seinen Bruder Wolfgang Eberhard hervorzuheben. Daneben gibt es einzelne Briefe bedeutender Persönlichkeiten, politische Denkschriften, weitere Aufzeichnungen und Materialien Emerich von Dalbergs. Umfangreich sind auch die Akten zum Schlossbau in Herrnsheim. Die Bauphasen 1810-12, 1839-43 werden durch Handwerkerrechnungen und Belege sowie durch Korrespondenzen u.a. von Dyckerhoff und Mattlener dokumentiert. Auch das Inventar "des Landhauses" des Herzogs von Dalberg in Herrnsheim, 1825/26 erstellt durch den Verwalter Franz Baumann, soll hier erwähnt werden. Hinweise zur Recherche bzw. Benutzung Neben der Suche über das ausgedruckte Findbuch im Stadtarchiv Worms besteht dort auch die Möglichkeit direkt über das Augias-Archivprogramm nach Personen und Sachbegriffen im Bestand Abt. 159 Herrnsheimer Dalberg-Archiv (Akten und Amtsbücher) zu recherchieren. Dies ist auch über das online-Findbuchangebot der Fa. Augias www.findbuch.net möglich. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass bei der Titelaufnahme für die Schreibweise der (Vor-)namen keine 100%ige Angleichung durchgeführt wurde, z.B. bestehen die Varianten Emmerich und Emerich oder Carl Theodor und Karl Theodor nebeneinander. Es muss also ein Suchlauf unter verschiedenen Schreibweisen durchgeführt werden. Die Entscheidung wurde deshalb in dieser Form getroffen, weil zum einen Emerich von Dalberg sich selbst mit einem "m" schrieb, daneben aber oftmals sein Name - auch in der Literatur - mit "mm" zu finden ist, außerdem mussten bei Buchstaben getreuer Übernahme von Titeln zwangsläufig verschiedenste Schreibweisen übernommen werden. Deshalb sind flexible Suchkriterien unabdingbar. Ein Manko ist bei Augias der Suchlauf mit französischen Namen, Begriffen etc., da Treffer nur über identische Schreibweise inkl. Accents gewährleistet werden. Deshalb wurde die online-Suche zusätzlich mittels PDF-Datei auf der Homepage des Stadtarchivs (über www.worms.de) ermöglicht, da hierbei die Accents bei der Recherche keine Rolle spielen. Bei der Verzeichnung der Rechnungs- und Urkundenserien der verschiedenen (Güter-)Verwaltungen fiel auf, dass für die Bereiche Haushaltung, Garten, Bauwesen etc., auch Personal (bzw. Gesinde und Tagelöhner) oder Bewirtschaftung für manche Jahre Unterlagen separiert wurden und bei den jeweiligen jährlichen Rechnungsbelegen in ihrer Gesamtheit fehlten. Erhalten sind diese Belege, allerdings kann es notwendig sein, bei eventueller Abgleichung mit den Rechnungen auch in den entsprechenden Systematikgruppen nach den Quittungen zu recherchieren. In diesem Zusammenhang muss noch auf eine Klassifikationsgruppe hingewiesen werden: 3.03.02.01.03 nicht zugeordnete Rechnungsbelege. Hier sind solche Urkunden eingeordnet worden, deren Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rechnung nicht sofort möglich war. Durch intensivere Sichtung und den genaueren Vergleich könnte dies eventuell nachträglich doch noch nachvollziehbar sein. Worms, im Dezember 2012 Margit Rinker-Olbrisch, Dipl.-Arch. (FH) Anmerkungen (1) Dieser Abschnitt wurde übernommen aus: Das Stadtarchiv Worms und seine Bestände (Bearb. Gerold BÖNNEN), Veröffentlichung der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz Band 79, Koblenz 1998, S. 159. (2) Vgl. Stadtarchiv Worms Abt. 40 Herrnsheim und Abt. 48 Abenheim. (3) Bücherschulden sollen ihn zum Verkauf des Stammschlosses gezwungen haben (vgl. Carl J. H. VILLINGER, Die Kämmerer von Worms, genannt von Dalberg. Ein Streifzug durch ihre Geschichte, in: Herrnsheim 771 - 1971, Festbuch zur 1200-Jahrfeier (Hg. Otto BARDONG), Worms 1971, S. 116 - 127. (4) Wormser Nachrichten 5.4.1929 in: Abt. 186 Nr. 628. (5) Einen nachvollziehbaren "bewussten" Verlust erlitt das Archiv durch eine Schenkung C. W. von Heyls an den Großherzog von Baden im Jahr 1902. Er übergab diesem aus dem Dalberg-Archiv einen Bericht Emmerich Joseph von Dalbergs über eine Audienz bei Napoleon am 3. Feb. 1808; eine Abschrift verblieb in Herrnsheim (vgl. StadtA Wo Abt. 159 Nr. 438/36). Es ist nicht auszuschließen, dass weitere Einzelstücke auf diese Weise aus dem Dalberg-Archiv verschwunden sind. (6) StadtA Wo Abt. 6-U Nr. 127, Vertrag mit Hypothekbestellung und Auflassung vom 25. Juli 1958. (7) Archivregistratur, Ordner betr. Archivalienübernahmen. Hier Schriftwechsel und Aktennotizen zum Dalberg-Archiv (Abt. 159). (8) Schriftsteller, Journalist und Heimatforscher (1905-1977). Vgl. auch im Stadtarchiv Worms den Bestand Abt. 212 Sammlung Villinger. Hier finden sich Korrespondenzen die Dalberger und das Archiv betreffend sowie Informationen und sonstige Unterlagen, die Villinger als Dalbergiana gezielt gesammelt hat. (9) StadtA Wo Abt. 212 Nr. 388. (10) StadtA Wo Abt. 212 Nr. 388. (11) Wormser Zeitung = WZ vom 14.7.1967. (12) StadtA Wo Abt. 212 Nr. 388. (13) Aktennotiz Fritz Reuter, 1985 (lfde. Registratur des Stadtarchivs, Informationen zu den einzelnen Beständen). (14) Vgl. Alfred POINTNER, "Dalberger Urkundenschatz". Wertvolle Dokumente im Wormser Museum Kunsthaus Heylshof, in: WZ vom 9.5.1985 und BINDSEIL [Bil.], Prinz Eugen und Napoleons Louise, Cornelia von Bodenhausen brachte Dalberger Urkunden in die Stiftung Kunsthaus Heylshof ein, in: WZ vom 18.5.1985. (15) Filme: StadtA Wo Abt. 210e Nr. 9 und Nr. 10. Regestenwerk: Dalberger Urkunden. Regesten zu den Urkunden der Kämmerer von Worms gen. Von Dalberg und der Freiherrn von Dalberg 1165 - 1843 (3 Bde. Darmstadt 1981 - 1987, Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 14, 1-3). Bd.1: Urkunden und Kopiare des Staatsarchivs Darmstadt (Abt. B 15 und O 1 B), des Pfarrarchivs Herrnsheim und des freiherrlich Frankensteinischen Archivs in Ullstadt, bearb. V. Friedrich BATTENBERG, Darmstadt 1981. Bd. 2: Urkunden des Stadtarchivs Worms, der Bayerischen Staatsbibliothek und des Frhl. Heyl’schen Archivs in Herrnsheim, berab. v. Friedrich BATTENBERG unter Mitarb. v. Margit RINKER-OLBRISCH, Darmstadt 1986. Bd. 3: Corrigenda, Indices und Stammtafeln (v. Dalberg und Ulner v. Dieburg), Darmstadt 1987. (16) An dieser Stelle ein Dank an Herrn Dr. Olaf Mückain, Beauftragter der Stiftung Kunsthaus Heylshof, der die leihweise Überlassung der Stücke zur Verzeichnung ermöglicht hat. (17) Aktennotiz Reuter vgl. Anm. 12. (18) StadtA Wo Abt. 159 Nr. 460/1. (19) StadtA Wo Abt. 159 Nr. 460/1. (20) Im Anschluss an das Repertorium zum Familienarchiv v. Dalberg (Abt. O 1 A-B) in Darmstadt, war für einen zweiten Band die Erschließung der Aktenbestände des Dalberg-Archivs im Stadtarchiv Worms, des Teils des Dalberg-Archivs im Besitz der Prinzen Salm-Salm sowie der Nachweis weiterer Überlieferung in der Bayerischen Staatsbibliothek München geplant (vgl. WOLF, Jürgen Rainer/SPENGLER, Hugo, Familienarchiv v. Dalberg (Abt. O 1 A-B) 1424-1846, Darmstadt 1985 (Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 22/1), S. VII. (21) Kästen 15 -17, 19-24, 26 und 28. (22) Für die Kästen 29 - 38. (23) Die vorliegenden Konkordanzen, die nachträglich und nicht gleichzeitig gefertigt wurden, konnten keine vollständige Nachweisquote erreichen. (24) Im Regestenwerk werden die Signaturen mit Kastennummer K XXX und fortlaufender Nummer XXX hinter dem Zusatz UA [= Urkundenanhang] ausgeworfen. (25) Dalberger Urkunden. Regesten zu den Urkunden der Kämmerer von Worms gen. von Dalberg und der Freiherrn von Dalberg 1165 - 1843. Bd. 2: Urkunden des Stadtarchivs Worms, der Bayerischen Staatsbibliothek München und des Frhl. Heyl’schen Archivs Herrnsheim, bearb. v. Friedrich BATTENBERG unter Mitarbeit v. Margit RINKER-OLBRISCH, Darmstadt 1986. (26) Bei Nr. 441 handelt es sich um einen Sonderfall. Die Nrn. 441/1 - 444/3 enthalten aus dem Villinger-Nachlass angekaufte Original-Dalbergbriefe (inkl. zugehörige Korrespondenz). (27) Die Digitalisierung dient gleichzeitig zur Sicherung der Überlieferung und zur besseren Benutzbarkeit. (28) Herr Alfred Pointner, ehemaliger Kustos der Stiftung Kunsthaus Heylshof, hatte seinerzeit die Stücke in einem Verzeichnis aufgenommen (vgl. Anm. 5). (29) Vorher war dieser Bestand als Abt. 158 "von Dalberg" geführt worden. (30) Ihr Vater Johann Wilhelm Ulner von Dieburg verstarb 1772 und hinterließ drei Töchter, von denen allein Elisabeth Augusta überhaupt Kinder und mit Emmerich Joseph auch einen männlichen Nachkommen hatte. (31) StadtA Wo Abt. 159 Nr. 430/24. Das Original ist für die Benutzung gesperrt. Das Kopiar liegt verfilmt vor (vgl. StadtA Wo Abt. 210c Kasten VIII, Kapsel 5). Die einzelnen Urkunden wurden in die Dalberger Regestensammlung aufgenommen und innerhalb der Abt. 159-U verzeichnet. (32) Insbesondere von Erwin von Heyl, der den diplomatischen Nachlass Emmerich von Heyls sichtete. (33) Hier hauptsächlich Briefe aus dem Eigentum Villingers (Abt. 159 Nr. 441/1, Nr. 441/2, Nr. 441/3). (34) Die Archivalien zum Bankhaus Paravey aus Abt. 159 wertete Karl-Georg FABER intensiv in seinem Beitrag aus: Aristokratie und Finanz. Das Pariser Bankhaus Paravey et Comp. (1819-1828), in: VSWG 57 (1970) 289-322. (35) An dieser Stelle ergeht ein Dank an Herrn Dr. Jörg Ebeling (Centre allemand d’histoire de l’art, Paris), der sich bereit erklärte die Frankreich betreffenden Verzeichnungseinheiten Korrektur zu lesen und dabei hilfreiche Anmerkungen machen konnte. (36) StadtA Wo Abt. 159 Nr. 92; Nachlass-Rechnung vgl. StadtA Wo Abt. 159 Nr. 91. (37) Hier sei besonders auf die Korrespondenzen Ockhardts mit Emmerich von Dalberg hingewiesen (vgl. StadtA Wo Abt. 159 Nr. 521 und Nr. 855) und dessen Abhandlung über die Familie (vgl. StadtA Wo Abt. 159 Nr. 832) hingewiesen. (38) Vgl. BOOS, Heinrich, Quellen zur Geschichte der Stadt Worms, Bd. III: Monumenta Wormatiensia - Annalen und Chroniken, Berlin 1893, S. XXII; Blatt 12 - 22 laut Boos verloren - sind im HSTA Darmstadt vorhanden (Sign.: C 1 C Nr. 117), vgl. Bernhard LÖBBERT, Johannes Bockenrod (1488 bis ca. 1536), Dichter - Historiker - Theologe, in: Wormsgau 22/2003 S. 109 ff (betr. Bischofschronik s. S. 116). (39) Von Carl Theodor liegen auch Kupferplatten mit von diesem gestalteten Radierungen vor (StadtA Wo Abt. 159 Nr. 824, Nr. 825/1 - 825/13, Nr. 826/1 - 826/4. (40) Sie war mit Lord Fedinand Richard Acton verheiratet. Nach dessen Tod (+ 31.1.1837) heiratete sie im Jahr 1840 Granville George Leveson-Gower, 2. Earl Granville. (41) Zu Gemeinde- und Kirchenangelegenheiten von Herrnsheim und Abenheim s. Familienarchiv v. Dalberg im Hess. Staatsarchiv Darmstadt (Abt. O 1 A-B). (42) Im Jahr 1814 veräußerte er den Esthaler Wald wiederum an den Gutsbesitzer Joseph von Camuzi aus Dirmstein u.a. (43) Die Übernahme der gemeinsamen Ulnerischen Briefschaften und Dokumente durch die älteste der drei Ulner-Töchter wurde am 19. August 1773 beschlossen (vgl. Stadta Wo Abt. 159 Nr. 601). (vgl. Stadta Wo Abt. 159 Nr. 387). (44) Sie war seit 1801 verheiratet mit Friedrich Anton Freiherr von Venningen. (45) StadtA Wo Abt. 159 Nr. 415/3. (46) StadtA Wo Abt. 329/5. (47) StadtA Wo Abt. 159 Nr. 387. (48) StadtA Wo Abt. 159 Nr. 429/19. (49) Vgl. Anm. 31. (50) StadtA Wo Abt. 159 Nr. 439/37. (51) Der nicht unerhebliche Anteil an Urkunden aus dem Heylshof wird in Zusammenhang mit dem Bestand Abt. 159-U des Stadtarchivs behandelt werden. (52) Vgl. hierzu: WOLF, Jürgen Rainer/SPRENGER, Hugo (Berab.), Familienarchiv v. Dalberg (Abt. O 1 A-B) 1424-1846, Darmstadt 1985 (= Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 22/1). Ergänzende Bestände Stadtarchiv Worms Abt. 1B Reichsstädtisches Archiv (Chroniken, Akten, Amtsbücher; hier insbesondere Nr. 504-516 Dalbergische Angelegenheiten) Abt. 40 Gemeindearchiv Herrnsheim Abt. 48 Gemeindearchiv Abenheim Abt. 159-UHerrnsheimer Dalberg-Archiv (Urkunden) Abt. 159-P Herrnsheimer Dalberg-Archiv (Plan-Sammlung) Abt. 212 Sammlung Villinger Hess. Staatsarchiv Darmstadt Abt. O 1 A-B Familienarchiv v. Dalberg (52, s.o.) Stadtarchiv Weinheim Bestand Rep. 53 Ulnerische bzw. Lehrbachsche Kellerei Weinheim 1601-1827 (1839, 1846) Bestand Rep. 54 Ulnersches Hospital bzw. Freiherrlich von Ulnersche Stiftung (1461-1481) 1492-1927 (1941-1958) Literatur (in Auswahl) Zu den Dalbergern, ihrer Herrschaft und ihrem Archiv: " ANDERMANN, Kurt (Hg.), Ritteradel im Alten Reich, Die Kämmerer von Worms genannt von Dalberg, Darmstadt, 2009 (Arbeiten der Hessischen Historischen Kommission NF Band 31). " BATTENBERG, Friedrich, Die Gerichtsverfassung in der Herrschaft Dalberg in der frühen Neuzeit. Ein Beitrag zur Organisation eines reichsritterschaftlichen Territoriums, in: Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde NF 40, 1982, S. 1-95 (S. 83 Anm. 6 zur Überlieferung des dalbergischen Familienarchivs). " BATTENBERG, Friedrich, Die Entwicklung der Gerichtsverfassung in der Herrschaft Dalberg im 16. Und 17. Jahrhundert, in: Geschichtliche Landeskunde 25, 1984, S. 131-172. " FRIESE, A., Ein Beitrag zur Geschichte des Dalberg-Archivs, in: Sonderdruck aus dem Aschaffenburger Jahrbuch für Geschichte, Landeskunde und Kunst des Untermaingebietes, Bd. 2, 1955, S. 278-282. " OCHS, Heidrun, Ritteradel und Städte. Bemerkungen zu ihrem Verhältnis am Beispiel der Kämmerer von Worms und der Vögte von Hunolstein, in: Jochim SCHNEIDER (Hg.), Kommunikationsnetze des Ritteradels im Reich um 1500, Stuttgart, 2012 (= Geschichtliche Landeskunde, Band 69), S. 91-109. " REUTER, Fritz, Die Dalberg in Worms und Herrnsheim, in: Carl von Dalberg 1744-1817, Beiträge zu seiner Biographie, hg. v. Hans-Bernd Spies, Aschaffenburg 1994, S. 263-279. RINKER-OLBRISCH, Margit, Überlieferungen der Dalberger - insbesondere das Herrnsheimer Dalberg-Archiv im Stadtarchiv Worms, in: Der Wormsgau 30/2013, Worms 2013, S. 171-215. " VILLINGER, Carl J. H., Die Kämmerer von Worms, genannt von Dalberg. Ein Streifzug durch ihre Geschichte, in: Herrnsheim 771-1971, Festbuch zu 1200-Jahrfeier (hgg. Otto Bardong), Worms, 1971, S. 116 -125. " WOLF, Jürgen Rainer, der Neubau der Pfarrkirche zu Abenheim und der Mannheimer Schloßbaumeister Jean Clemens Froimon, in: Festschrift anlässlich des 250jährigen Jubiläums der Vollendung der Pfarrkirche St. Bonifatius in Worms-Abenheim, Worms, 1987, S. 46-60. " Dalberger Urkunden. Regesten zu den Urkunden der Kämmerer von Worms gen. von Dalberg und der Freiherrn von Dalberg 1165 - 1843 (3 Bde. Darmstadt 1981-1987, Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 14, 1-3), hier insbesondere die Vorbemerkungen zu der Quellen- und Archivsituation in Bd. 1 und Bd. 2: o Bd. 1: Urkunden und Kopiare des Staatsarchivs Darmstadt (Abt. B 15 und O 1 B), des Pfarrarchivs Herrnsheim und des freiherrlich Frankensteinischen Archivs in Ullstadt, bearb. v. Friedrich BATTENBERG, Darmstadt 1981 o Bd. 2: Urkunden des Stadtarchivs Worms, der Bayerischen Staatsbibliothek München und des Frhl. Heyl’schen Archivs Herrnsheim, bearb. v. Friedrich BATTENBERG unter Mitarb. v. Margit RINKER-OLBRISCH, Darmstadt 1986 o Bd. 3: Corrigenda, Indices und Stammtafeln (v. Dalberg und Ulner v. Dieburg), Darmstadt 1987 " Zum Thema Adelsarchiv zuletzt: HEDWIG,Andreas/MURK,Karl (Hg.), Adelsarchiv - zentrale Quellenbestände oder Curiosa?. Marburg, 2009 (= Schriften des Hessischen Staatsarchivs Marburg 22). Einzelne Dalberger betreffend: Johann von Dalberg " MORNEWEG, Karl, Johann von Dalberg: ein deutscher Humanist und Bischof, Heidelberg, 1887. Wolfgang Heribert von Dalberg " HOMERING, Liselotte, Wolfgang Heribert von Dalberg als Theaterleiter und Autor, in: GALLÉ, Volker/NELL, Werner (Hrsg.), Zwischenwelten - Das Rheinland um 1800. Tagung vom 28. bis 30. Oktober 2011 in Schloss Herrnsheim, Worms, Worms, 2012, S. 69-94. Emmerich Joseph von Dalberg " EBELING, Jörg, Der Empirestil im Rheinland - Emmerich-Joseph von Dalberg zwischen Paris und Herrnsheim, in: GALLÉ, Volker/NELL, Werner (Hrsg.), Zwischenwelten - Das Rheinland um 1800. Tagung vom 28. bis 30. Oktober 2011 in Schloss Herrnsheim, Worms, Worms, 2012, S. 17-36. " ERNST, Eberhard (Hg.), Talleyrand und der Herzog von Dalberg, Unveröffentlichte Briefe (1816-1832), Frankfurt a.M., 1987. " Faber, Karl-Georg, Aristokratie und Finanz ……. " JÜRGENS, Arnulf, Emmerich von Dalberg zwischen Deutschland und Frankreich: seine politische Gestalt und Wirksamkeit, 1803-1810, Stuttgart, 1976. Karl Theodor von Dalberg " FÄRBER, Konrad M./KLOSE, Albrecht/REIDEL, Hermann (Hrsg.), Carl von Dalberg, Erzbischof und Staatsmann (1744-1817), Regensburg, 1994. " FRANKHÄUSER, Gernot, "Ausruhen und Hintändeln einicher Nebenstunden": Zeichnungen, Radierungen und Gemälde von Carl Theodor von Dalberg, in: Der Wormsgau Nr. 24, Worms 2005/06, S. 33-52. " HÖMIG, Herbert, Karl Theodor von Dalberg. Reichskanzler und Kirchenfürst im Schatten Napoleons. Paderborn 2011. " HUBER, Heinrich, Der Nachlaß des Fürstprimas Karl von Dalberg, in: Sonderdruck aus dem Aschaffenburger Jahrbuch für Geschichte, Landeskunde und Kunst des Untermaingebietes, Bd. 2, 1955, S. 271-276. " SPIES, Hans-Bernd (Hg.), Carl von Dalberg 1744-1817, Beiträge zu seiner Biographie, Aschaffenburg, 1994 (= Veröffentlichungen des Geschichts- und Kunstvereins Aschaffenburg e.V., Bd. 40). Friedrich Hugo von Dalberg " EMBACH, Michael/GODWIN, Joscelyn, Johann Friedrich Hugo von Dalberg (1760-1812); Schriftsteller - Musiker - Domherr, Mainz, 1998 (= Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte, Bd. 82). " VILLINGER, Carl J. H., Friedrich Hugo von Dalberg. Komponist und Musiktheoretiker, in: Herrnsheim 771-1971, Festbuch zu 1200-Jahrfeier (hgg. Otto Bardong), Worms, 1971, S. 128-144. Lord John Acton " CONZEMIUS, Victor, Lord Acton oder das freie Wort in der Kirche, in: Herrnsheim 771-1971, Festbuch zu 1200-Jahrfeier (hgg. Otto Bardong), Worms, 1971, S. 145-155 (mit weiteren Literatur- bzw. Quellenangaben) . " HILL, Roland, Lord Acton. Ein Vorkämpfer für religiöse und politische Freiheit im 19. Jahrhundert, Freiburg i. Br., 2002. Schloss Herrnsheim mit Parkanlage " BÖNNEN, Gerold/WERNER, Ferdinand (Hg.), Die Wormser Industriellenfamilie von Heyl, Öffentliches und privates Wirken zwischen Bürgertum und Adel, Worms, 2010 (hier: Register, auch zu Schloss und Garten). " FÜNFROCK, Gabriele, Jakob Friedrich Dyckerhoff - ein Architekt des Frühklassizismus im Großherzogtum Baden - 1744-1845, Worms 1983 (= Der Wormsgau, Sonderheft 1983); hier: Kapitel II. Schloß Herrnsheim bei Worms (S. 20 -64). " JUNKER-MIELKE, Stella, Ein Juwel der Gartenkunst - Der Schlosspark Herrnsheim gestern und heute, in: Zwischenwelten - Das Rheinland um 1800. Tagung vom 28. bis 30. Oktober 2011 in Schloss Herrnsheim, Worms, Worms, 2012, S. 37-50. " SPILLE, Irene, Schloss Herrnsheim bei Worms - das Gebäude und seine Geschichte, in: GALLÉ, Volker/NELL, Werner (Hrsg.), Zwischenwelten - Das Rheinland um 1800. Tagung vom 28. bis 30. Oktober 2011 in Schloss Herrnsheim, Worms, Worms, 2012, S. 5-16. " WERNER, Ferdinand, Der dalbergische Lustgarten und Sckells Englische Anlage in Herrnsheim bei Worms, in: Die Gartenkunst, 5. Jhrg., Heft 1/1993, Worms, 1993, S. 159-192.

            Herrmann, Rudolf (1884-1912)
            RMG 1.691 · Akt(e) · 1905-1913
            Teil von Archiv- und Museumsstiftung der VEM (Archivtektonik)

            1911-1912 in Namakunde, Omupanda; Lebenslauf, Bewerbung, Zeugnisse, 1905; Ordinationszeugnis, Personalpapiere, 1911; Briefberichte aus Namakunde u. Omupanda, 1912; Todesnachricht, Nachruf für Rudolf Herrmann, Dr., 1912; Anfrage wegen Nachlaß, 1913;

            Rheinische Missionsgesellschaft
            Heinrich Prüß
            Bestand
            Teil von Samtgemeindearchiv Harsefeld

            Schriftstücke: 20 Ansichtskarten (1901/1902) Bild von Heinrich Prüß in Uniform (1901) Brief an seinen Bruder (1901) Nachlassdokumente (1904-1911) 12 Fotokopien der Nachlassdokumente (1904-1911) Handschriftlicher Entwurf wegen Nachlassregelung (1905)

            Hegner, Carl Ludwig Hermann (1840-1915)

            Nachlaß:; Fotokopien von maschinenschriftlich übertragenen Briefen u. Abschrift d. Testamentes, 11 S.; Rundbrief an d. mit Carl Ludwig Hegner in Afrika arbeitenden Missionare: „Wie weit darf d. neu ankommende Missionar d. ersten Eindrücken u. Enttäuschungen Raum geben?“, 1867; Antwortbrief Carl Ludwig Hegners, nachdem d. Schreiben zirkuliert war, 8.9.1867; Briefe Carl Ludwig Hegners an Inspektor Friedrich Fabri u. Ludwig von Rohden betreffend Heiratsange-legenheiten, 5 Briefe aus Pella, 1867-1869; Ausarbeitung über d. Weckung geistlichen Lebens, überschrieben I.N.J.A., 1875; Testament, 1913;

            Rheinische Missionsgesellschaft
            Harmsen, Hans (Bestand)
            BArch, N 1336 · Bestand · 1885-1988
            Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

            Geschichte des Bestandsbildners: Alte und neue Themen der Bevölkerungswissenschaft. Festschrift für Hans Harmsen. Hrsg.: Hermann Schubnell. Boppard 1981 Zitierweise: BArch, N 1336/...

            Harden, Maximilian (Bestand)
            Bundesarchiv, BArch N 1062 · Bestand · 1890-1927
            Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)
            • 1890-1927, Bundesarchiv, BArch N 1062 * description: Geschichte des Bestandsbildners: Tabellarischer Lebenslauf 20.10.1861 geboren in Berlin als Felix Ernst Witkowski Schüler des Französischen Gymnasiums Berlin 1875 - 1888 Schauspieler mit dem Theaternamen Harden, den er ab 1878 ausschließlich führt 1881 Übertritt vom Judentum zum evangelischen Bekenntnis 1888 Beginn journalistischer Tätigkeit bei „Berliner Tageblatt", „Deutsches Montagsblatt", „Nation", und „Gegenwart" 1889 Mitbegründer der Berliner Freien Bühne 1892 - 1922 Herausgeber der Wochenschrift „Die Zukunft" (für Politik und öffentliches Leben, Theater, Kunst und Literatur) 1906 - 1909 Prozesse von Philipp Fürst zu Eulenburg und Graf Kuno Moltke gegen Harden wegen seiner Angriffe auf ihren unheilvollen Einfluss auf den Kaiser und sittliche Verfehlungen 1922 Rechtsradikales Attentat gegen Harden 30.10.1927 in Montana, Kanton Wallis, Schweiz, gestorben Bestandsbeschreibung: Umfangreiche Korrespondenz mit Schriftstellern, Journalisten, Politikern, Künstlern, Industriellen, darunter Ballin, Erzberger, Hofmannsthal, Holstein, Harry Graf Keßler, Thomas Mann, Max Reinhardt, Rathenau; Akten aus mehreren Prozessen, u.a. gegen Philipp Eulenburg und Kuno Moltke (1907-1909) sowie gegen Jagow, Wangenheim und Schiele (1921) Stand: 1977 Inhaltliche Charakterisierung: Bearbeitet von Wolfgang Mommsen unter Mitwirkung von Gertrud Winter Publikationsfindbuch, Koblenz 1970 Neubearbeiteter Nachdruck 1985 Ergänzungen und Nachträge seit 1985 Hinweis: Diese Textdatei enthält die in dem neubearbeiteten Nachdruck des Publikationsfindbuchs, Findbücher zu Beständen des Bundesarchivs Band 4, 1985, noch nicht enthaltenen Nachträge und Ergänzungen. In der Form (Layout) richtet es sich nach dem Publikationsfindbuch. Damit Datierung und Angabe zum Umfang eindeutig zugeordnet bleiben, ist für jeden Namenseintrag ist eine neue Tabellenzeile angelegt. Die Signatur der Archivalie (die Bandnummer) ist der Klarheit halber in Klammern wiederholt. Die bisherige Verzeichnung wird nach und nach übernommen. Solange dies noch nicht in Form der Textübertragung möglich ist, muss die Abbildung des alten Verzeichnisses genügen. Damit wird das Findbuch zumindest als Gesamtverzeichnis auch in Dateiform nutzbar. Der Index zum Bestand ist einstweilen fragmentarisch. Die Seitenverweise beziehen sich auf die Seite des Dateiausdruckes (MS-Word-Textfile). Hinweis zum Publikationsfindbuch (1985): Das Publikationsfindbuch beschreibt den Bestandsinhalt nach dem Stand von 1984/1985. Zwischenzeitlich konnten zusätzliche Papiere aus dem Nachlaß Maximilian Harden erworben werden, die darin noch nicht vollständig erfaßt sind. Das aktuelle Verzeichnis der Harden Papiere im Bundesarchiv bzw. Informationen über die im Publikationsfindbuch noch nicht erfaßten, späteren Zugänge teilt das Bundesarchiv auf Rückfrage mit. Die angebotenen Mikrofiches entsprechen dem Stand des Bestandes im Jahre 1962. Sie wurden aus den zu dieser Zeit hergestellten Mikrorollfilmen konvertiert. Spätere Zugänge sind nur zum Teil verfilmt worden. Das Bundesarchiv teilt auf Rückfrage mit, welche Bände seit 1962 durch neu erworbene Unterlagen ergänzt worden sind. Eine Abnahme von Duplikaten ganzer Filmrollen ist nicht mehr nötig. Mikrofiches können bandweise bezogen werden. Die Abgabe von Einzeldokumenten oder einer Dokumentenauswahl aus einzelnen Bänden in Mikroformen ist aus technischen Gründen nicht möglich. Auch für den Erwerb und die Benutzung von Mikrofilm- / Mikrofiches-Duplikaten gelten das Bundesarchivgesetz und die Benutzungsbestimmungen des Bundesarchivs. Koblenz, im April 2005 Gregor Pickro Zur Geschichte und Ordnung des Bestandes (Vorbemerkung im Publikationsfindbuch 1985) Beim Tode Hardens hatte sein schriftlicher Nachlass einen erheblichen Umfang; wann auch heute nichts Näheres und Genaueres mehr darüber bekannt ist, dürfte er weitaus größer gewesen sein, als es die erhaltenen Papiere ausweisen. Ausserdem bemühten die Erben Hardens sich, den Nachlass durch Originalbriefe zu vermehren, die bei Freunden und Bekannten gesammelt oder von denen Abschriften angefertigt und dem eigentlichen Nachlass hinzugefügt wurden. Nach 1933 wurde der Nachlass nach Palästina geflüchtet. Möglicherweise sind dabei größere Teile zurückgeblieben, und auch in Palästina können Verluste eingetreten sein, da ein geeigneter Aufbewahrungsraum nicht zur Verfügung stand und die rechte Aufsicht fehlte. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges gelangten die Papiere wieder nach Deutschland zurück. Frau Maximiliane Horowitz in Berlin, die Tochter Hardens, verkaufte den verbliebenen Nachlass durch Vermittlung von Frau Pflug in Wuppertal im Januar 1953 an das Bundesarchiv; Frau Horowitz wurden etwa 30 Autographen und Frau Pflug je 1 Autograph von allen bekannten Persönlichkeiten nach Kopierung für das Bundesarchiv überlassen. Von größeren Teilen der von ihr vor dem Verkauf an das Bundesarchiv dem Autographenhandel überlassenen Briefe lagen Fotokopien oder Abschriften vor, die ebenfalls dem Bundesarchiv übergeben wurden. Das Bundesarchiv hat sich darüber hinaus bemüht, Autographen anzukaufen, die aus dem Nachlass Hardens stammten und im Handel angeboten wurden. Es gelang, wenigstens die Briefbände und Einzelbriefe zu erwerben, die der Amerikaner Mr. Young ersteigert hatte. Mit wenigen Ausnahmen (Dichter-Autographen) scheint das Bundesarchiv heute im Original oder in Form der Fotokopie oder Abschrift über fast alle Papiere Hardens zu verfügen, die nach 1945 aus Palästina nach Deutschland zurückgekommen sind. Die vorher eingetretenen Verluste müssen wohl als endgültig angesehen werden. Die Sammlung von Harden-Briefen, die seinerzeit die Erben Hardens begonnen hatten, wurde vom Bundesarchiv fortgesetzt. Es konnten Briefe Hardens an Landsberger und Paulsen und Fotokopien von Briefen Hardens an Tucholsky erworben werden. Wie sich beim Erwerb des Nachlasses durch das Bundesarchiv ergab, hat er sich ursprünglich aus Korrespondenzreihen und Sachakten (in erster Linie wohl Prozessakten) zusammengesetzt. Leider sind Teile der Sachakten noch nach 1945 aufgelöst und in Korrespondenzreihen zerlegt worden. Als der Nachlass an das Bundesarchiv gelangte, waren nur alle Briefe von einigen besonders wichtigen und bedeutenden Korrespondenten schon vereinigt; für größere Teile des restlichen Schriftgutes lagen mehrere alphabetisch vorgeordnete Reihen vor, der Rest war ungeordnet. Nach Aussortierung der Sammlung der Harden-Briefe und Abschriften sowie der wenigen noch vorhandenen Sachakten und Sachaktenreste wurden alle an Harden gerichteten Briefe in einer großen alphabetisch geordneten Korrespondenzreihe abgelegt. Ihr schliessen sich die im Archiv neugebildeten Sachakten-Abteilungen an. Im Anhang folgen schließlich Originalbriefe Hardens und Briefabschriften, die provenienzgemäß nicht zum eigentlichen Nachlass gehören. Provenienzgemäß ebenfalls nicht zum Nachlass Harden gehören auch Hunderte von Postkarten und Briefen, die Harden in den Jahren 1908 - 1927 an seine Freundin Elfride Schmaltz schrieb, ergänzt durch maschinenschriftliche Kommentare von Frau Schmaltz zu einzelnen Briefen. Sie befanden sich mit einer maschinenschriftlichen Übertragung der schwer lesbaren Karten und Briefe Hardens durch sie, Zeitungsausschnitten und Korrespondenz über Harden im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin, angereichert durch im Autographenhandel erworbene einzelne Briefe an und von Harden. 1969 wurde dieser Bestand an das Bundesarchiv abgegeben. Die Briefe an und von Harden wurden in die alphabetischen Korrespondenzreihen des Nachlasses Harden eingeordnet. Sie sind kenntlich an der Ergänzungsfoliierung (z. B. 5 a-c) und nicht in den früher hergestellten Publikationsfilmen enthalten. Der eigentliche Nachass Schmaltz, dessen Kernstück die Briefe Hardens sind, wurde als Anhang II dem Nachlass Harden angegliedert und verfilmt. Photographien wurden an das Bildarchiv des Bundesarchivs abgegeben und sind in die biographische Serie eingeordnet. Ergänzende Bestände Weitere Papiere von Maximilian Harden / Teilnachlass Leo Baeck Institut New York (siehe auch unten) 23 Briefe von Harden 1894-1927 zu literarischen und politischen Themen sowie Mitteilungen aus dem Max Reinhardt-Kreis Berlin, Druckfahne eines Manuskripts, Zeitungsausschnitte, Fotos (ZDN, März 2002) Im Bundesarchiv: Josefine Katarina Harden geb. Joost (1860-1912) N 2353 Ehefrau des Schriftstellers Maximilian Harden (1861-1927) Briefe Maximilian Hardens Hugo Isenbiel (gest. 1913), preußischer Generalstaatsanwalt Briefe von Philipp Fürst zu Eulenburg-Hertefeld, Maximilian Harden, Kuno Graf von Moltke und Ida Danckelmann (Schwester Moltkes) zu den Prozessen Harden ./. Eulenburg und Harden ./. Moltke; Briefe aus dem Nachlaß von Otto Kluth (Kleine Erwerbung 690) Hans Prescher (geb. 1930), Publizist, Hauptabteilungsleiter Fernsehspiel des Hessischen Rundfunks Schriftwechsel mit Albert Grenz zum Attentat auf Maximilian Harden (Kleine Erwerbung 939) Nachlass Max Bauer (1869-1929) N 1022 Oberst im Großen Generalstab, Mitarbeiter Ludendorffs, Emigration nach dem Kapp-Putsch Kriegstagebuch 1918; Buchmanuskript "Der große Krieg in Feld und Heimat" mit der von Maximilian Harden überarbeiteten Fassung; Schriftwechsel u. a. mit Gustav Stresemann, Adolf Hitler, Ludendorff und Kronprinz Wilhelm aus den Jahren der Emigration; Artikel, Denkschriften militärischen und politischen Inhalts; militärische, politische und wirtschaftspolitische Tätigkeit bei der chinesischen Regierung von 1927-1929; Briefe Bauers an die Mutter und Schwester; Nachlaß des Sohnes Oberstleutnant Ernst Bauer 1914-1948, Lebenserinnerungen und Korrespondenz von Max Bauers Sekretärin Luise Engeler 1919-1948, Schriftwechsel des Wiener Oberbaurats Jacob Piegl 1925-1929 (ZDN, März 2002) Nachlass Georg Bernhard (1875-1944) N 2020 1901-03 Volkswirtschaftlicher Mitarbeiter an Hardens Zukunft (Pseudonym Plutus) Nachlass Bernhard Fürst von Bülow (1849-1929) N 1016 Reichskanzler (1900-1909) und preußischer Ministerpräsident Unterlagen für eine geplante Biographie; Prozeß Moltke-Harden 1907-1909; Daily Telegraph-Affäre 1908/09; römische Mission 1914/15; Korrespondenz u. a. mit Max von Baden, Wilhelm II., Herbert von Bismarck, Albert Ballin, Maximilian Harden, Lichnowsky, Walther Rathenau, Bethmann-Hollweg, Philipp Eulenburg, Holstein, Professor Hoetzsch; Briefe des Kaisers und der Kaiserin Friedrich sowie des damaligen Kronprinzen Wilhelm an Gräfin Marie Dönhoff; Briefe von Bülows an Thimme 1907/08 (ZDN, März 2002) Felix von Eckardt (1866-1931) Kleine Erwerbung 339 Chefredakteur des Hamburger Fremdenblattes, Journalist Korrespondenz u.a. mit Kaiser Friedrich III., von Holstein, Maximilian Harden, Fürst von Bülow, Gustav Stresemann (Fotokopien) (ZDN, März 2002) Nachlass Moritz von Egidy (1847-1898) N 2060 Nachlass Philipp Fürst zu Eulenburg-Hertefeld (1847-1921) N 1029 Nachlass Adolf Gelber (1856-1923) N 2092 Redakteur des Neuen Wiener Tageblatts; Schriftsteller 59 Briefe und Karten von Maximilian Harden Arthur Landsberger (1876-1933) Kleine Erwerbung 103 Verleger in Berlin, Roman- und Reiseschriftsteller Briefe von Maximilian Harden, 5 Briefe und 6 Karten von Werner Sombart Nachlass Walter Luetgebrune (1879-1949) N 1150 Nachlass Paul Nathan (1857-1927) N 2207 Politischer Publizist, zusammen mit Th. Barth Herausgeber der liberalen Wochenschrift Die Nation, 1900-1919 Stadtverordneter in Berlin, Mitglied der Fortschrittlichen Volkspartei, seit 1921 SPD; Geschäftsführer des Hilfsvereins der deutschen Juden, Vorstandsmitglied des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens Personalpapiere, Aufzeichnungen, Tagebücher, Briefe u.a. von K. Aldenhoven, L. Bamberger, L.v. Bar, Th. Barth, E. Bernstein, W. Dietrich, O. Gildemeister, M. Harden, Ludo M. Hartmann, W. Liebknecht, Th. Mommsen, Fr. Naumann, J. Schiff, M. Marburg (ZDN, März 2002) Nachlass Rudolf Pechel (1882-1961) N 1160 Nachlass Hans Graf Praschma (1867-1935) N 1232 Nachlass Arnold Rechberg (1879-1947) N 1049 Bildhauer und Politiker Persönliche Angelegenheiten, Korrespondenz, insbesondere zur deutsch-französischen Verständigung, u.a. mit Maximilian Harden, Max Klinger und Max Liebermann, Auguste Rodin; politischer Schriftwechsel u.a. mit Hermann von Eichhorn, Matthias Erzberger, Cläre von Gersdorff, Karl Helfferich, Adolf Hitler, Cornelia Irene Hoffmann, Generalmajor Max Hoffmann, Alfred Hugenberg, Erich Ludendorff, Jesco von Puttkammer, Kurt von Schleicher, Hugo Stinnes, Gustav Stresemann, Fritz Thyssen; Materialien zum "Fall Rechberg"; Alfred Pietzsch über Adolf Hitlers Politik und Persönlichkeit, Aufsatz über Rechberg und den Nürnberger Prozeß gegen die Hauptkriegsverbrecher; Manuskripte zu Aufsätzen, Vorträgen und Zuschriften Rechbergs (ZDN, März 2002) Nachlass Kurt Rheindorf (1897-1977) N 1263 Nachlass Helmuth Rogge (1891-1976) N 1153, (N 2246) 1921 Archivrat am Reichsarchiv Potsdam, 1941 Oberarchivrat und Abteilungsleiter ebd., 1952 Regierungsrat und 1953 Oberregierungsrat im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung Manuskript und Schriftwechsel aus der wissenschaftlichen Tätigkeit, vor allem zu seinen Arbeiten über das kaiserliche Deutschland und insbesondere über Friedrich von Holstein; Arbeitsmaterialien und Manuskripte Maximilian Harden betreffend, Briefe Hardens an Elfride Schmaltz; Schriftwechsel mit Norman Rich, Unterlagen zur Vertreibung der Deutschen aus dem Osten; Errichtung des Archivs des Bundespresseamtes 1952-1958 (ZDN, März 2002) Nachlass Ernst Schweninger (1850-1924) N 2281 Leibarzt Bismarcks, Professor für allgemeine Pathologie und Dermatologie, Geschichte der Medizin an der Universität Berlin; Erfinder einer speziellen Diät und Hydrotherapie gegen Fettsucht Briefe von Kollegen, Patienten und Freunden, u.a. von Familie Bismarck, Bernhard von Bülow, Bethmann Hollweg, Maximilian Harden, Paul Heyse, Familie Krupp (ZDN, März 2002) Nachlass Theodor Wolff (1868-1943) N 1207 Publizist, 1894-1906 Pariser Korrespondent und 1906-1933 Chefredakteur des Berliner Tageblatts, Mitbegründer der Deutschen Demokratischen Partei (DDP), 1933 nach Paris emigriert, 1943 im KZ Oranienburg Tagebücher 1912-1919, 1940/41; Manuskripte; umfangreiche Korrespondenz politischen und literarischen Charakters, u.a. Albert Ballin, Lujo Brentano, Bernhard von Bülow, Bernhard Dernburg, Hans von Flotow, Maximilian Harden, Gerhart Hauptmann, Richard von Kühlmann, Walter Leistikow, Paul Lindau, Hellmuth von Lucius, Agnes Sorma; Briefe von Familienangehörigen, teils mit Gegenbriefen, dabei auch Briefe von Wolff an seine Frau; autobiographische Aufzeichnungen (ZDN, März 2002) NS 15/195 (Dr. Ernst von Bracken; u.a. Artikel "Maximilian Harden", in: Mitteilungen über die Judenfrage 1937, Nr. 17, Jg. I) In anderen Einrichtungen: Berlin Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin Alexander Helphand, Pseud. Parvus (1867-1924) Sozialistischer Schriftsteller und Theoretiker, Chefredakteur der "Sächsischen Arbeiterzeitung" (1896-1898), Begründer der sozialdemokratischen Zeitschrift "Die Glocke" (1914-1922) Tagebuch, Aufzeichnungen und andere Unterlagen aus seiner Tätigkeit im Orient, Redaktion der Zeitschrift "Die Glocke"; Geschäftskorrespondenz 1915-1922 u.a. mit Sklarz 1916; angereichert durch Briefe von Helphand aus dem Orient 1910 und durch Briefe von Victor Naumann an Hertling; Schriftsatz des Rechtsanwalts Grünspach zum Prozeß G. Sklarz gegen M. Harden (ZDN, März 2002) Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz Kurt Breysig (1866-1940) Seit 1892 an der Universität Berlin, 1923 o. Professor (Geschichte, Geschichtsphilosophie, Soziologie) Tagebuchaufzeichnungen, unveröffentlichte Manuskripte; Korrespondenz, dabei Hans Driesch, Fürst Philipp Eulenburg, Maximilian Harden, Friedrich Meinecke, Leopold von Wiese (ZDN, März 2002) Stiftung Archiv der Akademie der Künste Berlin, Archivabteilung Literatur Erich Mühsam (1878-1934) Revolutionärer und anarchistischer Schriftsteller, Begründer, Herausgeber und Mitarbeiter revolutionärer und satyrischer Zeitschriften, seit 1909 in München, 1919 Mitglied des Zentralrates der Münchener Räteregierung Tagebücher aus dem Zeitraum 1910-1924, Korrespondenz, u.a. mit Gustav Landauer, Kreszentia Mühsam und Paul Scheerbarth, sowie persönliche Dokumente und Notizen aus der Zeit der Festungshaft in Niederschönenfeld; Originaldokumente und Unterlagen aus dem schriftlichen Nachlaß von Kreszentia Mühsam, vor allem geschäftlicher Schriftwechsel, persönliche Briefe u.a. an Martin Andersen-Nexö, Leon Hirsch, Erich Mühsam und Helene Stassowa; einige handschriftliche Briefe, Stücke und Gedichte von Erich Mühsam sowie von ihm gezeichnete Bilderbücher für Kreszentia Mühsam; Photokopien von Briefen Erich Mühsams an Martin Andersen-Nexö, Max Halbe, Maximilian Harden, Erich Horlemann, Artur Kutscher, Kreszentia Mühsam, Charlotte Pritzel, Karl Wolfskehl und an Verlage; Photos; Dokumente und Material über Erich Mühsam, Korrespondenz des Nachlaßverwalters Josef Maier mit Familienangehörigen von Kreszentia und Erich Mühsam; Dokumentationsmaterial zu Leben und Werk. Mikrofilmkopie des in Moskau verwahrten literarischen Nachlasses (ZDN, März 2002) Paul Wiegler (1878-1949) Redakteur bei verschiedenen Zeitungen, Leiter der Romanabteilung des Ullsteinverlages in Berlin, Schriftsteller und Theaterkritiker; nach 1945 Stellvertretendeer Chefredakteur des Nachtexpreß in Berlin, Mitbegründer und Mitglied des Zentralrates des Kulturbundes in Berlin Werkmanuskripte lyrischer, epischer und publizistischer Arbeiten; umfangreiche Korrespondenz u.a. mit Max Brod, Bruno H. Bürgel, Alfred Döblin, André Gide, Maximilian Harden, Hermann Hesse, Hugo von Hofmannsthal, Leopold Jessner, Bernhard Kellermann, Detlev von Liliencron, Leo Perutz und Franz Werfel; Photosammlung mit Porträt- und Rollenfotos namhafter Schauspieler und Persönlichkeiten aus dem Berlin der zwanziger Jahre; persönliche Unterlagen; Druckbelege; Unterlagen aus der Provenienz von Gertrud Wiegler. (ZDN, März 2002) Bonn Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn Hugo Heinemann (1863-1919) Rechtsanwalt, Publizist, Unterstaatssekretär im preußischen Justizministerium, Mitglied der Preußischen Verfassunggebenden Landesversammlung (SPD) Korrespondenz (45 Briefe) u.a. mit Maximilian Harden und Franz von Liszt, betr. die publizistische und berufliche Tätigkeit Heinemanns (Bemerkung: Originale im Russischen Staatlichen Archiv für Zeitgeschichte Moskau) (ZDN, März 2002) Bruno Schoenlank (1859-1901) 1892 Redakteur des Vorwärts in Berlin, 1893 Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung, Reformer der SPD-Parteipresse, 1893-1901 Mitglied des Reichstages (SPD) Tagebuch 1897/98 mit Briefausschnitten; Briefe 1890-1898 u. a. von Edward Aveling, Karl Grillenberger, Maximilian Harden, Arno Holz, Max Schippel, Gustav von Schmoller, Werner Sombart SPD- und Presseangelegenheiten betreffend (ZDN, März 2002) Halle Stadtarchiv Halle (Saale) Johannes Schlaf, Pseud. Bjarne P. Holmsen (1862-1941) 1875-1884 Besuch des Domgymnasiums Magdeburg, nach Reifeprüfung 1884 Studium der Theologie und Philologie in Halle, ab 1885 Studium der Philosophie, Germanistik und Altphilologie in Berlin, 1904 Übersiedlung von Berlin nach Weimar, dort freier Schriftsteller der naturalistischen Kunstrichtung (Romane, Erzählungen, Dramen, Essays), 1932 Ehrenbürger von Querfurt, 1937 Rückkehr dorthin Schriftwechsel des Autors mit Zeitgenossen, u.a. mit Friedrich Simon Archenhold (Astronom), Hermann Bahr, Ernst Barthel, Wilhelm Bölsche, Max Brod, Houston Stuart Chamberlain, Eugen Diederichs, Paul Ernst, Philipp Fauth, Gustav Frenssen, Ernst Haeckel, Max Halbe, Maximilian Harden, Gerhart Hauptmann, Karl Friedrich Henckell, Hugo von Hofmannsthal, Hanns Johst, Georg Kaiser, Franz Friedrich Lienhard, Thomas Mann, Friedrich Naumann, Wilhelm Ostwald, Wilhelm von Scholz, Wilhelm Schäfer, Emil Strauß, Felix Weingartner, Richard Wittsack, Stefan Zweig, Manuskripte von Werken J. Schlafs, Abhandlungen zu verschiedenen wissenschaftlichen Themen, Tagebücher, Zeitungsausschnitte über Schlaf, Dissertationen u.a. wissenschaftliche Arbeiten über Schlaf (ZDN, März 2002) Marbach am Neckar Deutsches Literaturarchiv, Schiller-Nationalmuseum, Marbach am Neckar Maximilan Harden : Einzelautographen in der Autographensammlung Eberhard von Bodenhausen (Hans Eberhard Freiherr von Bodenhausen gen. Degener) (1868-1918) Kunsthistoriker, Jurist, Industriedirektor Kunsthistorische Untersuchungen und Essays, Aufsätze und Reden zur Volkswirtschaft, Materialsammlungen, Kollegnachschriften und Exzerpte aus kulturhistorischen Werken u.a.; Autobiographisches: »Fahrt nach Belgien vom 9. bis 16. Februar 1915«; Tagebuchaufzeichnungen 1896-1918; Notizbücher u.a.; Briefe an Georg Bernhard, Fanny und Hans Heinrich von Bodenhausen, George Brooke, Paul Cassirer, Georgie Ernst, Elisabeth Förster-Nietzsche, Ernst Gosebruch, Hugo von Hofmannsthal, Anton Kippenberg, Oscar Kohnstamm, Alfred Lichtwark, Julius Meier-Graefe, Kurt von Mutzenbecher, Karl Ernst Osthaus, Edwin Redslob, Gustav Richter, Emma Schmidt, Botho Graf von Schwerin, Henry van de Velde u.a.; Deutsche Bank München; Verlage Bruckmann u.a., Briefe von Otto Julius Bierbaum, Wilhelm von Bode, Fanny von Bodenhausen, Rudolf Borchardt, Bruno Cassirer, Paul Cassirer, Richard Dehmel, Felix Fénéon, Cäsar Flaischlen, Elisabeth Förster-Nietzsche, Theodor Fontane, Max J. Friedländer, Ernst Gosebruch, Richard Graul, Maximilian Harden, Otto Erich Hartleben, Alfred Walter Heymel, Ludwig von Hofmann, Hugo von Hofmannsthal, Rudolf Kassner, Harry Graf Kessler, Anton Kippenberg, Oscar Kohnstamm, Julius Levin, Alfred Lichtwark, Max Liebermann, Aristide Maillol, Julius Meier-Graefe, Georg Merleker, George Minne, Edvard Munch, Gerhard von Mutius, Karl Ernst Osthaus, Rudolf Pannwitz, Stanislaw Przybyszewski, Karl Scheffler, Rudolf Alexander Schröder, Botho Graf von Schwerin, Woldemar von Seidlitz, Paul Signac, Hugo Storm, Gustav Stresemann, Otto von Taube, Hans Thoma, Henry van de Velde, Theodor Wiegand u.a.; Das Nietzsche-Archiv in Weimar betreffende Briefe; Geschäftsberichte, Protokolle, Rundschreiben und Briefe zur Zeitschrift »Pan«, darunter Schreiben an Hans Albrecht Graf Harrach; Würdigungen und Erinnerungen an ihn von Ernst Wilhelm Eschmann, Gustav Pauli, Hermann Uhde-Bernays u.a.; Nachrufe, darunter »Rede am Sarge Eberhard von Bodenhausens« von Rudolf Borchardt; Zeitungsausschnitte. (ZDN, März 2002) Edwin Bormann, Pseud. Bliemchen (1851-1912) Schriftsteller Briefe von Ludwig Anzengruber, Ernst Fleischhauer, Maximilian Harden, Carl Reinecke, Anton von Werner, Fedor von Zobeltitz u.a. (ZDN, März 2002) Stuart Cäsar siehe Cäsar Flaischlen Alfred Demel siehe Alfred Walter Heymel Paul Ernst (Karl Friedrich Paul Ernst), Pseud. P. W. Spaßmöller (1866-1933) Schriftsteller, Journalist Lyriksammlung »Beten und Arbeiten«, Einzelgedichte; Epen, Trauerspiele, Lustspiele; Romane, Novellen und Erzählungen, Erinnerungen »Jünglingsjahre«; Essays und Aufsätze zu Literatur und Kunst, Religion und Gesellschaft (z.T. unvollständig); Rezensionen; Übersetzungen: Novellen von Guy de Maupassant; u.a.; Briefe an Wilhelm Boss, Eugen Diesel, Hanns Floerke, Ferdinand Gregori, Walter Hofmann, Arno Holz, Karl August Kutzbach, Hellmuth Langenbucher, Hans von Müller, Karl Scheffler, Johannes Schlaf, Franz Servaes u.a.; Briefe von Eugen d Albert, Julius Bab, Béla Balázs, Franz Ferdinand Baumgarten, Walter Behrend, Anton Berger, Wilhelm Bergmann, Hans Bethge, Günther Birkenfeld, Hans Erich Blaich, Ernst Blass, Emanuel von Bodman, Hans Bogner, Wilhelm Boss, Friedrich Brass, Robert Breuer, Joachim von Bülow, Hermann Burger, Hans Carossa, Theodor Däubler, Georg Dehio, Richard und Ida Dehmel°, Richard Deinhardt, Max Dessoir, Eugen Diesel, Louise Dumont, Fritz Ebers, Walther Eggert-Windegg, Albert Ehrenstein, Theodor Eichhoff, Arthur Eloesser, Hanns Martin Elster, Hugo Erfurth, Emil Ermatinger, Robert Faesi, Otto Falckenberg, Paul Fechter, Hanns Floerke, Elisabeth Förster-Nietzsche, Hans Franck, August Frickenhaus, Fred Fritsch, Ludwig Fulda, Franz Alfons Gayda, Rudolf Geck, Benno Gimkiewicz, Heinrich von Gleichen-Rußwurm, Herbert G. Göpfert, Ferdinand Gregori, Leo Greiner, Hans Grimm, Stefan Großmann, Johannes von Guenther, Willy Haas, Alfred Haering, Erich Härlen, Hasso Härlen, Per Hallström, Maximilian Harden, Walter Harlan, Otto Erich Hartleben, Paul von Hedemann-Heespen, Jakob Hegner, Ernst Heimeran, Wolfgang Heine, Hermann Hesse, Walter Hofmann, Walther von Hollander, Korfiz Holm, Arno Holz, Artur und Maria Louise Holz, Ernst Jünger, Franz Kaibel, Karl Kautsky, Hermann Graf Keyserling, Wilhelm Kiefer, Anton Kippenberg, Tim Klein, Paul Kluckhohn, Erwin Guido Kolbenheyer, Karl August Kutzbach, Paul Landau, Hellmuth Langenbucher, Hans Leifhelm, Karl Lerbs, Wilhelm Liebknecht, Friedrich Lienhard, Berthold Litzmann, Samuel Lublinski, Georg Lukács, Werner Mahrholz, Franz Mehring, Alfred Richard Meyer, Georg Heinrich Meyer, Rudolf Meyer, Arthur Moeller van den Bruck, Hans von Müller, Börries von Münchhausen, Carl Muth, Paul Natorp, Georg Noth, Max Oehler, Alfons Paquet, Max Picard, Henrik Pontoppidan, Eduard Reinacher, E. A. Rheinhardt, Martin Rockenbach, Walter Erich Schäfer, Wilhelm Schäfer, Johannes Schlaf, Wilhelm von Scholz, Ernst Schultze, Carl Seelig, Franz Servaes, Georg und Gertrud Simmel, Albert Soergel, Wilhelm Stapel, Hans Sterneder, Otto Stoessl, Emil Strauß, Max Tau, Otto von Taube, Frank Thiess, Johannes Tralow, Hans Vaihinger, Will Vesper, Walther Vogel, Friedrich Vorwerk, Max Wachler, Martina Wied, Paul Wiegler, August Winnig, Georg Witkowski, Max Zweig u.a.; Verlage, Zeitschriften und Zeitungen, Bühnen, Rundfunkanstalten, Schriftstellerverbände u.a. Zugehörige Materialien: Zeugnisse, Verträge, Rechnungen; Dokumente der Paul-Ernst-Gesellschaft; Briefe von und an Else Ernst. Zum Nachlaß gehören: Zeitungsausschnitte. (ZDN, März 2002) Cäsar Flaischlen, Pseud. Stuart Cäsar (1864-1920) Schriftsteller, Redakteur Werkmanuskripte aller Gattungen; Dissertation »Otto Heinrich von Gemmingen«; Essays zur Literatur, Reden und Vorträge über Johann Christoph Gottsched, Emil Milan, Friedrich Schiller; Vorlesungen u.a.; Aphorismen, Rezensionen; Kollegnachschriften, Notizbücher, Tagebuchaufzeichnungen; Entwurf seines Testaments u.a.; Briefe an Else Beigel, Paul Cassirer, Louise Dumont, Antonie Flaischlen, Edith Flaischlen und andere Familienmitglieder, Hans Franck, Adele Gerhard, Otto von Güntter, Walter Harlan, Theodor Heuss, Max Immanuel, Lucy Lindner-Orban, Erika Plehn, Max Rosenfeld, Georg Witkowski u.a.; Briefe von Karl Bauer (Maler), Peter Behrens, Josef August Beringer, Hans Bethge, Hermann Beuttenmüller, Alfred Biese, Max Bing, Eberhard von Bodenhausen, Wilhelm Bölsche, Bruno Cassirer, Helene Christaller, Anna Croissant-Rust, Louise Dumont, Walther Eggert-Windegg, Hanns Martin Elster, Eduard Engels, Gustav Falke, Ludwig Finckh, Hermann Fischer, Antonie Flaischlen, Edith Flaischlen, Hugo Flaischlen und andere Familienmitglieder, Hans Franck, Adele Gerhard, Otto von Güntter, Max Halbe, Maximilian Harden, Walter Harlan, Selma Hartleben, Franz Ferdinand Heitmüller, Karl Henckell, Theodor Heuss, Walter Heynen, Ludwig von Hofmann, Felix Hollenberg, Wilhelm Holzamer, Harry Graf Kessler, Karl Klingspor, Max Martersteig, Walter Meckauer, Hanns Meinke, Georg Ludwig Meyn, Hans von Müller, Georg Muschner, Max Niderlechner, Hans Olde, Emil Orlik, Ludwig Pallat, Erika Plehn, Paul Remer, Georg und Johanna Rettich, Emmy Rotth, Heinrich Schäff-Zerweck, Karl Scheffler, Hans Schliepmann, Hans Sterneder, Frank Thiess, Henry van de Velde, Clara Viebig, Georg Witkowski, Heinrich Zerkaulen u.a.; Künstler-Verein Bremen; Schriftwechsel mit Verlagen, Zeitschriften, literarische Gesellschaften u.a.; Feldpostbriefe; persönliche Unterlagen; Einzelgedichte von Otto Erich Hartleben, Paul Scheerbart; Dramenfragmente, Briefe an Edith Flaischlen von Adele Gerhard, Richard Schaukal sowie an den Verlag Fleischel von Stefan Zweig u.a.; Angefügt: Manuskripte und Redaktionskorrespondenz der Zeitschrift »Pan« und der Anthologie »Neuland« ab 1895 (14 Kästen ) (ZDN, März 2002) Hans Grimm (1875-1959) Schriftsteller, Presseberichterstatter, Kaufmann Werkmanuskripte aller Gattungen; Biographisches, Zeitgeschichtliches, Reiseberichte, Essays, Aufsätze und Briefe; Aufrufe, Ansprachen, Offene Briefe, Kritiken, Rezensionen u.a. Entwürfe und Notizen zu verschiedenen Arbeiten und zu Südwestafrika; Ankündigung des Klosterhaus-Verlags Lippoldsberg; Tagebücher von und über Grimm aus den Jahren 1878-1959; Briefe an und von Erwin Ackerknecht, Hans von Albert, Paul Alverdes, Alexander Amersdorffer, Alexander Andrae, Kurt Aram, Hanns Arens, Karl Arnhold, Peter Bamm, Friedrich K. Bartels, Ludwig Friedrich Barthel, Hans Baumann, Eduard Baumgarten, Kurt Beinhauer, Gottfried Benn, Rudolf Benze, Theodor Berndt, Werner Beumelburg, Hermann Beuttenmüller, Rudolf G. Binding, Friedrich Bischoff, Georg von Bleyleben, Walter Bloem, Walter Julius Bloem, Hans Friedrich Blunck, Herbert Böhme, Rudolf Böhmer, Julius und Agnes von Boemcken, Bruno Brehm, Arnolt Bronnen, Elsa Bruckmann, Martin Buber, Adolfo Bundies, Hermann Burte, Otto Carius, Hans Carossa, Hermann Claudius, Carlo Coeckx, Max Lucas von Cranach, Gustav Dessin, Margarete Dierks, Karl Dönitz, Eduard Donay, Edwin Erich Dwinger, Kasimir Edschmid, Arthur Ehrhardt, Fritz Endres, Theo Engelmann, Paul Ernst, Richard Euringer, Paul Fechter, Hans Fervers, Ludwig Finckh, Alois K. Fischer, Eduard von Flottwell, Hans Franck, Walter Frank, Gustav Frenssen, Karl Ehrenfried Fritsche, Karl Fuchs, Hans von der Gabelentz, Heinrich von Gleichen-Rußwurm, Joachim von der Goltz, Rüdiger von der Goltz, Georg Grabenhorst, Addi Grimm, Julius und Helene Grimm, Paula Grogger, Heinz Grothe, Heinz Guderian, Hans F. K. Günther, Friedrich und Elisabeth Gundolf, Hasso Härlen, Maximilian Harden, Agnes Harder, Adolf von Hatzfeld, Gerhart und Margarete Hauptmann, Manfred Hausmann, Eberhard Heffe, Friedrich Wilhelm Heinz, Bernt von Heiseler, Ilse Heß, Theodor Heuss, Hans Heyck, August Hinrichs, Emanuel Hirsch, Franz Höller, Robert Hohlbaum, Alfred Hugenberg, Kurt Ihlenfeld, Moritz Jahn, Karoline Janik, Hans Windekilde Jannasch, Hanns Johst, Ernst Jünger, Elisabeth Jungmann, Adolf Kaempffer, Eugen und Lien Kalkschmidt, Karl Kaltwasser, Otto Kanold, Ernst C. Kellner, Erich Kernmayr, Heinz Kindermann, Heinrich Kirchheim, Edgar Kirsch, Eva Klare, Karl Klingspor, Fritz Koch, Erwin Guido Kolbenheyer, Ernst Krieck, Arnold Krieger, Käthe Kruse, Paul Landau, Hellmuth Langenbucher, Gertrud von le Fort, Theophil Lehmann, Fritz Löffler, Maria Lorenz, Friedrich Lützow, Karl Benno von Mechow, Max Mell, Herybert Menzel, Adolf Meschendörfer, Heinrich Meyer (Pastor), Agnes Miegel, Rudolf Mirbt, Arthur Moeller van den Bruck, Walter von Molo, Kurt Morawietz, Börries von Münchhausen, Franz Nabl, Werner Naumann, Gertrud Niebuhr, Ernst Niekisch, Uwe Lars Nobbe, Herman Nohl, Kurt Oxenius, Leo Perutz, Ursel Peter, Gertrud Petersen, Gustav Pezold, Wilhelm Pleyer, Heinz Jürgen Pondorf, Hermann Pongs, Rudolf Presber, Willi Rehkopf, Hanna Reitsch, Annelies von Ribbentrop, Ingeborg Rosenfeld, Eugen Roth, Hans-Ulrich Rudel, Ernst von Salomon, Kurt Saucke, Albert Schaefer, Wilhelm Schäfer, Ursula Schenk, Hermann Schneider, Wilhelm von Scholz, Percy Ernst Schramm, Edward Schröder, Rudolf Alexander Schröder, Ernst Schulte Strathaus, Gerhard Schumann, Ina Seidel, Ellen Soeding, Albert Soergel, Adolf Spemann, Wilhelm Stapel, Herbert Steiner, Hellmut Stöber, Otto Strasser, Emil Strauß, Agathe Helene Streffer, Otto von Taube, Frank Thiess, Hannes Tuch, Franz Tumler, Friedrich Franz von Unruh, August Friedrich Velmede, Hans Venatier, Bernward Vesper, Will Vesper, Helene Voigt-Diederichs, Ernst Volkmann, Max Wachler, Winifred Wagner, Carl Walbrach, Josef Magnus Wehner, Bruno E. Werner, Ernst Wiechert, August Winnig, Erhard Wittek, Helmut Wocke, Kurt Woermann, Benno Ziegler, Maxim Ziese, Kurt Ziesel, Heinrich Zillich u.a.; Verbände und Stiftungen, Verlage, Zeitschriften und Zeitungen, Rundfunkanstalten, Bühnen, Akademien, Universitätsseminare und Fakultäten, Schulen, Behörden und Ämter u.a. Korrespondenz mit der Preußischen Akademie der Künste Berlin und der Deutschen Akademie München; Briefwechsel mit nationalen Gruppen und Jugendbünden, mit Regierungs- und Parteistellen und mit den Machthabern in der NSDAP; Gutachten, Rundschreiben, Protokolle und Briefwechsel mit der Reichsschrifttumskammer, darunter Schreiben von Hans Friedrich Blunck; den Shakespeare-Preis 1935/36 betreffende Briefe von Arnold Köster, Alfred Toepfer u.a.; Ansprachen zu den Lippoldsberger Dichtertagen 1934-1981 von Hans Grimm und Wernt Grimm, Plädoyers für die Deutsche Reichs-Partei, Korrespondenz mit der Partei, mit Adolf von Thadden u.a.; Afrika betreffende Briefe an und von: Hans Anton Aschenborn, Carl Berger, Fritz Brenner, Ernst-Ludwig Cramer, Jakob Dekker, Hugo Gutsche, Eva Kieckebusch, Hans Kisker, Eberhard von Koenen, Heinrich Vedder, Frida und Gustav Voigts, Berengar von Zastrow u.a.; Amerika und Grimms Amerikafahrt betreffende Dokumente, darunter Briefe von Hanns Fischer (Chicago), Jane Goodloe, Frederick W. J. Heuser, Arthur Koegel und Gilbert Perleberg; Briefe über England und Grimms Englandreise an und von: Edmund Blunden, Rolf Gardiner, Leonard Ashley Willoughby, Deutscher Akademischer Austauschdienst u.a. Zugehörige Materialien Lebensdokumente, Ehrungen, Nachrufe; Honorarbescheide, Verlagsverträge, Werbematerial für einzelne Bücher und für Lesungen; Unterlagen von Dichterwochen in Pürgg 1953 und 1955; Reisepapiere; Würdigungen seines Werks und Untersuchungen von Heinz Grothe u.a.; Lyrik von Hans Baumann, Hermann Claudius, Karl Haushofer u.a.; Romane und Erzählungen von Helene Voigt-Diederichs u.a.; Berichte und Aufzeichnungen von Verschiedenen zu Nationalsozialismus, Zweitem Weltkrieg und Nachkriegszeit, zu Südafrika u.a.; Studien zu Literatur und Philosophie von Leopold Freisler u.a.; Briefe von Addi Grimm an Ellen Soeding, Helene Voigt-Diederichs u.a.; Briefe an Addi Grimm von Hermann Claudius, Helene Voigt-Diederichs u.a.; Briefe an Holle Grimm von Georg von Bleyleben, Bruno Brehm, Sabine Fechter, Walter Haller, Günter Höhne, Erich Kernmayr, Heinz Mahncke, Wilhelm Pleyer, Karl Springenschmid, Anneliese Venatier u.a.; Briefe von Wernt Grimm an Addi Grimm, Holle Grimm u.a.; Kondolenzbriefe an die Familie zu Hans Grimms Tod. Zum Nachlaß gehören: Sonderdrucke und Zeitschriften, Zeitungsausschnitte, Tonbandaufzeichnungen und zahlreiche Fotografien zu den Lippoldsberger Dichtertagen 1934 bis 1960. (ZDN März 2002) Ernst Hardt (1876-1947) Schriftsteller, Übersetzer, Theater- und Rundfunkintendant Werkmanuskripte aller Gattungen; Übersetzungen: Novellen und der Roman »Bel ami« von Guy de Maupassant; u.a.; Tagebuchaufzeichnungen u.a. Briefe an Fritz Adler, Karl August Düppengießer, Michel Eulambio, Tilla Goetz-Hardt, Botho Graef, Anna Lucie Hardt, Polyxena Hardt, Walther Rathenau, Georg Witkowski u.a. Briefe von Johannes R. Becher, Otto Behagel, Marcus Behmer, Rudolf G. Binding, Hedwig Bleibtreu, Rudolf Borchardt, Otto Brahm, Bertolt Brecht, Ludwig Coellen, Richard Dehmel, Franz Deibel, Adele Doré, Käthe Dorsch, Franz Dülberg, Karl August Düppengießer, Hans Ebert, Kasimir Edschmid, Michel Eulambio, Herbert Eulenberg, Cäsar Flaischlen, Leonhard Frank, Ludwig Fulda, Hans von der Gabelentz, Josef Theodor Glaser, Tilla Goetz-Hardt, Botho Graef, Paul Graener, Walter Gropius, Peter Hamecher, Maximilian Harden, Anna Lucie Hardt, Donata Hardt, Paul Hardt, Polyxena Hardt, Otto Erich Hartleben, Walter Hasenclever, Carl Hauptmann, Gerhart Hauptmann, Ludwig von Hofmann, Friedrich Huch, Georg Karo, Anton und Katharina Kippenberg, Oscar Kohnstamm, Hans Kyser, Else Lasker-Schüler, Melchior Lechter, Heinrich Lilienfein, Alexander Maass, Heinrich Mann, Max Martersteig, Walter von Molo, Joachim Moras, Hans von Müller, Helene von Nostitz, Rudolf Presber, Walther Rathenau, Edwin Redslob, Eduard Reinacher, Rainer Maria Rilke, Hans Rothe, Richard Salzmann, Willi Schäferdiek, Paul Schlenther, Wilhelm Schmidtbonn, Arthur Schnitzler, Wilhelm von Scholz, Carl Stang, Paul Steinmüller, Otto von Taube, Hugo Thimig, Heinrich Vierordt, Karl Gustav Vollmoeller, Georg Witkowski, Karl Wolfskehl, Paul Zech, Stefan Zweig u.a.; Anstalt für Aufführungsrecht dramatischer Werke der Literatur und Musik Berlin; Verlage, Zeitschriften, Bühnen, literarische Gesellschaften u.a.; Briefe, Verträge und andere Materialien zu seiner Tätigkeit als Leiter des Deutschen Nationaltheaters Weimar und des Schauspielhauses Köln; Dokumente zu seiner Arbeit als Leiter des Westdeutschen Rundfunks Köln, zu seiner Entlassung 1933 und zum sogenannten Rundfunkprozeß. Zugehörige Materialien: Verträge und andere Lebensdokumente; Familienpapiere; Briefe an Wolfgang Goetz von Jakob Haringer u.a.; Briefe an Tilla Goetz-Hardt von Kate Kühl, Friedrich Michael, Rudolf Pechel, Peter Suhrkamp u.a.; Familienkorrespondenzen, darunter Briefe von Polyxena Hardt an Botho Graef und Anna Lucie Hardt. Zum Nachlaß gehören: Zeitungsausschnitte, Plakate, Theaterzettel und Spielpläne, Schallplatten, umfangreiche Photobestände. Angefügt: Nachlaß Tilla Goetz-Hardt (ZDN, März 2002) Alfred Walter Heymel, geb. Walter Hayes Misch, Pseud. Alfred Demel (1878-1914) Schriftsteller, Verleger, Herausgeber Lyriksammlungen und Einzelgedichte; Rede in der Aufsichtsratssitzung der »Süddeutschen Monatshefte« 1911; Vorträge über deutsche und amerikanische Literatur; Berichte von seinen Afrika- und Amerikareisen. Übersetzungen: Einzelgedichte von Brian Hooker; Schauspiel von Philip Henslowe »Ein Weib getötet durch Güte«; Tagebuchaufzeichnungen; Briefe an und von Herbert Alberti, Leopold Andrian, Fritz Behn, Georg Bernhard, Theobald von Bethmann-Hollweg, Elsa Gräfin und Max Graf Bethusy- Huc, Hermann Beuttenmüller, Otto Julius Bierbaum, Rudolf G. Binding, Franz Blei, Josef Bloch, Eberhard von Bodenhausen, Rudolf Borchardt, Marie von Bunsen, Paul Nikolaus Cossmann, Max Dauthendey, Ottonie Gräfin Degenfeld, Richard Dehmel, Hans Ehrenbaum-Degele, Hanns Martin Elster, Hedwig Fischer, Elisabeth Förster-Nietzsche, Sophie Dorothea Gallwitz, Benno Geiger, Alexander von Gleichen-Rußwurm, Botho Graef, Hanns von Gumppenberg, Willy Haas, Maximilian Harden, Wilhelm Hausenstein, Clara Heye, Gitta von Heymel, Ludwig von Hofmann, Hugo von Hofmannsthal, Josef Hofmiller, Arno Holz, Harry Graf Kessler, Anton Kippenberg, Ludwig Klages, Albert Köster, Annette Kolb, Anna von Kühlmann, Charles von Kühlmann, Richard von Kühlmann, Helene Lange, Max Liebermann, Detlev von Liliencron, Heinrich Mann, Ernst Matthes, Julius Meier-Graefe, Otto Julius Merkel, Gustav Nagel, Heinrich von Nettelbladt, Josef Olbrich, Gustav und Magda Paul, Maria von Radio, Walther Rathenau, Ludwig Roselius, Felix Salten, Paul Scheerbart, Karl Scheffler, Philipp von Schey-Rothschild, Carl Ludwig Schleich, Helene Schott, Rudolf Alexander Schröder, Marie Schultz, Rudolf von Simolin, Radulph von Stedman, Carl Sternheim, Otto von Taube, Wilhelm Trübner, Hugo von Tschudi, Fritz von Unruh, Henry van de Velde, Hans-Hasso von Veltheim-Ostrau, Heinrich Vogeler, Robert Voigt, Karl Gustav Vollmoeller, Richard Voss, Otto Vrieslander, Jakob Wassermann, Erika von Watzdorf-Bachoff, Frank Wedekind, Carola Gräfin von Yorck zu Wartenburg u.a.; Insel-Verlag u.a.; »Süddeutsche Monatshefte«, »Tägliche Rundschau« (Heinrich Rippler) und andere Zeitschriften; Theater, Museen u.a. Zugehörige Materialien: Adelsdiplom; Auszeichnungen und Offizierspatente; Briefe an Clara Heye; Briefe an Gitta von Heymel. (ZDN, März 2002) Harry Graf von Keßler (1868-1937) Schriftsteller, 1895-1900 Mitherausgeber der Kunstzeitschrift Pan (Neoimpressionnismus), 1913 Begründer der Cranach-Presse, 1916 im Auftrag des Auswärtigen Amtes in Bern/Schweiz, 1918-1921 Gesandter in Warschau, bis 1925 weitere diplomatische Aufträge, Vizepräsident des Deutschen Künstlerbundes, Präsident der Deutschen Friedensgesellschaft, engagierter Verfechter der Völkerbundsidee, 1933 nach Frankreich emigriert »Ivan Kalaïeff« und andere dramatische Arbeiten; Entwurf der Autobiographie »Gesichter und Zeiten«; Essays und Vorträge über Kunst, Kultur und Politik, darunter »Der Deutsche Künstlerbund«, »Kunst und Patriotismus«, »Pilsudski« und »Whistler«; Gedenkrede auf Paul Cassirer. Tagebücher aus den Jahren 1881-1937; Briefe an Richard Dehmel u.a.; Briefe von Conrad Ansorge, Elsa Asenijeff, Johannes Baensch-Drugulin, Johannes R. Becher, Max Beckmann, Marcus Behmer, Peter Behrens, Oskar Bie, Otto Julius Bierbaum, Eberhard von Bodenhausen, Pierre Bonnard, Theodor Brodersen, Elsa und Hugo Bruckmann, Martin Buber, Bruno Cassirer, Paul Cassirer, Gaston Colin, Edward Gordon Craig, Richard und Ida Dehmel, Maurice Denis, Ludwig Derleth, Richard Dölker, Louise Dumont, Isadora Duncan, Otto von Dungern, Otto Eckmann, Gertrud Eysoldt, Felix Fénéon, Samuel Fischer, Cäsar Flaischlen, Alfred Flechtheim, Ernst Moritz Geyger, André Gide, Max Goertz, Botho Graef, George Grosz, Maximilian Harden, Ernst Hardt, Otto Erich Hartleben, Gerhart Hauptmann, Ernst Heilbut, Wieland Herzfelde, Alfred Walter Heymel, Rudolf Hilferding, Ludwig von Hofmann, Hugo von Hofmannsthal, Felix Hollaender, Arthur Kahane, Leopold Graf von Kalckreuth, Hermann Graf Keyserling, Anton und Katharina Kippenberg, Max Klinger, Annette Kolb, Ernst Kreidolf, Else Lasker-Schüler, Walter Leistikow, Alfred Lichtwark, Max Liebermann, Detlev von Liliencron, Maurice Magnus, Aristide Maillol, Roland de Margerie, Julius Meier-Graefe, Georg Merleker, Edvard Munch, Gerhard von Mutius, Alfred und Helene von Nostitz, Hans Olde, Gustav Pauli, Arthur von Payern, Rudolf von Poellnitz, Stanislaw Przybyszewski, Ludwig Quidde, Max Reinhardt, Gustav Richter, Raoul Richter, Rainer Maria Rilke, Auguste Rodin, William Rothenstein, Theo van Rysselberghe, Wilhelm Schäfer, Karl Scheffler, René Schickele, Rudolf Alexander Schröder, Woldemar von Seidlitz, Franz Servaes, Paul Signac, Hugo Simon, Bernhard Graf Stolberg-Wernigerode, Richard Strauss, Franz von Stuck, Hans Sutter, Wilhelm Trübner, Hugo von Tschudi, Fritz von Uhde, Henry van de Velde, Emile Verhaeren, Herwarth Walden, Ernst von Wildenbruch, Berta Zuckerkandl u.a.; Deutscher Künstlerbund, Künstlerverband deutscher Bildhauer; Verlage, Zeitschriften, Museen, Galerien, Kunsthallen, Bühnen, Ministerien, Botschaften u.a.; Familienkorrespondenz mit Jacques Marquis de Brion, Wilma Marquise de Brion und Alice Gräfin Kessler; Dokumente des Nietzsche-Archivs Weimar, darunter Briefe an und von Elisabeth Förster-Nietzsche; Zugehörige Materialien: Dokumente zu Leben und Werk; Papiere und Korrespondenz aus den Nachlässen der Eltern Adolf Wilhelm Graf und Alice Gräfin Kessler und der Schwester Wilma Marquise de Brion, darunter Erinnerungen und Tagebücher von Mutter und Schwester. Zum Nachlaß gehören: Zeitungsausschnitte; vier große Photoalben von Kesslers Weltreise 1891/92. (ZDN, März 2002) Ludwig Klages (1872-1956) (Friedrich Konrad Eduard Wilhelm Ludwig Klages), Pseud. Dr. Erwin Axel Schriftsteller, Philosoph, Psychologe, Graphologe Fritz Mauthner (1849-1923) Redakteur (Theaterkritik und literarisches Feuilleton) verschiedener Zeitungen und Zeitschriften, seit 1876 beim Berliner Tageblatt, auch Schriftsteller und Sprachkritiker Dramatisches: Plauderei »Kein Gut, kein Muth«; Roman »Inhumanisten«; Märchen u.a.; Herausgabe der »Blätter zur Pflege der schönen Künste« (dreiundzwanzig Hefte 1866/67, zusammen mit Felix Schütz u.a.); Briefe an Victor Ottmann u.a., Briefe von Lou Andreas-Salomé, Ludwig Anzengruber, Hermann Bahr, Alfred Döblin, Marie von Ebner-Eschenbach, Maximilian Harden, Gerhart Hauptmann, Rainer Maria Rilke, Carl Spitteler, Hans Thoma, Hans Vaihinger u.a. Angefügt Nachlass Hedwig Mauthner (ZDN, März 2002) Rudolf Pannwitz (1881-1969) Schriftsteller, Kulturphilosoph, Pädagoge Werke »Trilogie des Lebens«; »Vierteljahrdrucke«; Lyriksammlungen; Epen, Mythen; Schauspiele, »Dionysische Tragödien«; Trauerspiel »Undine«; Lustspiel »Die Abiturienten«, Dialoge; Romane und Erzählungen, Essays, Aufsätze und Vorträge zu Politik, Kultur und Philosophie; Arbeiten über Robert Boehringer, Kurt Breysig, Theodor Däubler, Ernst Fuhrmann, Stefan George, Ludwig Gurlitt, Hermann Hesse, Friedrich Hölderlin, Hugo von Hofmannsthal, C. G. Jung, Melchior Lechter, Leonardo da Vinci, Alfred Mombert, Friedrich Nietzsche, Johann Paul Friedrich Richter, Georg Simmel, Albert Verwey, Karl Wolfskehl, Otto zur Linde u.a.; naturwissenschaftliche Schriften, pädagogische Aufsätze; Aphorismen, Rezensionen; Übersetzungen: Lyriksammlungen und Einzelgedichte von Gabriele dAnnunzio, Otokar Brezina, Edgar Allan Poe, Paul Valéry, Albert Verwey u.a.; Oden von Horaz; Auszüge aus Dantes »Göttlicher Komödie«; William Shakespeare »Macbeth«; u.a. Herausgegebenes: Lyrikanthologie »Der goldene Zweig«; Materialien zu einer Dokumentation der Freundschaft zwischen Stefan George und Albert Verwey; Schulaufsätze, Vorlesungsnachschriften; Notizensammlungen, Exzerpte; Adreß- und Notizbücher, Kalender u.a.; Tagebücher, Lebensläufe u.a.; Briefe an Hilde Bental, Robert Boehringer, Kurt Breysig, Wolfgang Cordan, Theodor Däubler, Ludwig Gurlitt, Alfred Guth, Marguerite Hoffmann, Paul Hoffmann (Tübingen), Erwin Jaeckle, Hugo Kauder, Melchior Lechter, Hanns Meinke, Herbert Nette, Eduard und Therese Pannwitz, Udo Rukser, Edgar Salin, Martin Stern, Walpurgis Stevenson, Margarete Wachsmuth, Otto zur Linde u.a.; Briefe von Franz Altheim, Otto Barthel, Ida Becker, Friedrich Kurt Benndorf, Hilde Bental, Monica Berenberg-Lepsius, Eduard Berend, Carl Bergemann, Hans Bernstein, Herta und Friedrich Bez, Ludwig Binswanger, Robert Binswanger, Eberhard und Dora von Bodenhausen, Robert Boehringer, Margot Boger, Karl Albin Bohacek, Friedrich Brandes, Fritz Brandt, Felix Braun, Kurt Breysig, Georg Britting, Martin Buber, Friedrich-Adolf Bürk, Oswald Chorus, Siegfried Copalle, Wolfgang Cordan, Richard Graf Coudenhove-Kalergi, Theodor Däubler, Adeline Dammann, Ottonie Gräfin Degenfeld, Ellen und Gerbrand Dekker, Anna Maria Derleth, Rudolf von Deutsch, Paul Eisner, Hanns Martin Elster, Franz Ernst, Robert Faesi, Ludwig von Ficker, Otokar Fischer, Salomo Friedlaender, Sonja Frisch, Wolfgang Frommel, Ernst Fuhrmann, Paul Geheeb, Benno Geiger, Hellmut Glubrecht, Joachim Günther, Ludwig Gurlitt, Alfred Guth, Willy Haas, Alfred Haering, Maximilian Harden, Emmy Hardt, Nicolai Hartmann, Gerhart Hauptmann, Werner Helwig, Hermann und Ninon Hesse, Otto Heuschele, Ernst Hoffmann (1880-1952), Immanuel Hoffmann, Margarete (Grete) Hoffmann, Marguerite Hoffmann, Hugo von Hofmannsthal, Arno Holz, F. M. Huebner, Vincenz Hundhausen, Edmund Husserl, Walter Jablonski, Erwin Jaeckle, Edward Jaime, Oskar Jancke, Alfred Jeremias, C. G. Jung, Arthur Kahane, Erich von Kahler, Gertrud Kantorowicz, Hugo Kauder, Heinrich Kaun, Karl Kerényi, Gerhard Klau, Flora Klee-Palyi, Hans Joachim Koch, Bernhard Kokolsky, Hermann Kokolsky, Michael Landmann, Melchior Lechter, Sabine Lepsius, Franz Lichtenberger, Kurt Liebmann, Hans Lindau, Karl Löwith, David Luschnat, Thomas Mann, Hans Margolius, William Matheson, Friedrich Mauracher, Julius Meier-Graefe, Hanns Meinke, Alfred Mombert, Julien P. Monod, Hans Müller (1901-1965), Herbert Nette, Mea Nijland-Verwey, Alfred und Helene von Nostitz, Hermann Obrist, Berthold Otto, Helene Otto, Walter F. Otto, Charlotte Pannwitz, Eduard und Therese Pannwitz, Walther Pannwitz, Ernst Pariser, Rudolf Paulsen, Werner Picht, Meta Pohl, Robert und Rosa Porndorfer, Ludwig Praehauser, Bernhard Rang, Joseph Redlich, Otto Reichl, Hans Reinhart, Karl Röttger, Margot Ruben, Severin Rüttgers, Udo Rukser, Rupprecht Kronprinz von Bayern, Max Rychner, Edgar Salin, Rudolf H. Sauter, Theodor Scheffer, Annemarie Schimmel, Friedrich Alfred Schmid Noerr, Askan Schmitt, Hans Hinrich von Schoen, Arthur Seidl, Claude Sernet, Georg und Gertrud Simmel, Hans Simmel, Heinrich Simon, Albert Soergel, Wolfram von den Steinen, Herbert Steiner, Martin Stern, Walpurgis Stevenson, Margarete Susman, Helene von Thienen-Adlerflycht, Elisabeth Toussaint, Hans Trüb, Fritz Usinger, Maurits Uyldert, Albert Verwey, Margarete Wachsmuth, Clemens Weber, Franz Wegwitz, Paul Wegwitz, Lutz Weltmann, Max Wiederanders, Victor Wittkowski, Hans Wolffheim, Karl Wolfskehl, Gustav Wyneken, Leopold Ziegler, Hans Zöbelein, Otto zur Linde, Stefan Zweig u.a.; Adalbert Stifter-Institut des Landes Oberösterreich in Linz, Der Bund, Comité International d`Aide aux Intellectuels, Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt, Hilfswerk der Evangelischen Kirchen der Schweiz, Jean-Paul-Gesellschaft, Nietzsche-Archiv Weimar, Preußische Akademie der Künste Berlin, »Stifterbibliothek«; Verlage, Zeitschriften und Zeitungen, Rundfunkanstalten u.a.; seine Zeitschrift »Charon« betreffende Korrespondenz mit Richard Zeidler u.a.; Zugehörige Materialien: Lebens- und Familiendokumente; Untersuchungen seines Werks von Anton Müller, Nicolaus Walcker u.a.; Lyrik von Theodor Däubler, Erwin Jaeckle, Kurt Liebmann, Alfred Mombert, Ernst Morwitz, Karl Wolfskehl u.a.; Drama von Ludwig Gurlitt; »Tagebuch« und andere Dichtungen von Konrad Ernst; »Fragmente« von Hugo Hertwig und Ernst Fuhrmann; »Méditations Cartésiennes« von Edmund Husserl; Abhandlung von Gustav Wyneken; Aufsätze von Ludwig Praehauser, Hans Trüb u.a.; Dichtungen zum »Charon« von Salomo Friedlaender u.a.; Briefe an Margarete (Grete) Hoffmann von Elisabeth Dollmann, Immanuel Hoffmann, Johanna Hoffmann, Wilhelm Hoffmann (Kaufmann) u.a.; Briefe an Helene Otto von Ida Maria Bauerreiss, Ilse Bock, Karl Albin Bohacek, Magda Grasmair, Mathilde Mann, Friedrich Mauracher, Irmgard Meyer-Otto, Berthold Otto, Rudolf Pannwitz u.a.; Briefe an Meta Pohl von Irene Hellmann, Margarete (Grete) Hoffmann, Gerty von Hofmannsthal, Friedrich Mauracher, Helene Otto, Rudolf Pannwitz u.a. Zum Nachlaß gehören: Eine Autorenbibliothek, Sonderdrucke, Zeitschriften, Zeitungsausschnitte Angefügt: Rudolf-Pannwitz-Sammlung Alfred Haering und Nachlass Charlotte Pannwitz (ZDN, März 2002) Paul Schultze-Naumburg (1869-1949) Architekt, Maler, Schriftsteller Briefe von Hans Bethge, Wilhelm Bölsche, Cäsar Flaischlen, Maximilian Harden, Elisabeth von Heyking, Josef Hoffmann, Ludwig von Hofmann, Georg Kolbe, Richard Muther, Hans Thoma, Paul Ludwig Troost, Otto Ubbelohde, Henry van de Velde, Joseph Wackerle u.a. (ZDN, März 2002) Kurt Tucholsky (1880-1935) Journalist und Schriftsteller, Chefredakteur des Ulk, 1924-1929 Korrespondent, meist in Paris, seit 1929 ständig in Schweden lebend, Mitarbeiter der Zeitschrift Schaubühne, der späteren Weltbühne, 1926 vorübergehend Herausgeber der letzteren Einzelgedichte und Chansons; Komödie (zusammen mit Walter Hasenclever) »Christoph Kolumbus oder Die Entdeckung Amerikas«; Pläne für ein Schauspiel unter dem Titel »Etzliche Gedanken den Herrn Casanova betreffend«; Spiel nach einer Idee von G. W. Pabst »Seifenblasen«; Erzählungen, Betrachtungen, Skizzen, Glossen, Bemerkungen, Dissertation »Die Vormerkung aus §1179 BGB und ihre Wirkungen«; Berichte für Siegfried Jacobsohn; Notizbücher, betitelt »Eigenes« und »Fremdes«; Autobiographisches: »Q-Tagebuch« in neunundzwanzig Teilen 1934-1935; »Sudelbuch«/»Unreines«; Testament u.a. Briefe an Marcel Belvianes, Marierose Fuchs, Maximilian Harden, Walter Hasenclever, Hedwig Hünicke, Siegfried Jacobsohn, Emil Jannings und Gussy Holl, Kate Kühl, Käthe Löffler, Emil Ludwig, Hilde Majewskaja, Ellen Milo-Tucholsky, Hedwig Müller, Mark Neven-Dumont, Heinz Pol, Lisa von Schönebek, Ernst Toller, Fritz Tucholsky, Mary Tucholsky u.a., Briefe von Hans Erich Blaich, Salomo Friedlaender, Felix Gasbarra, Claire Goll, George Grosz, Maximilian Harden, Ludwig Hardt, Moritz Heimann, Magnus Hirschfeld, Hedwig Hünicke, Berthold Jacob, Siegfried und Edith Jacobsohn, Emil Jannings, Erich Kästner, Irmgard Keun, Max König, Annette Kolb, Gertrud Lasch, Emil Ludwig, Heinrich Mann, Walter Mehring, Hedwig Müller, Ada Nigrin, Alfred Polgar, Emmy Sachs, Ernst Toller, Alexander Tucholsky, Mary Tucholsky, Jakob Wassermann, Kurt Wolff, Theodor Wolff, Heinrich Zille, Arnold Zweig u.a.; Briefe von Erich Mühsam und anderen, die Festungshaft in Niederschönenfeld betreffend. Zugehörige Materialien; Zeugnisse, Verträge; Korrespondenzen und Dokumente zur Mitgliedschaft in Freimaurerlogen; Unterlagen zur Aufenthaltsbewilligung in Schweden; Korrespondenz über die Familie Tucholsky und Briefe einzelner Familienmitglieder; Materialien zu verschiedenen Kurt-Tucholsky-Werk- und Einzelausgaben; Bearbeitungen seiner Texte für Bühne, Funk und Fernsehen; Vertonungen von Friedrich Holländer, Peer Raben u.a.; Untersuchungen, Studien, Aufsätze, Würdigungen und Examensarbeiten über Tucholsky und sein Werk, darunter Arbeiten von Fritz J. Raddatz, Klaus-Peter Schulz, Walther Victor und Harry Zohn; Briefe von und an Mary Tucholsky zur Grabpflege in Schweden; Briefwechsel von Mary Tucholsky mit Gerhard Zwerenz und anderen, die Kurt-Tucholsky-Biographie von Zwerenz betreffend; Briefe von Oskar Panizza; Briefe an Siegfried Jacobsohn von Frank Wedekind u.a. Zum Archiv gehört: Eine umfangreiche Dokumentation zu Werk und Wirkung Tucholskys: Außer den Werk- und Erstausgaben zahlreiche Anthologien und Lesebücher, Zeitschriften, eine große Zeitungsausschnittsammlung, Tonbänder, Schallplatten, Graphiken, Plakate, zahlreiche Photographien. (ZDN, März 2002) Karl Gustav Vollmoeller (1878-1948) Schriftsteller Lyriksammlung »Aus dem Zweiten Krieg«; Zyklen, Einzelgedichte und Fragmente; Schauspiele und Film-Exposés, Entwürfe und Fragmente; Romane und Erzählungen »Das Mirakel« u.a.; Berichte (auch Korrespondenzen) aus dem Ersten Weltkrieg; Aphorismen u.a.; Übersetzungen: »Orestie« von Aischylos; »Antigone« von Sophokles; Briefe an und von Eugen d Albert, Gabriele d Annunzio, Raoul Auernheimer, Arnold Bergstraesser, Rudolf G. Binding, Ferruccio Busoni, Florenz von Delden, André Gide, Botho Graef, Johannes von Guenther, Maximilian Harden, Ernst Hardt, Alfred Walter Heymel, Engelbert Humperdinck, Emil Jannings, Johannes V. Jensen, Oskar Kokoschka, Annette Kolb, Ruth Landshoff-Yorck, Norina Prinzessin Matchabelli, Gabriel Pascal, Rainer Maria Rilke, Arthur Schnitzler, Herbert Schoellenbach, Jean Sereine, Josef von Sternberg, Fritz von Unruh, Jakob Wassermann u.a.; Bote & Bock (Musikalienhandlung), Jantzen Knitting Mills (Firma); Verlage; Zugehörige Materialien: Empfehlungsschreiben; Bühnen- und Verlagsverträge; Einzelgedichte von Edward Jaime, Alfred Stirm; Drama von Johannes von Guenther »Der Magier«; Romanfragmente unter dem Titel »Liliput« von Alfred Stirm. Zum Nachlaß gehören: Zeitungsausschnitte. (ZDN, März 2002) Potsdam Brandenburgisches Landeshauptarchiv Potsdam Philipp Fürst zu Eulenburg und Hertefeld (1847-1921) Preußischer Offizier, 1877 im Auswärtigen Amt, 1879 Botschaftssekretär in Paris, später an der preußischen Gesandtschaft in München, 1888-1891 preußischer Gesandter bei verschiedenen deutschen Ländern, 1894-1902 Botschafter in Wien, 1901 Mitglied des preußischen Herrenhauses Persönliche Angelegenheiten; Unterlagen aus seiner diplomatischen Tätigkeit, u.a. als Botschafter in Wien 1880-1921; Eulenburg-Moltke-Harden-Prozeß 1906-1909; Manuskripte über die Nordlandreisen mit Kaiser Wilhelm II. 1892-1906; politische Publikationen, literarische Publikationen; Briefwechsel, darin 1 Brief von Cosima Wagner (Abschrift), Briefwechsel mit Richard Strauss; Manuskripte und Briefwechsel über Familiengeschichte; private Korrespondenz (ZDN, März 2002) New York Leo Baeck Institut (siehe auch oben Fritz Mauthner (1849-1923) Redakteur (Theaterkritik und literarisches Feuilleton) verschiedener Zeitungen und Zeitschriften, seit 1876 beim Berliner Tageblatt, auch Schriftsteller und Sprachkritiker Persönliche Papiere; Tagebücher, Manuskripte von Büchern und Schriften, Theaterstücken und Gedichten; Notizbücher; 5000 Briefe, u.a. von Berthold Auerbach, Julius Bab, Martin Buber, Karl Emil Franzos, Maximilian Harden, Bernhard von Hindenburg, Paul Heyse, Monty Jacobs, Graf Hermann Keyserling, Gustav Landauer, Lilli Lehmann und Walther Rathenau; Sammlung von Zeitungsartikeln; Familienbriefe; ca. 400 Briefe von Fritz Mauthner an Clara Lewysohn (ZDN, März 2002) Literaturauswahl Veröffentlichungen von Maximilian Harden (chronologisch) Harden, Maximilian : Apostata / von Maximilian Harden. - 4. Aufl. - Berlin : Stilke, 1892. - VI, 209 S.; N.F. - Berlin : Stilke, 1892. - VII, 212 S. Harden, Maximilian : Köpfe / Maximilian Harden. - Berlin : Reiss, 1. - 2. Aufl. - 1910. - 465 S.; 2. - 7. Aufl. - 1911. - 515 S.; 3. - 13. Aufl. - 1913. - 525 S.; 4. - 1924. - 557 S. Harden, Maximilian : Köpfe : Eine Auswahl; 1.-20. Tsd.; Berlin : Sieben-Stäbe-Verlags- u. Druckereigenossenschaft, 1930; 409 S. Harden, Maximilian : Köpfe : Porträts, Briefe u. Dokumente / Maximilian Harden. Neu ausgew. von Hans-Jürgen Fröhlich; Hamburg : Rütten & Loening, 1963; 270 S. : mit Abb. ; 8 [Teilausg.] Harden, Maximilian : Deutschland, Frankreich, England; Berlin : E. Reiss, 1923; 187 S. Harden, Maximilian : Von Versailles nach Versailles; Hellerau b. Dresden : Avalun-Verlag, 1927; 640 S. : mit Abb. Harden, Maximilian : Kaiserpanorama : literar. u. polit. Publizistik / Maximilian Harden. Hrsg. u. mit e. Nachw. von Ruth Greuner; 1. Aufl.; Berlin : Buchverlag Der Morgen, 1983; 382 S. : Ill. Harden, Maximilian : Porträts und Aufsätze / Maximilian Harden. [Hrsg. von Ruth Greuner]; 1. Aufl., Leipzig : Reclam 1990 (?), 357 S. : 1 Ill. ; Reclam-Bibliothek ; Bd. 1304 Harden, Maximilian : Vorwort zu: Lessing, Theodor : Hindenburg / Theodor Lessing. Vorw. von Maximilian Harden., Nachw. von Herbert Eulenberg; Berlin : Hapke & Schmidt, 1925, 38 S. Die Zukunft / Hrsg.: Maximilian Harden. - Berlin : Verl. Die Zukunft (Ausgaben in der Dienstbibliothek des Bundesarchivs in Koblenz; Stand Mai 2002) (siehe auch: Editionen) 1 (1892) - 12 (1895) 13 (1895), Nr. 3-5.8.10.11 14 (1896), Nr. 16.23 15 (1896) - 22 (1898) 24 (1898) 25 (1898), Nr. 27.35 26 (1898), Nr. 41 27 (1898), Nr. 3.6.9.11.12.18.19.23 28 (1999) 30 (1900) 36 (1901) - 39 (1902) 40 (1902), Nr. 47 41 (1902) 42 (1903), Nr. 17 44 (1903) - 88 (1914) 90 (1915) - 108 (1920) 109 (1920), Nr. 27-37.39 110 (1920) 111 (1920), Nr. 1-5.7-9.11-13 112 (1921) 113 (1921), Nr. 27-30.32-35.37-40 114 (1921) 115 (1921), Nr. 1-3.5-14 116 (1922) - 117 (1922) 118 (1922), Nr. 41-43.46-49.51-53 Editionen Briefwechsel mit Maximilian Harden / Frank Wedekind ; Thomas Mann ; Heinrich Mann. Hrsg., kommentiert und mit einem einleitenden Essay von Ariane Martin. - 1. Aufl. - Darmstadt : Häusser, 1996. - 285 S. : Ill. - (Pharus ; 5); ISBN 3-89552-036-5 Briefwechsel / Bjørnstjerne Bjørnson und Maximilian Harden. Hrsg. Aldo Keel, Frankfurt am Main ; Bern [u.a.] : Lang, 1984; 215 S.; Literaturverz. S. 205-208 (ISBN: 3-8204-8117-6) Hofmannsthal, Hugo von : Briefwechsel / Hugo von Hofmannsthal ; Maximilian Harden. Hrsg. von Hans-Georg Schede. In: Hofmannsthal-Jahrbuch zur europäischen Moderne. - 6, 1998, S. 7-115. Rathenau, Walther : Briefwechsel 1897-1920 / Walther Rathenau ; Maximilian Harden. Mit einer einleitenden Studie hrsg. von Hans Dieter Hellige. - München : G. Müller; Heidelberg : L. Schneider, 1983. - 1077 S. : Ill. - (Walther Rathenau-Gesamtausgabe / Walther Rathenau ; 6); Literaturverz. S. 947-982 (ISBN: 3-7953-0505-5) Die Zukunft, Berlin, [1.] 1892/93 - 30. 1921/22. 66.000 S. auf 750 Mikrofiches in Kass. 2003, ISBN 3-89131-445-0. Harald Fischer Verlag, Erlangen, 2003 Allgemeines und zur Person Maximilian Harden Armbrecht, Sabine, Verkannte Liebe : Maximilian Hardens Haltung zu Deutschtum und Judentum / Sabine Armbrecht. - Oldenburg : Bibliotheks- und Informationssystem der Univ., 1999. - 266 S. - (Oldenburgische Beiträge zu jüdischen Studien ; 3). - Zugl.: Oldenburg, Univ., Prüfungsarbeit, 1996 u.d.T.: Armbrecht, Sabine: Distanz oder Akzeptanz - Maximilian Hardens Haltung zum Judentum. ISBN 3-8142-0653-3 Hans-Jürgen Fröhlich, Hrsg.: Harden, Maximilian : Köpfe : Porträts, Briefe u. Dokumente / Maximilian Harden. Neu ausgew. von Hans-Jürgen Fröhlich; Hamburg : Rütten & Loening, 1963; 270 S. : mit Abb. ; 8 [Teilausg.] Glück, Albrecht : Die Harden-Polemik von Karl Kraus als Sprachkritik / von Albrecht Glück. - Münster, 1975. - 183 Bl.; Münster, Univ., Hausarb., 1975 Goebel, Hans Joachim : Maximilian Harden als politischer Publizist im Ersten Weltkrieg / Hans Joachim Goebel. - Frankfurt am Main [u.a.] : Lang, 1977. - V, 406 S. - (Europäische Hochschulschriften : Reihe 3, Geschichte und ihre Hilfswissenschaften ; 85), Saarbrücken, Univ., Diss., 1975; ISBN 3-261-02939-0 Ruth Greuner, Hrsg., Harden, Maximilian : Kaiserpanorama : literar. u. polit. Publizistik / Maximilian Harden. [Hrsg. u. mit e. Nachw. von Ruth Greuner]; 1. Aufl.; Berlin : Buchverlag Der Morgen, 1983; 382 S. : Ill. Ruth Greuner, Hrsg., Harden, Maximilian : Porträts und Aufsätze / Maximilian Harden. [Hrsg. von Ruth Greuner]; 1. Aufl., Leipzig : Reclam 1990 (?), 357 S. : 1 Ill. ; Reclam-Bibliothek ; Bd. 1304 Hecht, Karsten : Der Münchner Harden-Prozeß : ein politisches Verfahren vor dem Hintergrund der Ressentiments in Bayern gegenüber dem Wilhelminismus in Preuáen und dem Reich / Karsten Hecht. - Bonn, 1991. - 205, 15 S. Hecht, Karsten : Die Harden-Prozesse : Strafverfahren, Öffentlichkeit und Politik im Kaiserreich / von Karsten Hecht. - [S.l.], 1997. - XXII, 441 S., München, Univ., Diss., 1997 Kraus, Karl : Maximilian Harden : eine Erledigung / von Karl Kraus. - Wien [u.a.] : Verl. "Die Fackel", [ca. 1907]. - 36 S. Kraus, Karl : Hardens Antwort / von Karl Kraus. - Wien : Verl. "Die Fackel", 1908. - 36 S. Helga Neumann / Manfred Neumann : Maximilian Harden (1861-1927). Ein unerschrockener deutsch-jüdischer Kritiker und Publizist. - Würzburg, Königshausen & Neumann, 2003, 213 S. Helmuth Rogge in : Neue Deutsche Biographie 7, 1966, S. 647 - 651 (mit Biographie) Elfriede (Elfride) Schmaltz, Hrsg.: Maximilian-Harden-Brevier / [Maximilian Harden]. [Hrsg. von Elfriede Schmaltz]; Berlin : Henschel, 1947; 79 S. ; Enth.: Der Mensch. Der Kritiker. Der Politiker Stürmer, Dietrich : Maximilian Harden : der geheimnisvolle Gewaltige ; eine Studie / von Dietrich Stürmer. - Leipzig : Vieweg, 1920. - 66 S. Thimme, Friedrich : Maximilian Harden am Pranger / von Friedrich Thimme. - Berlin : Verl. der "Neuen Woche", 1919. - 19 S. - (Flugschriften der "Neuen Woche" ; 1) Wedderkopp, Frank : Harden im Recht? : eine Betrachtung / von Frank Wedderkopp. - 3.-4. Taus. - Berlin : Walther, 1908. - 78 S. Weller, Björn Uwe : Maximilian Harden und die "Zukunft" / B. Uwe Weller. - Bremen : Schönemann, 1970. - 485 S. - (Studien zur Publizistik : Bremer Reihe, Deutsche Presseforschung ; 13); ISBN 3-7961-3013-5 Young, Harry F. : Maximilian Harden : censor Germaniae ; the critic in opposition from Bismarck to the rise of nazism / by Harry F. Young. - The Hague : Nijhoff, 1959. - 288 S. - (International scholars forum ; 11) Young, Harry F., Maximilian Harden - Censor Garmaniae, 1959 (deutsche Ausgabe 1971) Young, Harry F. : Maximilian Harden : censor Germaniae ; ein Publizist im Widerstreit von 1892 - 1927 / Harry F. Young. - Münster : Regensberg, 1971. - 291 S. : Ill. - (Dialog der Gesellschaft ; 6) Zitierweise: BArch N 1062/...
            Hanseatische Gesandtschaft Berlin (Bestand)
            Staatsarchiv Hamburg, 132-5/2 · Bestand · 1859-1919
            Teil von Staatsarchiv Hamburg (Archivtektonik)

            Verwaltungsgeschichte: Auf Vorschlag des hamburgischen Geschäftsträgers in Berlin, Dr. jur. Friedrich Geffcken, erfolgte 1859 die Umwandlung der hamburgischen Residentur (vgl. 132-5/1) in eine hanseatische. Geffcken wurde zum Hanseatischen Ministerresidenten ernannt. Als er 1866 die Residentur in London übernahm, trat an seine Stelle der bisherige Hanseatische Gesandte am Bundestag und Gesandte in außerordentlicher Mission in Kopenhagen, Dr. jur. Daniel Christian Friedrich Krüger (vgl. Mitinhaber der Firma Lüb. GmbH 12/1906 Seite 119. - Nachlass im Archiv Hansestadt Lübeck (Verzeichnis S. 745) G. Fink, Dr. Friedrich Krüger / Der Wagen, 1937, Seite 163 folgende mit Abbildungen) als Ministerresident. Gleichzeitig war er Lübeckischer Bevollmächtigter und stellvertretender Bevollmächtigter Hamburgs und Bremens beim Bundesrat. 1888 erhielt er den Titel eines außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Ministers. Seine Vertretung übernahm verschiedentlich der braunschweigische Geschäftsträger, Legationsrat Dr. v. Liebe, der bereits früher den hamburgischen Geschäftsträger zu vertreten pflegte, und später der lübeckische Senator Dr. Karl Peter Klügmann, der auch Krüger nach seinem Tode 1896 in der gleichen Stellung, die dieser zuletzt innehatte, folgte. Er wurde 1913 pensioniert; an seine Stelle trat der Geh. Oberregierungsrat und stellvertretende Bevollmächtigte Elsass-Lothringens beim Bundesrat, Dr. jur. Karl Sieveking. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern war er nur stellvertretender Bevollmächtigter beim Bundesrat für alle drei Städte. Er wurde in den Ruhestand versetzt, als die Hanseatische Gesandtschaft am 30. Juni 1920 aufgelöst wurde. Hamburg (vgl. I 5 h) und Lübeck unterhielten seitdem eigene Gesandtschaften in Berlin. Mit der Umwandelung seiner Hamburgischen Residentur in eine Hanseatische ordnete Geffcken seine Registratur in der Weise, dass die vor 1859 erwachsenen Bestände die Gruppe A, die neueren Hamburger Angelegenheiten betreffenden Akten die Gruppe B, die Bremer C, die Lübecker D und die gemeinschaftliche Angelegenheiten betreffenden Akten die Gruppe E bildeten. Unter Krüger, der ja auch seine Archive aus Kopenhagen und Frankfurt mit nach Berlin brachte, erfolgte eine Neuordnung der Registratur nach sachlichen Gesichtspunkten. Innerhalb der Sachgruppen wurde mitunter nach den drei Städten und solchen Sachen unterschieden, die ihnen allen gemeinschaftlich waren; do bildete das eine Ausnahme, und im Ganzen verzichtete dieser Ordnungsplan grundsätzlich auf eine solche äußerliche Einteilung, die ja auch in der Praxis schwer durchführbar war. Aus der Geffckenschen Registratur wurde nur wenig in die neue übernommen, der Rest als reponierte Registratur in seiner Form belassen. Als Krüger 1896 starb, ergab sich, dass die inzwischen stark angewachsene Registratur bereits sehr unübersichtlich geworden und auch teilweise in Unordnung geraten war. Mit ihrer Sichtung wurde der Gesandtschaftsregistrator Heins beauftragt. Er ordnete sie nach dem vorhandenen Verzeichnis und unterschied bei jedem Aktentitel Lübecker, Bremer, Hamburger und gemeinschaftliche Sachen. Die Lübecker (Teile aus E III e, F III g 3, F VIII, J 35, M 4 und N 1) wurden sodann an das Lübecker Archiv, die Bremer (Teile aus E III c, F III g 3, F VIII, J 35, N 1, O I f 1 und 2) an das Bremer Archiv gesandt, alles übrige nach Hamburg (Geffckensche Registratur mit Ablief. vom 02.05.1896, Gemeinschaftliche Sachen mit Ablief. vom 29.05.1896, Hamburger Sachen mit Ablief. vom 01.06.1896), nachdem Klügmanns Vorschlag, die gemeinschaftlichen Sachen nach Lübeck zu überweisen, nicht durchgedrungen war. In Hamburg sollten letztere noch einmal sorgfältig durchgesehen und auf die Städte verteilt werden. Aber nur der Lübecker Archivar bestand darauf, und so wurden die gemeinschaftlichen Sachen durch Dr. Becker noch einmal in folgende Gruppen unterteilt:Hamburg, Hamburg und Lübeck, Hamburg und Bremen, Lübeck, Lübeck und Bremen, Bremen, Gemeinschaftliches, und 1902 alles, was Lübeck mit betraf, nach Lübeck gesandt. Hatte bereits sie erste Aufspaltung durch Heins zu einer Zerreißung der Registraturzusammenhänge geführt, die umso unsinniger war, als offenbar vieles falsch eingereiht wurde, so führte die in Hamburg durchgeführte zweite Teilung endlich dazu, dass praktisch jeder zweite Sachbetreff sowohl im Lübecker wie im Hamburger Archiv zu suchen ist. Einige in Berlin zurückgebliebene Splitter dieser Registratur kamen mit der Ablieferung vom 26.09. und Oktober 1913 an das Hamburger Archiv. Die von Klügmann noch für die laufende Verwaltung benötigten Akten bildeten dagegen den Grundstock einer neuen, 1897 von Heins angelegten Registratur, die bis zum Ende der Gesandtschaft in Gebrauch war. Die Hauptabteilung „Reichs- und Bundesratssachen“ (I) zerfiel in Sachgruppen A-Z, die Hauptabteilung „Gesandtschaftssachen“ (II) in die Gruppen HG I-VII (I-XII ursprünglich vorgesehen), von denen I-IV gemeinschaftliche Angelegenheiten der Gesandtschaft, V Lübecker, VI Bremer und VII Hamburger umfasste. Abgesehen von den Gruppen HG V-VII, die an die entsprechenden Städte abgegeben wurden, ist ein System in der Ablieferung der Akten dieser Registratur an die drei hansestädtischen Archive nicht zu erkennen. Das Hamburger Staatsarchiv erhielt folgende Ablieferungen: 1. 22.07.1902, enthält Akten der Hauptabteilung I, 2. 02.09.1904, enthält Akten der Hauptabteilung I, 3. 20.10.1909, enthält Akten der Hauptabteilung I, 4. 25.10.1910, enthält Akten der Hauptabteilung I, 5. 11.02.1913, enthält Akten der Hauptabteilung I, 6. 26.09.1913, enthält Akten der Hauptabteilung I (dazu einige Stücke aus der Ablieferung vom Oktober 1913), 7. 07.01.1915, enthält Akten der Hauptabteilung I, 8. 09.06.1916, enthält Akten der Hauptabteilung I und II, 9. 07.07.1916, enthält Akten der Hauptabteilung I, 10. 12.10.1916, enthält Akten der Hauptabteilung I, 11. 28.09.1918, enthält Akten der Hauptabteilung I und II, 12. 20.11.1919, enthält Akten der Hauptabteilung I und II, 13. 29.06.1916. enthält unsignierte Akten. Bei der Neuordnung des Archivs musste im Interesse einer leichten Benutzbarkeit der zerrissenen Bestände ebenso wie in Lübeck – in Bremen erfolgte inzwischen eine völlige Neuaufstellung unter der Signatur „ad B 11 a 3 c 1“ – das alte Registraturschema beibehalten werden, und zwar sowohl bei der Älteren (bis 1896) wie bei der Neueren Registratur (ab 1896). Von der Geffckenschen Registratur wurden die Akten bis 1859 als Archiv der Hamburgischen Residentur (I 5 f) aufgestellt, der Rest der „Älteren Registratur“ eingegliedert. Gelegentlich notwendig werdende Umsignierungen und Umordnung innerhalb der Älteren Registratur sind in der letzten Spalte vermerkt. Dort ist auch angegeben, wenn sich zum gleichen Vorgang etwas in den beiden anderen hanseatischen Archiven befindet. (Bremen allerdings nur dann, wenn es sich trotz der Umordnung erkennen ließ). Die nicht in Hamburg vorhandenen Aktentitel sind ebenfalls mit aufgeführt; die laufende Nummer ist dann in Klammern gesetzt. Es fehlten bei der Neuordnung von der Älteren Registratur die Gruppen A II und J aus der Hamburg betreffenden Ablieferung vom 01.06.1896. Bestandsbeschreibung: Die Umwandlung der Hamburgischen Residentur in eine Hanseatische Gesandtschaft erfolgte auf Vorschlag des hamburgischen Geschäftsträgers Dr. Geffcken 1859. Die Hanseatische Gesandtschaft wurde am 30.06.1920 aufgelöst. Hamburg und Lübeck unterhielten seitdem wieder eigene Vertretungen in Berlin. Der vorliegende Bestand besteht aus zwei Teilen. Die Ältere Registratur umfaßt im wesentlichen die bis zum Tode des Ministerresidenten Dr. Krüger 1896 geführten Akten. Die von 1897-1920 in der Gesandtschaft in Gebrauch befindliche Registratur bildet den Kern der Neueren Registratur, die in Reichs- und Bundesratssachen sowie Gesandtschaftssachen unterteilt ist. Das Registraturgut wurde nach den Betreffen auf die beteiligten Hansestädte aufgeteilt. Gemeinschaftliche Sachen sind nach Hamburg und nach Lübeck gelangt. Daher ist eine starke Zersplitterung der Registraturzusammenhänge gegeben. Dem Bestandsverzeichnis ist zu entnehmen, welche Akten oder Aktenteile sich in Lübeck befinden. (Ga)