Nachlässe

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            Schubert, Gustav von (Bestand)
            BArch, N 628 · Bestand · 1843-1944
            Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

            Geschichte des Bestandsbildners: Generalleutnant Gustav von Schubert Lebensdaten 28.09.1824 geb.in Leipzig 03.09.1907 gest. in Heidelberg Werdegang 1837 Militärische Vorbereitungsschule 1839 Eintritt sächsisches Kadettenhaus 1843 Portepeejunker der reitenden Artilleriebrigade; Leutnant bei der 4. Kompanie des Fußartillerieregiments Okt. 1846 Mitglied "Literarisches Museum" Mai 1849 Leitung des Munitionsnachschub vom Königstein nach Dresden Daraufhin Oberleutnant und Versetzung in Generalstab 1854 Dresdner "Fortbildungsschule für Offiziere" März 1854 Adjutant im Generalstab 1857 Rang eines Hauptmanns 1861 Rückkehr als Battereiführer in den Truppendienst zum Fußartillerieregiment Dez. 1863 Verdeckte Erkundung in Dänemark 1865 Rückkehr in Generalstab 1866 Armeeoberkommando, Ernennung zum Major und stellvertretender Chef des Generalstabes 1869 Beförderung zum Oberstleutnant 1870 Stabschef der 23. Infanteriedivision Nov. 1870 Leitung des Stabs des XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps 1871 Kommando über das Festungsartillerieregiment Nr. 12 1872 Im Rang eines Oberst Übernahme des Kommandos über das Feldarillerieregiment Nr. 12 "Divisionsartillerie" (seit 1874 2.Königlich Sächsisches Feldartillerieregiment Nr. 28) 1878 In erblichen Adelsstand erhoben 1880 Beförderung zum Generalmajor, Kommando über die Artilleriebrigade Nr. 12 1885 Ruhestand (Recht, den Rang eines Generalleutnat) 1887-1907 Vorsitzender der Königlich-Sächsischen-Invalidenstiftung Auszeichnungen Ritterkreuz des Militär-St.-Heinrichs-Ordens Komturkreuz des Königlich Sächsischen Verdienstordens 2. Klasse mit Kriegsdekoration 1870 Großkreuz des Albrechtsordens Dienstauszeichnungskreuz Eisernen Kreuz 1. Klasse Orden anderer Staaten 1893 à la suite des 2. Feldartillerieregiments Nr. 28 Bestandsbeschreibung: Der Nachlass enthält Unterlagen zum Volksaufstand in Dresden 1849, zum Deutsch-Dänischen Krieg 1864, zum Deutschen Krieg 1866 und dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Gustav von Schubert hatte sich als Artillerist über die Grenzen Sachsens hinaus einen Namen gemacht und reflektierte zudem in seinem reichen literarischen Schaffen seine Zeit. Darüber hinaus vermittelt der Nachlass einen komplexen Eindruck vom Privatleben eines Offiziers im 19. Jahrhundert - angefangen von der Haushaltsführung bis zu den gesellschaftlichen Verpflichtungen. Die neu übernommenen Unterlagen umfassen vor allen wiederum Familienkorrespondenz Gustav von Schuberts und seiner Ehefrau, daneben aus dem Nachlass Hans von Schuberts weitere Briefe der Eltern sowie anderer Personen und einen Lebenslauf. Zitierweise: BArch, N 628/...

            Schriftwechsel, Kassenberichte
            Bundesarchiv, BArch N 2328/21 · Akt(e) · 1907-1926
            Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)
            • 1907-1926, Bundesarchiv, BArch N 2328 Westarp, Adolf Graf von (Generalleutnant) Enthält v.a.: Liebenzeller Mission im Verbund mit der China-Inland-Mission, v.a. über Verwaltung und Verwendung der Spenden "gläubiger Offiziere") description: Enthält v.a.: Liebenzeller Mission im Verbund mit der China-Inland-Mission, v.a. über Verwaltung und Verwendung der Spenden "gläubiger Offiziere")
            BArch, N 1053/80 · Akt(e) · 1929/1930 (1934)
            Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)
            • 1929/1930 (1934), Bundesarchiv, BArch, N 1053 Solf, Wilhelm description: Enthält u.a.: - Ludwig Kastl; - Carl Melchior, Verfahren gegen Regendanz bei der Gestapo 1934 Enthält u.a.: Ludwig Kastl; Carl Melchior, Verfahren gegen Regendanz bei der Gestapo 1934
            Schriftwechsel mit verschiedenen Personen
            Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, VI. HA, Nl Radowitz, J. M. v., d. J., B III Nr. 9 Bd. 2 · Akt(e) · 1898 - 1908
            Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)

            Blatt 140-283, Enthält u. a.: - Adam, F., Rentner in Braunschweig (Bl. 241, 154) - Arco-Valley, E. Graf von und zu, deutscher Gesandter in Brasilien (Bl. 217, 239) - Bartsch, D. Dr. von, Ministerialdirektor im Kultusministerium (Bl. 152) - Below-Schlatau, Paul von, 1. Legationssekretär der deutschen Botschaft in Paris (Bl. 168) - Bender, G. H., deutscher Vizekonsul für die Provinz Gerona (Spanien) (Bl. 238) - Berndt, Freiherr von, Stift Neuburg (Bl. 184, 201) - (Bersel, von), Berlin (Bl. 248) - Blenck, C., Berlin (Bl. 145) - Castell-Rüdenhausen, Erbgraf zu, 1. Sekretär der deutschen Botschaft in Madrid (Bl. 155, 205) - Deville, Susanne (Bl. 266) - Drummond-Wolff, Sir H., englischer Botschafter an der Pforte (Bl. 213) - Eckardt, von, Legationssekretär an der deutschen Botschaft in Teheran (Bl. 246) - Gies, Dr., Dragoman an der deutschen Botschaft in Konstantinopel (Bl. 143) - Hecht, Dr. Felix (Bl. 151) - Hertel, Prof. Albert, Landschaftsmaler (Bl. 172) - Hoppe, Carlos, deutscher Konsul in Santander (Bl. 221) - Izzet-Pascha, türkischer Gesandter in Madrid (Bl. 262, 269) - Keppler, Prof., Freiburg (Bl. 186) - Kleinschmidt, J., Maler (Bl. 149) - Krosigk, von, Kiel (Bl. 197) - Kusserow, von (Bl. 225) - Limburg-Stirum, Graf zu, Gesandter (Bl. 215, 219, 264) - Marcko, E., Hamburg (Bl. 282) - Meiningen, Bernhard Erbprinz von (Bl. 140) - Meißner, Dr. phil Rudolf, Privatdozent an der Universität Göttingen (Bl. 202) - Mentzingen, Freiherr von, 1. Legationssekretär der deutschen Botschaft in Madrid (Bl. 211) - Mumm, von Schwarzenstein, Dr. A., deutscher Gesandter in Luxemburg (Bl. 226, 250) - Mutzenbecher, von, Berlin (Bl. 229) - Nedscheb-Pascha, türkischer Gesandter in Spanien (Bl. 188) - Perl, Dr., deutscher Konsul in Madrid (Bl. 234) - Preußen, Wilhelm II. von (Bl. 281) - Puttkammer, Jesco von, Gouverneur von Kamerun (Bl. 203) - Samosch, Siegfried, Redakteur der "National-Zeitung" (Bl. 165, 190) - Schewitsch, D., russischer Gesandter in Madrid (Bl. 260) - Schilling, G. (Bl. 276) - Schmidt, Gustl und Hugo, Berlin (Bl. 231) - Schweinitz, Graf, preußischer Gesandter in Wien (Bl. 147) - Seefried auf Buttenheim, E. Freiherr von, 1. Sekretär der deutschen Botschaft in Madrid (Bl. 192) - Silvela, Franzisco, Präsident des spanischen Ministerrats und Minister des Auswärtigen (Bl. 222) - Storch, A., Kanzleisekretär der österreichischen Botschaft in Madrid (Bl. 228) - Suhle, P., Pastor in Konstantinopel (Bl. 157) - Thiel, Dr. H., Direktor im Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten (Bl. 174) - Tirpitz, Viceadmiral, Staatsminister und Staatssekretär des Reichsmarineamts (Bl. 257) - Versmann, Hamburg (Bl. 163) - Voss, Luise von, Großmutter von Radowitz (Bl. 175) - Wedel, B. (Bl. 159, 166, 170, 199) - Werckmeister, Wilhelm, Kunstverlag der Photographischen Gesellschaft in Berlin (Bl. 182) - Werthauer, Dr. Paul, Rechtsanwalt in Leipzig (Bl. 237) - Wertheimer, Emanuel, Schriftsteller (Bl. 196) - Wilhelm, Paul, Bischof (Bl. 255) - Zedlitz (Bl. 277) - Zimmermann, Dr. F. W. R., Finanzrat, Vorsteher des Statistischen Büros von Braunschweig (Bl. 154) - Zimmern, Dr. Sigm. Jos., Domvikar und Seminarprofessor in Speyer (Bl. 141) - Zumpe, Hermann, Schwerin (Bl. 242).;

            Schorn, Familie (Bestand)

            Briefe an Peter Schorn (1833-1913), Direktor des Kreuzgasse-Gymnasiums in Köln, und an seine Ehefrau Maria geb. Niedieck (1842-1915) betr. Danksagungen, Glückwünsche zum 80. Geburtstag von P. Sch., Kondolenzen zu seinem Tod, Ordensverleihung; Abiturienten- Kommers 1905, Ausschmückung der Aula des Gymnasiums; Schreiben u.a. von Clara Wegge, Maria König, Karl Auer, Flügeladjutant des Sultans, Louis Lehman, Alexander Schnütgen, Karl Trimborn, Änni Wallraf, Konrad Adenauer, Köln; Briefe von Sohn Julius Schorn (1866-1953) an seine Eltern; Kondolenzen zum Tod der Mutter, u.a. von Anna Pauli, Änni Wallraf, Clara Wegge, Maria von Böninghausen; Glückwünsche zur silbernen Hochzeit; Briefe von Bekannten, u.a. Oskar Jäger, Carl Rademacher, Erwin Garvens; Chronikalische Aufzeichnungen über Familien-, Zeit- und politische Ereignisse (ca. 1870- 1953) betr. Kinder- und Jugenderinnerungen, Dombaufest 1880, Stadterweiterung Kölns, Schule und Studium, Bismarck, Carl Peters, Wilhelm II. im Rheinland, Studentenleben und Burschenschaft, Reisen, Welt- und Kolonialpolitik, Graf Zeppelin, Technik und Kunst, 1. Weltkrieg, Besatzung, Separatismus, Ruhrkampf, Inflation, Weltwirtschaftskrise, Hitler, Rheinland-Besetzung, Hitlerjugend, Besetzung des Sudetenlandes, 2. Weltkrieg, Kapitulation, Entnazifizierung, Nürnberger Prozesse, Währungsreform, Berliner Blockade, DDR, Goldene Hochzeit von Julius Schorn und Elisabeth geb. Schellen (*1882); Erinnerungen an Peter Sch.; Dokumentation zur Familien- und Zeitgeschichte: Reisen und Auslandsaufenthalte (1891- 1900), Korrespondenz zur Familiengeschichte, Gutachten zur Rassenforschung, arische Abstammung von Josa-Maria Schaller, Deutscher Studentenverein Germania Lausanne; Menukarten, Einladungen zur Eröffnung der Rheinbahn Köln-Mainz, Hochzeit von Frh. Joseph von Geyr und Gräfin Sophie von Fürstenberg, Oberreichsanwalt Oscar Hamm, Lieder zum Festessen des Deutschen Juristentages im Zoologischen Garten, Abschiedsfeier Julius Raschdorff, Winterfest des Architekten- und Ingenieurvereins (1859-1912); Gedichte zur „Feier des Einzugs unserer siegreichen Truppen (1871), Maifest 1896; Programm des Philharmonischen Konzerts im Volksgarten 1907; Einzelnummern Kölnischer Zeitungen (1826-1832, 1848); Extrablätter der Kölnischen Zeitung zum Krieg 1870-1871, zum Tod von Wilhelm II., Kaiserin Augusta; Assignaten der Französischen Republik (1790-1796); Zeitungsartikel zum Luftsport und Flugwesen, u.a. Flugwoche in Köln (1909), Schaufliegen in Köln (1911), Deutscher Rundflug 1911 Etappe Köln, Deutsche Luftsport-Werbewoche (1928); Graf Zeppelin; Zeitungsartikel zur Technik (Mülheimer Brücke (1928), Dombau- Fest 1880, Kaiserbesuche in Köln, Tornado 1898, Erster Weltkrieg, Fibel zur „Kriegserziehung; Fotografien, Abbildungen: 25jährige Festfeier der Abiturientia 1887 (1912), Deutscher Studentenverein „Germania Lausanne; Stadt- und Gebäudeansichten von Köln.

            Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, VI. HA, Nl Becker, C. H., Nr. 3971 · Akt(e) · 5. März 1912 - 4. Febr. 1931
            Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)

            dabei: - Über diverse Veröffentlichungen - B. hofft im Interesse der Deutschen Kolonialgesellschaft, daß Sch. dort einen Vortrag halten wird.; 4673 Schriftstück

            Becker, Carl Heinrich
            Schmidt, Rochus (Bestand)
            BArch, N 2268 · Bestand · 1889-1925
            Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

            Teilnachlass 1 Tagebuch über Erkundungsmission in der Türkei und 1 Suezunternehmen Weitere Hinweise: Mommsen Nr. 3352. Bundesarchiv, BArch, N 2268

            Schloifer, Otto (Bestand)
            Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, VI. HA, Nl Schloifer, O. · Bestand · 1893-1923
            Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)

            Inahlt: Manuskripte, Tagebücher, Druckschriften, Karten und Fotos zur Kolonialgeschichte Besondere Hinweise: siehe auch Schloifer, Otto: Bana Uleia. Ein Lebenswerk in Mrika. Aus den Tagebüchern eines alten Kolonialpioniers, Berlin 1943. Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.

            Schloifer, Otto
            Schleicher, Kurt von (Bestand)
            BArch, N 42 · Bestand · 1918-1933
            Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

            Geschichte des Bestandsbildners: 07.04.1882 - 30.06.1934, General der Infanterie, Reichskanzler (1932-1933) Bestandsbeschreibung: Persönliche Unterlagen, Handakten aus der Tätigkeit im Reichswehrministerium mit Unterlagen zur Revolution 1918, Außen-, Innen-, Kultur- und Wirtschaftspolitik, Lufthansa, zum Reitsport und zur Pferdezucht Zitierweise: BArch, N 42/...

            Schiemann, Theodor (z.T. Dep.) (Bestand)
            Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, VI. HA, Nl Schiemann, T. · Bestand
            Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)

            Lebensdaten des Heinrich Christian Karl Theodor Schiemann 5./17.7.1847 geb. in Grobin (Kurland) Vater: Theodor, Stadtsekretär in Mitau Mutter: Nadežda (Nadine) Rodde 1858-1867 Gouvernementsgymnasium Mitau 1867-1872 Geschichtsstudium an der Universität Dorpat 1871-1872 Hauslehrer in Jensel/Livland 1872-1873 Tätigkeit am Herzoglichen Archiv in Mitau und am Stadtarchiv Danzig 1873/74 Geschichtsstudium an der Universität Göttingen 1874 Promotion zum Dr. phil. mit der Dissertation "Salomon Hennings Livländisch-Kurländische Chronik" 1874-1875 Tätigkeit am Hauptstaatsarchiv Dresden und am Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien 1875-1883 Oberlehrer für Geschichte am Landesgymnasium in Fellin 1883-1887 Stadtarchivar in Reval; danach Übersiedlung nach Berlin 1887-1892 Privatdozent für nord. Geschichte und Lehrer an der Kriegsakademie 1889-1892 Archivar am Staatsarchiv Hannover: Abordnung an das Geheime Staatsarchiv in Berlin 1892-1902 Außerordentlicher Professor an der philosophischen Fakultät der Humboldt-Universität 1902 Direktor und Ordinarius des Seminars für osteuropäische Geschichte und Landeskunde 1906 Ordentlicher Honorar-Professor an der Humboldt-Universität Ordentlicher Professor an der Humboldt-Universität (bis 1920) 1910 Ernennung zum Geheimen Regierungsrat 1918 Kurator der deutschen Universität Dorpat 1919 Ruhestand 26.1.1921 gest. in Berlin Theodor Schiemann war seit dem 29.6.1875 mit Caroline geb. v. Mulert (1849-1937) verheiratet. Sie hatten fünf Kinder: Edith (geb. 1876), Agnes (1878-1922, Klavierspielerin), Theodor (geb. 1880, Major, Gutsbesitzer), Elisabeth (1881-1972, Pflanzengenetikerin) und Gertrud (geb. 1883, Musikerin). Die Angaben des Lebenslaufs wurden den unter Literatur aufgeführten Publikationen entnommen. Vorbemerkung: Der Großteil des Nachlasses wurde im Jahre 1959 (Akz. 41/1959 > Nr. 1-245) von einer Tochter Schiemanns, Prof. Elisabeth Schiemann, in Vertretung ihrer Geschwister im Geheimen Staatsarchiv als Depositum hinterlegt. Der Nachlass befand sich bereits vor dem zweiten Weltkrieg schon einmal im Geheimen Staatsarchiv, gelangte jedoch nach der kriegsbedingten Auslagerung unvollständig wieder zur Familie zurück, die den Nachlass dann 1959 erneut im Geheimen Staatsarchiv deponierte. Laut Depositalvertrag ging das Eigentum nach dem Ableben der Geschwister auf das Geheime Staatsarchiv PK über. Es konnten danach noch folgende Zugänge zum Nachlass erworben werden: 1967 Abgabe vom Bundesarchiv aus dem Nachlass von Prof. Frauendienst (Akz. 40/1967 > in Nr. 79 Bl. 15-21) 1969 Depositum von Prof. Elisabeth Schiemann (Akz. 56/1969 > Nr. 246-251) 1977 Depositum der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. (Akz. 71/1977 > Anhang Nr. 261 - 268) 1982 Ablieferung von Dr. Gert v. Pistohlkors (Akz. 61/1982 > Nr. 255-259) 2006 Geschenk von Prof. Klaus Meyer: Papiere wurden im Nachlass von Prof. Torke gefunden und waren 1967 durch Prof. Elisabeth Schiemann dem Seminar für osteuropäische Geschichte in Berlin übergeben worden (Akz. 51/2006 > in Nr. 42, 50, 54, 172, 250 und 258 eingearbeitet und neue Nr. 252-254 gebildet). Bei der jetzigen Nachlassbearbeitung wurde der ehemalige Anhang Nr. 9-13 in die fortlaufende Nummern Nr. 255-259 umsigniert. Das Depositum der Max-Planck-Gesellschaft, zunächst als Anhang (Depositum) Nr. 1 - 8 bezeichnet, wurde nachfolgend ebenfalls mit fortlaufender Nummerierung Nr. 261 - 268 umsigniert. (Änd. Jan. 2011 Wiss. Ang. Rita Klauschenz) Das ursprüngliche Findbuch stammte vermutlich aus den Jahren 1959/60 und wurde von Johannes Krüger erstellt. Die alte Verzeichnung wurde bei der Einarbeitung der diesjährigen Akzession teilweise überarbeitet, bei Unklarheiten spezifiziert und in die Verzeichnungsdatenbank eingegeben. Ferner wurde die Klassifikation abgewandelt, der Anhang detaillierter verzeichnet und ein Personenindex erstellt. Der Personenindex enthält alle im Findbuch vorkommenden Personennamen: vor allem ausgeworfene Korrespondenzpartner, aber auch Autorennamen und in Titeln von Publikationen behandelte Personen. Für die Suche nach bestimmten Korrespondenzpartnern sollte der Index überprüft werden, da aufgrund der verschiedenen Akzessionen ein und derselbe Korrespondenzpartner in verschiedenen Archivalien zu finden sein kann. Es existieren ferner unter dem Klassifikationspunkt 01.03 zahlreiche Korrespondenz-Sammelmappen, die bei Recherchen sicherheitshalber auch immer noch hinzugezogen werden sollten. Der Nachlass besteht hauptsächlich aus zahlreichen Korrespondenzen und Publikationen mit vorwiegend politischem Inhalt, die die politischen Ansichten und das Engagement Theodor Schiemanns und seiner Zeitgenossen (Kollegen, Freunde und Bekannte) widerspiegeln. Bei den Einzelbriefen unter Punkt 01.03 handelt es sich entweder um einzelne oder nur wenige Briefe eines Absenders. Der Inhalt dieser Briefe gleicht sich oft, da es immer um politische Fragen und das Tagesgeschehen geht. Als Punkt 06 wurde der Nachlass ferner mit Dokumenten von einer Tochter Schiemanns, Prof. Elisabeth Schiemann angereichert, die einen Bezug zum Nachlass aufweisen. Wegen der späten Laufzeiten gehören wahrscheinlich auch die Nummern 180, 258, 148 und Anhang Nr. 3 in diese Gruppe, wurden jedoch zugunsten der alten Ordnung unter den Punkten 03 und 04.02 belassen. Am Findbuchende befindet sich eine Konkordanz, mit deren Hilfe man eine bestimmte Bestellnummer im Findbuch unter den springenden Nummern finden kann. Mit Einführung der neuen Tektonik im Geheimen Staatsarchiv im Januar des Jahres 2001 wurde der ehemals als I. HA Rep. 92 Schiemann geführte Nachlass Schiemann in die neu gegründete VI. Hauptabteilung Familienarchive und Nachlässe übernommen. Laufzeit: 1825/26, 1835, 1862 - 1972 Umfang: 2,4 lfm Zu bestellen: VI. HA, Nl Schiemann, T., Nr. ... Zu zitieren: GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Theodor Schiemann, Nr. ... Berlin, Mai 2006 (AOInsp.in Sylvia Rose) Literatur zu Theodor Schiemann: o Erich Seuberlich, Stammtafel deutsch-baltischer Geschlechter, II. Reihe, Leipzig 1927 (siehe Anhang Nr. 3) o K. Meyer, Theodor Schiemann als politischer Publizist, Frankfurt/Main 1956 o W. Leesch, Die deutschen Archivare 1500-1945. Bd. 2, München, New York u.a. 1992 o G. Voigt, Rußland in der deutschen Geschichtsschreibung 1843-1945, Berlin 1994 o Th. Bohn, Theodor Schiemann. Historiker und Publizist. In: Ostdeutsche Gedenktage 1997. Persönlichkeiten und Historische Ereignisse, Bonn 1996, S. 141-146 o K. Meyer, Rußland, Theodor Schiemann und Victor Hehn. In: Ostseeprovinzen, Baltische Staaten und das Nationale. Festschrift für Gert von Pistohlkors zum 70. Geburtstag. Hrsg. von Norbert Angermann, Michael Garleff, Wilhelm Lenz, Münster 2005, S. 251-277 (Schriften der Baltischen Historischen Kommission, Bd. 14) o Neue Deutsche Biographie, hrsg. von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Bd. 22, Berlin 2005. Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1847 - 1921 Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.

            Universitätsarchiv Freiburg, B0001 / 2039 · Akt(e) · 1885-1946
            Teil von Universitätsarchiv Freiburg (Archivtektonik)

            Enthält: Rückmeldungen für die Prorektorattsberichte; Gemälde des Alexander Ecker von Universitätsmaler Hermann (1887); Schenkung von Robert Wiedersheimer von Ethnographica aus Neu Guinea an das Museum für Urgeschichte; psychiatrische Gegenstände von Herrn Langermann; diverse Buchgaben, z. T mit detaillierten Verzeichnissen; 2 "Negerschädel" aus Togo von Dr. Beck (1894); Büste von Generalarzt Beck (1894); Fotosammlung West-Bormeo (1894); Gittermikrometer (1898); Otto von Puchstein meldet 20 Ägyptica; mehrerer peruanischer Mumien und Schädel (1900); Abgüsse und ägyptische Fragmente (1900); pysikalische Geräte (1902); Wachsmodell eines embryonalen Eidechsenschädels an die Anatomie (1903);16 Steindrucke an die Psyciatrische Klinik zur Wanddekoration (1903); Sammlung ausgestopfter Vögel (1903); Versteinerungen (1903), Geldzuwendungen; Sonderdrucke von hans Spemann; Nachlass dder Pianistin Olga Naswanoff (1939); Gemälde Amazonenschlacht von Max Beckmann aus dem Nachlass Joachim Kleemann (1937) und Verzicht des Senats; Schenkung Stelzmann; Portheim - Stiftung (1941),

            Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, PL 502/32 I · Sammlung · um 1931-1945
            Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik)

            Vorbemerkung: Im Rahmen des Aufbaus der NSDAP in 4 Stufen: Reich, Gau, Kreis, Ort, wurde die NSDAP-Kreisleitung Ulm, am 1. Oktober 1932, als übergeordnete Parteistelle aller im Oberamt Ulm befindlichen Ortsgruppen errichtet. Damit wurde die ehemalige NSDAP-Bezirksleitung "Ulm Fils", die 7 Oberämter umfasste, aufgelöst. Die größte nachgeordnete Parteistelle der neugegründeten Kreisleitung, die Ortsgruppe Ulm, gegründet 1925, wurde von Neu-Ulm getrennt und in 7 Ortsgruppen gegliedert. Außerhalb der Stadt gab es noch 6 Ortsgruppen, die den Stützpunkten, Zellen und Blocks aller Orte des Oberamts vorstanden; zu erwähnen wäre die Ortsgruppe Ulmer Alb, die 20 Ortschaften umfasste. Der sprunghafte Anstieg der NSDAP- Mitglieder nach der Machtergreifung (30.1.1933), führte zur Gründung immer neuer Ortsgruppen (1935 waren es schon 24). 1936 wurden die NSDAP-Kreise Ulm und Laupheim zur Kreisleitung Ulm-Laupheim vereinigt. Die so entstandene Kreisleitung wurde am 1. Juni 1937 mit der ehemaligen Kreisleitung Blaubeuren zusammengelegt. Die Gliederung der NSDAP-Kreisleitung Ulm in 64 Ortsgruppen fand 1938 nach deren Anpassung an den neugegründeten Landkreis Ulm ihren Abschluß. Auf der Stufe des Kreises Ulm war der Kreisleiter der verantwortliche Hoheitsträger der NSDAP und politischer Führer. Der 1932 ernannte Kreisleiter Eugen Maier, ehemaliger Bahnarbeiter aus Geislingen, war auch Gauinspekteur der Gauinspektion II Süd-West. Nach dessen Tod im Januar 1940 folgte der städtische Angestellte Christian Binzinger als ehrenamtlicher kommissarischer Kreisleiter. Er war gleichzeitig auch Ortsgruppenleiter von Ulm-Neustadt und Kreisamtsleiter für Kommunalpolitik. 1942 wurde der ehemalige Kreisleiter von Heidenheim, Wilhelm Maier, zum hauptamtlichen Kreisleiter von Ulm ernannt. Von den 21 Kreisamtsstellen der Kreisleitung Ulm waren nur 4 - 5 hauptamtlich, die anderen ehrenamtlich besetzt. Diese waren 1937 folgende: Geschäftsführung (Emil Bertsch, hauptamtlich); Organisationsamt (Karl Hospach, hauptamtlich); Kassenamt (Hans Weller, hauptamtlich); Propaganda mit 7 Hauptstellen: aktive Propaganda, Kultur, Film, Funk, Feiergestaltung, Presse - Propaganda, Verbindungsstelle (Max Hörburger, hauptamtlich); Hauptstelle Registratur (Hans Zahn, hauptamtlich); Schulungsamt; Kreisausbildungsleiter; Personalamt; NS-Betriebszellenorganisation der Deutschen Arbeitsfront (NSBO-DAF); Amt für Erzieher; Amt für Volkswohlfahrt; Amt für Beamte; Amt für Agrarpolitik; Amt für Technik; Kreiswirtschaftsberater; Presseamt; Kreisbeauftragter für Rassenpolitik; Amt für Kriegsopferversorgung. Zu den hauptamtlichen Mitarbeitern der NSDAP-Kreisleitung gehörten noch 3 - 4 Schreibkräfte und bis 1940 der Adjutant des Gauinspekteurs. Ein Teil der ehrenamtlichen Kreisamtsleiter war im öffentlichen Dienst tätig. Sie wurden oft von ihren beruflichen Pflichten befreit und konnten dadurch viel Zeit der Parteiarbeit widmen. Die NSDAP-Kreisgeschäftsstelle befand sich in Ulm, Karlstrasse 44 (nach 1937 wurde die Karlstrasse in Wilhelm Murr-Strasse umbenannt). Sie wurde während des Luftangriffs auf Ulm am 17.12.1944 "restlos ausgebombt" und mußte umgesiedelt werden. Es ist möglich, daß hierbei ein Teil des Schriftguts der Kreisleitung zerstört wurde. Kurz vor dem Einmarsch der alliierten Truppen in Ulm (24.4.1945) floh die Kreisleitung nach Babenhausen, wo sie von der Front eingeholt wurde. Es kann nicht festgestellt werden, ob das Schriftgut der Kreisleitung bei der Flucht mitgenommen worden ist, oder ob es in Ulm von den alliierten Truppen beschlagnahmt wurde. Der nachstehend verzeichnete Bestand enthält nur einen Teil des Schriftguts der Registratur der NSDAP-Kreisleitung Ulm, so sind z.B. nicht alle Ortsgruppen belegt und bei den alphabetisch geordneten Auskünften über Personen sind nur die Buchstaben A, B, F, Sch, U, V, W vorhanden. Dennoch belegt der Bestand, mehr oder weniger, den gesamten Aufgabenbereich der Kreisleitung Ulm, ihrer nachgeordneten Parteistellen, Gliederungen und angeschlo ssenen Verbände und spiegelt prägnant ihre Tätigkeit als Teil des Unterdrückungs- und Terrorsystems der NS-Herrschaft wider. Das erhaltene Schriftgut der NSDAP-Kreisleitung Ulm wurde bei der Spruchkammer Ulm mit Akten einer Vielzahl anderer NS-Registraturen in Ordner abgelegt und mit Buchstaben von A bis Z und Zahlen von 1 bis 263 willkürlich durchnumeriert. Hierbei wurde teilweise die Aktenfolge der Registraturen nicht verändert. Ein Registraturplan ist nicht gefunden worden. Es konnte aber festgestellt werden, daß die Akten in der Registratur der NSDAP-Kreisleitung, soweit dieses möglich war, nach Ortsgruppen abgelegt worden ist. Zwar wurde ein Aktenplan der "Kreisleiter-Arbeits-Akten", der Handakten des Kreisleiters Eugen Maier, aufgefunden, der alphabetisch geordnete sich wiederholende und überschneidende Sachbetreffe enthält, und für die Neuordnung des Bestandes nicht verwendbar ist. Diese mußte daher anhand des vorhandenen Schriftguts erfolgen, wobei die Organisation, der Aufgabenbereich und die dienstlichen Beziehungen zu den über- und nachgeordneten Parteistellen, berücksichtigt wurde. Angesichts der unterschiedlichen Struktur des Schriftguts wurde eine Aufgliederung des Bestandes in Serien-Korrespondenz, Sachakten und Karteien notwendig, die sich inhaltlich z.T. überschneiden. Die gesamten, aus der Gauinspektionstätigkeit des Kreisleiters Eugen Maier hervorgegangenen Akten, sind bei der Registratur der Kreisleitung eingelaufen und sind da auch abgelegt worden. Sie sind dem vorliegenden Bestand als Anhang zugeordnet worden. Im Zuge der Entnazifizierung wurden dem vorliegenden Bestand zahlreiche Schriftstücke entnommen und den Spruchkammerakten als Beilagen zugeordnet, wobei an Stelle der entfernten Akten teilweise Leihzettel gelegt worden sind, die aber oft keine Angaben zu Personen enthalten und nicht in allen Fällen eine Identifizierung der entnommenen Schriftstücke erlauben. Bei den Ordnungs- und Verzeichnungsarbeiten des ursprünglich 21 lfd. m umfassenden Bestandes wurden Fremdprovenienzen im Umfang von etwa 10 lfd. m ausgehoben. Kassiert wurden nur Mehranfertigungen sowie die bei der Spruchkammer angelegten Aktendeckel und Ordner. Der Bestand wurde 1987 - 1988 unter Anleitung von Oberstaatsarchivrat Dr. Günter Cordes durch den Zeitangestellten Rainer Gross bearbeitet und umfaßt nunmehr 236 Büschel in 9,1 lfd. Regalmetern. Ludwigsburg, im März 1988 Rainer Gross 1. Allgemeines: Bü Büschel Schr. Schriftstücke o.D. ohne Datum v.a. vor allem

            Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, PL 502/12 · Sammlung · 1924-1947
            Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik)

            Inhalt und Bewertung Der vorliegende Bestand enthält die Unterlagen, die von der US-Militärregierung im Kreis Schwäbisch Gmünd zur Dokumentation der Zugehörigkeit und Nähe einzelner Personen zum nationalsozialistischen Regime erhoben wurden. Das Ziel der Entnazifizierung vor Augen, beschlagnahmten die Amerikaner "belastende" Überlieferung, wo immer sie ihrer habhaft werden konnten: im wesentlichen Schriftgut der NSDAP und ihrer Gliederungen, in geringerem Umfang aber auch solches der Ober- bzw. Landratsämter, Unterlagen der Staatsanwaltschaften ebenso wie Überlieferung der Gemeinden oder der örtlichen Polizeibehörden; hinzu tritt vereinzelt von der Militärregierung selbst produziertes Material. Auf ursprüngliche Registraturzusammenhänge nahmen die Besatzungsbehörden bei der Erstellung der personenbezogenen Dossiers naturgemäß keine Rücksicht. Ein Teil der Beweisstücke liegt den die Spruchkammerverfahrensakten bei, der Rest wurde gesondert aufbewahrt und gelangte mit den Akten der Spruchkammer nach dem Abschluss der politischen Säuberung in das Staatsarchiv Ludwigsburg. Dort wurde er, von den Verfahrensakten getrennt, unter der Signatur PL 502/12 zunächst mit dem ungenauen Titel "NSDAP-Kreisleitung Schwäbisch Gmünd" zu einem Bestand formiert. Soweit es anging, wurden im Zuge eines von der Stiftung Kulturgut finanzierten Projekts zur Erschließung der Beständegruppe PL 501-523 zwischen Mai 2004 und Februar 2007 sachliche Zusammenhänge und alte Registraturordnungen rekonstruiert, die personenbezogenen Einheiten hingegen vor allem dort belassen, wo der äußere Umfang des vorhandenen Dossiers dies gerechtfertigt erscheinen ließ. Der Bestand, von Dr. Carl-Jochen Müller geordnet und verzeichnet, umfasst 467 Einheiten = 0,9 lfd. m.

            Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, PL 502/23 · Sammlung · 1925-1948
            Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik)

            Inhalt und Bewertung Der vorliegende Bestand enthält die Unterlagen, die von der US-Militärregierung im Kreis Öhringen-Künzelsau zur Dokumentation der Zugehörigkeit und Nähe einzelner Personen zum nationalsozialistischen Regime erhoben wurden. Das Ziel der Entnazifizierung vor Augen, beschlagnahmten die Amerikaner "belastende" Überlieferung, wo immer sie ihrer habhaft werden konnten: im wesentlichen Schriftgut der NSDAP und ihrer Gliederungen, in geringerem Umfang aber auch solches der Ober- bzw. Landratsämter, Unterlagen der Staatsanwaltschaften ebenso wie Überlieferung der Gemeinden oder der örtlichen Polizeibehörden; hinzu tritt vereinzelt von der Militärregierung selbst produziertes Material. Auf ursprüngliche Registraturzusammenhänge nahmen die Besatzungsbehörden bei der Erstellung der personenbezogenen Dossiers naturgemäß keine Rücksicht. Ein Teil der Beweisstücke liegt den die Spruchkammerverfahrensakten bei, der Rest wurde gesondert aufbewahrt und gelangte mit den Akten der Spruchkammer nach dem Abschluss der politischen Säuberung in das Staatsarchiv Ludwigsburg. Dort wurde er, von den Verfahrensakten getrennt, unter der Signatur PL 502/23 zunächst mit dem ungenauen Titel "NSDAP-Kreisleitung Öhringen-Künzelsau" zu einem Bestand formiert. Soweit es anging, wurden im Zuge eines von der Stiftung Kulturgut finanzierten Projekts zur Erschließung der Beständegruppe PL 501-523 zwischen Mai 2004 und Februar 2007 sachliche Zusammenhänge und alte Registraturordnungen rekonstruiert, die personenbezogenen Einheiten hingegen vor allem dort belassen, wo der äußere Umfang des vorhandenen Dossiers dies gerechtfertigt erscheinen ließ. Der Bestand, von Dr. Carl-Jochen Müller geordnet und verzeichnet, umfasst 691 Einheiten = 4,7 lfd. m.

            Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, PL 502/9 · Sammlung · 1930-1945
            Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik)

            Vorbemerkung: Der Kreis Esslingen der NSDAP umfaßte das Oberamt bzw. den Landkreis Esslingen in seiner jeweiligen Ausdehnung. Als Kreisleiter fungierten 1933 - 1943 Eugen Hund, kaufmännischer Angestellter und 1943 - 1945 Eugen Wahler, Oberlehrer, zugleich Kreisleiter in Nürtingen. Das Schriftgut der Kreisleitung ist nur in geringem Ausmaß erhalten geblieben, nachdem die Masse der Akten vermutlich der allgemeinen Anordnung entsprechend unmittelbar vor dem Einmarsch der alliierten Truppen vernichtet worden war. Die Militärregierung und die Spruchkammer in Esslingen haben dann die noch erreichbaren Unterlagen, vermischt mit solchen aus zahlreichen anderen Stellen, ansatzweise nach Personenbetreff zusammengestellt, um auf solche Weise geeignetes Untersuchungsmaterial für die Entnazifizierung zu erhalten. Ein kleinerer Teil hiervon wurde auch den neu gebildeten Faszikeln der Spruchkammer förmlich integriert, während der größere Teil für sich verblieb. Dieses zuletzt genannte Schriftgut kam mit der Überlieferung der Spruchkammer und - in wenigen Einzelstücken - der Militärregierung im Archiv ein und wurde hier 1974/75 entsprechend dem als überwiegend vermuteten Inhalt zum Bestand "NSDAP-Kreisleitung Esslingen" unter der Signatur PL 502/9 formiert. Nach einer langwierigen Aufspaltung in die im Anschluß angeführten Provenienzen wurden die verbliebenen Unterlagen der Kreisleitung im November 1988 verzeichnet und, da Ordnungspläne aus der Entstehungszeit nicht zu ermitteln waren, nach dem für den Bestand der NSDAP-Kreisleitung Ulm entwickelten Schema geordnet. Ausgesondert wurden einige Doppelstücke, nicht ausgefüllte Formulare und leere Umschläge. Angesichts der ausgesprochen zufälligen Erhaltung einzelner Schriftstücke ist die Tätigkeit der Kreisleitung nur in wenigen Fällen aus dem Bestand zu erschließen. Er umfaßt nunmehr 66 Büschel in 0,5 Regalmetern. Weiteres Material derselben Provenienz ist, wie angedeutet, in einzelnen Spruchkammerverfahrensakten zu vermuten. Für die unmittelbar personenbezogenen Archivalien sind etwa bis zum Jahr 2015, d.h. 90 Jahre nach der Geburt der jüngeren NSDAP-Mitglieder, die im Landesarchivgesetz angeführten Benutzungsbeschränkungen zu beachten. Ludwigsburg, Dezember 1988 (gez. Dr. Cordes) Ausgegliederte Fremdprovenienzen: Ministerialabteilung für die Höheren Schulen, Personalkartei Ministerialabteilung für die Volksschulen, Personalkartei Ministerialabteilun für die Fachschulen, Personalkartei [Landespolizeidirektion] Oberamt/Landratsamt Esslingen Amtsoberamt Stuttgart Landesarbeitsamt Reichsarbeitsdienst Arbeitsgauleitung Nr. 26 Reichsbahndirektion Stuttgart Reichsluftschutzbund Landesgruppe Württemberg-Baden Reichsnährstand Landesbauernschaft Württemberg Viehwirtschaftsverband Württemberg Reichsstand des Deutschen Handwerks Landeshandwerksmeister Württemberg und Hohenzhollern Stadt Esslingen am Neckar Gemeinden des Landkreises Esslingen NSDAP-Gauleitung Württemberg-Hohenzollern NSDAP-Ortsgruppen des Kreises Esslingen SA-Gruppe Südwest SA-Standarte 51 SA-Standarte 121 und Stürme SA-Standarte R 121 und Stürme SA-Standarte 123 und Stürme SA-Standarte R 123 SA-Standarte 247 und Stürme SA-Reiter-Standarte 55 und Stürme SS-Standarte 63 SS-Standarte 769 NSFK-Gruppe 15 NSFK-Standarte 101 NSFK-Motorsturm M 55 HJ-Gebiet 20 HJ-Bann 365 NS-Frauenschaft-Gaukassenverwaltung Württemberg-Hohenzollern NS-Studentenbund DAF-Gauverwaltung Württemberg-Hohenzollern DAF-Kreisverwaltung Esslingen DAF-Ehren- und Disziplinargericht Gau Württemberg-Hohenzollern KdF-Gaudienststelle Württemberg NS-Altherrenbund der Deutschen Studenten Reichskolonialbund Gauverband Württemberg-Hohenzollern Amerikanische Militärregierung in Esslingen