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lfd. Meter: 1,00; Einheiten: 63
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Histoire archivistique
Zur Person:<br /><br />Friedrich Stahl wurde am 28.Dezember 1865 in Nürnberg als zweiter Sohn der Großkaufmanns- und Fabrikbesitzereheleute Johann Christoph Stahl und Lydia Stahl, geb. May geboren und verstarb am 24.Dezember 1934 nach längerer Krankheit in München.<br /><br />Er besuchte vom 7.Lebensjahr an die Schule in Nürnberg und absolvierte 1886 die Abschlußprüfung am hiesigen Realgymnasium. Im Oktober 1886 trat er als Einjährig-Freiwilliger in die in Nürnberg stationierte Batterie des 4.Feldartillerieregiments "König" ein, wurde im Dezember als Fahnenjunker in das Regiment aufgenommen und nach Augsburg versetzt. 1887 besuchte er die Kriegsschule in München und wurde im März 1888 zum Offizier befördert. Von Oktober 1889-1891 war er zur Ingenieurschule in München abkommandiert und kam dann nach Nürnberg zurück. 1894 wurde er zum Premierleutnant befördert und von 1898 bis 1900 zur Equitationsanstalt in München kommandiert. 1901 erfolgte die Ernennung zum Hauptmann und Batteriechef im Regiment, das mit der Neuformierung der Artillerie seinen Sitz als 6.Feldartillerieregiment in Fürth erhielt. Bei Ausbruch des Herero- und Hottentottenaufstandes 1904 wurde er als Chef der 5.Batterie in die Schutztruppe für Deutsch-Südwest-Afrika übernommen und nahm an mehreren Schlachten unter Führung von Oberstleutnant Leutwein, General von Trotha und Oberst Deimling teil. Nach den Kämpfen bei Naris und Rietmont gegen die Hottentotten im Dezember 1904 erkrankte er an Dysentrie, nach seiner Genesung fand er zunächst als Etappenkommandant in Swakopmund, in der Folge als Pferdeankaufskommissar für die Schutztruppe in der Kapkolonie Verwendung. Ein Rückfall in seiner Krankheit, die ihn auch später nicht mehrt losließ, zwang den inzwischen hochdekorierten Offizier 1905 zum Ausscheiden aus der Schutztruppe und zur Rückkehr nach Deutschland. 1906 trat Stahl wieder in die Kgl. Bayerische Armee zurück und wurde noch im gleichen Jahr zum Hauptmann beim Stab des Kgl. Bayer. 1.Feldartillerieregiments "Prinzregent Luitpold" ernannt. Fünf Jahre später wurde er, abermals ausgezeichnet, zum Major und Abteilungskommandeur im 10.Feldartillerieregiment zu Erlangen befördert. Wegen der Folgen seiner aus Deutsch-Südwestafrika mitgebrachten Krankheit mußte er 1911 endgültig seinen Abschied nehmen. Unmittelbar nach Ausbruch des 1.Weltkrieges stellte er sich wieder den Truppen zur Verfügung, war zunächst als Pferdeaushebungskommissar tätig, wurde dann zum Kommnadeur der Ersatzabteilung des 4.Feldartillerieregiments in Augsburg und um 1915 zum Kommandeur der Ersatzabteilung des 7.Feldartillerieregiments in München ernannt. 1916 führte er die 1.Abteilung des Bayer. Reserve-Feldartillerieregiments Nr.10 bei Stellungskämpfen in den Vogesen und in Verdun. 1917 erhielt er die Stelle des Vorstandes der bayerischen Belagerungs-Artillerie Nr.1 in Douai. Im gleichen Jahr avancierte er zum Oberstleutnant und wurde als bayerischer Stabsoffizier des Flugmeldedienstes und Referent beim stellvertretenden Generalkommando 1.Armeekorps nach München berufen. Dort blieb Stahl bis zum Ausbruch der Revolution 1918. Nach dem Krieg fand Stahl - wohl aufgrund seiner großen Auslandserfahrungen (Reisen nach Italien, Nordafrika, Südwestafrika, Korsika, Griechenland, Türkei und Asien) - bis zu seiner endgültigen Pensionierung eine Anstellung bei der Beratungsstelle für Auswanderer der bayer. Landessiedlung in München. Möglicherweise ist daraus auch seine rege Vortragstätigkeit über fremde Länder entstanden. Auch im Ruhestand unternahm Stahl noch größere Reisen, so 1926 nach Südamerika und 1929 nach Westindien, von denen er - offenbar ein sehr fleißiger Fotograf - eine große Anzahl von Fotografien und Bildpostkarten (zum größten Teil beschriftet) mit nach Hause brachte.<br /><br />Er wurde im Familiengrab auf dem St.Rochusfriedhof in Nürnberg beigesetzt.<br /><br />Zum Bestand<br /><br />Tagebücher und Reisebeschreibungen von der Dienstzeit in Deutsch-Südwest-Afrika, von Reisen nach Asien, Südamerika, Westindien. Vorträge und Material über die deutschen Kolonialgebiete, dabei eine außerordentlich große Anzahl (ca. 1.600) Fotografien und Postkarten. Auch persönliche Papiere.<br /><br />Teils seit 1935 im StadtAN (alt: StadtAN E 1 Gen. Pap. Stahl), teils 1983 an das StadtAN von Frau E. L. Friederike Pfanz-Stahl, München. Verzeichnet 1985, Datenbankeingabe 2004.
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Stadtarchiv Nürnberg (Archivtektonik) >> Stadtarchiv Nürnberg >> Bestandsgruppe E: Dokumentationsgut privater Provenienz >> E 10 - Nachlässe >> E 10/32 - Nachlass / Friedrich Stahl
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- allemand
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Deutsch
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Original description: Archivportal-D
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Mots-clés
Mots-clés - Sujets
- Asienreisen
- Deutsch-Südwest-Afrika
- Deutsche _Kolonialgebiete
- Ereignis » Erster Weltkrieg
- Ereignis » Hereroaufstand
- Hottentottenaufstand
- Nachlässe (Einzelbestände)
- Wirtschaft » profession » Offizier
- persönliche Papiere
- Reisebeschreibungen
- Wirtschaft » profession » soldat
- Stahl, Friedrich (Nachlass)
- Vorträge
- Westindien
Mots-clés - Lieux
Mots-clés - Noms
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- latin