Organisation

3377 Dokumente results for Organisation

541 Ergebnisse mit direktem Bezug Engere Begriffe ausschließen
Manganerz GmbH (Bestand)
BArch, R 8749 · Bestand · 1916-1925
Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

Geschichte des Bestandsbildners: Die ersten Kriegsgesellschaften überhaupt wurden unmittelbar nach der Errichtung der Kriegsrohstoffabteilung am 13. Aug. 1914 in der Rechtsform der Aktiengesellschaft gegründet. Diese Handelsgesellschaften nahmen im Grundsatz völlig selbständig die ihnen übertragenen Aufgabenbereiche wahr und wurden bei ihrer Geschäftstätigkeit nur durch staatliche Kommissare des Kriegsministeriums, des Reichsamt des Innern, des Preußischen Ministeriums für Handel und Gewerbe, des Reichsmarineamts oder anderen Reichsbehörden kontrolliert. Insbesondere bei den kaufmännischen und technischen Aufgaben bedurfte es zur Entlastung der Verwaltung der Unterstützung des Handels und der Industrie. Nur auf diese Weise glaubte man die Defizite bei den wirtschaftlichen und organisatorischen Vorbereitungen ausgleichen zu können. Rechtlich wurden die Kriegsgesellschaften in Gestalt von Aktiengesellschaften, Gesellschaften mbH, Abrechungsstellen oder Kriegsausschüssen errichtet. Begrifflich waren sie von den Zwangssyndikaten, den zentralen Wirtschaftsverbänden und von den staatlichen Stellen selbst abzugrenzen. Mit zunehmender Verschlechterung der Versorgungssituation kamen weitere Aufgabenbereich dazu. Zusätzlich zur Beschaffung, Verwaltung und Verteilung von Rohstoffen musste man sich nun auch mit der Mobilisierung und Ergänzung der im Inland vorhandenen Materialvorräte befassen. Zu diesem Zweck wurden staatlicherseits Mobilmachungsstellen errichtet, Rohstoffimport- bzw. in den besetzten Gebieten Requisitionsorganisationen gegründet und die inländische Produktion von Rohstoffen und deren Ersatzstoffe durch direkte Einflussnahme auf industrielle Kapazitäten, die Neuerrichtung von Betrieben und die Förderung wissenschaftlicher Entwicklungen forciert. Entsprechend dehnte sich auch das Betätigungsfeld der Hilfsorganisationen auf die technischen Aufgaben (Sortierung, Umarbeitung, Lagerung und Transport der Rohstoffe), die Produktionsförderung und den Außenhandel aus. Von den bei Kriegsende bestehenden ca. 350 Organisationen unterstanden 105 dem Kriegsernährungsamt (später: Reichsernährungsministerium), 120 dem Reichswirt‧schaftsamt (später: Reichswirtschaftsministerium), fünf dem Reichsamt des Innern (später: Reichsministerium des Innern) und 120 dem preußischen Kriegsministerium bzw. dem Kriegsamt (später: dem Reichswirtschaftsministerium). Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich nur bei etwa einem Drittel dieser Organisationen um Stellen mit Behördencharakter handelte; nur bei diesen kann überhaupt von einem Unterstellungsverhältnis im verwaltungsrechtlichen Sinne gesprochen werden. Die übrigen Organisationen sind etwa zu einem weiteren Drittel sogenannte Kriegsgesellschaften, d. h. für Zwecke der Kriegswirtschaft gegründete, meist mit Kapitalbeteiligungen des Reichs und der Länder arbeitende und durch Reichsämter oder speziell eingesetzte Reichskommissare überwachte Gesellschaften des Handelsrechts (AG, GmbH). Die Organisationen des restlichen Drittels sind als Selbstverwaltungsorgan der einzelnen Wirtschaftszweige mit dem Charakter von freiwilligen oder Zwangssyndikaten unter Reichseinfluss zu betrachten. Die Auflösung der Kriegsgesellschaften richteten sich in erster Linie nach den statutarischen Bestimmungen, die entsprechend dem Zweck der Gesellschaften den Beginn der Liquidation regelmäßig mit Beendigung des Krieges oder innerhalb eines Jahres nach Abschluss eines Friedensvertrages mit sämtlichen Großmächten vorsah. Wo eine zeitliche Begrenzung fehlte oder die Kreisgesellschaften aufgrund der andauernden Versorgungsnotlage durch nachträgliches Übereinkommen fortgeführt wurden, bedurfte es dagegen eines ausdrücklichen Auflösungsbeschlusses. Im Interesse eines schnellen, einheitlichen und endgültigen Abbaus der Kriegswirtschaft wurde schließlich auf Veranlassung des Reichsschatzamts am 15. Juli 1921 für alle Kriegsgesellschaften die erleichtere Möglichkeit der Auflösung durch einen Übergang auf das Reich ohne Liquidation geschaffen. Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte Die Bestände der Kriegswirtschaftsorganisationen des I. Weltkrieges waren in den Jahren 1943 und 1944 zunächst auswahlweise nach Staßfurt und dann unter Einbeziehung der gesamten zunächst zurückgelassenen Bestände und Bestandsteile nach Schönebeck ausgelagert worden. Im Zuge der Nachkriegsereignisse gelangten sie in das Deutsche Zentralarchiv, Abt. Merseburg, wo sie bis 1955 verblieben. Im Juli/August 1955 wurden die Bestände der Kriegsorganisationen des I. Weltkrieges nach Potsdam in das Zentralarchiv überführt. Archivische Bewertung und Bearbeitung In den Jahren 1959-1960 wurde damit begonnen, einzelne kleinere Bestände, für die keine oder nur unzureichende Findhilfsmittel des Reichsarchivs vorlagen, zu ordnen und zu verzeichnen. Inhaltliche Charakterisierung: Hierin befinden sich Materialien zu folgenden Schwerpunkten: - Organisation und Geschäftsbetrieb, 1916-1922 - Förderung und Bewirtschaftung von Manganerzen, Ferromangan und Braunstein, Ausbeutung einzelner Vorkommen in Deutschland, 1913-1925 - Erzförderung im Ausland, Erz-Importe, Allgemeines und einzelne Länder (v.a. Ungarn, Bulgarien, Türkei), 1902-1922. Erschließungszustand: Findkartei ca. 1980 Zitierweise: BArch, R 8749/...

BArch, RM 20 · Bestand · 1919-1944
Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

Geschichte des Bestandsbildners: Das Marinekommandoamt (A) übernahm die Funktion des infolge des Versailler Vertrages aufgelösten Admiralstabs und wurde 1933 von ursprünglich 2 auf 5 Abteilungen erweitert ( A I: Operationen, A II: Organisation und Bereitschaft der Seestreitkräfte, A III: Marinenachrichtendienst, A IV: Ausbildung, A V: Abwehr). Nach Verselbstständigung der Operationsabtei- lung A I als Seekriegsleitung 1937 ging die Bedeutung des Marinekommando- amtes zurück. 1939 wurde es der Seekriegsleitung unterstellt und erhielt die Bezeichnung Quartiermeisteramt (Skl/QuA), 1944 schließlich die Be- zeichnung Seekriegsleitung/ Der Admiralquartiermeister (Skl/AdmQu). Bestandsbeschreibung: Das Marinekommandoamt übernahm die Funktion des auf Grund des Versailler Vertrages aufgelösten Admiralstabes. Zunächst in die Flottenabteilung und die Wehrabteilung gegliedert, wurde es 1923 um die Marineausbildungsabteilung erweitert. 1933 trat eine Neuorganisation mit folgenden Abteilungen in Kraft: AI Flottenabteilung (für Operationen und fremde Marinen); AII Marineorganisationsabteilung (für Organisation und Bereitschaft der Seestreitkräfte); AIII Abteilung Marinenachrichtendienst; AIV Marineausbildungsabteilung (für Ausbildungsangelegenheiten); V Marinewehrabteilung (für bestimmte marinepolitische Angelegenheiten). Dazu trat noch die Marinejustizverwaltung AJustV. Nach der Verselbständigung der Operationsabteilung der Flottenabteilung als Seekriegsleitung ging die Führungsbedeutung des Marinekommandoamtes zurück. Bei Kriegsbeginn 1939 wurde es der Seekriegsleitung unterstellt und erhielt im Laufe des Krieges die Bezeichnung Quartiermeisteramt (Skl/QuA), wurde dann am 1. Mai 1944 umbenannt in Amt Seekriegsleitung/ Der Admiralquartiermeister (Skl/AdmQu). Von 1937 bis 1939 war der Chef des Marinekommandoamtes in Personalunion Chef des Stabes der Seekriegsleitung. Aufgaben der Flottenabteilung, Fragen des Grenzschutzes, Minenräumung, Abwicklungsangelegenheiten und Neuaufbau der Reichsmarine bis Ende März 1921; Akten über Luftrecht und geheime Rüstungsangelegenheiten, Angelegenheiten der Schadensersatzpflicht gegenüber den Alliierten nach 1918, Unterlagen zum Flottenbauprogramm und Operationfragen 1923-1939, ferner Unterlagen des Marinenachrichtendienstes, u.a. aus der Zeit des Spanischen Bürgerkrieges. Inhaltliche Charakterisierung: Das überlieferte Schriftgut gliedert sich in drei Registraturgruppen. Die "Alte Registratur" belegt die Aufgaben der Flottenabteilung, Fragen des Grenzschutzes, der Minenräumung, Abwicklungsangelegenheiten und Neuaufbau der Reichsmarine bis Ende März 1921; Akten über Luftrecht und geheime Rüstungsangelegenheiten reichen bis in die frühen dreißiger Jahre. Aus den frühen zwanziger Jahren sind Angelegenheiten der von den Alliierten als Kriegsverbrecher bezeichneten Marineoffiziere bei den gemischten Schiedsgerichten ebenso belegt wie Vorgänge zur Schadenersatzpflicht nach dem Friedensvertrag. Zur dritten Gruppe zählen Unterlagen vor allem zum Flottenbauprogramm, zu Fragen der Führergehilfenausbildung und Operationsfragen 1923 bis 1939; daneben sind die Unterlagen des Marinenachrichtendienstes, u.a. aus der Zeit des Spanischen Bürgerkrieges, von Bedeutung. Erschließungszustand: Findbuch Umfang, Erläuterung: Bestand ohne Zuwachs 61,1 lfm 2160 AE Zitierweise: BArch, RM 20/...

Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, J 2 Nr. 427 · Akt(e)
Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

Enthält: 1) Bericht des Obristleutnants F. v. Winkelmann an den württembergischen Kriegsminister; Samarang, 6. Aug. 1807, Abschrift Maschinenschr. 16 Blatt 2) Schriftwechsel des Oberleutnants Fr. v. Winkelmann mit dem holländischen Gouverneur von Java, Nikolaus Engelhard März-April 1808, Kopie Maschinenschrift 3) Brief des ehemaligen Karlsakademisten, Kapitän Philipp Gaupp an seinen einstigen Mitschüler Frhr. Carl von Adelsheim, Kgl. preuß. Oberleutnant a.D.; sd., Abschrift Maschine 2 Blatt mit Erklärungen für Familiengeschichte 4) Testament des Leutnants Wilhelm Max Frhr. von Hügel, Samarang, 11. Mai 1821 mit Inventar seiner Habschaft. Abschrift 5) Das Württembergische Kapregiment von Generalmajor a.D. von Loeffler in besonderer Beilage des Staatsanzeigers für Württemberg Nr. 15-18 1896 6) Franz August Trefz in Sonntagsbeilage zum Schwäbischen Merkur Nr. 587, von Dez. 1925 7) Vaterländische Geschichte (des Kapregiments in Ostindien) in Schwäbische Kronik Nr. 191, 14. Aug. 1887 8) Die Höhle von Amboina von Helmut Gaupp, (2 Zeitungsausschnitte) 9) Ein großbritannischer Hauptmann aus der Markgrafschaft von O. E. Sutter in die Pyramide Wochenschrift zum Karlsruher Tagblatt 23. Jg.Nr. 39, 30. Sept. 1934 10) Gaupp, Lebensschicksale meines Großvaters in die Pyramide 23. Jg. Nr. 47-49, Nov.-Dez. 1934 11) Stammbuch des Feldpredigers M. Johannes Haas. Auszüge Druck

BArch, R 1507/2058 · Akt(e) · o.Dat. (1930)
Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

Enthält u.a.: Adler und Falken, Seite 145, 193 Artamanenbewegung, Seite 193 Bund der Geusen, Seite 193 Deutscher Frauenorden der NSDAP, Seite 172 Deutschvölkischer Offiziersbund, Seite 172 Freischar Schill, Seite 145, 193 Frontkriegerbund e. V., Seite 191 Nationalbolschewismus, Seite 150-154 Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, Seite 144-212 Nationalsozialistischer Bauern- und Siedlerbund, Seite 187-189 Nationalsozialistischer Beamtenbund, Seite 181 Nationalsozialistischer Beutscher Ärztebund, Seite 170 Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund, Seite 159-164 Nationalsozialistischer Lehrerbund, Seite 169 Nationalsozialistischer Schülerbund, Seite 165-170 Opferring der NSDAP, Seite 182 Rotes Hakenkreuz der NSDAP, Seite 172 Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, Seite 187, 191-192 Sturmabteilungen (SA) der NSDAP, Seite 182-184 Verband nationalsozialistischer Seefahrer, Seite 181 Agitation und Propaganda der KPD, Seite 19, 22, 51-52, Arbeiter Ido- und Esperanto-Bund, Seite 83-84 Arbeiter-Abstinentenbund, Seite 84 Arbeiterkorrespondenz der KPD, Seite 30-33 Arbeiter-Radio-Internationale, Seite 71-73, 83, 89-91 Arbeiter-Radio-Klub Deutschlands, Seite 71-73 Arbeiter-Sängerbund, Seite 84 Arbeiter-Schützen-Bund, Seite 46 Association revolutionärer bildender Künstler Deutschlands, Seite 83 Aufstand und Aufstandsagitation, Seite 17-24 Bauern- und Landarbeiterbewegung der KPD, Seite 53-58 Bund der Freunde der Sowjetunion, Seite 84, 88 Exekutiv-Komitee der III. (Kommunistischen) Internationale EKKI, Seite 70-71 Gemeinschaft proletarischer Freidenker, Seite 83 Interessengemeinschaft für Arbeiterkultur (IfA), Seite 83-86 Internationale Arbeiterhilfe (IAH), Seite 86-88 Internationale juristische Vereinigung, Seite 82-83 Internationale proletarischer Freidenker, Seite 83 Internationaler Arbeiter-Theaterbund, Seite 89 Kommunistische Partei der Sowjetunion, Arbeit im Deutschen Reich, Seite 63-68 Kommunistische Partei Deutschlands, Seite 17-103 Kommunistische Partei Deutschlands-Opposition, Seite 91-97 Kommunistischer Jugendverband Deutschlands, Seite 73-80 Lenin-Bund, Seite 91-97 Militärische Parteiarbeit (HP) der KPD, Seite 20 Reichsverband der Erwerbslosen, Seite 31-33 Revolutionäre Gewerkschaftsoppositon (RGO), Seite 24-26 Rote Hilfe Deutschlands, Seite 80-82 Roter Frontkämpferbund, Seite 38-40, 58-63 Selbstschutzbewegung, Seite 36-38, 40-45 Sowjetfilm-Gesellschaft für proletarische Kultur, Seite 83 Spartakusbund, Seite 77-80, 91-97 Sturmbrigaden, KPD, Seite 26 Theaterarbeit, Seite 28, 83 Verein der Freidenker für Feuerbestattung, Seite 83 Vereinigte Linke Opposition, Seite 91-95 Weltbund Esperanto, Seite 83 Zersetzungsarbeit der KPD, Seite 33-36, 194-196

BArch, RW 36 · Bestand · 1940-1944
Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

Geschichte des Bestandsbildners: Am 1.6.1940 wurde für Belgien und für die französischen Departements Nord und Pas de Calais der Militärbefehlshaber Belgien-Nordfrankreich eingerichtet. Er unterstand dem Oberbefehlshaber des Heeres unmittelbar und übte in dem ihm unterstellten Gebieten die vollziehende Gewalt aus. Im Juli 1944 wurde der Stab des Militärbefehlshabers in den eines Wehrmachtbefehlshabers umgewandelt. Gleichzeitig wurde für den zivilen Bereich ein Reichskommissar für die besetzten Gebiete von Belgien und Nordfrankreich ernannt. Bestandsbeschreibung: Am 1.Juni 1940 wurde für Belgien und die französischen Departements Nord und Pas-de-Calais der Militärbefehlshaber Belgien-Nordfrankreich ernannt (mit Ausnahme der durch Führererlass dem Reich zugeschlagenen Gebieten Eupen, Malmedy und Moresnet). Der Chef der Zivilverwaltung Luxemburgs war dem Militärbefehlshaber nur vom 21. Juli bis August 1940 unterstellt. Die Militärverwaltung erstreckte sich in Belgien auf eine Fläche von 30 506 Quadratkilometern mit 8,3 Millionen Einwohnern und in Nordfrankreich auf 12 355 Quadratkilometer mit 3.2 Millionen Einwohnern. Im Juli 1944 wurde der Stab des Militärbefehlshabers in den eines Wehrmachtbefehlshabers umgewandelt, während gleichzeitig für den zivilen Bereich ein Reichkommissar für die besetzten Gebiete von Belgien und Nordfrankreich ernannt wurde. Anlagen: 1. Befehlsbereiche, Polizei, Kommandanturen, Lager 2. Gliederung der Militärverwaltung in Belgien und Nordfrankreich (Stand: November 1941) Die Hauptaufgaben der Militärverwaltung waren 1. die Sammlung und Nutzung der wirtschaftlichen Potenz des besetzten Gebietes, 2. die Beschaffung der notwendigen Bedürfnisse des Militärs und 3. die Errichtung von Organen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung des Landes, insbesondere im Interesse der Wehrmacht und ihrer Verbindung zu den Einheiten in Deutschland sowie die Abwehr feindlicher Landungsversuche bzw. die Küstensicherung. Um diese Aufgaben mit den geringstmöglichen Mitteln zu verwirklichen, bot es sich an, im besetzten Gebiet eine reine Aufsichtsverwaltung einzurichten, d.h. das Gebiet unter weitestgehender Aufrechterhaltung der einheimischen Verwaltungsorgane nicht selbst zu verwalten, sondern nur eine überwachende Kontrolle mittels der Militärverwaltung auszuüben, was indes nur so lange praktikabel war, als deutscherseits nicht versucht wurde, verändernd in innerbelgische und - soweit der Verwaltung unterstehend - französische Verhältnisse einzugreifen. Um das wirtschaftliche Leben im Interesse der Nutzung für die deutsche Kriegswirtschaft und um die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinne einer möglichst weitreichenden Entlastung der deutschen militärischen Kräfte aufrechtzuerhalten, musste die deutsche Militärverwaltung daher Zugeständnisse an die bestehenden Gegebenheiten machen. Inhaltliche Charakterisierung: In dem vorhandenen Schriftgut dokumentieren die Meldungen der unterstellten Oberfeldkommandanturen Vorgänge des täglichen Lebens im besetzten Belgien. Die in den umfangreichen Akten der Militärverwaltung überlieferten ausführlichen Wochen-, Monats- und Jahresberichte vermitteln ein umfassendes Bild der wirtschaftlichen Verhältnisse vom Juni 1940 bis zum August 1944. Vorhanden sind ferner Unterlagen über die Behandlung König Leopolds III., die Rückführung belgischer Kunstschätze aus Südfrankreich, die Bekämpfung der Widerstandsbewegung sowie Aufstellung, Organisation und Tätigkeit der wallonischen und flämischen Wachabteilungen. Das Findmittel unterliegt folgender Gliederung: 1. Stammtafeln 2. Kommandostab Militärbefehlshaber in Belgien und Nordfrankreich 2.1. Abt. Ia (Führungsabteilung) 2.1.2. Organisation und territoriale Verwaltung 2.1.3.Tagesmeldungen und Lagemeldungen 2.1.4. Politische Angelegenheiten 2.1.5. Militärische Sicherung der besetzten Gebiete 2.1.6. Fernsprechverzeichnisse 2.1.7. Fremdländische Verbände 2.1.8. Abt. Ia/Stopi (Pionierwesen) 2.1.9. Abt. Ia/Terr. 2.1.10. Abt. Ia/Gabo (Gasabwehrdienst) 2.1.11. Abt. Ia/Mil.Geo. (Militärgeographie) 2.2. Abt. IIa (Personalfragen) 2.3. Abt. Z 2.4. Höherer Feldgendarmerieoffizier 2.5. Oberquartiermeisterabteilung Belgien/Nordfrankreich 2.5.1. O.Qu./Abt. Ia/Org. (Organisation) 2.5.2. O.Qu./Abt. IVa (Intendant) 2.5.3. O.Qu./Abt. IVb (Leitender Sanitätsoffizier) 2.5.4. O.Qu./Abt. IVc (Veterinär) 2.5.5. O.Qu./Abt. Quartiermeister 1 2.5.6. O.Qu./Abt. Quartiermeister 2 und 3 2.5.7. O.Qu./Feldzeugstab 2.6. Transportoffizier 2.7. Höherer Nachrichtenführer 2.8. Leiter der Geheimen Feldpolizei 3. Militärverwaltungsstab 3.1. Chef des Militärverwaltungsstabes 3.1.1. Tätigkeitsberichte 3.1.2. Abschlußberichte 3.1.3. Verschiedenes 3.2. Leiter des Präsidialbüros 3.2.1. Personalien 3.2.2. Organisation des Stabes 3.3. Leiter der Verwaltungsabteilung 3.3.1. Fürsorge 3.3.2. Presse und Rundfunk 3.3.3. Justiz- und Rechtsstelle 3.3.3.1. Organisation 3.3.3.2. Tätigkeitsberichte 3.3.3.3. Verwaltungsangelegenheiten 3.3.3.4. Völkerrecht und Repressalien 3.3.3.5. Belgische Gesetzgebung, Rechtshilfe und Verwaltung 3.3.3.6. Strafrechtsangelegenheiten 3.3.3.7. Polizeimaßnahmen 3.3.4. Kunstschutz 3.3.5. Wasserwirtschaft 3.4. Leiter der Wirtschaftsabteilung 3.4.1. Berichte 3.4.2. Statistik 3.4.3. Beschlagnahmen 3.4.4. Gewerbliche Wirtschaft 3.4.5. Auswärtiger Waren-, Zahlungs- und Devisenverkehr 3.4.6. Wirtschaftlicher Transportbedarf 3.4.7. Forst- und Holzwirtschaft 3.4.8. Mineralöl 3.4.9. Steine und Erden 3.4.10. Bergbau 3.4.11. Banken, Geld- und Kreditwesen 4. Dienststellen im Bereich des Mililitärbefehlshabers Belgien/Nordfrankreich 4.1. Beauftragter für Materialerfassung Erschließungszustand: Findbuch Umfang, Erläuterung: 450 AE Zitierweise: BArch, RW 36/...

Militärstationen in Kamerun: Bd. 1
BArch, R 1001/4414 · Akt(e) · Juli 1900 - Nov. 1907
Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

Enthält u.a.: Vorschlag der Deutschen Kolonialgesellschaft über die Erschließung des Hinterlandes von Kamerun durch die Anlage weiterer Militärstationen. Skizze des Nordbezirks von Bamenda M.: 1:250 000 mit Eintragungen über die geographischen und wirtschaftlichen Verhältnisse (1905)