Potsdam
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Enthält u. a.: Leben mit der Familie Curtius in Straßburg und Heidelberg; [Johann Jakob] Jaus, Missionar der Basler Mission in Kalkultta (5.6.1916); Malerei für Kriegsbeschädigte (23.10.1916 u.a.); Schweizer Haltung gegenüber Deutschland (9.8.1919)
Enthält u. a.: Englische Kolonialpolitik (25.3.1907 u.a.); Kritik der kaiserlichen Verwaltung in Elsaß-Lothringen (17.6.1907); Hedwig von Gemmingen, geb. Scipio [Ehefrau des Bezirkspräsidenten Karl von Gemmingen-Hornberg] (26.6.1907); öffentliche Angriffe auf Friedrich Curtius, seine Rolle im Elsaß (5.7.1907) Darin: Kondolenz des Generalsekretärs des Badischen Frauenvereins, [Ernst] Müller, zum Tod der Gräfin (1912)
Enthält nur: - Naturschutzgebiet Schorfheide.
Vorbemerkung: Zu Beginn des Ersten Weltkriegs war das deutsche Feldheer entsprechend den Mobilmachungsplänen in neun Armeen eingeteilt, von denen sieben an der deutschen Westgrenze, die achte in Ostpreußen aufmarschierten. Die Oberste Heeresleitung (OHL) mußte bereits in den ersten Kriegsmonaten die Erfahrung machen, daß die ursprüngliche Konzeption der Führung - direkte Weisungen an die ihr unterstellten Armee-Oberkommandos - durch das Anwachsen der Truppenmassen zu erheblichen Reibungsverlusten führte. Schon frühzeitig ging man dazu über, Heeresgruppen als ausgesprochene Zwischeninstanzen der höheren Führung einzurichten, um neben der einheitlichen Führung der Operationen vor allem die Militärverwaltungsaufgaben einer zentralen Erledigung zu unterwerfen. Am 25. Februar 1917 wurde dem Württembergischen Kriegsministerium der Befehl erteilt, eine neue Heeresgruppe unter dem Oberbefehl Herzog Albrechts von Württemberg, des bisherigen Oberbefehlshabers der 4. Armee, aufzustellen. Sie sollte, wie die anderen drei Heeresgruppen im Westen, "Kronprinz von Bayern", "Deutscher Kronprinz" und "Gallwitz", die organisatorische Vorbereitung und Durchführung der großen geplanten Westoffensiven erleichtern helfen. Mit der Einrichtung der Heeresgruppe Herzog Albrecht wurden die im südlichen Teil der Westfront operierenden Armee-Abteilungen A und B mit den Festungen Metz und Straßburg, die bislang der Heeresgruppe Deutscher Kronprinz unterstanden, zusammengelegt und der neuen Heeresgruppe unterstellt. Sie umfaßte damit ein Gebiet von der Schweizer Grenze im Süden über den seit August 1914 quasi unverändert feststehenden Frontverlauf im Sundgau und dem Vogesenkamm, entlang der deutsch-französischen Grenze bis in die Gegend von Pont-à-Mousson. Der Befehlsbereich ist mit dem seit 1871 den Deutschen Reich einverleibten elsaß-lothringischen Reichslanden nahezu identisch. Sitz des Oberkommandos der Heeresgruppe wurde Straßburg, zum Chef des Generalstabes der kgl. bayer. Generalleutnant Krafft v. Dellmendingen, bislang Kommandierender General des Deutschen Alpenkorps, ernannt. Als sein Nachfolger amtierte ab dem 9. September 1917 der Oberst i. G. Heye. Die Unterstellungsverhältnisse der einzelnen Truppenteile wurde durch die vom Chef des Generalstabes des Feldheeres herausgegebene Vorschrift "Unterstellungsverhältnisse der Heerestruppen des Westens", 1917, geregelt (vgl. Bü 346). Nach dem Abschluß der Waffenstillstandsvereinbarungen und der damit verbundenen Demobilisierung verlegte das Oberkommando der nunmehrigen Heeresgruppe D sein Hauptquartier nach Freudenstadt mit einem Nachkommando in Durlach/Karlsruhe. Dieses hatte die Aufgabe, den Rücktransport der Truppen sowie deren Demobilisierung zu organisieren. Sowohl die Heeresgruppe wie auch ihr Nachkommando wurden im Frühjahr 1919 endgültig aufgelöst, der Aktenbestand über die Reichsarchiv-Zweigstelle Heilbronn in die Reichsarchiv-Zweigstelle Stuttgart verbracht. Noch vor einer auch nur kursorischen Verzeichnung durch die dort tätigen Militärs gelangten im September 1921 Teile des Bestandes - v. a. die Unterlagen über den "Vaterländischen Unterricht", über die Aufklärung der Truppen sowie über die Abwehr der "amerikanischen Propaganda" - an das Reichsarchiv Potsdam, wo sie offensichtlich in den letzten Tagen des II. Weltkriegs zusammen mit dem Rest des Archivs ein Raub der Flammen wurden. In den Jahren 1923 und 1924 erfolgte erstmals eine listenmäßige Erfassung des Bestandes in der Reichsarchiv-Zweigstelle Stuttgart. 1931 wurden große Teile des Bestandes kurzzeitig an das Heeresarchiv Potsdam abgegeben; sie gelangten allerdings nicht vollständig in das Heeresarchiv Stuttgart, wie die Reichsarchiv-Zweigstelle seit 1936 hieß, zurück. Für den Bestand der Heeresgruppe Herzog Albrecht stand bislang lediglich die listenmäßige Erfassung der Archivalien aus dem Jahre 1923/24 als archivisches Findmittel zur Verfügung. Sie entsprach keineswegs den an moderne Archivfindmittel gestellten Anforderungen, zumal sie durch zahlreiche Eintragungen unübersichtlich und kaum benutzbar geworden war. In den Monaten Mai 1988 - März 1989 erfolgte daher eine umfassende Neuverzeichnung und erstmalige Gliederung des vorhandenen Archivbestandes. Seine Neuformierung orientierte sich am Geschäftsverteilungsplan des Oberkommandos der Heeresgruppe vom 15. Oktober 1917 (vgl. Bü 346). Innerhalb der einzelnen Abteilungen wurde eine sachliche Ordnung vom Bearbeiter vorgenommen. Einige wenige Fremdprovenienzen wurden ausgesondert und in die entsprechenden Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart-Militärarchiv eingereiht. Eine Konkordanz zwischen neuer Bestellnummer und alter Büschelnummer im bisherigen Aktenverzeichnis ermöglicht das Wiederauffinden bereits zitierter Archivalien. Die Fertigstellung des vorliegenden Findbuchs erfolgte mit Hilfe des Programmpakets MIDOSA der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg in den Monaten August 1990 bis März 1991 in Karlsruhe. Der Bestand umfaßt nunmehr 377 Bestellnummern in 15,1 lfd. m. Der Index verweist auf die Ordnungsnummern, d. h. die Abfolge der Titelaufnahmen im vorliegenden Findbuch. Karlsruhe, im April 1991 Kurt Hochstuhl
- Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, VI. HA, Nl Heinemann-Grüder, C. * description: - Dr. med. Curt Heinemann-Grüder (geb. 5. September 1880 in Erfurt, gest. 10. Juli 1958 in Berlin, verh. seit 28. Juli 1917 mit Ise Ina-Marie Grüder) studierte nach der in Erfurt abgelegten Abiturprüfung Medizin in Berlin. Ab 1903 war er als Sanitätsoffizier bei verschiedenen Regimentern in Thorn, Pasewalk (Kürassier-Regiment "Königin" 1910 - 1911) und Berlin, nach einer Zeit an der chirurgischen Klinik der Universität Gießen erneut in Berlin, als Stabsarzt an der chirurgischen Klinik der Charité. - - Am ersten Weltkrieg nahm er als Chirurg einer Sanitäts-Kompagnie teil, wo er zunächst (1914 - 1915) in einem Feldlazarett an der Westfront (Bapaume, Arondissement Arras, Departement Pas-de-Calais) und damit in der Region eingesetzt war, in der die Frontlinie zwischen den deutschen und alliierten Truppen verlief. - In den Jahren 1916 bis 1918 leitete er die am 4. Juli 1916 als Deutsches Ortslazarett Smyrna eingerichtete, im Januar 1917 in Deutsches Etappenlazarett Smyrna umbenannte Einrichtung in der Türkei. Es unterstand der V. Osmanischen Armee. - - Wahrscheinlich aus seiner Zeit in Pasewalk stammte sein persönlicher und zum Teil sehr herzlicher Kontakt zu Mitgliedern des kaiserlichen Hauses. In der zweiten Hälfte der 1920er Jahre hielt er sich wiederholt in Haus Doorn auf und leistete dort medizinische Dienste. - - Ende der 1920er und Anfang der 1930er Jahre war er Chefarzt des Potsdamer Versorgungskrankenhauses im Rang eines Oberregierungsmedizinalrats, in den Jahren 1931 bis 1934 zugleich Geschäftsführender Vorsitzender des Reichsmedizinalbeamtenbundes. Nach kurzer, ca. einjähriger Zugehörigkeit zur Luftwaffe, aus der er 1935 aufgrund seiner Logenmitgliedschaft entlassen wurde, war er ab 1938 bis zum Mai 1945 Oberstarzt im III. Armeekorps am Hohenzollerndamm, Berlin, tätig. Danach lebte er als praktizierender Arzt in Potsdam. - Insbesondere während des zweiten Weltkriegs konnte sich Heinemann-Grüder wiederholt auf humanitärem Gebiet einsetzen und von den staatlichen Organen bedrohten oder bedrängten Personen auf unterschiedliche Weise helfen (Kopien von entsprechenden Dankbriefen an die Ehefrau und den Sohn Heinemann-Grüders sind Teil der Bestandsakte). - - Am 10. April 1922 war Heinemann-Grüder in die Berliner Johannis-Loge "Friedrich Wilhelm zur Morgenröte" aufgenommen worden. Das Aufnahmeformular mit kurzem Lebenslauf (3. Februar 1922) sowie mehrere Befürwortungsschreiben von Logenmitgliedern zum Aufnahmeantrag befinden sich den Akten der Johannisloge: GStA PK, FM 5.2, B 34 Johannisloge Friedrich Wilhelm zur Morgenröte, Berlin Nr. 42. - - Während seiner Kriegseinsätze in Frankreich und in der Türkei, aber auch während seiner Aufenthalte in Haus Doorn führte Curt Heinemann-Grüder sehr ausführliche Tagebuchaufzeichnungen, die durchaus im Zusammenhang der Geschichtsschreibung zum ersten Weltkrieg bzw. zur kaiserlichen Familie gesehen wurden und daher ausdrücklich für die Nachwelt bestimmt waren. Darauf deuten nicht nur die sorgfältige Führung, Durchnummerierung und Foliierung (durch wohl nachträgliche Stempelung) hin, sondern auch entsprechende Hinweise, die Curt Heinemann-Grüder auf den Vorsatzblättern seiner Tagebücher angebracht hatte, diese Aufzeichnungen (und Fotos) aufzubewahren (z.B. GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Heinemann-Grüder Nr. 16, Nr. 37) und sogar einzelne Tagebucheintragungen selbst, wie z.B. "Sonntag, 13. Dezember 1914. Es wird immer schwieriger in dem täglichen Einerlei etwas zu finden, aus dem man Stoff für ein paar Zeilen zusammenkratzen kann. Wenn es wirklich so kommt, wie jetzt hier angenommen wird, dass wir noch im März nächsten Jahres hier liegen, werde ich die Schreiberei wohl allgemach aufgeben" (GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Heinemann-Grüder Nr. 3, fol. 4). - - Nach dem Tod Heinemann-Grüders im Jahr 1958 blieben die Tagebücher vorerst in Familienbesitz. Im April 2007 wurden sie gemeinsam mit Fotografien und zum Teil sehr persönlich gehaltenen Briefen von Mitgliedern der kaiserlichen Familie an Curt Heinemann-Grüder von dessen Sohn, Pfr. em. Curt-Jürgen Heinemann-Grüder, Pforzheim, dem Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz als Geschenk übergeben (Akz. 14 / 07), ergänzt um Briefe und anderes Schriftgut zu Heinemanns Tätigkeit im Reichsmedizinalbeamtenbund (Akz. 16 / 08). - - Dem Nachlass Heinemann-Grüders wurden mehrere Briefe des GFM Paul von Hindenburg an Oberst a.D. Hermann Brehme (1863-1932), einem Bruder von Heinemann-Grüders Mutter, angegliedert. Die Briefe, Telegramme und Fotos stammen aus dem Jahr 1915 und wurden nach Brehmes Tod in der Familie seiner Schwester aufbewahrt und mit dem Nachlass seines Neffen vereinigt. - - Die Akten sind zu bestellen: - VI. HA, Nl Heinemann-Grüder, C., Nr. ? - - Die Akten sind zu zitieren: - GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Curt Heinemann-Grüder, Nr. ? - - Berlin, den 24. Mai 2007 Dr. Schnelling-Reinicke - Bestandsbeschreibung - Lebensdaten: 1880 - 1958 - Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Regimentsgeschichte: Das Regiment wurde am 22. Oktober 1852 als 3. Linien-Infanterie-Regiment neu aufgestellt. Am 1. Juli 1871 wurde es in 3. Badisches-Infanterie-Regiment umbenannt. Infolge der mit Preußen abgeschlossenen Militärkonvention und der damit verbundenen Durchnummerierung der Einheiten kam zum selben Zeitpunkt nach preußischem Vorbild der Zusatz Nr. 111 hinzu. Ab dem 18. Dezember 1892 erhielt die Einheit die endgültige Bezeichnung 3. Badisches Infanterie-Regiment Markgraf Ludwig Wilhelm Nr. 111. Bei Kriegsausbruch gehörte das Regiment zur 56. Infanterie-Brigade (28. Infanterie-Division). Zu Kriegsbeginn hatte jedes Infanterie Regiment, einschließlich der Reserve- und Landwehr-Infanterie-Regimenter, für die Ausbildung des Ersatzes ein Ersatz-Bataillon aufgestellt. Im Januar 1915 wurde die Aufstellung eines weiteren Ersatz-Bataillons angeordnet. Neben der Ausbildung des Heeresersatzes wurden durch die Ersatz-Bataillone auch neue Einheiten formiert. Das 1. Ersatz-Bataillon wurde am 2. August 1914 errichtet und in Rastatt stationiert. Das 2. Ersatz-Bataillon wurde im Februar 1915 ebenfalls in Rastatt gebildet. Es wurde im November 1917 wieder aufgelöst. Infolge der Demobilmachung blieben ab dem 2. Mai 1919 im Bereich des XIV. Armeekorps nur das Generalkommando, vier höhere Auflösungsstäbe und je eine Abwicklungsstelle bei denjenigen Infanterie- und Artillerie-Regimentern bestehen, die zum Friedensetat vor 1914 zählten. Im Freistaat Baden begann am 13. Januar 1919 mit der Annahme von Freiwilligen die Neubildung des badischen Volksheeres. Reichs- und Badische Volksregierung ließen als Reaktion auf den sogenannten "Spartakus-Aufstand" im Februar 1919 zusätzlich zu den bereits bestehenden Freiwilligenformationen bei allen Einheiten weitere Freiwilligenverbände aufstellen. Bestandsgeschichte: Nach Kriegsende verblieben die Akten bei der Abwicklungsstelle des Infanterie-Regiments Nr. 111. Ab Januar 1920 wurde mit der Einrichtung eines Archivs des XIV. Armeekorps begonnen, in dem die Archive der Abwicklungsstellen zusammengeführt wurden. Im Herbst 1920 zog das Korpsarchiv in die Infanteriekaserne Heilbronn um. Ab Januar 1921 trat das Korpsarchiv unter der Bezeichnung Aktenverwaltung XIV in den Geschäftsbereich des Reichsministeriums des Innern, bevor es am 1. April 1921 als Archivzweigstelle Heilbronn dem Reichsarchiv in Potsdam eingegliedert wurde. Infolge der Vereinigung der Reichsarchivzweigstellen Heilbronn und Stuttgart gelangten die Bestände im Jahr 1924 nach Stuttgart. Die Württembergische Archivdirektion, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Verwaltung der Bestände des Heeresarchivs Stuttgart übernahm, gab in den Jahren 1947 bis 1949 die Überlieferung des XIV. Armeekorps an das Generallandesarchiv Karlsruhe ab. Eine sehr ausführliche Bestandsgeschichte ist im Vorwort des Stellvertretenden Generalkommandos des XIV. Armeekorps (Bestand 456 F 8) enthalten. Der Bestand umfasst 317 Faszikel mit einem Umfang von 8,5 laufenden Metern. Literaturhinweise: Die Badener im Weltkrieg 1914/18, bearbeitet von Wilhelm Müller-Loebnitz, Karlsruhe 1935. Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg, München 1983. Feill, (Heinrich): Das 3. Badische Infanterie-Regiment Nr. 111 im Feldzuge 1870/71 nebst einer kurzen Vorgeschichte der badischen Truppen von 1604 bis 1850 und von der Errichtung des Regiments 1853 bis 1870, Berlin 1884. Feill, (Heinrich): Das 3. Badische Infanterie-Regiment Nr. 111 von 1852-1888, Berlin 1895. Fenske, Hans: Die Verwaltung im Ersten Weltkrieg, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. 3, Stuttgart 1984, S. 866-908. Fischer, Joachim: Zehn Jahre Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 37 (1978), S. 362-368. [Infanterie-Regiment 111]: Erlebnisse eines Deserteurs vom Regiment Markgraf Ludwig Wilhelm (3. badisches) Nr. 111 in der französischen Fremdenlegion 1889-1896, Baden-Baden 1898. [Infanterie-Regiment 111]: Ehren-Tafel, Liste der auf dem Felde der Ehre gebliebenen Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften des Infanterie-Regiments Markgraf Ludwig Wilhelm (3. Badisches) Nr. 111, Karlsruhe 1924. [Infanterie-Regiment 111]: Festbuch, Regimentstag anläßlich der 75jährigen Gründungsfeier der I.R. 111, Rastatt 1927. Jäger, Harald: Das militärische Archivgut in der Bundesrepublik für die Zeit von 1871 bis 1919, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen 1968/2, S. 135-138. Kilian: Stammliste des Offizierkorps des Infanterie-Regiments Markgraf Ludwig Wilhelm (3. badisches) Nr. 111, 1852-1912, Rastatt 1912. Merz, Johann: Erlebnisse eines Soldaten des 3. badischen Infanterie-Regiments Margraf Ludwig Wilhelm Nr. 111 im Feldzuge 1870/71, Karlsruhe 1897. Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, bearbeitet von Joachim Fischer (Veröffentlichung der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 31), Stuttgart 1983. Zahn, Th.: Das Infanterie-Regiment Margraf Ludwig Wilhelm (3. badisches) Nr. 111 im Weltkriege 1914-1918, Wiesbaden 1936.
Regimentsgeschichte: Das Regiment wurde am 1. April 1890 aufgestellt. Bei Kriegsausbruch gehörte es zur 58. Infanterie-Brigade (29. Infanterie-Division). Zu Kriegsbeginn hatte jedes Infanterie-Regiment, einschließlich der Reserve- und Landwehr-Infanterie-Regimenter, für die Ausbildung des Ersatzes ein Ersatz-Bataillon aufgestellt. Im Januar 1915 wurde die Errichtung eines weiteren Ersatz-Bataillons angeordnet. Neben der Ausbildung wurden durch die Ersatz-Bataillone neue Truppen aufgestellt. Das I. Ersatz-Bataillon wurde Anfang August 1914 errichtet und in Müllheim stationiert. Das II. Ersatz-Bataillon wurde im Februar 1915 aufgestellt und nach Heitersheim verlegt. Es wurde im November 1917 wieder aufgelöst. Infolge der Demobilmachung blieben ab dem 2. Mai 1919 im Bereich des XIV. Armeekorps nur das Generalkommando, vier höhere Auflösungsstäbe und je eine Abwicklungsstelle bei denjenigen Infanterie- und Artillerie-Regimentern bestehen, die zum Friedensetat vor 1914 zählten. Im Freistaat Baden begann am 13. Januar 1919 mit der Annahme von Freiwilligen die Neubildung des badischen Volksheeres. Reichs- und Badische Volksregierung ließen als Reaktion auf den sogenannten "Spartakus-Aufstand" im Februar 1919 zusätzlich zu den bereits bestehenden Freiwilligenformationen bei allen Einheiten weitere Freiwilligenverbände aufstellen. Bestandsgeschichte: Nach Kriegsende verblieben die Akten bei der Abwicklungsstelle des Infanterie-Regiments Nr. 142. Ab Januar 1920 wurde mit der Einrichtung eines Archivs des XIV. Armeekorps begonnen, in dem die Archive der Abwicklungsstellen zusammengeführt wurden. Im Herbst 1920 zog das Korpsarchiv in die Infanteriekaserne Heilbronn um. Ab Januar 1921 trat das Korpsarchiv unter der Bezeichnung Aktenverwaltung XIV in den Geschäftsbereich des Reichsministeriums des Innern, bevor es am 1. April 1921 als Archivzweigstelle Heilbronn dem Reichsarchiv in Potsdam eingegliedert wurde. Infolge der Vereinigung der Reichsarchivzweigstellen Heilbronn und Stuttgart gelangten die Bestände im Jahr 1924 nach Stuttgart. Die Württembergische Archivdirektion, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Verwaltung der Bestände des Heeresarchivs Stuttgart übernahm, gab in den Jahren 1947 bis 1949 die Überlieferung des XIV. Armeekorps an das Generallandesarchiv Karlsruhe ab. Eine sehr ausführliche Bestandsgeschichte ist im Vorwort des Stellvertretenden Generalkommandos des XIV. Armeekorps (Bestand 456 F 8) enthalten. Literaturhinweise: Die Badener im Weltkrieg 1914/18, bearbeitet von Wilhelm Müller-Loebnitz, Karlsruhe 1935. Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg, München 1983. Fenske, Hans: Die Verwaltung im Ersten Weltkrieg, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. 3, Stuttgart 1984, S. 866-908. Fischer, Joachim: Zehn Jahre Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 37 (1978), S. 362-368. Gaedecke, Arnold v.: Ehemaliges 7. Badisches Infanterie-Regiment Nr. 142, Berlin 1938. Jäger, Harald: Das militärische Archivgut in der Bundesrepublik für die Zeit von 1871 bis 1919, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen 1968/2, S. 135-138. Schmidt, Walter: Das 7. Badische Infanterie-Regiment Nr. 142 im Weltkrieg 1914-1918, Freiburg 1927. Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, bearbeitet von Joachim Fischer (Veröffentlichung der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 31), Stuttgart 1983.
- description: Enthält: Isostatische Reduktionen für 13 Küstenstationen von Afrika und Japan (Hübner). - Rechnungen zu den Karten Kapstadt, Dar es Salam, Pangam, San Franzisko (Tiefsee), Yokohama, Takyo, Tiefseestationen zwischen San Franzisko und Honolulu, Tonga-Tiefe (Hübner, Meißner), Südamerika und Antarktis (Diskovery, Bombay, Mangalore). Enthält: Isostatische Reduktionen für 13 Küstenstationen von Afrika und Japan (Hübner). - Rechnungen zu den Karten Kapstadt, Dar es Salam, Pangam, San Franzisko (Tiefsee), Yokohama, Takyo, Tiefseestationen zwischen San Franzisko und Honolulu, Tonga-Tiefe (Hübner, Meißner), Südamerika und Antarktis (Diskovery, Bombay, Mangalore). 1904, Brandenburgisches Landeshauptarchiv (BLHA), 465 AdW ZIPE Pdm Rep. 465 Akademie der Wissenschaften (AdW) Zentralinstitut für Physik der Erde, Potsdam
Januar 1886, Bundesarchiv, BArch, N 2223 Peters, Karl
Enthält nur: Schriftwechsel
Enthält nur: Schriftwechsel
Enthält u. a.: Aufenthalte in Kiel (z.T. Kieler Woche), kaiserliches Programm, kaiserliche Yachten; deutsch-englisches Verhältnis, englische Presse; Aufenthalte in England; Besuch König Edwards VII. von England in Berlin (12.2.1909), dessen Tod (7.5.1910); Schwedenreise (1911); Nachruf auf Bodo von dem Knesebeck (18.11.1911); [2.] Marokkokrise und Politik des Kolonialamts (6.11.1911); Weitergabe eines Briefs der Großherzogin [zur Englandpolitik Bülows?] an den Reichskanzler, Tätigkeit Allen Bakers (o.D., wohl Frühjahr 1912); Londoner Konferenz der deutsch-englischen Verständigungsgruppen (27.7.1912 u.v.a); Tod Adolf Marschalls von Bieberstein, Ablehnung seiner Nachfolge als Londoner Botschafter (29.9.1912) Darin: Mitglieder und Programmtexte des englisch-deutschen kirchlichen Comités (1910? 1913?); Strandpromenade von Cowes (Ansichtskarte, 8.8.1912)
Vorbemerkung zur Retrokonversion der Findmittel: Zum Zeitpunkt der Retrokonversion lagen zwei maschinenschriftliche Repertorien vor: 1) Die von der Verwaltungsabteilung des Württembergischen Kriegsministeriums überlieferten Akten wurden 1944 unter der Leitung von Heeresarchivdirektor Dr. Hermann Pantlen verzeichnet. Die Titelaufnahmen des aus dem Heeresarchiv Stuttgart erhaltenen Findbuchs sind bei der Retrokonversion unverändert in die EDV überführt worden. 2) Die im Bestand M 1/4 überlieferten Geschäftstagebücher wurden 1975 von Dr. Joachim Fischer und Wilhelm Westenfelder verzeichnet. Das damals erstellte Findbuch ist ebenfalls unverändert retrokonvertiert worden. Im Folgenden werden Vorwort bzw. Vorbemerkung der beiden Findbücher wiedergegeben. Stuttgart, im Juli 2008 Dr. Wolfgang Mährle 1. Die Verwaltungsabteilung - Akten (Vorwort zum Findbuch 1944): Die Akten der Abteilung B (Verwaltungsabteilung) wurden in der Hauptsache mit den übrigen Akten des Württ. Kriegsministeriums übernommen. Spätere Ergänzungen tragen ein: 1923 von Landesfinanzamt Stuttgart: Akten der ehem. Intendantur XIII. Armeekorps und Württ. Kriegsministerium 22.11.1936 von Heeresarchiv Potsdam: 22 Hefte Akten d. Württ. Kriegsministeriums (Remonteangelegenheiten) 27.04.1937 von Landesfinanzamt Stuttgart: 45 Bündel Akten d. Württ. Kriegsministeriums (Verwaltungs-/Waffenabteilung und Intendantur XIII., XIV. Armeekorps) Das Archivverzeichnis wurde am 11.12.1931 vom heutigen Regierungsinspektor Beiermeister aufgestellt und vom damaligen Leiter der Reichsarchivzweigstelle, Oberarchivrat von Haldenwang, bestätigt. Die Repertorisierung erfolgte in den Jahren 1942/43 durch den damaligen Heeresarchivrat Knoch unter Beihilfe des Angestellten Kohler; im Interesse der Einheitlichkeit wurde die Arbeit Knoch von dem Unterzeichneten Ende 1943 und in der ersten Hälfte 1944, wiederum unter Beihilfe des Angestellten Kohler, überarbeitet und der Personen- und Sachindex unter Beihilfe der Angestellten Landau aufgestellt. Bei der letzteren Arbeit (Aufstellung der Indices) war es nachteilig, daß der Aktenbestand bereits aus Gründen des Luftschutzes dezentralisiert gelagert war, daß also die bei einer derartigen Arbeit sich ergebenden Nachprüfungen nicht mehr vorgenommen werden konnten. Der Aktenbestand ist nicht lückenlos. Auffallend ist das vollständige Fehlen von Geheimakten. Organisationsübersichten bzw. Geschäftseinteilungen wurden nicht herausgenommen, da sie bereits in einen Band (Württ. Kriegsministerium, Geschäftseinteilungen) zusammengestellt sind und in den Akten nicht mehr vorhanden waren. Chefs der Verwaltungsabteilung B (bis 1899 Ökonomieabteilung) waren: Generalmajor von Wundt (der spätere Kriegsminister) 09.08.1871 - 23.03.1874 Wirkl. Geheimkriegsrat von Mand 24.03.1874 - 06.08.1878 Wirkl. Geheimkriegsrat von Horion 07.08.1878 - 14.12.1900 Wirkl. Geheimrat von Schäfer 15.12.1900 - 22.11.1906 Wirkl. Geheimrat von Wunderlich 23.11.1906 - 05.19.1915 Wirkl. Geheimrat von Gerhardt 06.10.1915 - Kriegsschluß Stuttgart, 28. Juni 1944 Dr. Pantlen 2. Die Verwaltungsabteilung - Geschäftstagebücher (Vorbemerkung zum Findbuch 1975): In dem im Jahr 1944 abgeschlossenen Repertorium des Heeresarchivs Stuttgart für den Bestand M 1/4 (Kriegsministerium - Abteilung A) sind die Geschäftstagebücher der Abteilung A nicht verzeichnet. Die daher nötige Ordnung und Verzeichnung der 287 Bände (11,5 lfd. m), denen die Journale des Korpsveterinärs XIII. Armeekorps (vgl. Band 269 und 270) eingeordnet bleiben, wurde durchgeführt 1972 durch den Vertragsangestellten Westenfelder unter Aufsicht von Oberstaatsarchivrat Dr. Fischer. Stuttgart, im Februar 1975 Fischer
Hinweis: Der Bestand enthält Archivgut, das personenbezogenen Schutzfristen gemäß § 10 Abs. 3 Satz 2 ArchG LSA unterliegt und bis zu deren Ablauf nur im Wege einer Schutzfristenverkürzung gemäß § 10 Abs. 4 Satz 2 ArchG LSA oder eines Informationszuganges gemäß § 10 Abs. 4a ArchG LSA zugänglich ist. Findhilfsmittel: Ablieferungsverzeichnis (intern) Registraturbildner: Die Landes-Heil- und Pflege-Anstalt Bernburg wurde am 1. Oktober 1875 nach zweijähriger Bauzeit eröffnet. Erster Direktor war Dr. Moritz Fränkel. Ein Jahr später wurde sie der Landarmendirektion unterstellt. Zunächst konnte die Anstalt 132 Kranke aufnehmen. Die Zahl der Pfleglinge erhöhte sich in den folgenden Jahrzehnten und erreichte im Jahre 1914 mit 424 Kranken einen Höchststand. Für die Betreuung der Kranken waren 19 Pfleger und Pflegerinnen beschäftigt, deren Stellen u.a. Diakonissen zunächst aus Neuendettelsau, ab 1885 aus dem Oberlinhaus in Nowawes bei Potsdam besetzten. Im Jahre 1882 wurde der Anstalt zum Zwecke arbeitstherapeutischer Maßnahmen eine landwirtschaftliche "Colonie" angegliedert. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde ein Teil der Anstalt abgetrennt und als "Euthanasie"-Anstalt genutzt. In deren Gaskammer fanden im Rahmen der "Aktion T4" und der "Sonderbehandlung 14 f 13" in den Jahren 1940-1943 über 14000 Menschen den Tod. Ab dem Jahre 1942 erfolgten unter staatlicher Trägerschaft mehrere Umbenennungen des Krankenhauses - "Anhaltische Nervenklinik", "Nervenklinik Bernburg" "Bezirkskrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie" und "Landeskrankenhaus Bernburg" - , bevor im Jahre 2000 die "Salus gGmbH" das Krankenhaus übernahm. Bestandsinformationen: Der Bestand bildet unabhängig von den Veränderungen bei der Namensgebung und der gesellschaftlichen Verhältnisse den Zeitraum vom Entstehen der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Bernburg im Jahre 1875 bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts ab. Inhaltlich sind von der Bernburger Anstalt fast ausschließlich die patientenbezogenen Krankenakten überliefert, die nach 1945 teilweise auch getrennt nach Krankheiten vorliegen. Von der Verwaltung des Krankenhauses sind keine Akten ins Landesarchiv gelangt. Die so genannten Euthanasiepatientenakten werden im Bundesarchiv im Bestand Kanzlei des Führers, Hauptamt IIb - R 179 verwahrt. Die Übernahme der Akten erfolgte in den Jahren 1999, 2000 und 2010-2015. Dabei wurden von den angebotenen Krankenakten die Jahrgänge bis 1949 komplett und von den anderen patientenbezogenen Akten nur eine kleine Auswahl ins Archiv übernommen. Für fast alle der übernommenen Akten waren vom Krankenhaus Verzeichnisse erstellt worden, auf denen, nach Krankheiten und dem jeweiligen Abgangsjahr des Patienten geordnet, die persönlichen Daten des Patienten enthalten sind. Enthaltene Fotos: 40
Enthält u. a.: Zusammenbruch; Parade französischer Kolonialtruppen vor Königin Viktoria von Schweden (2.7.1919)
Vorwort Der vorliegende Bestand GStA PK, IV. HA Preußische Armee, Rep. 15 B Militärgeschichte umfasst zum überwiegenden Teil eine Sammlung von Akten zur Kriegs- und Heeresgeschichte sowie biographische Materialien aus dem früheren Bestand GStA PK, IV. HA A Preußisches Heeresarchiv und GStA PK, IV. HA B Heeresgeschichtliche Sammlung, welcher v. a. durch Erwerbungen von Akten (Ankäufe, Geschenke etc.) nach 1967 im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz entstanden ist. Aus dem ehemaligen Bundesarchiv Militärisches Zwischenarchiv Potsdam sind 14 Akten im Bestand eingeordnet worden. Seit 1966/68 besteht zwischen dem Geheimen Staatsarchiv PK und dem Bundesarchiv Abt. Militärarchiv Freiburg die Regelung, wonach die Akten mit der Datierung vor dem 1. Januar 1867 ins Geheime Staatsarchiv PK und die nach dem 31. Dezember 1866 ins Bundesarchiv Abt. Militärarchiv gehören. Im Zuge dieser Abgrenzungsregelung fand am 16. September 1992 in Potsdam eine gemeinsame Sitzung von Vertretern des Geheimen Staatsarchivs PK, des Bundesarchivs Abt. Militärarchiv Freiburg und des Bundesarchivs Militärisches Zwischenarchiv Potsdam statt. In dieser Sitzung wurden die Abgrenzungsfragen der preußischen Armee, die im Bundesarchiv Militärisches Zwischenarchiv Potsdam überliefert waren, besprochen. Dort befanden sich neben den Akten, die 1988 aus der damaligen Sowjetunion übernommen wurden, bereits umfangreichere Unterlagen der preußischen Armee. Nach Übergabe dieser Akten im Dezember 1995 wurde im Geheimen Staatsarchiv PK damit begonnen, die aus dem ehemaligen Bundesarchiv Militärisches Zwischenarchiv Potsdam nach Dahlem übergebenen Akten mit den Akten des im Geheimen Staatsarchivs PK überlieferten Bestandes GStA PK, IV. HA A Preußisches Heeresarchiv und GStA PK, IV. HA B Heeresgeschichtliche Sammlung, zusammenzuführen. In diesem Zusammenhang wurde die Bezeichnung IV. HA Preußisches Heeresarchiv in IV. HA Preußische Armee geändert. Der Teilbestand Militärgeschichte erhielt die Repositurnummer Rep. 15 B. Die Eingabe in die Augias-Datenbank erfolgte seit 1996 durch Frau Fröhlich. Einige Aktentitel und Enthält-Vermerke wurden überprüft und teilweise ergänzt. Parallel zu den Erschließungsarbeiten erfolgte die magazintechnische Bearbeitung. Die Akten wurden umsigniert, mit neuen Signaturschildern versehen und in Aktenkartons verpackt. Bestell- und Zitierweise: Die hier verzeichneten Archivalien werden im Magazin in Dahlem verwahrt. Es sind daher die rosa Bestellscheine zu benutzen. Die Akten sind wie folgt zu bestellen: IV. HA, Rep. 15 B, Nr. zu zitieren: GStA PK, IV. HA Preußische Armee, Rep. 15 B Militärgeschichte, Nr. Bestandsumfang: 2,8 lfm 268 VE (=Verzeichnungseinheit) Laufzeit: 1604 - 1993 Letzte vergebene Nummer: 268 Berlin, April 2011 Irina Fröhlich (Archivoberinspektorin) Findmittel: Datenbank; Sammelfindbuch, 1 Bd. (für IV. HA, Rep. 13, 14, 15 B)
Behörden- und Bestandsgeschichte Die M-Bestände enthalten die Unterlagen der württembergischen Militärverwaltung für die Zeit nach 1871. Sie sind von Kriegsverlusten verschont geblieben; allerdings wurden in den Jahren 1944 und 1946 umfangreiche Kassationen durchgeführt. Dabei wurden vor allem große Teile der Truppenakten zur Altpapierverwertung gegeben. Erhalten blieben ca. 1750 Regalmeter Akten und Bände, 315 laufende Meter Karteien und mehrere Tausende Karten und Bilder. Inhalt und Sonstiges Angesichts der fast völligen Vernichtung des Heeresarchivs Potsdam sind die M-Bestände nicht nur für die württembergische, sondern für die gesamte deutsche Militärgeschichte des Kaiserreichs von hoher Bedeutung. Zudem enthalten die bei der Militärverwaltung in Württemberg entstandenen Akten eine Fülle historischer Informationen, die über den engeren militärgeschichtlichen Kontext hinausgehen: so etwa Informationen zur allgemeinen Landes- und Ortsgeschichte, zur Geschichte der Wirtschaft, des Bauwesens, der Technik und nicht zuletzt zur Sozialgeschichte. Literatur Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart. M-Bestände des Militärarchivs. 2., erw. Aufl. erarb. von Joachim Fischer. Stuttgart 1983 (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg; Bd. 31), Einleitung S. 13ff.
Enthält: u.a.:Kabinettsorder Friedrich Wilhelms IV. vom 29.04.1852 betr. Mobilmachung; Schriftwechsel über Ausrüstung der Dienstpflichtigen Wilhelm Küper und Skabovius; Heranziehung preußischer Untertanen zu Militärdienst und -steuer im Kanton Schaffhausen; militärische Strafmaßnahmen gegen Marinesoldaten; Vorgänge betr. Unteroffiziersschulen Jülich und Potsdam 1858-1866; Einsatz von Kriegsgefangenen in der Landwirtschaft und beim Staatseisenbahnbau; Annullierung einer Exekutionsstrafe gegen den Dienstpflichtigen Wiesemann; Heranziehung im Ausland befindlicher Preußen zum Kriegsdienst, insbesondere in St. Petersburg; Ausstellung von Wanderpässen für noch nicht zu Militärdiensten herangezogene Handwerker; Kündigung von Pachtverträgen für Exerzierplätze in Wiedenbrück und Minden sowie Kündigung eines Vertrags für einen Schießstand bei Spellen (Gemeinde Voerde); Einsatz des Johanniterordens im Militärmedizinalwesen 1857; Maßnahmen gegen niederländische Werbungen für Kolonialtruppen in Indien; Umgang mit zum Kriegsdienst in ihre Heimatländer einberufenen, in Preußen lebenden Ausländern
Vorwort Die Anfänge der preußischen Armee als stehendes Heer liegen in der Regierungszeit des brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm, dem Großen Kurfürsten (1640 bis 1688). In einer Sitzung des Geheimen Rates am 5. Juni 1644 wurde die Aufstellung einer stehenden Armee beschlossen. Friedrich Wilhelm Kurfürst von Brandenburg war es auch, der wesentliche Prinzipien der späteren preußischen Armee durchsetzte: 1. Verbindung des Werbesystems mit der Dienstpflicht einheimischer Bauernsöhne, 2. Rekrutierung der Offiziere aus dem einheimischen Adel und 3. Finanzierung des Heeres durch die kurfürstlichen Domäneneinkünfte . Eine Militärgesetzgebung zur Disziplinierung des Heeres wurde im Zuge des Aufbaus einer stehenden Armee unabdingbar . Der vorliegende Bestand GStA PK, IV. HA Preußische Armee, Rep. 16 Militärvorschriften umfasst zum überwiegenden Teil eine Sammlung von Fotokopien und Abschriften von Allgemeinen Verwaltungs-, Führungs- und Dienstvorschriften (hier u. a. Exerzierreglements für die Infanterie und Kavallerie), Vorschriften über Truppenverwaltung, Truppendienst, Offizierskorps, Ingenieur- und Festungswesen sowie zur Landwehr aus dem ehemaligen Bundesarchiv Militärisches Zwischenarchiv Potsdam. Ein kleinerer Teil der Militärvorschriften kommt aus dem früheren Bestand GStA PK, IV. HA A Preußisches Heeresarchiv und GStA PK, IV. HA B Heeresgeschichtliche Sammlung, welcher v. a. durch Erwerbungen von Akten (Ankäufe, Geschenke etc.) nach 1967 im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz entstanden ist. Seit 1966/68 besteht zwischen dem Geheimen Staatsarchiv PK und dem Bundesarchiv Abt. Militärarchiv Freiburg die Regelung, wonach die Akten mit der Datierung vor dem 1. Januar 1867 ins Geheime Staatsarchiv PK und die nach dem 31. Dezember 1866 ins Bundesarchiv Abt. Militärarchiv gehören. Im Zuge dieser Abgrenzungsregelung fand am 16. September 1992 in Potsdam eine gemeinsame Sitzung von Vertretern des Geheimen Staatsarchivs PK, des Bundesarchivs Abt. Militärarchiv Freiburg und des Bundesarchivs Militärisches Zwischenarchiv Potsdam statt. In dieser Sitzung wurden die Abgrenzungsfragen der preußischen Armee, die im Bundesarchiv Militärisches Zwischenarchiv Potsdam überliefert waren, besprochen. Dort befanden sich neben den Akten, die 1988 aus der damaligen Sowjetunion übernommen wurden, bereits umfangreichere Unterlagen der preußischen Armee. Nach Übergabe dieser Akten im Dezember 1995 wurde im Geheimen Staatsarchiv PK damit begonnen, die aus dem ehemaligen Bundesarchiv Militärisches Zwischenarchiv Potsdam nach Dahlem übergebenen Akten mit den Akten des im Geheimen Staatsarchivs PK überlieferten Bestandes GStA PK, IV. HA A Preußisches Heeresarchiv und GStA PK, IV. HA B Heeresgeschichtliche Sammlung, zusammenzuführen. In diesen Zusammenhang wurde die Bezeichnung IV. HA Preußisches Heeresarchiv in IV. HA Preußische Armee geändert. Der Teilbestand Militärvorschriften erhielt die Repositurnummer Rep. 16. Für den Bestand liegt eine Findkartei aus dem ehemaligen Bundesarchiv Militärisches Zwischenarchiv Potsdam vor. Diese wurde 1997 durch Prof. Dr. Kloosterhuis neu geordnet. Die Eingabe in die Augias-Datenbank erfolgte 1998 durch Frau Koegel und wurde durch Unterzeichnete revidiert. Einige Aktentitel und Enthält-Vermerke wurden überprüft und teilweise ergänzt. Parallel zu den Erschließungsarbeiten erfolgte die magazintechnische Bearbeitung. Die Akten wurden umsigniert, mit neuen Signaturschildern versehen und in Aktenkartons verpackt. Bestell- und Zitierweise: Die hier verzeichneten Archivalien werden im Magazin in Dahlem verwahrt. Es sind daher die rosa Bestellscheine zu benutzen. Die Akten sind wie folgt zu bestellen: IV. HA, Rep. 16, Nr. zu zitieren: GStA PK, IV. HA Preußische Armee, Rep. 16 Militärvorschriften, Nr. Bestandsumfang: 4,6 lfm 748 VE (=Verzeichnungseinheit) Laufzeit: 1635 - 1912 Letzte vergebene Nummer: 748 Berlin, Februar 2011 Irina Fröhlich (Archivoberinspektorin) Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Ordnung und Klassifikation: Ehemals geheime Promotionen wurden wohl schon beim Aktenbildner den allgemeinen Akten entnommen und gesondert verwahrt, vermutlich in einem sogenannten "eisernen Schrank". Diese Verfahren finden sich jetzt, so noch vorhanden, im hinteren Teil des Bestandes unter dem Aktentitel "Geheime Promotionen". CH, 07.12.2017 Vorwort: Geschichte des Registraturbildners Die mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät der Berliner Universität wurde aufgrund des Erlasses des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung mit Wirkung vom 01. April 1936 gebildet. Von der philosophischen Fakultät, die bisher sowohl die geisteswissenschaftlichen, als auch die naturwissenschaftlichen Fachrichtungen umfaßte, gingen folgende Institute zum Geschäftsbereich der neuen Fakultät über: Mathematisches Institut Institut für angewandte Mathematik Seminar zur Ausbildung von Studierenden im wissenschaftlichen Rechnen I. Physikalisches Institut II. Physikalisches Institut I. Institut für theoretische Physik II. Institut für theoretische Physik Institut für Höhenstrahlenforschung Meteorologisches Institut Chemisches Institut Physikalisch-chemisches Institut Technologisches Institut Pharmazeutisches Institut Museum für Naturkunde Mineralogisch-petrographisches Institut Geologisch-paläontologisches Institut Zoologisches Institut Zoologisches Museum Pflanzenphysiologisches Institut Botanisches Museum Geographisches Institut Institut und Museum für Meereskunde Zu Ausbildungszwecken dienten der Fakultät ferner: Universitätssternwarte in Potsdam-Babelsberg Astronomisches Recheninstitut Deutsches Institut für Perlen- und Edelsteinforschung Botanischer Garten Geodätisches Institut (Potsdam) Geophysikalisches Institut (Potsdam) 1) An dieser Zusammensetzung änderte sich bis zum Jahre 1945 nichts wesentliches. Zu erwähnen wäre lediglich, daß im November 1942 ein "Institut für Rassenbiologie" gegründet wurde. Die Trennung der naturwissenschaftlichen von den geisteswissenschaftlichen Disziplinen erfolgte in Berlin zu einem verhältnismäßig späten Zeitpunkt. 2) Der Lehrkörper der Fakultät bestand bei der Bildung derselben aus 37 ordentlichen Professoren 1 lesenden Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften 2 ordentlichen Honorarprofessoren 20 Honorarprofessoren 3 beamteten außerordentlichen Professoren 47 nichtbeamteten außerordentlichen Professoren 40 Dozenten 3 Lehrbeauftragten 1 Lektor Im Wintersemester 1944/45 gehörten dem Lehrkörper an: 34 ordentliche Professoren 10 entpflichtete ordentliche Professoren 3 lesende Mitglieder der Preußischen Akademie der Wissenschaften 3 außerordentliche Professoren 1 entpflichteter außerordentlicher Professor 1 Gastprofessor 14 Honorarprofessoren 1 entpflichteter ordentlicher Honorarprofessor 53 außerplanmäßige Professoren 5 nicht beamtete außerordentliche Professoren 46 Dozenten 12 Lehrbeauftragte Zum Lehrkörper gehörten so hervorragende und international bekannte und geachtete Hochschullehrer und Forscher wie M. Planck, M. v. Laue, E. Schrödinger, E. Schmidt, W. Nernst, W. Heisenberg, P. A. Thiessen und M. v. Ardenne. Dekan der Fakultät war vom 1. April 1936 bis zum 8. Mai 1945 Prof. Dr. Ludwig Bieberbach. 1) Vgl. Amtsblatt der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin, Nr. 7 vom 1.4.1936, S. 149, 155 2) Bereits in den Jahren 1923/24 wurden wegen der Teilung der philosophischen Fakultät Verhandlungen geführt, die jedoch wegen der ablehnenden Haltung des größten Teils der Fakultätsmitglieder ergebnislos verliefen. Vgl. dazu: Universitätsarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät - Dekanat - Nr. 12, Bl. 12/13, 30-42 Registratur- und Bestandsgeschichte 1. Registraturverhältnisse: Die Registratur wurde im Dekanat verwaltet. Die Ordnung innerhalb der Registratur erfolgte in der einfachsten Weise nach dem alphabetischen Schlagwortsystem (z.B. "Allgemeines" = A). 2. Zugang: Der Bestand befindet sich seit Gründung des Universitätsarchivs in dessen Verwahrung (1954). Er besteht aus 12 Akteneinheiten Geschäftsakten und 239 Bänden Habilitations- und Promotionsakten. Da kein Aktenverzeichnis vorliegt, ist nicht festzustellen, ob die Akten vollständig überliefert sind. Es muß jedoch angenommen werden, daß der größere Teil der Geschäftsakten verloren gegangen ist, während die Habilitations- und Promotionsakten vollständig vorhanden sind. 3. Archivische Bearbeitung: Die Schlagwortordnung konnte der Ordnung des Bestandes nicht zugrundegelegt werden. Es wurden deshalb drei Hauptgruppen gebildet. Die Ordnung des Bestandes erfolgte im August 1970 durch den Unterzeichneten. Die Verzeichnung der Akteneinheiten war bereits zu einem früheren Zeitpunkt vorgenommen worden. Berlin im August 1970 gez. Dipl.-Hist. Kossack, Archivleiter Quellennachweise: 1. Archivalien: Archiv der Humboldt-Universität zu Berlin, Bestand: Philosophische Fakultät - Dekanat - Nr. 12 2. Druckschriften: Amtsblatt der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin, Nr. 7 vom 1. April 1936 Personalverzeichnis der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin, 127. Rektoratsjahr 1936/37 Vorlesungsverzeichnisse der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin, 1936-1945 Bestandsgliederung: 1. Fakultätsangelegenheiten 2. Angelegenheiten des Lehrkörpers 3. Studentenangelegenheiten Zeitraum bis: 1958 Zeitraum von: 1924 Zitierweise: HU UA, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät.01, Nr. XXX. HU UA, MNF.01, Nr. XXX.
Formationsgeschichte: Die Etappe hatte die Aufgabe, das Heer durch die Zuführung von Streitkräften und anderen Heeresbedürfnissen zu versorgen. Ebenso konnten die Hilfsmittel und Vorräte des Kriegsschauplatzes verwertet werden. Zu jeder Armee gehörte eine Etappen-Inspektion; zu selbständigen Korps bzw. Heeresabteilungen ein Etappen-Kommando. Das Etappengebiet gliederte sich wiederum in Etappen-Kommandanturen, deren Aufgabenbereich dem einer Etappen-Inspektion entsprach. Im Bestand ist das Schriftgut folgender Etappen-Kommandanturen überliefert: Mobile Etappen-Kommandantur 43 [Colmar] einschließlich der Kreisdirektion Colmar; Mobile Etappen-Kommandantur 64 [Laon]; Mobile Etappen-Kommandantur 84 [Sissonne]; Mobile Etappen-Kommandantur 104 [Schlettstadt]; Mobile Etappen-Kommandantur 124 [Villerupt]; Mobile Etappen-Kommandantur 140 [Busigny]; Mobile Etappen-Kommandantur 167 [Vervins]; Mobile Etappen-Kommandantur 172 [Mülhausen im Elsass]; Mobile Etappen-Kommandantur 173 [Schirmeck]; Mobile Etappen-Kommandantur 184 [Flobecq]; Mobile Etappen-Kommandantur 185 [Müllheim]; Mobile Etappen-Kommandantur 279 [Virton]; Mobile Etappen-Kommandantur 297 [Arlon]; Mobile Etappen-Kommandantur 363 [Maniewicze]. Neben den Unterlagen der für das Etappengebiet zuständigen mobilen Etappen-Kommandanturen ist vor allem der Aktenbestand des Kreisdirektors Colmar über die Durchführung der Überwachung der Zivilbevölkerung sowie die Erfassung der von den Franzosen verschleppten Geiseln interessant. Bestandsgeschichte: Nach Kriegsende verblieben die Akten der mobilen Etappen-Kommandanturen bei der Abwicklungsstelle des Leib-Grenadier-Regiments 109. Ab Januar 1920 wurde mit der Einrichtung eines Archivs des XIV. Armeekorps begonnen, in dem die Archive der Abwicklungsstellen zusammengeführt wurden. Im Herbst 1920 zog das Korpsarchiv in die Infanteriekaserne Heilbronn um. Ab Januar 1921 trat das Korpsarchiv unter der Bezeichnung Aktenverwaltung XIV in den Geschäftsbereich des Reichsministeriums des Innern, bevor es am 1. April 1921 als Archivzweigstelle Heilbronn dem Reichsarchiv in Potsdam eingegliedert wurde. Infolge der Vereinigung der Reichsarchivzweigstellen Heilbronn und Stuttgart gelangten die Bestände im Jahr 1924 nach Stuttgart. Die Württembergische Archivdirektion, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Verwaltung der Bestände des Heeresarchivs Stuttgart übernahm, gab in den Jahren 1947 bis 1949 die Überlieferung des XIV. Armeekorps an das Generallandesarchiv Karlsruhe ab. Eine sehr ausführliche Bestandsgeschichte ist im Vorwort des Stellvertretenden Generalkommandos des XIV. Armeekorps (Bestand 456 F 8) enthalten. Der Bestand umfasst 460 Faszikel mit einem Umfang von 8,80 laufenden Metern. Literaturhinweise: Die Badener im Weltkrieg 1914/18, bearbeitet von Wilhelm Müller-Loebnitz, Karlsruhe 1935. Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg, München 1983. Fenske, Hans: Die Verwaltung im Ersten Weltkrieg, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. 3, Stuttgart 1984, S. 866-908. Fischer, Joachim: Zehn Jahre Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 37 (1978), S. 362-368. Jäger, Harald: Das militärische Archivgut in der Bundesrepublik für die Zeit von 1871 bis 1919, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen 1968/2, S. 135-138. Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, bearbeitet von Joachim Fischer (Veröffentlichung der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 31), Stuttgart 1983.
Formationsgeschichte: Auf Befehl der "Armeegruppe Gaede" wurde bereits im Oktober 1914 die Kontrolle des Grenzverkehrs zwischen dem Großherzogtum Baden und der Schweiz militärisch organisiert. Die Oberleitung des Grenzschutzes wurde Oberst von Liebenstein übertragen. Der Stab nahm am 2. November 1914 in Lörrach seine Arbeit auf. Zur Aufgabenerfüllung wurden ihm Landsturmeinheiten zugeteilt. Zum Aufgabenbereich gehörte u. a. der Schutz vor der Ein- und Ausfuhr unerlaubter Nachrichten, die Verhinderung der Spionage, die Überwachung des Warenverkehrs, die Personenkontrolle und die Fahndung nach Deserteuren und entwichenen Kriegsgefangenen. Bestandsgeschichte: Nach Kriegsende verblieben die Akten bei der Abwicklungsstelle des Infanterie-Regiments 114. Ab Januar 1920 wurde mit der Einrichtung eines Archivs des XIV. Armeekorps begonnen, in dem die Archive der Abwicklungsstellen zusammengeführt wurden. Im Herbst 1920 zog das Korpsarchiv in die Infanteriekaserne Heilbronn um. Ab Januar 1921 trat das Korpsarchiv unter der Bezeichnung Aktenverwaltung XIV in den Geschäftsbereich des Reichsministeriums des Innern, bevor es am 1. April 1921 als Archivzweigstelle Heilbronn dem Reichsarchiv in Potsdam eingegliedert wurde. Infolge der Vereinigung der Reichsarchivzweigstellen Heilbronn und Stuttgart gelangten die Bestände im Jahr 1924 nach Stuttgart. Die Württembergische Archivdirektion, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Verwaltung der Bestände des Heeresarchivs Stuttgart übernahm, gab in den Jahren 1947 bis 1949 die Überlieferung des XIV. Armeekorps an das Generallandesarchiv Karlsruhe ab. Eine sehr ausführliche Bestandsgeschichte ist im Vorwort des Stellvertretenden Generalkommandos des XIV. Armeekorps (Bestand 456 F 8) enthalten. Der Bestand umfasst 20 Faszikel mit einem Umfang von 0,30 laufenden Metern. Literaturhinweise: Die Badener im Weltkrieg 1914/18, bearbeitet von Wilhelm Müller-Loebnitz, Karlsruhe 1935. Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg, München 1983. Fenske, Hans: Die Verwaltung im Ersten Weltkrieg, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. 3, Stuttgart 1984, S. 866-908. Fischer, Joachim: Zehn Jahre Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 37 (1978), S. 362-368. Jäger, Harald: Das militärische Archivgut in der Bundesrepublik für die Zeit von 1871 bis 1919, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen 1968/2, S. 135-138. Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, bearbeitet von Joachim Fischer (Veröffentlichung der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 31), Stuttgart 1983.
Enthält: Anregung der Gürzenichkommission zur Abhaltung gemeinverständlicher Vorträge wissenschaftlichen Inhalts (1890); Verhandlungen, Schriftwechsel mit möglichen Referenten betreffend Inhalt der Vorträge, Termine, unter anderem mit Karl Aldenhoven, Arthur Pabst, Hermann Josef Stübben, August Hegener, Otto Leichtenstern, Josef Andries, Josef Hansen, Heinrich Wiethase, Alexander Wirminghaus, Oberlehrer Karl Hespers, Franz Joly, Friedrich Karl Heimann, Otto v. Falke, Anton Kisa, Regierungsbaumeister Carl Schilling; Vortragsangebote von Anwalt Dr. Brüggemann, Saarbrücken, betreffend Invaliden-Versicherungsgesetz (1891), des Hilfslehrers an der Höheren Bürgerschule, Jeismann, betreffend Literaturgeschichte, Kölner Bezirksverein Deutscher Ingenieure betreffend Erfahrungen aus dem Betriebe von Kühlanlagen (1891), August Gerber vom Deutschen Samariter-Verein über die Genfer Konvention und die Aufgaben des Roten Kreuzes (1893), Vorschlag eines Paters Pius OSB [Der Orden des heiligen Benedikt]; Ankündigungen in der Presse; Verfügung der Regierung betreffend Förderung solcher Volksbildungsabende, mit Verweis auf den Düsseldorfer Bildungsverein und seine Unterhaltungsabende (1892, mit Abschrift der von Düsseldorf übersandten Akte); Tätigkeitsbericht des Vereins für Volksbildung in Nippes (1892); Nachforschungen nach Volksbildungsbestrebungen in der Stadt, Berichte des Oberlehrers Johann Heinrich Hubert Hemmerling betreffend den Kölner Volksbildungsverein (mit Statut von 1874); Bericht Aldenhoven über seine Vorträge vor dem Arbeiterstand im roten Löwen, Severinstraße 95, des Oberstaatsanwalts Oscar Hamm betreffend die wissenschaftlichen Vorträge und die geringe Chance, damit den Arbeiterstand zu erreichen; Statuten Geschäftsberichte, Bücherverzeichnis von 1892 des Vereins für Volksbildung in Nippes (1892); Bericht an die Regierung betreffend Volksunterhaltungsabende in Köln (1892); Angebot des Vereins für Volksbildung in Nippes, Andries, zur Durchführung von Volksunterhaltungsabenden in Köln (1894, mit Geschäftsberichten für 1892, 1893 und Broschüre: Die Volkskunstabende nach Bedeutung, Entwicklung und Einrichtung…, Druck, Berlin 1894; Übertragung der Veranstaltungen auf den Verein (1894, mit Programm des 1. und 2. Abend, Zeitungsartikel); Volksunterhaltungsabend des Volksbildungsverein Deutz (1894); weitere Veranstaltungen des Vereins aus Nippes (1895-1896); Werbung der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung, Berlin, um Beitritt (1896, mit Werbeblättern, Statut von 1875); Bitte des Pianisten Karl Grothe, Potsdam, um Überlassung des Gürzenichsaales (1896); Einladung des Kölnischen Kunstgewerbe-Vereins zum 5. Vortragsabend: v. Falke über Leinenspitzen (1897); Bedenken Lent gegen die Abhaltung öffentlicher Vorträge im Verein zur Förderung des naturhistorischen Museums (1896); Flugblatt „An alle Freunde der Volksunterhaltungs-Bestrebungen, Berlin 1897, Druck; Abrechnungen der Kosten für die Überlassung des Gürzenich an Vereine; Eingabe der Deutschen Kolonialgesellschaft Abteilung Köln, Wilhelm v. Recklinghausen, betreffend Überlassung des Isabellensaales (1897). Aktenzeichen: HI XIII 7 11 402 HI 176.
Benutzungshinweise: Der Bestand enthält die Personalakten derjenigen Offiziere, die zu den Formationen gehörten, die ihren Ersatztruppenteil im Bereich des XIV. Armeekorps hatten. Außerdem sind auch Personalakten von Militärärzten, Apothekern, Zahlmeistern, Zeughausbediensteten, Militärbeamten sowie einigen Unteroffizieren archiviert. Die Personalakten dienten der Wehrüberwachung und wurden in der Regel bei den Bezirksämtern und der Landwehrinspektion Karlsruhe geführt. Die Datumsangaben bei den frühen Laufzeiten beziehen sich hauptsächlich auf Akteneintragungen und betreffen nicht die eigentlichen Entstehungszeiten der Akten. Bestandsgeschichte: Nach Kriegsende verblieben die Akten bei den entsprechenden Abwicklungsstellen. Ab Januar 1920 wurde mit der Einrichtung eines Archivs des XIV. Armeekorps begonnen, in dem die Archive der Abwicklungsstellen zusammengeführt wurden. Im Herbst 1920 zog das Korpsarchiv in die Infanteriekaserne Heilbronn um. Ab Januar 1921 trat das Korpsarchiv unter der Bezeichnung Aktenverwaltung XIV in den Geschäftsbereich des Reichsministeriums des Innern, bevor es am 1. April 1921 als Archivzweigstelle Heilbronn dem Reichsarchiv in Potsdam eingegliedert wurde. Infolge der Vereinigung der Reichsarchivzweigstellen Heilbronn und Stuttgart gelangten die Bestände im Jahr 1924 nach Stuttgart. Die Württembergische Archivdirektion, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Verwaltung der Bestände des Heeresarchivs Stuttgart übernahm, gab in den Jahren 1947 bis 1949 die Überlieferung des XIV. Armeekorps an das Generallandesarchiv Karlsruhe ab. Eine sehr ausführliche Bestandsgeschichte ist im Vorwort des stellvertretenden Generalkommandos des XIV. Armeekorps (Bestand 456 F 8) enthalten. Der Bestand umfasst 16.686 Faszikel mit einem Umfang von 85,50 laufenden Metern.
Enthält: - Preibisch, Maximilian, Stadtmusiker, an von Gneisenaus Sohn: von Gneisenau als Flötenspieler, Rawicz, 1819, 1831 (2 Briefe) - Preußen, Wilhelm Prinz von (der Ältere), an von Gneisenaus Sohn Aug.: meist Beileidsschreiben, 4.9.1831 - Preußen, Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.), an von Gneisenaus Sohn Aug.: meist Beileidsschreiben, 10.9.1831 - Preußen, Wilhelm (I.) Prinz von, an von Gneisenaus Sohn Aug.: meist Beileidsschreiben, 29.8.1831 - Preußen, Karl Prinz von, an von Gneisenaus Sohn Aug.: meist Beileidsschreiben, Januar 1830, 2.9.1831 - Preußen, Friedrich Prinz von, an von Gneisenaus Sohn Aug.: meist Beileidsschreiben, 27.3.1828, 26.10.1831 - Priesdorff, von, pensionierter Premierkapitän, (später Major und Chef 2. Invalidenkompagnie): Bitte um Garnison oder Invalidenkompagnie, Treptow/Rega, 1811 (2 Briefe), und Sohn; Premierleutnant 2. Infanterieregiment, Stettin, 12.12.1826 - Prinz, Ernst-Wallisch, Landwehrmann, Schwarzfärber: Unterstützungsgesuch, 1822 (2 Briefe) - Prittwitz, (von), Vetter von Gneisenaus; Conradswalde, 1805, 1808, 1811 (?), o. J. (4 Briefe) - Prittwitz, (von); 1809-1821 (7 Briefe) - Prittwitz, (von), Regierungsdirektor: Gehaltserhöhung, Dienstwohnung, Kleve, 1816, 1818 (3 Briefe) - Prittwitz, Theodor (von), Schwager von Gneisenaus: von Gneisenaus Erdmannsdorfer Wirtschaft, Wolmsdorf, Jauer, 1821, 1822, 1824 (3 Briefe) - Prittwitz, (von), aggregierter Stabsrittmeister 2. Schlesisches Husaren-Regiment: schriftliches Zeugnis, Glatz, 10.8.1813 - Prittwitz, (von), Kommandeur 2. Landwehr-Kavallerie-Regiment: sein Neffe, Oberjäger Graf von Dyhrn, beim Jäger Detach des Braunschweigischen Husaren-Regiments, Saatz, 8.10.1813 - Prittwitz, Aug. (von); Paris, 24.10.1815 - Prittwitz, (von), Leutnant a. D.; Steinau/Oder, 12.2.1825 - Pritzelwitz, von, Major und Kommandeur 1. Bataillon 13. Landwehr-Infanterieregiment: Meldung von Ernennung, Potsdam, 15.7.1825, Antwortentwurf von Gneisenaus, 25.8.1825 - Pritzelwitz, von, Oberst, und Gattin Henriette, geb. von Schladen, Berlin, 1813, 1820 (3 Briefe, Graf von Schladen, ehemaliger Gesandter zu St. Petersburg, an von Gneisenau, 1813; Krankheit des Hauptmanns Schirgel, 1820) - Pückler-(Muskau), Fürst von; o. O., 1823, o. D. (2 Briefe) - Pullet, Samuel, Generalmajor, Inspekteur 2. Ingenieur-Insp.: Reorganisation des Ingenieurkorps, Festung Graudenz, "Berechnung der Zeit, welche dazu erforderlich, um 68 Defensivplätze mit einem Schlage und zu gleicher Zeit verteidigungsfähig zu machen", Festung Spandau, 1808-1811, 1825, (6 Briefe; gedruckt bei Pick 192,3; vgl. Nr. 719) - Pusch, Bataillonsarzt: Zuschuss zum Studium, Berlin, 5.1.1820 - Putbus, M. Fürst zu: Pferdekauf, Berlin, 19.4.1818 - Quadt, von, Oberst und Kommandeur 28. Infanterieregiment: Meldung von Beförderung, Köln, 7.4.1824.;
Enthält: v.a. Korrespondenz zwischen dem Reichs-Marine-Amt und der Luftschiffbau Zeppelin GmbH betr. Luftschiffhalle Löwental, Getriebegehäuse, elektronischer Geschoßabwurf, Materialverkauf, L 51 / LZ 102, Gaszellen, 7-Motoren-Schiff, L56 / LZ 103, FT-Maschine, Gaszellenbeanstandung bei L 61/ LZ 106, L 59 / LZ 104 ,Geschützbewaffnung, Ruderzüge, Getriebe, Ballastwassersäcke, Telephonanlage, Bezahlung de rLuftschiffe, Maschinengewehrplattform, Preisfestsetzung, Stillegung der Werft Staaken, Erprobungsbericht für L 53 / LZ100, Luftschiffhalle Potsdam, Propellerbeschläge, Ballstwassergewinnung, Hecklastigkeit
Enthält: v.a. Gaszellenreparaturbericht; Reiseberichte von Besuchen bei Zulieferfirmen der Luftschiffbau Zeppelin GmbH,darunter Fa. Berg und Dürener Metallwerke; Besprechungen zu Materialbestellungen und Propellern; Bericht über Material der Delag in Baden-Oos, über R-Flugzeuge "Gotha I" und "Gotha II", zuS pähkorbanlagen von LZ 87 und LZ 88, zu Überholungsarbeitenan L 59 / LZ 104 in Jambol,über Flugzeugbau, zu Arbeitenan den Hüllen versch. Luftschiffe, über Dreileiter-Dynamo für LZ 90, zu Telefonanlagen und Scheinwerfern; Arbeitsberichte zu Reparaturarbeiten; Bericht über die Propellermeßnabe der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt, über die Werften Staaken und Potsdam; Bericht zur Überführung von LZ 97 / L51 und LZ 95 / L 48 nach Nordholz und zu Höhenfahrtenvon LZ 94 / L 46 und LZ 91 / L 42
- Enthält: Beobachtungsbücher für die Stationen: Klein Katanga, Kriegsschiffhafen, St. Paule de Soanda, Port Nolotto, Kapstadt Oberv., Angra Poegnena (Lüderitz Bucht), Walfischbay, Swakomund, Swakopmund Rest.Gr.Fischbucht, Angra Pegnena (Rest) Gr.Fischbucht, Mossamedes, Sobitobay, St Paulo de Soanda II, Ile da Rosa. Banana, Lopez, Kampo, Rio del Key, Edea, Malimby, Dihany, Kibi, Debundscha, Potsdam. 1898 - 1899, Brandenburgisches Landeshauptarchiv (BLHA), 465 AdW ZIPE Pdm Rep. 465 Akademie der Wissenschaften (AdW) Zentralinstitut für Physik der Erde, Potsdam description: Enthält: Beobachtungsbücher für die Stationen: Klein Katanga, Kriegsschiffhafen, St. Paule de Soanda, Port Nolotto, Kapstadt Oberv., Angra Poegnena (Lüderitz Bucht), Walfischbay, Swakomund, Swakopmund Rest.Gr.Fischbucht, Angra Pegnena (Rest) Gr.Fischbucht, Mossamedes, Sobitobay, St Paulo de Soanda II, Ile da Rosa. Banana, Lopez, Kampo, Rio del Key, Edea, Malimby, Dihany, Kibi, Debundscha, Potsdam.