Enthält: 1914 Jan. 1 - Berlin: Die Dt. Omitholog. Gesel1schaft bittet den RT, das rücksichtslose Abschießen der Paradiesvögel im dt. Schutzgebiet von Neuguinea zu verbieten, da die Gefahr einer Ausrottung besteht. Unterschriften: Heinroth, Reichenow, GS. 1 S., Druck. 1916 Febr. 5 - Düsseldorf: Eingabe von Alwine Clason, Vors. des Stadtverbandes für Frauenbestrebungen, und Maria Bewerunge, stellv. Vors. der Vereinigung Düsseldorfer Künstlerinnen und Kunstfreundinnen, an das Abg.-Haus wegen Errichtung einer Kunstakademie für Frauen in Düsseldorf. 3 S., Drucke 1920 Nov. 1 - Köln: Denkschrift wegen Errichtung einer Lehranstalt für Leibesübungen in Köln. 21/% S., masch.-schriftl. Absrchrift. o. D. (nach 1921 Juni 29): Denkschrift über die Gründung und Einrichtung des zu Köln geplanten Kath. Institutes für Philosophie, das zu Ehren des großen Kölner Lehrers Albertus Magnus den Namen "Albertus-Magnus-Akademie" erhalten soll. Verfaßt von Prof. Dr. Switalski aus Braunsberg, z. Z. Köln. 4 S., Druck. 192(4) Mai 27 - Berlin: Schreiber erinnert Marx an die Zusage, wegen Prof. Steinmann an Kard. Bertram zu schreiben. Er bittet dringend, seine recht sorgfältige Formulierung wörtlich zu übernehmen. Prälat Steinmann - Rom hat dieselbe Bitte. Eh. Unterschrift. 1 S., eigenhädig Ausf., Kopfbogen ,RT. 1924 Juni 2 - Berlin: Kard. Bertram lehnt gegenüber Marx die Förderung einer Berufung von Prof. Altons Steinmann - Braunsberg nach Breslau nicht aus Gründen, die in seiner Lehre, sondern in persönlicher Art begründet sind, ab. Der Erzbischof von Köln würde sich wahrscheinlich auch gegen eine Berufung der Professoren Wittig und v. Tessen nach Bonn sträuben. Eh. Unterschrift. 21/2 S., masrch.-schriftl. Ausf., Kopfbogen. 1925 März 12 - Freiburg: Dr. Sacher, Hg. des Staatslexikons der Görresgesellschaft, schreibt Marx, daß er das große Werk nur hat beginnen können, weil die Mitarbeiterhonorare durch Zuschüsse a fonds perdu gedeckt werden. Beiträge haben der Papst, einzelne Dt.-Amerikaner und eine dt. Lederfabrik mit zusammen 10.000 Mark geleistet. Durch die Inflation ist dieser Betrag entwertet worden. Zugesagte Beihilfen wurden dagegen meist zurückgezogen. Bei der Vergebung der Stichwörter kann er die Art. kaum unterbringen, wenn er nicht das Honorar auf 8-10 RM je Druckseite erhöhen kann. Dazu fehlen rund 10.000 RM. Sacher bittet Marx, dem Staatslexikon Mäzene zu gewinnen oder Unterstützungsfonds zu erschließen. Eh. Unterschrift. 2 S., masch.-schriftl. Ausf., Kopfbogen des Staatslexikons. 1926 Juni 26 - Berlin: Hermann Muckermann übermittelt Marx im Anschluß an eine Besprechung Exemplare eines Memorandums der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften wegen Errichtung eines Instituts für Anthropologie, menschliche Vererbungslehre und Eugenik. Marx möge zwecks privatwirtschaft!. Sicherung des Institutbaues Förderer gewinnen. Eh. Unterschrift. 1/2 S., masch.-schriftl. Ausf., persönl. Kopfbogen. In der Anlage das Memorandum, 1 S., Druck. o. D.: Ansprachen von A. v. Harnack und Marx auf einer Hauptverslg. der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. 5 und 4 S., masch.-schriftl. In Marx Ansprache Verbesserungen von der Hand des Prälaten Schreiber. Dabei Lichtbild einer Festsitzung der Preuß. Akademie der Wissenschaften. 1928 Juli 24 - Berlin: Pünder benachrichtigt Marx, daß sich die eigenen und die Erhebungen des Reichsinnenministeriums über die Zusammen-setzung des dt. Nat.-Komitees für geistige Zusammenarbeit verzögert haben. Vors. ist v. Harnack, 2. Vors. Planck; die beiden stellv. Vors. und weitere 5 Mitglieder des Präsidiums sind noch nicht bestimmt. Min.-Dir. Pellengahr teilte mit, daß die bis jetzt nur Universitätsprofessoren enthaltende Mitgliederliste ergänzt werden soll. Prälat Schreiber gehört der Kommission an. Eh. Unterschrift. P/4 S., masch.-schriftl. Ausf., Kopfbogen ,Der StS in der Reichskanzlei. [1928 akt. 31 - Salzburg: Fürsterzbischof Ignatius Rieder und Erzabt P. Klotz OSB, Präs. bzw. Vizepräs. des Universitätsvereins, .laden Marx zum Salzburger Universitätstag ein, der aus Anlaß der feier!. Eröffnung des päpstI. philos. Instituts stattfindet. Ihre Teilnahme haben angesagt die Kardinalerzbischöfe Pfiffl-Wien und FaulhaberMünchen sowie der päpstl. Nuntius Sibilia, ferner Seipel, Min.Präs. Held, der österr. Min.-Präs. a. D. Hussarek, P. Gemelli, Rektor der Herz-Jesu-Universität Mailand, und der Rektor der Universität Nymwegen, ebenso Vertreter der Görres-Gesellschaft, der Leo-GeseIlschaft und des Akademiker-Verbandes. Ew. Exzellenz werden verstehen, daß wir ganz besonderen und außerordentl. Wert auf Ihre Teilnahme an der geplanten großen Festverslg. legen. Das gesamte dt. kath. Volk soll aus der machtvollen festl. Kundgebung den Eindruck gewinnen, daß seine Führer von der Notwendigkeit einer dt. kath. Hochschule überzeugt sind und auch an die Möglichkeit der Wiederer-richtung einer solchen glauben. Eh. Unterschriften. 31/. S., masch.-schriftl. Ausf. 1928 Nov. 12: Marx antwortet Rieder, daß er den ausgezeichneten und weitschauenden Plänen, ... deren Ausführung von außerordentl. Vorteil für die kath. Lehre und das Ansehen der kath. Wissenschaft sind, besten Erfolg wünscht. Die kommenden Wochen werden für das Schicksal des dt. Volkes von besonderer Bedeutung sein. Es ist die Möglichkeit schwerer Konflikte nicht ausgeschlossen. Unter diesen Umständen darf ich nicht wagen, von hier fortzugehen. P/4 S., Durchschrift von Masch.-Schreiben, ohne Beglaubigung. 1928 Nov. 21 - Salzburg: Fürsterzbischof Rieder dankt für Marx gute Wünsche und bedauert das Fernbleiben. Er bittet um ein Begrüßungs-telegramm. Eh. Unterschrift. 1 5., masch--schriftl. Ausf., darauf Entwurf des Begrüßungstelegramms, eigenhädig von Marx. 1929 Juni 27 - Berlin: Die Dt. Hochschule für Politik lädt Marx zu einer Sitzung des Kuratoriums ein, Eh. Unterschrift: Dr. Simons. 1 5., masch--schriftl. Ausf., Kopfbogen. Auf der Rückseite Aufzeichnungen von Marx aus der Sitzung. 1931 Juni 5 - Freiburg: Sacher berichtet den Mitarbeitern des Staatslexikons über eine längere Privataudienz bei Papst Pius XI. und einen Empfang bei Kardinal-StS Pacelli. Eh. Unterschrift. 2 5., vervielf. Ausf., Kopfbogen des Staatslexikons.
Sachakten
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Enthält: Telegramm von Kaiser Wilhelm II. betreffend Besuch der Torpedoboote in Köln, städtisches Dankestelegramm (April 1900); Vorstand des Marine-Verein Köln; Entwürfe, Beratungen in einem eigenst gebildeten Festausschuss betreffend das Programm zum Besuch der Torpedobootdivision (9. April 1900, mit Entschuldigungsschreiben, unter anderem von Louis Hagen wegen Tod seines Schwiegervaters); Schreiben des Viceadmirals Alfred von Tirpitz an Oskar Hamm, an die Stadt und den Regierungspräsidenten betreffend Entsendung der Torpedoboote, Termine, Ankunft in Köln (April 1900); Schreiben Albert Heimann, Cölner Club, betreffend Einladung der Offiziere zu einem Fest im Club; Schriftwechsel mit dem Oberpräsidenten und der Wasserbauinspektion; Schriftwechsel mit dem Deutschen Flotten-Verein, Geschäftsstelle des Kreises Mülheim/Ruhr betreffend Angebot der Firma Mathias Stinnes, tüchtige, in den Rheinflussverhältinissen vertraute Seeleute für die Torpedoboote zur Verfügung zu stellen; Bildung eines Festkomitees, Programm (mit Druck des Programms in der Zeitung); Schriftwechsel mit dem Divisionschef Kapitänleutnant Funke betreffend Programmablauf, Treffen bei Niehl (mit Namensverzeichnis der Offiziere und Mannschaften); Einladung an die Spitzen der Behörden und Vereine, Zusammensetzung eines Empfangskomitees; Anfrage der Stadt Rüdesheim betreffend die von Köln geplanten Festlichkeiten, Anfrage Mülheim/Ruhr betreffend genauen Zeitpunkt der Vorbeifahrt der Boote in Mülheim; Einladung zum Bankett und Kommers im Gürzenich, Einladung des Festausschusses zur Einholung der Boote (30. April, 1. Mai, mit Teilnehmerkarte, Druck); Telegramme der Division, Funke, betreffend Ankunft in Köln; militärische Anordnungen des Festungsgouvernements (1. Mai 1900); Schreiben Hamm an Piecq betreffend Gürzenichkarten für die Kolonial-Gesellschaft; Schaumweinspende der Firma Söhnlein & Co., Schierstein, zugeliefert von der Firma Rheinische Transport-Gesellschaft William Egan & Co., Antrag von Rudolf Dohmen betreffend Übertragung der photographischen Arbeiten; Übersendung von Gratis-Eintrittskarten Castans Panopticum, auch vom Zoologischen Garten; Schenkung von Fahnen und Ansteckbroschen durch die Firma Emil Lohmüller, Pforzheim, für das Festkomitee; Angebot eines Feuerwerks durch die Firma Johann Keil, Gerresheim bei Düsseldorf, desgleichen Kunstfeuerwerker Johann Dax, desgleichen Firma Wilhelm Weiffenbach, Stuttgart; Angebot der Firma Pulmann & Crone, Lüdenscheid, betreffend Erinnerungszeichen zwecks Hebung der patriotischen Gesinnung; Lieferung von Medaillen durch den Juwelier Ernst August Hovestadt; Johann Ludwig Algermissen betreffend Zutrittskarte zum Schiff Hansa zwecks Einholung der Torpedoboote wegen Berichterstattung in Zeitschriften; Angebot der Architekten de Voss & Müller-Vollmer betreffend Lieferung eines Festgedichts, Firma Continental-Telegraphie-Companie, Agentur Köln, betreffend Berichterstattung; Kartenwünsche der Redakteure/Journalisten P. t´Sersterens, Paris, für Le Temps, Paul Hiller, Leopold Gerson, Ottokar Lattke; Absagen betreffend eine Sitzung des Festausschusses, unter anderem Max Guilleaume, Heidemann, Karl Reichensperger, A. Schaaffhausenscher Bankverein, Albert Heimann, Otto Andreae, belgischer Generalkonsul F. J. Cartuyvels; Bestellung von Wagen bei privaten Wagenhaltern, mit Zu- und Absagen von Otto Andreae, Franz Clouth, Karl Wahlen, Carl Scheibler, Julius vom Rath, Alfred von Oppenheim, Julius Vorster, Heidemann, Joseph Neven DuMont, Freiherr Albert von Oppenheim, Gustav von Mallinckrodt, Maria von Oppenheim, Julius van der Zypen, Otto Deichmann, Louis Hagen; Bitten des Marine-Verein Köln, der Deutschen Kolonial-Gesellschaft (Liste des Vorstands), des All-Deutschen Verbands um Mitwirkung beim Empfang der Torpedoboote; Listen einzuladender Personen, Tischordnungen, Entwürfe; Einladungen zum Bankett am 4. Mai und zum Kommers am 5. Mai (mit Teilnahmelisten); einzelne Kartenbestellungen von auswärts, so von Bürgermeistern, Landräten, Vorsitzenden der lokalen Flottenvereine; Tischkarte zum Fest-Bankett (Druck); Huldigungstelegramm vom Bankett an den Kaiser; Anordnung Becker an Piecq betreffend Eintragung ins Goldene Buch durch die Offiziere; Einnahmenbelege betreffend Zahlung des Beitrags für das Bankett; Quittungen; Angebot des Weinhändlers Heinrich Dahmen betreffend Ehrentrunk für Offiziere und Mannschaften; Zeitungsartikel, Kölner Tageblatt 2. Mai (Schluss des Vortrags von Ernst Lechner betreffend Torpedowesen), Kölner Tageblatt, Kölnische Zeitung, Stadt-Anzeiger, Lokal-Anzeiger, Kölnische Volkszeitung 3.-8. Mai 1900; Danktelegramm des Kaisers (Hermann v. Lucanus) und Prinz Heinrich von Preußen für den Empfang durch die Stadt; Dank des Kronprinzen (Flügeladjutant von Prittwitz) für Geburtstagwünsche der Stadt (Mai 1900). Aktenzeichen: HI XIX 1 14 402 HI 268.
Enthält: 1926 April 28 - Ludwigshafen: Stadtpfarrprediger und Caritassekretär Flörchinger teilt Marx über den früheren Geschäftsführer des Caritas-verbandes, Abt. Wirtschaftshilfe, Johann Heinz-Rheingönheim, mit, daß dieser keinen guten Ruf genießt. Eh. Unterschrift. 11/2 S., masch.-schriftl. Ausf. 1926 April 29 - Ludwigshafen: Dr. Fink schreibt Marx, daß Johann Heinz früher viel in der Familie des Parteisekretärs Dr. Verkoyen verkehrt hat. Heinz will umgekehrt törichte Behauptungen von Lehn über Marx Gehaltsverhältnisse richtiggestellt haben. Fink hält Heinz für einen guten Z-Mann. Eh. Unterschrift. 2 S., masch.-schriftl. Ausf., Kopfbogen ,Neue Pfälz. Ldes. Ztg·. 1929 Juni 27 - Arnsberg: Reichsminister a. D. Landrat Dr. Haslinde führt im Anschluß an ein Gespräch gegenüber Marx im Hinblick auf die beabsichtigte Kürzung der Ministerpensionen aus, daß das Ruhegehalt bisher immer als einbehaltener Gehaltsteil angesehen und dessen Kürzung somit die Verletzung eines wohlerworbenen Rechtes darstellen würde. Den aus dem Beamtenverhältnis aufgestiegenen Ministern brächte es eine besondere Härte insofern, als nach einer Kabinettskrise der pensionierte Minister ein Ruhegehalt bekäme, das niedriger ist als das Gehalt seiner vorherigen DienststeIlung, in der er noch lange hätte bleiben können. Haslinde hat sein eigenes Vermögen und das seiner Frau in der Inflation restlos verloren, konnte als Landrat und Reg.-Präs. kaum mit den Bezügen auskommen und hat als Minister in einem Jahr nichts eingespart. Im Hinblick auf meine Ministerpension, auf die ich also einen gesetzl. Anspruch habe, glaubte (ich), meiner Passion folgen und das ja an sich nur gering besoldete Amt eines Landrats unter AusschIagung erheblich höher besoldeter A.mter wieder übernehmen zu können. Er hofft, daß dem zu erwartenden Gesetz keine rückwirkende Kraft und Ausnahmemöglichkeiten für Härtefälle gegeben werden. Das Z aber muß dafür eintreten, daß keine wohlerworbenen Rechte verletzt werden. Eh. Unterschrift. 31/4 S., masch.-schriftl. Ausf., persönl. Kopfbogen. 1931 April 22 - Bitterfeld: Pfarrer Fr. Beulke bezieht sich auf Angaben einer Rechtsztg. über die Pensionen von Bismarck, v. Mackensen und die von Marx. Er fragt diesen nach dem genauen Sachverhalt. Eh. Unterschrift. 1/2 S., masch.-schriftl. Ausf., eigenhädig Berechnungen von Marx. [193]1 April 25: Marx unterrichtet Beulke über seine Pension, für deren Höhe 45 Dienstjahre angerechnet wurden. Würde er auf einen Teil verzichten, dann wäre niemand damit gedient. Daß die Republik ihren Beamten höhere Gehälter bezahlen muß, ergibt sich daraus, daß die Demo-kratie doch ein Interesse daran hat, auch in die höheren Staatsstellen Leute von einfacher Herkunft hineinzubringen, die nicht über so viel Vermögen verfügen, daß sie den hohen Anforderungen an Lebensführung, die nun einmal das Bekleiden höherer Staatsstellen mit sich bringt, an sich genügen kön- nen. Leute wie Fürst Bismarck oder Fürst Bülow verfügten über großen Grundbesitz und reiches Vermögen. Will man vielleicht wieder an die maßge-benden Stellen im Staate nur Kommerzienräte oder reiche Großgrundbesitzer stellen. Man mag es nur tun. 2 5., Durchschrift v. Masch.-Schreiben, ohne Beglaubigung. 19]31 Juni 24 - z. Z. Wildbad: Reichsfinanzminister a. D. Köhler teilt Reichsfinanzminister Dietrich mit, daß nach Minderung der Amtsbezüge der aktiven Minister um 28 Ufo er freiwillig unter dem Vorbehalt jederzeitigen Widerrufs neben der verordnungsmäßigen Kürzung von 13 Ufo auf weitere 1S Ufo seines Ruhegehaltes ab 1. 7. zugunsten der Reichskasse verzichtet. 1 5., masch.-schriftl. Abschrift. [19]31 Juni 28 - Seelisberg: Marx verzidltet gegenüber dem Reichsfinanzminister auf insgesamt 33 Ufo seines Ruhegehaltes. Im Falle seines Todes soll die Witwenpension jedoch vom vollen Betrage des ihm gesetzlich zustehenden Ruhegehaltes berechnet werden. 1 Halbseite, eigenhädig Entw. 1931 Juni 30: ,Treffurter Nadlridlten mit Art. gegen Marx Pension. 1931 Juli 16 - Paderborn: Redakteur Johannes Grohmann übermittelt Marx Zuschriften. Er glaubt, daß zur Beruhigung der Wähler eine Erklärung nötig ist. Eh. Untschrift. 1/: 5., masch.-schriftl. Ausf., Kopfbogen ,Sächs. Ztg. 1931 Juli 20: Marx schreibt Grohmann, daß bei der elenden Zeit die Erbitterung der Leute über jeden, der mehr hat, mensdllidl erklärlich ist. Aber durch Verzichte wird Zufriedenheit kaum erreicht; die Masse ist nur zufrieden, wenn alles aufgegeben wird, wie es auch Herr Günther verlangt. Marx möchte von einem Art. absehen, um nicht Aufmerksamkeit von neuem zu erregen. Er gibt indessen zu überlegen, wohin man kommt, wenn nur reiche Leute Beamte und Abg. werden, tüdltige, aber vermögenslose davon absehen müßten. Die vielen Großpensionäre bei den Militärs erklären sich durch viele Beförderungen bei verhältnismäßig jungen Jahren. Alsdann legt er die Gründe für die eigene hohe Pension dar und weist auf seine Unterstützungspflichten für verarmte Verwandte hin. Die Einsparungen bei den Gehältern und Pensionen der Beamten, wodurch die Besoldungserhöhung von 1927 vollständig rückgängig gemacht worden ist, betragen insgesamt S Millionen. Diese stehen zu den 700-800 Millionen für Arbeitslosenunterstützung in keinem Verhältnis. In der Praxi!,i aber kommt es auf ein finanzielles Ergebnis audl nidlt an. Es muß der Volksseele eine Genugtuung bereitet werden. Deshalb ist der Verzicht der Leute mit großem Einkommen aus Staatsmitteln durchaus nötig und wünschenswert. Daß aber das Pensionskürzungsgesetz der RR den RT bisher nicht hat passieren können, ist nur Schuld der NSDAP. Das Reichsfinanzministerium hat bisher die Pensionäre nicht zum Verzicht aufgefordert; ein solcher scheint nicht wirtschaftlich zu sein, weil die Konsumkraft beschränkt wird. Marx bittet um Vertraulichkeit: Ich habe stets alle Hascherei nach Volksgunst gehaßt! Er anerkennt die Leistungen der Ztg. 4 S., Durchschrift von Masch.-Schreiben, ohne Beglaubigung. 1931 Juli 25 - Halberstadt: Anstaltsdir. Georg Schilling schreibt Marx, daß nat.-sozialist., kommunist. und dt.-nat. Ztgn. Artikel bringen, daß er 38000 RM Pension und dazu die RT-Diäten bezieht. Eh. Unterschrift. 1/2 S., masch.-schriftl. Ausf. 1931 Juli 27: Marx unterrichtet Schilling über die Zusammensetzung und Höhe seiner Pension. Inzwischen hat er auf ein Drittel verzichtet, möchte davon aber in der Offentlichkeit nicht gesprochen wissen. Uberhaupt hat der Verzicht nur psychologische Bedeutung, denn Nutzen hat davon niemand. Die Masse würde vielleicht (?) einverstanden sein, wenn ich auf alles verzichtete. Die Nazi haben am wenigsten Veranlassung zur Hetze; der Leibwache von Hitler werden hohe Gehälter gezahlt, und Hitler selbst und Goebbels fahren kostbare Autos. Das Pensions-kürzungsgesetz ist allein durch Verschulden der Nazi verschleppt worden. Auf die RT-Diäten darf nach Gesetz nicht verzichtet werden. 2 S., Durchschrift v. Masch.-Schreiben, ohne Beglaubigung. 1931 Juli 28: Marx schreibt Pradel, daß er dessen Angelegenheit demnächst mit Lammers besprechen wird. Auf die von den Nat.-Sozialisten im Eichsfeld verteilte Broschüre über die Höhe seiner Pension, deren Berechnung er darlegt und auf die er zu einem Drittel freiwillig verzichtet hat, läßt sich entgegnen, daß die Nat.-Sozialisten selbst die größten Verschwender für ihre "Bonzen" (sind), siehe Ausgaben für die Schutztruppe für Hiller, Ausgaben für Autos für Hiller und Goebbels. Dann tragen die Nat.-Sozialisten selbst die Schuld, daß das im Frühjahr von der RR vorgele-gte Pensionskürzungsgesetz noch nicht vom RT verabschiedet worden ist. Marx sorgt für verarmte Verwandte. 2 S., Durchschrift von Masch.-Schreiben, ohne Beglaubigung. 1931 Juli 29: Marx legt Blauel beim Gen.-Sekretariat des Z seine Gedanken über Großpensionen und das Pensionskürzungsgesetz dar. 2 S., Durchschrift von Masch.-Schreiben, ohne Beglaubigung. 1931 Aug. 12 - Berlin: Reichsfinanzminister Dietrich dankt Marx, daß er einen namhaften Teil seiner Ruhegehaltsbezüge der Reichskasse zur Verfügung stellt. Eh. Unterschrift. 11/2 S., masch.-schriftl. Ausf., Kopfbogen. 1931 Sept. 12 - WeseI: H. Brockmann bittet Marx um Auskunft über seine Pension, um Angriffen der nat.-sozialist. ,National-Ztg: entgegen-treten zu können. Eh. Unterschrift. 1 S., eigenhädig Aus!. [19]31 Sept. 24 - Weinheim/Bergstr.: Prof. K. Dömer bittet Marx im Hinblick auf eine übersandte Flugschrift um Auskunft über seine Pension. Eh. Unterschrift. Briefkarte, eigenhädig 1931 Sept. 26 und 28: Marx legt Brockmann und Dömer die Gründe für seine hohe Pension dar und weist auf das mangelnde Recht der NSDAP zu den Angriffen hin, am wenigsten Frick und Hitler. Je 2 S., Durchschriften von Masch.-Schreiben, ohne Beglaubigung. 1931 Okt. 1: Sonderbeilage zum Rednerdienst über die Dienstbezüge des RP, des RK, der Reichsminister, des preuß. Min.-Präs., der Staatsminister sowie sonstiger leitender Reichs- und Staatsbeamten. 6 S., Vervielf. 1931 Okt. 3 - Wesei: H. Brockmann bittet Marx um Angabe des Termins seines Verzichts, da ein Nat.-Sozialist diesen als Folge der Angriffe der Weseier ,National-Ztg: in Anspruch genommen hat. Auch möge Marx ihm die Namen von Z-Ministern mitteilen, die wie Brauns auf einen Teil ihrer Pension verzichtet haben. Er hält es für seine Pflicht, Z-Führer vor Verunglimpfungen zu schützen, besonders gegen Nat.-Sozialisten, die nur Hetzarbeit leisten. Eh. Unterschrift. 2 S., eigenhädig Ausf. In der Anlage ein Ausschnitt aus ,Niederrhein. Neueste Nachrichten, Wesel vom 29. 9. 1931. 1931 Okt. 3 - Frauenstein (Erzgebirge) : Heim. Heilmann fragt Marx, ob das mit der Pension stimme. Eh. Unterschrift. 11/z S., eigenhädig Ausf. 1931 Okt. 31: Marx antwortet Heilmann. 11/z S., Durchschrift von Masch.-Schreiben, ohne Beglaubigung. 1930 Nov., 1931 akt. 13 - Halle/S.: Zwei Broschüren von Anton Hütte: "Dt. Volk erwacheI und kehre zur Einfachheit zurück!", "Dt. Volk besinne Dich!" 24 und 16 S.
Umfang: 207 Blätter. Aktenzeichen: HI XIII 3c 3II A11 I 7 3 47-52,245. Schäden: Kat. B (nur als Digitalisat nutzbar). Enthält: Geschenk von verschiedenen Fischgruppen, unter anderem Zugfische des Rheins von E. vom Rath, Tierwelt im Golf von Neapel von Louis Hagen, Tierwelt Ostafrikas von dem Afrikareisenden B. Kreuser durch den Vorstand des Vereins zur Förderung des Museums für Naturkunde (Eduard Lent), Bewilligung von Mitteln zur Aufstellung der Tiergruppen (1907, mit Kostenanschlag des Präparators Heinrich Sander, Köln, und Plan zur Aufstellung der ostafrikanischen Tiergruppen, Bereitstellung von Mitteln durch den Verein); Bereitschaft des Museums für Handel und Industrie, Wiedenfeld, zur begrenzten Bereitstellung von Räumen in der Severinstorburg für die Präparierung (Juli 1907); Vertrag zwischen der Stadt, Laué, und Sander betreffend die Präparierung der ostafrikanischen Tiere (31. Juli 1907); Berichte des Direktors Janson über den Fortschritt der Präparierungsarbeiten, Besichtigung mit Lent (1907/1908); Abnahme der Arbeit, Aufstellung der Tiergruppen, Zahlung der Raten an Sander durch den Verein (1908/1909); Einziehung von Vereinsbeiträgen zur Museumsförderung (1910/1923); Schenkung einer Sammlung von Vogelbälgen und anderen Tieren durch den Bezirksrichter Dr. Steinkopf, jetzt Mülheim, die er im Kamerun erbeutet hat, Bewilligung von Mitteln zur Präparierung (1910); Schenkung eines Gorillas durch den Verein, Lent (1910); Schriftwechsel mit Hansen betreffend Zahlung der Steuer über eine Schenkung von Franz Clouth für Ankauf der Sammlung des Jakob Scheiner, Torburgen und Straßenbilder (März 1911); Anzeige Janson betreffend Schenkung einer Schmetterlingssammlung durch Fräulein F. Voelkers, Rodenkirchen, Vorschlag zur Abgabe für den Zeichenunterricht in Schulen und Verkauf überzähliger Stücke (Februar-März 1910, mit Stellungnahme der Leiter der höheren Schulen); Bericht von Willi Foy betreffend Verwendung der bewilligten Mittel für den Erwerb von Gegenständen südosteuropäischer Zigeuner, von Pfeilen aus Südwest-Neuguinea, von Kultfiguren der Pueblo-Indianer, einer Sammlung von den Karolinen (September 1911); Schenkung von Tieren durch den Arzt Dr. Bermbach (November 1911); Ankauf von der Zoologischen Station in Neapel (1911); Antrag Jason zur Bearbeitung der Schmetterlingssammlung von Eduard Lent durch den Oberlehrer Dr. Rupp (1912); Erwerb einer Sammlung des Dr. Steimann, Bonn, betreffend Petrefakte aus der Eifel aus dem Mitteldevon mit Unterstützung des Vereins, besonders von Theodor von Guilleaume und Richard Grüneberg (1912); Ermittlung der Rechnung für von B. Wiemeyer, Warburg, verkaufte Gesteine (August 1912); Schenkung einer Büste Lent durch die Erben, Aufstellung im Museum, Beschaffung eines Granitsockels (1911-1912); Kostenanschlag des Schreiners C. Stratmann betreffend zwei Schautische (1912); Vereinsüberweisung, Heidmann, Louis Hagen, betreffend eine Elefantengruppe (1912); Neuordnung der Käfersammlung von Lamers, Düsseldorf, durch den Rektor W. Geilenkeuser, Elberfeld, Mittelbewilligung (1910-1911, mit Forderung des Geilenkeuser); Verkauf von Doubletten aus Sammlungen, Genehmigung, Verbuchung der Einnahmen; Regelung betreffend Ankauf von Sammlungsgegenständen ausländischer Missionsstationen durch das Museum für Volkshygiene, das naturhistorische Museum und das Rautenstrauch-Joest-Museum (1912); Beratung der Verfassungskommission betreffend Erwerb von Sammlungen, Schmetterlingssammlung Philipps (1913); Annahme der Schenkung Beckers für das naturhistorische Museum (1913); Eingabe des Major Scheunemann betreffend Ankauf zweier ihm gehörenden, im Museum ausgestellten Affen aus Kamerun, eines Gorilla und eines Menschenaffen (1913); Angebot des Schreiners Caspar Stratmann betreffend drei Schautische (1913); Angebot des Präparators betreffend einen im Zooeingegangenen Wisentbullen (Juli 1914); Schreiben Dr. Wildschrey betreffend eine Gesteinsschleife im devonschen Schiefer des Siebengebirges, Arbeit über die Geologie des Siebengebirges, Erwerb der Gesteinssammlung des Hauptlehrers Schonauer in Cuxenberg bei Oberdollendorf betreffend das Siebengebirge (1913); Ordnung einer vom Verein geschenkten Sammlung des verstorbenen Präparators Jehn in Rheinbreitbach durch Prof. Rupp, Vergütung (1914); Eingabe Janson betreffend Übernahme der Farbenschau aus der Werkbund-Ausstellung, Überlegungen zum Aufbau einer Musterschau betreffend natürliche Farben (Juli 1914); Ablehnung des Angebots einer Sammlung durch den Präparator Heinrich Sander (Juli 1914); Schriftwechsel mit Jason und Czaplewski betreffend Auswahl, Ankauf von Gegenständen aus Sammlungen ausländischer Missionsstationen (1914); Verein zur Förderung des Museums für Naturkunde, Gustav v. Mallinckrodt betreffend Freistellung Dr. Janson von seiner Tätigkeit als Oberlehrer am Gymnasium in der Kreuzgasse, Ablehnung wegen der Kriegszeit ((1915); Ausführungen von Heinrich Sander „Die Tierwelt in modernen volkstümlichen Museum für Naturkunde (1914, Maschinenschrift, 6 Seiten, verfasst für die Kölner Zeitung); Angebot Sander betreffend seine Ausstellung in der Werkbund-Ausstellung „Farbenquellen aus der Tierwelt, Verkaufsangebot, Ablehnung (1915); Erbschaft Carl Bodewig, Schriftwechsel mit dem Testamentsvollstrecker Alfred Schmidt, Erbschaftssteuer (1915, Testamentauszug); Schenkung einer Sammlung Kleinschmetterlinge durch Konsul Hans Leiden (1917); Erbschaft einer Schmetterlingssammlung des Rentners Gustav Stroemer, Schriftwechsel mit dem Testamentsvollstrecker Ludwig van Rossum (1918/1919); Ordnung von Schmetterlingen aus Sammlungen verschiedener Missionsstationen durch Prof. Rupp (Februar 1916); Schenkung einer Sammlung des Minister-Residenten Max Freiherr von Oppenheim, bestehend aus Mineralien, Vogeleiern und Nestern, Conchylien und Korallen (Mai/Juni 1919); Kassenangelegenheiten, zweifache Zahlung eines Rechnungsbetrags an die Firma A. Zausmer, Danzig (1914); Schenkung einer Sammlung von Versteinerungen des Prof. F. Winterfeld, Mülheim, durch den Verein (April 1920); Vorschlag des Konsuls Heinrich Maus betreffend Austausch zwischen dem Kölner Museum und dem Museo Nacional de Historia Natural in Mexiko (1920); Schenkung eines Geldbetrags durch Paul Franke zwecks Konservierung der Sammlungsgegenstände durch den Präparator Sander (Juli 1920); Schriftwechsel mit Dr. Walter Voigt betreffend die Sammlungen und die Bibliothek des Naturhistorischen Vereins der preussischen Rheinlande und Westfalens und Übernahmeangebot von Köln und Düsseldorf (1912-1920); Schenkung einer Gruppe Eisvögel durch Max Kunkel, Köln, Schenkungssteuer (1922); Schenkungssteuer betreffend Schenkung des Arztes Dr. Frey, Wesdorf, Vogelgruppe Haubentaucher am Nest (1921/1922); Bitte W. Voigt betreffend Besprechungstermin wegen Notlage des Vereins durch die Geldentwertung (1922, mit Bericht Janson über die Besichtigung und die Sammlungen des Naturhistorischen Vereins, 14. November 1922, mit Vermerk Adenauer betreffend Beratung in der Verwaltungskonferenz, Ermittlung von Aufbewahrungsräumen, Rücknahme eines Überlassungsangebots durch den Verein wegen Unterstützung seitens die Universität Bonn (1922-1923); Rundschreiben des Vereins zur Förderung des Museums für Naturkunde (Richard v. Schnitzler und Gustav v. Mallinckrodt, betreffend Erhöhung des Mitgliederbeitrags wegen der Geldentwertung (1923); Spende des Karl Grube über 4 Milliarden Mark (1923).