Unruhen

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              Politischer Schriftwechsel
              Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 81 Florenz/Italien, Nr. 13 · Akt(e) · 1867
              Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)

              Enthält u.a.: - Gemeinsames Vorgehen der europäischen Mächte wegen des Aufstandes auf Kreta, 1867 - Besuch des Herzogin von Genua in Sachsen, 1867 - Kolonialhandel mit Indien und Sumatra, 1867 - Anschaffung von Proviant für die italienische Armee, 1867 - Kolonialhandel mit dem Senegal, 1867 - Reise des Generals La Marmora nach Venedig und ins Ausland, 1867 - Aufrüstung der Marine in Frankreich, 1867 - Finanzreform in Italien, 1867 - Archivalienaustausch zwischen Österreich und Italien wegen Venetien,1867 - Berufung von Baron Bille-Brahe zum dänischen Geschäftsträger beim Königreich Italien, 1867 - Rückkehr des Chevalier Constantino Nigra als Gesandter nach Paris, 1867 - Situation in Schleswig-Holstein, 1867 - Vorschläge zur Gründung eines Süddeutschen Bundes (Salzburger Zusammenkunft), 1867 - Ausgleich zwischen Österreich und Ungarn, 1867 - Ungarische Eisenbahnanleihe, 1867 - Waffenlieferung an Frankreich, 1867 - Reisen von Garibaldi durch den Kirchenstaat und Mittelitalien, 1867 - Politische Lage in Österreich, 1867 - Äußerungen Kaiser Napoleons III. zu einem Krieg mit Preussen, 1867 - Deutsches Nonnenkloster in Assisi, 1867 - politische Lage in Ungarn, 1867 - "Summarische Übersicht über die Stärke der italienischen Armee Ende August und Ende September 1866", 1867 - Politische Zustände in Bulgarien, 1867 - Russisches Notenprojekt zu den Unruhen auf Kreta, 1867 - Neutralisierung der Niederlande, 1867 - Schleifung der Festung Luxemburg, 1867 - Verhandlungen zwischen Frankreich und Italien über den Kirchenstaat, 1867 - Situation in der Stadt Rom, 1867 - Entsendung französischer Truppen nach Rom, 1867 - Verhandlungen über eine Konferenz zur Römischen Frage, 1867 - Schlacht bei Mentana, 1867.

              Staatsarchiv Hamburg, 371-8 II_S XIX B 7 7 Band II · Akt(e) · 1900-1909
              Teil von Staatsarchiv Hamburg (Archivtektonik)

              Enthält u.a.: 1. Konzessionserteilung an portugiesische Gesellschaften in Portugiesisch-Guinea zum Nachteil der dort bereits tätigen deutschen Firmen (so genanntes Praso-System) (1900-1903) 2. Die französische Surtaxe d’entrepot und der österreichische Differentialzoll auf Kaffee (1900-1916) 3. Erschwerung des deutschen Juwelenhandels in Österreich (1903) 4. Finanzlage der Republik Haiti (1903-1904) 5. Eingabe des Vereins Hamburger Exporteure über das Vorgehen Frankreichs in der siamesischen Provinz Battambang (1903) 6. Deutsche Schadensersatzansprüche infolge der Kriegswirren in Venezuela (1903) 7. Deutsche Interessen in Marokko (1903-1910) 8. Eingabe der Woermann-Linie über Bedrohung der Handelsinteressen in Westafrika durch Einführung von Differentialzöllen durch Frankreich (1903-1904) 9. Schutz der deutschen Interessen in Schanghai (1906) 10. Deutsche Schadensersatzansprüche anlässlich der Unruhen in Spanien (1909).

              Selchow, Bogislav Freiherr von (Bestand)
              BArch, N 428 · Bestand · 1897-1943
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Geschichte des Bestandsbildners: Marineoffizier, Freikorpsführer und Schriftsteller Bogislaw Selchow Lebensdaten 4. Juli 1877 geb. in Köslin gestorben am 6. Februar 1943 gest. in Berlin Militärische Karriere 7.4.1897 Einstellung als Kadett der Kaiserl. Marine Mai 1897 Kadett an Bord von SMS Stein 6.12.1897 Teilnahme an der Belagerung des Hafens von Port au Prince auf Haiti mit SMS Stein 27.4.1898 Beförderung zum Seekadetten Apr. 1898- Sep. 1900 In verschiedenen Funktionen an Bord von SMS Moltke, Hela, Mars und Blücher Jan.-März 1900 Gehirnhautentzündung, Marinelazarett Kiel 3.9.1900 Fähnrich zur See 23.9.1900 Beförderung zum Leutnant zur See Nov. 1900- Nov. 1901 An Bord von SMS Sachsen, ab Okt. 1901 als Adjutant; am 4.9.1901 Kollision mit SMS Wacht bei Rügen, das daraufhin sinkt Nov. 1901- Sep. 1902 Adjutant an Bord von SMS Kaiser Wilhelm der Große 15.3.1902 Beförderung zum Oberleutnant zur See Okt.-Dez. 1902 Wachoffizier an Bord von SM Torpedoboot G 109 Jan.-Apr. 1903 Kompanieoffizier der zweiten Kompanie der I. Torpedoabteilung, im Apr. Funkkursus auf SMS Neptun Apr.-Sep. 1903 Wachoffizier an Bord von SM Torpedoboot G 109 Okt./Nov. 1903 Ausreise als Passagier nach Ostasien an Bord von SS König Albert Nov. 1903- Mai 1905 Wachoffizier an Bord von SMS Hertha im asiatischen Raum mit Heimreise nach Kiel über Afrika und das Mittelmeer 11.9.1904 Verleihung des Kung-Pai-Verdienstordens (Chinesische Silberne Erinnerungsmedaille) anlässlich einer Audienz bei der Kaiserinwitwe und dem Kaiser von China 11.2.1905 Verleihung des Königl. Siamesischen Kronenordens vierter Klasse anlässlich einer Audienz beim König von Siam Juni-Sep. 1906 Kommandant von SM Torpedoboote S 29, S 25 und S 30 sowie Dienste in der Minenkompanie und als Erster Offizier der Minensuchreservedivision Okt. 1906- Juni 1907 Marineakademie 6.3.1907 Beförderung zum Kapitänleutnant Juli 1907 Dienst an Bord von SMS Kurfürst Friedrich Wilhelm Aug.-Sep. 1907 Dienst an Bord von SMS Yorck Okt. 1907- Juni 1908 Marineakademie Juli-Sep. 1908 Sprachurlaub in England 22.8.1908 Ernennung zum Ehrenritter des Johanniter-Ordens Okt. 1908 Ausreise als Passagier nach Westafrika auf SS Lucie Woermann Nov. 1908- Nov. 1909 Erster Offizier an Bord von SMS Sperber Nov./Dez. 1909 Rückreise als Passagier nach Deutschland auf SS Lucie Woermann Dez. 1909- Jan. 1911 Admiralstab der Marine Jan. 1911- März 1913 Adjutant der Nordseestation 19.9.1912 Verleihung des Rote-Adler-Ordens 4. Klasse Apr. 1913- Nov. 1914 Erster Offizier an Bord von SMS Victoria Louise 22.3.1914 Beförderung zum Korvettenkapitän 17.7.1914 Verleihung der Königl. Krone zum Rote-Adler-Orden 4. Klasse 10.11.1914- 30.6.1915 Kommandeur des I. Btl. des Matrosen-Artillerieregiments III (10.-25.11.1914); II. Btl. des Matrosen-Artillerieregiments I (26.11.-31.12.1914); I. Btl. des Matrosen-Artillerieregiments II (1.1.-4.2.1915); des III. Btl. des Matrosenregiments 4 (5.2.-10.5.1915); des III. Btl. des Matrosenregiments 5 (11.5.-30.6.1915); Einsatzgebiet: Flandern 1.5.1915 Verwundung bei Het Sas/Belgien durch Granatsplitter in Kopf, rechte Schulter, rechten Arm und rechtes Bein 7.2.1915 Eisernes Kreuz II. Klasse Aug.-Dez. 1915 Erster Offizier an Bord von SMS Freya Jan.-März 1916 Reservelazarett Liebenstein Apr. 1916- Juli 1917 Erster Offizier an Bord von SMS Hannover, in dieser Funktion Teilnahme an der Schlacht am Skagerrak am 31.5./1.6.1916 30.6.1916 Verleihung des Eisernen Kreuzes I. Klasse 22.8.1916 Verleihung des Oldenburgischen Friedrich-August-Kreuzes I. und II. Klasse 14.9.1916 Neurasthenie als Kriegsdienstbeschädigung anerkannt durch das Kdo. von SMS Hannover Juli 1917- Kriegsende Admiralstab der Marine 1918 Veröffentlichung der Propagandaschrift „Weltkrieg und Flotte" 10.4.1918 Österreichisches Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit Kriegsdekoration 20.5.1918 Verleihung der Großherzoglichen Hessischen Tapferkeitsmedaille 16.11.1918- 20.8.1919 Dezernent im Reichsmarineamt 20.8.1919 Beförderung zum Fregattenkapitän Ziviles Leben Nach seiner Verabschiedung aus der Marine begann Bogislav von Selchow ein Studium der Geschichte in Marburg und wurde zugleich von der Reichswehrbrigade Kassel mir der Bildung einer Freiwilligenformation aus Marburger Studenten zum Schutz der jungen Republik beauftragt. Von Selchow gründete das Freikorps „Studentenkorps Marburg" (StuKoMa) und kommandierte es in der Folge bei der Niederschlagung von spartakistischen und rätedemokratischen Unruhen in Thüringen. Dabei kam es am 20.3.1920 zum sog. Massaker von Mechterstädt, bei dem 15 als Aufrührer verdächtigte Arbeiter, die von einem Stoßtrupp des StuKoMa festgesetzt worden waren, erschossen - angeblich „auf der Flucht". Die wegen dieser Tötungen Angeklagten wurden in zwei aufsehenerregenden Prozessen freigesprochen, die Urteile von der Öffentlichkeit als Akt der Klassenjustiz mit Abscheu und Protest aufgenommen. Von Selchow hatte sich im Prozess vor seine Männer gestellt, und auch die Marburger Universität solidarisierte sich mit ihren Studenten und rehabilitierte sie vollständig. Daneben organisierte sich von Selchow in der rechtsextremen, später illegalen sog. Organisation Escherich (Orgesch), die er im westdeutschen Raum zeitweise führte. Die paramilitärische Organisation legte geheime Waffenlager für einen erwarteten Kampf gegen den Bolschewismus an und war für Morde an Persönlichkeiten des gegnerischen politischen Lagers verantwortlich. Enttäuscht vom Zögern Escherichs, einen offensiven Kurs gegen die Republik einzuschlagen, wandte er sich im Dezember 1922 wieder von der Orgesch ab, legte das Kommando des StuKoMa nieder und zog sich bis 1933 aus der politischen Öffentlichkeit zurück. Am 24.1.1923 wurde Bogislav von Selchow von der Universität Marburg promoviert. Bereits 1920 hatte er seinen ersten Gedichtband „Deutsche Gedanken" veröffentlicht, und bald reüssierte er mit seinen Gedichten im rechten Spektrum. Er betätigte sich nun als Schriftsteller und Geschichtsphilosoph und entwickelte, ganz Kind seiner Epoche, ein sog. Zeitwendemodell, das die geistesgeschichtliche und politische Entwicklung der Menschheit abbildete. Von Selchow definierte hierzu die von verschiedenen gesellschaftlichen Kräften geprägten Zeitalter der „Allzeit", der „Wirzeit" und der „Ichzeit". Dieses Denksystem wurde zur Grundlage für seine Werke und machte ihn gemeinsam mit dem von ihm immer wieder aufgegriffenen Topos des Heldischen zu einem ideologischen Wegbereiter des Nationalsozialismus. Sein Antisemitismus und Blick auf das Zeitgeschehen nach dem Untergang der alten Welt hatten ihn spätestens 1933 in die Nähe der NSDAP gebracht: Obwohl nie Parteimitglied, entwickelte er sich zum leidenschaftlichen Nationalsozialisten und gehörte zu den 48 Persönlichkeiten, die 1933 öffentlich zur Wahl Adolf Hitlers aufriefen. 1936 benannte sich die NS-Studentenkameradschaft, die aus der vormaligen Marburger Burschenschaft Germania hervorgegangen war, nach von Selchow. Am 9.6.1939 wurde er dann zum Ehrensenator der Philipps-Universität Marburg ernannt. Bestandsbeschreibung: Der Nachlass besteht aus zwei Schwerpunkten: den sog. Logbüchern und einer literarisch-philosophischen Materialsammlung, die durch Manuskripte ergänzt wird. Die sog. Logbücher liegen bis 1931 lückenlos vor und reflektieren in z. T. epischer Breite einzelne Erlebnisse und Sachverhalte. 39 der 51 „Logbücher enthalten Aufzeichnungen von Selchows aus seiner Zeit als aktiver Marineoffizier und als Führer des „Studentenkorps Marburg" im Freikorpseinsatz. Dazu kommen Kopien der Logbücher 61 bis 68, die lediglich Abbildungen enthalten und den Zeitraum von 1935 bis 1940 abdecken. Die „Logbücher" sind aber keine Tagebücher im engeren Sinne, sondern vielmehr durchkomponierte Erinnerungsbücher. Von Selchow übertrug seine auf Loseblattsammlungen festgehaltenen Tagebucheinträge - ein Beispiel hierfür findet sich in der Sammelmappe zum geplanten „Logbuch" 65 (N 428/86) - in ledereingebundene Folianten und verzierte seine Ausführungen u. a. mit kunstvollen Aquarell- und Federzeichnungen. Leere Stellen in den Logbüchern, auf denen in Bleistift Notizen zu den einzufügenden Bildern oder Zeichnungen eingetragen sind, nachzuvollziehen in N 428/46, geben Hinweis auf dieses Vorgehen. Die Basis der Logbücher, die Tagebuchblätter, aber auch seine Korrespondenz und weitere Unterlagen, die leider in den 1950er Jahren in privater Hand vernichtet wurde, sind bis auf Fragmente, die sich im vorliegenden Bestand finden, verloren. Die „Logbücher" legte von Selchow an, indem er zunächst seine Aufzeichnungen und ergänzendes Material in Einlegemappen sammelte und zusammenstellte. Gestützt auf diese Grundlage übertrug er Text und Illustration auf Blätter, die er in die in hochwertigen Ledereinbände, die das Wappen der Familie von Selchow und eingeprägte Beschriftungen tragen, einbringen ließ. Dieses Vorgehen lässt sich anhand der o. g. Sammelmappe nachvollziehen, andere Mappen verwendete er u. a. für andere Materialsammlungen wieder, siehe N 428/75. Den Quellenwert der „Logbücher" steigern die über 1.000 genau identifizierten Bilder und Fotos, die den Text über die Zeichnungen hinaus illustrieren. Die Abbildungen zeigen für die Zeit bis 1919 Orte, Schiffe, Alltagsszenen aus dem Soldaten- aber auch Privatleben in der Heimat und in internationalen Gewässern, Crews und Personen. Dazu kommen verschiedenste Dokumente wie Seekarten, Einladungen etc. Aus dem Überlieferungskontext lässt sich erschließen, dass die „Logbücher" in der hier vorliegenden Form wahrscheinlich in den 1930er-Jahren entstanden sind, verfügen die Bände 61 bis 68 doch über beschriftete Abbildungen und leergebliebenen Zwischenräumen für den einzutragenden Text. Durch seine Zugehörigkeit zum Uradel verfügte Bogislav von Selchow über einen großen Verwandten- und Bekanntenkreis. Die Logbücher geben Einblick in das Leben dieser Kreise von der Kaiserzeit bis zum Nationalsozialismus und spiegeln in den niedergeschriebenen Erinnerungen und der z. T. wiedergegebenen Korrespondenz die Fülle der dienstlichen und gesellschaftlichen Kontakte wider. Teils spektakuläre Einblicke in das Marineleben geben von Selchows Erinnerungsbücher, die die aktive Dienstzeit bei der Kaiserlichen Marine betreffen. Sie zeigen die Vielfalt des Erlebens und der Eindrücke als Offizier der Kaiserlichen Marine, die rund um die deutschen Kolonien im Einsatz war. Für die ersten Jahre der Weimarer Republik geben die sog. Logbücher wertvolle Einblicke in die Welt der Freikorps, vor allem des sog. Studentenkorps Marburg und der sog. Organisation Escherich; aber auch zur Organisation Consul pflegte von Selchow Kontakte - zu den beiden Letztgenannten finden sich zahlreiche Aussagen in den „Logbüchern". Seine Aufzeichnungen zeugen aber nicht nur für die Frühphase der Weimarer Republik vom Soldatischen im Denken von Selchows. Auch nach seinem Rückzug aus der Öffentlichkeit im Jahr 1922 blieb er in seiner Grundhaltung auch als in Berlin lebender Dichter, Schriftsteller und Geschichtsphilosoph immer Soldat. So geben die „Logbücher" unmittelbare und einzigartige Eindrücke vom Leben eines - zudem adligen - Angehörigen des kaiserlichen Offizierkorps der Marine und von seinen Reaktionen auf den Zusammenbruch der alten Ordnung. Mentalitätsgeschichtlich ist dieser Teil des Nachlasses für den Übergang vom Kaiserreich zur Weimarer Republik aufschlussreich und wohl der einzige dieser Art, der über die revolutionären Ereignisse in Berlin Auskunft gibt. Sein Wert dürfte unter der Hinzuziehung der Veröffentlichungen von Selchows, besonders seiner Autobiographie „Hundert Tage aus meinem Leben" aus dem Jahr 1936 steigen. Der Nachlass illustriert das Verhältnis von Selchows zum keineswegs unkritisch gesehenen alten und zum verachteten neuen System. Die Kopien der „Logbücher" für die Jahre 1935 bis 1940 dokumentieren in ihren Abbildungen zudem von Selchows Nähe und Zugang zu Teilen der Führungsriege der NSDAP. Neben den Logbüchern bildet der literarisch-philosophische Nachlass von Selchows den zweiten Schwerpunkt des Bestandes. Von Selchow versuchte sich als konservativ-nationalistischer Denker an der Etablierung eines Zeitenmodells, das die Weltgeschichte in geistige Epochen einteilte, denen er bestimmte Entwicklungsschritte der Menschheit in geistiger, aber auch wissenschaftlicher, politischer, religiöser Hinsicht zuordnete. Er folgte damit einem Forschungstrend seiner Zeit. Sein Nachlass aus dieser Lebensphase als Geisteswissenschaftler umfasst Sammlungen von verschiedenartigen, oft losen Materialien, Texten, kleineren Publikationen, Zeitungsartikeln und eigenen Entwürfen, aber auch großen Schaubildern, welche die Grundlage bzw. Zwischenschritte der schriftstellerischen Arbeit darstellen: der Zettelkasten eines konservativ-nationalistischen Schriftstellers der 1920/30er Jahre, angereichert mit eigenen von teils veröffentlichten, teils unveröffentlichten Manuskripten. Die Überlieferung diese Materials, die sich anhand der Schaubilder nachvollziehen lässt, ist jedoch unvollständig, Materialien zu einzelnen Themenbereichen fehlen, wurden aber u. U. schlicht nicht angelegt. Hinweise auf andere Bestände BArch MSg 100 (Bogislav Frhr. von Selchow: Deutsche Marineoffiziere) BArch N 253/262 (Nachlass Alfred von Tirpitz, Schriftwechsel, Buchstabe S) BArch RM 5/920 (Kritik des Korvettenkapitäns von Selchow an Geburtstagsglückwunsch der Angehörigen des Admiralstabs für Großadmiral v. Holtzendorff, Jan. 1919) Vorarchivische Ordnung: Die sog. Logbücher liegen durchgehend für die Jahre 1897 bis 1931 vor. Das Bundesarchiv erwarb die Bände 39 bis 54 bereits 1957 zusammen mit dem nicht-militärischen Nachlass von Selchows und kaufte 1960 die restlichen Stücke der Marine-Offizier-Hilfe, heute: Marine-Offizier-Vereinigung, ab. Die ersten beiden Bände und Band 51 der ehemals insg. 68 Logbücher enthielten familienhistorische Informationen und fehlten bereits beim Erwerb des Nachlasses; während Band 1 sich weiterhin in Familienbesitz befindet, gilt Band 2 seit 1945 als verschollen. Ebenso verhält es sich mit den aus Unterlagen und Briefen bestehenden Hauptnachlass, der 1957 in Privathand vernichtet wurde. Ergänzt werden diese Bände durch die Kopien der „Logbücher" 61 bis 68 für den Zeitraum September 1935 bis Dezember 1940. Die Originale dieser Logbücher befinden sich weiterhin in Familienbesitz. Sie unterscheiden sich von den „Logbüchern", die für die Jahre bis 1931 vorliegen dadurch, dass sie ohne Text geblieben sind. Lediglich Bilder und Fotos wurden hier eingeklebt und auch nur diese Seiten kopiert und in den hier vorliegenden Nachlass übernommen. Diese Bestandsergänzung konnte 1987 in Kooperation mit von Selchows Neffen Wolfgang von Selchow, in dessen Besitz sich die „Logbücher" 61 bis 68 zu diesem Zeitpunkt befanden, durchgeführt werden. Trotz dieser Ergänzung klafft im Bestand eine Lücke, deren Zustandekommen anhand der vorliegenden Informationen nicht geklärt werden kann: Während über den Verbleib der Bände 1, 2 und 51 Informationen vorliegen, ist der Verbleib und der Inhalt der Bände 55 bis 60, die den Zeitraum Januar 1932 bis August 1935 abdecken, unbekannt. Zu den Erinnerungsbüchern tritt das literarisch-geschichtsphilosophische Archivgut, welches das geistige Schaffen von Selchows ab 1920 abdeckt. Die sog. Logbücher und das literarische Material verblieben nach dem Umzug des Militärarchivs nach Freiburg im Jahr 1968 aufgrund der literarischen Anteile zunächst bei der Hauptdienststelle in Koblenz. Erst 1976 kam der Nachlass nach Freiburg, wo in der Militärgeschichtlichen Sammlung unter der Signatur MSg. 100 bereits seit 1957 bzw. z. T. seit 1964 die sog. Wimpelbretter sowie die sog. Ehrentafeln lagerten - Personalbögen der deutschen Marineoffiziere von 1848 bis 1909 bzw. Kurzbiographien und Bilder aller zwischen 1914 und 1918 und in den Nachkriegskämpfen gefallenen und gestorbenen Offiziere der Marine. Zitierweise: BArch, N 428/...

              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, FA N 2696 · Akt(e) · 1873-1884
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik)

              Enthält u. a.: Florence Nightingale und ihr soziales Wirken; englische Parteien und Innenpolitik; englischer und deutscher Protestantismus im Verhältnis zum Katholizismus, Bismarcks Kirchenpolitik (21.10.1873 u.a.); Badischer Frauenverein und "Womens Rights"-Bewegung (2.7.1874 u.a.); Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen (10.7.1874 u.a.); Streiks in England und Deutschland (1.1.1879); Reise durch Deutschland 1819, kirchliche Verhältnisse, deutsche Enigungspolitik (13.6.1879); Zulu-Krieg (24.6.1879), erster Burenkrieg (10.1.1881 u.a.); irische Wanderarbeiter in England, irische Unruhen (10.1.1881 u.v.a.); Kolonialpolitik in Madagaskar, Beschäftigung des Sohnes Frédéric bei der siamesischen Botschaft in London ( (3.5.1883 u.a.); Lord [Robert] Salisbury und die englische Ägyptenpolitik (13.7.1884); deutsche Kolonialpoiltik in der englischen Presse (27.9.1884) Darin: Briefe der Ehefrau (o.D., 4./5.1881; 31.10.1881, 1.11.1881); Festbankett zu Ehren des liberalen Abgeordneten H. Verney (3.2.1883, Pressebericht);

              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, FA N 2697 · Akt(e) · 1885-1893
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik)

              Enthält u. a.: Florence Nightingale; englische Parteipolitik; Katholiken in Irland; Ägypten, Suez-Kanal, Iren in Amerika (28.1.1885); Sir Herbert Stewart [gest. 16.3.1885] und die englische Afrikapolitik (24.2.1885); Afghanistan (23.7.1885); Graf [Georg Herbert von] Münster und die deutschen Borschafter in London (25.9.1885); Madagaskar und die französische Kolonialpolitik (4.1.1886); sozialistische Unruhen in London, Wahlen in Irland (16.2.1886); Deutschland und die russische Expansionspolitik (8.11.1886); Siam und die Kolonialmächte (17.7.1893); Kohlenarbeiterstreik in England (27.10.1893) Darin: Gedicht zur Teilnahme Lord Harry Verneys an der Beerdigung Lord [Anthony] Shaftesbury (21.11.1885, Zeitungsausschnitt); Brief der Ehefrau (26.78.1889)

              Staatsanwaltschaft Freiburg (Bestand)
              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Freiburg, A 40/1 · Bestand · 1864-1945 (-1984)
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Freiburg (Archivtektonik)

              Behördengeschichte: Die Institution des Staatsanwaltes entwickelte sich in Baden nach französischem Vorbild seit 1831 und war bis 1845 voll ausgebildet. Hauptaufgabe der Staatsanwaltschaften war es, strafbare Handlungen nach dem Legalitätsprinzip zu erforschen, ggf. Anklage zu erheben und dem Gericht die Beweismittel zur Verfügung zu stellen. Daneben hatten sie anfangs auch Aufgaben auf dem Gebiet der freiwilligen (Vormundschaftsangelegenheiten) und der streitigen Gerichtsbarkeit (Erb-, Entmündigungsangelegenheiten). Als Folge der Reichsjustizgesetze von 1879 verloren sie aber ihre Aufgaben im Bereich der freiwilligen Gerichtsbarkeit. In der Regel nahmen die Staatsanwaltschaften bei den Landgerichten auch die Aufgaben der Amtsanwälte bei den Amtsgerichten wahr. Bei der Staatsanwaltschaft Freiburg bestand seit 1919 eine Zweigstelle in Lörrach; sie wurde 1931 wieder aufgehoben, jedoch schon drei Jahre später, 1934, wieder errichtet. Bestandsgeschichte: Der neu gebildete Bestand A 40/1 - Staatsanwaltschaft Freiburg setzt sich aus verschiedenen Beständen und Bestandsteilen zusammen. Im Wege der systematischen Bestandsbildung bei den Oberbehörden der Justiz wurden die bisher unter den Signaturen A 40/1, A 40/2, A 40/3 und A 40/4 verwahrten Unterlagen der Staatsanwaltschaft Freiburg zusammengeführt. Daneben wurden in den neueren Ablieferungen der Staatsanwaltschaften Freiburg und Lörrach die vor 1945 entstandenen Unterlagen ermittelt und ebenfalls vorliegendem Bestand zugewiesen. Als Zuweisungskriterium fungierte dabei das durch die Staatsanwaltschaft vergebene Aktenzeichen. So gelangten umfangreiche Unterlagen aus den Beständen F 176/1, F 176/3, F 176/6, F 176/13, F 176/14, F 176/19 sowie F 177/1 und F 177/2 in vorliegenden Bestand. Er vereinigt nunmehr alle vor 1945 enstandenden und ins Staatsarchiv Freiburg gelangten Unterlagen der Staatsanwaltschaft Freiburg und seiner Nebenstelle Lörrach. Daneben enthält er noch Unterlagen, die in der Tätigkeit des Staatsanwalts als Oberstaatsanwalt beim Sondergericht Freiburg entstanden sind und die z.T. in den genannten Ablieferungen enthalten waren, z.T. aus den Splitterbeständen A 47/2 und A 47/3 dem vorliegenden Bestand angeschlossen wurden. Die Ordnung des Bestandes erfolgte nach folgenden Prinzipien: Normalia: nach der im Justizbereich verwendeten Rubrikenordnung Generalia: nach der im Justizbereich verwendeten Rubrikenordnung Untersuchungsakten: 1. nach dem Jahr der Ermittlung, 2. nach dem Wohnort des Verdächtigen, 3. nach dem Namensalphabet Sammelakten: thematisch und chronologisch Oberstaatsanwalt beim Sondergericht Freiburg: 1. nach dem Jahr der Ermittlung, 2. nach dem Wohnort des Verdächtigen, 3. nach dem Namensalphabet Der Bestand enthält bei den Untersuchungsakten neben den Kapitalverbrechen (v.a. Mord, Brandstiftung, Betrug usw.) zahlreiche politische Ermittlungsverfahren. Die Lörracher Unruhen im Zusammenhang mit der Ermordung Walter Rathenaus sind ebenso gesondert zu erwähnen wie die Unterlagen zur Frühgeschichte der NSDAP im Freiburger Raum und die zahlreichen politischen Delikte im III. Reich. Der Bestand umfasst nunmehr 770 Bestellnummern in 10,2 lfd.m. Der Gesamtindex verweist auf die Ordnungsnummer, Konkordanzen zwischen der ehemaligen Freiburger Signatur und der nunmehr gültigen Bestellnummer erleichtern das Wiederfinden der schon häufig in der wissenschaftlichen und heimatgeschichtlichen Literatur zitierten Unterlagen. Freiburg im Mai 2005 Kurt Hochstuhl

              Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten e.V. (Bestand)
              BArch, R 72 · Bestand · 1918-1939, 1946-1956
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Geschichte des Bestandsbildners: Unter dem Vorsitz des Fabrikanten und kriegsversehrten Reserveoffiziers Franz Seldte erfolgte am 25. Dezember 1918 die Gründung des Stahlhelm in Magdeburg. Insbesondere ehemalige Soldaten und Offiziere des in Magdeburg kasernierten Infanterie-Regiments 66, dem auch Franz Seldte angehörte, zählten zu den ersten Mitgliedern. Zweck war in erster Linie die "Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung", sprich Selbstschutz- bzw. Polizeiaufgaben gegen revolutionäre Unruhen, weiterhin die "Pflege der im Felde begründeten Kameradschaft", die Interessenvertretung der ehemaligen Frontsoldaten und von deren Angehörigen (1) sowie Werbung für den Eintritt in die Freikorps. Knapp ein Jahr nach der Gründung, am 21. September 1919, konstituierte sich der Stahlhelm mit seinen bereits bestehenden Ortsgruppen sowie mit weiteren ähnlich agierenden Gruppierungen als Reichsbund der Frontsoldaten. Verwaltungssitz wurde zunächst Magdeburg (2). Dort fand am 14. März 1920 der 1. Reichsfrontsoldatentag statt, in dessen Verlauf Franz Seldte zum 1. Bundesführer des Stahlhelm gewählt wurde und den bisherigen Vorsitzenden Dr. Gustav Bünger ablöste (3). Diese Stellung behielt Seldte bis zur Auflösung des Bundes 1935 bei. In den beiden folgenden Jahren gelang dem Bund der allmähliche Ausbau seiner Organisation über Mitteldeutschland hinaus, so u.a. in Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Pommern, Schlesien und Westfalen. Bekannte sich der Stahlhelm bei seiner Gründung zur neuen republikanischen Staatsform und als über den Parteien stehend, änderte sich das allmählich. Er näherte sich der politischen Rechten an, darunter der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP), und richtete sich "deutsch-völkisch" aus. Hierbei spielte insbesondere die Hallenser Ortsgruppe unter ihrem Führer, dem DNVP-Funtionär Kurt Werner, eine tragende Rolle (4). Dieser Entwicklung wurde kurzzeitig Einhalt geboten mit dem infolge des Attentats auf Reichsaußenminister Walther Rathenau erfolgten Verbot des Stahlhelm in Preußen am 2. Juli 1922, das bis zum 26. Januar 1923 wirksam war. Im turbulenten Jahr 1923, das geprägt war von innenpolitischen Auseinandersetzungen, Ruhrbesetzung, Inflation, Hungersnot, separatistischen und kommunistischen Aufständen und dessen Höhepunkt der am 8./9. November in München stattfindende Hitler-Ludendorff-Putsch bildete, nahm die antidemokratische Ausrichtung des Stahlhelm mehr und mehr Gestalt an. Wiederum war der radikale Teil des Bundes, der Gau Halle, insbesondere dessen neuer Führer Theodor Duesterberg, führend daran beteiligt (5). Befürwortete man mittlerweile eine nationale Diktatur zur Stabilisierung der Verhältnisse, verhielt man sich Putschgelüsten gegenüber - zumindest in seinen offiziellen Verlautbarungen - allerdings ablehnend (6). Am 9. März 1924 wurde Theodor Duesterberg zum 2. Bundesführer neben Franz Seldte ernannt. In der offiziellen Darstellung als Meilenstein in der Stahlhelm-Geschichte dargestellt, war in der Realität das beiderseitige Verhältnis von wiederholten Differenzen geprägt. Mit der zunehmenden Etablierung der parlamentarischen Demokratie im Deutschen Reich machte man sich in der Führungsspitze des Stahlhelm nun Gedanken über die weitere Zukunft. Der Frontkämpferbund wollte mehr sein als nur ein reiner Veteranenverband. Er wollte den propagierten "Geist der Frontkameradschaft" dem gesamten Deutschen Volk "einpflanzen" (7). Unter dem Motto "Über die Organisation zur Macht" (8) weitete man seit dem Frühjahr 1924 seine Aktivitäten auf die Erfassung der Jugend (Jungstahlhelm und "Scharnhorst") und der Generation der über 24-jährigen (Stahlhelm-Landsturm, später Ringstahlhelm) aus, die nicht mehr am Ersten Weltkrieg hatten teilnehmen können. Hier stand v.a. die vormilitärische Ausbildung im Vordergrund, verstand sich der Stahlhelm doch auch als Reservoir der Reichswehr. 1929 gründete man darüber hinaus den Stahlhelm-Studentenbund "Langemarck", in dem die studentische Jugend zusammengefasst wurde. Das stetige Anwachsen des Bundes übte auf andere Verbände eine Anziehungskraft aus, was dazu führte, dass sie sich dem Stahlhelm anschlossen (9). Neben dem organisatorischen Ausbau versuchte der Stahlhelm auch anderweitig Einfluss zu nehmen auf die Politik der Weimarer Republik, allerdings unter strikter Betonung seiner "Überparteilichkeit". Zur Erreichung dieses Zieles dienten neben Massenveranstaltungen, Propagandaaktionen und Appellen an das vaterländische Pflichtgefühl auch dem Stahlhelm nahestehende Persöhnlichkeiten mit politischem Einfluss. Zum Ehrenmitglied ernannte man den Reichspräsidenten von Hindenburg. Die Wandlung von einer ursprünglichen Selbstschutzorganisation zu einem politischen Wehrverband nahm konkrete Formen an. Mitte der zwanziger Jahre wurde jedoch bald deutlich, dass der Frontkämpferbund mit seinem Prinzip des "über den Parteien Stehens" und seinem politischen Führungsanspruch oft in Widerspruch geriet. Man musste die außerparlamentarische Ebene verlassen, um in der Politik Gewicht zu erlangen. "Hinein in den Staat" lautete nun die Parole (10). Man vermied zwar die Gründung einer eigenen Partei, ging aber Bündnisse mit anderen ein, wie der DVP und den Deutschnationalen, zu denen seit jeher enge personelle Bindungen bestanden. So ließen sich Stahlhelm-Mitglieder bei den Reichs- und preußischen Landtagswahlen 1928 auf Listen der DNVP aufstellen (11). Dies blieben allerdings fruchtlose Versuche, die nur zu Konflikten führten, was die Bundesführung schließlich veranlasste, auf eigene Faust Politik zu führen (12). Zunächst präzisierte der Bund sein antirepublikanisch ausgerichtetes Programm in der ersten und zweiten "Stahlhelm-Botschaft" sowie der "Fürstenwalder Hassbotschaft" (13). Gemäß seinem Selbstverständnis sah der Bund sich als Speerspitze einer Freiheitsbewegung, deren Ziele "die äußere und innere Befreiung Deutschlands" sein sollten (14). Bei den 1927 und 1928 stattfindenden Frontsoldatentagen in Berlin bzw. Hamburg sowie auf etlichen weiteren Propaganda-Demonstrationen stellte der Stahlhelm seine Abneigung gegen die Republik öffentlich zur Schau. Eine Reihe unglücklicher Entscheidungen, zu denen das 1928 lancierte Volksbegehren zur Änderung der Verfassung sowie das Volksbegehren gegen den Young-Plan im Jahre 1929 gehören, im Zusammenwirken mit Meinungsverschiedenheiten in der Bundesführung und politischer Unerfahrenheit zeigten jedoch, dass den Aktivitäten des Stahlhelm auf diesem Gebiet Grenzen gesetzt waren. In der Folge kam es, insbesondere mit den erstarkenden Nationalsozialisten, zu Streitigkeiten darüber, wer die Führung im rechten Lager übernehmen sollte. Bei den Reichstagswahlen im September 1930 wurde deutlich, dass der NSDAP die Führungsrolle zufiel. Vermehrt traten Mitglieder des Stahlhelm, zum Teil sogar ganze Ortsgruppen, in diese Partei und die ihr zugehörigen Organisationen (v.a. SA und SS) über. Die im Oktober 1931 in Bad Harzburg stattfindende Tagung der führenden Parteien und Verbände der Rechten und der Zusammenschluss zur "Harzburger Front" vermochten es nicht, die bestehende Kluft zu überbrücken. Bei den Reichspräsidentenwahlen 1932 trat der Konkurrenzkampf zwischen NSDAP und Stahlhelm erneut zutage, indem beide eigene Kandidaten ins Rennen schickten: Adolf Hitler trat für die Nationalsozialisten an, Theodor Duesterberg für die Frontsoldaten (15). Nach dem für den Bund desaströsen Ausgang der Reichspräsidentenwahlen machte sich Ernüchterung breit. Der Stahlhelm legte seine politischen Ambitionen auf Eis und richtete nun sein Augenmerk wieder verstärkt auf Wehrsportaktivitäten und den Freiwilligen Arbeitsdienst, der als Wehrpflichts-Ersatz betrachtet wurde (16). Die Übernahme der politischen Macht durch die NSDAP im Januar 1933 wurde trotz aller Differenzen begrüßt. Unter anderem beteiligten sich etliche Stahlhelmer in der von Hermann Göring im Februar desselben Jahres gegründeten Hilfspolizei zusammen mit SA und SS an Gleichschaltungsmaßnahmen (17). Franz Seldte erhielt im Kabinett Adolf Hitlers den Posten des Reichsarbeitsministers (18). Im Juni 1933 begann die allmähliche Auflösung des Frontsoldatenbundes. Der Scharnhorst-Bund für Jugendliche bis 18 Jahren wurde in die Hitler-Jugend eingegliedert, während die über 18- bis 35-Jährigen als "Wehrstahlhelm" der SA unterstellt wurden. Infolge des enormen Mitgliederzuwachses wurde Ende 1933 eine Neuorganisation der SA befohlen. Im Zuge dessen kam nun auch der Kernstahlhelm (Mitglieder über 35 Jahre) als SA-Reserve unter deren Befehlsgewalt (19). Im März 1934 kam es zur Umgründung in den Nationalsozialistischen Deutschen Frontkämpferbund (Stahlhelm). Am 7. November 1935 erfolgte die endgültige Auflösung des Frontsoldatenbundes, nachdem er seit Beginn des "Dritten Reiches" nur noch ein Schattendasein geführt hatte. Im Jahre 1951 wurde in Köln erneut eine Organisation unter dem Namen Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten gegründet, zu dessen Bundesführer 1952 der ehemalige Generalfeldmarschall Albert Kesselring gewählt wurde. Anmerkungen (1) Vgl. Graff, Siegmund: Gründung und Entwicklung des Bundes, in: Der Stahlhelm. Erinnerungen und Bilder, Bd. 1, S. 30-32. (2) Vgl. ebd., S. 38. (3) Aufgrund des einen Tag vorher begonnenen, so genannten "Kapp-Putsches" war es jedoch nur eine Vorstandssitzung und keine Massenveranstaltung wie die späteren, bis 1933 jährlich stattfindenden Frontsoldatentage, s. Berghahn: Stahlhelm, S. 28. (4) Vgl. ebd., S. 31. (5) Duesterberg, ehemaliger Berufsoffizier, war bereits seit Ende 1919 Mitglied des Hallenser Stahlhelm und zugleich Geschäftsführer des Wahlkreises Halle-Merseburg der DNVP, s. Berghahn: Stahlhelm, S. 24-25. Am 21. April wurde er Führer des Stahlhelm-Gaus Halle. (6) Vgl. zu diesem Thema Berghahn: Stahlhelm, S. 39-53. (7) S. Graff: Gründung, S. 53 (8) S. Berghahn: Stahlhelm, S. 64. (9) So z.B. der Cherusker-und Westfalenbund im Oktober 1924 und der Bund Reichsflagge im Oktober 1927, s. Mahlke: Stahlhelm, S. 150, Sp. 2. (10) Dieser Begriff führte anfangs zu Missverständnissen im Sinne einer Hinwendung zur Republik. In Wirklichkeit wollte man den Staat von innen durchdringen und nach den eigenen Zielvorgaben umwandeln, s. Berghahn: Stahlhelm, S. 103; Mahlke: Stahlhelm, S. 149, Sp. 1; Graff: Gründung, S. 62-63. (11) Vgl. Berghahn: Stahlhelm, S. 109ff. (12) Vgl. ebd., S. 112. (13) S. Mahlke: Stahlhelm, S. 151, Sp. 2. (14) S. Graff: Gründung, S. 63. (15) Letztendlich gewann erneut Hindenburg mit 53% der Stimmen, s. Berghahn: Stahlhelm, S. 219. (16) Vgl. Berghahn: Stahlhelm, S. 232. (17) S. ebd., S. 252ff. (18) Dieses Amt bekleidete er, wenn auch ohne großen politischen Einfluss, bis zum Ende des Dritten Reiches. (19) Vgl. Mahlke: Stahlhelm, S. 155, Sp. 1-2. Bestandsbeschreibung: Geschichte des Bestands Mit der Auflösung des Stahlhelm 1935 gelangten die Akten der Bundesführung in das Reichsarchiv nach Potsdam. Der Bestand wurde ca. 1944/45 ausgelagert und entging somit der Zerstörung - das Reichsarchiv wurde am 14. April 1945 bombardiert. Die Akten verblieben nach dem Zweiten Weltkrieg in Potsdam, nunmehr im Bereich der Sowjetischen Besatzungszone gelegen, und wurden vom dort 1946 gegründeten Deutschen Zentralarchiv (DZA; später: Zentrales Staatsarchiv der DDR) übernommen. Sie wurden dort unter der Bestandssignatur 61 Sta 1 archiviert. Im Zuge der Wiedervereinigung der deutschen Staaten im Jahre 1990 gelangten die Unterlagen durch die Eingliederung des Zentralen Staatsarchivs der DDR schließlich in das Bundesarchiv. Das Bundesarchiv selbst hatte bis dato unter der Signatur R 72 nur geringfügige Schriftgutreste des Stahlhelm verwahrt, welche aus Privatbesitz erworben worden waren (siehe Gerhard Granier: Das Bundesarchiv und seine Bestände, 3. Aufl., Boppard 1977, S. 437). Archivische Bewertung und Bearbeitung Eine erste nachweisbare Bearbeitung des im Deutschen Zentralarchiv verwahrten ungeordneten Bestandes erfolgte in den Jahren 1957-1960. Erschwert wurden die Arbeiten dadurch, dass die Archive über keinerlei Organisationsunterlagen oder Aktenverzeichnisse des Stahlhelm verfügten. 1967 konnte das DZA durch die Vermittlung von V.R. Berghahn (Verfasser des Buches "Der Stahlhelm Bund der Frontsoldaten 1918-1935, Düsseldorf 1966) eine Kopie eines Abgabeverzeichnisses des Stahlhelm-Bundesamtes aus dem Jahre 1935 erwerben. Dieses Verzeichnis stammte ursprünglich aus dem Besitz von Dr. Heinz Brauweiler, zuletzt Leiter der politischen Abteilung des Stahlhelm-Bundesamtes, und sollte alle an das Reichsarchiv abzugebenden Akten aufführen. Mit Hilfe dieses Verzeichnisses konnte im Jahre 1970 die Erschließung nach den Ordnungs- und Verzeichnungsgrundsätzen für die staatlichen Archive der DDR abgeschlossen werden. Eine im Jahre 1967 erfolgte Revision der Akten der Klassifikationsgruppen 1 (Schriftverkehr der Bundesführung), 2 (Druckschriften) und 4 (Bilder) mit Hilfe des o.g. Abgabeverzeichnisses ergab folgendes Bild: Klassifikationsgruppen 1: Vorhanden: 193 Bände Fehlend: 28 Bände = ca. 12% Klassifikationsgruppen 2: Vorhanden: 117 Bände Fehlend: 55 Bände = ca. 47% Klassifikationsgruppen 4: Vorhanden: 70 Bände Fehlend: 33 Bände = ca. 32% Die v.a. bei den Gruppen 2 und 4 besonders hohen Verluste sind erklärbar mit einer vermutlich unvollständigen Abgabe an das Reichsarchiv sowie Einbußen während der kriegsbedingten Aus- bzw. Rücklagerung der Reichsarchivbestände. 2003 erfolgte durch die Umsignierung der ehemals in der Dienststelle Koblenz des Bundesarchivs verwahrten Überlieferung des Stahlhelm die Zusammenführung mit dem alten Potsdamer Teil unter der Bestandssignatur R 72. In der Folgezeit wurden die Daten aus den Findbüchern in eine elektronische Form überführt und in die Datenbank Basys übertragen. Da die Verzeichnungsdaten aus den Findbüchern nicht den modernen Erschließungsrichtlinien des Bundesarchivs entsprachen, war eine Überarbeitung der Daten erforderlich, die in den Jahren 2007-2011 durchgeführt wurde. Schwerpunkte waren die Bildung von Band- und Serienfolgen, Straffung der Enthält-Vermerke durch Hervorhebung des wesentlichen Inhalts, Überprüfung und Anpassung, teilweise Änderung der Klassifikation. Aus der Sammlung "NS-Archiv des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR" wurden Akten der Provenienz Stahlhelm herausgelöst und in den Bestand R 72 integriert. Von diesen Arbeiten waren insbesondere die Klassifikationsgruppen 1-3 betroffen. Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand gibt v.a auf der Ebene der Bundesführung und der Landesverbände bzw. Gaue einen guten Einblick in die organisatorische Entwicklung des Stahlhelm und seiner ihm angegliederten Verbände sowie in seine Aktivitäten verschiedenster Art, v.a. von Anfang der zwanziger Jahre bis zur Auflösung 1935. Dabei stellen die Akten der Klassifikationsgruppen 1 und 3 den umfangmäßig größten Teil der Überlieferung zum Stahlhelm dar. Während in der Klassifikationsgruppe 1 zum einen die Korrespondenz der Bundesführung mit den Stahlhelm-Landesverbänden sowie anderen Verbänden, Organisationen und Privatpersonen, zum anderen die Akten zu den Frontsoldatentagen den inhaltlichen Schwerpunkt bilden, sind es in Gruppe 3 primär innen- und außenpolitische Fragen sowie Ereignisse zu Zeiten der Weimarer Republik bzw. zu Beginn des Dritten Reiches, die dokumentiert sind. Personenbezogene Unterlagen sind nur insofern in größerem Umfang vorhanden, als es sich um höherrangige Mitglieder des Stahlhelm oder aber um Personen der Zeitgeschichte bzw. des öffentlichen Lebens handelt. Mitgliederlisten bzw. Ausweise von Ortsgruppen sind nur in äußerst geringer Menge Teil des Bestandes. Erschließungszustand: Findbuch Nachträge in Datenbank Umfang, Erläuterung: 2336 AE Zitierweise: BArch, R 72/...

              FA 1 / 22 · Akt(e) · 1912 - 1913
              Teil von Cameroon National Archives

              Einzelfälle. - Oertel, Sanitätsgehilfe. - Belassung in Bare, 1912 [fol. 1] Abgaben und Leistungen des Eingeborenen. - Inkrafttreten der Eingeborenmensteuerverordnung am 1.4.1913. - Telegrafische Verfügung von Gouverneur Dr. Ebermaier, 1912 [fol. 2] Kulturversuche. - Baumwolle. - Erkundung des Ostteiles des Bezirkes Joko durch den landwirtschaftlichen Sachverständigen Dr. Simoneit nach Baumwollanbaumöglichkeiten. - Verfügung des Gouverneurs Dr. Ebermaier, 1912 [fol. 8 - 9] Dienststellen der Lokalverwaltung. - Bamenda. - Belassung der Verwaltung am bisherigen Ort, Ausbau und Befestigung der Station (Mittelbereitstellung), 1912 [fol. 10] Bamum (Fumban). - Einrichtung einer Residentur. - Denkschrift von Dr. Ebermaier, 1912 [fol. 14 - 16] Kamerun-Nordbahn - Weiterführung. - Entwicklung des Gebietes von Bamum (Fumban) nach Verlängerung der Kamerun-Nordbahn. - Denkschrift von Gouverneur Dr. Ebermaier, 1912 [fol. 14 - 16] Persönlichkeit des Oberhäuptlings Njoya. - Bericht von Gouverneur Dr. Ebermaier, 1912 [fol. 14 - 16] Einzelfälle. - Adametz, Hauptmann. - Geplante Einsetzung als Resident in Bamum (Fumban) ab Frühjahr 1913, 1912 [fol. 14 - 20] Regionale Grenzangelegenheiten. - Ossidinge, 1912 [fol. 17] Dienststellen der Lokalverwaltung. - Bamenda. - Verwaltungsänderungen (Planung), April 1912 [fol. 18 - 19] Verteilung der europäischen Zivilbediensteten. - Listen. - Besetzung von Verwaltungsposten mit Offizieren der Schutztruppe für Kamerun. - Planungen von Gouverneur Dr. Ebermaier, 1912 [fol. 20] Verstärkung der Polizeitruppe im Bezirk Dschang um 10 Soldaten. -Genehmigung des Antrages des Bezirksamtes durch Gouverneur Dr. Ebermaier, 1912 [fol. 23] Goldvorkommen im Bezirk Garua (Njum). - Entdeckung der Lagerstätte durch die Firma The Niger Company, Ltd., 1912 [fol. 24] Kamerun-Nordbahn - Weiterführung. - Abschluss der Erkundung für die Linienführung. - Bericht von Techniker Arnold, 1912 [fol. 31] Kamerun-Nordbahn - Weiterführung. - Wirtschaftliche Bedeutung des Gebietes von Bamum (Fumban). - Bericht von Techniker Arnold, 1912 [fol. 31 - 37] Dienststellen der Spezialverwaltung. - Buea Gouvernementsdruckerei. - Verhältnisse der Dienststelle. - Denkschrift, Geheimer Regierungsrat Dr. Meyer, 1912 [fol. 39 - 42] Dienststellen der Spezialverwaltung. - Buea Gouvernementsdruckerei. - Sanitäre Verhältnisse der Dienststelle. - Gutachten von Regierungsarzt Dr. Schütz, 1912 [fol. 43 - 44] Dienststellen der Spezialverwaltung. - Buea Gouvernementsdruckerei. - Verhältnisse der Dienststelle und Stärkung des privaten Druckgewerbes. - Bericht von Gouverneur Dr. Ebermaier, 1912 [fol. 45 - 51] Verdrängung des Zahlungsmittels Kauri-Schnecke von den Märkten des Bamum- (Fumban-) Gebietes. - Denkschrift von Gouverneur Dr. Ebermaier, 1912 [fol. 52] Festnahme der Häuptlinge Tedi Mbassa und Dalugene im Gebiet von Dume. - Meldung von Oberleutnant Zipse, 1912 [fol. 53] Einrichtung eines Wetterkundedienstes im Schutzgebiet Kamerun. - Denkschrift von Gouverneur Dr. Ebermaier, 1913 [fol. 62 - 66] Baumwolle. - Baumwollanbau in Nigeria. - Vorbereitungen für eine Dienstreise des landwirtschaftlichen Sachverständigen Dr. Wolff, 1913 [fol. 67-70, 211 - 214] Viehzucht. - Kreuzungsversuche mit Allgäuer Bullen und Zebukühen. - Bericht des Regierungsarztes Immel, Banjo, 1912 [fol. 73 - 78] Viehzucht. - Stationierung europäischer oder Zebuzuchtbullen in Banjo. - Bericht des Regierungstierarztes Immel, 1912 [fol. 75 - 78] Viehzucht. - Anlage einer Zuchtstation für Vieh, Schafe und Hühner. - Kostenvoranschlag von Regierungstierarzt Immel, Banjo, 1912 [fol. 77 - 78] Viehzucht. - Beschaffung von Vieh für die Viehzuchtstation Djutits, Bezirk Dschang; Einrichtung der Viehzuchtstation Bamenda; Viehhaltung der landwirtschaftlichen Versuchsstation Kuti. - Bereitstellung der finanziellen Mittel, 1913 [fol. 83-87, 171 - 173] Verwaltungs- und Gebietsgrenzen (Stammesgrenzen). - Banjo und Bamenda, 1912 - 1913 [fol. 89 - 94] Allgemeine politische, militärische und wirtschaftliche Verhältnisse. - Bali-Gebiet, insbesondere Stützung des regierungstreuen Häuptlings Bali, 1913 [fol. 97 - 107] Verwaltungs- und Gebietsgrenzen (Stammesgrenzen). - Dschang und Bamenda, 1912 [fol. 108] Missions- und Schulangelegenheiten. - Protokoll einer Besprechung von Gouverneur Dr. Ebermaier mit verschiedenen Sachverständigen in Kuti (Kutaba) bei Bamum (Fumban), 1912 [fol. 109 - 120] Viehzucht. - Rinderhaltung der Einheimischen in den Residenturbezirken. - Fragebogenformular, 1913 [fol. 121] Kamerun-Mittellandbahn. - Weiterführung Ngaundere Garua. - Denkschrift von Dr. Ebermaier, 1913 [fol. 127 - 128] Angelegenheiten der Häuptlinge. - Wartung (Neuvergoldung und -versilberung) und Instandsetzung der den Häuptlingen als Hoheitszeichen verliehenen Häuptlingsstäbe. - Verfügung von Dr. Ebermaier, 1913 [fol. 129] Angelegenheiten der Häuptlinge. - Übergabe von Häuptlingsstäben durch Gouverneur Dr. Ebermaier während der Tschadsee-Reise. - Verzeichnis der Häuptlinge, Januar 1913 [fol. 130] Entwicklung des Verkehrswesens im Schutzgebiet Kamerun. - Denkschrift von Regierungsrat Schlosser für den Kolonialschriftsteller Zimmermann, 1913 [fol. 140] Europäer. - Etatmäßige Abgänge von Offizieren und Unteroffizieren der Schutztruppe für Kamerun im Rechnungsjahr 1913/14. - Namensliste, 1913 [fol. 144 - 145] Personaletats (Entwürfe) für Europäische Beamte und Militärpersonen. - Rechnungsjahr 1914/15 [fol. 146 - 158] Lokalverwaltung, allgemein. - Umbenennungen und Verwaltungsänderungen bei den Residenturen. - Verfügung von Dr. Ebermaier: Entwurf, 26.1.1913 [fol. 151 - 165] Abgaben und Leistungen des Eingeborenen. - Erhebung der Kopf- und Viehsteuer im Lamidat Ngaundere. - Bericht von Gouverneur Dr. Ebermaier zum Gesuch des Lamidos, 1913 [fol. 159] Allgemeine politische, militärische und wirtschaftliche Verhältnisse. - Neu-Kamerun (insbesondere Hinweis auf die dortigen ungenügenden deutschen militärischen Kräfte). - Bericht von Hauptmann Schwartz, 1913 [fol. 166] Stellenbeantragungen für das Rechnungsjahr 1914/15 (mit Begründungen). - Banjo (Bezirksamtsmannstelle und Fortfall der Bezirksleiterstelle) [fol. 174] Stellenbeantragungen für das Rechnungsjahr 1914/15 (mit Begründungen). - Molundu (Bezirksamtsmannstelle) [fol. 174] Europäer. - Personalveränderungen bei der Schutztruppe für Kamerun. - Telegrafische Verfügung von Gouverneur Dr. Ebermaier, 12.2.1913 [fol. 184] Europäer. - Personaländerungen bei der Verwaltung. - Telegrafische Verfügung von Gouverneur Dr. Ebermaier, 12.2.1913 [fol. 184] Angehörige der Spezialverwaltung. - Personalveränderungen im Forstwesen nach dem Tode des Oberförsters Schorkopf. - Bericht vom Geheimen Regierungsrat Dr. Meyer, 1913 [fol. 185] Entwicklung des Eisenbahnnetzes im Schutzgebiet Kamerun unter Berücksichtigung der schiffbaren Flüsse nach Erwerbung Neu-Kameruns. - Bericht von Ingenieur Thevos, 1912 [fol. 185 - 206] Marsch Garua Mbassi-Baibokum der 12. Kompanie (Hauptmann von Raven, Oberleutnant Wanka) auch: Darstellung der deutschen Macht im Gebiet der Ostgrenze auf Wunsch des Gouverneurs Dr. Ebermaier, 1913 [fol. 216 - 220] Lokalverwaltung, allgemein. - Einrichtung der Verwaltung entlang der neuen Ostgrenze am Logone. - Denkschrift von Dr. Ebermaier, 1913 [fol. 221 - 223] Grundstücksrecht, Grundbuchwesen, Enteignung, Grundbesitz der Eingeborenen. - Enteignung Duala. - Versammlung der Duala-Häuptlinge. - Protokoll (Auszüge), 9.12.1912 [fol. 167] Grundstücksrecht, Grundbuchwesen, Enteignung, Grundbesitz der Eingeborenen. - Enteignung Duala. - Petition der Duala-Häuptlinge an Bezirksamtmann Röhm. - Abschrift, 7.12.1912 [fol. 168] Angelegenheiten der Häuptlinge. - Jaimo, abgesetzter Lamido von Kontcha. - Rückkehr von britischem auf deutsches Gebiet. - Stellungnahme von Gouverneur Dr. Ebermaier zum Bericht von Hauptmann Eymael, Banjo, 1913 [fol. 177 - 182] Dienststellen der Lokalverwaltung. - Ngaundere. - Übernahme der Geschäfte. - Bericht von Hauptmann von Stephani, 1.2.1913 [fol. 224] Bekämpfung von Unruhen und Aufständen. - Ostgrenze, 1907 - 1913 [fol. 216 - 220]

              Gouvernement von Kamerun
              Unruhen in China - Boxeraufstand
              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 130 a Bü 930 · Akt(e) · 1900 - 1903, 1905
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

              Enthält u.a.: Berichte der Württ. Gesandschaft in Berlin und des Auswärtigen Amts vom 11.07.1900 über die Lage in China Qu. 4, 4a; Verbot der Ausfuhr von Waffen und Kriegsmaterial nach China 1901 Qu. 15; Versorgung der Teilnehmer an der ostasiatischen Expedition und ihrer Hinterbliebenen 1905 Qu. 18, 29

              Unruhen in China: Bd. 4
              BArch, RM 3/6781 · Akt(e) · 1900
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)
              • 1900, Bundesarchiv, BArch, RM 3 Reichsmarineamt description: Enthält u.a.: - Ausstattung des Expeditionskorps mit Verpflegungs- und Unterbringungsmitteln - Berichte über Unruhen im Norden Chinas, über Boxeraufstand sowie die Tätigkeit des III. Seebataillons Enthält u.a.: Ausstattung des Expeditionskorps mit Verpflegungs- und Unterbringungsmitteln Berichte über Unruhen im Norden Chinas, über Boxeraufstand sowie die Tätigkeit des III. Seebataillons
              Unruhen in China: Bd. 5
              BArch, RM 3/6782 · Akt(e) · 1900-1901
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Enthält u.a.: Berichte über die Lage im Hinterland von Kiautschou sowie die Tätigkeit des III. Seebataillons und dem Boxeraufstand

              Reichsmarineamt
              Unruhen in China: Bd. 6
              BArch, RM 3/6783 · Akt(e) · 1901
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)
              • Enthält u.a.: Berichte über Boxeraufstand, Vorgänge in Tsingtau und Hinterland description: Enthält u.a.: - Berichte über Boxeraufstand, Vorgänge in Tsingtau und Hinterland 1901, Bundesarchiv, BArch, RM 3 Reichsmarineamt
              Unruhen in China: Bd. 7
              BArch, RM 3/6784 · Akt(e) · 1901-1911
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Enthält u.a.: Berichte über Unruhen im Tsimo-Bezirk, im Schutzgebiet Kiautschou, Lage in der Provinz Schantung Denkschrift über Erfahrungen in China

              Reichsmarineamt
              FA 1 / 15 · Akt(e) · 1905 - 1908
              Teil von Cameroon National Archives

              Grenzen des Schutzgebietes. - Regionale Grenzangelegenheiten. - Südgrenze [fol. 1 - 2] Missum-Missum, Mai-Juni 1905 [fol. 1 -3, 5, 12] Grenzen des Schutzgebietes. - Regionale Grenzangelegenheiten. - Dja (Scha), Juni 1905 [fol. 9] Besetzung der Grenze des Schutzgebietes Kamerun durch Polizeitruppen zum Schutz gegen französische Übergriffe.- Erlass des Auswärtigen Amtes, 1905 [fol. 17 - 18] Bekämpfung von Unruhen und Aufständen. - Süd-Expedition vom Mai-Juli 1905 (Oberleutnant von Sobbe) Verlauf der Expedition. - Bericht des Kommandos der Schutztruppe für Kamerun, 1905 [fol. 22 - 24] Bekämpfung von Unruhen und Aufständen. - Süd-Unternehmung vom 25.5.1905 -4.3.1907 (Hauptmann Scheunemann, Oberleutnant Bertram, Hauptmann Schlosser).- Durchführung von Juni bis Juli 1905. - Bericht von Hauptmann Scheunemann, 1905 [fol. 27] Bekämpfung von Unruhen und Aufständen. - Expedition in das Gebiet der aufständische Njem. - Bericht von Oberleutnant Sobbe, Juli 1905 [fol. 29 - 30] Regionale Grenzangelegenheiten. - Dongo-Mabulli, Oktober 1903 - Juni 1905 [fol. 32 - 35] Regionale Grenzangelegenheiten. - Ostgrenze, 1902 - 1905 [fol. 39 - 137] Regionale Grenzangelegenheiten. - Zugefügte Schäden durch an der Südgrenze des Schutzgebietes ansässige französische Firmen. - Denkschriften an den Staatssekretär im Auswärtigen Amt von Richthofen, 1905 [fol. 50 - 52] Regionale Grenzangelegenheiten. -. Dume Kadei Lomie, 1905 - 1908 [fol. 56 - 188] Regionale Grenzangelegenheiten. - Ndelele-Missum, 1907 - 1908 [fol. 95, 107, 147 - 177] Berichte der Dienststellen der allgemeinen Verwaltung. - Lomie. 1907/08, 1908 [fol. 79] Handel und Gewerbe. - Gummihandel. - Ausfuhr von Rohgummi durch französische Faktoreien. - Bericht des Stationsleiters von Dume, 1907 [fol. 107] Öffentliche Sicherheit. - Französischer Handel mit Kriegsmaterial in den deutschen Gebieten am Kadey Dume unter Berufung auf den angeblichen Beitritt Deutschlands zum Lissaboner Protokoll vom 8.4.1892. - Gegenmaßnahmen, 1907 [fol. 119 - 143] Berichte der Dienststellen der allgemeinen Verwaltung. - Dume. - Dume April 1908, 1908 [fol. 178 - 179] Allgemeine politische, militärische und wirtschaftliche Verhältnisse. - Jama (Südbezirk) Bericht von Leutnant Reiter, 1908 [fol. 180] Öffentliche Sicherheit. - Ausweisung des französischen Kaufmannes Ch. Quintou aus dem Bezirk Bertua wegen falscher Anschuldigungen über eine angebliche Bedrohung durch die Batare-Bevölkerung und anderer Delikte, 1908 [fol. 189] Regionale Grenzangelegenheiten. - Ssanga-Ngoko, 1905 - 1908 Skizze der französischen Faktoreien am Kadey-Fluss, 1:500 000, Federzeichnung mit farbiger Eintragung des Flusslaufs, Scheunemann, Hauptmann, 1907

              Gouvernement von Kamerun
              FA 1 / 21 · Akt(e) · 1889 - 1904
              Teil von Cameroon National Archives

              Bekämpfung von Unruhen und Aufständen. - Kamerun-Hinterland-Forschungsexpedition (Dr. Eugen Zintgraff). - Dienstreise (Kanzler Graf Pfeil, Marcus), Groß- und Klein-Batanga, Kribi, Kampo, Spanisch-Muni, Gabun, St. Thome (mit ausführlicher Stellungnahme des Gouverneurs von Soden), 1889 [fol. 1 - 54] Handel und Gewerbe. - Errichtung von Faktoreien der Firma Knutson, Valdau & Heilborns Afrikanska Handelsaktiebolag am Massake, Ndian und Rio del Rey unter bestimmten Bedingungen. - Bericht des Gouverneurs von Soden an das Auswärtige Amt, 1899 [fol. 57 - 59]

              Gouvernement von Kamerun
              BArch, R 1001/709 · Akt(e) · (1842) Nov. 1888
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Enthält u.a.: Blockade der ostafrikanischen Küste. - Vereinbarung zwischen Deutschland und England vom 3./5. Dez. 1888 Treaty between Great Britain, Austria, France, Prussia and Russia for the suppression of the African Slave Trade, signed at London, December 20, 1841. London, 1842

              BArch, R 1001/710 · Akt(e) · Nov. 1888
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Enthält u.a.: Erklärung der Blockade durch gemeinsame Bekanntmachung des deutschen und englischen Geschwaderchefs in Ostafrika