Vermögen

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              BMW bmw 1/6181 · Akt(e) · 01.01.1930 - 31.12.1952
              Teil von Evangelisches Landeskirchliches Archiv Berlin

              Enthält u.a.: Anmerkungen zu Brief von Rev. Anderson, Tanganyika vom 17.1.1952; Abschlußbericht über d. frühere Eigentum d. Berliner Missionsgesellschaft in Tanganyika, 14.10.1952; Bewegliches und unbewegliches Vermögen in Ostafrika; Landbesitz in Ostafrika, Kopie v. 20.10.1930

              Berliner Missionswerk
              Eigentümer K: Bd. 8
              BArch, R 26-VI/45 · Akt(e) · 1941-1945
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Enthält: Kohn, A.; Kohn, Andrija E.; Kohn, Hermann und Kohn, Regina; Kohn, Moritz; Kohn, Roza geb. Blumenstock; Kohn, Samuilo; Kohn, Tibor; Kojadinovic, Betti; Kolonialbank AG, Inh.: Alfred Kazes; Kolorit, Inh.: Jakob Zak Mandil; Kolosseum, Inh.: Dobrivoj Andjelkovic

              Landesarchiv Sachsen-Anhalt, I 543 (Benutzungsort: Merseburg) · Bestand · 1884 - 1957, 1993
              Teil von Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik)

              Findhilfsmittel: Findbuch 2013 (online recherierbar) Registraturbildner: Hermann Moritz Bertram gründete im Jahr 1884 die Firma Herm. Bertram Halle/S. mit Sitz in der Torstraße 61, die die Herstellung und den Vertrieb von Spezialmaschinen für Bäckereien zum Inhalt hatte. Im Laufe der Jahre entwickelte Bertram eine Vielzahl von Patenten für Bäckerei-Spezialmaschinen, die an Kunden im In- und Ausland geliefert wurden. Ab 1896 produzierte die Firma Knetmaschinen und ab 1905 Dampfbacköfen. Zwischen 1915 und 1918 lieferte die Fabrik außerdem Graugussgranaten und leichte fahrbare Feldbacköfen an das Militär. Im April 1909 wurde Otto Bertram Firmenteilhaber. Gleichzeitig erfolgte die Umwandlung der Firma in eine offene Handelsgesellschaft unter dem neuen Firmennamen "Herm. Bertram, Hallesche Dampfbackofen-Fabrik - Hallesche Misch- und Knetmaschinen-Fabrik". Zur besseren Vermarktung der Firmenprodukte gründete man im März 1921 die Bertram Vertriebsgesellschaft mbH mit Sitz in Halle, Thielenstrasse 4. Angeboten wurden komplette Einrichtungen für Bäckereien und Brotfabriken, ebenso Dampfbacköfen, elektrische Öfen und Bäckereimaschinen jeder Art. 1931 übernahm die Fa. Herm. Bertram GmbH die unwirtschaftlich gewordene Vertriebsgesellschaft in ihren Besitz. Um die Verwendung des Namens „Bertram“ durch andere Firmen zu unterbinden, wurde 1936 der fiktive Geschäftssitz der Vertriebsgesellschaft nach Berlin verlegt. Bis 1938 konnte so die Löschung der Vertriebs-GmbH im dortigen Handelsregister verhindert werden. Als alleiniger Besitzer ließ Otto Bertram 1924 den Firmennamen wieder in Fa. Herm. Bertram, Hallesche Dampfbackofen-Fabrik-Hallesche Misch- und Knetmaschinen-Fabrik umändern. Anfang 1929 entstand daraus die Fa. Herm. Bertram, Hallesche Dampfbackofen-Fabrik-Hallesche Misch- und Knetmaschinen-Fabrik GmbH deren Hauptgesellschafter Otto und Charlotte Bertram waren, ab April 1937 auch Wolf Günther Bertram. Ab 1939 führte die Firma wieder Heeresaufträge aus und produzierte neben Bäckereimaschinen für Heeresbauämter und verschiedene Dienststellen in den besetzten Gebieten auch Granaten und lieferte Maschinen an kriegswichtige Betriebe. 1942 erfolgte die Umwandlung der GmbH in eine Kommanditgesellschaft. Durch Verfügung des Präsidenten der Provinz Sachsen-Hauptabteilung Wirtschaft vom 3. Juli 1946, wurde zum 16. Juli 1946 die Herm. Bertram KG in unmittelbare Aufsicht und Verfügungsgewalt der Provinz Sachsen genommen, doch wurde die Firma weder unter Sequester gestellt noch enteignet. Lediglich treuhänderische Verwalter und Geschäftsführer wurden berufen. Im März 1948 erfolgte die Rückumwandlung der Kommanditgesellschaft in Fa. Herm. Bertram, Hallesche Dampfbackofen-Fabrik-Hallesche Misch- und Knetmaschinen-Fabrik GmbH. Als Zweck der Firma gab man die Herstellung und den Vertrieb von Öfen und Maschinen aller Art für das Bäckereigewerbe und die Nahrungsmittel- und Chemiebranche, insbesondere aber die Fortsetzung des Betriebes der Hermann Bertram KG, an. Am 19. März 1953 beantragte der damalige Geschäftsführer aufgrund von Steuerschulden beim Rat der Stadt Halle (Abt. Finanzen, UA Abgaben) ein Konkursverfahren über das Vermögen des Betriebes und seiner Inhaber. Durch „freihändigen Verkauf“ wurde im Rahmen der Zwangsvollstreckung das Firmeninventar am 15. April 1953 an den VEB (K) Bäckereimaschinen und Ofenbau Halle (Saale) verkauft und so die Firma in Volkseigentum überführt. Zum 1. Jan. 1957 ging dieser Betrieb im Nagema "Habämfa" VEB Hallesche Bäckereimaschinen- und Ofenfabrik, Halle auf. Bestandsinformationen: In den Jahren 1999, 2000 und 2004 übergab das Stadtarchiv Halle etwa 8,7 lfm unerschlossenes Schriftgut der Fa. Herm. Bertram, Hallesche Dampfbackofen-Fabrik - Hallesche Misch- und Knetmaschinen-Fabrik GmbH an das damalige Landesarchiv Merseburg (später Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Merseburg), wo es 2012 bearbeitet und verzeichnet wurde. Enthaltene Karten: 18 Enthaltene Fotos: 8

              BArch, R 177 · Bestand · 1940-1950
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Geschichte des Bestandsbildners: Die "Erfassung und Behandlung feindlichen Vermögens" in den besetzten Niederlanden wurde im Zuge der Errichtung einer deutschen Zivilverwaltung geregelt. Die Zuständigkeit lag beim Generalkommissar für Finanz und Wirtschaft. Leiter des zunächst im Generalreferat ausgewiesenen und ab 1. Nov. 1941 zur eigenen Abteilung erweiterten Aufgabenbereichs Feindvermögen war zunächst Kammergerichtsrat Dr. Schröder. Unter Feinsvermögensverwaltung fiel das bewegliche und unbewegliche Vermögen von natürlichen und juristischen Personen der am Krieg gegen Deutschland beteiligten Staaten. Der Generalkommissar entschied über die Einsetzung von entsprechenden Verwaltern. Zunächst wurde auch das Vermögen von ins Ausland geflohenen Juden unter Verwaltung gestellt, diese Vermögensverwaltungen wurden jedoch ab März 1941 in Treuhänderschaften umgewandelt. Die Liquidierung der Unternehmen erfolgte nach Verordnung über die Behandlung anmeldepflichtiger Unternehmen (Wirtschaftsentjudungsverordnung) vom 12.März 1941 durch die Wirtschaftsprüfstelle des Generalkommissars. Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte Die Akten der Abteilung Feindvermögen des Generalkommissars für Finanz und Wirtschaft, darunter auch einige wenige Bände der Provenienz Treuarbeit, gelangten erst 1984 von der Deutschen Revisions- und Treuhand AG in Frankfurt/M. ins Bundesarchiv. Die Akten wurden im Jahr 2001 im Bundesarchiv verfilmt und die Originalakten an das Nederlands Instituut voor Oorlogsdocumentatie Amsterdam abgegeben. Archivische Bewertung und Bearbeitung Die Ordnung der Akten im Findbuch folgt den in der Registratur des Generalkommissars nach dem Anfangsbuchstaben des Hauptschlagwortes fortlaufend vergebenen Registrierungsnummern. Inhaltliche Charakterisierung: Bei dem überwiegenden Teil der Überlieferung handelt es sich um Einzelfallakten über die Verwaltung der "feindlichen" Vermögenswerte, alphabetisch geordnet nach den Namen der Firmen. Die Bände enthalten neben den von den Verwaltern geforderten Berichten auch Prüfungsberichte der Deutschen Revisions- und Treuhand AG, Zweigstelle Den Haag, sowie Schriftwechsel zu den Entscheidungen des Generalkommissars. Daneben sind allgemeine Bände über die Behandlung des Feindvermögens einschließlich der Einsetzung von Verwaltern sowie Unterlagen über die Behandlung des jüdischen Vermögens vorhanden. Erschließungszustand: Findbuch (1990) Zitierweise: BArch, R 177/...

              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, K 26 · Bestand · 1913-1943 (Na bis 1977)
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik)

              Inhalt und Bewertung Vorbemerkung Von Gisela Scharlau Die 1999 vom Finanzamt Heilbronn übernommenen Steuerakten jüdischer Bürger enthalten Unterlagen zu allen gängigen Steuerarten wie Einkommen-, Vermögen-, Gewerbe- um Umsatzsteuer aus der Zeit von 1913 bis 1943. Daneben enthalten sie Korrespondenzen, Kaufverträge, Unterlagen über Betriebsprüfungen, Steuerprozesse usw. Da es sich bei den Personen ausschließlich um jüdische Bürger Heilbronns handelt, die während des 3. Reiches entweder emigrieren konnten oder deportiert wurden, kommen als Besonderheit noch die seit 1931 bei Auswanderung erhobene Reichsfluchtsteuer, die 1938/1939 in 5 Raten fällige Judenvermögensabgabe und weitere gegen die Juden gerichteter Repressalien wie die Ablieferung von Wertgegenständen und der zwangsweise verordnete Einkauf in jüdische Altersheime hinzu. Am Ende standen die ehemals vermögenden Betroffenen meist mittellos da und waren oft noch auf die Unterstützung von Verwandten im Ausland angewiesen (die Genehmigungen der Devisenstellen über die Auszahlung des Geldes liegen bei), denen die Emigration noch rechtzeitig gelungen war. Die Akten enthalten auch die zur Emigration erforderliche "Steuerliche Unbedenklichkeitserklärung". Sie war meist 6 Monate gültig und wurde mehrfach verlängert, in vielen Fällen war sie völlig nutzlos und rettete die Betroffenen nicht mehr vor der Deportation. Neben polizeilichen Abmeldungen mit den Daten der Emigration, finden sich auch die Deportationsdaten in den Akten. ("Der Jude ... wurde im Kalenderjahr 1942 ausgebürgert und aus dem Reich abgeschoben" oder "jetzt im Osten".) Neben Akten von Einzelpersonen enthält der Bestand Firmenakten von jüdischen Firmen, die meist schon den Betrieb eingestellt hatten (bis 1938). Die Personen stammen vorwiegend aus Heilbronn, ein großer Teil kommt aber auch aus anderen Teilen Württembergs, vorwiegend aus Stuttgart . Dabei handelt es sich meist um ältere Personen, die aus Stuttgarter Altersheimen in das jüdische Altersheim Eschenau bei Heilbronn zwangsweise verlegt wurden. Die meisten der betroffenen Personen sind entweder am 01.12.1941 nach Riga oder am 22.08.1942 nach Theresienstadt deportiert und bis auf ganz wenige Ausnahmen ermordet worden. Bei der Verzeichnung dieser Akten wurde versucht, auch die Lebensdaten der betroffen Familienmitglieder, soweit diese in den Steuerunterlagen vorkommen, zu ermitteln. Neben Lebensdaten und Beruf sollen auch die Wohnorte bzw. Firmensitze Aufschluss über das Schicksal der Menschen geben, ein Ortsregister soll das Auffinden der aus anderen Orten stammenden Personen erleichtern. In der Titelaufnahme stehende Ergänzungen wurden aus den unten angeführten drei Publikationen übernommen und in eckige Klammern gesetzt. Sinngemäße, sich aus den Akten ergebende Ergänzungen stehen in runden Klammern. Ein Abkürzungsverzeichnis erläutert die verwendeten Abkürzungen. Der Bestand K 26 umfasst 170 Titelaufnahmen; einige Akten sind stark verschimmelt. Die Laufzeit der Steuerakten beginnt im Jahr 1913 und endet 1943. Alle nach 1945 entstandenen Aktenteile beziehen sich auf Wiedergutmachungsverfahren.

              Finanzmisterium: "Arisierungsakten" (Bestand)
              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 237 Zugang 1967-19 · Bestand · 1933-1945 (-1968)
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik)

              Inhalt: Mit der "Verordnung über die Anmeldung des jüdischen Vermögens" vom 26. April 1938 (Reichsgesetzblatt 1938 I 414 f.) wurden Rechtsgeschäfte, mit denen Juden Verfügungen über bestimmte Teile ihres Eigentums trafen, genehmigungspflichtig. Als Genehmigungsbehörde trat in Baden hauptsächlich das Finanz- und Wirtschaftsministerium auf. Durch die ¿Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens¿ vom 3. Dezember 1938 (Reichsgesetzblatt 1938 I, S. 1709-1712) wurde diese Regelung dahingehend verschärft, dass die Genehmigungsbehörde ausdrücklich die rechtmäßigen Eigentümer zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte zwingen konnte. Solchen Auflagen unterlagen neben dem Eigentum an Gewerbebetrieben, Liegenschaften und Wertpapieren auch Kunstgegenstände im Wert von über 1000 Reichsmark. Der vorliegende Bestand enthält Akten zu denjenigen Einzelfällen, in denen das Badische Finanz- und Wirtschaftsministerium die sogenannte "Arisierung" von Vermögenswerten (überwiegend Gewerbebetriebe und Liegenschaften) genehmigt bzw. angewiesen hat. Außerdem finden sich Gesuche einzelner Bürger zum Erwerb von Betrieben oder Liegenschaften, deren "Arisierung" vorgesehen war. Nachweisbar sind ferner Akten zu Firmen, die 1933 Opfer von Boykottmaßnahmen gegen jüdische Unternehmen geworden waren sowie Listen kontrollierter Vermögen aus der Zeit nach 1945. Karlsruhe, im Februar 2016 Lutz Bannert Bestandsgeschichte: Die Unterlagen des vorliegenden Bestands kamen als Ablieferung des Regierungspräsidiums Karlsruhe ins Generallandesarchiv (Zugang 1967-19) und bildeten zunächst den Bestand 505 "Arisierungsakten". Weil diese Akten schwerpunktmäßig beim badischen Finanz- und Wirtschaftsministerium entstanden sind, wurden sie Ende der 1990er Jahre umsigniert zu 237 Zugang 1967-19. Akten mit Laufzeitbeginn nach 1945 sind bei Nachfolgebehörden des Finanzministeriums entstanden, d.h. beim Präsidenten des Landesbezirks Baden, Abteilung Wirtschaft, bzw. bei der Wirtschaftsabteilung des Regierungspräsidiums Nordbaden. Sie beinhalten abschlägig beschiedene Anfragen von Wiedergutmachungsbehörden, Gerichten und jüdischen Nachfolgeorganisationen nach "Arisierungs"akten. Aufgrund des inhaltlichen Zusammenhangs zu den Akten des Finanzministeriums wurden sie im vorliegenden Bestand belassen. Erschlossen war der Aktenzugang durch eine Kartei, die Ende 2015 konvertiert und anschließend zu einem Online-Findmittel aufbereitet wurde. Karlsruhe, im Februar 2016 Dr. Martin Stingl

              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 63/1 · Bestand · 1802-1814
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

              Geschichte der Kommission: Am 14. Januar 1811 ordnete König Friedrich von Württemberg die Einrichtung einer Generaladministrationskommission (GAK) zur Regulierung der wirtschaftlichen Angelegenheiten und des Schuldenwesens seines Bruders Herzog Ludwig von Württemberg an. Zum Vorsitzenden der Kommission wurde der Kabinettsministerialdirektor Johann Heinrich von Menoth bestimmt. Weitere Mitglieder waren Oberfinanzkammerdirektor Johann Friedrich von Dünger sowie die beiden Oberökonomieräte Georg Friedrich Sommer und Ernst Heinrich Faber, letzterer in der Eigenschaft als Kassierer und Geschäftsführer. Den Auftrag zur Einrichtung der GAK erhielt am 21. Januar Finanzminister Graf von Mandelslohe in Vertretung des erkrankten Kabinettsministers Graf von Taube; einen Tag später fand die konstituierende Sitzung statt. Aufgabe der GAK war es, das gesamte im Königreich Württemberg befindliche Mobiliarvermögen Herzog Ludwigs zu beschlagnahmen und zu inventarisieren, Aktiv- und Passivvermögen des Herzogs zu ermitteln, einen Schuldentilgungsplan zu entwerfen sowie die für den Unterhalt des Herzogs und seiner Familie festgesetzten Mittel zu verwalten. Das der Herzogin Henriette und den herzoglichen Kindern als Privateigentum zugesprochene Vermögen war von der übrigen Vermögensmasse zu trennen. Als Treuhänder der Herzogin fungierte der Geh. Rat von Neurath, während die Interessen der Kinder vom Minister für Hausangelegenheiten, dem Kabinettsminister Grafen von Taube wahrgenommen wurden. Der Grund für die Einrichtung der GAK lag in der totalen Überschuldung Herzog Ludwigs, die bereits während seiner Zeit in polnischen Diensten Ende der 80er Jahre des 18. Jahrhunderts begonnen hatte und über die preußische und russische Dienstzeit hinaus bis zur Übersiedlung Ludwigs nach Württemberg andauerte und sich zunehmend verschärfte. Bereits am 17. Februar 1810 war deshalb eine Administrationskommission eingerichtet worden mit der Vorgabe, einen Teil der herzoglichen Apanage für die Schuldentilgung zumindest bei den inländischen, also württembergischen Gläubigern zu verwenden und die Hofhaltung Ludwigs wirtschaftlich zu führen. Das unter der Verantwortung des Finanzministers stehende und später als Partikularadministrationskommission (PAK) bezeichnete Gremium setzte sich zusammen aus dem Oberfinanzkammerdirektor von Dünger und dem kurz zuvor zum Oberökonomierat ernannten Ernst Heinrich Faber, der bereits seit Ende 1808 mit den Rechnungsgeschäften in der Hofhaltung Herzog Ludwigs betraut war. Wesentliche Voraussetzung für die Etatbildung der PAK war die teilweise Deckung der Ausgaben durch jene Einkünfte, die Herzog Ludwig aus dem Gut Würzau in Kurland bezog. Dieses Gut, das der herzoglichen Familie zeitweise als Wohnsitz gedient hatte, war dem Herzog 1804 vom Zaren Alexander auf 50 Jahre zur Nutznießung mit sämtlichen Einkünften überlassen worden. Eine Anfang Mai 1810 angetretene Reise Ludwigs nach Rußland hatte jedoch zur Folge, daß auch diese wichtige Einnahmequelle bald versiegte. Um seine in Würzau verbliebenen Wertgegenstände vor dem Zugriff der russischen Gläubiger zu bewahren, ließ Ludwig sie nach Stuttgart verfrachten, wo sie indessen im Frühjahr 1811 durch die GAK zu einem Großteil öffentlich versteigert wurden. Der Zar ließ daraufhin die Würzauer Gutseinnahmen für vorerst vier Jahre einfrieren, um damit die russischen Gläubiger Ludwigs zufriedenzustellen. Sieben Tage nach seiner Ankunft in Warschau wurde der auf der Rückreise befindliche Herzog am 10. November 1810 von seinen polnischen Hauptgläubigern in Schuldhaft genommen. Erst nach einer Übereinkunft seines Bruders, König Friedrich, mit den Kreditoren wurde der Herzog aus dem Arrest entlassen. Wesentlicher Bestandteil des Abkommens war die Bildung der GAK, deren uneingeschränkte Kompetenz für seine gesamten wirtschaftlichen Angelegenheiten Ludwig am 26. Januar 1811 in Warschau anerkannte. Die Ermittlung des Aktivvermögens und des Schuldenumfangs durch die GAK war Anfang November 1811 nahezu abges chlossen. Die dem König in einem Bericht vorgelegten Zahlen wiesen ein Gesamtvermögen von 38.943 fl. aus, dem Forderungen von weit mehr als einer Million fl. gegenüberstanden, davon allein 160.000 fl. von inländischen Gläubigern. Erschwerend hinzu kam, daß der für die beiden herzoglichen Hofhaltungen in Stuttgart und Kirchheim unter Teck angesetzte Etat bei weitem nicht ausreichte. Der König ordnete daher am 13. November 1811 die Übertragung des Konkursverfahrens an das Oberappellationstribunal in Tübingen an, dem die GAK zu diesem Zweck die einschlägigen Akten zu überantworten hatte. Zum Konkursverwalter wurde der Tutelarrat Maximilian Friedrich Römer bestimmt, die GAK im Dezember 1811 aufgelöst und ihr Geschäftsführer Faber auf eigenen Wunsch aus seiner Funktion entlassen. Die Aufsicht über die Wirtschaftsführung der Hofhaltung oblag weiterhin einer Kommission, bestehend aus dem Kabinettsminister Graf von Taube, Kabinettsministerialdirektor von Menoth und Oberfinanzkammerdirektor von Dünger. Geschäftsführer der aus Kostengründen nunmehr auf Kirchheim beschränkten Hofhaltung wurde der dortige Bürgermeister und Hospitalpfleger Carl Christian Helfferich. Bestandsgeschichte: Noch vor Auflösung der GAK wurde ihre Registratur aufgrund des königlichen Dekrets vom 13. November 1811 auseinandergerissen. Sämtliche für die Abwicklung des Konkursverfahrens notwendigen Akten sollten unmittelbar an das Oberappellationstribunal in Tübingen abgegeben werden. Da man seitens der GAK für die Fortführung der übrigen Geschäfte weiterhin auf einen Teil der Registratur angewiesen war, entschied man, das gesamte Aktenmaterial zu kopieren und lediglich Abschriften nach Tübingen abzuführen. Im Zuge des Kopierens stellte sich jedoch heraus, daß ein Abschluß dieser Arbeiten innerhalb eines vertretbaren Zeitrahmens nicht möglich war. Am 21. und 29. November wurden die bis dahin fertiggestellten Abschriften und die von der GAK nicht benötigten Originalunterlagen mit einem Verzeichnis nach Tübingen verschickt. Im Bedarfsfall sollten die bei der GAK in Stuttgart verbliebenen Akten nachgereicht werden. Während die nach Tübingen verschickten Akten über das spätere Oberlandesgericht Stuttgart in mindestens zwei Lieferungen bis zum Juli 1906 in das Württembergische Hausarchiv gelangten (heute als Bü 18-22, 32-34 des Bestandes G 246 im Hauptstaatsarchiv Stuttgart), wurden die bei der GAK verbliebenen Akten der Registratur des Kabinetts- bzw. Außenministeriums einverleibt, von dem sie zwischen 1870 und 1900 als Teil einer umfangreicheren Ablieferungsserie in das Haus- und Staatsarchiv einkamen. Bearbeiterbericht: Die in das Hauptstaatsarchiv eingekommenen 30 Faszikel Akten der GAK gehörten bis zur vorliegenden Neuverzeichnung als Verzeichnis 28 dem Bestand E 36 (Ministerium der Auswärtigen Angelegenheiten I) an. Aus dem Abgabeverzeichnis geht hervor, daß sich die Unterlagen nur zu einem Teil in einer systematischen Registraturordnung befanden. Offensichtlich hat man erst während der im November 1811 durchgeführten Abschriftenaktion versucht, den Akten eine systematische Ordnung zu geben. Der aus dem Verzeichnis der nach Tübingen abgegebenen Unterlagenen ersichtliche, unvollständige Aktenplan hat folgende Gliederung: I. Generalia II. Akten auf das Interesse der Frau Herzogin Hoheit und der Durchlauchtigsten Kinder sich beziehend III. Akten wegen des Pferde- und Effektentransports aus Würzau IV. Allerhöchste Resolutionen, Dekrete und übrige auf das Mobili arvermögen, dessen Verkauf etc. sich beziehende Akten V. Inventarien und Verzeichnisse des Mobiliarvermögens VI. Den Activstand betreffend VII. Den Passivstand betreffend VIII. Die herzogliche Hofhaltung im ganzen betr. IX. Die Oekonomie und deren Bedürfnisse betr. Das Verzeichnis der in das Hauptstaatsarchiv eingekommenen Akten führt die Rubriken: I. [fehlt] II. Das Interesse der Frau Herzogin (Henriette) Hoheit und der Durchlauchtigen Kinder betr. III. Akten wegen des Pferde- und Effektentransports aus Würzau IV. Das vorhandene Mobiliarvermögen, dessen Verkauf etc. V. Inventarien und Verzeichnisse des Mobiliarvermögens VI. Den Aktivstand betr. VII. [fehlt] VIII. Die herzogliche Hofhaltung im ganzen betr. IX. Oekonomie und deren Bedürfnisse X. Das Rechnungswesen der Oekonomie betr. XI. Den Stempelgebrauch bei der Administrationskommission Der größere Rest des Schriftgutes, meist Rechnungs- und Geschäftsbücher, ältere Rechnungen und Quittungen, unterlag keiner Rubrikenordnung. Allem Anschein nach hatte man lediglich das für das Oberappellationstribunal in Frage kommende Material entsprechend geordnet. Die Kopierarbeiten reichten jedoch nur bis zur Rubrik IX, so daß die nicht kopierten Schriftsücke bei der GAK verblieben oder, wie das Gros der Gläubigerunterlagen, im Original nach Tübingen abgegeben wurden. Für eine Rekonstruktion des Registraturbestandes der GAK sind also neben den hier verzeichneten Akten auch die über das Oberlandesgericht Stuttgart, die Nachfolgeinstitution des Oberappellationstribunals, in das Württembergische Hausarchiv eingekommenen Akten heranzuziehen. Weitere Akten, die das Schuldenwesen Herzog Ludwigs zum Gegenstand haben, jedoch nicht bei der GAK, sondern im Hausministerium selbst geführt wurden, finden sich im Bestand E 55, Bü 462 und 464 des Hauptstaatsarchivs. Für die Neuverzeichnung, die im Rahmen der Referendarausbildung des Unterzeichneten vorgenommen wurde, wurde eine idealtypische Registraturordnung zugrundegelegt, die sich soweit wie möglich an den fragmentarischen Aktenplan der GAK anlehnt. Der Bestand umfaßt 2,1 lfd.m in 72 Büscheln. Stuttgart, im Oktober 1993 Dr. Franz-Josef Ziwes Land- und Stadtkreiskennzeichen: BY Bayreuth ES Esslingen LB Ludwigsburg S Stuttgart

              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, GU 120 Bü 297 · Akt(e) · 1910-1914
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
              • Darin: Stadtplan von Heliopolis, Lagepläne der Grundstücke des Fürsten description: Darin: - Stadtplan von Heliopolis, Lagepläne der Grundstücke des Fürsten 1910-1914, Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, GU 120 Karl Fürst von Urach Graf von Württemberg (1865-1925)
              Urach, Karl von
              ALMW_II._32_80 · Akt(e) · 1912-1936
              Teil von Franckesche Stiftungen zu Halle

              4 Fiches. Enthält: FICHE NR. 80 1+ - 1912. Paul an "Amtsbruder" - "Feindliche Maßnahmen gegen das Vermögen der Kambamission (und der Missionare) betreffend." (handschriftlich; 1 S.) - "Abgabe der Kambamission und deren vorläufige Übernahme durch die Africa Inland Mission." (handschriftlich; 3 S.) - Memmingen 1913. Köberle an Missionsinspektor - stenographische Notizen - Herrnsheim 1913. ? (2 Schreiben) - Nürnberg 1913. Der ev.-luth. Zentralmissionsverein für Bayern an Kollegium - 1913. ? an Missionsdirektor (2 S.; Maschinegeschrieben) - 1913. ? an Dekan (Köberle?) (2 S.; Maschinegeschrieben) - Ikusa 1913. Missionsrat der Kambamission an Kollegium (Nr. 32) (Maschinegeschrieben) - Briefwechsel zwischen Kambamission und Kollegium (gedruckt): Ikusa 1913 (Nr. 32); Leipzig 1913 (Nr. 96); Mulango 1913 (Nr. 34); Ikusa 1913 (Nr. 35); Leipzig 1913 (Nr. 99); Mulango 1914 (Nr. 39); Leipzig 1914 (Nr. 102) - Säuberlich: "Übersicht der in British-Ostafrika insonderheit in Ukamba arbeitenden Missionsgesellschaften." (handschriftlich; 4 S.) - An Africa Inland Mission (Englisch) - 1913. Kollegium an Missionsrat der Kambamission (Nr. 96; Maschinegeschrieben; 3 S.) - Mulango 1913. Missionsrat der Kambamission an Kollegium (Nr. 34; Maschinegeschrieben; 6 S.; 2fach; Abschrift) - Ikusa 1913. Missionsrat der Kambamission an Kollegium (Nr. 35; Maschinegeschrieben; 1 S.) - Leipzig 1913. Kollegium an Missionsrat der Kmabamission (Nr. 99; Maschinegeschrie-ben; 1 S.) - Mulango 1914. Missionare der Kambamission an Kollegium (Nr. 39; Maschinegeschrieben; 7 S.) - Leipzig 1914. Kollegium an American Council of the Africa Inland Mission (Englisch; handschriftlich; 3 S.) - Leipzig 1914. Paul (betr. Einladung zum Jahresfest; gedruckt) - 1914. Kollegium an Missionsrat der Kambamission (Abschrift; Maschinegeschrieben; 4 S.) - Ikusa 1914. Missionsrat der Kambamission an Kollegium (Abschrift; Maschinegeschrieben; 3 S.) - o.O. 1914. Africa Inland Mission an Hoffmann - Kijabe 1914. Africa Inland Mission an Hoffmann - Ikutha 1914. Missionsrat der Kambamission an Kollegium (Nr. 44; handschriftlich; 3 Seiten) - En route to India 1914. Hofmann an Field Director, Africa Inland Mission (Abschrift; Englisch) - Leipzig 1915. Paul an Oldham - Ahmednagar 1915. Hofmann an General Director, Africa Inland Mission (Englisch; Abschrift) - Edinburgh 1915. Continuation Committee of the World Missionary Conference 1910 (Oldham) an Paul (Englisch) - Kijabe 1915. Africa Inland Mission (Hurlburt) an Hofmann - Ahmednagar 1915. Hofmann an Hurlburt (Abschrift; handschriftlich; Englisch) - 1915. Kollegium an die Direktion der Afrika-Inland-Mission (Maschinegeschrieben; 6 S.). FICHE NR. 80 2+ - Fortsetzung - Ikutha 1915. "Letters from Joseph and Benjamin" (Englisch; 2 Schreiben) - Edinburgh 1915. Continuation Committee of the ... (Oldham) an Paul (Englisch) - Kijabe 1915. Africa Inland Mission an Hofmann - Ikutha, Kibwezi 1915. Waechter an Hofmann (Englisch) - Leipzig 1915. Paul an Oldham; Hurlburt - 1915. An Hurlburt, Director of the African Inland Mission (Englisch) - Leipzig 1915. Paul an Oldham (Englisch) - Philadelphia 1915. Africa Inland Mission an Leipziger Mission (Englisches Original und Übersetzung) - Ikutha, Kibwezi 1916. Waechter an Hofmann (Englisch) - 1916. Africa Inland Mission (Palmer) an Paul (englisches Original und Übersetzung) - Auszug aus einem Schreiben Palmers - 1916. Africa Inland Mission (Palmer) an Paul (Englisch) - Mulango 1917. Africa Inland Mission (Wight) an Thermann (Abschrift; Englisch) - "Englische Maßnahmen gegen deutsches Missionseigentum." (Maschinegeschrieben; ½ Seite) - 1917. "Mitteilungen der Handelskammer. Richtlinien für die Anmeldung der Auslandsforderungen." (gedruckt; 4 S.) - "Anmeldebogen" (Formular) (gedruckt; 4 S.) - Leipzig 1917. Kollegium an Reichskommissar zur Erörterung von Gewalttätigkeiten gegen deutsche Civilpersonen in Feindesland (betr. Kriegsschäden; Abschrift; Maschinegeschrieben; 5 S.) - Berlin 1917. Staatssekretär des Reichs-Kolonialamtes an Kollegium (3 Schreiben) - Leipzig 1917. Kollegium an Staatssekretär der Reichs-Kolonialamtes - 1917. Auswärtiges Amt (betr. "bezüglich des angeblichen Verkaufs durch die britische Obrigkeit von Privat - Eigentum der Ev.-luth. Mission in dem Ost - Afrika - Protektorate."; Englisch und Übersetzung) - Mulango 1917. Africa Inland Mission an Thermann (Englisch; handschriftlich und Maschinegeschrieben) - Berlin 1918. Reichskanzler (Reichswirtschaftsamt) an "sämtliche Bundesregierungen, mit Ausnahme von Preussen, und den Herrn Statthalter in Elsass-Lothringen." (Abschrift) - Leipzig 1918. Kollegium an den Reichskommissar zur Erörterung von Gewalttätigkeiten gegen deutsche Zivilpersonen in Feindesland - "Kamba - Mission." ; "Deutsch - Ostafrikanische Mission." (handschriftlich; 3 S.) - Abschrift "Public Auction of the Missionaries House of Myambani German Mission on 28th August 1918" - Machakos 1919. Wight an Pfitzinger (Abschrift; Englisch) - 1920. Sekretariat der Ev.-luth. Mission an Provincial Commissioner, Ukamba Province, Nairobi (Englisch) - Verband der im Ausland geschädigten Inlandsdeutschen e.V. "Ersatz von Schäden im Ausland für Inlandsdeutsche. Merkblatt" (gedruckt; 4 S.) - Mombasa 1920. Custodian of Enemy Property an Hoffmann (Englisch) - London 1921. International Missionary Committee (Oldham) an Paul (Englisch; 2 Schreiben) - Leipzig 1921. Weishaupt / Paul an Oldham (2 Schreiben) - "Besitz der Evangelisch - lutherischen Mission zu Leipzig in Ukamba, Britisch - Ostafrika" (Maschinegeschrieben; 2 S´.) - Kitui 1921. Übersetzung aus dem Kamba "Ein Brief von Benjamin Mbathi an Missionar Hofmann"; "Ein dem obigen beigefügter Brief von Andreas Mbithuka" (handschriftlich und Maschinegeschrieben; Abschrift) - 1921. "Brief von Paul Koloboi an Miss. Pfitzinger" (Übersetzung aus dem Kamba; handschriftlich). FICHE NR. 80 3+ - Fortsetzung (handschriftlich und Abschrift mit Maschine) - 1922. Kollegium an Verband der im Ausland geschädigten Inlandsdeutschen e.V. - Hamburg 1923. Bitter (Geschäftsführer des Vereins "Wiederaufbau im Auslande" e.V.) an Schlunk (Inspektor der Norddeutschen Missionsgesellschaft) (betr. Vergleichsweise Abfindung für Kriegsschäden) - Leipzig 1923. Weishaupt an Schlunk - o.O., o.J. Kollegium an den Reichskommissar zur Erörterung von Gewalttätigkeiten gegen deutsche Civilpersonen in Feindesland (Betr. Kriegsschäden; Abschrift) - Berlin 1923-1928. Bitter an Mission zu Leipzig (16 Schreiben) - Leipzig 1923. Kollegium Vollmacht für Bitter (2fach) - 1923. "Verlorener Besitz der Evangelisch - lutherischen Mission zu Leipzig in Ukamba, Britisch - Ostafrika." (Maschinegeschrieben; 3 S.) - 1923-1928. Ev.-luth Mission zu Leipzig an Bitter (11 Schreiben) - Leipzig 1923. Mission Leipzig an den Bund der im Ausland geschädigten Inlandsdeutschen - o.O., o.J. Ev.-luth. Landeskonsistorium an Paul - Berlin 1923. Deutscher Kolonialverein. Gesellschaft für nationale Siedlungs- und Auslandspolitik an Leipziger Mission - Leipzig 1923. Weishaupt an Kolonialverein (2 Schreiben) - 1923. Kollegium "Wertangabe der auf den drei Stationen Jkutha, Mulango, und Myambani zurückgelassenen ..."; "Gebäudewerte"- Vollmacht für Bittner - Berlin 1924. Verein Wiederaufbau im Auslande (Geschäftsführer Bitter) "Merkblatt über die Verwertung von E-Schatzanweisungen." (Maschinegeschrieben; 2 S.) - Berlin 1924. Beglaubigte Abschrift der Vergleiches zwischen dem Deutschen Reich und der Leipziger Mission (Bevollmächtigter Bitter) - Hamburg 1924. Bitter "An meine Mandanten" - Hamburg 1924. Verein "Wiederaufbau im Auslande" e.V. "An unsere Mitglieder" - ein nicht näher bezeichneter Zeitungsausschnitt - Berlin 1925. Der Präsident des Reichsentschädigungsamtes für Kriegsschäden ("Nachentschädigungsbescheid") - Berlin 1927. Reichsausgleichsamt an Leipziger Mission - 1927. Leipziger Mission an Reichsausgleichsamt - Berlin 1928. Präsident des Reichsentschädigungsamtes für Kriegsschäden an Paul - Tübingen 1928. Deutscher Evangelischer Missionsbund an Leipziger Mission - Berlin 1929. Reichsausgleichsamt an Leipziger Mission - Vollmacht für Bitter (Vordruck) - Berlin 1929. Reichsentschädigungsamt für Kriegsschäden ("Schlußentschädigungsbescheid"; "Sachschaden"). FICHE NR. 80 4- - Fortsetzung - Abschrift "Re: Evangelical Lutheran Mission High Court Cause No.44/16 Custodian of Enemy Property Cause No.23/16. Receipts" (Maschinegeschrieben, 1 S.) - Abschrift "MEMO. Evangelical Lutheran Mission" (Englisch) - 1929. Leipziger Mission an Bitter (3 Schreiben) - 1929. Kollegium an Reichsausgleichsamt (3 Schreiben) - Berlin bzw Hamburg 1929. Bitter an Leipziger Mission (4 Schreiben) - Berlin 1929-1930. Reichsausgleichsamt an Leipziger Mission (4 Schreiben) - 1929. Leipziger Mission an die Kreditbank für Ausland- und Kolonialdeutsche (2 Schreiben) - Berlin 1929. Kreditbank für Auslands- und Kolonialdeutsche an Leipziger Mission (5 Schreiben) - Berlin 1929. Reichsschuldenverwaltung an Leipziger Mission (2 Schreiben) - 1929. ? an Reichsschuldenverwaltung - Hamburg-Leipzig 1929. Vereinbarung zwischen Leipziger Mission und Bitter - 1929. "Verkaufslisten der engl. Regierung über Verkäufe von Eigentum in Ikutha, Mulango u. Miambani in den Kriegsjahren betr." (handschriftlich; 3 S.; zumeist Englisch) - 1929. ? an Reichsausgleichsamt - London 1930. International Missionary Council an Ihmels (Englisch; 2 Schreiben) - 1930. International Missionary Council an Grimwood (Englisch; Kopie) - stenographische Notizen - 1930-1931. "Re: Evangelical Lutheran Mission, Leipzig. Request for Cancellation List 4 Kenya Shs. 23000." An von Friedberg (Englisch; 5 Schreiben) - Berlin 1930-1931. Restverwaltung für Reichsaufgaben an Leipziger Mission (4 Schreiben) - 1930 und 1932 und 1935. (Ihmels?) an Gibson; in Anlage: Aufzeichnung von Rev. Downing über eine Aussprache zwischen Raum, Downing und Regierungsvertreter (letzteres in Englisch; 3 Schreiben) - o.O., o.J. Abschrift "Friendly Agreement" zwischen Africa Inland Mission (Downing) und Leipziger Mission (Raum) (Englisch; 2fach und Übersetzung) - 1931. ? an die Afrika Inland Mission - 2 Anlagen "zu dem Bericht des Konsulates Nairobi ... 1931" (Englisch) - Berlin 1931. Auswärtiges Amt an Ihmels (2 Schreiben) - Tübingen 1931. Deutscher Evangelischer Missionsbund an die im früheren Deutsch-Ostafrika arbeitenden Missionsgesellschaften - Berlin 1931. Restverwaltung für Reichsaufgaben an Leipziger Mission - o.O. 1924 "Colony and Protectorate of Kenya" (Englisch; Maschinegeschrieben, 2 S.) - 1932. ? "Im Auftrag der Ev.-luth. Mission" an Restverwaltung für Reichsaufgaben - London 1932. International Missionary Council an Ihmels (Englisch) - London 1934-1938. Goodman, Brown & Co. an Ihmels (Englisch; 10 Schreiben) - 1935. Ihmels an Goodman, Brown & Co. - o.J. Kollegium "Confirmation" (Englisch; betr. Bescheinigung, daß verschiedene Bezeichnungen die Leipziger Mission meinen) - 1936. ? an Goodman, Brown & Co. (Englisch; 2 Schreiben) - Abschrift: "Indenture" made between the Evangelical-lutheran Mission of Leipzig, Africa Inland Mission Trust Limited, Africa Inland Mission (Kenya) Trustees Registered. (Englisch; Maschinegeschrieben; 3 S.)

              Leipziger Missionswerk
              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, GU 120 Bü 4 · Akt(e) · 1901-1914
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

              1901-1914, Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, GU 120 Karl Fürst von Urach Graf von Württemberg (1865-1925)

              Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 109, Nr. 1221 · Akt(e) · 1927 - 1929
              Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)

              ca. 150 Bl., Enthält u.a.: - Information des Julius Alexander Bankgeschäfts Hamburg zu den Liquidationsentschädigungswerten für deutsche Kolonialgesellschaften, 1927 - Amerikanisches Freigabegesetz zu beschlagnahmtem deutschen Vermögen, 1928 - Entschädigungsgesetz und Deutsche Kolonialgesellschaften, 1928 - Schiedsspruch des Internationalen Haager Schiedsgerichts, 1928 - Deutsches Eigentum in Australien, 1928 - Kriegsschädenschlussgesetz vom 30.3.1928 und das Reichsentschädigungsamt - Bewertung der in Amerika beschlagnahmten deutschen Schiffe, 1928 - Vorschlag zu baltischem Staatenbund sowie Forderungen deutscher Gutsbesitzer auf Entschädigung in Estland, 1928 - Börse und Reichschuldbuchforderungen, 1928 - Forderungen der Liquidations- und Gewaltgeschädigten, 1928 - Deutsch-englische Verhandlungen zur Freigabe des beschlagnahmten deutschen Eigentums in England, 1929, dabei: deutsch-englische Notenbankkonferenz - Schutzgebietsanleihe, 1929 - Deutsch-polnisches Liquidationsabkommen, 1929 - Freigabe-Verhandlungen mit Kanada, 1929 - Young-Plan und Liquidierung des deutschen Eigentums in Elsass-Lothringen, 1929.

              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Q 1/18 · Bestand · (1847-) 1870-1926 (-1965)
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
              1. Zur Person Weizsäckers: Lebensdaten und berufliche Laufbahn: 1853 Februar 25 Geboren als Sohn des Hofkaplans Karl Weizsäcker (1822 - 1899) in Stuttgart 1861 Vater Karl Weizsäcker Professor der Theologie an der Universität Tübingen (1889) Kanzler) 1870/71 Teilnahme am Feldzug gegen Frankreich 1876 Erste höhere Dienstprüfung für den Justizdienst 1877 Zweite höhere Dienstprüfung für den Justizdienst 1877 November 15 Hilfsrichter beim Stadtgericht Stuttgart 1879 Januar 24 Justizassessor beim Oberamtsgericht Calw (unter Verbleib an der bisherigen Stelle) 1879 März 18 Promotion zum Dr. jur. 1879 Juli 8 Vermählung mit Paula von Meibom, Tochter des späteren Reichsgerichtsrats Victor von Meibom 1879 Oktober 1 Amtsrichter beim Amtsgericht für den Stadtdirektionsbezirk Stuttgart 1882 November 1 Hilfsrichter beim Landgericht Stuttgart 1883 Juli 19 Justizministerialsekretär mit Titel und Rang eines Landrichters 1885 November 6 Landrichter in Ulm, Hilfsarbeiter beim Justizministerium 1886 September 27Funktionierender Kanzleidirektor des Justizministeriums 1887 März 3 Titel und Rang eines Landgerichtsrates 1889 Dezember 27 Landgerichtsrat in Hall, Vortragender Rat des Justizministeriums 1892 Mai 13 Vortragender Rat beim Justizministerium mit dem Titel "Ministerialrat" 1896 Februar 24 Ritterkreuz des Ordens der Württembergischen Kronen 1897 Februar 24 Titel und Rang eines Ministerialdirektors. Als solcher gehörte er der 4. Rangstufe an, mit der der Personaladel verbunden war. 1899 Februar 24 Ehrenkreuz des Ordens der Württembergischen Krone 1899 Juli 31 Ministerialdirektor beim Justizministerium 1900 April 19 Wirklicher Staatsrat und Chef des Departements des Kirchen- und Schulwesens 1901 Februar 25 Staatsminister des Kirchen- und Schulwesens 1906 Februar 25 Großkreuz des Ordens der Württembergischen Krone 1906 Juni 20 Leitung der Geschäfte des Ministeriums der Auswärtigen Angelegenheiten 1906 Juni 27 Enthebung von der Verwaltung des Ministeriums des Kirchen- und Schulwesens. Staatsminister der Auswärtigen Angelegenheiten, Minister der Familienangelegenheiten des Königlichen Hauses, Ordenskanzler 1906 Dezember 3 Vorsitzender des Staatsministeriums (Ministerpräsident) 1916 Oktober 5 Erhebung in den erblichen Freiherrnstand des Königreichs Württemberg 1918 November 6 Rücktritt der Regierung Weizsäcker 1918 November 8 Entlassung als Präsident des Staatsministeriums und Staatsminister der Auswärtigen Angelegenheiten 1926 Februar 2 Tod in Stuttgart; Beisetzung auf dem Pragfriedhof 2. Zur Geschichte und zum Inhalt des Bestandes: Der Nachlass verblieb nach dem Tode Weiszäckers im Jahre 1926 zunächst in der Wohnung der Witwe in Stuttgart und wurde nach deren Übersiedlung in das 1931 auf der Moozacher Halde bei Lindau erworbenen Haus dorthin verbracht. Am 21. Juni 1975 übereignete Freifrau Marianne von Weizsäcker den Nachlass dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Nach seiner Neuordnung steht er für wissenschaftliche Forschungen zur Verfügung. Benutzungen für Veröffentlichungen, die sich im besonderen mit dem Wirken des Ministerpräsidenten Karl Freiherr von Weizsäcker befassen und nicht nur gelegentliche Hinweise auf dessen Tätigkeit enthalten, bedürfen der Zustimmung von Professor Carl Friedrich Freiherr von Weizsäcker. Der Nachlass besteht in der Hauptsache aus Handakten Weizsäckers aus seiner Amtszeit als Kultminister, Präsident des Staatsministeriums (Ministerpräsident), Staatsminister der auswärtigen Angelegenheiten und Minister der Familienangelegenheiten des Königlichen Hauses, vermischt mit einzelnen Registraturakten des Staatsministeriums und des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten, ferner aus amtlichen, halbamtlichen und privaten Korrespondenzen sowie aus zahlreichen Zeitungsausschnitten. Dazu kommen Korrespondenzen, Notizen, Unterlagen zu Veröffentlichungen und Zeitungsausschnitte aus seiner Ruhestandszeit. Einige wenige Unterlagen aus dem Nachlass seines Vaters, Professor Karl v. Weizsäcker sind in den Bestand aufgenommen worden (Bü 4) An Fremdprovenienzen enthält der Nachlass Handakten des Ministerpräsidenten v. Breitling (Bü 31), Schreiben an Staatsminister v. Fleischhauer (Bü 80, 86 und 93), Korrespondenzen des Staatsministers der auswärtigen Angelegenheiten Freiherrn Julius v. Soden (Bü 151) und Schreiben Weizsäckers an General Fritz von Graevenitz (Bü 146). Parallelüberlieferung befindet sich vornehmlich in den im Hauptstaatsarchiv liegenden Akten des Königlichen Kabinetts (E 14), des Ministeriums der Auswärtigen Angelegenheiten (E 46 - E 75), des Staatsministeriums (E 130) und des Kriegsministeriums (M 1/2) Hingewiesen sei insbesondere auf folgende Akten: E 14: Königliches Kabinett II Bü 487: Entlassungsgesuch Weizsäckers vom 5. November 1918 E 46: Ministerium der Auswärtigen Angelegenheiten III Bü 1285 - 1300: Handakten von Weizsäcker: Bü 1291: Annahme des Kommandos eines preußischen Armeekorps durch Herzog Albrecht von Württemberg (1905/06) Bü 1292: Aufzeichnungen über eine Unterredung mit dem Staatssekretär des Innern Delbrück in Berlin betreffend die Elsass-lothringische Frage (1910) Bü 1294: Russische Politik (1910) Bü 1295: Thronfolge in Monaco (Herzog Wilhelm von Urach) (1910/12) Bü 1296: Bundesfinanzen, Deckung der Kosten der Wehrvorlage (1912) Bü 1297: Berichte des Württembergischen Militärbevollmächtigten in Berlin betreffend Wehrvorlagen (1912) Bü 1298: Albanische Thronfolge (1912/13) Bü 1299: Bericht von Weizsäckers an den König über Berliner Finanzkonferenzen (1916) E 73: Gesandschaftsakten Verzeichnis 61 Bü 12 e - 12 i: Berichte der Bundesratsbevollmächtigten (1897-1918); Bü 12 g enthält auch Berichte des Militärbevollmächtigten in Berlin (Juli - August 1914) Bür 42 d - 42 e: Berichte der Gesandtschaft München E 74 I: Württembergische Gesandtschaft in Berlin Bü 164 - 168: Politische Berichte 1914 - 1918 E 75: Württembergische Gesandtschaft in München Bü 154 - 156: Berichte des württembergischen Gesandten in München E 130b: Staatsministerium Bü 5860: Handakten von Weizsäckers über den Gesetzentwurf betreffend Änderungen des Beamtengesetzes vom 28. Juni 1876 (1906/07) M 1/2: Sonderakten des Kriegsministers und seines Adjutanten M 660: Nachlass des Fritz von Graevenitz Bedeutung des Nachlasses: Der persönlich-private und vertrauliche Charakter zahlreicher Schriftstücke dieses Nachlasses steuert zum Bild dieser Zeit Nuancen bei, die in den amtlichen Papieren naturgemäß fehlen. Das gilt für Weizsäckers Amtszeit als Kultminister, in der er sich für die Abschaffung der geistlichen Schulaufsicht und für die Verfassungsreform einsetzte, und das trifft noch mehr für die Zeit von 1906 bis 1918 zu, in der er als Präsident des Staatsministeriums die Regierungsgeschäfte leitete und gleichzeitig Staatsminister der Auswärtigen Angelegenheiten war. Die Frage des Verhältnisses Württembergs zum Reich und ganz allgemein des bundesstaatlichen Zusammenwirkens sowie die Ansichten der württembergischen Regierung zur deutschen Außenpolitik vor dem 1. Weltkrieg und vor allem die württembergische Einstellung zur deutschen Politik während des Krieges erhalten durch die Unterlagen dieses Nachlasses schärfere Konturen. In dieser Zeit sind die Korrespondenz mit seinem Freund Alfred von Kiderlen-Waechter, die Berichte der württembergischen Gesandten aus Berlin (v. Varnbüler) und München (v. Moser) sowie die Berichte des württembergischen Militärbevollmächtigten in Berlin bzw. im Großen Hauptquartier (v. Graevenitz) von besonderer Bedeutung. Nachdem die Überlieferung der beiden Gesandtschaften und die Berichte des Militärbevollmächtigten in den amtlichen Akten unvollständig sind - die Unterlagen des Militärbevollmächtigten in Berlin sind zum größten Teil vernichtet -, vermögen die Berichte aus dem Nachlass manche Lücke zu schließen. Inhaltlich sagen diese halbamtlichen, in persönlich-privater Form abgefassten Berichte - v. Graevenitz war Gegenschwieger Weizsäckers und auch v. Varnbüler stand ihm persönlich nahe - wesentlich mehr aus als die amtlichen Berichte dieser württembergischen Diplomaten. 3. Zur Ordnung des Bestands: Weizsäcker ordnete seine Unterlagen nach Sachbetreffen oder nach Personen ohne systematische Gliederung. Nach seinem Tod gingen bei Umlagerungen und wohl auch bei Benutzungen des Nachlasses manche Zusammenhänge verloren. Im Laufe der Zeit wurden verschiedentlich kleinere Ordnungsversuche unternommen, die sich jedoch nur auf einzelne Unterlagen erstreckten. So wurden auf einigen Akten Bewertungsvermerke angebracht, wie: "Mit Ausnahme der Briefe weniger wertvoll" oder "bis auf eventuelle Einzelbriefe wertlos". Weitergehend war eine Ordnung, die mindestens 18 Büschel oder Einzelstücke erfasste und die noch mit folgenden Nummern rekonstruiert werden kann: 1 Lebenserinnerungen 2 3 Brief von Friedrich Großherzog von Baden, 1923 4 Bethmann Hollweg 5 Fritz von Graevenitz (Schreiben an Weizsäcker, 1911-1918) 6 Kiderlen-Waechter 7 Briefe von Adolf Freiherr Marschall von Bieberstein, (1906) 1908 8 Briefe von Moser von Filseck, 1906-1913 9 Brief von Ritter, königlich Bayerischer Gesandter in Stuttgart, 1909 10 Schriftwechsel mit Wilhelm Herzog von Urach, 1906-1924 11 Schriftwechsel mit Königin Charlotte von Württemberg, 1922-1925 12 Philipp Albrecht Herzog von Württemberg, 1914-1924 13 Motivierung der Entlassung des Reichskanzlers Fürst Bülow durch Kaiser Wilhelm II. 14 Kriegsschuldfrage 1925-1926 15 16 17 18a Varnbülerberichte vom 14. Juli 1909 (Daily Telegraph-Affäre) Teile des Nachlasses wurden im Jahr 1965 vom Bundesarchiv verfilmt. Nachdem der Nachlass ins Hauptstaatsarchiv verbracht worden war, wurde er in den Jahren 1975 bis 1979 von Leitendem Staatsarchivdirektor Dr. Eberhard Gönner systematisch geordnet und verzeichnet. Dabei konnten die oben erwähnten 18 Büschel nicht in ihrer bisherigen Zusammensetzung verbleiben. Gewisse Schwierigkeiten bereitete die zeitliche Einordnung von Notizen Weizsäckers, weil diese nicht immer klar als zeitgenössische Aufzeichnungen oder spätere Notizen für geplante Veröffentlichungen zu identifizieren waren. Die Titelaufnahmen sind von November 1985 bis März 1986 von Eberhard Gönner überarbeitet worden, wobei die Korrespondenzen weiter aufgeschlüsselt und Indices angelegt worden sind. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind die "Enthält" und "Darin"-Vermerke sowie die "Betreffe" in der Regel durchnummeriert worden. Den "Enthält" und "Darin"-Vermerken entsprechen im allgemeinen archivalische Einheiten (Schriftstücke oder Unterfaszikel), den "Betreffen" nur ausnahmsweise. Der Bestand umfasst 177 Büschel Akten mit insgesamt 2,6 lfd. m. Stuttgart, im März 1986 Eberhard Gönner
              BArch, R 2107-I · Bestand · 1939-1945
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Geschichte des Bestandsbildners: Die Landesfinanzämter wurden 1919 als Reichsmittelbehörden der in drei Stufen aufgebauten Reichsfinanzverwaltung errichtet und führten ab Apr. 1937 die Behördenbezeichnung Oberfinanzpräsident. Ihre Zuständigkeit war in der Regel territorial begrenzt. Lediglich desm LFA/OFP Berlin wurden nach 1933 verschiedene Zuständigkeiten übertragen, die für das gesamte Reichsgebiet wahrzunehmen waren, darunter die Verwaltung feindlichen Vermögens in Deutschland und deutschen Vermögens im Ausland (1942 in einer besonderen Außenstelle für feindliches Vermögen bearbeitet). Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte Die Akten der Außenstelle für feindliches Vermögen des OFP Berlin-Brandenburg wurden nach 1945 von Oberfinanzdirektion Berlin weitergeführt. Bei der Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit im Mai 1945 hatte die Außenstelle hunderttausende Anmeldebögen und die umfangreiche Kartei, die in den letzten Kriegsjahren in die Tresore der Deutschen Reichsbank ausgelagert worden war, übernommen. Ende 1962 wurden die Akten und Karteien in das Archivdepot Dornburg der Staatlichen Archivverwaltung der DDR überführt und waren dort faktisch unbenutzbar. Bei der Auflösung des Archivdepots 1992 gelangten die Unterlagen ins Bundesarchiv. Aufgrund der Tatsache, dass der großen Masse der durch die vorhandene alphabetische Kartei benutzbaren Einzelfallakten ein vergleichsweise geringer Bestand unverzeichneter Generalia gegenüberstand, wurden zwei Teilbestände R 2107 (Einzelfallakten) und R 2107 I (Generalia) gebildet. Archivische Bewertung und Bearbeitung Die Generalia sind zwischen 1997 und 2002 bewertet und verzeichnet worden. Im Zuge der Bewertung wurden einerseits ca. 2,0 lfm Akten des Amtes für Preise bei der Stadtbezirksverwaltung Berlin-Prenzlauer Berg sowie des Zentralfinanzamts Groß-Berlin bzw. des Magistrats von Berlin ausgesondert und dem Landesarchiv Berlin übergeben, andererseits zahlreiche Amtsdrucksachen herausgelöst und an die Bibliothek des Bundesarchivs abgegeben. Kassiert wurden zahlreiche Doppelstücke, Formularsammlungen sowie Routineschriftgut. Inhaltliche Charakterisierung: Überlieferung: Regelung des Dienstbetriebes der Oberfinanzdirektion allgemein und der Außenstelle 1934-1945, Behandlung des Vermögens im allgemeinen 1938-1944, Behandlung feindlichen Vermögens in Deutschland und in den von Deutschland besetzten Ländern und Gebieten 1940-1943, Behandlung deutschen Vermögens im Ausland (nach Einflusssphären und Ländern A-Z) 1940-1944, Behandlung jüdischen Vermögens 1941-1944 (91) sowie von Vermögen einzelner Personen und Unternehmen 1929-1945, Prisenangelegenheiten in Frankreich 1940-1944, Schadensregelungen 1935-1953. Erschließungszustand: Onlinefindbuch (2002) Zitierweise: BArch, R 2107-I/...

              Reichsfinanzministerium (Bestand)
              BArch, R 2 · Bestand · (1849-) 1919-1945 (-1961)
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Geschichte des Bestandsbildners: Das aus der Finanzabteilung (bis 1877: Finanzbüro) des Reichskanzleramtes 1879 entstandene Reichsschatzamt wurde 1919 zum Reichsfinanzministerium (RFM). Das RFM übernahm zunächst die Struktur und die dem Reichsschatzamt übertragenen Zuständigkeiten für Reichshaushalt, Währung sowie Zölle und Verbrauchsabgaben. Lediglich die Verwaltung des reichseigenen Besitzes, die Verwertung reichseigenen Gutes v.a. von Heer und Marine und die finanzielle Beaufsichtigung industrieller Betriebe und der Beteiligungen des Reiches an industriellen Unternehmen wurden vorübergehend an das im März 1919 neu geründete und 1923 wieder aufgelöste Reichsschatzministerium abgegeben. Das Aufgabengebiet des Reichsfinanzministeriums wurde im Zuge der Erzbergerschen Finanzreform von 1919/1920 beträchtlich erweitert, vor allem durch die Zuständigkeit für Besitz- und Verkehrssteuern. Die Länder mußten ihren Steuerapparat dem Reich überlassen, so dass das RFM als Spitze der Reichsfinanzverwaltung nun über einen einheitlichen behördlichen Unterbau in Form von Landesfinanzämtern auf regionaler und Finanzämtern und Hauptzollämtern auf lokaler Ebene verfügte. Seit der Auflösung des Reichsministeriums für Wiederaufbau (1924) hatte das RFM außerdem die umfassende Kompetenz für die Abwicklung der Kriegsfolgen. Einen weiteren Aufgabenzuwachs erfuhr das RFM im Zusammenhang mit der Aufhebung der Länderhoheit 1934, in deren Folge die Finanzministerien der Länder der Aufsicht des RFM unterstellt wurden. Lediglich das preußische Finanzministerium konnte seine Selbständigkeit bewahren und wurde dem RFM erst im September 1944 und auch nur formal eingegliedert. Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte Bis 1936 war der größte Teil der bis 1929 entstandenen Akten des RFM sowie auch zahlreiche Akten der "Neuen Registratur" ab 1930, darunter die Haushaltsakten der Wehrmacht, der SS und der Konzentrationslager, bereits an das Reichsarchiv in Potsdam abgegeben worden. Da nur teilweise in die kriegsbedingten Auslagerungen einbezogen, wurden große Teile dieser Akten beim Luftangriff auf Potsdam im April 1945 vernichtet, darunter fast alle Geheimakten nach 1925 sowie zahlreiche Akten der neuen Registratur, insbesondere zu Beamten- und Versorgungsangelegenheiten, Angestellten- und Arbeiterfragen. Auch bei den vom Reichsarchiv ausgelagerten Akten sind Verluste eingetreten. Als vernichtet gelten heute v.a. die genannten Haushaltsakten der Wehrmacht, der SS und der Konzentrationslager. Weitere Aktenverluste sind durch Aktenvernichtungen in der Behörde selbst und an den Auslagerungsorten eingetreten. Das betrifft insbesondere die nach Sigmaringen ausgelagerten Akten zur Behandlung von volks- und reichsfeindlichem, jüdischem und beschlagnahmten Vermögen der Referate "Eylert" und "Maedel" des RFM. Diese Akten wurden höchstwahrscheinlich kurz vor Kriegsende gemeinsam mit den Unterlagen des Finanzamts Sigmaringen dort verbrannt. Nach Kriegsende gelangten Teile der Überlieferung in Abhängigkeit der Auslagerungsorte sowohl in das Bundesarchiv Koblenz als auch das damalige Deutsche Zentralarchiv Potsdam (DZA). Das Bundesarchiv Koblenz übernahm dabei in den 60er Jahren vom Bundesministerium der Finanzen v. a. die zunächst von der "Restverwaltung" bzw. ab 1946 vom "Archiv des ehemaligen Reichsfinanzministeriums" verwahrten Akten der bis 1945 laufenden Registraturen. In das DZA Potsdam gelangten v.a. die in die Kalischächte Sraßfurt und Schönebeck ausgelagerten Akten des Reichsarchivs sowie 1955 aus der Sowjetunion zurückgeführtes beschlagnahmtes Schriftgut. Archivische Bearbeitung und Bewertung Die Gesamtüberlieferung des Reichsfinanzministeriums befand sich bis 1990 zu etwa gleichen Teilen im Zentralen Staatsarchiv der DDR und im Bundesarchiv Koblenz. In beiden Archiven wurde die Überlieferung sukzessive verzeichnet und in vorläufigen Findmitteln (Verzeichnisse und Karteien) erfasst. Aufgrund der unterschiedlichen Überlieferungsschwerpunkte beider Teilbestände erfolgte die jeweilige Gliederung des Teilbestandes nach unterschiedlichen Gesichtspunkten. Während der Potsdamer Teilbestand mit Überlieferungsschwerpunkt bis 1930 entsprechend der Abteilungsstruktur sachlich gegliedert wurde, folgte die Koblenzer Gliederung dem 1929 eingeführten Einheitsaktenplan der Reichsfinanzverwaltung. Die als Bestand 21.01 im Zentralen Staatsarchiv der DDR verwahrte Überlieferung wurde darüber hinaus abhängig vom Enstehungszeitpunkt in zwei Signaturfolgen gegliedert. A-Signaturen erhielten bis 1919 angelegte Akten mit Provenienz Reichsschatzamt, B-Signaturen die Akten des RFM. Bei der Zusammenführung beider Überlieferungsteile 1990 mussten zur eindeutigen Kennzeichnung der Einzelakten auch die unterschiedlichen Signaturfolgen zusammengeführt werden. Die Signaturen der Koblenzer Akten wurden beibehalten, die alten A-Signaturen mit 40000 und die B-Signaturen mit 50000 addiert. Seit dem jahr 2000 erfolgt schrittweise auch die findbuchmäßige Zusammenführung der beiden Überlieferungsteile in Online-Teilfindbüchern, beginnend mit den Haushaltsakten der Fachressorts. . Inhaltliche Charakterisierung: Die Überlieferung des RFM deckt mehr oder weniger umfangreich das Gesamtaufgabenspektrum der Behörde mit folgenden Überlieferungsschwerpunkten ab: - Aufstellung des Reichshaushalts, dabei v.a. Akten zur Aufstellung des Haushalts der Fachressorts, zum Heeres-, Marine- und Kolonialetat, zum Schuldenwesen des Reichs sowie zu Reichsbürgschaften, Reichsbeteiligungen, Exportkrediten, zu Banken, Währungs- und Devisenangelegenheiten - Organisations- und Verwaltungsangelegenheiten der Reichsfinanzverwaltung, Liegenschafts- und Reichsbauverwaltung, dabei v.a. Akten zur Unterbringung der Dienststellen der Reichsfinanzverwaltung, das Reichsgrundbesitzverzeichnis sowie Akten zur Verwertung militärischer Liegenschaften - Zölle, dabei v.a. Akten zur Zollgesetzgebung, zur Handhabung des Zolltarifs für einzelne Waren und zu Handelsbeziehungen zum Ausland - Reichssteuern und Verbrauchsabgaben, dabei v.a. Akten zur Einkommens- und Umsatzsteuer, zum Reichsbewertungsgesetz und Bodenschätzungsgesetz sowie zu Verbrauchsteuern auf Branntwein, Tabak, Zucker und Süßstoff - Landessteuern, Länder- und Gemeindefinanzen, Finanzausgleich - Abwicklung des Ersten Weltkriegs, dabei v.a. Reparations-, Saar- und Besatzungsangelegenheiten - Rüstungsfinanzierung und Kriegsschäden beider Weltkriege Zum Bestand gehören ca. 4000 Personalakten überwiegend Beschäftigter des höheren Dienstes im RFM (ca. 600) und im nachgeordneten Bereich Erschließungszustand: Findkarteien Vorläufige Findbücher für Koblenzer Teilüberlieferung Online-Findbuch Haushaltsakten A - Ar (2007) Online-Findbuch Haushaltsakten B - Lu (2006) Online-Findbuch Haushaltsakten F (2007/2008) Publikationsfindbuch Haushaltsakten PM-Su (2005) Publikationsfindbuch Haushaltsakten Ve-WM (2003) Zitierweise: BArch, R 2/...