Briefe, Manuskripte, Tagebücher, Zeitungsausschnitte
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Briefe, Manuskripte, Tagebücher, Zeitungsausschnitte
[Briefe anderer Missionshäuser und Missionsfreunde] Sudan Pionier Mission (Wiesbaden) an Bracker
Schleswig-holsteinische lutherischen Mission zu Breklum[Briefe anderer Missionshäuser und Missionsfreunde] Sudan Pionier Mission (Wiesbaden) an Bracker über die Mission im Sudan
Schleswig-holsteinische lutherischen Mission zu Breklum[Briefe anderer Missionshäuser und Missionsfreunde] Piening (Breklum) an Nitsch (Neukirchen) darüber, daß Breklum gegen die Aufnahme des protestantischen Missionsvereins stimmen werde. Breklum fürchtet, daß wir unsere wärmsten und treuesten Freunde mit Recht vor den Kopf stießen. Man solle sich in Wiesbaden sehr gründlich überlegen, ob man um eines äußeren Einheitsgedankens willen die innere Verbundenheit des Missionsbundes aufgeben will.
Schleswig-holsteinische lutherischen Mission zu Breklum[Briefe anderer Missionshäuser und Missionsfreunde] Nitsch (Neukirchen) an Piening (Breklum) über die Versammlung in Wiesbaden, bei der die Aufnahme des protestantischen Missionsvereins (zu Breklums und Neukirchens Zufriedenheit) abgelehnt worden ist.
Schleswig-holsteinische lutherischen Mission zu Breklumunbekannter Hersteller;
mit Tinte/Tusche: "Fräulein Maria Wilhelmine Freiin/von Minnigerode, (...)/Wiesbaden/Müllerstraße 4"
Geschichte des Bestandsbildners: Das Reichsministerium verdankt seine Entstehung vorwiegend parteipolitischen Rücksichten. Als die Deutsche Demokratische Partei am 02.10.1919 als Koalitionspartner wieder die Regierungsverantwortung übernahm, erhielt sie entsprechend Ihrer Stärke im Reichstag außer der Stellvertretung des Reichskanzlers drei Ministersitze, die im amtierenden Kabinett teils durch Neubildung bereitgestellt wurden. Die Folge war die Bildung eines neuen Reichsministeriums für Reparationsangelegenheiten. Am 21.10.1919 wurde Dr. Otto Gessler (21.10. bzw. 07.11.1919 - 26.03.1920 im Reichskabinett Gustav Bauer) zum ersten Reichsminister dieses Ressorts ernannt. Die Funktion übten weiterhin aus: Dr. Walther Rathenau (28.05. - 25.10.1921 im 1. Reichskabinett Dr. Josef Wirth), Dr. Heinrich Friedrich Albert (29.03. - 12.08.1923 im Reichskabinett Dr. Wilhelm Cuno), Robert Schmidt (13.08. - 29.11.1923 im 1. und 2. Reichskabinett Dr. Gustav Stresemann). Durch Erlass des Reichspräsidenten vom 07.11.1919 (RGBl. S. 1875) wurde das Reichsministerium für Wiederaufbau zur Durchführung der dem Deutschen Reich durch den Friedensvertrag von Versailles (28.06.1919) auf wirtschaftlichem Gebiet auferlegten Verpflichtungen de iure errichtet. Eigentlich war es das Ministerium für Reparationsangelegenheiten, denn der Wiederaufbau galt den ehemaligen westlichen Kriegsgebieten außerhalb des Reiches. Folgende Aufgaben wurden dem neuen Ministerium übertragen: · die unmittelbare wirtschaftliche Wiedergutmachung (Teil VIII des Friedensvertrages), · der Ausgleich von Forderungen und Schulden gegenüber den bisher feindlichen Staaten (Teil X Abschnitt 3 des Friedensvertrages), · die Abwicklung der Liquidationen (Teil X Abschnitt 4 des Friedensvertrages), · die Entschädigung der Auslands-, Kolonial- und verdrängten Deutschen, · der Ausgleich der Kriegsschäden der deutschen Reedereien (See- und Binnenschifffahrt sowie Fischerei). Diesem Aufgabenkreis war die Organisation des Ministeriums angepasst, die während der ganzen Dauer seines Bestehens kaum verändert wurde: Abteilung A: Wirtschaftliche Wiedergutmachung einschließlich des Wiederaufbaus der zerstörten Gebiete, insbesondere Rücklieferungen und Reparationslieferungen. Abteilung B: Liquidationen, Entschädigungen, Vorkriegsschulden. Abteilung C: Ablieferung von See- und Binnenschiffen; Kriegsschäden der See- und Binnenschifffahrt. Abteilung C 1: Ablieferung von Fischereifahrzeugen; Kriegsschäden der Seefischerei. Abteilung D: Personalangelegenheiten. Abteilung E: Finanzielle Angelegenheiten. Abteilung F: Juristische Angelegenheiten. Generalreferat G: Allgemeine Angelegenheiten und Angelegenheiten betreffend den Friedensvertrag. Abteilung K: Kolonialzentralverwaltung als Abwicklungsstelle des früheren Reichskolonialministeriums (seit 01.04.1920). Zur Beratung in Fragen der wirtschaftlichen Wiedergutmachung stand dem Ministerium ein Beirat für Wiedergutmachungsfragen zur Seite. Dieser setzte sich aus Mitgliedern des Reichsrats und aus Vertretern der Reichstagsfraktionen und der interessierten Wirtschaftskreise zusammen. Die erste Sitzung hielt der Beirat am 26.04.1920 ab. Es folgten nur noch wenige weitere. Auch scheint die Bedeutung des Beirats nur gering gewesen zu sein. Das Reichsministerium für Wiederaufbau stand während seines ganzen Daseins im Schatten des Auswärtigen Amtes und des Reichsfinanzministeriums, aus deren Aufgabengebieten gewisse Teile abgetrennt worden waren, um dem neuen Ressort eine Grundlage zu geben. Auch durch die Hinzunahme der Abwicklungsaufgaben des mit Wirkung vom 01.04.1920 aufgelösten Reichskolonialministeriums wurde diese Grundlage nicht günstiger. Im Gegenteil, die Abhängigkeit vom Auswärtigen Amt, aus dem das Reichskolonialamt bzw. -ministerium erst 1907 hervorgegangen war, wurde noch fühlbarer. Es hing ganz wesentlich von der Persönlichkeit und der Amtsführung der Wiederaufbauminister ab, in welchem Maße sich das neue Ressort zwischen und neben den anderen Reichsministerien behaupten, seinen Platz ausbauen und damit seine Daseinsberechtigung beweisen konnte. Es ging letztlich darum, ob das Wiederaufbauministerium in dem für Deutschlands Schicksal so wichtigen Reparationsproblem eine führende Rolle übernehmen oder ob es in außenpolitischer Beziehung nur der "verlängerte Arm" des Auswärtigen Amtes, in finanzieller nur "ausführendes Organ" des Reichsfinanzministeriums sein sollte. Diese Aufgabe war nach dem ungünstigen, parteipolitisch bedingten Start des Wiederaufbauministeriums und seiner Stellung zwischen zwei Ministerien von überragendem Gewicht höchst schwierig. Dementsprechend schwankte bei den jeweiligen Regierungsparteien die Wertschätzung des Wiederaufbauministeriums. Die Neigung einen Minister dafür zu repräsentieren war stets gering. So mußte das Ministerium in den 4 ½ Jahren seiner Existenz insgesamt drei Jahre lang ohne Minister auskommen. Die Amtszeit von Gessler prägte dem Ministerium entscheidende Strukturen auf, die bis zuletzt beibehalten wurden. Die höchste politische Rolle spielte es unter Rathenau. Er erreichte in den beiden Protokollen des Wiesbadener Abkommens vom 06. und 07.10.1921 immerhin erstmals eine deutsch-französische Übereinstimmung über einen Plan für deutsche Sachlieferungen (Wiederaufbaumaterial) an Frankreich; diese Lieferungen waren zeitlich und wertmäßig begrenzt, nicht mehr wie bisher ungemessen. Für eine zentralisierte Ausführung der deutschen Reparationsleistungen wurden zwei große Organisationen in Deutschland und Frankreich vorgesehen. Die tatsächliche Leitung des Reichsministeriums für Wiederaufbau lag von Anfang bis zum Ende im Wesentlichen in den Händen des einzigen Staatssekretärs Dr. Ing. E. h. Gustav Müller, dessen Verantwortung um so größer war, als das Ministerium meistens keinen Minister hatte. Nach dem Abbruch des passiven Widerstandes im Ruhrkampf (26.09.1923) und der Stabilisierung der deutschen Währung (20.11.1923) beschloss die Reparationskommission am 29.11.1923, zwei internationale Sachverständigenausschüsse einzusetzen, um künftig Reparationszahlungen auf neuer Basis zu regeln. Die Vorschläge des Reichsministeriums für Wiederaufbau zur Neuregelung der Bearbeitung der bisher von ihm wahrgenommenen Angelegenheiten sollten seine weitere Existenz sichern. Im Gegensatz dazu traten das Auswärtige Amt und das Reichsfinanzministerium für die Auflösung des Wiederaufbauministeriums ein. Schließlich lieferten die seit der Schaffung der Rentenmark eingeleiteten Sparmaßnahmen innerhalb der Reichsverwaltung die Begründung für die Auflösung des Ministeriums. Durch die Verordnung des Reichspräsidenten vom 08.05.1924 (RGBl. I S. 443) wurde am 11.05.1924 das Ministerium, lange bevor der Dawes-Plan als Neuregelung des Reparationsproblems am 01.09.1924 wirksam wurde, aufgelöst. Die Angelegenheiten des Reichsministeriums für Wiederaufbau übernahm fast ausschließlich das Reichsfinanzministerium, in dessen nachgeordnetem Geschäftsbereich sich zuletzt noch von 1930 bis 1933 die Restverwaltung für Reichsaufgaben mit der Abwicklung der Reparations- und Kolonialangelegenheiten befassen musste. Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte Das Schriftgut des Reichsministeriums für Wiederaufbau und der meisten seiner nachgeordneten Dienststellen war zum großen Teil schon vor Kriegsausbruch vom Reichsarchiv Potsdam übernommen worden. Die Ministerialakten sowie die Unterlagen des nachgeordneten Bereichs des Treuhänders für das feindliche Vermögen haben den Krieg überdauert und lagerten im Zentralen Staatsarchiv Potsdam unter der Bestandssignatur 33.01. Dagegen wurden die Akten von 13 nachgeordneten Behörden und Dienststellen nicht verlagert und verbrannten Anfang April 1945 bei der Zerstörung des Reichsarchivs Potsdam. Vernichtet wurden damals folgende Bestände: Reichsentschädigungskommission Reichskommissar bei dem Ausschuss zur Feststellung von Kriegsschäden in Ostpreußen Reichskommissar für die Liquidation ausländischer Unternehmen Reichskommissar zur Erörterung von Gewalttätigkeiten gegen deutsche Zivilpersonen in Feindesland Reichsausschuss für Schiffsbau und Schiffsablieferung Reichskommissar für die Rücklieferung von Eisenbahnmaterial Deutsch-Französische Möbelausfuhrkommission Kehl Reichsrücklieferungskommission Deutsche Kohlenkommission Essen Reichsausgleichsamt Reichsentschädigungsamt Staatskommissar für die Wiederherstellung der Universitätsbibliothek Löwen Archivische Bewertung un Bearbeitung Die im Frühjahr 1955 vom Bundesfinanzhof in Bonn an das Bundesarchiv in Koblenz abgegebenen Archivalien waren unter der Bestandssignatur R 38 zusammengefasst. Im Zuge der Vereinigung beider deutscher Staaten konnten beide Teile des Reichsministeriums für Wiederaufbau unter der nunmehr gültigen Signatur R 3301 wieder zusammengeführt werden. Der ehemalige Koblenzer Teilbestand wurde umsigniert und dem Potsdamer Teil angeschlossen, d.h. die Koblenzer Signaturen wurden mit der Zahl 2000 addiert (Beispiel: alt R 38 / 3 - neu R 3301/2003). Die überlieferten Akten entstammen vor allem aus den Bereichen Generalreferat G und Ministerialregistratur. Vereinzelt wurden die Akten vom später für die Aufgabenerledigung zuständigen Reichsfinanzministerium weitergeführt, verblieben jedoch wegen des Entstehungszusammenhanges bei der Überlieferung des Reichsministeriums für Wiederaufbau und haben somit eine abweichende Laufzeit. Einige Bände sind älteren Datums; sie wurden z.T. schon bei Kriegsausbruch 1914 im Reichsamt des Innern begonnen, seit 1917 im Reichswirtschaftsamt weitergeführt und 1919 dem Wiederaufbauministerium übergeben. Inhaltliche Charakterisierung: Den Schwerpunkt der Überlieferungen bilden die Akten des Generalreferats, Materialien zu Entschädigungen, Liquidationen, Reparationen, Sanktionen, Restitutionen und Substitutionen sowie zu Zerstörungen und Entschädigungsansprüche. Darüber hinaus sind vor allem Unterlagen zu Haushalt, zur Organisation und Durchführung des Wiederaufbaus überliefert. Erschließungszustand: Findbuch 2004 Zitierweise: BArch, R 3301/...
Autorenkorrespondenz und Geschäftsunterlagen aus dem Zeitraum von 1901 bis 1990 (Insel Leipzig) bzw. 1945 bis 1965 (Zweigstelle Wiesbaden und Insel Frankfurt).
Enthält: Kölner Fecht- und Turn-Club (1892, 1893, 1894), Vieh-Versicherungsverein unter dem Schutz der heiligen Brigitta der Pfarre Bocklemünd und Mengenich (1892, mit Statuten, Druck), Beschaffung der Informationsschrift Regeln für die Pflege und Ernährung der Kinder im ersten Lebensjahr (1892-1894), Verfügung des Regierungspräsidenten betreffend Schaffung einer Bodenkreditbank in der Rheinprovinz (1892), Verein der Handlungsgehilfen zu Köln (1893), Anstalt für Kunststickerei und Frauenerwerb, Düsseldorf (1892, mit Statuten, Bericht über die Hauptversammlung 1892, Drucke), Kölner Ruderverein von 1877 betreffend internationale Ruderregatta 1894 und Ehrenpreise (1893/1894 mit Programm, Druck), Verein für Geflügelzucht „Columbia in Köln betreffend Preismedaillen (1893, 1894, mit Programmen, Resultat des Taubenfliegens ab Obertraubling bei Regensburg und Voos bei Nürnberg, Drucke), Kölner Brieftauben-Sport betreffend Medaillen (1892), Hilfsverein deutscher Reichsangehöriger zu Prag (1893-1895, mit Jahresberichten für 1892, 1893, 1894, Druck), Deutscher Samariter-Verein Köln (1893/1894), Verein Philantropia, Köln (1893, mit 41./42. Jahresbericht für 1892 und 1893 und Statut, 1887, Drucke, Legat von Dr. Hubert Dormagen zugunsten des Vereins), Deutscher Verein gegen den Missbrauch geistiger Getränke (1892, Mitteilungen des Vereins 10. Jahrgang, Nr. 4, 1893, Satzung, Werbeschrift Deutsche Worte über deutsches Trinken, Drucke), Internationaler Samariter-Kongress in Wien (1893, mit Programm, Aufruf zum Beitritt, Drucke), Verband der Elektrotechniker Deutschlands betreffend Tagung in Köln (1893, mit Aufruf, Satzung, Bericht der 1. Jahresversammlung in Köln, Drucke, Bericht in Elektrotechnisches Echo 6. Jahrgang, Heft 41, 1893), 42. Versammlung Deutscher Philologen und Schulmänner, Oskar Jäger, betreffend Versammlung in Köln 1895 (1893, mit Auskünften der Städte Wiesbaden, Trier, Görlitz, München betreffend Bezuschussung), Deutscher Hülfsverein in Paris (1893, mit Jahresbericht 1892 und 1893, Drucke), Rheinischer Kochkunst-Verein betreffend Ausstellung für Kochkunst, Armeeverpflegung, Volksernährung in Köln (1893, mit Ausstellungsprogramm, Druck, Bericht in Die Küche, 12. Jahrgang, Heft 42, 1893, Einladungskarte), Internationaler Stenographentag, Arbeitsausschuss für die Häufigkeitsuntersuchungen der deutschen Sprache betreffend Zuschuss (1893, mit Denkschrift, Druck), Verein der Handlungsgehilfen, Köln (1893, 1894), Renten- und Pensionsanstalt für deutsche bildende Künstler, Weimar (1893), Verein Deutscher Lehrerinnen in England (1893, mit Vereinsbericht 1892, Druck), Kölner Turnverein betreffend 50jähriges Stiftungsfest und Ehrengeschenk 1893, Spielfeste vor dem Lindentor 1894 (1893, 1894, mit Schriftwechsel mit Gabriel Hermeling, Zeitungsartikel Westdeutsche Allgemeine Zeitung 300, 6. November 1893), Verein deutscher Spediteure betreffend Spediteurtag in Köln 1894 (1894, mit Auskünften der Städte Dresden, Leipzig, Mannheim betreffend Zuschüsse, Einladung, Tagesordnung, Jahresbericht 1893/1894, Drucke), Wöchnerinnen-Asyl-Verein (1894, 1895, mit 6. Vereinsbericht für 1894, Druck), St. Florianus Kranken- und Sterbekasse (1894, mit Statuten, Druck), Katholisches Gesellenhospitium (1894, mit Statut, Druck), Werkmeister Bezirksverein für Köln und Umgegend betreffend 10jähriges Bestehen (1894, mit Statuten des Deutschen Werkmeister-Verbandes, Druck), Verein zur Beförderung des Taubstummen-Unterrichts (1894, 1895), Brieftauben-Verein Union (1894), Verein der selbständigen Handwerker Kölns, Heinrich Bodewig, betreffend Delegiertentag des Rheinischen Provinzial-Handwerkerbundes 1894 (1894, mit Programm, Aufruf, Drucke), Turnverein Ehrenfeld betreffend Sieg-Rheinisches Gauturnfest (1894, Ehrenkarte, Druck), Kölner Rad-Rennverein 1894 betreffend Ehrenpreis für Rennen, auch internationales Rennen, unter anderem auf dem Sportplatz Riehler Straße 201 (1894, mit Verzeichnis der Mitglieder), Internationaler Verein der Gasthof-Besitzer betreffend Generalversammlung und 25jähriges Bestehen (1894, mit Festprogramm, Einladungskarte, Drucke, Protokoll der Generalversammlung, Festbericht in: Wochenschrift des Internationalen Vereins der Gasthofbesitzer 24/25, 16., 23. Juni 1894), Stolze´sche Stenographen-Vereine zu Köln betreffend 13. Jahresversammlung der Stenographenvereine Stolze´scher Richtung aus Rheinland und Westfalen (1894), Verein der Deutschen Reichsangehörigen zur Unterstützung hilfsbedürftiger Landsleute in Warschau (1894), Maurer- und Steinhauer-Gesellen-Krankenkasse betreffend 50jähriges Bestehen (1894, mit Statuten von 1864, Druck), Verein für vereinfachte Stenografie (1894), Verein gegen Unwesen in Handel und Gewerbe zu Köln (1894, mit Einladung zu einer öffentlichen Versammlung, Druck), Verein für Gartenkultur und Botanik (1894, mit Ausstellung des Landwirtschaftlichen Vereins Lokalabteilung Köln betreffend Esskartoffeln, Tafel- und Kochobst, Druck), Deutsche Kolonialgesellschaft betreffend Wissmann-Feier (1895), Reisevereinigung Köln-Umgegend betreffend Medaillen für Brieftauben-Vereine (1895), Deutscher Verein von Gas- und Wasserfachmännern, Ortsausschuss Köln, betreffend 35. Jahresversammlung (1895, mit Kostenvoranschlag). Aktenzeichen: HI XIX 2 13III 402 HI 283.
Der Industrieverband Schneidwaren und Bestecke (IVSB) entstand durch die Fusion des 1946 in Solingen gegründeten Fachverbandes Schneidwarenindustrie (FSI) und des 1966 in Wiesbaden gegründeten Gesamtverbandes Besteck-Industrie (GBI) am 4.5.1971. In die Struktur der gewerblichen Wirtschaft war der IVSB als Bundesfachverband im Wirtschaftsverband Eisen Blech Metallindustrie im BDI eingebunden. Im Jahre 2002 erfolgte die Fusion mit dem Verband Haushalts-, Küchen- und Tafelgeräte zum Industrieverband Schneid- und Haushaltswaren (IVSH). Als historische Vorläufer des Fachverbandes Schneidwarenindustrie sind die lokalen Fabrikantenvereine des Schneidwarengewerbes anzusehen. Nach einem Streik erfolgte am 13. Mai 1891 die Gründung des Verbandes sämtlicher Fabrikantenverein Solingen. Ihm gehörten zunächst der Tafelmesserfabrikantenverein, der Scherenfabrikantenverein, der Taschen- und Federmesserfabrikantenverein sowie der Gabelfabrikantenverein an. Nach der am 4. Mai 1900 erfolgten Umbenennung in Verband der Fabrikantenvereine Solingen kam als fünftes Mitglied noch der Rasiermesserfabrikantenverein hinzu. Außerhalb dieses Dachverbandes standen der Waffenfabrikantenverein und die verschiedenen Schlägereibesitzervereine. Sie organisierten sich nach dem 27. Juli 1903 als Unterverbände im neu gebildeten Verband von Arbeitgebern im Kreise Solingen. Dieser lokale Arbeitgeber-Dachverband stand allen Industriebranchen offen, im Unterschied zum Verband der Fabrikantenvereine Solingen, der lediglich auf die Schneidwarenbranche begrenzt war, und 1907 erneut seinen Namen in Verband der Solinger Fabrikantenvereine änderte. Seit 1909 führte Dr. Hornung sowohl die Geschäfte des AGV als auch die des „Verbandes“. 1911 erfolgte eine Abgrenzung der Mitgliedschaft der beiden Verbände, der AGV gab die Stahlwarenfirmen an den Verband Solinger Fabrikantenvereine ab. Diese Personalunion in der Geschäftsführung der beiden Wirtschaftsverbände bestand bis 1926 Am 12. April 1922 erfolgte mit der Gründung des Arbeitgeberverbandes des oberen Kreises Solingen die Neuorganisation der örtlichen Unternehmerverbände nach wirtschaftlichen-fachlichen und sozialpolitischen Kriterien. Der neue AGV fungierte v.a. als lokaler Kollektiv-Tarifpartner, Fachverbandsaufgaben nahm er nicht mehr war. Neben dem AGV blieben der Verband Solinger Fabrikantenvereine und der Verband Solinger Schlägereibesitzervereine weiter als selbständige wirtschaftliche Organisationen unter dem Dach des am 14.6.1919 als „Vertretung der gesamten Eisen- und Stahlwarenindustrie in der Organisation des Reichsverbandes der Deutschen Industrie“ gegründeten Eisen Stahlwaren-Industriebund (ESTI) bestehen. Der ESTI mit dem Sitz in Elberfeld wirkte im bergisch-märkischen Raum (Wuppertal, Remscheid, Solingen, Velbert, Hagen). Mit dem ESTI trat Solingen in Beziehung zu dem Spitzenverband der eisenverarbeitenden Industrie und dadurch zum RDI. AGV und ESTI arbeiteten in Solingen so eng zusammen, dass sie eine gemeinsame Geschäftsführung mit zwei gleichrangigen Geschäftsführern, Dr. Oskar Bachteler und Dr. Willi Großmann, unterhielten. Der Zerschlagung der Gewerkschaften am 2. Mai 1933 folgte ab dem 19. Mai 1933 die Festsetzung der Tariflöhne durch den „Treuhänder der Arbeit“. Auch der Solinger Arbeitgeberverband war als Tarifvertragspartner auf einmal ohne Funktion und wurden von den Nationalsozialisten schließlich am 22.1.1934 aufgelöst. Die Zusammenschlüsse der Unternehmen konzentrierten sich nun auf die Fachorganisation. Als Dachorganisation fungierte in Solingen der ESTI mit den drei Hauptberufsverbänden Vereinigung Solinger Stahlwarenfabrikanten, Vereinigung Solinger Schlägereibesitzervereine und Rasierklingen-Industrieverband (gegründet am 3.10.1925, 1930 Verband der Rasierklingenhersteller). Der Solinger ESTI wurde schließlich in die DAF unter der Bezeichnung "Fachgruppe Schneidwarenindustrie der Wirtschaftsgruppe Eisen- Stahl und Blechwaren“ eingegliedert und fungierte als eine wirtschaftspolitische, die gesamte Schneidwarenindustrie des Deutschen Reiches erfassenden Organisation. Gustav Grünwald von der Fa. Argenta (Düsseldorf) war der erste Leiter der Fachgruppen Schneidwaren und Bestecke mit Sitz in Solingen. Ihm folgten die Herren Franz Buchenau in Fa. Heinr. Böker und Dr. Walter Müller in Fa. Pränafawerke. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erhielt schon am 6. 11. 1945 die Wirtschaftsvereinigung EBM durch die Besatzungsmacht die Genehmigung zur Wiedergründung. Unter dem Vorsitz von Kurt Peres wurde die Fachvereinigung Schneidwarenindustrie gebildet Als erstes Domizil fungierte das ehemalige Gräfrather Rathaus, dann fand die Fachvereinigung auf der Albrechtstraße ihr Unterkommen. Ab dem 1.4. 1946 lautete der neue Name Fachverband Schneidwarenindustrie. Dr. Bachteler konnte am 1. 11. 1946 seine hauptamtliche Tätigkeit für den Verband wieder aufnehmen. 1953 wurde Bachteler gleichzeitig Geschäftsführer vom AGV. Am 17.3.1961 starb Dr. Oskar Bachteler. Als Vorsitzende waren in diesem Zeitraum Paul Ad. Schmidt in Fa. Müller & Schmidt Pfeilring (1947-1953 Jahre) und anschließend Hans-Robert Grah in Fa. Grasoliwerk Gebr. Grah (1953-1965 Jahre) für den FSI tätig. Die nächsten fünf Jahre stand Dr. Walter Wolf an der Spitze des Verbandes. In der Geschäftsführung des FSI folgte ab dem 25.7.1961 Dr. Dietrich Balfanz. In den ersten Jahren seiner Tätigkeit erfolgte am 6. Mai 1966 der Umzug vom Schlagbaum in das neu gebaute Industriehaus Neuenhofer Straße und im selben Jahr die Übernahme des Rasierklingen-Industrieverbandes als Fachabteilung in den FSI. Ebenfalls in diesem Jahr ging aus der Arbeitsgemeinschaft von drei Verbänden der Gesamtverbandes Besteck-Industrie (GBI) hervor. Vorsitzender war W. Jacobskötter, als gleichberechtigter Geschäftsführer war Balfanz tätig, die zweite Geschäftstelle neben Schwäbisch-Gmünd lag beim FSI in Solingen. Die Vereinigung zum gemeinsamen Verband IVSB 1971 war da schon absehbar; letzter Vorsitzender des FSI war Eduard Wüsthoff jr. (gewählt am 8.4.1970) 1971 erfolgte zunächst unter dem Namen ISB die Fusion von FSI und GBI mit den beiden gleichberechtigten Vorsitzenden Wolfgang Jacobskötter, Bremen (Vorsitzender GBI) und Eduard Wüsthoff jr., Solingen. 1972 Umbenennung in Industrieverband Schneidwaren und Bestecke Mai 1975: Vorsitzender Rolf Henrichs (Fa. Paul Lösebach KG(?) ab 1.6.1980 Vorsitzender: Dr. Walter Erich Krause, Geislingen Am 12.12.1981 wurde Dr. Dietrich Balfanz in den Ruhestand verabschiedet. Im folgten in der Geschäftsführung des IVSB Dr. Horst Prießnitz (1982-1983), Friedrich Klopotek (1983-1995) und seit 1995 Jens-Heinrich Beckmann. 1983 Grundsatzdiskussion über einen möglichen Weggang aus Solingen. Entscheidung fiel am 21.6.1983 auf einer außerordentlicher Mitgliederversammlung. Beschlossen wurde der Verbleib in Solingen, aber die Beiträge wurden geändert, die größeren Firmen entlastet. In der Konsequenz musste das Personal der Geschäftsstelle von 5,33 auf 3,75 Stellen reduziert werden. ZUGANG Die Überlassung des Bestandes des IVSB an das Stadtarchiv geht auf den Geschäftsführer Dr. Balfanz zurück. Kurz vor seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst Ende 1981sorgte er dafür, dass sowohl die wenigen älteren Unterlagen (v.a. Rasierklingen-Industrieverband) als auch die Registratur des FSI dem Stadtarchiv zur Verfügung gestellt wurde. Ergänzt wurde der Bestand bis 1996 durch die im StAS gesammelten Rundschreiben des IVSB. Der Bestand wurde 1984 von Ralf Rogge erschlossen.
Enthält u. a.: - Jahreskongress von Rotary International 1934 in Detroit, Wochenbericht Nr. 8(209) vom 23. August 1934 - Städtetreffen der Rotary Clubs Halle (Saale), Erfurt und Leipzig in Bad Kösen, Wochenbericht Nr. 10(211) vom 6. September 1934 - Rud. Blochmann (Nichtrotarier, Kiel), "Kalenderreform" (Vortrag, 4 S.), Beilage zum Wochenbericht Nr. 26(227) vom 3. Januar 1935 - Rudolf Steckner, "Bankkredite und deren Sicherheit" (Vortrag, 5 S.), Beilage zum Wochenbericht Nr. 27(228) vom 10. Januar 1935 - Karl Redepenning, "Das Recht am Erdöl in Preußen" (Vortrag, 2 S.), Beilage zum Wochenbericht Nr. 31(232) vom 7. Februar 1935 - Wilhelm de la Sauce, "Georgius Agricola" (Vortrag/Auszug, 3 S.), Beilage zum Wochenbericht Nr. 37(238) vom 7. März 1935 - Wilhelm de la Sauce, "Treibstoffe in Deutschland" (Vortrag, 4 S.), Beilage zum Wochenbericht Nr. 39 (240) vom 4. April 1935 - Werner Dehne, "Nichteisenmetalle" (Vortrag, 2 S.), Beilage zum Wochenbericht Nr. 41(242) vom 25. April 1935 - Walter Asmis, "Rund um Afrika!" (Vortrag, 4 S.), undatiert - Abänderung in der Struktur der Distriktsleitung auf der Distriktskonferenz vom 10. bis 12. Mai 1935 in Wiesbaden, Wochenbericht Nr. 44(245) vom 16. Mai 1935 - Karl Reinhardt, "Die deutsche Hochmoorkultur und das Gut Moorwerben" (Vortrag, 3 S.), Beilage zum Wochenbericht Nr. 44(245) vom 16. Mai 1935.;
Enthält u. a.: - Jahresversammlung, Wochenbericht Nr. 46(268) vom 25. Juni 1935 - K. Jul. Leverkus, Vortrag über seine Seereise und Landfahrten in Südafrika (Auszug, 3 S.), Wochenbericht Nr. 45(267) vom 22. Juni 1935 - Alfred Güttich, "Etymologisches aus der Medizin" (Vortrag/Auszug, 2 S.), undatiert - Distriktskonferenz vom 10. bis 12. Mai 1935 in Wiesbaden (Bericht), Wochenbericht Nr. 42(264) vom 23. Mai 1935 - Wahl des Vorstandes für 1935/36, Präsident: Gustav Bredt, Wochenbericht Nr. 37(259) vom 11. April 1935 - Alfred Kuttenkeuler, "Erbkranker Nachwuchs/Kastration und Sterilisation" (Vortrag/inhaltliche Wiedergabe, 5 S.), gehalten am 10. Dezember 1934 - [Georg Zapf], ["Das Alter der Erde"] (Vortrag, 6 S.), [gehalten am 31. Oktober 1934] Enthält auch: - Mitteilungen von Terminen an die Clubmitglieder - Vorschlag zur Aufnahme von Werner Vowinkel, Julius Weiss, Clemens Auer und Eugen Bertram sowie Gottlieb von Langen, Ernst Engelking und Walter Schmidt, 3. Mai 1935 und 23. November 1934 - Vorstandssitzung, 10. Dezember 1934.;