Fotografie
Photocentrale des Kolonialkriegerdank G.m.b.H., BerlinZoll
118 Dokumente results for Zoll
Fotografie
Photocentrale des Kolonialkriegerdank G.m.b.H., BerlinBem. von anderer Hand: Vorder- und Seitenansicht
Norddeutsche MissionBem. von anderer Hand: Frontansicht
Norddeutsche MissionAuf dem vorderen Bildrand: Grundsteinlegung des Charlottenkrankenhauses in Lomé
Norddeutsche MissionEnthält: - Anerkennung bzw. Ablehnung der Anerkennung von Wochenschauen als volksbildend, darunter "Fox Tönende Wochenschau", "Emelka Ton-Woche", "Deuling Ton-Woche", "Ufa Ton-Woche" sowie "Deutsche Woche" - Anerkennung von Filmen als volksbildend, darunter "Parkanlagen", "Unvergessenes Land. Ein Film deutscher Not", "Siebenbürgen, Land des Segens", "Der Müggelsee und seine Umgebung", "Wie entsteht ein Trickfilm", "Danzig, die deutsche Stadt", "Mit Graf Zeppelin in die Arktis", "Gefiederte Räuber", "Vom Tabaksblatt zur Zigarette", "Orchideen- und Kaktusblüten", "Sport an See und Strand", "Preußen. Über die Oberländischen Seen zu den Geneigten Ebenen", "Inseln unter dem Kreuz des Südens", "Die Kunst des Segelfluges", "Aus der Werkstatt des Kunsttöpfers. Das Entstehen Einer Tonvase", "Der Flughund", "Blühende Blumen", "Oberbayerische Volkstänze", "Carrara, die Marmorwerkstatt der Welt", "Die Eroberung der Meerestiefe", "Hans pass auf!", "Der Mensch. Was man über sich wissen muss", "Spaziergang in Potsdam", "Das steinerne Antlitz von Potsdam", "Dassan, die Insel der 5 Millionen Pinguine", "Baby", "Der Einsiedlerkrebs", "Tierköpfe", "Das Weltkonzert I. Ouvertüre zu der Oper Wilhelm Tell von Gioacchino Rossini", "Menschen im Busch", "Silberne Meeresbeute", "Maschinen arbeiten für dich", "Kinderland - Sonnenland", "Winter im Bayerischen Allgäu", "Winter in Garmisch-Partenkirchen", "Winterfreuden in Bayern", "Im Bayerischen Skiparadies zwischen Bayerisch Zell und Berchtesgaden", "Alte und neue Zeit in der Mark", "Oberon Ouvertüre. Das Weltkonzert II", "Hochstraßen der Luft", "Weltkonzerte IV. Vorspiel zu den Meistersingern von Nürnberg", "Gesundheit, Arbeit, Glücklich sein", "Eine Johann Strauß Phantasie", "Du und ich - wir alle! Erster Film: Tratsch", "Weltkonzert III. An der schönen blauen Donau", "Hitlers Aufruf an das deutsche Volk", "Der Choral von Leuthen", "Reichskanzler Adolf Hitler spricht", "Der Läufer von Marathon", "Danzig", "Gipfelstürmer", "Die Himmelsflotte", "Deutscher Reitersieg in Rom", "Die Tote Stadt", "50 Jahre Fernsprechen in Deutschland", "Wassersport und Wasserwandern", "100 Jahre deutscher Zoll", "Der erste Tagesausflug nach Afrika", "Dorfjugend", "Aus Deutschlands Bronzezeit", "Die Herrgottsschnitzer von Oberammergau", "Simba, der König der Tiere", "Jenseits der Weichsel", "Mit der bayerischen Zugspitzbahn ins deutsche Alpenparadies", "Es grüne die Tanne - es wachse das Erz", "Weimar. Die Stadt der deutschen Dichter", "Filmurkunden von Deutschlands Eroberung der Luft", "Vom Wildentenvolk", "Ausflug nach Helgoland", "Potsdam. Vom Aufbau einer Stadt", "Das Ringen um Verdun", "Hitlerjunge Quex", "Von deutschen Domen", "Deutscher Frühling", "Klingende Täler und Berge", "Erntezeit", "Kagami", "Der Weltkrieg. II. Teil", "Mit Kreuzer Königsberg in See", "Der Weg ins Dasein", "Deutsche Glocken am Rhein", "Der Goldfisch und seine Verwandlung", "Ein heimlicher Geselle. Vom Zwergtaucher", "Molche", "Was wissen Sie vom Holzschnitt?", "O Täler weit, o Höhen", "Entstehung der Alpen", "Mit Theodor Fontane durch die Mark Brandenburg", "Abrüstung", "Terror oder Aufbau", "Fleißige Hände in sonnigen Tälern", "Alpenblumenmädchen", "Ein Tag in den Alpen", "Sprechende Erde", "Flug ins Blaue", "Dorschfang auf den Lofoten", "Ein Weg von vielen", "Der klassische Rhein", "Vom Kiebitz", "Congorilla", "Der Weltkrieg", "Schokolade", "Im Schlesierland marschieren wir", "Fuchs, Du hast die Gans gestohlen", "Erntedanktag ?Bückberg 1. Oktober 1933", "Siebenmal um die Welt in einer Sekunde", "Der junge Rhein", "Von Gämsen und Steinböcken", "Wolkenkratzer in Südarabien", "Glaskunst in Rübezahls Reich", "Hans Westmar. Einer von vielen", "Irgendwo in Deutschland", "Der Weihnachtsmann klopft an", "Die Brücke nach Afrika", "Blut und Boden", "Unbekannte Mark. Prenzlau, ein märkisches Rothenburg", "Bayerische Heimat", "Flüssiges Gold" sowie "Der Sieg des Glaubens" - Ablehnung der Anerkennung von Filmen als volkbildend, darunter "Schwimmen und Springen", "Vollblutzucht", "Kreuz und quer durchs schöne Schlesien", "Ein Frühlingstag", "Hell oder dunkel - eine brennende Frage", "Norwegische Fjorde", "Arosa, das Ski- und Sonnenparadies der Schweiz", "Turner heraus", "Die Stadt ohne Stufen", "Thermalbad Hofgastein", "Mutter", "Das Wachstum des Getreides", "Wunder der Zeitlupe", "Wunder der flüssigen Luft", "Räuber in der Natur (Fleischfressende Pflanzen)", "Der indische Schlangentöter", "Frohburg, die alte Töpferstadt", "Vom deutschen Nationalgetränk", "Eines Pferdes Werdegang", "Die elf Schillschen Offiziere", "Ein Spaziergang in Potsdam", "Leuna-Benzin, eine deutsche Leistung", "Kris. Das flammende Schwert", "Wasserkraft - Leben schafft", "Nordische Naturwunder. Die Westküste Norwegens", "Von Rudern und Paddeln", "Vom Atlantischen über die Kordilleren zum Stillen Ozean", "Tierinstinkte", "Iglo. Das ewige Schweigen", "Twist im Tierreich", "Wandernde Tiere aus fernen Zonen", "Allerlei Jugend", "Siegfried", "Familienidyll im Urwald des Amazons", "Des Bleistifts Werdegang", "Rund um Afrika", "Thunfischfang im Mittelmeer", "Panzerechsen", "Dalmatinische Reise", "Schubert-Lieder", "Trenck", "Kinder tanzen", "Deutsche Reichswehr-Manöverbilder", "Tag der deutschen Hausmusik im Reiche", "Paramount Sammelmappe I", "Ein Oktobertag in Bacharan", "Der Choral von Leuthen", "Marschall Vorwärts", "Schlesien", "Blutendes Deutschland", "Berlin. Rhythmus der Großstadt", "Friseurkunst", "Der 1. Mai 1933, der Feiertag der nationalen Arbeiten", "Deutschland ist erwacht", "Wir reisen an den Rhein", "Deutsche Arbeit, deutscher Wein sollen eng verbunden sein", "Tierzucht im Wasser", "Treibende Kräfte", "Die Stadt der Wagen und Zelte", "Schüsse an der Grenze", "Heidefahrt", "Unser täglich Brot", "Der Mittelrhein von Kaiserwerth bis Koblenz", "Das Industriegebiet an der Ruhr", "Der Stoffdruck", "Wotans Abschied und Zauber", "Kinderjahre - Lernjahre", "Schloss Thorstein", "Pori", "Der Weltkrieg. I. Teil. Des Volkes Heldengang", "Arbeit und Poesie an der unteren Ruhr", "Das sagenumwobene Rheinburgen-Gebiet", "Jede Zeit schafft ihr Kleid", "Ein Besuch in Kopenhagen", "Oberingenieur Dreyers Autoreise durch die amerikanischen Nationalparks", "Gehetzte Menschen suchen Erholung", "Ringende Menschen", "Affenstreiche", "Achtung Gefahr", "Die Reise nach der Sahara", "Deutsches Vollblut", "Wenn am Sonntagabend die Dorfmusik spielt", "Aus dem Reich der Töne", "Abenteuer auf dem Meeresgrund", "Weimar. Der Ehrentag der nationalsozialistischen Regierung in Thüringen", "Die Stimme des Vatikans", "Die Antike um Rom", "Perlen des Thüringer Waldes", "Das Rauhe Haus in Hamburg", "Die Siebengebirge", "Das Ahrtal", "Das Laacherland", "Kultur, Natur und Technik im Zugspitzgebiet", "Das schaffende und schöne Deutschland", "Mit Elly Beinhorn zu den Deutschen in Südwest-Afrika", "Einer für alle - alle für einen!", "Burgen am Rhein", "Die Insel Malta", "Die Wallfahrt zu Heiligen Rock in Trier", "Vor den Toren Berlins", "Nord - Süd", "Forschungsfahrt zu Höhlenwundern", "Deutschland zur Luft", "Buddhas im Dschungel", "Hinaus ins Freie", "Des großen Königs glücklichste Zeit", "Schwarzwaldzauber", "Deutsche Kulturstätten. Am Bodensee", "Deutsche Landschaften. Die Lüneburger Heide", "Wasser hat Balken", "Milch, die Quelle der Volkskraft" sowie "Friseurkunst. Ein Kulturfilm über Haartracht und Haarpflege"; I. HA Rep. 76, Ve Sekt. 1 Abt. VII Nr. 62 d Bd. 2 nicht überliefert
Enthält: Denkschriften über Arbeits- und Sozialrecht, Arbeitseinsatz und Lohnfragen im britischen und französischen Mandatsgebiet Kamerun und Vorschläge für die Neugestaltung, 1941 Stellenbesetzung in Nigeria, Äquatorialafrika, Kenia und Uganda, 1941 Übersicht über Zoll- und Steuereinnahmen sowie wichtigste Ausfuhrgüter in den afrikanischen Kolonialgebieten, o. Dat. Verwaltung von Belgisch-Kongo, 1941
Enthält u.a.: Aktenplan der Unterabteilung C der Hauptabteilung I des Kolonialpolitischen Amtes der NSDAP, o. Dat.
Bem. von anderer Hand: Haussa. Verteilung von Orden nach dem Asantekrieg. - Bildinhalt identisch mit 1343.
Norddeutsche MissionBem.: Bildinhalt identisch mit 1338.
Norddeutsche Mission122 Bl., Enthält: - Auszeichnung mit dem hohen Orden vom Schwarzen Adler mit dem Großkreuz des Roten Adler-Ordens: Herzog Ludwig in Bayern, Erbgroßherzog von Hessen und Prinz Wilhelm von Hessen - Auszeichnung mit dem hohen Orden vom Schwarzen Adler: von Schweinitz (außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter in St. Petersburg, General der Infanterie, Generaladjutant) - Auszeichnung mit dem Großkreuz des Roten Adler-Ordens mit Brillanten: Galimberti (Monsignore, Päpstlicher Nuntius in Wien, Erbischof von Nicaea), Graf von Pejacsewic (Österreichischer General der Kavallerie), Sadullah Pascha (Türkischer Botschafter in Wien) - Auszeichnung mit dem Großkreuz des Roten Adler-Ordens: Billot (Divisions-General und Senator, Französischer Botschafter in außerordentlicher Mission), Don Genaro de Quesada y Matevos, Marquis de Miravalles (General-Kapitän, Granden von Spanien, Spanischer Botschafter in außerordentlicher Mission), Graf Gerbaix de Sonnaz (italienischer Generalleutnant), Naib-es-Saltaneh (Sohn des Schahs von Persien) - Auszeichnung mit dem Roten Adler-Orden 1. Klasse mit Brillanten: Jonkheer van Capellen (Niederländischer Generaladjutant, Vize-Admiral), Fürst Schachowskoy (Russischer Generaladjutant) - Auszeichnung mit dem Roten Adler-Orden 1. Klasse mit Eichenlaub und mit dem Emailleband des Kronen-Ordens: Graf von Brandenburg (Gesandter in Brüssel), Graf von Werthern-Beichlingen (Wirklicher Geheimer Rat und Kammerherr, Gesandter in München) - Auszeichnung mit dem Roten Adler-Orden 1. Klasse mit dem Emailleband des Kronen-Ordens: von Riedel (Bayrischer Finanzminister) - Auszeichnung mit dem Roten Adler-Orden 1. Klasse: Baron Ferdinando Acton (Italienischer Vizeadmiral), Carp (Rumänischer Minister der auswärtigen Angelegenheiten), Emin-es-Sultan (Persischer Minister der Zölle), von Grolmann (Großherzoglich Hessischer Oberst-Kammerherr), Nicaise (Generalleutnant, belgischer Generalinspekteur der Artillerie), Freiherr von Reischach (Oberhofmeister der Königin von Württemberg), Said Khalifa (Sultan von Sansibar), Marquis Saionzi (Japanischer Botschafter in außerordentlicher Mission, japanischer Gesandter in Berlin), Sava Gruitsch (Serbischer Ministerpräsident und Kriegsminister), Graf van der Straten-Ponthoz (Belgischer Gesandter in Berlin) - Auszeichnung mit dem Stern zum Roten Adler-Orden 2. Klasse: Blum Pascha (Unterstaatssekretär im ägyptischen Finanzministerium), Dr. Eyschen (Luxemburgischer Geschäftsträger in Berlin), Gotowski (Kommandeur des Russischen 37. Dragoner-Regiments), Ritter Latterer von Lintenburg (Oberst, Kommandeur des Österreichischen Infanterie-Regiments Nr. 34), Baron van Rode (Belgischer Generalmajor), von Werner (Geheimer Rat im Großherzoglich Hessischen Staatsministerium), - Auszeichnung mit dem Roten Adler-Orden 2. Klasse mit dem Stern: Capellini (Rektor der Universität Bologna), Luigi Civita (italienischer Konteradmiral), Sir Arthur Ellis (Großbritannischer Generalmajor), Baron von Fredericks (Russischer Generalmajor), Sir G. Harman (Großbritannischer Generalmajor),Orlow (Russischer Generalmajor und Hofmarschall) - Auszeichnung mit dem Roten Adler-Orden 2. Klasse mit Brillanten: Candiano (Rumänischer Oberst und Flügeladjutant), Korobka (Oberst, Kommandeur des russischen 5. Kalugaschen Infanterieregiments) - Auszeichnung mit dem Roten Adler-Orden 2. Klasse mit Eichenlaub: Graf von Bray-Steinburg (Gesandter am Serbischen Hof) - Auszeichnung mit dem Roten Adler-Orden 2. Klasse: Acquasciati (Bürgermeister in San Remo), Don Julio Fuentes (Militärattaché bei der Spanischen Botschaft in Berlin), Garelli (Unterpräfekt in San Remo) Freiherr von Hodenberg (Sächsischer Oberst des 2. Grenadier-Regiments Nr. 101 und Kommandeur der 6. Infanterie-Brigade Nr. 64), Kornprobst (Französischer Oberstleutnant), Korobka (Oberst, Kommandeur des russischen 5. Kalugaschen Infanterieregiments), Lord Algernot Lennck (Großbritannischer Oberst), Nyqvist (Schwedisch-Norwegischer Flügeladjutant, Oberstleutnant), Chevalier Osio (Italienischer Oberst), Graf Stenbock (Adjutant und Hofmarschal des Großfürsten Sergius von Russland), Hon. Reginald Talbot (Großbritannischer Oberst), Tolstoy (Russischer Oberst) - Auszeichnung mit dem Roten Adler-Orden 3. Klasse mit der Schleife: Frontinsky (Hauptmann des russischen 5. Kalugaschen Infanterieregiments), von Mühlberg (Wirklicher Legationsrat, vortragender Rat im Auswärtigen Amt), von Villaume (Flügeladjutant, Oberstleutnant, Militärbevollmächtigter in St. Petersburg), - Auszeichnung mit dem Roten Adler-Orden 3. Klasse: van Beyma (Generalsekretär im Niederländischen Justizministerium), Bianchi (Leutnant der Carabinieri in San Remo), van den Bosch (Niederländischer Ordonnanzoffizier, Artillerie-Hauptmann), Bull (Dänischer Kapitän), Enver Bey (Major, Militärattaché bei der Türkischen Botschaft in Wien), Alexander Dmitrieff (Direktor des Zollamts Wirballen), Geiger (Oberrechnungsrat im Bayrischen Finanzministerium), Hon. Alwynne Greville (Großbritannischer Kapitän), Graf von Hohenwart zu Gerlachstein (Sekretär der Österreich-Ungarischen Botschaft in Berlin), Manfredi (Schiffskapitän in San Remo), Michel (französischer Kommandant), Mog Bey (erster Kassenbeamter der Ägyptischen Staatsschuld), Dr. Ott (Geheimer Sanitätsrat in Marienbad, Prof. an der Universität Prag), Sapuntzakis (Major, militärischer Begleiter des Kronprinzen von Griechenland), Schack (Superintendent in Wien), Schilling (Kanzleidirektor beim Russischen Gouvermnement in Kowno), Dr. Karl Sell (Großherzoglich hessischer Ober-Konsistiorialrat und Superintendent in Darmstadt), Snarski (Hauptmann des Russischen Garde-Grenadier-Regiments), Tschiritsch (Serbischer Flügeladjutant), Graf dUrsel (Legationsrat bei der belgischen Gesandtschaft in Berlin), Dr. J. Wolffson (Vorsitzender der Anwaltskammer in Hamburg), - Auszeichnung mit dem Roten Adler-Orden 4. Klasse mit Schwertern: Kund (Premierleutnant beim Auswärtigen Amt), Tappenbeck (Sekonde-Leutnant beim Auswärtigen Amt) - Auszeichnung mit dem Roten Adler-Orden 4. Klasse: Brümmer (Leutnant des russischen 5. Kalugaschen Infanterieregiments), Conrad de Buisseret Steenbecque de Blareughien (Legationssekretär 2. Klasse bei der belgischen Gesandtschaft in Berlin), Bykoff (Leutnant desw Russischen Grade-Grenadier-Regiments), Prinz de Caraman (Belgischer Legationssekretär), Franz Cornelius (Rentier in Potsdam), Graf de Crecente (Attaché der Spanischen außerordentlichen Botschaft), Flöcke (Divisionspfarrer zu Schwerin), Gaupp (Hauptmann im Württembergischen Pionier-Bataillon Nr. 13), Haya Karva (Japanischer Hauptmann), Kramaroff (Leutnant des Russischen Dragoner-Regiments Nr. 37), Krauskopf (Vizepräsident des Deutschen Wohltätigkeitsvereins in St. PetersburgEmil von Lobstein (Kaufmann in St. Petersburg), Ritter von Mann-Tiechler (Bayrischer Hauptmann im 1. Fuß-Artillerie-Regiment), Xavier Machado und Malaquias de Lemos (Portugiesischer Leutnant), Markowitsch (Eisenbahn-Stations-Chef in Wirballen), Moncheur (Legationssekretär bei der Berliner Belgischen Gesandtschaft), Normann (Kanzleirat im Auswärtigen Amt), Graf von Pourtalès (Legationsrat im Auswärtigen Amt), Rooch (Geheimer expedierender Sekretär, Dolmetscher bei der Botschaft in St. Petersburg), Rossetti (Eisenbahn-Stations-Vorsteher in San Remo), Salmon (Obertleutnant des Österreichischen Infanterie-Regiments Nr. 34), Schernikau (Direktor der Versicherung "Russischer Lloyd"), Stemrich (Legationsrat im Auswärtigen Amt), Szirmay de Szirma-Bessenyö (Oberleutnant des Österreichischen Husaren-Regiments Nr. 10) - Auszeichnung mit der Roten Adler-Medaille: Nicolaus Albowitsch (Sergeant des Großfürsten-Thronfolgers von Russland), Kurbatzki (Wachtmeister im Russischen Dragoner-Regiment), Leontius Orel (Kosaken-Unteroffizier des Großfürsten-Thronfolgers von Russland), Stunder (Feldwebel im Russischen Garde-Grenadier-Regimant), - Auszeichnung mit dem Kronen-Orden 1. Klasse in Brillanten: Dr. Neidhardt (Großherzoglich hessischer außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister), - Auszeichnung mit dem Kronen-Orden 1. Klasse: Finger (Großherzoglich Hessischer Minister), Nariman Khan (Persischer Gesandter in Wien), von Nägler (Dänischer Hofchef und Kammerherr), Fürst Wladimir Obolensky (Russischer Hofmarschall), Max von Pappenheim (Oberhofmeister der Königin-Mutter von Bayern), Fürst von Radolin (Oberhofmarschall, Wirklicher Geheimer Rat und Gesandter), Sir Beauchamp Walker (Großbritannischer Generalleutnant), - Auszeichnung mit dem Stern zum Kronen-Orden 2. Klasse: Freiherr von Nordeck zur Rabenau (Großherzoglich Hessischer Ober-Stallmeister), Comte des Sesmaisons (französischer General) - Auszeichnung mit dem Kronen-Orden 2. Klasse mit dem Stern: Ritter Billimek von Waissolm (Oberst, Östereichischer Kommandant der 3. Gebirgs-Brigade), Takwor Agopian Pascha (Administrator der Ägyptischen Eisenbahnen), Jakub Artin Pascha (Unterstaatssekretär im Ägyptischen Ministerium des öffentlichen Unterrichts), Graf Bermondi (Präfekt der Provinz Porto Maurizio), Dembonski (Generalmajor im Russischen Garde-Grenadier-Regiment), Mathews (General des Sultans von Sansibar), Graf d Oultremont (Belgischer Hofmarschall und Palastmarschall), Baron von Stempel (Russischer Wirklicher Staatsrat und Zeremonienmeister), Baron Taube (Russischer Wirklicher Staatsrat) - Auszeichnung mit dem Kronen-Orden 2. Klasse mit Brillanten: Graf von Benckendorff (Kapitän, Kaiserlicher Russischer Flügeladjutant), Graf von Orsini und Rosenberg (Major, Kaiserlicher Österreichischer Flügeladjutant) - Auszeichnung mit dem Kronen-Orden 2. Klasse: Becker (Großherzoglich Hessischer Kabinettschef), Dobos de Marczinfalva (Major im Österreichischen Infanterie-Regiment Nr. 34), Graf von Douglas und Freiherr von Lagerfelt (Königlich schwedisch-norwegischer Kammerherr), Knatz (eheimer Hofrat in der Gesandtschaft Stuttgart), Dr. Lueders (Hofchef des Kronprinzen von Griechenland), von Marcher (Dänischer Gendarmerie-Oberst in Kolding), Merry del Val (Päpstlicher Monsignore), Persico (Korvetten-Kapitän, Kommandant der Aviso Barbarigo), Graf Stackelberg (Kaiserlich russischer Rittmeister der Garde-Kavallerie, Flügel-Adjutant des Großfürsten Wladimir von Russland), Teinzmann (Oberstleutnant, Kommandeur des Österreichischen Husaren-Regiments Nr. 10), Alexander Terevnikow (Chef des Zollbezirks Wirballen), von Werner (Großherzoglich Hessischer Hofjägermeister), Zembsch (Minister-Resident in Lima) - Auszeichnung mit dem Kronen-Orden 3. Klasse: Mehmet Bey (zweiter Sekretär der türlischen Botschaft in Wien), Alfredo Bonnefoi (italienischer Schiffs-Leutnant), Breidert (Legationsrat im Großherzoglich Hessischen Staatsinisterium), Ernesto Cerimeli (italienischer Schiffsbau-Ingenieur), Louis Cuvelier (Adjutant des belgischen Kriegsministers, 3. Régiment des Chasseurs), von Favrat-Jacquier de Bernay (Hofrat, Legationskanzlist bei der Gesandtschaft in Brüssel), Felzmann (Rittmeister im Österreichischen Husaren-Regimant), Chevalier Franzini (italienischer Kapitän), Glasenapp (Rittmeister im Russischen Dragoner-Regiment), Freiherr Giesl von Gieslingen (Hauptmann, Kaiserlich Österreichischer Ordonnanz-Offizier), Haillot (Französischer Kapitän), Horn (Preußischer Zoll-Revisions-Inspektor, Unterstaatssekretär im türkischen Handelsministerium), Laudet (Botschaftssekretär bei der Berliner französischen Botschaft), Erwin Meier (Hauptmann im Galitzischen Infanterieregiment Nr. 89), Graf de Merode (Königlich Belgischer Leutnant), Mignon (Oberkommissar der Polizei zu Lüttich), Don Antonio Pacheco y Janguas (Schiffskapitän in Spanien), Palmeri (Inspektor in San Remo), de Quesada und Monte (Königliche Spanische Kapitäns), Santarosa (Schiffsleutnant in San Remo), Schill (Major, Württembergisches Pionierbataillon Nr. 13, Kommandeur der Lutschiffer), Szartory de Lipcse (Hauptmann des Österreichischen Infanterie-Regiments Nr. 34), Thorbecke (Niederländischer Reichsadvokat), Chrisan Tschekawer (Kollegien-Assessor, Assistenz-Arzt des Großfürsten-Thronfolgers von Russland), Dr. theol. von Zimmermann (Wien) - Auszeichnung mit dem Kronen-Orden 4. Klasse: Cignetti (Quartiermacher der Carabinieri in San Remo), Fausto Cucchi Boasso (Attaché bei der Italienischen Botschaft in Berlin), Dorfer (Bayrischer Zeug-Hauptmann im Artillerie-Depot in Ingolstadt), Emmanuel Hübner (technischer Offizial im Präsidialbüro des Reichskriegsministeriums in Wien), Jaide (Großherzoglich Hessischer Ministerialkanzlei-Inspektor), Kobetzki (Kollegien-Assessor bei dem Russischen Gouvernement in Kowno), Lauter (Kaiserlich Russischer Hofoffiziant), Litassy (Hofjäger in Wien), G. Meyer (Kapitän des Norddeutschen Lloyd-Dampfers "Elbe"), Neujean (stellvertetender Kommissar der Polizei zu Lüttich), Perner (Leibkammerdiener des östereichischen Kaisers Franz Josef), Nicolaus Radzich (Haushofmeister des Großfürsten-Thronfolgers von Russland), Röttger (Großherzoglich Hessischer Ministerialregistrator), Gustav Sacks (Rentner in Paris), Ranise (Vorsteher des Telegraphenamts in San Remo), Edler von Worlitzky (Hof-Kontrollamtsoffizial in Wien) - Auszeichnung mit dem Kreuz der Ritter des Hausordens der Hohenzollern: Krüger (Polizeidirektor, Hilfsarbeiter im Auswärtigen Amt) - Ernennung zum ausländischen Ritter des Ordens pour le mérite für Wissenschaften und Künste: Frederic Sir Leighton (Historienmaler, Präsident der Akademie in London), Charles de Marignac (Prof. der Chemie in Genf), C. G. Meneghini (Prof. in Pisa), Emile Wauters (Historienmaler in Brüssel) - Ernennung: von Alvensleben (Kammerherr und Legationsrat, bisher Gesandter in Washington, jetzt Gesandter in Brüssel), Graf von Arco-Valley (Legationsrat, bisher Generalkonsul für Ägypten, jetzt Gesandter in Washington), von Bülow (Legationsrat, bisher erster Sekretär bei der Botschaft in St. Petersburg, jetzt Gesandter in Bukarest), Busch (Wirklicher Geheimer Legationsrat, bisher Gesandter in Bukarest, jetzt Gesandter in Stockholm), Kempermann (bisher Generalkonsul in Korea, jetzt Minister-Resident in Bangkok), Graf zu Rantzau (Geheimer Legationsrat, bisher vortragender Rat im Auswärtigen Amt, jetzt Gesandter in München), Stumm (Legationsrat, bisher Gesandter am spanischen Hof, jetzt außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter ebenda), Zembsch (Minister-Resident in Lima, jetzt auch bei Ekuador), Freiherr von Waecker-Gotter (bisher Gesandter in Mexico, jetzt Gesandter am Portugiesischen Hof) - Versetzung in den (einstweiligen) Ruhestand: Graf von Beust (Legationsrat, Legationssekretär in der Gesandtschaft in Brüssel), von Pfuehl (Legationsrat, bisher Gesandter in Stockholm, jetzt Wirklicher Geheimer Rat mit dem Prädikat "Exzellenz"), Gustav von Schulenburg-Priemen (Kammerherr, bisher Gesandter in Dresden), Graf von Werthern-Beichlingen (Wirklicher Geheimer Rat und Kammerherr, Gesandter in München) - Überweisung: von Deines (Major beim Generalstab und bei der Botschaft in Wien, jetzt Generalstab der Armee), Freiherr von Heintze-Weissenrode (Sekondeleutnant des 1. Garde-Dragoner-Regiments an die Botschaft in London), Freiherr von Kapp-Herr I (Sekondeleutnant des Garde-Husaren-Regiments, jetzt an die Botschaft in Wien), Mueller (Hauptmann, bisher Generalstab, jetzt Militärattaché in Bukarest), Baron von Plessen (Lapitän-Letnant, jetzt Marineattaché für die Nordischen Reiche an Stelle des Freiherrn von Rössing), von Rantzau (Major beim Generalstab und bei der Gesandtschaft in München, jetzt Generalstab der Armee), von Wedel (Sekondeleutnant des 1. Garde-Dragoner-Regiments an die Botschaft in Paris), Graf Yorck von Wartenburg (Hauptmann bei der Botschaft in St. Petersburg, jetzt zum großen Generalstab), - Bewilligung einer laufenden Unterstützung: Hau (bisher Portier bei der Botschaft in Wien), Omer (bisher Kawasse/Botschaftswächter beim Generalkonsulat in Konstantinopel), Henriette von Schmidthals (Witwe des ehemaligen Gesandten in Lissabon), Wolter (Witwe, bisher Arbeitsfrau im Auswärtigen Amt) - Bewilligung einer einmaligen Unterstützung: Verein Deutscher Künstler in Rom - Bewilligung von Urlaub: von Deines (Major bei der Botschaft in Wien) - Verleihung des Charakters: von Villaume (Kaiserlicher Flügeladjutant, Militärbevollmächtigter in St. Petersburg, jetzt Oberst) - Bestimmung zu Prädikat: Prinz Albert zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (Leutnant im 2. Hessischen Husaren-Regiment Nr. 14, Prädikat "Hoheit") - Genehmigung einer Zuwendung: August Gräffe (aus Köln am Rhein, für die beim Auswärtigen Amt am 27.4.1885 genehmigte Stiftung) - Übernahme des Protektorats: Deutsches Hospital in London, Verein Deutscher Künstler in Rom - Ablehnung: Graf Guido zu Lynar, Gesuch um Wiederanstellung) - Bestimmungen zu der Uniform der Reichsbeamten in den drei westafrikanischen Schutzgebieten - Kostenübernahme für die Herstellung und den Transport der dem Sultan von Sansibar geschenkten Batterie von sechs leichten Feldgeschützen;
Vorwort: Der Deutsche Bund, ein durch die Bundesakte vom 8. Juni 1815 auf dem Wiener Kongress geschaffener Staatenbund, umfasste anfangs 34, zuletzt 28 souveräne Fürsten und vier freie Städte. Ihm gehörten auch Dänemark für Holstein und Lauenburg, England für Hannover (bis 1837) und die Niederlande für Luxemburg und Limburg (ab 1839) an. Einziges Bundesorgan war die Bundesversammlung (auch Bundestag genannt) in Frankfurt a. M., die nach längeren Vorverhandlungen am 5. November 1816 erstmals zusammentrat und in der Österreich als Präsidialmacht den Vorsitz führte. Ihr unterstanden verschiedene Kommissionen und andere Einrichtungen wie die Bundeskanzleidirektion, die Militärkommission, die Zentraluntersuchungskommission und die Bundeszentralbehörde. Die Entwicklung des Deutschen Bundes zu einem Nationalstaat blieb durch die garantierte Souveränität der Mitgliedsstaaten und durch den Dualismus der beiden Großmächte Österreich und Preußen sowie die enge Verbindung Österreichs zu seinen nichtdeutschen Gebieten unmöglich. Verhängnisvoll wurde der Ausbau der Bundesverfassung im reaktionären Sinn. Die dadurch ausgelöste Revolution von 1848/49 suchte den Deutschen Bund zu einem nationalen Bundesstaat umzuformen. Die Bundesversammlung übertrug ihre Befugnisse an den Reichsverweser und stellte ihre Tätigkeit am 28. Juni 1848 ein. Nach dem Scheitern der Revolution stellte Österreich, zunächst gegen Preußen, im Sommer 1850 den Bundestag wieder her. Auch Preußen und seine Bundesgenossen kehrten nach dem Misslingen der Unionspläne von Olmütz und der Dresdner Konferenzen zur Reform des Bundes in den Bundestag zurück, der am 14. Mai 1851 seine Tätigkeit wieder aufnahm. Weitere Reformversuche in der Folgezeit scheiterten. Der Deutsche Bund zerbrach schließlich im österreichisch-preußischen Konflikt. Im Prager Frieden vom August 1866 erkannte Österreich die Auflösung des Bundes an. Die Württembergische Gesandtschaft beim Bundestag bzw. der provisorischen Zentralgewalt für Deutschland 1848/49 bestand von 1815 bis 1866. Sie hatte über alle politischen Angelegenheiten, die in der Bundesversammlung verhandelt wurden, dem Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten zu berichten. Das Ministerium entschied dann über das weitere Vorgehen und veranlasste die Durchsetzung der Frankfurter Beschlüsse im Innern Württembergs. Wie das Referat so hatten im Ministerium auch die Akten über die Bundestagsangelegenheiten eine herausgehobene Stellung. Eigene, von den Tagebüchern der Hauptregistratur getrennt geführte Diarien lassen sich von November 1816 bis Dezember 1849 nachweisen (E 59 Bde. 181-231). Zur Unterscheidung des allgemeinen, in blauen Umschlägen verwahrten Schriftguts des Ministeriums wurden diese Akten in rötlichen Faszikeln abgelegt, wie es auch Paragraph 14a der Vorschrift für die Geschäftsbehandlung beim Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten vom Januar 1824 festlegte (E 40/31 Bü 32). Die Vergabe der Aktenzeichen scheint anfangs nach einer alphabetischen Gliederung (wie im Vorwort des Findbuchs zum Bestand E 65 beschrieben) erfolgt zu sein. Doch muß sich dieses Schema bald als unbrauchbar erwiesen haben. Jedenfalls kam es in den zwanziger Jahren in der Registratur zu Umordnungen, wobei eine neue Systematik mit leichten Sachaktenansätzen nach chronologischer Reihung eingeführt wurde. Nur bei der Serie der Gesandtenberichte wurde die alte Ordnung noch bis ca. 1845 beibehalten. Die Akten müssen zwischen 1872 und 1904 aus der geheimen Registratur des Ministeriums an die Archivdirektion abgegeben worden sein. Sie wurden - nach vorübergehender Lagerung im Staatsfilialarchiv Ludwigsburg - an das Staatsarchiv Stuttgart zur Verwahrung weitergeleitet. Das Staatsfilialarchiv fertigte auch Abgabelisten ("Bundesakten" Verz. ad 57 und "Zoll- und Handelssachen" Lit. F) an. Bei der Abgabe scheinen nach Vermerken auf verschiedenen Umschlägen auch Kassationen vorgesehen worden zu sein, die aber dann aus nicht mehr bekannten Gründen unterblieben. : Das vorliegende Verzeichnis vereinigt die Akten des Außenministeriums betr. die Württembergische Bundestagsgesandtschaft in Frankfurt a. M. aus verschiedenen Beständen. Den Hauptteil bilden Archivalien aus E 65 Verz. 24, 40 und 57 und E 36 Lit. F. Ferner wurden einige Gesandtschaftsakten, die bereits in den achtziger Jahren verzeichnet worden waren, hierher gezogen. Die unter dem Stichwort "Reklamationen" zusammengefassten Archivalien wurden aufgelöst und wie der Gesamtbestand nach dem Sachaktenprinzip gegliedert. Erst nach der Zeit der Auflösung des Deutschen Bundes 1866 erwachsene Akten wurden den entsprechenden Beständen von E 40 zugewiesen, ebenso nach dem Provenienzprinzip bei anderen Ministerien entstandene Schriftstücke dorthin zurückgelegt. Von einigen im Ministerium umgeordneten Akten waren nur noch leere Umschläge vorhanden; diese wurden kassiert. Protokolle der Bundesversammlung vom Oktober 1816 bis 1863 und der Militärkommission von 1837 bis 1861 liegen im Drucksachenraum des Hauptstaatsarchivs vor. Weitere Protokolle der Militärkommission werden außerdem in E 40/72 Bü 250-262 verwahrt. Diese Protokolle wurden daher bei der Verzeichnung nicht erfasst. Alte Paginierungen sind obsolet. Der Bestand zeichnet ein sehr anschauliches Bild über die Zeit des Deutschen Bundes und der provisorischen Zentralgewalt 1848/49 im gesamten Deutschland. Er enthält Unterlagen über die Beschlüsse des Bundestags und deren Umsetzung in Württemberg und damit auch Material über innerwürttembergische Vorgänge. Die Gegenüberlieferung - jedoch in weit geringerem Umfang - befindet sich im Bestand E 65. Die Verzeichnung erfolgte von 1980 bis 1983 und ab 1997 im Rahmen der Ausbildung durch die Archivreferendarinnen und -referendare Ronald Asch, Irmtraud Betz, Ernst Otto Bräunche, Elke Koch, Carl-Jochen Müller, Andreas Schmauder, Wolfgang Stetter und Volker Trugenberger sowie durch die Archivinspektoranwärterinnen und -anwärter André Kayser, Thomas Krause, Sandra Krischel, Alexander Rantasa, Caroline Schach und Nicole Schütz. Im Anschluss daran verzeichnete Wilfried Braunn den Rest. Die online-fähige Klassifikation des Bestandes sowie die weiteren Redaktionsarbeiten übernahmen die Unterzeichneten. Die Übertragung der auf Verzeichnungsformularen gefertigten Titelaufnahmen in MIDOSA 95-Datensätze nahmen Frau Tanja Bürger, Frau Anna-Maria Diener und Frau Gisela Filipitsch vor, die Verpackung der Archivboxen besorgten Wilhelm Gieb und Doris Köhler. Der vorliegende Bestand enthält jetzt 1737 Nummern (die Ordnungsnummer 1433 ist nicht belegt) im Umfang von 43,1 lfd. m bei einer Laufzeit von 1815 bis 1866, darunter Vorakten ab 1771 und Nachakten bis 1875. Einzelne Schriftstücke zur Wirtschaftsgeschichte bis 1833 finden sich gedruckt bei: Vorgeschichte und Begründung des Deutschen Zollvereins 1815-1834. Akten der Staaten des Deutschen Bundes und der europäischen Mächte. Bearbeitet von W. v. Eisenhart Rothe und A. Ritthaler, Band I-III, Berlin 1934. Stuttgart, im Juni 2001 Wilfried Braunn Sabine Schnell
Vorbemerkung: Die Unterlagen des vorliegenden Bestandes umfassen die unmittelbar Württemberg betreffenden Gewerbe-, Handels- und Zollangelegenheiten sowie Unterlagen über die Rolle Württembergs im Deutschen Zollverein. Dazu gehören die einzelnen Branchen des produzierenden Gewerbes, aber auch das Bankenwesen. Der Bestand E 40/56 setzt sich aus den folgenden Registraturrubriken zusammen: "Interna" betr. Handel und Gewerbe aus E 41 Verz. 63 und E 46 "Salinen" aus E 46 bzw. "Salinen- und Salzwesen" aus E 41 Verz. 63 "Verwendungen" betr. Handel und Gewerbe" aus E 41 Verz. 63 und E 49 Nachtrag 1938 "Zoll / Handel" aus E 36 Verz. F Dazu kommen einige Unterlagen aus E 36 Verz. 60 und E 41 Verz. 63, die nach den Länderrubriken abgelegt waren. Die Abgrenzung des Bestandes erwies sich als recht schwierig, da sich sehr viele Schnittmengen zu anderen Beständen ergaben. Insbesondere für die im Folgenden aufgelisteten Bereiche können weitere Bestände des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten relevant sein: Wirtschaftspolitik, Gewerbe und Handel im Deutschen Reich: E 40/16 Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten: Allgemeine Außenpolitik, Norddeutscher Bund, Deutsches Reich, Bundesrat und Bundesangelegenheiten 1866-1918 Druckschriften zu Handel und Gewerbe: E 40/37 Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten: Presseangelegenheiten, Einsendung von Druckwerken, Urheberrecht Staatliches Banken- und Finanzwesen: E 40/52 Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten: Staatsfinanzen, Liegenschaften, Statistik und Topographie Gewerbepolizei: E 40/54 Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten: Polizeisachen Kriegswirtschaft: E 40/72 Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten: Kriegssachen und Militärangelegenheiten und E 74 Württembergische Gesandtschaft in Berlin Handelsschulen: E 40/74 Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten: Wissenschaft, Kultur- Kirchen- und Schulangelegenheiten Handelsgesetzgebung: E 40/76 Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten: Justizwesen Der größte Teil der Titelaufnahmen wurde Ende der 1990er Jahre von Dr. Kurt Hochstuhl angefertigt. Da die Rubrikenzuweisung in den alten Verzeichnissen sehr uneinheitlich war, so dass stets mit weiterem Zuwachs zu rechnen war, wurde der Bestand für längere Zeit als Provisorium belassen und mit der Fertigstellung des Findbuchs bis zum Abschluss aller Titelaufnahmen und deren endgültiger Zuordnung gewartet. Der Bestand umfasst nunmehr 531 Büschel (4,4 lfd. m). Stuttgart, im Februar 2011 Johannes Renz c) Nationalitätskennzeichen: [A] Österreich [B] Belgien [BR] Brasilien [CH] Schweiz [CHN] Volksrepublik China [CZ] Tschechien [DK] Dänemark [E] Spanien [EAT] Tansania [F] Frankreich [GB] Großbritannien und Nordirland [GR] Griechenland [H] Ungarn [I] Italien [IRL] Irland [J] Japan [JA] Jamaica [MEX] Mexiko [NL] Niederlande [NL] Niederlande [PE] Peru [PL] Polen [RI] Indonesien [RUS] Russland [TR] Türkei [USA] Vereinigte Staaten von Amerika
- Zur Verwaltungsgeschichte der württembergischen Oberämter: 1. Die Oberämter in ihrem Zusammenhang (Verfassungsgefüge, "Staatsverein"). Die Verwaltungsgliederung, die Anfang des 19. Jahrhunderts für das gegenüber dem Herzogtum etwa doppelte Gebiet des Königreichs Württemberg geschaffen wurde, hatte mit geringfügigen Veränderungen bis zum Jahr 1938, teilweise noch darüber hinaus, Bestand. Das Land war in dieser Zeit in 63 Oberämter zuzüglich der Stadtdirektion Stuttgart eingeteilt (1). Die durchschnittliche Fläche eines Oberamtsbezirks betrug um 1822 5,7 Quadratmeilen = 316 Quadratkilometer, die durchschnittliche Einwohnerzahl 20.700 (1926 : 41.604), wobei sich im Lauf der Zeit ein erhebliches Ungleichgewicht ergab (die Einwohnerzahlen je Oberamt schwankten 1926 zwischen 18.000 und 341.000). Als Mittelbehörden zwischen den einzelnen Oberämtern und der Ministerialebene standen die vier Kreisregierungen, die 1817 an die Stelle der 1806 (2) eingerichteten zwölf Landvogteien getreten waren. Die von 1819 bis 1919 geltende württembergischen Verfassung (3) war auf den Gemeinden als "Grundlage des Staatsvereins" (4) aufgebaut. Den Oberämtern kam die Aufgabe zu, die unmittelbar die einzelnen Bürger berührenden Verwaltungsangelegenheiten, die die Gemeinden weitgehend in eigener Verantwortung behandelten, in die staatliche Verwaltung einzubringen. Das Problem einer größtmöglichen Integration aller von Verwaltungsmaßnahmen Betroffenen stellte sich dabei für die Oberämter ebenso wie das Problem einer gleichmäßigen Durchführung innenpolitischer Regierungsmaßnahmen. Die Oberämter waren auch die Wahlkreise für die Wahlen zur Abgeordnetenkammer (5). 2. Funktionsträger Das Ministerium des Innern übertrug die Verantwortung für die Oberamtsverwaltungen jeweils einem Oberamtmann, seit den 1830er Jahren in der Regel ein Jurist mit abgeschlossenem Hochschulstudium. Er war als Staatsbeamter zuständig für alle Verwaltungsgeschäfte, die nicht den Gerichts- (6) oder Finanzbehörden (7) oblagen, handhabte die Polizei sowie (bei Übertretungen) die Strafgewalt und übte die Aufsicht über die Gemeindeverwaltungen aus. Als Verwaltungsbeamte unterstanden ihm ein Oberamtssekretär und (seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts) ein Amtmann als Stellvertreter. Neben dieser Verwaltung stand als Organ mit Koordinations- und Integrationsfunktionen die Amtsversammlung. In ihr waren die einzelnen Gemeinden eines Oberamtsbezirks als Amtskörperschaft zusammengefaßt. Die Zahl der Abgeordneten, die eine Gemeinde jeweils stellte, hing von ihrem Anteil an den gemeinsam zu tragenden öffentlichen Lasten, dem "Amtsschaden", ab. Als Obergrenze durfte dabei eine Gemeinde höchstens ein Drittel (8) der Angehörigen der Amtsversammlung stellen, während Kleinstgemeinden einen gemeinschaftlichen Verordneten entsandten. Die Amtsversammlung trat zweimal jährlich zusammen. Aus ihrer Mitte wählt sie zur Wahrung ihrer Präsenz einen geschäftsführenden Ausschuß, einen Aktuar, (der zugleich Rechnungsrevisionsgehilfe des Oberamts war) und bestimmte in Eigenverantwortung für die Kassen- und Rechnungsführung den Oberamtspfleger (9) sowie die übrigen Beamten der Amtskörperschaft (10). Entsprechend der konstitutionalistischen Theorie lag damit die Zuständigkeit für eine kontinuierliche, aktive Verwaltungsarbeit bei den Regierungsbeamten, während die Regulierung der Finanzen sowie Kontrollfunktionen von einer Körperschaft ausgeübt wurden, in der die von Verwaltungsmaßnahmen Betroffenen und die, die sie finanzierten, zusammengefaßt waren. Ansätze, die über ein rein auf Kontrolle und Finanzfragen ausgerichtetes Repräsentativsystem hinauswiesen, zeigten sich zwar nicht im Verwaltungssektor, dafür aber doch im Bereich sozialer Aufgaben und Dienstleistungen, wo Beamte der Amtskorporation tätig waren. 3. Grenzen der einheitlichen Bezirksorganisation. Störfaktoren. Nicht für alle Verwaltungsfunktionen war von vornherein eine Organisation möglich, bei der (wie bei der Innen- und Justizverwaltung) (11) die Verwaltungsbezirke den Oberamtsbezirken entsprachen. Bei den Dekanatsämtern der beiden großen Kirchen versteht es sich aus der regionalen Verteilung der Konfession, daß nicht jeweils für jedes Oberamt eine Bezirksverwaltung eingerichtet wurde; dennoch waren, soweit durchführbar, Dekanats- und Oberamtsgrenzen häufig identisch. Soweit praktische Gründe dafür sprachen, bestanden auch für die Forst-, Kameral-, Zoll- und Bauinspektionsämter Zuständigkeitsbezirke, die von den Oberamtsbezirken abwichen. Der entscheidende Störfaktor für eine einheitliche Verwaltungsorganisation auf Bezirksebene, die nach 1819 durch die Bundesakte wiederhergestellte Patrimonialgerichtsbarkeit des Standesherrn, wurde 1849 beseitigt. Ebenso das Sonderrecht selbstständiger königlicher und adliger Güter, die vor 1849 nicht in die Gemeindeverbände und damit auch nicht in die Bezirksverwaltung eingegliedert waren. 4. Einzelne wichtige Veränderungen der Oberamtsorganisation 1842: Wegen zu großer Entfernungen vom Oberamtssitz oder sonstigen wirtschaftlichen und verkehrsmäßigen Gegebenheiten werden in 31 Oberämtern einzelne Gemeinden neu zugeordnet (Reg.Bl. 1842, S. 386 - 389). 1850 ff.: Die regional unterschiedliche Entwicklung des Landes führt bei konstanter Bezirkseinteilung im Lauf der Zeit trotz ursprünglicher Ausgewogenheit zu erheblichem Ungleichgewicht zwischen einzelnen Bezirken. Änderungen an einzelnen Einteilungen (z.B. Auflösung des Oberamts Cannstatt 1923; Auflösung des Oberamts Weinsberg 1926) heben diese Unterschiede nicht auf. 1906: Der Amtsversammlungs-Ausschuß erhält die Bezeichnung Bezirksrat und wird auch zu den Geschäften der staatlichen Verwaltung herangezogen. Die Amtsversammlung kann Ausschüsse zur Kontrolle einzelner Anstalten und Einrichtungen der Amtskörperschaft einsetzen. Der Aktuar wird durch einen auf 3 Jahre von der Amtsversammlung gewählten Schriftführer ersetzt. 1933: Wiedereinrichtung einer Amtskorporation, die auf Beratungsfunktion beschränkt ist und die Bezeichnung Kreisverband erhält. Der Landrat wird zum "Führer" der Kreisverwaltung bestimmt. Die Bezeichnungen Kreis (für Oberamt), Kreistag (für Amtsversammlung) und Kreisrat (für Bezirksrat) werden eingeführt. Der Kreisrat setzt sich zusammen aus dem Landrat als Vorsitzenden, dem Kreisleiter der NSDAP und fünf weiteren, vom Landrat im Einvernehmen mit dem Kreisleiter berufenen Mitgliedern (Reg. Bl. 1938, S. 51 - 72, 82, 139, 189). 1938: 27 Kreisverbände werden aufgelöst und den übrigen 34 angegliedert (Regelungen und Verteilung der einzelnen Gemeinden vgl. Reg. Bl. 1938, S. 155 - 162). Der Stadtdirektions-Bezirk Stuttgart bleibt als Stadtkreis bestehen. Die Städte Ulm und Heilbronn (mit Neckargartach und Sontheim) werden zu Stadtkreisen. Mögle-Hofacker 2. Zur Behördengeschichte des Oberamts Backnang: Bis zur Neugliederung der Verwaltung zu Beginn des 19. Jahrhunderts setzte sich das Gebiet des Oberamts Backnang aus folgenden Bestandteilen zusammen (12): Stadt und Amt Backnang (Amtsstadt, Reichenberger Amt, Ebersberger Amt), Klosteramt Murrhardt, einzelne Teile aus altwürttembergischen Ämtern (Marbacher Amt, Weinsberger Amt - Böhringsweiler Unteramt), löwensteinsiche und sturmfederische Besitzungen (württembergische Lehen) sowie Besitzungen des Klosters Schöntal. Ab 1806 war das Oberamt Backnang zunächst dem Kreis Heilbronn zugeteilt, gehörte nach der Einteilung des Herzogtums in Landvogteien 1810 zur Landvogtei am unteren Necker und unterstand seit 1817 der Kreisregierung des Neckarkreises. Die unten angeführte Zusammensetzung der Gemeinden des Oberamtbezirks hatte im Wesentlichen Bestand bis zur nationalsozialistischen Verwaltungsreform von 1938. Infolge der zum 1. Oktober 1938 verfügten neuen Kreiseinteilung wurde der Landkreis Backnang Rechtsnachfolger des Kreises (Oberamts) Backnang. Mit Ausnahme von Neufürstenhütte verblieben die bisherigen Gemeinden beim Landkreis Backnang. Weitere Gemeinden wurden ihm aus folgenden (nunmehr aufgelösten) Kreisen bzw. Oberämtern zugeteilt: Kreis (Oberamt) Gaildorf: Gaildorf, Altersberg, Eutendorf, Fichtenberg, Frickenhofen, Gschwendt, Hausen an der Roth, Laufen am Kocher, Oberrot, Ottendorf, Sulzbach am Kocher und Unterrot. Kreis (Oberamt) Marbach: Affalterbach, Allmersbach am Weinberg, Burgstall, Erbstetten, Kirchberg an der Murr, Kleinaspach, Nassach, Rielingshausen, und Weiler zum Stein. Kreis (Oberamt) Welzheim: Kirchenkirnberg. Zum 1. Januar 1973 wurde schließlich der Landkreis Backnang aufgelöst. Rechtsnachfolger wurde der Rems-Murr-Kreis. 3. Statistische Angaben und Verzeichnis der Gemeinden: Fläche : 283,44 qkm Einwohner: 31.944 Gemeinden: 30 (2 Städte, 28 Gemeinden) Markungen: 119 Wohnplätze: 199 1. Backnang mit Mittelschöntal, Oberschöntal, Rötleshof, Sachsenweiler, Staigacker, Stiftsgrundhof, Ungeheuerhof und Unterschöntal 2. Allmersbach 3. Althütte mit Kallenberg, Lutzenberg, Schöllhütte und Voggenhof 4. Bruch 5. Cottenweiler 6. Ebersberg 7. Fornsbach mit Harnersberg, Hinterwestermurr, Mettelberg und Schlosshof 8. Grab-mit Frankenweiler, Mannenweiler, Morbach, Schönbronn, Schöntalhöfle und Trauzenbach 9. Großaspach mit Füstenhof 10. Großerlach mit Liemersbach, Mittelfischbach, Oberfischbach und Unterfischbach 11. Heiningen 12. Heutensbach 13. Jux 14. Lippoldsweiler mit Däfern und Hohnweiler 15. Maubach 16. Murrhardt mit Harbach, Hausen, Hinterbüchelberg, Hintermurrhärle, Hördthof, Hoffeld, Käsbach, Karnsberg, Kieselhof, Klingen, Köchersberg, Sauerhöfle, Schwammhof, Siebenknie, Siegelsberg, Steinberg, Streitweiler, Vordermurrhärle und Waltersberg 17. Neufürstenhütte 18. Oberbrüden mit Heslachhof, Mittelbrüden, Rottmannsberg, Tiefental und Trailhof 19. Oberweissach mit Kammerhof und Wattenweiler 20. Oppenweiler 21. Reichenberg mit Aichelbach, Bernhalden, Dauernberg, Ellenweiler, Reichenbach an der Murr, Reutenhof, Schiffrain und Zell 22. Rietenau 23. Sechselberg mit Fautsbach, Hörschhof, Schlichenweiler und Waldenweiler 24. Spiegelberg mit Großhöchberg, Roßstaig und Vorderbüchelberg 25. Steinbach 26. Strümpfelbach mit Katharinenhof 27. Sulzbach an der Murr mit Bartenbach, Berwinkel, Eschelhof, Eschenstruet, Ittenberg, Kleinhöchberg, Lautern, Liemannsklinge, Schleißweiler, Siebersbach und Zwerenberg 28. Unterbrüden 29. Unterweissach mit Mitteldresselhof, Oberdresselhof und Unterdresselhof 30. Waldrems mit Horbach Quelle: Staatshandbuch für Württemberg. Ortschaftsverzeichnis. Herausgegeben vom Württembergischen Statistischen Landesamt. Stuttgart 1936, S. 12-18. 4. Registratur- und Bestandsgeschichte: Der Bestand F 152 III, der von Juli bis Dezember 2004 neu erschlossen wurde, setzt sich aus drei Teilen zusammen: Zum einen sind dies Akten, die im Rahmen einer größeren Aktenablieferung von der Außenstelle Backnang des Staatlichen Gesundheitsamts Waiblingen im Jahr 1976 an das Staatsarchiv Ludwigsburg abgeliefert und dem Oberamtsbestand zugeordnet wurden (1 lfd. m; Bü 1-30). Diese Unterlagen enthalten Gesundheitssachen aus den Jahren 1828 bis 1934 und wurden im Jahr 1987 von Rainer Gross vorläufig verzeichnet. Den zweiten und größten Teil des Bestandes bilden Unterlagen, die das Landratsamt des Rems-Murr-Kreises in den Jahren 1974 und 1975 auf Drängen der Landesarchivverwaltung ablieferte (13,3 lfd. m; Bü 31-391 und Bü 393-446).(13) Ein großer Teil dieser Akten, für die bislang kein Findmittel vorlag, war von selbsternannten "Kreisarchivaren" in den Landratsämtern Backnang und Waiblingen aus ihrem Entstehungszusammenhang gerissen worden. Im Landratsamt Backnang waren Orts- und Sachpertinenzen gebildet worden, die bei der Verzeichnung nicht durchgängig in die ursprüngliche Sachakten-Ordnung zurückgeführt werden konnten und im letzten Klassifikationspunkt als "Ortspertinenzen" verzeichnet wurden. Im Übrigen orientiert sich die Gliederung des gesamten Bestands an dem Flattich-Aktenplan. Darüber hinaus enthielt dieser Teilbestand Unterlagen mit folgenden Fremdprovenienzen, die im Zuge der Verzeichnungsarbeiten ausgesondert wurden: Oberamtspflege Backnang: Rechnungsbelege, nach Sach- und Ortspertinenzen geordnet (6,5 lfd. m), wurden dem Bestand F 717 zugeordnet. Oberamt Gaildorf: Sachakten; z.T. nach Gemeinden geordnet (4 lfd. m), bilden künftig den Bestand F 166 IV. Oberamt Marbach: Sachakten; z.T. nach Gemeinden geordnet (4 lfd. m), wurden in den Bestand F 182 III aufgenommen. Oberamt Welzheim: Sachakten betr. die Gemeinde Kirchenkirnberg (0,3 lfd. m), bilden den Bestand F 214 III. Die Akten des Landratsamts Backnang (0,4 lfd. m) gingen in den Bestand FL 20/2 I ein. Der dritte Teil des Bestandes F 152 III stammt aus dem Bestand FL 20/2 I Landratsamt Backnang (10,2 lfd. m; Bü 392 und Bü 447-935). Diese Akten, die in der Registratur des Landratsamtes nachträglich nach dem Flattich-Aktenplan geordnet worden waren, waren bislang nur durch eine Ablieferungsliste mit Aktenplannummern und zugehörigen Paketnummern erschlossen. Diese Angaben finden sich im vorliegenden Findbuch als Vorsignatur wieder. Im Zuge der Revision des Bestandes FL 20/2 I wurden außerdem Unterlagen der Provenienzen Oberamt Gaildorf (9 lfd. m), Oberamt Marbach (1,5 lfd. m) und Oberamt Welzheim (0,3 lfd. m) aussortiert und den oben angegebenen jeweiligen Beständen (F 166 IV, F 182 III und F 214 III) zugeordnet. Inhaltlich bildet der Bestand die vielfältigen Aufgaben des Oberamts Backnang in großen Teilen ausgezeichnet ab und ergänzt somit die bisherige Oberamtsüberlieferung, die das Staatsarchiv Ludwigsburg in den Beständen F 152 I, F 152 II (Bände) und F 152 IV (Bauakten) verwahrt. Auch im Bestand FL 20/2 I Landratsamt Backnang liegen - gerade aus der Übergangszeit der 1930er und 1940er Jahre - Akten, die im Oberamt entstanden sind. Weitere Unterlagen des Oberamts Backnang befinden sich im Kreisarchiv des Rems-Murr-Kreises in Waiblingen (Bestand A1: Oberamt Backnang). Der Bestand F 152 III umfasst 935 Verzeichnungseinheiten im Umfang von 24,5 Regalmetern. Er enthält Unterlagen mit Vor- und Nachakten aus dem Zeitraum von 1701 bis 1973, wobei der Schwerpunkt der Überlieferung auf der Zeit von der zweiten Hälfte des 19. bis in das erste Drittel des 20. Jahrhunderts liegt. Die Akten mit den Bestellsignaturen Bü 660, Bü 661, Bü 711 und Bü 719 unterliegen noch den personenbezogenen Sperrfristen nach § 6 Abs. 2 des Landesarchivgesetzes. Ludwigsburg, Dezember 2004 Dr. Matthias Röschner Nachtrag F 152 III Bü 936-976 wurden 2011 von Dorothea Bader im Zuge der Verzeichnung von Bestand F 166 IV dort ausgegliedert und entsprechend ihrer Provenienz wieder dem vorliegenden Bestand zugewiesen. Fußnoten: (1) Von den 65 Oberamtsbezirken von 1808 blieben nach 1819 63 bestehen: 1819 waren die Bezirke Ulm und Albeck zum Oberamtsbezirk Ulm zusammengefügt worden. 1811 war für den Stuttgarter Stadtdirektionsbezirk die für die Oberämter allgemein eingefügte Zwischeninstanz (damals Landvogteien) zur Ministerialebene hin entfallen. Als 1822 die Stadtdirektion Stuttgart instanzmäßig wieder den Oberämtern angeglichen worden war, wurde sie danach trotzdem nicht mehr als Oberamt, sondern stets selbständig aufgeführt. (2) Die ersten Landvogteien waren 1803 für Neuwürttemberg eingeführt worden. Die Kreisregierungen bestanden bis 1924. (3) Vgl. A.E. Adam. Ein Jahrhundert Württembergischer Verfassung, 1919. (4) Verfassungsurkunde § 62; Regierungsblatt von 1819, S. 645. (5) Die Abgeordneten der Zweiten Kammer, die nicht ausgesprochen als Vertreter spezifischer Interessen, (Ritterschaft, Vertreter beider großer Kirchen, Kanzler der Universitäten, Führungen ) entsandt waren, wurden jeweils in den 63 Oberämtern und den 7 "guten Städten" (Stuttgart, Tübingen, Ludwigsburg, Ellwangen, Ulm, Heilbronn, Reutlingen) gewählt. (6) Die für jedes Oberamt 1811 errichteten Oberamtsgerichte tagten ursprünglich unter dem Vorsitz des Oberamtmanns. Seit 1819 (Edikt über die Oberamtsversammlungen vom 31.12.1818) waren sie selbständig. Damit war auf Bezirksebene die Trennung von Justiz und Verwaltung vollständig durchgeführt; dem Oberamtmann stand der Oberamtsrichter gegenüber. (7) Besitz und Einkommen des Staats verwalteten die Kameralämter (Domanial-, Bau-, Forstverwaltung). Sie entwickelten sich schließlich im Lauf des 19. Jahrhunderts zu Bezirkskassen bzw. zu Bezirkssteuerämtern. 1895 war die Angleichung der Kameralamtsbezirke an die Oberamtsbezirke abgeschlossen. (8) Ab 1881 zwei Fünftel; vgl. Grube, Vogteien, Ämter, Landkreise in der Geschichte Südwestdeutschlands, 3. Auflage 1975. (9) Der Oberamtspfleger erhielt Sitz und beratende Stimme in der Amtsversammlung, durfte aber nicht zugleich Gemeinderechner der Oberamtsstadt sein. (10) Vor allem Amtsarzt, Oberamtstierarzt, Oberamtsbaumeister, Oberamtsstraßenbaumeister. (11) Jedes Amtsgericht war für einen Oberamtsbezirk zuständig. (12) Zur Behördengeschichte des Oberamts vgl. das Vorwort von Walter Wannenwetsch im Findbuch des Rems-Murr-Kreisarchivs für den Bestand A1 Oberamt Backnang 1806 - 1938. Bearbeitet von Renate Winkelbach und Walter Wannenwetsch. mschr. Waiblingen 1997. (13) Vgl. StAL, Bestand EL 18, Bü 594: Aktenaussonderung beim Landratsamt Backnang sowie die Kanzleiakten des Staatsarchivs Ludwigsburg E III 12/19: Aktenaussonderung beim Landratsamt Waiblingen
Zum Bestand: Das Oberamt Öhringen wurde 1810 gebildet und umfaßte im wesentlichen ehemalige schöntalische, berlingische und hohenlohische Besitzungen, die durch den Reichsdeputationshauptschluß und Rheinbundakte an Württemberg gefallen waren. 1811 wurden Berlichingen, Schöntal und weitere Orte, die vom aufgelösten Oberamt Schöntal an das Oberamt Öhringen gekommen waren, an das Oberamt Künzelsau abgetreten, wofür dieses dem Oberamt Öhringen Gaisbach, Neureut und Neufels überließ. Mainhardt fiel an das Oberamt Weinsberg, von dem das Oberamt Öhringen 1842 Geißelhardt mit Parzellen erhielt. Zum Oberamt Öhringen, das seit 1817 dem Jagstkreis zugeordnet war, gehörten dann auf Dauer die unten S. 7ff. genannten Gemeinden. Eine Veränderung trat erst ein, als 1926 das Oberamt Weinsberg aufgelöst wurde und der Ostteil dem Oberamt Öhringen zugeschlagen wurde (vgl. unten S. 10ff. den neuen Gemeindebestand). Bei der nationalsozialistischen Verwaltungsreform von 1938 schließlich fiel Geißelhardt mit Eschental, Finsterrot, Gnadental und Goggenbach an den Landkreis Schwäbisch Hall. Im Zuge der Kreisreform von 1973 wurde der so gestaltete Landkreis Öhringen aufgelöst; er ging nahezu vollständig im neugeschaffenen Hohenlohekreis auf. Über die Abgabe der hier verzeichneten Akten war noch vor der Auflösung des Landkreises Öhringen verhandelt worden, so daß bald nach Inkrafttreten des Kreisreformgesetzes die Übernahme abgewickelt werden konnte. Verzeichnet wurden die Akten unter Trennung der Registraturschichten "Oberamt Öhringen" (bis 1938) und "Landratsamt Öhringen" (nach 1938 = Bestand FL 20/14) 1984 unter Anleitung von Dr. Trugenberger vom Zeitangestellten Ibrom, nach dessen Ausscheiden die Zeitangestellte Edling 1986 die Arbeit fortsetzte. Die Titelaufnahmen zu den Dampfkesselakten hat 1986 der Archivangestellte Biemann gefertigt. Der Unterzeichnete überprüfte 1987 stichprobenweise die Titelaufnahmen, indizierte die Verzeichnungsarbeit und nahm die Gliederung in Anlehnung an den Aktenplan für Württembergische Oberämter vor. Die EDV-Erfassung der Datensätze besorgte Frau Aufderklamm. Der Bestand F 192 II umfaßt 56 lfd. m (Bü. 1 - 1819). Ludwigsburg, im Juli 1987 Dr. Kretzschmar Nachtrag Bü. 1820 - 1830 (aus FL 20/14) Leuchtweis, August 1994 Zur Verwaltungsgeschichte der württembergischen Oberämter: 1. Die Oberämter in ihrem Zusammenhang (Verfassungsgefüge, "Staatsverein"). Die Verwaltungsgliederung, die Anfang des 19. Jahrhunderts für das gegenüber dem Herzogtum etwa doppelte Gebiet des Königreichs Württemberg geschaffen wurde, hatte mit geringfügigen Veränderungen bis zum Jahr 1938, teilweise noch darüber hinaus, Bestand. Das Land war in dieser Zeit in 63 Oberämter zuzüglich der Stadtdirektion Stuttgart eingeteilt (1). Die durchschnittliche Fläche eines Oberamtsbezirks betrug um 1822 5,7 Quadratmeilen = 316 Quadratkilometer, die durchschnittliche Einwohnerzahl 20.700 (1926 : 41.604), wobei sich im Lauf der Zeit ein erhebliches Ungleichgewicht ergab (die Einwohnerzahlen je Oberamt schwankten 1926 zwischen 18.000 und 341.000). Als Mittelbehörden zwischen den einzelnen Oberämtern und der Ministerialebene standen die vier Kreisregierungen, die 1817 an die Stelle der 1806 (2) eingerichteten zwölf Landvogteien getreten waren. Die von 1819 bis 1919 geltende württembergischen Verfassung (3) war auf den Gemeinden als "Grundlage des Staatsvereins" (4) aufgebaut. Den Oberämtern kam die Aufgabe zu, die unmittelbar die einzelnen Bürger berührenden Verwaltungsangelegenheiten, die die Gemeinden weitgehend in eigener Verantwortung behandelten, in die staatliche Verwaltung einzubringen. Das Problem einer größtmöglichen Integration aller von Verwaltungsmaßnahmen Betroffenen stellte sich dabei für die Oberämter ebenso wie das Problem einer gleichmäßigen Durchführung innenpolitischer Regierungsmaßnahmen. Die Oberämter waren auch die Wahlkreise für die Wahlen zur Abgeordnetenkammer (5). 2. Funktionsträger Das Ministerium des Innern übertrug die Verantwortung für die Oberamtsverwaltungen jeweils einem Oberamtmann, seit den 1830er Jahren in der Regel ein Jurist mit abgeschlossenem Hochschulstudium. Er war als Staatsbeamter zuständig für alle Verwaltungsgeschäfte, die nicht den Gerichts- (6) oder Finanzbehörden (7) oblagen, handhabte die Polizei sowie (bei Übertretungen) die Strafgewalt und übte die Aufsicht über die Gemeindeverwaltungen aus. Als Verwaltungsbeamte unterstanden ihm ein Oberamtssekretär und (seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts) ein Amtmann als Stellvertreter. Neben dieser Verwaltung stand als Organ mit Koordinations- und Integrationsfunktionen die Amtsversammlung. In ihr waren die einzelnen Gemeinden eines Oberamtsbezirks als Amtskörperschaft zusammengefaßt. Die Zahl der Abgeordneten, die eine Gemeinde jeweils stellte, hing von ihrem Anteil an den gemeinsam zu tragenden öffentlichen Lasten, dem "Amtsschaden", ab. Als Obergrenze durfte dabei eine Gemeinde höchstens ein Drittel (8) der Angehörigen der Amtsversammlung stellen, während Kleinstgemeinden einen gemeinschaftlichen Verordneten entsandten. Die Amtsversammlung trat zweimal jährlich zusammen. Aus ihrer Mitte wählt sie zur Wahrung ihrer Präsenz einen geschäftsführenden Ausschuß, einen Aktuar, (der zugleich Rechnungsrevisionsgehilfe des Oberamts war) und bestimmte in Eigenverantwortung für die Kassen- und Rechnungsführung den Oberamtspfleger (9) sowie die übrigen Beamten der Amtskörperschaft (10). Entsprechend der konstitutionalistischen Theorie lag damit die Zuständigkeit für eine kontinuierliche, aktive Verwaltungsarbeit bei den Regierungsbeamten, während die Regulierung der Finanzen sowie Kontrollfunktionen von einer Körperschaft ausgeübt wurden, in der die von Verwaltungsmaßnahmen Betroffenen und die, die sie finanzierten, zusammengefaßt waren. Ansätze, die über ein rein auf Kontrolle und Finanzfragen ausgerichtetes Repräsentativsystem hinauswiesen, zeigten sich zwar nicht im Verwaltungssektor, dafür aber doch im Bereich sozialer Aufgaben und Dienstleistungen, wo Beamte der Amtskorporation tätig waren. 3. Grenzen der einheitlichen Bezirksorganisation. Störfaktoren. Nicht für alle Verwaltungsfunktionen war von vornherein eine Organisation möglich, bei der (wie bei der Innen- und Justizverwaltung) (11) die Verwaltungsbezirke den Oberamtsbezirken entsprachen. Bei den Dekanatsämtern der beiden großen Kirchen versteht es sich aus der regionalen Verteilung der Konfession, daß nicht jeweils für jedes Oberamt eine Bezirksverwaltung eingerichtet wurde; dennoch waren, soweit durchführbar, Dekanats- und Oberamtsgrenzen häufig identisch. Soweit praktische Gründe dafür sprachen, bestanden auch für die Forst-, Kameral-, Zoll- und Bauinspektionsämter Zuständigkeitsbezirke, die von den Oberamtsbezirken abwichen. Der entscheidende Störfaktor für eine einheitliche Verwaltungsorganisation auf Bezirksebene, die nach 1819 durch die Bundesakte wiederhergestellte Patrimonialgerichtsbarkeit des Standesherrn, wurde 1849 beseitigt. Ebenso das Sonderrecht selbstständiger königlicher und adliger Güter, die vor 1849 nicht in die Gemeindeverbände und damit auch nicht in die Bezirksverwaltung eingegliedert waren. 4. Einzelne wichtige Veränderungen der Oberamtsorganisation 1842: Wegen zu großer Entfernungen vom Oberamtssitz oder sonstigen wirtschaftlichen und verkehrsmäßigen Gegebenheiten werden in 31 Oberämtern einzelne Gemeinden neu zugeordnet (Reg.Bl. 1842, S. 386 - 389). 1850 ff.: Die regional unterschiedliche Entwicklung des Landes führt bei konstanter Bezirkseinteilung im Lauf der Zeit trotz ursprünglicher Ausgewogenheit zu erheblichem Ungleichgewicht zwischen einzelnen Bezirken. Änderungen an einzelnen Einteilungen (z.B. Auflösung des Oberamts Cannstatt 1923; Auflösung des Oberamts Weinsberg 1926) heben diese Unterschiede nicht auf. 1906: Der Amtsversammlungs-Ausschuß erhält die Bezeichnung Bezirksrat und wird auch zu den Geschäften der staatlichen Verwaltung herangezogen. Die Amtsversammlung kann Ausschüsse zur Kontrolle einzelner Anstalten und Einrichtungen der Amtskörperschaft einsetzen. Der Aktuar wird durch einen auf 3 Jahre von der Amtsversammlung gewählten Schriftführer ersetzt. 1933: Wiedereinrichtung einer Amtskorporation, die auf Beratungsfunktion beschränkt ist und die Bezeichnung Kreisverband erhält. Der Landrat wird zum "Führer" der Kreisverwaltung bestimmt. Die Bezeichnungen Kreis (für Oberamt), Kreistag (für Amtsversammlung) und Kreisrat (für Bezirksrat) werden eingeführt. Der Kreisrat setzt sich zusammen aus dem Landrat als Vorsitzenden, dem Kreisleiter der NSDAP und fünf weiteren, vom Landrat im Einvernehmen mit dem Kreisleiter berufenen Mitgliedern (Reg. Bl. 1938, S. 51 - 72, 82, 139, 189). 1938: 27 Kreisverbände werden aufgelöst und den übrigen 34 angegliedert (Regelungen und Verteilung der einzelnen Gemeinden vgl. Reg. Bl. 1938, S. 155 - 162). Der Stadtdirektions-Bezirk Stuttgart bleibt als Stadtkreis bestehen. Die Städte Ulm und Heilbronn (mit Neckargartach und Sontheim) werden zu Stadtkreisen. Mögle-Hofacker Fußnoten (1) Von den 65 Oberamtsbezirken von 1808 blieben nach 1819 63 bestehen: 1819 waren die Bezirke Ulm und Albeck zum Oberamtsbezirk Ulm zusammengefügt worden. 1811 war für den Stuttgarter Stadtdirektionsbezirk die für die Oberämter allgemein eingefügte Zwischeninstanz (damals Landvogteien) zur Ministerialebene hin entfallen. Als 1822 die Stadtdirektion Stuttgart instanzmäßig wieder den Oberämtern angeglichen worden war, wurde sie danach trotzdem nicht mehr als Oberamt, sondern stets selbständig aufgeführt. (2) Die ersten Landvogteien waren 1803 für Neuwürttemberg eingeführt worden. Die Kreisregierungen bestanden bis 1924. (3) Vgl. A.E. Adam. Ein Jahrhundert Württembergischer Verfassung, 1919. (4) Verfassungsurkunde § 62; Regierungsblatt von 1819, S. 645. (5) Die Abgeordneten der Zweiten Kammer, die nicht ausgesprochen als Vertreter spezifischer Interessen, (Ritterschaft, Vertreter beider großer Kirchen, Kanzler der Universitäten, Führungen ) entsandt waren, wurden jeweils in den 63 Oberämtern und den 7 "guten Städten" (Stuttgart, Tübingen, Ludwigsburg, Ellwangen, Ulm, Heilbronn, Reutlingen) gewählt. (6) Die für jedes Oberamt 1811 errichteten Oberamtsgerichte tagten ursprünglich unter dem Vorsitz des Oberamtmanns. Seit 1819 (Edikt über die Oberamtsversammlungen vom 31.12.1818) waren sie selbständig. Damit war auf Bezirksebene die Trennung von Justiz und Verwaltung vollständig durchgeführt; dem Oberamtmann stand der Oberamtsrichter gegenüber. (7) Besitz und Einkommen des Staats verwalteten die Kameralämter (Domanial-, Bau-, Forstverwaltung). Sie entwickelten sich schließlich im Lauf des 19. Jahrhunderts zu Bezirkskassen bzw. zu Bezirkssteuerämtern. 1895 war die Angleichung der Kameralamtsbezirke an die Oberamtsbezirke abgeschlossen. (8) Ab 1881 zwei Fünftel; vgl. Grube, Vogteien, Ämter, Landkreise in der Geschichte Südwestdeutschlands, 3. Auflage 1975. (9) Der Oberamtspfleger erhielt Sitz und beratende Stimme in der Amtsversammlung, durfte aber nicht zugleich Gemeinderechner der Oberamtsstadt sein. (10) Vor allem Amtsarzt, Oberamtstierarzt, Oberamtsbaumeister, Oberamtsstraßenbaumeister. (11) Jedes Amtsgericht war für einen Oberamtsbezirk zuständig.
Bem.: Bildinhalt identisch mit 4547.
Norddeutsche MissionAuf dem vorderen Bildrand: Kaiserl. Station Ho Togo. West-Afrika
Norddeutsche MissionGeschichte des Bestandsbildners: Entstehung und Entwicklung des Ministeriums, Kompetenzen: Angelegenheiten der Ernährung und Landwirtschaft gehörten vor 1914 überwiegend zur verwaltungsmäßigen Zuständigkeit der Bundesstaaten. Soweit das Reich beteiligt war, wurden die entsprechenden Aufgaben vom Reichsamt des Innern wahrgenommen. Der Erste Weltkrieg brachte hier eine entscheidende Wende; je länger der Krieg dauerte, umso dringlicher mussten zwangswirtschaftliche Maßnahmen hinsichtlich der Ernährungssicherung ergriffen werden. Als erster Schritt in dieser Richtung ist die am 25. November 1914 errichtete Kriegsgetreidegesellschaft anzusehen. Diese Gesellschaft wurde zusammen mit der nur wenig später gegründeten Behörde des Reichskommissars für die Brotbewirtschaftung und der für die Mehlbelieferung zuständigen Reichsverteilungsstelle am 28.6.1915 zur Reichsgetreidestelle vereinigt. Für die Bewirtschaftung und Verteilung anderer Produkte entstand im Laufe der folgenden Monate eine Vielzahl weiterer Reichsstellen, zu deren gemeinsamer Aufsicht am 29.5.1916 das Kriegsernährungsamt ins Leben gerufen wurde. Damit war zum ersten Mal eine Zentralinstanz für die einheitliche Regelung der Kriegsernährungswirtschaft im Reich geschaffen worden. Da nach Kriegsende die allgemeine Notlage eine vorläufige Fortführung der zwangswirtschaftlichen Maßnahmen auf dem Ernährungssektor erforderlich machte, wurde die Einrichtung beibehalten und am 19.11.1918 in Reichsernährungsamt umbenannt. Hierbei handelt es sich um die unmittelbare Vorgängerbehörde des Reichsernährungsministeriums, das durch Erlass über die "Errichtung und Bezeichnung der obersten Reichsbehörden" vom 21.3.1919 begründet wurde. Im Zusammenhang mit der Diskussion um die Gemeinwirtschaft hatte man vorübergehend vom 15.9.1919 bis zum 30.3.1920 das Ernährungsministerium mit dem Wirtschaftsministerium vereinigt. Nach seiner erneuten Verselbständigung erhielt es dann die Bezeichnung "Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft". Mit der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde die Ernährungswirtschaft schrittweise einer staatlich gelenkten Marktregulierung unterworfen. Die Reichsnährstandsverwaltung, die auf Grund der durch Gesetz vom 13.9.1933 erfolgten Gleichschaltung bzw. Auflösung der bisherigen Berufsvertretungen und Selbstverwaltungskörperschaften entstand, gehörte nicht nur zum Aufsichtsbereich des RMEL, sonder war gleichzeitig mit dem Ministerium an der Spitze durch Personalunion verbunden. Analog zu anderen obersten Reichsbehörden wurde am 1.1.1935 das RMEL mit dem Preußischen Landwirtschaftsministerium zusammengelegt und nannte sich bis zur Einverleibung Österreichs 1938 "Reichs- und Preußisches Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft". Eine neue und damit konkurrierende Zuständigkeit für die Ernährungswirtschaft entstand durch die Verkündung des Vierjahresplanes 1936. Eine organisatorische Verbundenheit mit dem RMEL wurde insofern hergestellt, als einer der beiden Staatssekretäre die Leitung der Geschäftsgruppe Ernährung im Vierjahresplan übernahm. Infolge Personalmangels kam es während des Zweiten Weltkrieges zur Eingliederung der Reichsnährstandsverwaltung in das RMEL. Bei der Begründung des RMEL 1920 erstreckte sich seine Zuständigkeit auf Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft, Forst- und Holzwirtschaft sowie Fischerei. Das Ministerium behielt diese Kompetenzen mehr oder weniger unverändert über ein Jahrzehnt. Mit Wirkung vom 5.7.1932 wurde dem RMEL vom Reichsarbeitsministerium zusätzlich das Aufgabengebiet "Landwirtschaftliches Siedlungswesen" übertragen. Auf der anderen Seite musste es an das neu errichtete Reichsforstamt am 12.7.1934 bzw. 12.7.1935 die Kompetenzen der Forstwirtschaft und des Jagdwesens resp. der Holzwirtschaft und des Wildbrethandels abgeben. Nachdem mehrere Versuche des RMEL, die Zuständigkeit für das Veterinärwesen vom Reichsministerium des Innern zu übernehmen, fehlgeschlagen waren, wurde vielmehr das Preußische Veterinärwesen, das zur Kompetenz des Preußischen Landwirtschaftsministeriums gehört hatte, nach dessen Zusammenlegung mit dem RMEL schließlich durch Erlass vom 11.3.1935 ebenfalls dem Innenministerium zugeschlagen. Bereits vor der Zusammenlegung war vom Preußischen Landwirtschaftsministerium durch Gesetz vom 29.6.1934 die Zuständigkeit für das landwirtschaftliche Berufs- und Fachschulwesen auf das neu geschaffene Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung übertragen worden. Die Kompetenz der Wasserwirtschaft, die das RMEL bei der Vereinigung mit dem Preußischen Landwirtschaftsministerium übernommen hatte, verlor es wieder durch Erlass vom 29.7.1941 an den neu eingesetzten Generalinspektor für Wasser und Energie. Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte Der größte Teil der bis 1944 an das Reichsarchiv abgegebenen Akten des RMEL (ca. 2500 Aktenbände) ist bei dem Bombenangriff auf Potsdam im April 1945 vernichtet worden. Das gleiche Schicksal traf den allergrößten Teil der Akten des RMEL, die sich in den Berliner Dienstgebäuden in der Wilhelmstraße und Behrenstraße befunden haben. Davon verschont blieben in erster Linie diejenigen laufenden Akten, die im Zusammenhang mit der Evakuierung verschiedener Abteilungen des RMEL und der Reichsnährstandsverwaltung in den letzten Kriegsmonaten nach und in die Umgebung von Landsberg/Warthe gelangt waren. Eine weitere Verlegung in das Waldgebiet von Müncheberg/Seelow in der Nähe von Küstrin war geplant, ist aber nicht mehr zustande gekommen. Bei der Zusammenlegung mit dem RMEL war bereits ein großer Aktenbestand des Preußischen Landwirtschaftsministeriums an das damalige Preußische Geheime Staatsarchiv abgegeben worden. Seit 1990 befinden sich diese, zwischenzeitlich vom Zentralen Staatsarchiv der DDR, Abteilung Merseburg verwahrten Akten, wieder im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin. Die nach Kriegsende von der amerikanischen Besatzungsmacht sichergestellten Aktenreste des RMEL wurden zunächst gemeinsam mit anderen Beständen der Gruppe Ernährung und Landwirtschaft im Ministerial Collecting Center (MCC) in Hessisch-Lichtenau gesammelt und listenmäßig erfasst. Der größte Teil dieser Akten ist Anfang 1946 mit der Verlegung des MCC nach Berlin gebracht und einige Jahre später vom dortigen Document Center übernommen worden, während ein kleinerer Teil in das Document Center in Darmstadt gelangt zu sein scheint. Von den vom Geheimen Staatarchiv in Berlin abgegebenen Akten zur Enteignung jüdischen landwirtschaftlichen Grundbesitzes abgesehen, sind die meisten Bände der ehemals in Koblenz als Bestand R 14 verwahrten Überlieferung über das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sukzessive seit 1953 ins Bundesarchiv Koblenz gekommen. Dagegen enthielten die späteren Aktenabgaben aus Amerika und England nur ganz vereinzelte Stücke des ehemaligen RMEL. Es muss hier festgestellt werden, dass von den in Hessisch-Lichtenau erfassten Akten leider nicht mehr als die Hälfte schließlich den Weg ins Bundesarchiv gefunden haben. Die übrigen Akten wird man heute als vermisst betrachten müssen. Die bis 1990 im Zentralen Staatsarchiv in Potsdam als Bestand 36.01 befindliche Überlieferung stammt aus Aktenübergaben des Ministeriums für Land- und Forstwirtschaft der DDR, der Staatsarchive Potsdam und Magdeburg sowie aus Aktenrückgaben aus der UdSSR. 1990 wurden beide Überlieferungsteile als Bestand R 3601 zusammengefasst. Archivische Bewertung und Bearbeitung Die Ordnung des Bestandes erfolgt weitgehend nach dem Geschäftsverteilungsplan vom Sommer 1942, d.h. die einzelnen Abteilungen bilden die Hauptgruppen der Klassifikation. Untergruppen wurden weitgehend in Anlehnung an die Hauptaufgabengebiete der Abteilungen gebildet. Wenn notwendig wurden Modifizierungen vorgenommen. Innerhalb der einzelnen Klassifikationsgruppen erfolgte die Reihung soweit sinnvoll und erkennbar nach den vorhandenen Aktenzeichen. Bedingt durch den bruchstückhaften Charakter der Überlieferung fehlen bei bereits in der Registratur des Ministeriums angelegten Bandfolgen häufig einzelne Bände. Der besseren Übersichtlichkeit wegen wurde auf entsprechende Hinweise bei den einzelnen Bandfolgetiteln verzichtet. Vermerkt wurde lediglich, wenn Bandfolgen oder Serien erst im Archiv gebildet wurden. In Anbetracht der rudimentären Überlieferung wurden Kassationen, von Doppelstücken abgesehen, weitgehendst vermieden. Inhaltliche Charakterisierung: Die Überlieferung des Bestandes ist äußerst bruchstückhaft. Nach dem Geschäftsverteilungsplan des RMEL von 1942, der der Bestandsgliederung zugunde liegt, ist Schriftgut der Abteilung V Zoll- und Handelspolitik nur minimal und der Abteilung IX Dorfaufrüstung, Bergland, Umlegung nicht vorhanden. Dokumentiert wird besonders die Tätigkeit der Abt. I Allgemeine Verwaltungs-, Personal-, Haushalts- und Rechtsangelegenheiten, Abt. II Erzeugungs- und Ernährungspolitik, hier v.a. die Ernährungssicherung während und nach dem I. Weltkrieg, sowie der Abt. III Reichsgestütverwaltung. An größeren Aktengruppen sind zu nennen die Unterlagen der allgemeinen Verwaltung und die der Versuchs- und Forschungsanstalten, der Kriegsschädenregelung sowie der Domänenverwaltung, besonders in den eingegliederten Ostgebieten. Vor allem aber ist in diesem Zusammenhang auf die Akten zur Enteignung des jüdischen landwirtschaftlichen Grundbesitzes hinzuweisen. Erschließungszustand: Online-Findbuch (2008) Zitierweise: BArch, R 3601/...
Erworben von Sammlung Salomon im März 1957; Beige X
- 1891-1897, Staatsarchiv Hamburg, 314-1 Zoll- und Akzisewesen, Handelsstatistik description: Enthält u.a.: Berichte mit Statistiken über: Waren- und Schiffsverkehr mit Ostafrika 1889-1890, Spirituosenausfuhr nach Ostafrika 1890, Ausfuhr deutscher Erzeugnisse nach Deutsch-Westafrika 1891, Handel mit Portugal 1889-1893, mit Uruguay 1893, mit Argentinien 1895, Ausfuhr nach der Walfischbay und der Swakopmündung 1895, Hamburgs Handelsbeziehungen zu Großbritannien 1697-1897, Schiffs- und Warenverkehr mit China 1891-1895, mit Rußland an der Ostsee 1890-1896, mit Mexiko 1896. Enthält u.a.: Berichte mit Statistiken über: Waren- und Schiffsverkehr mit Ostafrika 1889-1890, Spirituosenausfuhr nach Ostafrika 1890, Ausfuhr deutscher Erzeugnisse nach Deutsch-Westafrika 1891, Handel mit Portugal 1889-1893, mit Uruguay 1893, mit Argentinien 1895, Ausfuhr nach der Walfischbay und der Swakopmündung 1895, Hamburgs Handelsbeziehungen zu Großbritannien 1697-1897, Schiffs- und Warenverkehr mit China 1891-1895, mit Rußland an der Ostsee 1890-1896, mit Mexiko 1896.
Auf dem vorderen Bildrand: Staatsekretär Solf
Norddeutsche Mission