Aufstand

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          BArch, N 38/29 · Akt(e) · 13. Juni 1900 - 16. Okt. 1906
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält: Schlesw.-Holstein Pi. Btl. Nr. 9: Vorschlag für den Verlauf bei Cuxhaven vom 9. - 15. Juli 1900; Schwierigkeiten bei Löschungen von Schiffssendungen, Denkschrift; Bericht Lequis an den Gen. Insp. des Ing. und Pi. Korps und der Festungen, Berlin, über seine Teilnahme an der China-Expedition

          Lequis, Arnold
          Angelegenheiten des Schutzgebietes Togo; Band 1
          FA 1 / 1 · Akt(e) · 1885 - 1887
          Teil von Cameroon National Archives

          Errichtung der Schutzherrschaft.- Bericht von Reichskommissar Falkenthal (Abschriften), 1885 [fol. 1 - 19] Politische Lage in Togo und den benachbarten Gebieten.- Bericht von Reichskommissar Falkenthal, 1885 [fol. 1 - 19] Nichtanerkennung der deutschen Schutzherrschaft über Togo durch Frankreich und sonstige gegen das Deutsche Reich gerichtete französische Maßnahmen. - Proteste von Reichskommissar Falkenthal beim französischen Konsularagenten Piathet, Groß-Popo., 1885 [fol. 1 - 60] Bericht von Konteradmiral Knorr, 1885 [fol. 61 - 69] Ausweisung der Kamerun-Leute Manga Akwa, Anja Preso (Priso) und Misunga nach Togo wegen Teilnahme am Aufstand in Duala. - Übergabe an den Reichskommissar durch Konteradmiral Knorr, Flucht nach Accra und Auslieferungsverhandlungen, 1885 [fol. 71] Vorwürfe gegen portugiesische Behörden wegen Sklavenhandel. - Missdeutung einer Arbeiteranwerbung in Dahomey durch den deutschen Pflanzer Spengler (Chamisso-Plantage) auf St. Thomé, 1885 [fol. 76 - 84] Errichtung der portugiesischen Schutzherrschaft über Dahomey und deren Übernahme durch Frankreich, 1885 - 1886 [fol. 85 - 192] Genehmigung und Anforderung der Bewaffnung und Ausrüstung, 1885 [fol. 102 - 105] Errichtung der Schutzherrschaft über die Westküste zwischen Liberia und Grand Bassam. - Denkschrift von Reichskommissar Falkenthal, 1885 [fol. 106 - 108] Verschiffung von Sklaven an der Küste von Dahomey und Whydah (Quittab) in Gegenwart britischer Kanonenboote. - Dementi von Acting Colonial Secretary Percival Hughes, Accra, 1885 [fol. 109] Durchstich der Küste bei Cotonou am 23.9.1885 durch die Franzosen zur Herstellung einer Verbindung zwischen der Lagune von Porto Novo und dem Meer. - Bericht von Konsul Randad jun., 1885 [fol. 118] Vorgehen gegen die Franzosen bei der Besetzung der Gebiete Gridji und Abanaque. - Rechtfertigung von Reichskommissar Falkenthal auf einen Verweis durch von Bismarck, 1885 [fol. 133 - 135] Verhältnis zwischen Frankreich, Großbritannien und Portugal an der Sklavenküste zwischen Whydah (Quittah) und Lagos sowie Dahomey. - Bericht von Reichskommissar Falkenthal, 1885 [fol. 138 - 139] Errichtung der deutschen Schutzherrschaft über Porto Seguro auf Ersuchen des dortigen Königs Mensa. - Bericht von Reichskommissar Falkenthal, 1885 [fol. 148] Klärung der deutschen Absichten in Togo. - Anfrage von Gouverneur von Soden an von Bismarck, 1885 [fol. 156 - 157] Bielke, Sergeant der Polizeitruppe.- Tod und Beisetzung, 1885 [fol. 183] Amtssitz des Reichskommissars in Klein-Popo. - Errichtung eines Gebäudes aus Fertigteilen durch die Firma F. H. Schmidt, Hamburg, 1886 [fol. 196 - 204] Pietrowski, Feldwebel, Exerziermeister der Polizeitruppe. - Entsendung als Nachfolger des verstorbenen Sergeanten Bielke und Beurlaubung aus gesundheitlichen Gründen, 1886 - 1888 [fol. 212] Lage in Klein-Popo nach Ankunft von Reichskommissar Falkenthal an seinem Amtssitz, 1886 [fol. 214] Anwerbung von Hausa, 1886 - 1888 [fol. 214] Kritik an der Amtseinführung von Reichskommissar Falkenthal (31.10.1887) und interimistische Einsetzung des bisherigen Kanzlers in Kamerun, von Puttkamer, 1886 - 1887 [fol. 217 - 221] Vertrag zwischen Frankreich und den Häuptlingen des Landes Quatschi (Kete Krachi) nördlich der Popos in Togo. - Kopie, 21.6.1885 [fol. 238 - 239] Protokoll über die deutschen und französischen Besitzungen an der Westküste Afrikas und in der Südsee. - Abschrift (deutscher und französischer Text), 24.12.1885 [fol. 240 - 247] Notenwechsel zwischen Deutschland und Frankreich über den König Mensa von Porto Seguro [fol. 248 - 251] Arbeiten der deutsch-französischen Grenzkommission zur Abgrenzung der beiderseitigen Gebiete an der Sklavenküste gemäß Artikel 2 des Protokolls vom 24.12.1885. - Protokoll, 2.4.1887 [fol. 252 - 254] Regelung des Flaggenpostverkehrs. - Runderlass Nr. 3, 29.5.1914

          Gouvernement von Kamerun
          Armeeoberkommando in Ostasien
          BArch RW 63 · Sammlung · 1900-1901
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Geschichte des Bestandsbildners Am 14. November 1897 hatte das Deutsche Reich den chinesischen Hafenort Tsingtau besetzt und in einem Vertrag mit dem Kaiserreich China vom 6. März 1898 ein Gebiet von 550 km² mit Tsingtau als Zentrum für 99 Jahre gepachtet - das Schutzgebiet Kiautschou. Die Provinz Schantung, zu der das gepachtete Gebiet eigentlich gehörte wurde zum deutschen Interessengebiet und zur neutralen Zone deklariert. In diesem Gebiet erhielt das Reich Konzessionen zum Bau und Unterhalt von Bahnlinien und Bergwerken. Doch bereits seit dem 30. Oktober 1895 hatte das Deutsche Reich das Recht, in den seit 1859/60 bestehenden internationalen Vertragshäfen Tientsin und Hankou Niederlassungen einzurichten. Und natürlich unterhielt das Reich wie die anderen Großmächte und sonst im Chinahandel engagierten Staaten auch eine Gesandschaft in Peking. Deutsche Missionen wirkten zudem im Innern Chinas, ebenso deutsche Kaufleute, insbesondere auch in Shanghai. Das Deutsche Reich war daher tatsächlich stark in China engagiert und es sah sich auch selbst so. Vor diesem Hintergrund wurden die ab Ende 1899 entstandenen und schnell immer gravierender werdenden fremdenfeindlichen Unruhen in China in Deutschland als Bedrohung empfunden. Die Regentin, Kaiserinwitwe Cixi, blieb in ihren Maßnahmen gegen die "in Rechtschaffenheit vereinigten Faustkämpfer", von den Kolonialmächten kurz als "Boxer" bezeichnet, zunächst uneindeutig, Einheiten der kaiserlich chinesischen Armee verbündeten sich zum Teil mit ihnen. Der Aufstand nahm ab Januar 1900 weiter zu, es kam zu ausufernden Gewaltakten gegen chinesische Christen und Ausländer. Ab Mai 1900 waren die ausländischen Gesandschaften in Peking von Aufständischen bedroht, die Bahnlinien von Peking an die Küste wurden angegriffen. Die Gesandschaften forderten daher militärische Unterstützung an. Das Deutsche Reich sandte noch im Mai 1900 ein Kontingent des in Tsingtau stationierten III. Seebataillons nach Peking, zwei weitere Kompanien wurden nach Tientsin beordert, das Kreuzergeschwader verlegte auf die Reede vor den Taku-Forts an der Mündung des Flusses Peiho. Die Situation in Peking verschärfte sich derweil weiter, weitere Truppen waren nötig. Die in China befindlichen Truppen der Kolonialmächte bildeten im Juni 1900 ein Expeditionskorps unter Führung des britischen Admirals Seymour (2066 Mann). Dieses wurde jedoch Mitte Juni von chinesischen Truppen (Boxer und reguläre Armee) aufgehalten und mußte umkehren. Die Ausländer und chinesischen Christen in Peking hatten sich mittlerweile im Gesandschaftsviertel verbarrikadiert und waren von der Außenwelt abgeschnitten. Die alliierten Kolonialmächte (USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Österreich-Ungarn, Rußland, Japan) stürmten am 17. Juni die Taku-Forts, die chinesische Regierung forderte am 19. Juni alle Ausländer ultimativ zum Verlassen Chinas auf. Am 20. Juni wurde der deutsche Gesandte, Freiherr Clemens von Ketteler in Peking ermordet. Mit Edikt vom 21. Juni erklärte China faktisch den Alliierten den Krieg, was jedoch von diesen nicht erwidert wurde. Die alliierten Truppen zogen sich Ende Juni 1900 nach Tientsin zurück. In Deutschland wurde am 25. Juni aus den Angehörigen der Marine-Infanterie ein Marine-Expeditionskorps von 2528 Mann (unter Generalmajor von Höpfner) gebildet. Zudem erging am 3. Juli der Befehl zur Aufstellung eines Expeditionskorps aus Freiwilligen des Heeres (unter Generalleutnant von Lessel). Die Alliierten hatten sich auf die Bildung eines internationalen Expeditionskorps geeinigt, den Oberbefehlshaber sollte Deutschland stellen. Am 12. August 1900 wurde der ehemalige Chef des Großen Generalstabes, Generalfeldmarschall Alfred Graf von Waldersee zum Oberbefehlshaber der internationalen Streitmacht, die schließlich 64.000 Mann umfaßte, ernannt. Als Stab diente Waldersee das "Armeeoberkommando Ostasien". Das Ostasiatische Expeditionskorps ging mit seinen ersten Teilen am 27. Juli in Bremerhaven in See, bei ihrer Verabschiedung hielt Kaiser Wilhelm II. die bekanntgewordene "Hunnenrede". Das Deutsche Reich stellte mit den 19.093 Mann seines Ostasiatischen Expeditionskorps unter Generalleutnant von Lessel fast ein Drittel der internationalen Streitmacht. Bestandsbeschreibung Die Unterlagen des Armeeoberkommandos in Ostasien müssen als verloren angesehen werden. Die seinerzeit im Heeresarchiv befindliche Überlieferung ist mit diesem beim Luftangriff auf Potsdam im April 1945 untergegangen. Der Bestand RW 63 enthält daher lediglich zufällig an anderer Stelle erhalten gebliebene Schriftgutsplitter. Inhaltliche Charakterisierung Der Bestand umfaßt im wesentlichen Berichte des Oberstabsarztes Dr. Müller, dazu einige wenige Briefe. Zitierweise BArch RW 63/...

          Armeeoberkommando Ostasien
          Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, M 1/4 Bü 535 · Akt(e) · Oktober 1901 - März 1914
          Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

          Enthält: Denkschrift des Feldmarschalls Graf Waldersee über die China-Expedition, 07.08.1901; Hauptmann Graf Zech: Pferdetransport auf der Alesia von Taku nach Bremerhaven, 24.10.1901; Preuß. Kriegsminister von Einem betr. Erfahrungen gelegentlich des Aufstandes von Südwestafrika, 21.11.1908

          Kaiserliche Schutztruppen (Bestand)
          BArch, RW 51 · Bestand · 1891-1918
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Geschichte des Bestandsbildners: Nachdem das Deutsche Reich in den ersten Jahren seines Bestehens aus außenpolitischen Erwägungen auf eine aktive Kolonialpolitik verzichtet hatte, änderte sich dies ab 1884. Es entstanden die formell als "Schutzgebiete" bezeichneten Kolonien Deutsch-Südwestafrika, Togo, Kamerun, Deutsch-Neuguinea, Deutsch-Ostafrika und Samoa. Die in der Folgezeit eingerichteten Gouvernements dieser Schutzgebiete unterstanden zunächst der Kolonialabteilung im Auswärtigen Amt und schließlich dem hieraus erwachsenen Reichskolonialamt. Das 1898 erworbene Pachtgebiet Kiautschou in China unterstand dem Reichsmarineamt. Von Anfang an bestand die Notwendigkeit, in den Kolonien die Interessen des Reiches auch mit militärischer Gewalt durchsetzen und wahren zu können. In der Anfangsphase wurde diese Aufgabe von Schiffen und Landungskommandos der Kaiserlichen Marine wahrgenommen. In den deutschen Südsee-Kolonien blieb dies so auch bis zuletzt. In den afrikanischen Kolonien kam es zu einer eigenen Entwicklung. In Deutsch-Südwestafrika entstand 1889 eine Truppe aus deutschen Freiwilligen mit vertraglicher Bindung unter einem aktiven Offizier (Hauptmann Curt von François), die zunächst nur polizeiliche Aufgaben wahrnehmen sollte. In Deutsch-Ostafrika stellte der Reichskommissar Hauptmann Herrmann Wissmann 1889 zur Niederschlagung des 1888 ausgebrochenen "Araber-Aufstandes" eine Truppe aus angeworbenen Afrikanern auf. Mit Gesetz vom 22. März 1891 wurde schließlich die "Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika" aus Freiwilligen des Heeres und der Marine sowie angeworbenen Freiwilligen gebildet, es folgten mit Gesetz vom 9. Juni 1895 die "Schutztruppe für Deutsch-Südwestafrika" und die "Schutztruppe für Kamerun". Eine Schutztruppe für Togo war zeitweise in Planung, wurde jedoch nicht gebildet, ebensowenig wie es Schutztruppen für Deutsch-Neuguinea oder Samoa gab. Dort entstanden lediglich Polizeitruppen. In den jeweiligen Schutzgebieten hatte der Gouverneur die höchste militärische Gewalt inne, der Kommandeur der Schutztruppe war ihm unterstellt. Den Schutztruppen oblag die Aufrechterhaltung von Sicherheit und öffentlicher Ordnung. Phasenweise waren die einzelnen Schutztruppen ausschließlich mit der Niederschlagung von Aufständen der eingeborenen Bevölkerung beschäftigt. Hierfür wurden zum Teil erhebliche personelle Verstärkungen aus Deutschland herangeführt. Die Schutztruppen wurden zunächst durch das Reichsmarineamt geführt. Mit dem "Gesetz betreffend die Kaiserlichen Schutztruppen in den Afrikanischen Schutzgebieten und die Wehrpflicht daselbst" vom 18. Juli 1896 wurden die Schutztruppen dem Reichskanzler unterstellt, wahrgenommen durch die Kolonialabteilung im Auswärtigen Amt. In der Kolonialabteilung war zuständig die Abteilung M - Militärverwaltung (Kommando, bzw. Oberkommando der Schutztruppen). Die organisatorische Betreuung übernahm das Preußische Kriegsministerium (Armeeabteilung). Die Kommandoangelegenheiten wurden durch den Direktor der Kolonialabteilung wahrgenommen, mit der Abteilung M als seinem militärischen Stab. Mit Errichtung des Reichskolonialamtes durch Allerhöchsten Erlaß vom 17. Mai 1907 wurde diesem das Kommando der Schutztruppen unterstellt, nunmehr als militärischer Führungsstab mit verantwortlicher Kommandogewalt. Wie die Marine unterstanden die Schutztruppen dem Oberbefehl des Kaisers. Ihre Angehörigen waren Freiwillige des Heeres (bzw. der Armeen Preußens, Bayerns, Sachsens und Württembergs) und der Marine, die für die Zeit ihres Dienstes in den Schutztruppen aus der jeweiligen Armee oder der Marine ausschieden und danach wieder dorthin zurückkehrten. Die männliche deutsche Bevölkerung in den Schutzgebieten unterlag der Wehrpflicht. Dieser konnten die Wehrpflichtigen in den Schutztruppen nachkommen. Die Schutztruppen umfaßten 1913 die folgenden Personalstärken: - Kommando der Schutztruppen in Berlin: 80 Mann - Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika: 2758 Mann (266 Deutsche, 2492 Eingeborene) - Schutztruppe für Deutsch-Südwestafrika: 1970 Mann (Deutsche) - Schutztruppe für Kamerun: 1471 Mann (171 Deutsche, 1300 Eingeborene) Während des Herero-Aufstandes lag die Personalstärke der Schutztruppe für Deutsch-Südwestafrika 1907 bei ca. 15.000 Mann. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges traf die deutschen Kolonien unvorbereitet. Verteidigungsmaßnahmen gegenüber anderen Kolonialmächten waren nie ernsthaft in Erwägung gezogen worden, die Reichsregierung war davon ausgegangen, daß im Falle einer europäischen Auseinandersetzung die Kolonien gemäß der Vereinbarungen in der Kongoakte von 1885 aus den Kämpfen herausgehalten werden könnten, trotz mahnender Stimmen aus den Kolonien selbst. Am 1. August 1914 wurde daher in den Schutzgebieten zunächst nur der Ausnahmezustand verhängt. Erst Mitte August 1914 wurde in den Schutzgebieten mobil gemacht, doch waren die dortigen bewaffneten Verbände (Schutztruppen, Polizeitruppen, anwesende Marineeinheiten) letztlich gegenüber den zahlen- und materialmäßig weit überlegenen Gegnern ohne Chancen. Es gingen, zum Teil nach heftigen Kämpfen, zum Teil aber auch kampflos, verloren: - am 27. August 1914 Togo - am 7. September 1914 Samoa - am 17. September 1914 Deutsch-Neuguinea - am 9. Juli 1915 Deutsch-Südwestafrika - im Februar 1916 Kamerun Das der Marine unterstehende Pachtgebiet Kiautschou hatte nach schweren Kämpfen am 7. November 1914 kapituliert. Einzig in Deutsch-Ostafrika konnte sich die Schutztruppe bis zuletzt halten und dadurch erhebliche gegnerische Kräfte binden. Ihr Kommandeur, Generalmajor Paul von Lettow-Vorbeck, legte erst auf Befehl aus Berlin am 25. November 1918 die Waffen nieder. Bearbeitungshinweis: Der Bestand RW 51 war ursprünglich angelegt als Bestand für die "kaiserlichen Schutztruppen und sonstigen deutschen Landstreitkräften in Übersee" und umfaßte 29 AE. Im Jahr 2010 wurden die Unterlagen des Ostasiatischen Expeditionskorps herausgezogen und bildeten mit entsprechenden Neuzugängen den neu angelegten Bestand RW 61. Der Bestand RW 51 umfaßt seither ausschließlich Unterlagen der Kaiserlichen Schutztruppen und wurde in der Folge grundlegend überarbeitet und tiefer erschlossen. Einige Neuzugänge kamen hinzu. Bestandsbeschreibung: Der Bestand enthält als Sammelbestand die Unterlagen der Kaiserlichen Schutztruppen für Deutsch-Südwestafrika, Deutsch-Ostafrika und Kamerun, sowie des Kommandos der Schutztruppen, soweit sie im Militärarchiv vorhanden sind. Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand enthält nur wenige echte Sachakten. Er besteht vor allem aus einer Zusammenstellung von Kommandobefehlen Des Kommandos der Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika von 1907 bis 1914, sowie einer Akte desselben Kommandos mit Berichten unterstellter Einheiten und Dienststellen von 1916. Hinzu kommen Unterlagen zu Organisation und Versorgung in Deutsch-Ostafrika und Deutsch-Südwestafrika und insbesondere einige handgezeichnete Karten. Zu Kamerun sind nur zwei Dokumente überliefert. Erschließungszustand: Der Bestand RW 51 war ursprünglich angelegt als Bestand für die "kaiserlichen Schutztruppen und sonstigen deutschen Landstreitkräften in Übersee" und umfaßte 29 AE. Im Jahr 2010 wurden die Unterlagen des Ostasiatischen Expeditionskorps herausgezogen und bildeten mit entsprechenden Neuzugängen den neu angelegten Bestand RW 61. Der Bestand RW 51 umfaßt seither ausschließlich Unterlagen der Kaiserlichen Schutztruppen und wurde in der Folge grundlegend überarbeitet und tiefer erschlossen. Einige Neuzugänge kamen hinzu. Vorarchivische Ordnung: Die Überlieferung der Schutztruppen Im Bundearchiv-Militärarchiv ist rein fragmentarisch. Das Schutztruppen-Archiv im Heeresarchiv wurde mit diesem beim Luftangriff auf Potsdam im April 1945 vernichtet. Dies gilt für die Personalakten der Schutztruppen und für die im Archiv befindlich gewesenen Sachakten der Schutztruppen in den Kolonien selbst. Die Überlieferung des Kommandos der Schutztruppen befindet sich im wesentlichen im Bestand R 1001 Reichskolonialamt. Die nach dem Ersten Weltkrieg in Afrika verbliebenen Unterlagen der Schutztruppen befinden sich heute in den Nationalarchiven von Tansania (Daressalam), Namibia (Windhuk) und Kamerun (Duala). Zusätzlich befinden sich im Belgischen Reichsarchiv in Brüssel Unterlagen der Schutztruppen aus Ruanda. Filme zu den Unterlagen in Windhuk und Daressalam befinden sich im Bundesarchiv in Berlin. Ersatzüberlieferung zu den Schutztruppen und ihren Einsätzen findet sich vor allem in den Unterlagen der Kaiserlichen Marine, die in der Regel unterstützend tätig war oder bei Aufständen auch Landungskommandos stellte. Zusätzlich ist zu verweisen auf die Überlieferung der von Bayern, Sachsen und Württemberg gestellten Kontingente zu den Schutztruppen in den jeweiligen Landesarchiven. Umfang, Erläuterung: 30 AE Zitierweise: BArch, RW 51/...

          Lettow-Vorbeck, Paul von (Bestand)
          BArch, N 103 · Bestand · 1881-1954
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Geschichte des Bestandsbildners: General Paul von Lettow-Vorbeck Lebensdaten 20.03.1870 geb. in Saarlouis 09.03.1964 gest. in Hamburg Werdegang 1881 Kadett 1884 Hauptkadettenanstalt Groß-Lichterfelde 07.02.1888 Portepee-Fähnrich beim 4.Garderegiment zu Fuß 1889 Sekondeleutnant 1895 Premierleutnant 1900/01 Teilnahme an der Boxerbewegung China; Beförderung zum Hauptmann 1904-1906 Deutsch-Südwestafrika; Erster Adjutant im Stab des Kommandeurs der Schutztruppe "Lothar von Trotha" und als Kompaniechef an der Niederschlagung des Aufstandes der Herero 1906 Kommandierung zum Großen Generalstab 1907 Beförderung zum Major; Adjutant des Generalkommandos des 11. Armeekorps 1909 Kommandeur II. Seebataillons in Wilhelmshaven 1913 Beförderung zum Oberstleutnant 18.10.1903 Kommandeur der kaiserlichen Schutztruppe für Kamerun 13.04.1914 Kommandeur Schutztruppen Deutsch-Ostafrika 1918 Beförderung zum Generalmajor Apr. 1919 Führung der Garde-Kavallerie-Schützen-Korps unterstehenden Marine Division Okt. 1919 Führung der Reichswehr Brigade 9 des "Übergangsheeres" in Schwerin 1920 Charakterisierung zum Generalleutnant und Entlassung aus der Reichswehr 1923 Großhandelskaufmann 1928-1930 Abgeordneter der konservativen Deutschnationalen Volkspartei im Reichstag 1930 Wechsel zur Volkskonservativen Vereinigung 1933 Staatsrat in Bremen 27.08.1939 (sog. Tannenbergtag) Charakter eines Generals der Infanterie 1956 Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Saarlouis Auszeichnungen 04.11.1916 Pour le Merite 10.10.1917 Eichenlaub zum Pour le Merite 30.01.1920 Ritterkreutz der sächsischen Militär-St.-Heinrichs-Orden Bestandsbeschreibung: Der Nachlass enthält persönliche Papiere, Unterlagen über militärische und öffentliche Ehrungen, private und privatdienstliche Korrespondenzen, Tagebuchnotizen und Lebenserinnerungen sowie Ausarbeitungen zu verschiedenen Themen und Fotografien aus dem Leben des Generals Paul von Lettow-Vorbeck (20.3.1870-9.3.1964). Der Bestand dokumentiert den persönlichen und militärischen Werdegang von Lettow-Vorbecks, darunter die Teilnahme am Boxerkrieg in China (1901-1904) als Adjutant der 1. Ostasiatischen Infanterie-Brigade, den Einsatz im Kommando der Schutztruppe für Deutsch-Südwestafrika (1905-1906) sowie als Kommandeur der Schutztruppe Deutsch-Ostafrika (1914-1918). Schlaglichtartig beleuchtet werden darüber hinaus die Aktivitäten Lettow-Vorbecks als Kriegsveteran und Reichstagsabgeordneter der DNVP in der Weimarer Republik sowie die Reaktionen auf seinen Tod im Jahre 1964. Neben kolonialgeschichtlichen Ausarbeitungen finden sich auch Dokumentationen über politische Themen aus der Zeit der Weimarer Republik, vor allem über die Reichswehr und den Kapp-Lüttwitz-Putsch. Hinweise auf andere Bestände insbesondere RM 5 - Admiralstab der Marine; RW 51 - Kaiserliche Schutztruppen und sonstige Streitkräfte in Übersee; R 1001 - Reichskolonialamt; R 1002 - Behörden des ehemaligen Schutzgebietes Deutsch-Südwestafrika; digitale Fotos von Paul von Lettow-Vorbeck aus dem Bildbestand des Bundesarchivs bietet die Online-Enzyklopädie Wikipedia Inhaltliche Charakterisierung: Wegen seiner großen Bedeutung und der intensiven Nachfrage durch die Forschung ist der Nachlass bald nach seiner Abgabe an das Bundesarchiv Ende der 1960er Jahre archivisch bearbeitet und verzeichnet worden. Im Jahre 2008 wurde die Erschließung des Bestandes unter Beibehaltung der älteren archivischen Ordnung grundlegend überarbeitet. Vorarchivische Ordnung: Der Nachlass Paul von Lettow-Vorbecks ist im August 1964 von der Tochter des im selben Jahr Verstorbenen, Gräfin Heloise von Rantzau-Pronstorf, an das Bundesarchiv abgegeben worden. Er war dort zunächst als Depositum hinterlegt worden, am 31. Dezember 1999 sind die Unterlagen in das Eigentum des Bundesarchivs übergegangen. Der Bestand enthält Selbstzeugnisse und autobiographische Aufzeichnungen in unterschiedlichen Entstehungsstadien; die Zuordnungen zu den Klassifikationsmerkmalen der archivischen Erschließung ließ sich wegen des spezifischen Charakters der Unterlagen nicht immer eindeutig vornehmen. Zitierweise: BArch, N 103/...

          Lettow-Vorbeck, Paul von
          Militärpolitische Berichte - Schiffe: Bd. 12
          BArch, RM 3/3026 · Akt(e) · 1909-1910
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: S. M. S. "Lübeck: Alexandrette, Beirut, Messina (unruhige Situation), Jaffa S. M. S. "Hansa: Norwegen, Bilbao, Vigo, Neapel, Venedig, Port Said, Latovia, Alexandrette, Alexandrien S. M. S. "Cormoran": Messina, Syrien, Aden, Colombo, Batavia, Amboina, Neu-Guinea Kreuzergeschwader: Südsee, Nordreise S. M. S. "Scharnhorst": Port Arthur, Seoul (Aufstand) S. M. S. "Bremen": New York, St. Thomas, Mayaguez, Havanna, Kingston, Newport, Port of Spain S. M. S. "Planet": Sydney, Nouméa S. M. S. "Panther": Südwest-Afrika, Kapstadt (Zusammenlegung der Provinzen), Mossamedes, Loanda, Kongo, Bata, Lagos, Lome, Forcados, Old Calabar, Victoria, Sao Tomé, Duala S. M. S. "Seeadler": Daressalam, Mozambique, Durban, Kapstadt S. M. S. "Loreley": Therapia (Militäraufstand in Constantinopel), Schwarzes Meer, Constantinopel S. M. S. "Hertha": Norwegen, Ferrol, Madeira, Ponta Delgada, Domenica, Prince, Rupertbay, Newport, New York S. M. S. "Freya": Norwegen, Dartmouth, Madeira, Santa Cruz de Teneriffa, San Sebastian, Tanger, Cagliari, Genua, Tunis, Corfu S. M. S. "Sperber": Kapstadt, Südwest-Afrika, St. Helena, Freetown, Liberia, Kamerun S. M. S. "Condor": Sydney, Suva, Samoa, Auckland, Brisbane (Suche nach S. M. S. "Seestern"), Apia S. M. S. "Victoria Luise": Norwegen, New York, Newport S. M. S. "Dresden": Horta, Queenstown, Newport, New York S. M. S. "Bussard": Dzaoudzi, Nossibé, Majunga, Durban, East-London, Kapstadt, Lourenzo Marques

          Reichsmarineamt
          Militärpolitische Berichte - Schiffe: Bd. 13
          BArch, RM 3/3027 · Akt(e) · 1910
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: S.M.S. "Hertha": Curacao, St. Thomas, Port of Spain, Bermudas, Ponta Delgada, Santiago de Cuba, Havanna, Kingston, Vigo S. M. S. "Bremen": Port of Spain, Rio de Janeiro, Buenos Aires, Punta Arenas, Valdivia, Coronel, Chile, Valparaiso, Antofagasta, Tocopilla, Taltal, Coquimbo S. M. S. "Seeadler": Kapstadt, Durban, Daressalam S. M. S. "Victoria Luise": St. Thomas, San Juan de Portorico, Kingston, Havanna, Haiti, Guantanamo, Ferrol, Horta, Bermudas S. M. S. "Hansa": Corfu, Palermo, Ferrol, Algier S. M. S. "Arcona": San Fancisco, Honolulu, Seattle, San Pedro, San Diego, Yokohama, Miyashima, Port Said, Cadiz, Colombo, Aden S. M. S. "Cormoran": Matupi, Herbertshöhe, Simpsonhafen, Kaiserin Augusta Fluß, Blanche-Bucht, Samoa, Suva S. M. S. "Bussard": Mahé, Aden, Port Said, Malaga, Southampton S. M. S. "Freya": Port Said, Alexandrien, Haifa, Beirut, Messina, Adana (Folgen des Massakers an Armeniern), Neapel, Algier, Vigo S. M. S. "Panther": Duala, Cap Lopez, Loanda, Porto Alexandre, Südwest-Afrika S. M. S. "Condor": Samoa, Fidji-Inseln, Marshall-Inseln, Herbertshöhe, Karolinen, Jap, Palau, Admiralitätsinseln Kreuzergeschwader: Tientsin, Peking, Hankau, Yangse-Fluß, Lage in China, Hongkong, Canton, Bankok, Singapore S. M. S. "Sperber": Lome, Old Calabar, Sekondi, Axim, Groß-Friedrichsburg, Liberia (Aufstand), Libreville, Belgisch-Kongo, Angola, Südwest-Afrika S. M. S. "Nürnberg": Barcelona (politische Lage) S. M. S. "Iltis": Hongkong

          Reichsmarineamt
          Militärpolitische Berichte - Schiffe: Bd. 21
          BArch, RM 3/3035 · Akt(e) · 1913
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: S. M. S. "Möwe": Walfischbucht S. M. S. "Hansa": Charleston, Havanna (Unruhen), St. Thomas, Kingston S. M. S. "Bremen": Montevideo, Punta Arenas, Kaphorn, Buenos Aires, Liberia (Aufstand) S. M. S. "Otter": Ichang S. M. S. "Condor": Matupi, Ponape, Truk, Jap, Palau-Inseln, Angaur S. M. S. "Seeadler": Zansibar, Portugisich-Ostafrika Kreuzergeschwader: Peking, Tsingtau, Pukou, Yangtse-Fluß S. M. S. "Gneisenau": Nagasaki (Skizze von Japan) S. M. S. "Goeben": Constantinopel S. M. S. "Hertha": Mersina, Beirut, Jaffa, Alexandrien, Port Said S. M. S. "Geier": Haifa, Alexandrien Mittelmeedivision: Constantinopel (Krieg gegen Griechenland, Staatsstreich) S. M. S. "Vaterland": Wong Shi Kong S. M. S. "Panther": Liberia (Aufstand) S. M. S. "Eber": Liberia (Aufstand), Kamerun S. M. S. "Vineta": Alexandrien S. M. S. "Cormoran": Australien S. M. S. "Victoria Luise": St. Thomas, Curacao, Barbados, Dominica S. M. S. "Breslau": Alexandrette

          Reichsmarineamt
          Militärpolitische Berichte - Schiffe: Bd. 22
          BArch, RM 3/3036 · Akt(e) · 1913
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Mittelmeerdivision: Bericht überdie Lage in Saloniki, Constantinopel (Krieg mit Griechenland S. M. S. "Vineta": Syrakus, Neapel, Algier, Vigo S. M. S. "Geier": Port Said, Haifa, Constantinopel (Krieg) Mersina, Alexandrette S. M. S. "Panther": Liberia (Aufstände, River Cass-Zwischenfall) S. M. S. "Breslau": Alexandrette, Beirut, Smyrna, Bericht über Blockade der albanischen und montenegrischen Küste und Fall von Skutari S. M. S.: "Victoria Luise": St. Thomas, Teneriffa S. M. S. "Otter": Szechuan (gespannte Lage) S. M. S. "Möwe": Lüderitzbucht, Britisch-Südafrika, Portugisisch-Ostafrika S. M. S. "Bremen": Monrovia (River Cess-Zwischenfall), Pernambuco, Freetown, Cap Verde, Bermuda S. M. S. "Condor": Neu-Guinea (Strafexpedition), Bismarck-Archipel, Kaiserin- Augusta-Fluß (Expedition), Rabaul, Ponape, Truk, Jap, Palau-Inseln, Guam, Saipan S. M. S. "Hansa": Las Palmas, Vigo S. M. S. "Cormoran": Pago-Pago, Neuseeland, Sydney S. M. S. "Luchs": Manila S. M. S. "Tsingtau": Canton (gespannte Lage) S. M. S. "Seeadler": Südafrika, Mozambique S. M. S. "Loreley": Corfu, Triest, Ragusa, Piraeus, Costantinopel S. M. S. "Emden": Tsingtau S. M. S. "Eber": Monrovia, Freetown, Porto Praya, Porto Grande S. M. S. "Nürnberg": Siam Kreuzergeschwader: Labuan, Batavia, Makassar, Niederländisch-Indien, Singapore, Hongkong S. M. S. "Gneisenau": Telok-Betong, Samarang, Batavia S. M. S. "Dresden": Gibraltar, Malta

          Reichsmarineamt
          Militärpolitische Berichte - Schiffe: Bd. 6
          BArch, RM 3/3020 · Akt(e) · 1906-1907
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: S. M. S. "Loreley": Rhodos, Lindos, Budrum, Kos, Smyrna, Therapia, Varna, Jaffa, Haifa, Beirut, Athos, Saloniki, Galatz, Bender, Erekli S. M. S. "Planet:" Tamatave, St. Marie de Madagaskar, Mauritius, Rodriguez, Padang, Batavia, Makassar (Aufstand) S. M. S. "Niobe": Bombay S. M. S. "Falke": Callao, Valparaeiso (Folgen des Erdbebens), Santiago, Peru, Chile S. M. S. "Stein": Kopenhagen, Christiana, Rotterdam, Madaeira, Falmouth, Tanger, Port of Spain, Teneriffa, St. Lucia, Martinique, Basseterre S. M. S. "Stosch": Arendal, Stockholm, Horta, Helder, Madeira, Las Palmas, Port Mahon, Syracus, Mogador (Unruhen gegen Juden), Venedig, Corfu, Alexandrien S. M. S. "Panther": Bermudas, Kingston, Havana, Canada, Curacao, Cartagena, Antigua, Dominica, St. Pierre, Martinique, Grenada S. M. S. "Sperber": Kapstadt (Unruhen in Natal), Südwest-Afrika, Cap Cross, Mossamedes, Loanda, Principe, Große Fischbai, Port Alexander, Elefantbai, Benguella, Lobito-Bai S. M. S. "Charlotte":Bergen, Soguefjord, Vigo, Malaga, Algier, Corfu, Spezia, Palermo, Syracus, Castelnouvo (Besuch in Montenegro), Piraeus S. M. S. "Condor": Sydney, Samoa, Auckland, Suva, Bismarck-Archipel S. M. S. "Bremen": Bahia, Montevideo, Rio des Janeiro (Panamerikanischer Kongreß), Ilha Grande, Port of Spain, La Guayra, Argentinien, St. Thomas, Port-au-Prince S. M. S. "Bussard": Kilindini, Mombasa, Zansibar (Militärunruhen) S. M. S. "Seeadler": Réunion, Mauritius, Madagaskar, Seychellen S. M. S. "Hansa": Singapore, Rangoon Kreuzergeschwader: China, Japan S. M. S. "Leipzig": Cadiz, Port Said, Djibouti

          Reichsmarineamt
          BArch, RM 3/24469 · Akt(e) · 1849 - 1911 (1912)
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält: Gefecht des preußischen Raddampfers "Adler" mit der dänischen Brigg "St.Croix" bei Brüderort 1849 (1 Gefallener); Gefecht S.M.S. "Danzig" mit Eingeborenenan der marokkanischen Küste bei Tres Forcas 1856 (7 Gef.); Gefecht S.M.S. "Arcona" und "Nymphe" mit dänischen Schiffen bei Jasmund 1864 (5 Gef.); Gefecht S.M.S. "Meteor" mit dem französischen Aviso "Bouvet" bei Havanna 1870 (2 Gef.); Gefecht S.M.S. "Olga" mit Eingeborenen bei Kamerun 1884 (1 Gef.); Gefecht S.M.S. "Olga" und "Eber" mit Eingeborenen auf Apia 1888 (16 Gef.); Gefechte bei der Blockade der ostafrikanischen Küste 1888/90 (4 Gef.); Expedition nach China 1900/01 (165 Gef.); Feldzug in Südwestafrika 1904/05 (92 Gef.); Niederwerfung des Eingeborenen-Aufstands in Ostafrika 1905/06 (7 Gef.); Niederwerfung des Eingeborenen-Aufstands in Ponape und Dschokatsch 1911 (3 Gef.)

          Reichsmarineamt
          BArch, RM 8/75 · Akt(e) · 1849-1911
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält: Gefecht des preußischen Raddampfers "Adler" mit der dänischen Brigg "St.Croix" bei Brüderort 1849 (1 Gefallener); Gefecht S.M.S. "Danzig" mit Eingeborenenan der marokkanischen Küste bei Tres Forcas 1856 (7 Gef.); Gefecht S.M.S. "Arcona" und "Nymphe" mit dänischen Schiffen bei Jasmund 1864 (5 Gef.); Gefecht S.M.S. "Meteor" mit dem französischen Aviso "Bouvet" bei Havanna 1870 (2 Gef.); Gefecht S.M.S. "Olga" mit Eingeborenen bei Kamerun 1884 (1 Gef.); Gefecht S.M.S. "Olga" und "Eber" mit Eingeborenen auf Apia 1888 (16 Gef.); Gefechte bei der Blockade der ostafrikanischen Küste 1888/90 (4 Gef.); Expedition nach China 1900/01 (165 Gef.); Feldzug in Südwestafrika 1904/05 (92 Gef.); Niederwerfung des Eingeborenen-Aufstands in Ostafrika 1905/06 (7 Gef.); Niederwerfung des Eingeborenen-Aufstands in Ponape und Dschokatsch 1911 (3 Gef.)

          BArch RW 61 · Sammlung · 1900-1918
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Geschichte des Bestandsbildners Am 14. November 1897 hatte das Deutsche Reich den chinesischen Hafenort Tsingtau besetzt und in einem Vertrag mit dem Kaiserreich China vom 6. März 1898 ein Gebiet von 550 km² mit Tsingtau als Zentrum für 99 Jahre gepachtet - das Schutzgebiet Kiautschou. Die Provinz Schantung, zu der das gepachtete Gebiet eigentlich gehörte wurde zum deutschen Interessengebiet und zur neutralen Zone deklariert. In diesem Gebiet erhielt das Reich Konzessionen zum Bau und Unterhalt von Bahnlinien und Bergwerken. Doch bereits seit dem 30. Oktober 1895 hatte das Deutsche Reich das Recht, in den seit 1859/60 bestehenden internationalen Vertragshäfen Tientsin und Hankou Niederlassungen einzurichten. Und natürlich unterhielt das Reich wie die anderen Großmächte und sonst im Chinahandel engagierten Staaten auch eine Gesandschaft in Peking. Deutsche Missionen wirkten zudem im Innern Chinas, ebenso deutsche Kaufleute, insbesondere auch in Shanghai. Das Deutsche Reich war daher tatsächlich stark in China engagiert und es sah sich auch selbst so. Vor diesem Hintergrund wurden die ab Ende 1899 entstandenen und schnell immer gravierender werdenden fremdenfeindlichen Unruhen in China in Deutschland als Bedrohung empfunden. Die Regentin, Kaiserinwitwe Cixi, blieb in ihren Maßnahmen gegen die "in Rechtschaffenheit vereinigten Faustkämpfer", von den Kolonialmächten kurz als "Boxer" bezeichnet, zunächst uneindeutig, Einheiten der kaiserlich chinesischen Armee verbündeten sich zum Teil mit ihnen. Der Aufstand nahm ab Januar 1900 weiter zu, es kam zu ausufernden Gewaltakten gegen chinesische Christen und Ausländer. Ab Mai 1900 waren die ausländischen Gesandschaften in Peking von Aufständischen bedroht, die Bahnlinien von Peking an die Küste wurden angegriffen. Die Gesandschaften forderten daher militärische Unterstützung an. Das Deutsche Reich sandte noch im Mai 1900 ein Kontingent des in Tsingtau stationierten III. Seebataillons nach Peking, zwei weitere Kompanien wurden nach Tientsin beordert, das Kreuzergeschwader verlegte auf die Reede vor den Taku-Forts an der Mündung des Flusses Peiho. Die Situation in Peking verschärfte sich derweil weiter, weitere Truppen waren nötig. Die in China befindlichen Truppen der Kolonialmächte bildeten im Juni 1900 ein Expeditionskorps unter Führung des britischen Admirals Seymour (2066 Mann). Dieses wurde jedoch Mitte Juni von chinesischen Truppen (Boxer und reguläre Armee) aufgehalten und mußte umkehren. Die Ausländer und chinesischen Christen in Peking hatten sich mittlerweile im Gesandschaftsviertel verbarrikadiert und waren von der Außenwelt abgeschnitten. Die alliierten Kolonialmächte (USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Österreich-Ungarn, Rußland, Japan) stürmten am 17. Juni die Taku-Forts, die chinesische Regierung forderte am 19. Juni alle Ausländer ultimativ zum Verlassen Chinas auf. Am 20. Juni wurde der deutsche Gesandte, Freiherr Clemens von Ketteler in Peking ermordet. Mit Edikt vom 21. Juni erklärte China faktisch den Alliierten den Krieg, was jedoch von diesen nicht erwidert wurde. Die alliierten Truppen zogen sich Ende Juni 1900 nach Tientsin zurück. In Deutschland wurde am 25. Juni aus den Angehörigen der Marine-Infanterie ein Marine-Expeditionskorps von 2528 Mann (unter Generalmajor von Hoepfner) gebildet. Zudem erging am 3. Juli der Befehl zur Aufstellung eines Expeditionskorps aus Freiwilligen des Heeres (unter Generalleutnant von Lessel). Mit Eintreffen in China übernahm Lessel gemäß entsprechendem Befehl vom 27. Juli auch den Oberbefehl über das Marine-Expeditionskorps und über alle anderen an Land eingesetzten Marineeinheiten.. Die Alliierten hatten sich zwischenzeitlich auf die Bildung eines internationalen Expeditionskorps geeinigt, den Oberbefehlshaber sollte Deutschland stellen. Am 12. August 1900 wurde der ehemalige Chef des Großen Generalstabes, Generalfeldmarschall Alfred Graf von Waldersee zum Oberbefehlshaber der internationalen Streitmacht, die schließlich 64.000 Mann umfaßte, ernannt. Als Stab diente Waldersee das "Armeeoberkommando Ostasien". Das Ostasiatische Expeditionskorps ging mit seinen ersten Teilen am 27. Juli in Bremerhaven in See, bei ihrer Verabschiedung hielt Kaiser Wilhelm II. die bekanntgewordene "Hunnenrede". Das Deutsche Reich stellte mit den 19.093 Mann seines Ostasiatischen Expeditionskorps unter Generalleutnant von Lessel fast ein Drittel der internationalen Streitmacht. Gliederung des Ostasiatischen Expeditionskorps: 3 Infanterie-Brigaden zu 2 Infanterie-Regimentern mit je 9 Kompanien 1 Jäger-Kompanie 1 Reiter-Regiment zu 4 Eskadrons 1 Feldartillerie-Regiment zu 3 Abteilungen mit insgesamt 8 Batterien 2 leichte Munitionskolonnen 1 Bataillon schwere Feldhaubitzen mit 2 Batterien 1 Pionier-Bataillon zu 3 Kompanien 1 Eisenbahn-Bataillon zu 3 Kompanien 1 Korps-Telegraphen-Abteilung 1 Sanitäts-Kompanie 1 Munitionskolonnen-Abteilung mit 7 Munitionskolonnen 1 Kommando des Trains mit 3 Proviantkolonnen, 1 Feldbäckereikompanie, 6 Feldlazaretten 1 Etappenkommando mit 1 Pferde-Depot, 1 Lazarett-Depot, 1 Etappen-Munitionskolonne, Personal für 3 Kriegslazarette und ein Lazarettschiff, mehrere Versorgungsstellen Bereits am 4. August waren die in Tientsin versammelten alliierten Truppen (etwa 20.000 Mann) erneut losgezogen und konnten sich diesmal bis Peking durchkämpfen. Am 14. August wurde Peking eingenommen und anschließend drei Tage lang geplündert. Die chinesiche Regierung flüchtete in den Süden. Als die internationalen Truppen unter Waldersee in China eintrafen war die Situation im wesentlichen bereinigt, Peking und Tientsin waren entsetzt. Es folgten nun zahlreiche "Strafexpeditionen" zur endgültigen Vernichtung der Boxer, an denen auch das Ostasiatische Expeditionskorps intensiv beteiligt war. Das alliierte Vorgehen war dabei geprägt durch übergroße Brutalität und zahlreiche Ausschreitungen gegen die Zivilbevölkerung. Am 10. Januar 1901 akzeptierte die Regentin die Bedingungen der Alliierten, festgelegt in dem am 7. September 1901 unterzeichneten "Boxer-Protokoll". Das Ostasiatische Expeditionskorps wurde am 17. Mai 1901 aufgelöst und in die Ostasiatische Besatzungsbrigade umgewandelt, die in den Standorten Peking, Tientsin, Langfang, Yangtsun, Tangku und Schanghaikwan stationiert war. Gliederung der Ostasiatischen Besatzungsbrigade: 1 Kommandostab mit Verwaltungsbehörden 2 Infanterie-Regimenter mit je 6 Kompanien, davon 1 Kompanie beritten 1 Eskadron Jäger zu Pferde 1 Feldbatterie 1 Pionier-Kompanie mit Telegraphen-Detachement 1 Feldlazarett Die Ostasiatische Besatzungsbrigade wurde am 1. Mai und am 11. Dezember 1902 weiter verkleinert und umgegliedert. Am 6. März 1906 wurde auch die Ostasiatische Besatzungsbrigade aufgelöst und durch ein Detachement in Bataillonsstärke ersetzt. Dieses wurde am 5. April 1909 durch eine Einheit der Marine-Infanterie ersetzt, wobei sich die Abwicklung bis in das Jahr 1910 hinzog. Organisatorisch zuständig war die Ostasiatische Abteilung im Preußischen Kriegsministerium (Bestand PH 2). Bearbeitungshinweis Der Bestand umfaßte zunächst nur drei AE, die zusammen mit den wenigen Akten der Schutztruppen den Bestand RW 51 Kaiserliche Schutztruppen und sonstige Streitkräfte in Übersee bildeten. Im Jahr 2008 kamen neun weitere AE unterschiedlicher Herkunft hinzu und es wurde nun ein eigener Bestand RW 61 gebildet. Der Bestand wurde im Februar 2010 erschlossen. Bestandsbeschreibung Der Bestand enthält die Unterlagen des Ostasiatischen Expeditionskorps und der Ostasiatischen Besatzungsbrigade, soweit sie im Militärarchiv vorhanden sind. Inhaltliche Charakterisierung Der Bestand enthält kaum echte Sachakten. Er besteht vor allem aus mehreren Heften deutsch-chinesisches Ortsnamen-Glossar. Erwähnenswert ist eine Druckschrift zu den Standorten Langfang, Yangtsun, Tangku und Schanghaikwan mit zahlreichen Abbildungen. Erschließungszustand Der Bestand umfaßte zunächst nur drei AE, die zusammen mit den wenigen Akten der Schutztruppen den Bestand RW 51 Kaiserliche Schutztruppen und sonstige Streitkräfte in Übersee bildeten. Im Jahr 2008 kamen neun weitere AE unterschiedlicher Herkunft hinzu und es wurde nun ein eigener Bestand RW 61 gebildet. Der Bestand wurde im Februar 2010 erschlossen. Vorarchivische Ordnung Die Unterlagen des Ostasiatischen Expeditionskorps und der Ostasiatischen Besatzungsbrigade müssen im wesentlichen als beim Brand des Heeresarchivs 1945 verloren angesehen werden. Es sind lediglich zufällig erhalten gebliebene Stücke überliefert. Diese wurden durch Unterlagen aus dem Umfeld der beiden Verbände, den Niederlassungen in Tientsin, Hankou und Peking ergänzt. Zitierweise BArch RW 61/...

          Ostasiatisches Expeditionskorps
          BArch, RW 61 · Bestand · 1900-1918
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Geschichte des Bestandsbildners: Am 14. November 1897 hatte das Deutsche Reich den chinesischen Hafenort Tsingtau besetzt und in einem Vertrag mit dem Kaiserreich China vom 6. März 1898 ein Gebiet von 550 km² mit Tsingtau als Zentrum für 99 Jahre gepachtet - das Schutzgebiet Kiautschou. Die Provinz Schantung, zu der das gepachtete Gebiet eigentlich gehörte wurde zum deutschen Interessengebiet und zur neutralen Zone deklariert. In diesem Gebiet erhielt das Reich Konzessionen zum Bau und Unterhalt von Bahnlinien und Bergwerken. Doch bereits seit dem 30. Oktober 1895 hatte das Deutsche Reich das Recht, in den seit 1859/60 bestehenden internationalen Vertragshäfen Tientsin und Hankou Niederlassungen einzurichten. Und natürlich unterhielt das Reich wie die anderen Großmächte und sonst im Chinahandel engagierten Staaten auch eine Gesandschaft in Peking. Deutsche Missionen wirkten zudem im Innern Chinas, ebenso deutsche Kaufleute, insbesondere auch in Shanghai. Das Deutsche Reich war daher tatsächlich stark in China engagiert und es sah sich auch selbst so. Vor diesem Hintergrund wurden die ab Ende 1899 entstandenen und schnell immer gravierender werdenden fremdenfeindlichen Unruhen in China in Deutschland als Bedrohung empfunden. Die Regentin, Kaiserinwitwe Cixi, blieb in ihren Maßnahmen gegen die "in Rechtschaffenheit vereinigten Faustkämpfer", von den Kolonialmächten kurz als "Boxer" bezeichnet, zunächst uneindeutig, Einheiten der kaiserlich chinesischen Armee verbündeten sich zum Teil mit ihnen. Der Aufstand nahm ab Januar 1900 weiter zu, es kam zu ausufernden Gewaltakten gegen chinesische Christen und Ausländer. Ab Mai 1900 waren die ausländischen Gesandschaften in Peking von Aufständischen bedroht, die Bahnlinien von Peking an die Küste wurden angegriffen. Die Gesandschaften forderten daher militärische Unterstützung an. Das Deutsche Reich sandte noch im Mai 1900 ein Kontingent des in Tsingtau stationierten III. Seebataillons nach Peking, zwei weitere Kompanien wurden nach Tientsin beordert, das Kreuzergeschwader verlegte auf die Reede vor den Taku-Forts an der Mündung des Flusses Peiho. Die Situation in Peking verschärfte sich derweil weiter, weitere Truppen waren nötig. Die in China befindlichen Truppen der Kolonialmächte bildeten im Juni 1900 ein Expeditionskorps unter Führung des britischen Admirals Seymour (2066 Mann). Dieses wurde jedoch Mitte Juni von chinesischen Truppen (Boxer und reguläre Armee) aufgehalten und mußte umkehren. Die Ausländer und chinesischen Christen in Peking hatten sich mittlerweile im Gesandschaftsviertel verbarrikadiert und waren von der Außenwelt abgeschnitten. Die alliierten Kolonialmächte (USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Österreich-Ungarn, Rußland, Japan) stürmten am 17. Juni die Taku-Forts, die chinesische Regierung forderte am 19. Juni alle Ausländer ultimativ zum Verlassen Chinas auf. Am 20. Juni wurde der deutsche Gesandte, Freiherr Clemens von Ketteler in Peking ermordet. Mit Edikt vom 21. Juni erklärte China faktisch den Alliierten den Krieg, was jedoch von diesen nicht erwidert wurde. Die alliierten Truppen zogen sich Ende Juni 1900 nach Tientsin zurück. In Deutschland wurde am 25. Juni aus den Angehörigen der Marine-Infanterie ein Marine-Expeditionskorps von 2528 Mann (unter Generalmajor von Höpfner) gebildet. Zudem erging am 3. Juli der Befehl zur Aufstellung eines Expeditionskorps aus Freiwilligen des Heeres (unter Generalleutnant von Lessel). Die Alliierten hatten sich auf die Bildung eines internationalen Expeditionskorps geeinigt, den Oberbefehlshaber sollte Deutschland stellen. Am 12. August 1900 wurde der ehemalige Chef des Großen Generalstabes, Generalfeldmarschall Alfred Graf von Waldersee zum Oberbefehlshaber der internationalen Streitmacht, die schließlich 64.000 Mann umfaßte, ernannt. Als Stab diente Waldersee das "Armeeoberkommando Ostasien". Das Ostasiatische Expeditionskorps ging mit seinen ersten Teilen am 27. Juli in Bremerhaven in See, bei ihrer Verabschiedung hielt Kaiser Wilhelm II. die bekanntgewordene "Hunnenrede". Das Deutsche Reich stellte mit den 19.093 Mann seines Ostasiatischen Expeditionskorps unter Generalleutnant von Lessel fast ein Drittel der internationalen Streitmacht. Gliederung des Ostasiatischen Expeditionskorps: 3 Infanterie-Brigaden zu 2 Infanterie-Regimentern mit je 9 Kompanien 1 Jäger-Kompanie 1 Reiter-Regiment zu 4 Eskadrons 1 Feldartillerie-Regiment zu 3 Abteilungen mit insgesamt 8 Batterien 2 leichte Munitionskolonnen 1 Bataillon schwere Feldhaubitzen mit 2 Batterien 1 Pionier-Bataillon zu 3 Kompanien 1 Eisenbahn-Bataillon zu 3 Kompanien 1 Korps-Telegraphen-Abteilung 1 Sanitäts-Kompanie 1 Munitionskolonnen-Abteilung mit 7 Munitionskolonnen 1 Kommando des Trains mit 3 Proviantkolonnen, 1 Feldbäckereikompanie, 6 Feldlazaretten 1 Etappenkommando mit 1 Pferde-Depot, 1 Lazarett-Depot, 1 Etappen-Munitionskolonne, Personal für 3 Kriegslazarette und ein Lazarettschiff, mehrere Versorgungsstellen Bereits am 4. August waren die in Tientsin versammelten alliierten Truppen (etwa 20.000 Mann) erneut losgezogen und konnten sich diesmal bis Peking durchkämpfen. Am 14. August wurde Peking eingenommen und anschließend drei Tage lang geplündert. Die chinesiche Regierung flüchtete in den Süden. Als die internationalen Truppen unter Waldersee in China eintrafen war die Situation im wesentlichen bereinigt, Peking und Tientsin waren entsetzt. Es folgten nun zahlreiche "Strafexpeditionen" zur endgültigen Vernichtung der Boxer, an denen auch das Ostasiatische Expeditionskorps intensiv beteiligt war. Das alliierte Vorgehen war dabei geprägt durch übergroße Brutalität und zahlreiche Ausschreitungen gegen die Zivilbevölkerung. Am 10. Januar 1901 akzeptierte die Regentin die Bedingungen der Alliierten, festgelegt in dem am 7. September 1901 unterzeichneten "Boxer-Protokoll". Das Ostasiatische Expeditionskorps wurde am 17. Mai 1901 aufgelöst und in die Ostasiatische Besatzungsbrigade umgewandelt, die in den Standorten Peking, Tientsin, Langfang, Yangtsun, Tangku und Schanghaikwan stationiert war. Gliederung der Ostasiatischen Besatzungsbrigade: 1 Kommandostab mit Verwaltungsbehörden 2 Infanterie-Regimenter mit je 6 Kompanien, davon 1 Kompanie beritten 1 Eskadron Jäger zu Pferde 1 Feldbatterie 1 Pionier-Kompanie mit Telegraphen-Detachement 1 Feldlazarett Die Ostasiatische Besatzungsbrigade wurde am 1. Mai und am 11. Dezember 1902 weiter verkleinert und umgegliedert. Am 6. März 1906 wurde auch die Ostasiatische Besatzungsbrigade aufgelöst und durch ein Detachement in Bataillonsstärke ersetzt. Dieses wurde am 5. April 1909 durch eine Einheit der Marine-Infanterie ersetzt, wobei sich die Abwicklung bis in das Jahr 1910 hinzog. Organisatorisch zuständig war die Ostasiatische Abteilung im Preußischen Kriegsministerium (Bestand PH 2). Bearbeitungshinweis: Der Bestand umfaßte zunächst nur drei AE, die zusammen mit den wenigen Akten der Schutztruppen den Bestand RW 51 Kaiserliche Schutztruppen und sonstige Streitkräfte in Übersee bildeten. Im Jahr 2008 kamen neun weitere AE unterschiedlicher Herkunft hinzu und es wurde nun ein eigener Bestand RW 61 gebildet. Der Bestand wurde im Februar 2010 erschlossen. Bestandsbeschreibung: Der Bestand enthält die Unterlagen des Ostasiatischen Expeditionskorps und der Ostasiatischen Besatzungsbrigade, soweit sie im Militärarchiv vorhanden sind. Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand enthält kaum echte Sachakten. Er besteht vor allem aus mehreren Heften deutsch-chinesisches Ortsnamen-Glossar. Erwähnenswert ist eine Druckschrift zu den Standorten Langfang, Yangtsun, Tangku und Schanghaikwan mit zahlreichen Abbildungen. Erschließungszustand: Der Bestand umfaßte zunächst nur drei AE, die zusammen mit den wenigen Akten der Schutztruppen den Bestand RW 51 Kaiserliche Schutztruppen und sonstige Streitkräfte in Übersee bildeten. Im Jahr 2008 kamen neun weitere AE unterschiedlicher Herkunft hinzu und es wurde nun ein eigener Bestand RW 61 gebildet. Der Bestand wurde im Februar 2010 erschlossen. Vorarchivische Ordnung: Die Unterlagen des Ostasiatischen Expeditionskorps und der Ostasiatischen Besatzungsbrigade müssen im wesentlichen als beim Brand des Heeresarchivs 1945 verloren angesehen werden. Es sind lediglich zufällig erhalten gebliebene Stücke überliefert. Diese wurden durch Unterlagen aus dem Umfeld der beiden Verbände, den Niederlassungen in Tientsin, Hankou und Peking ergänzt. Zitierweise: BArch, RW 61/...

          Politischer Schriftwechsel
          Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 81 Florenz/Italien, Nr. 13 · Akt(e) · 1867
          Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: - Gemeinsames Vorgehen der europäischen Mächte wegen des Aufstandes auf Kreta, 1867 - Besuch des Herzogin von Genua in Sachsen, 1867 - Kolonialhandel mit Indien und Sumatra, 1867 - Anschaffung von Proviant für die italienische Armee, 1867 - Kolonialhandel mit dem Senegal, 1867 - Reise des Generals La Marmora nach Venedig und ins Ausland, 1867 - Aufrüstung der Marine in Frankreich, 1867 - Finanzreform in Italien, 1867 - Archivalienaustausch zwischen Österreich und Italien wegen Venetien,1867 - Berufung von Baron Bille-Brahe zum dänischen Geschäftsträger beim Königreich Italien, 1867 - Rückkehr des Chevalier Constantino Nigra als Gesandter nach Paris, 1867 - Situation in Schleswig-Holstein, 1867 - Vorschläge zur Gründung eines Süddeutschen Bundes (Salzburger Zusammenkunft), 1867 - Ausgleich zwischen Österreich und Ungarn, 1867 - Ungarische Eisenbahnanleihe, 1867 - Waffenlieferung an Frankreich, 1867 - Reisen von Garibaldi durch den Kirchenstaat und Mittelitalien, 1867 - Politische Lage in Österreich, 1867 - Äußerungen Kaiser Napoleons III. zu einem Krieg mit Preussen, 1867 - Deutsches Nonnenkloster in Assisi, 1867 - politische Lage in Ungarn, 1867 - "Summarische Übersicht über die Stärke der italienischen Armee Ende August und Ende September 1866", 1867 - Politische Zustände in Bulgarien, 1867 - Russisches Notenprojekt zu den Unruhen auf Kreta, 1867 - Neutralisierung der Niederlande, 1867 - Schleifung der Festung Luxemburg, 1867 - Verhandlungen zwischen Frankreich und Italien über den Kirchenstaat, 1867 - Situation in der Stadt Rom, 1867 - Entsendung französischer Truppen nach Rom, 1867 - Verhandlungen über eine Konferenz zur Römischen Frage, 1867 - Schlacht bei Mentana, 1867.

          Ponape-Aufstand auf Neu-Guinea, 1911
          291975 · Akt(e) · 1911
          Teil von Süddeutsche Zeitung Photo

          Freiherr von Spiegel und andere Offiziere des Landungskorps von S.M.S. Cormoran mit einheimischen Polizei-Soldaten bei einer Aktion während der Niederwerfung des sog. Ponape-Aufstands in der deutschen Kolonie. / Fotograf: Scherl

          BArch, N 2345/67 · Akt(e) · März 1895 - Dez. 1896
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Aufstand in der spanischen Kolonie Kuba Spanien (Revolution auf den Philippinen) Großbritannien (Ägypten, Transvaal) Portugal (Indien, Ost- und Westafrika, Kap Verde) Konflikt zwischen Großbritannien und Portugal um Delagobai Dänemark (Westindien) Niederlande (Timor)

          BArch, N 2345/68 · Akt(e) · Jan. 1897 - Feb. 1898
          Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

          Enthält u.a.: Aufstand in der spanischen Kolonie Kuba Revolution in der spanischen Kolonie der Philippinen Großbritannien (Ägypten, Somalia) Portugal (Indien) Konflikt zwischen Großbritannien und Portugal um Delagobai Dänemark (Westindien, Dänische Antillen) Italien (Eritrea) Niederlande (Java) Belgien (Kongo)

          Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 400, Nr. 69/Karton 7 · Akt(e) · o.D.
          Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)

          Enthält: Karton 7: - 1 Dolch mit Holzteil im Holzetui, Griff stark verziert - 1 Kriegshorn für den "Maisa-Maisa-Aufstand" in Ostafrika, gefärbtes Elfenbein - 1 Holzbeil, Neuguinea - 1 Bastfächer mit verziertem Griff, Ende abgebrochen (abgebrochenes Teil liegt dabei) - 1 Schildkrötenpanzer als Wasserschöpfer, hinten Holzgriff - 1 Schildkrötenpanzer mit Kette