Bildungswesen

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        Meinecke, Friedrich (Bestand)
        Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, VI. HA, Nl Meinecke, F. · Bestand
        Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)

        Der Nachlaß Friedrich Meineckes wurde in mehreren Etappen in das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz übernommen. Erste Teile übergab Friedrich Meinecke dem Preußischen Geheimen Staatsarchiv Anfang der 40er Jahre. Es handelt sich dabei um jenen Teil seines Nachlasses, der zum Schutz vor Bombenschäden ausgelagert und nach seiner Bergung aus den mitteldeutschen Salzbergwerken in die damalige Dienststelle Merseburg des Zentralen Staatsarchivs der DDR, heute Abteilung Merseburg des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz, gelangte (insgesamt 1,2 lfm. Schriftgut). Weitere Nachlaßteile wurden dem Berliner Hauptarchiv noch zu Lebzeiten Friedrich Meineckes 1952 und 1953 und danach bis 196l von seiner Witwe, Antonie Meinecke, übergeben. Einen umfangreichen Teil erhielt das Geheime Staatsarchiv nochmals 1963 von Prof. Dr. Peter Claasen, Giessen, Troppauerstraße 42, einem Schwiegersohn Friedrich Meineckes (bisher als Nachtrag des Nachlasses bezeichnet). 1971 bzw. 1979 übergab die Tochter Agathe Meinecke dem Archiv in Dahlem letztmalig aufgefundene Papiere aus dem Nachlaß ihres Vaters. Der Nachlaß Friedrich Meinecke wurde durch Dr. Herr und J. Krüger archivfachlich aufbereitet. Dabei bildeten sie die in der Bestandsübersicht unter Erster und Zweiter Teil näher bezeichneten Archivaliengruppen. Darunter sind im Abschnitt XI und XII auch Nachlaßpapiere des Postmeisters Meinecke, des Großvaters von Friedrich Meinecke, sowie seines Onkels Rudolf Meinecke, Unterstaatssekretär im preußischen Finanzministerium, überliefert. 1991/92 wurden durch die Unterzeichnete die letzten noch unbearbeiteten Akten des Nachlasses Meinecke geordnet und verzeichnet. Es handelte sich dabei um 10 Kartons vor allem mit Korrespondenzen Meineckes, um persönliche Dokumente sowie um von Friedrich Meinecke gesammelte bzw. publizierte Druckschriften. Da sich gleichartiges Material bereits im Nachtrag Meinecke befand, wurde dieses nochmals in die Bearbeitung einbezogen und zusammengehörige Unterlagen vereinigt. Dies soll nicht nur die Auswertung der umfangreichen Korrespondenz erleichtern, sondern auch die Benutzung des Bestandes selbst, denn die bisher wieder mit der Nummer 1 beginnende Zählung des Nachtrages wurde zugunsten einer an den eigentlichen Nachlaß anschließenden fortlaufenden Numerierung aufgegeben. Die bisherigen Nummern des Nachtrages sind einer Konkordanz zu entnehmen. Die Bestellung von Akten erfolgt mit den Angaben VI. HA Nl F. Meinecke Nr. ... Berlin, den 20.2.1992 (Inge Lärmer) Nachtrag zum vierten Teil (1950-1994 Zentrales Staatsarchiv/Geheimes Staatsarchiv Merseburg) Bei diesen Akten handelt es sich um einen Teil der im Zweiten Weltkrieg ausgelagerten und danach im Zentralen Staatsarchiv/ Geheimen Staatsarchiv Merseburg verwahrten Unterlagen aus dem Nachlaß Friedrich Meineckes. Sie wurden nach ihrer Rückkehr nach Berlin im August 1996 dem hier bereits vorhandenen Hauptnachlaß Friedrich Meineckes ohne detaillierte Erschließung angegliedert. Auf der Grundlage einer in Merseburg erstellten Inhaltsübersicht erhielten die in fünf Paketen und zwei Kartons enthaltenen Akten jeweils eine eigene und den Dahlemer Nachlaß weiterzählende Numerierung. Die bereits vorhandenen Aktentitel wurden in der Regel übernommen; in einigen Fällen waren die Inhaltsangaben zu ergänzen. Die bisherige Zählung nach Paketen bzw. Kartons ist der Spalte "alte Merseburger Signatur" zu entnehmen. Darauf hinzuweisen ist, daß die auf den Paketen/Kartons vorgefundene Numerierung teilweise nicht mit der Numerierung in der genannten Übersicht übereinstimmte. Die jetzt in der Spalte "alte Merseburger Signatur" angegebene Nummer bezieht sich auf die Nummerierung dieser Inhaltsübersicht. Eine Mappe mit an Varrentrapp gerichteten Briefen, die als Vorakten für Redaktion der "Historischen Zeitschrift" in den Nachlaß Friedrich Meineckes gelangten, wurde dem unter Rep. 92 verwahrten Nachlaß Conrad Varrentrapps (jetzt VI. HA Nl Varretrapp) als Ergänzung zur dort ebenfalls geführten Korrespondenz zur "Historischen Zeitschrift", den Zeitraum 1871-1873 betreffend, zugeordnet. Berlin, den 13.9.1996 (Inge Lärmer) Im Januar 2014 übersandte Frau Roswitha Classen, Enkelin Friedrich Meineckes, weiteres Material. Dabei handelt es sich zum einen um mehrere Fotos von Friedrich Meinecke und seiner Frau Antonie, geb. Delhaes, zum anderen um Schriftgut und Fotografien aus dem Nachlass weiterer Familienangehöriger, den beiden Schwestern Dorothea und Johanna Delhaes sowie drei der vier Töchter Meineckes Ursula, Brigitte und Agathe Meinecke. Das Material wurde unter den Nummern 342-355 als Teil 5 "Familie Meinecke" dem Nachlass hinzugefügt. Berlin, im Januar 2014 Dr. Schnelling-Reinicke Angaben zur Verzeichnung: Die Ordnung der Meinecke-Korrespondenz erfolgte alphabetisch nach Absendern. Falls sich Briefschreiber in den im Archiv vorhandenen Biographien und Nachschlagewerken nicht feststellen ließen, aber aus dem Inhalt der Briefe hervorging, daß es sich um Schüler Meineckes handelt, wurde dieses duch ein "Sch" anstelle der Berufsbezeichnung gekennzeichnet. Die in den Mappen chronologisch abgelegten Schriftstücke sind jeweils innerhalb der Anfangsbuchstaben laufend numeriert. Diese Numerierung wird hinter dem Namen in Klammern aufgeführt. Bei den Punkten "2.1. Gedrucktes und Publiziertes (in der Bibliographie von A. Reinold verzeichnet)" und "2.3. Rezensionen von Friedrich Meinecke (in der Bibliographie von A. Reinold verzeichnet)" wird in Klammern mit einem "R" davor die Bibliographie-Nummer von Reinold aufgeführt. Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1862 - 1954 Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.

        Melanesisch

        Liste der (von DPW benutzten) Melanesischen Sprachen (150-195 Stück) ,3 Seiten handschriftliche in Bleistift; Etymologien in Melanesischen Sprachen, Daten aus Daten aus Codrington (zB 322ff), Ray (zB 431), Friederici, Ivens; meist nur 1 Seite, dabei auch Tabelle der Lautentwicklung in der jeweiligen Sprache (aus dem UMN oder UIN), ca 90 Seiten handschriftlich in Bleistift; Mota (nach Codrington-Palmers und Ray), 1-8 Mota-Urmelanesisch, 1-26 Mota-Uraustronesich; dito für Polynesischen Sprachen: 2 Seiten Rotuma, 2 Maori, 3 Mangareva; zusammenfassende Tabelle der Urmelanesischen Phoneme und ihrer Reflexe in Melanesischen Sprachen, nach Gruppen geordnet: 4 Sprachen der Westlichen Inseln, 7 von Manus = Admiralitätsinsein, 1 < Berlinhafen, Manam, 7 von Friedrich-Wilhelmshafen, 3 < Französischen Inseln, 2 < Siasi, 4 < SW- Neupommern, 10 der Tuna-Gruppe, New Ireland, Loyalties, Neue Hebriden, Salomonen usw.; zusammen ca 75 Seiten handschriftlich; Sa’a nach Ivens, 14 Seiten, Sa’a und Ulawa, Lautentwicklung 1-10; Fidji nach Hazlewood, 340 Wörter (= Etymologien?), 1-14 handschriftlich in Bleistift; Pala nach Peekel, Berlin 1909, 120 Wörter, 3 Seiten; weitere wie Aneitum nach Kern, 150 Wörter; Wuvulu, Mota, usw., ca 75 Seiten handschriftlich in Bleistift

        Dempwolff, Otto
        BArch, R 58/148 · Akt(e) · Febr. 1940
        Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

        Enthält v.a.: Nr. 48-59 Missstimmung über den Bühnenball in Hamburg Beurteilungen im Filmwesen.- Kolonialer Gedanke im Film Stimmen zu laufenden Filmen.- Feldzug in Polen, Mutterliebe Aufnahme der Tätigkeit der Gaufilmstellen Verkitschung von Feldpostkarten Lage der Hochschulen im 1. Trimester 1940 Stand des Medizinstudiums im 1. Trimester 1940 Kontrolle der wissenschaftlichen Leistungen der Studierenden durch Abtestate Neuordnung der Beurlaubung von Studierenden bei der Wehrmacht Auswirkungen der Niederlegung von Kantorenämtern durch die Lehrerschaft Umschulung von Arbeitsmaiden für den Schulhelferdienst im Osten Selbsthilfemaßnahmen im Schulwesen Neue Versuche in der Jugendschulung Lage der Studienassessoren Schleppende Ernennung ostmärkischer Schulleiter Schulgeld an höheren Schulen Zusammenarbeit von Schulen mit der Hitlerjugend Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Schulbüchern Versetzung von Schülern zu Ostern 1940 Darstellung der Aktion zur Umsiedlung von Volksdeutschen in polnischen Flugblättern Winterhilfssammlung in den Auffanglagern der wolhyniendeutschen Rückwanderer Beeinträchtigung des Vertrauens der Volksdeutschen im Protektorat in die Reichswirtschaftshilfe Möglichkeiten der Vereinfachung bei der Versorgung von Kranken Belehrung der werktätigen Bevölkerung über gesundheitliche Fragen durch Betriebsärzte Erfassung von der Wehrmacht einberufener Trunksüchtiger Gesundheitliche Gefährdung der Skimeisterschaften der Jugendlichen Vitamin-C-Aktion Bekämpfung von Jugendzahnschäden Vergleiche über den Zahnbefund der im volksdeutschen Lager Leipzig befindlichen Wolhyniendeutschen und der Leipziger Schuljugend Zahnärztliche Betreuung der Land- und der Zivilbevölkerung Unzureichende zahnärztliche Betreuung der Mitglieder der Sozialversicherungsanstalt im Warthegau durch geringe Kassenleistungen Arzneimittelversorgung im Krieg Arzneimittelfragen.- Allgemeines Sammlung und Kommentierung von Kriegsgesetzen Schwierigkeiten der unteren Verwaltungsbehörden durch zu frühzeitige Bekanntgabe von Verordnungen in der Presse Bezirkliche Überschneidung und organisatorische Zersplitterung von Verwaltungsbehörden Ausgleichszahlung von Betriebsgemeinden an Wohngemeinden Personalmangel bei den Landratsämtern Vereinfachung der gerichtlichen Verwaltungstätigkeit Notlage von Familien deutscher, in den reichsdeutschen Ostgebieten eingestellter Angestellter aus dem Osten Rekrutierung von Arbeitskräften unter den rückgeführten Beamten und Angestellten des öffentlichen Diensts Besondere Zulassung zur Verteidigung vor einem Sondergericht Schwierigkeiten bei der Rechtsbetreuung der Bevölkerung in den westlichen Operationsgebieten infolge der Verlegung von Gerichtsbehörden Schwierigkeiten und Unklarheiten bei der Rechtsanwendung in den angegliederten Ostgebieten Form der Eidesleistung in der Ostmark Tätigkeit der Erbgesundheitsgerichte Schwierigkeiten bei der Beweisaufnahme vor den Land- und Oberlandesgerichten Unklarheiten im Zwangsversteigerungsverfahren bezüglich der Auslegung der Verordnungen vom 1. Sept. und 31. Okt. 1939 Unsachgemäße Prozessführung durch Mietervereine Rechtsprechung in Scheidungsprozessen in den neuen Reichsgauen Zunahme der Anträge auf Ehescheidung in den Ostgebieten Beschleunigung der Ausstellung von Sterbeurkunden für Gefallene Zensur der Veröffentlichung von Handelsregisterauszügen Entwicklung des Strafrechts im Krieg Rechtsprechung in Strafsachen Schwierigkeiten bei der Vollstreckung von Freiheitsstrafen gegen Arbeiter kriegswichtiger Betriebe Rechtsprechung in Abtreibungsfällen im Sudetengau Wiederauftauchen der Wertbeständigkeitsklausel Schwierigkeiten im Kleingeldverkehr Ungewissheit hinsichtlich der Kriegssparaktion Unzulängliche Versorgung des Operationsgebiets mit bezugsscheinfreien Waren Lebensmittelsendungen aus dem Ausland Zuteilung von Lebensmitteln für Blutspender Bedarf der Brauwirtschaft an Braugerste Unzuträglichkeiten bei der Freigabe von Tee Abgabe von Gemüsekonserven an Zuckerkranke Schwierigkeiten bei der Kartoffelversorgung, u.a. Verwertung erfrorener Kartoffeln.- Kohlenmangel bei den Kartoffeldämpfkolonnen Einführung der Kleiderkarte für Kleinstkinder Aufnahme der Einkleidungsregelung für aus der Schule Entlassene Klagen über den Mangel an Berufskleidung Berufskleidung für Frauen Auswirkungen der Neuordnung in der Lederwirtschaft Errichtung von Schuhaustausch- und Versorgungsstellen Erfahrungen mit "Werkstoff" in der Lederversorgung Klagen der Bevölkerung über neue Waschmittel Rückgang der Förderung im Braunkohlenbergbau Belieferung der Berliner Bevölkerung mit Hausbrand Uneinheitliche Lage bei der Kohlenversorgung Auswirkungen des Kohlemangels auf die Hohlglasindustrie sowie auf die Stimmung in der Bevölkerung Schwierigkeiten bei der Umstellung vom Dieselantrieb auf den Strombezug in der Industriewirtschaft Gemeinschaftswerke in der Industriewirtschaft Zahlungsschwierigkeiten infolge von Betriebseinschränkungen oder Stilllegungen wegen Kohlenmangels Stockungen in der Altmaterialerfassung Produktionsbeschränkungen in der Industrie Ungleichmäßige Verteilung der Aufträge in der Textilindustrie Schwierigkeiten in der thüringischen Thermometerindustrie Beschaffungsschwierigkeiten des Textilhandels in den östlichen Grenzgebieten Entwicklung der Versicherungswirtschaft in den letzten Kriegsmonaten Auswirkungen der Dienstverpflichtungen aus dem Handwerk Heranziehung des Handwerks zur Durchführung kriegswichtiger Aufträge Zuteilung von Rohwaren bei handwerklichen Gerbereien und industriellen Herstellern Überlastung der Nahverkehrsbetriebe Einschränkung des Personentransports.- Auswirkungen auf den Berufsverkehr Zuteilung von Fahrzeugbereifung.- Vereinfachung des Verfahrens Stimmen aus der Landwirtschaft zu einer Rede des Generalfeldmarschalls Göring Förderung der Anlieferung von Vieh aus dem Südosten durch zusätzliche Futtermittel Freistellung landwirtschaftlicher Betriebsführer Steigerung der Preise für Zugtiere Mangel an Säcken in der Landwirtschaft Lage der Gärtnereibetriebe Mangel an Metallfacharbeitern und Unzulänglichkeiten bei den Umschulungsmaßnahmen Schwierigkeiten beim Arbeitseinsatz von Frauen Unklarheiten bei Sonntags-, Nacht- und Überstundenzuschlägen Bezahlung von Bauarbeitern während Schlechtwetterperioden Lohnstaffelung beim Einsatz landwirtschaftlicher Arbeitskräfte Heimaturlaub von Soldaten.- Regelung des Urlaubs für deren Ehefrauen Erweiterung der Zuständigkeit der Betriebskrankenkasse des Deutschen Reichs Familienunterhalt für uneheliche Kinder von Soldaten Anrechnung der Wehrdienstbeihilfe der Kassenärztlichen Vereinigung Deutschlands auf die Familienunterhaltszahlungen Tschechische Minderheit, v.a. Verhaftung von Reichsfeinden und Gerüchte im Iserstraßengebiet, volkspolitische Gefahren für die deutschen Industrie- und Gewerbeunternehmen in Orten des Regierungsbezirks Troppau, Kriegsdienstleistung Schulische Betreuung der tschechischen Minderheit in Wien Zunahme der sprachlichen Minderheiten in Wien Entschädigung polnischer Arbeiter in der Landwirtschaft Volks- und rassenpolitische Gefahren des Einsatzes von polnischen Arbeitern im Deutschen Reich Diskriminierung und Entrechtung von Juden Meisterwerke deutscher Kunst in jüdischem Privatbesitz Verbreitung der Maul- und Klauenseuche durch polnische Kriegsgefangene Verwischung der Grenze zwischen Volksdeutschen und Volkspolen, u.a. polnischer Sprachgebrauch in Oberschlesien und Ostpreußen Hitler-Jugend im Mischsprachengebiet Oberschlesiens Stimmung der Volksdeutschen gegen eine Eindeutschung "bodenständiger" Polen Tarnungsversuche der Polen Propaganda für die kroatische Minderheit im Burgenland Aktivitäten der dänischen Minderheit in Südschleswig Protektorat Böhmen und Mähren Neue Reichsgauen im Osten und Generalgouvernement Deutsche Volksgruppe in Ungarn Entwicklung der Kriminalität (Übersichten), u.a. schwere Kriminalität Arbeitsvertragsbruch.- Widerrechtliches Verlassen des Arbeitsplatzes Behandlung von Kriegsschäden Einschränkungen im kulturellen Veranstaltungswesen durch Kohlenmangel Veröffentlichungen über wirtschaftliche Schwierigkeiten der Feindmächte Presselenkung und Evakuierung Amtliche Bekanntmachungen in der Presse Einfuhr volksdeutscher Zeitungen ins Deutsche Reich Papiereinschränkungsmaßnahme im Pressewesen Ablehnung der Werbemethoden der NS-Presse in Süddeutschland Mangel an Anodenbatterien Rundfunkhörfolge "Der Weg des Führers" Abhören ausländischer Sender Wiedergabe englischer und französischer Schallplatten in Gaststätten

        BArch, NS 38/2014 · Akt(e) · 1936
        Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

        Enthält: TH Aachen, Hochschule Augsburg, Hochschule Bamberg, Universität Berlin, Handelshochschule Berlin, Staatliche Kunstschule Berlin, Hochschule für Lehrerbildung Beuthen, Universität Bonn, Staatliche Akademie Braunsberg, TH Braunschweig, TH Breslau, Universität Breslau, Hochschule für Lehrerbildung Cottbus, Hochschule für Lehrerbildung Danzig, Akademie für praktische Medizin Danzig, TH Danzig, Hochschule für Lehrerbildung Darmstadt, TH Darmstadt, Hochschule für Lehrerbildung Dortmund, Kunstakademie Düsseldorf, Hochschule Eichstätt, Hochschule für Lehrerbildung Elbing, Hochschule für Lehrerbildung Eßlingen, Hochschule für Lehrerbildung Frankfurt (Oder), Bergakademie Freiberg, Hochschule Freising, Universität Gießen, Universität Göttingen, Universität Greifswald, Universität Halle-Wittenberg, Universität Hamburg, Hochschule für Lehrerbildung Hannover, TH Hannover, Universität Jena, Hochschule für Musik Karlsruhe, Universität Kiel, Hochschule für Lehrerbildung Kiel, Universität Köln, Hochschule für Musik Köln, Handelshochschule Königsberg, Meisterateliers für die bildenden Künste Königsberg, Hochschule für angewandte Technik Köthen, Hochschule für Lehrerbildung Lauenburg, Handelshochschule Leipzig, Konservatorium Leipzig, Universität Marburg, TH München, Universität München, Hochschule Nürnberg, Hochschule für Lehrerbildung Pasing, Hochschule Passau, Hochschule für Lehrerbildung Rostock, Universität Rostock, Hochschule für Musik Stuttgart, TH Stuttgart, Universität Tübingen, Hochschule für Lehrerbildung Weilburg, Deutsche Kolonialhochschule Witzenhausen, Universität Würzburg

        BArch, NS 38/4456 · Akt(e) · Juni-Nov. 1936
        Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

        Enthält v.a.: Kreis Ostland: Staatliche Akademie Braunsberg, TH Danzig, Hochschule für Lehrerbildung Danzig, Akademie für praktische Medizin Danzig, Hochschule für Lehrerbildung Elbing, Universität Königsberg, Handelshochschule Königsberg, Meisterateliers für die bildenden Künste Königsberg, Kreis Kurmark: Universität Berlin, Hochschule für Musik Berlin, Hochschule für Kunsterziehung Berlin-Schöneberg, Vereinigte Staatsschulen Berlin-Charlottenburg, Hochschule für Lehrerbildung Cottbus, Hochschule für Lehrerbildung Frankfurt (Oder), Universität Greifswald, Hochschule für Lehrerbildung Lauenburg i. Pom., Forstliche Hochschule Eberswalde, Kreis Mitteldeutschland: Hochschule für Lehrerbildung Beuthen, Universität Breslau, TH Breslau, Hochschule für Lehrerbildung Dresden, Akademie der bildenden Künste Dresden, Bergakademie Freiberg, Universität Halle-Wittenberg, Hochschule für Lehrerbildung Hirschberg, Universität Jena, Hochschule für angewandte Technik Köthen, Universität Leipzig, Pädagogisches Institut Universität Leipzig, Handelshochschule Leipzig, Landeskonservatorium Leipzig, Forstliche Hochschule Tharandt, Kreis Niederdeutschland: TH Braunschweig, Bergakademie Clausthal, Universität Göttingen, Universität Hamburg, TH Hannover, Tierärztliche Hochschule Hannover, Hochschule für Lehrerbildung Hannover, Forstliche Hochschule Hann. Münden, Universität Kiel, Hochschule für Lehrerbildung Kiel, Universität Rostock, Hochschule für Lehrerbildung Rostock, Deutsche Kolonialhochschule Witzenhausen, Kreis Westdeutschland: Hochschule für Lehrerbildung Bonn, Universität Bonn, Hochschule für Lehrerbildung Dortmund, Medizinische Akademie Düsseldorf, Universität Gießen, Universität Köln, Universität Marburg, Universität Münster, Hochschule für Lehrerbildung Weilburg, Kreis Südwestdeutschland: TH Darmstadt, Hochschule für Lehrerbildung Darmstadt, Hochschule für Lehrerbildung Eßlingen, Universität Frankfurt am Main, Universität Freiburg, Landwirtschaftliche Hochschule Hohenheim, Badische Hochschule für Musik Karlsruhe, TH Stuttgart, Akademie der bildenden Künste Stuttgart, Universität Tübingen, Universität München, TH München, Universität Würzburg, Akademie der bildenden Künste München

        BArch, NS 38/3045 · Akt(e) · Juni 1939
        Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

        Enthält v.a.: Staatsbauschule Aachen, Textilfachschule Aachen, Bau- und Ingenieurschule Augsburg, Ingenieurschule Bad Frankenhausen, Lehranstalt für Gartenbau Bad Köstritz, Universität Berlin, Landwirtschaftliche Fakultät Berlin, Hochschule für Musik Berlin, Bauschule Berlin, Staatsbauschule Berlin-Neukölln, Hochschule für Musikerziehung Berlin-Charlottenburg, Reichswerbeschule Berlin, Ingenieurschule "Beuth" Berlin, Staatsbauschule Beuthen, Hochschule für Lehrerbildung Beuthen, Handwerkerschule Bielefeld, Ingenieurschule Bingen, Universität Bonn, Hochschule für Lehrerbildung Braunschweig, Meisterschule des deutschen Handwerks Braunschweig, TH Braunschweig, Kunsthochschule Bremen, Schiffsingenieurschule Bremerhaven, Staatsbauschule Breslau, Universität Breslau, TH Breslau, Ingenieurschule Breslau, Meisterschule des deutschen Handwerks Breslau, Akademie für Technik Chemnitz, Bergakademie Clausthal, Textilfachschule Cottbus, Versuchs- und Forschungsanstalt für Gartenbau Berlin-Dahlem, Ingenieurschule Darmstadt, TH Darmstadt, Meisterschule des deutschen Handwerks Dortmund, Ingenieurschule für Luftfahrttechnik Hessen-Nassau, Hochschule für Lehrerbildung Darmstadt, Staatsbauschule Deutsch Krone, Staatsbauschule für Hoch- und Tiefbau Dresden, TH Dresden, Akademie der bildenden Künste Dresden, Akademie für Kunstgewerbe Dresden, Hochschule für Lehrerbildung Dortmund, Ingenieurschule Dortmund, Ingenieurschule Duisburg, Meisterschule des deutschen Handwerks Wuppertal, Fachschule für Textilindustrie Wuppertal-Barmen, Staatsbauschule Eckernförde, Hochschule für Lehrerbildung Elbing, Seefahrtschule Elsfleth, Staatsbauschule Erfurt, Universität Erlangen, Ingenieurschule Essen, Folkwangschule für Musik, Tanz und Sprechen Essen, Folkwang Meisterschule Essen, Hochschule für Lehrerbildung Eßlingen, Ingenieurschule Eßlingen, HTL für Hoch- und Tiefbau Frankfurt am Main, Hochschule für Musik Frankfurt am Main, Ingenieurschule Frankfurt am Main, Städelschule Frankfurt am Main, Staatsbauschule Frankfurt am Main, Bergakademie Freiberg, Versuchs- und Forschungsanstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau Geisenheim, Universität Gießen, Bauschule für Hoch- und Tiefbau Glauchau, Ingenieurschule Gleiwitz, Staatsbauschule Görlitz, Ingenieurschule Görlitz, Staatsbauschule Gotha, Universität Greifswald, Universität Göttingen, Ingenieurschule Gumbinnen, Universität Halle-Wittenberg, Hochschule für Lehrerbildung Hamburg, Universität Hamburg, Ingenieurschule und Meisterschule des deutschen Handwerks Hannover, Hochschule für Lehrerinnenbildung Hannover, TH Hannover, Tierärztliche Hochschule Hannover, Forstliche Fakultät Hann. Münden, Universität Heidelberg, Ingenieurschule Hildburghausen, Hochschule für Lehrerbildung Hirschberg, Staatsbauschule Holzminden, Staatsbauschule Höxter, Staatsbauschule Idstein, Ingenieurschule Ilmenau, Universität Jena, Fachhochschule für Optiker Jena, Ingenieurschule Kaiserslautern, Hochschule für Lehrerbildung Karlsruhe, Hochschule für bildende Künste Karlsruhe, Hochschule für Musik Karlsruhe, TH Karlsruhe, Staatsbauschule Kassel, Ingenieurschule Köln, Staatsbauschule Köln, Universität Köln, Ingenieurschule Kiel, Hochschule für angewandte Technik Köthen, Ingenieurschule Konstanz, Textilfachschule Krefeld, Ingenieurschule Lage/ Lippe, Hochschule für Lehrerbildung Leipzig, Konservatorium Leipzig, Staatsbauschule Leipzig, Universität Leipzig, Montanistische Hochschule Leoben, Seefahrtsschule Lübeck, Staatsbauschule für Hochbau Lübeck, Ingenieurschule und Staatsbauschule Magdeburg, Adolf-Hitler-Staatsbauschule Mainz, Ingenieurschule Mannheim, Ingenieurschule Mittweida, Ingenieurschule München, Meisterschule für Deutschlands Buchdrucker München, Staatsbauschule München, Fachschule für Textilindustrie M. Gladbach, Staatsbauschule Münster, Staatsbauschule Nienburg, Hochschule Nürnberg, Ohm-Polytechnikum Nürnberg, Staatsbauschule Plauen, Versuchs- und Forschungsanstalt für Gartenbau Pillnitz, Kreisbauschule Regensburg, Fachschule für Textilindustrie Reichenbach, Technikum für Textilindustrie Reutlingen, Holztechnikum Rosenheim, Hochschule für Lehrerbildung Rostock, Universität Rostock, Ingenieurschule Saarbrücken, Textilfachschule Sorau, Bauschule für Wasserwirtschaft und Kulturtechnik Siegen, Bauschule für Wasserwirtschaft und Kulturtechnik Suderburg, Bauschule für Wasserwirtschaft und Kulturtechnik Schleusingen, Hochschule für Lehrerinnenbildung Schneidemühl, Seefahrtsschule Stettin, Ingenieurschule Stettin, Staatsbauschule Stettin, Meisterschule des deutschen Handwerks Stettin, Kunstgewerbeschule Stuttgart, Bauschule Stuttgart, Hochschule für Musik Stuttgart, TH Stuttgart, Akademie der bildenden Künste Stuttgart, Landwirtschaftliche Hochschule Tetschen-Liebwerd, Forstliche Hochschule Tharandt, Staatsbauschule Trier, Meisterschule des deutschen Handwerks Trier, Universität Tübingen, Gartenbauschule Weihenstephan, Hochschule für Lehrerbildung Weilburg, Ingenieurschule Weimar, Hochschule für Baukunst und bildende Kunst Weimar, Hochschule für Musik Weimar, Seefahrtschule Wesermünde, Hochschule für Welthandel Wien, Ingenieur-Akademie Wismar, Kolonialschule Witzenhausen, Ingenieurschule Würzburg, Hochschule für Lehrerbildung Würzburg, Ingenieurschule Wuppertal-Elberfeld, Fachschule für Maschinenbau Wuppertal, Fachschule für Textilindustrie Wuppertal- Barmen, Seefahrtsschule Wustrow, Landesbauschule HTL Zerbst, Staatsbauschule Zittau, Ingenieur- und Zieglerschule Zwickau

        BArch, NS 38/4358 · Akt(e) · Sept.-Nov. 1935
        Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

        Enthält : RdS, Abteilung Reichsleistungskampf; TH Aachen, Universität Berlin, Handelshochschule Berlin, Landwirtschaftliche Hochschule Berlin, Hochschule für Politik Berlin, Akademische Hochschule für Musik Berlin, Vereinigte Staatsschulen für freie und angewandte Kunst Berlin-Charlottenburg, Hochschule für Lehrerbildung Beuthen, Universität Bonn, Staatliche Akademie Braunsberg, TH Braunschweig, Universität Breslau, TH Breslau, Hochschule für Lehrerbildung Cottbus, Hochschule für Lehrerbildung Danzig, Hochschule für Lehrerbildung Dortmund, TH Dresden, Akademie der bildenden Künste Dresden, Hochschule für Lehrerbildung Elbing, Universität Erlangen, Universität Frankfurt am Main, Bergakademie Freiberg, Universität Freiburg, Hochschule für Lehrerbildung Friedberg, Universität Gießen, Universität Göttingen, Universität Greifswald, Universität Halle-Wittenberg, Universität Hamburg, TH Hannover, Tierärztliche Hochschule Hannover, Universität Heidelberg, Hochschule für Lehrerbildung Hirschberg, Landwirtschaftliche Hochschule Hohenheim, Hochschule für Musik Karlsruhe, Universität Kiel, Universität Köln, Universität Königsberg, Handelshochschule Königsberg, Hochschule für Architektur Königsberg, Hochschule für angewandte Technik Köthen, Universität Leipzig, Landeskonservatorium Leipzig, Universität Marburg, Universität München, TH München, Universität Münster, Hochschule für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Nürnberg, Hochschule für Lehrerbildung Pasing, Philosophisch-Theologische Hochschule Passau, Universität Rostock, Hochschule für Lehrerbildung Rostock, TH Stuttgart, Akademie der bildenden Künste Stuttgart, Forstliche Hochschule Tharandt, Universität Tübingen, Deutsche Kolonialhochschule Witzenhausen

        BArch, NS 38/3275 · Akt(e) · 1935
        Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

        Enthält u.a.: Meldungen der Ämter für Arbeitsdienst der Studentenschaften der Hochschulen TH Aachen, Hochschule für Musik Berlin, TH Berlin, Handelshochschule Berlin, Tierärztliche Hochschule Berlin, Landwirtschaftliche Hochschule Berlin, Staatschule für freie und angewandte Kunst Berlin-Charlottenburg, Akademische Ausbildungsanstalt für das künstlerische Lehramt Berlin, Universität Bonn, TH Braunschweig, Universität Breslau, TH Breslau, TH Danzig, TH Dresden, Medizinische Akademie Düsseldorf, Universität Frankfurt am Main, Universität Freiburg, Universität Gießen, Universität Greifswald, Universität Hamburg, TH Hannover, Universität Heidelberg, Hochschule für Lehrerbildung Hirschberg, Hochschule für Musik Karlsruhe, Universität Kiel, Universität Köln, Hochschule für Musik Köln, Universität Königsberg, Handelshochschule Königsberg, Hochschule für Architektur Königsberg, Universität Leipzig, Handelshochschule Leipzig, Landeskonservatorium Leipzig, Universität Marburg, Forstliche Hochschule Hann. Münden, Universität München, TH München, Hochschule für Musik München, Hochschule für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Nürnberg, Tierärztliche Hochschule Hannover, Hochschule für Musik Stuttgart, TH Stuttgart, Hochschule für bildende Kunst Weimar, Hochschule für Musik Weimar, Deutsche Kolonialhochschule Witzenhausen, Universität Würzburg

        Mevissen, Gustav von
        Best. 1073 · Bestand · 1881-1909
        Teil von Historisches Archiv der Stadt Köln (Archivtektonik)

        Beschreibung: Mit der vorliegenden Veröffentlichung wird ein Nachlass erschlossen, der seit nunmehr fast hundert Jahren im Historischen Archiv liegt. Die Unterlagen waren bis vor wenigen Jahren nur über ein handschriftliches Findbuch zugänglich, das in seinem ältesten Teil noch von dem früheren Leiter des Stadtarchivs Joseph Hansen angelegt worden war. Die zahlreichen Nachträge und Zusätze, die verschiedenen Signaturenschichten und -wechsel machten die Handhabung des Findmittels nicht leicht, schreckten auch wohl vor der Benutzung des Nachlasses zurück. Dies ist vielleicht einer der Gründe dafür, daß seit der von Hansen 1906 vorgelegten umfangreichen Biographie keine neuere, vergleichbar breite Untersuchung zum Leben und Werk Mevissens vorgelegt wurde. Eine solche ist aber um so dringender erwünscht, als die Biographie von Hansen bei allen Verdiensten allein auf Grund der Nähe des Autors, nicht nur der zeitlichen, zum Forschungsgegenstand veraltet ist, und dennoch bis heute das Urteil über die rheinische Unternehmerpersönlichkeit Mevissen weitergehend prägt. Neuere Untersuchungen zu einzelnen Aspekten machen Mängel der Biographie deutlich und zeigen Widersprüche zu ihr auf. Eine erneute, umfassende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dieser vielleicht bedeutendsten rheinischen Unternehmerpersönlichkeit des 19. Jahrhundert ist also wünschenswert, auch auf Grund der Reichhaltigkeit des Nachlasses sicherlich ertragreich. Hervorgehoben sei allein der umfangreiche Briefwechsel mit Zeitgenossen aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur, der eine intensive Sichtung und Auswertung verdient. Wenn die vorliegende Veröffentlichung einen solchen Diskurs über Person und Werk Mevissens in Gang setzen würde, wäre dies über den unmittelbaren Anlass der Publikation hinaus sehr zu begrüßen. Dieser nämlich, der eigentliche Anlass, ist die Wiederkehr des 100. Todestags am 13. August 1899. Mevissen war in erster Linie ein Unternehmer, ein dynamischer Gründer und hoch befähigter Organisator von Bank-, Versicherungs- ,Verkehrs- und Industrieunternehmen, bei letzteren vornehmlich im Textil-, Bergbau- und Maschinenbaubereich. Aber seine Persönlichkeit war komplexer, vielseitiger. Mevissen war ein politisch denkender und handelnder Mensch, auf nationalstaatlicher Ebene als Abgeordneter und Unterstaatssekretär der Frankfurter Reichsregierung, auf kommunalpolitischer Ebene u.a. als Beigeordneter. Für die Belange des Gemeinwesens Köln als Wirtschafts-, Verkehrs- und Bildungszentrum hatte er ehrgeizige Konzepte und Ziele. Seinem Streben nach Reform der Schulbildung entsprang seine Stiftung zur Gründung einer Handelshochschule, der Vorgängereinrichtung der heutigen Universität Köln. Seiner Liebe zur Wissenschaft, hier ganz besonders zu den historischen Wissenschaften, verdankt die Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde ihre Entstehung im Jahre 1881. Im Zusammenhang mit deren Aufgabe, der Edition von historischen Quellen, hat Mevissen das Historische Archiv finanziell dazu in die Lage versetzt, mit der Ordnung, Erschließung und Veröffentlichung der Urkunden- und Aktenbestände zu beginnen. Mevissen hat die rheinische und stadtkölnische Geschichtsforschung gefördert. Er hat Arbeitsvorhaben unterstützt, die teilweise bis heute wissenschaftlich nicht überholte Grundlagen geschaffen haben. Für diese Förderung, die nach seinem Tod auch von seinen Töchtern, voran von Mathilde von Mevissen, fortgesetzt wurde, hat er manchen Kölner und rheinischen Unternehmer gewinnen und verpflichten können. Die vorliegende Veröffentlichung soll als Geste des Dankes verstanden werden, mit der das Archiv des Anregers und Gründers der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde gedenken und den Freund und Förderer des Historischen Archivs der Stadt Köln ehren möchte. Die Erschließung des Nachlasses Mevissen im Druck zu veröffentlichen war nur möglich, weil der Bearbeiter Manfred Groten in den Jahren 1991 - 1992 den Nachlass geordnet, verzeichnet und in einem Findbuch mit Personenregister erschlossen hatte. Ihm, den das Historische Archiv durch einen Ruf an die Universität Köln im Jahre 1998 als Mitarbeiter verlor, gebührt zunächst und vor allem Dank. Zwecks rascher Beförderung zum Druck hat Mechthild Willmes sich einigen Mühen unterzogen und die durch eine umfangreiche Aktenrestaurierung mittlerweile eingetretenen Unstimmigkeiten geglättet, den Nachlass nochmals auf seine Vollständigkeit überprüft und den Umfang der Akteneinheiten festgestellt. Der Unterzeichnende nahm einige für den Druck notwendige Eingriffe in den Text vor und erstellte das Firmen-, Orts-, und Sachregister. Besonderer Dank gilt der Industrie- und Handelskammer Köln und ihrem Präsidenten Alfred Freiherr von Oppenheim. Sie, die Kammer, hat die Publikation des Nachlasses ihres Präsidenten von 1856-1860 finanziell unterstützt und damit das Historische Archiv in die glückliche Lage versetzt, seines Förderers, zu gedenken. Mit Band 86 der Mitteilungsreihe wird eine Veröffentlichung vorgelegt, die der von Mevissen ideell wie finanziell geförderten Archivarbeit, nämlich der Ordnung, Erschließung und Veröffentlichung von Archivbeständen, verpflichtet ist. Köln, im August 1999 Everhard Kleinertz Daten zu Person und Werk Gustav von Mevissen (1815-1899) spielte im wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Leben seiner Zeit eine bedeutende Rolle. Als Präsident der Rheinischen Eisenbahngesellschaft wirkte er führend am Aufbau des deutschen Verkehrsnetzes mit. Er engagierte sich in der Textil- und Montanindustrie, im Banken-, Versicherungs- und Schiffahrtswesen. Als liberaler Politiker gehörte er dem vereinigten preußischen Landtag von 1847, der Frankfurter Nationalversammlung, dem Volkshaus in Erfurt, später dem Herrenhaus an. Er bekleidete verschiedene politische Ämter. In Köln fungierte er als Beigeordneter. Mevissen förderte und unterstützte eine Vielzahl von kulturellen Institutionen und Projekten. Die folgende Auflistung will eine Übersicht über die von Mevissen angeregten und geförderten, teils maßgeblich gestalteten wirtschaftlichen Unternehmungen und über seine politischen Tätigkeiten und kulturellen Bestrebungen ermöglichen: 1815 Mai 20: Geburt von Gustav Mevissen in Dülken. 1828 Besuch des Karmelitergymnasiums, des späteren Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums in Köln, Eintritt in die Quinta; Herbst 1828 Wechsel in die Quarta des Marzellengymnasiums in Köln. 1829 Herbst: Wechsel auf die Höhere Bürgerschule in Köln. 1830 Eintritt in das väterliche Unternehmen in Dülken: Zwirnfabrikation und Garngroßhandlung, landwirtschaftlicher Besitz mit Landproduktenhandlung und Ölmühle. 1836-1838 Ausgedehnte Reisetätigkeit für das Unternehmen ins Rheinland und nach Westfalen, auch nach Belgien; 1838 Bereisung der englischen Textilregionen, auf Anregung des preußischen Finanzministeriums. In Holbeck bei Leeds besichtigt er die große Flachsspinnerei von Marshall & Co., die 1250 Arbeiter beschäftigt. Mevissen unternimmt nun jährlich Geschäftsreisen nach England. 1839 Gemeinsame Führung des von seinem Vater ihm und seiner Schwester übertragenen Unternehmens; 1871 Juni 30 Umwandlung in eine AG Niederrheinische Flachsspinnerei. 1841 Übersiedlung nach Köln, Gründung einer Garngroßhandlung mit Christian Fremery. 1842 März: Kauf eines Wohnhauses in Köln, Sternengasse 5. 1842-1843 Aktionär, Aufsichtsratsmitglied, Mitarbeiter der Rheinischen Zeitung für Politik, Handel und Gewerbe. 1842 Dez. Mitglied einer Kommission zur Vorbereitung der Gründung der ersten eigenständigen Rückversicherungsgesellschaft (Kölnische Rückversicherungsgesellschaft); 1843 März Konstituierung; 1846 Konzession; 1852 Betriebsaufnahme. 1842 April/Mai Erkrankung (Gelenkrheumatismus), Kuren in Wiesbaden, Bad Homburg und Baden-Baden; Kontaktaufnahme zu süddeutschen Liberalen. 1843 Okt. Teilnahme an den Festlichkeiten zur Eröffnung der Rheinischen Eisenbahn, Strecke Köln - Aachen und Antwerpen. 1844 Febr. 27: 1. Teilnahme an einer Sitzung des Direktoriums der Rheinischen Eisenbahngesellschaft; 1844 Juli Mevissen wird Präsident; 1880 Niederlegung des Vorsitzes wegen Verstaatlichung der Eisenbahnen. 1844 Febr. 13: Verkehrsübergabe der Eisenbahn Köln - Bonn. 1844 März 19: Wahl zum stellv. Mitglied der Kölner Handelskammer. 1844 Dez. 28: Wahl zum Vorsitzenden einer Kommission zur Untersuchung der Lage der Rheinischen Dampfschiffahrtsgesellschaft, Übernahme seines Sanierungskonzepts bei Verdoppelung des Aktienkapitals. 1845 März: Wahl zum ordentlichen Mitglied der Handelskammer Köln. 1844 Initiativen und Anträge an die Regierung zur Gründung einer Kölner Bank als Aktienbank mit dem Recht der Notenausgabe; 1855 Konzession für die Kölnische Privatbank. 1845 Verhandlungen um die Gründung des Kölner Bergwerksvereins als AG; 1849 Okt. 22 Erteilung der Konzession; 1857 Mai Austritt aus der Verwaltung zugunsten seines Schwagers Franz Wilhelm Koenigs. 1845 Sept./Okt.: Reise mit dem Freund Franz Leiden nach Italien; Sept. 23 - Okt. 6 Teilnahme am Congresso degli scienziati italiani in Neapel. 1846 Bemühungen um die Gründung einer Hypothekenbank, einer Aktienbank für den Hypothekarkredit; 1861 Gründung. 1846 Mai 5: Vermählung mit Elise Leiden, Hochzeitsreise in die Schweiz, nach Südfrankreich und Italien. 1846 Aug. 18: Wahl zum Abgeordneten des Wahlkreises Gladbach-Dülken für den 8. Rheinischen Provinziallandtag. 1847 Teilnahme am Vereinigten Landtag in Berlin vom 11. April bis 26. Juni 1847. 1848 Mitglied des Vereinigten Landtags vom 2. bis 10. April 1848. 1848 Mai 10: Wahl zum Abgeordneten des Wahlkreises Siegen-Wittgenstein für die Nationalversammlung in Frankfurt. 1848 April: Vorbereitung einer Kölner Filiale der Darlehenskasse für Kaufleute und Fabrikanten; die Kasse tritt im Mai in Tätigkeit; Mevissen wird Vorstandsmitglied. 1848 April 25: Beratungen in Düsseldorf zwecks Gründung einer Rheinischen Hypothekenbank; die Konzession wird von Berlin verweigert. 1848 Aug.: Übernahme des Amtes des Unterstaatssekretärs unter Handelsminister Duckwitz im Reichsministerium Leiningen. 1848 Sept. 15: Ernennung zum staatlichen Kommissar und Direktor des A. Schaaffhausenschen Bankvereins; 1852 freigewählter Direktor; 1857-1874 Verwaltungsratsvorsitzender; 1875 Mai 16 Rückzug aus der Verwaltung. 1849 Mai 21: Ausscheiden aus dem Frankfurter Parlament. 1849 Juni: Teilnahme an der Versammlung in Gotha. 1849 Okt.: Reise nach Wien zum Kongreß deutscher Eisenbahnverwaltungen. 1850 Jan. 31: Wahl zum Abgeordneten des Wahlkreises Siegen-Wittgenstein für den Reichstag in Erfurt. 1850-1865 Mitglied des Aufsichtsrates der Köln-Mindener-Eisenbahngesellschaft; 1865 Juni 30 Austritt wegen Differenzen mit der Rheinischen Eisenbahngesellschaft wegen deren Planungen neuer Strecken in das Ruhrgebiet. 1851 Febr. 17: Gründung einer mechanischen Flachsspinnerei in Düren mit Matthias Bücklers und Leopold Schoeller; 1852 Juli Betriebseröffnung. 1851 Juli: Reise nach Schottland zu Verhandlungen mit der Firma Baird, Glasgow, wegen Ausbeutung der Eisensteinlager bei Dortmund (anläßlich der Vorplanungen zur späteren Gründung des Hörder Bergwerks- und Hüttenvereins); Besuch der 1. Weltausstellung in London. 1852 Febr. 20: Umwandlung der KG für Bergbau und Hüttenbetrieb in Stolberg (Firma Bredt & Cie) in eine Aktiengesellschaft „Allianz mit Sitz in Köln; 1851 Aug. 18 Konstituierung; die Firma besteht bis 1856; Mevissen ist Mitglied des Aufsichtsrates. Im linksrheinischen Gebiet ist Mevissen auch an der Gründung des Eschweiler Hüttenvereins und der Alsdorf-Hoengener Kohlenbergwerksgesellschaft beteiligt. 1852 Febr. 20: Gründung der Germania Lebensversicherungs- und Rentenbank für Deutschland; 1852 Mai Einigung mit der in Köln 1851 Febr. 8 gegründeten Allgemeinen deutschen Lebensversicherungsgesellschaft und Vereinigung beider Unternehmen zur Concordia Kölnische Lebensversicherungsgesellschaft und Rentenbank; 1854 Sept. 27. Konzession, Mitglied des Direktoriums; 1869-1879 Präsident in Nachfolge von Heinrich von Wittgenstein. 1852 Konzessionierung des Hörder Bergwerks- und Hüttenvereins, Präsident des Verwaltungsrates. 1852 April 29: Vertrag der Kölner Rückversicherungsgesellschaft mit den Bankhäusern Rothschild in Paris und Oppenheim in Köln betr. Placierung der Aktien in Höhe von 3 Mill. Talern. 1852 Juni 25: Abschluss eines Vertrags zur Einbringung getrennter Berechtigungen an der Hermannshütte (Eisen- und Schienenwalzwerk) und an den Eisensteingrubenfeldern bei Dortmund in den Hörder Bergwerks- und Hüttenverein; 1852 Febr. 16 Konzession, Mevissen Vorsitzender des Verwaltungsrates; 1874 Rücktritt vom Präsidium zugunsten seines Schwagers Franz Wilhelm Koenigs. 1852 Aug. 3: Gründung der Germania Kölnische Versicherungsgesellschaft (Feuerversicherung) mit angeschlossenem „Rheinisch-Westfälischem Verein zur Beförderung der Arbeitsamkeit und Sparsamkeit; Konzessionierung wird von der Reg. verweigert. 1853 Jan. 13: Gründung einer Aktiengesellschaft für Zuckerfabrikation in Tlumacz in Galizien; dieses Unternehmen ist erfolglos. 1853 Jan. 30: Gründung der Kölnischen Baumwollspinnerei und Weberei als AG; 1853 Juli 6 Konzession; 1855 Frühjahr Beginn der Tätigkeit der Spinnerei; 1854 Tätigkeitsaufnahme der Weberei, Mevissen Präsident des Verwaltungsrates;1874 Niederlegung des Vorsitzes. 1853 April 2: Konzessionierung der Aktiengesellschaft Bank für Handel und Industrie in Darmstadt als Aktien-Kreditbank; Präsident wird Mevissen; 1877 Mai Niederlegung des Vorsitzes im Aufsichtsrat, aber Ehrensitz. 1853 April 13: Konzessionierung der Aktiengesellschaft Bank für Süddeutschland in Darmstadt als Notenbank; 1856 Febr. 1 Eröffnung der Banktätigkeit; Mevissen leitet diese Bank in Personalunion mit der Bank für Handel und Industrie; 1877 Mai Niederlegung des Vorsitzes im Aufsichtsrat, aber Ehrensitz. 1853 Mai 3: Errichtung einer Flachsspinnerei in Dülken mit seinem Schwager Franz Wilhelm Koenigs; 1871 Umbenennung des Unternehmens nach Einbeziehung der Zwirnfabrik von Gerhard Mevissen in „Niederrheinische Flachsspinnerei. 1853 Aug. 22: Konzessionierung der Eisenbahn von Köln nach Krefeld. 1854-1858: Mitglied und Aufsichtsrat des von E. Mayer und Joest als Aktiengesellschaft neu errichteten gerade gegründeten Bochumer Vereins für Bergbau und Gußstahlfabrikation; 1858 Austritt, da eine Regelung der Konkurrenz zum Hörder Bergwerks- und Hüttenverein nicht erreicht werden konnte. 1855 April 23: Gründung der Kölnischen Maschinenbauaktiengesellschaft; 1856 Febr. 15 Aufnahme der Tätigkeit zunächst als KG; 1856 April 30 Erteilung der Konzession; Mevissen wird Präsident; 1866 Rücktritt von der Leitung des Unternehmens, aber Verbleib als Mitglied im Aufsichtsrat. 1855 Mai 15: Eröffnung der Weltausstellung in Paris; Mevissen wird zum Vizepräsidenten der 22. Klasse - Leinenindustrie - gewählt. 1855 Juli 26: Konzession der Deutz - Gießener Eisenbahn. 1856 Jan. 25: Gründung des Köln - Müsener Bergwerksvereins; 1856 Sept. 7 Erteilung der Konzession; Mevissen wird Vorsitzender des Verwaltungsrates; 1866 Rücktritt von der Leitung des Unternehmens, aber Verbleib als Mitglied im Aufsichtsrat. 1856 Febr. 13: Gründung der Preußischen Kreditinstituts zur Förderung von Ackerbau, Handel und Industrie; 1856 März 26 Ablehnung einer Konzession. 1856 März 5: Nach jahrelangen Bemühungen und Verhandlungen im Zusammenhang mit dem Bau einer Rheintalbahn erfolgt die Konzession über die Erweiterung der Rheinischen Eisenbahngesellschaft durch Verschmelzung mit der Bonn - Kölner und der Köln - Krefelder Bahn; der Rheinischen Eisenbahngesellschaft wird Bau und Verwaltung der ganzen Rheinbahn von Nijmwegen bis Bingen übertragen; 1857 Jan. 1 Übergabe der Bonn - Kölner Bahn, Beginn des Ausbaus der linsrheinischen Strecke von Köln nach Bingen; 1858 Nov. 12 feierliche Eröffnung der Eisenbahnstrecke Köln - Koblenz; 1859 Dez. 15 feierliche Eröffnung der ganzen Rheinbahn von Köln bis Mainz; 1860 Juli 1 Übergabe der Köln - Krefelder Bahn. 1856 März 8: Genehmigung des Bankstatuts der Internationalen Bank in Luxemburg als Aktienbank in Verbindung mit Kredit- und Notenbank; 1856 März Beginn der Banktätigkeit, Mevissen wird Präsident; 1878 Rücktritt vom Vorsitz. 1856 Juli 2: Konzessionierung der als KG organisierten Berliner Handelsgesellschaft. 1856-1860 Präsident der Handelskammer Köln. 1857 Mai 29: Tod der Ehefrau Elise geb. Leiden. 1860 Jan. 28: Mevissen heiratet Therese Leiden, eine jüngere Schwester seiner 1. Frau. 1862 März 3: Ernennung zum Mitglied der internationalen Jury der 2. Londoner Weltausstellung; Wahl zum Präsidenten der 19. Klasse - Leinenindustrie. 1863 Juli: Erlangung einer Konzession für eine Strecke der Rheinischen Eisenbahngesellschaft in das Ruhrgebiet: Osterrath - Rheinhausen - Mülheim - Essen. 1865 Dez. 1: Wahl in der Stadtverordnetenversammlung von Köln zum Beigeordneten als Vorbedingung für die Vertretung der Stadt im preußischen Herrenhaus; 1866 Febr. 12 königliche Bestätigung der Wahl; Mevissen erhält einen Sitz im Herrenhaus, bis 1891 als Vertreter der Stadt Köln, danach ehrenhalber. 1867 April 1: Eröffnung der Weltausstellung in Paris; Mevissen wird wieder zum Präsidenten der 28. Klasse - Leinenindustrie gewählt. 1868 Der Historiker Heinrich von Sybel, Rektor der Universität Bonn, erlässt anläßlich des 50jährigen Universitätsjubiläums im Einverständnis mit Mevissen einen Aufruf zur Gründung eines „Vereins für rheinisch-westfälische Geschichte. Der Aufruf hatte keinen Erfolg. 1869 Aug. 13: Feier zum 25jährigen Jubiläum Mevissens als Präsident der Rheinischen Eisenbahngesellschaft. 1871-1877 Mitglied des Verwaltungsrats der Gotthardbahn. 1871 März: Mitwirkung bei der Gründung der Süddeutschen Bodenkreditbank in München. 1872 Herbst: Umzug in das neuerbaute Wohnhaus Zeughausstraße 2a. 1879 Juni 10: Mevissen stiftet zunächst 100.000 Mk zur Gründung einer Handelsakademie in Köln; 1901 Gründung der Handelshochschule. 1881 Juni 1: Nach näheren Kontakten mit dem Historiker Karl Lamprecht seit 1879 und Beratungen mit der Universität Bonn und den Leitern der größeren rheinischen Archive nimmt die von Mevissen angeregte und geförderte Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde ihre Tätigkeit auf. Ab 1883 finanziert Mevissen ständig zwei bis drei junge Historiker für Arbeiten an den Beständen des Stadtarchivs und für Forschungen auf dem Gebiet der Rheinischen Geschichtskunde. 1882 Tod des Schwagers Franz Wilhelm Koenigs, der Mevissen jahrzehntelang in der Verwaltung der verschiedenen Unternehmungen entscheidend entlastete. 1884 Juni 11: Berufung in den neu geschaffenen preußischen Staatsrat. 1884 Sept. 23: Verleihung des erblichen Adels durch Kaiser Wilhelm I. auf Schloß Brühl. 1885 Mai 20: Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die juristische Fakultät der Universität Bonn; 1893 Ehrendoktor der philosophischen Fakultät der Universität Bonn. 1893 Herbst: Mevissen nimmt Verbindung mit Eberhard Gothein auf, um die Gründung der Handelshochschule voranzutreiben.; 1894 Juni 1 Ablehnung einer Beteiligung der Rheinprovinz durch den Provinziallandtag. 1895 April 25: Die Stadtverordnetenversammlung Köln verleiht Mevissen das Ehrenbürgerrecht. 1899 Aug. 13: Mevissen stirbt in seinem Sommerhaus in Bad Godesberg. Literatur: Am ausführlichsten unterrichtet über sein Leben die zweibändige Biographie von Josef Hansen, Gustav von Mevissen, Ein rheinisches Lebensbild, Berlin 1906; weiterführende Literatur sowie Bemerkungen zum Forschungsstand enthalten: Klara van Eyll, Gustav v. Mevissen, NDB 17, 1994 S. 277-281; Beate-Carola Padtberg, Gustav (von) Mevissen, ein rheinischer Unternehmer zwischen Wirtschaftsleben und Politik (1815-1899). In: Die Rheinlande und Preußen. Parlamentarismus, Parteien und Wirtschaft, Köln 1990. S. 131-139. Übernahme des Nachlasses: Josef Hansen hat für seine Arbeit den Nachlass Mevissens noch in dessen Wohnhaus Zeughausstraße 2a benutzt. Schon zu Lebzeiten hatte Gustav von Mevissen Drucksachensammlungen an das Stadtarchiv abgegeben. Der Archivdirektor Hansen bemühte sich bald nach Mevissens Tod, möglichst umfangreiche Teile des Nachlasses für das Archiv zu gewinnen. Zu einer ersten großen Ablieferung fanden sich die Erben im Jahre 1907 bereit. Mevissens Enkel Heinrich von Stein legte in einem Schreiben vom 19.6.1907 die Übergabebedingungen fest: "Die im Mai d.J. von der Familie von Mevissen dem Historischen Archiv der Stadt Köln laut der uns gesandten Übersicht übermachten Akten beehren wir uns Ihnen hierdurch zum Geschenk zu überweisen unter der Bedingung, daß die Akten dauernd im Besitz des Archivs der Stadt Köln verbleiben." Der Nachlass wurde wegen seiner Bedeutung für die wirtschaftsgeschichtliche Forschung dem 1906 in Anlehnung an das Stadtarchiv gegründeten Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsarchiv als Depositum zugewiesen. Weitere Nachlassteile gelangten im Juli 1915 in das Stadtarchiv. Im Jahre 1918 wurde ein Findbuch für den Nachlass erstellt, das auch die noch von den Erben zurückbehaltenen Stücke, die später in das Archiv gelangten, erfasste. Im Jahre 1920 wurde der Wirtschaftswissenschaftler Bruno Kuske mit der Leitung des Wirtschaftsarchiv betraut, das gleichzeitig aus seiner Bindung an das Stadtarchiv gelöst wurde. Anlässlich der Neuorganisation stellte Archivdirektor Hansen am 20.10.1920 klar, dass der Nachlass Mevissen den Bestimmungen der Erben gemäß im Stadtarchiv verbleiben müsse. Mit Schreiben vom 23.10.1920 bestätigte Kuske diese Auffassung namens des Wirtschaftsarchivs. Nach 1920 wurden dem Nachlass bei verschiedenen Gelegenheiten noch kleinere Erwerbungen verschiedener Provenienz einverleibt. Ordnung des Nachlasses: Der Nachlass Mevissen zerfiel in seiner ursprünglichen archivischen Ordnung in drei Teile. Der erste Teil, der das wichtigste Schriftgut enthielt, war in fortlaufend numerierte Einheiten unterteilt, die nach Betreffen geordnet waren. Der zweite Teil, dessen Einheiten mit einer Kombination von römischen und arabischen Zahlen signiert war, enthielt vor allem Drucksachen. Der dritte Teil, unglücklicherweise wieder arabisch gezählt (zur Unterscheidung vom ersten Teil jeweils mit dem irreführenden Zusatz "ungeordnet"), umfasste auch nachgelassene Papiere von Mevissens Ehefrau Therese und von seinen Töchtern. Die über den Nachlass Mathilde von Mevissens in den Bestand gelangten Archivalien des Vereins Mädchengymnasium wurden vor der Neuordnung entnommen und zum Bestand 1067 (Verein Mädchengymnasium/Kölner Verein Frauen-Studium) formiert und verzeichnet. Der Nachlass Mevissen wurde in den Jahren 1990/1991 neu verzeichnet und in eine durchgehende Ordnung gebracht, bei der nicht alle alten Einheiten erhalten werden konnten. Die Verifizierung älterer Zitate ermöglicht eine beigefügte Konkordanz. Die Bearbeitung für den Druck wurde von Frau Lieselotte Brüßeler vorgenommen. Manfred Groten Literaturangaben: Kleinertz, Everhard (Hg.); Groten, Manfred: Der Nachlass von Mevissen; In: Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln, 86. Heft, Köln 1999 Josef Hansen, Gustav von Mevissen, Ein rheinisches Lebensbild, Berlin 1906 Klara van Eyll, Gustav v. Mevissen, NDB 17, 1994 S. 277-281 Beate-Carola Padtberg, Gustav (von) Mevissen, ein rheinischer Unternehmer zwischen Wirtschaftsleben und Politik (1815-1899). In: Die Rheinlande und Preußen. Parlamentarismus, Parteien und Wirtschaft, Köln 1990. S. 131-139.

        Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 91 C · Bestand
        Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)
        1. Behördengeschichte 1.1 Militärgouvernements 1813-1815 Am 15. März 1813 wurde aus militärstrategischen Gründen zur Durchführung des Krieges gegen Frankreich das gesamte preußische Territorium zwischen der Elbe und der russischen Grenze in vier Militärgouvernements eingeteilt. Zeitgleich erfolgte auch die Auflösung der am 20. Januar 1813 gegründeten Oberregierungskommission in Berlin (Vgl.: GStA PK, I. HA, Rep. 102 Oberregierungskommission zu Berlin) und der am 24. April 1812 gebildeten Generalkommission für das Einquartierungs-, Verpflegungs- und Marschwesen (Vgl.: GStA PK, I. HA, Rep. 85 Generalkommission für das Einquartierungs-, Verpflegungs- und Marschwesen). Es wurden zunächst vier Militärgouvernements für die folgenden Gebiete gebildet: 1.) für das Land zwischen Elbe und Oder in Berlin, 2.) für das Land zwischen Oder und Weichsel in Stargard, 3.) für das Land zwischen Weichsel und der russischen Grenze in Königsberg und 4.) für Schlesien in Breslau. Nach dem weiteren Vorrücken der preußischen und alliierten Truppen erfolgte die Bildung des Militärgouvernements für die preußischen Provinzen auf dem linken Elbufer. Dieses wurde bald darauf in die beiden Militärgouvernements für das Land zwischen Elbe und Weser in Halberstadt und für das Land zwischen Weser und Rhein in Münster aufgeteilt. Die Einteilung der Militärgouvernements erfolgte ohne Rücksicht auf die bisher bestehenden historischen Verwaltungsgliederungen nach rein militärischen bzw. geographischen Gesichtspunkten. Die einzelnen Militärgouvernements unterstanden direkt dem König bzw. dem Staatskanzler. Die Ministerien verloren für die Dauer der Militärgouvernements ihre Zuständigkeit für alle die Kriegsführung betreffenden Angelegenheiten. Alle Behörden im Gouvernementsbezirk waren in militärischen Angelegenheiten den Militär- bzw. Zivilgouverneuren untergeordnet. Lediglich bei operativen Angelegenheiten der Armee lag die Befehlsgewalt bei den Kommandierenden Generälen. Für jedes Militärgouvernement wurden als gleichberechtigte Leiter jeweils ein Militärgouverneur und ein Zivilgouverneur bestellt. Bei Meinungsverschiedenheiten lag die Entscheidungsgewalt allein beim König. Bei Gefahr im Verzuge hatte jedoch der Militärgouverneur die entscheidende Stimme. Ein Teil der Aufgaben der Militärgouvernements, vor allem hinsichtlich der Verpflegung der russischen Truppen, wurde am 11. März 1813 dem Generalmajor Friedrich Karl Heinrich Graf von Wylich und Lottum als Generalintendanten für die Verpflegung der russischen Truppen im Inland übertragen (Vgl.: GStA PK, I. HA, Rep. 128 Registratur [des Friedrich Karl Heinrich Graf von Wylich und] Lottum über Armeeverpflegungsangelegenheiten in den Kriegen 1813 - 1815). Nach dem Ersten Pariser Frieden wurden durch die Kabinettsordre vom 3. Juni 1814 die vier ostelbischen Militärgouvernements aufgelöst. Die beiden westelbischen Militärgouvernements blieben zunächst bestehen. 1.2 Militär- und Zivilgouvernement für die Provinzen zwischen Elbe und Weser Durch die Kabinettsordre vom 9. April 1813 wurde das "Militärgouvernement für die preußischen Provinzen auf dem linken Elbufer" gebildet und Wilhelm Anton von Klewiz zum Zivilgouverneur berufen. Zum Militärgouverneur wurde der Generalmajor Philipp von Ivernois ernannt, der jedoch bereits am 1. Juni 1813 starb. Neuer Militärgouverneur wurde der Generalmajor Friedrich Wilhelm Ludwig von Krusemark. Da die westelbischen Gebiete noch größtenteils von französischen Truppen besetzt waren, dauerte es noch einige Zeit bis das Militärgouvernement seine Tätigkeit im vollem Umfang aufnehmen konnte. Der Sitz des Militärgouvernements befand sich zunächst noch in Berlin und wurde erst im Oktober 1813 provisorisch nach Halle/Saale verlegt. In Folge des Vormarsches der preußischen und alliierten Truppen hatte das durch das Militärgouvernement zu verwaltende Gebiet eine zu große Ausdehnung angenommen. Deshalb wurde es durch die Kabinettsordre vom 19. November 1813 in zwei eigenständige Militärgouvernements für die Provinzen zwischen Elbe und Weser bzw. zwischen Weser und Rhein aufgeteilt. Zum Zivilgouverneur des Militärgouvernements für die Provinzen zwischen Elbe und Weser wurde der bisherige Zivilgouverneur von Klewiz bestimmt, der dieses Amt bis zur Auflösung des Zivilgouvernements bekleidete. Neuer Militärgouverneur wurde der Generalmajor Ludwig Wilhelm August von Ebra (1759-1818). Das Militärgouvernement umfasste nunmehr folgende ehemalige preußische Territorien: die Altmark, das Herzogtum Magdeburg, das Fürstentum Halberstadt, die Grafschaft Mansfeld, die Grafschaft Hohenstein, das Fürstentum Eichsfeld und das Fürstentum Erfurt. Der Sitz der Gouvernementsverwaltung wurde im Dezember 1813 nach Halberstadt verlegt. Obwohl eine Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen dem Militärgouverneur und dem Zivilgouverneur rechtlich zulässig gewesen wäre, wurden alle Geschäfte des Militärgouvernements durch beide Gouverneure gemeinschaftlich und einvernehmlich bearbeitet. Bei Abwesenheit erfolgte jeweils eine gegenseitige Vertretung. Das Büro und die Registratur wurden gemeinsam geführt. Auch nach dem Friedensschluss am 30. Mai 1815 blieb das Militärgouvernement zunächst bestehen und wurde erst am 12. Juli 1815 aufgelöst. Die militärischen Aufgaben wurden auf das Generalkommando für die Provinzen zwischen Elbe und Weser übertragen. Die übrigen Geschäfte wurden bis zur Ernennung des Oberpräsidenten und der Regierungspräsidenten am 1. April 1816 durch den bisherigen Zivilgouverneur von Klewiz kommissarisch weitergeführt. Die Hauptaufgabe des Militärgouvernements war neben der Reorganisation der Verwaltung die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit der preußischen Armee im Gouvernementsbezirk. Hierzu gehörten vor allem die Truppenformierung, die Verpflegung der preußischen und alliierten Truppen sowie die Versorgung der Militärlazarette. Für diesen Zweck hatte das Militärgouvernement durch Steuererhebungen die notwendigen Gelder aufzubringen und Requisitionen durchzuführen. Auch die Höhere und Sicherheitspolizei wurde direkt durch das Militärgouvernement ausgeübt. Das Bergwerks- und Hüttenwesen wurde jedoch direkt dem Finanzminister und das Postwesen dem Generalpostmeister unterstellt. Zur Durchführung einzelner Aufgaben des Militärgouvernements wurden mehrere nachgeordnete Stellen und Behörden gebildet, die ihren Sitz ebenfalls am Dienstort des Zivilgouverneurs in Halberstadt hatten. Hierzu gehörte die Finanzkommission, die die Kontrolle über die Verwaltung der direkten und indirekten Steuern, der Domänen und Forsten ausübte. Diese Kommission wurde bereits am 24. Februar 1814 wieder aufgelöst. Ihre Aufgaben wurden größtenteils auf die Gouvernementskommission übertragen, die ihren Sitz ebenfalls in Halberstadt hatte. Diese Kommission bestand aus sechs Räten und diente zur Beratung des Zivilgouverneurs, von dessen Entscheidungen sie auch abhängig war. Es handelte sich also nicht um eine eigenständige Zwischeninstanz zwischen Zivilgouverneur und den nachgeordneten Behörden. Im Auftrag des Militärgouvernements führte der Oberlandesgerichtsrat Dalkowski Untersuchungen gegen eine Anzahl von Personen durch, die der Spionage und Spitzeltätigkeit für die französische oder westphälische Hohe Polizei oder Armee verdächtig waren. Grundlagen für diese Untersuchungen waren der Königliche Befehl wegen Bestrafung von Verbrechen gegen die Sicherheit der Armeen vom 17. März 1813 (Vgl.: Gesetzsammlung für die Königlich-Preußischen Staaten, 1813, S.34f.) und die Verordnung wegen Untersuchung und Bestrafung des unerlaubten Verkehrs mit dem Feinde vom 15. Januar 1814 (Vgl.: Gesetzsammlung für die Königlich-Preußischen Staaten, 1814, S. 5-7.). Auf Grund der Bestimmungen des Artikels 16 des Ersten Pariser Friedens vom 30. Mai 1814 mussten diese Untersuchungen jedoch eingestellt werden. Zur Durchführung der Requisitionen, der Verpflegung und Belieferung der preußischen und alliierten Truppen wurde im November 1813 das Gouvernements-Kriegskommissariat gebildet. Dieses Amt, das unter der Leitung des Gouvernements-Kriegskommissar Rhades bzw. ab Februar 1814 unter dessen Nachfolger Lehmann stand, existierte bis 1816. Außerdem wurde für die Organisation des Provinziallazarettwesens ein Chirurgischer Stab gebildet. Dieser Stab bestand bis zum November 1815 und war u. a. für die Anschaffung von Medikamenten und Lazarettutensilien, die Einstellung und Besoldung des medizinischen Personals und die Aufsicht über die einzelnen Provinziallazerette zuständig. Das Territorium des Militärgouvernements wurde Ende 1813 in drei Departements unterteilt, an deren Spitze jeweils ein Landesdirektor stand. Bei diesen Landesdirektionen handelte es sich um Zwischeninstanzen zwischen dem Zivilgouverneur und den Landräten bzw. den nachgeordneten Behörden. Die drei Departements können in ihrer territorialen Zuständigkeit als Vorgänger der später gebildeten Regierungsbezirke angesehen werden. Das 1. Departement entsprach ungefähr dem bisherigen westphälischen Elbedepartement und bestand aus den Kreisen Salzwedel, Stendal und Neuhaldensleben. Die Stadt Magdeburg war wegen der Besetzung durch französische Truppen bis Mai 1814 der direkten Verwaltung entzogen. Das 2. Departement, das ungefähr dem westphälischen Saaledepartment entsprach, setzte sich aus dem Saalekreis und den Kreisen Wansleben, Calbe/Saale, Mansfeld, Eisleben, Halberstadt und Osterwieck zusammen. Das 3. Departement bestand aus den preußischen Teilen des ehemaligen westphälischen Harzdepartements und gliederte sich in die Kreise Heiligenstadt, Duderstadt und Hohenstein. Hinzu kam noch das Gebiet von Erfurt und Blankenhain, das einen eigenen Kreis bildete und durch einen eigenen Vizelandesdirektor (als ständigen Vertreter des Landesdirektors) verwaltet wurde. Die Landesdirektionen im 1. und 2. Departement wurden bereits im Februar 1814 wieder aufgelöst und die Kompetenzen auf den Zivilgouverneur bzw. die zuständigen Landräte übertragen. Die Landesdirektion des 3. Departements blieb jedoch auf Grund der großen Entfernung bis zur Auflösung des Zivilgouvernements am 31. März 1816 bestehen. Bei der späteren Bildung der Regierungsbezirke der Provinz Sachsen wurde die bisherige territoriale Gliederung der drei Departements im Großen und Ganzen beibehalten. Der Regierungsbezirk Magdeburg entsprach ungefähr dem 1. Departement, der Regierungsbezirk Merseburg dem 2. Departement und der Regierungsbezirk Erfurt dem 3. Departement. 1.3 Leitende Beamte Militärgouverneure: April 1813 - Juni 1813: Generalmajor Philipp von Ivernois (1754-1813) (Vgl.: Priesdorff, Kurt von: Soldatisches Führertum, Hamburg 1937-1942, Bd. 3 (Teil 5), S. 275f.) Okt. 1813 - Nov. 1813: Generalmajor Friedrich Wilhelm Ludwig von Krusemark (1767-1822) (Vgl.: Priesdorff, Kurt von: Soldatisches Führertum, Hamburg 1937-1942, Bd. 3 (Teil 5), S. 329-331) Nov. 1813 - Juli 1815: Generalmajor Ludwig Wilhelm August von Ebra (1759-1818) (Vgl.: Priesdorff, Kurt von: Soldatisches Führertum, Hamburg 1937-1942, Bd. 3 (Teil 5), S. 368-370). Zivilgouverneur: April 1813 - März 1816: Wilhelm Anton von Klewiz (1760-1838) (Vgl.: Straubel, Rolf: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740 - 1806/15, Bd. 1, München 2009, S. 497f.). Landesdirektor im 1. Departement zu Stendal bzw. Magdeburg: Ende 1813 - Febr. 1814: Friedrich von Koepcken (1770-nach 1825) (Vgl.: Straubel, Rolf: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740 - 1806/15, Bd. 1, München 2009, S. 515). Landesdirektor im 2. Departement zu Halberstadt: Ende 1813 - Febr. 1814: Friedrich Freiherr von Schele (1782-1815) (Vgl.: Straubel, Rolf: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740 - 1806/15, Bd. 2, München 2009, S. 857f.). Landesdirektor im 3. Departement zu Erfurt: Ende 1813 - März 1816: Joseph Bernhard August Gebel (1772-1860). Vize-Landesdirektor für das Gebiet von Erfurt und Blankenhain: Ende 1813 - 1816(?): August Heinrich Kuhlmeyer (1781-1865) (Vgl.: Straubel, Rolf: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740 - 1806/15, Bd. 1, München 2009, S. 541). 2. Bestandsgeschichte Nach der Auflösung des Militärgouvernements wurden die Akten teilweise von der Oberpräsidial-Registratur übernommen und gelangten über das Regierungsarchiv Magdeburg in das Landeshauptarchiv Magdeburg. Die Akten, welche die Gebiete der späteren Regierungsbezirke Merseburg und Erfurt betrafen, wurden zunächst an die zuständigen Regierungsarchive in Merseburg bzw. Erfurt abgeben und gelangten erst später in den Bestand des Landeshauptarchivs Magdeburg. Aufgrund einer Verfügung des Generaldirektors der preußischen Staatsarchive vom 1. Mai 1883 wurden die Akten der Militärgouvernements (mit Ausnahme des Militärgouvernements für das Land zwischen Elbe und Oder bzw. Oder und Weichsel) entweder aus dem Geheimen Staatsarchiv an die betreffenden Provinzialarchive abgegeben oder diesen belassen. Im Landeshauptarchiv Magdeburg wurde das Archivgut des Militärgouvernements in folgende Bestände aufgeteilt (Vgl.: Gringmuth-Dallmer, Hanns: Gesamtübersicht über die Bestände des Landeshauptarchivs Magdeburg, Bd. 3,1, Halle/Saale 1961): - Rep. C 1 Preußisches Militärgouvernement für die Provinzen zwischen Elbe und Weser zu Halberstadt - Rep. C 1 a Preußisches Militärgouvernement für die Provinzen zwischen Elbe und Weser zu Halberstadt - Rep. C 1 b Preußisches Militärgouvernement für die Provinzen zwischen Elbe und Weser zu Halberstadt betr. Regierungsbezirk Erfurt - Rep. C 1 c Preußisches Militärgouvernement für die Provinzen zwischen Elbe und Weser zu Halberstadt - Zivilverwaltung - Rep. C 2 Preußisches Zivilgouvernement für die die Provinzen zwischen Elbe und Weser zu Halberstadt - Rep. C 2 a Preußisches Zivilgouvernement für die die Provinzen zwischen Elbe und Weser zu Halberstadt betr. den späteren Regierungsbezirk Magdeburg - Rep. C 2 b Preußisches Zivilgouvernement für die die Provinzen zwischen Elbe und Weser zu Halberstadt betr. den späteren Regierungsbezirk Erfurt - Rep. C 2 c Preußisches Zivilgouvernement für die die Provinzen zwischen Elbe und Weser zu Halberstadt betr. den späteren Regierungsbezirk Merseburg (Saalkreis und Mansfeld) - Rep. C 3 Kommission des Oberlandesgerichtsrats Dalkowski zur Untersuchung politischer Vergehen - Rep. C 7 Finanzkommission zu Halberstadt - Rep. C 8 Gouvernements-Kriegskommissariat (Kriegskommissar Lehmann) - Rep. C 11 Chirurgischer Stab. Am 26. und 27. April 1972 wurden im Zuge einer Bestandsabgrenzung die vorstehenden Bestände vom Landeshauptarchiv Magdeburg an das Deutschen Zentralarchiv, Dienststelle Merseburg, abgegeben (Vgl.: GStA PK, I. HA, Rep. 178 E Geheimes Staatsarchiv PK, Dienststelle Merseburg, Nr. 331 Aktenzugänge, Bd. 1). Hierbei wurden jedoch nicht alle Bestände der Übergangszeit übernommen. So verblieben z. B. die Bestände der drei Landesdirektionen im Landeshauptarchiv Magdeburg. Am 21. Oktober 1986 wurden nachträglich 0,1 lfm Akten übernommen und dem Bestand zugeordnet (Vgl.: GStA PK, I. HA, Rep. 178 E Geheimes Staatsarchiv PK, Dienststelle Merseburg, Nr. 1037 Bestandsakte I. HA Rep. 91 C). Die vom Landesarchivs Magdeburg übernommenen Bestände wurden zu einem Bestand zusammengefasst und zunächst durch Mitarbeiter des Deutschen Zentralarchivs, Dienststelle Merseburg, in einer Findkartei verzeichnet. Hierbei wurden offensichtlich die zeitgenössischen Aktentitel übernommen, ohne dass es zu einer erkennbaren Titelneubildung kam. Außerdem erfolgte eine Neuordnung des Bestandes nach sachthematischen Gesichtspunkten. Der Zeitpunkt der Ordnung, der ursprünglichen Verzeichnung und einer später durchgeführten Revision der Aktentitel konnte noch nicht ermittelt werden. Diese noch auf den Karteikarten erfolgte Revision führte zu einer teilweisen Korrektur und Vereinheitlichung der Aktentitel, die jedoch unvollständig und inkonsequent blieb. Nach der Retrokonversion der Findkartei durch Schreibkräfte des Geheimen Staatsarchivs PK wurde der Bestand in den Jahren 2008 und 2009 durch den Archivangestellten Guido Behnke redigiert. Die Klassifikation wurde überarbeitet. Außerdem wurden die vorhandenen Aktentitel geprüft und gegebenenfalls vereinheitlicht bzw. korrigiert. Teilweise musste eine Neuverzeichnung einzelner Akten vorgenommen werden. Die vorhandenen Ortsnamen wurden soweit wie möglich an die heutige Schreibweise angepasst. 3. Benutzungshinweis Der Bestand wurde nach sachthematischen Gesichtspunkten geordnet. Jedoch sind die Akten der Klassifikationsgruppe 02.01.03 nach den Namen der einzelnen Ortschaften geordnet. Hierbei handelt es sich um Akten, die sich auf das Rechnungswesen, die Schulden, die öffentlichen Bauten, die Verpachtung von Grundstücken und die Kommunalabgaben der jeweiligen Gemeinden beziehen. Auch die Akten der Klassifikationsgruppe 03.03.01.03, welche die Kirchen-, Pfarr- und Schulangelegenheiten betreffen, sind nach Ortsnamen geordnet. Die Akten, die sich auf die Personalangelegenheiten (z. B. Anstellung, Besoldung, Entlassung, Dienstvergehen) der Beamten beziehen, sind in den verschiedenen sachthematischen Klassifikationsgruppen zu suchen. So befinden sich z. B. die Akten zu den direkt beim Militärgouvernement angestellten Beamten in der Klassifikationsgruppe 01.02, der Kommunalbeamten in der Klassifikationsgruppe 02.01.04 und der Justizbeamten in der Klassifikationsgruppe 02.03.01.09. 4. Verweise auf andere Bestände und Literaturhinweise 4.1 Bestände im Geheimen Staatsarchiv PK Eine größere Anzahl von Akten mit Bezug zum Militärgouvernement zwischen Weser und Elbe befinden in den Beständen: - GStA PK, I. HA, Rep. 87 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten - GStA PK, I. HA, Rep. 151 Finanzministerium. Vereinzelt sind auch noch Akten in den folgenden Beständen vorhanden: - GStA PK, I. HA, Rep. 89 Geheimes Zivilkabinett, jüngere Periode - GStA PK, I. HA, Rep. 93 B Ministerium der öffentlichen Arbeiten - GStA PK, I. HA, Rep. 103 Generalpostmeister bzw. Generalpostamt - GStA PK, I. HA, Rep. 121 Ministerium für Handel und Gewerbe, Berg-, Hütten- und Salinenverwaltung - GStA PK, I. HA, Rep. 128 Registratur [des Friedrich Karl Heinrich Graf von Wylich und] Lottum über Armeeverpflegungsangelegenheiten in den Kriegen 1813 - 1815 - GStA PK, I. HA, Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten - GStA PK, III. HA, MdA - Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten - GStA PK, V. HA Königreich Westphalen. Die archivische Überlieferung zweier anderer Militärgouvernements befinden sich in den folgenden Beständen: - GStA PK, I. HA, Rep. 91 A Militärgouvernement zwischen Elbe und Oder - GStA PK, I. HA, Rep. 91 B Militärgouvernement zwischen Oder und Weichsel. 4.2 Bestände in anderen Archiven Folgende Bestände aus der Übergangszeit 1806-1816 sind im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Magdeburg, vorhanden (Vgl.: Gringmuth-Dallmer, Hanns: Gesamtübersicht über die Bestände des Landeshauptarchivs Magdeburg, Bd. 3,1, Halle/Saale 1961): - Rep. C 4 Landesdirektion des I. und II. Departements (ehem. Elb- und Saaledepartement) - Rep. C 5 Landesdirektion des III. Departements (ehem. Harzdepartement) zu Heiligenstadt - Rep. C 6 Vizelandesdirektion des III. Departements zu Erfurt nebst Kammer zu Blankenhain - Rep. C 9 Kommission des Gouvernementsrates Francke - Rep. C 10 Kriegskommissariate - Rep. C 12 Lazarette - Rep. C 13 Steuerdirektion zu Magdeburg - Rep. C 19 Kommissionen des Militärgouvernements für die Provinzen zwischen EIbe und Weser. Im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen, Münster, befindet sich folgender Bestand (Vgl.: Die Bestände des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen - Staatsarchiv Münster, Münster 2004, S. 272): - B 99 Zivilgouvernement zwischen Weser und Rhein. Die Bestände des Militärgouvernements für das Land zwischen Weichsel und russischer Grenze (zuletzt im Heeresarchiv Potsdam) und des Militärgouvernements für Schlesien (zuletzt im Staatsarchiv Breslau) wurden wahrscheinlich im Zweiten Weltkrieg vernichtet. 4.3 Literatur (Auswahl): - Gouvernementsblatt für die königlich-preußischen Provinzen zwischen der Elbe und Weser, Halberstadt 1814-1816 - Intelligenz-Blatt für den Bezirk des Königlichen Appellationsgerichts zu Halberstadt, Halberstadt 1814-1849 - Geschichte der Organisation der Landwehr in dem Militair-Gouvernement zwischen Elbe und Weser, in dem Militair-Gouvernement zwischen Weser und Rhein im Jahre 1813 und 1814, Beiheft zum Militair-Wochenblatt, Berlin 1857 - Gringmuth-Dallmer, Hanns: Gesamtübersicht über die Bestände des Landeshauptarchivs Magdeburg, Bd. 3,1, Halle/Saale 1961 (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts 6) - Stürzbecher, Manfred: Lazarethe in den preußischen Provinzen zwischen Elbe und Weser nach Krankenzahl, Geldkosten und Sterblichkeit 1813-1815, in: Deutsches medizinisches Journal , Bd. 15, Berlin 1964. 5. Anmerkungen, Bestellsignatur und Zitierweise Bestandsumfang: 5427 VE (128 lfm) Laufzeit: 1721 - 1820 Letzte vergebene Signatur: 5398 Die Akten sind zu bestellen: I. HA, Rep. 91 C, Nr. ( ) Die Akten sind zu zitieren: GStA PK, I. HA, Rep. 91 C Militär- und Zivilgouvernement für das Land zwischen Weser und Elbe zu Halle bzw. Halberstadt, Nr. ( ) Berlin, Dezember 2010 (Guido Behnke) Findmittel: Datenbank; Findbuch, 4 Bde.
        Militärhistorische Bildsammlung (Bestand)
        Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, M 703 · Sammlung · 1806-1948
        Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

        Vorwort: Die Herkunft der im hier erschlossenen Bestand zusammengetragenen Bilder ist im Einzelnen nur in wenigen Fällen dokumentiert. Eindeutige Anhaltspunkte geben dabei nur die unmittelbar auf den Abbildungen (bzw. auf ihrer Rückseite) gegebenen Informationen. Die Erhaltung der Unterlagen und das Zusammentragen als solches basiert allgemein auf der Anordnung über die Errichtung eines Kriegsarchivs. Hier war u.a. geregelt, dass (außer den zu archivierenden Akten des Kriegsministeriums und den Offiziersstammlisten) Schriftgut bzw. auch andere Dokumente von dauerndem militärischem oder kriegsgeschichtlichem Wert von Behörden, Truppenteilen und Privatpersonen übernommen werden sollten. Um Privatpersonen die Entscheidung zu erleichtern wurde ausdrücklich die Möglichkeit vorgesehen; Abgaben auch mit Auflagen . versehen zu können wie Eigentumsvorbehalten, Nutzungsbeschränkungen etc.. (1) Ebenso sollten zur Ergänzung eigene Erhebungen zur Geschichte der württembergischen Militärgeschichte durchgeführt werden. Mit diesen Regelungen waren zwar nicht die Daten über den Ursprung der Unterlagen gesichert, auch nicht irgendeine Formierung eines einzelnen Bestands, wohl aber die von den Mitarbeitern des neuen Heeresarchivs zusammenzutragenden Stücke selbst. Allgemein kann davon ausgegangen werden, dass gerade im militärischen Ausbildungsbereich nicht nur Karten, sondern auch Anschauungsmaterialien aller Art eine große Rolle spielten. (2) Belegt ist beispielsweise, dass auf Divisionsebene in großem Umfang Bildmaterial vorhanden gewesen ist. Leider jedoch ist nicht belegt, von welcher der einzelnen Formationen und wie viele solcher Unterlagen insgesamt in den hier vorliegenden Bestand eingegangen sind. Ebenso wenig ist zu erkennen, welche Materialien verloren gegangen sind. Entsprechende Nachweise wurden nicht ermittelt. Fest steht nur, dass der Bestand eigens als Sammlung formiert werden musste und in der jetzt vorliegenden Form erstmals im Heeresarchiv (3) zusammengefasst worden war. Dabei spielte eine große Rolle, dass der seit 1935 amtierende Archivleiter, Dr. rer. pol. Hermann Pantlen, Major a.D. (22. 10. 1887 - 10. 04. 1968) besonderen Wert legte auf die Aufarbeitung und Erweiterung von Sammlungsbeständen. Ein Maßnahme, die nach der Umschichtung von Zuständigkeiten und nach umfangreichen Abgaben von Beständen auch dazu dienen sollte, die entstandenen Lücken ein wenig zu schließen. (4) Für diese Aufgabe wurde der zuvor im Bibliotheksbereich und mit der Handhabung privater Bildsammlungen erfahrene Helmut Steinhart gegen Bedenken der NSDAP (5) neu eingestellt. Er entwickelte die Aufgliederung in die verschiedenen Reihen, deren Signatursystematik (Bestand - Reihe - Nummer) bei den verschiedenen späteren Neubearbeitungen beibehalten wurde. Auf diese Weise bleibt über alle redaktionellen und Erweiterungsarbeiten am Bestand M 703 das Wiederauffinden der relativ häufig zitierten einzelnen Vorlagen ohne Schwierigkeiten jederzeit ohne Umwege möglich. 1970 hatte Karl Hofer den Bestand nach verschiedenen umzugsbedingten Änderungen nach diesem System wieder aufgestellt, wies allerdings auch auf eine dringend erforderliche Neubearbeitung hin, die ihm damals nicht ermöglicht wurde . Erst unter Bernhard Theil, der v.a im Rahmen der Ausbildung von Archivaren den Bereich von Bildersammlungen in die aktuelle Arbeit mit einbezog, wurde diese Arbeit weitergeführt. Zwischen 1986 und 1994 entstanden so neue Titelaufnahmen auf Karteikarten, gegliedert nach den Vorgaben der Steinhart’schen Reihen und Nummernsystematik. Beteiligt waren Archivreferendare und Anwärter die ihre Ausbildungszeit zwischen 1986 und 1994 am Hauptstaatsarchiv absolvierten. Um nur einige Namen zu erwähnen seien hier die Namen Ehrmann, Kresin, Schad, Zaschka genannt, deren grundsätzliche Überlegungen zu Verzeichnungsmethoden und Gliederungsmöglichkeiten in den Verzeichnungsakten dokumentiert sind. (6) Nicht unerwähnt bleiben darf auch die geduld ige Begleitung der Auszubildenden durch Herrn Merk, der dem Militärarchiv während dieses Zeitraums zeitweise zugeteilt war. Es folgten erste Titelaufnahmen in einem aus dem damaligen Midosa/Midetit Programm abgeleiteten System. Die Schwächen dieser in sehr engen Vorgaben fixierten Datenbank waren jedoch evident. Die Einpassung der teilweise doch recht umfangreichen Textteile in die vorgegebene Erfassungsmaske war gar nicht möglich und selbst bei Abkürzungen im Anzeigenstil konnten auch minimale Grunderfordernisse nicht berücksichtigt werden. Der zunächst mit der Auflösung der Außenstelle Gutenbergstrasse und der Integration der vorher eigenen Organisationseinheit in die Abteilung 1 des Hauptstaatsarchiv betraute Referent nahm die Erfassung der Titelaufnahmen baldmöglichst erneut in Angriff. Veranlasst durch den häufigen Zugriff auf diese Unterlagen zog er es allerdings vor, die Titelaufnahmen anhand eines hinreichend leistungsfähigen Datenbanksystems zu erfassen. Er setzte das Vorhaben deshalb fort mit einer dafür von ihm eingerichteten marktüblichen Datenbank. Unter Berücksichtigung der vorhandenen Hardware-Kapazitäten und der speziellen Erfordernisse des Bestands strukturierte er die Erfassung neu, so dass v.a. keine EDV-bedingten Hindernisse oder Beschränkungen der Eingabemöglichkeiten mehr gegeben waren. Zugleich wurde damit die größtmögliche Erfassungsgeschwindigkeit erzielt. Mit der eigentlichen Eingabe wurde schließlich der Archivangestellte Gerd Mantel beauftragt. Wie Steinhart 1938 war auch Gerd Mantel aufgrund seiner zuvor erworbenen Fähigkeiten und seiner Interessen dafür besonders geeignet und kümmerte sich insbesondere um die Exaktheit von Detailbeschreibungen und um konservatorische Notwendigkeiten. Vor Eingabe der einzelnen Karteikarten wurden deshalb die einzelnen Stücke nochmals einer Prüfung unterzogen, der Erhaltungszustand eigens in einem geeigneten Rubrik erfasst, wobei für über ein Drittel der Bilder Schäden konstatiert werden mussten (8) . Die Vorteile der bestandsspezifischen Erfassung, die eine eigene Struktur ergeben hatte, hinderten auch nicht daran, die ursprünglich nicht nach den Vorgaben der derzeitigen Midosa-Version erstellte Datenbank in eine Form zu bringen, die dem auf Midosa - Strukturen basierenden Internet-Präsentationssystem der Landesarchivdirektion entspricht. Dazu waren außer der Anpassung der Gliederung auch Spalten bzw. Datenfelder zusammenzuführen und die Konvertierung in das entsprechende Datenbankformat erforderlich; eine Arbeit die von Herrn Obst, gleichzeitig zuständig für die Übergabe internetfähiger Datenbanken, (PHP, MySQL) mit großer Sorgfalt erledigt wurde. Der Bestand umfasst in der nunmehr vorliegenden Form 2470 Verzeichnungseinheiten und ist gelagert bzw. großenteils auch neu verpackt in insgesamt 23 Schubladen moderner archivüblicher Kartenschränke. Die diesem Findmittel zugrundeliegende Datenbank wird durch neu hinzukommende Einzelstücke ergänzt bzw. aktualisiert werden. Endredaktion, Index und Gliederung in möglichst nicht allzu große einzelne Gliederungspunkte besorgte der Unterzeichner. Dr. Franz Moegle-Hofacker Anmerkungen: (1) Vgl. Anordnung Kriegsminister von Marchtalers vom 03. Jan. 1907. bzw. Vorwort zu Repertorium M 1/11, Kriegsarchiv (2) Vgl. beispielsweise die Bestände M 700/1 ff, Negative und Diapositive, die für Schulzwecke entstanden waren. (3) Vgl. Vorwort zu Repertorium M 400/ 1, Heeresarchiv Stuttgart (4) Vgl. Vorwort zu Repertorium M 400/1, Seite XIII. (5) Vgl. Personalakte Helmut Steinhart, M 400/1, Bü 56. (6) Vgl. Aktenvermerk vom 20. 08. 1970 in Akten zur Verzeichnung M 703. (7) Akten zur Verzeichnung M 703 (8) vgl. Schadensmeldungen für Restaurierung von Beständen vom Juli 2002

        Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, M 660/133 · Bestand · 1879-1938
        Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
        1. Zur Biografie Georg von Körblings: Georg von Körbling kam am 12.5.1856 als Sohn des bayerischen Genie-Oberleutnants und späteren Obersten Ignaz Körbling und dessen Frau Auguste, geb. Hausmann, in Würzburg zur Welt. Mit 13 Jahren wurde von Körbling in die Bayerische Kadettenschule in München aufgenommen, in der er eine fünfjährige militärische Ausbildung erhielt. 1874 trat er als Fahnenjunker in württembergische Dienste und stieg in der Vorkriegszeit zum Oberst und Kommandeur des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm König v. Preußen (2. Württ. Nr. 120) in Ulm auf (22.4.1912). Zu Beginn des Ersten Weltkriegs war von Körbling in den Argonnen (Frankreich) eingesetzt, erkrankte jedoch bereits im September 1914 an der Ruhr und kehrte nach Ulm zurück. Der Wechsel von Dienst- und Krankheitsphasen durchzog daraufhin seine gesamte, ausschließlich an der Westfront bzw. in Württemberg verbrachte Kriegszeit: Ab Dezember 1914 übernahm von Körbling das Kommando über die Stellvertretende 53. Infanterie-Brigade in Ulm und wurde anlässlich des kaiserlichen Geburtstags (27.1.1915) zum Generalmajor befördert. Im Februar 1915 kehrte er als Kommandeur des Infanterie-Regiments Nr. 120 wieder an die französische Front zurück und erhielt im April 1915 das Kommando über die 53. Infanterie-Brigade. Mit dieser Einheit war von Körbling zunächst in den Argonnen, ab Januar 1916 in Flandern und ab Juli 1916 an der Somme (Frankreich) eingesetzt. Aufgrund einer erneuten Erkrankung wurde von Körbling im September 1916 zu den Offizieren von der Armee versetzt und im Oktober 1916 zum Kommandeur zur I. Stellvertretenden 54. Infanterie-Brigade in Ulm ernannt. Nach einem Jahr meldete er sich nochmals an die französische Front. Er befehligte ab November 1917 die preußische 37. Reserve-Infanterie-Brigade, seit März 1918 die in Lothringen eingesetzte 202. Infanterie-Division. Bereits im Juni 1918 erkrankte von Körbling jedoch erneut und wurde wiederum zu den Offizieren von der Armee abgeordnet. Nach seiner Beförderung zum Generalleutnant (18.7.1918) übernahm er vom 20. Juli bis zum 16. Oktober 1918 den Vorsitz einer OHL-Kommission beim Stab der Armeeabteilung B. Von Körbling schied im Juli 1919 aus dem Militärdienst aus. Während seiner militärischen Laufbahn erhielt von Körbling mehrere hohe deutsche und nichtdeutsche Auszeichnungen, so u.a. den Orden der Württembergischen Krone, der mit dem persönlichen Adel verbunden war (3.5.1911), das Eiserne Kreuz 1. Klasse (2.10.1914), den Preußischen Roten Adlerorden 2. Klasse mit Schwertern (27.12.1916), den Bulgarischen Alexanderorden (8.8.1917) und das Österreichische Militärverdienstkreuz 2. Klasse (6.12.1917). In der Zeit der Weimarer Republik und des Dritten Reiches beschäftigte sich von Körbling unter anderem mit der Publikation von Zeitungsartikeln und Vorträgen über seine Kriegserlebnisse. Als Kommandeur eines kaiserlichen Leibregiments hatte er bereits in der Vorkriegszeit an Neujahrsempfängen des Kaisers teilgenommen. Aus diesem Grund wurde von Körbling im Jahr 1929 anlässlich des 70. Geburtstags Wilhelms II. zu einem Festmahl nach Doorn (Niederlande) eingeladen. Von Körblings Besuch in Doorn wird in seinen autobiografischen Schriften erwähnt. Georg von Körbling war seit 1886 mit Adelinde von Fischer verheiratet und hatte mit ihr zwei Söhne, von denen einer (Theobald) im Jahr 1887 kurz nach der Geburt verstarb. Georg von Körbling starb am 27.1.1942 in Ulm. 2. Zur Biografie Alfred Körblings: Alfred Theobald Lukas Karl Körbling wurde am 19. Januar 1889 als zweiter Sohn Georg von Körblings und seiner Frau Adelinde in Weingarten geboren. Körblings militärische Ausbildung begann im Frühjahr 1902, als er zunächst in das preußische Kadettenhaus Karlsruhe und schließlich in die Hauptkadettenanstalt Großlichterfelde eintrat. 1908 wurde er als Leutnant zum Grenadierregiment Nr. 123 nach Ulm versetzt und verblieb dort mit kurzer Unterbrechung bis zum Jahr 1913. Nach einer erfolgreichen Bewerbung wechselte Körbling im Frühjahr 1913 zur Kaiserlichen Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika und trat im Herbst 1913 bei der 10. Feldkompanie in Daressalam seinen Dienst an. Bereits einen Monat später wurde er zur 1. Feldkompanie in Arusha in der Nähe des Kilimandscharo versetzt. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs nahm Körbling an Einsätzen gegen die Ugandabahn in Britisch-Ostafrika und im Nordosten des deutschen Schutzgebietes teil. Im Jahr 1916 erkrankte er an diversen Tropenkrankheiten, so dass er nach dem Rückzug der deutschen Truppen im Herbst 1916 wegen Transportunfähigkeit den britischen Einheiten übergeben wurde. Nach Aufenthalten in mehreren Lazaretten und Lagern kam Körbling 1918 in ein britisches Kriegsgefangenlager auf Malta. 1919 kehrte er nach Ulm zurück und schied 1920 im Rang eines Hauptmanns aus der Armee aus. Alfred Körbling erhielt im Ersten Weltkrieg u.a. das Eiserne Kreuz 2. Klasse (2.9.1916). In der Weimarer Republik begann Körbling nach verschiedenen Beschäftigungen im landwirtschaftlichen Bereich ein Studium an der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim, das er 1926 mit einem Diplom abschloss. Vom Jahr 1927 an leitete Körbling die Heeresfachschule für Landwirtschaft in Tübingen und erhielt am 1.1.1930 eine Planstelle als Fachstudienrat. Parteipolitisch schloss sich Körbling bereits in der Weimarer Republik der NSDAP an und nahm in deren Gliederungen den Rang eines Sturmbannführers ein. Alfred Körbling war seit 1919 mit der Generalstochter Erna Zöller verheiratet und hatte drei Töchter. Er starb am 22.7.1933 in Tübingen an Herzlähmung. 3. Zum Nachlass Georg von Körblings und Alfred Körblings: Unterlagen aus dem Nachlass Georg von Körblings, vor allem Kriegstagebücher, Vortragsmanuskripte und Druckschriften, wurden wenige Monate nach dem Tod des Generals im Juni 1942 an das Heeresarchiv Stuttgart abgegeben. Diese Dokumente gingen 1945 in den Besitz des Hauptstaatsarchivs Stuttgart über. Im Jahr 1955 führte Alfons Beiermeister eine Verzeichnung der Archivalien durch. Im Frühjahr 2011 konnte das Hauptstaatsarchiv Stuttgart Reproduktionen von Unterlagen Georg von Körblings und Alfred Körblings anfertigen, die sich im Besitz von Ilse Hames, der ältesten Tochter Alfred Körblings befinden. Es handelte sich um Fotodokumente und autobiografische Schriften Georg von Körblings sowie Fotografien Alfred Körblings. Die Ergänzung des Nachlasses M 660/133 durch neue Dokumente machte eine Neuverzeichnung erforderlich. Diese wurde im August 2011 von Archivreferendar Michael Ucharim, M.A. unter der Leitung von Dr. Wolfgang Mährle durchgeführt. Der Bestand umfasst nunmehr 17 Büschel. Die 2011 übernommenen Dokumente erhielten die Büschelnummern 1-4 und 13-14. 4. Quellenhinweise: Georg von Körbling: HStAS: M 430/2 Bü 1111; M 703 R233N1-6, R191N31, R191aN17; M 707 Nr. 827, 828; M 743/2 Bü 270; Alfred Körbling: HStAS: M 430/2 Bü 1109; StAS: Wü 13 T 2 Nr. 2140/143; Adelinde von Körbling: StAS: Wü 42 T 9 Nr. 69; Erna Körbling: StAS: Wü 13 T 2 Nr. 2568/615. Stuttgart , im August 2011 Dr. Wolfgang Mährle Michael Ucharim, M.A.
        Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, M 660/037 · Bestand · 1914-1979
        Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

        Vorbemerkung: Karl Ludwig Eugen Schall (geboren am 25. November 1885), gestorben am 30. Januar 1980) trat 1904 als Fahnenjunker in das Grenadier-Regiment Königin Olga (1. Württembergisches) Nr. 119 ein, erreichte dort bis zum 1. Weltkrieg den Rang eines Oberleutnants, nahm nach Kriegsausbruch als Kompanie-Offizier an den Kämpfen des Regimentes an der West- und Ostfront teil und wurde zweimal verwundet. Ab 1915 bekleidete Schall als Hauptmann und Generalstabsoffizier oft wechselnde Generalstabsstellen beim Generalkommando XIII. Armeekorps, bei der 26. Infanterie-Division, der 14. Infanterie-Division, beim Generalkommando V. Armeekorps, bei der 18. Reserve-Division, beim Generalkommando IV. Reservekorps und bei der 10. Infanterie-Division und nahm bis zur Demobilmachung 1918 an den Kämpfen in Flandern, an der Somme, in der Champagne, in den Ardennen und Argonnen, an der Maas und bei Verdun teil, wobei er hauptsächlich mit Stärke- und Verlustmeldungen, Vernehmung von Gefangenen, Auswertung von Fliegerbildern, Kartenwesen, Stellungsbau und Pionierfragen befasst war. Nach dem 1. Weltkrieg war Schall als Prokurist einer Maschinenfabrik in Stuttgart tätig. Ab 1933 bekleidete er als Major wieder mehrfach wechselnde Generalstabsstellen beim V. Armeekorps, war 1939 als Oberstleutnant Kommandeur des Wehrbezirkes Stuttgart II, ab 1940 als Oberstleutnant, später als Oberst Generalstabsoffizier bei der 554. Infanterie-Division, bei der Heeresgruppe A, beim Oberbefehlshaber in Serbien, dann Chef der Feldkommandantur 747 in Nîmes und wurde zuletzt 1944 entgegen eigenen Wünschen als Kriegsgeschichtslehrer an die Kriegsakademie versetzt. Als Pensionär studierte Schall noch in Tübingen Archäologie bis zur Promotion. Nähere Angaben zum Leben Karl Schalls finden sich in einem handgeschriebenen Lebenslauf in Bü. 182, in den Tagebüchern in Bü. 181 und in der Personalakte im Bestand M 430/2, Bü. 1804 mit Angaben zu seiner militärischen Laufbahn bis 1919. Teile des Nachlasses von Karl Schall, vor allem Schriftgut aus seiner militärischen Dienstzeit und umfangreiches Sammlungsgut, wurden im März 1980 dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart durch seinen Sohn Brigadegeneral a.D. Wolfgang Schall angeboten und nach einer ersten Durchsicht im Hause des Nachlassers im April 1980 übergeben, wobei Bibliotheksgut in die Bibliothek des Hauptstaatsarchivs überführt wurde und die Archivalien in der Abteilung IV (Militärarchiv) seither den Bestand M 660 Nachlass Karl Schall bilden. Da der Nachlass Karl Schall in völlige Unordnung geraten und kein vorarchivisches Ordnungsschema erkennbar war, war es notwendig, nach der Verzeichnung ein Ordnungsschema zu entwickeln, das den vielschichtigen Strukturen und unterschiedlichsten Dokumentationsformen gerecht werden sollte, zumal im Hauptstaatsarchiv Stuttgart kein einheitliches Ordnungsschema für Nachlässe Anwendung findet. Klar getrennt wurde das Schriftgut aus der Offizierstätigkeit, Korrespondenzen und persönliche Papiere, die neben ihrer allgemeinhistorischen Bedeutung einen engen persönlichen Bezug zum Nachlasser haben, von den vielschichtigen Sammlungen. Die Gliederung des Schriftgutes aus der Offizierstätigkeit spiegelt die militärische Laufbahn Schalls wider. Es handelt sich hier zumeist um persönliche Exemplare von amtlichen Schriftstücken in Form von Hektographien, Drucken und anderen Kopien sowie um Entwürfe und privat-dienstliches Schriftgut. Ein Schriftstück, das erkennbar aus dem Geschäftsverkehr der Dienststelle entnommen worden war, wurde in den betreffenden Bestand der militärischen Einheit im Hauptstaatsarchiv Stuttgart wieder eingegliedert. Im vorliegenden Repertorium findet sich ein Verweis. : Die privaten Korrespondenzen wurden nach Korrespondentengruppen und Korrespondenten geordnet. Plakate und Maueranschläge, militärische Karten und nichtmilitärische Karten wurden hauptsächlich aus konservatorischen Gründen bei den entsprechenden Sammlungsbeständen des Hauptstaatsarchivs J 151, M 640 und M 650 eingegliedert. Dennoch sind auch diese Stücke in Form von Verweisen in das vorliegende Repertorium eingearbeitet, wobei für die militärischen Karten das Ordnungsschema des Kartenbestandes M 640 und für die nichtmilitärischen Karten dasjenige des Kartenbestandes M 65 0 übernommen wurde. Karten, die in einem erkennbaren Zusammenhang zu Schriftstücken im Teil A stehen, sind dort belassen oder wiedervereinigt und ebenfalls als Verweise bei den Sammlungen des Nachlasses eingegliedert worden. Für die Sammlung von Zeitungsausschnitten, einzelnen Zeitungen, Druckschriften und Manuskripten aus den Bereichen Geschichte, Zeitgeschichte, Politik, Religion, Sprache, Literatur, Wissenschaft und Technik erschien es notwendig, ein möglichst feingliedriges Ordnungsschema zu entwickeln, da diese Sammlung mit ca. 500 Nummern den größten Bestandsteil darstellt und vorher lediglich in die Rubriken 1. Militär, 2. Politik und Zeitgeschichte, 3. Wissenschaft und innerhalb dieser Rubriken nur rein chronologisch geordnet war, was aber die zeitliche Einordnung der häufig undatierten Zeitungsausschnitte möglich machte. Es erschien zweckmäßig, den sehr vielschichtigen Nachlass durch ein möglichst umfassendes Sach-, Orts- und Personenverzeichnis zu erschließen. Kassiert wurden lediglich einige kleine Kartenausschnitte aus Karten, die bereits vorhanden sind, Skizzen und Notizen, die einzeln nicht mehr verständlich schienen und in keinem erkennbaren Zusammenhang zu anderen Schriftstücken standen, Aktenhefter und Verpackungsmaterial. Der Bestand Nachlass Karl Schall enthält vor allem aufschlussreiches Material über die Art der Kriegsführung in den Stellungskämpfen des 1. Weltkrieges. Von besonderer Bedeutung ist dabei auch das Material über nichtwürttembergische Einheiten, deren eigenes Schriftgut bei einem Bombenangriff auf Potsdam im April 1945 zum größten Teil vernichtet worden ist. Die Einzeichnungen auf den Karten aus dem 1. Weltkrieg geben umfangreiche Informationen über Frontverlauf, Kampfrichtungen, Truppenbewegungen, Stellungsbau und Zerstörungen in den Frontgebieten und ergänzen somit gut den Kartenbestand M 640. Beachtenswert ist darüber hinaus das umfangreiche Schriftgut über die Prozesse vor dem Militärtribunal in Nürnberg gegen die Generäle Curt Ritter von Geitner, Hubert Lanz, Karl von Roques und Eugen Wössner, das Auszüge aus den Anklageschriften und Material der Verteidigung enthält. In den Sammlungen spiegelt sich in erstaunlich umfassender und anschaulicher Weise die Geschichte des 20, Jahrhunderts bis in die 70er Jahre wider. Der Bestand unterliegt keinen Benutzungsbeschränkungen. Der Bestand M 660 Nachlass Karl Schall wurde im Januar und Februar 1984 von Archivinspektoranwärter Markus Baudisch als Archivarische Probearbeit im Rahmen der Staatsprüfung für den gehobenen Archivdienst verzeichnet und geordnet und umfasst 697 Bü. in 1,55 lfd. m.

        Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, M 660/034 · Bestand · 1879-1982
        Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
        1. Zur Biografie Walther Reinhardts: Walther Reinhardt wurde am 24. März 1872 als Sohn des damaligen Hauptmanns August Reinhardt in Stuttgart geboren. Er besuchte das Gymnasium in Ulm, das Lyceum in Ludwigsburg und das Gymnasium in Heilbronn. Anschließend wechselte er in die Kadettenanstalt in Oranienstein und in die Hauptkadettenanstalt Groß-Lichterfelde. Am 9. Februar 1891 trat Reinhardt als Portepeefähnrich in das Grenadier-Regiment Königin Olga Nr. 119 ein. 1892 zum Leutnant befördert, wurde er 1897 zur Kriegsakademie und im Anschluss daran als Oberleutnant zur Dienstleistung beim Großen Generalstab kommandiert. Drei Jahre später, am 10. März 1904, erlangte Reinhardt unter Belassung beim Großen Generalstab die Beförderung zum Hauptmann. Am 22. April 1905 kam er zum Generalstab des XV. Armeekorps nach Straßburg, bevor er vom 25. Februar 1907 bis zum 19. April 1909 als Kompaniechef im Infanterie-Regiment Alt-Württemberg Nr. 121 in Ludwigsburg amtierte. Am 20. April 1909 wurde Reinhardt in den Generalstab der 26. (1. Kgl.-Württ.) Division versetzt. Er kehrte am 10. September 1910 als Major in den Großen Generalstab zurück. Am 3. November 1912 wurde er dem Generalkommando des XIII. (Kgl.-Württ.) Armeekorps zugewiesen. Reinhardt zog als Stabsoffizier des XIII. Armeekorps am 2. August 1914 in den Ersten Weltkrieg. Er wurde bereits am 23. Januar 1915 zum Chef des Generalstabs des württembergischen Armeekorps ernannt. Am 18. Mai 1915 erlangte er den Dienstgrad des Oberstleutnants. Von Juni 1916 bis Februar 1917 nahm Reinhardt wechselnde Kommandostellen wahr, die er jeweils nur wenige Monate oder sogar nur einige Wochen innehatte. So war er vom 26. Juni bis zum 16. Juli 1916 Kommandeur des Infanterie-Regiments Nr. 118, bevor er vom 17. Juli bis 20. November 1916 Chef des Stabes des XVII. Armeekorps wurde. Am 21. November 1916 übernahm er die Stelle des Stabschefs der 11. Armee in Mazedonien. Die Ernennung zum Stabschef des Oberkommandos der 7. Armee am 10. Februar 1917 führte ihn wieder zurück an die Westfront. Am 23. Mai 1917 wurde Reinhardt der Orden Pour le Mérite mit Eichenlaub für seine Leistungen bei der Eroberung des Chemin des Dames verliehen. Ebenso erhielt er das Komturkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern für seine militärischen Leistungen. Am 18. April 1918 erlangte Reinhardt die Beförderung zum Oberst.Durch Kabinettsordre vom 4. November 1918 wurde Reinhardt in das Preußische Kriegsministerium versetzt, um die Demobilisierung des Heeres zu organisieren. Zwei Monate später, am 2. Januar 1919 übernahm Reinhardt das Amt des Preußischen Kriegsministers. Er war der letzte Inhaber dieses Amts.Nach der Auflösung des kaiserlichen Heeres wurde Reinhardt am 13. September 1919 erster Chef der Heeresleitung des neu aufzubauenden Reichsheeres. In diese Zeit fällt auch seine Ernennung zum Generalmajor. Bereits wenige Monate nach der Übernahme der neuen Aufgabe trat Reinhardt Ende März 1920 in der Folge des Kapp-Putsches als Chef der Heeresleitung zurück und übernahm für kurze Zeit die Lehrbrigade Döberitz, bevor er am 15. Mai 1920 als Generalleutnant Befehlshaber im Wehrkreiskommando V in Stuttgart wurde. In Personalunion übte er die Funktionen eines Kommandeurs der 5. Division sowie des Landeskommandanten von Württemberg aus. Die Stellung als Befehlshaber des Wehrkreiskommandos V behielt er fast fünf Jahre. Am 1. Januar 1925 wurde Reinhardt zum Oberbefehlshaber des Gruppenkommandos 2 in Kassel ernannt. Zwei Jahre später, im Dezember 1927 schied er aus dem Heer aus und übernahm die Leitung eines Lehrganges für ältere Offiziere. Diese "Reinhardt-Kurse" haben über den Tod ihres Schöpfers hinaus bis zum Jahr 1932/1933 bestanden. Des Weiteren widmete er sich der Vorbereitung von Veröffentlichungen vor allem zu militärischen und historischen Themen. Walther Reinhardt starb am 8. August 1930 in Berlin. 2. Zum Nachlass Walther Reinhardts: Der Nachlass Walther Reinhardts umfasst Dokumente aus seiner Militärdienstzeit sowie private Korrespondenzen. Einen nicht unerheblichen Teil bilden daneben Manuskripte für Vorträge und Veröffentlichungen, die Reinhardt vor allem nach seinem Ausscheiden aus dem Heeresdienst verfasste. Ergänzt werden die Dokumente durch Zeitungsausschnittsammlungen Reinhardts, welche insbesondere die Jahre 1918/1919 betreffen.Der Nachlass Reinhardts war nach dessen Tod am 8. August 1930 zum größten Teil im Besitz seiner Tochter, Studiendirektorin Lotte Reinhardt. Diese übergab am 7. September 1939 dem damaligen Heeresarchiv Stuttgart 13 Aktenbüschel und drei Kriegstagebücher sowie am 11. September 1940 weitere Archivalien, nämlich Fotografien (z.T. in Alben), Zeitungsauschnitte sowie dienstliche Personalerinnerungen. Die Dokumente aus dem Nachlass Reinhardts wurden im Heeresarchiv chronologisch geordnet, in Mappen geheftet und verzeichnet. Das Repertorium mit einem Vorwort von Generalmajor z.V. Sieglin lag am 15. Oktober 1940 vor.Ein kleiner Teil des Nachlasses war kurz nach dem Tod Reinhardts dem Heeresarchiv Potsdam übergeben worden. Mit Schreiben vom 11. September 1940 suchte das Heeresarchiv Stuttgart die Überlassung dieses Nachlassteils zu erwirken, um ihn mit dem zu diesem Zeitpunkt in Bearbeitung befindlichen Stuttgarter Bestand zu vereinigen. Das Heeresarchiv Potsdam teilte jedoch am 23. Oktober 1940 mit, dass sich in seiner Verwahrung "keine privaten Aufzeichnungen" Reinhardts befänden. Das Heeresarchiv Stuttgart scheint keine weiteren Versuche unternommen zu haben, um in den Besitz des Potsdamer Teilnachlasses zu gelangen. Da das Heeresarchiv Potsdam unmittelbar vor Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört und seine Bestände zum größten Teil vernichtet worden sind, sind die dorthin übergebenen Unterlagen aus dem Eigentum Reinhardts vermutlich heute verloren.Am 17. Februar 1961 übergab Lotte Reinhardt dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart, das inzwischen den größten Teil der Bestände des früheren Heeresarchivs Stuttgart übernommen hatte, weitere in ihrem Besitz befindliche Dokumente ihres Vaters (Briefe, Aufzeichnungen, Entwürfe, Drucksachen, Zeitungsausschnitte). Diese Archivalien wurden im Sommer 1964 von Oberstaatsarchivrat Dr. Uhland geordnet, verzeichnet und mit dem älteren Bestand vereinigt. Dabei wurden mehrfach die vom Heeresarchiv gebundenen Sammelmappen aufgelöst, um dahin gehörige Stücke chronologisch einreihen zu können. Auch zeigte sich bei diesen Arbeiten, dass die Verzeichnung im Heeresarchiv unvollständig, in einzelnen Fällen auch unrichtig erfolgt war. Der neue Bestand umfasste 56 Mappen, die in Anlehnung an die chronologische Ordnungsmethode des Heeresarchivs strukturiert waren. Bei einigen der gebildeten Büschel wurden Unterfaszikel gebildet. Vor der Abgabe an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart hatte Lotte Reinhardt den in ihren Händen befindlichen Nachlass ihres Vaters Herrn Professor Fritz Ernst (Heidelberg) zur Verfügung gestellt, der ihn für eine Veröffentlichung verwendete (Ernst, Fritz: Aus dem Nachlass des Generals Walther Reinhardt, Stuttgart 1958). Dabei scheinen einzelne Stücke bei Professor Ernst verblieben und auch nach seinem Tod (22. Dezember 1963) nicht mehr an die Besitzerin gekommen zu sein. In den Jahren 1964 bis 1987 erfolgten immer wieder Abgaben von Dokumenten aus dem Nachlass von Walther Reinhardt durch seine Tochter Lotte Reinhardt. Am 29. Dezember 1964 übergab Lotte Reinhardt Zeitungsausschnitte und Schriften. Dabei befanden sich auch von Professor Ernst gefertigte Abschriften. Die abgegebenen Archivalien wurden geordnet, erfasst und zu den entsprechenden Büschelnummern gelegt. Darüber hinaus wurden zwei neue Büschel gebildet. Damit hatte sich der Umfang des Nachlasses auf 58 Mappen vergrößert. Weitere Archivalienabgaben erfolgten durch Lotte Reinhardt am 27. August 1969, am 7. März 1970, am 12. März 1973, am 6. Februar 1978, im April 1978, am 16. August 1978 und am 26. Januar 1987. Die Stücke umfassten vor allem private Korrespondenzen Walther Reinhardts (Briefe an die Eltern, Ehefrau, Kinder) und Zeitungsausschnitte. Diese Dokumente waren bisher unverzeichnet.Der Bestand M 660/034 wurde im September 2010 von der Anwärterin Sylvia Günteroth unter Anleitung von Dr. Wolfgang Mährle neu erschlossen. Im Zuge dieser Arbeiten erfolgte eine Klassifikation der Unterlagen, welche die bisherige chronologische Ordnung ablöste. Die Zuweisung der bis 1964 ins Archiv gekommenen Dokumente zu einzelnen Büscheln sowie die Gliederung dieser Archivalieneinheiten in Unterfaszikel sind beibehalten worden. Die vorhandenen Titelaufnahmen wurden behutsam überarbeitet. Die bisher noch nicht verzeichneten Archivalien, die zwischen 1969 und 1987 ins Archiv gelangt waren, wurden geordnet und verzeichnet. Der Nachlass Walther Reinhardts umfasst jetzt 89 Büschel mit einem Gesamtumfang von 1,6 lfd.m. 3. Quellen- und Literaturhinweise: Quellen:- Personalakte Walther Reinhardts: M 430/2 Bü 1684;- Biografische Dokumente: E 130b Bü 235, Q 3/60 Bü 29, Q 3/60 Bü 32, Q 3/60 Bü 47; M 743/1 Bü 11- Fotografien: Q 3/60 Bü 32; M 703 R 170N19; M 703 R190N10; M 703 R191N17; M 707 Nr. 1213; M 743/1 Bü 11Publikationen Walther Reinhardts (Auswahl):- Reinhardt, Walther: Sechs Monate Westfront: Feldzugserlebnisse eines Artillerie-Offiziers in Belgien, Flandern und der Champagne, 3. Auflage, Berlin 1915.- Reinhardt, Walther: In der Picardie: Bilder aus dem Stellungskrieg im Westen, 3. Auflage, Berlin 1917.- Reinhardt, Walther/Zenker, Hans: Wehrwille und Wehrgedanke in Deutschlands Jugend: 2 Vorträge auf der Freusburger Schulungswoche 1929, Berlin-Charlottenburg 1930.- Reinhardt, Walther: George Washington. Die Geschichte einer Staatsgründung, Frankfurt 1931.- Reinhardt, Walther: Wehrkraft und Wehrwille: aus seinem Nachlass mit einer Lebensbeschreibung Walther Reinhardt, Berlin 1932.Literatur:- Ernst, Fritz: Aus dem Nachlass des Generals Walther Reinhardt, Stuttgart 1958.- Kohlhaas, Wilhelm: Walther Reinhardt: General der Infanterie, 1872-1930, in: Lebensbilder aus Schwaben und Franken, 17. Band, Stuttgart 1991, S. 306-316. - Mulligan, William: The creation of the modern German Army: General Walther Reinhardt and the Weimar Republic, 1914-1930, New York 2005.Stuttgart, im Mai 2011Dr. Wolfgang MährleSylvia Günteroth
        Militärpolitische Berichte: Bd. 3
        BArch, RM 6/241 · Akt(e) · Jan. 1919
        Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

        Enthält u.a.: Lage in Posen, Westpreußen, Ostpreußen, Oberschlesien; Dienstliche Verhältnisse bei Freiwilligen-Formationen, 1. Jan. 1919; Grenzschutz Ost; Gründung des Deutschen Volksrates Danzig, 3. Jan. 1919; Sonderstellung des bayerischen Heeres; Aufruf der Reichsregierung zur Gestellung von Freiwilligen, 9. Jan. 1919; Bildung von Freiwilligenverbänden, 10. Jan. 1919; Lage in Estland, Lettland und Litauen; Streiks und Demonstrationen im Ruhrgebiet, 11. Jan. 1919; Verlegung der Obersten Heeresleitung nach Osten, Gliederung Grenzschutz Ost und Unterstellung 8. Armee und Generalkommandos, 11. Jan. 1919; Auflösung der Kommandobehörde Oberost, 12. Jan. 1919; Streik der Bergarbeiter in Senftenberg, 15. Jan. 1919; Einrichtung geregelten Dienstbetriebs in Kasernen, 15. Jan. 1919; Auszug aus Rede Reichsministers Matthias Erzberger bei Verhandlungen zur Verlängerung des Waffenstillstandes am 15. Jan. 1919 über Waffenstillstandsbedingungen für Marine; Bericht über Posener Aufstand, 16. Jan. 1919; Resolutionen der Mitglieder des Provinziallandtags Ostpreußens 10. Jan. 1919; General Hans von Seeckt über Lage in Ostpreußen und Oststaat-Plan des Oberpräsidenten Adolf von Batocki, 19. Jan. 1919; Kriegsgliederung Abteilung Lüttwitz, 19. Jan. 1919; Kriegsminister Walther Reinhardt an Offiziere und Unteroffiziere des Heeres, 19. Jan. 1919; Vorläufige Regelung der Kommandogewalt und Stellung der Soldatenräte im Friedensheer, vorläufige Bestimmungen über Bekleidung und Anzug im Friedensheer und vorläufige Bestimmungen über den militärischen Gruß im Friedensheer, 19. Jan. 1919; Stärken der Grenzschutztruppen im Osten 20. Jan. 1919; Proteste von Soldatenräten und Proteste von Offizieren gegen vorläufige Regelungen und Bestimmungen; Korpsbefehl des Kommandierenden Generals Walther von Lüttwitz zur Niederschlagung der Bremer Räterepublik durch Freikorps Gerstenberg, 26. Jan. 1919; Gliederung Grenzschutz Ost, 27. Jan. 1919; Bestimmung über Auflösung der Republikanischen Schutztruppe, 31. Jan. 1919; Mobile Generalkommandos und Divisionen im Grenzschutz Ost, 31. Jan. 1919; Aufruf Freiwilligenkorps Schlesien, Jan. 1919

        Militärpolitische Berichte: Bd. 6
        BArch, RM 6/244 · Akt(e) · Apr. 1919
        Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

        Enthält u.a.: Formierung der Republikanischen Schutztruppe, 1. Apr. 1919; Lage in Posen, Westpreußen, Schlesien, Apr. 1919; Unruhen und Streiks in Bremen, Verden, Emden, Leer, Frankfurt am Main, Offenbach, Braunschweig, Stolp und im Ruhrgebiet, März 1919; Lage im Baltikum, Apr. 1919; Erfahrungen aus Kämpfen mit Polen, 3, Apr. 1919; Denkschrift über Regierungsschutztruppen in Bremen, 3. Apr. 1919; Kriegsgliederung Abteilung Lüttwitz 4. Apr. 1919; Freikorps Schleswig-Holstein, 4. Apr. 1919; Bayerisches Freikorps, Apr. 1919; Übersicht über Grenzschutztruppen, Apr. 1919; Tabelle der aufzustellenden Formationen der Reichswehr, 10. Apr. 1919; Abbau des sächsischen Heeres und Neubildung von Sicherheitsformationen, 10. Apr. 1919; Freikorps Schleswig-Holstein, 12. Apr. 1919; Ausführungsbestimmung zur Bildung bayerischer Volkswehr, Apr. 1919; Kriegsgliederung Garde-Kavallerie-Schützen-Korps, 14. Apr. 1919; Vollmacht für Kommissar der Reichsregierung und preußischen Regierung für Ostpreußen und Westpreußen und die besetzten russischen Gebiete, 15. Apr. 1919; Bericht über Operationen VI. Reserve-Korps, 16. Apr. 1919; Gesetz über die Bildung einer vorläufigen Reichsmarine, 16. Apr. 1919; Lage in Bayern, Apr. 1919; Aufgaben der Verbände der Abteilung Lüttwitz, 22. Apr. 1919; Direktive für Truppenführung bei Operation nach München, 23. Apr. 1919; Unterstellungsverhältnisse in neutraler Zone, 25. Apr. 1919; Freikorps Hülsen, 26. Apr. 1919; Leiter der militärischen Vertretung der deutschen Friedensgesandtschaft, 26. Apr. 1919; Übersicht über Freiwilligenverbände und Sicherheitstruppen, 27. Apr. 1919; Schutz der Freiwilligenverbände gegen Verrufserklärungen, 28. Apr. 1919; Marine-Brigade von Loewenfeld, 30. Apr. 1919; Reichswehrminister Gustav Noske an Versammlung von Vertretern der deutschen Studentenschaft, 30. Apr. 1919

        Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen, Kreis Bochum, Landratsamt, Nr. 98 Bd. 2 · Akt(e) · 1852 - 1866
        Teil von Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)

        Enthält: u.a.:Kabinettsorder Friedrich Wilhelms IV. vom 29.04.1852 betr. Mobilmachung; Schriftwechsel über Ausrüstung der Dienstpflichtigen Wilhelm Küper und Skabovius; Heranziehung preußischer Untertanen zu Militärdienst und -steuer im Kanton Schaffhausen; militärische Strafmaßnahmen gegen Marinesoldaten; Vorgänge betr. Unteroffiziersschulen Jülich und Potsdam 1858-1866; Einsatz von Kriegsgefangenen in der Landwirtschaft und beim Staatseisenbahnbau; Annullierung einer Exekutionsstrafe gegen den Dienstpflichtigen Wiesemann; Heranziehung im Ausland befindlicher Preußen zum Kriegsdienst, insbesondere in St. Petersburg; Ausstellung von Wanderpässen für noch nicht zu Militärdiensten herangezogene Handwerker; Kündigung von Pachtverträgen für Exerzierplätze in Wiedenbrück und Minden sowie Kündigung eines Vertrags für einen Schießstand bei Spellen (Gemeinde Voerde); Einsatz des Johanniterordens im Militärmedizinalwesen 1857; Maßnahmen gegen niederländische Werbungen für Kolonialtruppen in Indien; Umgang mit zum Kriegsdienst in ihre Heimatländer einberufenen, in Preußen lebenden Ausländern

        Minister und Ministerialbeamte Lit. A - F
        Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, VI. HA, Nl Althoff, F. T., Nr. 1051 · Akt(e) · 1880 - 1908, ohne Datum
        Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)

        Enthält: - Bartsch, v., Exzellenz, Unterstaatssekretär, Berlin: Meldung seiner Ernennung zum Unterstaatssekretär 23.3.1899, seine Reise nach Paris - Madrid 10.4.1898, Titel "Professor" für Dr. v. Düring 3.7.1900 - Berlepsch, Freiherr Hans Hermann v., Düsseldorf: Teilnahme der Industriellen an der Lösung der sozialen Fragen 11.9.1885, Übersendung der Statuten des "Vereins für Gemeinwohl im Lande Bergen" 21.12.1885 - Berseviczy, Albert v., Staatssekretär, Scheveningen/Niederlande: Danksagung für die ihm zugesandten Empfehlungsschreiben 13.9.1887 - Bitter, v., Exzellenz: Berufung nach Bonn 31.3.1907, Berlin, Übersendung des Entwurfs zum Etat für das meteorologische Institut 23.5.1885, Gratulation für die Ernennung zur "Exzellenz" 7.10.1904 - Bötticher, Karl Heinrich v., Exzellenz, Berlin: Wiederbesetzung der Archivdirektion 2.11.1895, 8.7.1897, Naumburg, Gratulation zum Wilhelmorden 18.11.1906, Empfehlung für v. Borcke zum Kurator von Göttingen o. D., Frau, Magdeburg, Einladung nach Magdeburg 9.6.1899 - Bonitz, Hermann, Unterstaatssekretär, Berlin: Danksagung von Ragaz aus für die Glückwünsche zum 70. Geburtstag 30.7.1884 - Bosse, Minister, Berlin: Bitte um Entschuldigung für seine Abwesenheit beim Komitee (Helmholtzdenkmal) 24.2.1895, Bewerbung von Prof. Liesegang als Chefredakteur der Münchener Allgemeinen Zeitung 6.6.1898 - Brefeld, Minister, Berlin: Einladung zum Mittagessen 2.7.1884 - Bremen, v., Berlin: Meldung zur Ernennung Schwartzskoppfs als Nachfolger von Kügler, sein Austritt 15.3.1901 - Budde, Minister der öffentlichen Arbeiten, Berlin: Einladung zu einem Vortrag, mit Anwesenheit Seiner Majestät 2.2.1903 - Berlepsch, Freiherr v., Minister, Seebach: Empfehlung des Geheimrates Wilhelmi zu einer national ökonomischen Professur 4.7.1897 - Croix, de la, Exzellenz, Berlin: Gratulation, Absage der Einladung zum Diner 16.1.1893 - Csáky, Graf, Exzellenz, (ungarischer Minister für Kultus), Budapest: Übersendung eines Werkes über das ungarische Unterrichtswesen 28.4.1889 - Dernburg, Exzellenz, Grunewald: Einladung zu einer Autofahrt zur Besichtigung der internationalen Luftballon-Wettfahrt 10.10.1906 (fehlt) - Dulheuer, Geheimer Finanzrat, Berlin: Danksagung für das Werk von Lexis "Unterrichtswesen im Deutschen Reich" 20.8.1904 - Dusch, Alexander v., Geheimrat, Ministerium für Justiz, Kultus und Unterricht, Karlsruhe: Übersendung einer Jubelschrift Heidelberg "Acta saecularia" 24.6.1904 - Dombois, Adolf, Erkelenz: Gratulation zum Titel "ordentlicher Professor" 30.12.1880 - Dambach, Exzellenz, Berlin (Post): Ernennung zum "ordentlichen Honorarprofessor" 16.7.1897 - Delbrück, Ludwig, Berlin: Gratulation für die Ernennung zur "Exzellenz" 8.10.1904 - Dittmar, Ministerialdirektor, Darmstadt: Empfehlung für Dr. Horn aus Charlottenburg als Mathematiker für Königsberg 7.11.1896 - Einem, Karl v., (Kriegsminister), Berlin: Empfehlung für die Ernennung des Dr. Dapper aus Kissingen zum Professor 18.10.1905 - Eilsberger, Geheimer Oberregierungsrat, Kultusministerium, Berlin: Danksagung für die Südwestafrika-Medaille 30.3.1908 - Elster, Dr., Geheimer Oberregierungsrat, Kultusministerium, Berlin: Anzeige seiner Ernennung zum Geheimen Oberregierungsrat 2.1.1901, Meldung zum Tod (Selbstmord) seines Sohnes Ernst 10.4.1908 - Ernsthausen, v., Exzellenz, Danzig: Mitteilung über einen Artikel in der Kreuzzeitung zur Gründung der Straßburger Universität 28.2.1883 - Etzdorf, v., Elbing: Danksagung für den Band "landwirtschaftliche Verhandlungen 1990" 23.7.1900 - Eichhorn, v., (Auswärtiges Amt), Berlin: Verschiebung der Konferenz wegen des Orientalischen Seminars 15.6.1896 (fehlt), Aufnahme des jungen Paters in eine hiesige Präparandenanstalt 24.2.1900 (fehlt) - Foerster, Prof. Wilhelm, Geheimrat, Direktor, Sternwarte, Berlin: Gradmessung 29.5.1886, seine Reise nach Neuchâtel 1.6.1886 - Freund, Dr., Geheimer Oberregierungsrat, Ministerium des Innern, Berlin: Mitteilung zur Feier des 70. Geburtstages seines Vaters 18.8.1903 - Friedberg, v., Exzellenz, Berlin: Erziehung der Kinder des Professors v. Savigny 30.3.1890, Einladung zum Mittagessen 3.9.1892 - Falck, v., Geheimer Rat, (Liter. Büro), Berlin: Aufnahme von politischen Nachrichten in die Berliner Correspondenz 11.4.1901, Danksagung für die freundlichen Worte zu seinem Abschied 13.12.1903 - Fleck, F., Geheimer Rat, Minister der öffentlichen Arbeiten: Studienfonds für seinen Sohn 19.4.1899, Präsident der Eisenbahndirektion aus Breslau wegen der Einführung eines neuen Rades an den Eisenbahnwagen 16.10.1882 - Fleischer, Geheimer Rat, Kultusministerium, Berlin: Danksagung für die übersandten Kuchen, Revanche mit Aalen 8.8.1901 (fehlt), Danksagung für den Glückwunsch zur Geburt seiner Tochter 31.12.1902 (fehlt, Gratulation für die Ernennung zur "Exzellenz" 6.10.1904, Einladung zum Dinner 20.6.1908 - Förster, Geheimer Rat, Kultusministerium, Berlin: Zusammenberufung der erweiterten Wissenschaftlichen Deputation 15.9.1902, Artikel im Grenzboten wegen geschlechtlicher Abende bei Studentenverbindungen 19.12.1891.; Aktenmaterial

        Minister und Ministerialbeamte Lit. G - K
        Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, VI. HA, Nl Althoff, F. T., Nr. 1052 · Akt(e) · 1880 - 1908, ohne Datum
        Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)

        Enthält: - Gauß, Wirklicher Geheimer Oberfinanzrat, Berlin: Errichtung eines Katasteramtes in Berlin 20.12.1894 - Goßler, v., Minister, Danzig: Bleichröder-Stiftung für Tuberkulose 28.10.1894 - Glasenapp, v., (Reichsschatzamt), Berlin: Beratungen wegen des Orientalischen Seminars 30.9.1891 - Goeppert, Geheimrat, Kultusministerium, Berlin: Habilitation 20.6.1880 - Goßler, v., Exzellenz, Berlin: Übersendung eines Gedichtes von Felix Dahn zur weiteren Verbreitung o. D., Erholungswünsche 1.8.1886, Frage nach einem geeigneten Schriftsteller für das Abfassen der Geschichte der Hansa 16.4.1896 - Greiff, Exzellenz, Berlin: Einladung zum Zusammentreffen 19.3.1889, Antwort auf eine Originalanfrage von Althoff wegen der nicht Möglichmachung der Verschiebung der Sitzung verbunden mit der Bitte der Vertretung seiner Person in Breslau bei der Beerdigung 29.3.1890 - Groos, Dr. Ernst Gisbert, Regierungsrat, Kultusministerium, Berlin: Mitteilung zum Tod seines Onkels, des Senatspräsidenten Groos 21.7.1908 - Gruner, F., Geheimer Regierungsrat, Berlin: Übersendung seines Handbuches der Unfallversicherung 18.7.1892 - Heeringen, v., Fregattenkapitän, (Reichsmarineamt), Berlin: Danksagungen 27.12.1900, Sache Arons 6.2. o. J. - Halley, Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat, Berlin: Einladung zum Essen 11.3.1902, Übersendung eines Schecks 31.8.1904 - Harder, Geheimer Oberregierungsrat, Berlin: Bitte um die Notizen über Frau v. Leyden für Exzellenz Mirbach 29.12.1900 - Hasse, Prof. Dr. K. E., Geheimer Hofrat, Hannover: Danksagung für den Glückwunsch zum 60. Doktorjubiläum 28.3.1893 (fehlt) - Heerwart, v., (Reichsamt des Innern), Berlin: Konferenz 11.11.1897 - Heim, v., Herzoglicher Staatsminister, Meiningen: Anfrage wegen der Zulassung von Frauen zu den Vorlesungen an den Universitäten in Preußen 9.2.1895 - Heller, (Finanzministerium), Berlin: Mitteilung über den erfolgten Vorschlag seines Schwagers Horstmann zum Extraordinarius 24.6.1898 - Hellwig, (Finanzministerium), Berlin: Mitteilung der Adresse der Frau Minister v. Goßler und über die Ernennung Abbs zum Hofrat 3.9.1888 - Herrmann, Ministerialdirektor, Berlin: Mitteilung zu seinem Sohn wegen der Assistentenstelle bei Lesser 15.6.1901 - Herzog, Exzellenz, Berlin: Einladung zum Skat 17.12.1886, Einladung zum Frühlingsanfang 13.3.1894 - Heyden-Rynsch, v. d., Wirklicher Geheimer Oberbergrat, Nervi/Genua (Italien): Mitteilung über das Schreiben an Minister Bosse wegen des Geheimen Bergrats Arndt 30.11.1897 - Hobrecht, Arthur, Exzellenz, Berlin: Danksagung für die literarische Beschäftigung einer Frau Schmidt 3.9.1886 - Holter, Geheimer Regierungsrat, (Ministerium der öffentlichen Arbeiten), Berlin: Empfehlung eines jungen tüchtigen Mannes 30.11.1887 - Hofmann, Karl v., Staatssekretär, Ministerium für Elsaß-Lothringen, Straßburg: Neujahrsglückwunsch 3.1.1884, ärztliche Kandidaten für Südwestafrika 15.5.1888 - Holle, Ludwig v., Kultusminister, Berlin: Rücksendung der Rektoratsrede von Harnack verbunden mit seinem Dank 19.8.1907 - Hollmann, Friedrich v., Exzellenz, Berlin: Stiftung Böttinger für die Madrider Kapelle und für das Offiziersgenesungsheim 26.3.1907, Entschuldigung wegen der Verwechslung von Böttinger und Ebbinghaus 4.4.1907, Übersendung der Abschrift eines Briefes an Seine Majestät wegen der Förderung des Genesungsheims 7.9.1906, Genesungswunsch 9.11.1906 - Holleben, v., Exzellenz, Stuttgart: Meldung wegen seiner Berufung als Vizepräsident der deutschen Kolonialgesellschaft 27.12.1903 - Hopf, Geheimer Oberregierungsrat, Berlin: Festschrift für den medizinischen Kongress 25.3.1890 - Horn, v., Exzellenz, Berlin: Mitteilung zum Tod seiner Schwiegermutter 25.5.1885 - Hoseus, Dr. H., Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat, Straßburg: Universitätsgesetz 8.1.1887 - Huber, Geheimer Oberregierungsrat, (Reichsamt des Innern), Berlin: Pension für die Witwe des Prof. Roser aus Marburg 2.11.1889 (fehlt) - Hübler, Geheimer Oberregierungsrat, Berlin: Kritik über ein Werk von Wach 28.12. o. J., Einladung zum Abendimbiss 24.7. o. J. - Kern, v., Ministerialdirektor, Stuttgart: Gratulation für die Ernennung zur "Exzellenz" 11.10.1904 - Köhler, Dr., Regierungsrat, Ministerium des Innern, Stuttgart: Danksagung für den Erhalt des Roten Adler IV. Klasse 8.6.1901 - Köpke, Reinhold, Geheimer Rat, Kultusministerium, Berlin: Bericht über eine Examinationsreise 19.7.1899, Gratulation zu den Diamanten zum Kronenorden (lateinisch) 1.3.1906 - Kügler, Dr., Ministerialdirektor, Berlin: Tuberkulosemittel von Koch 13.12.1890, Brief vom Februar 1895 - Keetmann, Ministerialrat, Straßburg: Bitte um Versetzung seines Bruders von Uetersen nach Neuwied 22.1.1888.; Aktenmaterial

        Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, E 203 I · Bestand · 1806-1945 (Vorakten ab 1800, Nachakten bis 1978)
        Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik)

        Vorbemerkung: Mir dem vorliegenden Repertorium wird die Ordnung und Verzeichnung der umfangreichen Akten der Ministerialabteilung für die höheren Schulen und ihrer Vorbehörden (E 202 - E 203 IV), d.h. der Akten über die höheren Schulen in Württemberg ab der Gründung des Königreichs 1806 bis 1945 im wesentlichen abgeschlossen. Während der umfangreiche Bestand E 202 (Repertorium von 1975) die allgemeinen Verwaltungsakten der Behörden enthält, beinhalten die Bestände E 203 I - E 203 IV die bei der Personalverwaltung entstandenen Akten: E 203 I Personalakten von Lehrern an höheren Schulen E 203 II Zulassungsarbeiten für das Lehramt an höheren Schulen E 203 III Personalakten von Verwaltungsbeamten und -angestellten E 203 IV Personalkartei der Lehrer an höheren Schulen Als Oberstudiendirektion 1806 gegründet, 1817 (mit erweitertem Aufgabenbereich) in Studienrat umbenannt, führte die Behörde seit 1903 die Bezeichnung Ministerialabteilung für die höheren Schulen. Ihr oblag die Aufsicht über die evangelisch-theologischen Seminare, über sämtliche Gelehrtenschulen, namentlich die Gymnasien, Lyceen und die Lateinschulen sowie über die Lehranstalten für Gewerbebildung (die polytechnische Schule mit der Winterbaugewerbeschule) und über die höheren und niederen Realschulen. Die unteren Latein- und Realschulen hingegen unterstanden unmittelbar den Ortsschulbehörden und den gemeinschaftlichen Oberämtern. Mit Ausnahme der Universität Tübingen, des Wilhelmstifts und der Elementarschulen führte sie also die Oberaufsicht über sämtliche Bildungsanstalten. Unter diese Aufsicht fielen neben der wissenschaftlichen und sittlichen Bildung der Schüler insbesondere die Anstellung und Entlassung der Lehrer und Diener (mittels Verfügung oder Begutachtung) sowie die Überwachung ihrer Amtsführung. Sie prüfte außerdem die Lehramtskandidaten. Die Ministerialabteilung wurde 1945 aufgehoben; ihre Aufgaben wurden nun von den Kultministerien in Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern wahrgenommen. 1952 erfolgte die Errichtung der Oberschulämter als Mittelbehörden, die z.T. entsprechende Zuständigkeiten erhielten (Näheres über die Behördengeschichte vgl. die Vorbemerkung zu Repertorium E 202). Aus der weitreichenden und sehr umfassenden Zuständigkeit der Ministerialabteilung mag die Bedeutung des hier erschlossenen Bestandes von Personalakten der Lehrer an höheren Schulen ersehen werden. Weit über die persönlichen Lebens- und Laufbahndaten hinaus dokumentieren die einzelnen Personalakten oftmals auch die pädagogische Bewegungs(un)freiheit der Lehrer sowie die Aufsichtsführung der vorgesetzten Behörde. Nicht wenige zunächst im Schuldienst tätige Persönlichkeiten, deren Personalakten hier vorliegen, gelangten später im literarischen, kulturellen oder politischen Leben zu Ansehen und Erfolg: so z.B. die Schriftsteller Gustav Schwab und Dr. D.F. Weinland (Verfasser des "Rulaman"), der Volks- u. Heimatdichter Hermann Otto Heuschele, der württ. Staatspräsident Johannes v. Hieber. Bei den Abschlußarbeiten der Verzeichnung wurden die Personalakten der Verwaltungsbeamten und -angestellten herausgenommen und als Bestand E 203 III ausgegliedert. Im Bestand E 203 I belassen wurden dagegen die Akten der Lehrer, die vom Schuldienst in die Verwaltung überwechselten (darunter befinden sich auch die Präsidenten der Ministerabteilung). Die Abgabe der Akten erfolgte im Jahre 1949/1950 vom damaligen Kultministerium Württemberg-Baden und im Jahre 1977 vom Oberschulamt Stuttgart. Die Ordnung und Verzeichnung der Akten wurde 1977/1978 von den Zeitangestellten Ute Radicke, Ingrid Hermann und Anita Hundsdörfer unter Leitung des Archivangestellten Erwin Biemann und des Archivinspektors z.A. Heinrich Graf durchgeführt. Nach Verzeichnung der beiden (jeweils die Buchstaben A-Z umfassenden) Aktenabgaben nach numerus currens wurden diese zusammengelegt und in einheitliche alphabetische Reichenfolge gebracht. Die Abschlußarbeiten besorgte Archivinspektor z.A. Heinrich Graf. Ludwigsburg, März 1979 Dr. Schmierer

        Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, E 202 · Bestand · 1806-1945 (Nachakten bis 1949)
        Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik)
        1. Zur Behördengeschichte: Im Herzogtum Württemberg wurden die Lateinschulen in der Regel von kirchlichen Stellen errichtet und mit Theologen als Lehrer besetzt. Die örtliche Aufsicht übte das jeweilige "Scholarchat" aus, das dem Kirchenkonvent und dem Konsistorium unterstand. Erst durch das Organisationsmanifest von 1806 (Reyscher XI, 341) wurde für Württemberg eine spezielle weltliche Oberschulbehörde, die Studienoberdirektion bzw. Oberstudiendirektion, geschaffen. Der Präsident dieser Behörde, der zugleich Kanzler der Universität Tübingen war, übte anfangs nur die Oberaufsicht über die Universität, das Tübinger Stift, die evang.-theologischen Seminare und die Gymnasien aus. 1817 erhielt die Oberstudiendirektion die Bezeichnung "Königl. Studienrat". Ihm wurde jetzt auch die Aufsicht über die Lateinschulen übertragen, während die Universität Tübingen unmittelbar dem Ministerium des Kirchen- und Schulwesens unterstellt wurde. Der Studienrat war also mit Ausnahme der Universität, des Wilhelmsstifts und der Elementarschulen, die Oberbehörde für die gesamten Bildungsanstalten. Ihm waren unterstellt die Kreisinspektionen der Lateinschulen, die Lyceen und Gymnasien mit den damit verbundenen Realschulen und Realanstalten des Landes. Neben der Oberaufsicht über alle öffentlichen höheren Schulanstalten überwachte er die wissenschaftliche und sittliche Bildung der Schüler, deren Gesundheitspflege und die Benefizien. Er bestimmte über die Lehrer und Diener, stellte sie ein und entließ sie. Über die Gymnasien, Lyceen und die evang. Seminare hatte der Studienrat die unmittelbare Aufsicht, für die unteren Lateinschulen, die höheren Bürgerschulen und die Realschulen bestand eine Mittelstelle in den gemeinschaftlichen Oberämtern und den Kreisschulinspektoren.Die seit 1839 bestehende polytechnische Schule in Stuttgart, die 1829 als Gewerbeschule in Verbindung mit der Real- und Kunstschule gegründet (Reg.Bl. 1829, S. 16), jedoch 1832 (Reg.Bl. S. 395) von diesen wieder getrennt und als selbständige Lehranstalt weitergeführt wurde, ist durch Verfügung des aus dem von König Friedrich geschaffenen "Geistlichen Departement" hervorgegangenen Ministeriums für das Kirchen- und Schulwesen vom 16. April 1862 § 52 (Reg.Bl. S. 109) unmittelbar ohne Zwischenbehörde dem Ministerium unterstellt worden.Durch Verordnung vom 2.10.1866 Reg.Bl. S. 239) wurde der Studienrat in "Ministerialabteilung für Gelehrten- und Realschulen" umbenannt und dem Ministerium angegliedert. Dadurch wollte man den Geschäftsgang vereinfachen und das Ministerium in eine engere Beziehung zu den Schulanstalten bringen. Als Oberschulbehörde blieb die Ministerialabteilung jedoch Landesmittelbehörde. Der Minister brachte wichtige Gegenstände, die bisher schriftlich vorgelegt werden mussten, meist in den unter seinem Vorsitz tagenden Kollegialberatungen zur Erledigung. Die übrigen, weniger bedeutenden Angelegenheiten wurden von dem Abteilungsvorstand kollegial oder büromäßig abgewickelt. Das Gesetz vom 1.7.1876 (Reg.Bl. S. 267) brachte eine Neuordnung in der örtlichen Aufsicht: Anstalten mit Oberklassen wurden jetzt der Oberstudienbehörde (Ministerialabteilung) unterstellt, die übrigen Schulen von der Ortsschulbehörde beaufsichtigt. Diese Ortsschulkommissionen bestanden aus Ortsvorsteher und Ortsgeistlichen. Sie wurden erst durch das "kleine Schulgesetz" von 1920 aufgehoben und ihre Aufgaben dem Schulvorstand übertragen. Durch Bekanntmachung des Ministeriums des Kirchen- und Schulwesens vom 8.8.1903 (Reg.Bl. S. 456) erhielt die Ministerialabteilung für Gelehrten- und Realschulen die Bezeichnung "Königliche Ministerialabteilung für die höheren Schulen". Ihre Aufgaben blieben dieselben. Ihre Stellung gegenüber den höheren Schulen war eine doppelte: 1. Sie war höchste Instanz in Angelegenheiten, die in die Zuständigkeit des Ministeriums fielen. Dabei wurden wichtige Vorgänge im Wege kollegialer Beratungen unter Vorsitz des Ministers oder seines Stellvertreters erledigt. Die anderen Angelegenheiten wurden im Wege der Berichterstattervorträge abgewickelt. 2. Sie war als selbständiges Landeskollegium Oberschulbehörde auf allen Gebieten des höheren Schulwesens, soweit sie nicht in die unmittelbare Zuständigkeit des Ministeriums selbst fielen.Nach dem Zusammenbruch im Jahre 1945 wurde die Ministerialabteilung als besonderes Amt aufgehoben. Ihre Aufgaben wurden von den Kultusministerien der durch die Besatzungsbehörden getrennten Landesteile in Nord- und Südwürttemberg übernommen. Mit der Wiedervereinigung des Landes und der Gründung des Südweststaats Baden-Württemberg im Jahre 1952 wurden bei den Regierungspräsidien als Mittelinstanzen Oberschulämter errichtet, die einzelne untergeordnete Verwaltungsaufgaben vom Ministerium übernahmen. 2. Zur Bestandsgeschichte: Die vorliegenden Akten sind großenteils in den Jahren 1949 und 1950 (Tgb.-Nr. 287 und 393/49 bzw. 685/50) vom Kultusministerium in Stuttgart eingekommen. Die Akten der Oberstudiendirektion bzw. des Studienrats betr. die Universität Tübingen und die Polytechnische Schule in Stuttgart hatte das Kultusministerium schon 1908 an das Staatsarchiv abgegeben. Beide Bildungsanstalten unterstanden, wie oben erwähnt, seit 1817 bzw. 1862 direkt dem Ministerium. Schließlich hat das Staatsarchiv Sigmaringen 1953 nach der Wiedervereinigung der nach dem Zusammenbruch von 1945 durch die Besatzungsmächte getrennten beiden Landesteile Nordwürttemberg und Südwürttemberg-Hohenzollern, die 1949 nach dorthin gelangten Ortsakten betr. die höheren Schulen aus ihrem Bereich ebenfalls dem Staatsarchiv übergeben.Die Neuordnung des Bestands durch den Unterzeichneten, unter Mithilfe des Archivangestellten W. Böhm, begann im Jahr 1960. Sie wurde durch anderweitige Arbeiten öfters, auch über Jahre hinweg, unterbrochen und kam erst 1971 zum Abschluss. Neben den Akten der Oberstudiendirektion (1806-1817) bzw. des Studienrats (ab 1817) und der Ministerialabteilung (ab 1866) enthält der Bestand auch die Akten des Konsistoriums über die Lateinschulen für die Jahre 1806-1817. Auch die Akten der für das höhere Mädchenschulwesen in den Jahren 1877-1905 bestehenden Kommission für die höheren Mädchenschulen (errichtet durch Gesetz vom 30.12.1877, Reg.Bl. S. 294; aufgehoben durch Gesetz vom 30.12.1877, Reg.Bl. S. 294; aufgehoben durch Gesetz vom 27.7.1903, Reg.Bl. S. 254) wurden, da ihre Aufgaben später von der Ministerialabteilung für die höheren Schulen übernommen wurden, hier belassen. Schließlich finden sich noch vereinzelt Akten verschiedener Provenienz, meist Vorakten, die aus Zweckmäßigkeitsgründen in dem Bestand belassen, an zugehöriger Stelle aber als solche gekennzeichnet wurden.Der Bestand umfasst jetzt 1805 Büschel = 42 lfd. m. Akten gleicher Provenienz enthalten die Bestände E 203 I (Personalakten der Lehrer) und E 203 II (Zulassungsarbeiten für das Lehramt an höheren Schulen).Ludwigsburg, August 1973W. Bürkle
        Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 40/59 · Bestand · (1804) 1806 - 1920
        Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
        1. Geschichte des Ministeriums: Zur allgemeinen Geschichte des württembergischen Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten sowie den Aufbau der Gesamtregistratur wird auf das Vorwort von Wilfried Braunn zu Bestand E 40/72 verwiesen. 2. Vorgefundener Zustand und Bildung des Bestandes E 40/59: Der Bestand E 40/59 setzt sich aus folgenden Rubriken zusammen: 1. "Abzug" aus Bestand E 46 2. "Abzugsverhandlungen mit auswärtigen Höfen" aus Bestand E 41 Verz. 63 3. "Auswanderungen" aus den Beständen E 41 Verz. 63 und E 46 4. "Beurkundungen" aus E 49 Verz. 2 5. "Interna" aus E 41 Verz. 63 und E 49 Verz. 8, sofern thematisch zum Bestand gehörig 6. "Polizei" / "Polizeisachen" aus E 36 Verz 19 und E 41 Verz. 63, sofern thematisch zum Bestand gehörig 7. "Reisen" aus den Beständen E 46 und E 49 Verz. 16 8. "Reisen Sr. Majestät des Königs u. der königl. Familie" aus Bestand E 41 Verz. 63 Dazu kommen einzelne Unterlagen, die aus Provenienzgründen aus Bestand E 130 b entnommen wurden sowie einige Stücke aus E 36 Verz. 60. Der Bestand dokumentiert also nicht nur das im 19. Jahrhundert besonders stark ausgeprägte Auswandererwesen, sondern auch die Bemühungen um die Abschaffung von Abzugsgebühren und Nachsteuer bei der Transferierung von Vermögenswerten zwischen den einzelnen deutschen Bundesstaaten. Weitere Schwerpunkte bilden die Reisen der württembergischen Könige und von Mitgliedern der königlichen Familie, insbesondere aus der Zeit König Wilhelms I. von Württemberg, Reisen von württembergischen Staatsbürgern sowie Angelegenheiten des Passwesens (auch Ausstellung von Wanderbüchern für Handwerksgesellen), der Heimatverhältnisse und der Staatsangehörigkeit. Einige Abgrenzungsprobleme ergaben sich zu Bestand E 40/54 (Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten betr. Polizeiwesen). Dorthin wurden u. a. die Unterlagen betr. Ausweisung / Abschiebung von Verbrechern und Vaganten, Aufenthaltsrecht in der Residenzstadt Stuttgart und Nachforschungen nach vermissten Personen gezogen, falls konkret Polizeibehörden involviert waren. Die Problematik ergab sich insbesondere dadurch, dass zahlreiche Heimatrechts- und Staatsangehörigkeitsangelegenheiten ursprünglich unter der Rubrik "Polizei" / "Polizeisachen" abgelegt waren, was aus Sicht des heutigen Benutzers nur noch schwer nachvollziehbar sein dürfte, weshalb der vorliegende Bestand letztlich einen wesentlich größeren Umfang aufweist als zunächst angenommen. Unterlagen über die Reisen der Minister der auswärtigen Angelegenheiten und auch anderer württembergischer Minister wurden zu Bestand E 40/31 gezogen, Reisen von Adligen finden sich z. T. auch in Bestand E 40/33. Die Verzeichnungsarbeiten wurden Ende der 1990er Jahre von Dr. Kurt Hochstuhl begonnen und 2010 durch den Unterzeichneten abgeschlossen. Der Bestand umfasst 1026 Büschel bzw. 7,5 lfd. m. Stuttgart, im März 2011 Johannes Renz
        Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 40/18 · Bestand · (1792 -) 1806 - 1918 (- 1924)
        Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

        Vorbemerkung: Der vorliegende Bestand umfasst Unterlagen des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten zur allgemeinen und ressortübergreifenden württembergischen Außenpolitik in Bezug auf außerdeutsche Staaten in Europa und der restlichen Welt. Hierzu zählt auch das Kaiserreich Österreich (-Ungarn), das bereits bei seiner Gründung 1804/06 große außerdeutsche Gebiete besaß und welches nach dem Krieg gegen Preußen im Jahre 1866 komplett aus Deutschland ausschied. Unterlagen über die restlichen Staaten des Rheinbundes, des Deutschen Bundes und des Deutschen Kaiserreichs ab 1871 - also auch (Gesamt-) Preußen - wurden zu einem Großteil dem Bestand E 40/14 zugewiesen, diejenigen über das Reichsland Elsass-Lothringen im Zeitraum von 1871 - 1918 wiederum finden sich im Bestand E 40/16. Der Bestand setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Teilen zusammen: E 36 Verz. 60: Einschlägige Teile der Rubriken "Frankreich" und "Österreich" E 41 Verz. 63: Rubrik "Verschiedene Staaten" mit Unterrubriken, sofern es sich um außerdeutsche Staaten handelt E 46 (Rubriken nach Staaten) E 49 Verz. 21 und 22 (Rubriken nach Staaten) E 49 Nachtrag 1938 Eine ausführliche Behördengeschichte des Ministeriums findet sich im Vorwort zu Bestand E 40/10, worauf an dieser Stelle verwiesen wird. Die Länderrubriken entsprechen der Zusammensetzung der Staatenwelt im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Dabei finden sich z. B. zahlreiche italienische Klein- und Mittelstaaten als Vorgänger des Königreichs Italien für die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts als eigene Rubriken. Unterlagen über den Kolonialbesitz verschiedener europäischer Staaten finden sich sowohl unter der Rubrik des Mutterlandes als auch unter eigenen Rubriken (Australien, Südafrika). Aus inhaltlichen Gründen wurden jedoch nicht alle Unterlagen, die unter den "Länderrubriken" abgelegt waren, in die Bestände E 40/14 bzw. E 40/18 eingeordnet. Sofern in den Akten keine allgemeinpolitischen oder ressortübergreifenden Angelegenheiten beinhalteten, erfolgte die Einordnung in die Bestände E 40/54 - E 40/78. Die Bildung und archivische Erschließung des Bestandes wurde von Dr. Kurt Hochstuhl begonnen und später vom Unterzeichneten fortgeführt. Der neu gebildete Bestand umfasst nunmehr 540 Büschel bzw. 6,21 lfd. Regalmeter. Stuttgart, im Februar 2011 Johannes Renz b) Nationalitätskennzeichen: [A] Österreich [AUS] Australien [BG] Bulgarien [BIH] Bosnien-Herzegowina [BR] Brasilien [CH] Schweiz [CHN] Volksrepublik China [CZ] Tschechien [DK] Dänemark [DZ] Algerien [E] Spanien [ET] Ägypten [F] Frankreich [GB] Großbritannien und Nordirland [GEO] Georgien [GR] Griechenland [H] Ungarn [I] Italien [IND] Indien [IR] Iran [IRL] Irland [J] Japan [MA] Marokko [NL] Niederlande [PE] Peru [PL] Polen [PY] Paraguay [RA] Argentinien [RO] Rumänien [RUS] Russland [SYR] Syrien [TR] Türkei [UA] Ukraine [USA] Vereinigte Staaten von Amerika

        Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 50/01 · Bestand · 1816-1866
        Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

        Vorwort: Der Deutsche Bund, ein durch die Bundesakte vom 8. Juni 1815 auf dem Wiener Kongress geschaffener Staatenbund, umfasste anfangs 34, zuletzt 28 souveräne Fürsten und vier freie Städte. Ihm gehörten auch Dänemark für Holstein und Lauenburg, England für Hannover (bis 1837) und die Niederlande für Luxemburg und Limburg (ab 1839) an. Einziges Bundesorgan war die Bundesversammlung (auch Bundestag genannt) in Frankfurt a. M., die nach längeren Vorverhandlungen am 5. November 1816 erstmals zusammentrat und in der Österreich als Präsidialmacht den Vorsitz führte. Ihr unterstanden verschiedene Kommissionen und andere Einrichtungen wie die Bundeskanzleidirektion, die Militärkommission, die Zentraluntersuchungskommission und die Bundeszentralbehörde. Die Entwicklung des Deutschen Bundes zu einem Nationalstaat blieb durch die garantierte Souveränität der Mitgliedsstaaten und durch den Dualismus der beiden Großmächte Österreich und Preußen sowie die enge Verbindung Österreichs zu seinen nichtdeutschen Gebieten unmöglich. Verhängnisvoll wurde der Ausbau der Bundesverfassung im reaktionären Sinn. Die dadurch ausgelöste Revolution von 1848/49 suchte den Deutschen Bund zu einem nationalen Bundesstaat umzuformen. Die Bundesversammlung übertrug ihre Befugnisse an den Reichsverweser und stellte ihre Tätigkeit am 28. Juni 1848 ein. Nach dem Scheitern der Revolution stellte Österreich, zunächst gegen Preußen, im Sommer 1850 den Bundestag wieder her. Auch Preußen und seine Bundesgenossen kehrten nach dem Misslingen der Unionspläne von Olmütz und der Dresdner Konferenzen zur Reform des Bundes in den Bundestag zurück, der am 14. Mai 1851 seine Tätigkeit wieder aufnahm. Weitere Reformversuche in der Folgezeit scheiterten. Der Deutsche Bund zerbrach schließlich im österreichisch-preußischen Konflikt. Im Prager Frieden vom August 1866 erkannte Österreich die Auflösung des Bundes an. Die Württembergische Gesandtschaft beim Bundestag bzw. der provisorischen Zentralgewalt für Deutschland 1848/49 bestand von 1815 bis 1866. Sie hatte über alle politischen Angelegenheiten, die in der Bundesversammlung verhandelt wurden, dem Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten zu berichten. Das Ministerium entschied dann über das weitere Vorgehen und veranlasste die Durchsetzung der Frankfurter Beschlüsse im Innern Württembergs. Wie das Referat so hatten im Ministerium auch die Akten über die Bundestagsangelegenheiten eine herausgehobene Stellung. Eigene, von den Tagebüchern der Hauptregistratur getrennt geführte Diarien lassen sich von November 1816 bis Dezember 1849 nachweisen (E 59 Bde. 181-231). Zur Unterscheidung des allgemeinen, in blauen Umschlägen verwahrten Schriftguts des Ministeriums wurden diese Akten in rötlichen Faszikeln abgelegt, wie es auch Paragraph 14a der Vorschrift für die Geschäftsbehandlung beim Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten vom Januar 1824 festlegte (E 40/31 Bü 32). Die Vergabe der Aktenzeichen scheint anfangs nach einer alphabetischen Gliederung (wie im Vorwort des Findbuchs zum Bestand E 65 beschrieben) erfolgt zu sein. Doch muß sich dieses Schema bald als unbrauchbar erwiesen haben. Jedenfalls kam es in den zwanziger Jahren in der Registratur zu Umordnungen, wobei eine neue Systematik mit leichten Sachaktenansätzen nach chronologischer Reihung eingeführt wurde. Nur bei der Serie der Gesandtenberichte wurde die alte Ordnung noch bis ca. 1845 beibehalten. Die Akten müssen zwischen 1872 und 1904 aus der geheimen Registratur des Ministeriums an die Archivdirektion abgegeben worden sein. Sie wurden - nach vorübergehender Lagerung im Staatsfilialarchiv Ludwigsburg - an das Staatsarchiv Stuttgart zur Verwahrung weitergeleitet. Das Staatsfilialarchiv fertigte auch Abgabelisten ("Bundesakten" Verz. ad 57 und "Zoll- und Handelssachen" Lit. F) an. Bei der Abgabe scheinen nach Vermerken auf verschiedenen Umschlägen auch Kassationen vorgesehen worden zu sein, die aber dann aus nicht mehr bekannten Gründen unterblieben. : Das vorliegende Verzeichnis vereinigt die Akten des Außenministeriums betr. die Württembergische Bundestagsgesandtschaft in Frankfurt a. M. aus verschiedenen Beständen. Den Hauptteil bilden Archivalien aus E 65 Verz. 24, 40 und 57 und E 36 Lit. F. Ferner wurden einige Gesandtschaftsakten, die bereits in den achtziger Jahren verzeichnet worden waren, hierher gezogen. Die unter dem Stichwort "Reklamationen" zusammengefassten Archivalien wurden aufgelöst und wie der Gesamtbestand nach dem Sachaktenprinzip gegliedert. Erst nach der Zeit der Auflösung des Deutschen Bundes 1866 erwachsene Akten wurden den entsprechenden Beständen von E 40 zugewiesen, ebenso nach dem Provenienzprinzip bei anderen Ministerien entstandene Schriftstücke dorthin zurückgelegt. Von einigen im Ministerium umgeordneten Akten waren nur noch leere Umschläge vorhanden; diese wurden kassiert. Protokolle der Bundesversammlung vom Oktober 1816 bis 1863 und der Militärkommission von 1837 bis 1861 liegen im Drucksachenraum des Hauptstaatsarchivs vor. Weitere Protokolle der Militärkommission werden außerdem in E 40/72 Bü 250-262 verwahrt. Diese Protokolle wurden daher bei der Verzeichnung nicht erfasst. Alte Paginierungen sind obsolet. Der Bestand zeichnet ein sehr anschauliches Bild über die Zeit des Deutschen Bundes und der provisorischen Zentralgewalt 1848/49 im gesamten Deutschland. Er enthält Unterlagen über die Beschlüsse des Bundestags und deren Umsetzung in Württemberg und damit auch Material über innerwürttembergische Vorgänge. Die Gegenüberlieferung - jedoch in weit geringerem Umfang - befindet sich im Bestand E 65. Die Verzeichnung erfolgte von 1980 bis 1983 und ab 1997 im Rahmen der Ausbildung durch die Archivreferendarinnen und -referendare Ronald Asch, Irmtraud Betz, Ernst Otto Bräunche, Elke Koch, Carl-Jochen Müller, Andreas Schmauder, Wolfgang Stetter und Volker Trugenberger sowie durch die Archivinspektoranwärterinnen und -anwärter André Kayser, Thomas Krause, Sandra Krischel, Alexander Rantasa, Caroline Schach und Nicole Schütz. Im Anschluss daran verzeichnete Wilfried Braunn den Rest. Die online-fähige Klassifikation des Bestandes sowie die weiteren Redaktionsarbeiten übernahmen die Unterzeichneten. Die Übertragung der auf Verzeichnungsformularen gefertigten Titelaufnahmen in MIDOSA 95-Datensätze nahmen Frau Tanja Bürger, Frau Anna-Maria Diener und Frau Gisela Filipitsch vor, die Verpackung der Archivboxen besorgten Wilhelm Gieb und Doris Köhler. Der vorliegende Bestand enthält jetzt 1737 Nummern (die Ordnungsnummer 1433 ist nicht belegt) im Umfang von 43,1 lfd. m bei einer Laufzeit von 1815 bis 1866, darunter Vorakten ab 1771 und Nachakten bis 1875. Einzelne Schriftstücke zur Wirtschaftsgeschichte bis 1833 finden sich gedruckt bei: Vorgeschichte und Begründung des Deutschen Zollvereins 1815-1834. Akten der Staaten des Deutschen Bundes und der europäischen Mächte. Bearbeitet von W. v. Eisenhart Rothe und A. Ritthaler, Band I-III, Berlin 1934. Stuttgart, im Juni 2001 Wilfried Braunn Sabine Schnell

        Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 40/72 · Bestand · 1806-1920 (Nachakten bis 1922)
        Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

        Geschichte des Ministeriums: Das württembergische Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten, anfänglich auch Kabinettsministerium genannt und von zwei Ministern geleitet, bestand seit dem 1. Januar 1806. Nach dem Organisationsmanifest vom 18. März 1806 hatte es "alle Verhandlungen mit Auswärtigen, die Aufrechterhaltung und genaue Befolgung der bestehenden Traktaten, die Korrespondenz mit auswärtigen Ministern, die Ausfertigung der öffentlichen Korrespondenz des Königs mit anderen Regenten und Gouvernements, die Angelegenheiten des königlichen Hauses, das Zeremoniell mit Auswärtigen, das Zeremoniell im Innern, die Direktion des Postwesens, Ordensangelegenheiten, Standeserhöhungen, die Verwendung für die königlichen Untertanen im Auslande, Ausfertigung von Pässen und Beurkundung von Dokumenten, die für dasselbe bestimmt sind" zu besorgen. Es führte ferner die Aufsicht über die Polizei in den Residenzen Stuttgart und Ludwigsburg. Durch Dekret vom 12. Februar 1812 wurde dieser Bereich vom Ministerium getrennt und ein selbständiges Polizeiministerium mit erweiterten Kompetenzen errichtet. Nach der Verordnung vom 8. November 1816 betr. die Organisation des Geheimen Rats oblagen dem Minister der auswärtigen Angelegenheiten im wesentlichen die im Organisationsmanifest beschriebenen Aufgaben. Lediglich die Post wurde dem Ministerium des Innern untergeordnet, soweit sie nicht in den Bereich des Hauses Thurn und Taxis fiel. Für die Ordensangelegenheiten war nun der Ordenskanzler, gewöhnlich der Minister der auswärtigen Angelegenheiten zuständig, in die Verwaltung der Adelsangelegenheiten teilten sich die Ministerien der auswärtigen Angelegenheiten und des Innern. Ein königliches Reskript vom 19. Juli 1819 genehmigte für den inneren Dienst des Ministeriums eine Einteilung in zwei Sektionen, eine allgemein politische und eine Rechtsabteilung. Jene besorgte den politisch-diplomatischen Verkehr, diese die Konsulats- und die Angelegenheiten der internationalen Rechtshilfe. Die 1864 neben der politischen Abteilung eingerichtete Verkehrsabteilung führte die Aufsicht über die Generaldirektionen der Württembergischen Posten und Telegraphen und der Staatseisenbahnen. Unter dem Ministerium standen ferner die Gesandten, Konsuln und sonstigen diplomatischen Agenten, das Haus- und Staatsarchiv, der Lehenrat und die Zensurkommission bis zur Aufhebung 1848. Nach der Reichsgründung 1871 bestand das Ministerium mit eingeschränkter Aufgabenstellung weiter. Nachdem bereits durch Verfügung des Staatspräsidenten mit Wirkung vom 1. Januar 1920 die Kanzlei der politischen Abteilung mit derjenigen des Staatsministeriums zusammengelegt worden war, wurde das Außenministerium durch Gesetz vom 29. April 1920 endgültig aufgehoben; die ihm noch verbliebenen Aufgaben fielen an das Staatsministerium. Die Gesamtregistratur: Das Schriftgut der politischen Abteilung des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten war nach einem Rubrikenschema geordnet. Innerhalb der einzelnen Rubriken waren die Akten in der Regel chronologisch nach Hauptfaszikeln, diese wiederum nach Unterfaszikeln geordnet und nummeriert. Die Rubrikenbezeichnungen konnten sich im Laufe der Zeit ändern (so z. B. bei den "Verwendungen"). War so schon die Ordnung in der Registratur des Ministeriums gestört, so wurde sie durch die zahlreichen Ablieferungen zwischen 1872 und 1938 an das Haus- und Staatsarchiv vollends unübersichtlich; denn diese Ministerialakten, manchmal vermischt mit Unterlagen nachgeordneter Behörden, wurden je nach Datum der Abgabe auf die Bestände zwischen E 36 und E 65 verteilt. Als Findmittel dienten nur die meist unzureichenden, teilweise auch handschriftlichen und schwer entzifferbaren Übergabeverzeichnisse. Die in den 1960er Jahren begonnene Ordnung hat zum Ziel, "Rubriken-Bestände" entsprechend den im Außenministerium verwendeten Rubriken zu bilden. Dabei werden sachlich zusammengehörige Rubriken in einem Bestand zusammengefasst, die Rubriken "Varia" und "Verwendungen" dagegen aufgelöst und bei den entsprechenden Sachrubriken eingeordnet. Vorgefundener Zustand und Bildung des Bestands E 40/72: Der Bestand E40/72 setzt sich aus den folgenden Rubriken zusammen: 1. "Kriegssachen" aus den Beständen E 36 Verz. 18, E 46 und E 52, Umfang ca. 3,3 lfd. m 2. "Deutsche Angelegenheiten 1866-1871" aus dem Bestand E 41 I. Anhang, Umfang ca. 2,5 lfd. m 3. "Krieg" (betr. I. Weltkrieg) aus dem Bestand E 49 Verz. 12, Umfang ca. 7,5 lfd. m 4. "Verwendungen" und "Varia" (betr. militärische Angelegenheiten) sowie Schriftstücke ohne erkennbare Registraturbezeichnungen aus den Beständen E 36 Verz. 14 und 58, E 41 Verz. 63 und E 49 Ablieferung 1938, Umfang ca. 0,7 lfd. m Den größeren Teil des Bestands bilden demnach Unterlagen aus dem Ersten Weltkrieg. Offensichtlich hat die Registraturbildung beim Ministerium mit der allgemeinen zeitlichen Entwicklung nicht Schritt halten können, denn man bildete dort unter dem Aktenzeichen" Krieg 1 Allgemeines" Serienakten, die bei der Aufhebung des Ministeriums 41 Bunde (insgesamt 5,5 lfd. m) mit 16339 Quadrangeln umfassten. Ähnlich verhielt es sich mit dem Aktenzeichen "Krieg 4 Kriegsziele und Friedensschluss" (insgesamt 1,5 lfd. m), wobei man allerdings zwischen allgemeinen Akten und der Gliederung nach Staaten unterschied. Erst allmählich, vor allem gegen Kriegsende, ist man zur Bildung von Sachakten übergegangen; dabei wurden auch den allgemeinen Akten Schriftstücke entnommen. Bei der Neuformierung erwies es sich daher als notwendig, diese beiden großen Blöcke zugunsten des Sachaktenprinzips aufzulösen. Dabei wurden stellenweise Feuchtigkeits- und Schimmelschäden festgestellt, wobei nach Rücksprache höheren Orts bei größeren Schäden, vor allem bei drohendem weiteren Schriftverlust die Schriftstücke kopiert wurden. Auffallend sind auch Lücken bei den allgemeinen Akten; Hinweise lassen darauf schließen, dass manche Schriftstücke nachträglich zu den Gesandtschaftsakten und zu den "Bundesakten" (B. A. ) gelegt wurden; einzelne im "eisernen Schrank" verwahrte Geheimakten scheinen verlorengegangen zu sein. Erwähnenswert ist ferner die umfangreiche Zeitungsausschnittssammlung, die sich jetzt bei den Sachakten findet und eine einzigartige Dokumentation darstellt. Da sich der Gesamtbestand E 40/72 aus chronologisch gereihten Rubriken zusammensetzt, erschien auch hier die Gliederung nach dem Sachaktenprinzip erforderlich; Überschneidungen ließen sich dabei allerdings nicht ganz vermeiden. Akten des Konferenz- und des Armeeministeriums wurden zu den Beständen E 272 und E 273 gezogen, Schriftstücke der Provenienz Kriegsministerium an das Militärarchiv abgegeben, im Übrigen nur Doppelstücke und leere Blätter kassiert. In verschiedenen Büscheln des Gesamtbestands angebrachte Paginierungen sind obsolet geworden. Der Restbestand umfasst 831 Nummern mit 13,7 lfd. m Umfang. Stuttgart, im Juli 1997 Wilfried Braunn Vorbemerkung zur Neuauflage des Findbuchs 2011: Bei der Einarbeitung der ältesten Ablieferung des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten (frühere Signatur E 36) in die neue Beständestruktur im Jahr 2007 stellte sich heraus, dass sich insbesondere in Verz. 60, das ausschließlich nach Länderrubriken geordnet war, zahlreiche weitere Akten betr. Kriegssachen und Militärangelegenheiten befanden. Da sich diese inhaltlich nicht wesentlich von den bereits im Bestand E 40/72 befindlichen Unterlagen unterschieden, erschien eine pauschale Einordnung in die Bestände zur allgemeinen Außenpolitik (E 40/14 bzw. E 40/18) nicht im Sinne der in den 90er Jahren neu entworfenen Beständestruktur. Um eine auch aus Benutzersicht nachvollziehbare Beständestruktur weiterhin zu gewährleisten, wurden diese Nachträge daher in den vorliegenden Bestand mit eingearbeitet und das Findbuch aufgrund des doch umfangreichen Zuwachses neu aufgelegt. Geringfügige inhaltliche Überschneidungen ergeben sich mit den Beständen E 40/54 (Polizeiwesen) in Bezug auf Landjäger- und Gendarmerieangelegenheiten sowie E 40/59 (Abzug, Aus- und Einwanderung, Reisen, Staatsbürgerrecht) in Bezug auf Württemberger in ausländischen Militärdiensten (z. B. Fremdenlegion) und die Konskriptionspflicht von Württembergern im Ausland. Der Bestand umfasst nunmehr 1074 Büschel bzw. 16,0 lfd. Regalmeter. Stuttgart, im März 2011 Johannes Renz

        Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 40/37 · Bestand · 1807-1917
        Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

        Vorbemerkung: Der vorliegende Bestand enthält vorwiegend Unterlagen der ehemaligen Rubrik "Impressa", die ursprünglich zu den Polizeisachen gezogen wurden. Es zeigte sich dann jedoch, dass es in den meisten Fällen nicht um Zensurangelegenheiten, sondern um Empfang und ggf. Weiterleitung gedruckter Publikationen aus anderen deutschen Bundesstaaten oder aus dem Ausland ging. Auf Grund der doch recht großen Menge solcher Akten empfahl sich die Bildung eines eigenen Bestandes nach Vorbild des Bestandes E 5 (Königliches Kabinett I: Einsendungen von Schriften und Kunstsachen). In Abgrenzung dazu befinden sich die Unterlagen betr. Zensurangelegenheiten je nach Provenienz in den Beständen E 40/54 (Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten betr. Polizeisachen) und E 63/3 (Zensurkommission). Unterlagen über die Schriftgutsammlungen des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten wurden zu Bestand E 40/31 gezogen. Die Bestandsbildung und Erschließung der Unterlagen erfolgte im Herbst 2009 durch den Unterzeichneten auf der Basis der von Kurt Hochstuhl in den 1990er Jahren angefertigten Titelaufnahmen. Der Bestand enthält insgesamt 799 Büschel bzw. 5,2 lfd. m. Stuttgart, im März 2011 Johannes Renz

        Ministerium der öffentlichen Arbeiten
        Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 93 B · Bestand
        Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)

        Die Zuständigkeit für das Bauwesen hat seit Einführung der Ministerialverfassung in Preußen im Jahre 1808 mehrfach gewechselt. Seit 1808 wurden Bauangelegenheiten in der 2. Sektion für Gewerbepolizei im Ministerium des Innern bearbeitet, im Jahre 1814 gingen sie auf das Finanzministerium über. 1817 wurde aus der entsprechenden Sektion ein eigenständiges Ministerium für Handel, Gewerbe und Bauwesen gebildet, das 1825 bereits wieder aufgelöst wurde. Nach Auflösung dieses Ministeriums wurden die Bausachen nacheinander verschiedenen Ministerien zugewiesen und gelangten im Jahre 1837 wieder an das Finanzministerium, bei dem sie bis zur Gründung des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten im Jahre 1878 verblieben. Dem neugeschaffenen Ministerium wurde auch das Eisenbahnwesen unterstellt (siehe: I. HA Rep. 93 E). Als Zentralbehörde für den Hochbau, das Eisenbahn-, Straßen- und Wasserbauwesen war das Ministerium mit seinen nachgeordneten Behörden und Einrichtungen verantwortlich für die Planung, Projektierung und Überwachung der Ausführung der durch den Staat in den genannten Bereichen vorgenommenen Bauten. Bei Errichtung von Militärbauten arbeitete das Ministerium mit den Militärbaubehörden zusammen. Bei der Auflösung des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten im Jahre 1921 gingen die Eisenbahnverwaltung sowie ein Teil der Wasser- und Wegebausachen auf das Reich über. Das übrige Ressort wurde unter den preußischen Ministerien für Handel und Gewerbe, für Landwirtschaft, Domänen und Forsten und für Finanzen aufgeteilt. Der Hochbau gelangte an das Finanzministerium und bildete dort eine eigene Abteilung. Zur Geschichte des Ministeriums (einschließlich der Vorbehörden) liegt eine eingehende Untersuchung von Heinrich Waldmann vor. Die Arbeit enthält als Anlage V auch eine Übersicht über die vom Ministerium herausgegebenen Periodika. Die Verzeichnung und Ordnung der Bauabteilung des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten erfolgte im Jahre 1968 durch die Archivarin Maria Lehmann unter Anleitung des Referenten Heinrich Waldmann. Zugleich wurden die vor Gründung des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten bei anderen Ministerien erwachsenen Akten in diesem Bestand zusammengeführt. Das gilt auch für Akten der Hochbauabteilung des Finanzministeriums, soweit diese provenienz-mäßig dem Ministerium der öffentlichen Arbeiten zuzuordnen waren. Der Bestand Ministerium der öffentlichen Arbeiten gliedert sich in vier Abteilungen: 1 Verwaltung 2 Hochbau 3 Straßen- und Brückenbau 4 Wasserbau In den Jahren 1995/96 wurde der in Dahlem verbliebene Teil des Bestandes Ministerium der öffentlichen Arbeiten (208 VE) aufgelöst und größtenteils in den Bestand I. HA Rep. 93 B Ministerium der öffentlichen Arbeiten eingearbeitet. 61 Aktenbände wurden der Eisenbahnabteilung (I. HA Rep. 93 E) zugeordnet. Die Erstellung eines Findbuches war umso notwendiger, da bislang als Findhilfsmittel lediglich die im Jahre 1968 erstellte, mittlerweile schlecht lesbare, zum Teil beschädigte und noch nicht endgültig redigierte Findkartei vorlag. Einige Titelaufnahmen wurden wegen fraglicher Schreibweise einzelner Orts- und Personennamen oder fraglicher Datierung anhand des Aktenbandes im Außenmagazin überprüft. In dem Bestand Rep. 93 B war bereits in Merseburg der frühere Bestand Rep. 93 C eingearbeitet. In der Literatur werden ein Teil der Akten des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten noch mit der Bestandsbezeichnung Rep. 93 C und Altaktenzeichen zitiert. Eine entsprechende Konkordanz wurde daher in einem gesonderten Band erstellt. 1992 wurden 12 lfm (405 VE) Akten des preußischen Ministeriums der öffentlichen Arbeiten vom Bundesarchiv, Abteilungen Potsdam an das Geheime Staatsarchiv PK abgegeben. Die Akten waren vom Militärischen Zwischenarchiv Potsdam, in das sie 1971 vom Verwaltungsarchiv der Nationalen Volksarmee gelangten, im November 1990 unter der Provenienz Reichsministerium an das Bundesarchiv gegeben worden. Diese seit dem Zweiten Weltkrieg für für verschollen geltenden Akten betreffen Leuchtfeuer- und Seezeichenangelegenheiten an den preußischen Küsten von Ost- und Nordsee im Zeitraum von 1800 bis 1932. Eine Vielzahl der Aktenbände beinhalten Karten, Lagepläne, technische Zeichnungen mit Maßstabsangaben, Konstruktionsskizzen sowie Blaupausen von Leuchtfeuern und Leuchtfeuerteilen oder sonstigen Erfindungen im Seezeichenwesen. Ca. 100 Akten bilden die Aktengruppe "Handakten des Seezeichenausschusses" . Diese Akten wurden größtenteils durch Frau Dr. Meyer-Gebel, zum anderen durch Herrn Dr. Strecke und die Unterzeichnende, im Zeitraum von 1992 bis 1993 verzeichnet. Die Einarbeitung dieser Archivalien und die magazintechnische Bearbeitung in die Wasserbauabteilung erfolgte 1996. Des Weiteren erfolgte von Ende 1996 bis 1998 die Verzeichnung von 110 Paketen (905 VE; ca. 15 lfm) mit der Bezeichnung "Rep. 93 unbearbeitet + Zugang Magdeburg", die am Schluss des Bestandes lagerten. Woher die Bezeichnung "Zugang Magdeburg" herrührt, ist nicht nachvollziehbar. In der Bestandsakte "Wirtschaft und Verkehr" aus dem Zeitraum von 1959 bis 1974 ließ sich derartiges nicht ermitteln. Dagegen konnte in der Akte "Aktenzugänge, 1965-1974" ein Vorgang über eine größere Aktenabgabe vom Deutschen Zentralarchiv Potsdam aus dem Jahre 1970 festgestellt werden. Bei den Archivalien handelt es sich überwiegend um Wasserbausachen, u.a. Flussregulierungen, Hafen-, Dünen-, Ufer- und Schleusenbauten sowie Denkschriften, Berechnungen, Karten und Pläne (z. T. koloriert) über den Bau bzw. Ausbau von Wasserstraßen. Darunter befinden sich 29 Bände, die der Plankammer des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten entstammen, u. a. ein Inventarauszug über die in der Plankammer vorhandenen Landkarten und Stadtpläne. Überformatige Karten bzw. Pläne sowie Zeichnungen wurden dem Bestand entnommen und der XI. HA Allgemeine Kartensammlung zugeordnet. 211 Aktenbände, überwiegend Journale sowie Indexbände, wurden in die Eisenbahnabteilung (I. HA Rep. 93 E) des Bestandes Ministerium der öffentlichen Arbeiten eingearbeitet. Bei der Eingabe der Akten in die Oracle-Datenbank des Geheimen Staatsarchivs wurden die bereits unter dem alten EDV-System eingegebenen Datensätze des Bestandes korrigiert bzw. vereinheitlicht. Im Februar 1999 fand die magazintechnische Bearbeitung statt. Die Wasserbauabteilung bildet nunmehr die umfangreichste Überlieferung des Bestandes Rep. 93 B Ministerium der öffentlichen Arbeiten. Aufgrund des häufigen Wechsels der Zuständigkeit für das Bauwesen sind ergänzend zum nachfolgend verzeichneten Bestand auch die Bestände der I. Hauptabteilung Rep. 77 Ministerium des Innern, Rep. 87 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten, Rep. 120 Ministerium für Handel und Gewerbe und Rep. 151 Finanzministerium heranzuziehen. Im Rahmen der Erstellung eines Inventars zur preußischen Bauverwaltung bis 1848 wurden u. a. Akten des Bestandes Ministerium der öffentlichen Arbeiten detailliert erschlossen. Berlin, Januar 2000. gez. Constanze Krause Findmittel: Datenbank; Gesamtinhaltsverzeichnis, 1 Bd.; Findbuch, 3 Bde; Konkordanz, 1 Bd.;

        Ministerium des Innern III (Bestand)
        Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 146 · Bestand · 1806-1906
        Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

        Vorbemerkung von 1966: Die im vorliegenden Repertorium verzeichneten Akten wurden vom Ministerium des Innern im Jahre 1896 anlässlich einer Neuordnung der Ministerialregistratur dem Archiv des Innern übergeben (Nachträge 1897, 1903, 1906). Als Fundbehelf diente das nach den Registraturrubriken angelegte umfangreiche Übergabeverzeichnis, auch nach der Vereinigung des Archivs des Innern mit dem Staatsfilialarchiv (seit 1938: Staatsarchiv) Ludwigsburg. Da für die Repertorisierung durch einen wissenschaftlichen Beamten in absehbarer Zeit keine Aussicht bestand, wurde im Jahre 1962 die Archivangestellte I. Müller unter der Leitung des Unterzeichneten mit einer eingehenderen Verzeichnung des Bestandes beauftragt. Diese Arbeit wird sich noch über einen längeren Zeitraum erstrecken und ihren Niederschlag in zahlreichen Repertorienbänden finden. Parallel der Neuverzeichnung, die die bisherige Bestandsgliederung beibehält, werden die Akten neu verpackt und die jeweils fertiggestellten Repertorienbände durch ein Gesamtregister der Orte und Personen erschlossen. Nach Beendigung der Verzeichnungsarbeiten soll dieses bis dahin nur im Konzept geführte Register dem Gesamtrepertorium als Abschlussband beigegeben werden. Der Bestand umfasst insgesamt 2 510 alte Aktenbunde auf 216 lfd. m. Der vorliegende erste Band erschließt davon 113 Bunde (= jetzt 690 Büschel) mit einem Umfang von 11 lfd. m. Ludwigsburg, Dezember 1966 Dr. A. Seiler Retrokonversion und weitere Erschließung: Das vorliegende Findbuch stellt das Endprodukt von jahrzehntelangen Erschließungsarbeiten dar, die im Jahre 1962 durch die Archivangestellte Irma Müller unter Anleitung von Dr. Alois Seiler begonnen wurden. Die Arbeiten wurden zunächst bis 1976 durch Gerhard Rukwied, Rainer Trunk, Heinrich Graf und Regina Glatzle fortgeführt. Bis zu diesem Stichjahr wurde die Zahl von 10 Repertorienbänden erreicht, welche die alphabetisch geordneten Rubriken von Ablösungssachen bis Gewerbe und Handel umfassen. Auf Grund sich verschlechternder personeller Ressourcen mussten die Arbeiten für einen langen Zeitraum unterbrochen werden und wurden erst wieder Ende der 90er Jahre von Franz Moegle-Hofacker in Zusammenarbeit mit zahlreichen Referendaren und Archivinspektoranwärtern in Angriff genommen. Nach einem Zuständigkeitswechsel in Folge der Umgestaltung der baden-württembergischen Archivverwaltung im Zuge der Verwaltungsreform 2005 übernahm der Unterzeichnete federführend die weiteren Erschließungsarbeiten, bei denen auch Archivangestellter Julian Schulenburg beteiligt war. Hinsichtlich der Behördengeschichte des württembergischen Ministeriums des Innern wird auf die gedruckte Beständeübersicht des Hauptstaatsarchivs Stuttgart (E-Bestände) bzw. die Online-Beständeübersicht sowie die Vorworte der Bestände E 151/01 ff. verwiesen. Ein Verzeichnis der württembergischen Innenminister, das dort nicht enthalten war, befindet sich im Anhang. Wegen der vielen Bearbeiter und des langen Erschließungszeitraumes war eine vollständige Homogenität des Gesamtfindbuchs nicht zu erreichen. Allerdings erfolgte auf Grund der teilweise komplexen Beschaffenheit der Unterlagen eine Nachbearbeitung der in den bisherigen Findmitteln enthaltenen Titelaufnahmen, verstärkt zur Anwendung neuerer archivwissenschaftlicher Erschließungsgrundsätze, insbesondere der Stufenerschließung nach ISAD (G). Um die Registraturverhältnisse sachgerecht abbilden zu können, blieb das bis ins Jahr 1922 im Ministerium verwendete Sachrubrikenschema als Gliederung erhalten, wobei einige sehr große Rubriken in Unterrubriken gegliedert wurden. Da die Laufzeit des Bestandes im Jahr 1906 endet, mussten hier keine Überschneidungen verschiedener Aktenpläne befürchtet werden. Diese Praxis sollte auch bei der künftigen archivischen Erschließung der Bestände E 141 und E 150 berücksichtigt werden, von denen bisher nur sehr summarische handschriftliche Findmittel vorliegen. Für die Online-Fassung des Gesamtfindbuchs wurden die 10 früher erstellten Repertorienbände durch die Zeitangestellten Silvia Ebinger und Aurelia Varsami retrokonvertiert und vom Unterzeichneten strukturell und in Einzelfällen auch sprachlich überarbeitet. Als besonders aufwändig erwies sich die Indizierung, wobei zahlreiche, im Bestand nur mit Nachnamen erwähnte Personen nach Möglichkeit anhand einschlägiger Literatur (s. u.) identifiziert werden mussten. Die Verwaltungszugehörigkeit der einzelnen Orte wird jetzt im Ortsindex aufgeführt, nicht mehr in den einzelnen Titelaufnahmen. Insbesondere wurde durchgehend auf neue Rechtschreibung umgestellt. Im Zuge der Verzeichnungsarbeiten wurde der gesamte Bestand durch Regina Eberhardt fachgerecht verpackt. Der Bestand umfasst insgesamt 10181 Büschel bei ca. 244 lfd. Regalmetern. Literatur: Heinrich Ihme, Südwestdeutsche Persönlichkeiten, 3 Bände, Stuttgart 1988 Frank Raberg, Biographisches Handbuch der württembergischen Landtagsabgeordneten 1815 - 1933, Stuttgart 2001 Die Amtsvorsteher der Oberämter, Bezirksämter und Landkreise in Baden-Württemberg 1810 - 1972. Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft der Kreisarchive beim Landkreistag Baden-Württemberg, Stuttgart 1996 2. Nationalitätskennzeichen: [A] Österreich [AL] Albanien [B] Belgien [BG] Bulgarien [BY] Weißrussland] [C] Kuba [CDN] Kanada [CH] Schweiz [CZ] Tschechien [DK] Dänemark [DZ] Algerien [E] Spanien [ET] Ägypten [F] Frankreich [GB] Großbritannien und Nordirland [GR] Griechenland [GUY] Guayana [H] Ungarn [HR] Kroatien [I] Italien [IL] Israel [IRL] Irland [J] Japan [L] Luxemburg [LV] Lettland [M] Malta [MA] Marokko [MAL] Malaysia [MEX] Mexiko [N] Norwegen [NL] Niederlande [PE] Peru [PL] Polen [PRI] Puerto Rico [RA] Argentinien [RCH] Chile [RL] Libanon [RO] Rumänien [RUS] Russland [S] Schweden [SK] Slowakei [SLO] Slowenien [SN] Senegal [SRB] Serbien [SUD] Sudan [TN] Tunesien [TR] Türkei [UA] Ukraine [USA] Vereinigte Staaten von Amerika [ZA] Südafrika 4. Verzeichnis der württembergischen Innenminister bis von 1806 - 1906/12 (Laufzeit des Bestandes): Philipp Christian von Normann-Ehrenfels 1806 - Februar 1812 Carl Friedrich Philipp Heinrich Graf von Reischach Februar 1812 bis November 1817 Christian Friedrich von Otto 10. November 1817 bis 29. Juli 1821 Christoph Friedrich von Schmidlin 29. Juli 1821 bis 28. Dezember 1830 Sixt Eberhard von Kapff 3. Januar 1831 bis 3. April 1832 Jakob Friedrich von Weishaar 3. April bis 10. August 1832 Johannes von Schlayer 10. August 1832 bis 6. März 1848 Joseph Freiherr von Linden 6. bis 9. März 1848 Johannes von Schlayer 10. August 1832 bis 6. März 1848 Gustav Heinrich Duvernoy 9. März 1848 bis 28. Oktober 1849 ("Märzministerium") Johannes von Schlayer (2. Mal) 28. Oktober 1849 bis 2. Juli 1850 Joseph Freiherr von Linden 20. September 1852 bis 20. September 1864 Ernst von Geßler 21. September 1864 bis 23. März 1870 Friedrich Karl von Scheuerlen 23. März 1870 bis 1. April 1872 Theodor von Geßler 4. April 1872 bis 16. Mai 1872 Christian Christlieb Heinrich von Sick 16. Mai 1872 bis 13. Oktober 1881 Julius von Hölder 13. Oktober 1881 bis 30. August 1887 Karl Joseph von Schmid 9. September 1887 bis 6. Dezember 1893 Johann von Pischek 14. Dezember 1893 bis 20. Dezember 1912

        Ministerium des Innern, Volkswohlfahrt (Bestand)
        Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 77 B · Bestand
        Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)

        Einleitung Die Wohlfahrtspflege definiert sich als eine planmäßige zum Nutzen der Allgemeinheit und nicht als Gewinnunternehmung ausgeübte Sorge für Notleidende oder Gefährdete. Sie kann sich vorbeugend bzw. abhelfend auf das gesundheitliche, sittliche oder wirtschaftliche Wohl erstrecken. Fürsorge muss dabei von Wohlfahrtspflege unterschieden werden (Fürsorge wird "gewährt", Wohlfahrtspflege wird "ausgeübt"), da die Fürsorge einzelne Maßnahmen der Wohlfahrtspflege behandelt. Die Eckpunkte der Wohlfahrtspflege bilden (a) Gesundheitsfürsorge, (b) berufliche Fürsorge mit der Schwerbeschädigtenfürsorge und (c) Jugendwohlfahrt als auch - sofern nicht durch die Gesundheitsfürsorge abgedeckt - Säuglingsfürsorge, Mutter- und Kleinkinderschutz, Schulkinderfürsorge, Fürsorge für schwächliche und kränkliche Kinder und Gefährdetenfürsorge. Darüber hinaus beinhaltet sie (d) Wohnungsfürsorge und (e) Volksbildungswesen sowie, um die Not des Einzelnen zu steuern und ergänzend einzutreten, falls andere Arten der Wohlfahrtspflege nicht greifen, (f) die öffentliche, allgemeine und besondere Fürsorge. Der Begriff der "Wohlfahrts-polizei", der sich auf die vorbeugende Tätigkeit der Polizei bezieht, beweist die seit jeher bestehende Verbindung der Wohlfahrtspflege mit der öffentlichen Verwaltung. Die entscheidende Veränderung hin zur modernen staatlichen Wohlfahrtspflege vollzog sich über den durch die Industrialisierung bedingten wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Wandel, der neue soziale Sicherungssysteme für die sich entwickelnde Klasse der freien Lohnarbeiter und ihrer Angehörigen erforderlich machte. Seit seiner Arbeitsaufnahme verstand das durch Publikandum "die veränderte Verfassung der obersten Staatsbehörden" vom 16. Dezember 1808 begründete Ministerium des Innern als sein Arbeitsgebiet die gesamte innere Landesverwaltung im weitesten Sinne. Abgesehen von Finanzen, Militär und Justiz subsumierte sich darunter die allgemeine Polizei, die Gewerbepolizei, die Sektion für Kultus und öffentlichen Unterricht, die allgemeine Gesetzgebung, die Medizinalsachen und die Angelegenheiten bezüglich Bergbau, Münze, Salzfabrikation und Porzellan-Manufaktur, woraus die Abteilungen A - allgemeine Polizei, B - Handel und Gewerbe, C - Kultus und öffentlicher Unterricht sowie D - Postwesen (seit 03. Juni 1814 als Generalpostamt dem Staatskanzler unterstellt) hervorgingen. Je nach ihrer Besonderheit war die Wohlfahrtspflege den verschiedenen Abteilungen unterstellt. Als mit der Kabinetts-Ordre vom 03. November 1817 das Ministerium für den Kultus und Unterricht und das Medizinalwesen sowie am 17. April 1848 durch Allerhöchsten Erlass das Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten entstanden, wechselten in deren Ressorts auch einzelne Fürsorgemaßnahmen. So erhielt das "Handelsministerium" die Aufsicht über die Berufs- und Wohnungsfürsorge und das "Kultus-ministerium" die Gesundheitsfürsorge sowie das Volksschulwesen. Beim Ministerium des Innern verblieben somit die Jugendwohlfahrt mit den Bereichen, die nicht der Gesundheitsfürsorge unterstellt waren, sowie die öffentliche (besondere) Fürsorge. Die Jugendwohlfahrt beinhaltet alle Maßnahmen, um Jugendliche (von Geburt bis Volljährigkeit) physisch, psychisch und sozial zu stärken. Dazu zählen auch die Gesundheitsfürsorge sowie Vormundschaft und Schutz der Pflegekinder. Die Beschäftigung mit gesunden Jugendlichen versteht sich als Jugendpflege. Die Aktivitäten gegenüber der gefährdeten und verwahrlosten Jugend werden durch die Jugendfürsorge wahrgenommen, welche zugleich den Hauptgegenstand der hier verzeichneten Überlieferung bildet. Bis zum I. Weltkrieg waren nur das Vormundschafts-wesen und die Fürsorgeerziehung gesetzlich geregelt. Mit dem Reichsgesetz für Jugendwohlfahrt vom 09. Juli 1922 wurden einheitliche Grundlagen für die öffentlichen Jugendwohlfahrtsstellen geschaffen. So erhielten die neu geschaffenen Jugendämter zudem die Funktion sowohl einer Oberaufsicht über die private Tätigkeit auf diesem Gebiet als auch eines Verbindungsgliedes zwischen den privaten Organisationen und der öffentlichen Wohlfahrtspflege. Zuvor wurde bereits am 01. November 1919 das Ministerium für Volkswohlfahrt errichtet, das diejenigen Zuständig-keiten, die im Laufe des 19. Jahrhunderts auf die einzelnen Ministerien aufgeteilt wurden, wieder zusammenfasste. Dies änderte sich wiederum mit der Auflösung dieser Behörde am 01. Dezember 1932, deren Aufgaben durch das Preußische Ministerium für Wirtschaft und Arbeit übernommen wurden. Allerdings fielen die vor Gründung des Ministeriums für Volkswohlfahrt bereits im Geschäftsbereich vom Ministerium des Innern liegenden Angelegenheiten an dieses zurück. Dennoch war die hier erschlossene Überlieferung Teil des Bestandes I. HA Rep. 191 Ministerium für Volkswohlfahrt, der aus Abgaben an das Preußische Geheime Staatsarchiv der Jahre 1931 bis 1938 stammt, während des II. Weltkrieges neben anderem Archivgut zur Auslagerung kam und nach seiner Bergung in das Zentrale Staatsarchiv der Deutschen Demokratischen Republik - Zweigstelle Merseburg - gelangte. Im Zuge einer Neubearbeitung wurde 1977/78 dort die Auflösung des Bestandes beschlossen. Abgesehen von der Überlieferung des Preußischen Staatskommissars für die Regelung der Wohlfahrtspflege ging das Aktenmaterial wieder in die schriftliche Überlieferung derjenigen Ministerialbehörden über, die bereits vor Gründung bzw. nach Auflösung des Ministeriums für Volkswohlfahrt mit diesen Aufgaben betraut waren. Ein Jahrzehnt nach Rückführung der Bestände 1993/94 in das GStA PK wurden nun die noch unbearbeiteten Materialien des Ministeriums für Volkswohlfahrt, die in die Zuständigkeit des Innenministeriums fielen, geordnet und verzeichnet. Allerdings wurde darauf verzichtet (im Gegensatz zum Kultusministerium, Ministerium für Handel und Gewerbe sowie Finanz-ministerium), die Unterlagen direkt in einzelne Aktengruppen einzugliedern. Vielmehr wurde der Teilbestand als solcher belassen. Er enthält neben seinem Schwerpunkt Jugendwohlfahrt mit den Regelungen zum Reichsjugendwohlfahrtsgesetz, der Fürsorgeerziehung mit Fürsorgepersonal oder den Erziehungsanstalten und -vereinen auch Unterlagen zu den Wohlfahrtsämtern, in deren Aufgabenbereich jedoch nicht nur die Jugendämter fielen, sondern beispielsweise auch die Beihilfen für Kleinrentner. Eine Erweiterung seiner Kompetenz erfuhr das Ministerium hinsicht-lich der neu festgelegten Grenzen des Preußischen Staates durch den Versailler Vertrag, indem nun auch die betroffenen Gebiete der einzelnen Landesteile unterstützt wurden. Der Bestand beinhaltet Archivalien aus dem Zeitraum von 1806 bis 1936 und weist einen Umfang von ca. 31 lfd. m auf. Bestell- und Zitierweise: Die hier verzeichneten Archivalien werden im Außenmagazin Westhafen verwahrt. Daher sind die gelben Bestellscheine zu benutzen, und es müssen aus betriebstechnischen Gründen Wartezeiten bei der Bereitstellung in Kauf genommen werden. Die Archivalien sind wie folgt - zu bestellen: I. HA Rep. 77 B, Nr. - zu zitieren: GStA PK, I. HA Rep. 77 B Ministerium des Innern, Volkswohlfahrt, Nr. Letzte vergebene Nummer: Handhabung des Findhilfsmittels Grundsätzlich ist das Findbuch innerhalb der Klassifikationsgruppen nach den Bestellnummern geordnet. In einigen Gruppen - vor allem in denen unter dem Klassifikationspunkt "Einzelne Erziehungsanstalten und -vereine in Preußen und anderen Gebieten" - kommt es jedoch zu Springnummern, weil aus Gründen der Übersichtlichkeit zusätzlich eine Ordnung nach Ortsnamen bzw. Provinzen oder aber auch nach der Datierung vorgenommen wurde. Verweis auf andere Bestände des GStA PK zu diesem Themenkomplex: 1) I. HA Rep. 76 Kultusministerium + VII neu - Volksschulwesen (jeweils "A" in den einzelnen Sektionen) + VIII B - jüngere Medizinalregistratur, Sekt. 19 - Soziale Ausbildung 2) I. HA Rep. 77 Ministerium des Innern + Tit. 421 - Schul- und Erziehungs-Polizei + Tit. 423 - Sicherheitspolizei, Gen. (hier v. a.: Kinder- u. Mädchenhandel) + Tit. 491 - Gefangenen-(Straf- u. Besserungs-)Anstalten + Tit. 924 - Jugendpflege + Abt. I, Sekt. 19 - Sozialpolitik und Versicherungen, Privatgesellschaften + Abt. II, Sekt. 27 - Privatgesellschaften und Vereine + Abt. IV, Sekt. 9 - Wohltätigkeits- u. Besserungsanstalten + Abt. Ost-West (hier: Unterstützung der Grenzgebiete) 3) I. HA Rep. 84a Justizministerium + 6.2.0 [D] - Fürsorgewesen im Allgemeinen ([D]: Dahlemer Bestandteil) + 6.2.1 [D] - Jugendwohlfahrt + 9.1.4 [D] - Ausführung des Versailler Friedensvertrages + C 6.4.2 [M] - Fürsorgeerziehung ([M]: Merseburger Bestandteil) 4) I. HA Rep. 89 Geheimes Zivilkabinett, jüngere Periode + 5.6 - Wohlfahrtsvereine u. -anstalten, Stiftungen + 9.4.3.2.8 - Fürsorgeerziehung 5) I. HA Rep. 151 Finanzministerium + I 4 [D] - Volkswohlfahrt (hier v. a.: 4.1 - Jugendwohlfahrt und Fürsorgeerziehung) + I B 38 [D] - Jugendpflege + I A, 7.2 [M] - Auswirkungen des Friedensvertrages von Versailles + I C, 7.3 [M] - Erziehung (vereinzelt) + I C, 8.7.1 [M] - Volkswohlfahrt. Allgemein 6) I. HA Rep. 169 D Preußischer Landtag + X e - Kinder- u. Jugendpflege 7) I. HA Rep. 191 Der Preußische Staatskommissar für die Regelung der Wohlfahrtspflege Literaturauswahl: - Binder, Thomas: Realisierung archivischer Kernaufgaben am Beispiel der Überlieferung "Ministerium des Innern, Volkswohlfahrt" aus dem GStA PK. Berlin, Diplomarbeit an der FH Potsdam 2006. - v. Bitter, Rudolf: Handwörterbuch der Preußischen Verwaltung. Berlin, W. de Gruyter 19283. Hier: Artikel "Jugendwohlfahrt" und "Wohlfahrtspflege". - Blum-Geenen, Sabine: Fürsorgeerziehung in der Rheinprovinz von 1871 bis 1933. Köln, Rheinland-Verlag 1997. - Henne-Am Rhyn, Otto [Red.]: Ritter’s geographisch-statistisches Lexikon [ ]. Leipzig, Otto Wigand 1874. Hierauf begründen sich die Angaben zu den Ortsnamen. - Marcus, Paul: Das Preußische Ministerium für Volkswohlfahrt (1919 - 1932). Vorgeschichte, Geschäftskreis, Tätigkeit und Auflösung sowie seine Überlieferung im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz. In: Generaldirektion der Staatl. Archive Bayerns [Hrsg.]: Archivalische Zeitschrift, 83. Bd., S. 93 - 137. Köln, Weimar, Wien, Böhlau 2000. Berlin, im Juni 2005 T. Binder M. A. (Archivangestellter) Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.

        Miscellanea, Bd. 2
        _Theol.Fak.01 096 · Akt(e) · 1914 - 1922
        Teil von Universitätsarchiv der Humboldt-Universität Berlin
        • Darin: Darin: - Bl. 20: Stark, W.: Tätigkeitsbericht über das vierte Arbeitsjahr 1914 des Evangelischen Preßverbandes für Deutschland (E. V.). - 19 S. - Berlin : E. Meyer, 1915 - Bl. 21: Das Martyrium der evangelischen Missionare in Kamerun 1914 : Berichte von Augenzeugen / hrsg. von W. Starck. - 14 S. - Berlin-Steglitz, 1915 - Bl. 45-46: Sammelliste Nr. 006231 / Deutscher Krieger-Hilfsbund - Bl. 78: Evangelisches Kirchenblatt für Schlesien, ZDB-ID: 534512-1 ; 21(1918)13 - Bl. 81: Der Kampf um die Denkfreiheit oder Was will der Toleranzantrag? - Ebingen : Genossenschaftsdruckerei, o. J. - Bl. 172-175: Der evangelische Theologe, März 1919 (Merkblätter für Berufsberatung) - Bl. 108: Sächsisches Kirchenblatt, ZDB-ID: 544588-7 ; 71(1921)44. * Enthält: u. a.: - Maßnahmen der Theologischen Fakultät und der Studenten im und nach dem 1. Weltkrieg - Bl. 25-26: Todesanzeige für Hans Reimann - Bl. 31-36: Christoff, W.: Fortschritt der 2. Reformation im Staat Hamburg, 1915 - Bl. 37-43: Zur Frage des Studiums der Ausländer an den preussischen Hochschulen : Eingabe des Ausschusses der Studentenschaft der Universität Berlin an den preußischen Kultusminister, 1916 - Bl. 103: Todesanzeige für Georg Goens - Bl. 169-170: Satzungen der Theologenschaft Berlin, 1920.