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Title
Date(s)
- Verwendung von bis: 21.07.1905 - 28.09.1905 (Creation)
Level of description
Extent and medium
Blattmaß (b x h mm): 140 x 92 mm Gewicht (kg / g): 3 Gramm
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Archival history
Immediate source of acquisition or transfer
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Scope and content
Book title listing for three publishing articles informally ordered, signed by the coconut apostles Aug. Engelhardt and A. Bellmann and filled out; fs. Freis;nSender;nlabelled: 'To/ Mr/ K. Lentze/ Publisher/ Leipzig/ Grassistr. 13'; front inscribed: 'Kabakon, 21 July 1905/ Dear Mr Lentze// Please send me/ without delay: ...', '...With best regards/ Aug. Engelhardt/ A. Bethmann.'; reverse side
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Museumsstiftung Post und Telekommunikation >> Digitale Objekdatenbank >> Philatelie >> Ganzsachen >> Postkarten >> Amtliche Postkarten
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Physical characteristics and technical requirements
Material: Papier, Tinte, Stempelfarbe Farbe: bräunlich, schwarz, grün
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Note
Der junge Deutsche August Engelhardt sucht Anfang des 20. Jahrhunderts einen Ort abseits der Zwänge und Konventionen Europas, einen Platz, an dem er seine Vorstellungen von einem naturverbundenen Leben umsetzen kann, seine Ideale von Nacktheit und Vegetarismus. Engelhardts Wahl fällt auf Deutsch-Neuguinea. 1902 macht sich der 26jährige an Bord eines Reichspostdampfers auf den Weg und erwirbt eine rund 70 Hektar große Kokosplantage auf der Insel Kabakon. Hier soll seine Kokovoren-Kolonie entstehen, der Sonnenorden, eine äquatoriale Siedlungsgesellschaft, die vor allem zwei Grundsätze hat: Nacktheit und Kokosdiät. Ende 1903 trifft der erste Neuankömmling auf Kakakon ein, der Helgoländer Vegetarier Heinrich Aueckens. Sechs Wochen später ist Aueckens tot; die Todesursache kann nicht ermittelt werden. Wie viele Jünger nach Kabakon kommen, ist nicht eindeutig belegt. Einzelne Historiker sprechen von insgesamt 30 Menschen während der ersten zehn Jahre. Die Kritik abreisender Jünger und ausbleibende Neuankömmlinge bringen Engelhard nicht von seinen Ideen ab. Obwohl es ihm immer schlechter geht, wirbt er weiter für Unterstützer. "Arme und Füße wie Bohnenstangen; die Beine wegen offener Wunden verbunden, eingefallene Backen; auf einen Stock gestützt gehend", beschreibt ihn im Jahr 1913 ein früherer Mitstreiter. Engelhardt stirbt Anfang Mai 1919, seine Grabstätte ist unbekannt. Text: Gabrielle Gillen
Note
Original description: MSPT Digital