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- 1895-1943 (Creation)
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Der Verband ging aus der Kommission gleichen Namens hervor, deren Gründungsmitglieder unter anderem verschiedene Missionsgesellschaften, der Dt. Verein gegen den Mißbrauch geistiger Getränke und der Hauptverein vom Blauen Kreuz waren.<br /><br />Vorwort: Der Vorläufer des Deutschen Verbandes zur Bekämpfung des afrikanischen Branntweinhandels, die Kommission zur Bekämpfung des afrikanischen Branntweinhandels, wurde auf die Initiative des Evangelischen Afrika-Vereins hin aus Anlaß der bevorstehenden Konferenz zur Revision der Brüsseler Generalakte von 1890-91 (Neufestsetzung der Branntweineinfuhrzölle in Afrika durch die Kolonialmächte) am 16.01.1896 gebildet. Ihr gehörten neun Missionsgesellschaften an, außerdem der Deutsche Verein gegen den Mißbrauch geistiger Getränke und der Hauptverein vom Blauen Kreuz. Geschäftsführer war Superintendent Gustav Müller aus Schleusingen (zugleich Aktenführer).<br /><br />Ausdehnung der Arbeit und Zunahme der Anhänger mündeten am 05.10.1910 in die auch von seiten der Reichsregierung geforderte straffere Organisation in Form des Deutschen Verbandes zur Bekämpfung des afrikanischen Branntweinhandels. Den Vorsitz übernahm Pastor Johannes Schröder, Bremen, in enger Zusammenarbeit mit dem in Afrika und christlich engagierten Bremer Kaufmann Johann Karl Vietor. Schriftführer wurde Missionsdirektor August W. Schreiber. Die vorhandenen Akten wurden letzterem am 17.01.1912 übergeben.<br /><br />Während des 1. Weltkrieges und danach lag die Arbeit des Verbandes darnieder. Zwischen 1914 und 1921 wurden kaum Akten gebildet. Mit dem Verlust der deutschen Kolonien hatte das Interesse an der Arbeit des Verbandes spürbar abgenommen. Die Geschäftstelle wurde aber aufrechterhalten und ab 15.07.1926 (Aktenübergabe) vom Referenten für die Alkoholfrage des Central-Ausschusses für Innere Mission und Geschäftsführer der Evangelischen Reichsarbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Alkoholnot Pastor Paul Seyferth übernommen.<br /><br />Seyferth verließ den Central-Ausschuß 1931 und ging nach Sachsen. Die Akten wurden am 29.09.1931 an Geheimen Konsistorialrat Prof. D. Friedrich Mahling und dessen Mitarbeiterin Margarete Micksch übergeben. Der Verbandsvorsitzende D. Schreiber korrespondierte von Bremen aus mit der Sachbearbeiterin beispielsweise über die Teilnahme an Konferenzen, den Entwurf eines Fragebogens als Grundlage einer Untersuchung über den Alkoholverbrauch in Afrika für den Weltbund gegen den Alkoholismus. Gerade diese internationalen Aktivitäten wurden freilich seitens der staatlichen Behörden einer immer stärkeren Kontrolle unterworfen, und die Zunahme der internationalen Spannungen mußte sich auch auf den Fortschritt in den Verhandlungen der internationalen Organisationen auswirken.<br /><br />Soweit aus den Akten ersichtlich, endete die Arbeit des Verbandes 1943. Der gößere Teil der Bremer Akten wurde Anfang dieses Jahres nach Berlin zum Central-Ausschuß verbracht (Verzeichnis enthalten in ADE, DV 1).<br /><br />Wegen der häufig wechselnden und zeitweise doppelten Aktenführung war eine Neubildung und in Einzelfällen Neueinteilung der Akten notwendig. Sie folgte organisatorischen Gesichtspunkten, da eine inhaltliche Neuordnung wegen des uneinheitlichen Inhalts der einzelnen Akten nicht möglich und wegen des im wesentlichen gleichbleibenden Arbeitsziels auch nicht nötig war.<br />Die Zitierweise lautet: ADE, DV [laufende Nummer].<br />Der Bestand ist 1983 von Hanna Kröger verzeichnet worden. Die Eingabe in das Verzeichnungsprogramm Augias erfolgte 2006 durch Birgit Spatz-Straube. Die Bearbeitung des Findbuchs übernahm Johannes Röhm.<br /><br />Berlin, den 22. Juli 2013<br /><br />Abkürzungen<br /><br />Bd. Band<br />CA Central-Ausschuß für die innere Mission der deutschen evangelischen Kirche<br />dt. deutsch<br />enth. enthält<br />ERBA Evangelische Reichsarbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Alkoholnot<br />ev. evangelisch<br />u.a. unter anderem<br />v.a. vor allem
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