Fonds Landeskirchliches Archiv Stuttgart, F 10 - F 10 - Evangelisches Dekanatamt Blaufelden

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Landeskirchliches Archiv Stuttgart, F 10

Title

F 10 - Evangelisches Dekanatamt Blaufelden

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Fonds

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Archival history

===== Geschichtlicher Überblick =====<br /><br /><br />Blaufelden wird 1157 erstmals urkundlich durch Einwich de Blauelden genannt. 1300 war Blaufelden Teil eines würzburgisches Lehens, das an Adelheid von Hohenlohe und ihren Sohn Ulrich von Hohenlohe verliehen wurde. Vor 1360 waren auch die Herren von Bebenberg in Blaufelden begütert. Ihre Blaufelder Güter wurde 1384 den Burggrafen von Nürnberg übergeben. Die hohenlohischen Güter wurden mit der Herrschaft Werdeck 1386 an den Schwäbisch Haller Bürger Eberhard Philipp verpfändet. Die Herrschaft Werdeck gelangte 1399 auch an die Burggrafen von Nürnberg und damit später an die Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, die dann wohl die Alleinherrschaft ausübten. Blaufelden zählte zum Amt Werdeck des ansbachischen Oberamtes Crailsheim. Der Ort wurde 1806 bayrisch und 1810 württembergisch. 1811 wurde der Sitz des neugebildeten Oberamtes Blaufelden nach Gerabronn verlegt. Nach dessen Auflösung gehörte Blaufelden zum Oberamt bzw. Landkreis Crailsheim. Die Neugliederung der Landkreise zum 1. Januar 1973 brachte das Ende des Landkreises Crailsheim und seine Gemeinden fielen an den Landkreis Schwäbisch Hall.<br /><br />1362 erhob Würzburg die Kapelle St. Ulrich zur Pfarrei. Das Patronatsrecht übte der Propst des Stiftes Neumünster in Würzburg alternierend mit dem Pfarrer von Michelbach an der Heide aus. 1463 wurde mit dem Bau der heutigen Kirche, die St. Ulrich, St. Leonhard und St. Sebastian geweiht ist, begonnen. Im Zuge der Reformation ging das Patronatsrecht an Brandenburg-Ansbach verloren. Bereits 1524 begann Ansbach die Reformation einzuführen, die der Pfarrer Georg Amerbacher 1526 endgültig durchsetzte, der als Superintendent auch im übrigen ansbachischen Gebiet reformierte. 1528 wurde Amerbacher Superintendent für die Ämter Werdeck, Bemberg und Lobenhausen. Im Oberamt Gerabronn bestanden zwei Dekanate: das eine in Blaufelden (seit 1810 Dekanatssitz), das andere in Langenburg. 1975 wurden beide Dekanate zusammengelegt mit dem Sitz in Blaufelden.<br /><br /><br />===== Bestandsgeschichte =====<br /><br /><br />Auf der Grundlage eines Beschlusses von Kirchenbezirksausschuss und Kirchengemeinderat wurde am 5. und 26. März 1998 das Archiv des Dekanatamtes Blaufelden zur Verwahrung und Verwaltung an das Landeskirchliche Archiv Stuttgart abgegeben. Eine Nachlieferung erfolgte am 28. Juli 2011. Der Bestand wurde 2009 nach den Richtlinien des Landeskirchlichen Archivs von Claudius Kienzle und Christian Stobbe erschlossen. Die später abgebebenen Archivalien erfasste 2019 Uwe Haizmann. Der Bestand erstreckt sich über 25 laufende Meter und beinhaltet 1508 Verzeichnungseinheiten. Er enthält eine Abschrift und Kopie der ältesten bekannten Urkunde von Blaufelden von 1157 sowie der Stiftungsurkunden der Pfarrei und Kaplanei von 1362 und 1479. Bei den ältesten Originalen handelt es sich um die ”Pfarrbesoldungsbücher“ von 1486 bis 1638, die im Mischbuch von 1587 bis 1626 eingebunden sind. Die bisher erschlossene Überlieferung endet vor 1967. Einzelne Archivalien haben eine Laufzeit bis 2007.<br /><br />Der Bestand gliedert sich in die Amtsbücher und Akten des Stadtpfarramtes, die Akten des Dekanatamtes (Ortsakten und Allgemeine Akten) sowie die Rechnungsunterlagen der Heiligen-, Stiftungs- und Kirchenpflege des Stadtpfarramtes. Der Anhang beinhaltet die Nachlieferung (u.a. ortsgeschichtliche Sammlungen, Fotos). Die Überlieferung des ehemaligen Dekanatamtes Langenburg bis 1923 bildet einen eigenen Bestand (F 26).<br /><br />Zu den Besonderheiten des Bestandes zählen u.a. die Dichte der dekanatamtlichen Überlieferung, die umfangreichen frühneuzeitliche Quellen und die zahlreichen Archivalien zur Schulgeschichte.<br /><br />Literatur:<br /><br /><br />- Blaufelden, in: Der Landkreis Schwäbisch Hall, Band 1 B: Die Gemeinden. Historische Grundlagen und Gegenwart. Blaufelden bis Ilshofen, bearbeite von der Abteilung Landesforschung und Landesbeschreibung des Landesarchivs Baden-Württemberg, hrsg. vom Landesarchiv Baden-Württemberg in Verbindung mit dem Landkreis Schwäbisch Hall, Ostfildern 2005, S. 276- 309<br /><br />Bertram Fink<br />

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Landeskirchliches Archiv Stuttgart (Archivtektonik) >> F - Dekanatsarchive

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