Bereich "Identifikation"
Signatur
Titel
Datum/Laufzeit
Erschließungsstufe
Umfang und Medium
Bereich "Kontext"
Bestandsgeschichte
===== Orts- und Ortskirchengeschichte =====<br /><br /><br />Fellbach wurde im 12. Jahrhundert erstmals schriftlich erwähnt und gehörte zunächst zur welfischen, dann staufischen und seit Ende des 13. Jahrhunderts zum württembergischen Herrschaftsgebiet.<br />Kirchlich war Fellbach zunächst der Uffkirche in Cannstatt zugeteilt, bevor im Spätmittelalter eine selbstständige Pfarrei errichtet wurde. Ein Kirchengebäude wurde um 1360 als Wehrkirche errichtet. Das Patrozinium St. Gallus lässt jedoch einen wesentlich älteren Vorgängerbau vermuten. Zwischen 1518 und 1524 wurde die Galluskirche in spätgotischem Stil neu erbaut. Im 17. Jahrhundert wurde der Innenraum für den evangelischen Predigtgottesdienst umgestaltet, auch durch den Einbau einer Kanzel in die Mitte der Nordwand und die Anschaffung einer Orgel. Im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts wurde schließlich das Kirchenschiff abgebrochen und durch ein neues, größeres ersetzt. Im Wesentlichen tritt uns die Kirche noch heute in dieser Form entgegen. Seit 1927 wird die Galluskirche Lutherkirche genannt.<br />Die Reformation wurde wie im gesamten württembergischen Herrschaftsgebiet 1534 durchgeführt. Der erste evangelische Pfarrer war vermutlich Jakob Rietmann. Lange amtierte nur ein Pfarrer in Fellbach, seit etwa 1890 wurde ihm ein Vikar beigeordnet. 1920 wurde schließlich eine zweite Pfarrstelle geschaffen und die Pauluskirchengemeinde gebildet, die 1927 ein eigenes Kirchengebäude erhielt (Pauluskirche). Heute besteht die Gesamtkirchengemeinde aus 6 Teilkirchengemeinden (3 Lutherkirche, 2 Pauluskirche und Melanchthonkirche).<br /><br /><br />===== Bestandsbeschreibung =====<br /><br /><br />Das Archiv des Pfarramts Fellbach wurde 2004 an das Landeskirchliche Archiv Stuttgart zu dauerhaften Verwahrung abgegeben und im Herbst 2004 von Mareike Dreger geordnet und verzeichnet, da dies bisher noch nicht geschehen war. Erfasst wurden alle Akten bis ca. 1966. Durch die Verzeichnung kann das Archiv nun für die Benutzung freigegeben werden. Die Abgabe schloss auch die historischen Kirchenbücher ein, die nun ebenfalls im Landeskirchlichen Archiv verwahrt, für die Benutzung aus konservatorischen Gründen jedoch nicht freigegeben sind.<br />Die Kirchenbücher, die ältesten Bestandteile des Pfarrarchivs, beginnen 1558, die Aktenschicht setzt in größerem Umfang erst im 20. Jahrhundert ein. Diese Aktenschicht ist nach der Registraturordnung für Pfarrämter aus dem Jahr 1901 geordnet. Aus der Zeit vor 1901 haben sich nur sehr wenige Akten erhalten. Diese älteren Akten bestehen jedoch größtenteils aus Besoldungsakten und Pfarrberichte und stellen somit eine wertvolle Quelle für die Geschichte der Pfarrstelle und der Kirchengemeinde dar. Auch die historischen Notizen in den Kirchenbüchern (z.B. Nr. 3, 4, 10 und 11) geben Aufschlüsse über Zeiten, für die sonst keine schriftlichen Quellen vorhanden sind.<br />Der Umfang des Archivbestandes beträgt ca. 14 laufende Meter. Der Umfang ist deshalb verhältnismäßig groß, da die Rechnungen der Evangelischen Kirchenpflege nicht auskassiert, sondern in ihrem Umfang belassen wurden.<br />Lücken bestehen bei u.a. bei den Verkündbüchern und den Kalendern, d.h. fast alle Amtskalender waren nicht mehr vorhanden. Als schmerzlich muss das Fehlen der Kirchenkonventsprotokolle zwischen 1683 und 1828 vermerkt werden, umso schmerzlicher, als sie sicher vorhanden sind bzw. waren. Somit kann die Zeit nach Ende des Dreißigjährigen Krieges bis zum Zeitalter der Industrialisierung mit schriftlichen Quellen (abgesehen von den Kirchenbüchern) nicht abgedeckt werden. Leider konnte nicht geklärt werden, wo sich diese Bände befinden bzw. befunden haben oder wann sie verschwunden sind.<br /><br />Stuttgart, im März 2005<br />Mareike Dreger, Dorothea Reuter
Abgebende Stelle
Bereich "Inhalt und innere Ordnung"
Eingrenzung und Inhalt
Bewertung, Vernichtung und Terminierung
Zuwächse
Ordnung und Klassifikation
Landeskirchliches Archiv Stuttgart (Archivtektonik) >> G - Pfarrarchive >> Orte mit F
Bedingungen des Zugriffs- und Benutzungsbereichs
Benutzungsbedingungen
Reproduktionsbedingungen
In der Verzeichnungseinheit enthaltene Sprache
- Deutsch
Schrift in den Unterlagen
Anmerkungen zu Sprache und Schrift
Physische Beschaffenheit und technische Anforderungen
Findmittel
Bereich Sachverwandte Unterlagen
Existenz und Aufbewahrungsort von Originalen
Existenz und Aufbewahrungsort von Kopien
Verwandte Verzeichnungseinheiten
Bereich "Anmerkungen"
Anmerkung
Original description: Archivportal-D