Fonds Landeskirchliches Archiv Stuttgart, G 666 - G 666 - Paroisse protestante d'Edelfingen

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Landeskirchliches Archiv Stuttgart, G 666

Titre

G 666 - Paroisse protestante d'Edelfingen

Date(s)

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Fonds

Étendue matérielle et support

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Histoire archivistique

===== Ort- und Ortskirchengeschichte =====<br /><br /><br />Der Ort Edelfingen ist auf dem rechten Taubertalhang entstanden und wurde erstmals als<br />Utelfi(n)gen<br />(1207) beziehungsweise<br />Oteluingen<br />(1219) erwähnt. Die historischen Ortsnamen lassen sich vermutlich auf einen älteren Personennamen zurückführen und weisen - zusammen mit archäologischen Funden - auf eine frühere Besiedlung hin. Der Ort war einstig mit Mauer und Graben befestigt.<br />Ein eigener Adel von Edelfingen ist seit 1207 bekannt. Dieser war dem Bistum Würzburg lehenspflichtig und wurde bereits im 14. Jahrhundert in Mergentheim bürgerlich (1307). Der Deutsche Orden konnte vom örtlichen Adel wohl seit dem 13. Jahrhundert, seit dem 14. Jahrhundert auch von weiteren Adelsfamilien - etwa den von Stetten, genannt von Gabelstein (1318), den Geyer von Giebelstadt (1341), den von Wittstadt (1376), den Mertin (1398) oder den von Finsterlohr (1414) - Güter und Rechte in Edelfingen erwerben, hinzu kamen diverse Schenkungen. In der Folge hatte der Orden fünf Achtel an dem Ganerbenort inne, daneben lassen sich als signifikante Besitzinhaber Hohenlohe (zwei Achtel) und Würzburg (ein Achtel) nachweisen. Edelfingen zählte geschlossen zur Zent Königshofen (1604).<br />Mit dem würzburgischen Anteil waren seit 1508 die Herren von Adelsheim belehnt. Hohenlohe(-Neuenstein) verlor seinen Anteil über eine Belehnung an die Herren von Rosenberg, denen 1639 die Grafen von Hatzfeld nachfolgten. Nach dem Heimfall an Würzburg 1794 kam dieser 1803 an Hohenlohe-Bartenstein-Jagstberg. Das adelsheimische Achtel war dem Ritterkanton Odenwald inkorporiert. Im Jahr 1806 kam dieses Achtel an Baden, der hohenlohische Anteil fiel an Württemberg, welches 1809 auch die fünf Achtel des Deutschen Ordens übernahm. Die Hoheitsgemeinschaft (Kondominat) mit Baden beendete erst ein Staatsvertrag von 1846. Als Folge des Übergangs an Württemberg wurde der ganze Ort dem Oberamt (seit 1938 Landkreis) Mergentheim eingegliedert. Im Zuge der Gemeindereform wurde Edelfingen am 1. Januar 1975 Teil der Gemeinde Bad Mergentheim und gehört seither zum Main-Tauber-Kreis.<br />Das Patrozinium der wohl alten Pfarrei ist unbekannt. Ein Dekan von Edelfingen wird 1222, ein Pfarrer erstmals 1360 erwähnt. Das Patronatsrecht besaßen die Herren von Hohenlohe, welche im 16. Jahrhundert - vermutlich um 1560 (1556) zusammen mit den Herren von Rosenberg - die Reformation einführten. Gewaltsame würzburgische Rekatholisierungsversuche von 1628 an wurden - auch nach einem Urteil des Reichskammergerichts - abgewehrt. In vorreformatorischer Zeit gehörte Edelfingen zum Bistum Würzburg und unterstand dem Kapitel Mergentheim. Nach der Reformation war die Pfarrei zunächst der rosenbergischen Superintendentur, von 1632/48 an dem hohenlohischen Konsistorium unterstellt. Im Jahr 1806 kam Edelfingen zum Dekanat Weikersheim.<br />Die erstmals 1222 erwähnte Pfarrkirche wurde 1872 erneuert und erweitert, nachdem der Ostturm des Vorgängerbaus eingestürzt war. Bemerkenswert ist auch die auf einer Anhöhe gelegene Ruine der gotischen Wallfahrtskapelle St. Theobald (erstmals erwähnt 1684; teilweise abgebrochen 1811). Katholiken waren nach Mergentheim eingepfarrt. Eine katholische Kapelle wurde 1851-1854 errichtet und nach Kriegszerstörung 1945 wieder aufgebaut.<br />Nachdem der Deutsche Orden im 16. Jahrhundert Juden die Niederlassung in Edelfingen gestattete, ist erstmals für das Jahr 1590 eine jüdische Gemeinde nachweisbar. 1705 erließ der Orden einen entsprechenden Schutzbrief. Im Laufe des 18. Jahrhunderts machten auch die Ganerben Hohenlohe und Würzburg Juden ansässig. An Einrichtungen besaß die jüdische Gemeinde eine Synagoge (erbaut 1791), eine Schule sowie eine Mikwe. Außerdem war ein eigener Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. Die jüdische Gemeinde erreichte mit 172 Angehörigen im Jahr 1854 ihre Höchstzahl und bestand bis 1938/41. Nach Abwanderung eines wesentlichen Teils ihrer Mitglieder wurden die letzten jüdischen Einwohner Edelfingens 1941 deportiert. Die Synagoge wurde 1945 durch Kriegseinwirkung schwer beschädigt und später abgebrochen.<br /><br /><br />===== Bestandsgeschichte =====<br /><br /><br />Im Jahr 2008 wurde das Archiv des Pfarramtes Edelfingen zur fachgerechten Verwahrung und Verwaltung an das Landeskirchliche Archiv in Stuttgart abgegeben.<br /><br /><br />===== Bestandsbearbeitung =====<br /><br /><br />Der Bestand wurde im Sommer 2017 durch Götz Homoki geordnet, verpackt und verzeichnet. Er erstreckt sich über circa sechs laufende Regalmeter und besteht aus 236 Bestellnummern. Die Abschlussredaktion (Klassifikation und Indizierung) des Archivinventars erfolgte im August 2017, angeleitet von Dr. Bertram Fink.<br />Dass Pfarrarchiv setzt sich aus den drei Hauptgattungen Amtsbücher, Akten und Rechnungsunterlagen zusammen. Das älteste Archivale, ein Mischbuch, wurde im Jahr 1647 angelegt. Von einzelnen Ausnahmen abgesehen, endet die Laufzeit der Archivalien vor 1967. Bei den Akten des Pfarramtes wurde aufgrund der Einführung des Registraturplans für die Pfarrämter 1901 zwischen einer älteren Abteilung und einer jüngeren Abteilung unterschieden und der Entstehungszusammenhang beibehalten. Deshalb wurden Bausachen bei den Akten belassen. Mehrfachüberlieferungen (allgemeine Erlasse, Rundschreiben) wurden auskassiert.

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Landeskirchliches Archiv Stuttgart (Archivtektonik) >> G - Pfarrarchive >> Orte mit E

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