Bestand Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 81 Bremen - Generalkonsulat Bremen

Bereich "Identifikation"

Signatur

Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 81 Bremen

Titel

Generalkonsulat Bremen

Datum/Laufzeit

  • Laufzeit: 1809 - 1918 (Anlage)

Erschließungsstufe

Bestand

Umfang und Medium

Umfang: 5,5 lfm (401 VE); 5,5 lfm (402 VE)

Bereich "Kontext"

Bestandsgeschichte

Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.<br /><br />Behördengeschichte<br /><br />Konsularbehörden sind diplomatischen Vertretungen nachgeordnete Einrichtungen; ihre gesetzliche Grundlage bildet das Konsularrecht.<br />Zu den spezifischen Aufgaben eines Konsulats gehören die Wahrung und Förderung der jeweiligen wirtschaftlichen Interessen des Absendestaates in Bezug auf Handel, Verkehr und Schifffahrt sowie der Schutz der eigenen Staatsangehörigen in Form von Unterstützungen und der Ausübung polizeilicher Befugnisse. Dazu kommen verschiedene Einzelaufgaben wie Kontrolle der Schifffahrt, Überprüfung der Seetüchtigkeit, Hilfe bei Schiffsunglücken sowie die Schlichtung von Streitigkeiten auf Schiffen.<br />Den Konsuln im Dienste Preußens oblag die Führung des Verzeichnisses der in ihrem Einflussbereich wohnenden Angehörigen ihres Staates (Konsularmatrikel)<br />Da die Freie Hansestadt Bremen eine besondere Bedeutung als Handels- und Schifffahrtsplatz innehatte, erstreckte sich der konsularische Bezirk des Generalskonsulats auf Bremen und Oldenburg bzw. ab 1855 auf das Gebiet der Niederweser und war damit die vorgesetzte Stelle für mehrere Vizekonsulate bzw. konsularische Agenten. Hierzu zählten die Vizekonsulate Brake, Vegesack, Bremerhaven und Geestemünde. Beauftragt mit der Leitung der Vizekonsulate wurden in der Regel Kaufleute, die im Wirtschaftsleben der Region eine bedeutende Rolle spielten.<br />Als preußische Konsuln / Generalkonsuln der Freien Hansestadt Bremen wurden Mitglieder einer einflussreichen Bremer Überseehandlung ernannt, die ein umfassendes Speditions-, Export- und Bankgeschäft innehatten.<br /><br />Konsuln / Generalkonsuln<br />Konsul Christian Friedrich Delius 1802 - 1823<br />Generalkonsul Friedrich Adolph Delius 1823 - 1855<br />Generalkonsul Georg Ludwig Delius 1856 - 1866<br />Generalkonsul Friedrich Wilhelm Delius 1867 - 1909<br /><br /><br />Bestandsgeschichte<br />Die Abgabe der schriftlichen Überlieferung des Generalkonsulats Bremen an das Geheime Staatsarchiv erfolgte in den Jahren 1826 - 1907.<br />Der Bestand umfasst eine umfangreiche Korrespondenz der Konsuln/Generalkonsuln in Bremen u.a. mit den obersten preußischen Staatsbehörden, verschiedenen Gesandtschaften und den Vizekonsulaten zu den verschiedensten zwischenstaatlichen Fragen im politischen, polizeilich-rechtlichen, militärischen, kulturell-sozialen und wirtschaftlichen Verhältnis Preußens zu Bremen.<br />Hervorzuheben wären die überlieferten jährlichen Handelsberichte des Konsulats aus einem Zeitraum von 1849 - 1909.<br />In dem umfangreichen Schriftwechsel zwischen dem Konsulat und dem Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten spiegelt sich die Entwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Bremen und an der Niederweser, die Erbauung von Strom- und Hafenbauten, die Geschichte einzelner Reedereien sowie der Ausbau des Kriegshafens an der Jade wider. Da Bremen einer der größten europäischen Auswanderhäfen war, sind die überlieferten Angaben zu Auswanderern, zu den Auswandererlisten bzw. zu Auswanderergesellschaften bedeutungsvoll.<br />Die Verzeichnung der Rep. 81 Bremen wurde 1936 begonnen, vgl. I. HA Rep. 178 Nr. 1932: Jahresbericht 1936.<br />Im II. Weltkrieg wurden die Bestände des Geheimen Staatsarchivs in die Salzbergwerke von Staßfurt und Schönebeck verbracht. Dazu gehörte auch die Bestandsgruppe I. HA Rep. 81 Gesandtschaften und Konsulate und somit auch das Schriftgut des Generalkonsulats Bremen. Nach Ende des Krieges wurden diese Akten von der Sowjetunion beschlagnahmt und nach Moskau überführt. Die Rückgabe der beschlagnahmten Archivalien des Geheimen Staatsarchivs an die Regierung der DDR erfolgte in den 50er Jahren, als Standort des Archivs wurde das "Karteihaus der Landesversicherungsanstalt" Merseburg in Sachsen-Anhalt ausgewählt, die administrative Unterstellung erfolgte unter das Zentrale Staatsarchiv Potsdam, Zweigstelle Merseburg.<br />Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung wurden 1993 die Archivalien aus dem Zentralen Staatsarchiv, Abteilung Merseburg in die Zuständigkeit des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz rückgeführt.<br />Die Aktenbildung nach Korrespondenzpartnern und erste Verzeichnung erfolgte im Geheimen Staatsarchiv Berlin Dahlem durch Studienrat Prüser vor 1945 und wurde auch bei der Neubearbeitung beibehalten.<br />Zwischen 2011-2014 erfolgte eine Neuverzeichnung und Neuordnung des Bestandes und es wurden fortlaufende Signaturen (numerus currens) vergeben.<br />Dabei wurde eine neue Klassifikation erarbeitet und die Akten sachlich zugeordnet. In diesem Zusammenhang wurden auch zwei Kartons mit losem Schriftgut eingeordnet.<br />Um die Vielzahl der Informationen in den vorliegenden Korrespondenzakten besser nutzbar zu machen, fand eine umfangreiche erweiterte Verzeichnung in Form von "Enthält-Vermerken" Anwendung.<br />Ebenso wurde auch ein Orts- und Personenindex erstellt.<br />2005 fiel die Entscheidung, den Gesamtbestand I. HA Rep. 81 Gesandtschaften (Residenturen) und (General-) Konsulate nach 1807 provenienzgerecht als Einzelbestände der verschiedenen Gesandtschaften etc. aufzustellen, so dass die vorliegenden Archivalien nun unter der Bestandsbezeichnung GStA PK, I. HA Rep. 81 Generalkonsulat Bremen nach 1807 firmieren.<br /><br />2018 wurde die 1967 vorgenommene Trennung der Bestandsgruppe I. HA Rep. 81 wieder rückgängig gemacht, um die Kontinuität der Provenienz hinsichtlich Tätigkeit und Personal wieder sichtbar zu machen. Allerdings blieb dieser Bestand davon unberührt, da keine gesonderte Überlieferung eines Konsulats in Bremen vor 1807 verwahrt ist.<br />Im Sommer 2021 wurde bislang nicht verzeichnetes Archivgut, das im Westhafen-Magazin zusammen mit weiterem Schriftgut aus der Zuständigkeit des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten in mehreren Kartons verwahrt wurde, gesichtet und entsprechende Archivalien wurden diesem Bestand zuordnet (Nr. 390 bis Nr. 401).<br /><br />Bestandsumfang: 401 Verzeichnungseinheiten<br />Laufzeit: 1802 - 1918<br />Letzte vergebene Nummer: Nr. 392<br /><br />Die Akten sind zu bestellen: I. HA Rep. 81 Bremen GK, Nr. #<br />Die Akten sind zu zitieren: GStA PK, I. HA Rep. 81 Generalkonsulat Bremen, Nr. #<br /><br /><br />Zitierweise: GStA PK, I. HA Rep. 81 Bremen

Abgebende Stelle

Bereich "Inhalt und innere Ordnung"

Eingrenzung und Inhalt

Bewertung, Vernichtung und Terminierung

Zuwächse

Ordnung und Klassifikation

Tektonik >> STAATSOBERHAUPT UND OBERSTE STAATSBEHÖRDEN, MINISTERIEN UND ANDERE ZENTRALBEHÖRDEN PREUSSENS AB 1808 >> Auswärtige und Bundes-Angelegenheiten >> Auswärtige Angelegenheiten

Bedingungen des Zugriffs- und Benutzungsbereichs

Benutzungsbedingungen

Reproduktionsbedingungen

In der Verzeichnungseinheit enthaltene Sprache

  • Deutsch

Schrift in den Unterlagen

    Anmerkungen zu Sprache und Schrift

    deutsch

    Physische Beschaffenheit und technische Anforderungen

    Bereich Sachverwandte Unterlagen

    Existenz und Aufbewahrungsort von Originalen

    Existenz und Aufbewahrungsort von Kopien

    Verwandte Verzeichnungseinheiten

    Verwandte Beschreibungen

    Bereich "Anmerkungen"

    Anmerkung

    Original description: Archivportal-D

    Alternative Identifikatoren/Signaturen

    Zugriffspunkte

    Zugriffspunkte (Thema)

    Zugriffspunkte (Ort)

    Zugriffspunkte (Name)

    Zugriffspunkte (Genre)

    Bereich "Beschreibungskontrolle"

    Identifikator "Beschreibung"

    i_ha_rep_81_bremen

    Archivcode

    Benutzte Regeln und/oder Konventionen

    Status

    Erschließungstiefe

    Daten der Bestandsbildung, Überprüfung, Löschung/Kassierung

    Sprache(n)

      Schrift(en)

      • Lateinisch

      Quellen

      Anmerkung des Archivars/der Archivarin

      Bereich Zugang