Grundstück

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              Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland, 337.01.00 · Bestand · 1860-1976
              Teil von Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)

              Die Akten des vorliegenden Bestandes NW 223 wurden am 13. Oktober 1976 in 10 Paketen und 8 Ordnern an das Hauptstaatsarchiv abgegeben und unter der Nr. III 82/76 akzessioniert. Es handelt sich dabei um Unterlagen des Zoologischen Forschungsinstitutes und Museums Alexander Koenig, Bonn, die die Entstehung des Institutes als Stiftung und die Arbeit als staatliche Einrichtung dokumentieren. Zahlreiche Kaufverträge der Grundstücke, auf denen sich der Bau des Museum Koenig und die Villa Hammerschmidt, das heutige "Haus des Bundespräsidenten", befinden, geben Aufschluß über die Entwicklung des einstigen bäuerlichen Grundbesitzes in diesem Gebiet in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Errichtung des Museumsgebäudes, eines Neo-Renaissance-Baus, wird ebenso belegt wie die Übertragung der Einrichtung auf das Reich als Ergebnis fehlgeschlagener Bemühungen, den Bau aus eigenen Mitteln oder mit Hilfe des Landes Preußen zu vollenden. Die Korrespondenzen vermitteln ein anschauliches Bild von dem patriarchalischen Charakter des "Reichsinstitutes" unter der Leitung seines Stifters, Prof. Dr. Alexander Koenig. Die wissenschaftlichen Tagebücher sowie das auf Grund testamentarischer Bestimmungen der "Stiftung Alexander Koenig" zugefallene Schriftgut werden noch im Museum Koenig aufbewahrt. Zur Geschichte der Einrichtung und der Familie Koenig vgl. Martin Eisentraut, Alexander Koenig und sein Werk, Bonn 1973. Zur Geschichte des Zoologischen Forschungsinstitutes und Museums A. Koenig nach 1945 vergl. auch den Bestand NW 60. Der Bestand wurde von Dezember 1976 bis Januar 1977 von Staatsarchivrat z.A. Dr. Jürgen Rainer Wolf verzeichnet. Das Findbuch schrieb Frau Angela Mauritz. Die Archivalien sind zu zitieren: NW 223 Nr. ... Der Bestand ist frei einsehbar.

              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, GU 117 · Bestand · 1864-1929
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
                1. Die Herzöge von Urach Grafen von Württemberg: Bei den Herzögen von Urach Grafen von Württemberg handelt es sich um eine Nebenlinie des Hauses Württemberg. Im Jahr 1800 heiratete der vierte Sohn von Herzog Friedrich Eugen von Württemberg, Herzog Wilhelm von Württemberg, eine Hofdame seiner Mutter: die dreiundzwanzigjährige Wilhelmine von Tunderfeld-Rhodis. Nach den Hausgesetzen war diese Ehe mit einer nicht dem Hochadel entstammenden Frau unebenbürtig; Herzog Wilhelm verzichtete daher am 1. August 1801 für seine Nachkommen auf die Thronfolge. Am 20. April 1801 hatte bereits der regierende Herzog Friedrich, Herzog Wilhelms ältester Bruder, die Ehe als vollwirkende Ehe zur rechten Hand anerkannt und bestimmt, dass die Nachkommen Herzog Wilhelms den Namen Grafen und Gräfinnen von Württemberg führen sollen. Damit war eine neue Nebenlinie des Hauses Württemberg entstanden. Der zweite Sohn Graf Wilhelms, der ebenfalls den Namen Wilhelm trug, wurde 1867 von König Karl zum ersten Herzog von Urach erhoben. Die neue Herzogswürde war im Mannesstamm erblich; die entsprechende Erhebung der jüngeren Kinder in den Fürstenstand sollte die enge Verbindung der Nebenlinie mit der Hauptlinie unterstreichen und ihr einen Rang unmittelbar nach dem königlichen Haus vor allen anderen Standesherren des Königreichs bestimmen. Durch die 1862 erfolgte Konversion Wilhelms I. zur katholischen Konfession seiner Ehefrau und Kinder wurde das Haus Urach von Anfang an zu einem bewusst katholischen Fürstengeschlecht. Mit dem 1840/41 erfolgten Bau des Schlosses Lichtenstein am Albrand über dem Echaztal hat sich der 1869 verstorbene Herzog ein bleibendes Denkmal gesetzt. Alle weiteren Details zum Haus Urach und seiner einzelnen Mitglieder sind dem Artikel von Wolfgang Schmierer, Die Seitenlinie der Herzöge von Urach (seit 1867). In: Das Haus Württemberg - ein biografisches Lexikon. Hrsg. von Sönke Lorenz, Dieter Mertens und Volker Press. Stuttgart, Berlin, Köln 1997 S. 376 - 398 zu entnehmen. Diesem ist auch die im Anschluss an das Vorwort wiedergegebene Genealogie entnommen. 2.1 Der Gesamtbestand des Archivs Herzog von Urach Graf von Württemberg: Der hier verzeichnete Bestand, der Nachlass Wilhelms II. Herzog von Urach Graf von Württemberg, stellt einen Teil des Gesamtarchivs der Familie dar. Dieses war bis 1987 auf Schloss Lichtenstein verwahrt. Aufgrund eines Depositalvertrags zwischen S.D. Karl Anselm Herzog von Urach Graf von Württemberg als Vertreter der Familie Herzog von Urach Graf von Württemberg und dem Land Baden-Württemberg, vertreten durch das Hauptstaatsarchiv Stuttgart, vom 14. Juli / 5. August 1987 liegt es seitdem als Depositum im Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Wegen ihrer literarischen Bezüge wurden Teile der Unterlagen Wilhelms I. und Graf Alexanders zeitgleich dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach übergeben, wo sie unter der Signatur D 88.6. verwahrt sind. Das Archiv war bei seiner Übernahme in das Hauptstaatsarchiv völlig unsortiert. Auch lagen keine Findmittel vor, die man hätte weiterverwenden können. In einem mitgelieferten Verzeichnis von 1927/28 ist nur einTeil der Unterlagen aufgelistet; dazu kam, dass die diesem Verzeichnis zugrundeliegende Ordnung zu einem unbekannten Zeitpunkt grundlegend zerstört worden war. Ein Großteil des Materials war unverpackt oder lagerte in offenen Schachteln. Ltd. Archivdirektor Dr. Wolfgang Schmierer nahm 1995 eine erste Sichtung, Ordnung und vorläufige Verpackung des Materials vor. Dabei gliederte er den Gesamtbestand in Teilbestände, denen er Signaturen zuwies, die mit der Numerierung der Familienmitglieder in seinem parallel zur Ordnungsarbeit entstandenen Artikel zur Familie Herzog von Urach Graf von Württemberg korrespondieren. Die noch näher zu strukturierenden Teilbestände GU 1 ff. umfassen Unterlagen zur Grundstücks- und Vermögensverwaltung. Im Teilbestand GU 100 sind Fremdarchivalien und Sammlungen formiert. Die Teilbestände GU 101 - 134 wurden als persönliche Nachlässe einzelner Familienmitglieder, GU 201 - 203 nahestehender Personen angelegt. Einige Überschneidungen waren zwangsläufig unvermeidbar. Wurden Unterlagen über den Tätigkeitszeitraum eines einzelnen Herzogs hinweg durchgehend geführt, wurden sie bei der Ordnung den Signaturen GU 1 ff. zugewiesen Eine Übersicht über den aktuellen Stand der Gliederung in Teilbestände findet sich nachstehend. Es ist möglich, dass die Gliederung im Zuge der weiteren Erschließungsarbeiten modifiziert wird. Über die Ordnungsarbeiten Wolfgang Schmierers informiert eindrücklich ein von diesem vom 10. Februar 1995 bis zum 21. März 1996 geführtes Arbeitsprotokoll (Kanzleiakten 7511.5-2-D.1: Erschließung des Archivs der Herzöge von Urach). 2.2 Der Teilbestand GU 117: Der nachstehend verzeichnete Teilbestand GU 117 Herzog Wilhelm II. von Urach umfasst Unterlagen, die Wolfgang Schmierer im Zuge seiner Ordnungsarbeiten Wolfgang Schmierers dazu formiert hat. Herzog Wilhelm II. (1864 - 1928) wurde als erster Sohn Wilhelms I. und dessen zweiter Ehefrau Prinzessin Florestine von Monaco in Monaco geboren und schon im Alter von fünf Jahren zweiter Herzog von Urach. Er schlug die traditionelle militärische Laufbahn ein und war im ersten Weltkrieg Kommandierender General des Generalkommandos z.b.V. Nr. 64 sowie General der Kavallerie. 1927 erschien in der Reihe Württembergs Heer im Weltkrieg der von ihm bearbeitete Band Die 26. Infanterie-Division im Weltkrieg 1914 - 1918, Teil I 1914 -1915. Wilhelm II. kandidierte mehrmals um einen vakanten Thron: 1910 für Monaco, 1913 für das neue Königreich Albanien, im Krieg für Polen und für ein Großherzogtum Elsass-Lothringen und 1918 für das geplante Königreich Litauen. Die Episode seiner Wahl zum König von Litauen, bei der er den Namen Mindaugas II. erhielt, hat Arnold Zweig in seinem 1937 erschienenen Roman Einsetzung eines Königs verarbeitet. 1922 wurde Wilhelm, der sich nach dem Krieg wissenschaftlichen Tätigkeiten widmete, an der Universität Tübingen mit einer Dissertation über die Stadtgeografie von Reutlingen zum Doktor der Philosophie promoviert. Wilhelm II. heiratete 1892 Amalie Herzogin in Bayern (1865 - 1912). Aus der Ehe gingen vier Söhne (Wilhelm III., Karl Gero, Albrecht, Eberhard) und fünf Töchter (Maria Gabriela, Elisabeth, Carola Hilda, Margarethe, Mechthilde) hervor. In zweiter Ehe heiratete er 1924 Wiltrud, geb. Prinzessin von Bayern. Da der Teilbestand zu Herzog Wilhelm II. besonders umfangreich ist und ihm auch inhaltlich in vielfacher Hinsicht (Thronbewerbungen; staatsrechtliche Stellung des Hauses Urach; 1. Weltkrieg) besondere Bedeutung zukommt, traf Wolfgang Schmierer in Abstimmung mit der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg die Entscheidung, seine Erschließung als vordringlich an den Anfang der Verzeichnung des Gesamtbestandes zu stellen und dafür Drittmittel zu beantragen. Im Rahmen eines Projekts der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg, der an dieser Stelle für die Förderung herzlich gedankt sei, konnte der Teilbestand GU 117 in der Zeit von November 1995 bis Juli 1997 von dem Zeitangestellten Hansjörg Oswald entmetallisiert, erschlossen und verpackt werden. Die Betreuung nahm Wolfgang Schmierer persönlich wahr. Wegen der schweren Erkrankung, der er schließlich am 7. Oktober 1997 erlag, konnte Wolfgang Schmierer jedoch die von ihm weitgehend bearbeitete Klassifikation und Endredaktion der Titelaufnahmen nicht vollends abschließen. Dies erledigte der Unterzeichner mit Unterstützung der Archivreferendarin Katharina Ernst im Mai 2000. Auf der obersten Ebene ist der Bestand in zivile und mitlitärische Unterlagen gegliedert. Innerhalb der einzelnen Gliederungspunkte entspricht die Abfolge der Titelaufnahmen der Chronologie. Dies gilt auch für Korrespondentenakten; da diese über die Jahre hinweg sehr unterschiedlich geführt wurden, wurde darauf verzichtet, sie zu Serien zu formieren. Der Teilbestand GU 117 umfasst nach der Erschließung und Verpackung 1354 Büschel und Bände im Umfang von 36,4 lfd. m bei einer Laufzeit von 1864 bis 1929. Die Nutzung durch Dritte ist im Depositalvertrag wie folgt geregelt: Vor Benutzungen des Archivs durch Dritte ist die Zustimmung des Chefs der Familie Herzog von Urach Graf von Württemberg einzuholen. Bei der Zustimmung können Auflagen erteilt werden. Wird Zustimmung nicht versagt oder eingeschränkt, regelt die Leitung des Hauptstaatsarchivs - im Rahmen der Benutzungsordnung der staatlichen Archive Baden-Württemberg - die Benutzung. In jedem Falle sind die Benutzer zur Wahrung der Personenrechte zu verpflichten. Stuttgart, den 20. Juni 2000 Dr. Robert Kretzschmar Ltd. Archivdirektor
              Urach, Wilhelm (II.)
              ALMW_II._32_15 · Akt(e) · 1907-1991
              Teil von Franckesche Stiftungen zu Halle

              9 Fiches. Enthält: FICHE NR. 15 1+ - Spurensuche - "The Foundation..." - "Die Gründung...". FICHE NR. 15 2+ - Fortsetzung - "Ein Beitrag der Chagga in der Irambamission" Ergebnisse einer Untersuchung in Nordtansania. Gertrud Heyn. Ergebnisse einer Reise von 1988 - "Tabellen über die Erkundungsreise der Missionare Müller und Fokken von Kilimandscharo nach dem Südwesten im Juni und Juli 1909" (gedruckt) - Erlangen 1971. Auszug aus einem Schreiben von Hiller - Liste: 1971 und 1972 zum Fotokopieren gegeben - Karte "Die Lutherische Kirche in Tanganyika" - "Abriß einer Lautlehre und Grammatik des Kinilamba (Iramba Sprache)" von Ittameier (nur Deckblatt) - "Geschichtliches über sie Missionsstation Ruruma in der Landschaft Irumba. Nachweise im Ev.-luth. Missionsblatt ... und aus den Akten bei der Ev.-luth. Mission..." (2fach) - Bayreuth 1956. Wärthl ("Zur Gründung der Leipziger Missionstation Ruruma in Iramba vor 45 Jahren") - 1988. "Zur Geschichte der Iramba-Mission" - Lichtenfelde 1907. Meinhof - Berthelsdorf 1909. Missionsdirektion der Brüder-Unität. Vorsitzender Hennig (2 Schreiben) - 1909. An Oberverwaltungsgerichtsrat Berner - 1909. Müller. FICHE NR. 15 3+ - Fortsetzung - "Tabellen über die...." (s.o. Fiche 15 2+) (5fach) - o.O., o.J. Müller - Ost-Machame. Bericht über die SW Reise der Missionare Müller und Fokken 1909 (in Stenographie) - Skizze des Missionsgebietes Iramba - Übertragung des Stenogramms (2fach) mit Skizze. FICHE NR. 15 4+ - Fortsetzung - "Mitteilungen über die auf der S.W. Expedition berührten Sprachen" (ehemals beigefügte Tabelle fehlt) - Skizze von Ittameier ("Iramba Plateau") - Friedenau 1909. Uhlig - Berlin 1909. Mitteilungen vom Staatssekretär - Kilrora 1909. Haussleiter an Missionsdirektor - 12 Fotos (in Kopie fast nichts zu erkennen) - Breslau 1910. Oberkirchenkollegium an Kollegium - Leipzig 1911 An Oberkirchenkollegium - Neuendettelsau 1911. Bayerische Missionskonferenz - Lorenzkirch 1911. Paul - 1911. Wärthl an Rechnungsamt der Mission zu Moshi - Breslau 1911. Oberkirchenkollegium an Kollegium. FICHE NR. 15 5+ - Fortsetzung - Leipzig 1911. An Oberkirchenkollegium (2 Schreiben, mehrfach) - Leipzig 1911. An Nagel - Breslau 1911. Oberkirchenkollegium - Mecklenburg 1912. Schliemann - 1912. An Schliemann (2 Schreiben) - Telegramm - Reiseabrechnung Mamba 1911. Ittameier - Machame 1911. Ittameier - Ruruma / Iramba 1912. Ittameier (2 Schreiben) - Ruruma / Iramba 1912. Wärthl an Finanzabteilung des Kaiserlichen Gouvernements (Abschrift) - Iramba. Bauplan eines Hauses - Skizze des Missionsgebietes in Iramba - Liste der Einwohnerzahlen - Skizze: Grundstück der ev.-luth. Missionsstation Ruruma - Ruruma 1912. Wärthl - Leipzig 1912. Sektetariat an Wärthl (Abschrift) - Auszug aus einem Brief von Schwartz 1912 - Leipzig 1912. Vollmacht von Paul an Ittameier in Ruruma / Iramba bzw. Wärthl in Ruruma - 1913. nach Ruruma an ? - "Reise ins neue Missionsgebiet"; "Anfänge" von Ittameier in Ruruma 1912 (für Missionsblatt) - Jahresbericht Iramba 1912 (für den Druck überarbeitet). FICHE NR. 15 6+ - Fortsetzung - Ruruma 1913. Ittameier "Die neuesten Nachrichten" (für den Druck überarbeitet) - Ruruma / Iramba 1912. Wärthl an Kollegium (Rechnungsbericht) - Kostenvoranschlag für 1912 für Ruruma / Iramba. Ittameier - Ruruma / Iramba 1912. Wärthl (Verzeichnis der Zollbeträge; Abschrift) - 1913 "Landschaftliches aus Iramba" Ittameier (für Missionsblatt) - Ruruma 1912. Ittameier an Kollegium (2 Schreiben in Abschrift) - Iramba 1912. Wärthl (Kassenbericht und Rechnungssache; 2 Schreiben in Abschrift) - Leipzig 1912. An? - Leipzig 1912. An? - Leipzig 1912. An Wärthl - Leipzig 1912. An Iramba Missionare (2 Schreiben) - Leipzig 1912. Sekretariat an Ittameier - Leipzig 1913. Nach Ruruma (gleicher Inhalt wie in Fiche 15 5+) - Kostenvoranschlag für 1913 für Ruruma / Iramba. Ittameier - Leipzig 1913. An Missionare in Iramba - Leipzig 1913. An Schwiegervater von Everth - Ruruma o.J. Wärthl "Von den Anilamba" (für Druck überarbeitet) - Ruruma 1913. Wärthl an Missionsinspektor. FICHE NR. 15 7+ - Jahresbericht Iramba 1913. Ittameier - Ruruma 1914. Ittameier - 1914. An Missionare in Iramba (2 Schreiben) - Kostenvoranschlag für 1914 Ruruma / Iramba. Ittameier - Shigatini 1914. Missionsrat an Missionare in Ruruma / Iramba - 1914. Telegramm von Ittameier - Ruruma 1914. Wärthl an Nachlaßpfleger von Lieblinger (Abschrift) - Ruruma 1914. An Station Moshi (Abschrift) - Ruruma 1914. Ittameier an Kollegium - Mkalama 1914. Kaiserliche Bezirksnebenstelle an Wärthl in Ruruma (betr. Vormundschaftsangelegenheit) - Moshi 1914. Kaiserliche Bezirksrichter / Vormundschaftsbestallung an Ittameier - Leipzig 1914. An Missionare in Iramba - Ruruma 1914. Wärthl an Kollegium (Abschrift) - Singida 1914. Kaiserlicher Militärposten an Wärthl - Mkalama 1914. Kaiserliche Bezirksnebenstelle (betr. Schulangelegenheiten) - Morogoro 1914. Etappenleitung / Singida Militärposten an Wärthl (betr. Einzug zur Schutztruppe) - Ruruma 1914. Wärthl an Kommando der Kaiserlichen Schutztruppe (betr. Meldung als Kriegsfreiwilliger) - Lieferliste 1914. - Ruruma 1914. Wärthl an Kaiserliche Bezirksnebenstelle - Mkalama 1914. Kaiserliche Bezirksnebenstelle (Hinterlegungsschein) - Mkalama 1914 Kaiserliche Bezirksnebenstelle an Missionare in Ruruma - Ruruma / Makalama 1915. Everth - Moshi 1915. Kaiserliches Bezirksgericht an Everth (betr. Bestallung zum Vormund) - Ruruma 1915. Everth an Kaiserliche Bezirksnebenstelle Mkalama (nebst Abschrift) - Ruruma 1915. Everth an Kaiserliches Bezirksgericht Moshi (betr. Bericht über Vormundschaft) - Mkalama 1915. Kaiserliche Bezirksnebenstelle an Missionare in Ruruma (betr. Landfragen) - Shigatini 1915. Fuchs an Everth - Makalama / Ruruma 1915. Vertrag zwischen Everth und Schreiber (betr. Schweine) - Jahresbericht Ruruma April 1914-März 1915 - Ruruma 1915. Everth an Bezirksnebenstelle Umbulu - Mkalama 1915. Kaiserliche Bezirksnebenstelle an Missionare in Ruruma - Morogoro 1915. Etappenleitung an Everth - Ruruma o.J. Everth an Bezirksnebenstelle in Mkalama - Umbulu 1915. Kaiserliche Bezirksnebenstelle an Everth - Ruruma 1915. Everth an Hermanns. FICHE NR. 15 8+ - Fortsetzung - Ruruma 1915. Everth an Etappenleitung der Schutztruppe - Kondoa-Jrangi 1915. Kaiserliches Bezirksamt an Missionare in Ruruma (betr. Vorwurf, in der Regierungsschule in Mkalama würden die Eingeborenen unter Schlägen zum Islam gezwungen) - Morogoro 1915. Etappenleitung an Everth (betr. Einberufung) - Ruruma 1915. Everth an Etappenleitung - Mkalama 1915. Kaiserliche Bezirksnebenstelle an Everth - o.O., o.J. Everth an Gouverneur Schnee - Shigatini 1915. Fuchs an Everth (2 Schreiben) - Neu-Moshi 1916. Eisenschmidt an Everth - Shigatini 1916. Missionsrat (Fuchs) an Everth - Umbulu 1916. Kaiserliche Bezirksnebenstelle (betr. Ablehnung einer neuen Niederlassung der Leipziger Mission in Dongobesch) - Ruruma 1916. ? an Missionsrat - Telegramm - Mkalama 1916. Schreiben in Swahili(?) - Mkalama 1916. Kaiserlicher Bezirksamtmann an Everth - Mkalama "Political" an Everth (Englisch) - 1917. Everth an "Political" (Englisch) - Arusha 1918. Blumer an Müller (Englisch) - Arusha 1918. Blumer an Müller (2 Schreiben) - Machame 1918. Müller an Blumer (betr. Lieblinger) - Mamba 1918. Missionsrat (betr. Lieblinger) - Machame 1918. Müller mit Zusätzen von Gutmann und Raum - Machame 1918. Missionsrat an Blumer (betr. des "Iramba-Mischlings Friedrich" Lieblinger; Deutsch und Englisch) - Machame 1918. Müller mit einem Zusatz von Gutmann - Auszug aus einem Brief Blumers 1918 - Ruruma (Stichpunkte zu diversen Themen) - Leipzig 1919. "Besprechnung über die Kassenverhältnisse in Iramba" - Leipzig 1920. Weishaupt an District Commissioner Mkalama (Abschrift; Englisch) - Berlin 1920. Deutsch-Ostafrikanische Bank an Wärthl - Eschenbach 1920. Wärthl an Weishaupt - Machame 1924. Hult. ("Copy of a report presented to the Conference of the Missionaries of The Tanganyika Lutheran Mission"; Englisch) - 1931. Board of Foreign Missions of the Augustana Synod. (Johnson) an Ittameier (Englisch; Abschrift; betr. Besitzfragen in Ostafrika) - 1931. Board of Foreign... (MacLennan) to Johnson, Minnesota, U.S.A. - Nkoaranga 1931. Ittameier an Missionsdirektor (betr. Besitzfragen) - Leipzig 1931. An Everth (betr. Besitzfragen) - 1931. An Johnson (betr. Besitzfragen in Ostafrika und Erklärung der Lpz. Mission betr. Iramba) - Iramba 1912. Wärthl an Kollegium - Kostenvoranschlag Ruruma / Iramba 1912. Ittameier - 1912. Kollegium an Missionare der Iramba-Mission - Ruruma 1912. Wärthl an Kollegium (betr. Rechnungsbericht der Irambamission) - o.O., o.J. Kollegium an Wärthl. FICHE NR. 15 9- - Fortsetzung - Ruruma 1912. Wärthl an Kollegium - 1912. Kollegium an Missionare der Iramba-Mission - Kostenvoranschlag 1913 Ruruma / Iramba. Ittameier - 1913. Kollegium an Missionare der Iramba-Mission (5 Schreiben) - 1913. Kollegium an Wärthl - 1913. Sekretariat an Ittameier - Ruruma 1913. Ittameier an Kollegium - Ruruma 1913. Wärthl an Kollegium mit 2 Schreiben an die Finanzabteilung des Kaiserlichen Gouverneurs in Daressalaam (Abschriften) - Kostenvoranschlag 1914 Ruruma / Iramba. Ittameier - Rechnungsberichte Iramba 1912-1914. Wärthl - 1914. Kollegium an Missionare in Ruruma (5 Schreiben) - Ruruma 1914. Wärthl (2 Schreiben) - Telegramm an Wärthl (nicht aufgegeben).

              Leipziger Missionswerk
              ALMW_II._32_6A · Akt(e) · 1896-1905
              Teil von Franckesche Stiftungen zu Halle

              4 Fiches. Enthält: FICHE NR. 6A 1+ - Moshi 1896. Lany (5 Schreiben) - Moshi 1896. Segebrock (2 Schreiben) - Moshi 1896-1897. Fassmann (8 Schreiben) - Bauplan eines Fensterrahmens (handgezeichnet) - Moshi 1896. Plan der ev.-luth. Missionsstation in Moshi (handgezeichnet) - Plan der Grundstücks der ev.-luth. Mission in Moshi (handgezeichnet) - Moshi o.J. Liste verschiedener Gegenstände (eventuell Güterbestellung). FICHE NR. 6A 2+ - Moshi 1897. Fassmann (8 Schreiben) - Moshi 1897. Lany - Moshi 1898. Fassmann (8 Schreiben) - Plauen 1898. Männerverein - Moshi 1898. Situationsplan der Station Moshi (handgezeichnet) - Moshi 1898. Johannes an einen Missionar (Abschrift; betr. Landkauf) - SHIMBO SHA IRUMISHA RUA. Taveta 1896 (gedruckt). FICHE NR. 6A 3+ - Fortsetzung - Moshi 1898-1900. Fassmann (12 Schreiben) - Moshi 1898. Raum - Liste (Schulsachen) - Moshi 1900. Raum - Dresden 1899. Gehe & Co. (2 Rechnungen) - Plan einer Schule resp. Kapelle für die Station Moshi (handgezeichnet) - Moshi 1900. Fassmann (Kostenvoranschlag) - Leipzig 1900. Jauck (Glocken- und Metall-Giesserei; Rechnung) - 1900. Arzneimittelliste für Moshi - Moshi 1900. Raum an Althaus und Müller (Abschrift). FICHE NR. 6A 4- - Fortsetzung - o.O. oJ. Müller an ? - Mamba 1900. Althaus - Mamba 1900. Althaus (mit Zusatz von Raum) - Machame 1901. ? - Liste für Moshi - Moshi 1900-1901. Raum (5 Schreiben) - Lorenzkirch 1901. Missionskonferenz im Königreich Sachsen (2 Schreiben) - Plauen 1902. Hempel - Moshi 1902. Fassmann (3 Schreiben) - Moshi 1902. Schanz - Moshi 1902. Unterschrift unleserlich - Moshi 1903. Schanz. (2 Schreiben) - Moshi 190? (unleserlich). Fassmann - Moshi 1903. Fassmann (3 Schreiben) - Moshi 1904. Fassmann an Frau Direktor - Moshi 1905. Abrechnung über die Bar- Ein- und Ausgaben des Magazins zu Moshi von Juni 1904 - Mai 1905.

              Leipziger Missionswerk
              ALMW_II._32_42 · Akt(e) · 1927-1938
              Teil von Franckesche Stiftungen zu Halle

              6 Fiches. Enthält: FICHE NR. 42 1+ - Leipzig 1937. Leipziger Mission an alle Mitarbeiter im Heimatdienst der Mission - 1937. Leipziger Mission an Knak (2 Schreiben) - Berlin 1937. Berliner Missionsgesellschaft an Ihmels - o.O. 1937. ? an Preß - o.O. 1937. ? an Lenz - o.O. 1937. ? an Nicol - Shira 1937. Winkler an Missionsinspektor - Moshi 1937. Gutmann (Rundschreiben Nr. 6) "An alle Missionsgeschwister" - o.O. 1937. ? Bescheinigung für Missionsinspektor Küchler (betr. bevorstehende Visitationsreise nach Ostafrika) - Krummenhennersdorf 1937. Küchler an Missionsdirektor - o.O. 1937. ? An Missionsinspektor Küchler und Missionsinspektor Weishaupt - 1937. Ihmels ("Dringlichkeits-Bescheinigung" für Küchlers Fahrkarte) - 1937. An die Leitung der Deutschen Ostafrika-Linie - 1937. An Missionsinspektor Küchler - Entwurf "Instruktionen für die Visitationsreise von Herrn Missionsinspektor Küchler." - 1937. "Instruktionen für die Visitationsreise von Herrn Missionsinspektor Küchler." - "Tagesordnung zur Kollegialsitzung ... 1937." - 1937. An Superintendentur der Stadt Leipzig (betr. Beurlaubung von Küchler) - Daressalaam 1932. Roehl an die Bethler-Mission (Abschrift) - 1937. An die Superintendentur Leipzig-Stadt - 1937. An Rendant Otto, D.E.M.R. Abt. für Devisenanforderungen - "Begrüßungsschreiben des Kirchenausschusses für Herrn Missionsinspektor Küchler an die Gemeinden." - Berlin 1937. Deutscher Ev. Missionsrat. Abteilung für Devisenanforderungen an Ihmels - Daressalaam 1937. Küchler an Ihmels bzw. Kollegium (2 Schreiben) - "Statut des Missions-Kirchen-Bundes (MKB) auf lutherischer Grundlage für Ostafrika." - Protokoll: "Afrikanischer Rat des Missionskirchenbundes auf lutherischer Grundlage für Ostafrika. 1. Sitzung" - "Protokoll der Sitzung der Vorbereitenden Kommission des MKB Daressalaam ... 1937" (Abschrift) - Leipzig 1937. An Missionsinspektor Küchler (6 Schreiben) - Machame 1937. Küchler an Ihmels bzw. Kollegium (3 Schreiben; teils mehrfache Abschriften) - Moshi 1937. Küchler an Ihmels (2 Schreiben) - Mamba 1937. Küchler an Weishaupt - Marangu 1937. Küchler an Kollegium (Original und Abschrift) - Marangu 1937. Küchler an Ihmels. FICHE NR. 42 2+ - Arusha 1937. Küchler an Ihmels - Moshi 1938. ? (unleserlich) an Küchler - Leipzig 1938. An Küchler (3 Schreiben) - Gonja 1938. Küchler an Ihmels - Gonja 1938. Küchler an Kollegium (Original und 2 Abschriften) - Leipzig 1938. An Gutmann - Mamba 1938. Küchler an Ihmels (2 Schreiben) - Leipzig 1938. An Fokken - 1938. An Küchler - 1938. An Missionsdirektor (auf Grund der Kopie auf Fiche unleserlich) - 1938. An Küchler - Tübingen 1938. Küchler an Ihmels - o.O., o.J. Ihmels "Was wir mit der Christenheit Ostafrikas erlebten" (Maschinegeschrieben) - o.O., o.J. ? "Vom Dienst der Frau auf dem Missionsfeld" (Maschinegeschrieben) - "Allianz Lebensversicherungsbank A.G. Berlin" (gedruckt) - Leipzig 1927. Allianz Lebensversicherungsbank an Ihmels (2 Schreiben) - 1927. An Dekan der Theologischen Fakultät zu Leipzig (2 Schreiben) - 1927. An Gibson - 1927. An Nellner (2 Schreiben) - 1927. An Allianz Lebensversicherung - Programm der Reise von Herrn und Frau Missionsdirektor Dr. Ihmels in Ostafrika 1927. - o.O., o.J. Paul. "Ein Promemoria für einige geschäftliche Aufgaben in unsrer ostafrikanischen Mission" - Schweta 1927. Paul an Missionsdirektor - London 1927. Conference of Missionary Societies in Great Britain and Ireland (betr. Bescheinigungen für Herrn und Frau Ihmels für ihre Reise nach Südafrika, Ostafrika und Ägypten; Englisch) - Leipzig 1927. Ihmels an den Rektor der Universität zu Leipzig - Old Moshi 1927. The Director of Education, Daressalaam. (betr. "Female Education"; 2 Schreiben; Englisch) - Machame 1927. Sekretariat der Leipziger Mission an Foster, Superintendent of Education - Dresden 1927. Ministerium für Volksbildung an Ihmels - Berlin 1927. Berliner Missionsgesellschaft an Ihmels. FICHE NR. 42 3+ - 1927. An Knak - 1927. An Missionsinspektor Held, Wiesbaden. - 1927. An Aegyptisches Konsulat (2 Schreiben) - 1927. Kollegium Bescheinigung für Ihmels - Heimstatt 1927. Metz an "Freund" - 1927. An Hauptschriftleitung der Hamburger Nachrichten - Leipzig 1927. Leipziger Neueste Nachrichten an Ihmels - 1927. An Knak - 1927. An Gehring - 1927. An Gnanascharingam - Leipzig 1927. An Enderlein - Schreiben Enderleins (1. Seite fehlt) - Wang 1927. Knak an Ihmels - o.O., o.J. Ihmels(?) (bereits in Afrika) an?. (betr. Finanzen) - An Bord des Dampfers Njassa 1927. An Domprediger (Körner) - An Bord der Njassa 1927. Ihmels an Raum - Schweta 1927. Paul an Missionsdirektor (2 Schreiben) - Machame 1927. Raum an Missionsdirektor (3 Schreiben) - Bumbuli o.J. Gleiss an Raum - Nkoaranga 1927. Ittameier an Missionsinspektor - Mayaveram 1927. Meyner an Missionsdirektor (betr. Indien) - o.O. 1927. Rensch an Missionsdirektor - Moshi 1927. Gutmann an Missionsdirektor - Marangu 1927. Rother an Missionsdirektor - Daressalaam 1927. The Secretariat Tanganyika Territory an Ihmels - An Bord der Njassa 1927. Ihmels an "Amtsbruder" - East-India 1927. Lehmann an Missionsdirektor - Arusha 1927. Rißmann an Missionsdirektor (betr. Ablehnung seines Heiratsverlangens durch das Kollegium; Krankheit; 4 Schreiben) - Telegramm an Ihmels - Telegramm Ihmels an Weishaupt - Müritz 1927. Weishaupt an Ihmels - Gonja 1927. Ihmels an Missionsinspektor - Gonja 1927. Ihmels an Rißmann - Gonja 1927. Ihmels an Senior - Zitat Albert Schweizers - Hospital Arusha 1927. Gutachten des "Medical Officer" über Rißmann (Englisch) - Moshi 1927. Ihmels "Bericht Nr. 4. (Bericht 3 über Rißmanns Erkrankung)" - Dresden 1927. Zweigmissionsverein an Missionsdirektor. FICHE NR. 42 4+ - Leipzig 1927. Missionsinspektor Gerber an Missionsdirektor - Mayaveram 1927. Meyner an Missionsdirektor (2 Schreiben) - Schweta 1927. Paul an Missionsdirektor - Machame 1927. Raum an Missionsdirektor - Mwika 1927. Ihmels an Weishaupt - Mwika 1927. Ihmels an Probst - Mwika 1927. Ihmels an Lehmann (betr. vorzeitige Verheiratung) - Nkoaranga 1927. Ihmels (Bericht Nr. 4; betr. Seminar in Marangu) - 2 Telegramme Ihmels - Arusha 1927. An Raum - Marangu 1927. Rother an Missionsdirektor - Memmingerberg in Schwaben 1927. Redaktion des Nürnberger Missionsblattes an Ihmels - Arusha 1927. Ihmels an Senior (betr. Heimreise Rißmann) - Arusha 1927. Ihmels an Rother - Marangu 1927. Rother an Missionsdirektor - Shira 1927. Ihmels an Missionsinspektor - Ruruma 1927. Bonander an Ihmels (Englisch) - Machame 1927. An Fokken - Machame 1927. An Rother - Machame 1927. An Watt (Ablehnung des Erwerbes eines Grundstückes) - Machame 1927. An Missionsinspektor - Leipzig 1927. Ev.-luth. Mission an Ihmels - Shigatini 1927. ? [Ihmels] (Bericht Nr. 7: Moshi; Bericht Nr. 8: Mamba; Bericht Nr. 9: Mwika) - Shigatini 1927. Ihmels an Missionsinspektor - o.O., o.J. ? "Aerztliche Station" (handschriftlich) - Shigatini 1927. Ihmels an "Amtsbruder" (betr. Ägyptenaufenthalt) - Nachweise von 4 Einschreibebriefen - Shigatini 1927. Ihmels an Oldham - Kairo 1927. Cecil House Hotel an Ihmels - Moshi 1927. Ihmels an Bonander (Verlobte von Reusch). FICHE NR. 42 5+ - 2 Telegramme - Moshi 1927. Ihmels an "Amtsbruder" (2fach) - o.O. 1927. ? (betr. "Schwesternhilfe in den Missionshäusern") - Machame 1927. Ihmels an Senior (betr. Beschneidung) - Machame 1927. Ihmels an "Amtsbruder" - 1927. Abschrift aus einem Brief Ihmels an Mr Oldham (betr. Schulfragen) - Machame 1927. Ihmels an Mitchell (3 Schreiben; Englisch) - Mombasa 1927. Ihmels an Fokken - Machame, Mombasa 1927. Ihmels an Rother - Mombasa 1927. Ihmels an Raum - Mombasa 1927. Ihmels an Ittameier - Mombasa 1927. Ihmels an "Doktor" - Hamburg 1927. Woermann-Linie, Deutsche Ost-Afrika-Linie an Ihmels - An Bord der Njassa (kurz vor Kapstadt) 1927. Ihmels an Kollegium (Nr. 1) - Dampfer Njassa 1927. Ihmels an Kollegium (Nr. 2; Original und Abschrift) - Moshi 1927. Ihmels an Kollegium (Bericht Nr. 4: Usambara; Bericht Nr. 5: Südpare) - Nkoaranga 1927. Ihmels (Bericht Nr. 6: Seminar Marangu) - Shigatini 1927. Ihmels. (Bericht Nr. 7: Moshi; Bericht Nr. 8: Mamba; Bericht Nr. 9: Mwika; Bericht Nr. 11: Nkoaranga). FICHE NR. 42 6- - Fortsetzung - Bericht Nr. ? (Arusha) - "Sonder-Besprechung betreffs Beschneidung" (handschriftlich) - "Auf Safari in Ostafrika" (Maschinegeschrieben) - "In Ostafrika" (Maschinegeschrieben) - "Von Erziehungsfragen und Dergleichen".

              Leipziger Missionswerk
              Reichsschatzmeister der NSDAP (Bestand)
              BArch, NS 1 · Bestand · 1906-1919, 1922-1945
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Geschichte des Bestandsbildners: Die Funktion des Reichsschatzmeisters wurde bereits in der Satzung der NSDAP von 1926 verankert. Als Vorsitzender des Finanzausschusses der Partei war er verantwortlich für das gesamte Kassenwesen sowie die Sicherung der finanziellen Grundlagen der "Bewegung". 1931 durch Verfügung Hitlers bevollmächtigt zur Wahrnehmung und Vertretung aller Wirtschafts-, Finanz-, Vermögens- und Rechtsangelegenheiten der Partei; zuständig auch für alle Fragen des Mitgliedschaftswesens. Ihm unterstand die gesamte Finanz- und Verwaltungsorganisation. Dienststellen, die dem Reichsschatzmeister unterstanden und/ oder über die er die Finanzhoheit ausübte: I. Partei 1. Reichsleitungsdienststellen Zentralkassen- und Vermögensverwaltung Amt für Lotteriewesen Reichszeugmeisterei Hilfszug Bayern Verpflegungsbetriebe der Reichsleitung Reichsautozug Deutschland Reichsorganisationsleitung Reichspropagandaleitung Verwaltungsleitung der Organisationsleitung der Reichsparteitage Ortsgruppe Braunes Haus Sektion Reichsleitung Adolf-Hitler Schulen Hohe Schulen Reichsschule Feldafing Reichslager Bad Tölz 2. Reichsdienststellen Kanzlei des Führers Parteikanzlei Nußdorf Reichspressestelle Dienststellen des Reichsleiters Rosenberg einschließlich Weltdienst Frankfurt/M. Reichsamt für das Landvolk Rassenpolitisches Amt Amt für Sippenforschung NS-Schrifttum Parteiverbindungsstelle Prag 3. Sondereinrichtungen der Reichsleitung - Reichspropagandaleitung: Deutsche Filmherstellungs- und Verwertungs-GmbH, Institut für Deutsche Kultur- und Wirtschaftspropaganda, Deutsche Kulturpropaganda GmbH, Dr. Goebbels Rundfunkspende, Reichszentralstelle Gemeinderundfunk - Wirtschaftsbetriebe der Reichsleitung: Hotelbetriebs-GmbH "Der Deutsche Hof" Nürnberg, Hotelbetriebs-GmbH "Berchtesgadener Hof", Berchtesgaden 4. Gauleitungen, Kreise und Ortsgruppen NSDAP Gaue NSDAP Kreise NSDAP Ortsgruppen NSDAP Gau- und Kreisschulen Auslandsorganisation Landesgruppe Norwegen Arbeitsbereich Niederlande einschließlich Bezirksstellen Arbeitsbereich Generalgouvernement einschließlich Distrikte Arbeitsbereich Ostland einschließlich Bezirksstellen 5. Sondereinrichtungen der Gauleitungen Parteiforum Bayreuth Münchener Großveranstaltungen Gemeinschaftshaus München-Oberbayern 6. Besondere Dienststellen Germanische Leitstelle einschließlich Inlands- und Auslandsdienststellen Volksdeutsche Mittelstelle einschließlich Inlands- und Auslandsdienststellen II. Gliederungen NSD-Dozentenbund NS-Frauenschaft einschließlich Reichsfrauenführung, Gaufrauenschaften und NS-Frauenwarte NSD-Studentenbund SA SS NS-Kraftfahrkorps Hitlerjugend III. Angeschlossene Verbände Deutscher Ärztebund NS-Kriegsopferversorgung Reichsbund der Deutschen Beamten NS-Lehrerbund NS-Rechtswahrerbund NS-Bund Deutscher Technik einschließlich Schule Plessenburg NS-Volkswohlfahrt Ernährungshilfswerk NS-Bund Deutscher Schwestern Winterhilfswerk des Deutschen Volkes Deutsche Arbeitsfront Kraft durch Freude IV. Sonstige Organisationen NS-Altherrenbund Arbeitsgemeinschaft für Kameradschaftshäuser Deutsche Volksgemeinschaft in Lothringen Volksdeutsche Bewegung in Luxemburg Kärntner Volksbund e. V. Opferring im Elsaß Volksbund für das Deutschtum im Ausland Reichsluftschutzbund Kyffhäuser-Stiftung Parteiforum Weimar Reichsbund Deutsche Familie Stillhaltekommissar Ostmark Stillhaltekommissar Sudetenland Stillhaltekommissar Elsaß Stillhaltekommissar Lothringen Stillhaltekommissar Luxemburg Aufbaufonds GmbH Heimattreue Front Eupen-Malmedy Steirischer Heimatbund e. V. Anhalt-Dank-Stiftung Dessau NS-Schulungsverein Schwerin Vereinigung Stedingsehre e. V., Bookholzberg Ostmark-Selbsthilfe GmbH, Bayreuth Lebensborn e. V. Deutsches Jugendherbergswerk Deutsche Gemeinschaft im Generalgouvernement Reichsbeauftragter für die Altmaterialerfassung Verein zur Pflege des deutschen Volkstums in Böhmen und Mähren Erholungsheime Verwaltungs-GmbH, Berlin Tag der Deutschen Kunst Gemeinschaft "Das Ahnenerbe" Reichstagsfraktion der NSDAP Deutsches Frauenwerk Durch Verwaltungsmitteilung vom 1. Oktober 1940 erhob der Reichsschatzmeister das bisherige Amt für Mitgliedschaftswesen zum Hauptamt unter der Bezeichnung Hauptmitgliedschaftsamt. Mit Bekanntgabe 14/41 vom 5. August 1941 geschah die Umbenennung des ,Hauptamts VII - Hilfskasse - mit Wirkung vom 1. Juli 1941 in Hauptamt VII - Sozialamt -. Durch Entschließung vom 22. Mai 1942 verfügte der Reichsschatzmeister, dass das Mitgliedschaftswesen, wieder in das Hauptamt V eingegliedert wurde. Die Auflösung des Hauptamtes II - Reichshaushaltsamt - erfolgte zum 1. Juli 1943. Das Aufgabengebiet des bisherigen Hauptamtes II ging in die Hauptämter I und VI eingegliedert. Der bisherige Leiter des Hauptamtes II, Willi Damson wurde zum Beauftragten in Volkstumsfragen nach Berlin berufen. Bearbeitungshinweis: Online-Findbuch (2011) Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte Im September/ Oktober 1962 gelangte aus den Sammlungen des ehemaligen Berlin Document Center Berlin u. a. ein großer Bestand an Schriftgut des Reichsschatzmeisters der NSDAP in das Bundesarchiv. Weitere Abgaben durch das Berlin Document Center folgten in den Jahren1978, 1980 und 1988. Im Jahr 2003 wurden vom Bayerischen Hauptstaatsarchiv München 68 Aktenbündel übergeben. Hierbei handelte es sich um Aufnahmeanträge und den Fragebogen als Anlage zum Aufnahmeantrag. Nach wie vor in den personenbezogenen Überlieferungen des ehemaligen Berlin Document Center befinden sich vor allem die zum Bereich des Amtes für Mitgliedschaftswesen gehörende Reichskartei der NSDAP (Zentral- und Gaukartei), die Aufnahmeanträge sowie Vorgänge einzelner Parteimitglieder, u. a. über den Verlust von Mitgliedsbüchern, Beitragszahlungen, Anerkennung früherer Mitgliedschaften etc. Archivische Bewertung und Bearbeitung Nur für einen kleinen Teil waren die Akten durch ein unzulängliches Ablieferungsverzeichnis erschlossen, das als provisorisches Hilfsmittel das vorläufige Findbuch NS 1 bildete. Die überwiegende Masse des Schriftgutes wurde völlig ungeordnet und unerschlossen vom Berlin Document Center abgegeben. Ein Teilbestand - vom BDC als "Vermögens-, Grundstücks- und Rechtsangelegenheiten" betreffen ausgewiesen - wurde1968 geordnet und durch Herrn Gregor Verlande verzeichnet. Die erste Gliederung des Bestandes ergab sich aus der Organisation der Dienststelle des Reichsschatzmeisters der NSDAP. Die umfasste seit 1937 das Amt des Stabsleiters, die Hauptämter I - VIII sowie zwei Sonderbeauftragte, seit 1939 außerdem das aus dem Hauptamt I ausgegliederte Amt für Lotteriewesen und den Amtsarzt der Reichsleitung. Die Akten aus dem Zugang des BDC stammen aus den Bereichen des Stabsleiters sowie der Hauptämter I, II, IV, V und VII. Es handelt sich dabei durchweg nur um verhältnismäßig geringe Bestandteile der in den einzelnen Ämtern entstandenen Akten mit Ausnahme der Akten des Hauptamtes V. Dieser größte Teil besteht aus Akten über die Vermögensverwaltung der NSDAP. Solche Akten entstanden beim Stabsleiter sowie in den Hauptämter I, III und V. Den Hauptanteil daran haben Akten des Hauptamtes V über die Verwaltung der parteieigenen Grundstücke, Gebäude und Heime. Hierbei handelt es sich nicht nur um Liegenschaften, die von der NSDAP käuflich bzw. durch Schenkung erworben oder gemietet wurden, sondern auch um solche, die aus beschlagnahmtem und in die NSDAP eingewiesenem jüdischen Besitz innerhalb des Reichsgebietes oder feindlichen Besitz in den vor und während des zweiten Weltkrieges eingegliederten und besetzten Gebieten stammen. In einer kleineren Aktenuntergruppe findet die Verwaltung vornehmlich des in die NSDAP eingewiesenen beweglichen Vermögens aufgelöster Vereine und sonstiger Organisationen in den eingegliederten und besetzten Gebieten Niederschlag. Ergänzendes findet sich in entsprechenden Bänden des Hauptamtes I und des Stabsleiters, bei letzterem außerdem ein unvollständiges Verzeichnis der Grundstücke der NSDAP. Die Akten des Hauptamtes III enthalten Vermögensübersichten der Gaue, Kreise und Ortsgruppen der NSDAP für die Zeit von Dezember 1936 bis Dezember 1938. Neben Jahres- und Monatsbilanzen ist auch der Parteimitgliederstand der Gaue und Kreise monatlich angegeben, so dass für die Jahre 1937 und 1938 das Anwachsen der NSDAP in den Gauen und Kreisen zu verfolgen ist. Kassiert wurden zum damaligen Zeitpunkt Buchungsbelege der Zentralbuchhaltung in der Zentral,- Kassen- und Vermögensverwaltung des Hauptamtes I. Im Zuge der weiteren Abgaben durch das Berlin Document Center erfolgte eine Überarbeitung des Bestandes 1988. Die Verzeichnung fiel jedoch hinsichtlich vieler verschiedener Bearbeiter so unterschiedlich aus, so dass die Fertigstellung eines Findbuches zunächst zurückgestellt wurde. Mit einer kompletten Neubearbeitung des Bestandes, einschließlich der bereits 1293 verzeichneten Archivalieneinheiten wurde im Jahr 2009 begonnen. Die bestehende Klassifikation nach dem Organisationsplan des Reichsschatzmeisters wurde übernommen und nur gering verändert. Die einzelnen Hauptämter haben im Wesentlichen nach dem Aktenplan gearbeitet, so dass eine Zuordnung der Akten, sofern diese noch im Ursprungszustand überliefert waren, innerhalb der Klassifikation relativ unproblematisch war. Schwieriger gestaltete sich die Zuordnung bei den Akten, die vom BDC übernommen wurden. Es wurden im BDC Akten größtenteils nach dem Pertinenzprinzip neu gebildet, so dass gerade im Bereich des Amtes für Mitgliedschaftswesen Schriftgut sowohl aus dem Schieds-, dem Kartei- und dem Aufnahmeamt in einer Akten zu finden sind. Da die Akten aber bereits in Benutzung waren, wurde auf eine Neuordnung einzelner Akten, auch aus Zeitgründen verzichtet. Lediglich zu umfangreiche Akten wurden getrennt. Die Verzeichnung der Akten erfolgte in Anwendung der gültigen Erschließungsrichtlinien für das Bundesarchiv und schloss Korrekturen (Nominalstil, gültige Grammatik- und Rechtschreibregeln) bzw. die Anpassung der Titel (häufig Kürzungen) entsprechend der systemtechnischen Möglichkeiten in der Datenbank BASYS S ein. Abkürzungen a. D. außer Dienst b. bei BDM Bund Deutscher Mädel DAF Deutsche Arbeitsfront Dr. Doktor d. R. der Reserve e. V. eingetragener Verein E. Z. Einlagezahl HJ Hitlerjugend HZD Hilfszug Bayern i. L. in Liquidation Jg. Jahrgang Krs. Kreis NSDAP Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei NSKK NS-Kraftfahrkorps o. Dat. ohne Datum OS Oberschlesien Prof. Professor RAD Reichsarbeitsdienst RJF Reichsjugendführung Erschließungszustand: Online-Findbuch (2011) Zitierweise: BArch, NS 1/...

              BArch, R 2/4509 · Akt(e) · 1937-1940
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Enthält: Kauf und Herrichtung des Heydt-Palais als Dienstwohnung für den Reichsminister und Chef der Reichskanzlei.- Ablehnung der Kostenübernahme wegen unangemessener Höhe Anbau eines Windfangs mit darüberliegendem Balkon vor dem Eingang des Reichskanzlerhauses, Wilhelmstr. 77, 1938 Mehrkosten für das Reichskanzleigebäude in Bischofswiesen bei Berchtesgaden, 1938, 1939 Erhöhung des Führerfonds "zu allgemeinen Zwecken" auf 18 Millionen RM, 1938 Umzug der Preußischen Akademie der Künste (mit Kostenzusammenstellung), 1938 Schenkung einer optisch-astronautischen Sternwarten-Ausrüstung an Mussolini (mit Kostenrechnung), 1938 Bestellung des Gauleiters Bürckel, Saarpfalz, zum Reichskommissar für die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich, 1938 Ausschmückung der Stadt Wien zum Empfang Hitlers, 1938 Bestellung eines Reichskommissars für die sudetendeutschen Gebiete, 1938 Einrichtungsgegenstände für die Reichskanzlei, die Adjutantur des Führers und die Kanzlei des Führers der NSDAP (mit Kostenvoranschlägen), 1939 Amtswohnung für den Präsidenten des Geheimen Kabinettsrats, 1939 Durchführung des Ostmark-Gesetzes.- Rundschreiben des Reichsministers des Innern, 1939 Vorbereitende Arbeiten für eine künftige Kolonialverwaltung durch das Kolonialpolitische Amt der NSDAP sowie Schulungskurse für Kolonialbeamten-Anwärter, 1939 Kauf eines Grundstücks auf Schwanenwerder zur Errichtung eines Sommersitzes für Hitler, 1940

              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 419 · Bestand · 1854-1947
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik)

              Zur Postgeschichte Badens in den Jahren 1872 bis 1934: Das Großherzogtum Baden hat 1811 das Postwesen dem Haus Thurn und Taxis aus den Händen genommen und in Staatsregie überführt. Es wurde eine Postdirektion geschaffen, die 1814 in eine Oberpostdirektion umgewandelt wurde. Aus dieser entstand 1843 nach Einführung der Eisenbahn die "Direktion der Posten und Eisenbahnen", die 1854 in "Direktion der Großherzoglich Badischen Verkehrsanstalten" umbenannt wurde. Im Zusammenhang mit dem Eintritt in das Deutsche Reich verzichtete Baden auf seine Posthoheit. Mit dem 1. Januar 1872 gingen die badischen Postgerechtsame auf die Kaiserliche Reichspost über, nachdem man zuvor das Eisenbahnwesen, das nicht verreichlicht worden war, wieder von der Postverwaltung getrennt hatte (siehe Beständegruppe 421). Das Immobilienvermögen der bisher badischen Post blieb nach 1872 weiterhin Eigenturm des badischen Staates, durfte aber von der Reichspost genutzt werden, der es natürlich unbenommen blieb, Grundstücke und Gebäude zu eigenen Zwecken neu zu erwerben. Die Reichspostverwaltung errichtete in Baden als Mittelbehörde zwei Oberpostdirektionen (OPD) mit Sitz in Karlsruhe und Konstanz, deren gegenseitige Grenze südlich der Eisenbahnlinie Kehl-Appenweier-Oppenau verlief. Der OPD Karlsruhe war auch der hessische Amtsgerichtsbezirk Wimpfen, der OPD Konstanz der preußische Landesteil Hohenzollern zugewiesen; die beiden Gebiete wurden ebenfalls von der Reichspost betreut, während das benachbarte Königreich Württemberg nach 1871 seine eigene Post behalten hatte. Die beiden Oberpostdirektionen waren dem Generalpostamt (ab 1880 Reichspostamt, ab 1919 Reichspostministerium) als Oberbehörde unterstellt. Da im Norddeutschen Bund das Telegrafenwesen einer eigenen "Generaldirektion der Telegraphen" unterstanden hatte, war 1872 auch in Baden die Telegrafie aus der Zuständigkeit der Post herausgenommen worden. Doch schon am 1. Januar 1876 fand im Reichspostgebiet die Verschmelzung von Post und Telegrafie statt. Von nun an unterstanden die Telegrafenanstalten in Baden ¿ teils als selbständige Telegrafenanstalten bzw. -ämter, größtenteils aber mit Postanstalten vereinigt ¿ den beiden Oberpostdirektionen und dem Reichspostamt. 1934 wurde die OPD Karlsruhe wie die übrigen Oberpostdirektionen des Reiches in "Reichspostdirektion" (RPD) umbenannt. Aufgrund des für das Post- und Fernmeldewesen grundlegenden Gesetzes zur Vereinfachung und Verbilligung der Verwaltung vom 27.02.1934 wurde die OPD Konstanz mit Wirkung vom 01.04.1934 aufgelöst und hörte nach einer Übergangszeit am 01.10.1937 endgültig auf zu bestehen. Ihr Gebiet wurde der RPD Karlsruhe zugeschlagen, welche auch die Akten der OPD Konstanz übernahm und teilweise weiterführte. Erläuterungen zum Bestand 419: Die im vorliegenden Findmittel verzeichneten Akten wurden zum weit überwiegenden Teil im Jahr 1941 von der RPD Karlsruhe abgeliefert (Zugang 1941-17). Der geringere Teil wurde provenienzgemäß den Ablieferungen der OPD Karlsruhe 454 Zugang 1980-30, 419 Zugang 1981-49 und 454 Zugang 1982-18 entnommen. Die OPD Karlsruhe verwahrte eine Altregistratur von etwa 1500 lfd. m. Akten von der Gründung der Reichspostverwaltung 1872 an, wovon nur der erwähnte Zugang 1941 in das Generallandesarchiv gelangt war. Nachdem sich das Generallandesarchiv im Jahre 1961 vergeblich um die Ablieferung des restlichen Schriftguts bemüht hatte, ließ die OPD ohne Rücksprache mit dem Archiv mit Hauserlass vom 20.04.1970 die gesamten Altakten vernichten. Damit ist die einzige geschlossene Altregistratur einer OPD des Bundesgebiets, die zudem noch das Schriftgut der 1934 aufgelösten OPD Konstanz enthielt, verlorengegangen. Die Laufzeit der Sachakten des Bestands 419 umfasst im Kern die Zeit 1872-1945. Lediglich einige wenige in den Oberpostdirketionen fortgeführten Akten der Direktion der Großherzoglich Badischen Verkehrsanstalten sowie Sammlungen von Zirkularverfügungen des Generalpostamts Berlin an preußische Oberpostdirketionen , die offensichtlich als für den Geschäftsgang nötige Informationen der OPD Karlsruhe überlassen worden waren, reichen weiter zurück. Schon bei der Einlieferung 1941 fehlten einige im Einlieferungsverzeichnis aufgeführte Akten. Einige Akten des Zugangs 1941 wurden bei den Personalakten (siehe unten) eingereiht, eine Akte kam seiner Provenienz entsprechend zu Bestand 418, sechs Akten wurden kassiert. Da die Nummerierung des Zugangs 1941-17 beibehalten wurde, sind nun folgende Nummern nicht mehr belegt: 1-7, 10, 11, 13, 65, 121-128, 193, 522, 676, 697, 713, 720, 753, 758, 774, 838, 883, 935-936 und 939-940. Die älteren Personalakten des Bestands 419 sind mit den Zugängen 1938-42 (61 Personalakten der OPD Konstanz), 1941-17 (6 Personalakten der OPD Karlsruhe) und 1981-49 (2252 Personalakten der OPDn bzw. RPD Karlsruhe und Konstanz und der OPD Karlsruhe nach 1945) in das Generallandesarchiv gelangt. Die Personalakten des Zugangs 1941 wurden in den Zugang 1981 eingearbeitet und das Einlieferungsverzeichnis entsprechend ergänzt. Glliederung und Bearbeitung des Bestands: Ein Aktenplan für das Schriftgut der RPD liegt nicht vor und war auch nicht bei der OPD Karlsruhe zu beschaffen. So lehnt sich die Klassifizierung des Bestands an die im Post- und Fernmeldewesen übliche Einteilung in Betrieb und Verwaltung an, wobei versucht wurde, aus den Registratursignaturen auf den Aktendeckeln den Aktenplan zu rekonstruieren. Der größere Teil des Schriftguts sind Spezialkarten, die bei den OPDn zu den einzelnen Verkehrsanstalten ihres Bezirks geführt wurden. Dabei handelt es sich um Postämter, Postagenturen, Postzweigstellen, Bahnpostämter, Posthilfsstellen sowie selbständige Telegrafenstationen bzw. ämter. Diese Akten enthalten regelmäßig folgende Schriftstücke: Standeslisten, Revisionsberichte der Abrechnungspostämter, Inventarverzeichnisse, Dienststundenpläne, Leitfäden für die Ausbildung von Bediensteten im Post- und Telegrafenbetrieb, worauf im Repertorium selbst nicht mehr hingewiesen wird. Näheres über rechtliche Stellung, Geschäftsbereich und inneren Betrieb der einzelnen Verkehrsanstalten ist der Darstellung von K. Sautter (siehe Literaturverzeichnis), S. 37-41, zu entnehmen. Verzeichnung und Ordnung wurden unter Leitung des Unterzeichneten im Frühjahr 1982 von den Staatsarchivreferendaren Rudolf Benl, Robert Kretzschmar und Sybille Wittenberg vorgenommen, Ergänzungen von Inspektoranwärterin Brigitte Weiler eingearbeitet. Die Reinschrift des Repertoriums besorgte Frau Eva-Maria Staron. Karlsruhe, den 30. Juni 1982 Dr. H. John Literaturhinweise (Stand: 1982): Entwicklung des Post- und Telegrafenwesens im Großherzogtum Baden während des fünfundzwanzigjährigen Zeitraums von 1872 bis 1896 (1897). K. Löffler, Geschichte des Verkehrs in Baden, insbesondere der Nachrichten- und Personenbeförderung (Boten-, Post- und Telegrafenverkehr) von der Römerzeit bis 1872 (1910). K. Sautter, Geschichte der Deutschen Post. Teil 3: Geschichte der Deutschen Reichspost 1871 bis 1945 (1951). K. Stiefel, Baden 1648-1952 II (1977), S. 1485-1509.

              BArch, R 87 · Bestand · 1939-1945
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Geschichte des Bestandsbildners: Eingesetzt durch Verordnung vom 15.01.1940 mit Zuständigkeit für die Beschlagnahme und Verwaltung des beweglichen wie unbeweglichen Vermögens von am Zweiten Weltkrieg gegen das Deutsche Reich beteiligten Staaten und ihrer Staatsangehörigen im ganzen Reichsgebiet, dem Protektorat Böhmen und Mähren und in Luxemburg; nachgeordnet dem Reichsjustizminister; Abwicklung der Aufgaben bis zur Unterstellung des verwalteten Feindvermögens durch Gesetz Nr. 52 der Militärregierung unter die Kontrolle der Besatzungsmächte durch den Treuhänder für das Vermögen der alliierten Staaten und ihrer Staatsangehörigen. Inhaltliche Charakterisierung: Neben allgemeinen Akten zu Organisation und Personalangelegenheiten, Grundsatzfragen der Anmeldung und Behandlung deutschen Vermögens im feindlichen Ausland und Feindlichen Vermögen im Inland und in den besetzten Gebieten sowie zur Vermögensverwaltung - allgemein nach § 12 ff der Verordnung über Feindvermögensverwaltung , v.a. Verwalter-Richtlinien, Bewerbungen und Vergütungen, sind v. a. Einzelfallakten der Vermögensverwaltung überliefert und zwar: Vermögen mit Ausnahme der Beteiligungen und Grundstücke (70), Beteiligungen, Unternehmen, Schutzrechte, Zweckvermögen v.a. britisches, französisches und amerikanisches Vermögen nach 1940 (1819), Grundstücke im Kammergerichtsbezirk Berlin und den einzelnen Oberlandesgerichtsbezirken v.a. britisches Vermögen einschließlich Commonwealth, französisches Vermögen einschl. Kolonien und amerikanisches und sowjetisches Vermögen nach 1940 (6465). Wenige Akten betreffen Jüdisches Vermögen. Zugeordnet sind Unterlagen des Beauftragten des Reichskommissars beim Reichsprotektor von Böhmen und Mähren - Verbindungsstelle Prag, des Chefs der Zivilverwaltung in Luxemburg - Kommissar für die Verwaltung von unter feindlichem Einfluss stehenden Unternehmen, des Militärbefehlshaber Frankreich - Reststab und des Militärbefehlshaber Frankreich - Reststab. Erschließungszustand: Findbuchvorlage (1987) Zitierweise: BArch, R 87/...

              Postgrundstück Altengrabow
              Landesarchiv Sachsen-Anhalt, G 6, Nr. 3 (Benutzungsort: Dessau) · Akt(e) · 1925-1930
              Teil von Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik)

              Enthält u.a.: Auszug aus dem Protokoll zur Zwangsversteigerung von Grundstücken in Dörnitz, 1923.- Schlussurteil in Sachen des Vereins Kolonialkriegerdank Berlin gegen die Firma Fuhrmann in Dörnitz und die Deutsche Reichspost. Oberpostdirektion Magdeburg, 1927.- Urteil zu Aufwertungsansprüchen gegen den Reichspostfiskus.

              BArch, RW 59 · Bestand · 1919-1945
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Geschichte des Bestandsbildners: Die in den Personalämtern von Reichsheer/Heer, Reichsmarine/Kriegsmarine und Luftwaffe entstandenen Personalunterlagen wurden bereits kurz nach dem Krieg zentral gesammelt. Große Mengen waren allerdings im Krieg verloren gegangen. Die noch vorhandenen Unterlagen wurden vor allem im Personenstandsarchiv II des Landes Nordrhein-Westfalen in Aachen-Kornelimünster gesammelt und durch weitere personenbezogene Unterlagen ergänzt. Diese Einrichtung wurde als Zentralnachweisstelle (ZNS) vom Bundesarchiv übernommen. Die Personalunterlagen der Generale und Admirale gingen von dort in den 1970ern an die Abt. Militärarchiv des Bundesarchivs. Die Personalunterlagen der Marineoffiziere bis zum Kapitänleutnant gingen zur Deutschen Dienststelle (WASt), wo sie sich heute noch befinden. Die in der ZNS verwahrten Personalunterlagen der Offiziere und Beamten von Reichswehr und Wehrmacht wurden 2005 von der Abt. Militärarchiv übernommen und bilden dort seither den Bestand Pers 6. Weitere personenbezogene Unterlagen, insbesondere in den Personalämtern geführte personenbezogene Sachakten bilden den Bestand RW 59. Bestandsbeschreibung: Der Beitrag folgt im wesentlichen Absolon, Wehrgesetz S.362-374 (s. Lit.verz.): Die Personalverwaltung in der Wehrmacht fand an verschiedenen Stellen statt ¿ bei den Wehrersatzdienststellen, bei den Ersatztruppenteilen, bei den Feldtruppenteilen und in den Personalämtern der Oberkommandos. Folgende personenbezogenen Unterlagen wurden geführt: - bei den Wehrersatzdienststellen: Wehrstammkarte: durch die polizeiliche Meldebehörde bei der Erfassung für jeden Dienstpflichtigen oder Freiwilligen angelegt, mit der Wehrstammrolle dem Wehrbezirkskommando (WBK) übersandt; Grundlage für die Musterung und Aushebung oder Freiwilligenannahme; wurde danach in das Wehrstammbuch eingeklebt Wehrstammrolle: durch die polizeiliche Meldebehörde als Begleitliste zu je zehn Wehrstammkarten angelegt Wehrstammbuch: vom WBK nach der Musterung oder Freiwilligenannahme unter Einkleben der Wehrstammkarte angelegt und während der ganzen Dauer der Wehrpflicht weitergeführt; der Inhalt entsprach dem des Wehrpasses; während des aktiven Wehrdienstes beim Truppenteil, sonst Bestandteil der Stammkartei des WBK, bzw. nach Ablauf der Wehrpflicht der des Wehrmeldeamtes (WMA); mit Kriegsbeginn gingen die Wehrstammbücher der zur Feldwehrmacht eingeteilten Soldaten vom letzten Friedenstruppenteil zu den zuständigen Wehrersatzdienststellen; nach Abgang der Soldaten an die Feldtruppe gingen die Wehrstammbücher nach Eintrag der entsprechenden Einheit an die WBK oder WMÄ zurück und wurden dort weitergeführt Gesundheitsbuch: von der Wehrersatzdienststelle, die bei einem Wehrpflichtigen oder Freiwilligen die erste Untersuchung durchführte angelegt; Weiterführung durch die Sanitätsdienststellen Verwendungskarte: für jeden Ersatz-Reservisten I nach der Musterung oder Freiwilligenannahme gleichzeitig mit dem Wehrstammbuch erstellt; diente im Frieden zur Einteilung des Wehrpflichtigen des Beurlaubtenstandes (d.B.) im Krieg; im Frieden war die Verwendungskartei gegliedert in Bestands-, Mob- und Unabkömmlichkeitskartei, im Krieg in Bestands-, RAD- und Sperrkartei Einberufungskarte: Ergänzung der Verwendungskarte für die im Frieden mobmäßig als Soldaten oder Wehrmachtbeamte eingeteilten Wehrpflichtigen d.B. - bei der Truppe: Wehrpaß: ab dem 1. April 1936 bei der Musterung oder Freiwilligenannahme angelegt und dem Inhaber ausgehändigt; urkundlicher Ausweis über das Wehrdienstverhältnis während der Dauer der Wehrpflicht; im Frieden während der Ableistung des RAD und des aktiven Wehrdienstes bei der Einstellung von der zuständigen Dienststelle abgenommen, aufbewahrt und fortlaufend ergänzt; bei der Entlassung wieder ausgehändigt und verblieb beim Inhaber auch nach Ablauf der Wehrpflicht; im Krieg bei den Feld- und Ersatzeinheiten verwahrt und weitergeführt; Überweisungsmittel bei Versetzung oder Entlassung; die Wehrpässe von Gefallenen, Verstorbenen und Vermißten gingen an die Wehrersatzdienststelle; nach Übertrag der Angaben in das Wehrstammbuch gingen sie an die Hinterbliebenen oder falls keine feststellbar waren, verblieben im Wehrstammbuch Truppenstammrolle: im Frieden durch alle Einheiten, im Krieg nur durch Ersatztruppenteile aufgestellt und geführt; bei Versetzungen wurde ein Stammrollenauszug den Überweisungspapieren beigefügt Kriegsstammrolle: bei den Einheiten der Feldwehrmacht anhand der Wehrpässe und Verwendungskarten aufgestellt und weitergeführt; die Kriegsstammrollenblätter der gefallenen, verstorbenen, vermißten, verwundeten und versetzten Soldaten und Ergänzungswehrmachtbeamten wurden abgeschlossen und der zuständigen Wehrersatzdienststelle übersandt, die der aktiven Wehrmachtbeamten gingen dem Wehrkreis- oder Luftgaukommando, das die Personalhauptakte führte zu Ausweise: es existierten 1) ein blauer Truppenausweis für Soldaten und Wehrmachtbeamte, ausgegeben im Frieden, mit Lichtbild (Form A; für zu Übungen Einberufene ohne, Form B); bei der Entlassung wurden die Ausweise Form A vernichtet, die Ausweise Form B gingen an die zuständigen Wehrersatzdienststellen; 2) ein brauner Dienstausweis für Angestellte und Arbeiter bei Wehrmachtdienststellen; 3) ein weißer Sonderausweis zur Betretung besonders bewachter Grundstücke, Gebäude oder Anlagen; 4) ein orangefarbener Dienstausweis mit schwarzem Längsstrich für nichtdeutsche Gefolgschaftsmitglieder, die bei Dienststellen der Wehrmacht beschäftigt waren Soldbuch: ab Kriegsbeginn an die Soldaten und Wehrmachtbeamten des Heeres und der Luftwaffe ausgehändigt und fortlaufend weitergeführt; die bisherigen Truppenausweise wurden nach Ausgabe der Soldbücher vernichtet; die Soldbücher von verstorbenen oder entlassenen Soldaten gingen ebenso wie unbrauchbar gewordene nach Abschluß an die zuständige Wehrersatzdienststelle zum Einlegen in die Tasche des Wehrstammbuches; bei Wiedereinberufung konnten sie erneut ausgegeben werden; bei Rangverlust wurden sie abgeschlossen und ein neues ausgegeben; am 16. November 1943 wurde die Einführung eines Lichtbildes auf der Innenseite befohlen; Angestellte und Arbeiter bei Wehrmachtdienststellen sowie sonstige Angehörige des Wehrmachtgefolges erhielten keine Soldbücher; landeseigene Hilfskräfte im Osten erhielten zweisprachige Kennbücher, die wie Soldbücher zu führen waren - bei den Oberkommandos: Personalakten: Die gesamte Personalverwaltung der Offiziere erfolgte durch das Heerespersonalamt (OKH/PA), bzw. das Luftwaffenpersonalamt (RdL u. ObdL/LP). Dort wurden über jeden aktiven Offizier Personalpapiere (Personalakten) geführt, bestehend aus: - einer Ausfertigung des Personalnachweises - den Anlagen zum Personalnachweis (alle wichtigen Schriftstücke wie Einstellungsvorgänge, Urkunden, Zeugnisse, Verpflichtungsschein, Entscheidungen in Ehrenangelegenheiten, Beschwerden, besondere Vorkommnisse) - den Krankenpapieren (Krankheitsvorgänge, ärztliche Zeugnisse, Dienstbeschädigungslisten) - den Beurteilungen - verschiedenen Karteien Truppenpersonalakten: Dazu wurden bei den Stäben der jeweiligen Einheiten weitere Ausfertigungen des Personalnachweises mit Anlageheften, Beurteilungsentwürfen und Versorgungsvorgängen geführt ¿ die sog. Truppenpersonalakten. Die zum Feldheer tretenden Einheiten gaben diese Truppenpersonalakten an die zuständigen Ersatztruppenteile ab, für die Offiziere vom Bataillonskommandeur aufwärts an die zuständigen Stellvertretenden Generalkommandos; Dienststellen, die aufgelöst wurden, gaben ihre Truppenpersonalakten ebenfalls an die Stellvertretenden Generalkommandos ab; die Truppenpersonalakten der Luftwaffe gingen grundsätzlich an das für den letzten Friedensstandort zuständige Luftgaukommando; die Eintragung von Veränderungen in die Truppenpersonalakten ruhte im Krieg und sollte nach Demobilmachung durchgeführt werden; bei Entlassung aus dem aktiven Wehrdienst und bei Todesfällen waren die Kranken- und Versorgungspapiere und eine vervollständigte Ausfertigung des Personalnachweises mit anderen Unterlagen dem zuständigen Wehrmacht-Fürsorge- und Versorgungs-Amt zu übersenden. Die Personalakten und Personalnachweise der Offiziere d.B. und z.V. wurden bei den zuständigen Wehrersatzdienststellen geführt und verwahrt. Über Wehrmachtbeamte wurden Ministerialakten, Hauptakten und Blattsammlungen (Nebenhefte) geführt. Ministerialakten: Diese wurden vom Heeresverwaltungsamt (OKH/VA), bzw. vom Luftwaffenpersonalamt (RLM/LP) bei Dienstantritt geführt und enthielten: - den Personalnachweis - die Erklärung über Zugehörigkeit zu Parteien, Logen und anderen Organisationen - die Meldung über das Wehrdienstverhältnis - Verfügungen über Einberufung, Ernennung, Versetzung usw. - Festsetzung des Besoldungsdienstalters - sonstigen Schriftwechsel dazu in besonderen Beiakten: - Prüfungsarbeiten und Niederschriften über das Ergebnis - die Beurteilungen - die dienststrafrechtlichen Angelegenheiten Hauptakten: Die Hauptakten mit vorgeheftetem Krankheitsnachweis wurden bei den Wehrkreis- und Luftgaukommandos geführt, mit etwaigen früheren Personalakten anderer Stellen als Beiheften. Blattsammlungen (Beihefte): Die nachgeordneten Dienststellen und generell die Stäbe und Einheiten führten über die Beamten in ihrem Bereich nur Blattsammlungen, bzw. Beihefte, bestehend aus einer dritten Ausfertigung des Personalnachweises, dem Urlaubsnachweis, dem Krankenblatt und dem dort angefallenen Schriftwechsel. Die Personalakten der Berufsunteroffiziere wurden bei ihren zuständigen Einheiten geführt und im Krieg beim Ersatztruppenteil verwahrt. Die Personalakten der Angestellten und Arbeiter der Wehrmacht wurden bei den Beschäftigungsstellen, die Arbeitsbücher bei den Standortlohnstellen geführt. Ab dem 29. Juni 1944 waren die Personalakten ausgeschiedener Gefolgschaftsmitglieder nach drei Jahren zu vernichten. Der Bestand RW 59 enthält darüberhinaus die Unterlagen und Findmittel (Karteien) zur Verleihung von Orden und Ehrenzeichen, wie sie hauptsächlich vom Heerespersonalamt geführt wurden. Diese Unterlagen und Findmittel waren von der Zentralnachweisstelle (ZNS) zur Bearbeitung entsprechender Anfragen zusammengezogen worden. Teile waren auch aus dem Bestand RH 7 des Bundesarchiv-Militärarchivs als "Dauerleihgabe" übernommen worden. Diese Unterlagen wurden nach Auflösung der ZNS 2005 wieder in den Bestand RH 7 rücküberführt. Die restliche Sammlung (177 AE) zerfällt in zwei Teile: Verleihungsvorschläge (69 AE) und Sachakten allgemeiner Art von verschiedenen Stellen zu verschiedensten Aspekten des Verleihungswesens wie auch zu Trägern bestimmter Orden (108 AE). Aufgrund des komplexen Verweissystems der ZNS wurde die Erhaltung dieser restlichen Sammlung im Ganzen innerhalb des Bestandes RW 59 beschlossen und eine mögliche Übernahme des größeren Teiles hiervon zu RH 7 unterlassen, da eine Trennung von den restlichen ZNS-Unterlagen die weitere Auskunftserteilung zu sehr erschwert hätte. Die Verleihungsvorschläge in RW 59 sind daher als Ergänzung zu denen in RH 7 anzusehen. Allgemein lassen sich anhand der Findmittel in RW 59 hauptsächlich folgende Auszeichnung nachweisen: Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse (2. Klasse nicht durchgängig), Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes in den verschiedenen Stufen, Kriegsverdienstkreuz 1. und 2. Klasse, Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes, Deutsches Kreuz in Silber, Deutsches Kreuz in Gold, Nahkampfspange in Gold, Ehrenpokal der Luftwaffe, Ehrenschale der Luftwaffe, Bild des Reichsmarschalls im Silberrahmen, Nennung im Ehrenblatt des Heeres, Nennung in der Ehrentafel der Marine, Nennung im Ehrenblatt der Luftwaffe. Insbesondere für die Endphase des Krieges ist dabei jedoch selbst für die höchsten Auszeichnungen mit Überlieferungslücken zu rechnen. Der dritte Teil des Bestandes RW 59 enthält eine in der ZNS angelegte Sammlung zu Angelegenheiten des Wehrrechts und der Organisation von Wehrmacht und Waffen-SS (215 AE). Diese Sammlung enthält im wesentlichen Originaldokumente, die zur Erstellung des Werkes "Die Wehrmacht im Dritten Reich" von Rudolf Absolon, von diesem in seiner Funktion als Leiter der ZNS aus den ursprünglichen Provenienzen entnommen und als sachthematisch gegliederter Handapparat neu formiert worden waren. Inhaltliche Charakterisierung: Dieser Bestand umfaßt die von der Zentralnachweisstelle (ZNS) gesammelten Unterlagen der Wehrmacht, die diese zur Erledigung personenbezogener Anfragen benötigte. Diese Unterlagen waren von der ZNS aus ihren ursprünglichen Provenienzen entnommen worden. Der Bestand umfaßt darüberhinaus auch von der ZNS selbst erstellte Ausarbeitungen zum Personalwesen der Wehrmacht und die Ablage der ZNS mit Rechercheanfragen zu bestimmten Personen betr. eine vermutete oder tatsächliche Mitgliedschaft in der Wehrmacht. Nach Übernahme der Unterlagen in das Bundesarchiv-Militärarchiv wurde die Erhaltung dieser Sammlung als ein Bestand beschlossen, da eine Aufteilung der Dokumente auf die einzelnen Provenienzen sowie eine Trennung von den eigentlichen ZNS-Unterlagen die weitere Auskunftserteilung erheblich gefährdet hätte. Lediglich die von der ZNS vom Militärarchiv als "Dauerleihgaben" erhaltenen und klar abgegrenzten Unterlagen des Bestandes RH 7 (Heerespersonalamt) wurden diesem wieder zugeführt. Der Bestand RW 59 ist daher in seiner vorliegenden Gestalt ein archivisch zur Aufrechterhaltung der weiteren Arbeitsfähigkeit in diesem Bereich notwendigerweise zu erhaltendes Ergebnis der jahrzehntelangen Tätigkeit und Arbeitsweise der ZNS. Erschließungszustand: Der Bestand besteht einerseits aus für das Fachreferat wichtigen Arbeitsmitteln und andererseits aus personenbezogenen Unterlagen. Eine Benutzung ist daher nur über das Fachreferat möglich. Vorarchivische Ordnung: Die Akten befanden sich bis 2005 bei der ZNS in Aachen-Kornelimünster. Archivische Bestandsbildungen waren in dieser Zeit nur in Ansätzen erfolgt. Umfang, Erläuterung: 2500 AE Zitierweise: BArch, RW 59/...

              Obertribunal (Bestand)
              Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 97a · Bestand
              Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)
              • description: - Vorbemerkung - - Institutionsgeschichte - Das Geheime Obertribunal wurde am 30. November 1782 im Zuge der Justizreform des Großkanzlers v. Carmer gebildet. Mit erweiterter Zuständigkeit und als selbständiges gesamtpreußisches Gericht setzte es die Funktionen des Oberappellationsgerichts (1703-1748) [siehe Bestand "GStA PK, I. HA Rep. 97 A Oberappellationsgericht"] bzw. des Tribunals als 4. Senat beim Kammergericht (1748-1782) [siehe Bestand "GStA PK, I. HA Rep. 97 Kammergericht"] fort. Damit kam eine Entwicklung zum Abschluss, die sich schon in den zunehmend eigenverantwortlichen Rechtssprechungsfunktionen und in der ständig wachsenden territorialen Zuständigkeit des Tribunals vorbereitet hatte. Der Gerichtshof entschied die Prozesse in dritter Instanz bzw. in der Revisionsinstanz und unterstand organisatorisch unmittelbar dem Justizdepartement bzw. ab 1808 dem Justizministerium. - Die territoriale Kompetenz des Geheimen Obertribunals für alle preußischen Provinzen wurde nur für kurze Zeit auf Grund des Selbständigkeitsanspruches der Neumark eingeschränkt. Die Revisionsurteile in neumärkischen Angelegenheiten wurden zunächst noch im Namen des Geheimen Staatsrates abgefasst. Aus den territorialen Erweiterungen des preußischen Staatsgebietes im 19. Jahrhundert ergab sich mehrfach eine zeitweilige Aufteilung der Revisionsinstanz auf mehrere Gerichte. Mit dieser Aufteilung der territorialen Kompetenz waren wichtige organisatorische Veränderungen verbunden. So machte die Aufgabenerweiterung zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Delegierung der Revisionsprozesse mit einem Streitwert unter 500 Talern ab 1803 bzw. unter 2000 Talern nach 1815 an Oberlandesgerichte erforderlich. Darüber hinaus hatten die Provinz Neuvorpommern seit 1815 und die Provinz Posen seit 1817 eigene Revisionsgerichte im Appellationsgericht in Greifswald bzw. im 2. Senat des Oberappellationsgerichts in Posen. Eine wesentliche Einschränkung der territorialen Kompetenz des Obertribunals bedeutete die Nebenordnung eines Rheinischen Revisions- und Kassationshofs für die Gebiete französischen Rechts seit 1819. Um diese Zersplitterung abzubauen, wurde 1833 die Delegierung von Revisionsprozessen an Oberlandesgerichte aufgehoben und 1834 der Revisionssenat in Posen aufgelöst. - Die sachliche Zuständigkeit des Obertribunals wurde dadurch erheblich eingeschränkt, dass die Revision in politischen Strafsachen seit dem Beginn der Prozesse gegen die bürgerlich-demokratische Bewegung dem Geheimen Justizrat beim Kammergericht übertragen wurde. - Durch die Revolution 1848/49 wurde die bürgerliche Forderung nach staatlicher Rechtseinheit in Preußen teilweise durchgesetzt. Die preußische Nationalversammlung nahm in ihren Verfassungsentwurf eine Bestimmung auf, derzufolge die obersten Gerichtshöfe vereinigt werden sollten. Die in der Verfassungsdebatte der beiden Kammern des Landtages im März 1849 weiter verfolgte Forderung konnte gegen den Widerstand der rheinischen Juristen durchgesetzt werden, so dass die Ankündigung eines einheitlichen Gerichtshofes auch von der oktroyierten in die vereinbarte Verfassung überging. Dieser Verfassungsgrundsatz kam nach dem Gesetz vom März 1852 zur Ausführung. Bereits nach der Januarverordnung von 1849 war das Obertribunal zur höchsten Instanz in Rechtssachen auch aus dem Bezirk des Appellationsgerichtes Greifswald erklärt worden. Am 1. Januar 1853 kam es zur Vereinigung des Obertribunals mit dem Rheinischen Revisions- und Kassationshof, wodurch neben dem Geheimen Justizrat wieder ein einheitliches oberstes Gericht bestand, dessen Bezeichnung infolge der 1849 eingeführten Öffentlichkeit der Gerichtsverhandlungen von Geheimes Obertribunal in Obertribunal geändert wurde. Seine territoriale Kompetenz wurde 1851 auf die neuangefallenen hohenzollernschen Fürstentümer ausgedehnt. - - Eine vorübergehende Änderung in der Spitze der preußischen Gerichtsorganisation trat noch einmal infolge des Krieges von 1866 ein. Von den annektierten Gebieten wurden nur die Gerichte der Stadt Frankfurt (Main) unmittelbar dem Obertribunal als Revisionsinstanz zugewiesen. Für die Provinzen Schleswig-Holstein, Hannover, Hessen-Nassau sowie für das Herzogtum Lauenburg und die Fürstentümer Waldeck und Pyrmont wurde 1867 ein neues Oberappellationsgericht in Berlin gebildet. Seine Vereinigung mit dem Obertribunal erfolgte im Februar 1874. Außerdem waren dem Obertribunal seit 1851 der Disziplinarhof und der formal selbständige, im Jahre 1873 infolge des Kulturkampfes entstandene Gerichtshof für kirchliche Angelegenheiten angeschlossen. Die institutionsgeschichtliche Entwicklung des Obertribunals ist kennzeichnend für die Bestrebungen um formale Rechtseinheit in Preußen, die in seinem obersten Gericht dokumentiert wurde. - Die meist sprunghafte Erweiterung des Aufgabengebietes spiegelt sich auch in der inneren Gliederung des Obertribunals wider. Der Gerichtshof hatte seine Tätigkeit im 18. Jahrhundert mit einem Senat begonnen, der mit einem Chefpräsidenten, neun Tribunalsräten und mit einem Obertribunals-Protonotarius besetzt gewesen war. Nach 1874 war er in acht Senate gegliedert, in denen ein Präsident, fünf Vizepräsidenten und 62 Obertribunalsräte als Richter tätig waren. Danach ergab sich eine Gliederung in einen Senat für Personenrecht, zwei Senate für Sachenrecht, einen Senat für Obligationsrecht, zwei Senate für Zivilrecht des Rheinlandes bzw. der 1866 annektierten Gebiete, einen Senat für Strafsachen und einen Senat für Disziplinar-Untersuchungen gegen richterliche Beamte. Das höchste Gremium war das Plenum, das alle Senate vereinigte. Einen erheblichen Personalzuwachs erhielt das Obertribunal, als eine der Hauptforderungen des Vormärz und der Revolution 1848/49, nämlich die Öffentlichkeit des Verfahrens für Zivil- und für Strafsachen durchgesetzt wurde. Beim Obertribunal wurde 1852 eine Generalstaatsanwaltschaft als selbständiger Strukturteil gebildet, die mit einem Generalstaatsanwalt und drei Oberstaatsanwälten besetzt war. Dazu kamen die beim Obertribunal zugelassenen Rechtsanwälte, deren Zahl nach der Übernahme des sogenannten Öffentlichen Ministeriums beim Rheinischen Revisions- und Kassationshof bis auf 19 anstieg. Seit 1856 bestand beim Obertribunal auch ein Ehrenrat der Rechtsanwälte, der alle zwei Jahre erneuert wurde. Ein Verwaltungsbüro des Obertribunals stand seit den 30er Jahren zur Verfügung und war schließlich mit 15 Beamten besetzt. - Das Obertribunal stand in personeller Verbindung zum 1843 konstituierten Oberzensurgericht, von dessen Mitgliedern drei dem Obertribunal angehörten. Die Chefpräsidenten des Obertribunals, zumeist ehemalige Justizminister, waren bis 1857 unmittelbar dem König verantwortlich und wurden dem Justizminister unterstellt. Zu den Mitgliedern des Obertribunals zählten solche bedeutenden bürgerlichen Rechtswissenschaftler wie Carl Gottlieb Suarez und Dr. Friedrich Wilhelm Ferdinand Bornemann. - Die sachliche Zuständigkeit des Obertribunals war für das Gebiet des Zivilrechts umfassend. Sie erstreckte sich auf die Revision und Nichtigkeitsbeschwerden in Zivilprozessen, auch dann, wenn sie Militärangehörige betrafen. Sie umfasste folgende Sachgebiete: Personenrecht, Standes- und Ehrenrecht, Rechte und Pflichten von Gesellschaften, Körperschaften, Gemeinden, Schulen und Armenanstalten, Pacht- und Mietssachen, gutsherrlich-bäuerliche Verhältnisse, Grundstücke, Domänen, Regalien, die Gerichtsbarkeit, Obligationen, Handels- und Vermögensangelegenheiten. In Strafverfahren gehörten dagegen vor das Obertribunal in dritter Instanz nur die Nichtigkeitsbeschwerden. Wie bereits ausgeführt, war das Obertribunal nicht für politische Strafsachen zuständig. Zusätzliche Aufgabengebiete des Obertribunals waren Kompetenzkonflikte zwischen Appellations- und Untergerichten, Beschwerden gegen gerichtliche Verfügungen in Verfahrenssachen sowie Disziplinarangelegenheiten aller richterlichen Beamten, auch der Militärrichter. Außerdem war das Obertribunal auf Grund besonderer Verträge für einige deutsche Staaten als oberster Gerichtshof tätig, namentlich für die Fürstentümer Waldeck und Pyrmont in Strafsachen und für das Herzogtum Anhalt-Bernburg in Strafsachen und Disziplinarsachen der Richter. Schließlich wurde das Obertribunal auch mehrfach als Austrägalgericht zur Entscheidung von Streitfällen zwischen deutschen Fürsten gewählt. - Das Plenum des Obertribunals verhandelte über Beschlüsse eines Senats, die von einem Rechtsgrundsatz oder einer gesetzlichen Vorschrift abwichen, ferner alle legislativen Angelegenheiten, wichtige Disziplinaruntersuchungen und Urteile von allgemeinem Interesse. Einfluss auf die zeitgenössische Rechtssprechung erfolgte durch Veröffentlichung von ca. 500 wichtigen Entscheidungen aus den Jahren 1836 bis 1879 in einer staatlichen Publikationsreihe. - Nach der Gründung des Norddeutschen Bundes und des Deutschen Reiches gingen Kompetenzen der Rechtssprechung in wachsendem Maße an das Reich über. Zunächst wurde dem im August 1870 gegründeten Bundesoberhandelsgericht, dem späteren Reichsoberhandelsgericht, in Leipzig die letzte Instanz in Handels- und Wechselsachen überwiesen. Im Rahmen der Reichsjustizreform setzten die Nationalliberalen mit Unterstützung des preußischen Justizministers Leonhardt das Gerichtsverfassungsgesetz vom Januar 1877 gegen den bayerischen Separatismus durch. Das in diesem Gesetz angeordnete Reichsgericht nahm am 1. Oktober 1879 seine Tätigkeit in Leipzig auf. Gleichzeitig wurde das preußische Obertribunal aufgehoben, von dessen Mitarbeitern 25 in das Reichsgericht berufen, während 19 Richter in den Ruhestand versetzt wurden. - Präsidenten des Obertribunals waren: - 1782 - 1784 Münchhausen, Ernst Ferdinand Freiherr v. - 1784, 1788 - 1802 Reck, Eberhard Friedrich Rudolph Ludwig Freiherr v. d. - 1785 - 1788 Doernberg, Wolfgang Ferdinand v. - 1802 - 1805 Könen, Johann v. (seit 1802) - 1805 - 1833 Grolman, Heinrich Dietrich v. - 1833 - 1844 Sack, Dr. Wilhelm Friedrich - 1844 - 1854 Mühler, Heinrich Gottlob v. - 1854 - 1878 Uhden, Carl Albrecht Alexander v. (seit 1871) - - - Bestandsgeschichte und -verzeichnung - Nach der Auflösung des Obertribunals im Jahre 1879 waren die Organisations- und Verwaltungsakten zunächst an das Kammergericht, die Prozessakten an das preußische Justizministerium abgegeben worden. Wahrscheinlich ist der überwiegende Teil der Prozessakten nach 1880 durch das Kammergericht kassiert worden. Übernahmen von Akten des Obertribunals in das Geheime Staatsarchiv erfolgten 1880, 1911 und 1927, so dass im Jahre 1928 die Archivierung des nur unvollständig überlieferten Bestandes weitgehend abgeschlossen werden konnte. Von 1932 bis 1939 erfolgte die Ordnung vor allem der Grundsatzurteile und der Organisationsakten. Ein Motivenbericht von 1939 über die archivische Bewertung des Aktenbestandes ist zu finden in der Akte "I. HA Rep. 178 Generaldirektion der Staatsarchive, Nr. 604". Die erhalten gebliebenen Akten über die Verfahren in dritter Instanz bis 1786 wurden gleichzeitig durch alte Behördenrepertorien der Benutzung zugänglich gemacht. Die Überlieferung des Obertribunals bildete mit der des alten Oberappellationsgerichtes und der des Tribunals (4. Senat) beim Kammergericht den zusammengefassten Bestand Rep. 97a. - Nach dem 2. Weltkrieg gelangte der Bestand ohne Kriegsverluste in das Zentrale Staatsarchiv der DDR zu Merseburg, wo er zunächst nach den alten Signaturen wieder aufgestellt wurde. Für das verlorengegangene Findbuch wurde ein neues angefertigt. Im Jahre 1973 wurde eine neue Bestandsbildung vorgenommen, der die entscheidende organisatorische Zäsur von 1782 mit der Gründung des selbständigen Obertribunals zugrunde gelegt wurde. Der Bestand des alten Oberappellationsgerichts bzw. des Tribunals am Kammergericht von 1703 bis 1782 [jetzt: "GStA PK, I. HA Rep. 97 A Oberappellationsgericht] wurde vom Bestand des Obertribunals von 1782 bis 1879 geschieden. Der Bestand Obertribunal wurde im Gefolge neu strukturiert und neu verzeichnet. Er wurde Anfang der neunziger Jahre in die Obhut des Geheimen Staatsarchivs PK zu Berlin überstellt und im Jahr 1993 dorthin überführt. - - Bestandsumfang: 1093 Akteneinheiten (20 lfm), 1704-1910 - - Die Akten sind zu bestellen als: - I. HA Rep. 97a, Nr. ### - - - Die Akten sind zu zitieren als: - I. HA Rep. 97a Obertribunal, Nr. ### - - - Die letzte vergebene Nummer ist: 1075 - - - - Verfasser der vorliegenden Einleitung von 1975: - Dräger, Diplomarchivar - - Überarbeitung im März 2010 durch: - Dr. Kober, Archivrat - - Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd. * Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 97a
              Nachrichten aus Mamba
              ALMW_II._MB_1900_21 · Akt(e) · 1900
              Teil von Franckesche Stiftungen zu Halle

              Autor: Von Miss. Althaus. Umfang: S. 332-338. Enthält u. a.: - "1. Neue Missionsschüler." (SW: Vorstellung der neuen Schüler; Arbeiter; Ankunft des Br. Krause) - "2. Krankheitsnot." (SW: viele Erkrankungen auf der Station; Kriegsgerüchte - Überfall durch Waaruscha) - "3. Die Strafexpedition gegen die Waaruscha." (SW: Kauf eines neueun Grundstückes von Häuptling Mareale; Strafexpedition; Teilnahme aller Häuptlinge und waffenfähiger Männer; Bewachung der Station; Hinrichtung der aufrührerischen Häuptlinge und Großen) - "4. Äußere Arbeiten. Missionskonferenz im März." (SW: Glockenturm und neue Glocke; Bautätigkeiten; Statistiken der Dschagga- und der Wakamba-Mission; neuer englischer Bischof Peel)

              Leipziger Missionswerk
              ALMW_II._32_40 · Akt(e) · 1925-1945
              Teil von Franckesche Stiftungen zu Halle

              9 Fiches. Enthält: FICHE NR. 40 1+ - Tanga 1925. Raum an Kollegium (Bericht Nr. 1) - Machame 1925. Raum an Kollegium (Berichte Nr. 2, 3; 2 Schreiben) - Machame 1925. Raum und Gutmann an Kollegium mit Nachschrift von Raum (Bericht Nr. 4) - o.O., o.J. Raum "Exposition, read at the committee meeting at Moshi, ... 1925." (Englisch) - Shira 1925. Raum u. Gutmann an Kollegium (Bericht Nr. 5) - Machame 1925. Raum an Kollegium (Bericht Nr. 6; Beilage: "Inventur der beweglichen Gegenstände im Missionshaus zu Schira"; Vertrauliche Nachschrift von Raum) - Machame 1925. Raum an Kollegium (Bericht Nr. 7) - Masama 1925. Gutmann und Raum an Kollegium (Bericht Nr. 8) - Machame 1925. Raum (Bericht Nr. 9; Beilagen: Mbaga Lutheran Mission 1925 an Raum - teils Deutsch teils Englisch; Machame 1925. Raum und Gutmann an "the Missionaries of the Luth. Mission in Tanganyika") - Arusha 1925. Gutmann, Raum an Kollegium (Bericht Nr. 10) - Nkoaranga 1925. Reusch, Raum, Gutmann an Kollegium (Bericht Nr. 11) - Machame 1925. Raum an Kollegium (Berichte Nr. 12-15). FICHE NR. 40 2+ - Fortsetzung - Masama 1925. Raum, Gutmann an Kollegium (Bericht Nr. 16) - Anlagen zum Bericht Nr. 18: Raum an "the Missionareis of the Augustana-Synod" (Englisch); Mamba Mission Station 1925 an Raum (Englisch); Marangu 1925. Anderson an Raum (Englisch); "To the Missionareis of our Tanganyikafield" (Kopie; Englisch) - Machame 1925. Raum an Kollegium (Bericht Nr. 17-22) - 1925 / 1926. 3 Telegramme - Machame 1926. Raum an Kollegium (Bericht Nr. 23-24, 27-34) - Masama 1926. Raum, Gutmann an Kollegium (Bericht Nr. 25) - Machame 1926. Raum an Kollegium (Bericht Nr. 26) - Protokoll der Sitzung der Missionare Raum, Blumer, Reusch in Arusha 1926 - Machame 1926. Raum an Missionsdirektor (4 Schreiben) - Daressalaam 1926. Education Office an Raum (Englisch) - Daressalaam 1926. Office of the director of medical and sanitary services an Secretary of the Ev. Luth. Mission Machame (Englisch) - "Medical Practioners and Dentists" Nr. 7, 1926 (gedruckt). FICHE NR. 40 3+ - Fortsetzung (Bericht Nr. 34) - Machame 1926. Raum an Missionsdirektor (2 Schreiben) - Machame 1926-1928. Raum an Kollegium (Berichte Nr. 35-45, 47-50, 52, 53, 55-57) - 1926. 2 Telegramme - Beilage Bericht Nr. 37: Reusch, Raum 1926 (betr. "Steppenmission") - Beilage Bericht Nr. 38: "Ungefährer Kostenvoranschlag der Ostafrikanischen Mission für das Jahr 1927." - "Protokoll einer Sitzung der Merumissionare ... 1926 in Arusha" - Beilage zu Bericht Nr. 42: Marangu 1927. Rother - Beilage zu Bericht Nr. 40: "Summary of an interview with Mr. Raum at Machame" 1927 (Englisch) - Marangu 1927. Rother an Raum - Beilage zu Bericht Nr. 40: Shigatini 1926. Fokken (betr. Rentabilität der Industrieschule) - Marangu 1927. Besprechung Raum, Gutmann, Rother (betr. Ankauf eines Grundstücks; Schulprogramm: Mädchenschule, Centralschule und Industrieschule, Lehrerfrage; Ausstattung der Station mit Möbeln; "Eigentümliche Erwerbung von Schulgrundstücken") - Machame 1927. Rißmann an Kollegium (betr. Bitte um Unterstützung zum Ankauf eines Maultieres) - Arusha 1927. Blumer an Raum - Machame 1927-1928. Raum an Missionsdirektor (10 Schreiben) - 1928. Telegramm - Moshi 1928. Raum (Bericht Nr. 54) - Machame 1928. Raum an Kollegium (ohne Nummerierung). FICHE NR. 40 4+ - Machame 1928. Raum an Missionsinspektor (in der Anlage ein englisches Schreiben) - Machame 1928. Raum an Missionsdirektor - Machame 1929. Raum an Missionsdirektor (4 Schreiben) - Machame 1929. Abschrift aus einem Brief Raums - Machame 1929. Raum an Missionsinspektor (2 Schreiben) - Machame 1929. Raum an Kollegium (2 Schreiben) - Machame 1930. Raum an Missionsdirektor (11 Schreiben) - Abschrift eines Artikels von Broomfield, Zanzibar aus "East African Standard" 1930: "A plea for the Retention of Swahili" (Engl) - Daressalaam 1930. Raum an Missionsinspektor - o.J. Telegramm - Machame 1930. Raum an Kollegium ("Bericht über Verhandlungen des Seniors mit dem Field-Direktor des Afrika - Inland - Mission...in Kijabe...1930.") - Machame 1931. Raum an Missionsdirektor - o.O., o.J. Übersetzung einer freundschaftlichen Vereinbarung zwischen der Afrika Inland Mission und der Leipziger Lutherischen Mission - Daressalaam 1931. Land Departement an Raum (Englisch; Abschrift) - Shigatini 1931. Fuchs an Missionsdirektor (7 Schreiben) - Shigatini 1931. Fuchs an Kollegium - Shigatini 1931. Fuchs an Missionsrat z.H. Rother - Shigatini 1931. Fuchs an Mitglieder des Missionsrates, Durchschlag für Missionsdirektor. FICHE NR. 40 5+ - Fortsetzung - Shigatini 1931. Fuchs an Missionsdirektor - Shigatini 1932. Fuchs an Missionsinspektor (2 Schreiben) - Shigatini 1932. Fuchs an Missionsdirektor (5 Schreiben) - Shigatini 1932. Fuchs ("Bericht über die Visitationen der Stationen Nkoaranga, Arusha und Naverera. 1932.") - Shigatini 1933. Fuchs an Missionsdirektor (5 Schreiben) - Shigatini 1933. Fuchs an Missionsinspektor (3 Schreiben) - Shigatini 1933. Fuchs an Kollegium - Neumoschi 1933. Fuchs an Missionsdirektor - Shigatini 1934. Fuchs an Missionsdirektor (2 Schreiben) - Shigatini 1934. Fuchs an Missionsinspektor - Machame 1934. ? an Missionsdirektor - Machame 1934-1935. Raum an Missionsdirektor (6 Schreiben) - Machame 1934. Raum an "die Gemeinden der ev.-luth. Mission am Kilimandscharo, Pare am Meru und in der Steppe." - Machame 1934. Raum an "alle Missionsangehörigen" - Machame 1934-1935. Raum an Missionsinspektor (4 Schreiben). FICHE NR. 40 6+ - Fortsetzung - o.J. Raum "A short report on the present situation of the Leipzig Ev. Luth. Mission in Tanganyika Territory" (Englisch) - Machame 1935. Raum (Rundschreiben Nr. 3/1935) - Machame 1935. Raum an Missionsdirektor (7 Schreiben) - Machame 1935. Raum ("Votum zu dem Vorschlag der Betheler Brüder betr. Einrichtung einer gemeinsamen Hirtenschule für die lutherischen Missionen in Tanganyika Territorium.") - o.O., o.J. Rorarius ("Gedanken zur Errichtung einer Predigerschule für das gesamte Ostafrika") - Mlalo, Lwandai 1935. Personn ("Gedanken zu einer gemeinsamen Prediger [Hirten]-Schule für alle in Tanganyika Territorium arbeitenden Missionen lutherischer Prägung.") - Machame 1936. Raum an Missionsinspektor - Machame 1936. Raum an Missionsdirektor - Machame 1936. Mergner (betr. Tod von Senior Raum) - Moshi 1936. Gutmann an Missionsdirektor - Moshi 1936. Gutmann (Rundschreiben 11/36) - Moshi 1936. Gutmann an Kollegium - Moshi 1936. Gutmann an Missionsdirektor (5 Schreiben) - Moshi 1936. Gutmann an "Doktor" (keine näheren Angaben - möglicherweise Missionsinspektor Weishaupt) (3 Schreiben) - Machame 1936. ? an Missionsinspektor - Machame 1936. Gutmann an Missionsdirektor - Machame 1936. Gutmann an Missionsinspektor - Moshi 1936. Gutmann an Kollegium z.Hd. Missionsinspektor (2 Schreiben) - Machame 1936. Gutachten (betr. Verwendung von Fulgurit und anderen Zement-Asbest-Fabrikaten) - Moshi 1937. Gutmann an Missionsdirektor (5 Schreiben) Moshi 1937. Gutmann an Missionsinspektor Weishaupt (5 Schreiben). FICHE NR. 40 7+ - Fortsetzung - Moshi 1937. Gutmann an Missionsdirektor (11 Schreiben) - Moshi 1937. Gutmann an Missionsinspektor Weishaupt (7 Schreiben) - Moshi 1937. Gutmann (Rundschreiben Nr.7) "An die Herren Missionare" - o.O., o.J. "Kumpokea tena Mkristo aliyeasi." "Kuungamanisha Wangao" - Moshi 1937. Gutmann an Kollegium z.H. Missionsinspektor (4 Schreiben) - Moshi 1937. Gutmann an Kollegium z.H. Missionsdirektor und Missionsinspektor (Landkauf; Probleme Katholisch-Evangelisch) - Moshi 1937. Gutmann an Kollegium z.H. Missionsdirektor (3 Schreiben) - Moshi 1937. Gutmann an Kollegium - Moshi 1937. Gutmann (Rundschreiben) - Moshi 1937. Gutmann an Mitglieder der Missionsrates - Nkoaranga 1937. Winkler an Kollegium (betr. Diebstahlschäden) - Nkoaranga 1937. Winkler an Gutmann - Moshi 1938. Gutmann an Kollegium z.Hd. Missionsinspektor (3 Schreiben) Marangu 1938. Rother an Missionsdirektor (Abschrift) - Moshi 1938. Gutmann an Missionsinspektor Weishaupt (2 Schreiben) - Moshi 1938. Gutmann an Missionsdirektor - Moshi 1938. Gutmann an Kollegium z.Hd. Missionsdirektor und Missionsinspektor. FICHE NR. 40 8+ - Moshi 1938. Gutmann an Missionsdirektor (4 Schreiben) - Moshi 1938. Gutmann an Missionsinspektor Weishaupt (2 Schreiben) - Marangu 1938. Rother an Missionsdirektor (7 Schreiben) - Marangu 1938. Rother an Missionsdirektor und Missionsinspektor Küchler (3 Schreiben) - Dodema 1938. Rother an Missionsdirektor - Marangu 1938. Rother (Nachtrag zum Protokoll der Sitzung des Missionsrates) - Marangu 1938. Rother an Missionsinspektor Küchler (10 Schreiben) - Marangu 1939. Rother an Missionsinspektor (11 Schreiben) - Großolbersdorf 1939. Everth an Missionsinspektor - Das es Salaam 1939. Rother ("Memorandum of the Meeting of the Centra Education Commitee" " A. European Education" " B. Native Education"; Englisch) - Zanzibar 1939. Rother an Missionsdirektor - Marangu 1939. Rother an Director of Education (Englisch) - Altmoschi 1939. Rother an Missionsinspektor - Marangu 1939. Rother an Missionsdirektor - Machame 1939. Rother an Missionsdirektor (Abschrift) - Koffiefontein 1945. Rother an Missionsdirektor (Abschift) - Krankenhaus Sandhorst bei Aurich 1947. Rother an Missionsinspektor - Amsterdam 1905. Raum an Missionsdirektor - Antwerpen 1925. Gutmann an Missionsdirektor - o.O. 1920. Raum an Kollegium. FICHE NR. 40 9- - Fortsetzung - Masama 1925. Gutmann an Missionsdirektor (2 Schreiben) - Machame 1915. Raum an Missionsdirektor - Machame 1925. Raum an Missionsdirektor (4 Schreiben) - Masama 1925. Gutmann an ? - Beilage zu Brief Raums 1925 - Mbaga 1925. Luth. Mission an Raum (Englisch).

              Leipziger Missionswerk
              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 157/1 · Bestand · (1442-) 1818-1924 (-1931)
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
              1. Behördengeschichte: Die Adelsmatrikelkommission wurde im Jahre 1818 durch König Wilhelm I. innerhalb des Ministeriums des Innern eingerichtet, um die Einhaltung der Rechte und Pflichten des württembergischen Erbadels zu gewährleisten (1). Aufgabe der Kommission war die Anlegung und Fortführung der Personal- und Realmatrikel sowie der Wählerverzeichnisse für die Erste - und bis 1906 auch Zweite Kammer - des württembergischen Landtags (2). Die Familien hatten zum einen ihren Adelsstand und -rang zu beweisen, was in der Regel durch eine beglaubigte Abschrift des Adelsdiploms erfolgte, zum anderen mussten Änderungen der Familien- oder Besitzverhältnisse gemeldet werden. Im Gegenzug blieb ein Teil der früheren Adelsrechte erhalten. Adelige Besitzungen erhielten je nach Größe die Rechte einer Standesherrschaft oder eines Ritterguts. Dazu verblieben ihnen u. a. auch noch verschiedene grundherrliche Rechte. Nach einer umfangreichen Erneuerung der Adelsmatrikel in den Jahren 1844 und 1845 kam es im Dezember 1849 zur Auflösung der Kommission und zur Abgabe ihrer Akten an das Archiv des Innern. Im Juni 1857 wurde sie unter der Leitung von Regierungsrat Golther jedoch wieder eingesetzt (3).Mit dem Ende der grundherrschaftlichen Verfassung in Württemberg im Zusammenhang mit der Revolution von 1848/49 kam es unter den adeligen Rittergutsbesitzern, die nach der Ablösung der bäuerlichen Abgaben teilweise in Geldnöte gerieten, zu umfangreichen Grundstücksverkäufen, zum einen an befreite Bauern, die in der Landwirtschaft verblieben, zum anderen an den württembergischen Staat, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Bau befestigter Straßen und vor allem der Eisenbahn vorantrieb. Im Gegenzug war es nun aber auch bürgerlichen Personen erlaubt, Rittergüter zu erwerben, die eine Zeitlang durchaus als Prestigeobjekte gesehen werden konnten. Insgesamt überwog aber die Tendenz zur Auflösung (Exmatrikulierung) von Rittergütern.Nach dem Ende der Monarchie wurden die Sonderrechte adeliger Standesherrschaften und Rittergüter endgültig beseitigt. Im Zuge dieser Entwicklung kam es 1924 zur Auflösung der Adelsmatrikelkommission. 2. Bestandsgeschichte: Die Unterlagen der Adelsmatrikelkommission gelangten in zwei Ablieferungen des Ministeriums des Innern in den Jahren 1904 und 1924 (4) an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Die erste Ablieferung wurde im Jahr 1913 in einem archivischen Verzeichnis grob erschlossen, wobei einige Unterlagen der Ritterkantone aus der Zeit vor 1806 entnommen wurden (5). Die ursprünglich 481 Aktenbünde und 170 Bände (Grundbücher) erhielten die Bestandssignatur E 157, später aufgeteilt in E 157/1 (Akten) und E 157/2 (Grundbücher). Die Ablieferung der Kommission von 1904, die insbesondere familienübergreifende Unterlagen und Verzeichnisse beinhaltete, erhielt zwischenzeitlich die Signatur E 157/3, ließ sich aber nicht klar vom übrigen Bestand trennen, so dass E 157/1 und E 157/3 schließlich wieder vereinigt wurden. Das maschinenschriftliche Archivverzeichnis von 1924, das bis zur Bearbeitung des vorliegenden Repertoriums auch im Hauptstaatsarchiv noch als Findmittel im Einsatz war, zeigt die systematische Struktur auf, nach welcher der Bestand im Ministerium des Innern gelagert worden war. Demnach wurden die Unterlagen, die den württembergischen Erbadel insgesamt betrafen, an den Anfang gestellt. Es folgten, jeweils in alphabetischer Reihenfolge, Spezialaktenserien über Adelsfamilien, Standesherrschaften und Rittergüter. Bei den Familienakten des nicht begüterten Erbadels wurde jeweils der Anfangsbuchstabe im Alphabet zu einem Bund zusammen gefasst. Eine eigene Rubrik erhielten auch die exmatrikulierten Rittergüter.Die jeweiligen Aktenrubriken bestehen aus recht gleichförmigen Akten, die jedoch einen stark unterschiedlichen Umfang besitzen. In den Familienakten befinden sich in der Regel Konzepte der Personalmatrikelbögen sowie Informationen über Geburten, Taufen, Eheschließungen und Sterbefälle, vereinzelt auch durch Zeitungsausschnitte dokumentiert. Besonders erwähnenswert sind die für einen Großteil der Familien vorliegenden, z. T. mit hohem künstlerischen Aufwand und Beiwerk ausgestalteten handgefertigten Wappendarstellungen, welche vermutlich als Vorlagen für das beim Kabinettsministerium geführte adelige Wappenbuch dienten (6).Die Akten über Standesherrschaften und Rittergüter enthalten meist Berichte der Oberämter und Kreisregierungen zu Besitz- und sonstigen Veränderungen sowie ausgefüllte Fragebögen für die Erstellung der Realmatrikel oder aber Auszüge aus dem Grundbuch für die exemten Grundstücke. Bei den Rittergutsakten sind des öfteren auch colorierte Lagepläne und / oder ausführliche Beschreibungen vorhanden. 3. Bearbeiterbericht: Um eine gezieltere Recherche im Bestand zu gewährleisten, wurde im Frühjahr 2004 die archivische Erschließung des Bestandes in Angriff genommen. Dabei kam es zur Aufteilung der teilweise nur summarisch aufgelisteten Aktenbünde in Einzelfall- bzw. Sachakten, welche auf Grund der Quadrangulierung vorgenommen wurde. Auch große Aktenbunde ab ca. 10 cm Umfang wurden aufgeteilt. Die Auflistung wichtiger Veränderungen bei den adeligen Familien bzw. Standesherrschaften und Rittergütern erfolgte mit Hilfe von Enthält-Vermerken. Besonderheiten wie Wappenzeichnungen und Grundrisse / Lagepläne wurden in Darin-Vermerken erfasst. Da die handgemalten Wappenzeichnungen zahlreicher Adelsfamilien hervorragend zur Präsentation im Internet prädestiniert erschienen, erfolgte in der Zeit von Oktober bis Dezember 2004 unter Mithilfe der Archivinspektoranwärterinnen und -anwärter Sandy Apelt, Katja Georg, Stefan Spiller und Christina Wolf sowie der Praktikantin Madeleine Schulze deren Digitalisierung. Die Wappen sind im dazu gehörigen Online-Findbuch auf diese Weise direkt einsehbar.Bei der Erstellung der Klassifikation diente die ursprüngliche Anordnung des Bestandes als Grundlage. Um ein konsequenteres Stufenmodell zu erhalten, wurden in der virtuellen Anordnung des Bestandes die Akten zur Personalmatrikel (begüterter und nicht begüterter Erbadel) und zur Realmatrikel (Standesherrschaften, Rittergüter, exmatrikulierte Rittergüter) in jeweils einem Überpunkt zusammengefasst. Ebenfalls neu klassifiziert wurden die Generalakten am Anfang des Findbuchs.Weitere Unterlagen betr. württembergische Adelsangelegenheiten und -familien im 19. und 20. Jahrhundert finden sich u. a. in folgenden Beständen:E 40/33:Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten: AdelssachenE 60Königlicher LehenratE 105Verträge Württembergs mit seinen Standesherrn und sonstigen AdligenE 146Ministerium des Innern III, Teil 1E 147Ministerium des Innern III, Teil 2E 151/2Ministerium des Innern, Abteilung II: Rechtssachen, Staatsangehörigkeit, PersonenstandE 156Ministerium des Innern: AdelssachenJ 30/2Sammlung Josef SeligJ 40/8Nachlass Hans JänichenJ 40/63Sammlung v. Seckendorff zur Genealogie adeliger FamilienJ 250Sammlung von Adels- und WappenbriefenJ 270Unterlagen zum Württembergischen Adels- und Wappenbuch von O. v. AlbertiP 10Archiv der Freiherren Varnbüler von und zu Hemmingen (Depositum)P 14Familienunterlagen von Grabiz und de Pers von Saneliseo und Grabiz (Depositum)P 21Familienunterlagen Rolf Freiherr von Brand (Depositum)Auch die Bestände der Gruppe Q 3 (Verbands- und Familienarchive) enthalten zu einem nicht geringen Anteil Unterlagen von württembergischen Adelsfamilien.Die im Auftrag der Kommission erstellten Grundbücher, die auf den eingereichten Realmatrikelbögen basieren (Bestand E 157/2), konnte zeitgleich mit dem vorliegenden Bestand erschlossen werden (7). Das Ablieferungsverzeichnis zu E 157 wurde daher dem Bestand E 61x zugeordnet (8).Die Verzeichnung des Bestandes erfolgte mit Hilfe der Programme MIDOSA 95 und Microsoft Access, die Verpackung der Unterlagen besorgten Elisabeth Mainhardt und Rudolf Bezold. Einige Vorakten (9) aus der Zeit vor 1818 mit einem Umfang von insgesamt 0,2 lfd. m wurden aus Provenienzgründen dem Bestand entnommen und zuständigkeitshalber an das Staatsarchiv Ludwigsburg abgegeben (Az.: 7511.6/2769 und -3711). Der Bestand umfasst nunmehr 882 Aktenbüschel (Bü. 1-180, 180a, 181-881) bzw. 24,2 lfd. Regalmeter. Das Findbuch wurde außerdem durch Konkordanzen sowie einen Orts-, Personen- und Sachindex ergänzt, bietet eine wesentlich verbesserte Erschließungstiefe als bisher und ist als Online-Findmittel auch im Internet verfügbar.Stuttgart, im Dezember 2004Johannes Renz Fußnoten: (1) Die Unterlagen zur Einrichtung der Kommission für die Adelsmatrikel befinden sich in Bestand E 156 Ministerium des Innern: Adelssachen(2) Zu den staatsrechtlichen Verhältnissen des ehemals reichsunmittelbaren Adels vgl. die Vorbemerkung zu Bestand E 156(3) Vgl. E 156 Bü. 2(4) Vgl. Aktenverzeichnis E 157 (alt) S. 28, jetzt: E 61x Bd. 146(5) Vgl. Aktenverzeichnis E 157 (alt) S. 73; Bestände der Ritterkantone: HStAS B 573- B 574, B 579 - B 582, StAL B 575, B 578, B 583 - B 586(6) Vgl. E 156 Bü. 1(7) Vgl. Vorwort zu Bestand E 157/2(8) E 61x Bd. 146(9) Bisher: E 157/1 Bund 10-12 bzw. 475
              Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 91 C · Bestand
              Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)
              1. Behördengeschichte 1.1 Militärgouvernements 1813-1815 Am 15. März 1813 wurde aus militärstrategischen Gründen zur Durchführung des Krieges gegen Frankreich das gesamte preußische Territorium zwischen der Elbe und der russischen Grenze in vier Militärgouvernements eingeteilt. Zeitgleich erfolgte auch die Auflösung der am 20. Januar 1813 gegründeten Oberregierungskommission in Berlin (Vgl.: GStA PK, I. HA, Rep. 102 Oberregierungskommission zu Berlin) und der am 24. April 1812 gebildeten Generalkommission für das Einquartierungs-, Verpflegungs- und Marschwesen (Vgl.: GStA PK, I. HA, Rep. 85 Generalkommission für das Einquartierungs-, Verpflegungs- und Marschwesen). Es wurden zunächst vier Militärgouvernements für die folgenden Gebiete gebildet: 1.) für das Land zwischen Elbe und Oder in Berlin, 2.) für das Land zwischen Oder und Weichsel in Stargard, 3.) für das Land zwischen Weichsel und der russischen Grenze in Königsberg und 4.) für Schlesien in Breslau. Nach dem weiteren Vorrücken der preußischen und alliierten Truppen erfolgte die Bildung des Militärgouvernements für die preußischen Provinzen auf dem linken Elbufer. Dieses wurde bald darauf in die beiden Militärgouvernements für das Land zwischen Elbe und Weser in Halberstadt und für das Land zwischen Weser und Rhein in Münster aufgeteilt. Die Einteilung der Militärgouvernements erfolgte ohne Rücksicht auf die bisher bestehenden historischen Verwaltungsgliederungen nach rein militärischen bzw. geographischen Gesichtspunkten. Die einzelnen Militärgouvernements unterstanden direkt dem König bzw. dem Staatskanzler. Die Ministerien verloren für die Dauer der Militärgouvernements ihre Zuständigkeit für alle die Kriegsführung betreffenden Angelegenheiten. Alle Behörden im Gouvernementsbezirk waren in militärischen Angelegenheiten den Militär- bzw. Zivilgouverneuren untergeordnet. Lediglich bei operativen Angelegenheiten der Armee lag die Befehlsgewalt bei den Kommandierenden Generälen. Für jedes Militärgouvernement wurden als gleichberechtigte Leiter jeweils ein Militärgouverneur und ein Zivilgouverneur bestellt. Bei Meinungsverschiedenheiten lag die Entscheidungsgewalt allein beim König. Bei Gefahr im Verzuge hatte jedoch der Militärgouverneur die entscheidende Stimme. Ein Teil der Aufgaben der Militärgouvernements, vor allem hinsichtlich der Verpflegung der russischen Truppen, wurde am 11. März 1813 dem Generalmajor Friedrich Karl Heinrich Graf von Wylich und Lottum als Generalintendanten für die Verpflegung der russischen Truppen im Inland übertragen (Vgl.: GStA PK, I. HA, Rep. 128 Registratur [des Friedrich Karl Heinrich Graf von Wylich und] Lottum über Armeeverpflegungsangelegenheiten in den Kriegen 1813 - 1815). Nach dem Ersten Pariser Frieden wurden durch die Kabinettsordre vom 3. Juni 1814 die vier ostelbischen Militärgouvernements aufgelöst. Die beiden westelbischen Militärgouvernements blieben zunächst bestehen. 1.2 Militär- und Zivilgouvernement für die Provinzen zwischen Elbe und Weser Durch die Kabinettsordre vom 9. April 1813 wurde das "Militärgouvernement für die preußischen Provinzen auf dem linken Elbufer" gebildet und Wilhelm Anton von Klewiz zum Zivilgouverneur berufen. Zum Militärgouverneur wurde der Generalmajor Philipp von Ivernois ernannt, der jedoch bereits am 1. Juni 1813 starb. Neuer Militärgouverneur wurde der Generalmajor Friedrich Wilhelm Ludwig von Krusemark. Da die westelbischen Gebiete noch größtenteils von französischen Truppen besetzt waren, dauerte es noch einige Zeit bis das Militärgouvernement seine Tätigkeit im vollem Umfang aufnehmen konnte. Der Sitz des Militärgouvernements befand sich zunächst noch in Berlin und wurde erst im Oktober 1813 provisorisch nach Halle/Saale verlegt. In Folge des Vormarsches der preußischen und alliierten Truppen hatte das durch das Militärgouvernement zu verwaltende Gebiet eine zu große Ausdehnung angenommen. Deshalb wurde es durch die Kabinettsordre vom 19. November 1813 in zwei eigenständige Militärgouvernements für die Provinzen zwischen Elbe und Weser bzw. zwischen Weser und Rhein aufgeteilt. Zum Zivilgouverneur des Militärgouvernements für die Provinzen zwischen Elbe und Weser wurde der bisherige Zivilgouverneur von Klewiz bestimmt, der dieses Amt bis zur Auflösung des Zivilgouvernements bekleidete. Neuer Militärgouverneur wurde der Generalmajor Ludwig Wilhelm August von Ebra (1759-1818). Das Militärgouvernement umfasste nunmehr folgende ehemalige preußische Territorien: die Altmark, das Herzogtum Magdeburg, das Fürstentum Halberstadt, die Grafschaft Mansfeld, die Grafschaft Hohenstein, das Fürstentum Eichsfeld und das Fürstentum Erfurt. Der Sitz der Gouvernementsverwaltung wurde im Dezember 1813 nach Halberstadt verlegt. Obwohl eine Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen dem Militärgouverneur und dem Zivilgouverneur rechtlich zulässig gewesen wäre, wurden alle Geschäfte des Militärgouvernements durch beide Gouverneure gemeinschaftlich und einvernehmlich bearbeitet. Bei Abwesenheit erfolgte jeweils eine gegenseitige Vertretung. Das Büro und die Registratur wurden gemeinsam geführt. Auch nach dem Friedensschluss am 30. Mai 1815 blieb das Militärgouvernement zunächst bestehen und wurde erst am 12. Juli 1815 aufgelöst. Die militärischen Aufgaben wurden auf das Generalkommando für die Provinzen zwischen Elbe und Weser übertragen. Die übrigen Geschäfte wurden bis zur Ernennung des Oberpräsidenten und der Regierungspräsidenten am 1. April 1816 durch den bisherigen Zivilgouverneur von Klewiz kommissarisch weitergeführt. Die Hauptaufgabe des Militärgouvernements war neben der Reorganisation der Verwaltung die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit der preußischen Armee im Gouvernementsbezirk. Hierzu gehörten vor allem die Truppenformierung, die Verpflegung der preußischen und alliierten Truppen sowie die Versorgung der Militärlazarette. Für diesen Zweck hatte das Militärgouvernement durch Steuererhebungen die notwendigen Gelder aufzubringen und Requisitionen durchzuführen. Auch die Höhere und Sicherheitspolizei wurde direkt durch das Militärgouvernement ausgeübt. Das Bergwerks- und Hüttenwesen wurde jedoch direkt dem Finanzminister und das Postwesen dem Generalpostmeister unterstellt. Zur Durchführung einzelner Aufgaben des Militärgouvernements wurden mehrere nachgeordnete Stellen und Behörden gebildet, die ihren Sitz ebenfalls am Dienstort des Zivilgouverneurs in Halberstadt hatten. Hierzu gehörte die Finanzkommission, die die Kontrolle über die Verwaltung der direkten und indirekten Steuern, der Domänen und Forsten ausübte. Diese Kommission wurde bereits am 24. Februar 1814 wieder aufgelöst. Ihre Aufgaben wurden größtenteils auf die Gouvernementskommission übertragen, die ihren Sitz ebenfalls in Halberstadt hatte. Diese Kommission bestand aus sechs Räten und diente zur Beratung des Zivilgouverneurs, von dessen Entscheidungen sie auch abhängig war. Es handelte sich also nicht um eine eigenständige Zwischeninstanz zwischen Zivilgouverneur und den nachgeordneten Behörden. Im Auftrag des Militärgouvernements führte der Oberlandesgerichtsrat Dalkowski Untersuchungen gegen eine Anzahl von Personen durch, die der Spionage und Spitzeltätigkeit für die französische oder westphälische Hohe Polizei oder Armee verdächtig waren. Grundlagen für diese Untersuchungen waren der Königliche Befehl wegen Bestrafung von Verbrechen gegen die Sicherheit der Armeen vom 17. März 1813 (Vgl.: Gesetzsammlung für die Königlich-Preußischen Staaten, 1813, S.34f.) und die Verordnung wegen Untersuchung und Bestrafung des unerlaubten Verkehrs mit dem Feinde vom 15. Januar 1814 (Vgl.: Gesetzsammlung für die Königlich-Preußischen Staaten, 1814, S. 5-7.). Auf Grund der Bestimmungen des Artikels 16 des Ersten Pariser Friedens vom 30. Mai 1814 mussten diese Untersuchungen jedoch eingestellt werden. Zur Durchführung der Requisitionen, der Verpflegung und Belieferung der preußischen und alliierten Truppen wurde im November 1813 das Gouvernements-Kriegskommissariat gebildet. Dieses Amt, das unter der Leitung des Gouvernements-Kriegskommissar Rhades bzw. ab Februar 1814 unter dessen Nachfolger Lehmann stand, existierte bis 1816. Außerdem wurde für die Organisation des Provinziallazarettwesens ein Chirurgischer Stab gebildet. Dieser Stab bestand bis zum November 1815 und war u. a. für die Anschaffung von Medikamenten und Lazarettutensilien, die Einstellung und Besoldung des medizinischen Personals und die Aufsicht über die einzelnen Provinziallazerette zuständig. Das Territorium des Militärgouvernements wurde Ende 1813 in drei Departements unterteilt, an deren Spitze jeweils ein Landesdirektor stand. Bei diesen Landesdirektionen handelte es sich um Zwischeninstanzen zwischen dem Zivilgouverneur und den Landräten bzw. den nachgeordneten Behörden. Die drei Departements können in ihrer territorialen Zuständigkeit als Vorgänger der später gebildeten Regierungsbezirke angesehen werden. Das 1. Departement entsprach ungefähr dem bisherigen westphälischen Elbedepartement und bestand aus den Kreisen Salzwedel, Stendal und Neuhaldensleben. Die Stadt Magdeburg war wegen der Besetzung durch französische Truppen bis Mai 1814 der direkten Verwaltung entzogen. Das 2. Departement, das ungefähr dem westphälischen Saaledepartment entsprach, setzte sich aus dem Saalekreis und den Kreisen Wansleben, Calbe/Saale, Mansfeld, Eisleben, Halberstadt und Osterwieck zusammen. Das 3. Departement bestand aus den preußischen Teilen des ehemaligen westphälischen Harzdepartements und gliederte sich in die Kreise Heiligenstadt, Duderstadt und Hohenstein. Hinzu kam noch das Gebiet von Erfurt und Blankenhain, das einen eigenen Kreis bildete und durch einen eigenen Vizelandesdirektor (als ständigen Vertreter des Landesdirektors) verwaltet wurde. Die Landesdirektionen im 1. und 2. Departement wurden bereits im Februar 1814 wieder aufgelöst und die Kompetenzen auf den Zivilgouverneur bzw. die zuständigen Landräte übertragen. Die Landesdirektion des 3. Departements blieb jedoch auf Grund der großen Entfernung bis zur Auflösung des Zivilgouvernements am 31. März 1816 bestehen. Bei der späteren Bildung der Regierungsbezirke der Provinz Sachsen wurde die bisherige territoriale Gliederung der drei Departements im Großen und Ganzen beibehalten. Der Regierungsbezirk Magdeburg entsprach ungefähr dem 1. Departement, der Regierungsbezirk Merseburg dem 2. Departement und der Regierungsbezirk Erfurt dem 3. Departement. 1.3 Leitende Beamte Militärgouverneure: April 1813 - Juni 1813: Generalmajor Philipp von Ivernois (1754-1813) (Vgl.: Priesdorff, Kurt von: Soldatisches Führertum, Hamburg 1937-1942, Bd. 3 (Teil 5), S. 275f.) Okt. 1813 - Nov. 1813: Generalmajor Friedrich Wilhelm Ludwig von Krusemark (1767-1822) (Vgl.: Priesdorff, Kurt von: Soldatisches Führertum, Hamburg 1937-1942, Bd. 3 (Teil 5), S. 329-331) Nov. 1813 - Juli 1815: Generalmajor Ludwig Wilhelm August von Ebra (1759-1818) (Vgl.: Priesdorff, Kurt von: Soldatisches Führertum, Hamburg 1937-1942, Bd. 3 (Teil 5), S. 368-370). Zivilgouverneur: April 1813 - März 1816: Wilhelm Anton von Klewiz (1760-1838) (Vgl.: Straubel, Rolf: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740 - 1806/15, Bd. 1, München 2009, S. 497f.). Landesdirektor im 1. Departement zu Stendal bzw. Magdeburg: Ende 1813 - Febr. 1814: Friedrich von Koepcken (1770-nach 1825) (Vgl.: Straubel, Rolf: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740 - 1806/15, Bd. 1, München 2009, S. 515). Landesdirektor im 2. Departement zu Halberstadt: Ende 1813 - Febr. 1814: Friedrich Freiherr von Schele (1782-1815) (Vgl.: Straubel, Rolf: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740 - 1806/15, Bd. 2, München 2009, S. 857f.). Landesdirektor im 3. Departement zu Erfurt: Ende 1813 - März 1816: Joseph Bernhard August Gebel (1772-1860). Vize-Landesdirektor für das Gebiet von Erfurt und Blankenhain: Ende 1813 - 1816(?): August Heinrich Kuhlmeyer (1781-1865) (Vgl.: Straubel, Rolf: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740 - 1806/15, Bd. 1, München 2009, S. 541). 2. Bestandsgeschichte Nach der Auflösung des Militärgouvernements wurden die Akten teilweise von der Oberpräsidial-Registratur übernommen und gelangten über das Regierungsarchiv Magdeburg in das Landeshauptarchiv Magdeburg. Die Akten, welche die Gebiete der späteren Regierungsbezirke Merseburg und Erfurt betrafen, wurden zunächst an die zuständigen Regierungsarchive in Merseburg bzw. Erfurt abgeben und gelangten erst später in den Bestand des Landeshauptarchivs Magdeburg. Aufgrund einer Verfügung des Generaldirektors der preußischen Staatsarchive vom 1. Mai 1883 wurden die Akten der Militärgouvernements (mit Ausnahme des Militärgouvernements für das Land zwischen Elbe und Oder bzw. Oder und Weichsel) entweder aus dem Geheimen Staatsarchiv an die betreffenden Provinzialarchive abgegeben oder diesen belassen. Im Landeshauptarchiv Magdeburg wurde das Archivgut des Militärgouvernements in folgende Bestände aufgeteilt (Vgl.: Gringmuth-Dallmer, Hanns: Gesamtübersicht über die Bestände des Landeshauptarchivs Magdeburg, Bd. 3,1, Halle/Saale 1961): - Rep. C 1 Preußisches Militärgouvernement für die Provinzen zwischen Elbe und Weser zu Halberstadt - Rep. C 1 a Preußisches Militärgouvernement für die Provinzen zwischen Elbe und Weser zu Halberstadt - Rep. C 1 b Preußisches Militärgouvernement für die Provinzen zwischen Elbe und Weser zu Halberstadt betr. Regierungsbezirk Erfurt - Rep. C 1 c Preußisches Militärgouvernement für die Provinzen zwischen Elbe und Weser zu Halberstadt - Zivilverwaltung - Rep. C 2 Preußisches Zivilgouvernement für die die Provinzen zwischen Elbe und Weser zu Halberstadt - Rep. C 2 a Preußisches Zivilgouvernement für die die Provinzen zwischen Elbe und Weser zu Halberstadt betr. den späteren Regierungsbezirk Magdeburg - Rep. C 2 b Preußisches Zivilgouvernement für die die Provinzen zwischen Elbe und Weser zu Halberstadt betr. den späteren Regierungsbezirk Erfurt - Rep. C 2 c Preußisches Zivilgouvernement für die die Provinzen zwischen Elbe und Weser zu Halberstadt betr. den späteren Regierungsbezirk Merseburg (Saalkreis und Mansfeld) - Rep. C 3 Kommission des Oberlandesgerichtsrats Dalkowski zur Untersuchung politischer Vergehen - Rep. C 7 Finanzkommission zu Halberstadt - Rep. C 8 Gouvernements-Kriegskommissariat (Kriegskommissar Lehmann) - Rep. C 11 Chirurgischer Stab. Am 26. und 27. April 1972 wurden im Zuge einer Bestandsabgrenzung die vorstehenden Bestände vom Landeshauptarchiv Magdeburg an das Deutschen Zentralarchiv, Dienststelle Merseburg, abgegeben (Vgl.: GStA PK, I. HA, Rep. 178 E Geheimes Staatsarchiv PK, Dienststelle Merseburg, Nr. 331 Aktenzugänge, Bd. 1). Hierbei wurden jedoch nicht alle Bestände der Übergangszeit übernommen. So verblieben z. B. die Bestände der drei Landesdirektionen im Landeshauptarchiv Magdeburg. Am 21. Oktober 1986 wurden nachträglich 0,1 lfm Akten übernommen und dem Bestand zugeordnet (Vgl.: GStA PK, I. HA, Rep. 178 E Geheimes Staatsarchiv PK, Dienststelle Merseburg, Nr. 1037 Bestandsakte I. HA Rep. 91 C). Die vom Landesarchivs Magdeburg übernommenen Bestände wurden zu einem Bestand zusammengefasst und zunächst durch Mitarbeiter des Deutschen Zentralarchivs, Dienststelle Merseburg, in einer Findkartei verzeichnet. Hierbei wurden offensichtlich die zeitgenössischen Aktentitel übernommen, ohne dass es zu einer erkennbaren Titelneubildung kam. Außerdem erfolgte eine Neuordnung des Bestandes nach sachthematischen Gesichtspunkten. Der Zeitpunkt der Ordnung, der ursprünglichen Verzeichnung und einer später durchgeführten Revision der Aktentitel konnte noch nicht ermittelt werden. Diese noch auf den Karteikarten erfolgte Revision führte zu einer teilweisen Korrektur und Vereinheitlichung der Aktentitel, die jedoch unvollständig und inkonsequent blieb. Nach der Retrokonversion der Findkartei durch Schreibkräfte des Geheimen Staatsarchivs PK wurde der Bestand in den Jahren 2008 und 2009 durch den Archivangestellten Guido Behnke redigiert. Die Klassifikation wurde überarbeitet. Außerdem wurden die vorhandenen Aktentitel geprüft und gegebenenfalls vereinheitlicht bzw. korrigiert. Teilweise musste eine Neuverzeichnung einzelner Akten vorgenommen werden. Die vorhandenen Ortsnamen wurden soweit wie möglich an die heutige Schreibweise angepasst. 3. Benutzungshinweis Der Bestand wurde nach sachthematischen Gesichtspunkten geordnet. Jedoch sind die Akten der Klassifikationsgruppe 02.01.03 nach den Namen der einzelnen Ortschaften geordnet. Hierbei handelt es sich um Akten, die sich auf das Rechnungswesen, die Schulden, die öffentlichen Bauten, die Verpachtung von Grundstücken und die Kommunalabgaben der jeweiligen Gemeinden beziehen. Auch die Akten der Klassifikationsgruppe 03.03.01.03, welche die Kirchen-, Pfarr- und Schulangelegenheiten betreffen, sind nach Ortsnamen geordnet. Die Akten, die sich auf die Personalangelegenheiten (z. B. Anstellung, Besoldung, Entlassung, Dienstvergehen) der Beamten beziehen, sind in den verschiedenen sachthematischen Klassifikationsgruppen zu suchen. So befinden sich z. B. die Akten zu den direkt beim Militärgouvernement angestellten Beamten in der Klassifikationsgruppe 01.02, der Kommunalbeamten in der Klassifikationsgruppe 02.01.04 und der Justizbeamten in der Klassifikationsgruppe 02.03.01.09. 4. Verweise auf andere Bestände und Literaturhinweise 4.1 Bestände im Geheimen Staatsarchiv PK Eine größere Anzahl von Akten mit Bezug zum Militärgouvernement zwischen Weser und Elbe befinden in den Beständen: - GStA PK, I. HA, Rep. 87 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten - GStA PK, I. HA, Rep. 151 Finanzministerium. Vereinzelt sind auch noch Akten in den folgenden Beständen vorhanden: - GStA PK, I. HA, Rep. 89 Geheimes Zivilkabinett, jüngere Periode - GStA PK, I. HA, Rep. 93 B Ministerium der öffentlichen Arbeiten - GStA PK, I. HA, Rep. 103 Generalpostmeister bzw. Generalpostamt - GStA PK, I. HA, Rep. 121 Ministerium für Handel und Gewerbe, Berg-, Hütten- und Salinenverwaltung - GStA PK, I. HA, Rep. 128 Registratur [des Friedrich Karl Heinrich Graf von Wylich und] Lottum über Armeeverpflegungsangelegenheiten in den Kriegen 1813 - 1815 - GStA PK, I. HA, Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten - GStA PK, III. HA, MdA - Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten - GStA PK, V. HA Königreich Westphalen. Die archivische Überlieferung zweier anderer Militärgouvernements befinden sich in den folgenden Beständen: - GStA PK, I. HA, Rep. 91 A Militärgouvernement zwischen Elbe und Oder - GStA PK, I. HA, Rep. 91 B Militärgouvernement zwischen Oder und Weichsel. 4.2 Bestände in anderen Archiven Folgende Bestände aus der Übergangszeit 1806-1816 sind im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Magdeburg, vorhanden (Vgl.: Gringmuth-Dallmer, Hanns: Gesamtübersicht über die Bestände des Landeshauptarchivs Magdeburg, Bd. 3,1, Halle/Saale 1961): - Rep. C 4 Landesdirektion des I. und II. Departements (ehem. Elb- und Saaledepartement) - Rep. C 5 Landesdirektion des III. Departements (ehem. Harzdepartement) zu Heiligenstadt - Rep. C 6 Vizelandesdirektion des III. Departements zu Erfurt nebst Kammer zu Blankenhain - Rep. C 9 Kommission des Gouvernementsrates Francke - Rep. C 10 Kriegskommissariate - Rep. C 12 Lazarette - Rep. C 13 Steuerdirektion zu Magdeburg - Rep. C 19 Kommissionen des Militärgouvernements für die Provinzen zwischen EIbe und Weser. Im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen, Münster, befindet sich folgender Bestand (Vgl.: Die Bestände des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen - Staatsarchiv Münster, Münster 2004, S. 272): - B 99 Zivilgouvernement zwischen Weser und Rhein. Die Bestände des Militärgouvernements für das Land zwischen Weichsel und russischer Grenze (zuletzt im Heeresarchiv Potsdam) und des Militärgouvernements für Schlesien (zuletzt im Staatsarchiv Breslau) wurden wahrscheinlich im Zweiten Weltkrieg vernichtet. 4.3 Literatur (Auswahl): - Gouvernementsblatt für die königlich-preußischen Provinzen zwischen der Elbe und Weser, Halberstadt 1814-1816 - Intelligenz-Blatt für den Bezirk des Königlichen Appellationsgerichts zu Halberstadt, Halberstadt 1814-1849 - Geschichte der Organisation der Landwehr in dem Militair-Gouvernement zwischen Elbe und Weser, in dem Militair-Gouvernement zwischen Weser und Rhein im Jahre 1813 und 1814, Beiheft zum Militair-Wochenblatt, Berlin 1857 - Gringmuth-Dallmer, Hanns: Gesamtübersicht über die Bestände des Landeshauptarchivs Magdeburg, Bd. 3,1, Halle/Saale 1961 (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts 6) - Stürzbecher, Manfred: Lazarethe in den preußischen Provinzen zwischen Elbe und Weser nach Krankenzahl, Geldkosten und Sterblichkeit 1813-1815, in: Deutsches medizinisches Journal , Bd. 15, Berlin 1964. 5. Anmerkungen, Bestellsignatur und Zitierweise Bestandsumfang: 5427 VE (128 lfm) Laufzeit: 1721 - 1820 Letzte vergebene Signatur: 5398 Die Akten sind zu bestellen: I. HA, Rep. 91 C, Nr. ( ) Die Akten sind zu zitieren: GStA PK, I. HA, Rep. 91 C Militär- und Zivilgouvernement für das Land zwischen Weser und Elbe zu Halle bzw. Halberstadt, Nr. ( ) Berlin, Dezember 2010 (Guido Behnke) Findmittel: Datenbank; Findbuch, 4 Bde.
              Meine Reise nach Nord-Pare
              ALMW_II._MB_1900_25 · Akt(e) · 1900
              Teil von Franckesche Stiftungen zu Halle
              • Autor: Von Miss. Althaus in Mamba. Umfang: S. 430-435 * 454-459. Enthält u. a.: - (SW: Reise im Interesse der Missionsgebietsausbreitung; Reise- und Landschaftsbeschreibung, Grundstücksuche, Shigatini-Hügel als Stationsplatz; Häuptlinge Ndoiles und Kita; freundlicher Empfang) - (SW: Grundstücksverhandlungen; Erwerb und Vermessung des Grundstückes; Beschreibung der Umgebung; Treffen von Verwandten zweier Kostschüler; Rückreise)
              Leipziger Missionswerk
              Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe, L 80.19 · Bestand · 1829-1954
              Teil von Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik)

              Vorbemerkung Behördengeschichte: 1855 Juni Einrichtung einer selbständigen "Fürstlichen Forstdirektion" 1897 Juni Eingliederung in die Rentkammer als "Forstabteilung" 1921 April Direktion der Domänen und Forsten, Forstabteilung 1924 August Lippische Regierung, Forstabteilung 1934 Oktober Lippische Regierung Abt. II, Staatsforstverwaltung 1936 Juni Der Reichsstatthalter in Lippe und Schaumburg-L., Landesregierung Lippe, ... 1945 April Lippische Landesregierung, Abteilung II, Landesforstverwaltung 1948 Nov. Übergang der Forstabteilung an den Landesverband Lippe (Ges. über die Vereinigung des Landes Lippe mit dem Land Nordrhein-Westfalen und Ges. über den Landesverband Lippe, beide vom 05.11.1948) Die Aufgaben der staatlichen Forstverwaltung bestanden 1. in der Wahrnehmung der Hoheitsrechte des Staates hinsichtlich der Forsten, der Jagd und der Fischerei 2. in der Leitung der staatseigenen Forstwirtschaft Noch am Ende des I. Weltkriegs beruhte die forsthoheitliche Tätigkeit auf der "Verordnung, die Bewirthschaftung der Privat- und Gemeindeholzungen betreffend" von 1819 (Landesverordnungen Bd. 6, S. 459 ff.); ein Forstgesetz gab es nicht. Mit Einrichtung der Forstdirektion 1855 wurde auch eine Dienstinstruktion für Förster und Waldschützen erlassen (s. L 94 Nr. 42) und die Einteilung in 13 Oberförstereien (später mehrfach geändert) sowie Amts- und Dienstbezeichnungen festgelegt. Zu Beginn des Jahres 1919 bestand noch die alte Domanial-Forstverwaltung mit den 8 Oberförstereien Hiddesen (2132 ha), Berlebeck (3093 ha), (Kohlstädt-)Horn bzw. Oesterholz (2940 ha), Schieder (2935 ha), Falkenhagen (2713 ha), Sternberg (1913 ha), Langenholzhausen (1806 ha) und Detmold (672 ha), insgesamt 35 Förstereien mit einer Fläche von rd. 18.200 ha. - Hiddesen war die frühere Oberförsterei Lopshorn mit Sitz im Heidental (Umbenennung 15.11.1918), Langenholzhausen die bisherige Obf. Varenholz mit Sitz in Langenholzhausen, Detmold hieß bis 30.05.1912 Diestelbruch. Der Sitz der Obf. Oesterholz wurde bei gleichzeitiger Umbenennung in Obf. Horn am 01.08.1927 vom Jagdschloss Oesterholz in die Stadt verlegt (Staatsanzeiger Nr. 62), 1929 der Sitz der Obf. Sternberg in das Schloss Brake; außerdem erfolgte zum 01.01.1929 die Zusammenlegung von Sternberg und Detmold zur Obf. Brake. Durch den Domanialvertrag vom 31.10.1919 erhielt das Fürstliche Haus die Oberförsterei Berlebeck mit den vier Förstereien Hirschberg, Hirschsprung, Hartröhren und Kreuzkrug. Hauptaufgabe der Staatsforstverwaltung in den 20er Jahren war der durch die neuzeitliche wirtschaftliche Entwicklung bedingte Schritt von der Verwaltung zum "Betrieb". Die entsprechenden Unterlagen nehmen folglich auch großen Raum ein. Im Oktober 1934 wurden in Anlehnung an die in Preußen getroffene Neuregelung die Behörden-, Amts- und Dienstbezeichnungen neu festgelegt (s. lfd. Nr. 592). Aus Oberförsterei wurde Forstamt, aus Försterei Revierförsterei. Der Oberforstmeister wurde Landforstmeister, ein Staatsoberförster Forstmeister, ein Förster Revierförster. Bisherige Hilfsförster hießen nun Förster, Forstgehilfen Hilfsförster, Forstbeflissene und Forstlehrlinge Forstanwärter (für Verwaltungsdienst/Betriebsdienst). Untergebracht war die Forstverwaltung bis 1921 in dem 1866 erbauten Gebäude der Fürstlichen Forstdirektion, Hornsche Str. 66. Nach dessen Verkauf an die Firma Gebr. Klingenberg wurden die Diensträume am 1. Oktober in das umgebaute Gebäude des ehemaligen Fürstlichen Marstalls am Schlossplatz / Rosenthal verlegt (s. L 94 Nr. 10). Im Juni 1924 erfolgte der erneute Umzug in das Regierungsgebäude am Kaiser-Wilhelm-Platz und im August die Eingliederung als Lippische Regierung, Forstabteilung (s. lfd. Nr. 597). Erster lippischer "Forstmeister" war bis zu seinem Tod im Oktober 1896 Julius Feye. Von Mai 1897 bis zu seinem Tod am 18.04.1925 leitete Oberlandforstmeiser Alois Baldenecker, vormals preußischer Oberförster aus Neukirchen, Regierungsbezirk Kassel die lippische Forstverwaltung. Ihm folgte, nach kommissarischer Wahrnehmung der Leitung durch Forstmeister Karl Schmidt aus Hiddesen, ab März 1926 Alfred Reier aus Syke bei Bremen als Landforstmeister, der aber bereits Ende Juli 1933 vor Vollendung des 65. Lebensjahres (er war am 18.06.1879 geboren) "zwecks Vereinfachung der Landesregierung" in den Ruhestand versetzt wurde. Der bereits genannte Forstmeister Schmidt sollte nun neben seiner Oberförsterei Hiddesen gleichzeitig die Landesforstverwaltung leiten. Da sich die Ausübung beider Ämter jedoch bald als unmöglich herausstellte, wurde ab November 1935 Forstreferendar Dr. Köster beim Forstamt Hiddesen eingestellt. Schmidt (*15.11.1871) versah sein Amt als Landforstmeister zunächst bis kurz vor Vollendung des 67. Lebensjahrs (Oktober 1938), nahm den Dienst jedoch wieder auf, als Nachfolger Fritz Murmann aus Bielefeld zum Kriegsdienst eingezogen wurde und schließlich - nach zwischenzeitlicher U.K.-Stellung - im Dezember 1942 fiel. Erst am 1. März 1946 trat Schmidt endgültig in den Ruhestand, nachdem im Januar desselben Jahres Oberforstmeister Alfred Hirsekorn aus Rinkerode mit der kommissarischen Leitung der Landesforstverwaltung beauftragt worden war. Dieser stellte jedoch bereits im Mai sein Amt zur Verfügung und wurde durch Otto Wahl aus Celle ersetzt. Zur Verzeichnung Etwa 9/10 des Bestandes (Nr. 1-878) entstammen dem Zugang 47/1976, der nach dem 1927 eingeführten Aktenplan ("Umstellung der Registratur der Forstabteilung nach dem Staatshaushaltsplan", siehe lfd. Nr. 590) geordnet war und bis zur Abgabe der Akten an den Landesverband Lippe 1949 galt. Die Nrn. 879-892 kamen als Zugang 37/1962 ins Haus, Nr. 893-971 waren als L 80 II c Nr. 1-9 bereits signiert, aber nicht verzeichnet. Anfang 2003 wurden auf der Zugangsetage noch 27 Geschäftstagebücher (Journale) entdeckt (Nrn. 972-998). Die Akten umfassen im Wesentlichen den Zeitraum ab Bildung der neuen Abteilungsregistraturen im Jahre 1924 (s. lfd. Nr. 597 und L 75 IV / 1 Nr. 20) bis zum Übergang an die Forstabteilung des Landesverbands; viele Aktendeckel tragen den Vermerk "angelegt 1927". Vorakten befinden sich im Bestand L 94 (Forstdirektion); weitergeführte oder erst 1950 und später angelegte Akten wurden dem Bestand D 110 zugeordnet. Der Übergang der Aktenführung auf den LVL erwies sich als überaus unscharf. Die Forstabteilung der Regierung bestand bis 1949. Sehr viele Akten enthalten noch einíge wenige Schriftstücke aus den Jahren 1950-1951, selten auch 1952. Diese Akten wurden, wenn der Inhalt weit überwiegend in den Jahren bis 1949 entstanden war, beim Bestand L 80.19 belassen, da sonst nur noch ein Torso übriggeblieben wäre. Offensichtlich hat der LVL ab 1951/52 neue Akten angelegt und die dann gebildete Altregistratur 1976 an das Staatsarchiv abgegeben. Grundlage für die Ordnung des Bestandes bildete der o.g. Aktenplan, der allerdings zahlreicher Umstellungen bedurfte. Generalakten über Einrichtung und Organisation der Forstverwaltung rangierten z.B. unter den Titelgruppen erst an 7. Stelle. Verschiedene Aktengruppen mussten zusammengefasst oder unterteilt werden. Die Nrn. 879 ff. ließen sich ohne Schwierigkeiten den Positionen des zugrundegelegten Aktenplans zuordnen. Zum Inhalt Wenn auch die Bewirtschaftung des Staatswalds die Hauptaufgabe der Forstverwaltung war, so bietet der Bestand dennoch darüber hinaus eine Fülle zeitgeschichtlicher Quellen, z.B. für den Einsatz von Kriegsgefangenen, Umweltverschmutzung (Fischereiaufsicht), Fremdenverkehr, staatliche Wirtschaftspolitik (Dörentruper Sand- und Thonwerke, Holzverkohlung Schieder), über Gebäude wie das "Krumme Haus" und die Silbermühle; - in der NS-Zeit ergeben sich zahlreiche Berührungspunkte mit der Partei und verschiedenen NS-Organisationen. Quellen: - D 72 Brakemeier Nr. 2 und 3 (Nachlass Wilhelm Brakemeier, Oberförster in Brake) - L 80.19 Nr. 590-593, 597 - L 75 IV. 1 Nr. 20 - L 76 Nr. 206 (Personalangelegenheiten, u.a. leitende Forstbeamte) - Die Lippische Landesverwaltung in der Nachkriegszeit, hrsg. v. Heinrich Drake, Detmold 1932 (Dienstbibliothek C 303) - Lippisches Staatshandbuch (im Lippischen Kalender, Dienstbibliothek A 255) Detmold, Mai 2003 gez. Arno Schwinger P.S.: Im Juli 2005 wurde der Zugang 35/2004 - Nrn. 999-1087 - nachgetragen (hauptsächlich Grundstücks-, Grundbuch- und Katasterangelegenheiten sowie Ablösungen); im Juni 2009 wurden die Nrn. 1088 (aus L 93 !!) sowie 1089-1112 (aus L 94) aufgrund ihrer Laufzeit dem Bestand L 80.19 zugeordnet und hier verzeichnet. gez. Arno Schwinger Es ist zu zitieren: L 80.19 + Bestellnummer

              Kreisregierung Ulm: Verwaltungsakten (Bestand)
              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, E 179 II · Bestand · 1818-1924 (Va ab 1580, Na bis 1933)
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik)

              Zur Geschichte der Kreisregierungen bzw. der Kreisregierung Ulm: Die Kreisregierungen wurden durch das 4. Edikt vom 18. Nov. 1817 gleichzeitig mit den 1849 wieder aufgehobenen Finanzkammern ins Leben gerufen. Vorher war in Württemberg die gesamte Verwaltung neben den nur mit geringen Kompetenzen ausgestatteten Kreishauptmannschaften - ab 1810 Landvogteien genannt - sowie Gemeinde- und Bezirksbehörden von einem zentralen Regierungskollegium geführt worden, bei dem für die verschiedenen Zweige der Verwaltung Sektionen gebildet waren Nach der Vergrößerung des Landes war man nunmehr gewillt, leistungsfähigere Mittelbehörden für die gesamte innere Verwaltung zu bilden. Die Einteilung des Landes in Kreise und die Schaffung von Provinzialkollegien hatte ihr Vorbild in der französischen Departementsverfassung von 1789, die auch in anderen deutschen Staaten zu Anfang des 18. Jahrhunderts die Grundlage für eine neue Verwaltungsorganisation gebildet hatte. Die neue Ordnung wurde am 1. Jan. 1818 in Vollzug gesetzt, gleichzeitig wurden die in dem Ministerium des Innern bestehenden Sektionen der inneren Administration, des Medizinalwesens, des Straßen-, Brücken- und Wasserbauwesens, der Kommunalverwaltung und die Kommission für die Gemeindenutzungen und Allodifikationen der Bauernlehen, ferner im Finanzministerium die Sektion der Krondomänen, die Sektion der Staatsrechnungen, die Sektion des Landbauwesens, die Sektion der Staatskassen, im Ministerium des Kirchen- und Schulwesens die Sektion der Stiftungen aufgehoben. Nach der Instruktion vom 21. Dez. 1819 waren die Kreisregierungen in ihrem Kreis die obersten Behörden für alle Gegenstände der Landesverwaltung im Regiminal-(Hoheitsverwaltungs-)Fach, in dem der Staatspolizei und der Staatswirtschaft und für die Verwaltung des Vermögens der Gemeinden, Amtskörperschaften und Stiftungen, soweit diese Gegenstände nicht anderen Kreis- oder Zentralstellen aufgetragen waren (Finanzkammern sowie Evangelisches Konsistorium, Katholischer Kirchenrat, Studienrat, Oberbaurat, Landesgestütskommission, Medizinalkollegium, Oberrechnungskammer, Steuerkollegium, Forstrat und Bergrat). Die alte Dienstanweisung von 1819 galt 70 Jahre, sie wurde erst durch die Verordnung vom 15. Nov. 1889 über die Organisation der Kreisregierungen und den Geschäftsgang bei diesen ersetzt. Ihre Geschäfte besorgten ein Präsident als Vorstand, administrative Räte und Kollegialassessoren sowie das erforderliche Kanzleipersonal. Zur technischen Beratung waren zeitweise für das Gesundheitswesen ein Kreis-Medizinalrat, für das Straßen-, Brücken- u. Wasserbauwesen der Kommunen und Stiftungen ein Baurat, ein weiterer für das Bauwesen der Kommunen und Stiftungen, zur Genehmigung von Dampfkesselanlagen ein Sachverständiger beigegeben. Die Erledigung der Geschäfte erfolgte teils im Wege der kollegialischen Beratung und Beschlußfassung, teils im Büroweg. Von den ursprünglichen Aufgaben der Kreisregierungen gingen im Laufe der Zeit eine Reihe wichtiger Geschäfte auf andere Mittel- und Zentralbehörden über, so namentlich auf die Ministerialabteilung für den Straßen- und Wasserbau (1848), die Zentralstelle für die Landwirtschaft (1848), die Zentralstelle für Gewerbe und Handel (1848), die Körperschaftsforstdirektion (1875), die Ministerialabteilung für das Hochbauwesen (1872), das Medizinalkollegium (1881) und das Oberversicherungsamt (1912). Neue Aufgaben erwuchsen den Kreisregierungen nach 1870 durch neue Reichs- und Landesgesetze, namentlich die Gewerbeordnung, die Gesetze über die Bildung von Kreis-Landarmenverbänden, über Verwaltungsrechtspflege, über die Vertretung der evangelischen Kirchen- und katholischen Pfarrgemeinden und über die Zwangsenteignung von Grundstücken. Hinzu kamen zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Neuordnung des Wasserrechts, der Ausbau der sozialen Gesetzgebung und die Zuweisung der unmittelbaren Aufsicht über die großen und mittleren Städte. Bei den von den Kreisregierungen wahrzunehmenden Aufgaben der inneren Staatsverwaltung - siehe dazu die nachfolgende Inhaltsübersich t - waren diese entweder entscheidende oder verfügende Behörde 1. Instanz oder Aufsichts- und Beschwerdeinstanz oder begutachtende und vermittelnde Instanz. Im Zuge des Beamten- und Ämterabbaus wurden die Kreisregierungen 1924 durch eine neue, dem Ministerium des Innern angegliederte Ministerialabteilung für Bezirks- und Körperschaftsverwaltung für alle Zuständigkeiten ersetzt, die nicht auf die Oberämter und das Ministerium übergingen. (Literatur: Alfred Dehlinger, Württembergisches Staatswesen, 1951 - 1953 (insbes. § 127); Handwörterbuch der Württembergischen Verwaltung, bearb. von Dr. Friedrich Haller, 1915; Denkschrift über Vereinfachungen in der Staatsverwaltung vom 27.2.1911, in: Verhandlungen der Württ. Zweiten Kammer 1911/12, Beilage 28, S. 385ff. (Dep. D. Innern). Sitz der 1818 eingerichteten Regierung des Donaukreises war Ulm (Kreisregierung Ulm). Ihr unterstanden die Oberämter Biberach, Blaubeuren, Ehingen, Geislingen, Göppingen, Kirchheim, Laupheim (vor 1842 Wiblingen), Leutkirch, Münsingen, Ravensburg, Riedlingen, Saulgau, Tettnang, Ulm (mit Albeck seit 1819), Waldsee und Wangen. Diesen gleichgeordnet, jedoch ohne die Befugnisse der "hohen Polizei" und der allgemeinen Staatsverwaltung, waren die - 1849/50 aufgelösten - standesherrlichen Ämter (Patrimonialämter) Aulendorf (Gräfl. Königsegg-Aulendorfsches Amt), Buchau, Obermarchtal, Obersulmetingen und Scheer (Fürstl. Thurn und Taxissche Ämter), Schloß Waldsee (Fürstl. Waldburg - Wolfegg - Waldseeisches Amt), Wolfegg und Wurzach (Fürstl. Waldburg-Wurzachsche Ämter) und Zeil (Fürstl. Waldburg - Zeil - Trauchburgsches Amt). Des weiteren unterstand ihr die Hafendirektion in Friedrichshafen, eingerichtet zur Handhabung der Schiffahrts- und Hafenpolizei sowie der Paß- und Fremdenpolizei an den württembergischen Hafen- und Landungsplätzen. Über die Landarmenbehörde für den Donaukreis mit Sitz in Ulm übte die Kreisregierung die Aufsicht aus. Zur Geschichte der Registratur: Der starke Aktenanfall bei den Kreisregierungen, bedingt durch deren umfangreiche Geschäftstätigkeit, brachte eine periodisch wiederkehrende Überfüllung ihrer Registraturen mit sich, der man im 19. Jahrhundert mit Kassationen (Makulierung und Verkauf der Altakten), nach 1900 mit Abgaben an das Archiv des Innern bzw. an das Staatsfilialarchiv in Ludwigsburg begegnete. Bei der Kreisregierung Ulm fanden umfangreiche Kassationen anläßlich des Umzugs der Kreisregierung aus dem Deutschen Haus in das sogenannte Palais im Jahre 1859 und bei einer behördeninternen Verlegung der Kanzlei im Jahre 1876 statt (vgl. Ausscheidungsverzeichnisse in E 179 II Büschel 6565). Da alles, was bleibenden d.h. rechtlichen Wert für die Verwaltung hatte, weisungsgemäß aufbewahrt wurde, blieb trotz dieser und weiterer kleinerer Kassationen die zentrale, historisch wertvollste Schriftgutüberlieferung der Kreisregierung seit ihrer Gründung erhalten. Die Registratur der Kreisregierung Ulm setzte sich bis zur Registraturneuordnung von 1906 aus fünf, meist auf Vorbehörden zurückgehende Abteilungen (Registraturen) zusammen; im einzelnen waren dies Abteilung I - II Regierungssachen, Spezialia und Generalia, Abteilung III - IV Kommunsachen, Spezialia und Generalia (aufbauend auf der Registratur der Sektion der Kommunverwaltung) sowie Abteilung V Registratur der Stiftungsverwaltung (nach alter Rubrikeinteilung, vgl. Repertorium D 50). Innerhalb dieser Abteilungen lagen die Akten - mit Ausnahme der Stiftungssachen - in alphabetischer Ordnung. Beim Amtsantritt des Registrators Narr im Jahre 1887 befand sich die Registratur in einem bedenklichen Zustand, den er so beschrieb: "Da ist kein Repertorium vorhanden, die Kästen und Fächer sind nicht numeriert, letztere nicht mit Rubriken versehen, die Faszikel sind nicht überschrieben, sodaß der Beamte lediglich auf sein Gedächtnis angewiesen ist und seit Monaten sind die Akten nicht reponiert" (Bericht vom 4.6.1887 in E 179 II Büschel 278a /85). Abhilfe hierin brachte die Erstellung eines Aktenplans, womit die äußere und innere Neuordnung der Registratur verbunden war. Diese bestand nun im wesentlichen in der Zusammenfassung von Rubriken - die ursprüngliche alphabetische Ordnung der Akten war längst durchbrochen - , in der Aufteilung der nach Gegenständen angelegten Faszikel nach Orten oder nach dem Alphabet der Personennamen ab dem Stichjahr 1860 sowie in der Vergabe von Lagerortssignaturen nach Kasten und Fächern (vgl. "Repertorium" in E 179 II Band 392). Wandel in den weithin noch immer veralteten Registraturverhältnissen schuf 1906 Obersekretär Nell mit der Zusammenlegung der fünf Abteilungsregistraturen und der Einführung eines, die laufenden wie die Depotakten des 19. Jahrhunderts umfassenden Registraturplans mit alphabetisch angeordneten Hauptrubriken, systematisch gegliederten Untergruppen und Kasten-Fachsignaturen (vgl. "Repertorium" in E 179 II Band 393). Nicht mehr benötigte Depotakten übernahm das Archiv des Innern zur dauernden Aufbewahrung (vgl. Ausscheidungsverzeichnis und Archivrepertorium in E 179 II Büschel 6566). Nach Aufhebung der Kreisregierungen 1924 übergab die Abwicklungsstelle der Registratur der früheren Kreisregierung Ulm deren Akten in der Masse dem Staatsfilialarchiv sowie zu kleineren Teilen der Ministerialabteilung für Bezirks- und Körperschaftsverwaltung und den Oberämtern (v.a. Bürgerrechtsakten - Aufnahme, Einbürgerungen, Entlassungen) als Nachfolgebehörden, von denen sie später z.T. wieder über andere Stellen ans Staatsarchiv Ludwigsburg gelanten (vgl. Ausscheidungsverzeichnis zu E 173 - 180). Zur Ordnung und Verzeichnung des Bestandes: Für die Benutzung der Akten der Kreisregierung Ulm standen bislang im Staatsarchiv Ludwigsburg nur kursorigsche Archiv- und Übergabeverzeichnisse zur Verfügung, die wissenschaftlichen Ansprüchen nicht genügten. Im Rahmen der längerfristig angelegten Neuverzeichnung der Bestände der vier Kreisregierungen konnte 1970 die Aufnahme der Amtsbücher der Kreisregierung Ulm abgeschlossen werden (Repertorium E 179 I von Walter Böhm und Walter Bürkle), dagegen beanspruchte die im Jahre 1966 begonnene Erschließung der Aktenbestände, mit der eine Neuformierung der zu schwerden und unhandlichen Aktenbunde einherging, fast zwei Jahrzehnte. Trotz vielseitiger dienstlicher Inanspruchnahme konnte der erste Bearbeiter Amtsrat Müller mit zeitweiliger Unterstützung durch Archivinspektoranwärter Joachim Herzer bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahre 1977 fast die Hälfte des 213,6 Regalmeter umfassenden Gesamtbestandes verzeichnen. Die Titelaufnahme für den zweiten Teil fertigte - unter Mitwirkung der Zeitangestellten Wally Vogler, die die Rubrik Verwaltungsrechtspflege ordnete und verzeichnete - Amtsrat Karl Hofer von 1982 - 1984, der anschließend auch die Redaktion des Findbuchs besorgte. In Bestand E 179 II, Kreisregierung Ulm, sind nunmehr nachfolgende Einzelbestände aufgegangen (s. Auch oben): 1. Ablieferung der Kreisregierung Ulm von 1906 (an das Archiv des Innern): a) Generalia, erschlossen durch Archivrepertorium von Rechnungsrat Marquart von 1908 (Bund 1 - 99) sowie vorläufiges Zettelrepertorium von Amtsrat Müller von 1966 ff. (Bü 1 - 986), 14 lfd. M (bislang Bestand E 179 ); b) Spezialia, erschlossen wie a) (Bund 1 - 381) sowie vorläufiges Zettelrepertorium von Amtsrat Müller 1966 ff. (Bü 1 - 1983), 70 lfd. M (bislang Bestand E 179 III); 2. Ablieferung der Abwicklungsstelle der Registratur der Kreisregierung Ulm von 1924 (an das Staatsfilialarchiv Ludwigsburg): General- und Spezialakten nach 1906 mit umfangreichen Altakten, erschlossen durch Ablieferungsverzeichnis von Dez. 1924 (Bund 1 - 517) sowie vorläufiges Zettelrepertorium von Amtsrat Müller 1966ff. (Bü. 3834 - 4157) und Amtsrat Hofer unter Mitwirkung der Zeitangestellten Vogler (Bü. 4158 - 8485) 119,5 lfd. m (bislang Bestand E 179 III); 3. Ablieferung der Ministerialabteilung für Bezirks- und Körperschaftsverwaltung in Stuttgart von 1924 (an das Staatsfilialarchiv in Ludwigsburg): Nachträge, erschlossen durch Ablieferungsverzeichnis von Nov. 1924 (Bund 171 - 212) sowie vorläufiges Zettelrepertorium von Amtsrat Müller und Archivinspektoranwärter Herzer von 1974ff. (Bü. 3001 - 3833), 13,5 lfd. m (bislang Sammelbstand E 173 - 180); 4. Ablieferungen des Staatsarchivs Sigmaringen (dort eingekommen vom Regierungspräsidium Tübingen und von Landratsämtern) sowie des Hauptstaatsarchivs Stuttgart (aus Bestand Innenministerium) von 1980 - 1983: Nachträge, unverzeichnet, Titelaufnahmen 1984 von Amtsrat Hofer, 1,25 lfd. M (= Bestand E 179 IV). Fremdprovenienzen wurden aus der Ablieferung 1906 in größerem Umfang ausgehoben, bei nur wenigen Schriftstücken jedoch bei den Akten belassen und die Provenienzzugehörigkeit in den Titelaufnahmen vermerkt (s. Übersicht über die Fremdprovenienzen im Anhang der Vorbemerkung). Die ausgehobenen Unterlagen konnten hier bereits bestehenden Archivbeständen zugewiesen werden und zwar D 48a, Oberregierung des Regiminaldepartements und Oberpolizeidepartements bzw. der Sektion der inneren Administration von 1806 - 1817 (Zugang 4 lfd. m), D 49, Landesökonomiekollegium bzw. Sektion der Kommunaladministration/Kommunverwaltung von 1806 - 18917 (Zugang 1,50 lfd. m), D 37, Sektion der Krondomänen bzw. des Stiftungswesens von 1811 - 1817 (Zugang 9,5 lfd. M) und D 79 - 82, Kreise bzw. Landvogteien von 1806 - 1817 (Zugang 2,3 lfd. M). Zu im Hauptstaatsarchiv Stuttgart und Staatsarchiv Sigmaringen verwahrten Beständen wurden insgesamt 0,8 lfd. abgegeben, dagegen 4 lfd. m Akten betr. Niedere Dienstprüfung kassiert. Nachdem die laufende Registratur, aber a uch die Depotakten der Kreisregierung Ulm seit 1906 nach einem neuen Aktenplan mit alphabetisch geordneten Hauptrubriken und unterhalb dieser - soweit erforderlich - systematisch gegliederten Untergruppen (s. auch oben) geführt worden, war es zum Nutzen für die künftige Auswertung dieser umfangreichen Schriftgutüberlieferung möglich, auf der Grundlage dieses Aktenplans aus den einzelnen Ablieferungen einen Gesamtbestand zu bilden. Dabei konnten die Titelaufnahmen für die neueren Bestandsteile anhand der Aktenzeichen zurückgeordnet, die für die älteren Gestandsteile ("Generalia - Spezialia") sinngemäß zugeordnet werden. Die im numerus currens-Verfahren erstellten Titelaufnahmen behielten auch nach der Klassifikation ihre Benummerung, sodaß die numerische Reihenfolge zwar im Magazin, nicht aber im Repertorium gewahrt ist. Die ursprüngliche Doppelnumerierung bei den Beständen "Generalia" u. "Spezialia" konnte dank einer vorhandenen größeren Nummernlücke durch Umnumerierung der "Spezialia" Büschel 1 - 1983 in Büschel 1001 - 2983 beseitigt werden. Der Bestand E 179 II hat einen Umfang von 213,6 lfd. m. Die höchste Bestellnummer ist 8689. Nicht belegte Bestellnummern werden im Abschnitt zur "Retrokonversion" nachgewiesen. Ludwigsburg, im August 1985 Karl Hofer Fremdprovenienzen (geordnet nach dem Sitz der Behörden): Allmendingen, Schultheißenamt Biberach, Oberamt Ehingen, Kreisamt Freiburg, Vorderösterreichische Stiftungsbuchhaltung Geislingen, Oberamt Göppingen, Landvogtei an der Fils u. Rems und Landvogteiamt Konstanz, Bischöfliches Offizialat - , Bischöfliches Ordinariat Leutkirch, Stiftungsverwaltung und Hospitalpflege Ravensburg, Landvogteiarzt - , Oberamt Riedlingen, Oberamt Stuttgart, Herzogliche Regierung - , Herzoglicher (Württ.) Kriegsrat - , Ministerialabteilung für Bezirks- und Körperschaftsverwaltung - , Ministerium des Innern - , Oberfinanzkammer - Departement der direkten, ordentlichen und außerordentlichen Steuern - , Oberlandesökonomiekollegium - , Oberlandesregierung - , Oberregierung - Regiminaldepartement und Oberpolizeidepartement - , Sektion der direkten und indirekten Steuern - , Sektion der inneren Administration - , Sektion der Kommunadministration - , Sektion der Kommunverwaltung - , Sektion der Krondomänen, 3. Abt. - , Sektion des Stiftungswesens - , Sektion des Straßen-, Brücken- und Wassebauwesens - , Sektion für die Gemeindenutzungen - , Staatsschulden - Verwaltungs- und Tilgungskommission - , Steuerkollegium - , Tutellarrat Tettnang, Oberamt Ulm, Landvogtei an der Donau und Landvogteiarzt - , Oberamt Urach, Landvogtei auf der Alb Weingarten, Kgl. württ. (Provisorische) Administration - , Landvogtei am Bodensee Zur Methode: Bei diesem Findbuch handelt es sich um ein bisher nur in hand- oder maschinenschriftlicher Form vorliegendes Repertorium, das nach einem von der "Arbeitsgruppe Retrokonversion im Staatsarchiv Ludwigsburg" erarbeiteten Verfahren in ein datenbankgestütztes und damit onlinefähiges Format umgewandelt wurde. Bei dieser sogenannten Retrokonversion wurden die Grundstruktur der Vorlage und die sprachliche Fassung der Texte grundsätzlich beibehalten (Motto: "Abschrift statt Neubearbeitung"). Dies kann zu einer gewissen Diskrepanz zwischen dem modernen äußeren Erscheinungsbild und der heute teilweise überholt wirkenden Gestaltung und Formulierung der Titelaufnahmen führen. Berichtigungen, Streichungen und Nachträge wurden überprüft und eingearbeitet. Sowohl die regulären als auch die a-Nummern wurden überprüft, fehlende Nummern in einer separaten Liste erfasst (s.u.). Liste der fehlenden und unbelegten Bestellnummern: fehlende Nummern Eintrag auf Stellvertreter im Magazin 203 zu 8459 208 entfällt 229 Zu 6028 245 zu 8461 250 zu 5416 255 aufgelöst 299 zu 5887 363 - [fehlt im Magazin] 634 zu 5093 709 zu 708 760 nicht belegt 761 nicht belegt 762 nicht belegt 763 nicht belegt 764 nicht belegt 765 nicht belegt 766 nicht belegt 767 nicht belegt 768 nicht belegt 769 nicht belegt 770 nicht belegt 987 nicht belegt 988 nicht belegt 989 nicht belegt 990 nicht belegt 991 nicht belegt 992 nicht belegt 993 nicht belegt 994 nicht belegt 995 nicht belegt 996 nicht belegt 997 nicht belegt 998 nicht belegt 999 nicht belegt 1000 nicht belegt 1463 aufgelöst 1468 aufgelöst 1542 entfällt 1544 entfällt 1548 zu 6417 1558 zu 5880 2018 aufgelöst 2656 entfällt 2929 nicht belegt 3376 nicht belegt 3587 nicht belegt 3588 nicht belegt 3589 nicht belegt 3590 nicht belegt 3591 nicht belegt 3592 nicht belegt 3593 aufgelöst 3627 nicht belegt 3798 nicht belegt 3799 nicht belegt 3800 nicht belegt 3801 nicht belegt 3802 nicht belegt 3803 nicht belegt 3804 nicht belegt 3805 nicht belegt 3806 nicht belegt 3807 nicht belegt 3808 nicht belegt 3809 nicht belegt 3810 nicht belegt 3811 nicht belegt 3812 nicht belegt 3813 nicht belegt 3814 nicht belegt 3815 nicht belegt 3816 nicht belegt 3817 nicht belegt 3818 nicht belegt 3819 nicht belegt 3820 nicht belegt 3821 nicht belegt 3822 nicht belegt 3823 nicht belegt 3824 nicht belegt 3825 nicht belegt 3826 nicht belegt 3827 nicht belegt 3828 nicht belegt 3829 nicht belegt 3830 nicht belegt 3831 nicht belegt 3832 nicht belegt 3833 nicht belegt 3897 entfällt 4141 nicht belegt 7243 - [fehlt im Magazin] 7523 entfällt 8635 aufgelöst 8638 nicht belegt

              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, E 177 I · Bestand · 1817-1924 (Va ab 1717, Na bis 1936)
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik)

              Zur Geschichte der Kreisregierungen: Die Kreisregierungen wurden durch das 4. Edikt vom 18. Nov. 1817 gleichzeitig mit den 1849 wieder aufgehobenen Kreisfinanzkammern ins Leben gerufen. Zuvor war in Württemberg die gesamte Verwaltung neben den nur mit geringen Kompetenzen ausgestatteten Kreishauptmannschaften - ab 1810 Landvogteien genannt - sowie Gemeinde- und Bezirksbehörden von einem zentralen Regierungskollegium geführt worden, bei dem für die verschiedenen Zweige der Verwaltung Sektionen gebildet waren. Nach dem Abschluß der großen Landeserwerbungen sollten leistungsfähigere Mittelbehörden geschaffen werden. Die Einteilung des Landes in Kreise und die Schaffung von Provinzialkollegien hatte ihr Vorbild in der französischen Departementsverfassung von 1789, die auch in anderen deutschen Staaten zu Anfang des 19. Jahrhunderts die Grundlage für eine neue Verwaltungsorganisation gebildet hatte. Die neue Ordnung wurde am 1. Jan. 1818 in Vollzug gesetzt, gleichzeitig wurden die in dem Ministerium des Innern bestehenden Sektionen der inneren Administration, des Medizinalwesens, des Straßen-, Brücken- und Wasserbauwesens, der Kommunalverwaltung und die Kommission für Gemeindenutzungen und Allodifikation der Bauernlehen, ferner im Finanzministerium die Sektion der Krondomänen, die Sektion der Staatsrechnungen, die Sektion des Landbauwesens, die Sektion der Staatskassen, im Ministerium des Kirchen- und Schulwesens die Sektion der Stiftungen aufgehoben. Nach der Instruktion vom 21. Dez. 1819 waren die Kreisregierungen in ihrem Bereich die obersten Behörden für alle Gegenstände der Landesverwaltung im Regiminal- (Hoheitsverwaltungs-)Fach, in dem der Staatspolizei und der Staatswirtschaft und für die Verwaltung des Vermögens der Gemeinden, Amtskörperschaften und Stiftungen, soweit diese Gegenstände nicht anderen Kreis- oder Zentralstellen aufgetragen waren (Finanzkammern sowie Evangelisches Konsistorium, Katholischer Kirchenrat, Studienrat, Oberbaurat, Landgestütskommission, Medizinalkollegium, Oberrechnungskammer, Steuerkollegium, Forstrat und Bergrat). Die alte Dienstanweisung von 1819 galt 70 Jahre, sie wurde erst durch die Verordnung vom 15. Nov. 1889 über die Organisation der Kreisregierungen und den Geschäftsgang bei diesen ersetzt. Ihre Geschäfte besorgten ein Präsident als Vorstand, administrative Räte und Kollegialassessoren sowie das erforderliche Kanzleipersonal. Zur technischen Beratung waren zeitweise für das Gesundheitswesen ein Kreis-Medizinalrat, für Straßen-, Brücken- und Wasserbauwesen der Kommunen ein Baurat, ein weiterer für das Bauwesen der Kommunen und Stiftungen, zur Genehmigungen von Dampfkesselanlagen ein Sachverständiger beigegeben. Die Erledigung der Geschäfte erfolgte teils im Wege der kollegialischen Beratung und Beschlußfassung, teils im Büroweg. Von den ursprünglichen Aufgaben der Kreisregierungen gingen im Laufe der Zeit eine Reihe wichtiger Geschäfte auf andere Mittel- und Zentralbehörde über, so namentlich auf die Ministerialabteilung für den Straßen- und Wasserbau (1848), die Zentralstelle für die Landwirtschaft (1848), die Zentralstelle für Gewerbe und Handel (1848), die Ministerialabteilung für das Hochbauwesen (1872), die Körperschaftsforstdirektion (1875), das Medizinalkollegium (1881) und das Oberversicherungsamt (1912). Neue Aufgaben erwuchsen den Kreisregierungen nach 1870 durch neue Reichs- und Landesgesetze, namentlich die Gewerbeordnung, die Gesetze über die Bildung von Kreis-Landarmenverbänden, über Verwaltungsrechtspflege, über die Vertretung der evangelischen Kirchen- und katholischen Pfarrgemeinden und über die Zwangsenteignung von Grundstücken. Hinzu kamen zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Neuordnung des Wasserrechts, der Ausbau der sozialen Gesetzgebung und die Zuweisung der unmittelbaren Aufsicht über die großen und die Zuweisung der unmittelbaren Aufsicht über die großen und mittleren Städte. Bei den von den Kreisregierungen wahrzunehmenden Aufgaben der inneren Staatsverwaltung waren diese entweder entscheidende oder verfügende Behörde 1. Instanz oder Aufsichts- und Beschwerdeinstanz oder begutachtende und vermittelnde Instanz. Im Zuge des Beamten- und Ämterabaus wurden die Kreisregierungen 1924 durch eine neue, dem Ministerium des Innern gegliederte Ministerialabteilung für Bezirks- und Körperschaftsverwaltung für alle Zuständigkeiten ersetzt, die nicht auf die Oberämter und das Ministerium übergingen . Literatur - Alfred Dehlinger, Württembergisches Staatswesen, 1951 - 1953 (insbes. § 127) - Handwörterbuch der württembergischen Verwaltung, bearb. Von Dr. Friedrich Haller 1915 - Denkschrift über Vereinfachungen in der Staatsverwaltung vom 27.2.1911, in: Verhandlungen der Württ. Zweiten Kammer 1911/12, Beilage 28, S. 385ff. (Dep. des Innern). Zur Kreisregierung Reutlingen: Sitz der Ende 1817 eingerichteten Regierung des Schwarzwaldkreises war Reutlingen (Kreisregierung Reutlingen). Ihr unterstanden die Oberämter Balingen, Calw, Freudenstadt, Herrenberg, Horb, Nagold, Neuenbürg, Nürtingen, Oberndorf, Reutlingen, Rottenburg, Rottweil, Spaichingen, Sulz, Tübingen, Tuttlingen (mit Exklave Hohentwiel) und Urach. Des weiteren war ihr das Arbeitshaus für Weiber in Rottenburg, das i.J. 1907 der Strafanstalt für weibliche Gefangene in Gotteszell angegliedert wurde, untergeordnet. Über die Landarmenbehörde für dne Schwarzwaldkreis mit sitz in Reutlingen übte die Kreisregierung die Aufsicht aus. Während die Zahl der Oberämter im Bereich der Kreisregierung Reutlingen bis 1938 konstant blieb, erfuhren die Bezirke selbst durch das Gesetz vom 6.7.1842 über die Abänderung in der Begrenzung der Oberamtsbezirke nachfolgende Änderungen: - vom OA Herrenberg die Gemeinde Hagelloch zum OA Tübingen, - vom OA Neuenbürg die Gemeinden Dennjächt, Ernstmühl, Liebenzell, Monakam, Unterhaugstett und Unterreichenbach zum OA Calw - vom OA Nürtingen die Gemeinde Grabenstetten zum OA Urach, Hausen am Tann und Roßwangen zum OA Rottweil, - vom OA Tübingen die Gemeinde Altenriet zum OA Nürtingen und - vom OA Urach die Gemeinde Pliezhausen zum OA Tübingen und die Gemeinde Eningen zum OA Reutlingen. Vorgenannte Orte können daher im Findbuch unter verschiedenen Oberämtern vorkommen, was im Einzelfall zu beachten ist. Struktur, Ordnung und Verzeichnung des Bestandes: Vorliegender Bestand E 177 I enthält im wesentlichen die am 3. Dez. 1924 von der Abwicklungsstelle der Registratur der Kreisregierung in Reutlingen dem Staatsarchiv Ludwigsburg übergebenen Registraturakten - ein Torso gegenüber der ursprünglichen Schriftgutüberlieferung. Ein ansehnlicher Teil der Registraturakten war bereits in den Jahren 1823, 1835, 1848, 1853, 1863, 1872, 1889 und zuletzt noch 1924 ausgeschieden und kassiert worden, darunter auch die Protokolle bis 1850, die Geschäftstagebücher bis 1870 und die Direktorien bis 1830 (vgl. E 177 II Sonderverzeichnis der Bände). Weitere Akten waren zuständigkeitshalber an folgende Dienststellen ausgefolgt worden: - 1873 an die Ministerialabteilung für das Hochbauwesen (Bauakten), - 1908 an das Archiv des Innern (Akten der Grafschaft Ober- und Niederhohenberg zu Rottenburg, der Landvogteien Schwarzwald, auf der Alb, am oberen Neckar und am mittleren Neckar, der Churfürstl. Landvogtei Rottweil, der Sektion des Stiftungswesens und andere Akten). - 1924 schließlich an die 17 Oberämter des Kreises, an die Ministerialabteilung für Bezirks- und Körperschaftsverwaltung, an die Ministerialabteilung für das Hochbauwesen, an das Landesgewerbeamt, an das Gewerbe- und Aufsichtsamt, an den Kath. Oberschulrat, an die Ministerialabteilung für höhere Schulen bzw. an die Schulen direkt und an die Ministerialabteilung für die Fachschulen (hierzu s. E 177 I Büschel 301 und 4393). Die an das Archiv des Innern sowie Teile der an die Ministerialabteilung für Bezirks- und Körperschaftsverwaltung und die Oberämter (vor allem der Oberämter Reutlingen und Urach) abgegebenen Akten kamen später von diesen Stellen direkt oder über Nachfolgebehörden (Landratsämter) bzw. das Staatsarchiv Sigmaringen und Hauptstaatsarchiv Stuttgart wieder an das Staatsarchiv Ludwigsburg zurück, wo sie z.T. als Nachträge verzeichnet wurden oder unverzeichnet liegen blieben. Im Jahr 1937 fand im Staatsarchiv Ludwigsburg unter Leitung des nachmaligen Staatsarchivdirektors Prof. Grube eine behelfsmäßige Ordnung und Erschließung des Bestandes statt, die er im Findbuch folgendermaßen beschrieb: "Die Registratur der Kreisregierung Reutlingen wurde 1924 mit einem unzureichenden Übergabeverzeichnis von 5 Seiten an das Staatsfilialarchiv abgegeben. Der mitübergebene ältere Registraturplan (mit Schlagwortregister) und ein als "Repertorium" bezeichnetes Schlagwortregister von 1910 genügten ebenfalls nicht für die Feststellung der tatsächlich vorhandenen Akten. Da eine innere Ordnung des etwas durcheinander geratenen Bestandes und eine Ausscheidung der nicht archivwürdigen Akten in absehbarer Zeit nicht möglich ist, wurde anläßlich der äußeren Ordnung des Bestandes durch Hausverwalter Isser im Jahr 1935 als vorläufiges Behelfsmittel das vorliegende Repertorium nach den Faszikelaufschriften gefertigt. Die Akten vor 1817 wurden dabei im Allgemeinen ausgehoben und von mir am zugehörigen Ort verzeichnet". Im Rahmen der Neubearbeitung der Bestände der Kreisregierungen im Staatsarchiv Ludwigsburg fertigte der Unterzeichnete von 1986 - 1990 für die verschiedenen Teilbestände der Kreisregierung Reutlingen (E 177 I, E 177 III und ohne Signatur) zusammen mit der Zeitangestellten Karin Steißlinger, die die umfangreichen Verwaltungsrechtssachen erschloß, neue Titelaufnahmen. Die computergestützte Reinschrift des Repertoriums fertigte Frau Hildegard Aufderklamm. Der Registratur lag eine nach 1863 durch Registrator Bregizer und Kanzlist Wenz eingeführte einfache systematische Ordnung zu Grunde, nach welcher die Akten in die Hauptgruppen A Regiminal- und B Polizeiakten mit 19 bzw. 13 Rubriken gegliedert waren; die Aktenbunde selbst waren entsprechend mit Aktensignaturen, d.h. mit Buchstaben und Zahlen der Ständer (Kästen) und Fächer versehen. Nach Abschluß der Neuverzeichnung wurden die im numerus-currens-Verfahren erstellten Titelaufnahmen nach dem alten Aktenplan sortiert, die Gliederung der Aktengruppen im Findbuch jedoch übersichtlicher und ohne die Zweiteilung Regiminal- u. Polizeiverwaltung gestaltet. Fremdprovenienzen wurden in größerem Umfang ausgehoben. Von diesen wurden 0,5 lfd. m hier vorliegenden Aktenbeständen zugewiesen (Kreisreg. Ludwigsburg, Ellwangen und Ulm, Kommission für die Bereinigung des Amts- und Gemeindeverbandes, Ministerialabt. für die Bezirks- und Körperschaftsverwaltung). An das Hauptstaatsarchiv wurden 0,6 lfd. m (v.a. altwürtt. Akten) und an das Staatsarchiv Sigmaringen 1,6 lfd. m (Akten der Oberämter) abgegeben, dagegen 0,8 lfd. m Akten (Schlachthaus- und Fleischbeschaugebühren, Kanzleikosten der Oberämter, Prüfung der Sportelrechnungen) kassiert. Für 297, den Akten noch beiliegende Pläne und Risse sowie 175 Zeitungsexemplare wurden Nachweiskarten für die Bestände JL 590 bzw. JL 430 gefertigt. Der Bestand E 177 I zählt 4484 Büschel. Ludwigsburg, im November 1990 Hofer Büschel 4485 bis 4499, eingekommen aus dem Staatsarchiv Sigmaringen mit Zugang 2000/79, wurden im Juli 2009 in den Bestand eingearbeitet. Zur Retrokonversion: Bei diesem Findbuch handelt es sich um ein bisher nur in hand- oder maschinenschriftlicher Form vorliegendes Repertorium, das nach einem von der "Arbeitsgruppe Retrokonversion im Staatsarchiv Ludwigsburg" erarbeiteten Verfahren in ein datenbankgestütztes und damit onlinefähiges Format umgewandelt wurde. Bei dieser sogenannten Retrokonversion wurden die Grundstruktur der Vorlage und die sprachliche Fassung der Texte grundsätzlich beibehalten (Motto: "Abschrift statt Neubearbeitung"). Dies kann zu einer gewissen Diskrepanz zwischen dem modernen äußeren Erscheinungsbild und der heute teilweise überholt wirkenden Gestaltung und Formulierung der Titelaufnahmen führen. Berichtigungen, Streichungen und Nachträge wurden überprüft und eingearbeitet.

              Kreisregierung Ludwigsburg: Generalia (Bestand)
              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, E 173 I · Bestand · 1818-1924 (Vorakten ab 1780)
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik)

              Zur Geschichte der Kreisregierungen: Die Kreisregierungen wurden durch das 4. Edikt vom 18. Nov. 1817 gleichzeitig mit den 1849 wieder aufgehobenen Kreisfinanzkammern ins Leben gerufen. Vorher war in Württemberg die gesamte Verwaltung neben den nur mit geringen Kompetenzen ausgestatteten Kreishauptmannschaften - ab 1810 Landvogteien genannt - sowie Gemeinde- und Bezirksbehörden von einem zentralen Regierungskollegium geführt worden, bei dem für die verschiedenen Zweige der Verwaltung Sektionen gebildet waren. Nach der Vergrößerung des Landes war man nunmehr gewillt, leistungsfähigere Mittelbehörden für die gesamte innere Verwaltung zu bilden. Die Einteilung des Landes in Kreise und die Schaffung von Provinzialkollegien hatte ihr Vorbild in der französischen Departementsverfassung von 1789, die auch in anderen deutschen Staaten zu Anfang des 19. Jahrhunderts die Grundlage für eine neue Verwaltungsorganisation gedient hat. Die neue Ordnung wurde am 1. Jan. 1818 in Vollzug gesetzt, gleichzeitig wurden die in dem Ministerium des Innern bestehenden Sektionen der inneren Administration, des Medizinalwesens, des Straßen-, Brücken- und Wasserbauwesens, der Kommunalverwaltung und die Kommission für Gemeindenutzungen und Allodifikation der Bauernlehen, ferner im Finanzministerium die Sektion der Krondomänen, die Sektion der Staatsrechnungen, die Sektion des Landbauwesens, die Sektion der Staatskassen, im Ministerium des Kirchen- und Schulwesens die Sektion der Stiftungen aufgehoben. Nach der Instruktion vom 21. Dez. 1819 waren die Kreisregierungen in ihrem Kreis oberste Behörden für alle Gegenstände der Landesverwaltung im Regiminal- (Hoheitsverwaltungs-) Fach, in dem der Staatspolizei und der Staatswirtschaft und für die Verwaltung des Vermögens der Gemeinden, Amtskörperschaften und Stiftungen, soweit diese Gegenstände nicht anderen Kreis- oder Zentralstellen aufgetragen waren (Finanzkammern, Evangelisches Konsistorium, Katholischer Kirchenrat, Studienrat, Oberbaurat, Landgestütskommission, Medizinalkollegium, Oberrechnungskammer, Steuerkollegium, Forstrat und Bergrat). Die Dienstanweisung von 1819 galt 70 Jahre und wurde erst durch die Verordnung vom 15. Nov. 1889 über die Organisation der Kreisregierungen und den Geschäftsgang bei diesen ersetzt. Die Geschäfte der Kreisregierungen besorgten ein Präsident als Vorstand, administrative Räte und Kollegialassessoren sowie das erforderliche Kanzleipersonal. Zur technischen Beratung waren zeitweise für das Gesundheitswesen ein Kreis-Medizinalrat, für das Straßen-, Brücken- und Wasserbauwesen der Kommunen und Stifungen ein Baurat, ein weiterer für das Bauwesen der Kommunen und Stiftungen, zur Genehmigungen von Dampfkesselanlagen ein Sachverständiger beigegeben. Die Erledigung der Geschäfte erfolgte teils im Wege der kollegialischen Beratung und Beschlussfassung, teils im Büroweg. Von den ursprünglichen Aufgaben der Kreisregierungen gingen im Laufe der Zeit eine Reihe wichtiger Geschäfte auf andere Mittel- und Zentralbehörden über, so namentlich auf die Ministerialabteilung für den Straßen- und Wasserbau (1848), die Zentralstelle für die Landwirtschaft (1848), die Zentralstelle für Gewerbe und Handel (1848), die Ministerialabteilung für das Hochbauwesen (1872), die Körperschaftsforstdirektion (1875), das Medizinalkollegium (1881) und das Oberversicherungsamt (1912). Neue Aufgaben erwuchsen den Kreisregierungen nach 1870 durch neue Reichs- und Landesgesetze, namentlich die Gewerbeordnung, die Gesetze über die Bildung von Kreis-Landarmenverbänden, über Verwaltungsrechtspflege, über die Vertretung der evangelischen Kirchen- und katholischen Pfarrgemeinden und über die Zwangsenteignung von Grundstücken. Hinzu kamen zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Neuordnung des Wasserrechts, der Ausbau der Sozialgesetzgebung und die unmittelbare Aufsicht über die großen und mittleren Städte. Bei den von den Kreisregierungen wahrzunehmenden Aufgaben der inneren Staatsverwaltung waren diese entweder entscheidende oder verfügende Behörde 1. Instanz oder Aufsichts- und Beschwerdeinstanz oder begutachtende und vermittelnde Instanz. Im Zuge des Beamten- und Ämterabbaus wurden die Kreisregierungen 1924 durch eine neue, dem Ministerium des Innern angegliederte Ministerialabteilung für Bezirks- und Körperschaftsverwaltung für alle Zuständigkeiten ersetzt, die nicht auf die Oberämter und das Ministerium übergingen . Literatur - Alfred Dehlinger, Württ. Staatswesen, 1951 - 1953 (insbes. § 127) - Handwörterbuch der Württ. Verwaltung, bearb. von Dr. Friedrich Haller, 1915 - Denkschrift über Vereinfachungen in der Staatsverwaltung vom 27.2.1911, in: Verhandlungen der Württ. Zweiten Kammer 1911/12, Beilage 28, S. 385ff. (Dep. des Innern). Kreisregierung Ludwigsburg: Sitz der 1818 eingerichteten Regierung des Neckarkreises war Ludwigsburg. Ihr unterstanden die Stadtdirektion und das Amtsoberamt Stuttgart sowie die Oberämter Backnang, Besigheim, Böblingen, Brackenheim, Cannstatt, Esslingen, Heilbronn, Leonberg, Ludwigsburg, Marbach, Maulbronn, Neckarsulm, Vaihingen, Waiblingen und Weinsberg. Des weiteren unterstand ihr unmittelbar das Arbeitshaus für Männer in Vaihingen/Enz. Über die Landarmenbehörde für den Neckarkreis mit Sitz in Ludwigsburg übte die Kreisregierung die Aufsicht aus. Zur Geschichte des Bestandes und zur Neuverzeichnung: Bei der Kreisregierung Ludwigsburg nahm nach über 70 Jahren ihres Bestehens Registrator Bilfinger erstmals in den Jahren 1864-1867 eine durchgreifende Neuordnung der Registratur vor. Sie enthielt damals noch zahlreiche, von Vorgängerbehörden übernommene Aktenbestände aus der Zeit von 1806-1817, insbesondere der Sektion der inneren Administration (Oberregierung), der Sektion der Kommunalverwaltung und der Sektion des Stiftungswesens (Krondomänensektion, 3. Abteilung). Wegen Registraturüberfüllung wurden rund 138 Zentner Akten - vorwiegend Spezialia - kassiert. In der laufenden Registratur verblieben danach nur noch die Akten ab dem Jahr 1846, die älteren Akten vor 1846 kamen in ein Depot. Gleichzeitig fertigte Bilfinger, aufbauend auf den älteren Registraturplänen von 1832 und um 1850 - mit Teilung der Akten in Generalia und Spezialia sowie alphabetischer Anordnung der Aktenbunde (Rubriken) - 1867 einen alle Registraturteile umfassenden Aktenplan, der bis zur Auflösung der Kreisregierung im Jahre 1924 in Geltung war. Vorgenannte Depotakten wurden, von wenigen Ausnahmen abgesehen, im Jahre 1910 wegen abermaligen Platzmangels dem Archiv des Innern übergeben. Mit dieser Ablieferung kamen auch umfangreiche Akten der vormaligen Landvogtei an der Enz (nunmehr in Bestand D 75) sowie die Akten über die niederen Dienstprüfungen (alt E 173 V) ein, aus denen 1979 die Prüfungsarbeiten im Umfang von 4,7 lfd. m kassiert wurden. Nach Aufhebung der Kreisregierungen übergab 1924 die Abwicklungsstelle der Registratur der früheren Kreisregierung Ludwigsburg die Masse der Akten dem Staatsfilialarchiv Ludwigsburg, kleinere Teile vor allem der Ministerialabteilung für Bezirks- und Körperschaftsverwaltung und den Oberämtern als Nachfolgebehörden, von denen sie später z.T. wieder über andere Stellen ans Staatsarchiv Ludwigsburg gelangten (hierzu vgl. E 173 I Bü 1590: Aktenausscheidung bei der Kreisregierung Ludwigsburg mit Verzeichnissen). Die Generalakten sind im wesentlichen vollständig überliefert, bei den Spezialakten sind dagegen unersetzliche Verluste zu beklagen. Fiel bereits ein beträchtlicher Teil der Kassation von 1864-1867 zum Opfer, so wurde 1944 bei einem Bombenangriff in Stuttgart der größte Teil der Spezialakten aus der Ablieferung von 1924 und zwar die Rubriken Ablösungen bis Stipendien und mit diesen die Protokolle und Diarien von 1846-1924 vernichtet. Nur zwei Jahre zuvor hatte Rechnungsrat a.D. G. Wörner diese Akten im Staatsarchiv Ludwigsburg verzeichnet (altes Repertorium E 174 I). Wegen der unübersichtlichen Aufteilung des Schriftguts der Kreisregierung auf mehrere Teilbestände (E 173 I - E 173 V), für die meist nur summarische, als Findmittel benutzte Ablieferungen und Archivverzeichnisse zur Verfügung standen, war eine grundlegende Neuverzeichnung im Interesse der Forschung dringend notwendig. Die Masse der Bände, insbesondere die Diarien und Protokolle 1818-1845, war schon 1971 als Bestand E 173 II verselbständigt, geordnet und verzeichnet worden. Die Verzeichnung der Akten erfolgte seit 1974 im numerus currens-Verfahren in der vorgegebenen Reihenfolge der alphabetisch geordneten und bestandweise in Generalia und Spezialia getrennten Aktenrubriken. Nach Abschluß der Verzeichnung wurden die Generalakten der verschiedenen Altbestände als Bestand E 173 I, die Spezialakten als Bestand E 173 III formiert. Hierbei wurden die Titelaufnahmen gleicher Rubriken aus den verschiedenen Registraturschichten (Ablieferungen) ineinandergeordnet und abschließend die zahlreichen Aktenrubriken - für E 173 I und III in gleicher Weise - unter neu gebildete Hauptrubriken zusammengefaßt, um den Bestand im sachlichen Zusammenhang besser zu gliedern. Dies hatte jedoch zur Folge, daß die den Akten zugrunde liegende numerische Reihenfolge im Repertorium nicht gemacht werden konnte (Springnummern). Bestand E 173 I vereinigt nunmehr die Generalia - der Ablieferung von 1910 (aus Bestand E 173), - der Ablieferung von 1924 (ursprünglich Bestand E 174, dann E 173 IV) und - der Ablieferungen und Nachträge nach 1924 (unverzeichnet) = Büschel 1-1599. Bestand E 173 III setzt sich zusammen aus den Spezialia: - der Ablieferung von 1910 (aus Bestand E 173) = Büschel 1 - 7518 - der Ablieferung von 1924 (aus Bestand E 174, dann E 173 IV Rubriken Strafsachen-Zwangsenteignungen, Rubriken Almosen-Stipendien 1944 verbrannt) = Bü 7520-8674 - der Ablieferungen und Nachträge nach 1924 (Bestand E 173 V) = Büschel 8675-8823. Die Erschließung des Bestandes E 173 I besorgten Dr. Wolfgang Schmierer, und Archivangestellter Erwin Biemann. Die Abschlußarbeiten besorgte 1986 Dr. Schmierer. Während der Verzeichnung wurden zahlreiche Fremdprovenienzen ausgehoben, solche von nur wenigen Schriftstücken jedoch bei den Akten belassen und die Provenienzzugehörigkeit i.a. bei den Titelaufnahme vermerkt. Die ausgehobenen Unterlagen im Gesamtumfang von 8,3 lfd. m konnten hier bereits bestehenden B-, D-, F- und IL Beständen eingegliedert werden (aus E 173 I = 1,5 lfd. m, aus E 173 III = 6,8 lfd. m). Zu im Hauptstaatsarchiv in Stuttgart verwahrten Beständen wurden 0,5 lfd. m Akten (aus E 173 III) abgegeben. Zur Kassation kamen insgesamt 8 lfd. m Akten (aus E 173 I = 3 lfd. m, aus E 173 III = 5 lfd. m). Akten der Kreisregierung Ludwigsburg befinden sich als Vorakten in Bestand E 162 I, Medizinalkollegium, in Bestand E 166 I-IV, Ministerialabteilung für den Straßen- und Wasserbau, in E 180 II-V, Ministerialabteilung für Bezirks- und Körperschaftsverwaltung sowie in E 184 I, Zentralkommission in Ablösungssachen. Der Bestand E 173 I umfaßt 1599 Büschel im Umfang von 34,4 lfd. Regalmetern. Ludwigsburg, den 3. Februar 1986 Dr. Wolfgang Schmierer Zur Retrokonversion: Bei diesem Findbuch handelt es sich um ein bisher nur in hand- oder maschinenschriftlicher Form vorliegendes Repertorium, das nach einem von der "Arbeitsgruppe Retrokonversion im Staatsarchiv Ludwigsburg" erarbeiteten Verfahren in ein datenbankgestütztes und damit onlinefähiges Format umgewandelt wurde. Bei dieser sogenannten Retrokonversion wurden die Grundstruktur der Vorlage und die sprachliche Fassung der Texte grundsätzlich beibehalten (Motto: "Abschrift statt Neubearbeitung"). Dies kann zu einer gewissen Diskrepanz zwischen dem modernen äußeren Erscheinungsbild und der heute teilweise überholt wirkenden Gestaltung und Formulierung der Titelaufnahmen führen. Berichtigungen, Streichungen und Nachträge wurden überprüft und eingearbeitet.

              Kreisregierung Ellwangen (Bestand)
              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, E 175 · Bestand · 1818-1924 (Vorakten ab 1805, Nachakten bis 1960)
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik)

              Zur Geschichte der Kreisregierungen: Die Kreisregierungen wurden durch das 4. Edikt vom 18. Nov. 1817 gleichzeitig mit den 1849 wieder aufgehobenen Kreisfinanzkammern ins Leben gerufen. Zuvor war in Württemberg die gesamte Verwaltung neben den nur mit geringen Kompetenzen ausgestatteten Kreishauptmannschaften - ab 1810 Landvogteien genannt - sowie Gemeinde- und Bezirksbehörden von einem zentralen Regierungskollegium geführt worden, bei dem für die verschiedenen Zweige der Verwaltung Sektionen gebildet waren. Nach dem Abschluß der großen Landeserwerbungen sollten leistungsfähigere Mittelbehörden geschaffen werden. Die Einteilung des Landes in Kreise und die Schaffung von Provinzialkollegien hatte ihr Vorbild in der französischen Departementsverfassung von 1789, die auch in anderen deutschen Staaten zu Anfang des 19. Jahrhunderts die Grundlage für eine neue Verwaltungsorganisation gebildet hatte. Die neue Ordnung wurde am 1. Jan. 1818 in Vollzug gesetzt, gleichzeitig wurden die in dem Ministerium des Innern bestehenden Sektionen der inneren Administration, des Medizinalwesens, des Straßen-, Brücken- und Wasserbauwesens, der Kommunalverwaltung und die Kommission für Gemeindenutzungen und Allodifikation der Bauernlehen, ferner im Finanzministerium die Sektion der Krondomänen, die Sektion der Staatsrechnungen, die Sektion des Landbauwesens, die Sektion der Staatskassen, im Ministerium des Kirchen- und Schulwesens die Sektion der Stiftungen aufgehoben. Nach der Instruktion vom 21. Dez. 1819 waren die Kreisregierungen in ihrem Bereich die obersten Behörden für alle Gegenstände der Landesverwaltung im Regiminal- (Hoheitsverwaltungs-)Fach, in dem der Staatspolizei und der Staatswirtschaft und für die Verwaltung des Vermögens der Gemeinden, Amtskörperschaften und Stiftungen, soweit diese Gegenstände nicht anderen Kreis- oder Zentralstellen aufgetragen waren (Finanzkammern sowie Evangelisches Konsistorium, Katholischer Kirchenrat, Studienrat, Oberbaurat, Landgestütskommission, Medizinalkollegium, Oberrechnungskammer, Steuerkollegium, Forstrat und Bergrat). Die alte Dienstanweisung von 1819 galt 70 Jahre, sie wurde erst durch die Verordnung vom 15. Nov. 1889 über die Organisation der Kreisregierungen und den Geschäftsgang bei diesen ersetzt. Ihre Geschäfte besorgten ein Präsident als Vorstand, administrative Räte und Kollegialassessoren sowie das erforderliche Kanzleipersonal. Zur technischen Beratung waren zeitweise für das Gesundheitswesen ein Kreis-Medizinalrat, für Straßen-, Brücken- und Wasserbauwesen der Kommunen ein Baurat, ein weiterer für das Bauwesen der Kommunen und Stiftungen, zur Genehmigungen von Dampfkesselanlagen ein Sachverständiger beigegeben. Die Erledigung der Geschäfte erfolgte teils im Wege der kollegialischen Beratung und Beschlußfassung, teils im Büroweg. Von den ursprünglichen Aufgaben der Kreisregierungen gingen im Laufe der Zeit eine Reihe wichtiger Geschäfte auf andere Mittel- und Zentralbehörde über, so namentlich auf die Ministerialabteilung für den Straßen- und Wasserbau (1848), die Zentralstelle für die Landwirtschaft (1848), die Zentralstelle für Gewerbe und Handel (1848), die Ministerialabteilung für das Hochbauwesen (1872), die Körperschaftsforstdirektion (1875), das Medizinalkollegium (1881) und das Oberversicherungsamt (1912). Neue Aufgaben erwuchsen den Kreisregierungen nach 1870 durch neue Reichs- und Landesgesetze, namentlich die Gewerbeordnung, die Gesetze über die Bildung von Kreis-Landarmenverbänden, über Verwaltungsrechtspflege, über die Vertretung der evangelischen Kirchen- und katholischen Pfarrgemeinden und über die Zwangsenteignung von Grundstücken. Hinzu kamen zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Neuordnung des Wasserrechts, der Ausbau der sozialen Gesetzgebung und die Zuweisung der unmittelbaren Aufsicht über die großen und mittleren Städte. Bei den von den Kreisregierungen wahrzunehmenden Aufgaben der inneren Staatsverwaltung waren diese entweder entscheidende oder verfügende Behörde 1. Instanz oder Aufsichts- und Beschwerdeinstanz oder begutachtende und vermittelnde Instanz. Im Zuge des Beamten- und Ämterabbaus wurden die Kreisregierungen 1924 durch eine neue, dem Ministerium des Innern angegliederte Ministerialabteilung für Bezirks- und Körperschaftsverwaltung für alle Zuständigkeiten ersetzt, die nicht auf die Oberämter und das Ministerium übergingen . Literatur - Alfred Dehlinger, Württembergisches Staatswesen, 1951 - 1953 (insbes. § 127) - Handwörterbuch der württembergischen Verwaltung, bearb. Von Dr. Friedrich Haller 1915 - Denkschrift über Vereinfachungen in der Staatsverwaltung vom 27.2.1911, in: Verhandlungen der Württ. Zweiten Kammer 1911/12, Beilage 28, S. 385ff. (Dep. des Innern). Zur Kreisregierung Ellwangen: Sitz der zu Beginn des Jahres 1818 eingerichteten Regierung des Jagstkreises war Ellwangen. Ihr unterstanden die Oberämter Aalen, Crailsheim, Ellwangen, Gaildorf, Gerabronn, Gmünd, Hall, Heidenheim, Künzelsau, Mergentheim, Neresheim, Öhringen, Schorndorf und Welzheim. Über die 1889 gegründete Landarmenbehörde für den Jagstkreis mit der Landarmenanstalt Rabenhof übte sie die Aufsicht aus. Während die Zahl der Oberämter im Bereich der Kreisregierung stets unveränderlich blieb, erfuhren die Bezirke in ihrer Zusammensetzung durch das Gesetz vom 6.7.1842 betr. die Abänderung in der Begrenzung der Oberamtsbezirke nachfolgende Änderung: vom OA Aalen die Gemeinde Jagsthausen zur Gemeinde Westhausen, OA Ellwangen und vom OA Schorndorf die Gemeinde Aichschieß mit Krummhardt zum OA Esslingen. Der Kreisregierung oblag bis zum Jahre 1839 gemeinschaftlich mit der Kreisfinanzkammer die Verwaltung des alten Ellwanger Archivs, das anschließend bis zur Abgabe i.J. 1868 an das Staatsfilialarchiv in Ludwigsburg unter der Leitung des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten und der Archivdirektion stand, der vier Jahre später die ausschließliche Aufsicht über dieses übertragen wurde (Angaben von Dr. A. Seiler. Das Schriftgut von Kloster und Stift Ellwangen im Staatsarchiv Ludwigsburg, 1976, Seite 7 und E 175 Bü 214). Struktur, Ordnung und Verzeichnung des Bestandes: Die Abwicklungsstelle - Registratur der Kreisregierung Ellwangen -übergab im November 1924 dem Staatsfilialarchiv in Ludwigsburg (ab 1938: Staatsarchiv Ludwigsburg) den dort vorhandenen Restbestand der Registratur - im Gegensatz zu den übrigen 3 Kreisregierungen, die bereits um 1900 größere Ablieferungen an das Archiv des Innern getätigt hatten, die erste Ablieferung eigener Akten seit Gründung der Kreisregierung an ein zuständiges Archiv (bisher Bestand E 175 I/III Akten und Bände). Umfangreiches Schriftgut der Kreisregierung war nicht nur im 19. Jahrhundert, vor allem 1839/40, unter anderem auch Akten der Landvogteiämter, sondern noch im Dezember 1924 kassiert worden, unter diesen unersetzliches Schrifgut wie die älteren Personalakten der Beamten der Kreisregierung und der Oberämter, die Diarien und Direktorien der Kreisregierung bis 1870 und die Oberamtsvisitationen bis 1889. Andere Unterlagen gingen infolge von Zuständigkeitsverlagerungen (s. oben) und im Zuge der Abwicklungsgeschäfte an die Nachfolgebehörden über, 1924 vor allem an die Oberämter und die Ministerialabteilung für Bezirks- und Körperschaftsverwaltung in Stuttgart. Die in der Registratur der Kreisregierung verwahrten alten Pläne von Ellwangen wurden, wie aus einem Schreiben der Ministerialabteilung für Bezirks-und Körperschaftsverwaltung vom 3. Nov. 1924 in E 175 Bü 214 hervorgeht, von der Abwicklungsstelle dem Altertumsverein Ellwangen übergeben (Zur Registraturgeschichte siehe E 175 Büschel 207 und 214). Von den Ende 1924 mit einem Übergabeverzeichnis von 39 Seiten abgelieferten Akten und Bänden der Kreisregierung (Bestand E 175 I) wurde 1936/37 ein handschriftliches Findbuch nach den Faszikelaufschriften gefertigt. Die Absonderung und Neuverzeichnung der Bände folgte im Jahr 1977 (Bestand E 175 III). Zwei in den Jahren 1970 und 1983 verfertigte Nachtragsbände erfaßten die Akten der Kreisregierung, die teils von der Ministeiralabteilung selbst, teils aus deren Bestand im Staatsarchiv Ludwigsburg bei Verzeichnungsarbeiten aus-gesondert wurden (Bestand E 173 II). Der neuformierte Bestand E 175 setzt sich aus den bisherigen Teilbeständen wie folgt zusammen: - E 175 I Kreisregierung Ellwangen - Akten, alt Bü. 1-531, nunmehr E 175 Bü. 174-6483. - E 175 III Kreisregierung Ellwangen - Bände, alt Bd. 1-173, nunmehr E 175 Band 1-173. - E 175 II Kreisregierung Ellwangen - Akten (Nachträge), alt Bü. 1-1069, nunmehr E 175 Bü. 6484 - 7564. Die Neuverzeichnung des zuvor nur grob erschlossenen Hauptbestands E 175 I erfolgte in der vorgegebenen Reihenfolge der Akten und Aktengruppen, die weitgehend der ursprünglichen Anordnung bei der Kreisregierung entsprach (Aktengruppen in einfacher alphabetischer Reihung). Bei der anschließend vorgenommenen Gliederung des Findbuchs wurden größere und damit übersichtlicher Hauptgruppen gebildet, wobei die Untergruppen selbst in ihrer Zusammensetzung nicht verändert wurden und als solche in der Systematik erscheinen; die neueren Titelaufnahmen für die Bände und Nachträge konnten fast unverändert in den Hauptbestand übernommen werden. Fremdprovenienzen wurden bei der Verzeichnung nur ausgehoben, wenn diese abgeschlossene Einheiten bildeten. Von diesen wurden 0,6 lfd. m in Bestand F 169 Oberamt Gmünd eingeordnet, 1,5 lfd. m Wirtschafts- und Schankkonzessionen aus den Jahren 1798-1822 als eigener Aktenbestand E 251 V Steuerkollegium formiert, weitere Unterlagen (Doppelstücke von Formularen und Druckschriften) im Umfang von 0,3 lfd. m dagegen kassiert. Für 471, den Akten noch beiliegende Pläne und Risse wurden Nachweiskarten für den Bestand JL 590 gefertigt. Die Erschließung der Akten und Indizierung nach Orten und Personen wurden von dem Archivangestellten Erwin Biemann von März 1988 bis Mai 1992 durchgeführt. Gliederung und Redaktion des Findbuchs besorgte der Unterzeichnete, die Reinschrift des Findbuchs mittels EDV erstellte Frau Hildegard Aufderklamm. Die Titelaufnahmen des Findbuchs und entsprechend die Indices enthalten aufgrund der eingehenden Erschließung der Aktengruppen Staatsangehörigkeit - Bürgerrecht und Auswanderung alle Einzelfälle nach Orten und Personen (bei Familien nur den Namen des Antragstellers). Vorhandene Einzelfälle können daher bereits anhand des Findbuchs ermittelt werden. Ludwigsburg, im Februar 1995 Hofer Zur Retrokonversion: Bei diesem Findbuch handelt es sich um ein bisher nur in hand- oder maschinenschriftlicher Form vorliegendes Repertorium, das nach einem von der "Arbeitsgruppe Retrokonversion im Staatsarchiv Ludwigsburg" erarbeiteten Verfahren in ein datenbankgestütztes und damit onlinefähiges Format umgewandelt wurde. Bei dieser sogenannten Retrokonversion wurden die Grundstruktur der Vorlage und die sprachliche Fassung der Texte grundsätzlich beibehalten (Motto: "Abschrift statt Neubearbeitung"). Dies kann zu einer gewissen Diskrepanz zwischen dem modernen äußeren Erscheinungsbild und der heute teilweise überholt wirkenden Gestaltung und Formulierung der Titelaufnahmen führen. Berichtigungen, Streichungen und Nachträge wurden überprüft und eingearbeitet.

              ALMW_II._32_54 · Akt(e) · 1934-1941
              Teil von Franckesche Stiftungen zu Halle

              7 Fiches. Enthält: FICHE NR. 54 1+ - Nairobi 1934. Deutsches Konsulat an Auswärtiges Amt - Machame 1934. Raum an Deutsches Konsulat (2 Schreiben) - Nairobi 1934. Deutsches Konsulat an Leipziger Mission (Ihmels, Gutmann, Raum) (3 Schreiben, teils 2fach) - Nairobi 1934. Bescheinigung des Deutschen Konsulates (2fach) - Same 1935. District Office an Leipziger Mission (Englisch; 3 Schreiben) - Machame 1935. Chairman of the conference of the Lutheran Missions in Tanganyika Territory (Raum) an Director of Education (Englisch; 2 Schreiben) - Dar es Salaam 1935. Education Department an Raum (Englisch; 2 Schreiben) - Shigatini 1935. Schomerus an Senior - Gonja 1935. Guth "Gonja-Schulen, die nicht auf Miss. Grundstücken stehen" - Mbaga 1935. Nüssler "Verzeichnis der Schulen der Station Mbaga, die nicht auf einem der Mission gehörenden Grundstück stehen" - Vudee 1935. Suppes"Verzeichnis der Schulen der Station Vudee, die nicht auf einem der Mission gehörenden Grundstück stehen" - o.J. "List of village schools in Pare" (Englisch) - Machame 1934. Raum an Augustana Lutheran Mission (Englisch) - Kinyangiri 1935. Augustana Lutheran Mission (Anderson) an Raum (Englisch) - Dar es Salaam 1935. Barclays Bank an Raum (Englisch) - Machame 1935. Raum an Governor of Tanganyika Territory (Englisch) - Masai 1935. District Office an Pätzig (Englisch) - Leipzig 1931. Kopie einer Stellungnahme Ihmels bzw. des Kollegiums (Englisch) - Dar es Salaam 1935. Secretariat an Leipziger Mission (Englisch; 2fach)) - o.O., o.J. "List of the landed properties of the Leipzig Lutheran Mission in the Pare District" (Englisch) - Gonja 1935. Guth (Gebäudeliste der Missionsgrundstücke) - Marangu 1935. Rother an Senior - Moshi 1935. Gutmann an Senior - Mbaga 1935. Nüssler an Senior - Shigatini 1935. Schomerus an Senior - Shira 1935. Becker (Liste der Gebäude des Missionsgrundstücks) - Machame 1935. Raum an District Officer (Englisch) - Lwandai 1935. Rosarius an Raum - Mwika 1935. Eisenschmidt an Senior - Mamba 1935. Fritze an Raum - Moshi 1935. District Officer an Leipziger Mission (Englisch) - Machame 1935/36. Raum an District Officer (Englisch; 3 Schreiben) - o.O., o.J. "List of the landed property of the Leipzig Lutheran Mission in the Moshi District" - Dar es Salaam 1935. Education Department an Raum (Englisch) - Dar es Salaam 1936. Department of Lands and Mines an Augustana Synode (Englisch; Kopie) - Kinyangiri 1936. Augustana Lutheran Mission (Magney) an Raum (Englisch; 2 Schreiben) - Machame 1936. Raum an Magney (Englisch) - Dar es Salaam 1936. Barclays Bank an Rother (Englisch) - Marangu 1936. Rother an Inspektor - Leipzig 1936. Ihmels an Gutmann (3 Schreiben) - 1936. Ihmels: "General Power of Attorney" für Gutmann, Schwär, Rother, Fritze (Englisch; 2fach) - Moshi 1936. ? an Haywood (Englisch) - Moshi 1936. Haywood & Thompson an Gutmann (Englisch; 5 Schreiben) - Moshi 1937. Gutmann an Haywood & Tompson (Englisch; 3 Schreiben) - "Supplement to the Tanganyika Territory Gazette, Vol. XVIII, No. 18", 1937 (gedr. 2 S.) - Notiz: "Incorporation unserer Mission" - o.O., o.J. ? an Haywood & Thompson (nur erste Seite) - Lwandai 1937. Rosarius an Bethel Mission - Machame 1937. ? an Senior - Moshi 1937. ? an Direktor - Leipzig 1937. Schwär an Gutmann. FICHE NR. 54 2+ - Fortsetzung - Moshi 1937. Gutmann an A. & R. N. Clark (Englisch, 3 Schreiben) - Masama 1937. Leuschke an Senior - Dar es Salaam 1938/39. A. & R. N. Clark / Jackson an Leipziger Mission (Englisch; 15 Schreiben) - 1932. "Abschrift des Verzeichnisses der an Herrn Miss. P. Röhl in Dar es Salaam gesandten Landakten der Leipziger Mission." - Marangu 1938. Leipziger Mission (Rother) an A. & R. N. Clark / Jackson (Englisch; 6 Schreiben) - o.O. 1939. Land Officer (Cotton) an Leipziger Mission - Dar es Salaam 1939. Asst. Registrar of Titles (Bergner) an Leipziger Mission (Englisch; Kopie) - Marangu 1938. Rother an Provinzkommissar der Nordprovinz (Englisch) - Dar es Salaam 1937. "Constitution of the Mission Church Federation (MCF) in East Africa on lutheran Bases. Missionskirchenbund" (Englisch) - Moshi 1930. Waffenlizenz für Raum - Arusha 1938/39. Provincial Officer an Leipziger Mission (Rother) (Englisch; 2 Schreiben) - Tanga 1938. Wohlrab an Amtsbruder - Moshi, Monduli, Same 1938-39. District Officer an Leipziger Mission (Englisch; 8 Schreiben) - Marangu 1938/39. Rother an District Officer (Englisch; 3 Schreiben) - Dar es Salaam 1938. Department of lands and mines an Leipziger Mission (Englisch; 2 Schreiben) - Marangu 1939. Rother an Provincial Commissioner (Englisch) - Dar es Salaam 1939. Government an Rother - o.O., o.J. "Proposed membership of Central Committee" - Marangu 1939. Rother an Chefsekretär - Kigarama-Bukoba 1939. Fischbeck an Rother bzw. an Missionsrat (4 Schreiben) - Mlalo1939. Leistner an Rother - Morogoro 1939. Krelle an Rother - Kidugala 1939. Mmari an Rother (Swahili) - Kidugala 1939. Oelke an Rother (Anlage: "Jahresbericht der Bena-Hehesynode der Berliner Missionsgesellschaft über das Jahr 1938.", "Statistik für 1938") - Bulongwa 1939. Jochim an Rother - Statistik 1938 für Missionskirchenbund; Berliner Mission, Synode Usaramo -Utengule 1939. Gemusens an Rother - Bethel 1939. Scholten an Rother - Dar es Salaam 1939. Melander an Rother (Englisch) - Bukoba 1939. "Standing Committee Meeting Agenda" (Englisch) - Neustrelitz 1939. Vierhub an Rother - Kinyangiri 1939. Olson an Rother - Utengule 1939. Tietzen an Rother - Bukoba 9139. Gosbach an Rother - 1939. Rother: "Die Verhandlungen über die Neuordnung des Schulwesens in ihrer Bedeutung für uns" (Maschinegeschrieben; 11 S.). FICHE NR. 54 3+ - Fortsetzung - Mlalo 1939. Leistner an Rother (2 Schreiben) - Bukoba 1939. Bethel Mission (Gosbach) an Rother - o.J. "Ordnung der Gemeinde- und Kirchenvertreter-Versammlung Buhaya" - o.J. "Gemeindeordnung Buhaya" - o.J. Leistner (Bericht): "Liturgische Kommission" - o.J. "Ordnung des Taufunterrichtes" - o.J. "Entwurf für den Katechumenen-Unterricht" - Marangu 1939. Elianshisheya Lema an "Bwana Rudi" (Swahili) - Kidugala 1939. ? an Rother - Marangu 1939. Rother an "Amtsbruder" - Machame 1939. Schreiben der NSDAP-Ortsgruppe Moshi (Troost / Mergner) an alle Deutschen im Bereich der Ortsgruppe - Mamba 1939. Fritze an Rother - Mwika 1939. Fokken an Senior - o.O. 1939. District Officers an Leipziger Mission (3 Schreiben) - Moshi 1939. Rother an Custodian of Enemy Property (Baldwin) (Englisch) - Arusha 1939. Pätzig an Provincial Commissioner (Englisch) - Arusha 1939. Pätzig an Captain Hewer, Custodian (Englisch) - Machame 1939. "Staff of the Leipzig Lutheran Mission in Tang. Terr." - Marangu 1939. Rother: "Financial Requirements for European Staff of the Leipzig Lutheran Mission and essential Activities." - Marangu 1939. Rother an Augustana Lutheran Mission (Magney) (Englisch; 2 Schreiben) - Tabora 1939. Moravian Mission (Ibsen) an Rother (Englisch) - Machame 1939. Rother an Custodian of Enemy Property - Marangu 1939. Rother an Governeur (Englisch) - Marangu 1939. Rother an Provincial Commissonar (Englisch) - Marangu 1939. Rother an Konsul der Schweizer Republik in Ostafrika (Tanner) Maragnu 1939. Rother an Secretary of the International Missionary Council (Englisch) - Singida 1939. Augustana Lutheran Mission (Magney) an Rother (Englisch; 2 Schreiben) - Dar es Salaam 1939. Tietzen an Rother - Moshi 1939. Custodian of Enemy Property (Baldwin) an Rother (Englisch) - o.O., o.J. "Unterredung mit P.C." (vermutlich: "Provincial Commissioner" handschriftliche Notizen) - Tanga 1939. Consulate of Switzerland an Rother - Marangu 1939. Rother an Moravian Mission (Ibsen) (Englisch; 2 Schreiben) - Marangu 1939. Rother an Gouverneur (Englisch) - Moshi 1939. Moshi, Njau an ? (Englisch; 2fach) - Maragnu 1939. Rother an Officer in Charge of the Internment Camp (Englisch) - Arusha 1939. District Officer an Leipziger Mission (Englisch) - Maragnu 1939. Rother an Church Board of the Swedish Lutheran Church (Englisch) - Bukoba 1939. Teachers Training School (Bakewell) an Leipziger Mission - Marangu 1939. East African Church Federation on Lutheran Bases an ? (Englisch; 2fach) - Maragnu 1939. Rother an District Officer (Hutt) (Englisch) - Morogoro 1939. Krelle an Rother - Maragnu 1939. Rother an Treasurer of the Lutheran World Convent (Englisch) - Dar es Salaam 1939. Secretary to Government an Leipziger Mission (Original und Abschrift; Englisch) - Maragnu 1939. Bundeswart des Ostafrikanischen Missionskirchenbundes (Rother) an alle Mitglieder des Ostafrikanischen Rates des Missionskirchenbundes - Dar es Salaam 1939. Education Department an Rother (Englisch) - Marangu 1939. Rother an Provincial Commissioner (Englisch; 2 Schreiben) - Dar es Salaam o.J. Reckling an Rother Moshi 1939. Provincila Commissioner an Rother (Englisch, 3 Schreiben) - Marangu 1939. Rother an Krelle - Bukoba 1939. Caesar an Rother - Maragnu 1939. Rother: "Report on the Situation of the German Missions after the Outbreak of the War" (Englisch, Maschinegeschrieben; 6 S.) - Dar es Salaam 1939. Oelke an Rother - Tabora 1939. Moravian Mission (Ibsen) an Rother (Englisch) - Moshi 1939. ? an Magney (Englisch). FICHE NR. 54 4+ - Dar es Salaam 1939. Tietzen an Rother - Machame 1939. Rother an Caesar - Dar es Salaam 1939. Reckling an Rother - Kidugala 1939. Priebusch an Rother - Arusha 1939. Provincial Commissioner an Rother - Bukoba/Arusha 1939/40. Caesar an Rother (3 Schreiben) - Marangu 1939. Rother an Custodian of Enemy Property - Mlalo1939/40. Leistner an Rother (3 Schreiben) - Tanga 1939. Consulate of Switzerland an Rother - Marangu 1939/40. Rother an Leistner (2 Schreiben) - o.O., o.J. Rother an die Leiter der lutherischen Missionsfelder im Tanganyikaland und an die Leiter dem Ostafrikanischen Kirchenbund angeschlossenen Missionskirchen - Marangu 1940. Rother an Amtsbruder - Marangu 1940. Rother an Governeur - Dar es Salaam 1940. Steubing an Rother (2 Schreiben) - Marangu 1940. Rother an Board of Foreign Missions of the United Lutheran Church in America (Englisch; Kopie; 2fach) - o.O., o.J. "List of papers proposed for the General Meeting 1940." - Machame 1940. ? an District Officer (1. Seite) - Singida 1940. Magney an Rother (Englisch) - Nkalinsi 1940. Neukirchener Mission Uha (Steubing) an Rother - Lwamntege 1940. Caesar an Rother - Kidugala 1940. Nyagawa an Rother (Swahili) - o.O. 1940. Leistner an Rother (2 Schreiben) - o.O. 1940. Ihmels an Magney (Englisch; Kopie) - Marangu 1940. Rother an Assistant Custodian of Enemy Property (Baldwin) (Englisch) - Marangu 1940. Rother "Description of Building" - Marangu 1940. Rother an Augustana Lutheran Mission (Magney) (Englisch; 4fach) - Marangu 1940. ? an Amtsbruder - Marangu 1940. Rother an Brüder und Schwester (2fach) - Dar es Salaam 1940. Secretary to the Government an Rother (Englisch; 2 Schreiben) - Marangu 1940. Rother an Vertreterin der Neukirchener Mission (Schulz) - Marangu 1940. Rother an Caesar - Marangu 1940. Rother an Augustana Lutheran Mission (Magney) (Englisch; 2 Schreiben) - Tabora 1940. Moravian Mission (Ibsen) an Rother (Englisch) - Marangu 1940. Rother an Mfumwa Sabuni Naguvu (Swahili) - Kalinzi-Kijoma 1940. Schulz an Rother (3 Schreiben) - Moshi 1940. Bishop of Central Tanganyika an Rother (Englisch) - Oslo 1940. Leisegang an Rother (Englisch) - Katoke 1940. Teachers Training School (Bakewell) an Rother (Swahili) - Mlalo 1940. Linda an Pastor - Marangu 1940. Rother an Krelle - Marangu 1940. Rother an Right Reverend Bishop of Central Tanganyika (Englisch) - Marangu 1940. Rother an Leistner - Marangu 1940. Rother an Caesar - Bukoba 1940. Bethel Mission an Rother - Bukoba 1940. Caesar an Rother - Moshi 1940. ? an Rother (Englisch) - Moshi 1940. Asst. Custodian of Enemy Property (Baldwin) an Rother (Englisch) - Marangu 1940. Rother an Caesar - Marangu 1940. Rother an Bakewell (Englisch) - Marangu 1940. Rother an Schulz - Marangu 1940. Rother an Leistner (2 Schreiben) - Marangu 1940. Rother an Magney (Englisch; 2 Schreiben) - Stockholm 1940. Braun an Rother - Morogoro 1940. Krelle an Rother - Bukoba 1940. Caesar an Rother - Marangu 1940. Rother an Braun (Englisch). FICHE NR. 54 5+ - Marangu 1940. Rother an Krelle - Marangu 1940. Rother Nordfeldt (Englisch) - Dodoma 1940. Bishop of Central Tanganyika an Rother (Englisch) - Katoke 1940. Bakewell u.a. an Leipziger Mission (Englisch) - Mlalo 1940. Leistner an Rother (2 Schreiben) - Katoke 1940. Bakewell an Rother (Englisch) - Masama / Moshi / o.O. / Marangu 1940. Winkler / Paessler/ Blumer / Hentschel an Police (Englisch ; 6 Schreiben; Kopien) - Marangu 1940. Rother an Magney (Englisch) - Dar es Salaam 1940. Secretary of the Government an Rother (Englisch) - Marangu 1940. Rother an General Secretary of the Board of Foreign Missions of the United Lutheran Church in America (Thomas) (Englisch) - Malangali 1940. Evangelic Lutheran Church (Nyagawa) an Rother (Swahili; 3 Schreiben) - Marangu 1940. Rother an District Officer - Moshi 1940. Tanganyika Police an Rother (Englisch) - Moshi 1940. The Standard Bank of South Africa und Ngowi / William / Leipzig Lutheran Mission Account (betr. Formular zur Kontoeröffnung; Englisch) - Singida 1940. Magney an Rother (Englisch) - Moshi 1940. Dostrict Officer (betr. "Savings Bank Accounts Rev. G. Fritze & Rev. H. Gemeinholzer"; Englisch) - Kalinzi 1940. Schulz an Rother - Marangu 1940. Rother an Nyagawa (Swahili) - Marangu 1940. Rother an Magney (Englisch) - Marangu 1940. Rother an Provincial Commissionar of the Northern Province (Englisch) - Marangu 1940. Rother an Anderson (Englisch) - Marangu 1940. Rother an District Officer (Hutt) (Englisch) - Marangu 1940. Rother an von Lany (Englisch) - Arusha 1940. "A Memorandum of the Nkoaranga Mission" (Englisch, Maschinegeschrieben; 2 S.) - Arusha 1940. Arusha School an Rother (Englisch) - Iringa 1940. Swedish Evangelical Missionary Society (Nordfeldt) an Rother (Englisch) - Baltimore 1940. The Board of Foreign Missions united Lutheran Church in America an Rother (Englisch) - Morogoro 1940. Krelle an Rother - Marangu 1940. Rother an Brüder und Schwestern - Singida 1940. Relief Committee (Magney, Anderson): "A proposed plan for the distribution of the relief funds for the distressed German Missions ans their native churches." (Englisch) - o.O., o.J. Statistik - Marangu 1940. Rother an "Padre" (Englisch) - Modul 1940. District Office an Rother (Englisch) - Singida 1940. Magney an Rother (Englisch; 2 Schreiben) - Marangu 1940. Rother an Nyagava (Swahili) - Marangu 1940. Rother an Assistent Custodian of Enemy Property (Englisch; 2 Schreiben) - Kinyangiri 1940. Iambi Mission / Augustana Lutheran Mission (Olson) an Rother (Englisch; Beilage: Schreiben an Assistent Custodian of Enemy Property) - Arusha 1940. Arusha School an Rother (Englisch) - Marangu 1940. Rother an Relief Committee of the Augustana Lutheran Mission (Englisch) - Moshi 1940. Custodian of Enemy Property (Baldwin) an Rother (Englisch) - Lushoto 1940. Leistner an Rother - Bukoba 1940. Caesar an Rother - Marangu 1940. Rother an Caesar - Moshi 1940. District Office an Rother (Englisch; 2fach) - Dar es Salaam 1940. Custodian of Enemy Property an Marangu Mission (Englisch) - Moshi 1940. District Office an Rother / Tscheuschner (Englisch; 3 Schreiben) - Arusha 1940. Arusha School an Rother (Englisch) - Marangu 1940. Rother an Asst. Custodian of Enemy Property (Anlage: ""Monthly Subsistence Minima"; Englisch) - Moshi 1940. Moris an Rother (Englisch) - Maragnu 1940. Rother an Augustan Lutheran Mission (Magney) (Englisch) - Arusha 1940. Anderson an Rother (Englisch; 2 Schreiben) - Arusha / Marangu 1940. Augustana Lutheran Mission und Rother an Provincial Commissioner of the Northern Province (Englisch) - Bukoba 1940. Gosbach an Rother - Maragnu 1940. Rother an District Officer (Englisch) - Marangu 1940. Rother an Magney (Englisch) - Marangu 1940. "Mkutano wa Wazee wa Mkutano Mtuu wa Kanisa" (Swahili). FICHE NR. 54 6+ - Fortsetzung - Marangu 1940. Rother an Augustana Lutheran Mission (Magney) (Englisch; 2 Schreiben) - Marangu 1940. Rother an Krelle - Kinampanda 1940. "Richard" an Rother - Marangu 1940. Rother an D.

              Leipziger Missionswerk
              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Q 3/55 · Sammlung · 1721-2003
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

              Überlieferungsgeschichte Die Unterlagen in diesem Bestand wurden im Jahr 2004 von der Carmel-Stiftung dem Hauptstaatsarchiv übergeben. Inhalt und Bewertung Kopien von Unterlagen über die Templergemeinschaft und weitere in Palästina tätigen christlichen Gemeinschaften, Zusammenstellungen über einzelne Personen, Unterlagen des Auswärtigen Amtes, Kopien von Büchern und Zeitschriften des 19. und 20. Jahrhunderts mit Palästina-Bezug, Reisebeschreibungen. Die Tempelgesellschaft ist eine um 1850 im Königreich Württemberg entstandene christlich-chiliastische Religionsgemeinschaft. Am 19. und 20. Juni 1861 versammelten sich die Vertreter der deutschen Synoden der „Jerusalemfreunde“. Es wurde der Beschluss gefasst, geschlossen aus der Kirche auszutreten. Gleichzeitig wurde der „Deutsche Tempel“ als eigenständige religiöse Bewegung gegründet, da „keine der bestehenden Kirchen die Herstellung des Menschen zum Tempel Gottes und die Herstellung des Heiligtums für alle Völker zu Jerusalem“ (so die Gründungserklärung), anstrebe. Damit waren die Ziele der deutschen Tempelbewegung in dieser Gründungsurkunde klar dargestellt. Durch „Beachtung des Gesetzes, des Evangeliums und der Weissagung“ sollten sich die Mitglieder selbst zu einem Tempel machen. Hinzu kam die Übersiedlung der Gemeinschaft nach Palästina. Man war sich sicher, dass die Endzeit nahe sei. In Württemberg und den anderen deutschen Ländern schlossen sich ungefähr 3000 Menschen an. Hinzu kamen noch Anhänger aus der Schweiz, Russland und Nordamerika. Christoph Hoffmann und Georg David Hardegg, die mittlerweile zerstritten waren, brachen im Jahr 1868 mit ihren Familien nach Palästina auf und kamen am 30. Oktober 1868 in Haifa an. Haifa wurde auf Anraten des deutschen Konsuls Weber und eines Missionars mit Namen Huber ausgewählt. Haifa war damals noch eine unbedeutende Stadt von rund 4000 Einwohnern. Im Frühjahr 1869 gründeten die beiden offiziell den Tempel zu Haifa als Vorposten und Empfangsstation. Haifa Im Januar 1869 gelang es den deutschen Siedlern durch Vermittlung eines Bürgers der Stadt, Grundstücke außerhalb der Stadtmauern zu erwerben. In der Zeit von Mai bis Juni 1869 besuchten drei Vertreter des „Tempels“ im Auftrag des Vorstands Haifa. Nach ihrer Rückkehr rieten sie, die Vorstellungen Hardeggs für die Haifaer Kolonie anzunehmen.Hardegg plante eine Straße entlang der schon erworbenen Grundstücke, die sich 15 Minuten außerhalb der bisherigen Stadt befanden, zu bauen. Es sollten zunächst auf jeder Seite der Straße fünf Häuser entstehen. Um den Siedlern während des Sommers Schatten spenden zu können, sollten zudem entlang der Straße Bäume gepflanzt werden.1870 zählte die Kolonie bereits 14 Häuser und 120 Siedler. Anfänglich beschäftigten sich die Siedler hauptsächlich mit Landwirtschaft und Weinbau. Doch recht schnell erkannte man die Notwendigkeit des Ausbaus der Infrastruktur und die Möglichkeiten, die sich daraus boten. So waren es die in Haifa lebenden Templer, die einen Kutschendienst zwischen Haifa und Akko einrichteten und mit Unterstützung des lateinischen Klosters zu Nazaret und einiger arabischer Großgrundbesitzer die Verbindung zwischen Haifa und Nazaret ausbauten und für Kutschen befahrbar machten. 1875 war die Straße fertig und die Templer richteten einen für sie lukrativen Kutschendienst ein, der Touristen und Pilger nach Nazaret brachte. Das Karmelhotel wurde als erstes, damaligen Vorstellungen entsprechendes modernes Hotel in Haifa errichtet. Doch eine der wichtigsten Entscheidungen der Haifaer Tempelgemeinschaft wurde im Jahre 1872 gefasst. Eine Mole sollte als Verlängerung der Straße in der Templerkolonie gebaut werden. Bis zu diesem Zeitpunkt war Jaffa der einzige Hafen Palästinas. Da große Schiffe, wie Passagierschiffe, nicht in den Hafen einfahren konnten, mussten alle Passagiere in kleinen Fischerbooten übergesetzt werden. Für die örtliche Bevölkerung war das ein einträgliches Geschäft. Friedrich Keller war von 1878 bis 1908 kaiserlicher Vizekonsul in Haifa. Sein Hauptverdienst war es, dass nach langem Streit mit den osmanischen Behörden und den Karmelitermönchen die deutsche Siedlung auf den Berg Karmel ausgedehnt werden durfte. Jaffa Nur drei Monate nach Gründung der Haifaer Tempelgemeinde bot sich bereits die Gelegenheit, auch in Jaffa eine Gemeinde zu gründen. Fünf Gebäude einer ehemaligen amerikanischen Adventisten-Kolonie konnten durch Vermittlung des Kaufmanns Peter Martin Metzler erworben werden. Da zu den Gebäuden unter anderem das Hotel Jerusalem mit 19 Zimmern, ein Krankenhaus mit Apotheke sowie eine Dampfmühle gehörten, konnten die Kolonisten in Jaffa schnell Dienste für die ortsansässige Bevölkerung und für Pilger anbieten. Neben dem Hotel Jerusalem wurde das Hotel du Parc des Barons Plato von Ustinow eröffnet. Gegen Ende des Jahres 1870 zählte die Templerkolonie zu Jaffa bereits 110 Einwohner. Zu Beginn bildete das Hotel eine wesentliche Einnahmequelle der Templer zu Jaffa. Jaffa war damals der wichtigste Hafen Palästinas und fast alle Pilger ließen sich in Jaffa ausschiffen, um ihre Reise ins Landesinnere fortzusetzen. Daher waren die Kutschfahrten vom Hafen Jaffas vor allem nach Jerusalem und Transporte von Obst aus den eigenen Plantagen zum Hafen wichtige Einnahmequellen. Wie rentabel die Personentransporte waren, zeigt die Tatsache, dass man 1875 eine eigene Gesellschaft für die Personenbeförderung gründete. Diese Gesellschaft schloss noch im selben Jahr einen Vertrag mit der Agentur Cook ab. Danach sollten die Templer alle Fahrten für Cook durchführen. Mit der Ausweitung des Transportwesens erlebten auch Wagenbau und -reparatur einen Aufschwung. Auch Araber erkannten die Verdienstmöglichkeiten durch die Transporte und gründeten eigene Unternehmen. Sie kauften ihre Kutschen und Wagen in Deutschland. Das Hotel der Templer wurde erweitert und ein Kaufhaus errichtet, in dem u.a. wohlhabende Araber einkauften. 1886 erweiterte man die erste Siedlung um die nördlich gelegene Siedlung Walhalla. Dort bildete sich um die Eisengießerei und Maschinenfabrik der Brüder Wagner aus Mägerkingen eine bedeutende Kleinindustrie. Ein weiterer Industriebetrieb war die Zementfabrikation der Gebrüder Wieland aus Bodelshausen. 1904 wurde die Immanuelkirche eingeweiht, welche von dem Architekten Paul Ferdinand Groth entworfen wurde. Sarona Am 18. August 1871 erwarb die Templergesellschaft nahe dem Fluss Jarkon Land. 1872 kamen die ersten Siedlerfamilien nach Sarona. Doch verhinderte die Malaria einen raschen Ausbau der Kolonie. 1873 galt die Malaria in der Umgebung als besiegt. Die Siedler hatten Eukalyptusbäume gepflanzt und die Sümpfe der Umgebung trockengelegt. Doch hatte die Krankheit bis zu diesem Zeitpunkt viele Opfer gefordert. So gab es im Jahre 1875 erst 80 Siedler in Sarona. Haupteinnahmequelle Saronas war die Landwirtschaft. Wenige fanden bei der Personenbeförderungsgesellschaft der Kolonie Jaffa Arbeit. Nach der Ausweisung der Templerdeutschen aus dem neuen Staat Israel 1950 wurde aus Sarona Hakirya, von 1948 bis 1955 der erste Regierungssitz Israels und heute ein Wohnviertel von Tel Aviv. Ein Teil der Gebäude ist noch zugänglich; sie befinden sich an der Kaplanstraße kurz vor der Einmündung in die Petah-Tiqvah-Road. Der größte Teil der ehemaligen Templersiedlung lag über Jahrzehnte im Sperrgebiet des Verteidigungsministeriums. Immer noch befindet sich der zweite Amtssitz des Regierungschefs in einem der dortigen zwölf von rund einhundert ehemaligen Templerhäusern. Jerusalem Schon zu Beginn der 1870er Jahre zogen einige Templer nach Jerusalem. Jerusalem war jedoch weit davon entfernt eine Templerkolonie zu werden. Daran änderte auch der Erwerb von Grundflächen außerhalb der Altstadt am oberen Ende der Rafaiterebene im Jahre 1873 und den darauffolgenden Jahren nichts. Auch die Überlegungen der Tempelführung zu diesem Zeitpunkt, die Leitung der Gesellschaft nach Jerusalem zu verlegen, zeigte keine Wirkung. Zwar gab es 1875 rund 100 Templer zu Jerusalem. Von einer „Kolonie“ konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesprochen werden, obwohl es das Ziel der Auswanderung war, einen geistigen Tempel in Jerusalem zu errichten. 1878 wurde die Leitung der Tempelgesellschaft und der Sitz des Tempelstifts, einer Ausbildungsstätte für junge Templer, von Jaffa nach Jerusalem verlegt. Dies zog viele Templerfamilien nach Jerusalem, so dass sich eine Kolonie etablieren konnte. Dieser Schritt nach Jerusalem bedeutete den ersten Abschluss der ersten Phase der Besiedlung Palästinas durch die Templer. Wilhelma, Betlehem-Galiläa, Waldheim 1902 wurde in der Nähe von Jaffa die Kolonie Wilhelma errichtet. 1906 wurde in Galiläa bei Nazareth Siedlungsland erworben und auf diesem die Kolonie Betlehem-Galiläa, heute Beit Lehem HaGlilit, errichtet. Beide Siedlungen, zunächst Wilhelma, das heute Bnei Atarot heißt, und später auch das nur zögernd erschlossene Betlehem entwickelten sich zu landwirtschaftlichen Mustersiedlungen. In Wilhelma ließen sich neben den Templern mennonitische Templer aus Südrussland nieder. Eine dritte Siedlung, Waldheim, die in unmittelbarer Nähe des württembergischen Betlehem gelegen war, wurde von der deutschen evangelischen Gemeinde Haifa gegründet, die sich von der Tempelgesellschaft abgespaltet hatte; sie erfuhr dabei Hilfe durch die Gesellschaft zur Förderung der deutschen Ansiedlungen in Palästina m.b.H. mit Sitz in Stuttgart. Der Bestand dokumentiert die Geschichte der deutschen Siedler in Palästina wie auch die politischen Konflikte im Siedlungsgebiet im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. Der Bestand umfasst 144 Verzeichnungseinheiten mit ca. 3,5 lfd. m. Im April 2016 Peter Bohl

              BArch, R 2/4978 · Akt(e) · 1940-1942
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Enthält auch: Besichtigung der Kolonialschule Witzenhausen, Nov. 1940 Richtlinien für die kolonialpolitische Schulung (Druck), Okt. 1940 Organisation und Planung der Reichsschule für den Kolonialdienst.- Auszug aus einem Vortrag von Baltes, Amt für Schulung des Kolonialpolitischen Amtes der NSDAP, 1940

              Kabinettsorders, Bd. 74
              Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, III. HA MdA, I Nr. 238/23 · Akt(e) · Mai - Aug. 1889
              Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)

              105 Bl., Enthält: - Verleihung von Orden und Ehrenzeichen: von Alberti (Oberst, Komandeur des Infanterie-Regiemtns Nr. 120); Ulderico dAlessandro (Premierleutnant der Leibwache des Königs von Italien); von Alten (Oberkammerherr zu Oldenburg); Koziro Amano (Legationssekretär der japanischen Gesandtschaft in Berlin); Anselm (württembergischer Sekondeleutnant vom Grenadier-Regiment Nr. 123); von Arnswald (Kommandant der Wartburg); Bahr (deutscher Konsul in Liverpool); Bayer (württembergischer Hofbaumeister); Novaria Chevalier Bartolomeo (Kammerdiener des Königs von Italien); Marquis Emmanuel de Beccaria Incisa (Erster Sekretär der italienischen Botschaft in Berlin); Freiherr von Bechtolsheim (bayrischer Badekommissar in Kissingen); Beck (evangelischer Pfarrer in Kissingen); Benignus (württembergischer Sekondeleutnant vom Infanterie-Regiment Nr. 120); Benischek (würtembergischer Küchenmeister); Benzinger (Major des Ulanen-Regiments Nr. 19, Adjutant beim Generalkommando des 13. Armee-Korps); von Besserer-Thalfingen I (württembergischer Sekondeleutnant vom Grenadier-Regiment Nr. 123); Beyer (Buchhändler in Bergen); Heinrich Blind (Kommerzienrat in Genf); Bormann (Eisenbahndirektor, Geheimer Oberregierungsrat), Böhlk (Oberbetriebsinspektor zu Oldenburg); Bolfras von Ahnenburg (Generalmajor, Vorstand der österreichischen Militärkanzlei); Bosisio (Chef des italienischen Hof-Telegrafenbüros); Alexandre Brancaccio di Carpino (Major, Adjutant des Prinzen von Neapel); Graf von Brühl (Fürstlich lippischer Kammerherr und -rat); von Bünau (sächsischer Hauptmann vom 2. Grenadier-Regiment Nr. 101); Bumiller (Sekondeleutnant a.D., Offizier in der ostafrikanischen Schutztruppe); von Buttel (Oberregierungsrat, vortragender Rat im Staatsministerium), Carafa di Noja (Zeremonienmeister des Königs von Italien); Chalaupka (Offizial der österreichischen Militärkanzlei); Chan (Hoomphre, Attaché der siamesischen außerordentlichen Mission); Edgar von Cramm-Oelber (herzoglich braunschweigischer Kammerherr); Freiherr von Dalwigk (Oberhofmarschall, Kammerherr zu Oldenburg); Dankl (österreichischer Hauptmann); von Derenthall (preußischer außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister in Weimar); Nai Roy Ek Droos (Attaché der siamesischen außerordentlichen Mission); Freiherr von Eberstein (Sekondeleutnant der Reserve, Chef in der ostafrikanischen Schutztruppe); Edler (Kanzleidiener bei der deutschen Botschaft in London); von Egidy (sächsischer Oberst, Kommandeur des 2. Grenadier-Regiments Nr. 101); Ehlers (Afrikareisender aus Hamburg); Oscar von Ernsthausen (Kaufmann in London); Dr. Eucken-Addenhausen (Oberbürgermeister in Eisenach); Dr. Graf zu Eulenburg (preußischer außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister, Legationsrat); Faik Bey (Sekretär des Sultans); Falck (deutscher Konsul in Stavanger); Feye (lippischer Oberforstmeister); Filippi (Sekretär im italienischen Ministerium des königlichen Hauses); Gioachimo Filippo (Kommandeur der Legion der Carabinieri in Neapel); von Flatow (württembergischer Sekondeleutnant vom Infanterie-Regiment Nr. 120); Fleischmann (württembergischer Sekondeleutnant vom Grenadier-Regiment Nr. 123); Flor (Minister zu Oldenburg); de la Fremoir (Proviantmeister in der ostafrikanischen Schutztruppe); Freudenberg (Major des württembergischen Generalstabs); Freiherr von Friesen (Kammerherr); Dr. phil. Robert Frühling (Major der Landwehr in Braunschweig); Fuchs (Bürgermeister in Kissingen); Funk (württembergischer Major des Grenadier-Regiments Nr. 119); Chevalier Galeazzi (italienischer Polizeiinspektor); Glaser (württembergischer Major des Infanterie-Regiments Nr. 120); Wilhelm Johann Hubert Graven (Chef der niederländischen Kriminal- und Sicherheitspolizei in Maastricht); Freiherr von Gravenreuth (Chef der Hilfstruppe der ostafrikanischen Schutztruppe); Freiherr von Groß (Wirklicher Geheimrat, Chef des Departement des Äußeren und Innern in Weimar); Prinz Alfred von Großbritannien und Irland; von Grün (Oberhausmarschall, Kammerherr zu Oldenburg); Happoldt (württembergischer Major des Infanterie-Regiments Nr. 120); Hasenclever (Korvettenkapitän, kommandiert zur Botschaft in London); Hausmann (Stabsbuchhalter in München); Graf Leo Henckel von Donnersmarck (Oberschlosshauptmann, wirklicher Geheimrat, Kammerherr in Weimar); von Heimburg (Hofmarschall, Kammerherr, preußischer Oberst z.D.); Hetzel (württembergischer Premierleutnant des Infanterie-Regiments Nr. 120); Hocke (Unteroffizier in der ostafrikanischen Schutztruppe); Hoffmann (Unteroffizier in der ostafrikanischen Schutztruppe); Fürst Hermann zu Hohenlohe-Langenburg; Erbprinz zu Hohenlohe-Langenburg (Sekond-Leutnant im 2. Garde-Dragoner-Regiment); von Holleben gen. von Normann (sächsischer Generalleutnant, Kommandeur der 2. Division Nr. 24); Illich (Proviantmeister in der ostafrikanischen Schutztruppe); Izzet Bey (Türkischer Oberst der Kavallerie und Flügeladjutant des Sultans); Jansen (Minister zu Oldenburg); Jenssen (Konsul in Drontheim); Jitschin (württembergischer Premierleutnant vom Infanterie-Regiment Nr. 120); Jordan (württembergischer Stabssekretär, Geheimer Hofrat); Heinrich Jordan (Kammerfourier in Weimar); Mehdi Kuli Khan Kadschar (Intendant des persischen Reiches, Medsch-ed-Dovleh); Reinhold Kassel (Hoffourier in Weimar); Kay (Feldwebel in der ostafrikanischen Schutztruppe); Keller (deutscher Konsul in Southampton); von Kern (württembergischer Major des Infanterie-Regiments Nr. 120); Abul Kasim Khan (persischer Generaladjutant, Naser-el-Mulk); Ali Kuli Khan (Telegrafen-, Minen- und Unterrichtsminister, Mochber-ed-Dovleh); Dschehangir Khan (persischer Minister der schönen Künste); Gulam Hussein Khan (Geheimsekretär des persischen Schahs, Emin-n-Chalvat); Gulam Hussein Khan (Erster persischer Kammerherr, Sadik-es-Saltaneh); Mirsa Ali Khan (Minister der Posten und Präsidenten des Staatsrates, Emin-ed-Dovleh); Mirsa Ali Asger Khan (persischer Großminister, Emin-es-Sultan); Mirsa Reza Khan (außerordentlicher persischer Gesandter in Berlin); Emil König (Kücheninspektor in Weimar); Otto Könnecke (herzoglich braunschweigischer Hofstaatssekretär); Dr. Kohlstock (Arzt in der Ostafrikanischen Schutztruppe); Krenzler (Premierleutnant a. D., Chef in der Ostafrikanischen Schutztruppe); Kriebel (bayrischer Generalmajor a.D., bisher Kommandeur des 2. Fuß-Artillerie-Regiments in Metz); Prof. Franz Lange (London); Freiherr von Liliencron (lippischer Hofstallmeister und Kammerherr); Juan Rodolfo Leseur (Hamburger Kaufmann); Graf Leutrum von Ertingen (Hofmarschall der Prinzessin Friedrich von Württemberg); Graf von Leyden (Erster Sekretär der deutschen Botschaft in London); Freiherr von Lutz (Ministerpräsident von Bayern); Freiherr von Meysenbug (Fürstlich Reußischer Hofmarschall in Gera); Freiherr von Mittnacht (Dr., württembergischer Ministerpräsident); Möbius (deutscher Botschaftskanzlist); Möhl (Oberhofgarteninspektor in München); Mohr (deutscher Konsul in Bergen); Freiherr von Molsberg (würtembergischer Generalleutnant und -adjutant); Alonzo Moore (Attaché der siamesischen außerordentlichen Mission); Muarin-el-Mulk (Sektionschef im persischen Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten); Müller (Kommandeur der Gendarmerie, preußischer Major a.D.); Müller (württembergischer Hofgärtner); Graf zu Münster (Botschafter in Paris); Muff (württembergischer Hauptmann des Grenadier-Regiments Nr. 123); Mutter (Unteroffizier in der Ostafrikanischen Schutztruppe); Naeter (Feldwebel in der ostafrikanischen Schutztruppe); Freiherr von Neurath (württembergischer Kammerherr); Mirsa Nisam (persischer Generaladjutant, Muhandis-es-Memalik); Osman Nizami Bey (Oberstleutnant im türkischen Generalstab); Nurisio (Abteilungschef im italienischen Ministerium des königlichen Hauses und Privatsekretär des Königs Humbert von Italien); Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich; Ohrt (Garteninspektor zu Oldenburg); Großherzog Peter von Oldenburg; Pabst (Oberbürgermeister in Weimar); von Parseval (bayrischer Generalleutnant und -adjutant); Petri (Bürgermeister in Detmold); Mom Rajawongse Piya (Privatsekretär des Prinzen Sanitwongse von Siam); Osio (Oberst und Vizegouverneur des Prinzen von Neapel); Albert Otto (herzoglich braunschweigischer Staatsminister); Mattioli Pasqualini (Attaché der italienischen Botschaft in Berlin); Dr. Petersen (Erster Sekretär der Zweiganstalt des Archäologischen Instituts in Rom); Mom Rajawongse Pheen (Attaché der siamesischen außerordentlichen Mission); Freiherr von Plato (Hofmarschall des Prinzen Wilhelm von Württemberg); August Prötzel (Polizeidirektor in Braunschweig); Mohamed Bey Raschid (Untergouverneur von Suez); Comendatore Rattazzi (Generalsekretär im italienischen Ministerium des königlichen Hauses); Freiherr von Redwitz (bayrischer Hauptmann und Batteriechef im 3. Feld-Aritllerie-Regiment); Freiherr von Reischach (württembergischer Oberstleutnant und Flügeladjutant); Friedrich Wilhelm Reuter (Direktor der Feuerwehr in Braunschweig); Freiherr von Richthofen (lippischer Kabinettsminister); Ferdinand Rittmeyer (Bürgermeister in Braunschweig); Graf Robilant (Major, Militärattaché bei der italienischen Botschaft in Berlin); Roli (Kabinettskurier des italienischen Königs Humbert); Vincenzo Rossi Toesca (Attaché der italienischen Botschaft in Berlin); Ferdinand Hermann Andreas Ruete (Hamburger Kaufmann); Ruhstrat (Staatsminister zu Oldenburg); Ruland (Direktor des Großherzoglichen Museums und des Goethe-National-Museums in Weimar); Sachs (österreichischer Korvetten-Kapitän); Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar; Prinz Hermann von Sachsen-Weimar; Erbgroßherzog Karl August von Sachsen-Weimar; Saglione (Leibarzt des Königs Humbert von Italien); Sartorius (Stallmeister, preußischer Major a.D.); Schäfer (Hoffourier in München); Schjott (deutscher Vizekonsul in Dover); Dr. Schmelzkopf (Oberarzt der Schutztruppe in Ostafrika); Schmettau (Vorsteher der deutschen Botschaftskanzlei in London); Schmidt (Sekondeleutnant a.D., Chef in der ostafrikanischen Schutztruppe); von Schnehen (Vizeoberstallmeister, Kammerherr, sächsischer Generalmajor a.D.), Freiherr von Schrenk (Oberbürgermeister zu Oldenburg); Baron Henry Schröder; Schütte (Haushofmeister zu Oldenburg ); Schröder (Konteradmiral, kommandiert zur Botschaft in London); Seeger (württembergischer Sekondeleutnant vom Infanterie-Regiment Nr. 120); Seible (württembergischer Hauptmann des Infanterie-Regiments Nr. 120); Graf Umberto Serristori (Attaché der italienischen Botschaft in Berlin); Wilhelm Semler (Vorsitzender der Stadtverordneten in Braunschweig); Prinz Chow Sye Sanitwongse von Siam; Phra Anant Sombat (Attaché der siamesischen außerordentlichen Mission); Staas (Holländischer Kapitän); Cornel Stadler (österreichisch-ungarischer Konsul in Breslau); Stein (württembergischer Hauptmann des Infanterie-Regiments Nr. 120); von Steinheil (württembergischer Kriegsminister); Stemrich (Legationsrat im Auswärtigen Amt); Stichling (Staatsminister in Weimar, Wirklicher Geheimrat), von Strauch (Oberjägermeister und Referent im Staatsministerium in Weimar); Mom Rajawongse Suaphan (Sekretär des Prinzen Sanitwongse von Siam); Sulzer (Sekondeleutnant a.D., Offizier in der ostafrikanischen Schutztruppe); Marquis de Montri Suriyawongse (außerordentlicher Gesandter des Königs von Siam in London); Graf Széchényi ( österreichisch-ungarischer Botschafter in Berlin); Le Tanneux von Saint-Paul-Illaire (Generalvertreter der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft); Dr. Tholozan (Leibarzt des persischen Schahs); Freiherr Thumb von Neuburg (württembergischer Oberstkammerherr und Erbmarschall); Freiherr von Ulmenstein (Fürstlich lippischer Hofmarschall); Cavalieri Valenti (Bürgermeister in Frascati); Freiherr von Valois (Premierleutnant vom Grenadier-Regiment Nr. 119); Freiherr Ludolph von Veltheim-Veltheim (herzoglich braunschweigischer Zeremonienmeister); von Wachholtz (Herzoglich Braunschweigischer Generalleutnant, Generaladjutant des Prinzen Albrecht von Preußen); Walther (Burgpfleger in München); Graf von Wedel (Oberschenk, Kammerherr zu Oldenburg); Graf Ernst von Wedel (Oberstallmeister und Kammerherr in Weimar); Graf Oskar von Wedel (Hausmarschall, Kammerherr, Kabinettssekretär des Großherzogs in Weimar); Rudolf Wimmer (Porträtmaler in München); Ludwig Winter (Stadtbaurat in Braunschweig); Wissmann (Reichskommissar für Ostafrika); Wolff (Mitglied der Eisenbahndirektion, Oberbaurat); Herzog Albrecht von Württemberg; Graf Yamagata (Generalleutnant, japanischer Minister des Innern); Zanders (Stabskontrolleur in München); von Ziegler (württembergischer Premierleutnant vom Grenadier-Regiment Nr. 123); Zischwitz (württembergischer Major des Infanterie-Regiments Nr. 120); - Ernennung zum ausländischen Ritter des Ordens pour le mérite für Wissenschaften und Künste: - Ernennung auf diplomatischen Posten: von Bergen (bisher Konsul, jetzt ernannt zum außerordentlichen Gesandten in Costa Rica); - Militärische Rangverleihungen und Überweisungen: von Abercron (Sekondeleutnant, kommandiert zur Botschaft in St. Petersburg); von Baumbach (Sekondeleutnant vom 2. Garde-Regiment zu Fuß, kommandiert zur Gesandtschaft Teheran); Graf von Bernstorff (Sekondeleutnant vom 1. Garde-Feld-Artillerie-Regiment, kommandiert zur Botschaft in Konstantinopel); von Brocken (Sekondeleutnant, vom 1. Garde-Dragoner-Regiment, kommandiert zur Gesandtschaft in Bukarest); von Eck (Premierleutnant vom Ulanen-Regiment Nr. 10, kommandiert zur Botschaft in Madrid); von Engelbrecht (Major, kommandiert zur Botschaft in Rom, ernannt zum Flügeladjutantendes Königs, einrangiert in den Generalstab der Armee); von Funcke (Rittmeister, bisher Adjutant beim Chef des Generalstabs der Armee, kommandiert als Militärattaché zur Gesandtschaft in Bern); Freiherr von Kap-Herr I (Sekondeleutnant vom Leibhusaren-Regiment, kommandiert zur Botschaft in Wien); von Kemnitz (Premierleutnant vom Westfälischen Dragoner-Regiment Nr. 7, kommandiert zur Botschaft in Paris); von Lilien (Sekondeleutnant, des Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25, kommandiert zur Gesandtschaft in Brüssel); von der Osten (Sekondeleutnant vom Husaren-Regiment Nr. 7, kommandiert zur Botschaft in Rom); Graf von Radolin (Sekondeleutnant vom Husaren-Regiment Nr. 7, entbunden vom Kommando bei der Botschaft in Rom); Freiherr Thumb von Neuburg (Premierleutnant vom Hannoverschen Husaren-Regiment Nr. 15, kommandiert zur Botschaft in Wien); Graf von Schmettau (Hauptmann, kommandiert bei der Gesandtschaft in Brüssel, dem Generalstab der Armee aggregiert); von Weise (Major vom großen Generalstab, zum Abteilungschef im Militärkabinett ernannt, vom Kommando bei der Gesandtschaft Bern entbunden); von Villaume (Oberst, Militärbevollmächtigter am russischen Hof, jetzt Brigande-Kommandeur); Wissmann (Hauptmann, kommandiert zum Auswärtigen Amt); Graf Yorck von Wartenburg (Hauptmann, kommandiert bei der Botschaft in St. Petersburg, dem Generalstab der Armee aggregiert); von Zansen gen. von der Osten (Sekondeleutnannt vom 2. Pommerschen Ulanen-Regiment Nr. 9, bisher bei der Gesandtschaft in Brüssel, kommandiert zum Auswärtigen Amt) - Versetzung in den (einstweiligen) Ruhestand: - Bewilligung von Unterstützungen: Witwe des Kammerherrn von Normann (Gesandter in Oldenburg) - Urlaubsbewilligungen: von Deines (Major, kommandiert zur Botschaft in Wien); Freiherr von Hoiningen gen. Huene (Flügeladjutant, kommandiert zur Botschaft in Paris); von Rantzau (Major, kommandiert zur Gesandtschaft in München); Graf von Schmettau (Major, kommandiert zur Gesandtschaft in Brüssel) - Genehmigungen: Erwerb von Grundstücken in Berlin durch Österreich-Ungarn und Übernahme der dafür zu entrichtenden Steuern auf die Legationskasse; Stiftung des Wilhelm Duden, Forest bei Brüssel, zugunsten bedürftiger Beamter des Auswärtigen Amts; Etatsüberschreitungen beim Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten 1888/89 - Übertragung der Disziplinar-Strafgewalt sowie der Befugnis zu summarischen kriegsrechtlichen Verfahren bei seiner Begleitmannschaft in Südwestafrika an Hauptmann von Francois - Ernennung: - Ehekonsens: ; Aberle 2018