Karten und Pläne
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- 1898, Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 554 Gedruckte Karten nach 1806
- Enthält auch: 3 Seiten Vorbemerkungen zur Karte von Schan-Tung von Dr. B. Hassenstein; 1 Seite Erläuterungen chinesischer Worte von Premierlieutenant a.D. Paul Hoebel
: Der vorliegende Bestand enthält Karten und Pläne des Archivs Langenburg verschiedenster Art. Vorhanden sind zum einen Forstkarten, die oft in standesherrlicher Überlieferung vorkommen. Ihr Zweck ist es, die Lage der standesherrlichen Reviere zu zeigen: häufig sind es gedruckte Karten wie Katasterkarten, in denen handschriftlich die Grenzen eingezeichnet sind. Weiterhin gibt es Karten über die forstliche Verwendung der Waldstücke mit Angaben über die angepflanzten Bäume und den Ertrag; auch eine Jagdkarte befindet sich darunter. Eine andere Gruppe stellen die Kriegskarten dar, eine Sammlung unterschiedlichster Karten zu den Kriegen von 1870/71 bis zum Ersten Weltkrieg einschließlich. Die Herkunft der Sammlung ist nicht genauer bekannt, außer dass sie aus langenburgischen Provenienzen stammt. Bei den Plänen handelt es sich um Pläne des bestehenden Schlosses in Langenburg (also nicht um Baupläne) aus den 1950er Jahren aus den unterschiedlichen Himmelsrichtungen, die durch einen Doktoranten für kunsthistorische Forschungszwecke erstellt wurden. Die Bearbeitung des Bestandes erfolgte in zwei Phasen: Die Forstkarten (57 Stück) sind um das Jahr 2000 durch den Angestellten Dirk Niklaus im Rahmen der Bearbeitung der gedruckten Karten (vor allem Bestand GA 105) erschlossen worden. Nachdem weitere Kartengruppen auftauchten - die Kriegskarten und die Pläne - und ihr Provenienzzusammenhang klar wurde, bearbeitete Günther Coels im Sommer 2010 auch diese Gruppen und übertrug außerdem die Titelaufnahmen der Forstkarten in die Datenbank Scope. Den Index erstellte Frau Diane Leutwein. Die Endbearbeitung des Bestandes lag bei dem Unterzeichnenden und erfolgte im Frühjahr 2011. Der Bestand umfasst 202 Karten aus der Zeit von 1828 bis 1959. Neuenstein, im Juli 2011 Dr. Schiffer
Vorwort: Dieser Bereich umfasst zur Zeit etwa 7.500 verzeichnete Landkarten, Seekarten und Lagepläne. Den Schwerpunkt bilden - entsprechend dem Interesse des DTM - die Verkehrskarten. Zu den ältesten Karten im Bestand zählt eine Sammlung von auch sehr dekorativen Seekarten, zumeist aus dem europäischen Raum. Sie stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Aus der Sammlung des Museums für Meereskunde stammt eine Reihe von Seekarten aus der Zeit von 1860 bis etwa 1920. Schließlich gibt es eine Reihe modernerer Seekarten, vorwiegend von den Deutschen Küsten, die uns vom Förderverein übergeben wurden. So sind viele Beispiele zur Entwicklung der Seekarte vorhanden. Dem Verkehr zu Lande dienten die frühen Post- und Reisekarten. Diese Gattung ist mit einigen Karten um 1800 vertreten. Mit Zunahme privater Reisen mit der Entwicklung der Eisenbahn wuchs auch der Bedarf an Karten für den deutschen und europäischen Raum. Dies lässt sich deutlich an der Ausgabe der verschiedenen Eisenbahn- und Reisekarten Mitteleuropas erkennen, die ab den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts bei zahlreichen Verlagen erschienen. Das rasche Wachsen des Eisenbahnnetzes lässt sich anhand der Karten gut verfolgen. Deutlich sind auf diesen Karten bis nach 1900 auch Postkutschenverbindungen neben den Eisenbahnlinien ver-zeichnet. Der geographische Schwerpunkt in der Kartensammlung liegt bei Berlin - Brandenburg - Deutschland - Mitteleuropa. So ist der deutsche Raum bei den Eisenbahnkarten gut abgedeckt. Aus der Sammlung "Metzeltin" (Eisenbahnhistoriker) sind aber auch viele Landkarten zum Thema Eisenbahn aus dem überseeischen Raum in den Bestand des DTM gelangt. In der letzten Hälfte des vorigen Jahrhunderts taucht dann ein weiterer populärer Typ der Verkehrskarte auf: die Straßenkarte. Anfangs noch unter der Bezeichnung "Radfahrerkarte". Später werden sie dann "Radfahrer- und Automobilistenkarte" und schließlich nur noch "Autokarte" genannt. Bis zu den 30er Jahren dieses Jahrhunderts haben viele führende Benzinver-triebsfirmen, Reifenhersteller und einige namhafte Verlage in Deutschland Kartenserien für den deutschsprachigen Raum in ihrem Programm. Beispiele für Herausgeber der Kartenserien sind Aral/BV, Olex/BP, Standard/Esso, Stellin/Shell, Continental, Ravenstein und Ullstein/BZ. Dieser Bereich ist im Bestand des DTM gut vertreten. Von fast allen Serien sind Beispiele vorhanden, einige Serien sind fast vollständig in den Einzelblättern, aber selten in allen Auflagen vorhanden. Mit der erweiterten Freizeit und höheren Mobilität ab dem Beginn dieses Jahrhunderts erschienen auch immer mehr Wanderkarten. Es gibt sie in der Kartensammlung des DTM vermehrt für Urlaubsgebiete wie Schneekoppe und Harz, aber auch für Ausflüge in die Mark Brandenburg. Besonders zahlreich sind Silva- und Pharus-Wanderkarten erhalten geblieben. Für die nähere Umgebung Berlins waren die sehr genauen Karten des Reichsamtes für Landesaufnahme in Berlin sehr beliebt. Die Serie "Karte von Berlin und Umgebung in 12 Blättern" im Maßstab 1:50.000 erschien von 1901 bis etwa 1943 in mehreren Neuauflagen. In den 30er Jahren erschienen auch eine Reihe von Karten für Wasserwanderer, die das Gebiet der brandenburgischen und mecklenburgischen Seen und Gewässer abdeckten. Heute wird dieser Kartentyp wieder aktuell und die älteren Karten werden zur Information genutzt. Die Stadtentwicklungen im Berliner Nahbereich lassen sich auch gut an Stadtplänen ablesen. Für die Zeit ab 1870 sind Pläne von Berlin in kurzen Zeitabständen vorhanden. An Stadtplänen ist auch immer die Entwicklung des Öffentlichen Personennahverkehrs abzulesen. Direkter ist sie jedoch an den Karten der Systematikgruppe ÖPNV nachzuvollziehen. Auch hier ist eine große Anzahl Karten aus Berlin vorhanden. Zu den frühen Karten zählen Droschkenwegemesser, die aus der Zeit von 1880 bis 1920 im Bestand vertreten sind. Einige Karten der Berliner Straßenbahn Betriebs GmbH und der Hochbahngesellschaft sind ebenfalls vorhanden. Den Schwerpunkt bilden jedoch die BVG-Liniennetze, die ab 1930 zahlreich im Bestand vertreten sind. Ein von der TU Berlin übernommene Bestand von etwa 10.000 Seekarten aus dem Besitz des ehemaligen Instituts für Geographie ist nach Herausgeber-Systematik abgelegt und zugänglich. Die Einarbeitung in diese Datenbank erfolgt nach Bedarf.