Gliederung - Kriegsministerium

Bereich "Identifikation"

Signatur

Titel

Kriegsministerium

Datum/Laufzeit

Erschließungsstufe

Gliederung

Umfang und Medium

Bereich "Kontext"

Bestandsgeschichte

Abgebende Stelle

Bereich "Inhalt und innere Ordnung"

Eingrenzung und Inhalt

Überlieferungsgeschichte<br /><br />Die militärischen Unterlagen Württembergs umfassen Akten aus der Zeit vom 16. Jh. bis zum Beginn der 1920er Jahre. Sie stammen aus dem Bereich des königlichen Kabinetts, der Verwaltung, also fachlich zuständiger Zentralbehörden und deren nachgeordneten Dienststellen, der Kommandostellen und höheren Stäbe sowie der Truppenformationen.<br />Ein kleiner Teil dieser Akten gelangte im Verlauf des 16. bis 18. Jahrhunderts in das herzogliche Auslesearchiv und bildete dort das Membrum "Rais, Folg und Musterung", das mit dem übrigen herzoglichen Archiv Anfang des 19. Jh. ins Königliche Staatsarchiv kam und heute einen A-Bestand bildet (Siehe dazu: Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart: Altwürttembergisches Archiv (A-Bestände). Bearbeitet von Hans-Martin Maurer, Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg 32, Stuttgart 1975). Ein weiterer - größerer - Teil der bis dahin entstandenen Unterlagen gelangte offenbar kurz nach dessen Errichtung im Jahre 1818 ins Archiv des Innern und von da um 1910 ebenfalls ins Stuttgarter Staatsarchiv, von dem wiederum ein kleiner Teil an das Staatsarchiv Ludwigsburg abgegeben wurde. Ein weiterer Teil verblieb bis zur Auflösung der jeweiligen Behörde, manchmal auch bis zu deren Umorganisation in der Provenienzstelle und gelangte im Laufe des 19. Jh. in die Altregistratur des Kriegsministeriums.<br />Nach Abschluß der Militärkonvention Württembergs mit Preußen vom 21./25. November 1870 wurde ein großer Teil der noch kurrenten Akten geschlossen und die Aktenführung nach preußischem Vorbild umgestellt. Die abgeschlossenen Akten wurden in die Alt-Registratur des Kriegsministeriums übernommen und mit den schon vorhandenen Altakten vereinigt, teilweise auch schon vermengt.<br />Den veränderten Bedürfnissen des XIII. (württembergischen) Armeekorps entsprechend wurden zahlreiche neue Akten angelegt, die dann nach Auflösung der württembergischen Truppen in den Jahren 1919 bis 1921 in die neu errichtete Reichsarchivzweigstelle, später Heeresarchiv Stuttgart kamen. Sie erhielten nach Errichtung des Militärarchivs des Hauptstaatsarchivs im Jahre 1969 die Gruppensignatur M (Siehe dazu: Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart: M-Bestände des Militärarchivs. 2. erweiterte Auflage bearbeitet von Joachim Fischer, Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg 31, Stuttgart 1983).<br />Die bis 1871 entstandenen Akten verblieben zunächst im Kriegsministerium und gelangten 1907 ins neu errichtete Kriegsarchiv, nachdem eine im Jahre 1900 erfolgte Ablieferung an das Staatsarchiv in Stuttgart offenbar bis auf geringe Reste wieder rückgängig gemacht worden war. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurden die Akten zum Eigentum des württembergischen Staates erklärt, verblieben aber zunächst in der Reichsarchivzweigstelle, von wo sie 1930 an das Staatsarchiv Ludwigsburg übergeben wurden. Dort wurde in den Jahren danach begonnen, die auf knapp 30 meist nach Sachpertinenzen organisierte Bestände verteilten Archivalien zu verzeichnen. So wurde der größte Teil der Unterlagen aus der Zeit vor 1803 in Beständen des altwürttembergischen Archivs - in der Gesamtübersicht K. O. Müllers von 1937 A 30 und A 32 - , ein Teil der Archivalien aus der Zeit zwischen 1803 und 1816 in den Beständen der Übergangszeit - in der Gesamtübersicht D 57 bis D 67 - und ein Teil der nach 1816 entstandenen Akten in der Serie "Neuere Akten der Zentral- und Mittelbehörden" - E 271 bis E 294 - organisiert. Ein großer Teil der Akten konnte damals jedoch noch nicht neu erschlossen werden und blieb daher noch in der alten pertinenzmäßigen Ordnung, taucht deshalb auch in der Gesamtübersicht von 1937 noch nicht auf. Auch die neu verzeichneten Bestände waren vielfach Mischbestände; so enthielt der Bestand D 57-58 Akten des Kriegsdepartements "und anderer Militärbehörden" (K. O. Müller S. 157), der Bestand E 271-E 278, Kriegsministerium, "Akten der Kriegsministerialkanzlei und anderer Mili tärbehörden betr. die Verwaltung des Wehrwesens - ohne Feldzugsakten - " (ebd. S. 188). Auch der Begriff "Feldzugsakten" wurde als Bestandsbezeichnung beibehalten (vgl. D 63, E 284-E 286).<br />Da dieser Zustand nicht sachgerecht war, wurde im Militärarchiv nach 1969 eine völlige Neuordnung und Neuverzeichnung begonnen, die im Jahre 1994 abgeschlossen werden konnte. Zunächst wurden die Archivalien vor 1806 der A-Serie zugewiesen; die verbleibenden D-Bestände wurden in die E-Bestände integriert, die nunmehr alle zwischen 1806 und 1871 entstandenen militärischen Unterlagen Württembergs umfassen. Das Ergebnis ihrer Neuordnung spiegelt die nachfolgende Gesamtübersicht.<br />Ist ihre Abgrenzung gegenüber der A-Serie vergleichsweise einfach - beim geringen Umfang der Überlieferung bilden nur wenige Akten aus der Zeit vor 1806 mit den danach entstandenen Unterlagen eine solche Einheit, daß eine Trennung nicht möglich war -, so ist die Grenzlinie von 1871 nicht so eindeutig zu ziehen. Zahlreiche vor 1871 entstandenen Unterlagen wurden in den neuen Registraturen nach 1871 weitergeführt oder in diese integriert, da sie noch benötigt wurden. Umgekehrt sind eine ganze Reihe von Unterlagen, die die Geschichte der Bestände von 1806-1871 teilen, offenbar erst nach 1871 abgeschlossen worden und dann in die Alt-Registratur des Kriegsministeriums gelangt. Bei der Neubildung der Bestände wurden die nach 1871 entstandenen Akten soweit wie möglich abgetrennt und den entsprechenden M-Beständen (siehe oben) zugewiesen.<br />Die Gliederung der militärischen E-Bestände richtet sich nach der Organisation und dem hierarchischen Aufbau des württembergischen Militärs und nach dem Registraturprinzip. An der Spitze stehen die in der unmittelbaren Umgebung des Königs erwachsenen Akten, dann folgen die Akten der einschlägigen Ministerialbehörden (mit den aus ihnen heraus entstandenen Stellen) und der nachgeordneten militärischen Stellen und Verwaltungsbehörden, auch vorübergehenden Charakters, im Anschluß daran die immobilen und mobilen Kommandobehörden, denen auch die Handakten von Kommandeuren - sowohl der ständigen Kommandostellen als auch von wechselnden Formationen - angegliedert wurden, da diese häufig nur schwer von den Dienstakten zu trennen sind und eine unmittelbare Ergänzung zu diesen darstellen, schließlich die Akten der einzelnen Truppenformationen, bei denen wegen des geringen Umfangs des Schriftguts aus der Friedenszeit kein Unterschied zwischen mobilen und immobilen Formationen gemacht wurde und außerdem gleichartige Einheiten zusammengefaßt wurden. Den Abschluß bilden die Gruppen "Selekte" (Personalunterlagen, Rechnungen) und "Bundesmilitärbehörden" (8. Deutsches Bundesarmeekorps). Sowohl bei den Personalunterlagen als auch bei den Rechnungen sind die Provenienzen häufig nur schwer zu bestimmen; eine provenienzmäßige Zuordnung hätte im übrigen zahlreiche Informationszusammenhänge zerrissen. Die Akten des 8. Deutschen Armeekorps sind zwar keine württembergischen Akten, kamen aber wohl wegen des Korpsarchivs in Heilbronn nach dessen Auflösung ins württembergische Kriegsministerium und teilen die Geschicke der übrigen militärischen E-Bestände.<br />Unverändert eingegliedert - und nicht neu verzeichnet - wurden lediglich die Bestände E 272, Konferenzministerium betr. Militaria, und E 273, Armeeministerium, die nicht denselben Weg nahmen wie die übrigen Bestände und daher auch nicht mit anderen Beständen vermischt wurden.<br /><br />Inhalt und Bewertung<br /><br />Diese Gruppe umfaßt alle zwischen 1806 und 1871 entstandenen militärischen Unterlagen Württembergs. Im Rahmen einer 1994 abgeschlossenen Neuordnung und Neuverzeichnung wurden die älteren Unterlagen den A-Beständen, die nach 1871 entstandenen Unterlagen den M-Beständen zugewiesen.<br />Die Gliederung der militärischen E-Bestände entspricht der hierarchischen Organisation des württembergischen Militärs und dem Registraturprinzip.

Bewertung, Vernichtung und Terminierung

Zuwächse

Ordnung und Klassifikation

Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Kabinett, Geheimer Rat, Ministerien 1806-1945

Bedingungen des Zugriffs- und Benutzungsbereichs

Benutzungsbedingungen

Reproduktionsbedingungen

Es gelten die <a href="http://www.landesarchiv-bw.de/nutzungsbedingungen">Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.</a>

In der Verzeichnungseinheit enthaltene Sprache

  • Deutsch

Schrift in den Unterlagen

    Anmerkungen zu Sprache und Schrift

    deutsch

    Physische Beschaffenheit und technische Anforderungen

    Findmittel

    Bereich Sachverwandte Unterlagen

    Existenz und Aufbewahrungsort von Originalen

    Existenz und Aufbewahrungsort von Kopien

    Verwandte Verzeichnungseinheiten

    Verwandte Beschreibungen

    Bereich "Anmerkungen"

    Anmerkung

    Original description: Deutsche Digitale Bibliothek

    Alternative Identifikatoren/Signaturen

    Zugriffspunkte

    Zugriffspunkte (Thema)

    Zugriffspunkte (Ort)

    Zugriffspunkte (Name)

    Zugriffspunkte (Genre)

    Bereich "Beschreibungskontrolle"

    Identifikator "Beschreibung"

    labw-1-888

    Archivcode

    Benutzte Regeln und/oder Konventionen

    Status

    Erschließungstiefe

    Daten der Bestandsbildung, Überprüfung, Löschung/Kassierung

    Sprache(n)

      Schrift(en)

        Quellen

        Anmerkung des Archivars/der Archivarin

        Bereich Zugang