Bestand SN13 - Kriegssammlung 1914 - 1918

Bereich "Identifikation"

Signatur

SN13

Titel

Kriegssammlung 1914 - 1918

Datum/Laufzeit

  • 1912 - 1939 (Creation)

Erschließungsstufe

Bestand

Umfang und Medium

Bereich "Kontext"

Bestandsgeschichte

Wie in vielen anderen Städten des Deutschen Reiches zwischen 1914 und 1918 wurde auch in Bonn ab Februar 1916 - und damit vergleichbar spät - mit den ersten Planungen für den systematischen Aufbau einer Kriegs-(Gedenk-)Sammlung begonnen. Die aus Vereins- und Privatbeständen zu bildende Sammlung sollte nach dem Willen der Stadt und auf Betreiben des damaligen Bonner Stadtarchivars Prof. Knickenberg sowie der am Projekt maßgeblich beteiligten Bonner Vaterländischen Vereinigungen den Grundstock für ein eigens zu errichtendes, letztlich nie realisiertes, Kriegsmuseum bilden. Über einen am 21.5.1916 in der Deutschen Reichszeitung abgedruckten Aufruf an die Bevölkerung erhoffte man sich zahlreiche Abgaben von privaten Gegenständen und Unterlagen aus dem weiten Kontext des Kriegsgeschehens ("Erinnerungsstücke im weitesten Umfang"). Die Reaktion hierauf war jedoch eher verhalten: Die "Photographische Gesellschaft Bonn" bedauerte mangels Materials - bedingt durch das zu Kriegsanfang geltende strenge Fotografieverbot - nur einen geringen Beitrag in Form von drei Aufnahmen von der Ankunft eines Lazarettzuges am Güterbahnhof leisten zu können. Das Pfadfinderkorps Bonn, bereits im Besitz einer eigenen "Sammlung von Gedenkstücken, Urkundenabschriften über Kriegstätigkeit" äußerte zumindest seine Bereitschaft sich zu beteiligen. Der Bonner Flottenverein "Jung Deutschland" übersandte immerhin seine Flugschriften. Besondere Berücksichtigung schenkte man, in Anlehnung an eine in der Frankfurter Zeitung vom 10.12.1915 besprochene "Ostmärkische Ausstellung", dem Thema "Schule und Krieg", dem innerhalb des Museums eine eigene Abteilung gewidmet werden sollte. Die Bonner Schulen wurden dazu angehalten, das durch das Krieggeschehen beeinflusste und veränderte Schulleben (Unterrichtsthemen, Einziehung der Lehrkräfte, gefallene Lehrkräfte, Liebesgaben etc.) zu dokumentieren. Im Falle bestehender Sammlungen sollte eine Aufnahme in die städtische Kriegssammlung geprüft werden. Tatsächlich scheint jedoch kaum Schulmaterial Eingang in die Sammlung gefunden zu haben - im überlieferten Bestand findet sich hierzu nichts. Da allerdings viele Schulchroniken für die Zeit des Ersten Weltkriegs sehr ausführlich berichten, lässt sich vermuten, dass zumindest auf diesem Wege der vom Schulrat geforderten Kriegsdokumentation Rechnung getragen wurde. Erwünscht waren für die Kriegssammlung vor allem "photographische Aufnahmen aller Art […], Bilder von Ereignissen, besonders aus der ersten Zeit des Weltkrieges, auch von Bonnern an der Front oder von zeitweiligen Vereinigungen für die Zwecke des Krieges, wie z.B. der Wollsammler, der Pfadfinder u.s.f., Feldbriefe […], Zeichnungen aus dem Feld, Tagebücher, seltenere Drucke mit bezüglichen Aufsätzen über Dinge, an denen unsere Bonner beteiligt waren oder die von solchen verfasst sind, Schilderungen von Ereignissen daheim und draußen, z.B. wie unsere Helden, deren Bilder nicht fehlen sollen, sich ihre Ehrenzeichen verdienten, auch Zeichnungen, Briefe, Scherze von Kindern zum Gedächtnis dessen, wie der große Krieg sich in der Seele der Jugend widerspiegelt […]". Für die Entgegennahme der Gegenstände und Unterlagen wurde sogar eigens eine Sammelstelle eingerichtet. Letztlich zählte der Bestand (Bestandskürzel: Kr) neben einer Sammlung "Kriegs- und Kriegswirtschaftsliteratur", die vermutlich in den Beständen der Stadthistorischen Bibliothek aufgegangen ist (teilweise heute noch unter Signaturkürzel I g ...), gerade einmal 44 Verzeichnungseinheiten. In den zwanziger Jahren wurde innerhalb des Bestandes "Preußische Zeit" zusätzlich ein städtischer "Sonderbestand Kriegsakten" mit 131 Akten verschiedener städtischer Registraturen angelegt (Bestandskürzel: K). Nachträgliche Zugänge erweiterten den städtischen Sonderbestand in den dreißiger Jahren auf 149 Verzeichnungseinheiten, die allerdings durch Kassationen in der Folgezeit um 26 Einheiten reduziert wurden. 2001 wurde der nichtstädtische mit dem städtischen Bestand zur "Kriegssammlung 1914-1918" (Bestandskürzel: SN 13) vereinigt. Diese wurde zuletzt 2007 um weitere zwei Neuzugänge auf nun insgesamt 149 (8 lfd. m.) Verzeichnungseinheiten ergänzt.

Abgebende Stelle

Bereich "Inhalt und innere Ordnung"

Eingrenzung und Inhalt

Sonderbestand. Akten verschiedener städtischer Registraturen (aus den 1920/30er Jahren) sowie Sammlungsgut aus Vereins- und Privatbeständen.

Bewertung, Vernichtung und Terminierung

Zuwächse

Ordnung und Klassifikation

Stadtarchiv Bonn

Bedingungen des Zugriffs- und Benutzungsbereichs

Benutzungsbedingungen

Reproduktionsbedingungen

In der Verzeichnungseinheit enthaltene Sprache

    Schrift in den Unterlagen

      Anmerkungen zu Sprache und Schrift

      deutsch

      Physische Beschaffenheit und technische Anforderungen

      Findmittel

      Bereich Sachverwandte Unterlagen

      Existenz und Aufbewahrungsort von Originalen

      Existenz und Aufbewahrungsort von Kopien

      Verwandte Verzeichnungseinheiten

      Verwandte Beschreibungen

      Bereich "Anmerkungen"

      Alternative Identifikatoren/Signaturen

      Zugriffspunkte

      Zugriffspunkte (Thema)

      Zugriffspunkte (Ort)

      Zugriffspunkte (Name)

      Zugriffspunkte (Genre)

      Bereich "Beschreibungskontrolle"

      Identifikator "Beschreibung"

      Archivcode

      Benutzte Regeln und/oder Konventionen

      Status

      Erschließungstiefe

      Daten der Bestandsbildung, Überprüfung, Löschung/Kassierung

      Sprache(n)

        Schrift(en)

          Quellen

          Bereich Zugang