Bereich "Identifikation"
Signatur
Titel
Datum/Laufzeit
- 1908-1939 (Anlage)
Erschließungsstufe
Umfang und Medium
Bereich "Kontext"
Bestandsgeschichte
Form und Inhalt: Abb.: Detail aus der Satirezeitschrift "Der Brummer. Lustige Kriegs-Blätter Nr. 1 - Verlag der Lustigen Blätter, Berlin 1914".VORWORTWie in vielen anderen Städten des Deutschen Reiches zwischen 1914 und 1918 wurde auch in Bonn ab Februar 1916 - und damit vergleichbar spät - mit den ersten Planungen für den systematischen Aufbau einer Kriegs-(Gedenk-)Sammlung begonnen. Die aus Vereins- und Privatbeständen zu bildende Sammlung sollte nach dem Willen der Stadt und auf Betreiben des damaligen Bonner Stadtarchivars Prof. Friedrich Knickenberg sowie der am Projekt maßgeblich beteiligten Bonner Vaterländischen Vereinigungen den Grundstock für ein eigens zu errichtendes, letztlich nie realisiertes, Kriegsmuseum bilden.Über einen am 21.5.1916 in der Deutschen Reichszeitung abgedruckten Aufruf an die Bevölkerung erhoffte man sich zahlreiche Abgaben von privaten Gegenständen und Unterlagen aus dem weiten Kontext des Kriegsgeschehens ("Erinnerungsstücke im weitesten Umfang"). Die Reaktion hierauf war jedoch eher verhalten: Die "Photographische Gesellschaft Bonn" bedauerte mangels Materials - bedingt durch das zu Kriegsanfang geltende strenge Fotografieverbot - nur einen geringen Beitrag in Form von drei Aufnahmen von der Ankunft eines Lazarettzuges am Güterbahnhof leisten zu können. Das Pfadfinderkorps Bonn, bereits im Besitz einer eigenen "Sammlung von Gedenkstücken, Urkundenabschriften über Kriegstätigkeit" äußerte zumindest seine Bereitschaft sich zu beteiligen. Der Bonner Flottenverein "Jung Deutschland" übersandte immerhin seine Flugschriften.Besondere Berücksichtigung schenkte man, in Anlehnung an eine in der Frankfurter Zeitung vom 10.12.1915 besprochene "Ostmärkische Ausstellung", dem Thema "Schule und Krieg", dem innerhalb des Museums eine eigene Abteilung gewidmet werden sollte. Die Bonner Schulen wurden dazu angehalten, das durch das Kriegsgeschehen beeinflusste und veränderte Schulleben (Unterrichtsthemen, Einziehung der Lehrkräfte, gefallene Lehrkräfte, Liebesgaben etc.) zu dokumentieren. Im Falle bestehender Sammlungen sollte eine Aufnahme in die städtische Kriegssammlung geprüft werden.Tatsächlich scheint jedoch kaum Schulmaterial Eingang in die Sammlung gefunden zu haben - im überlieferten Bestand findet sich hierzu nichts. Da allerdings viele Schulchroniken für die Zeit des Ersten Weltkriegs sehr ausführlich berichten, lässt sich vermuten, dass zumindest auf diesem Wege der vom Schulrat geforderten Kriegsdokumentation Rechnung getragen wurde.Erwünscht waren für die Kriegssammlung vor allem "photographische Aufnahmen aller Art [...], Bilder von Ereignissen, besonders aus der ersten Zeit des Weltkrieges, auch von Bonnern an der Front oder von zeitweiligen Vereinigungen für die Zwecke des Krieges, wie z.B. der Wollsammler, der Pfadfinder u.s.f., Feldbriefe [...], Zeichnungen aus dem Feld, Tagebücher, seltenere Drucke mit bezüglichen Aufsätzen über Dinge, an denen unsere Bonner beteiligt waren oder die von solchen verfasst sind, Schilderungen von Ereignissen daheim und draußen, z.B. wie unsere Helden, deren Bilder nicht fehlen sollen, sich ihre Ehrenzeichen verdienten, auch Zeichnungen, Briefe, Scherze von Kindern zum Gedächtnis dessen, wie der große Krieg sich in der Seele der Jugend widerspiegelt [...]."Für die Entgegennahme der Gegenstände und Unterlagen wurde sogar eigens eine Sammelstelle im städtischen Lyzeum in der Loestraße eingerichtet.Letztlich zählte der Bestand (Bestandskürzel: Kr) neben einer Sammlung "Kriegs- und Kriegswirtschaftsliteratur“, die vermutlich in den Beständen der Stadthistorischen Bibliothek aufgegangen ist (teilweise heute noch unter Signaturkürzel I g ...), gerade einmal 44 Verzeichnungseinheiten.Erneut bemühte sich die Stadt Anfang der 1920er um die Überlieferung von Vereinen aus der Zeit des Krieges. So bot man etwa 1921 dem Vaterländischen Frauenverein Bonn an, „Kriegsakten, die [...] für die Geschichte der Stadt Bonn während des Krieges besonderen Wert haben, im Archiv der Stadt Bonn aufzubewahren", wie die Vereinsvorsitzende Mathilde Krümmer am 2. April 1921 im Jahresbericht vermerkte. Das Angebot wurde von der Vereinsvorsitzenden begrüßt mit dem Bemerken, dass "diese sehr umfangreichen Akten für die neuen Verhältnisse nicht mehr gebraucht werden und in einer Privatwohnung zuviel Platz fortnehmen [...]", insbesondere da man "[g]egebenenfalles [...] ja jederzeit die Akten [im Archiv, d.V.] einsehen" könne (Anm. 1).In der Folgezeit wurden die Unterlagen des Vereins jedoch nicht in die Kriegssammlung aufgenommen (Anm. 2), sondern sind teilweise in einem eigenen Sonderbestand "Deutsches Rotes Kreuz, Zweigverein für den Stadt- und Landkreis Bonn" (SN 50) zusammengeführt worden sowie teilweise auch in den Bestand "Preußische Zeit" (s. Signaturgruppe Pr 52) eingegangen.In den zwanziger Jahren wurde innerhalb des Bestandes "Preußische Zeit" zusätzlich ein städtischer "Sonderbestand Kriegsakten" mit 131 Akten verschiedener städtischer Registraturen angelegt (Bestandskürzel: K). Nachträgliche Zugänge erweiterten den städtischen Sonderbestand in den 1930er Jahren auf 149 Verzeichnungseinheiten, die allerdings durch Kassationen (s.u. „Nachkriegskassanda“) nach 1945 um 25 Einheiten reduziert wurden.2001 wurde der nichtstädtische mit dem städtischen Bestand zur "Kriegssammlung 1914-1918" (Bestandskürzel: SN 13) vereinigt. Diese wurde zuletzt 2007 um weitere zwei Neuzugänge auf insgesamt 149 (8 lfd. m.) Verzeichnungseinheiten ergänzt. 2013 erfolgte eine Neuverzeichnung des gesamten Bestandes.UMBETTUNG 20112011 wurde der Bestand im Rahmen von zwei Werkverträgen vollständig umgebettet. Diese Maßnahme wurde aus Mitteln der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts an der Staatsbibliothek zu Berlin) im Rahmen des Modellprojektes "Konservatorische Bearbeitung der Kriegssammlung 1914-1918" gefördert.NEUVERZEICHNUNG 2012/132012/13 wurde der Bestand im Rahmen eines Werkvertrages vollständig neuverzeichnet. Hierbei dienten die Angaben der Alterschließung als Grundlage der Neuverzeichnung. Im städtischen Teilbestand wurden Signaturen wie auch Titelangaben weitgehend beibehalten bzw. teilweise um Enthält-/Darin-Vermerke ergänzt. Eine Akte betr. Rechtsfälle aus dem Bereich Arbeitsrecht (12. Sep. - 1. Dez. 1922, SN 13/3 Teil 2, Altsignatur K 3) wurde aus dem Bestand entnommen, da weder inhaltlich noch zeitlich Zusammenhänge zur Kriegssammlung festzustellen waren. Sie wurde stattdessen provenienzgerecht in den Sonderbestand "Kaufmanns- und Gewerbegericht" (SN 10) übernommen und in die dort bestehende Akte "Verhandlungen vor dem Kaufmannsgericht, 1904-1922" (SN 10/10) integriert.Eine umfassende Neuverzeichnung mit Neusignierung erfolgte für den nichtstädtischen Sammlungsbestand: Die i.d.R. viel zu großen und heterogenen Archivalieneinheiten wurden aufgelöst, indem das Sammlungsgut vereinzelt und unter jeweils eigenen Signaturen verzeichnet wurde. Mehrfachexemplare wurden unter einer Signatur zusammengeführt und in der Umfangsangabe erfasst. Ebenfalls und soweit möglich wurden Größenangaben aufgenommen. Schäden (mechanische Schäden, Schimmelschäden etc.) wurden in einem internen Schadensformular vermerkt. Auf diese Weise war erstmals eine systematische Erfassung des sehr heterogenen nichtstädtischen Teilbestandes der Kriegssammlung möglich.Der ursprünglich aus 29 Einheiten bestehende Teilbestand umfasst nunmehr nach Abschluss der Neuverzeichnung 873 Archivalieneinheiten. Insgesamt zählt der Bestand 1020 Archivalieneinheiten.BESONDERHEITEN1. Satirsche Zeitung: Der Brummer. Lustige Kriegs-Blätter (SN 13/903):Eine Besonderheit innerhalb der nichtstädtischen Kriegssammlung bildet die Satirezeitschrift "Der Brummer. Lustige Kriegs-Blätter" 1.- 5. Jahrgang 1914-1918, die mit den Nummern 1-218 in einer vollständigen Reihe vorliegt. Die "humoristische Wochenschrift" wurde von Oscar Klein herausgegeben und erschien zunächst im Berliner "Verlag der Lustigen Blätter", ab 1915 (Nr. 42) dann im ebenfalls Berliner Verlag "Lustige Gesellschaft" Ges.m.b.H. (gegr. 1904).2. Fotoserie "Gefangenenlager Zossen":Der nichtstädtische Teil der Sammlung enthält eine Serie von Fotografien aus dem Gefangenenlager Zossen (Brandenburg), die den "Alltag" der Gefangenen für propagandistische Zwecke dokumentieren.Das Zossener Lager wurde auch "Halbmond-Lager" genannt, wegen des Versuchs, dort inhaftierte Muslime, Hindus und Sikh gezielt in der Ausübung ihrer Religion zu fördern und so zur Rebellion gegen ihre Kolonialherren und zum Überlaufen zu Deutschland zu bewegen. So wurde beispielweise die erste Moschee in Deutschland, die der Religionsausübung diente, in diesem Lager errichtet. Diese Umstände erklären die Aufnahmen „verschiedener Typen“ im Zossener Lager (SN 13/617, SN 13/639). Auch im "Weinberglager" bei Zossen wurde vor allem Muslime aus Russland, vorwiegend Tartaren, untergebracht.3. Weiteres:- Sammlung Belgischer Zeitungen aus dem Zeitraum 1914-1917 (Einzelexemplare von 35 verschiedenen Zeitungen)- Listen der Gefallenen aus Bonn, enthaltend 2292 Gefallene mit Angaben über Geburtsort, Wohnung der Angehörigen (Name, Ort, Straße), Truppenteil, militärischer Rang, gefallen (Datum / Ort), gestorben (Lazarett)- satirische Postkartenserie- Spenden-PlakateWEITERE BONNER KRIEGSSAMMLUNGEN1. Privatsammlung Friedrich MönkemöllerDie 1917 von Oberstleutnant Alfred Buddecke herausgegebene Übersicht über die Bestände der deutschen Kriegssammlungen nennt für Bonn neben der städtischen Kriegssammlung die "Sammlung des Ingenieurs Fr. P. Mönkemöller" mit umfangreichen Beständen an Zeitungen, Zeitschriften und Kriegsdrucksachen. Demnach soll die Sammlung etwa 2.000 bis 3.000 Bücher, im gleichen Umfang Zeitschriften, daneben 50.000 bis 60.000 Zeitungen sowie eine Kartothek umfasst haben; ferner Veröffentlichungen aus Gefangenenlagern, Kriegsdrucksachen und Veröffentlichungen heimatlicher Behörden "in großer Anzahl" (Anm. 3).Der in Ramersdorf geborene Industrielle Friedrich Paul Mönkemöller (1865-1935) hatte sich 1916 ebenfalls nachhaltig für die Einrichtung eines Bonner "Kriegsmuseums" (s.o.) eingesetzt und stand in diesem Zusammenhang 1916 auch in Kontakt mit dem Bonner Stadtarchivar Friedrich Knickenberg. (Anm. 4) Allerdings kamen die von Mönkemöller am 28. März 1916 angefragten Treffen "zwecks Besprechung des Kriegsmuseum-Projekts" (Anm. 5)wohl nicht zustande, denn noch am 25. April wartete er auf eine Rückmeldung Knickenbergs und äußerte die Frage, ob "das Kriegsmuseum-Projekt bis zur Beendigung des Krieges zurückgestellt werden" soll. Im Übrigen habe, so Mönkemöller, "[n]ach den [ihm] gewordenen Informationen [...] anderwärts das Interesse für Sammlungen gedachter Art bereits bedenklich nachgelassen!" (Anm. 6)Über den weiteren Verbleib der Sammlung Mönkemöller ist nichts bekannt. Es ist aber zu vermuten, dass sie in Privatbesitz geblieben ist. Ob die Sammlung zumindest teilweise in der (nichtstädtischen) Kriegssammlung der Stadt Bonn aufgegangen ist, ist nicht sicher feststellbar, da im Bestand keinerlei Unterlagen mit Hinweisen auf die Provenienz der Mönkemöller’schen Privatsammlung nachweisbar sind.2. "Kriegsgedächtnis-Sammlung: Der Völkerkrieg 1914-1917"Die "Kriegsgedächtnis-Sammlung: Der Völkerkrieg 1914-1917" des "Ernst-Moritz-Arndt Museums" in Godesberg umfasste 1917 laut Beständeübersicht von Alfred Buddecke "[e]inige tausend Nummern von Druckwerken aus Kriegsgebiet und Heimat“. Im Einzelnen werden genannt "Bücher, Zeitschriften und ca. 50 verschiedene Kriegszeitungen, Gefangenenlagerzeitungen, Kriegsdrucksachen, Kriegsurkunden in Originalen oder Maschinendruck" sowie "Kriegsandenken". (Anm. 7)Die Sammlung befand sich in der von dem Wirt Josef Lövenich in dessen Gaststätte "Arndtruhe" in Bad Godesberg-Friesdorf errichteten Gedenkstätte für Ernst Moritz Arndt ("Ernst-Moritz-Arndt-Museum"). Nach dem Ersten Weltkrieg geriet Lövenich in wirtschaftliche Schwierigkeiten, musste Konkurs anmelden und verkaufte seine Sammlung bzw. deren Teilreste an die Stadt Bonn. (Anm. 8)Als geschlossener Bestand ist die Sammlung nicht überliefert – möglicherweise fanden auch hier einige Unterlagen Eingang in die nichtstädtische Kriegssammlung der Stadt Bonn.Katja Georg (September 2011, August 2013)ANMERKUNGEN1) Handschriftlicher Ergänzungsvermerk im Jahresbericht von 1921 vom 2. April 1921, Protokollbuch des Vaterländischen Frauenvereins zu Bonn, 1867-1920 (StABonn Pr 52/32).2)Im Bestand befinden sich vereinzelt Unterlagen betr. den Lazarettzug Bonn K1. Diese stammen möglicherweise aus Vereinsprovenienz.3) Vgl. Alfred BUDDECKE, Die deutschen Kriegssammlungen. Ein Nachweis ihrer Einrichtung und ihres Bestandes, Oldenburg 1917, S. 12.4) Vgl. zwei Schreiben Friedrich Mönkemöllers an Friedrich Knickenberg vom 28. März / 25. April 1916, in Akte „Kriegssammlung, 1915-1916“ (StABonn, Pr 42a/59). Deutlich äußert Mönkemöller am 28. März sein Interesse am Fortschritt des Museumsprojektes: "Etwas muss ja doch geschehen, um die Sache in Fluss zu bringen und die weiteren 'speziellen Directiven' der Commission brauchen wir wohl nicht abzuwarten!".5) Schreiben Friedrich Mönkemöllers an Friedrich Knickenberg vom 28. März 1916 (Ebd.).6) Vgl. Schreiben Friedrich Mönkemöllers an Friedrich Knickenberg vom 25. April 1916 (Ebd.).7) BUDDECKE, Kriegssammlungen. S. 23.8) Vgl. Akte „Errichtung eines Arndt-Museums, Erwerb der Arndt-Sammlung von Josef Loevenich, 1910-1932“ (StABonn, Pr 42/79); Akte "Erwerb der Arndt-Sammlung Loevenich, 1933-1960" (StA Bonn, N 41/392).QUELLEN (Stadtarchiv Bonn)1. Bestand "Preußische Zeit":- Kriegssammlung, 1915-1916“, darin v.a.: Planungen zur Einrichtung eines Kriegsmuseums ("Kriegsgedenksammlung") durch die Vaterländischen Vereinigungen Bonn und Prof. Knickenberg; zwei Schreiben Friedrich Mönkemöllers an Friedrich Knickenberg vom 28. März / 25. April 1916 (StA Bonn Pr 42a/59)- Protokollbuch des Vaterländischen Frauenvereins zu Bonn, 1867-1920(StABonn Pr 52/32)- Errichtung eines Arndt-Museums, Erwerb der Arndt-Sammlung von Josef Loevenich, 1910-1932 (StABonn Pr 42/79)2. Bestand "Nordrhein-Westfälische Zeit":- Erwerb der Arndt-Sammlung Loevenich, 1933-1960 (StA Bonn, N 41/392)3. Sonstige- Altfindmittelkartei: "Kassanda"LITERATUR (einschl. zeitgenössische Veröffentlichungen):1. BRANDT, Susanne, Kriegssammlungen im Ersten Weltkrieg. Denkmäler oder Laboratoires d'histoire?, in: Gerhard HIRSCHFELD / Gerd KRUMEICH / Irina RENZ (Hgg.), "Keiner fühlt sich hier mehr als Mensch...". Erlebnis und Wirkung des Ersten Weltkriegs (Schriften der Bibliothek für Zeitgeschichte N.F. 1), Essen 1993, S. 241-258.2. BUDDECKE, Alfred, Die deutschen Kriegssammlungen. Ein Nachweis ihrer Einrichtung und ihres Bestandes, Oldenburg 1917.3. DIDIER, Christophe / Christian BAECHLER (Hgg.), 1914-1918. In Papiergewittern. Die Kriegssammlungen der Bibliotheken (Katalog zur Ausstellung in der Bibliothèque Nationale et Universitaire de Strasbourg, in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart und im Hôtel des Invalides in Paris 2008 / 2009), Paris 2008.4. Zusammenstellung der im Stadtkreise Bonn vorhandenen Kriegsfürsorge- und Wohlfahrtseinrichtungen ..., Bonn 1917.NACHKRIEGSKASSANDA: Kassierte Akten (nach Altfindmittelkartei: "Kassanda")Bemerkung: Die Karteikarten der nachträglich kassierten Akten wurden vermutlich aus der eigentlichen Findmittelkartei herausgezogen und separat zu den Kassanda-Karteien gelegt. Wann die (bereits verzeichneten) Akten kassiert wurden, ist nicht mehr rekonstruierbar. Möglicherweise in der unmittelbaren Nachkriegszeit im Rahmen der wegen des kriegs- und nachkriegsbedingten Papiermangels angeordneten umfangreichen „Altpapier“-Ablieferungen, die 1947 und 1949 auch im Stadtarchiv erfolgten.1. Gesetzbuch des Industriekriegsgefangenenlagers zu Bonn, o.J. [1914-1918], Signatur: K 102. Nachweisung der abgegebenen Scheckmarken, deren Beträge von den Kommandanten des Kriegsgefangenenmannschaftslagers im Bereich des VIII. A. R. Hauptabrechnungsstelle Köln, einzuziehen sind. 9.9.1917, Signatur: K 113. Aufstellung der seitens des Wachkommandos des Industriekriegsgefangenenlagers ausgefertigten Lohnlisten für Kriegsgefangene, o. J. [1914-1918], Signatur: K 124. Industrie-Kriegsgefangenenlager zu Bonn: Abrechnungen, 19.9.1917-4.8.1918, Signatur: K 165. Beläge zu den Ausgaben für das Industriekriegsgefangenenlager zu Bonn, 13.5.1918-12.12.1919, Signatur: K 176. Industrie-Kriegsgefangenenlager zu Bonn: Beläge zu den Anweisungen an die Stadthauptkasse, geordnet nach den Namen des Gegenbuches, 15.9.1917-4.5.1918, Signatur: K 187. Beschränkung des Wirtschaftsbetriebes und des Ankaufs von Branntwein sowie Einschränkung der Lustbarkeiten, 29.12.1914-24.2.1916, Signatur: K 228. Fahrpreisermäßigung für Reisen zum Besuch kranker oder verwundeter sowie Beerdigung deutscher Krieger, 23.9.1914-7.6.1918, Signatur: K 239. Verschiedenes aus Anlass des Krieges (meist kriegswirtschaftliche Ministerialverordnungen), 17.11.1914-5.4.1921, Signatur: K 2510. Gesuche angehöriger feindlicher Staaten um Gestattung von Reisen oder Verlegung des Aufenthalts, 1.8.1914-4.12.1918, Signatur: K 3911. Verschiedenes, 2.8.1914-23.12.1915, Signatur: K 4112. Post, Telegrafen und Fernsprechverkehr (Umdrucke), 1.8.1914-29.10.1917, Signatur: K 4513. Verlustlisten (Umdrucke),. 2.9.1914-3.10.1918, Signatur: K 4614. Kriegsversicherung, 22.8.1914-24.3.1915, Signatur: K 4715. Vertrieb von Landkarten, Städteansichten, Kriegspostkarten, Kriegsbilderbogen usw., 24.9.1914-12.10.1918, Signatur: K 4816. Empfangsbescheinigungen über die Aushändigung der Gedenkblätter, 22.7.1915-20.6.1918, Signatur: K 5017. Verwundete, 4.9.1914-28.7.1916, Signatur: K 5418. Gedenkblätter für die Angehörigen gefallener Krieger, 27.4.1915-24.3.1917, Signatur: K 5719. Aushändigung der Gedenkblätter, 18.8.1915-21.5.1919, Signatur: K 6020. Abwehr von Fliegerangriffen, Schutz der Eisenbahnen, Brücken, Getreide- und Lebensmittellager sowie sonstige gemeinnützige Anlagen (Umdrucke), 28.7.1914-23.9.1918, Signatur: K 6121. Beseitigung fremdländischer Aufschriften, 17.4.1915-27.10.1916, Signatur: K 6422. Kraftfahrzeugverkehr, 1.8.1914-29.7.1916, Signatur: K 6523. Einziehung von Kriegsbeutestücken, Waffen und Munition von zurückgebliebenem Militärgut, Ausrüstungsstücken usw., 10.9.1914-7.3.1919, Signatur: K 6924. Verschiedenes, 24.12.1915-2.12.1918, Signatur: K 7025. Geschäftsführung, 6.8.1914-16.9.1918, Signatur: K 75
Abgebende Stelle
Bereich "Inhalt und innere Ordnung"
Eingrenzung und Inhalt
Bewertung, Vernichtung und Terminierung
Zuwächse
Ordnung und Klassifikation
Stadtarchiv und Stadthistorische Bibliothek Bonn (Archivtektonik) >> A STADTARCHIV >> 2. Nichtamtliche Überlieferung >> 2.1. Sonderbestände >> 2.1.13. Kriegssammlung 1914 - 1918
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Anmerkung
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