Deutsch-Neuguinea

Bereich 'Elemente'

Taxonomie

Code

Anmerkung(en) zur Eingrenzung

    Anmerkung(en) zur Herkunft

    • http://www.wikidata.org/entity/Q165008

    Anmerkungen zur Ansicht

      Equivalente Begriffe

      Deutsch-Neuguinea

      • UF Deutsch-Neu-Guinea
      • UF Neu-Guinea
      • UF Neuguinea
      • UF Deutsch-Neuguinea
      • UF Deutsch Neuguinea
      • UF Nouvelle-Guinee allemande
      • UF Nouvelle-Guinée orientale

      Verbundene Begriffe

      Deutsch-Neuguinea

        30 Dokumente results for Deutsch-Neuguinea

        13 Ergebnisse mit direktem Bezug Engere Begriffe ausschließen
        7,2017 Deutsche Südseephosphat A. G. (Bestand)
        Staatsarchiv Bremen (STAB), 7,2017 · Bestand · 1908 - 1936
        Teil von Staatsarchiv Bremen (STAB) (Archivtektonik)

        Erläuterung: 1908 gegründet unter maßgeblicher Beteiligung des Norddeutschen Lloyd mit Sitz in Bremen zur Ausbeutung von Minerallagerstätten in den deutschen Schutzgebieten im Pazifik. 1914 wurden die Grubenanlagen von Japan beschlagnahmt und später nicht mehr zurückgegeben. Seit 1923 beteiligte sich die Firma an der N. V. Phönix Handel- en Cultur Maatschappij, die schließlich übernommen wurde, und seit 1925 an der Vereinigten Blei- und Zinkerzbergbau-Gewerkschaft in Mies (Stribro/CSR). Sie erlosch 1936. Inhalt: Geschäftskorrespondenz - Reichsentschädigung für Kriegsschäden - Beteiligungen - Firmenarchiv der N. V. Phönix Handel- en Cultur Maatschappij mit Angaben über Niederlassungen in Amboina, Manokwari, Sarwi, Bonggo, Wakde und Hollandia (Niederländisch-Neuguinea)

        Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 40/17 Bü 27 · Akt(e) · 1899-1914
        Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

        Enthält auch: Entsendung einer Forschungsexpedition in das Schutzgebiet von Neu-Guinea Darin: Karte der deutschen Besitzungen im Stillen Ozean; R. Thurnwald: "Die eingeborenen Arbeitskräfte im Südseeschutzgebiet", 1910 (Druck); "Die Vermessungsschiffexpedition nach Neu-Guinea", 1914 (Druck)

        Ankäufe und Geschenke
        Best. 608, A 162 · Akt(e) · 1898-1912
        Teil von Historisches Archiv der Stadt Köln (Archivtektonik)

        Umfang: 256 Blätter. Aktenzeichen: HI XIII 3d 3 XIII 19a 11 47-52,286. Enthält: Überführung der Joest´schen Sammlung in den Bayenturm, Berichte des Leiters des Naturhistorischen Museums, Dr. Carl Hilburg (1898-1899); Schenkung der Sammlung Joest durch Eugen Rautenstrauch und Adele geborene Joest, Schenkungsbedingungen, Anreichung der Sammlung durch Geschenke, unter anderem Ankäufe von Eugen Rautenstrauch (1899-1901, unter anderem Benin-Broncen, sonstige Gegenstände aus Benin, aus Siam), von sonstigen Mitgliedern der Familie Rautenstrauch (1908), Angebot des Wanderzoologen H. Förster zum Verkauf seiner Sammlung (1899, mit Katalog), von Perlmuscheln (1900); Sammlung Adolf Diehl, Wiesbaden, vermittelt durch den Redakteur der Kölnischen Zeitung, Prosper Müllendorf (1900, mit Katalog); Sitzungen der Kommission für das Naturhistorische Museum (1899), Übernahme einer peruanischen Sammlung aus dem Wallraf-Richartz-Museum (1899), Entwurf betreffend Aufstellung der Sammlung Joest (1899), Abgabe von Köchern und Pfeilen aus Togo vom Museum für Völkerkunde, Berlin (1900), Eröffnung der Sammlung, Zeitungsartikel (1900), Angebot des Oscar Mengelbier zum Erwerb seiner chilenisch-araucanischen Indianer-Sammlung (1900), Angebot einer Westafrika-Sammlung (1901), Angebot einer naturhistorischen Sammlung durch Hermann Rolle, Berlin (1901), Schenkung von zwei Arbeiten der Zulu-Kaffern (1901), einer Java-Sammlung Dr. Schmitz, Heidelberg (1901), Kamerun-Sammlung durch Firma v. Tippelskirch & Co., Berlin, eines chinesischen Seidenrocks (1901), Anregung des Kommerzienrats Fritz Wolff, Köln, bei der Heimkehr der Truppen aus China deren Mitbringsel zu erwerben (1901), Stellungnahme des Direktors v. Falke betreffend wertlose Gegenstände, die nicht ausgestellt sind (1900), testamentarische Hinterlassenschaft des Carl Gilbert, Köln, betreffend kunstgewerbliche Angelegenheiten, Abgabe an das Rautenstrauch-Joest-Museum (1901), Abgabe einer Sammlung von einer Weltumseglung 1874-1876 durch Ernst F. Lindenberg, Hamburg (1901), Schenkung der Neuguinea-Sammlung Luecker durch Georg Küppers-Loosen, auch von russischen Büchern durch Küppers-Loosen (1901); Sammlung des Adolf Esser, Aachen, betreffend Gegenstände aus Holl[ändische] Guayana (1902), Sammlungsgegenstände aus Togo über das Museum für Völkerkunde, Berlin (1902); Bücheranschaffungen (1901/1902); Schenkung chinesischer Broncepauken durch Adele Rautenstrauch (1902); Schenkungen des Missionshauses der Missionare vom Hl. Herzen Jesu, Hiltrup, betreffend Bismarck-Archipel und Alfred Schmidt, Köln betreffend Zulu in Südafrika (1902), von Theodor Rautenstrauch und Georg Küppers-Loosen (1902-1906, 1909), von Carl Joest (1903, 1905), Julius Rautenstrauch, Antwerpen (1906, 1906), von Ernst Reimbold, Kalk, betreffend Gran Chaco (1903); Angebot von Firma Peter & Gebr. Edelbrock, Coesfeld, betreffend Deutsch-Ost-Afrika-Sammlung (1903); Dienstreisen zu Tagungen und Sammlungsbesichtigungen; Baron v. St. Paul-Hilaire betreffend Deutsch-Ost-Afrika (1093); Schenkung einer Sammlung von Max Traine, Köln, und von Otto Weiler, Odenthal, von Theodor Schreuer, Köln, G. Küppers-Loosen (1905, 1906, 1907), Eugen Rautenstrauch (1905), Verein zur Förderung des Rautenstrauch-Joest-Museums (1906, 1907, 1908, 1909), Schenkung Johann Nepomuk Heidemann betreffend Sammlung aus Sierra Leone (1906) und aus Neuseeland und Hawaii (1909), Koninklijke Nederlandsch Aardrijkskundig Genootschap betreffend Südwest-Neuguinea (1907), Oskar Ritter, Köln, betreffend Neukaledonien (1907), Sammlung von Mumien aus Peru, Sammlung Rechtsanwalt Eugen Court, Köln, betreffend Togo (1907), Tanzfigur der Baining vom Gouverneur von Deutsch-Neuguinea, Geldschenkungen zwecks Ankäufe (1909), Schenkung einer Sammlung durch die Erben von Tina Joest geborene Leiden (1909), Frau Major Alfred Suermondt, Emma Emilie geborene Rautenstrauch, betreffend Polynesien (1909), Vizekonsul Dr. F. Grouven, Kairo, betreffend Philippinen (1909), Freiherr von Leonhardi, Großkarben, betreffend zentralaustralische Sammlung, Bezirksamtmann Berghausen, Neuguinea, betreffend Neuguinea und Bismarckarchipel (1910); Testament von 10.000 Mark der Emma Emilie Suermondt (Stiftung Suermondt), Ankäufe bei Händlern betreffend Gegenstände aus Formosa und Afrika, Vermächtnis der Pauline Christmann (mit Liste der Gegenstände), Schenkung G. Küppers-Loosen betreffend Ethnologica, Fotografien und Platten, Ankauf einer sibirischen Sammlung mit Hilfe Kölner Bürger (unter anderem Mitglieder der Familien Rautenstrauch, Guilleaume, Camphausen, Andreae, Vorster, Leverkus, Recklinghausen, Joest, sowie von J. N. Heidemann, Louis Hagen, Oskar Ritter, Carl Mayer), Eugen v. Rautenstrauch betreffend Deutsch-Neuguinea, Ankäufe betreffend Südsee, besonders Mikronesien und Inseln, Indonesien (1911), Bezirksamtmann Berghausen, Deutsch Neuguinea, betreffend deutsche Südsee-Kolonien, Ankäufe betreffend Sammlung A. Grubauer, Berlin, aus Celebes, Borneo und Sumatra aus der Stiftung Suermondt, kleinere Ankäufe, Ankäufe aus dem Naturalienkabinett Umlauff, Hamburg (1912).

        Na 055 Karl Richard Müller (Bestand)
        Stadtarchiv Solingen, Na · Bestand · 1889-1978
        Teil von Stadtarchiv Solingen (Archivtektonik)

        Carl Richard Müller wurde am 2. Juni 1889 in Knauthain bei Leipzig geboren. Nach dem Schulabschluss erlernte er von 1903-1906 den Gärtnerberuf und arbeitete dann in mehreren deutschen und schweizerischen Orten. Von Anfang 1908 bis Oktober 1909 hatte er eine Stelle als Gärtner auf dem Friedhof an der Casinostraße in Solingen. 1910 und 1911 leistete er seinen Wehrdienst als Marineartillerist in der deutschen Kolonie Tsingtau in China ab. Am Ende seiner Dienstzeit schloss er einen mehrjährigen Arbeitskontrakt mit der Firma Hernsheim, die Handel und Pflanzung im deutschen Kolonialgebiet Neuguinea/Bismarckarchipel am Äquator nördlich Australiens be-trieb. 1912 arbeitete er auf dem Bismarckarchipel und der Salomoneninsel Bougainville. Nach einem ereignisrei-chen Jahr, in dem er zum ersten Mal seinen Kindheitstraum als Pflanzer in der Südsee verwirklichen konnte, aber auch manche Illusion über das Lebens in den Kolonien verlor, wurde der Arbeitsvertrag (anscheinend nach Differenzen mit der Firma) vorzeitig beendet und Müller kehrte auf dem Weg über Australien nach Deutschland zurück. Schwere Malariaanfälle quälten ihn auf der Heimreise und in Deutschland, aber die Heimat konnte ihn auf Dauer nicht halten. Vom Sommer 1913 bis zum Frühjahr 1914 suchte er sein Glück in Argentinien, fand aber keine befriedigende Arbeit und entschloss sich, die Einwanderung nach Australien zu beantragen. Ende Juni 1914 hatte er die nötigen Einreisepapiere und bestieg in Antwerpen den deutschen Dampfer Roon mit dem Ziel Freemantle. Als im August 1914 der Weltkrieg ausbrach und Großbritannien auf die Seite der deut-schen Gegner trat, musste das Schiff die Reise nach Australien abbrechen und in Niederländisch-Indien Zuflucht suchen. Müller bewarb sich bei einer deutschen Firma in Java, wurde angenommen und trat Ende August 1914 in Sumatra eine Assistenzstelle auf einer Pflanzung an.Von 1914 bis 1940 arbeitete er auf vier verschiedenen Stationen, seit 1927 auf Tandjongdjati im Süden Sumat-ras, wo er Kaffee und Kautschuk anbaute, und ihn die belgischen Besitzer 1939 zum Leiter ernannten. Dem Höhepunkt der Karriere folgte ein schlagartiges Ende. Der Überfall der Wehrmacht auf die Niederlande am 10. Mai 1940 machte die deutschen Staatsbürger zu Feinden im holländischen Kolonialreich. Für Müller und viele andere begann die Zeit der Internierungshaft - bis Ende 1941 im niederländischen Camp Alasvallei im Norden Sumatras, dann unter britischer Kontrolle im Lager Premnagar bei Dehra Dun in Nordindien am Fuße des Hima-laya. Erst im Herbst 1946 wurde der Gefangene Carl Richard Müller Nummer 56134 entlassen und kam im Dezember 1946 in Solingen an.Hier fand er Arbeit in der Gärtnerei Diederich in Wald, der er auch als Rentner mit Gelegenheitsarbeit die Treue hielt. 1966 musste er wegen schlechter Gesundheit sein selbständiges Leben aufgeben und zog in das Eugen-Maurer-Heim in Gräfrath. Dort starb er am 21. März 1973. Der Nachlass hat einiges aus dem abenteuerlichen Leben Müllers bewahrt. Die erzwungene Untätigkeit während der langen Internierungsjahre nutzten Müller und andere Gefangenen zum Schreiben und für Vorträge im eigenen Kreis. Von diesen Arbeiten sind Stücke erhalten, die vor allem für die Erforschung deutscher Kolonialherrschaft und europäischer Pflanzerarbeit im Südseegebiet von Interesse sind. In erster Linie sind Müllers autobiographische Manuskripte über die Jahre 1912-1940 zu nennen, die er als "Ro-man eines Glückssuchers" zusammenzufassen dachte (Aktenstücke 11 und 12 mit Ergänzung durch die Fotogra-fien in den Aktenstücken 6 und 7 und Karten in den Aktenstücken 17 und 26). Dazu kommen zahlreiche Aufsätze Müllers über die Pflanzenkulturen, wirtschaftliche und technische Probleme auf den Pflanzungen und Ab-handlungen über die Natur und Tierwelt Indonesiens, vornehmlich Sumatras (Aktenstücke 13 bis 16). Arbeiten von Mitgefangenen über ihre Erfahrungen in Indonesien und Australien finden sich im Aktenstück 23, u.a. auch ein Bericht über die Internierungshaft in Sumatra mit einem kürzeren Anhang über die Zeit in Indien. Über das Lagerleben in Dehra Dun erfährt man verhältnismäßig wenig; Müller hat allerdings ein Heft mit dem Titel "Männerworte" (Aktenstück 5) aufbewahrt, in dem sich 22 Mitgefangene mit Worten der Erinnerung eingetragen haben. Über Müllers Leben in Solingen nach 1946 sind in erster Linie Fotografien erhalten, von denen vor allem die Arbeiten für die Fa. Diederich von lokalgeschichtlichem Interesse sein können (Aktenstück 8). Desweiteren enthält der Bestand eine Akte des Sozialamtes der Stadt Solingen. Der Bestand wurde dem Stadtarchiv vom Sozialamt in einem Koffer übergeben, der von obigen Unterlagen bei der Verzeichnung getrennt wurde. Erstmals erfaßt wurde der Bestand im September 1998 von Anika Schulze, erschlossen von Hartmut Roehr im Jahre 2007.

        Reichskolonialamt (Bestand)
        BArch, R 1001 · Bestand · 1832-1943
        Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

        Geschichte des Bestandsbildners: 1907 Bildung des Reichskolonialamts aus der seit 1890 bestehenden Kolonialabteilung des Auswärtigen Amts; 1919 Umwandlung in ein Reichskolonialministerium und Übernahme der Abwicklungsgeschäfte für die ehemaligen deutschen Kolonialgebiete; nach dessen Auflösung 1920 Übernahme der Aufgaben durch das Reichsministerium für Wiederaufbau (Kolonialzentralverwaltung) bis zu seiner Auflösung 1924; danach Bearbeitung der Kolonialangelegenheiten wieder durch das Auswärtige Amt. Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte Die Akten der zentralen Kolonialverwaltung des Deutschen Reichs haben die ver‧schiedenen Organisationsveränderungen vom Sachgebiet bzw. Referat im kaiserli‧chen Auswärtigen Amt bis hin zum kaiserlichen Reichsamt und Ministerium der Wei‧marer Republik und wieder zurück zum Referat bzw. Sachgebiet im Auswärtigen Amt jeweils mitgemacht. Viele Aktenbände oder Betreffserien wurden ohne weiteres über die verschie‧denen Veränderungen hinweg organisch weitergeführt; für die Zeit nach 1920 heißt das vielfach, sie verebbten langsam. Wirkliche Brüche in der Aktenfüh‧rung lassen sich in der Regel nicht feststellen. Die Registratur des Reichskolonialmi‧niste‧riums bildete daher 1919 einen geschlossenen und nach dem weitgehenden Verlust der kolonialpolitischen Aufgaben in den Augen vieler sogar abgeschlossenen Kör‧per. Die Akten verteilten sich nach den ehemals Geheimen Registraturen des Reichsko‧lonialamts wie folgt: Geheime Registratur KA I Ostafrika Geheime Registratur KA II Südwestafrika Geheime Registratur KA III Südsee Geheime Registratur KA IV Kamerun und Togo Geheime Registratur KA V Rechtssachen Geheime Registratur KA VI Wissenschaftliche und Medizinalsachen Geheime Registratur KA VII Allgemeines Geheime Registratur KA VIII Landwirtschaft Geheime Registratur KA I-VII Fremde Länder und Besitzungen Geheime Registratur KB I Etats- und Rechnungswesen Geheime Registratur KB II Technische Sachen Geheime Registratur KB III Eisenbahnsachen Bereits in der Kabinettsssitzung am 1. Sept. 1919 war der Reichsminister des Innern Matthias Erzberger auf die Akten des damals noch existierenden Kolonialministeri‧ums zu sprechen gekommen und hatte angeregt, dass man "die Archive des Reichs‧kolonialamts und des Reichs-Marineamts mit den entsprechenden Einrichtungen des Großen Generalstabes vereinigen und in einer noch zu bestimmenden Stadt ein selbständiges Reichsarchiv schaffen solle, das dem Reichsministerium [Kabinett] unmittelbar unterstellt sein würde." Dem hatte Ministerialdirigent Meyer-Gerhard in seiner Denkschrift vom 30. Sept. 1919 widersprochen und die Übergabe sowohl der Akten als auch der umfangreichen Bibliothek des Reichskolonialministeriums an das Auswärtige Amt gefordert, bei dem er auch die dauerhaft zu erhaltenden Orga‧nisati‧onseinheiten des Kolonialministeriums angesiedelt sehen wollte. Nur die nicht mehr benötigten Akten sollten vernichtet oder dem Reichsarchiv übergeben werden. Tatsächlich wurden die Akten zunächst dem Reichsministerium für Wiederaufbau übergeben und 1924 beim Übergang der Kolonialabteilung in das Auswärtige Amt einer Sichtung unterzogen. Ein Inventar weist nach, welche Akten unmittelbar dem Reichsarchiv übergeben wurden, an das Auswärtige Amt übergingen oder gleich ver‧nichtet wurden. Während nur sehr wenige Akten sofort vernichtet wurden und der bei weitem größte Teil der Akten gleich an das Archiv abgegeben wurde, bean‧spruchte das Auswärtige Amt neben einigen Unterlagen von grundsätzlicher Be‧deutung selbst aus langen chronologischen Bandfolgen meist nur diejenigen Bände, die für die ak‧tuellen Geschäfte von Wichtigkeit waren und überließ die älteren Bände jeweils dem Archiv. Aber auch die vom Auswärtigen Amt übernommenen Ak‧ten sind im Laufe des kontinuierlichen Reduktionsprozesses, dem die kolonialpoliti‧sche Unterabteilung bzw. das "Kolonialreferat" ausgesetzt war, zu einem großen Teil an das Reichsarchiv abgegeben worden. Reste dieser Unterlagen sind im Februar 2000 vom Auswärti‧gen Amt an das Bundesarchiv abgegeben worden. Im Reichsarchiv dürfte sich 1945 also eine weitgehend geschlossene Überlieferung der zentralen Kolonialverwaltung des Deutschen Reichs befunden haben. Der orga‧nische Charakter der Überlieferung verbot eine Aufgliederung der Unterlagen, so dass die gesamte Überlieferung in einem Bestand Reichskolonialamt zusammenge‧faßt wurde. Bei der Zerstörung des Reichsarchivs am 14. April 1945 wurden die Ak‧ten der Reichskolonialverwaltung stark in Mitleidenschaft gezogen. Ca. 30 % des Bestands verbrannten, darunter vollständig die Registraturen KB I (Etats- und Rech‧nungswesen), II (Technische Sachen) und III (Eisenbahnsachen). Auch die Akten der Schutztruppen und die ins Reichsarchiv gelangten Akten der Verwaltungen ein‧zelner Schutzgebiete sind den Flammen vollständig zum Opfer gefallen. Archivische Bewertung und Bearbeitung Im Zentralen Staatsarchiv der DDR in Potsdam wurde bei der Bearbeitung des Be‧stands 10.01 Reichskolonialamt die ursprüngliche Registraturordnung als Klassifika‧tion für den Bestand verworfen. Die registraturmäßige, systematische und territoriale Ordnungskriterien verbindende Mischordnung wurde durch eine Gliederung ersetzt, welche die Akten nach Möglichkeit nach territorialen Gesichtspunkten ordnete. Im Zuge der Überarbeitung der im Zentralen Staatsarchiv erstellten Findbücher für das vorliegende Findbuch wurde unter Zuhilfenahme der im Jahr 2000 in das Bundesar‧chiv gelangten Registraturhilfsmittel die ursprüngliche Ordnung des Bestands jedoch wei‧testgehend wieder hergestellt. Die sich aus den Kontexten der ursprünglichen Regi‧straturordnung ergebenden inhaltlichen Zusammenhänge ermöglichen nach An‧sicht des Bearbeiters einen besseren und an der Struktur der Kolonialverwaltung ori‧en‧tierten Überblick über die Gesamtüberlieferung als eine die systematische Aspekte ver‧schleiernde "Regionalisierung" des Bestands. Der frühere "Koblenzer" Bestand R 101 Reichskolonialamt bestand größtenteils aus Kopien, die der Kolonialschriftsteller Georg Thielmann-Groeg vor allem im Reichsar‧chiv aus den Akten des Reichskolonialamts angefertigt hat. In einem Anhang wird die auf das einzelne Aktenstück hinuntergehende Erschließung dieser Sammlung die‧sem Findbuch beigegeben, weil sie - mit einem Schwerpunkt auf Deutsch-Süd‧west‧afrika - wichtige Dokumente zur deutschen Kolonialgeschichte in komprimierter Form zusammenstellt. Aus konservatorischen Gründen wurden die überformatigen Anlagekarten aus den Aktenbänden des Bestands R 1001 entnommen und durch Verweisblätter ersetzt. Die Karten wurden auf Farb-Makrofiches aufgenommen und in einem Karten-Neben‧bestand unter der Bezeichnung R 1001 Kart organisiert. Inhaltliche Charakterisierung: Kolonien und Kolonialpolitik, Allgemeines; Militär und Marine; Kolonialrecht, Polizeiangelegenheiten; Sklaven und Sklavenhandel; Erforschung, Vermessung, Grenzziehung; Einwanderung, Ansiedlung, Unterstützung, Personenstandswesen; Wirtschaft, Handel, Zölle, Steuern; Land- und Forstwirtschaft; Post und Verkehr; Missionen und Schulen; Gesundheitswesen. Nichtdeutsche Kolonien und Liberia: Britische Kolonien; Französische Kolonien; Portugiesische und spanische Kolonien; Italienische, niederländische, nordamerikanische Kolonien. Deutsch-Ostafrika und Deutsch-Südwestafrika: Kolonisation, Allgemeine Leitung und Verwaltung, Politische Entwicklung; Militär und Polizei, Inspektions- und Informationsreisen; Kolonialrecht, Strafsachen, Nachlaß- und Liegenschaftswesen; Sklaven und Sklavenhandel; Erforschung, Vermessung, Grenzziehung; Einwanderung, Ansiedlung, Unterstützung, Personenstandswesen; Wirtschaft, Handel, Zölle, Steuern; Land- und Forstwirtschaft, Fischerei; Post und Verkehr; Missionen und Schulen; Gesundheitswesen. Kamerun: Deutsch-Westafrikanische Handelsgesellschaft, Gesellschaft Süd- und Nordwestkamerun; Kolonisation, Zentrale und regionale Verwaltung; Politische Entwicklung; Militär und Polizei, Inspektions- und Informationsreisen; Kolonialrecht; Erforschung, Vermessung, Grenzziehung; Einwanderung, Ansiedlung, Unterstützung, Personenstandswesen; Wirtschaft, Handel, Zölle, Steuern, Banken, Land- und Forstwirtschaft, Fischerei; Post- und Verkehr; Gesundheitswesen; Missionen und Schulen. Togo: Zentrale und regionale Verwaltung, Politische Entwicklung; Militär und Polizei, Inspektions- und Informationsreisen; Kolonialrecht; Erforschung, Vermessung, Grenzziehung; Einwanderung, Ansiedlung, Unterstützung, Personenstandswesen; Wirtschaft, Handel, Zölle, Steuern, Banken; Land- und Forstwirtschaft, Fischerei; Post und Verkehr; Missionen, Schulen, Gesundheitswesen. Kongo: Allgemeines; Berliner Konferenz. Neuguinea: Neuguinea-Kompagnie; Kolonisation, Zentrale und regionale Verwaltung, Politische Entwicklung; Militär und Polizei; Kolonialrecht; Erforschung, Vermessung, Grenzziehung; Einwanderung, Ansiedlung, Unterstützung, Personenstandswesen; Wirtschaft, Handel, Steuern, Zölle, Banken; Land- und Forstwirtschaft, Fischerei; Post und Verkehr; Gesundheitswesen, Schulen. Karolinen-, Marianen- und Palau-Inseln: Kolonisation, Allgemeines, Leitung und Verwaltung, Politische Entwicklung; Kolonialrecht; Erforschung, Vermessung, Grenzziehung; Einwanderung, Ansiedlung, Unterstützung, Personenstandswesen; Wirtschaft, Handel, Zölle, Steuern; Post und Verkehr; Missionen, Schulen, Gesundheitswesen. Samoa: Kolonisation, Zentrale und regionale Verwaltung, Politische Entwicklung; Militär; Kolonialrecht, Polizeiangelegenheiten; Erforschung, Vermessung, Grenzziehung; Einwanderung, Aussiedlung, Personenstandswesen; Wirtschaft, Handel, Zölle, Steuern, Banken; Land- und Forstwirtschaft; Post, Verkehr, Schiffahrt; Missionen, Schulen, Gesundheitswesen. Marshall-Inseln: Kolonisation, Allgemeine Leitung und Verwaltung, Politische Entwicklung; Erforschung, Vermessung, Ansiedlung, Arbeitsverhältnisse; Handel, Zölle, Steuern, Post, Verkehr; Missionen, Schule, Gesundheitswesen. Salomon-Inseln: Kiautschou/China R 1001 Anhang: Fotokopien von Dokumenten über den Erwerb der deutschen Kolonialgebiete; Fotokopien von Dokumenten zu Deutsch-Südwestafrika; Abschriften von Akten des Reichskolonialamtes zu Deutsch-Südwestafrika; Tagebuch des Hottentottenführers Hendrik Witbooi in Deutsch-Südwestafrika; Pferdezucht in Nordkamerun. Erinnerungen von Kurt Freiherr von Crailsheim; "Kriegsnachrichten" Zeitung aus Deutsch-Südwestafrika, Jg. 1915 Nr. 3 ; Reproduktionen von Bildnissen verschiedener Personen in Deutsch-Südwestafrika; Lebenslauf des Reichskommissars Dr. jur. Heinrich Goering. Erschließungszustand: Publikationsfindbuch (2002); Online-Findbuch (2003) Zitierweise: BArch, R 1001/...

        Reichskolonialamt
        Schriftwechsel A – L
        Best. 614, A 34 · Akt(e) · 1929-1932
        Teil von Historisches Archiv der Stadt Köln (Archivtektonik)

        Enthält u.a.: Abels, Hermann, Kunstsalon, Köln Ansprache von Julius Lips zur Ausstellungseröffnung des Malers Emil Flecken; Ankauf eines Aquarells des Malers Vollmberg; 1929-1931; Abschiedsfeier für Museumsdirektor Rademacher am 28.1.1931; Albrecht, H. Sammeltätigkeit auf seiner Afrika-Expedition; 1931-1932; Anthropos, internationale Zeitschrift, St. Gabriel-Mödling b. Wien Ankauf des Generalindex für die Jahre 1906 bis 1931; Arbeiterkult, Berlin Ausleihe oder Erwerb der Totenmaske Lenins für die Ausstellung "Masken der Menschen", 1931; Ausstellungs-, Messe- und Fremdenverkehrsamt der Stadt Köln Ausleihe von Ethnographika für die Internationale Lederschau Berlin, 1930; Braune & Rath, Leipzig Ankauf von Museumsschränken und Vitrinen, 1929; Deutsches Institut für Zeitungskunde, Berlin Besitz von politischen Zeitungen, 1931; Eckert, Chr., Geheimrat, Köln Errichtung einer Wellblechgarage auf dem Hof des Rautenstrauch-Joest-Museums, 1928; Einfeld, Ida, Graz Ankauf einer Inka-Gewebesammlung, 1930-1931; Hamburger Naturalien- und Lehrmittelhandlungen (Johs. Flemming) Ankauf einer Kollektion Menschen-Rasse-Schädel, Angebotsliste, 1930; Gesellschaft zur Organisierung Sozialwissenschaftlicher Vorträge, Köln Vortrag des russischen Volkskommissars für Kunst und Literatur Lunatscharsky über den Kulturaufbau der Sowjet-Union, 1931; Grunov, Werner Lothar, Aachen Ankauf einer ethnographischen Sammlung aus Samoa, 1929-1930; Haddon, A., Cambridge Unterlagen über die Darstellung von Europäern und deren Geräten durch Naturvölker in englischen Museen, 1929; Hanke, Wanda, Wien Expeditionsreise nach Zentralbrasilien ins Xingu-Quellgebiet zur Untersuchung des Sya-Stammes, Arbeitsplan für die anthropologische Auswertung der Expedition, 1932; Haut, Justizrat, Prüm Ankauf einer ethnographischen Waffensammlung aus Neuguinea, 1932; Helfritz, Hans, Berlin Unterstützung seiner Expeditionsreise nach Südarabien, Sammeltätigkeit und Aufnahme ethnographischer Fotos, 1931; Hentschel, Karl, Köln Schenkung eines Malaienbootes, 1929; Internationale Hygiene-Ausstellung, Dresden 1930 Ausleihe von Ethnographika für die Ausstellungsgruppe "Kleidungshygiene, 1930; Jansen, Direktor des Naturkundemuseums im Kölner Stapelhaus, Köln Abgabe einer Eiersammlung an das Naturkundemuseum, Frage der Malerinnung nach der Beschäftigung eines Kastellan Döbbe; 1929-1932; Jenne, W., Stuttgart Verkauf einer ethnographischen Sammlung aus dem Linden - Museum in Stuttgart; 1929-1930; Kaiser, Ulrich, Berlin Ankauf einer inkaischen Kindermumie, 1929; Karutz, Richard, Stuttgart Ankauf seiner Monatszeitschrift "Vorlesungen über Moralische Völkerkunde", 1931; Westdeutscher Rundfunk, Köln (Kirchner, Rudolf) Ausleihe von Musikwalzen für eine Rundfunksendung "Exotische Musik", 1929; Kölner Lokalanzeiger, Köln Vorbesichtigung der Ausstellung "Plastik der Südsee", 1932; Kromer, Berthold, C.S. Sp., Köln Ankauf des Films: "Im Lande der Kwanyama-Ovambo in Südangola. Das Mädchenfest, die Efundula, 1931. Altsignaturen: 34.