Bereich "Identifikation"
Signatur
Titel
Datum/Laufzeit
- 1905-1932 (Anlage)
Erschließungsstufe
Umfang und Medium
774 Akten
Bereich "Kontext"
Bestandsgeschichte
Überlieferung: Die Sammlung politischer Druckschriften im Nachlass des Prinzen Max von Baden wurde wohl in den 1960er Jahren in Salem neu und wenig glücklich formiert, d.h. ohne Rücksicht auf Jahrgangsfolgen bei Zeitschriften und auf Doubletten bei Broschüren vermutlich im vorgefundenen, ungeordneten Zustand zu Faszikeln zusammengebunden. Sie bildete nach der Lagerung zwar einen Block im schriftlichen Nachlass, berührte inhaltlich jedoch den Salemer Bibliotheksbestand. So sind die Grenzen nach beiden Seiten fließend: Broschüren und Einzelnummern von Zeitschriften finden sich hier wie auch eingelegt in den Akten und Korrespondenzen des Nachlasses, zugleich stecken in der Druckschriftensammlung auch selbständige Publikationen, die man eher in der Bibliothek erwarten würde. Auch nach ihren Provenienzen ist die Druckschriftensammlung nicht eindeutig zu definieren. Ein nicht unbeträchtlicher Teil stammt wohl aus der Tätigkeit Kurt Hahns als Presselektor im Auswärtigen Amt oder aus seinen anderen Interessengebieten. Ob die englischen Tageszeitungen oder die Dokumentationen Paul Rohrbachs (des Vorgesetzten Hahns im Auswärtigen Amt) und anderer zur osteuropäischen Politik aber nur von Hahn und nicht doch auch vom Prinzen selbst gelesen wurden, wird sich nicht mehr klären lassen. Bei der Hinterlegung des Nachlasses des Prinzen im Jahr 2014 im Generallandesarchiv Karlsruhe wurde die Pressedokumentation aus dem Nachlass im engeren Sinn selektiert und als eigener Bestand aufgestellt. Die genannten engen Bezüge zum Nachlass selbst bleiben aber bestehen. Nur wirkliche Formierungsfehler wurden korrigiert, Dubletten in der Regel nach Salem zurückgegeben. Inhalt und Ordnung: Die Dokumentation repräsentiert auf eine sehr dichte Weise den politischen Diskurs in Deutschland zu den wichtigsten Themen des Kriegs und der Nachkriegszeit. Durch Flugblätter, Aufrufe und kleine Broschüren vereinigt sie Graue Literatur mit regulären Periodica und amtlichen Quellenpublikationen vor allem der Nachkriegszeit, etwa zur Kriegsschuldfrage. Das reiche Bildmaterial zur Lage der Kriegsgefangenen dürfte von Prinz Max selbst gesammelt worden sein. Die Themen der sog. Heidelberger Vereinigung, der durch Prinz Max gegründeten Arbeitsgemeinschaft für eine Politik des Rechts, sind in Schriften ihrer Mitglieder wie Max Graf Montgelas oder Hermann Oncken präsent. Breiten Raum nimmt auch die Auseinandersetzung mit der französischen Rheinlandpolitik ein. Der Bestand wurde im Rahmen eines Inventarisierungsprojekts der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg 2015 erschlossen. Da keine ältere Ordnung bestand, wurden die Schriften redaktionell zu Themen der Kriegs- und Nachkriegszeit gruppiert. Da der Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits wesentlich zum Verständnis beiträgt, wurde auf Reihung nach dem Autorenalphabet verzichtet; hier kann der Personenindex Ersatz leisten. Ausnahmsweise wurde auch ein Sachindex gebildet, um darin die Zeitschriftentitel erfassen zu können. Der Bestand umfasst 774 Nummern in ca. 11 lfd.m. Karlsruhe, im Januar 2017 Konrad Krimm
Abgebende Stelle
Bereich "Inhalt und innere Ordnung"
Eingrenzung und Inhalt
Bewertung, Vernichtung und Terminierung
Zuwächse
Ordnung und Klassifikation
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Dynastie und Regierung >> Bodensee-Fideikommiss
Bedingungen des Zugriffs- und Benutzungsbereichs
Benutzungsbedingungen
Reproduktionsbedingungen
In der Verzeichnungseinheit enthaltene Sprache
- Deutsch
Schrift in den Unterlagen
Anmerkungen zu Sprache und Schrift
deutsch
Physische Beschaffenheit und technische Anforderungen
Bereich Sachverwandte Unterlagen
Existenz und Aufbewahrungsort von Originalen
Existenz und Aufbewahrungsort von Kopien
Verwandte Verzeichnungseinheiten
Bereich "Anmerkungen"
Anmerkung
Original description: Deutsche Digitale Bibliothek