Korrespondenzen und Aufzeichnungen zur Geschichte der deutschen Kolonie Kamerun; Berichte über Bezirksbereisungen; Materialien zum Übertritt in die spanische Rio-Muni-Kolonie (1916). (Stand: 1977) Der Bestand erlangt v.a. deswegen Bedeutung, weil der Großteil der amtlichen Akten aus den letzten Jahren der deutschen Kolonialverwaltung von Kamerun im Zweiten Weltkrieg durch Kriegseinwirkungen vernichtet wurde (vgl. Erschließungangaben zum Bestand R 175 sowie R 1506/420). Der Nachlass dokumentiert zumindest bruchstückhaft das Ende der deutschen Kolonialverwaltung in Kamerun, den Übertritt des Verwaltungspersonals in die angrenzende spanische Kolonie Rio Muni und die Tätigkeit im spanischen Exil. Es ist ein relativ umfangreicher Schriftwechsel in deutscher Sprache mit Oberhäuptling Karl Atangana vorhanden, der als Mittler zwischen Kolonialmacht und Einheimischen in und um Jaunde sehr einflussreich war und vor Ort heute noch erinnert wird (N 1095/4). Bemerkenswert sind ca. 300 Fotos (meist Abzüge, ca. 25 Glasplatten), die das Leben der Afrikaner und Europäer in Kamerun zeigen, darunter den Besuch von Kolonialstaatssekretär Solf in Kamerun, 1913, sowie den Übertritt nach Bata (Rio Muni), 1916.
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