Bestand Evangelische Kirche von Westfalen. Landeskirchliches Archiv, 3.9 - Rothert, Prof. D. Dr. Hugo, Pfarrer

Bereich "Identifikation"

Signatur

Evangelische Kirche von Westfalen. Landeskirchliches Archiv, 3.9

Titel

Rothert, Prof. D. Dr. Hugo, Pfarrer

Datum/Laufzeit

  • 1875 - 1932 (Anlage)

Erschließungsstufe

Bestand

Umfang und Medium

Bereich "Kontext"

Bestandsgeschichte

Bestandsbeschreibung: Vorwort zum Teilbestand Nr. 1-12 Prof. D. Dr. Hugo Rothert (geb. 27.10.1846, gest. 13.6.1936) war nach mehreren kurzen Pfarrtätigkeiten ab 1886 Pfarrer an der Thomae-Kirchengemeinde in Soest. Nach Eintritt in seinen Ruhestand war er von 1915 bis 1934 Dozent und Honorarprofessor für westfälische Kirchengeschichte an der Universität Münster. Dieser Nachlass ist 1965 dem Landeskirchlichen Archiv übergeben worden. Er enthält fast ausschließlich die Manuskripte seiner wissenschaftlichen Publikationen. Bielefeld, im Dezember 2009 Wolfgang Günther, Landeskirchliches Archiv der EKvW Vorwort zum Teilbestand Nr. 13-26 Hugo Rothert ( 27. Oktober 1846 in Preußisch Oldendorf; † 13. Juni 1936 in Münster) war ein deutscher Pfarrer und Kirchenhistoriker. Rothert, der Sohn eines Pfarrers, besuchte das Gymnasium “Unserer Lieben Frau” in Magdeburg. Im Anschluss studierte er Evangelische Theologie an der Friedrichs-Universität in Halle und wurde 1866 im Corps Normannia-Halle aktiv. Er setzte seine Studien in Erlangen fort. Von 1869 bis 1871 war er als Schulleiter in Preußisch-Oldendorf tätig und schloss gleichzeitig in Münster seine Studien ab. Danach war er von 1871 bis 1873 als Hilfsprediger und Pfarrverweser in Unna und Oelde tätig, ab 1873 als Pfarrer in Lippstadt, bis er 1879 Pfarrer an St. Nicolai in Lemgo wurde. 1886 wechselte er in eine Pfarrstelle an Neu St. Thomae in Soest, wo er bis zum Eintritt in den Ruhestand 1914 wirkte. 1905 wurde er in die Historische Kommission für Westfalen aufgenommen. Seit 1907 beschäftigte er sich mit Territorialkirchengeschichte, zunächst der Grafschaft Mark. Zwischen 1915 und 1928 ist er thematisch breit aufgestellt. Die Westfälische Wilhelms-Universität promovierte ihn 1914 zum Dr. phil., nachdem er bereits 1912 von der Universität Bonn zum Dr. theol. honoris causa ernannt worden war. Von 1915 bis 1934 lehrte er als Dozent und ab 1920 als “ordentlicher Honorarprofessor” westfälische Kirchengeschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität. Er gründete den Vorgänger des heutigen “Vereins für westfälische Kirchengeschichte” und setzte sich für die Einrichtung eines Provinzialkirchlichen Archivs ein, das heutige “Landeskirchliche Archiv” in Bielefeld. Rothert war Mitglied der Deutschnationalen Volkspartei. Hermann Rothert, Verfasser der Westfälischen Geschichte, war sein Sohn. Wann der in Münster verwahrte Nachlasssplitter ins Haus kam, kann nur vermutet werden. Eine Abgabe ist in den Akzessionsbüchern zwischen 1936 bis 1965 nicht nachzuweisen. Der eigentliche Nachlass Hugo Rotherts liegt im Landeskirchlichen Archiv in Bielefeld und wurde dort 1965 übernommen, also fast dreißig Jahre nach seinem Tod. Am 20. Januar 1965 wurden “1.022 Pakete Akten” vom Staatsarchiv Münster an das damals neu eingerichtete Landeskirchenarchiv Bielefeld abgegeben mit der Bemerkung im Akzessionsbuch: “Rücknahme der 1950 (11/50) deponierten Akten”. Dazu gehörte wahrscheinlich auch der Nachlass Hugo Rothert. Es scheinen indessen zwei Kartons in Münster verblieben zu sein, möglicherweise aus Versehen. Erst bei der Verzeichnung in Münster 2021 fiel auf, dass es zwei Nachlassteile, in Münster und Bielefeld, gab. Die Akten in den beiden in Münster liegenden Kartons erwiesen sich als gänzlich unbenutzt. Im Sinne der Forschung wurden sie 2021 nach Bielefeld abgegeben. Münster, 07.05.2021 Mechthild Black-Veldtrup, Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen Quellen und Literatur (Auswahl): Personalakte LkA EKvW 1 neu Nr. 2542. Christian Peters, Kirchengeschichtsschreibung der evangelischen Kirche: Heinrich Friedrich Jacobson, Hugo Rothert und Ewald Dresbach, in: Westfälische Geschichtsbaumeister. Landesgeschichtsforschung und Landesgeschichtsschreibung im 19. und 20. Jahrhundert. Beiträge der Tagung am 10. und 11. Oktober 2013 in Herne, hg. von Werner Freitag und Wilfreid Reininghaus (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen N.F. 21), Münster 2015, S. 213-234, hier S. 222-227. Ulrich Rottschäfer, Verein und Jahrbuch für Westfälische Kirchengeschichte. Ein Rückblick aus Anlass des 200jährigen Bestehens (Jahrbuch für westfälische Kirchengeschichte 94, 1999), S. 35-70. Wilhelm Rahe, Hugo Rothert. Westfälischer Pfarrer und Kirchenhistoriker, in: Jahrbuch für westfälische Kirchengeschichte 65, 1972, S. 9-50 mit einer (unvollständigen) Publikationsliste S. 48-50.<br /><br />Form und Inhalt: Prof. D. Dr. Hugo Rothert (geb. 27.10.1846, gest. 13.6.1936) war nach mehreren kurzen Pfarrtätigkeiten ab 1886 Pfarrer an der Thomae-Kirchengemeinde in Soest. Nach Eintritt in seinen Ruhestand war er von 1915 bis 1934 Dozent und Honorarprofessor für westfälische Kirchengeschichte an der Universität Münster.<br />Dieser Nachlass ist 1965 dem Landeskirchlichen Archiv übergeben worden. Er enthält fast ausschließlich die Manuskripte seiner wissenschaftlichen Publikationen.<br />Bielefeld, im Dezember 2009<br />Wolfgang Günther, Landeskirchliches Archiv der EKvW<br /><br />Hugo Rothert ( 27. Oktober 1846 in Preußisch Oldendorf; † 13. Juni 1936 in Münster) war ein deutscher Pfarrer und Kirchenhistoriker.<br />Rothert, der Sohn eines Pfarrers, besuchte das Gymnasium “Unserer Lieben Frau” in Magdeburg. Im Anschluss studierte er Evangelische Theologie an der Friedrichs-Universität in Halle und wurde 1866 im Corps Normannia-Halle aktiv. Er setzte seine Studien in Erlangen fort. Von 1869 bis 1871 war er als Schulleiter in Preußisch-Oldendorf tätig und schloss gleichzeitig in Münster seine Studien ab. Danach war er von 1871 bis 1873 als Hilfsprediger und Pfarrverweser in Unna und Oelde tätig, ab 1873 als Pfarrer in Lippstadt, bis er 1879 Pfarrer an St. Nicolai in Lemgo wurde. 1886 wechselte er in eine Pfarrstelle an Neu St. Thomae in Soest, wo er bis zum Eintritt in den Ruhestand 1914 wirkte.<br />1905 wurde er in die Historische Kommission für Westfalen aufgenommen. Seit 1907 beschäftigte er sich mit Territorialkirchengeschichte, zunächst der Grafschaft Mark. Zwischen 1915 und 1928 ist er thematisch breit aufgestellt. Die Westfälische Wilhelms-Universität promovierte ihn 1914 zum Dr. phil., nachdem er bereits 1912 von der Universität Bonn zum Dr. theol. honoris causa ernannt worden war. Von 1915 bis 1934 lehrte er als Dozent und ab 1920 als “ordentlicher Honorarprofessor” westfälische Kirchengeschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität. Er gründete den Vorgänger des heutigen “Vereins für westfälische Kirchengeschichte” und setzte sich für die Einrichtung eines Provinzialkirchlichen Archivs ein, das heutige “Landeskirchliche Archiv” in Bielefeld.<br />Rothert war Mitglied der Deutschnationalen Volkspartei. Hermann Rothert, Verfasser der Westfälischen Geschichte, war sein Sohn.<br />Wann der in Münster verwahrte Nachlasssplitter ins Haus kam, kann nur vermutet werden. Eine Abgabe ist in den Akzessionsbüchern zwischen 1936 bis 1965 nicht nachzuweisen. Der eigentliche Nachlass Hugo Rotherts liegt im Landeskirchlichen Archiv in Bielefeld und wurde dort 1965 übernommen, also fast dreißig Jahre nach seinem Tod. Am 20. Januar 1965 wurden “1.022 Pakete Akten” vom Staatsarchiv Münster an das damals neu eingerichtete Landeskirchenarchiv Bielefeld abgegeben mit der Bemerkung im Akzessionsbuch: “Rücknahme der 1950 (11/50) deponierten Akten”. Dazu gehörte wahrscheinlich auch der Nachlass Hugo Rothert. Es scheinen indessen zwei Kartons in Münster verblieben zu sein, möglicherweise aus Versehen. Erst bei der Verzeichnung in Münster 2021 fiel auf, dass es zwei Nachlassteile, in Münster und Bielefeld, gab. Die Akten in den beiden in Münster liegenden Kartons erwiesen sich als gänzlich unbenutzt. Im Sinne der Forschung wurden sie 2021 nach Bielefeld abgegeben.<br />Münster, 07.05.2021<br />Mechthild Black-Veldtrup, Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen<br /><br />Personalakte LkA EKvW 1 neu Nr. 2542.<br />Christian Peters, Kirchengeschichtsschreibung der evangelischen Kirche: Heinrich Friedrich Jacobson, Hugo Rothert und Ewald Dresbach, in: Westfälische Geschichtsbaumeister. Landesgeschichtsforschung und Landesgeschichtsschreibung im 19. und 20. Jahrhundert. Beiträge der Tagung am 10. und 11. Oktober 2013 in Herne, hg. von Werner Freitag und Wilfreid Reininghaus (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen N.F. 21), Münster 2015, S. 213-234, hier S. 222-227.<br />Ulrich Rottschäfer, Verein und Jahrbuch für Westfälische Kirchengeschichte. Ein Rückblick aus Anlass des 200jährigen Bestehens (Jahrbuch für westfälische Kirchengeschichte 94, 1999), S. 35-70.<br />Wilhelm Rahe, Hugo Rothert. Westfälischer Pfarrer und Kirchenhistoriker, in: Jahrbuch für westfälische Kirchengeschichte 65, 1972, S. 9-50 mit einer (unvollständigen) Publikationsliste S. 48-50.

Abgebende Stelle

Bereich "Inhalt und innere Ordnung"

Eingrenzung und Inhalt

Bewertung, Vernichtung und Terminierung

Zuwächse

Ordnung und Klassifikation

Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen (Archivtektonik) >> 07. Nachlässe

Bedingungen des Zugriffs- und Benutzungsbereichs

Benutzungsbedingungen

Reproduktionsbedingungen

In der Verzeichnungseinheit enthaltene Sprache

  • Deutsch

Schrift in den Unterlagen

    Anmerkungen zu Sprache und Schrift

    Physische Beschaffenheit und technische Anforderungen

    Bereich Sachverwandte Unterlagen

    Existenz und Aufbewahrungsort von Originalen

    Existenz und Aufbewahrungsort von Kopien

    Verwandte Verzeichnungseinheiten

    Ulrich Rottschäfer "Verein und Jahrbuch für Westfälische Kirchengeschichte. Ein Rückblick aus Anlaß des 100jährigen Bestehens." Jahrbuch für Westfälische Kirchengeschichte, Band 94, 1999

    Verwandte Beschreibungen

    Bereich "Anmerkungen"

    Anmerkung

    Original description: Archivportal-D

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    Bereich "Beschreibungskontrolle"

    Identifikator "Beschreibung"

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    Status

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    Daten der Bestandsbildung, Überprüfung, Löschung/Kassierung

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      Schrift(en)

        Quellen

        Anmerkung des Archivars/der Archivarin

        Bereich Zugang