Schreiben

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              RMG 205 · Akt(e) · 1828-1829
              Teil von Archiv- und Museumsstiftung der VEM (Archivtektonik)

              Vorschläge zur Feier e. gemeinschaftlichen Missionsfestes, 1828; Protokollauszüge d. Barmer Missionsgesellschaft, 1828; Instruktion f. d. Deputierten d. Kölner Miss.-Ges., 1828; Statuten d. Deputation der Rhein. Miss.-Ges.. Entwurf, 1828; Vortrag v. d. Deputierten von Köln, Wesel, Elberfeld u. Barmen, Juli 1828; Protokoll über d. Vereinigungsverhandlungen der 4 Miss.-Ges., Juli 1828; Entwurf d. Statuten u. Fortsetzung d. Konstituierungsverhandlungen in Köln, Sept. 1828; Protokollauszüge der Konstituierungsverhandlungen, Sept. 1828; Begründung d. Weseler Miss.-Ges., der Vereinigung nicht beizutreten, Sept.1828; Beschlüsse zur Aussendung von Missionaren, Dez. 1828; Vorschläge zu d. Statuten v. d. Kölner Miss.-Ges., Januar 1829; Schreiben Pastor Klönne, Kalkar, den Anschluß Wesels betreffend, Febr. 1829; Schreiben Pastor Klönne, Kalkar, über Wahl d. Deputierten Davidis, August 1829

              Rheinische Missionsgesellschaft
              Handakten: Bd. 7
              BArch, N 253/24 · Akt(e) · Mai 1910 - Sept. 1911, Jan. 1914
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Enthält: August von Heeringen, Mai 1910 Gustav Bachmann, Mai 1910 und März 1911 Großherzogin von Baden zur Taufe des Linienschiffs "Nassau", Juni 1910 Presseartikel über Gerüchte eines Rücktritts von Tirpitz, Juli 1910 Schriftwechsel mit Herzog Jaohann Albrecht von Mecklenburg über Tsingatu, Juli - Aug. 1910 Schriftwechsel mit Eduard von Capelle, Juli 1910 Schriftwechsel mit dem Chef des Admiralstab der Marine, Max von Fischel, Aug. 1910, bem. Denkschrift Fischels nicht beiliegend Wilhelm von Lans zum Torpedowesen, Aug. - Sept. 1910, März 1911 Schiffsverkauf an die Türkei. Schriftwechsel insbesondere mit Kaiser Wilhelm II., Georg Alexander von Müller, Theobald von Bethmann Hollweg und dem Staatssekretär des Reichsschatzamts, Adolf Wermuth, Juli - Sept. 1910 Schriftwechsel mit Rudolph Rittmeyer über dessen Seekriegsgeschichte, Sept. 1910 Hunold von Ahlefeld, Juli - Nov. 1910 Hubert von Reuber-Paschwitz, Juli 1910 Reichsmarineamt: Sitzungsprotokolle übrt Linienschiffe und Große Kreuzer 1911, Aug. - Okt. 1910 Telegrammwechsel mit Großherzog Friedrich II: und Großherzogin Luise von Baden, Sept. u. Dez. 1910 Telegramm von Kronprinzessin Cecilie vom 14. Jan. 1914, vgl. Nr. 182 Eduard von Capelle zum deutsch-englischen Flottenagrement, Sept. 1910 Philipp A. Frhr. Mumm von Schwarzenstein betr. Tod des Chefs des Kreuzergeschwaders, Erich Gühler, 22. Jan. 1911 Danktelegramm an Kaiser Wilhelm II. anlässlich der Hochzeit von Ilse von Tirpitz, Jan. 1911 Glückwünsche von Theobald von Bethmann Hollweg zum 62. Geburtstag, 19. März 1911 Verhandlungen über deutsch-englischen marinetechnischen Nachrichtenaustausch: Memoranden und Stellungsnahmen von Tirpitz, Feb. - Juni 1911 Wilhelm Höpfner betr. Alfred Meyer-Waldeck als Gouverneur von Kiatschou, 7. Apr. 1911 Reichstagsrede von Tirpitz betr. Flottengesetze und Marineetat 1899 - 1908 (Auszüge) Äußerungen deutscher und englischer Regierungsvertreter zum Flottenbau, Dez. 1908 - März 1911 Flottenbauplan 1912 - 1917 Schriftwechsel mit dem Staatssekretär des Reichsschatzamts, Adolf Wermuth, betr. Resolution des Deutschen Flottenvereins zum Flottenbau, Juni 1911 Eduard von Capelle zu Verhandlungen über einen Neubau des Reichsmarineamts, Juni 1911 Schriftwechsel mit Georg Alexander von Müller insbesondere betr. Stellenangelegenheiten, Juli 1911 Ferdinand Graf von Zeppelin, Juli 1911 Befehlsverhältnisse der Seestreitkräfte im Kriege: Immediatbericht sowie Schreiben des Chefs des Admiralstabs der Marine und des Marinekabinetts, Juni - Sept. 1911 Harald Dähnhardt betr. Stellenbesetzungen im Reichsmarineamt, 13. Juni 1911 Schriftwechsel mit dem Chef des Admiralstabs der Marine, August von Heeringen, Juni - Aug. 1911 Gedanken über die Entwicklung der Flottentaktik Bemühungen um ein deutsch-englisches Flottenagrement (Aktenauszüge), Jan. 1907 - Juni 1911

              Tirpitz, Alfred von
              Handakten: Bd. 9
              BArch, N 253/29 · Akt(e) · Sept. 1911, Okt. 1913 - Juni 1914
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Enthält: Neuorganisation der Inspektion des Torpedowesens, Niederschrift von Erich Edgar Schulze zu einer Sitzung im Reichsmarineamts am 29. Okt. 1913 Tirpitz an Ferdinand Graf von Zeppelin betr. Marineluftschiff "L2", 10. Nov. 1913 Griechisches Kaufinteresse an einem deutschen Panzerschiff, Okt. 1913 - Jan. 1914 Typenentwicklung des Großen Kreuzers, Niederschrift von Erich Edgar Schulze zu einer Sitzung im Reichsmarineat am 6. Nov. 1913 Standort eines Kolonialgerichtshofs, Dez. 1913 Reichtagsrede über Etat für Kiautschou, 1914 Materialien für die Reichstagsverhandlungen über den Marineetat, darunter graphische Darstellungen zur personellen und materiellen Entwicklung der Marine, 1914 Georg Alexander von Müller insbesondere zum Marineetat, März - Mai 1914 Pressestimmen zum 65. Geburtstag von Tirpitz, März 1914 Prinz Heinrich von Preußen über die englische Marine und die deutsch-englischen Beziehungen, 1. Sept. 1911 Schreiben an Theobald von Bethmann Hollweg und den Staatssekretär des Reichsschatzamtes, Hermann kühn, betr. Marineetat 1915, 22. Mai 1914

              Tirpitz, Alfred von
              Handakten: Dr. Class
              BArch, R 8048/184 · Akt(e) · Juni 1897 - Dez. 1900
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Enthält v.a.: Schreiben an Class als Vorsitzender des Rhein-Main-Gaues und der Ortsgruppe Mainz von Hasse, Lehr und von Ortsgruppen und Mitgliedern des Verbandes über Verbandsangelegenheiten Enthält u.a.: Flottenfrage Kolonialpolitischen Fragen Burensammlung

              Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, BPH, Rep. 192 Nl Zimmermann, E., Nr. 52 · Akt(e) · 25.4.1926
              Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)
              • description: Enthält u.a.: - - Dank für interessanten Brief, der aufgrund der letzten Sätze für Wilhelm II. jedoch nicht vorlegbar ist - - Bitte an Zimmermann, aus seinen gefertigten Briefabschriften nochmals den "Buchinhalt" zu schreiben - - Derzeitiger Lesestoff der Prinzessin Hermine: Briefe Friedrich des Großen an Fredersdorf 25.4.1926, Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, BPH, Rep. 192 Nl Zimmermann, E. Zimmermann, Eugen (Dep.) Enthält u.a.: - Dank für interessanten Brief, der aufgrund der letzten Sätze für Wilhelm II. jedoch nicht vorlegbar ist - Bitte an Zimmermann, aus seinen gefertigten Briefabschriften nochmals den "Buchinhalt" zu schreiben - Derzeitiger Lesestoff der Prinzessin Hermine: Briefe Friedrich des Großen an Fredersdorf
              Hegner, Carl Ludwig Hermann (1840-1915)

              Nachlaß:; Fotokopien von maschinenschriftlich übertragenen Briefen u. Abschrift d. Testamentes, 11 S.; Rundbrief an d. mit Carl Ludwig Hegner in Afrika arbeitenden Missionare: „Wie weit darf d. neu ankommende Missionar d. ersten Eindrücken u. Enttäuschungen Raum geben?“, 1867; Antwortbrief Carl Ludwig Hegners, nachdem d. Schreiben zirkuliert war, 8.9.1867; Briefe Carl Ludwig Hegners an Inspektor Friedrich Fabri u. Ludwig von Rohden betreffend Heiratsange-legenheiten, 5 Briefe aus Pella, 1867-1869; Ausarbeitung über d. Weckung geistlichen Lebens, überschrieben I.N.J.A., 1875; Testament, 1913;

              Rheinische Missionsgesellschaft
              Herr Andersen, Shunga
              277 / 514 · Teil · 17. August 1914
              Teil von Zentrum für Mission und Ökumene – Nordkirche weltweit

              [Streitigkeiten zwischen Andersen und Bock] Bock an Andersen. Zuvor hatte Bock Andersen gedroht, er werde mit Hilfe der Armee der benachbarten Station (Boma) den Zugang zu Bocks Haus erzwingen, weil Bock ihm nicht die Türe geöffnet hatte. Bock sagt, wenn Andersen sein Kommen angekündigt hätte, wäre auch jemand zuhause gewesen, um Andersen die Türe zu öffnen. Ihr liebenswürdiger Brief hätte lieber ungeschrieben sein sollen. Wollen Sie nicht bald einhalten mir Beschuldigungen an den Hals zu hängen, die einzig und allein das Produkt Ihres alle Tatsachen auf den Kopf stellenden Gehirns sind? Was schreiben Sie von zwangsweiser Öffnung unserer Türen durch die Boma? Sind Sie noch ganz bei Verstande? Am Freitag morgen erhielt ich Meldung von der Boma, mich jeden Augenblick bereit zu halten, die Führung des Postens zu übernehmen und meine Frau mitzubringen, falls sie nicht nach Kigoma übersiedelt. Es wurde eine Abschrift des an Sie ergangenen Stellungsbefehls mitgeschickt mit der Bitte Herrn Andersens Abberufung von seiner Basisarbeit zu genehmigen und durch Unterschrift bestätigen zu wollen. Und im Begleitschreiben drückte der Oberleutnant sein Bedauern aus, Sie mitten aus der Basisarbeit herausreißen zu müssen, da wir ja dadurch viel verlieren. Wie kommen Sie zu solch bewußter Fälschung der Tasachen? Das Bild von Ihrer Persönlichkeit wird für mich immer dunkler. Unser Haus stand und steht noch für Ihre Familie offen. Hinweis auf die vielen Male, in denen Bocks der Familie Andersen bereits geholfen haben.

              Schleswig-holsteinische lutherischen Mission zu Breklum
              Herr Baumissionar Andersen, Shunga
              277 / 511 · Teil · 28. Juli 1914
              Teil von Zentrum für Mission und Ökumene – Nordkirche weltweit

              [Streitigkeiten zwischen Andersen und Bock] Bock an Andersen. Bock darüber, dass Andersen den Bruder Jessen als Schiedsgericht in der Abrechnungsaffäre vorgeschlagen hat. Bock mit der Beteuerung, er wünschte, die ganze Sache sei unter vier Augen geblieben. Er habe nur alles zum Guten wenden wollen, indem er Andersen die Abrechnung noch einmal zurückgeschickt habe, damit er Verbesserungen vornehme. Bock hätte, wenn er Andersen Böses gewollt hätte, ja auch einfach die fehlerhafte Abrechnung an den Vorstand weiterleiten können. Bock sei auch jetzt noch bereit, den Frieden wieder herzustellen. Und wenn Sie willig sind, Ihr Bedauern dem Vorstand gegenüber auszusprechen, dass Sie meine Anständigkeit ohne jeglichen Grund bezweifelt haben, bin ich gleichfalls bereit, mein Bedauern über mein Schreiben zum Ausdruck zu bringen. Bock bittet Andersen, seine Briefe im Original an den Vorstand zu schicken, um Objektivität zu gewährleisten.

              Schleswig-holsteinische lutherischen Mission zu Breklum
              Herrn Bautechniker Andersen, Shunga
              277 / 510 · Teil · 27. Juli 1914
              Teil von Zentrum für Mission und Ökumene – Nordkirche weltweit

              [Streitigkeiten zwischen Andersen und Bock] Bock dienstlich an Andersen über die Postzustellung und Geld. Über einen Herd, eine Tür, einen Safaritisch, die bei ihm zurückgeblieben sind. Bock fragt, aus welcher Kasse diese Dinge bezahlt sind und was er mit ihnen anfangen soll. Außerdem vermißt er eine Zange, die er Frau Andersen geliehen hatte. Frage, ob die Zange aus Versehen mit nach dem Shunga gegangen sei. Über Andersens Klage gegen Bocks Wankelmut beim Vorstand. Dass Sie als Laienmissionar sich derartige Bemerkungen auf dem an den Vorstand gerichteten Schreiben erlauben: Sollte es hier nicht so sein, dass das Vorwärtskommen der Station an dem Missionar liege ist wirklich mit das Höchste, was Sie bieten konnten. Meine diesbezügliche Bemerkung folgt anbei.

              Schleswig-holsteinische lutherischen Mission zu Breklum
              RMG 753 · Akt(e) · 1823-1966
              Teil von Archiv- und Museumsstiftung der VEM (Archivtektonik)

              Korrespondenz zur Zusammenarbeit; Schreiben von Breutel u. Roentgen/Neuwied, 1823 + 1826; Schreiben von Breutel/Berthelsdorf, 1837; Kurze Denkschrift zur Nyassafrage, v. Baudert, 1925; Aufruf f. ein unverzinsliches Darlehen zum Besten des kirchlichen Haushaltes der Gemeine Herrnhut, Dr., 1930; O daß doch bald Dein Feuer brennte, Spendenaufruf zum 200-jährigen Jubiläum, Dr., 1932

              Rheinische Missionsgesellschaft
              RMG 2.697 e · Akt(e) · 1906
              Teil von Archiv- und Museumsstiftung der VEM (Archivtektonik)

              Protokoll e. vertraulichen Besprechung Johannes Wilhelm Karl Spiecker’s mit Gouverneur von Linde-quist, Windhoek, Mai 1906; Reiseplan, Bl. 377, 1906; Übersicht über Entfernungen u. Fahrtzeiten mit d. Ochsenwagen von Okaputa über Gaub u. Outjo nach Olukonda (Finnische Mission), Bl. 323, 1906; Antwortbriefe Johannes Wilhelm Karl Spiecker’s auf d. an ihn privat gerichteten Schreiben von Missionaren, Pfarrern u. Freunden, 1906; Konferenzberichte, 1906

              Rheinische Missionsgesellschaft
              Knorr, Eduard von
              BArch, N 578 · Bestand · 1855 - 1919, 1944
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Geschichte des Bestandsbildners: geb. 8.3.1840 in Saarlouis; gest. 17.2.1920 in Berlin; letzte Dienststellu Dienststellung: Kdr. Admiral und Chef des Kaiserlichen OKM Bearbeitungshinweis: Findkartei Bestandsbeschreibung: Personalia: Lebenslauf; Patente und Beförderungsurkunden, 1859 - 1893; Kom Kommandierungen und Ernennungen, 1871 - 1903; Anerkennungen, Tadel, Belehrungen, Beschwerden, 1870 - 1896; Abschiedsgesuch von Knorrs und Antwortschreiben Kaiser Wilhelms II, 1898 - 1899; Verleihungs- und Besitzurkunden, 1864 - 1913; 5 Bände Lebenserinnerungen, 1840 - 1889; Korrespondenz u.a. mit Vereinen und als weltlicher Domherr Dritter Klasse beim Domstift Brandenburg/Havel; Anhang: Auszeichnungen für die Ehefrau Luise Viktoria von Knorr, 1870 - 1898; Presseartikel zu Marineangelegeheiten, 1855 - 1915; Pläne für ein Sanatoriumsschiff, 1904; Schreiben mit Liste über Nachlaß des Admirals E.v.Knorr, 1944 Zitierweise: BArch, N 578/...

              Knorr, Eduard von
              BArch, RM 2/1834 · Akt(e) · 1890-1911
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Enthält u.a.: Deutsche Verwaltung in den ostafrikanischen Kolonien mit Berücksichtigung der Sklavenfrage (Ausarbeitung), 1892 Erwerbung eines Marinestützpunktes in Westindien (Bericht des Oberkommandos der Marine), 20. Apr. 1898 Standpunkt des Oberkommandos der Marine zur Frage der überseeischen Flottenstützpunkte (Immediatbericht des Oberkommandos der Marine), 1. Juli 1898 Erwerb von Flottenstützpunkten in den Philippinen und Sulu-Inseln (Anlage zum Immediatbericht des Oberkommandos der Marine), 1. Juli 1898 Zurückführung des samoanischen Häuptlings Mataafa nach Samoa (Bericht des Oberkommandos der Marine), 8. Nov. 1898 Erwerb der dänischen Antillen-Insel St. John (Schreiben des Staatssekretärs des Reichsmarineamtes, Abschrift), 7. Jan. 1899 Einrichtung einer Kohlenniederlage auf den Farisan-Inseln mit Unterstützung der Türkischen Regierung (Bericht des Admiralstabes der Marine), 2. Jan. 1901 Militärpolitischer Bericht von SMS "Berlin" über den Aufenthalt in Agadir (Abschrift), 3. Okt. 1911

              Koloniale Objekte ("temporärer Titel")

              In der Deutschen Gesellschaft für Ordenskunde e.V. gibt es diverse Sammler von kolonialen Objekten. Diese umfassen einzelne Fotos und Alben, Urkunden (Verleihungsurkunden von Orden und Ehrenzeichen sowie offizielle Schreiben, Berichte und Verträge), Tagebücher und sonstige Gegenstände aus den Kolonien. Unter anderem spielt auch die Zusammenarbeit der Kolonialmächte untereinander eine Rolle. Es gibt zudem private Nachlässe von Kolonialsoldaten und Bewohnern der ehemaligen deutschen Kolonien.

              RMG 1.093 · Akt(e) · 1939-1941
              Teil von Archiv- und Museumsstiftung der VEM (Archivtektonik)

              Günther Hecht: Kolonialfrage u. Rassengedanke. Schriftenreihe d. Rassenpolit. Amtes, H. 16, 36 S., Dr., 1939; Neun Thesen d. Rassenpolitischen Amtes zur Kolonialpolitik, Abschrift aus Preuß. Zeitung, Nr. 6, Januar 1939; Schreiben d. Kolonialpolitischen Amtes betr. d. Straßenzustandes in Südwest- u. Südafrika u. Anwort-schreiben m. Angabe d. Adressen ortskundiger früherer Missionare, 1941

              Rheinische Missionsgesellschaft
              Kolonialpolizei
              BArch, R 1001/9764 · Akt(e) · Jan. - Apr. 1941
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Enthält nur: Warum gehört die Kolonialpolizei zur Kolonialverwaltung?. - Denkschrift Kurs für eine Offiziersabordnung der Ordnungspolizei an der Kolonialpolizeischule Tivoli bei Rom. - Schreiben des SS-Gruppenführers Wolff an das Auswärtige Amt vom 8. Apr. 1941

              BMW bmw 1/10839 · Akt(e) · 01.01.1900 - 31.12.1905
              Teil von Evangelisches Landeskirchliches Archiv Berlin

              Enthält u.a.: Schreiben des Komitees und des Schatzmeisters an Superintendent Krause u. a.; Rundschreiben an alle Superintendenten; Anträge von Missionsinspektor Sauberzweig-Schmidt betr. Missionsarbeit in Transvaal und zur Ausnutzung der Stationsländereien in Südafrika; Visitationsbericht von Sauberzweig-Schmidt (Daressalam und Usaramo)

              Berliner Missionswerk
              Kreisregierung Ellwangen (Bestand)
              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, E 175 · Bestand · 1818-1924 (Vorakten ab 1805, Nachakten bis 1960)
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik)

              Zur Geschichte der Kreisregierungen: Die Kreisregierungen wurden durch das 4. Edikt vom 18. Nov. 1817 gleichzeitig mit den 1849 wieder aufgehobenen Kreisfinanzkammern ins Leben gerufen. Zuvor war in Württemberg die gesamte Verwaltung neben den nur mit geringen Kompetenzen ausgestatteten Kreishauptmannschaften - ab 1810 Landvogteien genannt - sowie Gemeinde- und Bezirksbehörden von einem zentralen Regierungskollegium geführt worden, bei dem für die verschiedenen Zweige der Verwaltung Sektionen gebildet waren. Nach dem Abschluß der großen Landeserwerbungen sollten leistungsfähigere Mittelbehörden geschaffen werden. Die Einteilung des Landes in Kreise und die Schaffung von Provinzialkollegien hatte ihr Vorbild in der französischen Departementsverfassung von 1789, die auch in anderen deutschen Staaten zu Anfang des 19. Jahrhunderts die Grundlage für eine neue Verwaltungsorganisation gebildet hatte. Die neue Ordnung wurde am 1. Jan. 1818 in Vollzug gesetzt, gleichzeitig wurden die in dem Ministerium des Innern bestehenden Sektionen der inneren Administration, des Medizinalwesens, des Straßen-, Brücken- und Wasserbauwesens, der Kommunalverwaltung und die Kommission für Gemeindenutzungen und Allodifikation der Bauernlehen, ferner im Finanzministerium die Sektion der Krondomänen, die Sektion der Staatsrechnungen, die Sektion des Landbauwesens, die Sektion der Staatskassen, im Ministerium des Kirchen- und Schulwesens die Sektion der Stiftungen aufgehoben. Nach der Instruktion vom 21. Dez. 1819 waren die Kreisregierungen in ihrem Bereich die obersten Behörden für alle Gegenstände der Landesverwaltung im Regiminal- (Hoheitsverwaltungs-)Fach, in dem der Staatspolizei und der Staatswirtschaft und für die Verwaltung des Vermögens der Gemeinden, Amtskörperschaften und Stiftungen, soweit diese Gegenstände nicht anderen Kreis- oder Zentralstellen aufgetragen waren (Finanzkammern sowie Evangelisches Konsistorium, Katholischer Kirchenrat, Studienrat, Oberbaurat, Landgestütskommission, Medizinalkollegium, Oberrechnungskammer, Steuerkollegium, Forstrat und Bergrat). Die alte Dienstanweisung von 1819 galt 70 Jahre, sie wurde erst durch die Verordnung vom 15. Nov. 1889 über die Organisation der Kreisregierungen und den Geschäftsgang bei diesen ersetzt. Ihre Geschäfte besorgten ein Präsident als Vorstand, administrative Räte und Kollegialassessoren sowie das erforderliche Kanzleipersonal. Zur technischen Beratung waren zeitweise für das Gesundheitswesen ein Kreis-Medizinalrat, für Straßen-, Brücken- und Wasserbauwesen der Kommunen ein Baurat, ein weiterer für das Bauwesen der Kommunen und Stiftungen, zur Genehmigungen von Dampfkesselanlagen ein Sachverständiger beigegeben. Die Erledigung der Geschäfte erfolgte teils im Wege der kollegialischen Beratung und Beschlußfassung, teils im Büroweg. Von den ursprünglichen Aufgaben der Kreisregierungen gingen im Laufe der Zeit eine Reihe wichtiger Geschäfte auf andere Mittel- und Zentralbehörde über, so namentlich auf die Ministerialabteilung für den Straßen- und Wasserbau (1848), die Zentralstelle für die Landwirtschaft (1848), die Zentralstelle für Gewerbe und Handel (1848), die Ministerialabteilung für das Hochbauwesen (1872), die Körperschaftsforstdirektion (1875), das Medizinalkollegium (1881) und das Oberversicherungsamt (1912). Neue Aufgaben erwuchsen den Kreisregierungen nach 1870 durch neue Reichs- und Landesgesetze, namentlich die Gewerbeordnung, die Gesetze über die Bildung von Kreis-Landarmenverbänden, über Verwaltungsrechtspflege, über die Vertretung der evangelischen Kirchen- und katholischen Pfarrgemeinden und über die Zwangsenteignung von Grundstücken. Hinzu kamen zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Neuordnung des Wasserrechts, der Ausbau der sozialen Gesetzgebung und die Zuweisung der unmittelbaren Aufsicht über die großen und mittleren Städte. Bei den von den Kreisregierungen wahrzunehmenden Aufgaben der inneren Staatsverwaltung waren diese entweder entscheidende oder verfügende Behörde 1. Instanz oder Aufsichts- und Beschwerdeinstanz oder begutachtende und vermittelnde Instanz. Im Zuge des Beamten- und Ämterabbaus wurden die Kreisregierungen 1924 durch eine neue, dem Ministerium des Innern angegliederte Ministerialabteilung für Bezirks- und Körperschaftsverwaltung für alle Zuständigkeiten ersetzt, die nicht auf die Oberämter und das Ministerium übergingen . Literatur - Alfred Dehlinger, Württembergisches Staatswesen, 1951 - 1953 (insbes. § 127) - Handwörterbuch der württembergischen Verwaltung, bearb. Von Dr. Friedrich Haller 1915 - Denkschrift über Vereinfachungen in der Staatsverwaltung vom 27.2.1911, in: Verhandlungen der Württ. Zweiten Kammer 1911/12, Beilage 28, S. 385ff. (Dep. des Innern). Zur Kreisregierung Ellwangen: Sitz der zu Beginn des Jahres 1818 eingerichteten Regierung des Jagstkreises war Ellwangen. Ihr unterstanden die Oberämter Aalen, Crailsheim, Ellwangen, Gaildorf, Gerabronn, Gmünd, Hall, Heidenheim, Künzelsau, Mergentheim, Neresheim, Öhringen, Schorndorf und Welzheim. Über die 1889 gegründete Landarmenbehörde für den Jagstkreis mit der Landarmenanstalt Rabenhof übte sie die Aufsicht aus. Während die Zahl der Oberämter im Bereich der Kreisregierung stets unveränderlich blieb, erfuhren die Bezirke in ihrer Zusammensetzung durch das Gesetz vom 6.7.1842 betr. die Abänderung in der Begrenzung der Oberamtsbezirke nachfolgende Änderung: vom OA Aalen die Gemeinde Jagsthausen zur Gemeinde Westhausen, OA Ellwangen und vom OA Schorndorf die Gemeinde Aichschieß mit Krummhardt zum OA Esslingen. Der Kreisregierung oblag bis zum Jahre 1839 gemeinschaftlich mit der Kreisfinanzkammer die Verwaltung des alten Ellwanger Archivs, das anschließend bis zur Abgabe i.J. 1868 an das Staatsfilialarchiv in Ludwigsburg unter der Leitung des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten und der Archivdirektion stand, der vier Jahre später die ausschließliche Aufsicht über dieses übertragen wurde (Angaben von Dr. A. Seiler. Das Schriftgut von Kloster und Stift Ellwangen im Staatsarchiv Ludwigsburg, 1976, Seite 7 und E 175 Bü 214). Struktur, Ordnung und Verzeichnung des Bestandes: Die Abwicklungsstelle - Registratur der Kreisregierung Ellwangen -übergab im November 1924 dem Staatsfilialarchiv in Ludwigsburg (ab 1938: Staatsarchiv Ludwigsburg) den dort vorhandenen Restbestand der Registratur - im Gegensatz zu den übrigen 3 Kreisregierungen, die bereits um 1900 größere Ablieferungen an das Archiv des Innern getätigt hatten, die erste Ablieferung eigener Akten seit Gründung der Kreisregierung an ein zuständiges Archiv (bisher Bestand E 175 I/III Akten und Bände). Umfangreiches Schriftgut der Kreisregierung war nicht nur im 19. Jahrhundert, vor allem 1839/40, unter anderem auch Akten der Landvogteiämter, sondern noch im Dezember 1924 kassiert worden, unter diesen unersetzliches Schrifgut wie die älteren Personalakten der Beamten der Kreisregierung und der Oberämter, die Diarien und Direktorien der Kreisregierung bis 1870 und die Oberamtsvisitationen bis 1889. Andere Unterlagen gingen infolge von Zuständigkeitsverlagerungen (s. oben) und im Zuge der Abwicklungsgeschäfte an die Nachfolgebehörden über, 1924 vor allem an die Oberämter und die Ministerialabteilung für Bezirks- und Körperschaftsverwaltung in Stuttgart. Die in der Registratur der Kreisregierung verwahrten alten Pläne von Ellwangen wurden, wie aus einem Schreiben der Ministerialabteilung für Bezirks-und Körperschaftsverwaltung vom 3. Nov. 1924 in E 175 Bü 214 hervorgeht, von der Abwicklungsstelle dem Altertumsverein Ellwangen übergeben (Zur Registraturgeschichte siehe E 175 Büschel 207 und 214). Von den Ende 1924 mit einem Übergabeverzeichnis von 39 Seiten abgelieferten Akten und Bänden der Kreisregierung (Bestand E 175 I) wurde 1936/37 ein handschriftliches Findbuch nach den Faszikelaufschriften gefertigt. Die Absonderung und Neuverzeichnung der Bände folgte im Jahr 1977 (Bestand E 175 III). Zwei in den Jahren 1970 und 1983 verfertigte Nachtragsbände erfaßten die Akten der Kreisregierung, die teils von der Ministeiralabteilung selbst, teils aus deren Bestand im Staatsarchiv Ludwigsburg bei Verzeichnungsarbeiten aus-gesondert wurden (Bestand E 173 II). Der neuformierte Bestand E 175 setzt sich aus den bisherigen Teilbeständen wie folgt zusammen: - E 175 I Kreisregierung Ellwangen - Akten, alt Bü. 1-531, nunmehr E 175 Bü. 174-6483. - E 175 III Kreisregierung Ellwangen - Bände, alt Bd. 1-173, nunmehr E 175 Band 1-173. - E 175 II Kreisregierung Ellwangen - Akten (Nachträge), alt Bü. 1-1069, nunmehr E 175 Bü. 6484 - 7564. Die Neuverzeichnung des zuvor nur grob erschlossenen Hauptbestands E 175 I erfolgte in der vorgegebenen Reihenfolge der Akten und Aktengruppen, die weitgehend der ursprünglichen Anordnung bei der Kreisregierung entsprach (Aktengruppen in einfacher alphabetischer Reihung). Bei der anschließend vorgenommenen Gliederung des Findbuchs wurden größere und damit übersichtlicher Hauptgruppen gebildet, wobei die Untergruppen selbst in ihrer Zusammensetzung nicht verändert wurden und als solche in der Systematik erscheinen; die neueren Titelaufnahmen für die Bände und Nachträge konnten fast unverändert in den Hauptbestand übernommen werden. Fremdprovenienzen wurden bei der Verzeichnung nur ausgehoben, wenn diese abgeschlossene Einheiten bildeten. Von diesen wurden 0,6 lfd. m in Bestand F 169 Oberamt Gmünd eingeordnet, 1,5 lfd. m Wirtschafts- und Schankkonzessionen aus den Jahren 1798-1822 als eigener Aktenbestand E 251 V Steuerkollegium formiert, weitere Unterlagen (Doppelstücke von Formularen und Druckschriften) im Umfang von 0,3 lfd. m dagegen kassiert. Für 471, den Akten noch beiliegende Pläne und Risse wurden Nachweiskarten für den Bestand JL 590 gefertigt. Die Erschließung der Akten und Indizierung nach Orten und Personen wurden von dem Archivangestellten Erwin Biemann von März 1988 bis Mai 1992 durchgeführt. Gliederung und Redaktion des Findbuchs besorgte der Unterzeichnete, die Reinschrift des Findbuchs mittels EDV erstellte Frau Hildegard Aufderklamm. Die Titelaufnahmen des Findbuchs und entsprechend die Indices enthalten aufgrund der eingehenden Erschließung der Aktengruppen Staatsangehörigkeit - Bürgerrecht und Auswanderung alle Einzelfälle nach Orten und Personen (bei Familien nur den Namen des Antragstellers). Vorhandene Einzelfälle können daher bereits anhand des Findbuchs ermittelt werden. Ludwigsburg, im Februar 1995 Hofer Zur Retrokonversion: Bei diesem Findbuch handelt es sich um ein bisher nur in hand- oder maschinenschriftlicher Form vorliegendes Repertorium, das nach einem von der "Arbeitsgruppe Retrokonversion im Staatsarchiv Ludwigsburg" erarbeiteten Verfahren in ein datenbankgestütztes und damit onlinefähiges Format umgewandelt wurde. Bei dieser sogenannten Retrokonversion wurden die Grundstruktur der Vorlage und die sprachliche Fassung der Texte grundsätzlich beibehalten (Motto: "Abschrift statt Neubearbeitung"). Dies kann zu einer gewissen Diskrepanz zwischen dem modernen äußeren Erscheinungsbild und der heute teilweise überholt wirkenden Gestaltung und Formulierung der Titelaufnahmen führen. Berichtigungen, Streichungen und Nachträge wurden überprüft und eingearbeitet.

              Kriegsakten
              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 456 F 82 Nr. 22 · Akt(e) · Januar 1916
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik)

              Enthält u. a.: Befehle des XIV. Armeekorps und der 28. Infanterie-Division; besondere Anordnungen; Erkenntnisse aus der Vernehmung Kriegsgefangener; taktische Anweisungen Darin: Abdruck eines Schreibens Kaiser Wilhelms II. an das deutsche Heer, die Marine und die Schutztruppe zum Ende des 1. Kriegsjahres

              Kriegsangelegenheiten
              Stadtarchiv Worms, 042 / 0632 · Akt(e) · 1914 - 1915, 1919
              Teil von Stadtarchiv Worms (Archivtektonik)

              Enthält: u.a.: Verordnungen des Kreisamtes Worms an die Landgemeinden betr. Ausgabe von Brotmarken, Regelung des Verkehrs mit Mehl u. Brot, Behandlung der in landw. Betrieben beschäftigten russischen Arbeiter; Gesuch um Beurlaubung; Aufruf zur Spende für den Reichsverband zur Unterstützung deutscher Veteranen u. für den Kolonialkriegerdank e.V.; Kartoffelvorräte, 1914; Verzeichnis der in der Gemeinde Horchheim gemeldeten Jungmannschaften, 1914; Verzeichnis der zur Ausbildung der Jungmannschaften gemeldeten Führer, 1914; Verzeichnis der Mannschaften für Armierungsarbeiten, o.D.; Schreiben des Kreisamtes Worms an die Verwaltungskommission des Hospitalfonds Neuhausen betr. Kriegsanleihe 1915; Einwohnerverzeichnis [1915]; Formulare betr. Erntehilfeanmeldung; Dankschreiben des Ersatz-Batallion Reserve-Inf.-Reg. Nr. 116 an das Bürgermeisteramt u. Einwohner von Horchheim, 1915 Darin: WZ vom 10.09.1914, 20.01.1915 (nur Titelseite), 30.03.1915 (nur Titelseite), 21.06.1915; ’Aufforderung zur Erntehilfe’, Extrablatt zur WZ , 02.08.1914; Merkblatt betr. Kleingartenbau und Kriegsfürsorge, 1915; ’Die Bundesverordnungen über Getreide, Mehl, Brot, Kartoffeln, Fleisch u. Ammoniak’, Berlin, 1915; ’Soldat u. Alkohol. Ein vaterländisches Kapitel’ von Karl Briegleb, o.D.; Preisliste für Lebensmittel, hrsg. von der Zentral-Einkaufsgesellschaft Berlin, 1915; Verordnung betr. Verwendung von Kriegsgefangenen zu landw. Arbeiten, 1915; ’Die Heimstätte’, Mitteilungsblatt des Hess. Landesvereins für Kriegerheimstätten e.V., 1919

              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, M 1/4 · Bestand · 1855-1920
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

              Vorbemerkung zur Retrokonversion der Findmittel: Zum Zeitpunkt der Retrokonversion lagen zwei maschinenschriftliche Repertorien vor: 1) Die von der Abteilung für allgemeine Armeeangelegenheiten des Württembergischen Kriegsministeriums überlieferten Akten wurden 1944 von Heeresarchivdirektor Dr. Hermann Pantlen verzeichnet. Die Titelaufnahmen des aus dem Heeresarchiv Stuttgart erhaltenen Findbuchs sind bei der Retrokonversion unverändert in die EDV überführt worden. 2) Die im Bestand M 1/4 überlieferten Geschäftstagebücher wurden 1975 von Dr. Joachim Fischer und Wilhelm Westenfelder verzeichnet. Das damals erstellte Findbuch ist ebenfalls unverändert retrokonvertiert worden. Im Folgenden werden Vorwort bzw. Vorbemerkung der beiden Findbücher wiedergegeben. Stuttgart, April 2008 Dr. Wolfgang Mährle 1. Die Abteilung für allgemeine Armeeangelegenheiten - Akten (Vorwort zum Findbuch 1944): Die Abteilung für allgemeine Armee- und persönliche Angelegenheiten (A) ist aus der Militär-Abteilung des Württ. Kriegsministeriums hervorgegangen; letztere bildete vom 29. September 1871 ab die wichtigste Abteilung des Württ. Kriegsministeriums (Militärhandbuch für das Königreich Württemberg, Stuttgart 1913, Seite 46). Am 12. September 1906 trat die gennante Bezeichnung abgekürzt (A) in Kraft. Abteilungschefs der Abteilung waren vom Jahr 1871 ab: 1871 Kgl. Preuß. Major von Lattre, 1873 Oberstleutnant 01.08.1873 - 23.03.1874 General Major von Gleich 24.03.1874 - 18.09.1874 General Major von Wundt 19.09.1874 - 14.06.1883 Oberstleutnant von Steinheil, ab 22.09.76 Oberst 15.06.1883 - 29.12.1886 Oberst von Finckh 04.01.1887 - 08.10.1889 Oberst von Breyer 09.10.1889 - 24.03.1893 Mayor von Bilfinger, ab 01.04.90 Oberstleutnant 03.02.93 Oberst 25.02.1893 - 27.01.1895 Oberst von Schnürlen 02.02.1895 - 21.03.1897 Oberstleutnant von Freudenberg, ab 18.04.96 Oberst 22.03.1897 - 25.11.1898 Oberst von Münzenmaier 26.11.1898 - 03.07.1900 Oberst von Marchtaler 04.07.1900 - 24.04.1904 Oberstleutnant Freiherr von Mittnacht, ab 27.01.1903 Oberst 25.04.1904 - 16.03.1905 Oberst von Schaefer 17.03.1905 - 20.04.1911 Oberstleutnant von Graevenitz, ab 11.09.07 Oberst 21.04.1911 - 15.12.1914 Oberstleutnant von Schroeder, ab 25.02.12 Oberst 19.08.14 General Mayor 16.12.1914 - 25.07.1917 Oberst von Magirus, ab 25.02.15 General Major 26.07.1917 - 08.11.1918 Oberstleutnant von Haldenwang (Richard) bzw. 01.04.1919 ab 23.03.18 Oberst 2. Geschichte und Verzeichnung des Bestands: Der Aktenbestand ist mit den Akten des ehem. Württ. Kriegsministeriums direkt von der Olgastraße 13 an die damalige Reichsarchivzweigstelle Stuttgart gekommen. Zugleich mit demselben kam Behördenrepertorium (jährlich in sich abgeschlossene Personen- und Sachregister mit Hinweis auf die Journalbücher) mit. Dieselben sind dienlich wenn es sich um Feststellung einer bestimmten Person handelt, oder wenn der Betreff eines Schreibens gesucht wird. Die Register und Journale machten jedoch die Aufstellung eines Archivverzeichnisses nicht überflüssig. Dasselbe wurde von dem damaligen Assistenten, jetzigen Reg. Inspektor Beiermeister in den Monaten August, September 1931 - also am Schluß der Ordnungsarbeiten - aufgestellt. Die Erweiterung des an sich brauchbaren Archivverzeichnisses zu einem Archivrepertorium strebte ich seit der Übernahme der Reichsarchivzweigstelle an. Die Ausführung dieser Arbeit wurde möglich, als ich im Dezember 1941 von einem 1 1/2 jährigen Kommando als Beauftragter des Chefs der Heeresarchive für Metz und Straßburg zurückkehrte. Die Arbeit wurde im Lauf des Jahres 1942 kriegswichtig, da ich mit der Absicht umging, die Bestände des ehem. Württ. Kriegsministeriums im Hinblick auf die sich verschärfende Luftlage zu dezentralisieren. Der Abtransport nach Neuenstein erfolgte im Oktober 1943. Die Akten sind dort jederzeit greifbar gelagert. Bei der genauen Durchsicht fielen gewisse Lücken im Aktenbestand auf. Versuche, dieselben zu schließen, wurden sowohl von Oberarchivrat von Haldenwang, dem Bruder des letzten Abteilungschefs, als auch von mir gemacht, ohne daß denselben ein Erfolg beschieden war. Der Personen- und Sachindex wurde vom damaligen Heeresarchivrat Knoch im ersten Halbjahr 1943 aufgestellt und von mir persönlich im Februar 1944 überarbeitet, um die Einfügung in die Allgemeine Kartei des Heeresarchivs zu erleichtern. Organisationsübersichten bzw. Geschäftseinteilungen wurden dem Repertorium keine beigefügt, da aus den Aktenbänden keine entnommen werden konnten und da beim Sachgebiet I ein Band "Geschäftsenteilung des Württ. Kriegsministeriums" besteht, der später dem Repertorium der Zentralabteilung beigefügt werden soll. Stuttgart, den 28. Februar 1944 Dr. Pantlen Heeresarchivdirektor 1. Die Abteilung für allgemeine Armeeangelegenheiten - Geschäftstagebücher (Vorbemerkung zum Findbuc: In dem im Jahr 1944 abgeschlossenen Repertorium des Heeresarchivs Stuttgart für den Bestand M 1/4 (Kriegsministerium - Abteilung A) sind die Geschäftstagebücher der Abteilung A nicht verzeichnet. Die daher nötige Ordnung und Verzeichnung der 287 Bände (11,5 lfd.m), denen die Journale des Korpsveterinärs XIII. A.K. (vgl. Band 269 und 270) eingeordnet blieben, wurde durchgeführt 1972 durch den Vertragsangestellten Westenfelder unter Aufsicht von Oberstaatsarchivrat Dr. Fischer Stuttgart, im Februar 1975 Fischer Oberstaatsarchivrat

              Kriegsschuldfrage
              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 130 b Bü 2573 · Akt(e) · Juni 1924 - Juni 1927
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

              Enthält u.a.: Eingaben und Entschließungen, darunter der Deutschen Industriellen-Vereinigung vom 6.6.1924; diesbezügliches Schreiben von Reichskanzler Marx vom 30.6.1924; Berichte der württembergischen Gesandtschaft in München, darunter über einen Vortrag des amerikanischen Historikers Harry Elmer Barnes am 28.7.1926 in München; verschiedene Schriften, darunter des Auswärtigen Amts "Die koloniale Schuldlüge", 1924, Rede des Senators Robert L. Owen am 27.3.1926 zur Kriegsschuldfrage sowie Broschüre zum fünfjährigen Bestehen der Zentralstelle für Erforschung der Kriegsursachen, April 1926; Frage des deutschen Eintritts in den Völkerbund und Behandlung der Kriegsschuldfrage, 1924/25; Veranstaltung einer deutschen Propagandawoche gegen die Schuldlüge im Juni 1925 durch die Weltkriegsbücherei und den Arbeitsausschuß deutscher Verbände; angebliche Fälschungen in dem amtlichen deutschen Weißbüchern über den Weltkrieg, (1925) März/April 1926; Ausführungen von Reichsaußenminister Dr. Stresemann in der Sitzung des Reichsratsausschusses für auswärtige Angelegenheiten am 12.10.1926; Beitrag zur Drucklegung des Werkes "Deutschland und Europa 1890-1914", 1927; Schriftwechsel mit und über den Schriftsteller Hermann Lutz, 1927; achter Arbeitsbericht des Volksbunds "Rettet die Ehre", Mai 1927. siehe auch Nr. 2577

              L 51 Auswärtiger Besitz (Bestand)
              Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe, L 51 · Bestand · 1031-1796
              Teil von Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik)

              Einleitung 1. Besitzgeschichte Der Detmolder Bestand L 51 „Auswärtiger Besitz Lippes ist in mehrere lokale Untergruppen gegliedert. Die Verbindung dieser Orte besteht darin, daß sie verschiedenartige lippische Rechte (Besitzungen, Ansprüche, Pfandschaften und Vogteien) außerhalb des geschlossenen Territoriums umfassen. Es handelt sich einerseits um eine Zone unweit des eigentlichen Herrschaftsgebietes im Norden bzw. Nordwesten (Enger, Bünde, Quernheim und Dünner Mark sowie Ulenburg), andererseits aber auch um entferntere Gebiete, wie das Amt Beyenburg an der Wupper, die souveräne Herrschaft Vianen südlich von Utrecht und das Stift Freckenhorst bei Münster. Zeitlich liegen die Akten zu den Einzelgruppen allerdings weit auseinander, da sie (abgesehen von Kopien älterer Dokumente, die bis angeblich 1031 zurückreichen) Vorgänge vom 15. bis zum ausgehenden 18. Jahrhundert enthalten. Das an der Wupper gelegene Amt Beyenburg war zwar Teil des Herzogtums Jülich-Kleve-Berg, hatte aber als Witwensitz der 1593 verstorbenen Gräfin Maria von Waldeck gedient. Danach kam es zu Verhandlungen und zur tatsächlichen Übernahme als Pfandschaft durch Graf Simon VI. zur Lippe, worauf die ein Jahrzehnt währende Verwaltung durch seine Amtleute (ab 1597) und die recht baldige Wiedereinlösung durch Jülich (1607) erfolgten. Die lippische Verwaltung bestand aus drei Personen, dem von Jülich übernommenen Rentmeister Wilhelm von Pylsum, der 1602 durch Hermann Kirchmann ersetzt wurde, einem weiteren Amtmann und dem Förster. Die Angelegenheiten des Amtes spiegeln sich vor allem im Briefwechsel des Rentmeisters und des Amtmannes mit dem Grafen zur Lippe. Außerdem sind Rechnungsbücher und Einnahme- und Ausgabeverzeichnisse erhalten, und die beiden Herrschaftswechsel führten jeweils dazu, daß die dortigen Rechte und Güter inventarisiert wurden. Daß es überdies zu einem jahrelangen Streit des entlassenen Rentmeisters von Pylsum mit dem Grafen Simon VI. zur Lippe kam, hat ebenfalls seinen aktenmäßigen Niederschlag gefunden. Im Dorf Bünde bestanden die lippischen Rechte vor allem aus den Marktzöllen, die für einige Jahre (1551-1560) ebenso wie äußere Eingriffe gegen diese Rechte dokumentiert sind. Das Amt Enger war durch die Edelherren von Lippe im Jahre 1409 an Bischof Wilhelm von Paderborn verpfändet worden. Im 16. Jahrhundert versuchten die Grafen zur Lippe wiederholt, die Pfandschaft bei den Herzögen von Jülich, an die Enger mittlerweile gelangt war, auszulösen. Besondere Aktivitäten entfalteten sich in dieser Hinsicht unter Graf Simon VI. in den Jahren seit 1576. Die Rückgewinnung gelang nicht, da es zu Uneinigkeiten über den genauen Umfang des verpfändeten Amtes kam. Aufgrund der Einsetzung einer Kommission zur Abgrenzung und Aufzeichnung der dortigen lippischen Rechte wurden aber Protokolle angefertigt, die eine Bestandsaufnahme von Enger um 1578 enthalten. Die Akten des Klosters Quernheim beziehen sich auf das dortige Damenstift, dessen Vogtei die Grafen zur Lippe seit dem 13. Jahrhundert innehielten. Die dortigen Äbtissinnen nahmen diese im 16. Jahrhundert dafür recht häufig in Anspruch, etwa zum Schutz ihrer Eigenleute gegen Übergriffe von Vertretern des Stiftes Minden, aber auch gegen die Stadt Lübbecke und den Grafen von Diepholz, außerdem zur Wahrung ihrer Ansprüche beim Holzeinschlag und der Schweinemast und auf Besitzungen sowie bei Uneinigkeiten im Konvent. Letztendlich geriet das Kloster nach dem Auszug einiger Schwestern in Abhängigkeit Mindens, wogegen auch ein gemeinsames Vorgehen der Grafen zur Lippe und des Stifts Osnabrück vor dem Reichskammergericht nichts ausrichten konnte. Allerdings haben sich die Grafen zur Lippe noch im 18. Jahrhundert durch Osnabrück mit der Vogtei belehnen lassen. Ausgesprochen umfangreich ist der Bestand Ulenburg. Die lippischen Lehnshoheit über diese Burg war 1470 entstanden und resultierte aus einer erfolgreichen Fehde Lippes und der Stadt Herford gegen die Herren von Quernheim. Schon die Periode vor der späteren direkten Herrschaftsausübung Lippes ist gut dokumentiert, weil offenbar der schriftliche Nachlaß des letzten Besitzers Hilmar von Quernheim übernommen wurde. Hilmar, Obrist in Diensten Dänemarks und Drost unterschiedlicher Herren, war in zahlreiche rechtliche Auseinandersetzungen verstrickt, wie etwa in einen Streit mit seinem Vetter Jasper von Quernheim um Haus Beck, eine Besitzung, die recht oft in den Ulenburger Akten erscheint. Folgenreicher war Hilmars Konflikt um die durch das Stift Minden beanspruchten Hoheitsrechte, in dem ihn sein Lehnsherr Simon VI. zur Lippe bald unterstützte, und der sich nach Hilmars Tod († 1581) fortsetzte. Nun wurde die Ulenburg als heimgefallenes Lehen von Simon VI. beansprucht und nach längerem Streit mit Minden schließlich auch behauptet. Als Minden nach einem kaiserlichen Pönalmandat die Ulenburg Ende 1593 an Lippe übergab, war der Konflikt nicht beendet, da der Zustand der Burg für Graf Simon VI. nicht zufriedenstellend war. In einem Fortsetzungsprozeß (bis 1607) wurden durch eine kaiserliche Kommission zahlreiche Zeugen vernommen und umfangreiche Aufstellungen der Einnahmen der Ulenburg angefertigt. Zwar gelangte die Ulenburg schon Anfang des 17. Jahrhunderts über Philipp zur Lippe-Alverdissen an die Familie von Wrede, doch nach deren Konkurs übernahm Lippe noch einmal kurz die Herrschaft dort (um 1708 bis 1711). Anscheinend behielt man die damals inventarisierten Unterlagen und brachte sie dann ins Archiv nach Brake. Hierunter befinden sich auch die Akten und zahlreiche Rechnungsbücher seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert und bis in die Zeit derer von Wrede und ihres Konkurses. Von der Ulenburg aus wurden nach deren Übernahme die älteren lippischen Rechte in der Dünner Mark verwaltet, etwa das dortige Holzgericht, das ebenfalls mit dem Stift Minden umstritten war. Auch die diesbezüglichen Akten finden sich im Bestand Ulenburg. Im Gegensatz zu den anderen Unterbeständen bezieht sich die Akte zu Freckenhorst nur auf einen bestimmten politischen Vorgang außerhalb Lippes, nämlich auf eine Neuwahl der Äbtissin. Nach dem Tod der Äbtissin Margarete zur Lippe kam es zum Versuch Graf Simons VI., seine Tochter Elisabeth zur Nachfolgerin wählen zu lassen, was zwar in Freckenhorst Unterstützung fand, wegen des Eingreifens des Stiftes Münster aber zugunsten der Besetzung mit einer katholischen Kandidatin verhindert wurde. Somit handelt es sich im Grunde nicht um eine "auswärtige Besitzung" Lippes. Die Herrschaft Vianen und Ameide sowie die Burggrafschaft von Utrecht gelangten von der Familie von Brederode an die Grafen zu Dohna (1684). Durch deren Erbin Amalie zu Dohna, die Gemahlin Simon Heinrichs zur Lippe, kam die niederländische Exklave 1686 an Lippe. Schon am 3. September 1725 wurde sie jedoch an die niederländischen Generalstaaten verkauft, das Vianische Archiv verblieb aber, soweit es Familienangelegenheiten im weitesten Sinne betraf, vertragsgemäß beim Haus Lippe. Darin finden sich zahlreiche Unterlagen der letzten Mitglieder des Hauses von Brederode (Johann Wolfert, Wolfert und Hedwig) und ihrer Erben Carl Emil und Amalie aus der Familie zu Dohna, darunter auch Korrespondenzen mit der weitläufigen Verwandtschaft, gegenüber der aufgrund einer Fideikommißregelung für Vianen auch finanzielle Verpflichtungen bestanden. Aus eben diesem Grunde, sahen sich die nachgeborenen Angehörigen des Hauses Lippe (Agnaten) beim Verkauf von Vianen in ihren dortigen Ansprüchen verletzt und zogen vor das Reichskammergericht. In Wetzlar hatten sie letztendlich Erfolg, weswegen die regierenden Grafen zur Lippe Entschädigungszahlungen zu leisten hatte und nun ihre eigenen Verantwortlichen zu belangen suchten. So sahen sich die lippischen Protagonisten bei den Verkaufsverhandlungen, Präsident Christoph von Piderit und Regierungsrat Blume mit Vorwürfen konfrontiert, die in einen Prozeß des lippischen Fiskals gegen den ehemaligen Präsidenten mündeten. Aufgrund dieser späteren juristischen Auseinandersetzungen wurden die Materialien der inneren Verwaltung der Herrschaft Vianen aufbewahrt, um deren rechtlichen und finanziellen Zustand zu dokumentieren. Daher lassen sich diese Angelegenheiten bis ins Detail nachvollziehen, insbesondere die Zahlungen der Rentmeister Peter Inghenhouse (1679 noch bis mindestens 1698), Elisa Gordon (parallel dazu seit ca. 1694 bis 1721, zuvor schon Sekretär, später Bürgermeister), Wolfert Louis van der Waal (interimistisch 1721), Arnold Henrik Feith (1721-1724), Henrik van Dortmond (1725) sowie des Sondergesandten Simon Henrich Blume (1725/26 bzw. 1727/30). Daneben traten der Drost (Drossart), zunächst über Jahre Jacques de l¿Homme de la Fare, von 1710 bis 1725 dann Jean Henry Huguetan (verheirateter van Odijk, späterer Graf Güldensteen) und weitere Räte auf, die gemeinsam den 1681 eingerichteten Regierungsrat von Vianen bildeten. Alle an der Verwaltung beteiligten Personen kumulierten mehrere Amtsposten und regelten nach ihrem Ausscheiden häufig noch ihre früheren Angelegenheiten, was eine zeitliche Abgrenzung erschwert. Diese Art Verwaltung scheint man von der Zeit derer von Brederode und während des Intermezzos unter Carl Emil zu Dohna recht bruchlos unter die lippische Herrschaft übernommen zu haben, wie auch personelle Kontinuitäten und Verbindungen (Elisa Gordon war etwa mit der Familie van Dortmond verwandt, diese wiederum mit Jobst B. Barckhausen verschwägert) zeigen. Nathan van Dortmond, der aus Vianen stammte, gelang es sogar, in Lippe bis zum Landgografen aufzusteigen, während nur in der Anfangszeit und gegen Ende der lippischen Periode auch Räte aus Deutschland in Vianen tätig wurden, wie Justus Dietrich Neuhaus, Theodor Fuchs und Simon Henrich Blume. 2. Bestandsgeschichte Die ersten sechs Untergruppen des Bestandes L 51 wurden durch Johann Ludwig Knoch nach sachlichen Gesichtspunkten gegliedert, zusammengestellt und mit recht detaillierten Angaben in seinem Findbuch verzeichnet. Diese Art der Verzeichnung hing sehr von seinen Präferenzen ab, weswegen etwa Rechnungen u.ä. oder Quellen zu den Untertanen zwar aufgehoben, aber kaum beachtet wurden. Am Anfang der von Knoch gebildeten Akten finden sich häufig Abschriften spätmittelalterlicher Urkunden, die zumeist für spätere Vorgänge rechtserheblich wurden, welche erst im weiteren Verlauf der oft chronologisch sortierten Zusammenstellungen hervortreten. Dabei ist nicht nur der Gesamttitel „Auswärtiger Besitz wegen der Einbeziehung der zuungunsten Lippes entschiedenen Einsetzung einer Äbtissin in Freckenhorst etwas unpräzise. Auch die Untereinteilungen wurden derart schematisch vorgenommen, daß zusammenhängende Prozesse formal zwar korrekt in Einzelverfahren getrennt wurden, die sachlich aber zueinander gehören (etwa die Sache Hilmar von Quernheim gegen Erich Dux, mindischen Drosten von Hausberge, sowie gegen dessen Herrschaft, Bischof und Domkapitel des Stiftes Minden). Außerdem erscheinen Bündel von Resten, deren Aufteilung auf unterschiedlichen Sachgruppen Knoch zwar geplant, aber nicht verwirklich hatte (L 51 Nr. 46, 160, ähnlich zu Vianen Nr. 265/66, und zu vermischten Betreffen, Nr. 267), oder auch verstreute Einzelstücke, die zu einem gemeinsamen Vorgang gehören (Angelegenheiten des Obristen Alexander Günther von Wrede, L 51 Nr. 43, 55, 62). Manches hierunter hat keinerlei Bezug zum auswärtigen Besitz Lippes, wie etwa unterschiedlichen Prozessen zugehörige Protokollauszüge des Reichskammergerichts (L 51 Nr. 160). Bei den Rechnungen des Amtes Beyenburg (L 51 Nr. 14) fand sich zudem ein Bündel mit Schreiben zu damit sonst nicht verbundenen außerlippischen Besitztiteln (in Sommersell, Kariensiek und Entrup im Samtamt Oldenburg), die Knoch zwar noch mit seinen typischen Randbemerkungen am oberen Rand versehen und chronologisch sortiert hatte, ohne sie aber zu verzeichnen. Ganz ähnlich verhält es sich mit den Rechnungen über ein Gebäude, das Graf Simon VI. am Prager Schloßberg ab 1608 errichten ließ (Nr. 120). Es liegen hier offenbar zwei weitere Untergruppen des „auswärtigen Besitzes im Entstehungszustand vor, die in Knochs Findbuch und bei der Einteilung des Bestandes unberücksichtigt blieben. Des weiteren hatte Knoch einige Akten über die Untertanen der Ulenburg zwar angelegt, aber in seinem Findbuch mit der Bemerkung „nullius momenti (ohne Bedeutung) versehen und nicht näher verzeichnet. Darin finden sich aber durchaus interessante Angelegenheiten vom Ende des 17. Jahrhunderts (L 51 Nr. 100 und. 101), wie etwa Freilassungsbriefe, Nachlaßinventare einfacher Leute, Klagen wegen Bierpanscherei oder Register von Personen mitsamt ihrem Land und Vieh. Die siebte Untergruppe mit den Akten über Vianen wurde offenbar erst später an den Bestand L 51 angehängt. Ein Teil des Materials kam erst 1726 nach Detmold, wozu die einschlägigen in ohnehin in der Residenz vorhandenen Eingänge und das Material der späteren Prozesse kam. Obwohl Knoch einzelne Akten am Beginn und Schluß des Teilbestandes (L 51 Nr. 265-267) beschriftet hat, fehlt seine Verzeichnung, jedenfalls im erhaltenen Findbuch L 51. Als die Akten zum Verfahren der Familie zu Dohna wegen der Intervention des preußischen Königs Friedrich II. nach 1772 wieder hervorgesucht wurden, wurde auch Knoch aktiv, wie ein Stammbaum und einige Bemerkungen von seiner Hand belegen (L 51 Nr. 191). In der siebten Untergruppe, Vianen, finden sich einerseits die auf die Herrschaft bezüglichen Eingänge. Hinzu kommen Materialien, welche 1726 bei der Teilung des Archivs, das sich auf Schloß Batestein in Vianen befand, nach Detmold gebracht wurden. Diese Akten wurden anscheinend für die späteren Untersuchungen und Prozesse neu zusammengestellt, allerdings kam es zur Abtrennung des nicht nur Urkunden enthaltenden Bestandes L 3. Spätere Ordnungen des Unterbestandes Vianen wurden nur mit geringer Tiefe durchgeführt. Im Prinzip scheint die heutige Ordnung einerseits noch auf die Gliederung der Materie für den Wetzlarer Reichskammergerichtsprozeß, der mit den lippischen Miterben geführt wurde, zurückzugehen, wie auch entsprechende Vermerke zeigen (so zu L 51 Nr. 218, Nr. 223), zum anderen aber handelt es sich um die Anlagen zum Bericht der späteren Untersuchungskommissionen über die Rolle der lippischen Räte beim Verkauf der Herrschaft. Alles in allem handelt es sich um eine eher bunte Mischung unterschiedlichster Stücke aus der Verwaltung der Herrschaft, die nicht nur mit der Periode unter den Grafen zur Lippe zu tun haben, sondern aus früheren Jahrhunderten, vor allem aus der Herrschaftszeit der Familie von Brederode und aus den Jahrzehnten nach dem Verkauf stammen. Auch die Verwendung des durch Verkauf von Vianen erlangten Geldes durch den Grafen zur Lippe ist genau dokumentiert. Außerdem sind auch die privaten Unterlagen der Gräfin Amalie zur Lippe, geb. Dohna, in die Unterlagen über ihr Erbe, die Herrschaft Vianen, gelangt, auch wenn sie damit direkt nichts zu tun hatten. Ein Teil der Korrespondenz über und aus Vianen wurde unglücklicherweise schematisch (offensichtlich nicht durch Knoch) nach Absendern geordnet. Damit wurden die ursprünglichen Sachzusammenhänge teils zerrissen, die sich nun über die Verzeichniseinheiten L 51 Nr. 268 bis 285 verstreut finden. Auch im Unterbestand Vianen fand sich am Schluß eine Sammlung von Reststücken, darunter Abschriften von mittelalterlichen Urkunden, beginnend mit der Gründung des Klosters Abdinghof [1031], und andere Dokumente, die teils vollkommen sachfremd sind oder nur in Zusammenhang mit dem Bestand stehen, etwa zum Besitz des Grafen von Geldern in der Umgebung von Vianen oder sich auf Urahnen der Familie Brederode (wie Ritter Arnold von Herlaer) beziehen. Ihre Beschriftung spricht für sich, etwa (L 51 Nr. 267): „Quodlibet gesammelter einzelner Aktenstücke, von welchen die Verfolge, wozu sie gehören, vielleicht noch aufgefunden werden können, oder (ebd.) „Alte Nachrichten, von welchen vielleicht noch einiger Gebrauch gemacht werden kann. Mehr Bezug zu Vianen haben die gesammelt vorliegenden Druckschriften (L 51 Nr. 255) und Tagebücher, darunter die Aufzeichnungen des Sekretärs der Hedwig von Brederode für 1679 und 1680, aber auch eine anonyme Beschreibung einer Seereise nach Amerika (1776). Entsprechend zum Stand der Verzeichnung wurde auch die erstmalige Auswertung des Bestandes vorgenommen. Da Graf Simon VI. zur Lippe in vielen der Teilbeständen von L 51 eine besonders wichtige Rolle spielte, hat August Falkmann in seinem Werk über diesen Herrscher recht häufig darauf in einer Weise rekurriert, die den Knochschen Regesten viel verdankt. Die Materialien zur Ulenburg hat neben Falkmann auch Otto Preuß erstmals genauer betrachtet, während diese Pionierleistung für die Beyenburg durch Werhan erbracht wurde. Peter van Meurs, der an der bis 1909 in Den Haag vorgenommenen Verzeichnung des Vianischen Bestandes L 3 beteiligt war, hat für seine Arbeit über das Erbe des Hauses Brederode wohl auch Teile von L 51 VII ausgewertet. 3. Zur Verzeichnung Der Bestand setzt sich aus 286 Einheiten in nunmehr 85 Kartons zusammen; das älteste (abschriftliche) Dokument darin stammt angeblich von 1031, das jüngste von 1796. Die Verzeichnung erfolgte vom 17. Oktober bis 15. Dezember 2004. Dabei wurde einerseits an-gestrebt, stärker analytisch-zusammenfassend vorzugehen, um die Charakteristika der Akten besser herauszustellen; andererseits sollten auch die von Knoch nicht berücksichtigten Materialien, die späteren Umordnungen und Zusätze und der fast gänzlich unerschlossene Unterbestand zu Vianen in gleichwertiger Weise oder mangels anderer Findmittel sogar tiefer verzeichnet werden. Anzumerken ist dabei, daß insbesondere die Aktenstücke zu Vianen nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Französisch, Niederländisch, Latein und selten auch auf Englisch verfaßt sind, was hier wegen des häufigen Wechsels der Sprachen (oft innerhalb von Dokumenten) nicht einzeln aufgeführt werden konnte. Eine Einheit, die bei einer früheren Verzeichnung aufgeführt wurde, konnte nicht eingehend beschreiben werden, da sie offenbar seit 1999 fehlt (L 51 Nr. 286). Technische Mängel erzwangen die mehrmalige Bearbeitung der Indices. Ein Altsignaturenindex wurde nicht erstellt, da die Knochschen Signaturen bisweilen inkonsequent vergeben oder seine Einheiten durch spätere Umsortierungen und Einschübe wieder zerteilt wurden. Die genaue Konkordanz läßt sich aber aus dem Knochschen Findbuch ersehen, in welches die neuen Signaturen eingetragen wurden. Aus konservatorischen Gründen wurden die meisten Plakate aus den Akten entnommen, von denen manche zu sachverwandten Angelegenheiten gehören, etwa eine Replik auf einen Schandbrief aus einem Prozeß des Hilmar von Quernheim, Proklamationen von Gesetzen der Herrschaft Vianen und der benachbarten niederländischen Territorien, aber auch solche zu anderen Betreffen, wie etwa eine signierte Soldatenordnung des kaiserlichen Oberbefehlshabers Wallenstein aus dem dreißigjährigen Krieg. Manche dieser Plakate wurden als Aktenhüllen verwendet. Die Entnahmevermerke konnten bei den Verzeichnungseinheiten zunächst nicht ausgedruckt werden. Da der Bestand die auswärtigen Besitzungen und Ansprüche Lippes betrifft, finden sich Materialien dazu auch in anderen Archiven, vor allem der benachbarten Reichsstände, wobei etwa für Beyenburg, Enger und Bünde das Herzogtum Jülich (HStA Düsseldorf) zu nennen ist. Auch zur Ulenburg und zu Haus Beck gibt es Quellen in weiteren Archiven. Für die Reichskammergerichtsprozesse Hilmars von Quernheim und des Grafen zur Lippe existiert Gegenüberlieferung v.a. im Staatsarchiv Münster (RKG Q 113-116, ebd. L 629/630), außerdem im ehemals Wetzlarer untrennbaren Bestand (jetzt Bundesarchiv) sowie in zahlreichen weiteren Archiven. Die Akten von Haus Beck sind im Stadtarchiv Löhne deponiert, während die entsprechenden Materialien zur Ulenburg ins Stadtarchiv Bielefeld gelangt sind. Auch für die Belehnung der Quernheimer mit der Ulenburg existiert weitere Überlieferung. Für die Herrschaft Vianen und Ameide greifen die Materialien in Detmold bis ins Mittelalter zurück, da sich hier die älteren Urkunden der Herren von Brederode finden, zumeist in L 3 (einiges auch in L 51 Nr.214, 229, 265; zudem Drucke bzw. Regesten von älteren Urkunden des Hauses Brederode, ebd. Nr. 210 bzw. 243), einem Bestand, der für die spätere Zeit Parallelakten zu L 51 besitzt und ebenfalls bis in die Zeit nach dem Verkauf reicht. Selbstverständlich gibt es zusätzliche Überlieferung in den Niederlanden. Für den Streubestand mit Materialien zu Sommersell und benachbarten Orten ist ergänzend auch L 89 A Nr. 231-233 heranzuziehen. Die umfangreichen Materialsammlungen und Parteiakten zu den Reichskammergerichtsprozessen über Vianen und die sporadisch auftretenden RKG-Akten in L 51, die nicht zu den eigentlichen Betreffen dieses Bestandes gehören, konnten anhand des bereits existierenden Verzeichnisses zugeordnet werden. Schon 1785 aus Wetzlar zurückgesandte Akten zu dem Reichskammergerichtsprozeß über den Verkauf von Vianen sind in den Bestand L 95 I gelangt. Zu zitieren ist wie folgt: L 51 Nr. (Bestellnummer) Detmold, im Dezember 2004 Dr. Otfried Krafft

              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 135 b · Bestand · 1918-1919
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

              Vorbemerkung: In Stuttgart bildete sich wahrscheinlich schon in den ersten Novembertagen 1918 ein Soldatenrat. Öffentlich trat ein solcher am 9. November auf unter Führung des Offiziersstellvertreters Albert Schreiner, der am Abend des gleichen Tages erster Kriegsminister in der Regierung Bios wurde. In einigen Garnisonen wie Ulm und Ludwigsburg bildeten sich Soldatenräte noch vor den Arbeiterräten. Auf Anregung mehrerer Soldatenräte traten bereits am 17. November Delegierte aus den württembergischen Garnisonen unter dem Vorsitz des neuen "Leiters des Kriegswesens" Ulrich Fischer zu einer ersten Landesversammlung zusammen. Auf ihr wurde die Bildung eines siebenköpfigen Landesausschusses beschlossen, in den die größeren Standorte je einen Vertreter schickten. Die zweite Landesversammlung am 11. / 12. Dezember erweiterte den Landesausschuss auf 21 Mitglieder und verabschiedete Bestimmungen für die württembergischen Soldatenräte. Sie bildeten neben den von der Regierung erlassenen Satzungen für die Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte vom 14. Dezember die organisatorische Grundlage für alle Soldatenräte innerhalb Württembergs. Darnach wurden sie wie die Arbeiter- und Bauernräte als die revolutionäre Grundlage des neuen Regierungssystems anerkannt, doch sollte die Vollzugsgewalt ausschließlich bei der Regierung und den überkommenen Behörden liegen. Nach den Bestimmungen gliederten sich die Soldatenräte in Kompanie-, Bataillons-, Regiments- und Garnisonräte. Unmittelbar gewählt wurden nur auf der untersten Stufe die Kompanieräte, die dann in der nächtshöheren als Bataillonsrat zusammentraten und für die laufenden Geschäfte einen Ausschuss wählten. Dieses System setzte sich nach oben fort. An der Spitze stand der "Soldatenrat für Württemberg", zu dem die einzelnen Garnisonräte je einen Delegierten pro 500 Militärpersonen entsandten. Sie traten in der Landesversammldung zusammen und beriefen den Landesausschuss. Dessen Vorsitzende waren Sergeant Fridolin Wicker 22. November 1918 - 25./27.Februar 1919 Beamtenstellvertreter Willy Bettinger 25./27. Februar - 1. Juni 1919 Landwehrmann Schriftsetzer Wilhelm Hitzler ab 1. Juni 1919 Zweiter Vorsitzender war Landsturmmann Gastwirt Albert Schaffler. Der weitgehend von Mitgliedern der (mehrheits-)sozialdemokratischen Partei besetzte Landesausschuss ordnete einzelne Vertreter als Vertrauensleute ab in die Referate des Kriegsministeriums, Generalkommandos usw. Insbesondere zum letzten Kriegsminister Herrmann bestand ein gutes Verhältnis, so dass der Landesausschuss bis in den Frühsommer 1919 die württembergische Militärpolitik beeinflussen und die Rechte der Soldatenräte behaupten konnte. In besonderen Fällen, so u. a. während der Unruhen im April 1919, trafen sich der Landesausschuss der Arbeiter- und Bauernräte und der Landesausschuss der Soldatenräte zu gemeinsamen Sitzungen. Die u. a. vom Landesausschuss aufgestellten "Bestimmungen zum Neuaufbau des württembergischen Volksheeres" suchten Mitwirkungsrechte und Organisationsformen der Räte in die neue Heeresverfassung der Republik zu übernehmen, was jedoch angesichts der andersartigen Konzeption für die Reichswehr nicht zur Anwendung kam. Vielmehr wurden die lokalen Soldatenräte nach der Auflösung des alten Heeres zum 30. Juni 1919 aufgehoben. Lediglich sieben Mitglieder des Landesausschusses verblieben noch bis 30. September. Bereits im April 1919 hatte Dr. Erich Troß, der seine Ausbildung für den bayerischen Archivdienst kriegsbedingt hatte unterbrechen müssen und damals für den Landesausschuss der Soldatenräte Aufklärungsarbeit betrieb, angeregt, dass das Schriftgut der württembergischen Räte und dazuhin weitere geeignete Unterlagen zu einem "Revolutionsarchiv" zusammengeführt werden sollten. Die beiden Landesausschüsse griffen diesen Vorschlag sofort auf, so dass noch im Mai mit Troß "Bestimmungen über die Errichtung eines württembergischen Revolutionsarchivs" vereinbart werden konnten. Die Aufforderung an die nachgeordneten Räte, ebenfalls an dieses Archiv abzuliefern, ist - abgesehen von einigen Arbeiter- und Bauernräten - von den Garnisonräten großenteils befolgt worden. Nur in einem Fall gilt dies auch von den Soldatenräten der Truppenteile, da ihr Schriftgut vielfach zusammen mit den Unterlagen der Truppenteile selbst an die Reichsarchivzweigstelle Stuttgart gelangte und jetzt in den M-Beständen des Hauptstaatsarchivs enthalten ist. Troß konnte sich überdies seiner selbstgestellten Aufgabe nur kurze Zeit widmen, weil er eine Anstellung bei der Frankfurter Zeitung als Redakteur erhielt. 1920 wurde dann das bis dahin erwachsene Material dem (heutigen) Hauptstaatsarchiv übergeben und 1921 durch ein vorläufiges Findbuch - wahrscheinlich von Eugen von Schneider - erschlossen. Sowohl dieses Reper-torium als auch die einschlägigen Kanzleiakten wurden 1945 bei einem Luftangriff vernichtet. Wohl zeitbedingte Gründe verhinderten 1937 eine Aufnahme des Bestandes in die gedruckte Gesamtübersicht, so dass er erst nach dem 2. Weltkrieg entsprechend dem Selbstverständnis der beiden Landesausschüsse bei den E-Beständen unmittelbar hinter den Beständen des Staatsministeriums unter der Signatur E 135 eingerückt wurde. 1957 fertigte Robert Uhland nochmals ein kursorisches Findbuch, doch ging er davon aus, dass zu späterer Zeit eine ausführliche Verzeichnung und Ordnung erfolgen müsse. Als die Räte um 1975 das besondere Interesse der historischen Forschung fanden und die Vorbereitungen für die 1918-Ausstellung des Hauptstaatsarchivs im Jahre 1978 anliefen, erschien eine solche umfassende Erschließung um so dringlicher. Doch ließ sich diese dann nur mit vielfacher Unterbrechung meist im Rahmen der Ausbildung der Referendare und hauptsächlich der Inspektoranwärter durchführen. 1985 war die Neuverzeichnung des gesamten Bestandes abgeschlossen, so dass eine Aufteilung nach Provenienzen möglich war. Seitdem bilden die Unterlagen des Landesausschusses der Arbeiter- und Bauernräte und einiger nachgeordneter örtlicher Räte, d.h. im wesentlichen die früheren Büschel 64 - 86, den Bestand E 135a, während die einstigen Büschel 1-63 zum vorliegenden Bestand zusammengefasst wurden. Die Gliederung beider Bestände wurde im Unterricht des Inspektoranwärterjahrgangs 1986 erarbeitet. Die abschließende Ordnung und die Redaktion des Findbuchs zu E 135b folgten dann 1989/90; den computergestützten Ausdruck fertigte Frau Hildegard Aufderklamm im Staatsarchiv Ludwigsburg. Der Landesausschuss der Soldatenräte hat zwar bald nach seiner Begründung ein Geschäftstagebuch eingeführt, aber keine geordnete Schriftgutablage errichtet. Anfänglich war auf die Schriftlichkeit kein großer Wert gelegt worden, später scheint jedenfalls ein Teil der ein- und ausgehenden Schreiben im Umlauf verfahren den einzelnen Mitgliedern zur Kenntnis gelangt zu sein. Dies gilt im ganzen auch von den nachgeordneten Garnisonräten. Die Einmaligkeit der Überlieferung schien eine mehr oder minder blattweise Verzeichnung zu rechtfertigen, so dass aus den genannten, kaum geordneten ursprünglichen Büscheln rund 6000 Titelaufnahmen erwuchsen. Nach der provenienzgerechten Trennung auch innerhalb der einzelnen Soldatenräte ließen sich die meist sehr kleinen Büschel gleichen Betreffs vielfach vereinigen, so dass der Bestand nunmehr 1429 Büschel in 3,4 Regalmetern umfasst. Es scheint unter Einschluss des Kriegsministeriums in der zeitgenössischen württembergischen Verwaltung keine Schriftgutordnung in Gebrauch gewesen zu sein, die sich angesichts der umfassenden Kompetenz der Räte auf diese anwenden ließ. Die vorliegende Bestandsgliederung wurde daher induktiv nach Sachgesichtspunkten erstellt, wie sie sich anhand des erhaltenen, meist aus Sachak-tenschriftstücken bestehenden Materials ergaben. Lediglich die Reihung der im engeren Sinn militärischen Betreffe erfolgte in Anlehnung an den "Einheitsaktenplan für den Bereich der Heeresleitung und des Ministeramts", Berlin 1931. Der Tektonik der beiden Staatsarchive in Stuttgart und Ludwigsburg entsprechend hätten die einzelnen Provenienzen des "Revolutionsarchivs" den E-, F- und M-Beständen zugewiesen werden müssen. Andererseits schien es angemessen, den ursprünglichen Zusammenhang, wie er durch die Ablieferung als Ganzes an das Hauptstaatsarchiv gegeben war, auch weiterhin zu wahren. Die Überlieferung der Garnisonräte ist deshalb - parallel zu der der örtlichen Arbeiter- und Bauernräte - als Anhang beim Bestand des Landesausschusses der Soldatenräte eingefügt und in gleicher Weise erschlossen worden. Aus den geschilderten Gründen ist die Überlieferung besonders aus der Anfangszeit unvollständig und insgesamt auch sehr ungleich. Dennoch dürfte die Vielfalt der Tätigkeit hauptsächlich des Landesausschusses noch deutlich werden. Allgemeine Erörterungen und Überlegungen, Auseinandersetzungen und Streitigkeiten, wie sie in erster Linie in den LandesVersammlungen und den Sitzungen des Landesausschusses vorgetragen wurden, sind zu einem großen Teil abgedruckt bei: Regionale und lokale Räteorganisationen in Württemberg 1918/19, bearbeitet von Eberhard Kolb und Klaus Schönhoven (Quellen zur Geschichte der Rätebewegung in Deutschland 1918/19, II), Düsseldorf, o. J. Dieses Werk enthält auch zahlreiche Kurzbiographien am damaligen politischen Geschehen Beteiligter. Ludwigsburg, im März 1991 Cordes

              Gliederung · ohne Datum
              Teil von Archiv der Luftschiffbau Zeppelin GmbH

              Materialsammlung zu L 59 Die Feinverzeichnung erfolgt auf der 2. Ebene. Enthält: LZ 1999/ 056.001: Werbeblatt zur Ausstellung "Jambolzeppelin"; LZ 1999/ 056.002: Museumszeitschrift des Historischen Museum in Jambol; LZ 1999/ 056.003 - 007: 5farbige Fotos von Schaukästen während der Ausstellung; LZ 1999/ 056.008 - 011: 4seitiger Artikel "Flugzeuge nach Bulgarien"; LZ 1999/ 056.012 - 023 (ohne 014 + 015): 12 Kopien von Veröffentlichungen in der Zeitungen von Jambol; LZ 1999/ 056.014: Schreiben des Militärministeriums; LZ 1999/ 056.015: Schreiben; LZ 1999/ 056.016 - 021: Kopienvon 2 Artikeln einer bulgarischen Zeitschrift zum Thema Luftschifftechnik und Flugzeug; LZ 1999/ 056.022 - 031: 10s/w-Fotos aus dem Archiv des Historischen Museums in Jambol -> siehe Fotosammlung (genaue Verweise auf Ebene 2)

              Ministergehälter und -pensionen
              Best. 1070, A 145 · Akt(e) · 1926-1931
              Teil von Historisches Archiv der Stadt Köln (Archivtektonik)

              Enthält: 1926 April 28 - Ludwigshafen: Stadtpfarrprediger und Caritassekretär Flörchinger teilt Marx über den früheren Geschäftsführer des Caritas-verbandes, Abt. Wirtschaftshilfe, Johann Heinz-Rheingönheim, mit, daß dieser keinen guten Ruf genießt. Eh. Unterschrift. 11/2 S., masch.-schriftl. Ausf. 1926 April 29 - Ludwigshafen: Dr. Fink schreibt Marx, daß Johann Heinz früher viel in der Familie des Parteisekretärs Dr. Verkoyen verkehrt hat. Heinz will umgekehrt törichte Behauptungen von Lehn über Marx Gehaltsverhältnisse richtiggestellt haben. Fink hält Heinz für einen guten Z-Mann. Eh. Unterschrift. 2 S., masch.-schriftl. Ausf., Kopfbogen ,Neue Pfälz. Ldes. Ztg·. 1929 Juni 27 - Arnsberg: Reichsminister a. D. Landrat Dr. Haslinde führt im Anschluß an ein Gespräch gegenüber Marx im Hinblick auf die beabsichtigte Kürzung der Ministerpensionen aus, daß das Ruhegehalt bisher immer als einbehaltener Gehaltsteil angesehen und dessen Kürzung somit die Verletzung eines wohlerworbenen Rechtes darstellen würde. Den aus dem Beamtenverhältnis aufgestiegenen Ministern brächte es eine besondere Härte insofern, als nach einer Kabinettskrise der pensionierte Minister ein Ruhegehalt bekäme, das niedriger ist als das Gehalt seiner vorherigen DienststeIlung, in der er noch lange hätte bleiben können. Haslinde hat sein eigenes Vermögen und das seiner Frau in der Inflation restlos verloren, konnte als Landrat und Reg.-Präs. kaum mit den Bezügen auskommen und hat als Minister in einem Jahr nichts eingespart. Im Hinblick auf meine Ministerpension, auf die ich also einen gesetzl. Anspruch habe, glaubte (ich), meiner Passion folgen und das ja an sich nur gering besoldete Amt eines Landrats unter AusschIagung erheblich höher besoldeter A.mter wieder übernehmen zu können. Er hofft, daß dem zu erwartenden Gesetz keine rückwirkende Kraft und Ausnahmemöglichkeiten für Härtefälle gegeben werden. Das Z aber muß dafür eintreten, daß keine wohlerworbenen Rechte verletzt werden. Eh. Unterschrift. 31/4 S., masch.-schriftl. Ausf., persönl. Kopfbogen. 1931 April 22 - Bitterfeld: Pfarrer Fr. Beulke bezieht sich auf Angaben einer Rechtsztg. über die Pensionen von Bismarck, v. Mackensen und die von Marx. Er fragt diesen nach dem genauen Sachverhalt. Eh. Unterschrift. 1/2 S., masch.-schriftl. Ausf., eigenhädig Berechnungen von Marx. [193]1 April 25: Marx unterrichtet Beulke über seine Pension, für deren Höhe 45 Dienstjahre angerechnet wurden. Würde er auf einen Teil verzichten, dann wäre niemand damit gedient. Daß die Republik ihren Beamten höhere Gehälter bezahlen muß, ergibt sich daraus, daß die Demo-kratie doch ein Interesse daran hat, auch in die höheren Staatsstellen Leute von einfacher Herkunft hineinzubringen, die nicht über so viel Vermögen verfügen, daß sie den hohen Anforderungen an Lebensführung, die nun einmal das Bekleiden höherer Staatsstellen mit sich bringt, an sich genügen kön- nen. Leute wie Fürst Bismarck oder Fürst Bülow verfügten über großen Grundbesitz und reiches Vermögen. Will man vielleicht wieder an die maßge-benden Stellen im Staate nur Kommerzienräte oder reiche Großgrundbesitzer stellen. Man mag es nur tun. 2 5., Durchschrift v. Masch.-Schreiben, ohne Beglaubigung. 19]31 Juni 24 - z. Z. Wildbad: Reichsfinanzminister a. D. Köhler teilt Reichsfinanzminister Dietrich mit, daß nach Minderung der Amtsbezüge der aktiven Minister um 28 Ufo er freiwillig unter dem Vorbehalt jederzeitigen Widerrufs neben der verordnungsmäßigen Kürzung von 13 Ufo auf weitere 1S Ufo seines Ruhegehaltes ab 1. 7. zugunsten der Reichskasse verzichtet. 1 5., masch.-schriftl. Abschrift. [19]31 Juni 28 - Seelisberg: Marx verzidltet gegenüber dem Reichsfinanzminister auf insgesamt 33 Ufo seines Ruhegehaltes. Im Falle seines Todes soll die Witwenpension jedoch vom vollen Betrage des ihm gesetzlich zustehenden Ruhegehaltes berechnet werden. 1 Halbseite, eigenhädig Entw. 1931 Juni 30: ,Treffurter Nadlridlten mit Art. gegen Marx Pension. 1931 Juli 16 - Paderborn: Redakteur Johannes Grohmann übermittelt Marx Zuschriften. Er glaubt, daß zur Beruhigung der Wähler eine Erklärung nötig ist. Eh. Untschrift. 1/: 5., masch.-schriftl. Ausf., Kopfbogen ,Sächs. Ztg. 1931 Juli 20: Marx schreibt Grohmann, daß bei der elenden Zeit die Erbitterung der Leute über jeden, der mehr hat, mensdllidl erklärlich ist. Aber durch Verzichte wird Zufriedenheit kaum erreicht; die Masse ist nur zufrieden, wenn alles aufgegeben wird, wie es auch Herr Günther verlangt. Marx möchte von einem Art. absehen, um nicht Aufmerksamkeit von neuem zu erregen. Er gibt indessen zu überlegen, wohin man kommt, wenn nur reiche Leute Beamte und Abg. werden, tüdltige, aber vermögenslose davon absehen müßten. Die vielen Großpensionäre bei den Militärs erklären sich durch viele Beförderungen bei verhältnismäßig jungen Jahren. Alsdann legt er die Gründe für die eigene hohe Pension dar und weist auf seine Unterstützungspflichten für verarmte Verwandte hin. Die Einsparungen bei den Gehältern und Pensionen der Beamten, wodurch die Besoldungserhöhung von 1927 vollständig rückgängig gemacht worden ist, betragen insgesamt S Millionen. Diese stehen zu den 700-800 Millionen für Arbeitslosenunterstützung in keinem Verhältnis. In der Praxi!,i aber kommt es auf ein finanzielles Ergebnis audl nidlt an. Es muß der Volksseele eine Genugtuung bereitet werden. Deshalb ist der Verzicht der Leute mit großem Einkommen aus Staatsmitteln durchaus nötig und wünschenswert. Daß aber das Pensionskürzungsgesetz der RR den RT bisher nicht hat passieren können, ist nur Schuld der NSDAP. Das Reichsfinanzministerium hat bisher die Pensionäre nicht zum Verzicht aufgefordert; ein solcher scheint nicht wirtschaftlich zu sein, weil die Konsumkraft beschränkt wird. Marx bittet um Vertraulichkeit: Ich habe stets alle Hascherei nach Volksgunst gehaßt! Er anerkennt die Leistungen der Ztg. 4 S., Durchschrift von Masch.-Schreiben, ohne Beglaubigung. 1931 Juli 25 - Halberstadt: Anstaltsdir. Georg Schilling schreibt Marx, daß nat.-sozialist., kommunist. und dt.-nat. Ztgn. Artikel bringen, daß er 38000 RM Pension und dazu die RT-Diäten bezieht. Eh. Unterschrift. 1/2 S., masch.-schriftl. Ausf. 1931 Juli 27: Marx unterrichtet Schilling über die Zusammensetzung und Höhe seiner Pension. Inzwischen hat er auf ein Drittel verzichtet, möchte davon aber in der Offentlichkeit nicht gesprochen wissen. Uberhaupt hat der Verzicht nur psychologische Bedeutung, denn Nutzen hat davon niemand. Die Masse würde vielleicht (?) einverstanden sein, wenn ich auf alles verzichtete. Die Nazi haben am wenigsten Veranlassung zur Hetze; der Leibwache von Hitler werden hohe Gehälter gezahlt, und Hitler selbst und Goebbels fahren kostbare Autos. Das Pensions-kürzungsgesetz ist allein durch Verschulden der Nazi verschleppt worden. Auf die RT-Diäten darf nach Gesetz nicht verzichtet werden. 2 S., Durchschrift v. Masch.-Schreiben, ohne Beglaubigung. 1931 Juli 28: Marx schreibt Pradel, daß er dessen Angelegenheit demnächst mit Lammers besprechen wird. Auf die von den Nat.-Sozialisten im Eichsfeld verteilte Broschüre über die Höhe seiner Pension, deren Berechnung er darlegt und auf die er zu einem Drittel freiwillig verzichtet hat, läßt sich entgegnen, daß die Nat.-Sozialisten selbst die größten Verschwender für ihre "Bonzen" (sind), siehe Ausgaben für die Schutztruppe für Hiller, Ausgaben für Autos für Hiller und Goebbels. Dann tragen die Nat.-Sozialisten selbst die Schuld, daß das im Frühjahr von der RR vorgele-gte Pensionskürzungsgesetz noch nicht vom RT verabschiedet worden ist. Marx sorgt für verarmte Verwandte. 2 S., Durchschrift von Masch.-Schreiben, ohne Beglaubigung. 1931 Juli 29: Marx legt Blauel beim Gen.-Sekretariat des Z seine Gedanken über Großpensionen und das Pensionskürzungsgesetz dar. 2 S., Durchschrift von Masch.-Schreiben, ohne Beglaubigung. 1931 Aug. 12 - Berlin: Reichsfinanzminister Dietrich dankt Marx, daß er einen namhaften Teil seiner Ruhegehaltsbezüge der Reichskasse zur Verfügung stellt. Eh. Unterschrift. 11/2 S., masch.-schriftl. Ausf., Kopfbogen. 1931 Sept. 12 - WeseI: H. Brockmann bittet Marx um Auskunft über seine Pension, um Angriffen der nat.-sozialist. ,National-Ztg: entgegen-treten zu können. Eh. Unterschrift. 1 S., eigenhädig Aus!. [19]31 Sept. 24 - Weinheim/Bergstr.: Prof. K. Dömer bittet Marx im Hinblick auf eine übersandte Flugschrift um Auskunft über seine Pension. Eh. Unterschrift. Briefkarte, eigenhädig 1931 Sept. 26 und 28: Marx legt Brockmann und Dömer die Gründe für seine hohe Pension dar und weist auf das mangelnde Recht der NSDAP zu den Angriffen hin, am wenigsten Frick und Hitler. Je 2 S., Durchschriften von Masch.-Schreiben, ohne Beglaubigung. 1931 Okt. 1: Sonderbeilage zum Rednerdienst über die Dienstbezüge des RP, des RK, der Reichsminister, des preuß. Min.-Präs., der Staatsminister sowie sonstiger leitender Reichs- und Staatsbeamten. 6 S., Vervielf. 1931 Okt. 3 - Wesei: H. Brockmann bittet Marx um Angabe des Termins seines Verzichts, da ein Nat.-Sozialist diesen als Folge der Angriffe der Weseier ,National-Ztg: in Anspruch genommen hat. Auch möge Marx ihm die Namen von Z-Ministern mitteilen, die wie Brauns auf einen Teil ihrer Pension verzichtet haben. Er hält es für seine Pflicht, Z-Führer vor Verunglimpfungen zu schützen, besonders gegen Nat.-Sozialisten, die nur Hetzarbeit leisten. Eh. Unterschrift. 2 S., eigenhädig Ausf. In der Anlage ein Ausschnitt aus ,Niederrhein. Neueste Nachrichten, Wesel vom 29. 9. 1931. 1931 Okt. 3 - Frauenstein (Erzgebirge) : Heim. Heilmann fragt Marx, ob das mit der Pension stimme. Eh. Unterschrift. 11/z S., eigenhädig Ausf. 1931 Okt. 31: Marx antwortet Heilmann. 11/z S., Durchschrift von Masch.-Schreiben, ohne Beglaubigung. 1930 Nov., 1931 akt. 13 - Halle/S.: Zwei Broschüren von Anton Hütte: "Dt. Volk erwacheI und kehre zur Einfachheit zurück!", "Dt. Volk besinne Dich!" 24 und 16 S.

              Mülheim/Ruhr
              RMG 1.240 · Akt(e) · 1900-1955
              Teil von Archiv- und Museumsstiftung der VEM (Archivtektonik)

              Schenkungsvertrag; Inventar; Korrespondenz wg. Reparaturen u. Belegung; Johannes Pieper: Aus der Geschichte d. äusseren Mission am Niederrhein, Festvortrag zum 50-jährigen Bestehens d. Missionarsheim, 8 S., ms, 1951 [m. vielen Details zum geistlichen Leben in Mülheim]; 3 Schreiben zum Johanneum Moers, 1906-1912

              Rheinische Missionsgesellschaft
              Münzen, Medaillen, Marken
              StadtarchivHof, XM · Bestand
              Teil von Stadtarchiv Hof (Archivtektonik)
              • Signatur des Bestandes: XM - Bezeichnung des Bestandes: Münzen, Medaillen, Marken - Umfang des Bestandes: über 1.900 Nummern - Findmittel: Findbuch - Beschreibung des Bestandes (wesentliche Inhalte mit Angabe der Laufzeit): 1. Münzen 1.1. Deutschland (um 1180 – 1950) 1.2. Andere Emittenten (um 20 v. Chr. – 1948) 2. Medaillen 2.1. Hof (1817 – 1998) 2.2. Andere (1530 – 1983) 3. Marken 3.1. Hof (um 1870 - um 1995) 3.2. Andere (um 1800 – 2003) Titelaufnahme: 1. - Münzen: Nominal (Wertangabe) und Emittent - Medaillen: Medaillenart - Marken: Emittent 2. Vorderseite: Abbildung, Inschrift 3. Rückseite: Abbildung, Inschrift 4. Rand: Inschrift 5. Herkunft (Geschenk, Leihgabe, Künstler, Prägestätte, Fundort, Teil eines Münzschatzes) 6. Bemerkungen: Material, Form (falls nicht rund), Durchmesser, Zustand Begriffsfestlegungen: Im Sinne dieses Findbuches sind: - Münzen: werthaltige Ausprägungen von Geld, d.h. typischerweise in einem Gebiet bei verschiedenen Stellen und zu beliebigen Zwecken einlösbare Kleingegenstände, die auf nicht absehbare Dauer ohne Verlust ihres Wertes aufbewahrt werden können; in Unterscheidung zu Banknoten und anderen Formen von Geld sind Münzen klein, oft rund und aus Metallen hergestellt (Ausnahmen: eckige Münzen; Münzen aus Porzellan oder Papier); trotz seiner eingeschränkten Geldfunktionen (zeitliche und örtliche Begrenzung der Gültigkeit) wird das Notgeld aus den Jahren 1917-1923 hier zu den Münzen gerechnet. - Medaillen: formal münzähnliche Stücke, die primär ehrenden oder propagandistischen Charakter haben und keine Geldfunktionen (Thesaurierung, Wertmessung, Austauschbarkeit) aufweisen. Erinnerungsmedaillen: herausgegeben zur späteren Erinnerung an ein zum Zeitpunkt der Herausgabe stattfindendes Ereignis (spezielle Formen: Tauf-, Weihnachts-, Glückwunsch-, Teilnahmemedaillen), Gedenkmedaillen: herausgegeben zum Gedenken an ein früheres Ereignis oder eine verstorbene Person, Ehrenmedaillen (auch: Verdienstmedaillen): herausgegeben zur Dokumentation der Ehrung einer lebenden Person durch eine öffentliche Stelle (ähnlich einem Orden), Spottmedaillen, Scherzmedaillen: herausgegeben, um ein Ereignis, eine Person oder eine Idee lächerlich zu machen, Werbemedaillen: herausgegeben von Unternehmen oder Betrieben zur Kundenwerbung. - Marken: Gebührenmarken (auch: Rabattmarken), d.h. werthaltige, münzähnliche Stücke, die nur bei einer einzigen Institution oder Stelle zu einem bestimmten Zweck eingelöst werden können; hier auch: Spielgeld u.ä. Folgende Nummern wurden noch nicht vergeben: 2151-2194, ab 2199. - Angaben zur Bestandsgeschichte (mit Literaturhinweisen): Sammlungen des Stadtarchivs und des Museums Bayerisches Vogtland, teils von privaten Sammlern als Geschenk oder Leihgabe erhalten, teils von der Stadtverwaltung übernommen. Eine systematische Sammeltätigkeit übten die Stadt Hof oder ihr Museum (im Unterschied zu manchen anderen Kommunen, etwa in der Zeit des Notgeldes 1914-1923) nicht aus. Ankäufe von Münzen oder Medaillen sind mit der Ausnahme eines Münzfundes vom Vogelherd 1966 nicht nachweisbar. Einige Stücke kamen in die Sammlung im Zusammenhang mit der Gründung des Museums, andere als Gegenleistung für Hofer Notgeld, welches die Stadt Hof anderen Kommunen schickte. Die Hofer Medaillen der 1980er und 1990er Jahre sind Belegstücke, weil das Stadtarchiv die Bildvorlagen und Texte zu deren Gestaltung lieferte, oder Übernahmen aus der Verwaltung (z.B. im Falle der Landesgartenschau 1994, bei deren Liquidation die Stadt Hof die noch vorhandenen Vermögenswerte übernahm). In vielen Fällen ist der Provenienzzusammenhang nicht mehr rekonstruierbar. Angaben zu Münzfunden: Im Bestand befinden sich Münzen aus mehreren Münzfunden: Eine Münze wurde 1952 in der Hospitalkirche in Hof gefunden (XM 1803). Ein Münzfund erfolgte 1966 auf dem Grundstück Drosselsteig 10 im Hofer Stadtteil Vogelherd. Die 115 Münzen wurden für das städtische Museum angekauft. Es sind aber nur Teile davon im Bestand vorhanden. Der Verbleib der übrigen Münzen ist unbekannt. Vgl. die der Einleitung angehängte Liste (nur im ausgedruckten Findbuch). Der dritte Münzfund sind die Münzen, die 1987 bei den Grabungen am ehemaligen Klarissenkloster in Hof gefunden wurden. Das Landesamt für Denkmalpflege in Schloss Seehof (Memmelsdorf bei Bamberg) stellte sie dem Museum leihweise zur Verfügung. Es handelt sich um die Bestellnummern 554 und 1807-1809. Weitere Münzen befinden sich in dem Akt des Stadtarchivs Hof A 113/181: 3 stark verwitterte Münzen beim Schreiben der Prägeanstalt C. Balmberger, Nürnberg, vom 14.11.1919, 1 stark verwitterte Münze beim Schreiben der Prägeanstalt C. Balmberger, Nürnberg, vom 6.9.1920, 7 Münzen auf einer Pappleiste beim Schreiben der Prägeanstalt L. Chr. Lauer, Nürnberg, vom 6.9.1920: 5 Pfennig, Kreis Dieburg, 1918, 10 Pfennig, Stadt Rudolstadt, 1918, 5 Pfennig, Kreis Heppenheim, o. Dat., 10 Pfennig, Stadt Überlingen, 1917, 10 Pfennig, Kreis Heppenheim, 1918, 25 Pfennig, Rupertiwinkel, 1918, 50 Pfennig, Kreis Lauterbach, o. Dat. Lit.: Allgemeine Geld- und Münzgeschichte/Lexika A. Luschin von Ebengreuth, Allgemeine Münzkunde und Geldgeschichte des Mittelalters und der neueren Zeit, 2. Aufl., München/Berlin 1926 (Stadtarchiv Hof, 8° A 50) Ferdinand Friedensburg, Münzkunde und Geldgeschichte der Einzelstaaten des Mittelalters und der neueren Zeit, München/Berlin 1926 (Stadtarchiv Hof, 8° A 320) Friedrich Freiherr von Schrötter, Wörterbuch der Münzkunde, Berlin/Leipzig 1930 (Stadtarchiv Hof, 8° A 51) Arthur Suhle, Deutsche Münz- und Geldgeschichte von den Anfängen bis zum 15. Jahrhundert, Berlin (Ost) 1955 (Stadtarchiv Hof, 8° A 49) Helmut Seling, Keysers Kunst- und Antiquitätenbuch, Heidelberg/München 1959 (Stadtarchiv Hof, 8° A 322/2) Tyll Kroha, Münzen sammeln, Braunschweig 1964 (Stadtarchiv Hof, 8° A 330) Helmut Kahnt/Bernd Knorr, Alte Maße, Münzen und Gewichte, Mannheim u.a. 1987 (Stadtarchiv Hof, 8° A 949) Dieter Fassbender, Lexikon für Münzsammler, Augsburg 1991 (Stadtarchiv Hof, 8° A 1133) Arnd Kluge, Geld und Banken in Hof, in: Hof im Spiegel der Zeit, 2. Aufl., Bad Soden-Salmünster 1996, S. 17-25 (Stadtarchiv Hof, 8° A 1311) Münzen Gerhard Schön, Deutscher Münzkatalog 18. Jahrhundert, 3. Aufl., München 2002 (in der Stadtbücherei Hof einsehbar) Paul Arnold u.a., Großer deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute, wiederholte Auflagen (in der Stadtbücherei Hof einsehbar) Christian Charlet, Monnaies des Rois de France de Louis XIII a Louis XVI 1640-1793, Paris 1996 Jean-Marc Leconte, Le bréviaire de la numismatique francaise moderne 1791-1995, Paris 1995 Günter Schön u.a., Weltmünzkatalog. 19. Jahrhundert, wiederholte Auflagen (in der Stadtbücherei Hof einsehbar) Günter Schön u.a., Weltmünzkatalog. 20. Jahrhundert, wiederholte Auflagen (in der Stadtbücherei Hof einsehbar) Friedrich Freiherr von Schrötter, Brandenburg-Fränkisches Münzwesen, Teil II: das Münzwesen der hohenzollernschen Burggrafen von Nürnberg und der Markgrafen von Brandenburg in Franken 1515-1603, Halle 1929 (Stadtarchiv Hof, 4° A ohne Signatur) Kurt Jaeger, Die neueren Münzprägungen der deutschen Staaten vor Einführung der Reichswährung, 5. Heft: Königreich Bayern 1806-1871 mit Großherzogtum Berg und Würzburg, Basel 1957 (Stadtarchiv Hof, 8° A 139) Hans Meyer, Das deutsche Notgeld. Private Notmünzen 1915-1923, Heft 8, Berlin 1971 (zu XM 216) Peter Menzel, Deutsche Notmünzen und sonstige Geldersatzmarken 1840-1990, 2 Bände, Gütersloh 1993 Gerhard Greim, Wipper und Kipper in Hof, in: Kulturwarte, 1969, S. 158f (Münzstätte Hof 1620-22) Hans Seiffert, Münzelend – Inflation – Notgeld, in: Kulturwarte, 1968, S. 178-184 (Kipper- und Wipperzeit 1620-23, Notgeld 1914-24 in der Hofer Region) Heinz Henschel, Als Münchberg Stadtnotgeld ausgab, in: Kulturwarte, 1968, S. 187-192 (Münchberger Notgeld 1917-1924) Maximilian Ritz, Serie zum Notgeld 1917-1924 in Hof und Umgegend, in: Kulturwarte: Offizielle Notmünzen der Stadt Hof, 1971, S. 251-253 Das Hofer Papiernotgeld, 1972, S. 32-34 Das Hofer Notgeld – Die Großgeldscheine, 1972, S. 141-143 Papiernotgeld 1922: Hof ist besser als sein Ruf, 1972, S. 204-205 Hofer Inflationsscheine (1. Teil): „Jeder ist nun Millionär“, 1974, S. 145-146 Hofer Inflationsscheine mit Überdruck (2. Teil): Ein Dollar für eine Billion Papiermark, 1975, S. 16-17 Hans Hofner, Die Münzenfunde im Stadt- und Landkreis Hof, in: Kulturwarte, 1959/60, S. 83-87 Stadtarchiv Hof, A 113/134, 113/181, 113/221 (Hofer Notgeld 1916-1923) Stadtarchiv Hof, A 4390 (Münzfunde in Hof 1952-1978) Medaillen Dieter Fischer/Hermann Maué, Die Medaillen der Hohenzollern in Franken (Wissenschaftliche Beibände zum Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums, 15), Nürnberg 2000 (Stadtarchiv Hof, 4° A, ohne Nr.) Stadtarchiv Hof, A 202 (Verleihung der Verdienstmedaille des Bayerischen Industriellenverbandes 1906-1935 an 25jährige und 40 jährige Dienstjubilare in bayerischen Industriebetrieben; die Medaille selbst ist nicht in XM enthalten) Stadtarchiv Hof, A 25, 189, 191 (Verleihung der Wilhelm I.-Gedenkmedaille an Inhaber der Kriegs-Denkmünze von 1870/71, 1898-1919; die Medaille selbst ist nicht in XM enthalten) Stadtarchiv Hof, A 147 (Feiern zum 100. Geburtstag des deutschen Kaisers Wilhelm I., 1896-1897; zu XM 1923-1925) Stadtarchiv Hof, A 200 (Verleihung der Rot-Kreuz-Medaille, 1898-1920; die Medaille selbst ist nicht in XM enthalten) Stadtarchiv Hof, A 134 (Feiern zum 80. Geburtstag des Prinzregenten Luitpold, 1900-1901; zu XM 787)Stadtarchiv Hof, A 202/26 (Edelmetallverkehr, 1914-1922; zu XM 782, 790, 814) Stadtarchiv Hof, A 176 (Angebote von Medaillen, Führerbüsten usw., 1927-1944; zu XM 792) Stadtarchiv Hof, A 4391 (Hofer Gedenkmedaillen 1981-1992) - rechtliche Verhältnisse (Leihvertrag, Sperrfristen): Eigentum des Stadtarchivs Hof. - Bearbeiter des Bestandes (mit Angabe des Bearbeitungszeitraumes): Dr. Arnd Kluge, Dezember 1998 – Februar 2001, Januar - September 2003 (Ersterfassung)