Bereich "Identifikation"
Signatur
Titel
Datum/Laufzeit
Erschließungsstufe
Umfang und Medium
lfd. Meter: 29,50
Bereich "Kontext"
Archiv
Bestandsgeschichte
Nach der in der 1. Hälfte des 15. Jh. erfolgten Teilung in eine Ältere Linie und eine Jüngere Linie der Tucher entstanden für beide Linien eigene Archive und zudem ein Archiv des Gesamtgeschlechts. Die Archive der Älteren Linie sind in dieser vererbt worden und wurden 2010 in die Dr. Hans Christoph Freiherr von Tucher-Stiftung überführt.<br /><br />Zu Registratur und Archiv der älteren Linie gibt es historisch wenig Hinweise. Bis 1835 waren sie im Amtshaus in der Unteren Grasersgasse Nr. 29 (alt: L 951a) untergebracht, das aber am 12. April 1836 als Teil des Nachlasses von Gottlieb von Tucher (1780-1832) versteigert wurde. Die Registratur, ältere Urkunden Akten und Amtsbücher waren 1835 in das Stiftungshaus der Dr.-Lorenz-Tucher-Stiftung, Egidienplatz 7 verbracht worden, wo sie fortan gemeinsam mit Registratur und Archiv des Gesamtgeschlechtes und der Jüngeren Linie verwaltet wurden.<br /><br />Im Amtshaus in der Grasersgasse befanden sich jedoch weiterhin zahlreiche aus der Registratur ausgesonderte Archivalien. Diese wurden nach der Versteigerung des Hauses vom damals schon pensionierten kgl. bayer. Archivsekretär Nikolaus Adam Heiden gesichtet und zum größten Teil ausgesondert und als Altpapier verkauft. Hierbei wurde v.a. die Überlieferung der freiwilligen und vogteilichen Gerichtsbarkeit der Tucher (Ältere Linie) vernichtet. Das nicht vernichtete Archivgut wurde von Heiden summarisch verzeichnet und ebenfalls ins Stiftungshaus Egidienplatz 7 überführt, wo es getrennt gelagert blieb. Diese 46 Schachteln und Laden bilden heute den Grundstock des Archivs der Älteren Linie (Teilbestände E 29/V und E 29/VI). Glücklicherweise hat das wirtschaftgeschichtlich äußerst wertvolle Briefarchiv der Älteren Linie ebenfalls Heidens Kassationen überlebt. Es ist heute als Teilbestand E 29/IV separat aufgestellt und erschlossen.<br /><br />Weitere Ordnungs- und Verzeichnungsarbeiten am Archiv der Älteren Linie wie an den Archiven des Gesamtgeschlechts und der Jüngeren Linie hat der langjährige Geschlechtsbevollmächtigte Christoph von Tucher (1841-1922) von der Älteren Linie vorgenommen. Vor dem Zweiten Weltkrieg lagerten die Archivalien der Älteren Linie in deren Nürnberger Stadtschloss in der Hirschelgasse. Das Familienarchiv der Älteren Linie wurde im Krieg nach Großengsee ausgelagert, nach Kriegsende ins Germanische Nationalmuseum verbracht und 1958 im Keller der Bayerischen Vereinsbank am Lorenzer Platz in Nürnberg eingelagert, bis es 1968 ins wieder hergestellte Tucherschloss zurückgeführt werden konnte. 1974 kam es vertraglich in die Verwaltung des StadtAN. Dieses ist verpflichtet, die einzelnen Bestandteile der Tucherschen Archive der Älteren Linie am Fach separat aufzubewahren.<br /><br />1994 wurde das Tucherschloss in der Hirschelgasse als Teil der Museen der Stadt Nürnberg einer neuen Nutzung zugeführt. Mit Zustimmung der Dr.-Lorenz-Tucher-Stiftung und beider Linien der Familie wurden die Familienarchive nun ins Pellerhaus verbracht. Zusammen mit dem StadtAN zogen die Familienarchive der Tucher im Jahr 2000 in die Norishalle um.<br /><br />1939/40 wurde das Archiv der Ältere Linie von Wilhelm Schwemmer summarisch erschlossen, aber nicht tektiert. Deshalb wurde eine Neuverzeichnung durch das StadtAN nötig, die 1993 durch Albert Bartelmeß mit einem maschinenschriftlichen Findbuch abgeschlossen wurde. Dieses wurde 2013/14 in die Beständedatenbank übertragen, nachdem Abgaben jüngeren Datums dort seit 2010 erschlossen werden.<br /><br />Laut Depositalvertrag von 1974 kann die Vorlage von Schriftgut, das jünger als 100 Jahre ist, von einer besonderen Genehmigung der Archiveigentümer abhängig gemacht werden. In der Datenbank sind die dieser Vorgabe unterliegenden Akten über das Feld "gesperrt bis" ausgewiesen.
Abgebende Stelle
Bereich "Inhalt und innere Ordnung"
Eingrenzung und Inhalt
Bewertung, Vernichtung und Terminierung
Zuwächse
Ordnung und Klassifikation
Stadtarchiv Nürnberg (Archivtektonik) >> Stadtarchiv Nürnberg >> Bestandsgruppe E: Dokumentationsgut privater Provenienz >> E 29 - Familienarchiv von Tucher >> E 29/VI - Familienarchiv Tucher / Ältere Linie / Akten, Rechnungen und Bände
Bedingungen des Zugriffs- und Benutzungsbereichs
Benutzungsbedingungen
Reproduktionsbedingungen
<a href="https://www.nuernberg.de/internet/stadtarchiv/service_benutzungshinweise.html">Benutzungshinweise des Stadtarchivs</a>
In der Verzeichnungseinheit enthaltene Sprache
- Deutsch
Schrift in den Unterlagen
Anmerkungen zu Sprache und Schrift
Deutsch
Physische Beschaffenheit und technische Anforderungen
Bereich Sachverwandte Unterlagen
Existenz und Aufbewahrungsort von Originalen
Existenz und Aufbewahrungsort von Kopien
Verwandte Verzeichnungseinheiten
Bereich "Anmerkungen"
Anmerkung
Original description: Archivportal-D
Alternative Identifikatoren/Signaturen
Zugriffspunkte
Zugriffspunkte (Ort)
Zugriffspunkte (Name)
Zugriffspunkte (Genre)
Bereich "Beschreibungskontrolle"
Identifikator "Beschreibung"
Archivcode
Benutzte Regeln und/oder Konventionen
Status
Erschließungstiefe
Daten der Bestandsbildung, Überprüfung, Löschung/Kassierung
Sprache(n)
Schrift(en)
- Lateinisch