Manuskript

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              Manuskripte Walter von Oettingen
              130 · Akt(e) · 1927-1936
              Teil von Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf

              Enthält: Bildung deutscher Auswanderer-Kolonien im Ausland (1927) Der südamerikanische Tee Herva-Mate und seine Bedeutung als Genussmittel für Alt und Jung (1928) Wundbehandlung mit Mastisol und Tiefendesinfektion (1936, nicht veröffentlicht). Provenienz: IGM. Vorprovenienz: NL Oettingen. Index: Auswanderer-Kolonien; Auslandsdeutsche; Herva-Mate; Mate; Wundbehandlung; Desinfektion; Mastisol. Akzession: 30/ 2001. Bearbeiter: Pl. Erfassung am: 11.01.2002.

              M 738 · Akt(e) · o.J.
              Teil von Archiv- und Museumsstiftung der VEM (Archivtektonik)

              Maschinenschriftliches Skript einer Übersetzung des Neuen Testamentes in die Haya-Sprache; einige Teile nur fragmentarisch erhalten. Das Bündel trägt den Vermerk „Hayatestament; viele Jahre in der Gefangenschaft durch Afrika getragen, dann allen Untersuchungen zum Trotz in England über Schweden gedruckt.

              Bethel-Mission
              Marokko-Gesellschaft
              BArch, N 2225/111 · Akt(e) · 1908
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Enthält: Handschriftliches Manuskript Pfeils zur Eröffnungsrede einer Versammlung am 25. Apr. 1908 (gegen die "Gefügigkeit" der deutschen Reichsleitung beim Vorgehen Frankreichs in Marokko)

              Pfeil, Joachim Graf von
              Materialsammlung: Deutsche Kolonialpolitik
              BArch, N 2076/16 · Akt(e) · 1936-1939
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Enthält u.a.: Manuskript des Aufsatzes "Hitlers Kolonial-Strategie"; Typoskript "Hitler fordert Kolonien", veröffentlicht in den "Deutschen Informationen"; Manuskripte von Sendebeiträgen für den "Deutschlandsender" im französischen Rundfunk

              Materialsammlung zu Biographien II (Bestand)
              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, M 743/2 · Sammlung · 1916-1944
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

              Vorbemerkung: Die vorliegende Materialsammlung zu Biographien erhielt das Hauptstaatsarchiv Stuttgart im Dezember 1975 als Geschenk des Freiherrn Meinrad von Ow, München. Sie bildete einen Teil des schriftlichen Nachlasses des Generals Franz Freiherr von Soden (1856 - 1945) und ist von diesem in den Jahren 1919 - 1945 zusammengetragen worden. Ursprünglicher Anlass dazu dürfte der Plan von Sodens gewesen sein, "ein Ehrenbuch der höheren Führer zusammenzustellen". Dabei gelang es ihm 1921 oder 1924, seine Sammlung durch Material zu bereichern, das in den Jahren 1916/17 beim damaligen Chef des Kriegsarchivs, Oberstleutnant Osterberg (vgl. Nr. 379 des Bestandes), zu etwa 20 im Weltkrieg gefallenen Offiziere erwachsen war. In der Sammlung vereinigte von Soden Unterlagen zur Biographie vor allem von Militärpersonen, insbesondere von württembergischen Offizieren, aber auch von Männern und Frauen allgemeiner Bedeutung sowie von Personen, die aus verschiedenen Gründen das Interesse von Sodens fanden. Dieses Schriftgut ist von sehr unterschiedlicher Natur und Qualität. Es umfasst vor allem Todesanzeigen und Zeitungsartikel, die oft von Soden als Verfasser haben, Konzepte und Manuskripte von Sodens zu Glückwünschen, Grabreden und Nachrufen sowie Korrespondenzen von Sodens mit einzelnen der im Bestand vertretenen Personen und dgl. Der Vermerk "sehr wichtig" auf einer der Mappen, in denen die Sammlung bisher verwahrt war, zeigt, dass sie für von Soden hohen Wert besaß. Heute stellt sie eine willkommene Ergänzung der amtlichen, gerade für Personalangelegenheiten nicht lückenlos erhaltenen Akten dar. Die Sammlung, die bei ihrer Übernahme ins Archiv 6 Mappen umfasste, entstand, indem von Soden die einzelnen Schriftstücke, Zeitungsausschnitte und dgl. aufeinander legte und ihnen dabei eine Nummer gab. Die zu unterschiedlichen Zeiten eingekommenen Unterlagen für ein und dieselbe Person lagen deshalb in der Regel nicht beisammen. Da der Sammlung eine innere Ordnung fehlte und da von Soden auch keinen Index anlegte, war sie weder praktisch benutzbar noch brauchte bei der jetzigen Neuordnung, bei der das für jede Person vorhandene Material vereinigt und dem Bestand insgesamt eine alphabetische Gliederung zugrundegelegt wurde, Rücksicht auf ihren bisherigen Ordnungszustand genommen werden. Die Angaben in den Titelaufnahmen wurden in der Regel dem Bestand selbst entnommen. Nur die Lebensdaten, z. T. auch die Vornamen und bei Offizieren die Kontingentszugehörigkeit wurden vielfach mit anderen Hilfsmitteln (vor allem den Archivbeständen M 430/1 - M 430/5 allgemeinen Nachschlagewerken und biographischen Lexika) ergänzt. Bei diesen Ergänzungen, die als solche nur in begründeten Ausnahmefällen durch eckige Klammern gekennzeichnet sind, Vollständigkeit erreichen zu wollen, wäre jedoch nur mit einem Arbeitsaufwand gelungen, der zum Quellenwert des Bestandes in keinem Verhältnis stehen würde. Sofern nichts anderes angegeben ist, handelt es sich bei den Offizieren immer um Angehörige der württembergischen Armee. Der Vermerk "gest. " bedeutet sowohl "gestorben" wie "gefallen" oder"infolge von Verwundung gestorben" . Der Bestand umfasst 602 Nummern (0, 85 lfd. m). Er wurde zu Beginn des Jahres 1977 verzeichnet vom Archivangestellten Herrmann unter der Aufsicht von Oberstaatsarchivrat Dr. Fischer, der auch die Überarbeitung der Titelaufnahmen und die Ausarbeitung des Repertoriums besorgte. Stuttgart, im August 1977 (Fischer)

              Stadtarchiv Lemgo, 08 NL 18 Texte und Dokumente, 126 · Akt(e) · 1891 - 1950
              Teil von Stadtarchiv Lemgo (Archivtektonik)
              • 1891 - 1950, Stadtarchiv Lemgo, 08 NL 18 Texte und Dokumente [S 1] 08 Süvern
              • Darin: darin: Fotos der Familie und des Erholungsheims der Deutschen Baptisten in Neuruppin.<br /><br />Enthält: "Lebensskizze" von E. R. Süvern; Briefe, 1891 - 1930; Briefe von Wilhelm Süvern an Emil R. Süvern, 1926 - 1929; Nachrufe auf E. R. Süvern, 1931; Briefe von Pauline Süvern, geb. Daniel (1867 - 1897); Fotografien von E. R. Süvern und seiner Familie; Briefe 1910 - 1950, Manuskript "Mein Lebensweg", Todesanzeige vom 21.10.1950 von Emma Süvern, geb. Bachmann (Ehefrau von Emil R. Süvern, 1880 - 1950).
              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, M 660/300 · Bestand · 1883-1951
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
              1. Zur Biografie Karl Sauters: Karl Sauter wurde am 16. Mai 1870 in Stuttgart als Sohn des späteren Baudirektors Karl von Sauter geboren. Seine Mutter Maria Sauter, geborene Breimeier, verstarb acht Tage nach seiner Geburt. In der Folge wuchs Karl Sauter zunächst bei seinen Großeltern mütterlicherseits in Dettingen/Urach auf, bevor er im Alter von sechs Jahren zu seinem Vater nach Stuttgart zog, der in der Zwischenzeit erneut geheiratet hatte. Nach dem Besuch eines Internats schlug Sauter die militärische Laufbahn ein. 1885 trat er in das Kadettenkorps in Oranienstein ein, 1886 in die Hauptkadettenanstalt in Groß-Lichterfelde. In den Jahren von 1889 bis 1900 diente Sauter als Sekonde- bzw. Premierlieutenant im Infanterie-Regiment Nr. 120. Im Oktober 1900 wurde er zum Großen Generalstab kommandiert, dort erhielt er 1903 eine Hauptmannsstelle. Sauter kehrte im März 1904 nach Württemberg zurück. Er übernahm eine Kompanie des Grenadier-Regiments Nr. 123. 1909 wurde Sauter Generalstabsoffizier der 27. Infanterie-Division. Nach seiner Beförderung zum Major (1910) und einer einjährigen Tätigkeit beim Großen Generalstab (1911/12) erfolgte die Versetzung in das Füsilier-Regiment Nr. 122 (1912). Während des Ersten Weltkriegs wirkte Sauter von Oktober 1914 bis Juni 1915 als 1. Generalstabsoffizier im XXVI. Reserve-Korps. Ab Juli 1915 befehligte er das neu aufgestellte Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 122, ab Juni 1916 fungierte er als Chef des Generalstabs des 26. Reserve-Korps. Sauter war in den ersten drei Kriegsjahren v.a. in Flandern (u. a. in Poelkapelle, Langemarck), in Lothringen (u. a. in St. Julien, Longwy), in der Champagne (u.a. bei Reims) und an der Somme eingesetzt. Im Februar 1915 erfolgte seine Ernennung zum Oberstleutnant. Von September 1917 bis Kriegsende wirkte Sauter als Chef des Generalstabs des Gouvernements Antwerpen. Er erlangte im März 1918 die Beförderung zum Oberst. Nach dem Ende des Krieges war Karl Sauter 1919 als Verbindungsoffizier des Württembergischen Kriegsministeriums bei der OHL in Kolberg stationiert. 1920 schied er aus dem Militärdienst aus; zugleich wurde ihm der Charakter eines Generalmajors verliehen. In der Folge orientierte sich Sauter beruflich um und begann eine Karriere als Kaufmann. Sauter verfasste während seiner militärischen Dienstzeit, vor allem jedoch nach seinem Abschied vom Heer zahlreiche (Vortrags-)Manuskripte zu zeit- und wehrpolitischen Themen. In den Texten kommt seine Nähe zur nationalsozialistischen Ideologie zum Ausdruck. Sauter war u. a. Mitglied in der NS-Volkswohlfahrt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs musste er sich in Stuttgart in einem Entnazifizierungsverfahren verantworten. Während mehrerer Jahrzehnte unternahm Sauter ausgedehnte Reisen sowohl in zahlreiche europäische als auch außereuropäische Länder. Sauter verstarb am 11. März 1959. 2. Zum militärischen Nachlass Karl Sauters: Der Bestand kam im August 1959 in das Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Die Unterlagen waren bislang unerschlossen. Sie wurden von Archivreferendarin Dr. Christine Axer unter Anleitung von Dr. Wolfgang Mährle im Dezember 2010 geordnet und verzeichnet. Der militärische Nachlass Karl Sauter umfasst 1 lfd.m. (56 Büschel). Die im Nachlass überlieferten, zum Teil in der Form eines Tagebuches geführten Erinnerungen Sauters "Aus meiner Zeit und zum Verständnis der Geschichte meiner Zeit" erfassen eine Zeitspanne von mehr als sechzig Jahren. Sie geben Auskunft sowohl über die militärische Karriere ihres Verfassers als auch über die von diesem unternommenen zahlreichen Reisen in nahezu alle Kontinente. Die Erinnerungen werden durch eine umfassende Materialsammlung und eine Reihe unveröffentlichter Manuskripte Sauters ergänzt, in denen dieser sich - politisch gefärbt - einerseits mit (militär)politischen und historischen Fragestellungen auseinandersetzt, andererseits auch über das menschliche Dasein reflektiert. Des Weiteren enthält der Bestand zahlreiche Ansichtskarten, Karten und Fotografien. Insbesondere letztgenannte offenbaren eine ungeschminkte Sicht auf den Ersten Weltkrieg und seine Schrecken. 3. Quellenhinweise: - HStAS, M 430/2 Bü 1786, Sauter, Karl (Militärische Personalakte); - HStAS, M 707 Nr. 1286, Sauter, Karl (14 Fotografien); - StAL, EL 902/20 Bü 61623 Heimatspruchkammern Spruchkammer 37 - Stuttgart: Verfahrensakten: Sauter, Karl. Stuttgart, im Dezember 2010 Dr. Wolfgang Mährle Dr. Christine Axer
              Sauter, Karl
              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, M 660/034 · Bestand · 1879-1982
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
              1. Zur Biografie Walther Reinhardts: Walther Reinhardt wurde am 24. März 1872 als Sohn des damaligen Hauptmanns August Reinhardt in Stuttgart geboren. Er besuchte das Gymnasium in Ulm, das Lyceum in Ludwigsburg und das Gymnasium in Heilbronn. Anschließend wechselte er in die Kadettenanstalt in Oranienstein und in die Hauptkadettenanstalt Groß-Lichterfelde. Am 9. Februar 1891 trat Reinhardt als Portepeefähnrich in das Grenadier-Regiment Königin Olga Nr. 119 ein. 1892 zum Leutnant befördert, wurde er 1897 zur Kriegsakademie und im Anschluss daran als Oberleutnant zur Dienstleistung beim Großen Generalstab kommandiert. Drei Jahre später, am 10. März 1904, erlangte Reinhardt unter Belassung beim Großen Generalstab die Beförderung zum Hauptmann. Am 22. April 1905 kam er zum Generalstab des XV. Armeekorps nach Straßburg, bevor er vom 25. Februar 1907 bis zum 19. April 1909 als Kompaniechef im Infanterie-Regiment Alt-Württemberg Nr. 121 in Ludwigsburg amtierte. Am 20. April 1909 wurde Reinhardt in den Generalstab der 26. (1. Kgl.-Württ.) Division versetzt. Er kehrte am 10. September 1910 als Major in den Großen Generalstab zurück. Am 3. November 1912 wurde er dem Generalkommando des XIII. (Kgl.-Württ.) Armeekorps zugewiesen. Reinhardt zog als Stabsoffizier des XIII. Armeekorps am 2. August 1914 in den Ersten Weltkrieg. Er wurde bereits am 23. Januar 1915 zum Chef des Generalstabs des württembergischen Armeekorps ernannt. Am 18. Mai 1915 erlangte er den Dienstgrad des Oberstleutnants. Von Juni 1916 bis Februar 1917 nahm Reinhardt wechselnde Kommandostellen wahr, die er jeweils nur wenige Monate oder sogar nur einige Wochen innehatte. So war er vom 26. Juni bis zum 16. Juli 1916 Kommandeur des Infanterie-Regiments Nr. 118, bevor er vom 17. Juli bis 20. November 1916 Chef des Stabes des XVII. Armeekorps wurde. Am 21. November 1916 übernahm er die Stelle des Stabschefs der 11. Armee in Mazedonien. Die Ernennung zum Stabschef des Oberkommandos der 7. Armee am 10. Februar 1917 führte ihn wieder zurück an die Westfront. Am 23. Mai 1917 wurde Reinhardt der Orden Pour le Mérite mit Eichenlaub für seine Leistungen bei der Eroberung des Chemin des Dames verliehen. Ebenso erhielt er das Komturkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern für seine militärischen Leistungen. Am 18. April 1918 erlangte Reinhardt die Beförderung zum Oberst.Durch Kabinettsordre vom 4. November 1918 wurde Reinhardt in das Preußische Kriegsministerium versetzt, um die Demobilisierung des Heeres zu organisieren. Zwei Monate später, am 2. Januar 1919 übernahm Reinhardt das Amt des Preußischen Kriegsministers. Er war der letzte Inhaber dieses Amts.Nach der Auflösung des kaiserlichen Heeres wurde Reinhardt am 13. September 1919 erster Chef der Heeresleitung des neu aufzubauenden Reichsheeres. In diese Zeit fällt auch seine Ernennung zum Generalmajor. Bereits wenige Monate nach der Übernahme der neuen Aufgabe trat Reinhardt Ende März 1920 in der Folge des Kapp-Putsches als Chef der Heeresleitung zurück und übernahm für kurze Zeit die Lehrbrigade Döberitz, bevor er am 15. Mai 1920 als Generalleutnant Befehlshaber im Wehrkreiskommando V in Stuttgart wurde. In Personalunion übte er die Funktionen eines Kommandeurs der 5. Division sowie des Landeskommandanten von Württemberg aus. Die Stellung als Befehlshaber des Wehrkreiskommandos V behielt er fast fünf Jahre. Am 1. Januar 1925 wurde Reinhardt zum Oberbefehlshaber des Gruppenkommandos 2 in Kassel ernannt. Zwei Jahre später, im Dezember 1927 schied er aus dem Heer aus und übernahm die Leitung eines Lehrganges für ältere Offiziere. Diese "Reinhardt-Kurse" haben über den Tod ihres Schöpfers hinaus bis zum Jahr 1932/1933 bestanden. Des Weiteren widmete er sich der Vorbereitung von Veröffentlichungen vor allem zu militärischen und historischen Themen. Walther Reinhardt starb am 8. August 1930 in Berlin. 2. Zum Nachlass Walther Reinhardts: Der Nachlass Walther Reinhardts umfasst Dokumente aus seiner Militärdienstzeit sowie private Korrespondenzen. Einen nicht unerheblichen Teil bilden daneben Manuskripte für Vorträge und Veröffentlichungen, die Reinhardt vor allem nach seinem Ausscheiden aus dem Heeresdienst verfasste. Ergänzt werden die Dokumente durch Zeitungsausschnittsammlungen Reinhardts, welche insbesondere die Jahre 1918/1919 betreffen.Der Nachlass Reinhardts war nach dessen Tod am 8. August 1930 zum größten Teil im Besitz seiner Tochter, Studiendirektorin Lotte Reinhardt. Diese übergab am 7. September 1939 dem damaligen Heeresarchiv Stuttgart 13 Aktenbüschel und drei Kriegstagebücher sowie am 11. September 1940 weitere Archivalien, nämlich Fotografien (z.T. in Alben), Zeitungsauschnitte sowie dienstliche Personalerinnerungen. Die Dokumente aus dem Nachlass Reinhardts wurden im Heeresarchiv chronologisch geordnet, in Mappen geheftet und verzeichnet. Das Repertorium mit einem Vorwort von Generalmajor z.V. Sieglin lag am 15. Oktober 1940 vor.Ein kleiner Teil des Nachlasses war kurz nach dem Tod Reinhardts dem Heeresarchiv Potsdam übergeben worden. Mit Schreiben vom 11. September 1940 suchte das Heeresarchiv Stuttgart die Überlassung dieses Nachlassteils zu erwirken, um ihn mit dem zu diesem Zeitpunkt in Bearbeitung befindlichen Stuttgarter Bestand zu vereinigen. Das Heeresarchiv Potsdam teilte jedoch am 23. Oktober 1940 mit, dass sich in seiner Verwahrung "keine privaten Aufzeichnungen" Reinhardts befänden. Das Heeresarchiv Stuttgart scheint keine weiteren Versuche unternommen zu haben, um in den Besitz des Potsdamer Teilnachlasses zu gelangen. Da das Heeresarchiv Potsdam unmittelbar vor Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört und seine Bestände zum größten Teil vernichtet worden sind, sind die dorthin übergebenen Unterlagen aus dem Eigentum Reinhardts vermutlich heute verloren.Am 17. Februar 1961 übergab Lotte Reinhardt dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart, das inzwischen den größten Teil der Bestände des früheren Heeresarchivs Stuttgart übernommen hatte, weitere in ihrem Besitz befindliche Dokumente ihres Vaters (Briefe, Aufzeichnungen, Entwürfe, Drucksachen, Zeitungsausschnitte). Diese Archivalien wurden im Sommer 1964 von Oberstaatsarchivrat Dr. Uhland geordnet, verzeichnet und mit dem älteren Bestand vereinigt. Dabei wurden mehrfach die vom Heeresarchiv gebundenen Sammelmappen aufgelöst, um dahin gehörige Stücke chronologisch einreihen zu können. Auch zeigte sich bei diesen Arbeiten, dass die Verzeichnung im Heeresarchiv unvollständig, in einzelnen Fällen auch unrichtig erfolgt war. Der neue Bestand umfasste 56 Mappen, die in Anlehnung an die chronologische Ordnungsmethode des Heeresarchivs strukturiert waren. Bei einigen der gebildeten Büschel wurden Unterfaszikel gebildet. Vor der Abgabe an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart hatte Lotte Reinhardt den in ihren Händen befindlichen Nachlass ihres Vaters Herrn Professor Fritz Ernst (Heidelberg) zur Verfügung gestellt, der ihn für eine Veröffentlichung verwendete (Ernst, Fritz: Aus dem Nachlass des Generals Walther Reinhardt, Stuttgart 1958). Dabei scheinen einzelne Stücke bei Professor Ernst verblieben und auch nach seinem Tod (22. Dezember 1963) nicht mehr an die Besitzerin gekommen zu sein. In den Jahren 1964 bis 1987 erfolgten immer wieder Abgaben von Dokumenten aus dem Nachlass von Walther Reinhardt durch seine Tochter Lotte Reinhardt. Am 29. Dezember 1964 übergab Lotte Reinhardt Zeitungsausschnitte und Schriften. Dabei befanden sich auch von Professor Ernst gefertigte Abschriften. Die abgegebenen Archivalien wurden geordnet, erfasst und zu den entsprechenden Büschelnummern gelegt. Darüber hinaus wurden zwei neue Büschel gebildet. Damit hatte sich der Umfang des Nachlasses auf 58 Mappen vergrößert. Weitere Archivalienabgaben erfolgten durch Lotte Reinhardt am 27. August 1969, am 7. März 1970, am 12. März 1973, am 6. Februar 1978, im April 1978, am 16. August 1978 und am 26. Januar 1987. Die Stücke umfassten vor allem private Korrespondenzen Walther Reinhardts (Briefe an die Eltern, Ehefrau, Kinder) und Zeitungsausschnitte. Diese Dokumente waren bisher unverzeichnet.Der Bestand M 660/034 wurde im September 2010 von der Anwärterin Sylvia Günteroth unter Anleitung von Dr. Wolfgang Mährle neu erschlossen. Im Zuge dieser Arbeiten erfolgte eine Klassifikation der Unterlagen, welche die bisherige chronologische Ordnung ablöste. Die Zuweisung der bis 1964 ins Archiv gekommenen Dokumente zu einzelnen Büscheln sowie die Gliederung dieser Archivalieneinheiten in Unterfaszikel sind beibehalten worden. Die vorhandenen Titelaufnahmen wurden behutsam überarbeitet. Die bisher noch nicht verzeichneten Archivalien, die zwischen 1969 und 1987 ins Archiv gelangt waren, wurden geordnet und verzeichnet. Der Nachlass Walther Reinhardts umfasst jetzt 89 Büschel mit einem Gesamtumfang von 1,6 lfd.m. 3. Quellen- und Literaturhinweise: Quellen:- Personalakte Walther Reinhardts: M 430/2 Bü 1684;- Biografische Dokumente: E 130b Bü 235, Q 3/60 Bü 29, Q 3/60 Bü 32, Q 3/60 Bü 47; M 743/1 Bü 11- Fotografien: Q 3/60 Bü 32; M 703 R 170N19; M 703 R190N10; M 703 R191N17; M 707 Nr. 1213; M 743/1 Bü 11Publikationen Walther Reinhardts (Auswahl):- Reinhardt, Walther: Sechs Monate Westfront: Feldzugserlebnisse eines Artillerie-Offiziers in Belgien, Flandern und der Champagne, 3. Auflage, Berlin 1915.- Reinhardt, Walther: In der Picardie: Bilder aus dem Stellungskrieg im Westen, 3. Auflage, Berlin 1917.- Reinhardt, Walther/Zenker, Hans: Wehrwille und Wehrgedanke in Deutschlands Jugend: 2 Vorträge auf der Freusburger Schulungswoche 1929, Berlin-Charlottenburg 1930.- Reinhardt, Walther: George Washington. Die Geschichte einer Staatsgründung, Frankfurt 1931.- Reinhardt, Walther: Wehrkraft und Wehrwille: aus seinem Nachlass mit einer Lebensbeschreibung Walther Reinhardt, Berlin 1932.Literatur:- Ernst, Fritz: Aus dem Nachlass des Generals Walther Reinhardt, Stuttgart 1958.- Kohlhaas, Wilhelm: Walther Reinhardt: General der Infanterie, 1872-1930, in: Lebensbilder aus Schwaben und Franken, 17. Band, Stuttgart 1991, S. 306-316. - Mulligan, William: The creation of the modern German Army: General Walther Reinhardt and the Weimar Republic, 1914-1930, New York 2005.Stuttgart, im Mai 2011Dr. Wolfgang MährleSylvia Günteroth
              Morgen, Curt von (Bestand)
              BArch, N 227 · Bestand · 1870-1928
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Geschichte des Bestandsbildners: 01.11.1858 - 15.02.1928, General der Infanterie Bestandsbeschreibung: Unterlagen aus der gesamten Dienstzeit, u.a. im Kolonialdienst in Afrika (1889, 1894), als Militärattach¿ in Konstantinopel (1897-1901), über die Teilnahme am Sudan-Feldzug Lord Kitcheners (1896-1898) auf englisch-türkischer, am thessalischen Krieg (1897) auf griechischer Seite, aus dem 1. Weltkrieg als Kommandeur der 3. Reserve-Division und Kommandierender General des I. und XIV. Reserve-Korps; Manuskript der Lebenserinnerungen. Zitierweise: BArch, N 227/...

              Morgen, Curt von
              Na 055 Karl Richard Müller (Bestand)
              Stadtarchiv Solingen, Na · Bestand · 1889-1978
              Teil von Stadtarchiv Solingen (Archivtektonik)

              Carl Richard Müller wurde am 2. Juni 1889 in Knauthain bei Leipzig geboren. Nach dem Schulabschluss erlernte er von 1903-1906 den Gärtnerberuf und arbeitete dann in mehreren deutschen und schweizerischen Orten. Von Anfang 1908 bis Oktober 1909 hatte er eine Stelle als Gärtner auf dem Friedhof an der Casinostraße in Solingen. 1910 und 1911 leistete er seinen Wehrdienst als Marineartillerist in der deutschen Kolonie Tsingtau in China ab. Am Ende seiner Dienstzeit schloss er einen mehrjährigen Arbeitskontrakt mit der Firma Hernsheim, die Handel und Pflanzung im deutschen Kolonialgebiet Neuguinea/Bismarckarchipel am Äquator nördlich Australiens be-trieb. 1912 arbeitete er auf dem Bismarckarchipel und der Salomoneninsel Bougainville. Nach einem ereignisrei-chen Jahr, in dem er zum ersten Mal seinen Kindheitstraum als Pflanzer in der Südsee verwirklichen konnte, aber auch manche Illusion über das Lebens in den Kolonien verlor, wurde der Arbeitsvertrag (anscheinend nach Differenzen mit der Firma) vorzeitig beendet und Müller kehrte auf dem Weg über Australien nach Deutschland zurück. Schwere Malariaanfälle quälten ihn auf der Heimreise und in Deutschland, aber die Heimat konnte ihn auf Dauer nicht halten. Vom Sommer 1913 bis zum Frühjahr 1914 suchte er sein Glück in Argentinien, fand aber keine befriedigende Arbeit und entschloss sich, die Einwanderung nach Australien zu beantragen. Ende Juni 1914 hatte er die nötigen Einreisepapiere und bestieg in Antwerpen den deutschen Dampfer Roon mit dem Ziel Freemantle. Als im August 1914 der Weltkrieg ausbrach und Großbritannien auf die Seite der deut-schen Gegner trat, musste das Schiff die Reise nach Australien abbrechen und in Niederländisch-Indien Zuflucht suchen. Müller bewarb sich bei einer deutschen Firma in Java, wurde angenommen und trat Ende August 1914 in Sumatra eine Assistenzstelle auf einer Pflanzung an.Von 1914 bis 1940 arbeitete er auf vier verschiedenen Stationen, seit 1927 auf Tandjongdjati im Süden Sumat-ras, wo er Kaffee und Kautschuk anbaute, und ihn die belgischen Besitzer 1939 zum Leiter ernannten. Dem Höhepunkt der Karriere folgte ein schlagartiges Ende. Der Überfall der Wehrmacht auf die Niederlande am 10. Mai 1940 machte die deutschen Staatsbürger zu Feinden im holländischen Kolonialreich. Für Müller und viele andere begann die Zeit der Internierungshaft - bis Ende 1941 im niederländischen Camp Alasvallei im Norden Sumatras, dann unter britischer Kontrolle im Lager Premnagar bei Dehra Dun in Nordindien am Fuße des Hima-laya. Erst im Herbst 1946 wurde der Gefangene Carl Richard Müller Nummer 56134 entlassen und kam im Dezember 1946 in Solingen an.Hier fand er Arbeit in der Gärtnerei Diederich in Wald, der er auch als Rentner mit Gelegenheitsarbeit die Treue hielt. 1966 musste er wegen schlechter Gesundheit sein selbständiges Leben aufgeben und zog in das Eugen-Maurer-Heim in Gräfrath. Dort starb er am 21. März 1973. Der Nachlass hat einiges aus dem abenteuerlichen Leben Müllers bewahrt. Die erzwungene Untätigkeit während der langen Internierungsjahre nutzten Müller und andere Gefangenen zum Schreiben und für Vorträge im eigenen Kreis. Von diesen Arbeiten sind Stücke erhalten, die vor allem für die Erforschung deutscher Kolonialherrschaft und europäischer Pflanzerarbeit im Südseegebiet von Interesse sind. In erster Linie sind Müllers autobiographische Manuskripte über die Jahre 1912-1940 zu nennen, die er als "Ro-man eines Glückssuchers" zusammenzufassen dachte (Aktenstücke 11 und 12 mit Ergänzung durch die Fotogra-fien in den Aktenstücken 6 und 7 und Karten in den Aktenstücken 17 und 26). Dazu kommen zahlreiche Aufsätze Müllers über die Pflanzenkulturen, wirtschaftliche und technische Probleme auf den Pflanzungen und Ab-handlungen über die Natur und Tierwelt Indonesiens, vornehmlich Sumatras (Aktenstücke 13 bis 16). Arbeiten von Mitgefangenen über ihre Erfahrungen in Indonesien und Australien finden sich im Aktenstück 23, u.a. auch ein Bericht über die Internierungshaft in Sumatra mit einem kürzeren Anhang über die Zeit in Indien. Über das Lagerleben in Dehra Dun erfährt man verhältnismäßig wenig; Müller hat allerdings ein Heft mit dem Titel "Männerworte" (Aktenstück 5) aufbewahrt, in dem sich 22 Mitgefangene mit Worten der Erinnerung eingetragen haben. Über Müllers Leben in Solingen nach 1946 sind in erster Linie Fotografien erhalten, von denen vor allem die Arbeiten für die Fa. Diederich von lokalgeschichtlichem Interesse sein können (Aktenstück 8). Desweiteren enthält der Bestand eine Akte des Sozialamtes der Stadt Solingen. Der Bestand wurde dem Stadtarchiv vom Sozialamt in einem Koffer übergeben, der von obigen Unterlagen bei der Verzeichnung getrennt wurde. Erstmals erfaßt wurde der Bestand im September 1998 von Anika Schulze, erschlossen von Hartmut Roehr im Jahre 2007.

              Nachlass Diels (Titel)
              • Direktionskorrespondenz und weitere Unterlagen 1937-1941: 1 Mappe, Loseblattsammlung; Durchschläge oder handschriftlich, Verfasser: Diels, Dr. Friedrich Bolle, R. Pilger; Prof. Dr. Hoppe (alle Botanischer Garten Berlin), Milos Deyl (Botaniker, Prag); Wilhelm Engelmann (Verlagsbuchhandlung Wilhelm Engelmann, Leipzig), Wimmer (Pfarrer, Bearbeiter der Lobeliaceae für Pflanzenreich). Inhalt: Luftschutzmassnahmen im Botanischen Museum (Auslagerung Alkoholsammlung usw.); Finanzielle Mittel der Englerstiftung; Verbleib verschollener Herbarausleihen (Spanischer Bürgerkrieg); Mahnung Zurücksendung von Herbarausleihen; Druck verschiedener Bände des Pflanzenreichs (Richtlinien zur Korrektur, Korrespondenz mit der Verlagsbuchhandlung Wilhelm Engelmann, Leipzig), Bearbeitung der Lobeliaceae für Pflanzenreich wissenschaftliche Manuskripte zur Flora von SW Afrika, einzelne Briefe [siehe FA1/1] Tagebücher 1943-1945 (in Kopie, p.p. in Abschrift); inkl. Abschrift von den Museum & Garten betreffenden Passagen durch Hiepko [FA2/4] Notizkalender 1.1.-31.12.1901 (Australienreise: Kurznotizen & Ausgaben) [B15] 2 Alben mit Originalfotos (von Pritzel) von seiner Capland-Australien-Neuseeland-Neuguinea-Java-Reise mit Pritzel 1900-1902 [(1) c. 30 Aufnahmen aus Australien veröffentlicht in "Die Pflanzengeographie in 200 Lichtbildern" (Leipzig: Seemann, 1914; 30 p. + 200 Lichtbilder), Katalog anbei + 2. Expl. bei S Pritzel; (2) ; s.a. Diels & Pritzel in Karsten & Schenk, Vegetationsbilder, Reihe 24, Hefte 1-3 zu SW-Australien (1+2) und NO Queensland (3), siehe 581.9; s.a. folgenden Eintrag)] [FA6/5] 2 gebundene Fotoalben (2° mit den Ecken in die Seiten eingesteckten SW-Fotos) mit Rückenprägung (1. "Capland / West-Australien / 1900-1901 / Ansichten", 2. "Neuseeland / Ost-Australien / Neu-Guinea / Java / 1902 / Ansichten"); nach einer handschriftlichen Notiz von 1951 in einem der Bände stammen die Fotos größtenteils von Pritzel und die Bildunterschriften von Diels [Bibliotheksbestand Rara sub Pritzel, s.a. AK sub Pritzel; s.a. Diels & Pritzel in Karsten & Schenk, Vegetationsbilder, Reihe 24, Hefte 1-3 zu SW-Australien (1+2) und NO Queensland (3), siehe 581.9] 1 Mappe "Reisen 1905-1907" (Ansichtskarten, Fotos, etc und Reisetagebucheinträge, Algerien, etc.) [als Geschenk dem BGBM übergeben vom Enkel York Kirsch am 26.4.2005, zuvor leihweise überlassen] Fotoalbum Botanikerporträts ["Ersatzalbum" (Dubletten von in die BGBM-Porträtsammlung eingegliederten Porträts) mit handschriftlichen Signaturen] [FA2/4] Großporträt [W2] Manuskript "Über die klimatische Bedingtheit von Pflanzenformen", handschriftlich, 1924 [B9] Notizkalender 1933 [B9] Briefe an Diels, Notizen, etc. [B9] Div. Nachlass-Bestandteile [P37] Schriftstück (Original und Durchschlag) vom 29.4.1927, "Ausgestaltung des Botanischen Gartens und Botanischen Museums zu Berlin-Dahlem" an den Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, Berlin [B5] Vorlesungsskripte bzw. schriftliche Übersichten für Assistenten zu benötigten Materialien von 1916 (Formationskunde, 1 Heft), 1924 (Systematische Botanik, zwei Hefte, Kryptogamen, Phanerogamen), 1926 (Pflanzengeographie, 1 Heft), 1934 (Organographie der Pflanzen, 1 Heft) sowie undatiert (Grundzüge der Botanik, 1 Heft) [P37] Exkursionen (1941) [??] Personalunterlagen [FA3/1] * Glückwunschkorrespondenz zum 60. und 70. Geburtstag [P37]
              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Q 1/20 · Bestand · 1897/1978
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

              Löffler, Eugen (24.03.1883 - 05.05.1979), 1907-1918 Lehrer an Gymnasien in Ulm und Schwäbisch Hall, 1918-1951 (ab 1924 als Ministerialrat) Tätigkeit im württembergischen bzw. württemberg-badischen Kultusministerium; Mitglied des Gutachterausschusses für das deutsche Schulwesen im Ausland (1922-1945), der Ständigen Konferenz der Kultusminister der deutschen Länder, der deutschen UNESCO-Kommission und anderer kultureller InstitutionenEnthält: Biographisches Material; Akten aus der Tätigkeit in kulturellen Institutionen und Organisationen (u. a. UNESCO mit Deutscher UNESCO-Kommission, Goethe-Institute, Institut für Auslandsbeziehungen, Kultusministerkonferenz der Länder, Ausschuß für das Auslandsschulwesen): v. a. Berichte, Sitzungsprotokolle, Rundschreiben, Korrespondenzen; Unterlagen über die Mitgliedschaft in Vereinen, Verbänden und Stiftungen; Korrespondenzen mit Verlagen und Einzelpersonen; Publikations- und Vortragstätigkeit: Mitarbeit an Schulbüchern, Redaktion der Schriftenreihe "Der Mathematikunterricht"; Manuskripte von Veröffentlichungen v. a. zu Schulfragen, deutschen Auslandsschulen; Materialsammlungen betreffend deutsches Schul- und Erziehungswesen, Erziehung und deutsche Schulen im Ausland, Jugendfragen

              In der heutigen Kolonialhistoriographie, soweit es sich um die Kolonialherrschaft in Togo handelt, sind sicherlich zwei Namen hervorzuheben: Dr. habil. Peter Sebald († 2018) und Prof. Dr. Trutz von Trotha († 2013). Die Forschungsergebnisse dieser beiden Wissenschaftler bieten eine detaillierte Studie zu der deutschen Herrschaft in Togo 1884-1914. Zahlreiche Archivquellen, Monographien, Sammelbände, Lehrveranstaltungen, Zeitschriftartikel, Vorträge aus ihrem Nachlass dienen nun als wertvolle Informationsquelle für die aktuelle Forschung.Durch Vermittlung von Prof. Ulrich van der Heyden erhielt die Bibliothek des ZMO die Nachlässe von Dr. habil. Peter Sebald sowie von Prof. Trutz von Trotha zur Geschichte des deutschen Kolonialismus und insbesondere Togos. 40 Meter laufender Akten und Bücher wurden vonseiten der Familie von Peter Sebald in rund 50 Kartons grob aussortiert, um sie an das ZMO weiterzuleiten.Der Nachlass besteht aus drei Teilen: Von Sebald selbst geordneten Materialien, ungeordnete Dokumente sowie Bücher. Außer diesen drei Teilen gibt es 11 Kartons mit dem Nachlass von Trutz von Trotha, die noch zu ordnen sind.Der erste und bedeutendste Teil besteht aus den von Sebald selbst aussortierten Unterlagen. Diese wurden von Sebald in 149 Ordnern untergebrachten und in ein Drehregal gestellt. Diese Dokumente können nach chronologischen, geografisch-regionalen, thematischen Gesichtspunkten sowie nach Autoren und den Archivsignaturen mehrfach zugeordnet werden.Den zweiten Teil bildete ein unsortierter Stapel von Unterlagen, die sich unterschiedlichsten Themen widmen von persönlichen politischen Ansichten bis zu wissenschaftlichen Arbeiten von anderen Autoren und Abschlussarbeiten von Studenten. Diese Unterlagen wurden von November 2017 bis April 2018 sortiert und geordnet. Während der Bearbeitung des zweiten Teils des Nachlasses kamen unterschiedliche Materialien zum Vorschein: Flyer, Broschüren und Kopien von publizierter Togo-Literatur, Aktenmaterialien aus den Archiven, zahlreiche Manuskripte von eigenen Werken, Zeitungsartikel, Einladungen zu auf die Region bezogenen Veranstaltungen, eine große Zahl an Photographien aus der Zeit des Kolonialismus bis zur Gegenwart, Briefwechsel zu unterschiedlichen Themen mit Togo Bezug. (Autor: Leibniz-Zentrum Moderner Orient, Bibliothek, Geisteswissenschaftliche Zentren Berlin e.V.)

              Nachlaß Eugen Mogk (Titel)
              NL 246 · Bestand
              Teil von Universitätsbibliothek Leipzig

              Briefe an Mogk, Manuskripte, Abschriften aus verschiedenen Manuskripten, Material zu seiner Tätigkeit in verschiedenen Organisationen, Vorlesungssnachschriften, Autographensammlung, Ansichtskartensammlung