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Bestandsgeschichte
Vorwort 1 Bestandsgeschichte 1.1 Zugang in das Stadtarchiv Die Unterlagen des Bestandes "ME" stammen aus der Tätigkeit der Verwaltung der Bürgermeisterei bzw. des Amtes Menden (Rheinland). 1.2 Bestandteile des heutigen Bestandes "ME" 1.2.1 fadengebundene Akten Der Bestand enthält überwiegend Unterlagen, die in den 1970er Jahren zum Bestand "I" zusammengefasst wurden. Dies waren zumeist die allgemeinen, fadengebundenen Verwaltungsakten bis ca. 1930. Hierzu wurden damals zumeist die auf den Aktendeckeln stehenden Titel abgeschrieben und so eine klassifizierte Liste erstellt. 1.2.2 Nachträge bis 2003 Hinzu kamen spätere Nachträge, die bis 2003 zur Liste des Bestandes "I" hinzugefügt wurden. Die Akten dieser beiden Gruppen (1.2.1 und 1.2.2) erhielten Signaturen, die aus einer Kartonnummer und einer alphanumerischen Ziffer bestehen, z.B. ME-K168/S96. 1.2.3 Nachträge 2003-2007 Die Nachträge der Jahre 2003 bis 2007 wurden als ME 1048 bis ME 1070 verzeichnet. 1.2.4 unerschlossene Unterlagen Ferner fanden sich diverse Verwaltungsunterlagen, die noch nicht erschlossen worden waren. 1.2.5 Unterlagen des Bestandes "Stadtamt 10 Hauptamt/Abteilung 100" Hinzu kamen zahlreiche Unterlagen, die Ende der 1990er Jahre zum Bestand "Stadtamt 10 Hauptamt/Abteilung 100" gefügt worden waren. Zu diesem Bestand gab es eine teils maschinen-, teils handgeschriebene Ablieferungsliste der Stadtverwaltung. Diejenigen Unterlagen dieses Bestandes, die bis zum Jahr 1980 abgeschlossen waren, wurden 2008 den Beständen ME und ST hinzugefügt bzw. kassiert, wenn sie nicht archivwürdig waren. Die Unterlagen der letzten drei Gruppen (1.2.3 bis 1.2.5) wurden mit einer fortlaufenden Signierung versehen (ME 1071-1214). Diejenigen Akten des Bestandes "Stadtamt 10", die erst von der Gemeinde- bzw. Stadtverwaltung Sankt Augustin seit 1969 geschlossen bzw. erstellt wurden, wurden dem Bestand "ST" hinzugefügt (ST 8 bis ST 65). Soweit sie bereits von der Amtsverwaltung Menden begonnen worden waren, sind sie in diesem Findbuch ebenfalls mit aufgenommen. Zu beachten ist bei diesen Akten, dass manche offensichtlich erst nach 1980 im Stadtarchiv aus mehreren schmalen Heftern zu den heutigen Akten zusammengeführt wurden (z.B. ST 37, 39. 40). Eine Konkordanz zum Bestand "Stadtamt 10 Hauptamt/Abteilung 100" wurde erstellt und findet sich in der Archivregistratur. 1.2.6 Bezüge zu Friedrich-Wilhelms-Hütte und Menden In den Jahren 2010-2012 erfaßte Frau Dr. Petra Recklies-Dahlmann im Auftrag des Stadtarchivs Troisdorf zahlreiche Akten dieses Bestandes mit Bezügen zur seit 1969 zu Troisdorf gehörenden Friedrich-Wilhelms-Hütte bzw. teilweise auch zu Menden. Diese inhaltlichen Ergänzungen, die teils sehr umfangreich sind, wurden als enthält-Vermerke im Februar 2014 der vorhandenen Verzeichnung hinzugefügt. Wir bedanken uns herzlich bei der Troisdorfer Stadtarchivarin Antje Winter M.A. sowie Frau Dr. Recklies-Dahlmann für die Überlassung dieser Daten. 1.3 Ordnung und Verzeichnung Im Einzelnen enthält der Bestand 1471 Archiveinheiten der Jahre 1807 bis 1969. Hinzu kommen 21 Archiveinheiten, die zwar bis 1969 begonnen, aber erst danach abgeschlossen wurden. Die Ordnung und Verzeichnung der Unterlagen (1.2.4 und 1.2.5) wurde von Januar bis April 2008 mittels des Programms Augias-Archiv 8 durchgeführt. Dabei wurden zahlreiche Lesezeichen und Klarsichthüllen entfernt. Soweit die Akten aus dem Bestand 10 Hauptamt stammten, wurden die Aktentitel und Laufzeiten überprüft und korrigiert, die Titel teilweise um Vermerke ergänzt. Soweit die Akten paginiert waren, wurde zudem die Blattzahl ergänzt. Auf eine vollständige Neuverzeichnung der 2003 bereits vorhandenen Datensätze wurde aus Zeitgründen verzichtet. Sie soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Stattdessen erfolgte von April bis Juni 2008 eine zumeist rein formale Überarbeitung der Verzeichnung. Dabei wurden Zeichensetzung und Rechtschreibung korrigiert und Titel, Vermerke und Klassifikation auf Plausibilität geprüft und bei Bedarf korrigiert. Schließlich wurden die Datensätze auf Grundlage des bestehenden Klassifikationsschemas klassifiziert und das Findbuch erstellt. Sämtliche Ordnungs- und Erschließungsarbeiten 2008 erledigte Michael Korn. 1.4 Wertermittlung und Kassation Kassationen wurden nur im Bestand "Stadtamt 10 Hauptamt/Abteilung 100" vorgenommen, von dem insgesamt 36 Akten ganz oder teilweise kassiert wurden (siehe Konkordanz in der Archivregistratur). Darüber hinaus wurden in einzelnen Akten überzählige Drucksachen (z.B. Prüfberichte von Wasserwerken) vernichtet. 1.5 Abgaben an andere Bestände bzw. Archive Folgende Archivalien wurden an andere Bestände bzw. Archive abgegeben: - 4 Bauakten zum Bauaktenbestand (ehemals ME - K129/S11-14) - 1 Bauakte Holzlar an das Stadtarchiv Bonn (dort Signatur Ho 144) - SN 52/1 (Interessengemeinschaft St. Augustin) - SN 54/1-3 (Freiwillige Feuerwehr Siegburg-Mülldorf) - SGA 238-271 (Fotokopien von Archivalien in anderen Archiven) - SGR 230-239 (Haushaltssatzungen des Amtes, der Gemeinden und Verbände) 1.6 Erhaltungszustand, technische Behandlung und Lagerung Große konservatorische Probleme bereitet der größte Teil der fadengebundenen Unterlagen (siehe oben 1.2.1). Vielfach sind die Bindungen defekt oder es sind zahlreiche lose Blätter eingelegt, auch fehlen manche Umschläge oder Deckblätter. Zudem hat ein großer Teil dieser Unterlagen Anfang der 1970er Jahre im damaligen Rathaus der Gemeinde Sankt Augustin an der Bonner Straße unter einem Wassereinbruch gelitten, was zu teilweise starker Verschmutzung, Schädigung der Papiere und (wohl mittlerweile inaktivem) Schimmel führte. Der Erhaltungszustand der neu hinzugekommenen Archiveinheiten ist insgesamt befriedigend. Schmutz und Schimmel spielen keine große Rolle, auch sind die Unterlagen meist gut geordnet. Natürlich wird der Säuregehalt der schriftlichen Unterlagen Probleme aufwerfen. Größere Restaurierungsmaßnahmen sind derzeit nicht erforderlich. Jedoch müssen zumeist die bis 2003 verwendeten, säurehaltigen Mappen gegen säurefreie, alterungsbeständige ausgetauscht werden. Nahezu der komplette Bestand muss kurz- bis mittelfristig in säurefreie Kartons umgelagert werden. 2 Bürgermeisterei/Amt Menden Die 1815 eingerichtete Bürgermeisterei Menden [ab 1926 Amt Menden (Rheinland)] umfasste zunächst die selbständigen Gemeinden Buisdorf, Hangelar, Holzlar, Meindorf, Niedermenden, Niederpleis, Obermenden und Siegburg-Mülldorf. 1906 wurden die Siegburg-Mülldorfer Ortsteile Zange und Hornpott an Siegburg abgegeben, ebenso wie 1926 der Buisdorfer Ortsteil Deichhaus. 1935 schlossen sich Nieder- und Obermenden zur Gemeinde Menden zusammen. Die teils sehr kleinen selbständigen Gemeinden unterhielten keine eigene Verwaltung, vielmehr wurden diese Aufgaben vom Amt übernommen. Im Rahmen der kommunalen Neuordnung in Nordrhein-Westfalen wurde 1969 als Rechtsnachfolger des aufgelösten Amtes Menden die Gemeinde Sankt Augustin gegründet, die 1977 Stadtrechte erhielt. Das Gebiet des Amtes Menden deckt sich in weiten Teilen mit jenem der heutigen Stadt Sankt Augustin. Die Mendener Gebiete rechts der Sieg um Friedrich-Wilhelms-Hütte (die neben den Siedlungen und landwirtschaftlichen Flächen auch den Großteil der Klöckner-Mannstaedt-Werke umfassten) kamen jedoch zu Troisdorf; Holzlar mit Kohlkaul, Heidebergen und Gielgen zu Bonn. Von der Gemeinde Stieldorf im Amt Oberpleis kam 1969 Birlinghoven zu Sankt Augustin. 3 Aufbau des Findbuches 3.1 Klassifikation Die Archiveinheiten wurden zur besseren Übersicht in mehrere Klassifikationsgruppen eingeteilt. Hierbei wurden die ursprünglichen Klassifikationspunkte A bis W des Bestandes ME zunächst beibehalten. Hinzugefügt wurde die Unterteilung der Klassifikationspunkte A.1-A.5 sowie S.2 bis S.4, zudem wurden die übrigen Klassifikationspunkte teilweise begrifflich schärfer gefasst oder auch erweitert. Auf die Erstellung einer neuen Klassifikation wurde bis zur Neuverzeichnung aller älteren Unterlagen verzichtet. 3.2 Aufbau der Angaben zu den jeweiligen Archiveinheiten Die Angaben zu den einzelnen Archiveinheiten beginnen links mit der Signatur [Bestandskürzel "ME" bzw. "ST" sowie (alpha-)numerischer Ziffer]. Am rechten Rand wird die jeweilige Laufzeit angegeben. Zeitliche Lücken wurden nur berücksichtigt, soweit sie mindestens fünf Jahre umfassen. Vor- bzw. Nachlaufzeiten finden sich als zusätzliche Angaben in Klammern. Bei Schätzungen wurden eckige Klammern verwendet. Die Laufzeit der Archiveinheiten umfasst in der Regel den Zeitraum ihrer Entstehung, im Einzelfall auch den Zeitraum, der innerhalb der Unterlagen beschrieben wird. Darunter wurde der Titel (fett) gesetzt, der den Inhalt der Archiveinheiten wiedergibt. Ergänzt werden können die Titel durch folgende Vermerke: - Enthält für die Auflistung des gesamten Akteninhalts; - Enthält unter anderem (u.a.) für die Hervorhebung besonderer Einzelstücke; - Enthält vor allem (v.a.) für die Hervorhebung des inhaltlichen Schwerpunktes; - Enthält nur für eine Einschränkung des Titels; - Darin für inhaltlich oder formal Abweichendes. Die Titel der Akten mit alphanumerischen Signaturen (z.B. ME - K168/S96) basieren weitgehend auf den Aufschriften der Aktendeckel. Diese geben jedoch zumeist nicht an, was sich zum jeweiligen Thema in den Akten befindet, sondern dass Schriftstücke zu diesem Thema, sofern sie überhaupt in die Registratur gelangt waren, in diese Akte aufgenommen werden sollten. Daher beschreiben diese Aktentitel häufig eher den Soll- statt des Ist-Inhalts. Zu beachten ist, dass zeittypische Begriffe als Terminus technicus nach Möglichkeit erhalten wurden (ggf. mit einer Erläuterung in eckigen Klammern). Auch wurden bei den nicht neuverzeichneten Akten diskriminierende, aber zeittypische Begriffe belassen, soweit sie sich nur mit sehr großem Aufwand hätten ersetzen lassen. Eine Besonderheit bei vielen kommunalen Verwaltungen in der preußischen Rheinprovinz findet sich auch bei den Akten der Bürgermeisterei/des Amtes Menden: Die Einteilung in Generalia und Specialia. Dabei umfassen Generalia-Akten zumeist Rechtsvorschriften und Rundschreiben übergeordneter Behörden, wohingegen die Specialia-Akten überwiegend Informationen zu lokalen bzw. regionalen Inhalten enthalten. Diese Bezeichnung wurde nach Möglichkeit bei der Verzeichnung übernommen. 3.3 Benutzung und Sperrfristen Die Benutzung der hinterlegten Archivalien durch Dritte richtet sich nach der Benutzungsordnung des Stadtarchivs Sankt Augustin vom 1.5.2006 in ihrer jeweils geltenden Fassung. Für Unterlagen, die nicht von vornherein zur Veröffentlichung bestimmt waren, gelten nach den Bestimmungen des Archivvertrags die allgemeinen Sperrfristen des Archivgesetzes Nordrhein-Westfalen analog. Demnach sind Unterlagen, die nicht von Vornherein zur Veröffentlichung gedacht waren, 30 Jahre nach Entstehung für die allgemeine Nutzung gesperrt. Soweit es sich um primär personenbezogenes Schriftgut handelt, beträgt die Sperrfrist 10 Jahre nach Tod bzw. 90 Jahre nach Geburt der betroffenen Person. 3.4 Zitierweise und Archivalienbestellungen Zu zitieren sind die Archiveinheiten unter Voranstellung des Archivs mit Angabe der entsprechenden Signatur, z.B. "Stadtarchiv Sankt Augustin, ME 1065". Zur Bestellung von Archivalieneinheiten genügen innerhalb des Stadtarchivs die Angabe des Namens des Benutzers, Bestelldatum und jeweiliger Signatur auf dem roten Bestellzettel. 3.5 Weiterführende Literatur und ergänzende Bestände Die Bauakten zu einzelnen Gebäuden finden sich im Bauaktenbestand des Stadtarchivs (bis 1965) bzw. in der Registratur der Bauaufsicht (ab 1965). Viele Unterlagen aus der Zeit bis 1969 finden sich noch unerfasst in der Altregistratur bzw. vorläufig erfasst im Zwischenarchiv. Die Haushaltspläne von Amt, Gemeinden und Verbänden finden sich im Bestand "SGR". Einzelne Veröffentlichungen bzw. Gutachten finden sich in den Beständen "SGD" (Druckschriften) bzw. BI (Bibliothek des Stadtarchivs). Unterlagen von Schulen der Bürgermeisterei/des Amtes Menden finden sich im Bestand "SC". Sankt Augustin, im Februar 2014 Michael Korn
Abgebende Stelle
Bereich "Inhalt und innere Ordnung"
Eingrenzung und Inhalt
Bewertung, Vernichtung und Terminierung
Zuwächse
Ordnung und Klassifikation
Stadtarchiv Sankt Augustin (Archivtektonik) >> Historisches Archiv >> ME: Amtsverwaltung Menden (Rhld.)
Bedingungen des Zugriffs- und Benutzungsbereichs
Benutzungsbedingungen
Reproduktionsbedingungen
In der Verzeichnungseinheit enthaltene Sprache
- Deutsch
Schrift in den Unterlagen
Anmerkungen zu Sprache und Schrift
deutsch