Schreiben

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              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, GU 120 Bü 160 · Akt(e) · 1878, 1888-1925 und o. J.
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)

              Enthält u. a.: Otto Kapp von Gültstein 1912, Paul Wilhelm Keppler, Bischof von Rottenburg, 1900-1906, 1919, 1925; Theodor Koch-Grünberg 1909-1919, Ludwig von Köhler 1918, Richard Freiherr von Koenig-Warthausen 1892, 1910; Karl Krumbacher 1899, Konrad Kümmel 1904, 1910-1912 und o. J.; Kurt Lampert 1892, Karl Lautenschlager 1921, Hugo Freiherr von Linden 1890, 1910-1919; Oskar Lindequist 1897, Eveline Freiin von Massenbach 1898 und o. J.; Hermann Freiherr von Mittnacht 1893-1898 und o. J.; Karl Möhler 1909-1912, 1925; Heinrich Freiherr von Molsberg 1886-1890, 1907 (mit Schreiben von Molsbergs an Florestine Herzogin von Urach zur Stellung des Karl Fürst von Urach à la suite des Ulanen-Regiments Nr. 19 1887); Konstantin Freiherr von Neurath 1893 und 1904; Joachim Graf von Pfeil und Klein-Ellguth 1892, Freiherr Reichlin von Meldegg o. J. (mit Schriftwechsel mit Therese Prinzessin von Bayern wegen der von ihr favorisierten Eheverbindung zwischen Karl Fürst von Urach und Anna von Toskana Erzherzogin von Österreich 1900), Emil Rümelin 1897, Erwin Rupp 1915

              Urach, Karl von
              Chefsachen Ia: Bd. 2
              BArch, RW 34/10 · Akt(e) · 1941-1943
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Enthält u.a.: Vorbereitungen für den Fall "Achse" (Abfall Italiens), Aug. 1943 Maßnahmen gegen französische Offiziere (Vorschläge des Oberbefehlshabers West), Juni 1943 Dt. Wünsche an Frankreich unter besonderer Berücksichtigung der Kriegsführung in Nordafrika (Gespräche zw. Gen. Vogl u. Admiral Darlan am 23. Okt. 1942 in Rabat sowie zw. Göring u. Gen. Juin - Befehlsh. frz. Truppen/Nordafrika am 22. Dez. 1941) Deutschland als Besatzungsmacht in Frankreich (Schreiben Hitlers an Marschall Pétain vom 10. Nov. 1941 - Fotokopie von Abschrift), 1941 Wünsche an Frankreich unter besonderer Berücksichtigung der militärpolit. Lage u. des frz. Kolonialbesitzes (auszugsw. Aufzeichnungen d. Unterredung zw. Göring u. Marschall Pétain in Florentin-Vergigny am 1. Dez. 1941) Vorbereitung von Operationen gegen "Rest-Frankreich" und die Iberische Halbinsel (Unternehmen "Attila", "Isabella", "Anton" und "Ilona"), 1942 Nachschub für die deutsch-italienischen Streitkräfte in Nordafrika, 1941-1942 Verteilung des italienischen Heeres in Italien, auf dem Balkan und in Nordafrika (Karten 1:3.000.000), Stand: 13. Mai, 3. Aug. 1941 Gedanken über die deutsch-französische Zusammenarbeit auf dem Marinegebiet (Denkschrift der Unterkommission Marine), Juli 1941 Gliederung, Ausstattung und Dienstanweisung für den "Sonderstab F", Sept. 1941 Nutzung von Dakar als U-Boot-Stützpunkt, Juni 1941 Deutsch-französische militärpolitische Vereinbarungen über Syrien - Irak und Nordafrika (Protokollentwurf der Verhandlungen in der deutschen Botschaft in Paris am 21. Mai 1941), 1941 "Die derzeitige Lage Frankreichs" (Übersetzung des frz.Protokolls d. Unterredung zw. d. Präs. der frz. Delegation bei d. Waffenstillstandsk., Gen. Doyen, u. d. Vorsitzenden d. Deutschen Waffenstillstandsk., Gen. v. Stülpnagel am 6. Jan. 1941 Deutsch-italienische Zusammenarbeit insbes. in militärischen Angelegenheiten (Bericht der dt. Verbindungsdelegation bei der Italienischen Waffenstillstandsk. für die Woche vom 16. Jan. bis 23. Jan. 1941), 1941 Wirtschaftliche Ausnutzung Frankreichs (Chef OKW, Generalfeldmarschall Keitel, an den Chef des Wehrwirtschafts- und Rüstungsamtes, General Thomas), Jan. 1941

              Denkmäler in Berlin, Bd. 6
              Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 89, Nr. 20840 · Akt(e) · 1910-1916
              Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)

              73 Blatt, Enthält u. a.: - Enthüllung des von dem Bildhauer Fritz Klimsch gefertigten Denkmals für Rudolf Virchow am Karlsplatz, 1910 - Aufruf zur Errichtung eines Meyerbeer-Denkmals in Berlin. [Berlin] [1911] (Druck) - Errichtung eines Denkmals für den Major [der Schutztruppe in Kamerun] Hans Dominik (Schreiben des Chefs des Marine-Kabinetts Georg Alexander von Müller vom 17. März 1912) - Aufstellung einer Büste des Geheimen Medizinalrats Prof. Dr. Rudolf von Renvers im kleinen Tiergarten (Bericht des Finanzministers Dr. August Lentze vom 6. Juni 1912) - Enthüllung eines Denkmals für das erste Opfer der Befreiungskriege Freiherrn Alexander von Blomberg, 1913 - Errichtung von Standbildern des Prof. Dr. Johann Gottlieb Fichte und des Prof. Dr. Friedrich Carl von Savigny (Bericht des Kultusministers August von Trott zu Solz vom 13. April 1913 mit Randbemerkungen Wilhelm II.) - Ausschreibung des Wettbewerbs für ein Kolonialkriegerdenkmal auf dem Baltenplatz, 1913/1914 - Enthüllung des von dem Bildhauer Prof. Louis Tuaillon gefertigten Denkmals für Robert Koch am Luisenplatz, 1916.

              Deutsche Auslandsvertretungen: Frankreich
              BArch, R 2/11576 · Akt(e) · 1937-1943
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Enthält u.a.: Gehälter der Angestellten des Deutschen Kulturinstituts in Paris im Vergleich mit Angestelltenbezügen der Wehrmacht.- Schreiben des Reichsministers der Finanzen an das Auswärtige Amt vom 28. Apr. 1942

              Deutsche Auslandsvertretungen: Russland
              BArch, R 2/11587 · Akt(e) · 1936-1942
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Enthält u.a.: Erlass des Chefs des Oberkommandos der Wehrmacht vom 22. Juni 1941 über die Verwaltung der besetzten Gebiete der UdSSR, 1941 Verwertung der Rubel-Zahlungsmittel, die bei Einführung der Zloty-Währung in Galizien aufgekommen waren.- Schreiben des Reichsministers der Finanzen an Generalgouverneur Frank vom 27. Juli 1942

              Deutsche Kolonialgesellschaft: Bd. 7
              BArch, R 1001/9698 · Akt(e) · Sept. 1931 - 1937
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Enthält u.a.: Fünfzigjähriges Jubiläum der Deutschen Kolonialgesellschaft Satzungsänderung und Personalfragen im Jahr 1933 Auflösung der Deutschen Kolonialgesellschaft und Gründung des Reichskolonialbundes.- Schreiben des SS Oberführers Bauszus an das Auswärtige Amt vom 10. Juli 1936 Ordentliche Vertreterversammlungen der Deutschen Kolonialgesellschaft am 15. Mai 1936 u. 13. Juni 1936. - Vertrauliche Berichte

              Deutsche Orient-Gesellschaft e.V., Berlin, Bd. 2
              Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, VI. HA, Nl Schmidt-Ott, F., Nr. 1261 · Akt(e) · 1937 - 1943
              Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)

              Enthält v.a.: - Protokolle der Hauptversammlungen 1937 und 1940 - Jahresbericht 1937 - Finanzfragen bei Ausgrabungen (u.a. Boghazköygrabung 1937) und für Veröffentlichungen - Schreiben des Arbeitsausschusses (Schriftführer Andrae an die Mitglieder mit der Forderung nach dem Austritt von jüdischen Mitgliedern aus der Gesellschaft (25.5.1938) - Einladungen - Protokolle der Sitzungen des Arbeitsausschusses - A. Nöldeke: Kurzbericht Warka XI. 1938/39 (Sonderdruck der Deutschen Forschungsgemeinschaft) - Vorstandswahlen. nach dem Ableben des Vorsitzenden von dem Bussche-Haddenhausen 1939/1940.;

              Diamanten-Regie in Deutsch-Südwestafrika: Bd. 14
              BArch, R 1001/1371 · Akt(e) · Okt. - Nov. 1913
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Enthält u.a.: Entwicklung der Regie und die Gründe für sein bevorstehendes Ausscheiden. Schreiben des Aufsichtsratsvorsitzenden Fürstenberg an den Reichskommissar für die Diamantenregie, Dr. Meyer-Herford (sog. Gesellschafts-Testament) vom 12. Okt. 1913

              Diehl, Philipp (1837-1920)
              RMG 1.607 · Akt(e) · 1857-1904
              Teil von Archiv- und Museumsstiftung der VEM (Archivtektonik)

              Nachlaß von Hermine Diehl, geb. Schmidt (1841-1879):; Lebenslauf u. Nachruf ihrer Mutter Regine Barbara Schmidt, geb. Krönlein, gest. 1857; Tagebuch von Hermine Diehl, geb. Schmidt, 1857-1868; Korrespondenz von u. mit Verwandten, 1857-1868; Briefe von Philipp Diehl an seine Braut Hermine Schmidt, 1869-1871; Schreiben d. Inspektoren Ludwig von Rohden, Dr. Friedrich Fabri u. Dr. August Schreiber, 1869-1887; Beileidsschreiben zum Tod seiner Frau Hermine Diehl, geb. Schmidt von Verwandten u. Amtsbrüdern, u. a. auch von Johanna Muneze (in Herero), 1879; Korrespondenz von u. mit Geschwistern u. Verwandten, u. a. mit Johann Georg Krönlein, Onkel von Frau Hermine Diehl, geb. Schmidt, 1879-1904; Brief an seine zweite Frau, Amalia Diehl, geb. Skoglund, 1882; Dr. Hoepfner wegen Kupferminen, vertrauliches Schreiben u. Antwort, 1883; Geschäftliche Korrespondenz mit Bernhard Pilgram u. Friedrich Kämpfer, 1880-1884; Missionar Peter Heinrich Brincker u. Missionar Eich an Diehl, 1886-1887; Tagebuch von Philipp Diehl, 1880-1884; Brief-Copierbuch von Philipp Diehl, 1877-1888

              Rheinische Missionsgesellschaft
              Diverse Schriftstücke
              Akt(e) · 1909/1937
              Teil von Archiv der Luftschiffbau Zeppelin GmbH

              Enthält u.a.: Schreiben von H. Treymann betr. der Übersendung eines Zeitungsausschnittes aus der Zeitung "El Sol" mit Durchschlagkopie der Antwort; Schreiben von W. Wenz mit beigefügtem Zeitungsausschnitt betr. einer Nordpolfahrt von GvZ von 1909; Schreiben des Verlages Klinkhardt & Biermann mit der Bitte um die Publikationsrechte für die anscheinend geplante Nordpolfahrt; Schreiben der Fa. Amol mit dem Angebot von Amol-Präparaten für eine Nordpolfahrt; Kurze Chronik der pfälzischen Fliegerei und Luftschiffahrt von 1910 bis 1945; Manuskript mit dem Titel "Entwicklung des Werkstattbetriebes des LZ" von 1920; Brief-Bericht über den Untergang von LZ 104 / L 59 von Joachim Wolfram; gedruckter, unvollständig erhaltener Text mit dem Titel "Das Memorandum des englischen Luftfahrtministers über Englands zukünftige Welt-Luftlinien"; Diensteinteilung der Sanitäter vom 4.12.-4.1.1940; Glückwunschschreiben zum 75. Geburtstag von GvZ; Menükarte zur Erinnerung an das Zusammensein mit Herrn Dr. Eckener im Kölner Club für Luftfahrt 1925; Sonderdruck der Illustrierten Flug-Woche über den LZ 127 mit einem Text von Walter Scherz; Faltblatt "Abmessungen und Leistungen der Zeppelin-Luftschiffe"; Schreiben der Auskunft ei Böhme betr. der Verwendung von Luftschiffen zur künstlichen Erzeugung von Regen; Schreibend er Wiener Tageszeitung Die Zeit mit der Bitte um eineS tellungnahme zum Bericht, daß Cooks den Nordpol erreicht habe; Schreiben von Paul Adler betr. einer etwaige nLanderwerbung des Deutschen Reiches auf Spitzbergen im Vorlauf einer geplanten Spitzbergen Expedition mit beigefügter Abschrift einer Mitteilung des Auswärtigen Amtes betr. den dort lagernden Kohlevorkommen; Schreiben der Firma Basse & Selve betr. Aluminium-Angebot; Zeitschriftenausschnitt mit den beiden Artikeln "Ein Beitrag zur astronomischen Ortsbestimmung im Ballon" von Alfred Brill und einem Teil des Artikels "Drahtlose Telegraphie und Ballons " von J.S. Sachs; Bericht der Gesellschaft zur Förderung der Luftschiffahrt über die zweite und dritte Fahrt von LZ 1; Ausschnitt aus der VDI-Zeitschrift vom 26.9.1908 mit dem Artikel "Die Stellungnahme deutscher Ingenieure zu dem Projekt des Grafen von Zeppelin, betreffend den Bau lenkbarer Luftschiffe, im letzten Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts"; Bericht des U.S Department of Agriculture, weather bureau mit dem Titel "The Trans-Atlantic Flight of the British Dirigible R-34"

              Dr. Karl Jühlke, 1856-1886
              Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, BPH, Rep. 192 Nl Jühlke, F., Nr. 4 · Akt(e) · 1881, 1886 - 1887
              Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)

              454 Bl., Enthält: - Sammlung von Kondolenzschreiben an Ferdinand Jühlke zum Tod seines Sohnes Dr. Karl Ludwig Jühlke, Kolonialpolitiker, geb. 6. 9. 1856 Eldena, ermordet 1. 12. 1886 an der Somaliküste/Ostafrika: Private Schreiben, u. a. von Reichskanzler Fürst Bismarck (eigenhändig) - Telegramme der Kaiserin und des Kronprinzen - Schreiben von Angehörigen des Berliner Hofes sowie von Freunden, Fachkollegen, Gelehrten Gesellschaften und Institutionen im In- und Ausland - Nachrufe in Presseorganen - Ausführlicher Lebenslauf in "Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik", Jg. 9, H. 5 (1887), S. 236-238, mit Porträt - Promotionsdiplom Univ. Heidelberg vom 21. 5. 1881 (Druck).;

              BArch, R 904/800 · Akt(e) · Febr.-Juni 1919
              Teil von Bundesarchiv (Archivtektonik)

              Enthält u.a.: Abschrift eines Schreibens des Kommissars des früheren Gouvernements für Deutsch-Südwestafrika, Geheimrat Kastl an den Statthalter in Windhuk über die Bereitschaft der Bevölkerung Südwestafrika zur Linderung der Hungersnot in Deutschland beizutragen, 24. Febr. 1919 Bericht des Reichsgesundheitsamts (Präsident Dr. Ramm) über die Notwendigkeit der Zufuhr von Lebertran zur Besserung der Kindernährung, 17. Febr. 1919

              Erschließung von Adamaua; Band 2
              FA 1 / 73 · Akt(e) · 1901 - 1903
              Teil von Cameroon National Archives

              Polizeitruppe. - Rückzahlung der vom Gouvernement von Togo zur Anwerbung für die Garua-Expedition (Oberleutnant Dominik) geleisteten Vorschüsse, 1901 [fol. 1 - 4] Angelegenheiten der Häuptlinge. - Vertreibung des Emirs Subeiru (Zuber) von Jola. - Wiederherstellung der Ordnung in Jola und Erstürmung von Ngaundere durch deutsche Truppen. - Telegramm des stellvertretenden Gouverneurs von Nord-Nigeria, Wallace, an das Colonial Office, 14.10.1901. [fol. 11] Garua-Expedition (Oberleutnant Dominik, Oktober 1901 - Februar 1903). - Übernahme der beim Bezirksamt Kribi eingestellten Reitpferde und Esel. - Auseinandersetzungen mit dem Bezirksamt, Oktober 1901 [fol. 12 - 14] Verhalten des Postenführers von Garua gegenüber dem Anerbieten des Emirs von Britisch-Adamaua, Bob Amadu, zum Übertritt auf deutsches Gebiet bei Ernennung des Gouverneurs von Nord-Nigeria, 19.7.1902 [fol. 15] Verteilung der europäischen Angehörigen der Schutztruppe für Kamerun. - Listen, teilweise mit Namensangaben. - Banjo, 6.6.1902 [fol. 18] Verteilung der afrikanischen Angehörigen der Schutztruppe für Kamerun. - Stärkenachweisung. - Verlegung von vier Europäern und fünfzig afrikanischen Soldaten mit einem Maschinengewehr von Bamenda nach Banjo, 11.7.1902 [fol. 19] Polizeitruppe in Kamerun. - Einsetzung eines Kommissars mit 200 Mann Polizeitruppe in Garua an Stelle der Einrichtung einer Militärstation – Denkschrift von Gouverneur von Puttkamer an das Auswärtige Amt, 30.10.1902 [fol. 20 - 31] Zurückziehung der nördlich des Benue stehenden Abteilungen der Schutztruppe für Kamerun. - Verfügung des Gouvernements und Einspruch von Oberstleutnant Pavel unter Hinweis auf das an landwirtschaftlichen und Naturprodukten reiche Gebiet, 22.7.1902 [fol. 21 - 23] Dienststellen der Lokalverwaltung. - Garua. - Ausdehnung der deutschen Machtverhältnisse in Nord-Adamaua und am Tschadsee mit ungenügenden militärischen Kräften. - Auseinandersetzungen zwischen Gouverneur von Puttkamer und Oberstleutnant Pavel (Bericht an das Auswärtige Amt), 30.10.1902 [fol. 28 - 31] Einstellung der großen Militärexpeditionen „zwecks Einkehr von Ruhe im Schutzgebiet und der Hebung des Handels“. Bericht von Gouverneur von Puttkamer an das Auswärtige Amt, 30.10.1902 [fol. 31] Politische Lage in Deutsch-Bornu, in Dikoa und den benachbarten britischen Gebieten. - Denkschrift von Oberleutnant Dominik, 25.5.1902 [fol. 32] Zukünftige handelspolitische Möglichkeiten in Deutsch-Adamaua unter Berücksichtigung des Einflusses der Niger Company aus Britisch-Adamaua. - Bericht von Oberleutnant Dominik, 30.3.1902 [fol. 34 - 37] Ereignisse bei der Vertreibung des Emirs aus Jola durch britische Truppen. - Bericht von Oberleutnant Dominik, 30.3.1902 [fol. 34 - 37] Allgemeine politische, militärische und wirtschaftliche Verhältnisse. - Adamaua. - Bericht von Oberleutnant Dominik, 28.2.1902 [fol. 38 - 54] Auseinandersetzungen zwischen Oberleutnant Dominik und Oberleutnant Pavel. - Wegen des Unterstellungsverhältnisses, März 1902 [fol. 56 - 67] Tschadsee-Reise vom 6.8.1904 (Gouverneur von Puttkamer). - Reisevorbereitungen (u.a. Dienstreiseanträge, Zusammenarbeit mit den britischen Behörden in Nigeria), März 1902 - Juli 1903 [fol. 59-60, 181] Festigung der deutschen Herrschaft in Adamaua durch Zurückziehung der deutschen Ansprüche auf Dikoa, den Tschadsee, Britisch-Bornu, Logone und Makari unter Beschränkung auf Marua, Garua und Mandara. - Bericht von Gouverneur von Puttkamer an das Auswärtige, 6.11.1902 [fol. 59 - 61] Tschadsee-Expedition (Oberstleutnant Pavel). - Verhältnisse der Expedition zu den britischen und französischen Militärdienststellen anlässlich des Vormarsches nach Deutsch-Bornu bis zum Tschadsee. - Bericht von Oberleutnant Dominik , (Signatur unsicher), 15.5.1902 [fol. 62 - 64] Tschadsee-Expedition (Oberstleutnant Pavel). - Verhältnisse in Deutsch-Bornu nach Abmarsch zur Küste sowie die bestehenden Verbindungen zu den benachbarten britischen und französischen Dienststellen. - Bericht von Oberleutnant Dominik , (Signatur unsicher), 26.6.1902 [fol. 62 - 64] Verteilung der afrikanischen Angehörigen der Schutztruppe für Kamerun. - Stärkenachweisung. - Dikoa, 15.5.1902 [fol. 65] Verteilung der afrikanischen Angehörigen der Schutztruppe für Kamerun. - Stärkenachweisung. - Garua, 15.5.1902 [fol. 65] Verteilung der afrikanischen Angehörigen der Schutztruppe für Kamerun. - Stärkenachweisung. - Garua - Planungen, 15.5.1902 [fol. 65] Grenzen mit den britischen Besitzungen. - Proteste und Untersuchungen wegen englischer Grenzübergriffe gegen Bornu, 1902 - 1904, 1907 [fol. 66, 72-74, 110-119] Verteilung der europäischen Angehörigen der Schutztruppe für Kamerun. - Listen, teilweise mit Namensangaben. - Dikoa, 15.5.1902 [fol. 67] Regionale Grenzangelegenheiten. - Makari, Juni 1902 [fol. 69 - 70] Expedition in das Gebiet nördlich des Benue vom 13.1.-18.8.1902. - Gefecht gegen Emir Subeiru (Zuber) am 20.1.1902. - Bericht von Oberleutnant Pavel, 20.8.1902 [fol. 76 - 77] Allgemeine politische, militärische und wirtschaftliche Verhältnisse. - Adamaua. - Bornu (auf Grund des Zusammentreffens britischer, deutscher und französischer Interessen) Schreiben des militärischen Residenten von Britisch-Bornu. C. Morragh (Übersetzungen), 19.-27.4.1902 [fol. 100 - 104] Grenzen des Schutzgebietes. - Regionale Grenzangelegenheiten. - Dikwa (Dikoa) und Bornu, 1902 - 1903 [fol. 105 - 179] Handel und Gewerbe. - Zusammenarbeit gegen die Konkurrenz der einheimischen Händler. - Afrikabeauftragter der Compagnie Kadéï-Mambere-Sangha, Eugène Brussance, Kunde an den Direktor der Deutschen Kamerun GmbH., Ngaundere, 20.4.1902 [fol. 107 - 108] Aufrechterhaltung des „status quo“ in Adamaua, Verbleiben von Oberleutnant Dominik in Garua bis zur Ankunft des Gouverneurs und anderweitige Verwendung des Hauptmann Thierry. - Telegramm von Puttkamer an das Auswärtige Amt, 16.12.1902 [fol. 109] Allgemeine politische, militärische und wirtschaftliche Verhältnisse. - Adamaua. - Entwicklung nach Errichtung der deutschen Herrschaft (mit Ausnahme von Ngaundere). - Bericht von Gouverneur von Puttkamer, 17.11.1902 [fol. 110 - 114] Wissenschaftliche Ergebnisse der Tschadsee-Expedition. - Bericht Gouverneur von Puttkamer an das Auswärtige Amt, 10.11.1902 [fol. 115] Deutsch-englische Expedition zur Vermessung der Grenze Jola-Tschadsee (Hauptmann Glauning). - Anordnung zur Aufrechterhaltung des „status quo“ in Bornu bis zum Aufbruch der Expedition. - Erlass des Auswärtigen Amtes, 7.12.1902 [fol. 116] Verbot des Rückzuges der Schutztruppe für Kamerun aus Bornu aufgrund politischer Rücksichten. - Erlass des Auswärtigen Amtes, 7.12.1902 [fol. 116] Regionale Grenzangelegenheiten. - Chari (Chari) [fol. 152 - 155] Allgemeine politische, militärische und wirtschaftliche Verhältnisse. - Adamaua. - Makari-Gebiet. - Bericht von Oberleutnant Dominik, 15.7.1902 [fol. 157 - 160] Einzelfälle. - Dominik, Hans., Beweis des „Talents und der glänzenden Auffassungsgabe“ bei der Beschreibung des deutschen Gebietes nördlich des Benue. - Bericht von Gouverneur von Puttkamer an das Auswärtige Amt, 27.12.1902 [fol. 162] Auseinandersetzungen zwischen Oberleutnant Dominik und Oberleutnant Pavel. - Angebliche „billige“ Durchführung der Tschadsee-Expedition. - Hinweis des Gouverneurs von Puttkamer auf die unverhältnismäßig hohe Zahl umgekommener bzw. die Nichtbezahlung am Leben gebliebener Träger, 7.1.1903 [fol. 166 - 167] Auseinandersetzungen zwischen Oberleutnant Dominik und Oberleutnant Pavel. - Wegen widersprechender Befehlsgebung von Oberstleutnant Pavel an Oberleutnant Dominik. - Eingreifen von Gouverneur von Puttkamer, Januar 1903 [fol. 166 - 168] Unterstellung des Gebietes nördlich des Benue, ausschließlich Ngaundere, Bubandjida und Laro, unter einem dem Gouverneur direkt unterstellten Residenten gemäß dem britischen System. - Antrag von Gouverneur von Puttkamer an das Auswärtige Amt, 30.12.1902 [fol. 168] Errichtung einer dem Gouverneur direkt unterstellten Residentur Adamaua in Garua zwecks Vermeidung der Errichtung eines „kostspieligen und der Schutztruppe für Kamerun willkommenen Tummelplatzes“ für die kleinen Expeditionen in Adamaua und den Tschadsee-Ländern, 30.12.1902 [fol. 168 - 170] Einsetzung von Oberleutnant Dominik als Residenten von Adamaua. - Antrag des Gouverneurs von Puttkamer beim Auswärtigen Amt, 30.12.1902 [fol. 170] Einsetzung von Hauptmann Thierry als Vertreter des zum Heimaturlaub heranstehenden vorgeschlagenen zukünftigen Residenten von Adamaua, Oberleutnant Dominik. - Antrag von Gouverneur von Puttkamer beim Auswärtigen Amt, 30.12.1902 [fol. 170] Geld- und Bankwesen: Einführung der Reichsmünzen als offizielles Zahlungsmittel. - Vergebliche Versuche zur Beschaffung von Maria-Theresien-Talern in Westafrika als Tauschmittel für die deutsche Abteilung der deutsch-englischen Jola Tschadsee Expedition, Januar 1903 [fol. 171 - 172] Weitere deutsche Besetzung von Dikoa und Offenhaltung der Dikoa-Frage bis zur endgültigen Entscheidung. - Bericht Gouverneur von Puttkamer über das Einvernehmen mit General Lugard, 21.2.1903 [fol. 179] Billigung des zum Gefecht bei Marua am 20.1.1902 führenden Verhaltens des Oberleutnants Dominik gegenüber des Emir Subeiru (Zuber). Bericht von Gouverneur von Puttkamer an das Auswärtige Amt, 19.12.1902 [fol. 180] Zukünftige Verwaltung von Adamaua unter Einbeziehung von Ngaundere. - Gouverneur von Puttkamer an Oberleutnant Dominik, 18.12.1902 [fol. 180 - 181] Errichtung einer Faktorei in Garua. - Vergebliche Bemühungen bei deutschen und britischen Firmen, 1902 - 1904 [fol. 181] Garua. - Ausbau der Station durch Oberleutnant Dominik. - Verfügung durch Gouverneur von Puttkamer, 18.12.1902 [fol. 181] Unzulässigkeit der Unterstellung der in Garua stationierten 1. Kompanie der Schutztruppe für Kamerun unter den Befehl des Oberleutnants Dominik. - Schreiben des Kommandos der Schutztruppe für Kamerun an Gouverneur von Puttkamer, 27.12.1902 [fol. 184] Niederlegung der Befehlsgewalt über die in Garua stationierte 1. Kompanie der Schutztruppe für Kamerun durch Oberleutnant Dominik und Übernahme durch Oberleutnant Graf Fugger von Glött. - Verfügung des Gouverneurs von Puttkamer, 5.1.1903 [fol. 185 - 188] Einsetzung von Oberleutnant Dominik und dessen Vertreter, Hauptmann Thierry, als direkt unterstellte Repräsentanten des Gouverneurs in Garua. - Bericht von Gouverneur von Puttkamer, 5.1.1903 [fol. 185 - 188] Erteilung der Verfügungsgewalt über die in Garua und Dikoa stationierten Einheiten der Schutztruppe für Kamerun an den mit der Wahrnehmung der politischen Geschäfte in Nord-Adamaua und den Tschadsee-Gebieten beauftragten Oberleutnant Dominik. - Verfügung, 5.1.1903 [fol. 185 - 188] Expedition in das Gebiet nördlich des Benue vom 13.1.-18.8.1902 : Angebliche Grausamkeiten bei der Kriegsführung. - Bericht von Gouverneur von Puttkamer an das Auswärtige Amt, 10.1.1903 [fol. 189 - 191] Expedition in das Gebiet nördlich des Benue vom 13.1.-18.8.1902. - Durchführung. Bericht von Oberleutnant Dominik, 1902 [fol. 193 - 229] Allgemeine politische, militärische und wirtschaftliche Verhältnisse. - Adamaua. - Bericht von Oberleutnant Dominik, Januar-August 1902 [fol. 230 - 248] Schutztruppe für Kamerun.- 2. Kompanie.- Verlegung von Ossidinge nach Adamaua, 18.12.1902

              Gouvernement von Kamerun
              Erschließung von Adamaua; Band 4
              FA 1 / 75 · Akt(e) · 1903 - 1904
              Teil von Cameroon National Archives

              Tschadsee-Reise vom 6.8.1904 (Gouverneur von Puttkamer). - Reisevorbereitungen (u.a. Dienstreiseanträge, Zusammenarbeit mit den britischen Behörden in Nigeria), März 1902 - Juli 1903 [fol. 1 - 81] Handelspolitische Verhältnisse in Deutsch-Adamaua, - Bericht des Oberleutnants Dominik, 30.3.1902 [fol. 38 - 54] Expedition des Niger-Benue-Tschadsee-Komitees (Schriftsteller Fritz Bauer). - Bericht von Gouverneur von Puttkamer an das Auswärtige Amt, 18.7.1903 [fol. 41 - 42] Expedition des Niger-Benue-Tschadsee-Komitees (Schriftsteller Fritz Bauer). - Bericht von Oberleutnant von Bülow, Garua, 9.5.1903 [fol. 43 - 50] Grenzen mit den britischen Besitzungen. - Proteste und Untersuchungen wegen englischer Grenzübergriffe gegen Bornu, 1902 - 1904, 1907 [fol. 55-56, 84-88] Expedition in das Gebiet nördlich des Benue vom 13.1.-18.8.1902: Angebliche Grausamkeiten bei der Kriegsführung. - Bericht von Gouverneur von Puttkamer an das Auswärtige Amt, 13.5.1903 [fol. 61 - 62] Verteilung der afrikanischen Angehörigen der Schutztruppe für Kamerun. - Stärkenachweisung. - Verbot des Abschneidens von Gliedmaßen durch Söldner der Schutztruppe für Kamerun als Nachweis der Anzahl gefallener Gegner sowie Untersagung der Entsendung von Patrouillen ohne Führung durch weiße Angehörige der Schutztruppe für Kamerun. - Verfügung von Gouverneur von Puttkamer, 13.5.1903 [fol. 63 - 64] Grenzen des Schutzgebietes. - Regionale Grenzangelegenheiten. - Logone, Mai 1903 [fol. 65 - 66] Dienststellen der Lokalverwaltung. - Dikoa. - Zukünftige Bedeutung des Militärpostens gegenüber den benachbarten britischen und französischen Gebieten. - Bericht von Oberleutnant Strümpell, Mai 1903 [fol. 66] Tschadsee-Reise vom 6.8.1904 (Gouverneur von Puttkamer). - Militärisches Begleitkommando, Juli-November 1904 [fol. 67 - 230] Einführung der Reichsmünzen als offizielles Zahlungsmittel in Deutsch-Bornu auf Betreiben von Oberleutnant Strümpell. - Mitführung von 50.000 Mark anlässlich der Tschadsee-Reise von Gouverneur von Puttkamer, 1903 [fol. 70-72, 389-390] Übergriffe durch Stämme gegen Karawanen in den Gebieten von Dikoa (Dikwa) Marua Ngaundere. - Bericht von Oberleutnant Sandrock, Garua, 1.7.1903 [fol. 82 - 83] Grenzen mit den britischen Besitzungen. - Grenzverhältnisse zu Britisch-Bornu, 1902 - 1905 [fol. 82 - 83] Handelsverhältnisse in Adamaua. - Bericht von Gouverneur von Puttkamer an das Auswärtige Amt, 1.8.1903 [fol. 94] Allgemeine politische, militärische und wirtschaftliche Verhältnisse. - Dikoa Kusseri-Gebiet. - Bericht von Oberleutnant Strümpell, 4.8.1903 [fol. 98] Einzelfälle. - Langheld, Wilhelm, H. - Entbindung von der Verwaltung des Bezirksamtes Edea, 1.10.1903 [fol. 105] Garua. - Einsetzung von Oberleutnant Dominik als Resident für Nord-Adamaua und Deutsch-Bornu. - Vorbereitung, November 1903 [fol. 106 - 162] Allgemeine politische, militärische und wirtschaftliche Verhältnisse. - Adamaua und Bornu. - Bericht von Hauptmann Thierry, 12.10.1903 [fol. 114 - 126] Tschadsee-Reise vom 6.8.1904 (Gouverneur von Puttkamer). - Durchführung. - Bericht von Gouverneur von Puttkamer, September 1903 - März 1904 [fol. 128 - 265] Dienststellen der Lokalverwaltung. - Garua. - Unmittelbarer Schriftwechsel mit fremden Grenzbehörden während der Wahrnehmung des Residenten. - Erlass von Gouverneur von Puttkamer, 20.9.1903 [fol. 147] Dienststellen der Lokalverwaltung. - Garua. - Einrichtung der Residentur Garua und Beauftragung von Hauptmann Thierry mit der Führung der Geschäfte des Residenten, Bericht von Gouverneur von Puttkamer an das Auswärtige Amt, 20.9.1903 [fol. 147] Dienststellen der Lokalverwaltung. - Garua. - Dienstanweisungen, 16.11.1903 [fol. 154 - 157] Zusammenhänge zwischen der Bekämpfung des Emirs Subeiru (Zuber) durch Oberleutnant Dominik bei Marua am 20.1.1902 und der an dessen Stelle erfolgten Ermordung des Oberleutnants Graf Fugger von Glött eBand am 5.2.1903. - Bericht Gouverneur von Puttkamer an das Auswärtige Amt, 14.10.1903 [fol. 166 - 170] Expedition in das Gebiet nördlich des Benue vom 13.1.-18.8.1902. - Endkämpfe mit dem Emir und dessen Tod. - Bericht von Gouverneur von Puttkamer an das Auswärtige Amt, 14.10.1903 [fol. 166 - 170] Dienststellen der Lokalverwaltung. - Garua. - Einsetzung des Residenten Hauptmann Thierry. - Kenntnisnahme durch den Gouverneur von Nord-Nigeria, 4.12.1903 [fol. 190 - 191] Tschadsee-Reise vom 6.8.1904 (Gouverneur von Puttkamer). - Begrüßung durch den Lamido Osman von Mandara (Schreiben in arabischer Sprache mit Übersetzung), September-Oktober 1903 [fol. 196 - 202] Tschadsee-Reise vom 6.8.1904 (Gouverneur von Puttkamer). - Unterstützung des Sultans Mendif bei der Aufrechterhaltung seiner Autorität. - Ersuchen des Sultans (Begrüßungsschreiben), 24.9.1903 [fol. 197] Grenzen mit den britischen Besitzungen. - Zusammenarbeit mit den britischen Behörden, 1902 - 1909 [fol. 201 - 206] Expedition in das Gebiet nördlich des Benue vom 13.1.-18.8.1902: Angebliche Grausamkeiten bei der Kriegsführung. - Britische Anklagen gegen Oberleutnant Dominik, 1902 - 1903 [fol. 211 - 220] Äußere Beziehungen. - Mittlerer Sudan, Februar 1903 [fol. 322 - 334] Errichtung einer Faktorei in Garua. - Vergebliche Bemühungen bei deutschen und britischen Firmen, 1902 - 1904 [fol. 234 - 238] „Rabeh und sein Reich“. Bericht von Baron von Oppenheim und den Kapiteln: - Zuber Pascha, Rabehs Lehrmeister - Zuber Paschas Sohn und Rabehs erstes Auftreten - Die ersten Eroberungszüge Rabehs - Rabehs Kampf mit Wadei - Die Gründung des Rabeh’schen Tschadsee-Reiches – Das Tschadsee-Reich Rabehs – Neu Kämpfe Rabehs – Kämpfe Rabehs mit Frankreich – Rabehs Ende – Abriß der Geschichte der Tschadsee-Länder Dafur, Wadai, Kanem, Bagirmi, Bornou, Sokoto, ca. 1902 [fol. 267 - 304] Tschadsee-Reise vom 6.8.1904 (Gouverneur von Puttkamer). - Transport von Frachtgut und Gepäck durch die Firma The Niger Company, Ltd. und Träger der Station Mora, August-November 1903 [fol. 308-318, 401 - 402] Expedition in das Gebiet nördlich des Benue vom 13.1.-18.8.1902 : Erkundungsmarsch in das Gebiet des Benue vom 21.10.1902 -7.1.1903. - Bericht von Oberleutnant Dominik, 1903 [fol. 335 - 366] Äußere Beziehungen. - Französisch-Zentralafrika, August 1903 [fol. 395 - 396] Äußere Beziehungen. - Abwicklung des Karawanenverkehrs Tripolis Dikoa. - Bericht von Oberleutnant Strümpell, August 1903 [fol. 395 - 396] Erkundung von Handelsstraßen durch einen Marsch Dikoa Madagali Dikoa. - Bericht von Leutnant Schipper, 9.8.1903 [fol. 397 - 399] Expedition Dikwa (Dikoa) Madagali Dikwa (Leutnant Schipper), 1903 [fol. 397 - 399] Französischer Transitverkehr durch das Schutzgebiet Kamerun, 1903 - 1913 [fol. 403 - 412] Transitverkehr. - Abrechnung von Verpflegungslieferungen, 10.9.1903 [fol. 403]

              Gouvernement von Kamerun
              Familienarchiv Gauger/Heiland (Bestand)
              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, P 39 · Bestand · (Vorakten ab 1831) 1882-2010
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
              1. Zur Familie Gauger/Heiland: Joseph Gauger ist die erste im Bestand mit Originalen dokumentierte Person. Er entstammte einer bis ins 16. Jh. zurück verfolgbaren schwäbischen Familie, die sich schon früh zum Pietismus bekannte. Sein Vater, Johann Martin Gauger (1816-1873), war Leiter der Paulinenpflege, sein Halbbruder Gottlob Gauger (1855-1885) stand im Dienst der Basler Mission und war 1878-1888 in Afrika an der Goldküste und anschließend in Kamerun tätig, wo er starb. Joseph Gaugers Bruder Samuel (1859-1941) war ebenfalls Pfarrer und zuletzt Dekan in Ludwigsburg. 1866 in Winnenden geboren, wurde Joseph Gauger schon früh, nämlich im Alter von 13 Jahren Waise. Sein Abitur legte er am Karlsgymnasium in Stuttgart ab. Er besuchte zunächst das Lehrerseminar in Esslingen und wurde nach dem Examen Lehrer in Dürnau. Von 1889 bis 1893 studierte er in Tübingen, zunächst Rechte, dann evangelische Theologie. Anschließend wurde er Vikar in Mägerkingen und Großheppach, 1898 schließlich Stadtpfarrverweser in Giengen. Die sich abzeichnende schwäbische Karriere wurde durch die Heirat mit Emeline Gesenberg aus Elberfeld abgebrochen. Sie sollte zur Pflege des Vaters in Elberfeld bleiben, das junge Paar bezog daher ihr elterliches Haus in der Hopfenstraße 6. Auch in Elberfeld gab es eine pietistische Gemeinde. Joseph Gauger fand eine Anstellung als zweiter Inspektor der Evangelischen Gesellschaft, die ihm eine solide Grundlage für eine ebenfalls pietistische Karriere in der neuen rheinischen Heimat wurde. Später konnte er die Position des Direktors der Evangelischen Gesellschaft erlangen. Die Evangelische Gesellschaft in Elberfeld hatte sich seit 1848 der Mission in Deutschland gewidmet. Gauger wurde hier für die Verlagsarbeit und die so genannnte Schriftenmission zuständig. Seit 1906 war er Herausgeber der Wochenschrift "Licht und Leben", eine Tätigkeit, die er bis 1938, also bis kurz vor seinem Tod, wahrnahm. Seit 1923 gab er außerdem das vielgelesene politische Monatsblatt "Gotthardbriefe" heraus. 1911 wurde Gauger Mitglied des Vorstandes des Gnadauer Verbandes und 1921 - nicht zuletzt wegen seiner musikalischen Begabung - Vorsitzender des Evangelischen Sängerbundes. 1921 wurde er außerdem Mitglied der Verfassunggebenden Versammlung der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union. Seine Lieblingsschwester Maria heiratete Jakob Ziegler, der an den Zieglerschen Anstalten in der pietistischen Gemeinde Wilhelmsdorf (bei Ravensburg) an der Knabenanstalt als Oberlehrer und später Direktor wirkte. Durch den sehr intensiven Schriftwechsel und die häufigen Besuche bei seiner Schwester blieb Joseph Gauger dem schwäbischen Pietismus weiterhin verbunden. Während des Dritten Reiches waren Joseph Gauger und seine Familie Anhänger der Bekennenden Kirche. Joseph Gauger erhielt schließlich Publikationsverbot, sein Publikationsorgan "Licht und Leben" wurde verboten und 1939 wurde er aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen. Sein Sohn Martin verweigerte 1934 den Eid auf Adolf Hitler, woraufhin er - er war junger Staatsanwalt - aus dem Staatsdienst entlassen wurde. Seit 1935 arbeitet er als Jurist bei der 1. Vorläufigen Kirchenleitung der Deutschen Evangelischen Kirche und seit Februar 1936 beim Rat der Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands in Berlin. Bei Kriegsausbruch 1939 verweigerte er auch den Kriegsdienst und floh in die Niederlande. Er wurde hier aber ergriffen, inhaftiert und später in das KZ Buchenwald verbracht. Sein kirchliches Dienstverhältnis musste er deswegen 1940 aufgeben.1941 ist er in der Tötungsanstalt Sonnenstein bei Pirna von den Nazis ermordet worden. Auch der jüngere Sohn Joseph Gaugers, Joachim, wurde wegen seiner Tätigkeit für die Gotthard-Briefe und "Licht und Leben" von der Gestapo bedrängt. : Nach dem Tod Joseph Gaugers (1939) und der vollständigen Zerstörung des Gaugerschen Hauses in Elberfeld infolge eines Luftangriffes im Juni 1943 orientierte sich die Familie wieder nach Süden. Siegfried Gauger war nach einer kurzen Zeit als Stadtvikar in Schwäbisch Gmünd schon 1933 Stadtpfarrer in Möckmühl geworden und hatte sich dort mit seiner Frau Ella niedergelassen. Martha Gauger wohnte seit ihrer Heirat mit Theo Walther 1934 in Heidenheim. Hedwig Heiland zog 1943 nach Gemmrigheim, dem neuen Pfarrort ihres Mannes. Das dortige Pfarrhaus bot auch Platz für die Mutter Emeline Gauger sowie die Kinderfrau der Gauger-Kinder, Emilie Freudenberger. Etwas später, nach ihrer vorzeitigen Pensionierung 1947 zog auch die Schwester Maria Gauger nach Gemmrigheim. Joachim Gauger war beruflich nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft ebenfalls nach Möckmühl gezogen, wo er den Aue-Verlag leitete. Nur Paul Gerhard war in Wuppertal geblieben, wo er im Ortsteil Vohwinkel wohnte. Mit Emil, dem ältesten Sohn, hatte die Familie wegen seiner ausschweifenden Lebensführung keine Kontakte mehr. Der bevorstehende Umzug der Heilands nach Stuttgart bedingte den Wegzug der Mutter Emeline Gauger und der Schwester Maria 1951 von Gemmrigheim nach Möckmühl, das zum Zentrum der Familie Gauger wurde. Denn jetzt wohnten hier die Mutter mit dreien ihrer Kinder: Siegfried, Maria und Joachim. Hier versammelte sich die Familie regelmäßig zu geselligen Festen und die Enkelkinder der Emeline Gauger kamen in den Ferien oft und gerne hierher zu Besuch. Erst als die Enkelgeneration von Emeline und Joseph Gauger in den 70er Jahren in das Berufsleben trat, verstreute sich die Familie innerhalb Deutschlands. Trotz allem blieb auch diese Generation in Kontakt zueinander und veranstaltet regelmäßige Familientreffen. 2. Geschichte des Bestandes: Bettina Heiland, Marburg und Susanne Fülberth, Berlin übergaben im Januar 2011 nach dem Tod ihrer Mutter Hedwig Heiland die Familienunterlagen Gauger/Heiland dem Hauptstaatsarchiv zur Verwahrung. Einige weitere Unterlagen wurden Juni 2013 abgegeben. Hedwig Heiland, geborene Gauger, geb. 1914, war das jüngste Kind von Joseph und Emeline Gauger und hatte mit ihren 96 Jahren alle Geschwister und nähere Verwandte überlebt. Die übergebenen Unterlagen entstammen unterschiedlichen Personen aus der Familie. Hedwig Heiland hat sie zusammengetragen und vereint. Wichtige Unterlagen stammen von ihrer Tante Maria Ziegler, der in Wilhelmsdorf wohnenden Lieblingsschwester ihres Vaters. Sie verwahrte die Briefe Joseph Gaugers und seiner Frau an die Wilhelmsdorfer Verwandten (wozu sie auch zählte), eine beachtliche Korrespondenzserie. Auch Erinnerungsstücke wie ihre Tischkarte für die Hochzeit von Joseph und Emeline 1898 in Elberfeld und einzelne Bücher von Joseph Gauger und zur Geschichte der Familie gehören dazu. Nach ihrem Tod erhielt Hedwig Heiland sie von der Tochter Ruth Dessecker. Andere Unterlagen stammen von der Mutter Emeline Gauger, darunter Briefe an sie und wertvolle Erinnerungsstücke sowie auch Akten. Sie müssen nach ihrem Tod 1964 bzw. nach dem Tod ihrer Tochter Maria, die bei ihr wohnte, an Hedwig Heiland gekommen sein. Reichhaltig sind auch die bei dem 1981 verstorbenen Bruder Siegfried, Stadtpfarrer in Möckmühl, angefallenen Unterlagen. Sie reichen vor das Jahr 1943 zurück, als das Elternhaus in Elberfeld zerstört wurde. Erwähnenswert sind die dichten Briefserien des Bruders Martin (des Naziopfers) und der Eltern, sowie auch der Schwester Hedwig an ihn. Weiterhin finden sich hier Briefe der Schwester Maria (bis zu ihrem Umzug nach Möckmühl 1950). Weniger dicht ist die Briefüberlieferung der Brüder Paul Gerhard und Emil Gauger an den Stadtpfarrer. Lediglich auf das Gedenkbuch des jungen Siegfried, dem ein sehr hoher Erinnerungswert zukommt, wollten seine Kinder nicht verzichten. Es liegt daher nur in Kopie, aber gleich in zwei Exemplaren vor. Die Schwester Maria Gauger war in erster Linie als Fotografin aus früher Elberfelder Zeit wichtig. Neben Akten zum eigenen Leben und Schicksal führte sie ein Gästebuch der Familie in Möckmühl, das manchen interessanten Eintrag zum Familienleben und den gegenseitigen Besuchen enthält. Auch dieses ist im Original im Bestand enthalten. Auch von ihrer Cousine Maria Keppler, geb. Ziegler, und ihrem Mann Friedrich gelangten Unterlagen an Hedwig Heiland, vor allem Korrespondenz und Fotos. : Nach dem Tode ihres Mannes Alfred 1996 kamen auch die Unterlagen der älteren Familie Heiland an Hedwig Heiland und wurden von ihr aufbewahrt. Es waren Korrespondenzen und die Dienstakten des Pfarrers sowie familiengeschichtliche Materialien, Untersuchungen sowie Stammtafeln, aber auch Unterlagen von der Mutter Anna Heiland. Außerdem wuchsen in der Familie der Hedwig und des Alfred Heiland jüngere Unterlagen größeren Umfangs an. Hedwig Heiland erwies sich auch hier als Sammlerin, die nur selten ein Schriftstück wegwarf und es lieber verwahrte. Es blieb nicht beim Sammeln und Aufheben. Hedwig Heiland ordnete die Unterlagen auch und ergänzte sie mit eigenen Notizen und Nachforschungen. Zahlreiche Aufschriebe zur Familiengeschichte Gauger zeugen davon. Hedwig Gauger las die Briefe aus ihrer Jugendzeit, zog wichtige Daten heraus und machte sich Notizen. Auf der Grundlage der von ihr verwahrten und ausgewerteten Unterlagen machte sie 2007 einen Film unter dem Titel "So habe ich es erlebt. Erinnerungen an meine Familie und mein Leben, erzählt von Hedwig Heiland geb. Gauger" (DVDs in P 39 Bü 469). Er besteht im Wesentlichen aus einem Interview mit ihr und zahlreichen eingeblendeten Fotos über ihr Leben und das Schicksal ihrer Familie. Besonders engagierte sich Hedwig Heiland für die Rehabilitierung ihres Bruders Martin. Die Forschungen über dessen Schicksal unterstützte sie intensiv mit Auskünften, Zusammenstellungen und auch mit Ausleihen von Dokumenten. Die Ergebnisse, also Bücher und Aufsätze sammelte sie und trug den Forschungsstand fast vollständig zusammen. Für die Ausstellung "Justiz im Nationalsozialismus" las sie Briefe ihres Bruders Martin Gauger bzw. andere Dokumente zu dessen Leben, die als Tondokumente auf einer CD verwahrt werden (P 39 Bü 468). Trotz der Reichhaltigkeit des vorliegenden Materials sind Überlieferungslücken festzuhalten. Die plötzliche Zerstörung des Elberfelder Hauses der Gaugers 1943 zog einen herben Verlust von Familienunterlagen nach sich. Über Maria Ziegler aus Wilhelmsdorf und Siegfried Gauger, der damals schon nicht mehr in Elberfeld wohnte, sind glücklicherweise andere Unterlagen aus dieser Zeit erhalten geblieben, die diese Lücke etwas kompensieren. Eine weitere Lücke besteht in der Korrespondenz der Hedwig Heiland während der 70er bis 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Es muss auch damals eine reichhaltige Korrespondenz geführt worden sein, von der kaum mehr etwas vorhanden ist. Die seit 2000 wieder reichhaltigere Korrespondenz der Hedwig Heiland ist dagegen vorhanden, sie war kaum geordnet, aber noch nicht fortgeworfen worden. 1993 wurden Unterlagen, die Martin Gauger betreffen, dem Landeskirchlichen Archiv Hannover zur Archivierung überlassen. Sie erhielten die Bestandsignatur N 125 Dr. Martin Gauger. Das Findbuch von 1995 zu diesen Unterlagen liegt im Bestand als Nr. 519 vor. 3. Ordnung des Bestandes: Die Unterlagen entstammen unterschiedlichen Provenienzen und waren dementsprechend verschieden gut geordnet worden. Für den Bestand konnte eine Ablieferungsliste angefertigt und übergeben werden. Briefe der Hedwig Gauger an den Verlobten Alfred Heiland aus den 40 Jahren und auch die Briefe in umgekehrter Richtung sind durchnummeriert worden, was auf eine sehr intensive Lektüre und gründliche Ordnung hinweist, was allerdings ein Extremfall ist. Bei den Briefen des Joseph Gauger an seine Schwester Maria finden sich für die Zeit nach 1920 auf den Umschlägen der Büschel inhaltliche Zusammenfassungen der wichtigsten Stücke und Hinweise auf herausragende Familienereignisse, die in den Briefen erwähnt werden. Diese Informationen können bei einer Nutzung Orientierungshilfen geben. Allerdings war die ursprüngliche Ordnung der Unterlagen durch die häufige Nutzung durch die Familie und durch Dritte arg durcheinandergeraten. Man hat die herausgenommenen Stücke nicht oder falsch reponiert. Häufig fanden sich einzelne Briefe in den Fotoalben bei Fotos, die inhaltlich mit dem Brief in Zusammenhang standen, aber in die ursprüngliche Serie zurückgeordnet werden mussten. Ein Fotoalbum (P 39 Bü 353) war in Einzelblätter zerlegt worden, um die für Veröffentlichungen benötigten Fotos als Druckvorlagen an Dritte weiter geben zu können. Hedwig Heiland hatte an vielen Briefen selbstklebende gelbe Zettel angebracht und mit Notizen und Hinweisen versehen, um sich bei ihren familienhistorischen Forschungen besser orientieren zu können. Aus konservatorischen Gründen mussten diese Zettel entfernt werden. Neben der Wiederherstellung der ursprünglichen Ordnung waren weitere Maßnahmen bei der Ordnung des Bestandes notwendig. Viele Unterlagen waren zu pauschal mit "Sonstiges" oder "Verschiedenes" charakterisiert. Büschel mit sehr unterschiedlichem Inhalt wurden in bestehende Einheiten eingearbeitet. Ein größerer Karton enthielt noch gänzlich ungeordnete, allerdings dennoch wertvolle Briefe aus der Zeit zwischen 1943-1952, die zu ordnen und zu erschließen waren. Thematisch gleichartige Büschel konnten oft zu einer Einheit zusammengezogen werden. Andere mussten in mehrere Einheiten aufgeteilt werden. So wurden vermischte Büschel, die Briefe unterschiedlicher Schreiber an den gleichen Empfänger enthielten, geteilt und in Büscheln mit einheitlichen Schreibern umformiert. Diese Ordnung nach dem Prinzip "ein Büschel, ein Briefschreiber" ließ sich aber nicht immer durchführen. Briefe des Ehepaares Emeline und Joseph Gauger z.B. (an Maria Ziegler) sind so eng verzahnt, dass sie nicht in zwei separate Büschel aufgespalten werden können. Teilweise unterzeichnete Emeline den Brief ihres Mannes mit einem kurzen eigenen Gruß, mal wird im Namen beider gegrüßt, oft aber schrieb Emeline eigene Passagen auf dem Briefbogen und teilweise sind ganze Brief von ihr. Auch vom Inhalt her ist eine Separierung unmöglich. Ähnlich können Briefe von Emeline Gauger und Maria Gauger in ihrer Möckmühler Zeit nicht von denen Siegfried Gaugers getrennt werden. Solche Briefe wurden nach dem maßgeblichen Verfasser eingeordnet. Im Index wird auf die anderen Personen verwiesen. Die vorliegende Ordnung und Erschließung orientierte sich am familienkundlichen Interesse. Im Wesentlichen waren neben den genannten Korrekturen und Umstrukturierungen die Unterlagen für wissenschaftliche Forschung zu ordnen und zu erschließen. Daher war vor allem eine größere Erschließungstiefe durch Titelaufnahmen mit ausführlichen Enthält-Vermerken erforderlich. Eine Gesamtordnung des Bestandes nach der unterschiedlichen Herkunft der Unterlagen erwies sich für ein Familienarchiv der vorliegenden Größe nicht als sinnvoll. Die durch Hedwig Heiland hergestellte Einheitlichkeit der Unterlagen wurde also akzeptiert und beibehalten. Dementsprechend werden die Titelaufnahmen der Korrespondenz von Mitgliedern der Familie Gauger nach dem Briefschreiber und nicht nach dem Briefempfänger angeordnet. Briefe enthalten in der Regel mehr Information über den Verfasser als über den Empfänger. Briefe von Nichtfamilienmitgliedern und bei Briefschreibern, zu denen wenig Material angewachsen ist, wurden dagegen nach dem Empfängerprinzip eingeordnet ("Schreiben unterschiedlicher Korrespondenzpartner an XY"). Der vorliegende Bestand dokumentiert das Schicksal einer dem Pietismus eng verbundenen schwäbischen Familie über fast zwei Jahrhunderte hinweg. Herausragend ist dabei der relativ bekannte Theologe Joseph Gauger, der mit seiner Korrespondenz und in seinem Schrifttum reichlich dokumentiert ist. Durch die Ehe seiner Schwester Maria Ziegler fällt auch ein Blick auf die pietistische Siedlung in Wilhelmsdorf und auf die Zieglerschen Anstalten. Auch die Haltung der Familie in der Nazizeit und besonders das Schicksal des Sohnes Martin, der wegen seiner Kriegsdienstverweigerung inhaftiert und schließlich umgebracht wurde, spiegeln sich im Bestand. Dokumentiert sind auch die Beziehungen zu der Familie des Berliner Gefängnispfarrers und Mitglieds des Kreisauer Kreises Harald Poelchau. Dichte Briefserien aus dem Zweiten Weltkrieg (Briefe der Hedwig Heiland an ihren Mann Alfred, Briefe Alfred Heilands an seine Frau Hedwig, Briefe der Maria Gauger an ihren Bruder Siegfried) berichten vom harten Lebensalltag der Weltkriegszeit. Der Bestand beleuchtet darüber hinaus das alltägliche Familienleben einer schwäbischen Familie über mindestens zwei Generationen. Der Bestand umfasst 529 Einheiten in 5,20 lfd. m, die Laufzeit reicht von 1882 bis 2010 mit Vorakten ab 1831. 4. Literatur: Artikel Joseph Gauger in Württembergische Biographien I (2006) S. 87-88 (Rainer Lächele) Artikel Joseph Gauger in NDB Bd. 6 S. 97-98 (Karl Halaski) Artikel Joseph Gauger in Deutsche Biographische Enzyklopädie Bd. 3 S. 584 Artikel Martin Gauger in Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Gauger Weitere Literatur ist im Bestand enthalten Stuttgart, im Juni 2013 Dr. Peter Schiffer
              Firmenbriefköpfe (Bestand)
              Stadtarchiv Hof, FI 1 · Bestand
              Teil von Stadtarchiv Hof (Archivtektonik)
              • Signatur des Bestandes: FI 1 - Bezeichnung des Bestandes: Firmenbriefköpfe - Umfang des Bestandes: 1 Regalmeter - Findmittel: Findbuch - Beschreibung des Bestandes (wesentliche Inhalte mit Angabe der Laufzeit): Einzelne Schreiben auf Firmenbriefbogen, die oft eine Abbildung der Firmengebäude oder von der Firma verliehenen Ehrenmedaillen zeigen. Ältestes Dokument: 1843, jüngstes Dokument: 1996. Literatur zu Firmenbriefköpfen: - Carolin Baumann, Historische Kopfböfen aus dem Stadtarchiv Hof, in: Miscellanea curiensia X (65. Bericht des Nordoberfränkischen Vereins für Natur-, Geschichts- und Landeskunde), Hof 2013, S. 31-44 - Angaben zur Bestandsgeschichte: Zum Teil Ankäufe, zum Teil Schenkungen, zum Teil Übernahmen bzw. Entnahmen aus Kassationsgut. - rechtliche Verhältnisse (Leihvertrag, Sperrfristen): Eigentum des Stadtarchivs Hof, Sperrfristen gemäß Archivsatzung. - Bearbeiter des Bestandes (mit Angabe des Bearbeitungszeitraumes): Dr. Arnd Kluge, Oktober 1993 (Erstbearbeitung)

              Universitätsarchiv Stuttgart Findbuch zum Bestand 33 Forschungs- und Materialprüfungsanstalt für das Bauwesen (FMPA) - Otto-Graf-Institut Bearbeitet von Dr. Volker Ziegler Unter Mitarbeit von Hanna Reiss, Tamara Zukakishvili, Stephanie Hengel, Maria Stemper, Simone Wittmann, Anna Bittigkoffer, Norbert Becker Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft Stuttgart 2012 Inhaltsverzeichnis 1. Vorwort 2. Abriss der Geschichte der Baustoffprüfung an der Technischen Hochschule und Universität Stuttgart 2.1 Die Gründung der Materialprüfungsanstalt Stuttgart 2.2 Carl Bach und Emil Mörsch 2.3 Die Anfänge von Otto Graf in der Materialprüfungsanstalt Stuttgart 2.4 Otto Graf, Richard Baumann und die Nachfolge Carl Bachs 2.5 Die Bildung der Abteilung für Bauwesen und des Instituts für Baustoffforschung und Materialprüfungen des Bauwesens 2.6 Otto Graf nach dem Zweiten Weltkrieg 2.7 Otto Grafs Leistungen 2.8 Umzug der FMPA nach Vaihingen 2.9 Umstrukturierungen innerhalb der FMPA 2.10 Umressortierung der FMPA zum Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg 2.11 Wiedereingliederung der FMPA in die Universität Stuttgart und Wiedervereinigung mit der MPA 3. Bestand 3.1 Bestandsgeschichte 3.2 Aktenführung und Registratur 3.3 Überlieferungsdichte 3.4 Inhaltliche Schwerpunkte 4. Literatur 5. Hinweis auf weitere Archivbestände 6. Benutzerhinweise 1. Vorwort In den Jahren 1999 und 2000 übernahm das Universitätsarchiv Stuttgart aus dem zentralen Institutsgebäude der damaligen Forschungs- und Materialprüfungsanstalt Baden-Württemberg (FMPA) – Otto-Graf-Institut eine große Menge an Altakten, insgesamt 263,7 Regalmeter. Dieser umfangreiche Bestand bildet mit einigen kleineren, späteren Zugängen den Bestand 33, dessen Erschließung die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Förderprogramms Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme (LIS) von Juni 2008 bis März 2012 förderte. Der Schwerpunkt der Erschließung liegt auf der Forschungsorganisation und auf den Netzwerken in NS-Großprojekten und in Bauprojekten der frühen Bundesrepublik, was auch der Überlieferungsdichte des Bestands zwischen 1933 und 1958 entspricht. Die Materialprüfungsanstalt Stuttgart nahm offiziell ihre Tätigkeit am 25. Februar 1884 auf. Sie war eine Einrichtung der Technischen Hochschule Stuttgart. Von Anfang an wurden beide Bereiche abgedeckt: Sowohl die Materialprüfung für den Maschinen- und Anlagenbau, als auch die Prüfung von Baustoffen und Bauverfahren. Als ab 1927 die institutionelle Trennung beider Arbeitsbereiche eingeleitet wurde, trennte man auch die Registraturen der Materialprüfungsanstalt/MPA (Maschinenwesen) und der Materialprüfungsanstalt für das Bauwesen. Beim Umzug der letzteren von Stuttgart-Berg in die neuen Gebäude in Stuttgart-Vaihingen gegen Ende der 1950er bzw. Anfang der 1960er Jahre wurden die Akten zur Baustoffprüfung mitgenommen, zudem aber auch die Serie der gemeinsamen Briefausgangsbücher ab 1883. Sie sind daher ebenfalls Teil des Archivbestands 33. Der Archivbestand umfasst nach dem Ausscheiden nicht-archivwürdiger Akten derzeit 3.484 Archivalieneinheiten aus dem Zeitraum von 1883 bis 1996 sowie 777 Personalakten von Mitarbeitern der FMPA bis 1986. Zu den Personalakten der bis 1912 geborenen Mitarbeiter ist ebenfalls ein Findbuch online einsehbar. Eine ganze Reihe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Universitätsarchivs Stuttgart war an der Durchführung des Projekts beteiligt. Hier müssen zuerst die Projektmitarbeiterinnen Hanna Reiss, Tamara Zukakishvili und Stephanie Hengel genannt werden. Hanna Reiss verzeichnete die Personalakten und die wichtigen Auftraggeber, außerdem unterstützte sie den wissenschaftlichen Mitarbeiter bei Bewertungsfragen. Tamara Zukakishvili verzeichnete die Tageskopien der Abteilungen des Otto-Graf-Instituts. Stephanie Hengel führte mit dem Unterzeichnenden die Bewertung des Teilbestands Veröffentlichungen durch und verzeichnete und systematisierte neben anderem den umfangreichen Teilbestand des Ländersachverständigenausschusses für neue Baustoffe und Bauarten. Maria Stemper verzeichnete die Postausgangskorrespondenz, Simone Wittmann, Anna Bittigkoffer und Norbert Becker einen Teil der Prüfakten der Abteilungen Beton, Steine und Bindemittel, Erd- und Grundbau und Bauphysik. Die Sichtung und Bewertung des großformatigen Schriftguts und der Pläne sowie der umfangreichen Sammlung an Photos und Photonegativen führten Norbert Becker, Anna Bittigkoffer und Stephanie Hengel durch. Rolf Peter Menger übernahm wichtige Enteisungs- und Verpackungsarbeiten und Norbert Becker, der Leiter des Universitätsarchivs Stuttgart, stand in allen wichtigen Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Allen an der Durchführung des Projekts Beteiligten sei hier noch einmal herzlich gedankt. Stuttgart, 12.03.2012 Dr. Volker Ziegler 2. Abriss der Geschichte der Baustoffprüfung an der Technischen Hochschule/Universität Stuttgart 2.1 Die Gründung der Materialprüfungsanstalt Stuttgart Der vorliegende Bestand 33 enthält die Akten des Arbeitsbereichs Baustoffprüfung, der unter verschiedenen Bezeichnungen bis 1945 ein Teil der Materialprüfungsanstalt Stuttgart gewesen ist und erst danach selbständig wurde, weshalb es notwendig ist, auf die Geschichte der Materialprüfungsanstalt Stuttgart näher einzugehen. Die Materialprüfungsanstalt Stuttgart nahm offiziell ihre Tätigkeit am 25. Februar 1884 auf. Gründungsvorstand war Professor Adolf Groß, Professor für Maschinenzeichnen, Maschinenkunde und Konstruktionsübungen am Stuttgarter Polytechnikum. Groß wechselte aber bereits im September 1883 vom Polytechnikum Stuttgart zum Direktorium der Württembergischen Staatseisenbahnen und wurde von Carl Bach[1] als Vorstand der Materialprüfungsanstalt abgelöst.[2] In der Verfügung des Departements des Kirchen und Schulwesens im Staatsanzeiger für Württemberg vom 21. Februar 1884 wird als Aufgabenbereich der Materialprüfungsanstalt Stuttgart formuliert: 1. Die Materialprüfungsanstalt ist bestimmt, den Interessen der Industrie, wie auch denjenigen des Unterrichts zu dienen. Zunächst sind die Einrichtungen beschafft zur Ermittlung der Zugfestigkeit von Metall- und Holzstäben, Riemen, Seilen, Cement und Cementmörtel, der Druckfestigkeit von Cement, Cementmörtel und Steinen, der Biegungsfestigkeit von Metallstäben und Trägern, der Schubfestigkeit von Rundstäben aus Metall. Auf Verlangen können auch bei Zugversuchen noch Elasticitätsmodul und Proportionalitätsgrenze, sofern solche vorhanden ist, bestimmt werden. Beschlossen ist die Erweiterung der Anstalt durch die Einrichtungen zur Ermittlung der Abnutzbarkeit von Steinen. Die für Benützung der Anstalt zu entrichtenden Gebühren sind so hoch zu bemessen, daß die Ausgaben derselben gedeckt werden. Der öffentliche Betrieb wird am 25. Februar d. J. beginnen. Daraus wird ersichtlich, dass von Anfang an Baustoffprüfungen vorgesehen waren und dass die Anstalt wirtschaftlich betrieben werden sollte. Das Königlich Württembergische Finanzministerium stellte einen Betrag von 6.000 Mark zur Verfügung. Weiterhin kamen 10.000 Mark aus einem Überschuss, der bei der damaligen Landesgewerbeausstellung in Stuttgart erzielt worden war. Dafür hatte sich der Württembergische Bezirksverein Deutscher Ingenieure infolge eines Antrags von Carl Bach eingesetzt.[3] Eine staatliche Finanzierung gab es nicht. Deshalb musste sich Carl Bach mit einem Raum im Hauptgebäude des Polytechnikums begnügen, den man mit der Elektrotechnik zu teilen hatte. Neben Carl Bach gab es am Anfang nur einen Mitarbeiter. Erst 1906 konnte man in Stuttgart-Berg ein neues Gebäude beziehen. Die Entwicklung war so positiv verlaufen, dass der württembergische Staat die Baukosten übernahm und Carl Bach in der Lage war, weiteres Personal einzustellen, unter anderem die Ingenieure Richard Baumann, Otto Graf und Max Ulrich, die in den Jahren 1903 und 1904 zur Materialprüfungsanstalt kamen. Sie wurden zum großen Teil aus erwirtschafteten Mitteln bezahlt. 2.2 Carl Bach und Emil Mörsch Von grundsätzlicher Bedeutung war die Zusammenarbeit Carl Bachs mit einem Mann, der die wissenschaftlichen Grundlagen des Eisenbetonbaus legte, Emil Mörsch. Mörsch veröffentlichte im Jahr 1902 sein Werk Der Eisenbetonbau, seine Anwendung und Theorie. Dieses Buch erlebte in kurzer Zeit etliche Auflagen und wurde zu einem Standardwerk. Mörsch, der zu dieser Zeit noch für Wayss & Freytag arbeitete, ließ die praktischen Versuche von Carl Bach durchführen. Die frühen Versuche, die in der Sekundärliteratur genannt werden, sind leider als Prüfberichte nicht vorhanden. Die ersten Versuche, die im Bestand nachgewiesen werden konnten, sind Arbeiten für Dyckerhoff und Widmann über die Prüfung von Betonwürfeln und Eisenbetonbalken aus dem Jahr 1907 (33/1/977) sowie über Eisenbetonsäulen für die Firma Wayss und Freytag aus dem Jahr 1908 (33/1/935). Die erste Auflage von Emil Mörschs Werk Der Betoneisenbau – Seine Anwendung und Theorie erschien 1902, also noch bevor Otto Graf zur Materialprüfungsanstalt Stuttgart kam. Die zweite Auflage erschien 1906. 2.3 Die Anfänge von Otto Graf in der Materialprüfungsanstalt Stuttgart[4] Carl Bach war Mitglied des Kuratoriums der Jubiläumsstiftung der Deutschen Industrie, die am 18. Juli 1903 einen Betrag von 10.000 Mark befristet bis zum 1. März 1904 für Versuche mit Eisenbeton zur Verfügung stellte. Dafür wurde ein Ausschuss berufen, dem Carl Bach als Obmann vorstand. Dieser Ausschuss beschloss, in Stuttgart durch Carl Bach Druckversuche an Säulen, Versuche über den Gleitwiderstand, Biegungsversuche und Schubversuche durchführen zu lassen.[5] Der im Anhang von Gallus Rehms Artikel Otto Graf – ein Genie? abgedruckte Brief Otto Grafs an Carl Bach stammt vom 19. Juli 1903.[6] Darin bedankt sich Otto Graf für die Zusage Carl Bachs vom 16. Juli. Er könne aber aufgrund einer Prüfung, die er noch an der Königlichen Baugewerkeschule in Stuttgart abzulegen habe, nicht vor dem 18. August in die MPA eintreten. Es ist also plausibel anzunehmen, dass Carl Bach Otto Graf, der als Maschineningenieur kein ausgewiesener Baustofffachmann war, wegen dieser Versuche an die Materialprüfungsanstalt Stuttgart holte. Zu dieser Annahme passt auch, dass Otto Graf aus Drittmitteln bezahlt wurde. Des Weiteren war Carl Bach auch an Prüfungen beteiligt, die entscheiden sollten, ob erdfeuchter oder plastischer Beton die besseren Eigenschaften aufweist. Die Betonwürfel wurden in den Jahren 1901 bis 1903 in Stuttgart geprüft, also schon bevor Otto Graf in der Anstalt war.[7] Emil Mörsch war ursprünglich für Wayss & Freytag tätig gewesen, danach Professor an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich, seit 1916 Professor an der Technischen Hochschule Stuttgart.[8] Man muss hier feststellen, dass es zwischen der Bauindustrie, die an einer wirtschaftlichen Lösung für den Einsatz des Betons interessiert war, und staatlichen Stellen, welche die Verwendung der neuen Baustoffe geregelt haben wollten, sowie der Wissenschaft zu intensiven Diskussionen kam, die wiederum zu Institutionen führten, in welchen diese Interessen ausgeglichen werden konnten. Ein neues Gremium war der 1907 gegründete deutsche Ausschuss für Eisenbeton. Emil Mörsch vertrat in diesem bis 1904 die Interessen der Bauindustrie, konnte aber auch wegen seiner wissenschaftlichen Qualitäten überzeugen und fand deshalb ebenso Gehör bei staatlichen Stellen. Carl Bach, der schon seit 1878 ein Mann der Wissenschaft war und zudem sehr gute Kontakte zur Industrie hatte, spielte hier eine ähnliche Rolle wie Mörsch. Alte Streitfragen konnten somit wissenschaftlich erörtert, durch praktische Versuche transparent gemacht und in diesen neu geschaffenen Gremien diskutiert werden. 2.4 Otto Graf, Richard Baumann und die Nachfolge Carl Bachs Wir gehen davon aus, dass Otto Graf ursprünglich Maschineningenieur gewesen ist. Aus seinen Personalunterlagen geht hervor, dass er an der Maschinenbauschule in Stuttgart, damals Teil der Baugewerkeschule, studierte und dass er für die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg gearbeitet hatte. Zuvor war er in die Lehre bei C. Terrot in Cannstatt gegangen, einer Fabrik für Rundwirk- und Rundstrickmaschinen. Für Otto Graf sollte sich die Materialprüfungsanstalt Stuttgart als Chance erweisen, beruflich aufzusteigen und zu einem weltweit geachteten Fachmann für Baustoffprüfungen zu werden. Dieser Aufstieg verlief in den ersten zwanzig Jahren eher unauffällig. Graf war zwar Oberingenieur geworden, aber es war durchaus nicht sicher, ob er eine Professur erreichen konnte.[9] Als Carl Bach 1922 als Professor emeritiert wurde, blieb er noch für weitere zwei Jahre Vorstand der Materialprüfungsanstalt. Im Jahr 1924 stand mit Richard Baumann der Nachfolger aus den eigenen Reihen bereit und für Otto Graf stellte sich natürlich die Frage nach seinem eigenen Verbleib. 1925 erhielt er einen Ruf an die Technische Hochschule Wien, dem er jedoch nicht folgte, sondern zur Verbesserung seiner Situation in Stuttgart nutzte. Der Neubau des Straßenbauprüfgeräts und des Brandhauses im Jahr 1926 sind hier schon Belege für die große Tatkraft Otto Grafs. Richard Baumann bekam schon kurz nach seiner Ernennung ernste gesundheitliche Probleme, die dazu führten, dass er im Jahr 1927 seine Tätigkeit für die Materialprüfungsanstalt nicht fortsetzen konnte und Otto Graf ihm als stellvertretender Leiter folgte. Richard Baumann starb bereits ein Jahr später mit 48 Jahren. 2.5 Die Bildung der Abteilung für Bauwesen und des Instituts für Baustoffforschung und Materialprüfungen des Bauwesens Das Jahr 1927 bedeutete für die Materialprüfungsanstalt Stuttgart eine organisatorische Neuaufstellung. Es wurden zwei Abteilungen eingerichtet, was auch an der getrennten Führung der Registraturbücher deutlich wird, zum einen die Abteilung für Maschinenwesen und zum anderen die Abteilung für Bauwesen. Welche Folgen diese Trennung in finanzieller und personaler Hinsicht hatte, ist bis jetzt unklar geblieben, ganz zu schweigen in Hinblick auf die Verwendung der Prüfungsmaschinen. Die Materialprüfungsanstalt Stuttgart blieb jedoch das gemeinsame Dach beider Abteilungen. Im Jahr 1930 war Graf außerordentlicher Professor geworden, vielleicht auch deshalb, weil ein Jahr später mit Erich Siebel ein neuer Chef kam, der die Gesamtleitung der Anstalt übernahm und Otto Graf ablöste.[10] 1936 wurde Otto Graf zum ordentlicher Professor für Baustoffkunde und Baustoffprüfung ernannt und seine Abteilung in Institut für die Materialprüfungen des Bauwesens umbenannt. Das sind eindeutige Hinweise auf eine institutionelle Selbständigkeit, obwohl immer noch formal das gemeinsame Dach beibehalten wurde. Das wird noch deutlicher, als Erich Siebel im Jahr 1940 an die Staatliche Materialprüfungsanstalt nach Berlin-Dahlem wechselte. Otto Graf und Max Ulrich sollten sich in zweijährigem Turnus in der Direktion abwechseln. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dieses letzte gemeinsame Band aufgelöst, so dass fortan zwei innerhalb der Technischen Hochschule Stuttgart selbständige Institute bestanden. Unter Otto Graf hatte sich mit Kurt Walz, Gustav Weil und Karl Egner eine neue Generation von Prüfingenieuren zusammengefunden, die bereit war, größere Verantwortung zu übernehmen. Ein weiteres, wichtiges Ereignis dieser Jahre ist die Gründung der Bautechnischen Auskunftstelle im Jahr 1941 durch den Generalbevollmächtigten für die Regelung der Bauwirtschaft. Leiter der Einrichtung wurde Otto Graf.[11] 2.6. Otto Graf nach dem Zweiten Weltkrieg Allerdings änderte sich die Situation Otto Grafs nach dem Zweiten Weltkrieg, da gegen ihn Vorwürfe laut geworden waren hinsichtlich seines Verhaltens gegenüber einem Betriebsratsmitglied und den in der Materialprüfungsanstalt beschäftigten Zwangsarbeitern. Diese Vorwürfe führten zu seiner Suspendierung und danach zur Entlassung aus seinem Beamtenverhältnis. Auch war das Verhältnis zu einigen Professorenkollegen, vor allem zu Erwin Neumann, belastet. Die Folge war, dass Otto Graf für ca. drei Jahre nicht für die Baustoffprüfung tätig sein konnte. Er wurde von Hermann Maier-Leibnitz abgelöst, der jedoch nur kurz als Vorstand wirkte und von Gustav Weil ersetzt wurde. Otto Grafs Fall entwickelte sich jedoch für ihn positiv, so dass er durch die Entschließung des Ministerpräsidenten vom 7. April 1948 wieder in den öffentlichen Dienst als Professor für Baustoffkunde und Materialprüfung und Vorstand des Instituts für Bauforschung und Instituts für technische Holzforschung berufen wurde.[12] Nach dem Ende des Sommersemesters 1950 folgte zwar seine Emeritierung, praktisch übergab er jedoch sein Institut erst am 15. Oktober 1952 an seinen Nachfolger Friedrich Tölke.[13] Otto Graf hielt jedoch weiterhin Vorlesungen und als Schlußstein seiner Karriere und Anerkennung seiner Leistungen wurden im Jahr 1953 aus Anlass seines fünfzigjährigen Hochschuljubiläums an der Technischen Hochschule Stuttgart seine Institute in Forschungs- und Materialprüfungsanstalt für das Bauwesen, Otto-Graf-Institut an der Technischen Hochschule Stuttgart umbenannt. Über die drei Jahre seiner Suspendierung ging man einfach hinweg. 2.7 Otto Grafs Leistungen Zu Otto Grafs Leistungen auf dem Gebiet der Baustoffprüfung hat sich bereits Hans-Wolf Reinhardt geäußert.[14] Der Benutzer sei deshalb auf diesen Artikel verwiesen. Otto Graf hat seine Arbeit in über 600 Veröffentlichungen dokumentiert, Schwerpunkte sind der Betonstraßenbau und die technische Holzforschung. Technische Holzforschung Den Anlass für Otto Graf, sich mit den Holzverbindungen zu beschäftigen, sieht der Artikel, der 1973 in der Zeitschrift Holz als Roh- und Werkstoff erschien, im Neubau des Stuttgarter Hauptbahnhofs und der Errichtung der neuen Funkmasten aus Holz.[15] Wolfgang Rug sieht die Leistung Otto Grafs vor allem in der Prüfung der Verbindungstechniken und der Prüfung ganzer Bauteile. Ferner wird seine Mitarbeit an der Gründung der Deutschen Gesellschaft für Holzforschung aus dem Fachausschuss für Holzfragen, der 1921 vom Reichsverkehrsminister gegründet worden war, erwähnt.[16] Nach Rug könnte der Beginn der Zusammenarbeit zwischen Karl Schaechterle und Otto Graf in den Vorläufigen Bestimmungen für Holztragwerke liegen, die von Schaechterle erarbeitet und 1926 bei der Deutschen Reichsbahngesellschaft eingeführt wurden.[17] Betonstraßenbau und Reichsautobahnen Der entscheidende Aufschwung auch für die positive Entwicklung des Auftragsvolumens muss auf die Entscheidung zurückgeführt werden, die Reichsautobahnen zum allergrößten Teil als Betonfahrbahnen zu realisieren. Diese Entscheidung hatte für Otto Graf und seine Abteilung weittragende Konsequenzen, da es ihm gelang, sein Institut zur Anlaufstelle für alle Fragen des Betons und des Stahlbetons zu machen. Er konnte sein Institut ebenfalls im Brückenbau und damit im Stahlbau etablieren. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs kamen die Aufträge auch verstärkt von militärischen Dienststellen. Mitarbeiter Otto Grafs und organisatorisches Talent Nicht vergessen darf man, dass Otto Graf über hervorragende Mitarbeiter verfügte. Hier sind neben anderen Erwin Brenner, Kurt Walz, Gustav Weil und Karl Egner zu nennen, die ihn bei seiner Arbeit unterstützten und diese selbständig weiter führten.[18] Graf muss außerdem ein organisatorisches Talent beschieden werden, da er bei den Gründungen einiger wichtiger Einrichtungen mitwirkte, etwa beim Fachausschusses für Holzfragen beim Verein Deutscher Ingenieure und Deutschen Forstverein, bei der Deutschen Gesellschaft für Holzforschung, bei der Bautechnischen Auskunftstelle und bei der Forschungsgemeinschaft Bauen und Wohnen in Stuttgart. 2.8 Umzug der FMPA nach Vaihingen Platzmangel war immer ein Problem der alten Materialprüfungsanstalt gewesen. Carl Bach löste dieses Problem mit dem Umzug nach Stuttgart-Berg, wo in den folgenden Jahrzehnten weiterhin angebaut und erweitert wurde. Durch einen großen Anbau 1938 für die Abteilung Maschinenwesen wurden auch Räume für die Baustoffprüfung frei. Hinzu kamen einige ehemalige Wohn- und Gasthäuser am Rande des Geländes. Otto Graf plante schon während des Zweiten Weltkriegs einen Umzug in den Degerlocher Wald, einen Standort, für den Umzugspläne der gesamten Technischen Hochschule Stuttgart existierten. Nach einem von Oberingenieur Brenner ausgearbeiteten Bedarfsplan erstellte der Architekt Prof. Rudolf Lempp einen Entwurf, der jedoch nicht verwirklicht wurde. Dieser Bedarfsplan spielte jedoch auch noch für den Umzug nach Stuttgart-Vaihingen eine Rolle.[19] Nach dem Zweiten Weltkrieg war an einen Neubau nicht zu denken, weshalb die alten Räume in Berg im Laufe der Zeit wieder instand gesetzt und später auch ausgebaut wurden. Da das Prüfgeschäft sich wieder positiv entwickelte, stellten sich bald erhebliche Raumprobleme ein. Den Forderungen nach einem Neubau wurde erst 1956 entsprochen. Baubeginn in Stuttgart-Vaihingen war 1958. Anfang 1960 konnten die ersten Gebäude bezogen werden.[20] Der Umzug nach Stuttgart-Vaihingen an den heutigen Standort wurde unter der Leitung von Friedrich Tölke durchgeführt. Dieser dauerte mehrere Jahre. Mit diesem Umzug ist auch das Ende der Führung einer zentralen Registratur festzustellen. 2.9. Umstrukturierungen innerhalb der FMPA War schon nach dem Zweiten Weltkrieg nach der Rückkehr Otto Grafs im Wintersemester 1948/49 das Institut für Bauforschung und Materialprüfungen des Bauwesens und Institut für technische Holzforschung in ein Institut für Bauforschung unter Gustav Weil und ein Institut für technische Holzforschung unter Karl Egner geteilt worden, setzte sich diese Tendenz nach dem Ausscheiden Otto Grafs weiter fort. Mit der Berufung Friedrich Tölkes kam es auch zu einer Neuorganisation des Otto-Graf-Instituts, die von der Abteilung für Bauingenieur- und Vermessungswesen angeregt worden war. Darin sollte eine Arbeitsgemeinschaft von Professoren gegründet werden, welche in grundsätzlichen Fragen als Verwaltungsrat entscheiden sollte. Diese Arbeitsgemeinschaft sollte sich aus den Professoren für Baustoffkunde, Baustatik und konstruktiven Ingenieurbau, für Eisenbahn- und Verkehrswesen und für Straßenbau in Zusammenarbeit mit den Abteilungsleitern des Otto-Graf-Instituts zusammensetzen.[21] Mit der Einrichtung der Arbeitsgemeinschaft der Professoren für das Wintersemester 1953/54 wurden drei Abteilungen eingerichtet, die Abteilung für Stahl- und Stahlbeton unter Gustav Weil, die Abteilung für Beton, Steine und Erdbaustoffe unter Kurt Walz und die Abteilung für Holz, Glas und Kunststoffe unter Karl Egner. Diese Entwicklung reagierte auf die inzwischen fortgeschrittene Spezialisierung im Bauingenieurwesen und der Baustoffprüfung, die es auch schwierig machte, einen Nachfolger für Otto Graf zu finden, der alle Aufgabenbereiche in gleichem Maße beherrschte. Die weitgehende Mitbestimmung der Abteilung für Bauingenieurwesen ist ebenfalls in diesem Kontext zu sehen. Die Anzahl der Abteilungen wurde weiter vermehrt. Seit dem Wintersemester 1956/57 kam die Abteilung für Erdbau (später Erd- und Grundbau) unter Friedrich Tölke hinzu, seit dem Wintersemester 1957/58 die Abteilung für Teer- und Bitumenbaustoffe, ebenfalls unter Friedrich Tölke. Ab dem Wintersemester 1963/64 wurden drei Hauptabteilungen gebildet, die wiederum in Abteilungen gegliedert wurden. Das waren die Hauptabteilungen für Anorganische und für Organische Baustoffe. Die Abteilung für Erd- und Grundbau bildete eine eigene Hauptabteilung, die jedoch nicht weiter untergleidert wurde. Diese Ordnung wurde bis zum Sommersemester 1971 beibehalten, danach kam es zu einer erneuten Umorganisation und es wurden wiederum nur Abteilungen gebildet, die nicht weiter differenziert waren. Die neu gebildeten Abteilungen wurden in einem neu gebildeten Direktorium an der Führung des Otto-Graf-Instituts beteiligt.[22] Friedrich Tölke blieb bis zum Jahr 1969 an der Spitze des Otto-Graf-Instituts. Ihm folgte Gustav Weil, ein langjähriger Mitarbeiter Otto Grafs, der allerdings 1972 an den Folgen eines Verkehrsunfalls verstarb.[23] Seit dem Wintersemester 1972/73 stand Gallus Rehm bis 1990 an der Spitze dieser Institution. 2.10 Umressortierung der FMPA zum Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg Vom 1. Januar 1980 an gehörte die Baustoffprüfung als „Forschungs- und Materialprüfungsanstalt Baden-Württemberg – Otto-Graf-Institut“ zum Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und schied deshalb aus der Universität Stuttgart aus. Die Zentrale Verwaltung und die Referate fungierten damals als Geschäftsleitung.[24] Die Umressortierung wird durch die in dem vorliegenden Aktenbestand vorhandenen Unterlagen noch gut belegt.[25] Der Hauptteil der Aktenüberlieferung des Bestands 33 endet Mitte der 1980er Jahre. Einzelne Akten reichen noch bis 1996. 2.11 Wiedereingliederung der FMPA in die Universität Stuttgart und Wiedervereinigung mit der MPA Im Jahr 2000 erfolgte die Wiedereingliederung der Forschungs- und Materialprüfungsanstalt für das Bauwesen (FMPA), Otto-Graf-Institut in die Universität Stuttgart. Der Institutsname aus dieser Zeit, in der die vorliegenden Akten übernommen wurden, wurde als Bezeichnung des Archivbestandes gewählt. Am 01.07.2003 wurden die Staatliche Materialprüfungsanstalt (MPA) Universität Stuttgart und die Forschungs- und Materialprüfungsanstalt für das Bauwesen, Otto-Graf-Institut (FMPA) zur Materialprüfungsanstalt Universität Stuttgart (MPA Stuttgart, Otto-Graf-Institut (FMPA)) zusammengeführt. Damit wurde die Trennung aus dem Jahr 1945 nach 58 Jahren beendet. 3. Bestand 3.1 Bestandsgeschichte Der vorliegende Bestand 33 enthält die noch erhaltenen Akten der Baustoffprüfung. Mit der Gründung der Abteilung für Baustoffprüfung innerhalb der Materialprüfungsanstalt im Jahre 1927 wurde auch deren Aktenführung von derjenigen der Abteilung für Maschinenwesen getrennt. Beim Umzug der jetzt unter dem Namen Otto-Graf-Institut selbständigen Einrichtung vom langjährigen mit dem Maschinenwesen gemeinsamen Standort Stuttgart-Berg nach Stuttgart-Vaihingen wurden offenbar auch vereinzelte Unterlagen der Abteilung Maschinenwesen und die gemeinsamen Postausgangsbücher aus der Anfangszeit der Materialprüfungsanstalt (33/2/1 bis 33/2/455) mitgenommen. Sie sind daher im vorliegenden Archivbestand 33 eingearbeitet. Der Großteil der Akten wurde in den Jahren 1999 und 2000 in das Universitätsarchiv Stuttgart übernommen. Hinzu kamen einige kleinere, spätere Zugänge und ein Teilbestand, der in der Zeit, als die FMPA unter dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg ressortierte, in das damals zuständige Staatsarchiv Ludwigsburg abgegeben worden war. Die Erschließung des Aktenbestands wurde mit maßgeblicher Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft vom Juni 2008 bis März 2012 durchgeführt. 3.2 Aktenführung und Registratur Die Haupttätigkeit der Ingenieure der Baustoffprüfung bestand darin, Materialprüfungen für Auftraggeber durchzuführen. Um diese praktische Tätigkeit zu dokumentieren, wurden Prüfungsakten geführt, die immer nach demselben Schema angelegt und nach den Prüfgebieten in der Registratur abgelegt wurden. Alle anderen Vorgänge, etwa die Mitarbeit in Gremien und die Beschaffung von Prüfungsmaschinen, wurden in diese Systematik integriert, was die Übersichtlichkeit der Aktenordnung heute sehr erschwert. Vorgänge aus dem Bereich der Lehre sind so gut wie nicht überliefert. Diese Registraturordnung wurde seit Carl Bach bis etwa 1956/1957 beibehalten. Aus den Registraturbüchern und den überlieferten Mappen mit Prüfungsakten konnte rekonstruiert werden, wie die Baustoffprüfung arbeitete. Jeder Vorgang oder Prüfungsauftrag erhielt eine Auftragsnummer. Seit dem Jahr 1927 wurde ein B vor diese Nummer gesetzt (B für Bauwesen, für das Maschinenwesen entsprechend ein M). Ein Auftragseingangsverzeichnis, das nach diesen Nummern gegliedert ist, konnte bis jetzt nicht aufgefunden werden. Seit dem 1. April 1933 wurden auf den Mappen die ausgeschriebenen Bezeichnungen für die jeweiligen Prüfgebiete durch Kürzel ersetzt. Natursteine wurde mit N abgekürzt, Metalle mit M, Beton mit B, Eisenbeton mit E usw. Eine Mappe mit Prüfungsakten bekam also einen Buchstaben und eine laufende Nummer. Wurde ein Auftrag diesem Prüfgebiet zugeordnet, wurde auf den Mappendeckel die Eingangsnummer (B-Nummer, Auftragsnummer) und daneben der Auftraggeber und das Datum des Auftragseingangs geschrieben. War die Mappe nicht voll, wurden darin weitere Prüfungsaufträge abgelegt. Reichte die Mappe nicht aus, wurde eine zweite mit derselben laufenden Nummer angelegt und das Alphabet als Unterteilungsmöglichkeit genutzt, also etwa M360a, M360b, M360c. Es gibt Vorgänge, bei denen die Buchstaben des einfachen Alphabets nicht reichten, so dass man mit M360aa, M360bb, M360cc fortsetzte. Nach 1952 kam es zur Bildung von neuen Abteilungen, wobei die Abteilung für Beton, Steine und Erdbaustoffe nun dieses B als Abkürzung für die Prüfungsakten verwendete. Die anderen Abteilungen erhielten ebenfalls entsprechende Kürzel. Da jetzt neben den Mappen vermehrt mit Ordnern gearbeitet wurde, wurde für diese Ordner eine neue Aktenordnung durch eine Farbkombination aus dicken und dünnen Balken auf dem Ordnerrücken festgelegt. Bemerkenswert ist, dass die gesamte Postausgangskorrespondenz der Materialprüfungsanstalt Stuttgart für den Zeitraum von 1883 bis 1950 erhalten ist. Sie umfasst 444 Nummern (s.o.). Für die Zeit danach gibt es nur noch Tageskorrespondenz einzelner Abteilungen, zum Beispiel der Abteilung B (Abteilung für Beton, Steine und Bindemittel), die aber nicht vollständig überliefert ist. Für die Zeit nach Otto Graf, also für die Zeit Friedrich Tölkes, Gustav Weils und Gallus Rehms, sind zudem Lehrstuhl- und Institutsakten vorhanden. Von Otto Graf sind nur Unterlagen zu Dissertationsprojekten vorhanden und zu Fortbildungskursen, die für die Bauindustrie und öffentliche Einrichtungen durchgeführt wurden. 3.3 Überlieferungsdichte Da am Standort Stuttgart-Berg eine zentrale Registratur geführt wurde und für diese auch einige Registraturbücher erhalten geblieben sind, konnte aus deren Inhalt durch Vergleich mit dem tatsächlich Vorhandenen auf die Lücken im Bestand geschlossen werden.[26] Diese sind für die Anfangszeit der Materialprüfungsanstalt Stuttgart leider erheblich. Die ersten 63 Mappen mit Prüfungsberichten aus dem Bereich Beton und die ersten 131 Mappen aus dem Bereich Eisenbeton sind nach Angaben des Registraturbuches (Sachverzeichnis bis 1927) am 19.5.1941 vernichtet worden.[27] Eine Ursache wurde nicht angegeben. Luftangriffe sind für diese Zeit nicht belegt, so dass auch selbstverschuldete Ursachen wie Brände möglich sein könnten. Das bedeutet, dass vor 1907 keine Prüfberichte aus dem Bereich Beton und Eisenbeton erhalten sind. Insgesamt fehlen für die ganze Baustoffprüfung die Prüfberichte vor dieser Zeit. Die Überlieferungsdichte ist jedoch seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts sehr gut. Diese hält bis Ende der 1950er Jahre an. Für die Zeit vor 1930 ist der Umfang der Prüfungstätigkeit nicht so groß wie ab Mitte der 1930er Jahre. Hier kann ein regelrechter Aufschwung registriert werden. Von einer zentralen Registratur wie sie in Stuttgart-Berg mit der Führung der Registraturbücher belegt ist, kann aber in Stuttgart-Vaihingen nicht mehr gesprochen werden. Deshalb ist es auch nicht mehr möglich aufgrund eines Vergleichs festzustellen, was vorhanden und was nicht mehr vorhanden ist. Diese Ordnung der Aktenordner scheint für den Zeitraum von Friedrich Tölke und Gustav Weil etwa bis 1972 gegolten zu haben. Offensichtlich kam danach Platzmangel hinzu, der dazu führte, dass die Abteilungen ihre Akten selbst verwalteten, so dass im Aktenraum des zentralen Gebäudes keine weiteren Akten mehr abgelegt wurden. So ist die Überlieferung der Abteilungen im Universitätsarchiv Stuttgart unvollständig bzw. es befinden sich zahlreiche Unterlagen noch im Institut bei den Abteilungen. Es wurden Akten der Abteilungen Beton, Steine und Bindemittel, Erd- und Grundbau und Bauphysik übernommen. Von der Abteilung Kunststoffe und Kunststoffbindemittel auf Kunststoffbasis ist zwar eine Sammlung von Photographien vorhanden, die vermutlich von der Photoabteilung angelegt wurde, Akten sind bisher aber keine übernommen worden. Auch fehlen die Akten der Abteilungen für Teer- und Bitumenbaustoffe und für Anstrichmittel und Anstriche. Die Überlieferung der Abteilung Holz, Glas und Kunststoffe wurde wegen erneutem Bedarf wieder an die Abteilung zurückgegeben. Mit Gallus Rehm als neuem Leiter und der Umressortierung zum Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg im Jahr 1980 kam es erneut zu Veränderungen in der Verwaltungsstruktur. Es wurde eine Geschäftsführung unter dem Stellvertreter Rehms, Wolfgang Schwaderer, und eine Abteilung Zentrale Verwaltung unter Rüdiger Treubel eingerichtet. Die Registratur Schwaderers wurde übernommen, ebenfalls Akten, welche die Umressortierung dokumentieren. Der Großteil der Akten im Universitätsarchiv endet Mitte der 1980er Jahre. Auch die Art der Überlieferung ändert sich. Es ist zum Beispiel der Schriftwechsel Friedrich Tölkes mit der Technischen Hochschule Stuttgart überliefert, für die Zeit Gallus Rehms kommen aber umfangreiche Dokumentationen von Übungen, Vorlesungsmitschriften und Prüfungsaufgaben hinzu. 3.4 Inhaltliche Schwerpunkte Die inhaltlichen Schwerpunkte des verzeichneten Bestands liegen auf der Forschungsorganisation und den Netzwerken in NS-Großprojekten und in Bauprojekten der frühen Bundesrepublik. Deshalb wurde für die Bewertung Richtlinien aufgestellt, die sich an diesen Schwerpunkten orientierten. Weniger interessante Prüfungsakten aus dem privaten und privatwirtschaftlichen Bereich wurden ausgeschieden. Aus dem Bereich der Prüfungsberichte wurden diejenigen zum Bau der Reichsautobahnen und zu NS-Großprojekten verzeichnet. Es handelt sich dabei um Untersuchungen zu allen Prüfgebieten, z. B. zu Brücken/Brückenstatik bzw. Brückenmodellen und zu Baustoffen: Stahl (Bewehrungsstahl, Spannstahl), Stahlbeton, Spannbeton, Beton (Leichtbeton), Holz, Glas, Ton (Ziegel), Zement. Um die Gremientätigkeit Otto Grafs und seiner Mitarbeiter nachvollziehen zu können, wurde diese Überlieferung vollständig verzeichnet. Unter anderem sei hier erwähnt: Deutscher Ausschuss für Stahlbau, Deutscher Ausschuss für Stahlbeton (früher Eisenbeton), Deutscher Normenausschuss, Fachausschuss für Holzfragen, Deutsche Gesellschaft für Holzforschung, Forschungsgesellschaft für das Straßenwesen mit Arbeitsgruppen und Unterausschüssen, Ländersachverständigenausschuss für neue Baustoffe und Bauarten. Weiterhin wurde die Überlieferung, die die Geschichte der Baustoffprüfung an der TH/Universität Stuttgart dokumentiert, vollständig erschlossen. Ein besonderes Anliegen war es, alle Arten von Tätigkeiten und Prüfverfahren exemplarisch zu dokumentieren. Deshalb wurden in einem repräsentativen Auswahlverfahren zahlreiche Akten zu Prüfungen für unterschiedlichste Auftraggeber ohne weitere inhaltliche Bewertung erhalten und erschlossen. Eine weitere Tätigkeit der Baustoffprüfung bestand in der Zulassung von Baustoffen und Bauarten und in der Überwachung von Zementwerken zur Qualitätssicherung. Hinzu kam eine gutachterliche Tätigkeit für Gerichte. Hier wurde in Auswahl verzeichnet. Weiterhin enthält der Bestand noch zahlreiche Photos und Photonegative. Photographien befinden sich auch sehr zahlreich in den verzeichneten Prüfungsakten. 4. Literatur 4.1 Publikationen des Otto-Graf-Instituts Otto-Graf-Journal, journal on research and testing of materials Schriftenreihe des Otto-Graf-Instituts bzw. der Forschungs- und Materialprüfungsanstalt Baden-Württemberg 4.2 Literatur über die Materialprüfungsanstalt Stuttgart und Otto Graf Materialprüfungsanstalt Stuttgart Bach, Carl: Die Materialprüfungsanstalt der Königlich Technischen Hochschule Stuttgart. In: Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure 1908 (Ergänzter Sonderabdruck) Anhang: Veröffentlichungen über Forschungsarbeiten, die in der Materialprüfungsanstalt der Kgl. Technischen Hochschule Stuttgart ausgeführt worden sind. (Stand 20. April 1913) Baumann, Richard; Graf, Otto: Die Entwicklung der Materialprüfungsanstalt an der Technischen Hochschule Stuttgart seit 1906. In: VDI-Zeitschrift 42 (1927), S. 1468-1470. Blind, Dieter: Staatliche Materialprüfungsanstalt an der Universität Stuttgart. Vorgeschichte – Gründung – Entwicklung – Heutiger Stand. Zur Inbetriebnahme der Neubauten im Universitätsgelände Stuttgart- Vaihingen. Stuttgart 1971. Sonderheft anlässlich der Einweihung der Institutsgebäude im Pfaffenwald. - Stuttgart[-Vaihingen]:Otto-Graf-Institut, Amtliche Forschungs- und Materialprüfungsanstalt für das Bauwesen, Techn. Hochschule 1963. Carl Julius von Bach (1847 - 1931) : Pionier, Gestalter, Forscher, Lehrer, Visionär; Wissenschaftliche Konferenz, Stadt Stollberg/E. - Technische Universität Chemnitz-Zwickau am 7. und 8. März 1997; Akademische Feier, Universität Stuttgart am 4. Juli 1997 aus Anlaß des 150. Geburtstages / hrsg. von Friedrich Naumann. Stuttgart 1998. 125 Jahre Materialprüfungsanstalt MPA Universität Stuttgart 1884 – 2009. Festschrift zur Festveranstaltung am 8. Oktober 2009 in Stuttgart. Stuttgart 2010. Ungedruckt/nicht veröffentlicht: Gimmel, Paul: Staatliche Materialprüfungsanstalt an der Technischen Hochschule Stuttgart. 65 Jahre Materialprüfanstalt. 3 Bde. Band 1: Text, Band 2: Beilage 1 bis 34, Band 3: Beilage 35 bis 70 (UA Stuttgart: 52/16) Otto Graf Ditchen, Henryk: Die Beteiligung der Stuttgarter Ingenieure an der Planung und Realisierung der Reichsautobahnen unter besonderer Berücksichtigung der Netzwerke von Fritz Leonhardt und Otto Graf. Diss. Stuttgart 2009. Ders.: Ein Fall der Entnazifizierung in Stuttgart. Wie ein Institut einen neuen Beinamen bekommen hat. Berlin 2010. Rehm, Gallus: Otto Graf ein Genie? In: Jahrbuch 1993. VDI Gesellschaft Bautechnik. Verein Deutscher Ingenieure. 4 (1993), S. 489-529. Reinhardt, Hans-Wolf: Zum Gedenken an Otto Graf, universeller Bauforscher in Stuttgart. Abschiedsvorlesung von Prof. Dr.-Ing. H.-W. Reinhardt am 4. Juli 2006. In: Reden und Aufsätze 71, S. 77. Reinhardt, Hans-Wolf: Mens agitat molem – Otto Graf forschte auf vielen Gebieten des Bauwesens. In: Die Universität Stuttgart nach 1945. Geschichte – Entwicklungen – Persönlichkeiten. Herausgegeben im Auftrag des Rektorats von Norbert Becker und Franz Quarthal zum 175-jährigen Bestehen der Universität Stuttgart. Stuttgart 2004, S. 140-145. Sbrzesny, Walter: Otto Graf. In: Neue Deutsche Biographie, Bd. 6, S. 725. Strassenforschung. 50 Jahre Forschungsgesellschaft für das Straßenwesen 1924-1974. Bonn-Bad-Godesberg 1974, S. 322. Weber, Christiane; Ziegler, Volker: Otto Graf (1881-1956) und die Baustoffprüfung an der Technischen Hochschule Stuttgart. In: Zeitschrift für Beton- und Stahlbetonbau. 106 (2011), S. 594-603. Veröffentlichungen Otto Grafs und seiner Mitarbeiter Abteilung für Bauingenieur- und Vermessungswesen an der Technischen Hochschule Stuttgart … (Hg): Otto Graf. 50 Jahre Forschung, Lehre, Materialprüfung im Bauwesen 1903 – 1953. Kartei der Veröffentlichungen ca. 1927 – 1946 (UA Stuttgart 33/1/2505) Registraturbuch Normen, Luftschutz etc. (1.4.1933 – 31.3.1942) enthält einen Abschnitt mit einer Bibliographie der Veröffentlichungen (Veröff.), nicht nur von Otto Graf. (UA Stuttgart: 33/1/2401) 5. Hinweis auf weitere Archivbestände Universitätsarchiv Stuttgart 17 und 65 Zentrale Verwaltung der Universität 57 und 114 Personalakten Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde R 4601 Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen Staatsarchiv Ludwigsburg E 166 Bü 4953 (Einrichtung der Materialprüfungsanstalt am Polytechnikum 1883-1888) F1/85 Bd. 500, F1/85 Bd. 494 (Neubau in Berg 1904-1907) Archiv der Technischen Universität Chemnitz NL 302 (Nachlass Carl Bachs, der unter anderem auch einen Schriftwechsel Carl Bachs mit Otto Graf enthält.) 6. Benutzerhinweise Um den Informationsgehalt dieses Online-Findbuchs vollständig nutzen zu können, sei der Benutzer darauf hingewiesen, alle drei Recherchemöglichkeiten (Systematik, Schlagwort, Index) durchzuführen. Zum Index: Es ist mit Namenänderungen von Firmen und Institutionen zu rechnen. Eine Vereinheitlichung von Bezeichnungen erschien nicht sinnvoll, weil irreführend. Zur Systematik: Bei der systematischen Suche über das Gliederungsschema des Findbuchs muss beachtet werden, dass einige wenige Institutionen an verschiedenen Stellen zu finden sind (z. B. Deutsche Forschungsgemeinschaft unter Forschungsförderung und unter Auftraggeber). Für die Nutzung der Unterlagen gelten die Bestimmungen des Landesarchivgesetzes BW und der Benutzungsordnung des Universitätsarchivs Stuttgart. Die Sperrfristen nach §6 Absatz 2 Landesarchivgesetz Baden-Württemberg sind zu beachten: (2) Archivgut darf nicht vor Ablauf von 30 Jahren seit Entstehung der Unterlagen genutzt werden. […] Bezieht es sich nach seiner Zweckbestimmung auf eine natürliche Person, so darf es frühestens 10 Jahre nach deren Tod genutzt werden […] (3) Die Sperrfristen nach Absatz 2 gelten nicht für solche Unterlagen, die schon bei ihrer Entstehung zur Veröffentlichung bestimmt oder der Öffentlichkeit zugänglich waren. _____ [1] Der Nachlass von Carl Bach befindet sich im Archiv der Technischen Universität Chemnitz. Auf dessen Internetseiten findet sich auch eine Biographie. [2] Jahresbericht de Königlichen Polytechnikums zu Stuttgart für das Studienjahr 1883/1884, Stuttgart 1884, S. 12. Andere Daten nennt Dieter Blind: Geschichte der Staatlichen Materialprüfungsanstalt an der Universität Stuttgart. Stuttgart 1971, S. 17-18. Die Materialprüfungsanstalt ist bereits 1883 in den Jahresberichten des Polytechnikums erwähnt: Jahresbericht de Königlichen Polytechnikums zu Stuttgart für das Studienjahr 1882/1883, Stuttgart 1883, S. 10. [3] Bach, Carl: Die Materialprüfungsanstalt der Königl. Technischen Hochschule Stuttgart. In: Ergänzter Sonderabdruck aus der Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure 1908, S. 241ff. (S.1). [4] Zu Otto Graf erschien: Rehm, Gallus: Otto Graf ein Genie? In: Jahrbuch der VDI-Gesellschaft Bautechnik 1993, S. 489-529. Sbrzesny, Walter: Otto Maximilian Graf. In: Neue Deutsche Biographie. Bd. 6, S. 725. Reinhardt, Hans-Wolf: Mens agitat molem – Otto Graf forschte auf vielen Gebieten des Bauwesens. In: Die Universität Stuttgart nach 1945. Geschichte – Entwicklungen – Persönlichkeiten. Herausgegeben im Auftrag des Rektorats von Norbert Becker und Franz Quarthal zum 175-jährigen Bestehen der Universität Stuttgart. Stuttgart 2004, S. 140-145. Siehe ferner oben 4.2. Literaturverzeichnis. [5] Fünfzig Jahre Deutscher Ausschuss für Stahlbeton. Berlin 1957, S. 4. [6] Rehm, Gallus, S. 526. [7] Jahre Deutscher Ausschuss für Stahlbeton. Berlin 1957, S. 2 und Universitätsarchiv Stuttgart 33/2/428, Postausgangskorrespondenz. Die Prüfungen wurden für die Abteilung für Straßen- und Wasserbau des Württembergischen Innenministeriums durchgeführt und nehmen den Großteil des Kopierbuchs ein. [8] Emil Mörsch war zwar seit 1904 Professor an der ETH in Zürich, die Versuche über die Widerstandsfähigkeit von Betonkörpern gegen Verdrehung und zur Haftfähigkeit der Bewehrungsstäbe im Beton für Wayss und Freytag ließ er aber trotzdem in diesem Jahr in Stuttgart ausführen. Es sollten weitere Versuche folgen, die Mörsch als Grundlage für sein Werk Der Eisenbetonbau, seine Anwendung und Theorie verwendete. 1905 folgten Versuche an spiralbewehrten Säulen. Der früheste Prüfungsbericht des Bestands (33/1/935) dokumentiert Versuche mit Eisenbetonsäulen für Wayss & Freytag aus dem Jahr 1908. 33/1/934 enthält einen Antrag Mathias Koenens über Versuche mit einbetonierten T-Trägern aus dem Jahr 1912. An Mathias Koenen hatte sich Gustav Adolf Wayss zuerst gewandt und von diesem Belastungsversuche in Berlin durchführen lassen. Das Materialprüfungsamt in Berlin wird jedoch in diesem Zusammenhang nicht erwähnt, trotzdem muss man annehmen, dass es involviert war. Nach dem Artikel über Koenen im Online-Lexikon Wikipedia (letzter Zugriff: 13.03.2012) soll Koenen 1907 den Vorschlag gemacht haben, in Stuttgart erste Versuche mit einer im gespannten Zustand einbetonierten Bewehrung durchzuführen. Das könnte dann vielleicht auch der Grund sein, von Berlin nach Stuttgart zu wechseln, eigentlich eine sehr wichtige Phase für Stuttgart, da sich hier wohl der zukünftige Vorrang in der Baustoffprüfung gründete. [9] Die Quellensituation ist für diese Zeit äußerst unbefriedigend, da es kaum Unterlagen gibt und sich die Arbeit Grafs nur sehr schwer nachvollziehen lässt. Die Postausgangskorrespondenz der Materialprüfungsanstalt Stuttgart, die von 1883 bis 1950 vollständig erhalten ist, wurde in Bezug auf diese Fragestellung noch nicht ausgewertet. [10] Universitätsarchiv Stuttgart 57/329 Personalakte Otto Grafs, Blatt 54. [11] Universitätsarchiv Stuttgart 33/1/1364. Diese Einrichtung trägt heute den Namen „Fraunhofer Informationszentrum Raum und Bau“. [12] Programm der Technischen Hochschule Stuttgart für das Wintersemester 1948/49, S. 19 und Universitätsarchiv Stuttgart 57/329: Erich Siebel und Erwin Neumann hatten sich gegen eine erneute aktive Tätigkeit Otto Grafs an der Technischen Hochschule Stuttgart ausgesprochen. Siebel befürchtete einen schweren Konflikt Otto Grafs mit der Belegschaft des Instituts, Neumann nannte persönliche Gründe, die aus einem Konflikt mit Graf über die Straßenbauversuchsanstalt herrührten. Für Otto Graf waren zwei Lösungsmöglichkeiten vorgeschlagen worden, zum einen eine außerordentliche Professur für Baustoffkunde, die durch einen Berufungsausschuss im Auftrag der Fakultät für das Bauwesen angeregt wurde, zum anderen die Emeritierung mit voller wissenschaftlicher Forschertätigkeit, die vom Großen Senat der Technischen Hochschule Stuttgart herrührte. Otto Graf hatte jedoch beides abgelehnt und nach seinem Spruchkammerverfahren auf seine volle Rehabilitierung gedrängt. [13] UA Stuttgart 33/1/1364; Zu Friedrich Tölke: Giesecke, Jürgen: Zum Gedenken an Friedrich Tölke. In: Uni-Kurier Nr. 59, Juli 1993, S. 17. Das lag auch daran, dass das Kultministerium mit der Berufungsliste für die Nachfolge von Otto Graf nicht zufrieden war. Dieses sah Fritz Leonhardt als besser für den Lehrstuhl geeignet an als Friedrich Tölke, was aber von der Abteilung für Bauingenieur- und Vermessungswesen der Technischen Hochschule Stuttgart abgelehnt wurde. Somit wurde die Berufungsliste beibehalten und Friedrich Tölke konnte berufen werden. (UA Stuttgart 57/242 Personalakte Friedrich Tölkes) [14] Reinhardt, Hans-Wolf: Mens agitat molem – Otto Graf forschte auf vielen Gebieten des Bauwesens. In: Die Universität Stuttgart nach 1945. Geschichte – Entwicklungen – Persönlichkeiten. Herausgegeben im Auftrag des Rektorats von Norbert Becker und Franz Quarthal zum 175-jährigen Bestehen der Universität Stuttgart. Stuttgart 2004, S. 140-145. [15] Zur Geschichte der Wissenschaft vom Holz. In: European Journal of Wood and Wood Products. 31(1973), S. 84. [16] Rug, Wolfgang: 100 Jahre Forschung für den Holzbau. Die Erforschung der Grundlagen/Entwicklung der Holzbauforschung/Berechnungsvorschriften. In: Bauen mit Holz Heft 4 (2003), S. 50-57 [17] Rug, Wolfgang, S. 52. [18] Rug, Wolfgang:, S. 50-57. [19] Sonderheft anlässlich der Einweihung der Institutsgebäude im Pfaffenwald. - Stuttgart[-Vaihingen]:Otto-Graf-Institut, Amtliche Forschungs- und Materialprüfungsanstalt für das Bauwesen, Techn. Hochschule (1963), S. 19 [20] Sonderheft anlässlich der Einweihung der Institutsgebäude im Pfaffenwald. - Stuttgart[-Vaihingen]:Otto-Graf-Institut, Amtliche Forschungs- und Materialprüfungsanstalt für das Bauwesen, Techn. Hochschule (1963), S. 24-26. [21] UA Stuttgart 57/242: Schreiben der Abteilung für Bauingenieur- und Vermessungswesen an der TH Stuttgart an das Rektoramt der TH Stuttgart vom 26. Mai 1951 bzgl. der Wiederbesetzung des Lehrstuhls für Baustoffkunde und Baustoffprüfung, Antrag an den Großen Senat zur Weiterleitung an das Kultministerium. [22] UA Stuttgart 33/1/1382 u. 1383 [23] Gustav Weil (1903-1972) befand sich allerdings auch schon im 69. Lebensjahr, als er seinen Unfall erlitt. [24] Es kam auch eine Dienststelle aus Karlsruhe hinzu, das Chemisch-Technisches Prüfamt. 1985/86 existierte eine zentrale Verwaltung, Z 1 – Z 3, dazu D1 Öffentlichkeitsarbeit und Forschungsplanung und D2 Anstriche und Bautenschutz. [25] Universitätsarchiv Stuttgart 33/1/1622-26 und 33/1/1629-32 [26] Die Registraturbücher für die Zeit von 1927 bis 1933 sind als Alphabetisches Verzeichnis, und als Sachverzeichnis erhalten, für die Zeit von 1933 bis 1942 ist das Sachverzeichnis vorhanden und für die Zeit von 1923 bis 1942 das Zeichnungen-Verzeichnis. [27] Dieser Tatbestand konnte mit dem Fund der Registraturbücher für die Zeit vor 1927 geklärt werden. Die Auswertung des Inhalts erbrachte folgende Erkenntnis: Die ersten 63 Betonmappen wurden am 19.5.1941 vernichtet. Die Ursache dafür ist nicht bekannt. Desgleichen wurden die Mappen für Eisenbeton bis Mappe 131 am selben Tag vernichtet. Auch gibt es Eintragungen auf Vernichtung für den 15.5.1941. Des Weiteren sind Aktenübernahmen durch die Abteilung B für den 15.6.1939 und den 15.5.1941 eingetragen. Das alphabetische Verzeichnis bis 1927 enthält auf der ersten Seite unter dem Buchstaben A Versuche zur Baustoffprüfung für das Jahr 1886. Allerdings ist nicht klar, ob es sich um nachträgliche Einträge handelt. Es scheint so gewesen zu sein, dass nicht imme

              Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, VI. HA, Nl Grimme, A., Nr. 2862 · Akt(e) · 1931 - 1933
              Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)
              • 1931 - 1933, Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, VI. HA, Nl Grimme, A. Grimme, Adolf Enthält: - Schreiben Frobenius über die Sendung seines Buches über eine Expedition nach Afrika - Glückwünsche. description: Enthält: - - Schreiben Frobenius über die Sendung seines Buches über eine Expedition nach Afrika - - Glückwünsche.
              Geheimes Kabinett (Bestand)
              Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 60 · Bestand · 1803-1919
              Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik)

              Überlieferung und Ordnung: Am 25. Oktober 1848 beauftragte das Großherzogliche Geheime Kabinett den Kanzleirat Ludwig vom Generallandesarchiv mit der Ordnung der in der Registratur des Kabinetts vorhandenen Akten, wobei "diejenigen Papiere, welche zur Aufbewahrung in dem Generallandesarchiv oder in den Registraturen der verschiedenen Ministerien sich eignen, dahin verabfolgt werden sollten". Er fand die Akten, die bis in die erste Regierungsperiode des Markgrafen Karl Friedrich zurückreichten, "in sieben überfüllten Kästen" vor. Kanzleirat Ludwig schied die Akten in vier Hauptteile: a) Akten für die ältere und b) Akten für die laufende Registratur des Kabinetts c) Akten für das Großh. Haus- und Familienarchiv d) Akten für das Großh. Staatsarchiv Im Jahr 1860 waren diese Ordnungsarbeiten beendet und die unter c) und d) genannten Akten schon 1850 dem Generallandesarchiv eingeliefert worden. In den Jahren 1879, 1881, 1882 und 1885 erfolgten weitere Einlieferungen. Soweit diese Akten nicht dem Familienarchiv einverleibt oder den verschiedenen Beständen des Generallandesarchivs zugewiesen wurden, erfolgte die Aufbewahrung in einem besonderen Schrank. Bei der Einteilung der Bestände des Generallandesarchivs in Reposituren im Jahr 1888 erhielten die vom Geheimen Kabinett eingelieferten Akten die Repositur II, 2. Trotzdem behielt man bei den Einlieferungen von 1891, 1907 und 1908 das bisher geübte Aufteilungsverfahren bei. Mit der Aufhebung des Geheimen Kabinetts im Jahr 1919 kam fast die ganze die verbliebene Registratur in das Generallandesarchiv. Das Badische Ministerium des Auswärtigen behielt nur diejenigen Akten zurück, die es zur Fortführung der Geschäfte der Ordenskanzlei benötigte; diese Akten befinden sich jetzt in Bestand 233 Staatsministerium. Einzelne Einlieferungsverzeichnisse finden sich teils in GLA 68/778 und teils in GLA 450/403 bzw. 1200. Das vorliegende Findmittel entstand 1964 auf der Grundlage älterer Karteien. 2009 wurde es mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft in ein Online-Findbuch konvertiert, anschließend von den Herren Christoph Florian und Alfred Becher redigiert. Dabei mussten nach den Anforderungen von Scope-Archiv vor allem zahlreiche Sammeltitelaufnahmen aufgelöst werden. Die Einzeltitel und die Differenzierung nach Einzellaufzeiten und inhaltlichen Abweichungen ließ jedoch z.T. sehr umfangreiche Rubriken entstehen, bei denen die chronologische Reihung nicht mehr klar erkennbar ist. Konsequent wäre die weitere Untergliederung gewesen; als grundsätzlicher Eingriff in Ordnung und Rubrikenfolge war dies im Rahmen der Findmittelkonversion nicht zu leisten. Problematisch blieb bei der Konversion zum Online-Findmittel die Behandlung der verdienstvollen, aber sehr ausführlichen Indices von Julius Kastner. Für die Erfassung in SCOPE-Archiv waren die tiefgestaffelten Einträge Kastners schwierig, das Ergebnis blieb unbefriedigend; die Indices müssen völlig neu bearbeitet werden. Da dies im Rahmen der Findmittelkonversion nicht möglich war, steht vorläufig nur eine Word-Version in den ausgedruckten Findbuchexemplaren des Generallandesarchivs zur Verfügung; sie wurde von Christoph Florian aus der maschinenschriftlichen Vorlage erstellt. Für die Online-Recherche empfiehlt sich die Volltextsuche. Geschichte: Eine Kabinettsregierung im eigentlichen Sinn, wie sie etwa in Preußen bestand, hat es in Baden kaum jemals gegeben. das Regierungssystem des Markgrafen Karl Wilhelm, das allenfalls als Kabinettsregierung bezeichnet werden könnte, fand unter seinem Enkel keine Fortsetzung. Markgraf Karl Friedrich begründete im Jahr 1783 das Geheime Kabinett, das nur einen Ausschuß aus dem Geheimen Rat bildete und mit der gleichnamigen preußischen Einrichtung nicht vergleichbar war. Gleichzeitig mit der Aufhebung des Geheimrats-Kollegiums im Jahr 1808 und der Aufteilung der Zentralverwaltung in fünf Ministerial-Departements bestimmte der Großherzog: "Um Unsere höchste Person bilden Wir einen Kabinetsrath" (Regierungsblatt 1808 S. 187). Dieses Kabinett zählte zu den Oberen Staatsbehörden und erhielt folgenden Geschäftskreis zugewiesen: 1. Bearbeitung aller an den Großherzog gerichteten Schreiben 2. "Alle Systematica, wodurch die allgemeine Verfassungs- und Verwaltungs- und Grundsätze festgesetzt und vorgeschrieben werden" 3. Alle Familien- und Hausangelegenheiten 4. Alle Hof-, Ordens- und Zivil-Uniformsangelegenheiten 5. Alles Hof- und Staatszeremoniell 6. Die Direktion des Generallandesarchivs 7. Aufsicht und Leitung des jährlich zu publizierenden Staatshandbuches 8. Die Angelegenheiten der dem Hof angehörigen Kunstanstalten (= Reg. Bl. 1808 S.193). Aber schon im folgenden Jahr wurde infolge des Organisationsedikts vom 26. November 1809 dieses "Kabinettsministerium" als besonderes Departement wieder aufgehoben. Der "Cabinets Minister" blieb " das Organ, durch welches die Anträge der Ministerien an Uns und Unsere Entschließung an sie gehe" (= Reg. Bl. 1809 S. 397). Am 21. September 1811 ernannte der Großherzog die Staatsräte Brauer, Hofer und Wielandt zu Geheimen Kabinettsräten, den Legationsrat Ring zum Geheimen Expeditionsrat und den Expeditor Weiß zum Geheimen Kabinettssekretär (= Reg. Bl. 1811 S. 108). Die damit geschaffenen "Geheimen Cabinets-Referate" wurden am 15. Juni 1817 aufgehoben. Für die im Geheimen Kabinett zu bearbeitenden Gegenstände wurde ein Staatssekretär bestellt, der zugleich Mitglied des Staatsministeriums und des Staatsrats wurde (= Reg. Bl. 1817 S.65). So hat das Geheime Kabinett seine 1808 intendierte zentrale Bedeutung früh wieder verloren; übrig blieb die Rolle eines Sekretariats für die persönlichen Regierungshandlungen des Landesherren. Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts bestand das Geheime Kabinett aus einem Vorstand, einem Registrator und einem Kanzlisten. Nachdem am 24. Mai 1854 für die Besorgung der Hofverwaltungsangelegenheiten ein eigenes Hofsekretariat errichtet worden war (= Reg. Bl. 1854 S. 256), bearbeitete das Geheime Kabinett: 1. Erledigung aller an den Großherzog unmittelbar gerichteten Vorstellungen, Beschwerden, Gesuche und sonstige Eingaben, soweit dieselben nicht zum Geschäftskreise von Hofstellen gehörten und nicht reine Unterstützungssachen waren; 2. Ausfertigung höchster Befehle in Sachen der Staatsverwaltung; 3. Ernennung zu Oberhof- und Hofchargen; 4. Entwerfung höchster Handschreiben; 5. Geschäfte des Ordenssekretariats. Am 14. April 1919 ordnete das Staatsministerium die Aufhebung des Geheimen Kabinetts an. Die Abwicklung der Geschäfte der Ordenskanzlei übernahm das Ministerium des Auswärtigen (= Gesetz- und Verordnungsblatt 1919 S. 245). Zum Inhalt: Der Bestand deckt mit seinen Rubriken zwar fast alle Bereiche von Politik, Wirtschaft, Kultur, Konfessionen, Hof und Militär ab, enthält aber vielfach Überlieferung, die sich inhaltsreicher und vollständiger bei den jeweiligen Fachbehörden wiederfindet. Wegen der vielen eigenhändigen, mit Bleistift geschriebenen Konzepte Großherzog Friedrichs I. nimmt er unter dem Hofschriftgut trotzdem einen zentralen Platz ein. Da es sich bei den Immediatgesuchen meist um Unterstützungsanliegen, Geschenke, Adressen u.ä. handelt, sind hier zahlreiche Künstler, Literaten und Vereine vertreten. Julius Kastner 1964 / Hansmartin Schwarzmaier 1991 Konrad Krimm 2009

              Gemeindearchiv Dalsheim (Bestand)
              Stadtarchiv Worms, 243 · Bestand
              Teil von Stadtarchiv Worms (Archivtektonik)

              Bestandsbeschreibung: Abt. 243 Gemeindearchiv Dalsheim Umfang: 187 Archivkartons u. 3 lfm Überformate (= 1090 Verzeichnungseinheiten) = 24 lfm (zus. m. N) Laufzeit: 1618 - 1973 Lagerort: Keller der Ernst-Ludwig-Schule Zum Bestand Das erste Inventar des Gemeindearchivs von ca. 1811 ist nur unvollständig erhalten; vollständig erhaltene Inventare (die sich aber offensichtlich mehr auf die laufende Registratur beziehen und viele alte Stücke nicht auflisten, obwohl diese vielfach eine Nummerierung zeigen) stammen aus den Jahren 1831, 1837 und 1843, vielleicht in Zusammenhang mit einem Rundschreiben der Regierung in Mainz betr. Ordnung der Gemeindearchive von 1830 (Nr. 177 und 466). Im Jahre 1906 wurde eine Anzahl genannter Archivalien durch Kriegsgerichtsrat Obenauer zwecks Verfassung der eigenen Familiengeschichte im Haus- und Staatsarchiv Darmstadt benutzt (Nr. 52). Auf die Fertigung des umfassenden Verzeichnisses von 1914 (Nr. 208) durch Lehrer Trieb von Eppelsheim bezieht sich ein Schreiben vom 01.04.1914, in dem die Rückgabe des zu diesem Zweck ebenfalls nach Darmstadt ausgeliehenen Gemeindearchivs angekündigt wird (Nr. 946). Nach der Auflösung des Landkreises Worms (1969) hielten die beiden im selben Jahre unter dem Namen "Flörsheim-Dalsheim" zusammengelegten Gemeinden im Gegensatz zu den anderen Gemeinden, die ihre Unterlagen dem Stadtarchiv Worms als Deposita übergaben, die jeweiligen Archive zurück. Erst im Jahre 1997 wurden sie nach längeren Verhandlungen und dem Abschluss eines Depositalvertrages dem Stadtarchiv Worms übergeben, wo sie zuerst im Keller des Ämterhauses am Adenauerring, dann im Keller der Ernst-Ludwig-Schule ihren Platz fanden. Zwischen September 2009 und August 2010 wurden sie zur Verzeichnung nach und nach ins Stadtarchiv und nach Bearbeitung jeweils wieder in die Ernst-Ludwig-Schule zurückgebracht. Parallel dazu wurden die zeitgleich 1997 übernommenen Archivalien der Nachbargemeinde Nieder-Flörsheim bearbeitet, deren Verzeichnung ebenfalls im Sommer 2010 abgeschlossen werden konnte (Abt. 242) Bei der Bearbeitung, die den üblichen Grundsätzen folgte, wurde das Material von den Anfängen bis 1945 einerseits (Abt. 243) und aus dem Zeitraum von 1945 bis zur Schaffung der Verbandsgemeinde 1969 andererseits (Abt. 243-N) getrennt. Dabei wurde ersteres gemäß der vorgefundenen Ordnung nach dem Registraturplan von 1908, letzteres nach dem Aktenplan von 1953 im Findbuch geordnet und als Unterbestand Abt. 243-N separat verzeichnet. Der Zustand des Materials war gut bis auf zwei Stücke, bei denen leichter Schimmelbefall festgestellt wurde (Nr. 245/2 und Nr. 602, am Ende des Bestandes in eigenem Archivkarton gelagert). Kassationen fand nicht statt. Ergänzende Archivabteilungen im Stadtarchiv: Abt. 242 Gemeindearchiv Nieder-Flörsheim Literatur: BRILMAYER, Karl Johann, Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart, Gießen 1905 GALLE, Volker, Rheinhessen. Entdeckungsreisen im Hügelland zwischen Worms und Bingen, Mainz und Alzey, Köln 1992 Gauweiler, Wolfgang, 1200 Jahre Dalsheim, Mainz 1966 KOBLER, Matthias, Chronik des Gebietes der Verbandsgemeinde Monsheim, Mainz 1992 Worms, im August 2010 Martin Geyer, Archivamtmann

              Gemeindearchiv Nieder-Flörsheim (Bestand)
              Stadtarchiv Worms, 242 · Bestand
              Teil von Stadtarchiv Worms (Archivtektonik)

              Bestandsbeschreibung: Abt. 242 Gemeindearchiv Nieder-Flörsheim Umfang: 162 Archivkartons u. 1 lfm Überformate (= 763 Verzeichnungseinheiten) = 21,5 lfm (zus. m. N) Laufzeit: 1705 - 1945 Lagerort: Ernst-Ludwig-Schule Zur Ortsgeschichte Urkundlich wird der Ort Nieder-Flörsheim erstmals 768 in einer Schenkungsurkunde im Lorscher Codex genannt. "Am 05.11.768 vergaben Gerolf und sein Bruder Emino zum Seelenheil ihrer Eltern und ihrer Schwester Seghelinda eine Hofreite, 10 Tagewerk Ackerland und Feld geeignet, einen Weinberg darauf anzulegen". Erwähnung des Weinbergs beweist, dass damals die Franken schon Weinbau trieben und über ihre Güter verfügen konnten. Der Ort hieß früher Fletersheim, Flaridesheim, Ilersheim, Nieder-Flersheim. Außer Lorsch besaß auch das Cyrikusstift Neuhausen Güter zu Flörsheim. Nieder-Flörsheim gehörte seit dem Mittelalter zum Wormser Domstift. Im 13. Jh. bedrückte Philipp von Falkenstein das Stift und setzte sich im Dorf fest. Im Jahre 1349 nahm das Stift die Schirmherschaft der Leiningen an und im Jahre 1400 trat es die Hälfte des Dorfes an den Pfalzgrafen Ruprecht III. im Eigentum ab. Die andere Hälfte des Dorfes und der Vogtei gehören dem Stift Neuhausen und als dieses Stift von dem Kurfürsten Friedrich III. im Jahr 1566 aufgehoben wurde, kam auch die andere Hälfte des Dorfes zur Pfalz. Es wurde dem Oberamt Alzey zugeteilt. 1792 wurde der Südwesten wieder erneut in den Krieg verwickelt, als französische Revolutionsheere das linke Ufer besetzten. Wieder kam es zu Plünderungen und Tributleistungen an Geld und Naturalien. Das spätere Rheinhessen und die Kurpfalz bildeten das Departement Donnersberg zu dem auch die 24 Gemeinden Rheinhessens gehören. Verwaltungsreform und wirtschaftlicher Aufschwung in der Landwirtschaft prägten das Leben der Menschen. Nach der Niederlage Napoleons kam Nieder-Flörsheim zum Großherzogtum Hessen. 1816 Kanton Pfeddersheim, 1835 Kreis Worms, 1848 Regierungsbezirk Mainz, 1850 Regierungsbezirk Worms, 1852 - 1969 Kreis Worms (1946 Rheinland-Pfalz). Im Zuge der Verwaltungsreform wurden die Gemeinden Nieder-Flörsheim und Dalsheim im Jahr 1969 zu der neuen Gemeinde Flörsheim-Dalsheim zusammengeführt. Die Gemeinde besaß eine Pfarrkirche, die dem hl. Johannes geweiht und erstmals urkundlich 1234 in der Urkunde erwähnt wurde. Bei der pfälzischen Kirchenteilung 1705 fiel die Kirche den Reformierten zu. Die Katholiken richteten sich ein Oratorium im Rathaus ein. Es wurde ein Filial der katholischen Kirche in Dalsheim. Den Lutheranen wurde eine Pfarrei in Dalsheim zugesprochen. In Nieder-Flörsheim gab es zwei Schulen, die reformierte mit dem Schulhaus und die katholische Schule. Die israelitische Gemeinde erbaute 1817 eine Synagoge (Untergasse 10), veräußerte sie aber 1920 an die Familie Häußer. Die Bevölkerung wuchs im Jahr 1811 auf 596 Einwohner. Zum Bestand Das Archivgut in der Gemeinde Nieder-Flörsheim versuchte man schon 1838 zu ordnen. Aus dem Schreiben des Kreisrats des Kreises Worms geht hervor, dass man Herrn Völker aus Wersau (Odenwald) zur Ordnung der Gemeinderegistratur von Nieder-Flörsheim beauftragt hatte (Nr. 0156, s. 13.03.1838). 1914 wurde vom Lehrer A. Trieb ein Aktenverzeichnis des Gemeindearchivs Nieder-Flörsheim angefertigt (s. Abt. 206 Nr. 99). Nach der Auflösung des Landkreises Worms (1969) behielten die beiden zusammengefaßten Gemeinden Nieder-Flörsheim und Dalsheim zunächst (im Gegensatz zu allen anderen Gem. der VG, die ihre Unterlagen schon im Stadtarchiv Worms deponiert hatten) ihr Archivgut im Rathaus. Erst nach längeren Verhandlungen mit der Gemeinde 1998 wurde das wertvolle Archivgut nach Abschluss eines Depositalvertrags gemeinsam mit den Archivalien von Dalsheim durch die Gemeinde Flörsheim-Dalsheim an das Stadtarchiv übergeben. Das im Gegensatz zu vielen Nachbargemeinden in beiden Orten relativ ungestörte und reiche vor allem ältere Archivgut wurde im Keller der Ernst-Ludwig-Schule eingelagert, mit der Verzeichnung im Herbst 2009 für beide Gemeindearchive begonnen. Zunächst waren zuvor 2008 die Unterlagen gemäß der Reihenfolge des Registraturplans von 1908 aufgestellt worden; die Akten wurden 2009/10 zur Bearbeitung sukzessive in das Raschi-Haus verbracht und dort bearbeitet. Die Laufzeit beginnt im Wesentlichen im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts und reicht im vorliegenden Bestand in der Regel bis 1945. Besonders erwähnenswert sind die Waldungen von Nieder-Flörsheim. Der Nieder-Flörsheimer Wald diente der Gemeinde als Einnahmequelle. Zahlreiche Holzversteigerungs- u. Abzählungsprotokolle befinden sich in den Urkunden zu den Rechnungen der Gemeindekasse. Aus Datenschutzgründen wurden nach Vorgabe des Landesarchivgesetzes 2 Akten mit Sperrvermerk für die Benutzung versehen. Der Bestand umfasst nach Abschluss der Neuverzeichnung (Sept. 2009 - April 2010) 759 Verzeichnungseinheiten (10.7.2012: 763), die in 162 Archivkartons aufbewahrt werden. Die Akten befinden sich in gutem Zustand. Kassationen wurden keine vorgenommen. Wegen der unterschiedlichen Aktenpläne wurde für die ab 1945 bis 1969 angelegten Akten der Gemeinde bis zu ihrer Fusion mit Dalsheim eine neue Abt. 242-N angelegt, die ergänzend heranzuziehen ist. Für Abt. 242 und 243 befindet sich am Bestand noch eine umfangreiche und noch ungesichtete Sammlung von Druckschriften, Gesetzen und anderer grauer Literatur, die einer Aussonderung und Erschließung bedürfte. Ergänzende Archivabteilungen im Stadtarchiv: -Abt. 35 Gesundheitsamt Worms -Abt. 49 Gemeindearchiv Pfeddersheim -Abt. 180/10 Volksbank Worms-Wonnegau -Abt. 185 Familien- u. Firmenarchiv Ludwig C. Freiherr von Heyl -Abt. 241 Gemeindearchiv Dalsheim -Abt. 204 Wormser Dokumentation/Sammlung Literatur: BRILMAYER, Karl Johann, Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart, Gießen 1905 KOßLER, Matthias, Chronik des Gebietes der Verbandsgemeinde Monsheim, Mainz 1992 Festschrift der Provinz Rheinhessen zur Hundertjahrfeier 1816-1916, Mainz 1916 GALLÉ, Völker, Rheinhessen. Entdeckungsreisen im Hügelland zwischen Worms und Bingen, Mainz und Alzey, Köln, 1992 KORB, Willi, Nieder-Flörsheim. Aus der Geschichte eines rheinhessischen Weindorfes. Festschrift zur 1200-Jahr-Feier, Westhofen, 1968 Worms, April 2010 Magdalena Kiefel

              Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 81 Florenz/I · Bestand
              Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)

              Behördengeschichte Die preußische Gesandtschaft beim Königreich Italien entwickelte sich evolutiv aus den Gesandtschaften Turin und Florenz. Nach den französisch-italienischen Erfolgen im Krieg gegen Österreich wurde die Toskana 1859 vom Königreich Sardinien-Piemont annektiert. Als Folge des Anschlusses des Königreichs beider Sizilien erfolgte am 17. März 1861 die Proklamation König Viktor Emanuels II. zum König von Italien. Die internationale Anerkennung des Titels war in den nächsten Jahren eine der Hauptaufgaben des Königs. Dies ist als Teil der Gesamtbemühungen um eine Einigung Italiens zu sehen. Zunächst nahm die Gesandtschaft in Turin die Aufgaben einer Vertretung preußischer Interessen beim Königreich Italien wahr. Der außerordentliche Gesandte Willisen wurde Ende 1863 durch den soeben in den Grafenstand erhobenen Guido von Usedom ersetzt. Zusammen mit dem Hof wechselte Usedom zum 13. Juni 1865 von Turin nach Florenz, wobei er die bestehende Infrastruktur der früheren Gesandtschaft beim Großherzogtum der Toskana übernahm. Seine historisch wohl bedeutendste Nachricht war die "Stoß-ins-Herz-Depesche" vom 17. Juni 1866, die der frühere italienische Ministerpräsident La Marmora 1868 veröffentlichte. In ihr forderte Usedom den Vorstoß italienischer Truppen direkt auf Wien (GStA PK, I. HA Rep. 81 Florenz (Italien), Nr. 8, fol. 376-387). Aufgrund eines Streits mit Ministerpräsident Bismarck schied Usedom 1869 aus dem Amt. Um diese Zeit stellte die Gesandtschaft in Florenz einen eigenen Apotheker ein. Sein Nachfolger Graf von Brassier amtierte ab dem 1. Januar 1870 im Namen des Norddeutschen Bundes. Die letzten Unterlagen des Bestandes enden im Herbst 1870 mit der Verlegung der italienischen Hauptstadt nach Rom als Folge des deutsch-französischen Krieges. Zur Behördengeschichte im engeren Sinne lässt der Bestand nur wenige Aussagen zu, da es sich alleine um die politischen Berichte an das Ministerium und die vom Ministerium versandten Erlasse und Abschriften von anderen Gesandtschaftsberichten handelt. Personal- und Organisationsakten finden sich nicht im Bestand. Der aus Stolberg bei Aachen gebürtige Kaufmann Carl Schmitz bot der Gesandtschaft für ihre dienstlichen Zwecke ein offenes Haus, wofür er im Gegenzug zunächst zum Agenten, später zum Konsul ernannt wurde. Außerordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister 1862-1863 Friedrich Adolph (ab 1863: Freiherr) von Willisen 1863-1869 Carl Georg Ludwig Guido Graf von Usedom 1869-1872 Maria Anton Joseph Brassier de St. Simon Bestandsgeschichte Die erste Ablieferung von 10 Aktenbänden erfolgte am 12. Juli 1870, am Tag vor dem Erscheinen der Emser Depesche, durch den Kanzler des Norddeutschen Bundes. Am 28. Juli 1882 lieferte das deutsche Auswärtige Amt 25 Akten der ehemaligen Königlichen Gesandtschaften zu Florenz und Neapel an das Preußische Geheime Staatsarchiv ab, wo sie in der Repositur 81 Florenz bzw. Neapel eingeordnet wurden. Der letzte größere Zugang erfolgte im Jahre 1900. Im Oktober 1923 fand eine erste Bestandsrevision statt. 1943 wurde der Bestand als Teil der I. Hauptabteilung, Repositur Gesandtschaften und Konsulate in die Salzbergwerke Staßfurt und Schönebeck ausgelagert. Nach Kriegsende beschlagnahmten sowjetische Truppen die Bestände und überführten sie nach Moskau. Erst 1955 erfolgte die Rückgabe an das Deutsche Zentralarchiv, Abteilung Merseburg. Hier erfolgten weitere Revisionen (1955 und 1986). Im Februar 1962 wurden die Bestände verfilmt. Näheres über das Nichtvorhandensein der im Altfindmittel aufgeführten Nummern 22 bis 27 (Politische Berichte und Schriftwechsel bis Ende 1872) ließ sich nicht ermitteln. 1923 waren sie noch vorhanden, die Revision von 1955 kennzeichnete sie als fehlend. Hinweise auf eine Bestandsabgrenzung mit dem Reichsarchiv oder dem Politischen Archiv des Auswärtigen Amtes ließen sich nicht ermitteln. Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung erfolgte gemäß Einigungsvertrag die Rückführung der Bestände der I. HA Rep. 81 Gesandtschaften und Konsulate als Teil der Bestände des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz nach Berlin. Sie lagern seit 1993 im Magazin im Westhafen. Im Juli 1990 erwarb das GStA PK zwei Schreiben, die im Jahr 2011 dem Bestand Rep. 81 Florenz/Italien, zugeordnet wurden (GStA PK, I. HA Rep. 81 Florenz (Italien) nach 1807, Nr. 22). Im Mai und Juni 2011 erfolgte die Neuverzeichnung und Erstellung des Findbuches durch Archivassessor Dr. Andreas Becker. Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.

              Gesandtschaft Päpstlicher Stuhl
              2.3.4.2.16 · Gliederung
              Teil von Bayerisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik)

              Bayerische diplomatische Vertreter lassen sich an der Kurie bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts zurückverfolgen. Demgemäß reichen auch die Akten der bayerischen Vertretung beim päpstlichen Stuhl bruchstückweise bis zum Jahre 1606 zurück. Von geschlossenen Beständen kann man freilich erst seit der Amtszeit des Gesandten Marchese dAntici sprechen, der ab 1769 Vertreter der Kurpfalz, sodann des Herzogtums Zweibrücken und seit 1776 auch von Kurbayern in Rom war. Nach der fluchtartigen Aufgabe des Gesandtenpostens durch dAntici im Jahre 1798 anlässlich der Besetzung Roms durch die französischen Truppen war Kurpfalzbayern ohne diplomatischen Vertreter in Rom. Erst zu Ende des Jahres 1803 wurde wieder eine bayerische Vertretung eingerichtet, die zunächst die Bezeichnung "Churpfalzbaierische Mission in Rom" führte. Infolge der Einverleibung des Kirchenstaats in das französische Empire durch Napoleon I. war sie in der Zeit von 1810-1815 abermals unterbrochen. Seit der Neubeglaubigung des Gesandten Freiherrn von Haeffelin im August 1815 bestand sie ohne Unterbrechung fort bis zu ihrer Aufhebung am 30. Juni 1934, die durch die nationalsozialistische Reichsregierung aufgrund des Gesetzes über den Neuaufbau des Reiches von 30. Januar 1934 erfolgte. Der Name der Gesandtschaft, der nach der Erhebung Bayerns zum Königreich im Jahre 1806 zunächst "Bayerische Gesandtschaft in Rom" lautete, wurde nach der Einverleibung Roms in das Königreich Italien im Jahre 1870 in "Bayerische Gesandtschaft beim päpstlichen Stuhl" umgewandelt. Seit 31. Mai 1930 lautete die amtliche Bezeichnung in Angleichung an die Namensführung der übrigen bei der Kurie beglaubigten diplomatischen Vertretungen "Bayerische Gesandtschaft beim Heiligen Stuhl". Während der Unterbrechung der offiziellen diplomatischen Beziehungen zwischen Bayern und dem päpstlichen Stuhl in den Jahren 1798-1803 und 1810-1815 waren für den bayerischen Hof Agenten in Rom tätig. Bei der Erkrankung des Gesandten Freiherrn von Guttenberg im Jahre 1909 übernahm der preußische Gesandte beim päpstlichen Stuhl in der Zeit vom 21. April bis 27. Oktober die vertretungsweise Führung der Geschäfte der bayerischen Gesandtschaft. Durch den Kriegseintritt Italiens im Mai 1915 war der Gesandte genötigt, den Sitz der Gesandtschaft von Rom nach Lugano in der neutralen Schweiz zu verlegen. Erst zur Jahreswende 1919/1920 erfolgte die Rückverlegung der Gesandtschaft nach Rom. Der bayerische Gesandte beim päpstlichen Stuhl vertrat verschiedentlich auch die Interessen von Staaten, die keinen eigenen diplomatischen Vertreter dort beglaubigt hatten, so die von Württemberg und Baden in der Zeit um 1808, von Griechenland nach der Errichtung eines selbstständigen Königreichs bis zur Entsendung eines eigenen Gesandten, ferner in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts hin und wieder die Belange des Königreichs Sachsen. Demgemäß finden sich einschlägige Vorgänge in den Beständen der bayerischen Gesandtschaften. Da sie zumeist mit den bayerischen Akten unmittelbar zusammenhängen, konnte eine Aussonderung der betreffenden Stücke nicht durchgeführt werden. Auch mit den Angelegenheiten des souveränen Malteser-Ordens, mit dem Bayern keine eigenen diplomatischen Vertreter austauschte, wurde die Gesandtschaft beim päpstlichen Stuhl betraut. In der Zeit von Ende Juni 1851 bis 1. Dezember 1865 war der bayerische Gesandte in Rom gleichzeitig an den Höfen von Turin und Neapel beglaubigt. Soweit es ohne Zerreißung der Zusammenhänge geschehen konnte, wurden die Registraturen gesondert. Bei gemeinsam behandelten Angelegenheiten sind stets auch die Bestände dieser beiden Gesandtschaften heranzuziehen. Die Akten der Gesandtschaft in Rom aus der Zeit bis 1798 gehörten bisher zum Bestand Kasten schwarz des Geheimen Staatsarchivs und umfassten vornehmlich Kasten schwarz 509 und 510. Der Bestand der Jahre 1803-1934 war bislang überhaupt nur in seinem älteren Teil, den sogenannten Haeffelinschen Akten (Kasten grün 33-38), grob geordnet. Diese stammten von einer Ministerialabgabe des Jahres 1906. Der größere Teil der Gesandtschaftsregistratur kam kurz vor Aufhebung der Gesandtschaft im Juni 1934 als amtlich versiegeltes Gesandtschaftsgut unmittelbar von Rom nach München an das Geheime Staatsarchiv. Ein paar Akten wurden im Juli 1936 noch nachträglich von der Bayerischen Staatskanzlei dem Geheimen Staatsarchiv zugewiesen. Der gesamte Bestand wurde nunmehr nach den in der "Archivalischen Zeitschrift" Band 46 (1950) dargelegten Richtlinien neu geordnet. Fehlende Stücke wurden kaum festgestellt, der äußere Zustand war bis auf einige wenige Stücke gut. Vernichtet wurden nur Blätter, aus denen weder der sachliche Inhalt noch der Name der behandelten Person erkennbar war, ferner die Ein- und Auslaufstagebücher (Journale). Dem Missstand, dass mehrmals in Schreiben des Gesandten verschiedene Fälle behandelt wurden, wurde durch entsprechende Verweise zu begegnen versucht. Bei den Zeitungsausschnitten, die namentlich von den beiden letzten Gesandten in größeren Umfang als Unterlagen für ihre Berichte gesammelt wurden, finden sich vornehmlich folgende Abkürzungen: BK = Bayerischer Kurier Corr = Corriere dItalia KV = Kölnische Volkszeitung KZ = Kölnische Zeitung M = Messaggero MNN = Münchner Neueste Nachrichten OR = LOsservatore Romano T = Tribuna VB = Völkischer Beobachter Um das Personenverzeichnis nicht zu überfüllen, wurden hektographierte Listen französischer kriegsgefangener Offiziere in Bayern der Jahre 1870/71 (Nr. 2753) nicht aufgenommen. Für die freundliche Unterstützung bei der Lesung einiger italienischer Schriftstücke bin ich den Herren Kollegen Dr. A. Stengel und Dr. B. Zittel zu Dank verpflichtet. Das Register wurde von Fräulein Dr. v. Hoermann angefertigt. Edgar Krausen Reinschrift: Marianne Neudek Nr. 1-421, Ingeborg Thal Im Dezember 1951 Ergänzende Anmerkungen: Bei der Anlage des Repertoriums der Bayerischen Gesandtschaft beim Päpstlichen Stuhl wurde die ältere Gesandtschaftsregistratur aus dem Bestand Kasten schwarz 509/1-5 und 510/1-4 herausgenommen und im neuen Repertorium unter "Politischer Schriftwechsel" und an anderen Stellen verzeichnet. Die Objekte mit den Signaturen 3001-3010 wurden ebenfalls der Gesandtschaftsregistratur aus dem Bestand Kasten schwarz entnommen. Sie sind im Findbuch nur sehr allgemein erschlossen. Allerdings liegt im Repertorienzimmer ein detaillierter Ergänzungsband zu diesen Akten vor, der insbesondere Kopien von Schlagwortverzeichnissen und Betreffsregistern enthält, die Ende des 18. Jahrhunderts angelegt wurden. Sie stammen aus dem Akt Gesandtschaft Päpstlicher Stuhl 485 mit dem Betreff "Registraturverzeichnis der Gesandtschaft".

              Best. 608, A 116 · Akt(e)
              Teil von Historisches Archiv der Stadt Köln (Archivtektonik)

              Umfang: 207 Blätter. Aktenzeichen: HI XIII 3c 3II A11 I 7 3 47-52,245. Schäden: Kat. B (nur als Digitalisat nutzbar). Enthält: Geschenk von verschiedenen Fischgruppen, unter anderem Zugfische des Rheins von E. vom Rath, Tierwelt im Golf von Neapel von Louis Hagen, Tierwelt Ostafrikas von dem Afrikareisenden B. Kreuser durch den Vorstand des Vereins zur Förderung des Museums für Naturkunde (Eduard Lent), Bewilligung von Mitteln zur Aufstellung der Tiergruppen (1907, mit Kostenanschlag des Präparators Heinrich Sander, Köln, und Plan zur Aufstellung der ostafrikanischen Tiergruppen, Bereitstellung von Mitteln durch den Verein); Bereitschaft des Museums für Handel und Industrie, Wiedenfeld, zur begrenzten Bereitstellung von Räumen in der Severinstorburg für die Präparierung (Juli 1907); Vertrag zwischen der Stadt, Laué, und Sander betreffend die Präparierung der ostafrikanischen Tiere (31. Juli 1907); Berichte des Direktors Janson über den Fortschritt der Präparierungsarbeiten, Besichtigung mit Lent (1907/1908); Abnahme der Arbeit, Aufstellung der Tiergruppen, Zahlung der Raten an Sander durch den Verein (1908/1909); Einziehung von Vereinsbeiträgen zur Museumsförderung (1910/1923); Schenkung einer Sammlung von Vogelbälgen und anderen Tieren durch den Bezirksrichter Dr. Steinkopf, jetzt Mülheim, die er im Kamerun erbeutet hat, Bewilligung von Mitteln zur Präparierung (1910); Schenkung eines Gorillas durch den Verein, Lent (1910); Schriftwechsel mit Hansen betreffend Zahlung der Steuer über eine Schenkung von Franz Clouth für Ankauf der Sammlung des Jakob Scheiner, Torburgen und Straßenbilder (März 1911); Anzeige Janson betreffend Schenkung einer Schmetterlingssammlung durch Fräulein F. Voelkers, Rodenkirchen, Vorschlag zur Abgabe für den Zeichenunterricht in Schulen und Verkauf überzähliger Stücke (Februar-März 1910, mit Stellungnahme der Leiter der höheren Schulen); Bericht von Willi Foy betreffend Verwendung der bewilligten Mittel für den Erwerb von Gegenständen südosteuropäischer Zigeuner, von Pfeilen aus Südwest-Neuguinea, von Kultfiguren der Pueblo-Indianer, einer Sammlung von den Karolinen (September 1911); Schenkung von Tieren durch den Arzt Dr. Bermbach (November 1911); Ankauf von der Zoologischen Station in Neapel (1911); Antrag Jason zur Bearbeitung der Schmetterlingssammlung von Eduard Lent durch den Oberlehrer Dr. Rupp (1912); Erwerb einer Sammlung des Dr. Steimann, Bonn, betreffend Petrefakte aus der Eifel aus dem Mitteldevon mit Unterstützung des Vereins, besonders von Theodor von Guilleaume und Richard Grüneberg (1912); Ermittlung der Rechnung für von B. Wiemeyer, Warburg, verkaufte Gesteine (August 1912); Schenkung einer Büste Lent durch die Erben, Aufstellung im Museum, Beschaffung eines Granitsockels (1911-1912); Kostenanschlag des Schreiners C. Stratmann betreffend zwei Schautische (1912); Vereinsüberweisung, Heidmann, Louis Hagen, betreffend eine Elefantengruppe (1912); Neuordnung der Käfersammlung von Lamers, Düsseldorf, durch den Rektor W. Geilenkeuser, Elberfeld, Mittelbewilligung (1910-1911, mit Forderung des Geilenkeuser); Verkauf von Doubletten aus Sammlungen, Genehmigung, Verbuchung der Einnahmen; Regelung betreffend Ankauf von Sammlungsgegenständen ausländischer Missionsstationen durch das Museum für Volkshygiene, das naturhistorische Museum und das Rautenstrauch-Joest-Museum (1912); Beratung der Verfassungskommission betreffend Erwerb von Sammlungen, Schmetterlingssammlung Philipps (1913); Annahme der Schenkung Beckers für das naturhistorische Museum (1913); Eingabe des Major Scheunemann betreffend Ankauf zweier ihm gehörenden, im Museum ausgestellten Affen aus Kamerun, eines Gorilla und eines Menschenaffen (1913); Angebot des Schreiners Caspar Stratmann betreffend drei Schautische (1913); Angebot des Präparators betreffend einen im Zooeingegangenen Wisentbullen (Juli 1914); Schreiben Dr. Wildschrey betreffend eine Gesteinsschleife im devonschen Schiefer des Siebengebirges, Arbeit über die Geologie des Siebengebirges, Erwerb der Gesteinssammlung des Hauptlehrers Schonauer in Cuxenberg bei Oberdollendorf betreffend das Siebengebirge (1913); Ordnung einer vom Verein geschenkten Sammlung des verstorbenen Präparators Jehn in Rheinbreitbach durch Prof. Rupp, Vergütung (1914); Eingabe Janson betreffend Übernahme der Farbenschau aus der Werkbund-Ausstellung, Überlegungen zum Aufbau einer Musterschau betreffend natürliche Farben (Juli 1914); Ablehnung des Angebots einer Sammlung durch den Präparator Heinrich Sander (Juli 1914); Schriftwechsel mit Jason und Czaplewski betreffend Auswahl, Ankauf von Gegenständen aus Sammlungen ausländischer Missionsstationen (1914); Verein zur Förderung des Museums für Naturkunde, Gustav v. Mallinckrodt betreffend Freistellung Dr. Janson von seiner Tätigkeit als Oberlehrer am Gymnasium in der Kreuzgasse, Ablehnung wegen der Kriegszeit ((1915); Ausführungen von Heinrich Sander „Die Tierwelt in modernen volkstümlichen Museum für Naturkunde (1914, Maschinenschrift, 6 Seiten, verfasst für die Kölner Zeitung); Angebot Sander betreffend seine Ausstellung in der Werkbund-Ausstellung „Farbenquellen aus der Tierwelt, Verkaufsangebot, Ablehnung (1915); Erbschaft Carl Bodewig, Schriftwechsel mit dem Testamentsvollstrecker Alfred Schmidt, Erbschaftssteuer (1915, Testamentauszug); Schenkung einer Sammlung Kleinschmetterlinge durch Konsul Hans Leiden (1917); Erbschaft einer Schmetterlingssammlung des Rentners Gustav Stroemer, Schriftwechsel mit dem Testamentsvollstrecker Ludwig van Rossum (1918/1919); Ordnung von Schmetterlingen aus Sammlungen verschiedener Missionsstationen durch Prof. Rupp (Februar 1916); Schenkung einer Sammlung des Minister-Residenten Max Freiherr von Oppenheim, bestehend aus Mineralien, Vogeleiern und Nestern, Conchylien und Korallen (Mai/Juni 1919); Kassenangelegenheiten, zweifache Zahlung eines Rechnungsbetrags an die Firma A. Zausmer, Danzig (1914); Schenkung einer Sammlung von Versteinerungen des Prof. F. Winterfeld, Mülheim, durch den Verein (April 1920); Vorschlag des Konsuls Heinrich Maus betreffend Austausch zwischen dem Kölner Museum und dem Museo Nacional de Historia Natural in Mexiko (1920); Schenkung eines Geldbetrags durch Paul Franke zwecks Konservierung der Sammlungsgegenstände durch den Präparator Sander (Juli 1920); Schriftwechsel mit Dr. Walter Voigt betreffend die Sammlungen und die Bibliothek des Naturhistorischen Vereins der preussischen Rheinlande und Westfalens und Übernahmeangebot von Köln und Düsseldorf (1912-1920); Schenkung einer Gruppe Eisvögel durch Max Kunkel, Köln, Schenkungssteuer (1922); Schenkungssteuer betreffend Schenkung des Arztes Dr. Frey, Wesdorf, Vogelgruppe Haubentaucher am Nest (1921/1922); Bitte W. Voigt betreffend Besprechungstermin wegen Notlage des Vereins durch die Geldentwertung (1922, mit Bericht Janson über die Besichtigung und die Sammlungen des Naturhistorischen Vereins, 14. November 1922, mit Vermerk Adenauer betreffend Beratung in der Verwaltungskonferenz, Ermittlung von Aufbewahrungsräumen, Rücknahme eines Überlassungsangebots durch den Verein wegen Unterstützung seitens die Universität Bonn (1922-1923); Rundschreiben des Vereins zur Förderung des Museums für Naturkunde (Richard v. Schnitzler und Gustav v. Mallinckrodt, betreffend Erhöhung des Mitgliederbeitrags wegen der Geldentwertung (1923); Spende des Karl Grube über 4 Milliarden Mark (1923).